Sonntag den 11. August Zweites Blatt 1898 Nr. 187 Meßmer Anzeiger Keneral-Unzeiger. 9tebaction, Expkditto» und Druckerei: Schukstrahe Wr.7. Fernsprecher 51. Vierteljähriger Avsnnemeutspretsr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohiu Durch die Post orzogen 2 Mark 50 Psg. Die Gießener M«mtkte«vtätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der chießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. lnb S4MMmis k» Stabt Amts- und Anzeiseblutt für den Kwb Gieren. | HratisSkitagc: Hießmer KamMmklätter. All: Annoncen-Burcaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 'vrstand. Mate ^fellschafts-. ■ - Mlazr- äues 6731 •äues. olide Preise. - :ion, rvE-Mdmre LMn^stWeit, iDtt Costümes, aufeer dem Hause. tock. App&wfy id Brenn- u. s. w. für 1 * kel sllung ete bereis 22 W e Hundert in 15- ierrrott de ff oon1687 £)6L M OkO M, 9L& 37 90 10200 1O10O , l 1905 102.00 !X-b;S ioi 3O rt-unt-5 105.60 10300 Das Steigen der Lederpreise. Seit Kurzem macht sich auf dem europäischen Leder» markte eine recht beträchtliche Preissteigerung bemerklich, die vielfach schon eine mehr oder minder bedeutende Der- euerung des Schuhwerkes und somit eines allgemeinen Bedarfsartikels zur Folge gehabt hat. Es handelt sich demnach bet dieser plötzlichen Leder-Hausie um eine wirtschaft' liche Erscheinung, bei welcher die weitesten Volkskreise in Mitleidenschaft gezogen werden, geradezu so, wie dies auch bei der noch immer nicht ganz behobenen Preissteigerung des Petroleums der Fall war, es dürfen daher die Ursachen dieser bedeutenden Preiserhöhung für Leder allgemein inter- esfiren. Genannte Erscheinung geht von Amerika aus und ist ursprünglich, wiedie„B.-A. Hols.-Zig." mttzutheilen weiß, auf die Vermehrung der Schlachtungen von Rindvieh zurückzuführen, welche ihrerseits infolge der Steigerung der Rindfletschpreise in den Vereinigten Staaten bewirkt worden war. Diese starken Schlachtungen riesen zunächst einen Ueberfluß an Häuten hervor, sie hatten jedoch gleichzeitig eine erhebliche Abnahme der Rindviehheerden zur Folge, und hieraus resultirte dann später auch eine beträchtliche Knappheit und Theuerung in Häuten. Letzterer Umstand aber kam natürlich dem in Nordamerika bestehenden Lederrtng, der wirthschaft- ltchen Vereinigung von etwa drei Viertel aller Gerber und weiter aller Ledermakler und Lederhändler der Vereinigten Staaten, außerordentlich zu Gute. Es gelang diesem „Trust" oder Ring, die Preisbestimmung für Häute wie für Leder in die Hand zu bekommen, was u. A. zur Folge hatte, daß die Vorräthe der dem Ring nicht angehörenden Gerber u. s. w. sich von noch ca. 150000 Stück im vorigen Jahre auf kaum 10 000 Stück in diesem Jahre verringerten. Der Lederring verfügt also über den bei Weitem größten Theil der vor- räthigen Häute in den Vereinigten Staaten, er kann demnach beliebig den Preis für dieselben und somit auch für Rohleder steigern. Zudem controllirt der Ring die beiden größten Häutemärkte von Südamerika, diejenigen von Buenos- AyreS und Montevideo, und es gehen ihm allwöchentlich für eigene Rechnung von dort große Sendungen Häute zu, die an Ort und Stelle von einigen seiner Vertreter aufgekauft werden. Nicht wenige der noch unabhängigen Gerber der Bereinigten Staaten haben sich gezwungen gesehen, entweder den Betrieb ganz einzustellen, oder die Production einzuschränken, da ihnen die Beschaffnng einer genügenden Zahl Häute nicht möglich ist. Es ist demnach zu erwarten, daß die argentinischen Rindshäute auch noch auf längerer Zeit hinaus erhöhte Preise erzielen und daß dieselben alsdann noch weiterhin die Ausrechterhaltung der auf dem Ledermarkte eingetretenen Hausse bewirken werden. Wir müssen uas in Europa also darauf gefaßt machen, daß eine mehr oder minder empfindliche Theuerung sowohl für Schuhwaaren, also auch für fast alle anderen Lederartikel eintritt z wenn inzwischen nicht plötzlich wieder günstigere Conjuncturen für die Consuwenten in der amerikanischen Häute ° Production Platz greifen sollten. Schlimmsten Falles wird indessen der amerikanische Lederring sein Ausbeutungssystem aus ganz natürlichen Ursachen nicht allzulange aufrechtzuerhalten vermögen. * Karlsruhe, 8. August. In Triberg wurde der 27 Jahre alte Mechaniker Hummel unter der Beschuldigung, falsche Ein- und Zweimarkstücke verfertigt und ausgegeben zu haben, verhaftet. Die schlecht gemachten Geldstücke zeigen verschiedene Jahreszahlen. * Für die Eroberung der ersten feindlichen Fahne waren zu Anfang des großen Krieges von verschiedenen Patrioten Ehrengaben gestiftet worden. Der Glückliche, dem alle diese Ehrengaben nach amtlicher Feststellung des ThatbestandeS überreicht werden konnten, war der Musketier Ernst Wickel aus Gotha, welcher den glorreichen Feldzug beim 1. Bataillon deS 6. Thüringischen Infanterie-Regiments Nr. 95 mitmachte. Am 5. October 1872 wurden denn nach längeren Untersuchungen dem Musketier Ernst Wickel auf dem Landwehr- BataillonS-Bureau zu Gotha von dem Königlichen preußischen Generalstabe sämmtliche Ehrengaben überreicht. Dieselben bestanden in einer Summe Geldes von 1619 Thaleru, einer silbernen Ankeruhr und 42 Thalern für seine Familie; außerdem hatte er schon vom Commando der 22. Division eine Gratificalion von zehn Thalern erhalten. Für sein braves Verhalten erhielt Wickel das eiserne Kreuz zweiter Klaffe und die Medaille des herzoglich sächsischen HausordenS. Von dem preußischen Kriegsministerium empfing das erste Bataillon des 95. Infanterie-Regiments eine Summe von 1500 Thlrn., die zur Unterstützung von Unteroffiziersfamilien in Krankheitsfällen verwandt wird. Die von dem Musketier Wickel erorberte Fahne erhielt obigeS Bataillon. Die Eroberung geschah am 6. August in der denkwürdigen Schlacht bet Wörth; es war die Fahne einer Turco-Compagnie; sie hatte eine Höhe von 50 Centimetern und eine Breite von 62 Centi- metern; die Grundfarbe war ponceauroth, 5 Zentimeter breite, blaue Streifen umrahmten das Grundtuch; in jeder Ecke befand sich ein Halbmond und in der Mitte eine offene, nach oben gerichtete Hand. Das Fahnentuch umschloß einen starken Schaft, an den es mit weißen Kopfnägeln befestigt war; durch den Schaft hindurch zog sich ein eiserner Stab, mit welchem wahrscheinlich das Feldzeichen auf dem Gewehrlaufe befestigt ward. Der Schaft endete in einer Kugel, über der ein Halbmond thronte. Die Spitze des Schaftes, Kugel und Halbmond waren aus Messing. ♦ Technikum Mittweida. Im verflossenen 28. Schuljahre zählte das Technikum Mittweida (Kgr. Sachsen) 1606 Besuchck, welche in den Abheilungen für Maschinen- Jngenteure und Electrotechniker bez. in der für Werkmeister ihren Studien oblagen. Das Technikum ist eine staatlich beaufsichtigte, höhere technische Fachschule für Unbildung im gesammten Maschinenbau und -er Electrotechnik. Durch das mit der Anstalt verbundene electrotechntsche Institut, mit seinen der Neuzeit angepaßten Einrichtungen, Laboratorien und Maschinenräumen, kann der Bedeutung der Electrotechnik für die technische Wissenschaft entsprechend, der 6 Unterricht in derselben in befriedigender Weise Berücksichtigung finden. Der Unterricht für das nächste Winterhalbjahr beginnt am 14. October und der unentgeltliche Vorunterricht dazu bereits am 23. September 1895. Nähere Aufklärungen über Z'el und Wesen der verschiedenen Lehrpläne, über Erwerbung des Maschinen Ingenieur Zeugnisses, Electrotechniker- Zeugnisses, Werkmeister-Zeugnisses rc. ersieht man im Programm der Anstalt, welches mit Bericht kostenlos vom Secretariat des Technikums abgegeben wird. * Alte Korsetts. Aus Paris schreibt man dem „Wiener Fremdenblatt": Dem von dem Vereine „Hilfe durch die Arbeit" soeben versendeten Monatsausweise ist zu entnehmen, daß die zur Aufnahme von alten Corsetts in der Rue des Saints Peres angebrachte Sammelbüchse sich glänzend bewährte. Seit dem l.Jult wurden etwa tausend CorsettS, darunter einige von echten Pariser Meistern „gezeichnete", in die Büchse geworfen. In den Werkstätten der ,Hilfe durch die Arbeit" werden diese Mieder zertrennt und daS Fischbein wird für bie Bürstenfabrikation hergerichtet. Der Leiter der Anstalt sieht sich durch diesen Erfolg veranlaßt, nun auch an anderen Punkten der Stadt Sammelkäften anbringen zu lassen und die Propaganda auch auf die Provinz auSzudehnen. ♦ Der reichste Student in den Vereinigten Staaten, wenn nicht in der ganzen Welt, schreibt der „Louisville Anzeiger", dürfte ein gewisser Walter S. Hobart fein, der die Harpard-Universität besucht und dessen „Monatswechsel" fich auf 200,000 Mk. belaufen.________________ Verkehr, rrird Volk» roirth schäft. — In den letzten Nummern mehrerer VersicherungL - Zeitschriften wird darauf aufmerksam gemacht, baß die Kölnische Unfall-VerstcherungS-Aciten-Gesellschaft, die von jeher darauf bedacht gewesen sei, alle an sie herantretenden Wünsche des Publikums unter den lioeralsten Bedingungen zu befriedigen, und daher außer dem allgemeinen Haftpflicht-Versicherungsschutz für gewerbliche (industrielle und landwtrthschaftliche) Unternehmen aller Art schon eine besondere Haftpflicht Versicherung für Haus- und Grundbesitzer sowie für Jäger, Schützen und Schußwaffenbesitzer eingesührt habe, nunmehr auch Dienstherrschaften und Eigenthümern (Besitzern) von Wagen, Pferden und Hunden geaen die Folgen der ihnen in dieser Eigenschaft gesetzlich obliegenden Haftpflicht bet äußerst geringen Prämtensätzen Haftpflicht-Versicherungsschutz gewähre. Der weniger Eingeweihte, welcher diese Anzeigen gelesen hat, konnte naturgemäß leicht zu der Ansicht gelangen, daß die Kölnische Unfall-Versicherungs- Actten-Gesellschaft die erste und zur Zeit auch die einzige Gesellschaft fei, welche sich die Aufgabe gestellt habe, das Pub ikum durch Gewährung der Haftpflicht-Versicherung insbesondere gegen die zuletzt erwähnten Risiken vor nachtheiligen Zufälligkeiten und deren Folgen zu schützen. Es sei demgegenüber darauf hingewtesen, daß der Allgemeine Deutsche Bersicherung» - Verein in Stuttgart sämmtliche Zweige der Haftpflicht - Verficherung, welche z. Zt. oon den Eon- cnrrenz-Gesellschaften betrieben werden, nicht allein sch n seit Jahren dielet, sondern daß derselbe diese Versicherungsarten überhaupt und zwar schon im Jahre 1885 eingesührt bat. Der Stuttgarter Verein erstreckt außerdtm seine Haftpflicht-Versicherung aus alle und jede Haftbarkeit, ohne Rücksicht darauf, ob dieselbe durch Unfall, Kranthett oder Sachbeschädigung entstanden ist. Er gewährt seinen Mitgliedern die größtmöglichsten Vortheile und überragt bezüglich der Höhe des Verstcherungsstandes und der Prämien-Einnahme die Concurrenz - Gesellschaften bei Weitem. Feuilleton. Leiden und Thsien der Feldpost 1870171. Bon Emil Engelke in der „Magdb. Ztg." erzählt. Allüberall flammt in diesem Jahre wieder in deutschen Landen die Begeisterung auf bei dem Gedanken der glorreichen Siege, die daS deutsche Volk vor 25 Jahren errungen. Aber nur Wenige denken neben den ruhmvollen Thaten, neben den wilden Kämpfen und Schlachten auch der stillen rastlosen Arbeit Derer, die in dieser schweren Zeit den Verkehr zwischen dem Volk in Waffen und der lieben Heimath, für die eö kämpfte, vermittelten. Die enorme Arbeitsleistung, die die Feldpost unter den denkbar schwierigsten Verhältniffen verrichtete, kann eigentlich nur ein Fachmann würdigen. Wenn wir lesen, daß bie Feldpost bis zum 31. März 1871 an gewöhnlichen Briefen 89,659 000 Stück, 2,354,210 Zeitungen, 43,023,460 Thaler dienstlicher und 16,842,460 Thaler privater Gelder, sowie 125 916 dienstliche und 1,853,686 private Packete beförderte, so stehen wir derartigen Zahlen mit derselben naiv bewundernden Ehrfurcht gegenüber, wie wenn wir hören, daß die Erde von der Sonne 20 Millionen Meilen entfernt ist. Aber verstehen können wir es, welche Umsicht, Energie und auch persönliche Tapferkeit dazu gehörte, um allen Schwierigkeiten, die sich der friedlichen Arbeit entgegenthürmten, und der Gefahren, mit denen sie unablässig zu rechnen und auch zu kämpfen hatte, Herr zu werden. Soweit man sich auf die Schwierigkeiten vorbereiten konnte, ging ja alleS; Herr Stephan, der jugendliche Generalpostdirector bekam es sogar fertig, seine Truppen statt in den ihm bewilligten 14 Tagen in 9 Tagen zu mobilifiren. Und das war nicht leicht; sollte doch der Dienst in der Heimath nicht leiden, obwohl 4000 geschulte Beamte, späterhin sogar 5900, dem Dienste entzogen werden mußten. Aber bei der freudigen Bereitwilligkeit, mit der jeder eine oft doppelte Arbeit leistete, ließ sich auch daS ermöglichen. Aber die Hauptschwierigkeiten begannen erst, als es galt, den Verkehr zwischen der schnell in Feindesland vorgedrungenen Armee und der deutschen Heimath bis hin in die entlegensten ostpreußischen Orte herzustellen. Gleich der hereinbrechenden Gewalt eines Naturereigniffes vollzog fich der völlige Umschwung des sonstigen gewohnten BeförderungssyftemS; die Hauptverkehrsadern stockten, daS gesammte postalische Netz in seinen weiten Verzweigungen war plötzlich zerrissen. Und doch wurde niemals eine möglichst schnelle Beförderung von Nachrichten so heiß ersehnt, wie gerade in jener Zeit. Freudiger und in gehobenerer Stimmung zog der Soldat in den Streit, wenn ihm die Feldpost vorher die Nachricht von dem Wohle seiner Lieben zu Hause gebracht hatte; und war dann die blutige Schlacht geschlagen, so wollte er wieder so rasch wie irgend möglich die Nachricht nach Hause gelangen taffen, daß ein neuer Sieg errungen, er selbst aber ohne schwere Verwundung aus dem Kampfe hervorgegangen. Da Deutschland allmählich über eine Million Streiter inS Feld schickte, so kann man ermessen, welche Dimensionen der Verkehr annehmen mußte. Die Feldpost hatte nicht nur den guten Willen, allen Wünschen gerecht zu werden, sie hatte auch die nöthige Zahl Beamten und leidlich genügendes Material zur Beförderung; und doch war es, namentlich in der ersten Zeit, häufig völlig unmöglich. So lange die Truppen noch starke Marschbewegungen machten, dauerte es Immer eine geraume Zeit, ehe die Feldpost über den Aufenthaltsort der einzelnen Compagnien unterrichtet war; ja, zuweilen wurde sogar militärischerseits der Briefverkehr vier bis fünf Tage völlig verboten, um jede Spionagewtrkung über die Truppenbewegungen zu verhindern. Dann murrte das Publikum, denn Unruhe und Beängstigung waren unausbleiblich. Aber selbst wenn keine derartigen Befehle Vorlagen, war die Aufenthaltsfeststellung mit großen Schwierigkeiten verbunden, denn die Telegraphenlinien waren so durch wichtige dienstliche Depeschen in Anspruch genommen, daß andere Depeschen oft längere Zeit als ein Brief brauchten, um an ihren Bestimmungsort zu gelangen. Endlich aber, am 31. Juli, hatte die Poft ein vollständiges Ortsverzeichnis das durch regelmäßige tägliche Aenderuvgen ergänzt wurde. Nun wäre der Briefverkehr vielleicht leidlich regelmäßig zu regeln gewesen, da bereitete das Publikum selbst schwere Unzuträglichketten. Die Erlaubniß, alle Briese portofrei und zwar bis zu einem Gewicht von einem halben Pfund senden zu können, wurde in der löblichsten Absicht gemiß- braucht. Man schickte an tausend Cigarren an eine Adresse, man schickte Cognac, Wein, Eier, Wurst als „Brief". — Man denke nur, was ein Briefträger leiden müßte, wenn er statt zweihundert Briefe auch nur die Hälfte Halbpfund- cartonS befördern muß. AuS .Berlin gingen an einem v 10 Tage 120,000 solcher Cartoubriefe ab. WaS Wunder, daß sich dann an Eisenbahnendftationen in zwei Tagen 40 bis 50 Eisenbahnwaggons mit Briefen und PostcartonS anhänften. Das wurde erst sbeffer, als das Briesgewicht auf den vierten Theil reducirt und Packetbeförderung eingeführt wurde. Nur in der Weihnachtszeit nahm der Verkehr wieder geradezu ungeheuerliche Dimensionen an. Man darf die körperliche Anstrengung der Feldpost nicht unterschätzen. Bei den oft 6—8 Tage ohne Rast währenden Eilmärschen über steile GebirgSpfade, in aufgeweichten oder wieder verschneiten oder von Frost spiegelglatten Wegen blieb die mobile Feldpost nicht etwa zurück, sondern war oft früher am Ziel, um einen Theil der Nachtstunden zur Arbeit zu benützen. Und nahe dem Schlachtgetümmel schlug sie ihr fliegende- Bureau auf, sortirte in Ermangelung von Tischen auf auSgebreiteten Pferdedecken und füllte dann — wofür ihr sicherlich der meiste Dank gezollt wurde — für die armen Verwundeten Eorrespondeozkarten auS, in denen sie die Nachricht nach der Heimath gelangen lasten konnten, daß sie verwundet oder doch wenigsten- in der Hoffnung der Genesung leben. Der unermüdliche Diensteifer, die stete Hilfsbereitschaft der Feldpostbeawten wurde überhaupt von den deutschen Soldaten immer dankend anerkannt. Um so weniger Dank erntete die Feldpost von den Franzosen, und doch ist wohl noch nie in einem Kriege dem Feinde von einer Poftver- waltung so viel Liebenswürdigkeit erwiesen worden. Obwohl die Zahl der Kriegsgefangenen, die auf 400,000 stieg, den Poftbetrieb noch wehr erschwerten, wurden doch auch die Briefe der Gefangenen unentgeltlich befördert, und über 5 Millionen Francs beförderte die Poft in die Hände der in Deutschland befindlichen Gefangenen. Aber — wie der amtliche Bericht mit leichter Bitterkeit bemerkt — in keiner Erzählung der Kriegsgefangenen findet sich hierfür ein Wort des Danke-. Dem Undank der Franzosen im fremden Lande entsprechen offene Feindseligkeiten im eigenen Lande. Die Fälle, wo die Post von FranctireurS überfallen wurde, wiederholten sich fast jede Woche, wobei das KriegSglück leider nicht immer auf der Seite der Ueberfalleuen war. Schon am 3. September wurde der als Courier nach Berlin entsandte Postbegleiter Falk bei Clermont von französischen Mobilgarden aufgehoben, nach Verdun geführt und zehn Tage lang gefangen gehalten. Die ihm abgenommenen Depeschen und Geldsendungen fand man bei der Einnahme Verduns im Hause des dort residirenden Bischofs. Am 26. September wurde hinter Chöffy die Feldpost geraubt und zwei Mann von der Bedeckung erschostea. Dagegen gelang eS im October bei DormaS, bei Chesty und bei Olizy der Umficht und der Unerschrockenheit der Beamten, die angegriffenen Transporte in Sicherheit zu bringen. Selbst auf dem neutralen Gebiete von Belgien waren die Feldposten vor den FranctireurS nicht sicher. Unweit von Bouillon wurde ein Transport geraubt. Doch sorgte die belgische Regierung für sofortige Rückerstattung. / Ein schlimmer Tag für die Feldpost war der 14. November. Die nach Sen- abgelaffene Brtefcoloune, die auch etwa 6000 Thaler bei sich führte, wurde überfallen und genommen. Die ganze Mannschaft wurde niedergehauen oder gefangen genommen und zum Theil erst nach dem Friedensschluß ausgeliefert. Am gleichen Tage wurden die tu Sen- bereits etnlaufenden drei Packwagen von wütheuden Volks- maffen umringt und angegriffen. Der Postconducteur Boden- fohu wurde nach geradezu heldenmüthiger Gegenwehr gefangen , aber am nächsten Tage von deutschen Truppen befreit. Seine Bravour brachte ihm da- Eiserne Kreuz zweiter Klaffe. Auch die Post-stone Dickeubrock und Beck- schäfer, die am 23. December einen Angriff von FranctireurS mit der blanken Waffe siegreich abschlugen, wurden von dem commandirenden General deS Armeecorps öffentlich belobt. ES würde ermüden, wollte man alle Fälle auszählen, in denen es zu kleinen Scharmützeln kam, ohne Verwundungen ging eS selten ab, meist waren ein bis zwei Tobte zu beklagen. Gänzlich unaufgeklärt blieb trotz eifriger Nach, forschungen das verbleiben eines Postbeamten, der am 16. Januar nach abgelieferter Post überfallen wurde,- er blieb verschollen. Natürlich mußten die Franzosen wenigsten- für die pecuniären Verluste aufkowmen. Durch Contributioueu, die militärischerseitS eingetrieben wurden, konnte man den Familien der getödteten oder verwundeten Postbeamten Unterstützungen gewähren und für die geraubten Postsendungen die Ersatzbeträge den betreffenden Absendern bezahlen. Freudigen MutheS harrten die wackeren Postbeamten bi- zum Ende des Kriege- in ihrem schweren und gefährlichen Berufe aus. Kein Fall ist bekannt geworden, in dem etwa ein Beamter den Versuch gemacht hätte, seine Stelle mit einem friedlichen Platz in der Heimath zu vertauschen. Don den 5901 Beamten der Feldpost find 125 gefallen oder gestorben, 187 verwundet, 12 gefangen genommen worden. Aber auch nicht weniger als 107 sind für ihre Unerschrockenheit und Umsicht decorirt worden. So hat auch die Feldpost ihren Antheil an dem RuhmeSkranze, den sich Deutschland vor fünfundzwanzig Jahren erworben. Donnerstag, 15. August, Nachmittags 4 Uhr, werden auf Großh. Ortsgericht Lang- (Höns die dem Georg Repp daselbst zustehenden Immobilien, worin seither ein lucratives Cisen- und Colonialwaaren-Geschäft betrieben wurde: Flur I Nr. 609 — 600 qm Hof- raithe im Ort, Flur XVIII Nr. 798Vi0 - 292 qm Acker Hinterm Frühzaun, Flur XVIII Nr. 799Vi0 — 239 qm Acker daselbst, 6670 meistbietend versteigert. Näheres bei F. Hoffmann, Concursverwalter in Gießen.______ strolch, -elfische Ataatseisellbahlltll »«rdtngvng der «rdarbeiteu, Wege befefltg««gSarbeiten, Kunstbauten ttnb Vberbaupacklage der vauloose I, II, 111 und IV der Bevbarrlinte Stzriedberg—Hungen. Die vorbezeichneten Arbeiten der zusammen rund 24 Kilometer umfassenden 4 Bauloose sollen öffentlich verdungen werden. Die Pläne und Bedingungen sind im Bureauzimmer Nr. 3 der unterzeichneten Behörde in Gießen (Frankfurterstratze 64) einzusehen, die Bedingungen von dort zu beziehen gegen postfrete Einsendung von 1 JL 80 $ für ein LooS und 50 H für jedes weitere LooS dazu. Angebote sind postfrei und unter ent. sprechender Aufschrift an dieselbe Behörde bis zum Eröffnungstermin SamStag den 24. August d. I., Vormittags 11 Uhr, eiruuretchen. HuschlaaSfrift: 4 Wochen. Großh. Baubehörde für Nebenbahnen in Oberheffen. 6404 Backsteine Feldbrsnd la. Qualität. Jedes Quantum billigst. Nahe und gute Abfahrt. Auch können dieselben an die Baustelle geliefert werden. 6585 Andr. Euler, Keuerwerkskörper, Bengal. Flammenpulver, große Auswahl bei [6ö81 Otto Schaaf, ___SelterSweg Sv. ooooooooooooo J Loose o o der Alslkldtt fottrric § 0 * 1 «ark 11 Stück 10 M. Q A empfiehlt die Generalagentur für * t Gießen und Umgegend 0 A. Grctschcr, Neustadt 65. 0 0 4636 0 □OOOOOOOQOOOQ An- und Berkaus von getragenen »leider«, Weißzeug »ddel«, Betten, »old' und Silber fache«, Bücher«, Fettungen, tUteu, Vapt", ««pf-r, «efstug. Ain« Blei und »ifm. Ebenso werden Ltnupe« und Knochen auf Verlangen jederzeit abgeholt durch 37 Louis Rothenberger Wwe. Ausstellung Merheff. Industrie- uud Gewerbe - Eyeuguiste vom 25. August bis 15. September 1895 in Stsfekd. Zum Besuche der Ausstellung werden folgende Eintrittskarte« ausgegeben : L für die Dauer der Ausstellung a) für eine ganze Familie (Eltern und Kinder, Söhne über 18 Jahre ausgeschlossen)............... 6 JL d) für eine einzelne Person.............. 3 , 2. für einen Tag a Person a) für Sonntag«................. i b) „ die Wochentage...............„504, c) „ einen vorher zu bestimmenden Wochentag...... 20 „ d) „ Schulkinder in Begleitung ihrer Lehrer an Wochentagen , 10 , Wer nach Schluß der Ausstellung nur dieConcerte besuchen will, bat bet Militärconcerten b0 und bei Concerten an den Wochentagen 20 H zu bezahlen Die Dauerkarten werden auf Namen ausgestellt, berechtigen auch zu freiem Zutritt zu den Concerten und können schon jetzt bei den Herren Georg Bücking VIII, SA 12.00 be. Absatz, für «Inder . , tl.00 do. für Mädchen , , 28.0» Wndrossleder - Schnür-, Zug- und Knöpfschuhe mit oder ohne Lackvlatt ober Lackspltzen, mit ober ohne geberfutter für Damen Dtzd. -A 37—50 für Mädchen . . 83— für «Inder . . 24—80 WUdrossleder-Zugstlefel mit cd. ohm Lackblatt ob. Lackspiken .Dtzd. 18-60 Filzschuhe und -Stiefel mit ober oh« Leberfohle für Damen Dtzd. 9—«^ Probe-Paare gegen Nachnahme. Westanlage 15 Telephon 21 Telephon 21 Baumaterialien - Geschäft aßfrJißff Trottoirplatten, AVEETARIUS 3 Eichen- und Buchen Farquetriemen. Bau- und Stuck-Gyps ; sowie plastische Hartguss - Baudecorationen, zur Ausstattung für Fagaden und Innenräume. ThonrShren, Tuffsteine,^Schlackensteine, hydrauL Schwarzkalk, Lahn-Marmor-Weisskalk und prima Sackkalk, Dachpappe, Isolir- platten, Bleiplatten, Travers und Ummer Asphalt, Goudron Holzcement etc. Vertreter der Waagenfabrik Carl Schenk, Darmstadt der Zug-Jalousien und Roll-Läden-Fabrik Carl Schliessmann, Hoflieferant, Castel — Mainz. Alleinverkauf renommirter Fabrikate liefern und empfehlen als Specialitäten: Fabrikate der Wetzlarer Gement-, Cementwaaren- und Schlackenstein - Fabriken ftkrtahrNvifrnc&r/ä' ala Cementrohre für CanaUsation etc. Cementdachplatten (D. R. P. No. 4940) und Patent Wutke. Cementflur-und Treppenstufen. Viehtröge, Wasserrinnen, Spülsteine, Kanalrahmen etc. sowie Bauwerkstücke aller Art aus Cement-Beton. «I a -b bat TTVrfTTTVr 3 Saargemünder Flur- und Porzellan-Wand- c w ÄXCß U JniX JM Xi U Jm Z platten. Cement-Mosaikplatten, sowie Thon- J g Mosaikplatten bis zu den reichsten Mustern. | Versandt aller Fabrikate bei Waggonbezügen ab der betreffenden Werke zu Fabrikpreisen. ggy- Auf Wunsch wird das Verlegen von Flur- und Wandplatten, sowie Parquetböden durch geübte Leger mit übernommen. Kostenvoranschläge gratis. HB la. Portland - Cement Saargemünder Flur- und Porzellan-Wand- g Gypsdielen (Schilfbretter), System Giraudi, renommirtes Fabrikat von Kapier er & Cie mm, Hochhausen a. N. ZZS Alleinverkauf der Meissner Ofenfabrik SS vorm. Ernst Teichert, Cölln — Meissen. W AUSSTELLUNGS LOCAL: SELTERSWEG 89. »frefile. F. Stndtrauio Elbtrftld. L ntwl ^rabdkvkmalers. ^voßfircujc, Schrifttafefn, sowie alle in da« ftadj eiafchlagende Arbeiten 3372 in allen -Lrcrnarten. CL-M luSS Ä n tt 1$ rt D rt rt JE L e ■w .L r- v» A sowie alle Instrumente In grösster Auswahl zu Fabrikpreisen Musikalien - Handlung und Leihanstalt * ----- Specialität: Billige Ausgaben = Ernst Challier (Rudolphs Nacht), Giessen. ♦ Betreff: Kathrrnur'v Kneipp- Mol|K>ffee. Eine Tätischntlg des publlknms! An Stelle unseres Kneipp-Malzkaffees wird den Consumenten häufig minderwerthige Waare verabfolgt. Diese gelangt entweder lose oder in einer der unserigen ähnlichen Packung in den Handel. — Der durch deutsches Neichspatent gesetzlich geschützte Kathreiners Kneipp-Malzkaffee, welcher nach einem einzig und allein uns zustehenden Rechte mit Kaffeegeschmack versehen ist, wird niemals offen ausgewogen verkauft, sondern nur in l/i und V« ssfd.-Packeten, welche mit Plombe verschlossen find imd als Schutzmarke: „das Bild des Herrn Prälaten Kneipp" und den Namen „Kathreiner" tragen. Wir sehen uns zu dieser Erklärung genöthigt, um einer Verwechslung und falschen Beurtheilung unseres Fabrikates vorzubeugen und bitten daher beim Liirkanf stets auf unsere oben näher bezeichnete „Schutzmarke" und den Namen „Kathreiner" achten zu wollen. Kathreiner's Mchküffee-Fabrikea. Zum Einmachen! Silbereisens - Essig in versiegelten Korbflaschen von S, 10, 20 und 30 Liter Inhalt zu Fabrik-Preisen. Unübertroffen an Geschmack nnd Haltbarkeit. Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß nur mit dem Siegel „Ed. Dilbereisen, Gießen" verschlosfeue Korbflaschen Hriginalfüllungen der Jabrik sind. Alicestraße: Hch. Bellos II. Bahnhofstraße: «. ©. Meinhenn, Georg Mühl, A«g Noll II., Emil Orbig. Bergstraße: Albert Küchli«. Bleichstraße: Wilh. HaaS. Dammstraße: ft. Schmidt Wwe. Ederstraße: W. M. Noll. Frankfurterstr.: «arlHeinr-Loeberich, Eberh. Metzger, W. Rusag, W. Weidtmann. Grünbergerstr.: Wilh- Hammel. Verkaufsstellen: Kreuzplatz: Carl Bieler, Georg Kinckel. Ludwigstraße: Jac. Häuser, Fr. Kühnhold, Just. E. Lenz, Her«. Vogt. LudwigSplatz: Rud. Schlabach Nchf- Marktplatz: A «L G Wavenfel». Marktftraße: Hch. Arnold II-, Wilh. Montanas, I. M Schulhof. Neuenbäuen: Julius Bräutigam, Ed Fuckert, Wilh. Schomber, Gustav Sonntag, Schlackensand, Schlackenmehl, MM- Schlackensteine. Schlackensteine, aus Schlackenmehl und Schlackensand vermittelst Pressen hergestellt, sind leichter als Feldbrand und Ringosensteine; die Steine haben ganz gleichmäßig schöne hellgraue Farbe, und da dieselben nicht gebrannt werden, sondern an der Luft cementartig erhärten, so bleiben sie scharfkantig und gerade, wodurch bei deren Vermauerung nur wenig Mörtel erforderlich ist; auch lassen sich dieselben in jede B hauen, ohne zu brechen, sie verwittern niemals, ihre keit nimmt nach dem Vermauern noch zu und sind sie insbe- wegen ihrer cementartigen Eigenschaft für Mauerwerk an Kten Orten, unter der Erde, in Kellerräumeu, Stollen re. , us vorzuziehen. Versuche im Polytechnikum in München haben ergeben, daß Schlackensteine für Luft doppelt so durchlässig sind, als Normalmörtel, weil sie Wasser durch Kapillarität nur langsam aufsaugen, das aufgenommene Wasser dagegen wieder sehr rasch abgeben. Die Schlackensteine find zur Erbauung gesunder trockener Wohnhäuser deshalb ganz besonders zu empfehlen, und eignen sich sowohl zur Ausmauerung von Fachwerk, wie auch zu Massivbauten, Brandmauern, Kaminen; ihre Feuer- beständigkeit ist eine sehr große, sie springen nicht und find sehr schwer schmelzbar; auch find Schlackensteine durch ministeriellen Erlaß zu allen Bauten als zuläsfig erklärt. Die Steine werden tn zwei Größen gefertigt und zwar: 260 x 130 x 100 mm und 250 x 120 x 65 mm (Nvrmalformat). Neustadt: Che. Bieker, 8. «ohlerman« II., Peter Leppla, Eberh Metzger. Schillerstraße: Carl Schulze II. SelterSweg: PH. Herrmann, Carl Schwaab.Hoflief., Ang. Boigt. Steinstraße: Nob. Meuser Wallthorstraße: Eberh. Dort, Ludw. Loth, Gotte. Roth II Westanlage: L. ttalkhof._______6551 Caf6u.Thee- Gebäck, Torten und Kuchen Gefrorenes in verschiedenen Sorten, bekannter Güte, stets vorräthig, empsiehlt 3840 Couditorei n. I. Wiener Tals voll H. Hettler, (tziehen. Sehlackenmehl Ersatz für Gement, Graukalk und Weißkalk zur Herstellung von Frucht- M»en und ähnlicher Räume ganz besonders geeignet und begehrt, sowie Sehlackensand bestes Material zur Mörtelbereitung rc., liefern in den größten Quan- t#äten Budenis’sch. Eisenwerke Ktoi-Weser-Hütte Margarethenhütte Sophienhütte Georgshütte Stetton Lollar. Station Giessen. Station Wetzlar. Station Burgsolms Frankfurter 6650 Wegen Umbau meine» Geschästslocals verkaufe von heute bi» 6705 35 Pfg. |unb per 30 Chr. Zimmer, Kahnhofstr. 12 5956 Korbflasche zurückvergütet. Waare.) platten. Berger’s Mexico Chocolade S 1 INit StMnaic wnd BmI« uxm und (3608 1 p.»/4 Liteffl. Jll.— u. Batavia-Arae, p. */i LHerfl. X 3.50 l 1kl Stil- und [8591 GröuU lumakl m alUn Preutagew! DIUdlkitkl tttbüction: L. S (Heyda. empfiehlt täglich verschiedene Sorten Kuchen, bestes Thee -und Kaffee- 1 1 1 1 5.— 4.— 3.- 1.70 1.— 0.70 Liter r> r> •n •n •n (Nur -.95 1.— 1.30 MO 1.20 1.40 1.50 1.50 1 — A Portwein Sherry Frux. Cognac, 20 15 10 5 Leber 300 auf Alicante MnacateHer Burgunder California (Rieehng) Samos Marsala Bordeaux Medoc Chateaux Margeaux Menescher Ausbruch Rüster Ausbruch Tokayer Ausbruch X 8 n. Capwein Fabrik Robert Berger, Pöeeneck i. Th. » » ■n Süd-Weine und Spirituosen Eigener Import von FRIEDRICH LEO, Giessei. ä n •n n Hochfeinen Borsdorfer pro Flasche „ Speierling „ Die weltberühmten Ctto Herz bi Co. Schuhwaaren, von welchen ich den Alleinverkauf für Greßen direct ab Fabrik habe, werden auch zu billigeren Preisen abgegeben. Lager! bei A. Kilbinger, Sektersweg 19. Span. Bothwein Aragon pr.FL X Cdtes Priorate (herb n. mild) w „ M (etes) X 1.50 n. „ „ „ Portug. Gebirgswein „ „ „ Tarragona w * * Valdepennas „ „ „ Malaga Xeres _ _ _ Pajarete . . " Malaga X 2.50 n. * * * Madeira X 2.50 n. ... Diltmann's Wellenbad-Schaukel D. R. P. 51766. Diese Schaukelwanne kann zum Wellenbad, Vollbad, Sitz- und Rumpfbad, sowie auch zum Kinder- und Dampfschwitzbad benutzt werden. Alle andern Größen und Arten von Badewannen stets auf Lager. Kreuzplatz 2. 3829 J. F. Menzer, Weingrosshandlung Neckargemünd, gegr. 1. Mai 1840. djcm. llfinipngmftiilt von Damen-, Herren- nnd Kinder-Garderoben, Möbelstoffen etc. 1.10 1 30 1.40 Deutscher Cognac „ »U ,, „ 1.40 „ 1 Ferner empfehle ich mein Lager in Deutschen und nelbntberelteten Beeren-Welneu. „ Exportäpfelwein pro Fl. 25 emvfiehlt die Aepfelweinkelterei von mit meinem Siegel versehene Flaschen enthalten ächte 6073 Atelier Emil Gdessow (Gebt. Müller Nachfolger) M Bahihofitr. 34 «pstehlt sich zu Aufnahmen jeden Genre, { im nur kknßlerischer feinster bewährtester Construction liefert und stellt auf Carl Stohr I. Ludwigsplatz 5. 361». Griechische Weine Marke Menzer hervorragend beliebt wegen ihrer anerkannt vorzüglichen Güte und Preis Würdigkeit, von Seiten der Herren Aerzte aufs Wärmste empfohlen für Reconvalescenten und Blutarme. Alleinige Niederlage in Giessen bei der Privileg. Apotheke zum Pelikan 8. Süß, Marktslraße 9, auch Eingang Wettergasse. „ Liter „ Jim Faß [6204 Xcltpbott Xr 83. 20 Alicestrasse 20 empfiehlt billigst, bei Abnahme von mindestens 25 (Str.: la. Nutz, bestmel. Hausbrand-, Anthracit- und Schmiedekohlen. Krauvkohlendriguetts, Grube Friedrich, stehen in gleichen Menaen zur Verfügung. 6611 Das auf allen Fachausstellungen in den letzten zwei Jahren siebenmal preisgekrönte Münchener Bürgerbräu versendet in Flaschen und Gebinden der General-Bertreter: Emil Schmal! in Giessen, Telephon 83. Eiskellerei und Geschäftslocal: Hessischer Hof. Telephon 83. Wohnung: Frankfutter Hof, Lindengaffe 2. 6203 Jamaica-Rum „ >/, sen, bet 3»oew* Complette Betten eigenen Fabrikates, 405g Sprungfedern«, Roßhaar, Capock- nnd Wollmatratzen. Deckbetten nnd «tfsen, vettfedern und Daune«, Barchend, Drell uud DauuenkSper, Steppdecke«, wollene «tollet. Th. Brück, Schloßgasse 16, Brand-uKanzletberg-Kcke. Jeder Raucher versuche die Special-Marken Nr. 23 j Merüo- ä 6 Pfg. Nr. 31 j Sigarrea ä 7 Pfg. Vorzügliche Sumatra-, Felix-, Brasil-, Vorstenland- und Havanna- Fabrikate X 5—15 Pfg. 3447 T Ph. Weiler, T Havanna - Haus. Liebigstratze 64, Empsehle einem geehrten Publikum, sowie FamMen und Vereinen meine schön eingerichteten Localitäten. 16371 Prima Export-Bier aus der Brauerei Henninger. Achtungsvoll L. Feldhaus I. I AAtio der tandwirthschastl.Ausüellllng inGießen I Jlllt\R Ziehung am 23. September. Hanptgew.r Erntewagen mit vier belgischen Zuchtstuten i. W o. Mt. 6000. Loose ä 1 Mt., II Stck. 10 «k. bei dem Haupt-Agenten für Gießen und Um6,6inb Rich. Buchacker, Meßen, 6675 Neuen-Bäue 11. früherer Buffetier im Hotel Kaltwaffer, Wetzlar.______ Zur gefl. Beachtung. E°«KiM Emil Schmall, Hessischer Hos U^K»Verehrl. Wirthen und Wieder-Verkäufern entsprechender Rabatt. 1. September trotz des enormen Lederaufschlags . Herren-, Damen- und Mer - Schuhwaaren Nahmfachen, sowie mehrere Sotten in allen erdenklichen Sotten zu staunend billigen Preisen. LI^Kirchenplatz 21. Druck und Prrlaq drr Brühl schm UniverfiiätS-Buch« und 6ttmbtudtrci (Pietsch & Scheyda) in Gießen. Carl Stückrath Möbelfabrik Asterweg 47 und Ederstrasse 8 empfiehlt sein reichhaltiges Lager in [2551 Polster- und Kastenmöbeln aller Art. Eigene Tapezier- und Schreiner-Werkstätte. „ 140 n i e» : '* n « •» Doppel-Essig hergestellt aus pasteurisirtem 3fach. Burgunderessig und Essigsprit, übertrifft an Güte, Feinheit und Haltbarkeit jeden von anderer Seite in den Handel gebrachten Doppel-Essig. Zu nachstehenden Preisen halte ich denselben bestens empfohlen. Emil Fischbach. iS" \« Photographische Anstalt I Dachdeckermeister, Neuen-Bäue Ludwig* Orth Neuen-Bäue . empfiehlt Täglich geöffnet von Morgens 9 bis Nachmittags 5 Uhr, lN d 11 CII Ül feilt Adch auf vorheriges Bestellen bis Abends 9 Uhr. ciilidllrtÜCIlbfit Neu! Photographie bei Nacht. Neu! bei prompter Bedienung 6263 Magnesium-Momentaufnahmen vorzüglich geeignet für Kinder, Familien und Gruppenaufführungen IM4 VIIIHIICm fllil sowohl im Atelier, als auch auf Verlangen in der eigenen Wohnung V V unter Garantie guter Resultate. wegen Umzug nach Tchul- Ausführungcn in Portraits, Reproductionen, Vergrösserungen (bis stratze 4 wird fortgesetzt. Lebensgrösse), Architecturen etc. etc., sowie Colorits von Photo- Ladeneinrichtung billig ab- graphien werden bestens und prompt besorgt. 842 ZNgebeu. 6516 Sonntag* geöffnet. Preise billigst. Alex. Salomon &. Cie. Wirthschafts Uebernahme. Allen Freunden, Bekannten, sowie einer unehrlichen Nachbarschaft die ergebene Anzeige, daß ich die Wirthschaft „Zur Seltershöhe“, an den Neuen Kliniken, übernommen habe. Es soll mein eifttgstes Bestreben sein, meine wetthen Gäste durch Verabreichung von guten Speisen und Getränken in jeder Beziehung zuftteden zu stellen. Jean Brunner. X. 1.50 „ 1.30 wird für die leere Flasche Alle Bestellungen werden I bestens ausgeführt. _________ Haarlemer Blumenzwiebeln, nur prima Qualit., bedeutende Vorräthe, beste Sotten. Hyazinthe«, 1. Größe, 10 St. X 3.60, , 2. , 2.50, • Rummel in Farben „ 1.50, Tulpe« in Sotten o. 3 x an p. 100 St., Srocus, Scilla, Rarztffeu u. s w. Erdbeerpflanzen in Sorten wie: Laxtens Noble, König Albert v. Sachsen, Garten» inspeetor Koch u. f. w. Beste Pflanzzeit: August 6397 Chr. Pfeiffer, Gärtnerei, neben Steins Garten u. Seltersweg 14. Je yeäoten l ^anderer / Ta «nt AoNtüg?- Ti. ***** k ◄ Äi Annahme von s,s,enden Tozeno kochend tOchina. UcaU tz. ? Wchuhwachn.^ ©etrtutn M ln Friedrich-) 8,fr.: » «I Ml Eroßhi m die Sr-ßh. Da 1. die rechtzeitls^ Settirbrn fltmä oom 6. JuÜ 1 Vorstandes, 2. dir Anmrjdung GeaoffeoschaftS Lauhandwerker ist auSnahwslo tzch-nen selb flinbig oder m ist Mzüllig, regelMz tit 250 lagtn In und «nmelde^ Gewerbebettirl Beschäftigung saüs selten erf 3. die im Stjirl arbtittn im 11. 3uli 1887, vor thrilweise vc p» erst ( jum Thül, tett werdn» dars, al Unfall eingelrrt nad wir veraulabt schristen Ihrer fi fluch wollen Sie l ibn die zur SuSfü 122 a. a. O. regi dn Hess. Nassauisch Vorlage bezw. Uebe 06 Nehmer Ä* d. «niofttn» , Une unl" lit fi?'” hltäfH,,1 N mit °n>n sich | M rin °°f fcem S kaum , al- dems ^rgrn, a. 1 äußerl ** "i«it d.L'°h