ett. 3286 ige. ung. gehens zeigen 3294 l Frau. 395. itibattrt Rente techen vov M Mb. OÄ. 85.40 10330 26.20 81-50 35.10 102.00 105J0 ’Ä S ijmbtD. »lte‘ Actio' M *$£ ent 10 llhk (5\run0e£fltJ-— 1893 Rr 87 Zweites Blatt. Freitag dm 12. April Der -ietener Anzeiger erscheint täglich, mit Lulnahme bei Montag«. Dir Virßener AnmirienblLller werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelrgt. Gießener Anzeig er General-Anzeiger. vierteljähriger AbounkmcntspreiHr 2 Mark 20 Psg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Bedaction, Trpeditio« und Druckerei: S-Lulstr-He Kr.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblutt für den Tkreis Gietzeir chratisöeitage: Gießener Aamitienötätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den folgenden Dag erscheinenden Nummer bi« Bonn. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux de« In» und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtliche* Theil. Bekanntmachung. Herr LandwirthschaftSlehrer Dr. von Peter zu Friedberg wird über die Errichtung von Stammzuchtvereinen durch die Gemeinden nach den Vorschlägen des Herrn Oeconomie- raths Müller zu Darmstadt Vorträge halten: 1) Sonntag den 14. April l. I., Nachmittags 3 Uhr zu Langd in dem Saale des Herrn Bürgermeisters. 2) Sonntag den 21. April, Nachmittags 3 Uhr zu Hangen in dem Solmser Hof. Zu diesen Vorträgen werden hierdurch alle Mitglieder des landwirthschaftlichen Vereins und alle Viehzüchter eingeladen. Die Herren Bürgermeister der genannten und benachbarten Gemeinden werden hierdurch ersuckt, auf möglichst zahlreichen Besuch der Versammlungen hinzuwirken. An die« jenigen Gemeinden, in welchen Zuchtoereine errichtet werden, wird zur Bestreitung der hierdurch entstehenden Kosten ein Beitrag von fünfzig Mark aus der landwirthschaftlichen Bezirksoereinskasie ausgezahlt werden. Die Herren Bürgermeister, welche wünschen, daß derartige Vorträge auch in ihren Gemeinden abgehalten werden, wollen dies mittheilen. Gießen, den 3. April 1895. • Der Director des landwirthschaftlichen BezirkSvereins Gießen. Carl Jost. Zur Charwoche. Wir find in die Charwoche eingetreten. Sie heißt auch die stille Woche. ES wird stiller im Leben und Treiben um unS her. Die lauten Feste und rauschenden Vergnügungen schweigen und machen einem größeren Ernste im äußeren Leben Platz. Unsere Seele wird auch stiller, und ihre Gedanken richten sich auf die großen christlichen Erinnerungen, welche diese Woche wachruft. Wir nähern uns dem Char- freitage, dem stillen Freitage. Ein frischer Hauch der Andacht geht durch die Herzen hindurch und facht auch auf manchem erkalteten Herde neue Gluth an. Die christliche Gemeinde sammelt sich um das Kreuz und stimmt an: O Haupt voll Blut und Wunden, Gegrüßet seist du mir! Sie feiert das größte Ereigniß, das sich je auf Erden zugetragen hat. Oder gibt eS Größeres als Christi Liebeßtod? Wir i sehen eine Liebe, die für die stirbt, durch die sie stirbt. ' Christi Tod tst ein freiwilliger, selbftgeweihter Opfertod für ! j die Welt. Biel gibt eS, was unsere Seele im Innersten i ergreifen und bewegen kann, nichts aber bewegt so den innersten Grund, wie die Geschichte von Golgatha, diese Geschichte einer weltumfassenden Liebe. Wenn nichts im Himmel und auf Erden eine Menschenseele überwinden kann, dieser Botschaft widersteht kein Menschenherz, wenn es sich nicht völlig verhärtet und verstockt und aller menschlichen Empfindungen entäußert hat. Wer sollte den Charfreitag ohne Andacht begehen? Eine der kräftigsten Gestalten deutscher Frömmigkeit auS den Freiheitskriegen ist der Freiherr von Stein. Bei ihm meldete sich einst Hans von Gagern, ein thm befreundeter Staatsmann, zum Besuche an. „Willkommen", schrieb ihm Stein, der in Gottesfurcht keine Menschenfurcht kannte, „willkommen, aber nur nicht am Charfreitage, denn diesen Tag habe ich ganz der Andacht bestimmt". Wem sollte eS nicht heilsam sein, am stillen Freitage aus der lauten Welt in die Stille der Andacht zu gehen und sein Herz der Macht und Herrlichkeit der Heilaudsliebe hinzugeben? Was Liebe ist, lernen wir nur bei Christo, und die echten Züge ihres Bildes schauen wir am deutlichsten im Antlitze deS Gekreuzigten. Deutsches Reich. Berlin, 10. April. Oesterliche* Ruhe herrscht in den Gefilden der inneren Politik- verstummt sind einstweilen die mehr oder minder wichtigen Fragen, welche bislang im Reichstage und nicht selten auch in der preußischen Volksvertretung tractirt worden find. Nur die brennende Angelegenheit der „Umsturz-Vorlage" hat noch bis in die Vorwoche des Festem hinein ihre Kreise gezogen, da sich BundeSrath und preußisches Staatsministerium in ihren letzten Sitzungen eingehend mit dem Entwürfe des Umsturz gesetzes infolge der enbgiltigen Commisstonsbeschlüffe hie über beschäftigt haben sollen. Welche Stellung indessen die Regierung schließlich zu dem Entwürfe in seiner jetzigen Gestalt einnehmen wird, das muß noch dahingestellt bleiben; ver- muthlich sind entsprechende definitive Erklärungen von der Regierung bei der nach Ostern beginnenden zweiten Plenarlesung der „Umsturz-Vorlage" im Reichstage zu erwarten. Ziemlich still ist es auch von dem zur Zeit in einer Corn Mission deS Reichstage schlummernden Anträge Kanitz geworden, lediglich bei der tm Wahlkreise Eisenach-Dermbach ftttttgefunbenen Reichstagsnachwahl hat er noch eine hervorragende Rolle- gespielt. Seinen Anhängern im genannten Wahlkreise ist immerhin die Genugthuung geworden, daß der vom Bunde der Landwirthe präsentirte Candidat, Röficke, | mit dem freisinnigen Candidaien, dem bisherigen Abgeordneten Casselmann, in die am 19. d. M. stattfindende Stichwahl gelangt. Zum Abschlüsse gelangt sind ferner die erregten Erörterungen in der öffentlichen Meinung über baß bekannte Rei chstagövotum in Sachen ber Bismarckehrung, ein ferneres Hinausspinnen ber DiScussion über diesen leibigen Vorgang würbe allerbingS auch keinen rechte» Zweck mehr haben. Allgemeine Genugthuung giebt sich über baß Erkenntniß beß kaiserlichen DißciplinargerichtShofeS zu Leipzig kund, burch weicheß der bißherige Kanzler Leist von Kamerun wegen der von ihm auf feinem colonialen Posten begangenen fcanbalöfen Außfchreitungen zur Dienstentlassung verurtheilt worden ist. Der Leipziger Gerichtßhof hat mit feinem Urtheile dem Empfinden beß Volkeß in biefer tiefbebauerlichen Affaire unstreitig weit mehr entsprochen, alß bieß von bem viel mtlberen Spruch ber Potßdamer DiSciplinarkammer gelten durfte. Ein nicht unbebeutenbeß Aufsehen erregt ber „Fall" beß Chesredacteurß ber „Kreuzzeitung" unb conservativen ReichßtagSabgeorbneten Freiherrn v. Hamm er stein, da ihm in verschiedenen Blättern verschiedene ehrenrührige Dinge mit einer gewissen Bestimmtheit nachgesagt worben ftnb. Herr v. Hammerstein will die betreffenden Zeitungen gerichtlich belangen. — Der Entwurf beß bem BunbeSrathe zugegangenen Börsengesetzeß wirb in Berliner Blättern veröffentlicht. Derselbe weist 74 Paragraphen in sechs Abschnitten auf. Der erste Abschnitt handelt allgemein von ber Börse und ihren Organen, der zweite bezieht sich auf baß Maklerwefen unb die CourSfeststellung, während der dritte die Bestimmungen über die Zulassung von Werthpapieren enthält. Der vierte Abschnitt betrifft den Terminhandel, der fünfte die CommissionSgeschäste, der fechßte Abschnitt umfaßt die Strafbestimmungen. — Die Polenfraction des Reichstages soll ihre Haltung gegenüber der „Umsturz-Vorlage" wiederum geändert haben, eß heißt jetzt, sie würde gegen den Entwurf in feiner durch die Commission erhaltenen Faffung stimmen. — Aus FriedrichSruh wird gemeldet, baß baß Bef inben beß Fürsten Bismarck infolge ber vielen großen Anstrengungen ber letzten Zeit boch ettoaß zu wünschen übrig lasse. Wie aus seiner Umgebung verlautet, erscheint eß daher fraglich, ob die noch angemeldeten Deputationen alle von ihm empfangen werden können. Am letzte» Montag hatte der Altreichskanzler den Massenbesuch ber Lehrer ber höheren Schulanstalten Preußens empfangen, wobei er sich toicöerum in sehr bemerkenswerthen unb markigen Auslassungen erging. CocaUs nnö provinjicUcs, n. Stammheim, 9. April. Bei ber heute hier statt- gehabten Wahl eines Beigeordneten wurde ber hiesige Gast- wirth unb Metzger Karl Musch mit 58 Stimmen gewählt. Feuilleton. FrühUngsspsjiergänge in Merhessrn. F. Eine Hast unb Unrast hat sich oer Menschen bemächtigt, wie nie zuvor. Man verlobt sich per Telephon unb schließt Ehen im Luftballon — eß ist aber in ber Regel auch barnach. Für einfache Genüsse haben viele feinen Sinn mehr, Uebertreibungcn sinb an ber Tagesordnung, die Gediegenheit geht verloren. Goethe machte mit feinem Vater von Frankfurt aus Spaziergänge in den Taunus unb toieber zurück, ohne baß beibe auf einer solchen Tour, die hin unb her 5 bis 6 Stunben (25 bis 30 Kilometer) umfaßte, etwas verzehrten. Das sollte man heutzutage Jernanben zurnuthen, man würde schön ankommen. Für die Schönheiten unseres engeren Vaterlandes haben manche Leute nicht viel übrig. Es gibt aber Parthien in unserer Provinz, die sehr wohl verdienen, bekannt zu werden, und zwar aus mehrfachen Gründen, nämlich: sie erfordern nicht viel Zeit, sie find nicht anstrengend, sie tznd lohnend, sie sind nicht theuer. Eine solche Tour möchten wir dem freundlichen Leser verrathen; sie muß im Vorfrühling gemacht werden, weil Stellen vorkommen, die nicht besonders schattig find, die Sonne darf also noch nicht zu arg brücken. Man nimmt auf ber Gießen Gelnhäuser Bahn zu bem Zuge um 7 Uhr 35 Min. (also eine sehr bequeme Zeit) ein ' Retourbillet nach Stockheim, wo man um 9 Uhr. 3 Min. landet. Das Dorf wird durchschritten unb bis zur Zucker- i fabrik marschirt, welchem Etablissement gegenüber ein i refpeciableß WirthShaus zum Frühstücken einläbt. Ist letzteres ! besorgt, so burchschreitet man den Wirthsgarten hinauf nach dem Glauberge (ClaudiuSburg?). Nach einigen hundert Schritten schon befindet man sich in herrlichem Laubwalde, in weichem der Weg sehr bequem biß zum Gipfel, einem noch ziemlich gut erhaltenen Rmgwalle, hinonführt. Sonniges Wetter vorausgefetzr, bietet sich hier ein reizender Anblick. Am Fuße des Berges liegt Glauberg vnb etwas weiter südlich Enzheim. Nach Westen präsentiren sich Heegheim unb Rodenbach, etwas südwestlich Altenstadt, Höchst a. d. Nidder unb Oberau. Dicht bei Enzheim im Nidoerthale behnt sich das durch seine Hexenprocesse berühmt gewordene Lindheim aus, von dem eine fchnurgrade Pappelallee nach dem zwanzig Minuten südlicher gelegenen Hainchen führt. Zur Linken des Beschauers nach Südosten zieht sich daß Seemenbachthal hinauf. Die Dörfer Düdelßheim, Rohrbach und Bücheß grüßen freundlich herüber. Die Kreisstadt Büdingen wird größtentheilS durch den bei Büches vorspringenden Berg ver- dcckr. Wie herrliche Gärten breiten sich baß Nibber- unb Seemenbachthal zu Füßen bcs Besäauers auß. Nun geht es abwärts unb zwar ziemlich steil, aber das will nichts heißen, selbst Damen werben bie Schwierigkeit ohne große Anstrengung überwinden. Ist die Straße erreicht, so geht man sie nach Süden weiter, durchschreitet Enzheim und erreicht Lindheim, welches sich für ein Dorf sehr vortheilhaft präfentirt. Der Weg führt an der Haus- haltungSschule vorüber rechts in das Dorf; am zweiten Hause links frage man nach dem Hexenthurme, dessen Besichtigung bereitwilligst gestattet wird. Wegen Baufälligkeit ist das Besteigen verboten. Man gehe nach bem Besuche des Hexenthurmeß noch einige hundert Schritte in baß Dörslein hinein bis aus bie Nidberbrücke unb betrachte sich von dieser aus bas köstliche Bllbchen, welches bie Mühle, bie Kirche unb das Flüßchen, im Hintergrunbe ein kleiner Park mit schönen Baumgruppen bilbtn; eß stanb in ben 80er Jahren in ber „Gartenlaube". Noch einige Schritte weiter finbet ber Wanberer „bie Poft" unb „ben Stern", zwei länbliche billige Gasthäuser. Von Lindheim führt bie große Straß; südlich — wie bereits bemerkt — nach Hainchen. Man frage in ber Mitte des Dorfes nach bem Fußpfade, der über ben Kirschenberg nach Himbach unb Eckartshausen führt. Die schöne neue Kirche dieses Dorfes grüßt schon von Weitem herüber. Vor bem Dorfe biege man rechts ab nach bem zehn Minuten entfernt liegenben Weiler Marienborn (Mergenbrunn), ehemals ein Nonnenkloster, welches vom Herrenhaag wegen Wassermangel nach Marienborn verlegt würbe. Graf Karl August von Isenburg-Marienborn baute hier ein Schloß, welches später — da bie Linie Isenburg-Marienborn mit ihrem Stifter toieber erlosch — von Gras Zinzendors, bem berühmten Stifter ber Brüdergemeinde, längere Jahre bewohnt wurde, im Jahre 1890 ober wegen Baufälligkeit abgebrochen werden mußte. Die Dörfer in jener Gegend zeigen heute noch Neigung für die Zinzendorfschen Lehren. Das Marienborner Kloster war ein feines Damenstift, in welchem viele Töchter des Wetterauer Adels, aus Frankfurt unb weiter her erzogen unb gebtlbet würben. Die Reformation machte btefem, wie vielen anberen ähnlichen Stiften, ein Ende. Die Umfassungsmauern der Klosterkirche sind noch vorhanden, interessante Grabsteine, wie z. B. derjenige des Stifters des Jsenburgifchen HaufeS, Ludwigj. von Isenburg und feiner Gemahlin Hedwig von Büdingen, der Grabstein einer Gräfin von Erbach, von Solms u. s. w. stehen umher oder liegen in Stücke geborsten auf dem Boden zerstreut. Brennesieln, Disteln unb anderes Untraut wuchert in allen Ecken unb aus ben Ritzen hervor. Es ist schade, daß die interessanten unb Sein Gegenkandidat K. Karl, der aus der letzten nicht bestätigten Wahl al- Sieger hervorgegaogen war, erhielt 55 Stimmen. ES stimmten 80 pCt. der Wahlberechtigten ab. W. Boa der Nidda, 9. AprU. Jetzt zeigt es sich, daß der Frostschaden an der Wintersaat doch nicht so bedeutend ist, alS 'man vor Kurzem aunahm. In vielen Lagen kann überhaupt kein Schaden coustatirt werden. Gelitten hat aber Sheriff hier und da doch etwas. Die Winterfrucht hat sich in letzter Zeit bei der günstigen Witterung sehr gut entwickelt. Der ewige Klee hat an einzelnen Orten stark gelitten, an anderen wieder gar nicht. Ersteres ist namentlich da der Fall, wo mau die alte Regel außer Acht ließ, diesen Klee von Anfang September an nicht mehr zu mähen oder durch Schafe kahl abfresien zu lasten. Der hierdurch verursachte geringe FutterauSfall wird höchstwahrscheinlich durch einen guten Ertrag der Wiesen wieder vollständig ausgeglichen. dd. Darmstadt, 10. April. Nachdem auch in Baden aus den Kreisen der Gewerbetreibenden die Klagen über das staatliche Bergebungswesen immer lauter geworden find, hat nunmehr die badische Regierung an die Baubehörden Weisungen ergehen lasten, wonach bestimmt wird, daß bet umfangreichen Ausschreibungen von Bauarbeiten und Lieferungen diese derart zu zerlegen find, daß auch kleineren Gewerbetreibenden und Handwerkern die Betheiligung möglich ist mit dem Anfügen, daß bet solchen größeren Bauten, bei denen nach Befinden der bauleitenden Behörde die Arbeiten und Lieferungen in für fich abgeschloffenen Gruppen, wie z. B. nach Stockwerken, einzelnen Lieferungsgegenständen u. dgl. verdungen werden sollen, auch die Ausschreibungen nach diesen Abtheilungen getrennt zu erfolgen haben. Ferner sollen es sich die Bauinspecttonen angelegen fein laffen, sich über die Leistungsfähigkeit der Bewerber thunlichst genau zu unterrichten und namentlich über nicht bekannte oder zweifelhafte Bewerber durch Einforderung von Zeugnissen über auSgeführie Arbeiten und Lieferungen, durch Erkundigungen über die bisherige Beschäftigung oder in sonst geeigneter Weise über die Verhältnisse derselben sich zu verlässigen zu suchen. Angebote, welche nicht im verhältniß zu den Preisen stehen und welche ohne Schädigung deS Bewerbers eine tüchtige Ausführung nicht erwarten laffen, sollen der bauleitenden Behörde ausdrücklich bezeichnet werden. Die nach Lage deS Falles, jedoch nur ausnahmsweise zulässige Berücksichtigung solcher niedriger Gebote bedarf jeweils eingehender Begründung. In Betreff der Auszahlung der Guthaben wurde verfügt, daß abgesehen von der Bewilligung angemeffener Abschlagszahlungen, die den Unternehmer unbestritten zustehenden Endguthaben sofort nach Feststellung der Ver- dienstabrechnung, ohne daß daS Ergebniß der Prüfung der Endabrechnung der Großh. Baudirection abgewartet wird/zur Anweisung zu gelangen haben und daß Rechnungen für kleinere bauliche Unterhaltungen alsbald nach Fertigstellung der Arbeiten einzuverlangen sind und die Prüfung und Anweisung dieser Forderungen thunlichst zu beschleunigen ist. Bezüglich der Bestimmungen über die Bevorzugung badischer Bewerber wurde angeordnet, daß a) soweit leistungsfähige und tüchtige badische Bewerber vorhanden find, diesen bei niedrigeren oder gleichen Angeboten, unbedingt der Vorzug zu geben ist- b) bei höheren, im Verhältniß zum Gesammtbetrag jedoch nur geringe Unterschiede zeigenden Angeboten tüchtiger badischer Bewerber, soll d^e thunlichste Berücksichtigung dieser Angebote gegenüber den niedrigeren Forderungen außer badischer Bewerber in der Art eintreten, daß nach Befinden der bauleitenden Behörde den badischen Bewerbern der Vorzug eingeräumt wird- c) wo nicht nach der Besonderheit der Bauarbeiten eine Ausnahme begründet erscheint, haben gleichwerchtge Bewerbungen der einzelnen am Ort der Ausführung oder in dessen Nähe wohnenden Gewerbetreibenden vor den entfernter Wohnenden den Vorzug- d) Anträge auf völlige Ausschließung badischer Unternehmer sind in den Dorlageberichten an die bauleitende Behörde eingehend zu begründen. • frreilfirt, •- M., 10. April. Im Zoologischen Garten haben jüngst 4 Löwen daS Licht der Welt erblickt. Dieselben werden von einer Hündin gesaugt und eS ist rührend anzuseheu, mit welcher Zärtlichkeit die Amme ihre Pflegekinder behandelt. Da den jungen Löwen jene Hautfalte im Genick fehlt, woran die jungen Hunde von ihrer Mutter erfaßt und getragen werden, so weiß die Hündin die jungen Wüftenprinzen, die alle Augenblicke auseinander laufen, nicht recht ju packen und eS ist merkwürdig, die komischen Manöver auzusehen, mir denen sie ihre Pflegekinder bändigt. Die Zahl der Löwen deS Frankfurter Garten« ist damit aus 10 gestiegen. Im Ganzen wurden seit Mitte März im Garten 13 Thiere geboren und 43 angekaufr, wobei mehrere Arten, die der Garten noch nie besessen, wie der madagassische Halbmaki und ein Bisamschwein aus Brasilien. • Frankfurt a. M., 10. April. Die Rennen deS Vereins für Hindernißrennen in Frankfurt a. M. beginnen in diesem Jahre früher als sonst. Schon am 21. April findet NachmistagS 2*/a Uhr der erste, am 28. April der zweite Renntag statt. ES stehen täglich 6 Eoncurrenzen auf dem Programm und zwar 2 Flach', 2 Hürdenrennen und 2 Steeple Chases. Für diese Rennen war am 8. April Nennungsschluß, welcher trotz der frühen Jahreszeit vorzüglich ausgefallen ist, indem im Ganzen 126 Nennungen abgegeben wurden. Die auf der Frankfurter Rennbahn bekannten und beliebten Herrenreiter, voran Rlttmeifter von Heyden-Linden, Pr.-Lt. von Equard, Pr.-Lt. v. d. Knese- beck rc. haben fich betheiligt und eß steht daher, wie immer, guter Sport für daS EröffnungS - Meeting deS Vereins für Hindernißrennen in sicherer Aussicht. • Mitlheiluugeu über Marinewefeo. A. Reichsmarine. Nach den bis jetzt getroffenen Bestimmungen werden bei der Eröffnung deS Nord-Ostsee-EanalS von Schiffen der deutschen Reichsmarine den Canal Yassiren: Die kaiserl. Macht „Hohen- zollern", S. M. Schiff „Kaiseradler" und S. M. Panzerschiff „Wörth". Die zur Canaleröffnung geladenen fürstlichen Gäste werden auf dem Schnelldampfer des Norddeutschen Lloyd „Kaiser Wilhelm II." untergebracht werden, welcher zu diesem Zwecke vom Norddeutschen Lloyd in Bremen zur Verfügung gestellt ist. Schnelldampfer „Kaiser Wilhelm II." ist in der Linie Genua-Gibraltar-Newyork beschäftigt. — B. Handelsmarine. Der Norddeutsche Lloyd in Bremen hat bekanntlich zum Zwecke der Ausdehnung des Verkehrs mit Brasilien vier neue Dampfer in Bau gegeben, welche der Zwischendecks- und Frachtbeförderung dienen sollen. Die betreffenden Schiffe nehmen keine CajütSpaffagiere, so daß den Zwischendeck- paffagieren daS ganze Promenadedeck zur Verfügung bleibt. Die Schtffe werden mit den neuesten Einrichtungen für Tropenreisen versehen. Der erste dieser Dampfer lief am 23. März auf der Werft deS Dulcan vom Stapel und erhielt den Namen „Crefeld". Dampfer „Crefeld" wird am 11. Mai seine erste Reise von Bremen nach Brasilien antreten. * Ueber einen Bergsturz bei Hörberg in Süd-Steiermark, welcher am Donnerstag stattgefunden hat, wird gemeldet: Der Bergsturz setzte eine Maffe von ca. 200000 Kubikmetern schiefrigen Thons in Bewegung. ES wurde ein ganzer, dem Johann AgreS gehöriger Bauernbefitz, bestehend aus einem gemauerten Wohnhaus, zwei Stallg:bäuden und zehn Joch Wiesen und Aeckern, vollständig verschüttet. Ebenso find vierzehn Joch Wiesen- und Gartengrund, deren Tigenthümer Levstik und PreSker sind, verschwunden. Da der Fetstritzbach in Folge deS Bergsturzes verlegt ist und in den Markt zurückzustauen droht, so muß ein neues, 150 Meter langes, 16 Meter breites und 2 Meter tiefes Bachbett gegraben werden, wozu militärische Hilfe erbeten wurde. Der die arme Bevölkerung treffende Schaden beträgt bereit- mehr als 10 000 Gulden. Die Bergrutschung ist nach neuester Mittheilung weiter fortgeschritten und hat eine Ausdehnung von 500 Metern in der Länge und 120 Metern in der Breite erreicht. Fünf Quellen speisen daS Rutschterrain, in deffen Mitte zwei Teiche fich gebildet haben, auS welchen durch gezogene Canäle daS Waffer zu Thal geführt wird. Vier Offiziere und neunzig Mann Pioniere find Freitag Abend in Hörberg eingetroffen. Die Faffung der Quellen und deren Ableitung in künstlichen Gerinnen soll versucht werden. Die Rutschung tft in der Ebene abermals um zwei Meier vorgeschritten. ♦ Diagnose der Zuckerkrankheit. Unter den verschiedenen Bortragen, welche auf dem dieser Tage in München statt- gefundenen Mediciner-Eongreffe gehalten wurden, sanden vor allem die Mtttheilungen über die auf dem Gebiete der Heilserum - Therapie gemachten Erfahrungen daS Interesse der Congreßtheilnehmer. Wir haben darüber schon kurz berichttt. Nachstdem erfreute sich ein von dem Director deS städtischen Krankenhauses in Frankfurt a. M., Herrn Prof. Dr. von Noordeu, gehaltener Vortrag über die Wichtigkeit der früdzettigen Diagnose der Zuckerkrankheit besonderen Beifall-. Prof, von Noorden machte darauf aufmerksam, von welcher hohen Bedeutung eS sei, die erst ketmende Zuckerkrankheit frühzeitig zu erkennen, da die Aussichten auf Heilung im allerersten AnfangSftadium sehr günstige feien. Die bisherigen Bemühungen, die Diagnose frühzeitig zu stellen, waren von wenig Erfolg und hatten vor Allem mit der Schwierigkeit zu kämpfen, daß die Krankheit erst constattrt werden konnte, wenn dieselbe schon vollkommen entwickelt und fortgeschritten war. Prof. v. Noorden hat nun fettleibigen Gichtikern und Personen, in deren Familie Diabetes häufiger vorkam, gewisse Mengen Traubenzucker gegeben und fand alsdann Ausscheidungen von Zucker tm Harne, während bei Genuß von anderen Nahrungsmitteln Zucker noch nicht auSgeschieden wurde. In dieser Weise ist eS ermöglicht, schon frühzeitig die Disposition zur Zucker- krankhett zu constatiren und dadurch eine Heilung sicherer und leichter zu erwirken, als bei schon entwickelter Krankheit, weshalb auch die Ausführungen Professor von NoordenS von hohem Interesse sein dürsten. * Im Walde nächst Purkersdors bei Wien wurde die Leiche eines ungefähr 22 Jahre alten Touristen aufgefunden. Der Leichnam wurde an einer WaldeSstelle auf der Strecke zwischen PurkerSdorf und Gablitz entdeckt und aus der Bekleidung wird geschlossen, daß der junge Mann den wohlhabenden Kreisen angehörte. Die Leiche dürfte seit mindestenS zwei Monaten auf jenem Platze gelegen und der Tourist seinerzeit bei strenger Kälte, von Weidling her kommend, an die schon erwähnte WaldeSstelle gelangt, dort ermattet zusammengesunken und erfroren sein. Die Leiche hat theilS von Wetterunbilden, theilS von den hier hausenden Füchsen, welche dieselbe benagten, sehr gelitten. Man fand eine silberne Remontoiruhr nebst einem vierfarbigen Band, auf welchem die Buchstaben F. R. angebracht sind, endlich daS Touristenabzeichen mit der Devise: „Mit Herz und Hand für« Alpen- land." Irgend welche Aufzeichnungen, Briefe u. bergt, wurden nicht gefunden. Da die vorerwähnte Devise diejenige deS Oesterretchischen Touristenclubs in Wien ist, wird angenommen, daß der Verunglückte Mitglied deS genannten Clubs gewesen sei. Seitens des TourtstenclubS wurde jedoch erklärt, daß bei der Leitung eine Anzeige über ein abgängiges Mitglied nicht eingelangt sei._______________ Perfcbr, Ca*b« #nö volkrrvirthschaft. etwMttta, 10. April. Frachtmarkt Rothcr Skiicn X 12.40, weißer Weizen X 00.00, Korn X 9.40, Gerste X 0.00, Haier X 6 15. geschichtlich werthvollen Grabdenkmäler so jämmerlich zu । Grunde gehen. Hat der Wanderer Interesse für Laudwirthschaft, so kann er zu Marienborn viel Nützliches und Anregendes sehen. DaS dortige Pachtgut ist ungemein fruchtbar- eine neue Brennerei mit Zahlapparat, eine Molkerei, prächtiger Viehstand u. a. m. laden zur Besichtigung ein, die der Pächter auf- Bereitwilligste gestattet. Ist dies geschehen, so erreicht man auf dem Fußpfade am Walde her daS Dorf EckariS- Hausen wieder in wenigen Minuten und geht die neue Kreis- straße nach dem Walde zu auf daS jenseits im Thale liegende Dörflein Alt WiederrnuS los. Die Kreisstraße ist bequem angelegt, der Ramm deS Hügels, von schönem Laubwalde geschmückt, ist in einer halben Stunde erreicht und der Weg führt schnell abwärts, da präsentirt sich auf einem Sandstein- Hügel gegenüber die gewaltige Ronneburg. In dem Dörflein Alt-Wiedermu-, daS nach einem halben Stündchen thalabwärts erreichbar ist, frage man nach dem Farstwart, der den Schlüssel zur Ronneburg besitzt. Der Aufstieg znr Burg ist bequem; man kommt an dem Ronneburger Pachthose vorüber, auf dem u. a. auch Weinbau (der Weinberg liegt auf der Südwestseite der Burg, ihre mächtigen Mauern schützen die Neben gegen rauhe Nord- und Ostwinde) getrieben wird. Ein Weinberg ist für manche» oberhesfische Menschenkind immerhin ein seltener Anblick, weßhalb darauf aufmerksam gemacht wird. Die Au-sicht von dem auch al- Bauwerk sehr interessanten Hauptthurme ist entzückend. Zur Linken, nach Südosten, zeigen sich die wuchtigen Massen deS SpeffartgebirgeS mit dem Hahnenkamm und über Dettingen htnau- da- Johanui-kirchlein in der Nähe von Aschaffenburg. Gerade gegenüber in Starkenburg erblickt man Groß- Steinheim mit seinen noch wohlerhaltenen mittelalterlichen THÜrmen und Mauern. Bei Hellem Wetter zeigt fich am südlichen Horizonte der Odenwald und besonder- der Meli- bokuS. Nach Westen schließt baß TaunuSgebirge baß Pano- ratna ab. WaS nun alles in ber Mainebene zu sehen ist, läßt sich nicht aufzählen. Hanau, bie Thürme unb Fabrikschornsteine von Offenbach unb Frankfurt, zahllose Dörfer unb Marktflecken mit ihren Kirchthürmen, hie unb ba ber Mainstrom, welcher bei Hanau eine westliche Richtung nimmt, Eisenbahnzüge mit ihren weißen Rauchwolken feffeln ben Blick. Wenbet sich der Beschauer nach Osten, so sieht er auf einem Hügel die stattlichen Gebäude deS HerrnhaagS und diesem grabe rechts gegenüber baß weiße Kirchlein ber drei Gemeinden Diebachs, Lorbach und Vonhausen. Ueber den Hügel hinweg trifft der Blick die Buntsandsteinbrüche von Büdingen, den Pfaffenwald mit seinen Weinbergen und daß hohe Rad- weiter nördlich erscheinen die Höhen deS Bogelß- bergeß, bei hellem Wetter soll man den Taufstein sehen, maß unß aber nie gelungen ist. ES würde zu weit führen, sich über die Geschichte der Ronneburg zu verbreiten. Wer sich dafür interesfirk, dem wird e» ein Leichreß fein, sich daß nöthige Material zu verschalen. Nur soviel sei bemerkt, daß die Ronneburger weibliche Degen waren, benen eß nicht barauf ankam, auch einmal in ein Nonnenkloster einzubrechen unb argen Unfug zu verüben. Man wolle aber nicht versäumen, den groß- artigen Burgbrunnen und verschiedene architectonische Schönheiten in ber Burg eineß Blicke- zu würdigen Nach Besichtigung der Ronneburg wende der Wanderer seine Schritte östlich dem Dörfchen Diebach und von die'em weiter dem Herrenhaage zu, wo Graf Zinsendorf viele Jahre lang mit feiner Brüdergemeinde ein fromme- Leben führte. Mehrere Hunden Herrenhuter Brüder sind auf de« nahen Friedhöfe beerdigt und fchlummern der Auferstehung entgegen. Die Gebäulichkeiten und der Brunnen find sehen-- wenh, erstere verfallen immer mehr. Vom Herrenhaage führt die Straße steil abwän- nach dem Dörfletn Lorbach und von diesem geht» in 25 Minuten am Gymnasium und Krei-amt-gebäube vorüber in- Herz von Büdingen. Der Wanderer findet in der „Walhalla" (bei Hökzinger), sowie tm „Fürstenhofe" oder im „Stern" eine treffliche Aufnahme, denn wa- man bekommt, ist billig unb gut. Daß baß Stäbtlein Büdingen die „Perle de- vogels- berge-" genannt wird und eine Menge Sehen-wÜrdigkeite» besitzt, soll nur vorübergehend erwähnt werden- e- ist der Mühe wenh, ihm allein einen halben, besser noch einen ganzen Tag zu widmen, besonder- wenn man sich für Architektur interefprt. Um 5 Uhr 34 Miv. geht der Zug nach Gießen, man nimmt einfache- Srgänzung-billet Bübingen-Stockheim und trifft 7 Uhr 21 Min. in Gießen ein, nachdem man einen Thell der blühenden Wetterau durchschritten und verschiedene Landschaft-bilder geschaut hat, bie fich nicht so letcht verwischen werden. Heller Sonnenschein muß dabei fein, bann erscheinen Mühe, Zeit und Gelb gering. „Willst Dn immer weiter schweifen, sieh baß Gute liegt fo nah." — Wir wünschen glückliche, fröhliche Fahrt. * irott 4"?'» tat. “ b»t dJ? •*» ’^n^oorbm 'M « Ä* 1, VMtn Hon ^S-hwieriM “J conftatirt E°mmen ent. ^°°lden hat Dtin J®® Fa«tlir W^u Hand für, Alpen- ift 11. dergl. wurden wtse diejenige de, wird angenommen, annten Clubs ge- irde jedoch erklärt, bgängtges Mitglied fatWMt. I. Noch« 9.40, Geiste X 0.00, rtrtUlfltt««*-*. in zester Frist IQ iMigen Preiieo in der MiMm gohelitriw »- ,ach unb w» sind on dra W » Brunnen M« . -wirt« M ii» ***** d« feite »eB «»«''* &f*7» w > f'* (Ü’ J SI-i» btt 3“« " W« t ®“bl"! i®«- n ein, D .m6 v"' °r»I-'"'"7l-s bi«Ö f* Itin * jEfOft *• geetffl- ,4' " IM* |ü * rt. Bekanntmachung. Der ConcurS über das Vermögen desMaurermeistersGeorgLchmidt aus Frankenbach ist nach Abhaltung des Schlußtermins am 8. April 1895 aufgehoben. — N. 3/93. 3271 Königl. Amtsgericht Gladenbach. Arbeitsvergebung. Die zu den baulichen Verbesse- rungen an den Gebäuden der jetzt fiscalischen Forstwart Adolph'schen Hofraithe zu Langd nöthig werdende Maurer- u. Pflasterarbeit soll öffent- lich in Verding gegeben werden. Arbeitsbeschreibungen und Aus- führungsbedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen; auch können erstere gegen postfreie Zusendung von 1 Mk. 50 Pfg. für die Maurerarbeit und 50 Pfg. für die Pflasterarbeit von unterfertigter Stelle bezogen werden. Angebote sind längstens bis zum 16. April 1895, Vormittags IO Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, porto- frei an uns abzugeben. ZuschlagSfrift acht Tage. Gießen, den 5. April 1895. Großherzogliches Hochbauamt Gießen. Neuling. 3155 HdtthrsWt Wnbahurn. Vergebung von Vanarbeiten. Die bei Erweiterung der Bahnwärter- Häuser Nr. 4, 9 und 10 in der Bahnmeisterei Gießen, sowie Errichtung von Stallgebäuden daselbst nothwendig werden > den Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Die Bedingungen und Zeichnungen sind von heute ab während 14 Tagen auf dem Bureau deS Unterzeichneten, Frankfurterstr. 24, zur Einsicht der Jnterssenten offen gelegt. Die Angebote müssen schriftlich bis zum Eröff- nung4termrrim W«rjl ßtiffl H fltlfln-fnrSüi I nfiärtt zwei Ber den S-Hleogrubcn nt Vemthriltr dei tzeüsnast lelnhe, 1 ptaptgMuM au' lammen. Dabr Dazi argwohnt, ■elfen ist. WB. 8tM glaemen, 26 \ Kreits ringeäschert. WB. Mashiag jszaatstitze Gesandt jBisenden Aevo rat verständig MinhiDtn frtftbtnfi Mieflimye sind di l$sd m hnadm en4tt Jayan einig 22. Wittelrhein. Kreis - Turnfest Tuche und Cabliau u. Dorsch vom 6—10. ^ult a. c. zu (Sresten. BlLCksklTlS -----j—jjTvj—i ^!S£?i^W(.» 1712 J. M. Schulhof. «ietze« — Warft 10 3181 I. A.: Jean Kircb. 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