estens empfehlend 8. ‘sseu, latX) Beesen 86a und Mung’ igeT' bNebHnnut ^ezChclus 0 erüWn werde Lroie,intoern indem ba6 NeneSe ans Zeller -Mott* Cavalleria rusti- Wer bekannt ist, ^de, dem ver- Wer entgegen- lten. zu einer kurzen 9 Uhr, piinftlid) __[5962 Lagers zu G nt . G ölouse nach f C ms i WWW itas Miks Sadenkass- Controls, addiü ahme. Sjn 2788 rbeih____r— efien. M eintS brittc ,r mit einem » zu 5 g#»’* )O Ä mit der W» nb@enofien|®«r ifien des j# ft» pM-- 8c(* Nr. 161 Der Glehener Anzeiger cricheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Dir Gießener AnmilienStälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Freitag den 12. Juli Gießener Anzeig er General-Anzeiger. 1S9» vierteljähriger Avonnemeutrprei«» 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchukstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Atnts-- und Anzeigeblutt für den Kreis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Gratisöeikage: Gießener Kamilienötätter. All: Annoncen-Burcaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Deutsche» Reich. Berlin, 10. Juli. Die Meldung, daß die Grundsteinlegung zum Denkmal Kaiser Wilhelms I. durch den Kaiser in Gegenwart der deutschen Bundesfürsten am 18. August erfolgen soll, wird von den „Berl. Reuest. Rachr." richtig gestellt. Danach ist der Bundesrath zur Feier eingeladen mit dem Hinzufügen, daß die stimm- führenden Mitglieder die üblichen drei Hammerschläge vollziehen sollen. Eine Anwesenheit der Fürsten selbst ist also nach dem Programm bet dieser Feier nicht geplant. — Die stille Jahreszeit in der inneren deutschen Politik ist nun vollständig eingetreten, denn die Minister gehen demnächst auf Urlaub,, der Bundesrath tritt wahrscheinlich Ende der Woche seine Ferien an. Der Reichstag ist glücklicher Weise schon längst geschloffen, und der Schluß deS preußischen Landtags, welcher von allen deutschen Landtagen allein noch Sitzungen abhielt, ist am Mittwoch Nachmittag 2 Uhr durch königliche Botschaft erfolgt. — Eine für die künftige Parteibildung fCJ?r interessante Auseinandersetzung findet gegenwärtig zwischen dem Bunde der Landwirthe und der conser- vativen Parteileitung statt. Die „Deutsche Tagesztg.", das Organ deS Bundes der Landwirthe, hatte sich in einem langen Artikel über das Bedürfntß eines „umfassenden Eartells nationaler Parteien oder Parteibruchstücke auf wirthschaftlicher Basis" ausgesprochen. In der „Conservat. Corresp." erwiderte nunmehr die conservative Parteileitung Folgendes darauf: Die Conservattven wollen mit Cartell- bildungen irgend welcher Art nichts zu thun haben- der Schwerpunkt unserer Partei liegt in ihrer Selbstständigkeit, und gerade in den heutigen Verhältniffen kann nicht eifersüchtig genug die Selbstständigkeit einer politischen Partei bewacht und bewahrt werden. Zudem können wir die Roth- wendigkeit eines wirthschastlichen Eartells nicht einsehen, und wiederholt haben wir erklärt, Gegner von wirthschastlichen Parteibildungen zu sein. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 10. Juli. Der „RetchSanzeiger" meldet die Abberufung deS Grafen Rantzau auf eigenen Antrag von dem Gesandtenposten im Haag und die Versetzung Rantzaus in den einstweiligen Ruhestand. Berlin, 10. Juli. Die „Berliner Correspondenz" schreibt: In der Angelegenheit deS Schutzes der Bauhandwerker wegen Ausbeutung durch gewissenlose Bauunternehmer hat der Reichskanzler die Bundesregierungen im Anschluffe an die im März startgehabten Berathungen im Reichsamte deS Innern um entsprechende Mittheilungen mit gutachtlicher Aeußerung ersucht, wie die Berücksichtigung der Wünsche der Bauhandwerker angängig sei. Landau (Pfalz), 10.Juli. Der nächste Verbandstag der süddeutschen Gastwirthe wird in Wiesbaden abgehalten. Arboga, 10. Juli. Kaiser Wilhelm trat heute früh 8 Uhr in bestem Wohlsein die Reise nach Stora Sundby zum Besuche des Grafen und der Gräfin Carl v. Wedell an und traf daselbst gegen 1 Uhr Mittags ein. Es herrscht schönes Wetter. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 10. Juli. Zu den verschiedenen ZeitungS- meldungen, daß der Kaiser Mitte August in Elsaß Lothringen Festlichkeiten anläßlich der 25jährigen Wiederkehr der dort errungenen Siege beiwohnen würde, schreibt die „Nordd. Allgem. Ztg.", daß diese Artikel der Begründung entbehren. Der Kaiser gedenkt am 17. August von England im Neuen Palais wieder einzutreffen und am 18. August die feierliche Grundsteinlegung für daS Kaiser Wilhelm-Denkmal zu vollziehen, so daß von einer Anwesenheit des Kaisers in Elsaß- Lothringen um diese Zeit nicht die Rede sein könne. Berlin, 10. Juli. Nach einer Meldung der „Post" find die Arbeiten der Telephonlinie Kopenhagen- Hamburg so weit gefördert, daß die Linie noch im Juli, voraussichtlich am 20., eröffnet werden kann. Wenn sich diese Linie bewährt, soll sie bis Berlin ausgedehnt werden. Berlin, 10. Juli. Der Chef der Reichskanzlei, Freiherr von Wilmowski, hat heute einen längeren Urlaub angetreten. Friedrichsruh, 10. Juli. Trotz aller gegentheiligen Meldungen befindet sich Fürst Bismarck recht wohl. Namentlich ist er geistig wieder sehr frisch. Von Schwermuth kann überhaupt keine Rede sein. Körperlich ist er allerdings oft durch nervöse GefichtSschmerzen angegriffen. Wien, 10. Juli. Die Landesbehörde entdeckte hier viele Türkenloose mit falschem Stempel, die sich im Verkehr befinden. Es wurde deßhalb eine strenge Untersuchung eingeleitet. Paris, 10. Juli. In der vergangenen Nacht verhaftete die Polizei den russischen Advocaten Nazareff. Wegen anarchistischer Gesinnungen war gegen denselben ein Aus- weisungsdecret erlassen worden. Nazareff wollte sich in den nächsten Tagen nach der Schweiz begeben. Florenz, 10. Juli. Der hiesigen Annunciara« Kirche wurden von einem Unbekannten zwei Altarkerzen gespendet, welche, wie durch Zufall rechtzeitig entdeckt wurde, mit Dynamit gefüllt waren. Athen, 10. Juli. In Mittel ° Griechenland wurden während des gestrigen Tages starke Erdschwankungen verspürt. Der Krieg von 1870(71, geschildert durch Ausschnitte aus ZeitungS-Nummern jener Zeit. (Nachdruck verboten.) 12. Juli. Rasch, wie daS Gewitter gekommen, hat es sich verzogen. Prinz Leopold von Hohenzollern hat auf den spanischen Thron verzichtet. BiSmarck wird alsbald nach Varzin zurückkehren. Europa hat Frieden, Europa hat Ruh. Das 22. Mittelrheinische Kreisturnfest. An der gestern (Mittwoch) Vormittag nach dem Gleiberg unternommenen Turn fahrt beteiligten sich ca. 100 Gäste, die theils zu Fuß, per Rad, in der Mehrzahl aber in drei Wagen der Gießener Omnibus-Gesellschaft dort ankamen. Den Theilnehmern an der Partie wurde von der Burg aus eine Begrüßung durch Böllerschüsse zu Thrtl, während Namens des Gleibergvereins Herr Dr. Ebel die Gäste begrüßte und den Willkommentrunk darbot. Hierauf hielt Herr vr. Ebel einen halbstündigen Vortrag über die Geschichte von Gleiberg, dem unter seiner Führung eine Besichtigung der Burg folgte. Die Stimmung, welche während des darauffolgenden Frühstücks herrschte, war eine sehr gehobene, es wechselten Reden mit Musik- und Liedervorträgen. Um 12 Uhr wurde die Rückfahrt nach Gießen angetreten. — Dem für Nachmittag vorgesehenen Volksfest auf dem Festplatze ging ein Festzug der Schüler der hiesigen Lehranstalten voraus. In drei Abtheilungen mit je einem Mufikcorps an der Spitze marschirten Stadtschüler, Real- und Realgymnafialschüler und Gymnasiasten von der Südanlage aus über die Neuenbäue, Schulstraße und Neustadt nach dem Festplatze. Die Stimmung dieser Zukunftsturner war eine recht gehobene, sie gaben ihr durch kräftige „Gut Heil"-Rufe und Schwenken ihrer mit Fähnchen verzierten Hüte lebhaften Ausdruck. Nachdem der Zug, welcher wohl über 1200 „Mann" zählte, auf dem Feftplatz eingetroffen, begannen unter Leitung der Herren Lehrer die Spiele und Hebungen. Zu den letzteren war ein besonderes Kampfgericht eingesetzt, 'welches seines verant- wortungsreichen Amtes mit solcher Umsicht waltete, daß bald nach Beendigung des turnerischen Theiles die Prcisoertheilung stattfinden konnte. Die Sieger erhielten Diplome und Medaillen- aber auch die Uebrigen sollten nicht leer ausgehen, denn mehrere Rtesenkörbe mit Bretzeln wurden nach dem Festplatze gebracht und dort vertheilt. — Das Schülerfest hatte wieder eine große Zuschauerzahl auf dem Festplatze versammelt. Man bemerkte unter derselben sehr viele Landleute, die sich die Gelegenheit, gegen ein niedriges Eintrittsgeld den noch in vollem Schmuck prangenden Festplatz und die Festhalle in Augenschein nehmen zu können, nicht entgehen lasien wollten- fie füllten noch am Abend die Wirthschaften, Feuilleton. Frankfurter Thesterdries. (Originalbericht für dm „Gießener Anzeiger".) Aickblick auf die verfioffene Spielzeit. — Novitäten. — Gäste. vr. M. Eine kleine Ruhepause ist in dem theatralischen Leben und Treiben van Frankfurt eingetreten. Die Mitglieder der vereinigten Stadltheater erfreuen sich der wohl- verdienten Erholung, die allerdings, verglichen mit der splendiden Vacanz, welche ein Hoftheater wie Darmstadt seinen Künstlern und Beamten gewährt, ziemlich karg be- «essen ist. Nur wenige Wochen und die.Arbeit beginnt von Neuem! Für die Frankfurter Kräfte ist sie eine lohnende in jeder Hinsicht, aber anch eine sehr strenge. Die Intendanz sorgt schon dafür, daß kein Künstler krach liegt, aber ebenso wenig läßt fie das Virtuosenthum auf Kosten des SpielplaneS in Blüthe kommen. DaS Repertoire steht ihr, wie sich das ja auch für eine Bühne schickt, die Fühlung mit den vorwärts schreitenden Mächten ter Literatur behalten will, in erster Linie. Man muß es dem Frankfurter Theater wieder und immer wieder als Lob nachsagen, daß eS fich in so und Io viel Fällen auch nicht gescheut hat, die EntdeckungSkoften rines TalentS zu tragen. Wo kämen wohl unsere Autoren hm, wenn fich nicht Bühnenleiter fänden, die cs ab und zu mit einem Stück riSkirren, von deffen Verfaffer das Publikum bis jetzt noch wenig oder gar nichts vernommen hat'?! Eiu gute-Novitätenjahr ist die Saison 1894/95 keinesfalls gewesen. Weder Sudermanns „Schmetterlingsschlacht", FuldaS „Kameraden" haben so eingeschlagen, wie man gehofft hatte. Es ist dies eigentlich kein Wunder. Wie sollen sich diese Stücke durchringen, so lange man im deutschen Lustspiel nur jene Art von Komik genehmigt, die aus plumpen Situationsscherzen und öden Verwechselunasspielen besteht. Das Verständniß für jene feine .Comödiensatire, die aus den Characteren selbst schöpft, muß erst allmählich herangebildet werden. Sudermann und Fulda stehen in ihren letzten Arbeiten gewiß nicht auf der Höhe ihres früheren oder ihres künstlerischen Könnens überhaupt, aber immerhin noch haushoch über den gewöhnlichen Lustspielfabrikanten, und Männer, die eine „Heimath" und einen „Talisman" geschrieben, dürften wenigstens beanspruchen, daß sich nicht jeder obfcure Kritikaster an ihnen vergreift. Die Frankfurter sind in der glücklichen Lage, eint Presse zu besitzen, die ihre Stellung den litterarischen Erscheinungen der Gegenwart gegenüber begreift und ihre Leser nicht mit abgedroschenen Reporterphrasen regaliert. Leider sind die diesjährigen Novitäten des Schauspiels über mittelgut wenig hinauSg-.kommen, die verschiedenen Versuche junger Drarnenschriftsteller, ein sociales oder psychologisches Problem in die Rampenbeleuchtung zu stellen, konnten nur ein Augenblicksinteresse wecken. Volle ästhetische Theilnahme riefen hingegen die verschiedenen Cyclen klassischer Meisterwerke, vor allem der Möllere- und Shakespeare-Cyclus hervor. In der Oper waren einige Neuerwerbungen, so „Der Barbier von Bagdad" von Cornelius und „Dalibor" von Smetana, von durchgreifendem Erfolge begleitet. Daß jedoch Maffenets „Werther", aus welchem uns eine so ungemein zarte, tiefe und individuell empfundene Ton- noch spräche entgegentönt, keinen tieferen Eindruck hinterlassen tollte, gehört für uns zu den vielen Räthseln der Theaterchronik. DaS neue Schauspiel Emil ClaarS, „Königsleid", welches in diesem Blatte schon eingehend von uns gewürdigt worden ist, traf wenigstens auf ein etwas verständnißvolleres Entgegenkommen. An Gästen, großen und kleinen, ist in dieser Spielzeit an den Frankfurter Bühnen kein Mangel gewesen. Eleonore Düse, Sonnthal, Fumagalli, Nordica rc. rc. sind einander hart auf dem Fuße gefolgt und haben dem Publikum viel Anregung geboten und ihm auch über alte, wohlbekannte Themata neue Gesichtspunkte eröffnet. Dem Ensemble sind neue Kräfte eingefügt worden. Fräulein v. Legrenzi hat fich verabschiedet. Dafür ist ein Ersatz an Fräulein Widmann vom Darmstädter Hof- theater gewonnen worden. Für das Fach des jugendlichen Characterspielers hat man in Herrn Bauer von Prag eine geeignete Persönlichkeit erworben. Es läßt fich schon jetzt Voraussagen, daß die kommende Spielzeit viel Neues und Gutes bringen wird. Unsere Schri ftfteller sind inzwischen nicht müßig gewesen. Das Hauptaugenmerk der meisten richtet sich auf einen Theatererfolg, und Frankfurt bietet ihnen unter Befürwortung Emil Claars eine verheißungsvolle Arena. Im Großen und Ganzen besitzt das Frankfurter Publikum Respect vor der freien Künstlerpersönlichkeit, eS läßt sich von dieser etwas sagen, sobald solche aus eigenen Mitteln etwas Originelles zu bieten vermag, und darin eben liegt eine Gewähr, daß fich die langweilige Schablone hier weniger als anderswo zu einseitiger Geltung bringen kann. besonders den Juxplatz. Concert in der Festhalle und Tanz« vergnügen auf dem Platze sorgten auch gestern dafür, daß Niemand zu früh nach Hause kam. Hiermit dürfte der officielle Theil deS Festes als abgeschlossen zu betrachten sein. Dem guten Verlauf deS 22. Mittelrheinischen Turnfestes war in erster Linie daS Wetter günstig, in zweiter daS reichhaltige Programm, in dritter aber daS Arrangement deS Ganzen. Sachkenntniß, ArbeitSfreudigkeit und Umsicht waren die Factoren, mit denen die Männer rechnen konnten, die sich zu dem großen Ausschuß zusammengefunden. Kein Mißton hat die Feier gestört, keine Unordnung beeinträchtigte sie, kein nennenSwerther Unfall, der bei so colosfalem Menschenandrang immerhin im Bereich der Möglichkeit liegt, trübt den Rückblick auf die vergangenen Festtage. Die auswärtigen Turner haben der Gastfreundschaft Gießens alle Anerkennung gezollt, sie waren besonders entzückt über den herrlichen Schmuck der Häuser, von denen einige, wir nennen u. A. den „Kaiserhof", den „Adler", das Gail'sche HauS in der Neustadt, wahre Prachtstücke der Decorationskunst waren. (ES ist ausgefallen und auch vielfach gerügt worden, daß die Häuser der LudwigS- straße, mit wenigen Ausnahmen — das Hanftein'sche Haus war am schönsten decorirt — gar zu nüchtern auf den zweimal genannte Straße passtrenden Zug herabschauten.) Schließt nun, wie wir hoffen wollen, das Fest auch finanziell günstig ab, so sind alle auf daffelbe gestellten Hoffnungen in schönster Weise erfüllt und Gießen kann in den Kranz seiner Festlichkeiten wieder ein Blatt einreihen, würdig seines guten Rufes als Feststadt, diesmal als Feststadt des io schön verlaufenen 22. Mittelrheinischen Turnfestes! Gut Heil! _____________ Am Sonntag den 14. Juli findet eine Nachfeier statt. — Eine Nachfeier nach einer solch* stattlichen Reihe von Festtagen mag Manchem erstaunlich, aber nicht unerwünscht vorkommen- cs ist so zu sagen ein spätes Folgeleisten der vielen unerfüllt gebliebenen da eaxo-Rufe. Wie nun bei solchen Hervorrufen der Künstler immer noch einen besonderen „Tric" in petto hat und zum Besten giebt, so soll auch bei der Nachfeier von diesem alten Brauch nicht abgewichen, sondern neben dem bisher gebotenen Guten noch etwas Neues gebracht werden. Die Marmorgruppen, lebendes Bild 2C., die bet dem gewaltigen Massenandrang von Bielen nicht gesehen wurden, sollen wiederholt werden. Eine Ballon- anffahrt mit doppeltem Fallschtrmabsturz wird als etwas ganz Neues htnzukommen. Aber auch einen andern Zweck, als den oben gedachten, hat jede Nachfeier und besonders die für nächsten Sonntag geplante. Vox populi ist auf der einen Seile der Meinung, ein großer Ueberschuß könne nicht au«- bleiben, während die andere Sette das Gespenst des D e f i c t t s wittert. Weder die Optimisten noch die Pessimisten sind im Recht- die ersteren dürften jedenfalls am Weitesten vom Ziel entfernt sein. Bei einem so großen Fest, wo Ausgaben und Einnahmen von den Voranschlägen wesentlich abweichen und in letzter Stunde immer zahlreiche unerwartete Anforderungen an die Festleitung herantraten, kann man unmöglich das Endresultat schon jetzt übersehen. So viel aber läßt sich sagen, daß von einem nennenswerthen Plus keine Rede sein kann, sondern daß alle Kraft erforderlich sein wird, das Gegentheil zu verhüten! Wo von Seiten der Fest- leitung unter großen Opfern versucht wird, daS Fest zu einem würdigen Abschluß zu bringen, darf man wohl er« warten, daß der Besuch desselben am nächsten Sonntag ein ebenso reger werde, wie in den letzten Tagen, zumal der Eintrittspreis gegenüber der Fülle des Gebotenen als ein sehr mäßiger zu bezeichnen ist. foeokf und pvovkirztettes. •ieftto, den 11. Juli 1895 ** Provinzialausschuß Sitzung. Freitag den 12. und Samstag den 13. Juli d. I., jedeSmal Vormittags 9 Uhr beginnend, finden im Regierungsgebäude dahier öffentliche Sitzungen des Provinzialausschuffes der Provinz Oberhessen statt, in welchen folgende Gegenstände zur Verhandlung gelangen: Freitag, den 12. Juli. 1. Antrag der Gewerkschaft „Louise" zu Essen auf Enteignung bezw. Abtretung von Grundstücken in Flur IX u. X der Gemarkung Nieder Ohmen Samstag den 13. Juli. 1. Ansinnen des Gr. Kreisraths des Kreises Büdingen an die Gemeinde Rohrbach wegen Mit- übernahme der Gelände-ErwerbungSkosten für Erweiterung der Haltestelle Büches zu einer Station mit vollem Güterverkehr. 2. Wildschadens-Ersatzanspruch des Jacob Mohr und Genossen zu Breungeshain. 3. Klage des Ortsarmen« verbandeS Düdelsheim gegen den Ortsarmenverband Lind- Heim wegen Verpflegung der Katharina Nagel von Lind« heim. 4. Klage des Ortsarmenverbandes Ltndheim gegen den Ortsarmenverband Nieder-Mockstadt wegen Unterstützung des Johannes Kröll aus Heegheim. 5. Gesuch des Franz Ebender zu Usenborn wegen Ausstellung eines Wandergewerbscheins. 6. Die Bureaukosten deS Bürgermeisters zu Merkenfritz. 7. Gesuch des H. K. Seiler zu Unter-Schmitten um Wirthschaftsconcession. 8. Gesuch deS Peter Klein zu Heisters um Wirthschaftsconcession. ** Der Sonntag« Sonderzug von Gießen nach Frankfurt Hauptbahnhof, welcher bisher an Sonntagen von Gießen 800 Abends abfuhr und 1000 Abends in Frankfurt eintraf, wird vom Sonntag den 14. Juli ob 1 Stunde 30 Min. später nach dem im Jnseratentheil veröffentlichten Fahrplan verkehren. ** Der Bierconfum aus dem Festplatze, der nach vorläufiger Schätzung 400 Hecroliter betrug, vertheilt sich auf die einzelnen Brauereien etwa wie folgt: Münchener 100, Dichter 90 Hectoliter, in den Rest von über 200 Hectoliter theilen sich Röhrle, Friedel u. ASprion und Actien-Brauerei. — Unter den 9000 Flaschen Wein, die in der Festhalle getrunken wurden, befinden sich ca. 6000 Flaschen Turner» wein, der Rest bestand in befferen Marken. ** 3000 Eintrittskarte«, ä 20 Pfg., wurden gestern an der Hauptkaffe deS FeftPlatzeS entnommen. ♦* DaS Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (Nr. 116) feiert die fünfundzwanzigjährige Wiederkehr der ruhmreichen SiegeStage des Krieges 1870/71 am 18. August d. I. Alle früheren Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte des Regiments, sowie deS Beurlaubtenstandes, besonders diejenigen, welche dem Regiment während des Feldzuges angehört haben, werden zur Theilnahme an der Feier aufgefordert und gebeten, Anmeldungen unter Angabe ihrer Adreffen baldmöglichst, spätestens zum 25. Juli d. I., an daS Regiment einzusenden. ** DaS MeifierschaftSruderu für Deutschland findet am Sonntag den 18. August an der Gerbermühle zu Frankfurt ex. M. statt. Die Veranstaltung des Rennen« ist dem Frankfurter Regatta-Verein übertragen. Der Einsatz beträgt 10 Mark pro Ruderer. Die Länge der Bahn ist 2500 Meter stromabwärts. Vertheidiger deS Meistertitels ist bekanntlich Albert Rübsamen von der Gießener Rudergesellschaft. ** Die Gießener OmuibuS-Gesellschaft hat heute die Touren nach dem Schtffenberger Walde wieder ausgenommen. ** Ernannt wurden die Gefangenwärter am Provinzialarresthaufe zu Gießen Johann Dieter Schneider, Johann Ludwig Scharmann und Johann Friedrich Lang zu Gefangenaufsehern an dieser Anstalt, sämmtlich mit Wirkung vom 14. Juli 1895 an. ** Postperfonalnachrichten. Versetzt sind: der Postinspector Frotscber von Darmstadt nach Pofen behufs Uebernahme der Vorsteherstelle des Bahnpoftamts Nr. 33 daselbst, der Postkasfirer Baltrusch von Königsberg (Preußen) nach Darmstadt behufs Uebernahme einer Postinspectorstelle bei der Ober-Postdirection Darmstadt, die Ober-Postassistenten Kumpf von Alzey nach Gießen, Nohl von Mainz nach Elberfeld, der Postassistent Mai von Elberfeld nach Mainz. — Ernannt ist der Postasfistent Feist in Darmstadt zum Bureauasfistenten bei der Ober-Postdirection Darmstadt. — Angestellt ist als Telegraphenassistent der Telegraphenwärter Georg in Mainz. — Angenommen ist zum Postagenten der PosthilfSbote Kirsch in Heidesheim. ** Kirchliche Dieustnachrichteu. Ernannt wurden: Uhl, Vicar der zweiten evangelischen Pfarrstelle zu Schotten, zum Vicar der ersten Pfarrstelle daselbst; Pfarrverwalter Wilhelm zu Kelsterbach zum Pfarrvicar für Pfungstadt Hahn, Decanat Eberstadt,- Pfarrassistent Freundlieb zu Darmstadt zum Pfarrverwalter in Ulrichstein, Decanat Scholten- Pfarrassistent Kietz zu Wackernheim zum Pfarrverwalter in WormS. ** Schuldienst Nachrichten. Am 8. Juni wurde dem Schullehrer Franz Jeckel zu Seibelsdorf die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Sonderbach, Kreis Heppenheim, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Johann Hoffmann zu Sonderbach die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Seibelsdorf, Kreis Alsfeld, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Johannes Etling zu Bannerod die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wernges, Kr. Lauterbach, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Johann Engel zu Bretzenheim die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bannerod, Kr. Lauterbach, — am 22. Juni wurde dem Schullehrer Johann Schreiber zu Offenheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Siefersheim, Kr. Alzey, — an demselben Tage wurde dem Schul- amtSaSpiranten Simon Schwarz aus Kirtorf eine Lehrerstelle an der erweiterten Volksschule zu Guntersheim, Kr. Oppenheim, übertragen- — am 24. Juni wurden der provisorische Lehrer an der höheren Mädchenschule zu Mainz Heinrich Schaber zum Lehrer und die provisorische Lehrerin daselbst Eva Klein zur Lehrerin an dieser Schule, unter Belassung in der Kategorie der Volksschullehrer, bezw. Volksschullehrerinnen, ernannt. ** Erledigte Lehrerstelleu. Erledigt sind: Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lchrerstelle an der Gemeindeschule zu Wolfskehlen, Kreis Groß - Gerau, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Ober-Hörgern, Kreis Gießen, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organtstendienst verbunden. Dem Herrn Fürsten zu Solms Lich steht das Präsentationsrecht zu derselben zu. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nieder-Wetsel, Kr. Friedberg, mit einem nach dem Dienstalter fich bemeffenden jährlichen Gehalte von 900 bis 1200 Mk. Dem Herrn Fürsten zu SolmS-Lich steht daS Präsentationsrecht zu derselben zu. Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Volksschule zu Worms mit einem jährl. Gehalle von 1290 Mk. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu ElSheim, Kreis Bjngen. mit einem nach dem Dienftalter sich bemeffenden jährlichen Gehalte von 900-1000 Mk. Grüuberg, 8. Juli. Die im vorigen Monat borge» nommene Berufs- und Gewerbezählung ergab eine ortSanwesende Bevölkerung von 2079, 1015 männliche und 1061 weibliche Personen. Es wurden 515 HaushaltungS- listen, 374 LandwirthschaftSkarten und 146 Gewerbebogen bei der Zählung auSgefüllt. Bad Nauheim, 10. Juli. DaS Aufführungsrecht des fünfactigen Lustspiels „Die Schlau ge im Paradies" von Wilhelm Wagner (Bad-Nauheim), verfaßt nach dem gleichnamigen Roman von Sacher - Masoch, ist von mehreren größeren Theatern erworben worden und findet die erste Aufführung noch in diesem Monat im Saisontheater zu Leipzig statt. Die letzte Arbeit Sacher-MasochS, der am 9. März d. I. im nahen Lindheim gestorben ist, war, daS genannte Stück durchzusehen. Laubach, 8. Juli. Die Gewerbezählung am 14. Juni ergab eine Bewohnerzahl von 1907, 923 männ» liche, 984 weibliche. Danach hat fich die Bewohnerzahl in den letzten 5 Jahren um 61 Personen vermehrt. Der Zuwachs ist zum großen Theil der stärkeren Frequenz deS hiesigen Gymnasiums zuzuschreiben. Ausgestellt waren 350 LandwirthschaftSkarten, 59 Gewerbebogen und 427 HauS- hrltungSliften. Darmft. Ztg. n. Von der Nidda, 10. Juli. Die Nidda führt so wenig Wasser, daß die Müller daran ohne Zuhilfenahme von Dampfkraft nicht mahlen können. Die Erde zeigt weit- klaffende Riffe und welk hängen die Pflanzen zur Erde. Auf nicht tiefgründigem Boden ist der Klee vollständig gedörrt. Die obererdigen Kohlraben in den Gärten sind gesprungen. Bohnenblüthen fallen vielfach ab, ohne Fruchtansatz zu hinterlaffen. Reichbehangene Bäume in trockenen Lagen mit felsigem oder sandigem Untergründe werfen schon Früchte ab. H. AuS dem Horlossthale, 10. Juli. Die Ernte hat bei uns mit dem Schneiden deS Roggens begonnen. Halm und Aehre dieser Getreideart sehen recht befriedigend aus, auch der Weizen verspricht einen guten Ertrag. Die Sommerhalmfrüchte laffen zu wünschen übrig, denn die feit Wochen anhaltende Trockenheit, welche in Dürre über- zugehen scheint, wenn nicht bald ein ausgiebiger Regen kommt, sind kurz geblieben und zeigen vielfach Brand. Der Was ferst and ist so bedeutend zurückgegangen, daß manche Brunnen nur wenige Eimer Flüssigkeit in Vorrath haben. Die Wiesen werden mehr und mehr braun, eine reichliche Grummeternte ist schwerlich zu erwarten, daher kann sich Derjenige gratuliren, welcher sich reichlich mit billigem Heu versorgt hat. Durch die große Trockenheit haben die Frühkartoffeln schlecht angesetzt, weshalb vorjährige Waare sehr gesucht ist und binnen einer Woche auf 6 bis 7 Mk. pro Malter hinauf schnellte. Dagegen ist der Brot- preiS, welcher zu Anfang dieses Monats um 5 Psg. pro Laib stieg, wieder um ebensoviel zurückgegangen. In den Gärten sieht eS nicht rrmuthigend aus. Bet dem heißen, trockenen Wetter und den stetigen Nordostwinden kann da« Gartengepflänze nicht gedeihen. Erbsen, Bohnen, Salat, Gurken mzd Krautpflanzen wollen nicht recht vorwärts. Der zweite Klee, sowohl deutscher wie Luzerne, laffen ia Folge deS seit vier Wochen herrschenden FenchtigkeitSmangelS recht viel zu wünschen übrig, die Obsibäurne stoßen mehr Früchte ab als nöthig ist. D'e Ernteaussichten haben sich jetzt, am Schluffe der ersten Julidekade, merklich bei unS verringert. Die Handelsgewächse Zuckerrüben und Zwiebeln sehen zwar recht befriedigend auS, könnten aber jetzt ebenfalls wieder Feuchtigkeit vertragen. A Von der Felda, 10. Jult. Der Fuhrmann Scharmann von Kestrich gerieth dieser Tage bei einer Fahrt mit beiden Beinen in die Scheere feine« Wagens. Sein Pferd, durch Fliegen unruhig gemacht, schlug aus und traf den bejahrten Mann so schwer, daß derselbe jetzt an den erhaltenen Verletzungen verstorben ist. — Dem Landwirth Dörr von Stumpertenrod ging ein junges Pferd mit dem Wagen durch. Der Gigenthümer de« Gefährts suchte das Pferd zu bändigen, stürzte hierbei vorn Wagen, wurde eine Strecke geschleift uid so schwer zugerichtet, daß man für fein Leben Sorge trägt. § An8 dem Ohmthal, 10. Juli. Die Fischereibesitzer der oberen Ohm führen Klagen über den auffallend schlechten Bestand an Fischen in dem sonst fischreichen Waffer. Besonders ist die vor einigen Jahren noch häufig vorkommende Forelle geradezu zur Seltenheit geworden. Es ist keinenfallr eine Unterschätzung, wenn der jetzige Fischbestand als nur noch 50 Procent des früheren veranschlagt wird. Die Ursache dieser Ftschabnahme liegt am wenigsten in einem übertriebenen Fischfänge, vielmehr in dem häufiger Auftreten von Fischottern. Wer in dem verfloffenen Winter bei dem hohen Schnee die Flußufer, wie Einsender diese«, abgegangcn, dem werden sicher die Spuren der Fischottern ausgefallen fein, die oft so stark vorhanden, daß sie Pfaden glichen. Fing man doch im vorjährigen Winter in der Gemarkung Sßettfaafen an einer sehr kurzen Strecke der Ohm drei Fischottern. Dem Fange dieser Fischräuber, die den ganzen Fischbestand eine« Fischereibeziiks vernichten können, sollte im Allgemeinen während de« Winters mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden, besonder« in den Gemarkungen der oberen Ohm, in denen vor einiger Zeit Forellenbrut eingesetzt worden ist._________________________________________________________ Vermischtes* ♦ Schmalkalden, 10. Juli. Der Nachbarort Brotterode (3000 Einwohner) ist in vier Stunden nahezu gänzlich abgebrannt. Auch die Kirche, die Post und da« Amtsgericht wurden ein Raub der Flammen. * Koblenz, 10. Juli. Gestern pasfirte ein direct au« London kommender englischer Schooner die hiesige Schiffsbrücke. Er wird in Oberlahnstein Mineralwaffer laden. ♦ Berlin, 10. Juli. Zwei Kinder de« Herrn v. Below-SaleSke auf Lufferow bei Schlawe, ein Cadett und dessen achtjährige Schwester, die sich zum Beerenpflücken in den Wald begeben hatten, wurden dort von einer ein» stürzenden Sandgrube verschüttet. Beide Kinder fanden den Erstickungstod. * Znm AnStrag gekommen ist in Berlin eine Wette, die vor einem halben Jahre Lieutenant v. E. vorn 2. Garde- Manen-Regiment bezüglich der Dressur eines Ochsen« eingegangen war. v. E. hatte sich verpflichtet, in der obre erwähnten Zett einen Ochsen so abzurichten, daß da« Thier für die Front zugeritten werden konnte. Der Ochse wurde nun dieser Tage vorgeführt und e« schien Anfang«, al« ob Herr v. E. feine Wette — e« handelte sich dabei um 2000 Mk. — gewinnen würde. Da« junge Thier war m feiner Ausbildung ziemlich weit vorgeschritten: es ging Schritt, Galopp und folgte jedem Schenkeldruck seine« Reiter«, war aber — und damit war der Verlust der Wette besiegelt — nicht im Stande, Bolte zu rennen. Trotzdem kann Herr v. E. mit dem Erfolge der Dressur zufrieden sein. * Görlitz, 15. Juli. Hoch klingt da« Lied vom braven Mann. Der Pastor Kretzschmar, ein Vater von acht un- verkehr,1 SÄ’ K Mbi waren «! taltenbe -rtanbdl l.OM l -,0 M. Kühr inrbai verkauft }U -"'Ci ,$uK>e' «V s tedm» f MliM 3n der Genie Mittwoch der ftaiwW o Üeflung eines Bri arbeiten öffentl Weben werde» ver 1) Srunnenmct 2) Zimmerarbeit :3) Steinhauerark •4) Echlosserarbeit .6) Pumpenmacher «6) Pslasterarbeiter Virsech am 10 GM. Bürgern Somm Ofl,25000 kg blech und „ 25000 kg anb Cfeng „ 50000 kg Grün ""getroffen bei Gußeisen 'M in Lssmtüch -.usamen vrckach ldingmgrn liefen c i zimmer wahrend Dienstsiunden zur -verschlossen und Angebot für Me zureichenden Singt d. Mts., L an Gegenwart der । öffnet. Zuschlag Bad-Nauheim, de ^roßh, Taimen ^Bad-Nai M t?r<,6e sw N MS*!*» Ö*rb,,4i' 1 Herde - « --nkiltß den 1 ~ h - ""Wert werben: und m, Eo-nwode ® SWM ; Ä sowie ^?ari,no M ein Barometerstand. Nachspeise, bereitet aus [5775 Gebäck, Torten und Kuchen furt eintraf, wird vom Sonntag den 14. Juli ab 1 Stunde Gefrorenes ab Accord Liqueur rc. 5865 56 3MT Wer Sprachen kennt, Prospccte gratis und franco. 2919 3976 5935 G«get Gerichtsvollzieher. Kochet mit Gas! 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Prima Himbeersyrup Cognac, Benedictiner- 92 946 92 1004 102 102 102 102 L 11. ArbkitsverstkigeruH. In der Gemeinde Wieseck sollen Mittwoch den 17, Juli I, I., Nachmittags 5 Uhr, die zur Herstellung eines Brunnens erforderlichen S Mineralwasser. S Empfehle alle Sorten Tafel- und medic. Wasser in stets frischen Füllungen. 5864 Heinrich Wallach. Witterungsbericht vom IO. Juli. Der ganze Norden Europas steht heute' unter der Herrschaft niederen Druckes. Derselbe weist zwei Minima auf, von denen das eine zwischen den Chetttand-Jnfeln und der norwegischen Küste liegt, während das zweite im Nordwesten des Erdtheils lagert. Im Innern Rußlands und auch in Eentral-Europa ist das Barometer gefallen, dock ist der größte Theil des Continents noch von relativ hohem Druck bedeckt Die Centren desselben sind über dem Biscaya- See und dem südlichen Theile des Mittelmeerbeckens zu erkennen. In Süddeutschland war heute Morgen unter dem Einfluß eines secundären Kerns hohen Druckes über Südbayern das Wetter /or Nachahmungen wird dringend gewarnt. Bei Bezügen verlange man stets das durch Patent geschützte allein echte Origriualfabrlkat Verkehr, tmfc VolEswirthschaft. — Gießener Biehmarkt. Der Auftrieb in Ochsen und Kühen beim vorgestrigen Markt war sehr bedeutend, ebenso war Jungvieh stark am Markt. Es mochten etwa zusammen 1400 Stück Rindvieh oufgettieben gewesen sein. Die Ochsen bestanden hauptsächltck aus jungem Fahroieh. Vogelsberger und Niederungs-Rasse. Die Preise des Viehs waren im Allgemeinen gedrückt, der Handel war entgegen allen Erwartungen schleppend. Es fehlten dem Markt die fremden Käufer, die hier nur vereinzelt gekommen waren. Auch hat die anhaltende Trockenheit dos Geschäft stark beeinflußt. Ochsen wurden gebandelt 1. Qual, zu 850 bis 950 Mk., 2. Qual, zu 750 bis 820 Mk. pro Paar. Kühe waren 1. Qual, wenig vorhanden, 2. Qual, wurden verkauft zu 300 bis 400 Mk. per Stück. Fettvteh war im Während der warmen Jahreszeit ist der kalte Pudding eine vorzügliche, billige J. G. Houben Sohn Carl, Aachen. Unter Anderem durch das Städtische Gas- und Wasserwerk Giessen zu beziehen und daselbst in Betrieb zu sehen. Freitag den 19. Juli L I, Mittags 2 Uhr, -iolen im Pfarrdloeale zu Gießen — "Zeltersweg 11 — gegen Baarzahlung «rsteigert werden: Buchen- und Eichen-Bohlen, Tische, Commode, Regulateure, Sopba, Kleiderschränke und andere Haus- geräthe, sowie eine Chaise, ein Pianino und ein Wagen. W3] Kemmer, Pfandmeister. Aachener Badeofen D. R.-P. 20 000 Stück in Betrieb mit neuen Verbesserungen. SBflT In fünf Minuten ein warmes Badl TB® Bis heute unerreicht in Schnelligkeit der Heizung u. Gasersparniss. Preisgekrönte Gasheizöfen. rMtterHtngsartsfiehfOM am 11. Juli Mittags 12 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage). jischereibtsitzn chrv DiHn. 8t: Mtztz Dodommtci! . 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In Norddeutsckland dagegen hat die Bewölkung vielsack zugenommen und fanden daselbst bereits gestern stellenweise Gewitter statt. voraussichtliche Witter««- r Zunächst meist heiteres, warmes und zu Gewittern geneigtes Wetter; später, zumal im nördlichen Bayern, Zunahme der Bewölkung. 141 Seltersweg 4L. Bocken heim „ 11^ Frankfurt (Hauptbahnhof) an 1122 Abends D. R.-P. W No.46021. Av® Barias Das Meisterschafts - System zur praktischen und natnrgemLtze« Erlernung der deutschen, französischen, englischen, italienischen, spanischen, portugiefifcheo, hoUändrscheu, dänischen, schwedischen, polnischen, rnsstschen and böhmischen G-eachäfts- und T7 mgangsaprache. Eine neue Methode, in 3 Monaten eine Sprache sprechen, schreiben und lesen zu lernen. Zum Selbstunterricht von Dr. Richard 8. Rosenthal Französisch - Englisch - Spanisch, Polnisch, compl-i je 15Lectioneni»1^ Italienisch — Russisch, complet in je 20 Lectionen HX Schlüssel hierzu ä 1 50 Pf. 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Bergamt Bad-Nauheim. 5981 Nachbarort Brot nbtn nahezu M Poft und dal Am .fett du dkiit «»1 10 0 n e ‘ * g „aein Minerallvai!" ki-b-r de- 5 Achlaioe, eia , Seerenpftück" t°" °'° e,tbt Ri* 11110 Preise ebenfalls ein wenig abweichend, wie an den Märkten in Cöln und Frankfurt Der Dorhandel war diesmal sehr unbedeutend, doch wurden Kälber am Montag schon gesuckt und zu hohen Preisen bezahlt. Der Preis sank später für diese Waare unter die Normalhöhe. Limburg, 10. Juli. Fruchtmarkt. Roth er Weizen X 12.70, weißer Weizen X 00.00, Korn .*9 45, Gerste.* 7.40, Hafer X 590. 2000 Ltr. vorzüglAepfelwein vrrk. preiswert- Postagent Bepplee, 5947 Niederkleen bei Butzbach. folgendem Fahrplan verkehren. ' 9^2 Abends Bekanntmachung. Der Sonntags-Sonderzug von Gießen nach Frankfurt Hauptbahnhof, welcher bisher an Sonntagen von Gießen 822 Abends abfuhr und 1022 Abends in Frark- Freilsg dm 12. Juli l. I., Nachmittags 2 Uhr, im Rheinische« Hof (Frankfurterstr. 30) zu Gießen werde ich in Folge gerichtlicher Anordnung: 2 Pferde — Rappen (Stute und Wallach) — je 7 jährig öffentlich gegen Baarzahlung versteigern. Versteigerung voraussichtlich bestimmt. Ein beachtenswertheS Urtheil eines ArzteS r Sieben, 10. Ian. 1895. Ich finde Ihre Patent-Myrrholin- Seife ganz angenehm. Prof. Dr. Eckhard, Geh. Medic.-Rath. Die Patent-Mvrrholin-Seife, welche als Spectalfeife für die Pflege der Haut unübertroffen und einzig in ihrer Art, ist a 50 Pfg. erhältlich tn allen guten Parfümerie- und Droguengesckäften, sowie in den Apotheken und muß jedes Stück die Nummer 63 592 tragen. 4346 Wieseck, am 10. Juli 1895. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. 5978 Ihllt s, ««to”35« >£• 6«< l< b ft.” J * '(n schon ,,®if ®tnt, h. »mm,« <) toin. $il J11? °>» MtH haben die auf 6 bü !« tft dn Sßtot, ’* 3°d!» . 811 dm "*it tau öh Salat, trchl tiottoärti. 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Ausstattungen. 4233 Die Ausstellung umfaßt das ganze Großherzogthum Hessen, während derselben findet die Generalversammlung der drei landwirthschaftlichen Provinzialoereine des Großherzogthum- Heffen mit darauffolgendem Festessen statt. ! in gesetztem Alter, mit guten Ernpfeh- ! langen, in den Haus- und Gartenarbeiten £>enm|q)ie ^tuzekgen. ! eines größeren Gutes durchaus erfahren, ',um 1. August gesucht. Gehalt nach Mein Unternehmen einem hochverehrten Publikum bestens empfehlend zeichnet hochachtungsvoll Direktion Tresper-Baars. nur vier Monate gebrauchte Einrichtung, bestehend in: Kameeltaschendivan, 6 Stühlen, eckigem Ausziehtisch, Consolschrank mit Spiegel, Majolikatischchen, 2 Spiegeln, 2 französischen Bettstellen mit Sprungfedermatratzen und Keil, 2 Nachtschränken, 2 Waschcommoden, 2 Kleiderschränken, 1 Waschtisch, Zugrouleaur, 2 eisernen Bettstellen rc. durch Louis Rothenberger Wwe. Der Wirthschafts-Ausschust. I. A.: Jeau Kirch. Haüsbursche gesucht. 5959)Neustadt 24. 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Henzerling, Neustadt, H. Kühn, Seltersweg, Louis Lind, Kirchenplatz, F. Schott, Babnhofstraße, PH. Weiler, Markt. Uebereinkunst. Anfragen beliebe man an «rrt-befitzer May in Stade« ht der Wetterau zu richten.________________5975 9Wrthdirit roe,d)e das Kleider- ! jwwwWWtfVWWp machen lernen wollen, werden angenommen 5968 Goetbestr. 40.! Leihgestern. • Sonntag den 14. Juli: Kirchweihfest wozu freundlichst einladet °em lunri i-« miingn fflonnh ®‘ ftratr «d-l- 6ff *’h- tMeg « ®»lbraimi ©tunbe. l°«« S Bit f I« $ T1*«’ Stöber. ihrElchen ir*» Erinnerung- an Giessen. Fächer mit Ansichten (Grase aas Giessern 40 Pfg. Er inner unasblätter mit 44 Ansichten (ksstplat-, Giessen uni D ” Lahnthal) Mk. 1.— ■ OSt kart eil mit Pestplats und Stadtansichten. 5921 Verlag von Ernst Balser, Kunsthandlung Theater-V or anzeige. Einem geehrten P. T. Publikum von Gießen und Umgebung zur gefälligen Kenntniß, daß ich in allernä chster Zeit hier einen Chclus von Gastvorstellungen im Neuen Theater (Cafe Selb) eröffnen werde, und zwar wird der Schwerpunkt bei meinen Vorstellungen, wie in frühe« Jahren speziell auf Oper und Operette gelegt, indeu ich keine Kosten scheute, um einem verehrten Publikum das Neueste auf diesem Gebiete zu bringen. Zur Aufführung gelangen u. A. die neuesten Werke von F. Zeller „Der Obersteiger", „Der Vogelhändler", „Der lustige Krieg", „Nanon", //Zlgeunerbaron", an Opern: „Hansel und Grethel", „Cavalleria rusti- cana“ 2c. rc. — Da mein Unternehmen hier schon von früher bekannt ist, will ich nur anfuhren, daß ich auch diesmal bestrebt sein werde, dem ver» ehrten Publikum nur Gutes zu bieten, um mir das früher entgegengebrachte Vertrauen auch diesmal zu sichern und zu erhalten. Dr. A Oetker s Salicylzuckei* und seine Benutzung im Haushalte. Dr. Oetker s SalicylMer XiÄl“ ZLmK und Verderben zu schützen. Desgleichen Marmeladen und Gelees. Man kocht die Früchte wie bisher, nimmt fie vom Feuer, (5ft dieses Päckchen unter Umrühren in den 10 Pfd. Früchten auf, giebt sie in die sauberen Gläser oder Töpfe und laßt erkalten. Auf die Früchte legt man ein Stück Papier, streut etwas von diesem Salicylzucker darüber und überbindet mit Papier, bann halten sich die Früchte stets. Dr. Oetker s SalicylMer Salicyl-Effig, in welchem die Gurken, Pickles und Marinaden niemals schimmelia werden oder verderben. Dr. Oetkers SalicylMer 5'"“ bangen soll, besonders die Knochen- und Fetttheile. Ein Haat-goüt tritt dann nicht auf Die rothe Farbe des Fleisches wird dann etwas Heller an der Oberfläche, erleidet aber keinerlei Veränderung im Innern. Dr. Oetker s SalicylMer L'"b°n^'m°n mm Nachspülen der Gläser und Töpfe, in welche d»e eingemachten Früchte kommen sollen. Die Korke taucht man in diese Lösung vor dem Eindrücken in die Flaschen und die Oberfläche der Korke wird nie schimmelig Der Wein wird, mit solchen Korken verschlossen, niemals nach dem Pfropfen schmecken. Dr. Oetkers SalicylMer“XiÄ"? 5974 Nur vorräthig bei: Gebrüder Adami, Gießen. N°Halbverde ® rca t* ® e' Falidwirthschaftlilhe Ausstellung in Gießen schäftswagen, in aroßer Auswahl füt Pferde, Rindvieh, Geflügel, Molkereiproducte, und gebrauchte Wagen zu ner- Fischzucht, Bienenzucht, Forstwirtschaft, Maschinen und Geräthe 53d2j Möbliries Zimmer zu vermiethen __Buhahofftraße 56. 5930) MöblirteS Zimmer zu vermiethen. ________________Ärabenstratze 9. 5321] Möblirte Zimmer zu vermiethen. __» ahnhofftratze 57. 5979] MöblirteS Zimmer zu vermiethen. «belftraße 12, Mansarde. o 3n Auftrag brr Turngemrillde hauau: Q 5987 Otto Schatt. ooooooooooooooooooooooo Näheres daselbst 3. Stock. (1110 5804] Schöne Wohnung, 4 Zimmer mit Zubehör, per 1. 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