Dienstag de» 12. März Nr. 60 Zweites Blatt 1893 Aaler, Ocke ßicrttfjfifjrigtr Kenerat-Mnzeiger 21 mt& und Anzeigeblutt für den Ureis Gieren Hratisbeikage: Hießener Kamilienökätter Anrtlicher Theil «M. ihrer guten die Germania Von diesen Sorten kalte dlM Än unser ü 6mil stehenden Tabelle enthalten: 5) 6) dem Bockhalter zu Treis a. d. Lda. Bellersheim 7) bewilligen und die fehlenden Mittel -u nehmen. 99.80 45.60 28. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Corin. 10 Uhr. 3 6 40 60 146.50 150.15 119.» ! Gl fern: ’ u. Frau, geb. Briegel. 145.90 149.90 120.- Albach Lich Grünberg nterbliebeuen an| hemeqer, Vorsteher. N 1895. zusammen 215 Mk. dem Reservefonds zu ent- Die Gießener Pa milienv kälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. verfammlung einverstanden war. 7) Der Vorschlag des Ausschusses, daß durch Vermittelung des landwirthschaftltchen Bezirksvereines die Kartoffelsortm „Magno» bonom* „Bruce" und „frühe Rose" angekaust werden sollen, wurde von der Generalversammlung nicht beanstandet, jedoch beschlossen •) daß die Kartoffeln bei der Saatstelle der Deutschen Landwirthschafts-Gesellschaft zuBerlin bestellt werden sollen, b) daß bei Bestellungen von Vereinsmitgliedern, welche den Betrag von 40 Mk. nicht übersteigen, die Kosten des Transports der Saatkartoffeln bis xur Eisenbahnstation Gießen, Grünberg, Lich, Hungen und Lang-Göns, sowie die Kosten der Säcke auf die Bezirksoereinskasse übernommen werden, daß dagegen Nichtmitglieder den vollen Kostenbetrag für Ausführung ihrer Bestellungen zu vergüten habeo, e) zu Commisfionsmitgliedern zur Vertheilung der Kartoffel» zu bestellen e) für Gießen die Herren Helfrich und Georgi und den Unterzeichneten zu Gießen, ß) für Lich, Hungen, Grünberg und Lang-Göns die Bürgermeister dieser Gemeinden- 8) Hebet die Frage der Versicherung der Landwirthe bei der land- und forstwirthschastlichen Berufsgenossenschaft reserirte Herr Gutsbesitzer Sch lenke von der Hardt. Da die Zeit schon zu sehr vorgeschrittm war, um über diese Frage noch eine Discusfion eröffnen zu können, so wurde beschloffen, die Angelegenheit auf die Tagesordnung der nächsten Generalversammlung zu setzen. Hierauf wurde sodann die Versammlung von dem Vorsttzenden geschloffen. Zur Beglaubigung: Earl Jost. Der Siejeaer Anzeiger rrfchrmt täglich, mit Ausnahme deS Montags. 143.55 52.90 140.70 132.3° 129.35 97.80 39.90 53.- 14110 132.35 97.35 36.3» Briugerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schukstratze Ar.7. Fernsprecher 51. fr* »4.1» ie Theilnahme an sagen innigsten 2076 d Kinder. Gießener Anzeig erK Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. seien Trane* ,denl5.Mto rmfabrik. 'S Berichte über das Ernteergebniß der Kartoffelsorten, die der landwirthschaft- liche Bezirksoerein Gießen dem Unterzeichneten zu Anbauversuchen überließ. Die Kartoffelsorten waren schon im Jahre 1893 angebaut. Die Resultate wurden sehr ungünstig beeinflußt durch den ungewöhnlich trockenen Vorsommer. Diele Knollen gingen überhaupt nicht auf. Das Ernteergebniß deS Jahres 1893 konnte über den Werth der Sorten unter den Umständen nicht entscheiden. Im Jahre 1894 waren die Witterungsverhältniffe auch keine günstigen. Der Vorsommer war trocken. Im Monat Juli bis zur Ernte der Kartoffeln fiel ungewöhnlich viel Regen, daS Kartoffelkraut wurde jedoch von der Pilzkrankheit nur unerheblich befall-n und letztere hat den Ernteertrag nur bet wenigen empfindlichen Sorten erheblich beeinflußt. Die Kartoffeln wurden nach der Gültch'schen Methode gepflanzt; 2071 Herr Provinzialdirector Freiherr v. Gagern schlug vor, im Budget pro 1895/96 die Kosten des Ankaufs von Böcken und Ziegen aus der Schweiz vorzusehen, mit welchem Vorschlag auch die General- der Bode», steiniger Grauwackenschiefer mit nur 20 Ctm. starker Ackerkrume, war in guter Cultur und wurde im Herbste 1893 mit gutem Stallmist mäßig gedüngt. Auf einen Quadratmeter wurde nur eine gute Pflanzkartoffel gelegt. Die Knollen gingen sämmtlich gut auf. Ein Theil der sorgfältig auSgewählten Pflanzkartoffeln wurde sorgfältig einmal durchschnitten, um gleichzeitig zu prüfen, welche- Ernteergebniß gute geschnittene Knollen im Vergleich zu ganzen Knollen haben. Das nachstehende Verzeichniß enthält die Ergebniffe: 5) Bezüglich des folgenden Gegenstandes der Tagesordnung wurde mitgetheilt, daß der landw. Provinzialverein dem Bezirksverein den Betrag von 1OOO Mk. zur Hebung der Viehzucht unter dem Anfügen zur Verfügung gestellt habe, daß auS diesem Betrage die in dem Kreise bestehenden Zuchtveretne und Zuchtgenoffenschasten ebenfalls zu unterstützen seien und daß die richtige Verwendung des Betrages Ende des Rechnungsjahres unter Beifügung der Belege nachzuweisen sei. Von dem Betrage seien bereits 550 Mk. bei Gelegenheit der im Jahre 1894 abgehaltenen Diehpreisoertheilung zu Hungen zu Preisen verwendet worden. Nach längerer Berathung wurde von der Versammlung beschloffen, von dem Restbetrag von 450 Mk. zuzuwenden:j a) dem Diehzuchtverein zu Grünberg einen einmaligen Beitrag von 100 Mk., b) der Gemeinde Saasen einen Beitrag zur Bestreitung der Kosten der Anschaffung eines Bullen rein Vogelsberger Rasse 50 Mk., c) der Gemeinde Allendorf a. d. Lahn desgleichen 50 Mk., d) der Gemeinde Steinbach zur Bestreitung der Kosten der Errichtung eines Zuchtvereins nach den Vorschlägen deS Herrn Oeconowieraths Müller 50 Mk. Die noch weiter zur Verfügung stehenden Mittel sollen zur Honorirung der Herren Wanderlehrer, welche Vorträge über die Errichtung von Gemeindezuchtvereinen halten, sowie zur Subventionirung der Gemeinden mit je 50 Mk., in welchen solche Zuchtveretne errichtet werden, verwendet werden. Sollten hierzu die zur Verfügung gestellten Mittel nicht reichen, dann sollen die fehlenden Beträge auS der BeziiksvereinSkasse zvgeschoffm, im Gegenfalle aber soll auf Antrag des Herrn ProotnzialdirectorS Freiherrn v. Gagern der verbleibende Rest dem Comttä zur Veranstaltung einer landwtrth- schaftlichen Ausstellung im Jahre 1895 zu Gießen zur Verfügung gestellt werden. 6) Hierauf wurde von Seiten des Vorsitzenden mitgetheilt, daß dem Bezirksverein von dem Provinzialverein 140 Mk. zur Hebung der Ziegenzucht zur Verfügung gestellt worden seien und daß Gesuche um Bewilligung von Zuschüssen a) von dem Ziegenzuchtverein tn Wiefeck, der im verfloffenen Jahre Verluste durch das Zugrundegehen von Ziegen im Werthe von 440 Mk. erlitten habe, b) von der Gemeind« Großen-Linden, die einen Bock Schweizer Raffe um 42 Mk., c) von der Gemeinde Albach, die einen Bock Schweizer Raffe um 46.18 Mk., d) von der Gemeinde Lich, die zwei Böcke Schweizer Raffe um 94 Mk. angekauft haben, eingereicht worden seien, sowie daß die Gemeinde Grünberg einen Ziegenbock Schweizer Raffe antaufen werde und die Großh. Bürgermeistereien Treis a. d. Lda. und Bellersheim um eine Subvention für ihre vockhalter nachgesucht hätten, die Böcke Schweizer Raffe um den Betrag von 15 resp. 16 Mk. auf ihre Kosten angekaust hätten. Angeboten seien Siegen und Böcke Schweizer Raffe 1) von dem Ziegenzuchtverein in Nieder-MooS 10 Wochen alte zu 25—30 Mk., milchende Ziegen und sprungfähige Böcke zu 55—65 Wk., trächtige Lämmer zu 55 Mk., 2) von dem Ziegenzuchtverein in Pfungstadt 2 Monate alte zu 30 Mk., >o.Sübb.M ■jepbro.W* Zotthardbahn. Schwz.Nordosi ^Mitlelme-r Pr.HennlÄb-) in Sayer- Dor.auW Ziegen, 1>/,—3 Jahre alt, 75 Mk., Böcke, 1-3 Jahre alt, 100 Mk., „ 8-9 Monate alt, 80 Mk. Rach längerer Berathung wurde von der Versammlung brich nur ... _ Qualität und ihrer guten Form wegen für anbauwürdig. Kleopatra lieferte den höchsten Ertrag, hat aber eine lange hornartig gebogene Form und eignet sich deswegen nicht für den Handel. Bruce zeigt auch keine besondere Form und ist nur mäßig dick. Den Anbau der Helios setze ich fort, da diese Kartoffel im Vorjahre (1893) recht große Erträge brachte. — Juli und Rothhaut lieferten in beiden Jatzaen kleine Erträge, kleine Knollen und scheinen für den Anbau im Großen werthloS. Die nachfolgenden Kartoffelsorlen wurden von mir schon mehrere Jahre angebaut. Ich pflanzte dieselben vergleichsweise unter denselben Verhältnissen wie die obigen Sorten. Das Ergebniß ist tn der nach- Geschehen Gießen, den 4. März 1895. Die Abhaltung einer Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießm auf LonyS Bierkeller. Nachdem auf Einladung viele Mitglieder deS landwtrthschaft- lichen BezirkSvereinS erschienen waren, wurde die Sitzung von dem Vorsttzenden, Rechtsanwalt Jost zu Gießen, unter Begrüßung der Versammelten eröffnet und denselben mitgetheilt, daß Seine Erlaucht bet Herr Graf von SolmS-Laubach und Herr Oeconomierath Müller von Darmstadt dienstlich verhindert seien, der heutigen Versammlung bei-uwohnm. 1) Sodann theilte derselbe der Versammlung noch weiter mit, daß der Firma A. Katz in Gießen die Generalvertretung der Gesell- schast Lathyrus in Dlünchen übertragen worden sei und daß von Herrn Katz Lathyrue eilrestria (Waldplatterbse) und Polygonum «aohalinenge (Sachalin-Knöterich) an die Herren, welche Versuche mit dem Anbau dieser Futterpflanzen machen wollt«, Samen, Pflanzen und WurzelauSläuser derselben zu denselben Preisen abgegeben würden, wie solche von der Gesellschaft LathyruS tn München angeboten seien. Aus Ersuchen deS Vorsitzenden, daß diejenigen Herren, welche bereits diese Futterpflanzm angebaut haben, ihre Erfahrungen darüber mittheilen mochten, ob der Anbau dieser Pflanzen «l» räthlich er- fcheine oder nicht, erklärten Herr LandwirthschaftSlehrer Leit Higer von AlSseld, sowie der Herr LandwirthschaftSlehrer von Wetzlar übereinstimmend, daß nach ihren Erfahrungen der Anbau dieser Futterpflanzm nicht zu empfehlen sei. Die Waldplatterbse gebe auf Basalt- und Lehmboden zu wenig Futtermaffe, weßhalb auf solchem Boden der Anbau von Luzerne oorzuziehm sei. Diese Pflanze werde außerdem von dem Vieh nicht gerne gefreffm; ben ©amen der Waldplatterbse brauche man nicht für theureS Geld von der Gesellschaft he München xu kaufen, da derselbe in dm hiesigm Waldung« maffenhask uno unentgeltlich gesammelt werdm könne. Der Sachalin- Knöterich sei ein Unkraut, daS auf dem Felde nur mit größter Mühe wieder vertilgt werden könne »und zwar schwerer alS die Queckm. 2) Sodann thellte der Vorsitzende der Versammlung mit. daß In dem Voranschlag deS landwirthschaftlichm BeztrkSverein« 700 Mk. als Subvention für zehn junge Leute, welche an dem ObstbaucursuS zu Friedberg theilnehmm, in Ausgabe vorgesehm seien, daß sich innerhalb der gestelltm Frist jedoch nur vier junge Leute um Bewilligung dieser Subvention beworbm hätten und zwar Wilhelm Schäfer von Inheiden, Melchior Heuß von Beuern, Heinrich Walter von Daubringen, Heinrich Zimmer von Villingm, die auch bereits bei dem Direetor der Schule angemeldet fetal. Nachträglich habe sich noch Phil. Volk mann von Heuchel« beim, 16 Jahre alt, dessen Gesuch von der Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim warm befürwortet wurde, um Bewilligung der Subvention von 70 Mk. beworben. Von der Versammlung wurde sodann auf Antrag den vor- verzeichneten fünf Schülern eine Subvention von je 70 Mk. für den Fall bewilligt, daß fie den ObstbaucursuS zu Friedberg besuchen. 3) ES hielt sodann Herr Landwftthschaftslehrer Leithiger von Alsfeld einen sehr interessanten und lehrreichen, tn Nr. 55 deS Anzeigeblattes bereits auszugsweise mitgetheiltm Vortrag über Viehzucht und wurde demselben von dem Vorsttzendm der Dank der Versammlung ausgesprochen. An der Discusfion über die angeregtm Fragen betheiltgtm sich sodann Herr Schlenke, Herr Provinzial- dtrector Freiherr v. Gagern, Herr Lehrer Seipp von Birklar und andere Herren. 4) Nach Mttthetlung des Vorfitzendm sind Versuchsstationen zum Anbau von neuen Kartoffelsorten in den Gemarkungen Weiters- hain, Grünberg, Gießen, Neuhof und Hungen errichtet worden, um zu ermitteln, ob die neuen Äarloffelforun in qualitativer und quantitativer Hinsicht den Anpreisungen und Angaben entsprächen, welche bezüglich ihrer Eriragsfähigkeit und Güte behauptet wordm und ob stch diese neuen Sorten für die hiesige Gegend zum Anbau eignen und deren , Anpflanzung empfohlen werden könne oder ob nicht. ES seien nun im Jahre 1893 und 1894 auf ben Versuchsstationen die Kartoffelsorten „Kleopatra", „Germania", „Juli", „Bruce", „HelioS" und „Rothhaut" angepflanzt und über die Resultate des Anbaues von Herrn Gutsbesitzer Schlenke und Herrn Queck- börner von Grünberg sehr interessante Berichte erstattet wordm, die nachstehend im Abdruck veröffentlicht werdm. In Folge Ablebens deS Herrn Lehrers Schrnehl zu Weitershain sei die Versuchsstation daselbst eingegangen und habe detzhalb der Ausschuß befchlossen, auf dem Hofe Heibertshausen eine weitere Versuchsstation zu errichten. In diesem Jahre werden die neu empfohlenen Kartoffelsorten „Borussia", „Gloria", „WUHelm Korn", „Max Eyth" und „Dr. v. Seydewttz" auf den fünf Versuchsstationen angepflanzt werdm. ifi- j 109.60 1JJ "tlve. ***■ Vorstehende Sorten wurden auch auf großen Flächen von mir angebaut, aber nicht auf Gülich'sche Methode. Das wäre unausführbar gewesen, weil man nicht auf kurze Zeit die Arbeitskräfte haben kann, die diese Pflanzung und die nachfolgende Bearbeitung erfordert. DaS Ernteergebniß der nach Gülich'scher Methode gepflanzten reichlich tragenden Kartoffelsorten ist um50pEt.größer als daS bei gewöhnlicher Pflanzmethode. Die Gülich'sche Pflanzmethode empfiehlt sich in erster Linie für den kleinen Landwirth, der auf seinem Besitz so wie so nicht ausreichend beschäftigt ist und in dm Monaten Mai-Juni reichlich Zeit hat, seine Kartoffeln sehr sorgfältig zu bearbeiten. Schlenke. Infolge geehrter Zuschrift vom 14. Januar d. I. sende ich Jhnm im Nachfolgenden das Ergebniß der vorjährigen Kartoffelernte. Leider war das vorige Jahr ein ungünstiges für Kartoffelzucht. Die lang anhaltenden Niederschläge förderten den Keim der Pilze ganz außerordentlich. Hauptsächlich warm die frühm Sorten der Fäulniß mehr unterworfen wie die spateren; auch die mittel- frühm litten noch sehr viel an Pilzen, die spätem hielten stch am besten, faulten jedoch zum Theil noch im Keller. Ein weiterer Mißstand war, daß ein großer Theil der frühen und mittelfrühen Sortm entweder nicht auskeimtm ober auSkeimten unb halb «lebet elngtngm, welches wohl bem zu jähen Absterben unb ber Nichtausbildung der Knollen im Vorjahre zuzuschreiben ist. Das Ergebniß der vorjährtgm Ernte stellt stch wie folgt zusammm: Juli, auf mildem Basaltbodm gepflanzt, ergab von je 20 Pfd. gepflanzten Knollen 190 Pfd. ziemlich gesunde Kartoffeln, welche aber zum Theil etwas grindig warm. Kleopatra blieb im Auskeimm viel zurück und brachte 182 Pfd., wovon noch ein großer Theil krank war. Rothhaut blieb ebenfalls viel aus, lieferte auch nur 152Pfd. kleine, aber sehr mehlige Kartoffeln, welche ebmfallS zum Theil krank waren. HelioS blieb auch sehr viel aus, brachte deshalb nur 76 Pfd. zum Theil kranke Knollen. Germania hielt stch gut und brachte286Pfd. ziemlich gesunde und mehlige Knollen, die aber hn Keller noch nachfaulten. Bruce hielt stch von allm gepflanztenKartoffelsortenam besten und brauchte 324 Pfd. gesunde Knollen. Karl Queckbörner. lülHlV.-- u •* 14.50 24-^ 26.5« 24.^! schloffen: 1) dem Ziegenzuchtverein zu Wieseck unter der Bedingung, daß über die Verwendung deS Betrages eine Verständigung zwischen dem Ausschüsse des landw. Bezirksvereins und Dem Vorstände deS Zlegenzuchtvereins stattfindet, eine Subvmtion von • 100 Mk., 2) der Gemeinde Großen-Linden eine Subvmtion von 20 , ' 20 „ 40 , 20 , 7 „ 8 „ Jleui. »‘60 Oldrnb.TH' lurf. fr6, Ansbach^', | Augsburg Brsch?'? >0 Zreiburg^ 1Q WlvwA 7 30 Ramm der □SWtr- ranke nollen □mtr ifunbe nollen □ Dltr. esunbe V.H-ct. esunbe QMtr. ehrten ge- mittene QMtr. eferten ganze vollen Sorte u~6i a- U «64 u 0 r» S. Q. Ä 1 Stück Stück Pfb. Ctr. Pfb. Psb. J Kleopatra 2.5 12 1 4.14 103 3.5 4.4 Germauia 3.4 21.0 3.39 80 2.3 3.8 Juli 1.5 120 2.60 65 2.2 3.2 Bruce 0.4 17.0 3.50 87 45 3.1 | HelioS 4.4 15 0 2.80 70 3.5 2.3 ‘ Rothhaut 3.0 12.0 2.10 52 2.0 2.2 Sorte 5 pr. QMtr. Ri kranke H, Knollen I pr. aUltr. q. gesunde H, Knollen tS pr. QMtr. gesunde pr.«/«Hect. r gesunde Geschnttt. « Knollen lieferten pr. QMtr. Ganze Knollen F lieferten pr. QMtr. Blaue Riesen 1.3 14 8.9 222 95 8.7 PhöbuS 1.3 29 5.8 145 5.7 6.0 Caesar 7.3 28 6.0 150 7.5 5.4 Schneeflocke 0.0 9.5 4.3 107 5.0 4.0 Richters Imp. 10 8.0 30 75 4.0 2.6 Amerikan. 4.0 12.0 2.3 57 1.5 2.6 Dabersche 2.0 14.0 1.8 45 1.25 2.0 Deutsches Reich. Berlin, 9. März. Der Kaiser ist im besten Wohlsein am Spätabend des Freirag von seinem winterlichen AnS- f lagc nach der Nordseeküfte wieder in Berlm eiogetroffeo. Der AuSflug erlitt in seiner Aussührung gegenüber dem sestgesetzten Programm insofern eine Abänderung, als der projectirt gewesene Aufenthalt deS Kaisers auf der Insel Helgoland wegsallen muhte, der hohe Seegang an der Helgoländer Küste lieh eine Landung nicht rathsam erscheinen. Im Uebrigeu ist die Fahrt programmgemäß verlaufen, der hohe Herr hat nach dem Besuche in WilhelmShafeu die Schleuhenbauten und sonstigen Eanalanlagen bei Brunsbüttel besichtigt und dann auch die neuen Hafenanlagen in Bremer- Hafen in Augenschein genommen. Der AuSflug fand mit einem zweistündigen Besuche deS Kaisers in der alten Hansa- stadt Bremen am Freitag Nachmittag seinen Abschluß,- hier nahm der Monarch als Gast deö Senats ein Frühstück in dem berühmten RathSkeller ein, worauf er nach Berlin zurückretste. Berlin, 9. März. In der Budget-Commission des Reichstags fragte heute Abg. Graf'Arnim (ReichSp.) an, ob angesichts der großen Erfahrungen der beiden Commisiare von Wihmann und Dr. PeterS Aussicht vorhanden sei, diese beiden Männer für den activen Colonialdienst wieder zu gewinnen. StaatSsecretär von Marschall erwiderte, daß das auswärtige Amt durchaus geneigt sei, die betreffenden Herren wieder zu gewinnen und nach wie vor ihre Wieder- anstellung für die Colonien im Auge zu behalten. Berlin, 9. März. Die Umsturz- Commission trat heute in die Berathung deS zweiten TheilS der Vorlage, der eine Abänderung des Militärstrafgesetzbuches vom Jahre 1872 vorschlägt. Der Entwurf der Umsturzvorlage will eine Erweiterung des § 42, Absatz 2, und zwar dahin, daß das militärehrengerichtliche Nachverfahren auf Dienstentlaffung oder Degradation auch dann angeordnet werden kann, wenn von den bürgerlichen Gerichten gegen diese Personen deS Beurlaubtenstandes wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt oder wegen Vergehen und Verbrechen wider die öffentliche Ordnung auf mehr als 6 Wochen Gefängnih erkannt ist. Hierzu beantragt der Abg. v. Buchka (conf.), diese Bestimmung auch auf Abschnitt 1 (Hochverrath und LandeS- verrath), Abschnitt 2 (Beleidigung des Landesherrn) und auf Abschnitt 3 (Beleidigung von Bundesfürsten) auSzudehnen und zwar auch dann, wenn auf Festungshaft von mehr als sechs Wochen erkannt ist. Generalauditeur Ittenbach begründet die Regierungsvorlage und erklärt zum Schluß, daß die Regierung dem Anträge Buchka sehr sympathisch gegenüber stehe. Nach längerer Debatte wird die Regierungsvorlage in der vom Abg. Buchka beantragten Verschärfung mit 19 gegen 6 Stimmen angenommen. Nächste ^Sitzung DieuStag vormittag. Preßburg, 9. März. Der Baurath Enea Fan- franconi, ei» betonter Sammler u«d Forscher, deffen Kupferftichsamwlnng einen Werth von anderthalb Millionen Gulden haben soll, hat sich heute Morgen auö Gram über den hoffnungslose» Zustand seiner Gattin erschossen. werter. Rur auf den Bergen liegt noch Schnee. leitung zum Meineid und gegen Frau Dr. Schantz wegen Meineids beginnt SamStag den 9. d. M. vor dem Schwur- Uhjii. s. MSr,. Nach fü,(tägiger 8nrftt|r«Mnini • h««»» r s. Mit,. Der weitere Pr-c-b SWe morde heoee (rüh der regelmäßige Südbeehet»-rk-hr I dm ehemaligen »eich,tag,-bge.rlmetm Leub «'S» wieder ausgenommen. ES herricht prachtvolles Frühlings- Mailand, 9. März. Der ,©ecolo* will wiffen, daß der Deutsche Kaiser von Abbazia auS König Humbert einen Besuch abstarren werde. Paris, 9. März. DaS „Journal des Debatfl* theilt mit, daß entgegen der von einzelnen Blättern gebrachten Mittheilung, daß der Minister noch keine officiellen Einladungen zu der im Jahre 1900 stattfindenden Weltausstellung erlassen hat und daß daher noch keine auS- wärtige Macht eine solche angenommen haben könne. Paris, 9. März. DaS „Memorial Diplomatiqut* schreibt: „Kaiser Wilhelm habe angeorduet, daß die Kieler Festlichkeiten mit besonderem Glanze zu be- gehen sind. Der Monarch habe 500 Personen, Deutsche und Ausländer, eingeladen, welche während der ganzen Festdauer seine Gäste sein sollensür diese habe der Kaiser selbst in Berlin und Hamburg Wohnungen miethen laffen. Deutsche Schiffe, welche bei der Ankunft der fremden Schiffe in kiel anwesend sein sollen, find noch nicht bezeichnet worden. Sicher- lich würden jedoch diejenigen fervgehalten werden, deren Namen unliebsame Erinnerungen Hervorrufen könnten. Paris, 9. März. Die hiesige deutsche Colonie, sowie diejenigen in Lyon und Marseille entsenden Abordnungen mit Geschenken zum 80. Geburtstage deS Fürsten Bismarck nach FriedrichSruh. Paris, 9. März. Der Präsident Felix Faure wird sich nach dem Lager von Sathonay bet Lyon begeben, um den für den Madagaskarzug gebildeten Regimentern ihre Fahnen auszuhändigen. London, 9. März. Die Gerüchte über den Rücktritt Lord Roseberys treten mit immer größerer Bestimmtheit auf. Die Morgenblätter bringen eine officielle Mittheilung, der zufolge Rosebery durch seine überstandene Krankheit sehr abgemattet sein soll. Seitens der osficiösen Preffe wird jedoch als einziger Grund seines etwaigen Rücktritts angegeben, daß in letzter Zeit zwischen Rosebery und Harcourt ernste Meinungsverschiedenheiten hervorgetreten seien. Loudon, 9. März. Ein großer Schuhmacherstrike steht in England bevor. Tausende von Schuhmachern haben von ihren Arbeitgebern Lohnerhöhungen gesordert. Da die Arbeitgeber jedoch diese Lohnerhöhung abgelehnt haben, dürste in der nächsten Woche wohl ein allgemeiner Slrike zum AuS- gericht. , . • Witte», 7. März. Ein Milchfuhrwerk, das in ra'endem Galopp durch die Straßen jagte, üb er fuhr einen Arbeiter und deffen Frau. Letztere, Mutter von sechs Kindern, blieb auf der Stelle tobt, während der Mann mit leichteren Verletzungen davonkam. Der Fuhrmann ist verhastet. Citeraiur unO Kattft . yr _ Leitfaden der Photographie. Anleitung zur Er» ituauna photographischer Bilder von Dr. Julius Schnauß. Jünlte, verbesierte Auflage. Mit Zitclbilb und 40 Text-Abbildungen. In Original-Leinenband 2 Mk. 50 Pig. Ta» scheinen der neuen Auflage diese« Buche«, in der auf alle« Neue tat Gebiete der mariischen Photographie Rücksicht genommen ist, wird von Fachleuten und Liebhabern der Photographie freudig begrüßt werden. Vie werden an der Hand de« bewährten Führer«, denen eingehende oe- sprechung aller Manipulationen e« dem Anfänger ermöglicht, nach kurzer Hebung gute Resultate zu erzielen, mit leichter Mühe lernen, Fehler zu vermeiden, oder solche zu oerbeflern. Da« kleine Buch bat vor den großen Compendien der Photographie den wesentlichen Vorzug, daß e« die schwierige Kritik der vielen ^ndahren und Vorschriften erspart, die nur nach langjähriger, wissenschaftlicher *nb practtscher Thäligkeit auf diesem Gebiete mit Erfolg geübt werben kann.______________ SdM!T*nacbrid?ttn< Norddeutscher Lloyd, in Gießen uerfreien durch die Agenten Carl Loo« und I. M. Schulhof. Bremen, 7. März. (Per transatlantischen Telegr^tz.! Der Schnelldampfer Havel, Capt. Th. Jüngst, vom Norddeutsch« Llopd in Bremen, ist heute 7 Uhr Morgen« wohlbehalten in ^Cn)öSr e^n°E^März. (Per tt an «atlantischen Telegraph Der Postdampier Salier, Lapf. H. Shrtftoffer«, wm deutschen Llopd in Bremen, ist gestern 11 Uhr Morgen« wohlbehalten in Newpork angekommen. Perfetyr, £anö* und Gieße«, 10. März. Der Austrieb zu dem am 5. und 6. d. Mt«. dahier abgehaltenen Vtehmarkt war bedeutend, an Rindvieh waren 1493 Stück und Schweine 478 Stück auigetrieden. — Der Handel war durch die Witterung und die große Zahl be« aufaeiriebene« Viehes nicht so lebhaft und batten die Preise bei Rindvieh und Schweinen einen Rückgang. Nächster Markt Dienstag den 26 mid Mittwoch 27. d. Mt«., am letzteren Tage auch Krämermartt (erster in 1895), ««d findet an diese» Tage, Wateen* 8 ttH», die Verloosaug der Srämerfiände für dieses Aahr fiatt- bruch kommen. » — Großfürst'Georg, der brustkranke vorläufige Thronfolger von Rußland, hat seinen bisherigen Aufenthaltsort im Kaukasus verlassen und fich auf der Dacht „Poljar- naja SweSda" nach Algier eingeschifft. Die behandelnden Aerzte erhoffen von dem milden Klima Algiers eine nachdrücklichere Linderung deS Leidens deS Großfürsten, als sie die Bergluft deS Kaukasus hervorzubriugeu vermochte. Die französische Regierung trifft bereits Vorbereitungen für eine glänzende und auszeichnende Ausnahme de« erlauchten russischen GasteS.___________________________ Vermischtes. * Marburg, 6. März. Der „RetchShecold* Dr. Böckels hat mit dem 1. März sein Erscheinen eingestellt. IpiclpUm -er vereinigten frankfurter Sta-tthenter CbenlMl. Dienstag den 12. März: Mignon. Mittwoch den IS. März: Sechste« (letzte«) Abonnement'Koncert. Donnerstag den 14. März: Der Prophet. Freitag den 15. März geschlossen. SamStag den 16. MSr,: Werther. Hierauf: Der Leusel im Pensionat. Sonntag ben 17. März, Nachmittag«3'/,Uhr: Der Obersteiger. Abend« T Uhr: Armida Montag ben 18. Wär, geschlossen. Dienstag den 19. März: Die Nürnberger Puppe. Hieraus: Enoch Arden. Zum Schluß: Fortuna« Lieb. SitzanspiettzanS» Dienstag den 12 März. Onkel Brütig. Mittwoch be» 113. Mürz: Der Bibliothekar. Donnerstag be» 14. Mürz. Maria Stuart. Freitag den 15. März: Boccaccio. SamStag ben 16. März: KönigSleid. Sonntag den 17. März, Nachmittag« ■ 37, Uhr: Der Bibliothekar. Abend« 7 Uhr: Halali'. Montag den 18. Mürz: Don Eüsar. Schlackensau-, Schlackenmehl, | Der Vorsitzende deS EomitsS. Ausverkauf in 2054 titäten Fst. Messina-Orangen, >«d Wasch« »avrik. Redaetton: A. Schepda. — Druck und Verlag dcr Brühl'schen AntoerfitäiS-Buch» und Steinbruckerei (Pietsch ck Scheyba) in Gieße». einreichen. 2015 Bett- sederm und kaust man am besten und billigsten bei Mische-AuSstottungSGeschäst k deine sämurtl. Qaalitäten . M^find dopp. »aschini^^M gewasch., ba-^fl her garant. staub- ""Tflc^eUclien duften Kleider, WSache, Hurd- ■chnbe etc. bei Gebrauch von Fetzner - Geisalere loht Florentiner Teilchenpulver, per Paquet 20 u. 25 Pt, 5 Paq 95 u. 1.20. Depot» bei >352 Gustav Walter, »Lu-dura 13. L Kalkhof Wwe., WeeUnlag* 2. A Geiasa, Seitenweg 2. 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