isen '"»9 Wen btgowu, 3«t tntk Mngenb ue £*9**11» 4' Anmldmgm bet lL ld- oder bei be* 324 toir ' fonbem nehm meint« .39. 3U Nachfolger, US. Mrnmrz in Berlin mit Glüh- | iäW 2 . 1- und höher, Z, en billigsten Preisen. L er Lernhlkrast werden 237 •§ taedt I WW inStrfa. « i LEO, Giessen pr,Fl.X2.50 ..." r ’ ” ” 130 , (Riesling) „ " ” ” ’ ” 1« ; Medoc » ” " , .g Margeanx » » " ,r Ansbmcn » " » , M .usbrnch " " 9_ Ansbrnch^Sa. „ „ »- » » ” aica-Rum „ Vi » n Beeren-WeineB^ SM 806 lvtd 1? 1208 l30 "S lD£ Samstag den 12. Januar Nr. 10 1895 Der HKßerrer Anzeiger «scheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Die Gießener AamikienvtLller werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Kenerat-Anzeiger. Vierteljähriger Avonnementspreine 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: -chutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Arnts- und Anzeigeblutt fuv den Tlveis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Corrn. 10 Uhr. Hralisöeikage: Hießener Jamilienölätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In« und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Bekanntmachung, betreffend die Veranstaltung von Verloojungen innerhalb des Großherzogthums. Der Ortsgewerbeverein Alsfeld beabsichtigt, mit der bei Gelegenheit der Generalversammlung des Landes Gewerbe- Vereins daselbst im August l. I. stattfindenden Gewerbeausstellung eine Verloosung von Ausstellungsgegenständen zu verbinden. Die nachgesuchte Erlaubniß zur Veranstaltung dieser Verloosung ist seitens des Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz unter der Bedingung ertheilt worden, daß nicht mehr als 30 000 Loose zu 1 Mk. das Stück ausgegeben werden dürfen und mindestens 60% des Brutto- erlöses aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Ge- «inngegenständen zu verwenden sind. Gießen, den 9. Januar 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Nr. 1 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 5. d. M., enthält: (Nr. 2206.) Verordnung, betreffend den Verkehr mit Diphtherieserum. Vom 31. December 1894. Gießen, am 10. Januar 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Aus den Verhandlungen der Zweiten Kammer der hessischen Stände. nn. Darmstadt, 10. Januar 1895. Die Verhandlungen der zweiten Ständekammer nahmen mit dem heutigen Tage ihren Anfang und werden mehrere Wochen tu Anspruch nehmen. Vor Eintritt in die TageS- Ordnung gab der Präsident dem Hause von einem Dankschreiben Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs, sowie der Prinzessin Alix Kenntniß, für die von der Kammer anläßlich der erfolgten Vermählung der Prinzessin mit dem Czaren Nicolaus auSge prochenen Glückwünsche. Hieraus erfolgte die Gültigkeitserklärung der Wahlen im 5. Wahlbezirk Oberhessen (Gießen Land), sowie in dem 15. Wahlbezirk Starkenburg (Langen), wo die Abgg. Bähr und Kramer (Soc.) gewählt sind. Da die Kammer keinen Widerspruch erhebt, so erfolgt die Beeidigung der Gewählten. Nach ersolgter Berichterstattung über neue Einläufe, worunter ein Antrag der Regierung auf Bewilligung von 166 000 Mk. für electrische Einrichtung an der technischen Hochschule zu Darmstadt und ein Schreiben der Bürgermeisterei Worms wegen Erbauung einer festen Brücke bet Worms tritt die Kammer in die Berathung der Vorlage Großh. Regierung wegen Bewilligung einer weiteren Summe von 505000U Mk. für Herstellung einer Anzahl neuer Nebenbahnen. Die Gesammtforderung hierfür beträgt jetzt 31 Millionen sünsmalhunderttausend Mark. Zur Generaldebatte übergehend, ergreift Abg. Schmidt-Mainz das Wort. Er führt aus, daß dem Hause neuerdings zugemuthet werde, wieder neue Nebenbahnen zü bewilligen. Diese wettere Forderung von über 5 Millionen Mark gebe zu ernstem Nachdenken Veranlaffung, zumal von einer Rentabilität dieser Bahnen kaum die Rede sein kann. Die Verzinsung der jetzt geforderten 31 Millionen Mark rreffe jeden Einwohner pro Jahr und Kopf mit 1 Mark Steuer, und das sei eine sehr schwerwiegende Sache. Er glaube, wenn die Kammer damals gewußt hätte, daß es sich E ein Project von 31 Millionen handeln würde, daß sie nit dem Nebeubahngesetz vorsichtiger zu Werke gegangen wäre. Jetzt seien die Hände gebunden. Mißständig sei es aber auch, wie die Regierung diese Pcojekte ausführen laste, und er behaupte, daß dadurch viel zu lheuer gebaut werde. In Mainz befände sich eine Abtheilung für Nebenbahnen, für He für das Personal monatlich über 5000 Mk. Gehalt gezahlt werde, im Ganzen 62000 Mk. für das Jahr. Das sei doch unerhört, zumal die Leistungen nicht tm Entfern- lesteu zu diesem Betrag stünden. Ferner würden aus aller Herren Länder Ingenieure herangezogen, und das erschwere He Organisation. Eigenthümlich habe es ihn berührt, daß man z. B. in die Bauabtheilung immer Kräfte von auS- värts berufe, während man doch in Hessen ebenso tüchtige Leute habe,- er verweise auf Wallot, Hofmann u A. Er hoffe, daß dieses jetzt ein Ende habe. — Oberbaurath Wetz sucht die Ausführungen des Abg. Schmidt zu wiederlegen, insbesondere daß man in Preußen billiger baue wie in Hessen. Finanzminister Weber erwidert, man sehe an der Rede des Herrn Abg. Schmidt, wie sich die Zeiten ändern könnten. Die Regiernng habe diese 31 Millionen nicht verlangt, sondern nur 10 Millionen. Durch das Gesetz von 1889 find der Regierung für sämmtliche Projecte 23Millionen bewilligt worden und er fürchte sogar, daß der Speisezettel noch nicht abgeschlossen und daß man noch nicht am Ende der Nebenbahnen angelangt sei. Die Regierung könne mit gutem Gewissen sagen, daß sie die Vorprojecre mit aller Energie und in jeder Werse gefördert habe- sie könne keine Vorwurf treffen, denn ca. 400 Kilometer solcher Bahnen seien theils im Project, theils ganz fertiggestellt. WaS die Heranziehung auswärtiger Kräfte in das Baumintstertum betreffe, so habe sich die Regierung nur an die Directive der Kammer gehalten, welche für das Wasserbausach u. s. w. solches ausdrücklich gewünscht habe, da man in Hessen Shräfte in der Höhe nicht zur Ver- sügung hatte. — Abg. Haas, Offenbach, wünscht nickt, daß man mit dem Bau der Nebenbahnen ein langsameres Tempo etnschlage. Dies werde im Lande Mißstimmung Hervorrufen. Auch auf die Rentabilität der Nebenbahnen lege er keinen besonderen Werth. Bei den Chausseen habe man auch nicht danach gefragt und doch das Chausseegeld wegfallen lassen. — Abg. Schröder trägt Bedenken, daß man mit dem Bau einer solchen Anzahl von Bahnen gleichzeitig beginne. Bezüglich der Beschwerde des Abg. Schmidt wegen Heranziehung Auswärtiger sei zu berücksichtigen, daß die Mehrheit der Kammer bei der Errichtung der Wasserbauämter dieses gewünscht habe. Warum dieses geschehen sei, liege tiefer. Die Kammer tritt hierauf in die E nzelberathmig der beantragten Nebenbahnen, wofür von der Regierung weitere 5 050 000 Mk. gefordert werden. Als erste Position wird die Bahn Laubach—Mücke debaltirt. Die Regierung beantragt directe Verbindung Laubach—Mücke. (Forts, folgt.) Deutscher Reichstag. 10. Sitzung. Donnerstag, den 10. Januar 1895. Am BundeSrathSttsche: Dr. v. Boelticher, v. Marfchall, Bronsart v. Sckclle, darf, Schönstedt und Nieberding. Dle Berathung der Umsturzvorlage wird fortgesetzt. Aba. Graf Limburg Slirum (cons.): Die Vorlage ist ein erfreuliches Zeichen. Die Socialdemokraten sagen jetzt, sie wollen eine sociale Rcfoi m nur auf friedlichem Wege. Die Rede des Herrn Auer war sehr geschickt, sie hat uns die bestehenden Mängel im Staate gezeigt. Aber der soctaldemokrattsche Staat dürste davon auch nicht frei sein, er wird sicherlich w, Niger p oduciien und som't dürfte das Elend und die Armuth in rhm viel größer sein. Die gestrigen Ausiührungen des Herrn v. Stumm waren sehr stickbaltig, meine politischen Freunde sind ihm hierfür sehr dankbar. Zu Herrn Gröber übergehend, vermißt Redner beim Ent-um die Constqrrenz. Früher wollte das Centrum kein Ausnahmegesetz; jetzt, wo wir auf dem Boden deS gemeinen Rechts vorgehen wollen, sagt Herr Gröber: „Was, Sie wellen jetzt gegen Alle vorgehen?" Redner wünscht noch positive Maßnahmen zum Schutze der Handwerker und des so ftigen Msttel- standes und erklärt, leine Freunde seien mit der Verweisung der Vorlage an eine Commission einverstanden. Abg. Munckel (freit Viksp.): Man fordert von uns Vertrauen gegenüber diesem Gesetz, aber vom Vertrauen kann ich mich nicht beim Gesrtzemachen leten lassen. Wo hinaus dieses Gesetz führen würde, können wir nach den Consequenzen der Vorgänge vom 6. D-cember beurtheilen. Als das Soctalistengesetz gemacht wurde war dos ein Fehler, als eS aufgehoben wurde, rühmte man es. Diefes Gesetz soll in Wirklichkeit gegrn die Socia demokroten gemacht werden? Mit einer verhättmßmäßig unbedeutenden Gesetzesänderung fängt die Vorlage an, um bann immer schlimmer zu werden. Von unserem Heer denke ich zu groß, als daß die Dis- ciplin so leicht zu erschüttern sei, um die Ansetzung so hoher Zuchtbausstrafen zu rechtfertigen. Paragraph 3 ist kein CompUment für die Presse. Man sollte die Freiheit der Presse nicht noch mehr ein-- schranken. Und nun der Paragraph, welcher die Ehe, Familie, Monarchie und Religion schützen will? Gröber schloß gestern: Kein Heil ohne Chrisius. Gut. Christus brachte aber die Befreiung des Geistes, nicht die Knechtschaft. Kriegsminister Bronsart v. Schellendorf stimmt mit dem Vorredner darin überein, daß das Vertrauen zur Armee berechtigt ist. Die Armee ist aber nicht immer gegen Ansteckungsstoff gefeit. Auch unter den Socialdemokraten gibt es Fravciireure, die nicht warten wollen. Wie kommt es denn, daß jetzt so häufig Flugblätter in den Kasernen verbreitet werden? Deßwegen erbitten wir von Ihnen die Msttel, um eo ntu ll Exempel ftaruiren zu können. Justizminsster Schönstedt: Herr Munckel hat sich früher stets bereit erklärt, daß d>e zu bekämvfenden Hebel durch das gemeine Recht best-aft werden. Er kann auch nicht bestreiten, daß unsere Gerichte sich vollständiger Unabhängigkeit erfreuen. Haben Sie noch Vertrauen zur Unabhängigkeit der Rechtspflege, so prüfen Sie wenigstens die Vorlage. Abg. Dr. v. Bennigsen (ntl.): Es ist doch ein seltenes Beginnen eines freisinnigen Abgeoidneten in der Weise, wie Herr Munckel es gelhan, über die bedenklichen Erscheinungen der Social- demokratie zu uriheilen. Ich glaube auch, in den Köpfen des Herrn Richter und anderer freisinniger Politiker gestaltet sich d'e Auffassung über die Gefährlichkeit der Soc'aidemokratie anders, als Herr Mw ckel dies hier dargestrllt. Er bestreitet das Bedüisniß für die Vorlage; er hat vergessen, daß bei der Aushebung des Sociat'stengesetzes die Rothwendigkeit gemeinrechtlicher Bestimmungen, gefordert wurde. Ich habe die Hoffnung, daß es gelinge« wird, mit dem tenirum sich über die Vorlage zu verständigen. Die Wünsche und Bestrebungen des CentrnmS an die Regierung find doch von verschwindender Bedeutung gegenüber der gemeinsamen Gefahr, die allen Parteien von der Socialdemokratie droht und gegen die sich alle wenden müssen. — Es ist ein Hauptziel der Umsturzbestrebungen, das Heer für ihre Ideen zu gewinnen; die meisten Revolutionen sind erst dann gelungen, wenn das Militär nicht mehr zuverlässig war. Wenn der Staat das unbestreitbare Recht hat, die Verbrechen zu strafen, so muß er auch das Recht haben, sie zu verhüten. Ebenso ist es nö hig, die staatlich'n Einrichtungen, Ehe, Familie, Etgenthum zu schützen vor beschimpfender Kritik. Daß die Socialdemokratie republikanisch ist, werden die Herren nicht leugnen. In Deutschland aber ist glücklicherweise die Monarchie noch so gefestigt, als daß es hier für anttmonarchische Bestrebungen besonders emvfehlenswerth erscheinen dürfte, Hebel anzusetzen. In seinem Fürsten findet das Volks- bewußtsetwckie Wwzetn seiner Kraft. (Lachen bei den Socialdemokraten, Bravo rechts). Dieses Bewußtsein bat sich erhalten trotz aller Umwälzungen hüben und drüben und dies Bewußtsein wollen wir unserem Volke erhalten. (Bravo.) Prüfen wir d«e Vorlage, so zeigen wir der Nation unsere Bereitwilligkeit, ohne Rücklicht auf frühere Streitigkeiten die Dinge zu behandeln, welche für die Nation die wichtigsten sind und die auch für uns die wichtigsten sein sollten! (Beifall) Abg. Dr. Barth (frelf. Bg.): Die Erfolge der Socialdemokratie liegen in dem fett Iah'zehnten park entwickelten Glauben von der Staalsomnipolenz. (Sehr richtig.) Alles foll der Staat können, jedem Uebel soll er abhelfen; da, auf beruht ja auch das Programm des Bundes der Landwirtbe. Sie machen den Tanz um das socialistische Kalb munter mit und bekämpfen uns, die wir den I, dioidualismus betonen. Die Revolutionen haben vielfach sehr wohlthätige Wirkungen gehabt und wenn die Machthaber ihre Gewalt mißbrauchen, sind sie unvermeidlich. Man würde d!e Vorlage am besten begründen können, wenn man sagt, daß sie die weitgehsnbfte Dir cussionsfreihest gestattet, aber jede Gewaltthätigkeit bestraft w ff en will. Diese Unterscheidung ist tat und bestimmt, während die Vorlage unklar und in den Einzelbestimmungen dehnbar ist. Unter dem angedeuteten Gesichtspunkt werden wir die Vorlage prüfen und eine Aenderung der oor- grfchlagenen Formen Vorschlägen. Das ganze Ges tz wird nichts nützen und «s ist das schimmfte Zeichen der Ohnmacht, G setze zu geben, dtenichts nützen; mit einer solchen Vorlage kann man eine Partei nicht bekämpfen, die sich fo entwickelt hat, wie die Socialdemokratie. Sie können auch nickt beroetfen, daß die Socialdemokiatie fick nach der Richtung der Gewaltthätigkeit entwickelt hat; dafür spricht die Patei-Dstciplin und die Verantwortlichkeit der Lester für jede Ge« waltthätigkeit der Partei. Auf einige überschäumende Worte in Voiksveisammlungen braucht man keine große Bedeutung zu legen. M t polizeilichen Maßregeln schw.ißt n an die Partei nur fester zusammen. Ich bekämpfe das G setz in seinen Kernpunkten, und auch in den Reb'Npunkien behalte ich mir die gründlichste Prüfung der CommissionSgeschäfte vor. (Beifall.) Abg. Colbus (Elsäsier): Ich muß gegen die Vorlag'stimmen, denn die doigefllaaenen Mittel sind nickt geeignet, die Znle zu erreichen, welche die Regierung anstrebt. Man sollte zuerst der Kirche ihre Freiheit geben, den Kanzelpiragrapb abschaffen, den Jesuiten wieder gestatten, in das Vaterland zurvckzukehien, das würbe mehr nützen, als ein ganzes Heer von Poitzeidienern. (Heiterkeit.) In den elsä'sischen Schulen herrscht vielfach Religionslosigkeit, auf den Universitäten noch mehr. Der Dictaturzustand der Reichslande würde sich über ganz Deutschland ausbretten, wenn wir die Vorlage an- nehmen; darum fort mit ihr! Die Wetstrbe'athung wird auf morgen (Freitag) 1 Uhr vertagt. Schluß: 58/e Uhr. Deutscher Reich. Berlin, 9. Januar. Mit Rücksicht darauf, daß der Geburtstag des Kaisers in diesem Jahre auf einen Sonntag fällt, hat das Polizeipräsidium seine Organe angewiesen, am Sonntag den 27. d. Mts. gegen das Ausftellen von Maaren an unverhängten Schaufenstern dann nicht ein- zufckreiten, wenn diese Schaufenster zugleich der Bedeutung des Tages entsprechend decorirt oder illuminirt werden. Auch soll es den Geschäftsinhabern gestattet fein, einzelne Angestellte' zur Ucberwackung der zur Illumination gebrauchten Brennkörper auch außerhalb der für den Betrieb des Handels« gewerbes gesetzlich freigegebenen Zeit zu beschäftigen. Neueste Nachrichten. WslffS telegraphisches Corresyondenz-Burea» Berlin, 10. Januar. Uebcr die an der Westfeite des Reichstagsgebäudes anzubringende Inschrift schreibt der „Reichsanzeiger": Der leitende Architect habe bei dem Concurrenzproject die Inschrift „Dem deutschen Volke" gewählt, bei Ausarbeitung des Bauplanes aber die Absicht zunächst nicht weiter verfolgt. Bei den mannigfachen Veränderungen der Westfaxade fei von der Inschrift zeitweise nicht mehr die Rede gewesen; als die Frage in der Bau- commission wieder verhandelt worden sei, seien verschiedene Vorschläge gemacht worden, ohne Anklang zu finden. Die Entscheidung wurde ausgesetzt. Die Frage der Inschrift wird in der unmittelbar bevorstehenden Sitzung der Reichstagsbaucommission auf der Tagesordnung erscheinen. Eine Entscheidung deS Kaisers in die-er Frage sei nie angerusen worden und eine kaiserliche Willensäußerung bisher nicht ergangen. Berlin, 10. Januar. Die Angabe der Pariser Blätter, wonach die Note der „Ag. HavaS- aus eine Intervention der deutschen Botschast zurückführe, wird der „Poft^ T2 u warmen Töne, die er 11 S Friedhöfe gebracht. ' * Der Jahresbericht der deotfcheu Schule iu Apia für 1893/94 gibt an, daß die Schule besucht wurde von 54 Rin- dern. Darunter waren: Deutsche 33, Skandinavier 7, Engländer und Amerikaner 8, Samoaner 4, verschiedener Nation 2. Der Unterricht umfaßte wöchentlich deutsche Sprache 8 Stunden, englische Sprache 5, Rechnen in deutsch und englisch 4, Naturlehre 2, Zeichnen und Schreiben 2, Gesang und Turnen 2 Stunden. Die am 21. Juli im Beisein des Schulvorstandes, des deutschen Consuls und der Commandanten zu hoch an. In beiden Fällen ist man zu bedauern. Holzheim, 10. Januar. Wie ergiebig die Schweine- z u ch t mitunter ist, dafür dürfteFolgendes von Interesse sein. Herr Schreinermeister Peter Jung 11 r. dahier kaufte im Mai v. I. 3 Ferkel, wovon das eine um Weihnachten daS stattliche Gewicht von über 3 Ctr. aufwieS, während die beiden anderen nicht viel weniger wogen. Zellhanfeu bet Seligenstadt, 9. Januar. Dem 5jährigen Töchterchen eines hiesigen LandwirtheS, daS sich an einer Kuh zu schaffen machte, wurde gestern von dem Thiere da« rechte Auge ausgeftohen. Gestaltung die er t. , , . . . . roir von seiner Partnerin nicht dasselbe behaupten können- Mit Fräulein Eggers Spiel konnten wir unS gestern nicht befreunden, nur die letzte Scene brachte sie unS etwas näher. Es scheint, dah ihr pathetische Stellen bester gelingen, als der leichte Plauderton. Alle übrigen Rollen find mehr oder weniger Nebenrollen. Sie waren gut besetzt und wurden zur vollen Zufriedenheit durchgeführt. Wir können uns daher die Aufzählung der einzelnen Vertreter ersparen. — Wie wir vernehmen, ist es Herrn Reiners gelungen, Herrn vr. Pohl auS Berlin für ein mehrmaliges Gastspiel zu gewinnen. Wir machen einstweilen ein kunstltebendeS Publikum auf das Auftreten dieses berühmten Charakterdarstellers wehen aufgethürwt. Hier wurden auch die Hohlwege zugeweht und mußten aufgeschippt werden, um die Pastage freizuhalten. Sonst aber besteht überall die schönste Schlittenbahn. Alle Fuhrwerke, sowie die Post fahren auf Schlitten. Sogar die Frachtfuhrwerke auS Gießen kommen auf Schlitten, eine Er- scheinung, die man nicht jeden Winter zu sehen bekommt. Die Arbeiten im Freien sind durch die Schneemasten meist gehemmt. DaS Holzfällen mußte eingestellt unb b\t Holz- Hauer zum Feiern veranlaßt werden. Der strenge Frost, der seit Sonntag eingetreten, ist wieder milderer Temperatur gewichen. Wild und Bügel hat die hohe Schneedecke in Nothstand gebracht. Don ersterem sieht man nicht selten das Niederwild sich den Ortschaften nähern. Besonders schlimm ist eS für die Rebhühner bestellt, die ebenfalls sich den Dörfern genähert haben. Der tiefe schnee läßt sie nur fehr schwer ihre Nahrung finden und leicht werden sie jetzt eine Beute des Raubzeuges. Jäger und Jagdbesitzer sollten den Feldhühnern an geeigneten P.ätzen Futter htnstreuen, um sich für den kommenden Herbst den Rchhühnerbestand zu sichern. Daß den Vögeln überhaupt die Noth sehr nahe geht, zeigt ihr Kommen in die Hofraitheu und Gärten. Wo sollen sie auch sonst Nahrung finden können? Alles steckt unter einer hohen Schneedecke. So oft auch die Preffe mahnt „Gedenket der hungernden Vögel !", so viel wird hierbei noch versäumt. Entweder schlägt man den großen Nutzen der kleinen Gäste zu niedrig, oder die kleine Mühe, geeignete Fütterungsplätze herzurichten, Cocaie« »nd provinzielle,. Sieben, den 1L Januar 1895. ♦♦ Postpersonalnachrichten. Versetzt sind: der Postinspector Meißner von Darmstadt nach Danzig behufs Uebernahme einer PostrathSstelle bei der Kaiserlichen Ober Postdirection daselbst, die Postsecretäre Weiß gerb er von Mainz nach Offenbach (Main) und Päper von Bingen (Rhein) nach Worms. Angestellt sind der Postafsistent Fischer in Klein- Krotz-nburg als Postverwalter und der Poftanwärter Bausch in Gießen als Postassiftent. — Der Postdirector a. D. LLngefandt. Gieße«, 10. Januar 1896. Während in anderen Städten der auf Straßen und Plätze, lagernde Schnee mtt Aufwand großer Kosten zur Eiletchterun, brt Verkehr« von Menichm und Thteren so rafch wie mäalich weggefwoM wird huldigt man in unterem lieben Gießen an mißaebender Stem andern Grundsätzen. W-e sich Jedermann überzeugen kann, find hier täglich Leute beschäftigt, die au« der Fahrbahn den Schnee nicht et»« weaschaffen, nein, vielmehr ibn au« den Stroh nrinnen in die M'tte der St-ahe ausb'etten, sodaß er hier, namentttch an weniger b sahrenen Stellen, B. der Ostanlage, eine geradezu unpasfirbare Höhe erreicht. Wie wir hären, haben sich in einem der veroangenen ömtcr die Hauderer der Stadt über da« Wegschaffen de« Schnee« au« b« Straßen beschwert, mtt der Begründung, daß fie dadurch in ihre» Bl ja bad Handelt vollzogene 1. llaüFmtzbors in der Firm: „Rat Herrn Conseclioni @eorg M zu । jirma: „®eorq optischen Gtyeniiä n Simon Klein in der Firma.' J f. Robert Lpangenlhc IbDl unter der Fi Iecira, V Petroleum" ;u Kietzen ein Schiff-nachrichten, — Der Postdampser „Noordland" der „Red Star Mtute* in Antwerpen ist laut Telegramm am 9. Januar wohlbehalten in Newyork angekommen. zufolge von hiefigeu Stellen, die davon wissen müßten, be- ■ stritten. Soviel verlautet, habe die deutsche Regierung in dieser Angelegenheit überhaupt keinen Schritt gethan. Die Maßregel der französischen Regierung sei lediglich ein Act der Loyalität. Berlin, 10. Januar. Die WahlprüfungS-Com° Mission erklärte die Wahl Harm^ Elberfeld für gültig, weil der Protest zu spät eingetroffen sei. Köln, 10. Januar. Heute Nachmittag fand Hierselbst eine constituirende Versammlung der deutschen Landwirth- schaftS-Gesellschaft Berlin zwecks Abhaltung b e r bieß» jährigen Ausstellung statt, wozu die Stadt Köln ein 21 Hectar große« Terrain zur Verfügung stellte und für Preise 10000 Mark bewilligte. Die Gesellschaft selbst stiftete 53000 Mark. . Rom, 10. Januar. In Celenza (Provinz Foggia) stürzten in Folge Schneesturmes vier Häuser ein, wobei sechszehn Personen unter den Trümmern begraben wurden, wovon acht getödtet wurden. In Ptstoja wurde eine Frau erfroren aufgefunden. Neapel, 10. Januar. Die Civiltr auuu g derTochter CriSpis mit dem Fürsten Singnaglosfa wurde heute Nachmittag um 5 Uhr durch den Bürgermeister Delpezzo vollzogen. Außer den Eltern waren die Minister Saracco, Blanc, Baccelli, der UnterstaatSsecretär Galli, einige Senatoren und Deputirte, der Präfect und Freunde der Familie anwesend. CrtSpi und seine Gemahlin wurden auf der Straße von der Menschenmenge lebhaft begrüßt. Der König beglückwünschte CrtSpi und seine Gemahlin telegraphisch. Brüssel, 10. Januar. Sämmtliche ö ss eutlichen Spielhäuser, deren Zahl sich in letzter Zeit erheblich vermehrt hat, wurden heute Abend polizeilich geschlossen. Paris, 10. Januar. Castmir-Perier gab heute dem diplomatischen Corps ein Festmahl; zur Linken der Frau Casimir Perier saß Gras Münster, zur Rechten Ferrate. Auf daS Festmahl folgte ein glänzender Empfang. Bueuos-Ayres, 10. Januar. Der Verkehr im hiesigen Hafen ist durch einen Srrike der bei der Küstenschifffahrt beschäftigten Verlader und Seeleute lahmgelegt. Hirofchima, 10. Januar. (Reuter.) Eine Depesche des Generals Nodzu aus Schugan vom 8. d. Mts. belaßt, daß die chinesischen Truppen, welche der dritten japanischen Division im Westen gegenüberstanden, sich auf Kokan zurückgezogen haben. Dagegen ist die Vorhut der Chinesen in der Nähe von Liaojang mit zwei Kanonen bis Kasenhio vorgedrungen. Der Rest der Division steht einige Meilen nordöstlich von dem durch die Japaner besetzten Haitschiyg. Yokohama, 10. Januar. Die japanischen Blätter veröffentlichen das Gerücht, daß der König von Corea ermordet worden sei. Nach einem anderen Gerüchte liegt derfe^e infolge eines epileptischen Anfalles darnieder. — Einige Tausend Mann des ersten japanischen Armeeco rpö sind durch Frost leidend geworden. — Die Bemühungen CoreaS, eine innere Anleihe aufzunehmen, find gescheitert. Dir Firma: „An wbt Mtzl. Dir Finnn: iß auf Friedrich: unb Passiven übe Die dem Ludwig Meßen rrlheilt« «lt Wirkung vom Die Firma: „F.; Dem Alfred Katz ■ Procura ertheilt v Dir dem Otto M »u Tießrn nlhüv Dir Firma: „Sd in Liquid »"ben besieüt rot 8it6en, btn § Ans be« BogelSberg. 10. Januar. Die Schneedecke hat jetzt da, wo fie gleichmäßig liegt, eine Höhe von zwei Fuß erreicht. Rur im oberen Gebirge, wo sauf den Vermifd?t€s- • Frankfurt a. M., 10. Januar. Im Haufe Finkenh os- straße 36 ersiickten heute infolge von KohlengaSvergiftung durch einen Ofen eint 70jährige Dame und zwei Kinder im Alter von drei und vier Jahren. Aerzrliche Hilfe, die sofort zur Stelle war, kam zu fpät. Die Lerchen wurden nach dem mit vorläufig 12 Kindern. ♦ Auch eine Satisfaktion. Folgende „Ehrenerklärung" war kürzlich, wie man aus Thüringen berichtet, in de« Dorf Schwarza im Gasthof „Z-m Stollberger Hof" auS- gehängt. Sie hatte folgenden lakonischen Wortlaut: „Ich Endesunterzeichneter nehme die gegen den F. W. gethaue Aeußerung, daß derselbe der größte Spitzbube ist, als unwahr zurück und erkläre, daß er nicht der größte Spitzbube ist. A. K." . er anzuschlagen versteht, machen unS die I fung zeigte die besten Ergebnisse. In der deutschen Sprache verkörpert, stets sympathisch. Schade, daß I haben die Schüler sehr gute Fortschrittegemacht und sich - ' - . I eine reine Aussprache angewöhnt. Wahrend deS Jahre« gingen viele Spenden aus der Heimarh ein, darunter der jährliche von dem Kaiser bewilligte Beitrag. Desgleichen haben aber auch die in Samoa ansässigen Deutschen in an- erkennenswerther Weise das ihrige zur Erhaltung der Schule beigetragen. Ein Kindergarten ist errichtet worden Depeschen de« Bureau „Herold" Berlin, 10. Januar. Es verlautet, daß anläßlich der Erklärung deS Kaisers beim vorgestrigen Paria mentarlscheu Herrenabend, wonach der Monarch das Fehlen der Inschrift „Dem deutschen Volke" am Portal deS Reichs- tagSgebäudes erst durch die Zeitungen erfahren habe, in der Budget-Commi'sion Gelegenheit genommen werden fall, zu erforschen, auf wkssen Veranlaffuug die Inschrift fortgeblieben sei. Es heißt, diese Inschrift werde unverweilt angebracht werden. (S. Depesche des Wolff'ichen Bureaus.) Berlin, 10. Januar. Die Budget-Commission deS Reichstags berieth heute den Etat für die Verwaltung deS ReichSheereS. Eine längere Debatte entstand bei der Postiion „Ausgaben für die Militärintendanturen", bei welcher für Verstärkung deS Beamtenpersonals 118,950 Mk. mehr gefordert werden. Nachdem von der gegnerischen Seite ausgeführt wurde, daß bei der letzten Militärvorlage bet* sichert worden sei, man komme mit dem vorhandenen Personale auS, wurde die Position mit 13 gegen 12 Stimmen abgelebnt. Berlin, 10. Januar. Morgen findet zu Ehren Schuwalows bei dem OlfiziercorpS deS Kaiser-Alexander- Grenadierregiments ein Abschiedsdiner statt, welchem auch der Kaiser beiwohnen wird. Berlin, 10. Januar. Die „Nordd. Allg. Ztg." d em en- rirt die Nachricht, wonach d>e Regierung die Conver- tirung von vierprocentigen ConsolS beabsichtige. Berlin, 10. Januar. Graf Schuwalow hat fich heute früh nach FriedrichSruh begeben, um dem Fürsten BlSmarck feinen Abschiedsbesuch zu machen. Berlin, 10. Januar. In der WahlprüfungS-Com- mifsion des Reichstags wurde heute die Wahl der Abgeord- ncten Pichler (Centr.), Gretß (Centr.) und Meist (Soc.) für uugiltig erklärt. Berlin, 10. Januar. Die Socialisten und Anarchisten halten heute Abend eine Volksversammlung ab, in welcher berathen werden soll, ob der „Socialist" trotz der behördlichen Maßnahmen, Confiscattonen und Verhastungen der Redacteure, Expedienten noch weiter erscheinen soll. Hamburg, 10. Januar. DaS Wasser der Unterelbe ist fortgesetzt so niedrig, daß die unterhalb Altona fest- gefahrenen neuen Postdampfer der Packetfahrt • Gesellschaft „Patria" und „Cordia" leichtern müffen. Wien, 10. Januar. Die Eröffnung deS ReichSraths soll am 1. F bruar erfolgen. Wien, 10. Januar. Seit der letzten Nacht wüthen anhaltend furchtbare Sch nee stürme, welche weitere Verkehrs- störungen herbeiführen. Man befürchtet, daß sämmtliche Eisenbahnzüge auSbleiben. Prag, 10. Januar. Die Staatsbahn hat den gesammten Frachtc nverkehr zwilchen Prag unb Dien infolge der Schneeverwehungen eingestellt. Universität». Nachrichten. Leipzig. 10. Januar. Der Historiker Profeffor Wilbel» Arndt ist plötzlich verstorben. Er.war am 28. Februar 183» |i Lobfens geboren. — An den drei bayrtfchen LandeSuniverfitLien br finden sich gegenwärtig 5950 Siudirende, an der technifch*n Hochschule 1415, an der thi-rä-ziltchen Hochschule 198. an den ‘JWte 719 an den 37 humanistischen Gymnafien 17039, an den 25 Pro gymnasten 2628. an den 16 tfollrien Lateinschulen 888. ... ^Nutzung l H Ä®«« Sifej U l- Mts., «aä ‘Mittag btn ii. 9to Lochmann in Darmstadt ist gestorben. H. Neues Theater. Das Lubliner'sche Lustspiel „Auf der Brautsahrt" ist nicht gerade sehr unterhaltend- die Fabel, daß eine Tochter, die mit ihrem Erbthetl ihre Mutter in eine Rentenversicherung einkauft, um ihr Einkommen zu vermehren, diese That als Gehetmniß behandelt und dadurch in einen falschen Verdacht kommt, ist ein magerer Vorwurf. Der Ausbau des Stückes leidet noch dazu an hohen Unwahrscheinlichkeiten, der Dialog ist sehr mäßig mit Witz auL- geftattet. Kein Wunder also, daß das Stück nicht recht wirken will. Wenn es sich dennoch auf einigen Bühnen hält, so ist das sicher einer guten Darstellung zuzuschretben. Auch bei unS fand eS gestern Abend eine recht gute Wiedergabe. Unzweifelhaft war es das Spiel des Herrn Otto, daS ihm ... einem oewiffen Erfolg verhalf. Die weltmännisch sichere , -------- — -- ■ • • r c . Ar. unseres ersten Lkbh°b-r-, lein, guter Humor und di- S M »reuzer Bussari. und,Fulke Bnbaveß, 10. Januar. Die Mission des Grafen Shuen-Hedervary gilt überall als gescheitert. Die sro^hnnaen daü Szlarb «der Banffy die CabinetSbildung über* , . v-w ------- , _ , , . mhmen «erde, w°.den °°n zuständiger Seite al« unbegründet Platten der Sturm segt. haben sich ?i°ck-°«kh°h° Schuee- erklärt. Die Lage der Krisis wird immer verworrener und ‘ —fc-* —A,,r murbcn au* bte Aoblrocac »uaeweht beginnt nach außen hin peinlich zu wirken, umsomehr, als eingeweihre Persönlichkeiten die Gefahr voraussehen wollen, daß die Krone einen politisch völlig farblosen Mann mit der Constituirung deS Ministeriums betraut, wodurch die Liberalen sSs w- MS 's«, Mi * bk ititowy. H !d)on WA bt b d jtir m VaM ll^b-lb «rirrtt zkstn, lo ®“r< ökr dntM jt i*tn N"ta ii: trnntn iöirfipln?! nad) Nutz 'n Ari “Ä'rt wer "KV. »Ssa 10O ,,ltr *,ne6"«9.k gänzlich ignorirt werden. Rom, 10. Januar. Man ist der Ansicht, daß Crispi nach feiner Mckkehr von Neapel, wohin er fich zur Vermählung seiner Tochter begeben hat, de mi s sio nir e n werde. AIS Grund wird angenommen, daß Crispi ohne Vorwiffen deS Königs den Botschafter Reßmann abberufen habe. London, 10. Januar. Em in den letzten Jahren von den hiesigen Anarchisten aufgenommener, anscheinend in trauriger Lage befindlicher junger Franzose entpuppte sich als der berühmte Polizeispitzel Polin. Derselbe wurde in einer geheimen Zusammenkunft seitens der Anarchisten mit so* fortigem Tode bedroht, wenn er nicht ein volles Geständniß ablege und ein wichtiges Document von dem französischen Ministerium des Innern ausliefere. Die Anarchisten, mißhandelten den Franzosen mit Stöcken ic. Derselbe reifte nach Pari» zurück. London, 10. Januar. Wie auS Tokio gemeldet wird, brachte die japanffche Regierung gestern in der Kammer eine Vorlage wegen Bewilligung von E r g ä nz u n g S cr e dit e n zur Fortsetzung d*s Krieges ein. Füttert die Vöglein bei Frost, Reif, Eis und Lchueel Sie dankens im Sommer, der Hunger thut weh! aufmerksam. ** Befitzwechsel. Verkauft wurde die Hofraithe deS Herrn L. Flett, Wallthorstraße 28, „Gasthaus zum Schwanen", nebst einigen Morgen Land an Herrn Gastwirth Koch, Asterweg 7, zum Preise von 42000 Mark. •» Unfall. Als gestern Abend ein Frachtfuhrwerk am SelterSweg an einem Omnibus vorbeifuhr, kam letzterer inS Rutschen und prallte gegen eine Gaslaterne, wobei vier Scheiben bemoltvt wurden. »» Streit. Gestern Mittag geriethen am Neuenweg zwei Frauen wegen einer geringfügigen Sache in Streit, wobei eine der andern einen Topf an die Stirn warf und derselben eine 3 Cm. lange Wunde beibrachte. Anzeige wegen Körperverletzung wurde erhoben. •» Raturaloervfiegnng. In der Zeit vom 1. Januar 1894 bis dahin 1895 wurden von der hiesigen Natural-.Verpfleg station 5654 Handwerksburschen verpflegt. Dieselben erhielten auf der Herberge zur Heimath Nachtlager, Abendeffen, Kaffee und Frühstück zum Preise von 62 Pfg. pro Mann, waS einen Kostenaufwand von 3505,48 Mk. erforderte. Außerdem wurden an 70 Personen Baarunterstützungen für Eifenbahn- fahrt rc. im Gefammtbetrage von 93 Mk. abgegeben. Infolge dieser löblichen Einrichtung hat die HauSbettelei be« deutend nachgelassen- nur noch Gewohnheitsbettler ober solche, bie bet Polizei nicht unter bte Augen gehen wollen, und die Schnapsbrüder gehen noch streichen. Bab-Rauheim, 8. Januar. Es sind Schritte im Gange behufs Erbauung einer Eifenbahn von Braunfels nach Bad-Nauheim resp. Friedberg in einer Länge von 40—45 Kilometer. Durch eine solche Bahn würde eine Verbindung hergestellt zwischen dem TaunuS und dem Lahnthal mit der Wetterau. sArrr WL *«f Sdjtitt? ?“'hlt "er 2 5 eine Er. dir ®d)ntemafil!ottt®L '"«'Hl «!*■* *.'?*>* ;* «ÄS t . Lj'? “■ “'S J?S S‘*Ä ° Sderhiw '■"« i« iiiMaittai h “(t N««ne ftaben Wn SWtit. g, >2 »etkumt. tutetet ,ltlntn Ne zu virdrtg, UüW"^ herzurichtrn, mQn zu bedauern. •fgiebig die Schweine» »rüde-von Interesse sein. ) Ur. dahier kauite im ine um Weihnachten das T- uuswies, während die 'ogen. Januar. Dem 5jährigen heö, daS sich an einer ern von dem Thiere das ?HT***-! ler. ar. Im Hause Finkenhos» e von AohlengaSvergijkung )ame und zwei Kinder hn Äerziliche Hilfe, die loforl iLnchen wurden nach dem iichen Schule in Apia sär besucht wurde von 54 Rin- 33, &tanbinaoltr 7„ Sog' '4, Dtrfdjiebtner Nation 2. deutsche Sprache 8 Stirn* in dru^ch und evAch 4, M 2, Md Tur- ult im Beisein des W i und der Commandantu Mr abgehaltene Schulpril- In der deutschen Sprache ^rtschrltte gemacht und fit lt Während deS Jähret ntiaaH -in, immt litte S8eitrie. D-««!-i4-' *W« $-*" “ ® ihrige j°r »HM-I « ?g«tcn iit mW« “,ta Ml* „««nerfltoniT ** Minzn His S»* ! tr ni»t«*’ Nachricht-»- Sr.war«» g a n b««u n 1 t°e a n i / >en '•* n brt MW*, rs«*^ *** ^;Tbflhn btnL l,,innrti *”.2 Z-s- *» bai st-bab üod^ D” Srwerb bei Schltttensahrens benachtheiligt würben Wir unserer- I setts könnten dies ja wohl auch bedauern, find aber doch der Meinung, I daß das Schlitten- resp. Spazierensahren dem Lastsahren nachzusteben I habe, daß man einigen Vergnügungssahrern zu Liebe die Zug- Ihiere, die gequält genug find, nicht noch mehr quälen solle. Die Schlittenfabrer in Frankfurt und anderen Städten muffen sehen, wie sie zurecht kommen, dasselbe g lt auch von den Gießenern. Das Zerfahren, wie es jetzt bei unS geübt wird, betrachten wir aber als ein thierquälerisches und läßt sich durch nichts erklären oder entschuldigen. O. Omnibus - ActtonLre der Linie B, versäumen Sie nicht, die am Samstag, 12 Januar Abends 8'/» Uhr im Restaurant Fe'del stattttudende Generaloeisammlung zu besuchen, der einstimmige Beschluß der S'abtverordneten giebt für Sie dazu einen Fingerzeig. Es wurden er ft vor unqefabr 3 bis 4 Monaten, so vtel mir bekannt, circa 70 Actien ä 100 Mk. gezeichnet, um die Omnibus-Gesellschaft in die Lage zu versetzen, die Linie B. etnrichten zu können, die jeden- iaÜs noch ein größeres Bedürfniß war als bte titnie A. Ein Beweis oa'ür ist, daß erstere mindestens ebenso stark benutzt wird als letztere und daß durch diesekbe eine Verbindung geschaffen ist mit dem Bahnhof sowohl wie mit der inneren Stadt, mit dem Stadtthetl, in welcbem sich die meisten öffentl chen Anstalten und Gebäude befinden wie Kaserne, Universität, Gymnasium, Realschule. Bürgermeisterei, Gas- und Wasserwe>k. Steins Garten u. s. Nun bot der Vorstand der G. O -G. beschlossen, lt. Gießener Anzeiger, Nr. 295, vom 16. D-c. v. I., der morgen iiatifi'idenden Generalve-fammlung den Vor'chlog zu unterbreiten, die Linie B. den Winter über des mangelnden Verkehrs wegen einzustellen; es heißt darin weiter: Es ist diese Maßnahme der einzig vernünftige Weg, um das Unternehmen auch während der verkehrS- tchwochen Zeit (— !) lebensfähig zu erhalten. Schon diese Aeußerung beweist, daß man in der kurzen Zett des B stehens noch viel zu wenig Erfahrung sammeln konnte; denn nach meiner Ansicht ist doch die verkehrreichste Zeit für die Omnibusse (bei der Eisenbahn ist es natürlich etwas anderes), die bei schlechtem Wetter, was gewiß and) schon öfters beobachtet wuide, und das haben wir im Winter nur zu häufig, wetzhalb auch in letzter Zeit die Wagcn besser besetzt waren. Wollte man nur den Babnverkehr, was ja falsch sei, in Betracht ziehen, so wäre es j-densalls raihlamer, wenn absolut den hinter über eine Linie aussallen soll, die Linie A. ausfall-m zu lassen, denn da8 Publikum will doch nicht aus der inneren Stadt, ange- ■ nommen Marktplatz, nach dem Bahnhof ober umgekehrt auf Umwegen gefahren sein. Das Bedürfniß einer Verbindung des Bahnhofs mit der inneren Stadt, Grünberger- und Marburgerstraße ist für hiesige Stadt vorhanden; daß aber dieselbe seither nicht genügend benutzt wurde, liegt eben daran, daß man sich in einer kleineren Stadt nicht so rasch an ein derartiges Verkehrsmittel gewöhnen k-> » bis in einem Jahr wird sich jedentalls das Unternehmen, wie es in anderen Städten auch der Fall war, besser lohnen. Wollte man aber gar nur auf einige Zeit eine Linie einstellen, um sie später, vielleicht im Sommer, nochmals verfuchsweise zu eröffnen, so würde das ein weit größerer Verlust sein, als wenn die Linie selbst mit einem kleinen Deficit weiter gefahren würde. Das Eapital der Wagen würde in dieser Zeit unbenutzt liegen, die Pferde mit großem Verlust verkauft werben und später wieder zu fehr hohen Preisen gekauft werden. Was die Schwieiigkeiten der beiden Linien betrifft, so sind dieselben darin gleich, wenn allerdings auch die nur sehr kurze Steigung in der Bahnhofstraße etwas stärker ist, so ist aber die Cur ve, Ecke des Seltersberg und Lfi bigstraße, um so viel gefährlicher, besonders jetzt im Winter. Grade die Generalversammlung bietet dazu Gelegenheit, eine Besprechung herbeizuführen, ob sick in dem Betriebe nicht Manches sparen ließe, z. B. vielleicht den Can- bucteur durch einen Automaten zu ersehen, der nur bei E'nrvurf eines Zehnpfennigstücks ein Signal abgibt, und ob sich es nicht ein- rrchten lassen würde, daß die Passagiere, die von der Grünbergerstraße nach der Marburgerstraße ober Seltersberg ober auch umgekehrt wollen, auf bem Marktplatz umsteigen können, es würbe eine solche Einrichtung jedenfalls zur stärkeren Benutzung beitragen. Auch würbe es sich wohl recht gut lohnen, wenn am Schluffe des Theaters, der Conceite u. f. w. zw-i ober bret Wagen nach verichtebenen Richtungen von dort abgingen, wie dies in allen Städten mit Omnibus- ober Pferdebabnverkehr ber Fall ist, ebenso könnte auch bei Beginn größerer Bälle nach Steins Garten ober Cas6 L ib ber Reservewagen fahren. A. X. kirchliche Anzeigen Her Stadt Giehen. Evangelische Gemeinde. Sonntag ben 13. Januar. 1 nach Epiphanias Gottesdienst. An ber Stabtttrche. Vormittags 9Ve Uor: Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Dingelbey. Rachmittags 2'/, U6r: Kinderkirche. Pfarrer Schlosser- Sams'ag ben 12. Januar, Nachmittags 3 Uhr, Vorbereitung zur Kioderktrche Donnereiag den 17. Jonnor, AbenbS 8 Utz'-, im Turnsaal der neuen Stadtknabenschule »td.lstunde. (JesuS als Beter.) Pfarrer Schl off er. An bet AohanneSkttche. Vormittags 9’/a Uhr: Pfarrer vr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die JobrnneS- gemeinde. «Vorbereitung am Samstag, Nachmittags 31/« Uhr, tat Confirmandei faal) Pfarrer Dr Naumann Abends 5 Ubr: Pfarrer Dingelbey 61 Beichte und heil Abendmahl für die Lukasgemeinde im Abendgottesdienst. Montag ben 14. Januar, Abenbs 8 Ubr: ®ib Uhr Austbeilunq ber hl. Communion; „ um 8 Uhr zwite hl. Messe; UM 9 h ich kaum das Wasser lassen konnte. Ich versuchte die verschiedensten Mittel, aber alle obne Erfolg Nachd m ich nun lange Z-it in ä ztl'cher Behandlung gewes.n war, wurde Blasenstein conftattrt Alle Müde, welche sich der Arzt machte, war erfolglos. Al°dan^ wa-dte ich mich an den bomöovolhische« Arzt Herr« Dr. med. Bvlbeding, Düsseldorf, «önigSallee v welchem es g lang, mich in kurzer Zeit von dem Leid n zu befreien, wofür ich Herrn Dr. Volbedtng aufrichtig danke. Arnold Meister Barmen-RitNrSbausen, Heckinghauser- strahe '52.251 Ausw. Verkaufsstellen : In Lich bei A. Bing u. H. Zimmer VIL In Steinbach bei Hch. Kraemer 1. In Lollar bei A. Zimmermann. In Londors bei tig. Brann. Feinste chinesische Thees im Preise von Mk. 3.60,3. —,4.— und 240] 6.— per x/i kg in Packeten von 125 und 250 gr. Prima Nußkohlen und Briketts fuhren- und centner- weise empfiehlt billigst____ 256 H. Hof, Bahnhofstr. 33. Großes Lager in Schneeschuhen bester Qual'tät empfiehlt 277 A. Kilbinger, Seltersweg 19. Herrschaftlicher Schlitten ein- und zweispännig preiSwerth zu Wiilnnqqim^T: ä M. 1,70, 1,80, 1,90 und 2,00 da» Pfund, unübertr. in Aroma und Kraft. Zu haben in Gieße« bei J. M. Schulhof. Hauptniederlage, L. Kalkhof, West« TA anlage, Knd. Schla- VX aTlßv hach Nachf., Lud- IVaw wigSplatz. BENEDICTINE de 1* ABB AYE de FECAMP (Seine-Inferieure) Frankreich Der beste aller Liqueure. Man verlange immer am Fasse jeder Flasche die viereckige Etiquette mit der Unterschrift des General-Directors: 276 Bester UM___>__- JL i Himbeersaft McH^lCCl" wa ou-gez ichnetem Aroma und oorzstg- Üchem Geschmack. r , _ 1 In , per sofort zu vermieth. Näheres im Nebenhause bei Herrn Hotz. 9 ] Eine elegante Wobtmng irn 2 Stock, 5 Zimmer, Badezimmer und allen Be- quemUchkUten sofort zu vermiethen. ________________________Löbeiftrohe 10. 2531 Schöne Wohnung, 4 Zimmer mit Zubehör, per 1. April zu vermiethen. _______Frankfurterstroße 43, parterre. 259] Logis, 2. Stock, 5 Zimmer mit Zubedör, zu vermiethen. Näheres Lübigfiraße 71 H.__________ 265] Mansardenwohnung per 1. April zu vermiethen. ______E. Haubach, Westanlage 27. 397] Zwei kleine Wohnungen im Hauie Sonnen r^ße Nr- 2b sind zu vermiethen. Nähere« über Bedingungen rc ist auf der Bürge,meisteret, Zimmer Nr. 15, zu erfragen, 249] Wohnung von 3 pimmern, Ca binet rc an ruhige Mieth-r perl.ApcU Prof. Fromme, Bletchstroße 20. 144] Das von Herrn Forftmstr. Block bewohnte Logis, 6 Zimmer. Bade,, und Zub, ist pr. 1. Ap> tl lc95 anderw. zu vermieihen. Näh. im Hause Nordanlage 27 uuo bei Architekt Stein. Mottlrestrahe 3 elegante Wobnung mit Balkon und Badezimmer für kleine Familie auf 1. April zu vermiethen. ^«.147 Näheres Schillerstratze 16 I. Ludwigsplatz 4 ist der 3. S ock destehend aus 6 Zlmm. nebst all. Zubevör, per 1 April zu oer- mieth'N- Näheres im 1. Stock daselbst D.OJ4 X fiebectien: evch-vba. — Druck neb Verlag der Brühl'schen Trutfcrd (Fr. Thr. Pietsch) tu W<#ol Die . Am St —«a Landivirl ,irb Sovrstag de 3 W. ’u „ntfl Borlrag über hallen. Zu diesem Bort oirtbiNlli^ $e; Rri*8 unb oöe tmbenfi eingeladen. Die Herren Bi btnad)barttn Gemeint W Meichrn W Grehrn, den 1 8)« Ditecloi bei Iw Selr.: Tie ^rganzu Wtligionsgem ]ur brgänzungsvi M'gi'oi kt wird zur Kei « Gemäßheit der Be 8abl bei Borstandel zu Gießen vom 4. A slied flatfan St amt laß die hiernach erfoi Freitag, cn bem Buh be% al1 EämMche M ikiglen werden zu die idaß die Abßimmung md Nachmittags Gieben, den Der von Groß! Gefunden: d IttM 1 Rette, 5 ^n-hanWhe Netzen, den Großhe^ Hn Sammer j ®”l«i m i/,i Itjt bit Ni» Hah, 5 in welcher ’’wird. •"S'iS'1' Qd| baiii 8on.-n bi jd k ,««« *• Ifir 'Mir ®rt Ä * k S*