Ur. 187 Erstes Blatt. Sonntag den 11. August 1898 Der Hlezener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme dcS Montag». Die Gießener Aamikieuvkätler werden dem Anzeiger »Schentlich dreimal beigelegt. Gießener A nzeig er Generat-Mnzeiger. Vierteljähriger Adounemcnts»>rel»r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, lkxpeditiol und Druckerei: SLutstraßeAr.7. Fernsprecher 51. Zlnrts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gietzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. Gratisöeitage: Gießener Kamitienötätter Alle AnnonceN'Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. TKeil. Bekanntmachung, betreffend den Ausbruch des Rothlaufs bei Schweinen zu Bad-Nauheim. Zu Bad-Nauheim, Kreis Friedberg, ist die Rothlauf- seuche amtlich festgestellt worden. Gießen, am 9. August 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Melior. Bekanntmachung, betreffend Rothlauffeuche in der Gemeinde Nauborn. In der Gemeinde Nauborn, Kreis Wetzlar, ist die Rothlauffeuche amtlich festgestellt worden. Gießen, den 9. August 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Melior. Bekanntmachung, — betreffend die Maul- und Klauenseuche zu Grebenhain. Die zu Grebenhain, Kreis Lauterbach, ausgebrochene Maul- und Klauenseuche ist erloschen und die Gemarkung-, sperre aufgehoben worden. Gießen, den 9. August 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Melior. Gießen, den 9. August 1895. Betr.: Die Aufstellung der Voranschläge der evangelischen Kirchenfonds für 1896/97. DaS Sroßherzogliche Kreisamt Sießeu au die evang. Kirch envorstäude des Kreises. Unter Hinweis auf § 4 der Instruction zur Fertigung der Voranschläge über die Vermögensverwaltung der evangelischen Kirchen vom 31. August 1885 beauftragen wir Sie, die rubricirten Voranschläge nach Anhörung des Ktrchen- rechners so zeitig aufzustellen, daß die Berathung derselben im Gesammt-Kirchenoorstand und in der Kirchengemeindevertretung im Monat September stattftnden und die Vorlage an das betreffende Großh. Decanat bis spätestens Mitte Oktober erfolgen kann. Insofern ein Beitrag der Civilgemeinde zur Deckang des kirchlichen Desicits in Anspruch genommen werden muß, ist nach § 24 Ord.-Nr. 10 der Kirchenvoranschlags-Jnstruction alsbald nach der Berathung des Voranschlags im Kirchen- Vorstände und Gemeindevertretung der Bürgermeisterei, unter Mittheilung eines Auszugs aus dem Voranschläge, von der Höhe des nothwendigen Zuschußes Nachricht zu geben, damit der erforderliche Credit im Gemeindevoranschlage ordnungs- mäßig gewahrt werden kann. Mit Bezug auf das Ministerialausfchreiben vom 16. Juni 1893 — abgedruckt in Nr. 8 des Verordnungsblattes von 1893 — wird bemerkt, daß vollständige Verzeichnisse der Activ-Capitalien (vergl. pos. V. 2.) diesmal nicht beizulegen, sondern nur die seit Aufstellung des vorhergehenden Voranschlags eingetretenen Aeuderuugeu aufzuführen sind. Es empfiehlt sich, hierbei die letztgestellte Rechnung zur Hand zu nehmen. Wir verweisen noch auf das Ausschreiben Gr, Ober- consistoriums vom 12. October v. Js. (Verordnungsblatt Rr. 14) und empfehlen Ihnen zur Vermeidung von Revisions- bemerkungen genaue Befolgung dieser Vorschrift. Die Revisionsverhandlungen zu den vorhergehenden Voranschlägen sind bei Aufstellung des neuen Voranschlags zu beachten. Von der Ablieferung der Voranschläge an die Großh. Decanate wollen Sie uns demnächst und jedenfalls bis Mitte October Anzeige erstatten. I. V.: Dr. Melior. Gießen, den 9. August 1895. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Großh. Deeauate Gießen, Grünberg, Hungen und Nidda. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben an die evang. Kirchenvorstände vom heutigen — Anzeiger Nr. 187 — ersuchen wir Sie ergebenst, gefälligst dafür Sorge tragen zu wollen, daß uns die Voranschläge der zum diesseitigen Kreise gehörigen Kirchenfonds Ihres Dekanats, wenn nicht früher angängig, so doch bestimmt zu dem vorgeschriebenen Termin (Mitte November) zugehen werden. Jedenfalls bitten wir, die von Ihnen revidirten Voranschläge nicht in größeren Parthien, sondern möglichst nach Revision der einzelnen Exemplare uns gefl. übersenden zu wollen, damit das Revisionsgeschäft unsererseits erleichtert wird. I. V.: Dr. Melior. Gefunden: 1 goldener und 1 silberner Ring, 1 Armband, 1 Manschettenknopf, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Spazierstock, 1 Visitenkartentäschchen, 1 Paar gelbe Glacehandschuhe, 1 Schürze, 1 Peitsche und 1 Wagenkapsel. Zugestogen: 1 Kanarienvogel. Gießen, den 10. August 1895. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Neueste NichrLchten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Burgdithmarscheu, 9. August. Heute Abend erglänzte zum ersten Male der Kaiser Wilhelm-Canal von der Elbe bis Rendsburg in electrischer Beleuchtung. Die Apparate functioniren gut. Alliuge auf Bornholm, 9. August. Der „Kaiseradler" liegt seit gestern in der Bucht von Allinge. An Bord befinden sich die Prinzen Adalbert und August Wilhelm. Dieselben landeten heute, fuhren nach Dindalen, besichtigten die Klippen von Helligommen und kehrten sodann an Bord des „Kaiseradlers" zurück. Derselbe bleibt voraussichtlich noch morgen hier. Das Wetter ist stürmisch und regnerisch. Stuttgart, 9. August. Der „Staatsanzeiger für Württemberg" macht amtlich die Erwerbung eines großen Gefechts-Schießplatz es für das 13. Armeecorps auf dem Muensinger Haardt (Rauhe Alb) bekannt, sowie die Ermächtigung zur Zwangseuteignung. Budapest, 9. August. Die ungarische Regierung hat die Abhaltung des Nationalitäten'Congresses genehmigt, unter der Bedingung, daß derselbe im Sinne des Gesetzes als eine Volksversammlung mit öffentlichem Character betrachtet werde. Triest, 9. August. Heute erfolgte ein schwacher Erdstoß, der drei Secunden andauerte. Paris, 9. August. Der „Temp S" sagt in einer Besprechung der Niedermetzelungen in China, es sei unmöglich, daß Europa bei derartigen Vorgängen gleichgiltig bleibe. Die Initiative zu Maßnahmen, um Genugthuung zu erlangen, gezieme der Macht, deren Angehörige am meisten betroffen worden find. Der „Temps" hofft, die moralische Gemeinsamkeit Europas werde zu diesem Zwecke hergestellt werden und China rasche Genugthuung geben. Ryde, 9. August. Der Kaiser nahm Abends an dem Bankett Theil, das von den Mitgliedern des Royal Yacht Squadron Clubs, welche in SHel gewesen waren, gegeben wurde. Der Kaiser war begleitet von dem Admiral von Senden - Bibran und Capitän von Arnim. Die „Hohen- zollern" und die anderen Schiffe hatten illuminirt. Depeschen deS Bureau .Herold'. Berlin, 9. August. Wie aus Cowes gemeldet wird, begibt fich der Kaiser den neuesten Anordnungen zufolge am Sonntag Morgen nach Southampton und tritt von dort die Reise nach Schloß Lowther an. Berlin, 9. August. Das Programm der Feierlichkeiten bei der Grundsteinlegung für das Nationaldenkmal Kaiser Wilhelm I. in Berlin am 18. August wird heute auch im „Reichsanzeiger" bekannt gegeben. Berlin, 9. August. Aus Anlaß des am 19. dss. Mts. auf dem Tempelhofer Felde stattfindenden Appells der Kriegervereine find die Staatsinstitute angewiesen worden, ihren Arbeitern, sofern sie Combattanten sind, den Tag frei zu geben ohne Kürzung deS Lohnes. Am 2. September, dem Gedenktage von Sedan, sollen die Bureaus sämmtlicher StaatS- und städtischen Behörden, sowie Institute zur Feier des TageS geschlossen bleiben. Berlin, 9. August. Die „Staatsbürger-Zeitung" meldet aus Hannover: Die wegen Meineids am 9. März zu 9 Monaten Gesängniß verurtheilte Frau Sch nutz (Fall Leuß) ist heute begnadigt worden. Budapest, 9. August. Die Polizei verhaftete den Besitzer des hiesigen Hotels „Zum goldenen Adler", Michael Sombar, dessen Frau und Schwager, welche dringend verdächtig find, im Jahre 1884 auf dem hiesigen Poftamte 284,000 Gulden gestohlen zu haben. Mailand, 9. August. Der „Secolo" veröffentlicht folgende Sensationsmeldung: Stambulow hat fich mittelst colossaler Geldsummen, welche er an die größten europäischen Blätter zahlte, seinen Ruf erkauft. Es wäre unmöglich, alle bulgarischen Blätter aufzuzählen, welche von Stambulow subventionirt worden seien. Die officiöse „Swoboda" allein habe während einiger Jahre die Summe von 480,000 Franken erhalten; ferner erhielten zwei andere bulgarischen Blätter 42,000 und 12,000 Franken. Diese Zahlen sind durch Quittungen, welche die Directoren der betreffenden Zeitungen unterzeichneten, nachgewiesen. Die Quittungen liegen im Staatsarchiv zu Sofia. Von ausländischen Zeitungen hat Stambulow folgende subventionirt: Die „Neue Freie Presse" sechs Jahre lang mit je 12,000 Francs, die „Revue d'Orient" mit jährlich 12,000 Francs, „Revue diplomatique" 6000 Fr., „Agence Balcanique" 60,000 Frcs. jährlich. Nicht periodische Subventionen erhielten: Der „Pester Lloyd" 28,000 Frcs., das „Wiener Tageblatt" 8000 FrcS., die „Kölnische Zeitung" 32,000 Frcs. und viele andere Blätter kleinere Beträge. Stambulow war in Sofia während einer gewissen Zeit von einer ganzen Armee auswärtiger Berichterstatter umgeben, welche ihren Blättern tnspirirte Artikel sandten, auch solche, die Stambulow selbst geschrieben hatte. Lüttich, 9. August. „La Gazette de ßidgq" theilt mit, daß in der Umgegend von Lüttich mehrere choleraähnliche Erkrankungen vorgekommen sind und fordert die Bevölkerung auf, alle Maßregeln zu ergreifen, welche in dieser Lage geboten erscheinen. Petersburg, 9. August. In sechs Gouvernements herrscht die sibirische Pest und richtet unter den Viehbeständen große Verheerungen an. Sofia^ 9. August. Das Organ Zankows ist wegen Aufstellung der Candtdatur eines neuen Fürsten von Bulgarien, des Prinzen Georg von Griechenland, unter Anklage gestellt worden. Sofia, 9. August. In Regierungskreisen circulirt jetzt mit Bestimmtheit das Gerücht, Fürst Ferdinand werde zur Bekämpfung der inneren Schwierigkeiten die Unabhängigkeit Bulgariens proclamtren und sich von der Sobranje zum König auSrufen lassen. Rewyork, 9. August. Gestern Abend stürzte ein Neubau ein und begrub eine große Anzahl Arbeiter unter seinen Trümmern. 32 Leichen sind bereits hervorgezogen worden. Der Krieg von 1870171, geschildert durch Ausschnitte aus ZeitungS-Nummern jener Zeit (Nachdruck öerboten.) 10. August. Wie stolz heben die Deutschen das Haupt, wo sie auch wohnen in der Welt. In England flaggten alle deutschen Schiffe zu Ehren der erfochtenen Siege und auch auf der Newa (Rußland) prangten alle Schiffe im vollen Farbenschmuck. König Georg (von Hannover) ist wegen seines Verhaltens Preußen gegenüber als Chef des Brandenburger Husarenregiments aus der Rangliste gestrichen worden. Dem todeSmuthtgen Jägerbataillon, daS auf dem Geisberge die erste französische Kanone erobert hat, fallen große, von Privaten ausgesetzte Belohnungen zu. In Preußen werden vom Staate für Eroberung eines Geschützes in offener Feldschlacht 60 Ducaten, für eine feindliche Fahne 40 Ducaten gezahlt. Bor den Bayern haben die Franzosen gewaltigen Respekt bekommen. Ein gefangener Offizier erklärte: Die Bayern find keine Soldaten, das find Metzger. Sie schlugen unsere Soldaten mit den Flintenkolben nieder, wie die Metzger die Ochsen mit dem Beile. Der alte Napoleon hat die Bayern auch Fleischhacker genannt. Die zweite Armee (Prinz Friedrich Carl) und die erste Armee (General von Steinmetz) schließen fich in engstem Zusammenhänge zum Vormarsch nach Lothringen aneinander. Die kleine Festung Bitsch, wo das Corps des Marschalls Mac Mahon auf der Flucht sich sammeln zu wollen schien, ist damit schon in der Flanke umgangen. Die kronprinzliche Armee wird auf dem linken Flügel ihre Bewegung ungesäumt fortsetzen und aus dem stark coupirten Terrain des nördlichen Elsaß ebenfalls bald in die oberen Landschaften Lothringens gelangen. 11. August. Leboeuf, der Kriegsminister und Generalstabschef, schwärmte für den militärischen Spaziergang nach Berlin. In der für den Krieg entscheidenden geheimen Sitzung fragte ihn der Abgeordnete Kvratry: „Marschall, find wir bereit? — L.: „Ganz bereit " — K.: „Geben Sie uns Ihr Ehren- wort? Bedenken Sie, eß wäre ein Verbrechen, Frankreich in einen Krieg zu verwickeln, ohne auf alles vorbereitet zu fein." — C.: „Ich gebe mein Ehrenwort, daß wir vollständig bereit find." (Zeichen der Befriedigung.) — Caffagnac: „Noch ein Wort. WaS verstehen Sie unter „bereit fein?* — L. (in zuversichtlichem Tone): „Ich verstehe darunter, daß, wenn der Krieg selbst ein Jahr dauern sollte, wir nicht einmal einen Gamaschenknopf zu kaufen nöthig haben würden." — Der Krieg wurde beschlosien und was hctt alles gefehlt! nichts war fertig. „Soeben komme ich vom Schlachtfeld bei Wörth zurück, kaum fähig, die Feder sicher zu führen, in einer solchen Aufregung befinde ich mich. Was ist hier die kühnste Phantasie gegen die nackte Wahrheit? Ein Nichts, ein erbärmliches Nicht-. Stellen Sie sich ein stundenlanges Terrain vor, welches mit Blut gedüngt ist- eine Blutlache neben der anderen- wohin das Auge auch sieht, eS sieht Blut- die Füße gehen im Blute und der Geruch desselben wirkt so furchtbar, daß man jeden Augenblick einer Ohnmacht gewärtig ist- mir die Furcht, in eine der vielen Blutlachen zu fallen, hält den Menschen noch aufrecht. Und waS soll ich von den 4- bis 5000 Tobten sagen, die auf dem Schlachtfelde herum- ltegen! Schrecklich und grauenerregend find schon im Leben die TurkoS, im Tode aber noch viel mehr- die entstellten GesichtSzüge, welche noch im Tode Rache zu brüten scheinen, — die. Hagern, langen braunen Hände, welche krampfhaft g-.ballt find, — der halbnackte Leib, welcher die klaffende Wunde zelgt: dies alles formt sich zu Bildern der ekelsten Virt. — Gleich schauerlich sind aber auch jene Tobte, welche von ttbtr sie wegreitenden Schwadronen zu einem einzigen großen Fletschblutklumpen geworden sind. Als ich mich anschickte, den Platz des Grauens zu verlaffen, war man be- suästigt, die Tobten vierfach übereinander &u legen." Cseele» ttn» Dietzen, den 10. August 1M95 ** Gedenkfeier. Beim Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (Nr. 116) werden die zur Feier der 25 jährigen W'ederkehr der ruhmreichen Stegestage deS Krieges 1870/71 in Aussicht genommenen Festlichkeiten wie folgt stattfinden: 17. August, AbendS 8 Uhr kameradschaftliche Vereinigung dec Herren Offiziere im Offizier-Cafino - 18. August 8 Uhr Vormittag- Parade auf dem Trieb, wozu eventl. Plätze für Zuschauer angewiesen werden, um 11 Uhr Gottesdienst in deu Kirchen beider Confessionen, um D/a Uhr Nachmittags Diner der Herren Offiziere im Offizier-Casino. Die theil- nehmenden alten Krieger, Unteroffiziere und Mannschaften effen in ihren Kasernen bez. in der Festhalle auf Oswalds Garten, woselbst auch die weitere Feier am Nachmittag und Abend abgehalten wird. •*II. ProjectiouSvortrag. Gestern Abend fand in Steins Garten auf Veranlassung deS hiesigen GewerbeveretnS und deS Kaufmännischen Vereins ein letzter Projectionsvortrag über Ottomar An schütz' M 0me ntp h 0togra phien statt, zu welchem sich ein zahlreiches Publikum etngefunden hatte. Herr Dr. Ki n dler erläuterte in einleitenden Worten die Entstehung und Bedeutung der Momentphotographie. ES dürfte bekannt fein, daß man unter Moment- oder Augenblicks-Photographie eine solche versteht, zu deren Aufnahme nur der Bruchtheil einer Secunde als Belichtungsdauer nöthig ist. Durch Erfindung und Vervollkommnung äußerst lichtempfindlicher Platten zur photographischen Aufnahme, welche schon bei V500/ ja Vivoo Secunde Lichteinwirkung das Aufnahme-Object völlig durchgearbeitet liefern, sowie mit Hülfe der electrischen Ausschaltung mehrerer Apparate nacheinander, wurde eS möglich, in größter Geschwindigkeit fich fortbewegende Gegenstände, wie fliegende Vögel, galopptrende Pferde u. f. w., ja selbst fliegende Geschosse, sowie Blitze auf- zunehmen, waS bei einer längeren BelichmngSdauer als V100 Secunde nicht möglich wäre, da alsdann von einer scharfen Wiedergabe einzelner Bewegungsvorgänge nicht mehr die Rede sein kann. DaS Verdienst der Erforschung und Erreichung bis jetzt einzig dastehender Moment « Aufnahmen in nahezu höchster Vollendung gebührt unserem Landsmann Ottomar Anschütz. — ES folgte nun die mittelst KalklichtS auf weißem Hintergründe vorgeführte Wiedergabe einer Anzahl Momentbilder aus dem Leben, wie packende Manöverbtlder, characteristifche Thier- und Vogelbtlder, darunter die Anschütz' Ruf verbreitenden Storchbilder, sowie einige Genrebilder. — Der zweite Theil bot interessante Aufnahmen über den Nordostfeecanal und seine Bauausführung, sowie Marine- bilder, darunter die KriegSpanzerschiffe rc. Die sich hieran anschließenden Bilder aufgenommener Bewegungsstadien zeigten am galopptrenden Pferde, dem übenden Turner, dem marschirenden Soldaten u. s. w. das bis jetzt höchst Erreichbare der photographischen Kunst. Einige Schlußworte über den großen Nutzen der vorgeführten Errungenschaften auf dem Gebiete der Momentphotographie für die Wissenschaft, für Forschungen, für den Unterricht u. s. w. beendeten den dankenSwerthen Vortrag, dem lebhafter Beifall der An- wesenden als Zeichen der Anerkennung folgte. ** Zimmerbrand. In einem Hause der Schloßgaffe entstand gestern übend 11 Uhr ein Zimmerbrand, wobei Dor- hänge und einiges Mobiliar verbrannten. Die Ursache deS Feuer» ist bis jetzt noch nicht festgestellt. ** Erneuerung eines Steckbriefe«. Seitens der Großh. Staatsanwaltschaft Gießen ist wiederholt Steckbrief hinter dem flüchtigen Gut-pächter und früheren LandtagSabgeord- neun Reinhard Schaum von Herrnhaag bet Büdingen wegen unternommener Verleitung zum Meineid erlaffen worden. Schaum war vor einigen Jahren durch Stellung einer hohen Caution auf freien Fuß gesetzt worden und hatte sich später seiner Wiederverhastung durch die Flucht entzogen. •* Wahrend der diesjährigen Herbstübungeu in Ober- Hessen, die zum Theil im Kreise Lauterbach stattfinden, beziehen die Bataillone bezw. Compagnien des Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm u. A. Ouarriere in Allmenrod Lm 16. September (1 Comp.), AngerSbach am 17. und 18. September (1. Bat.), Etchelham am 16. September (11/z Comp.), Eichenrod am 16. September Stab des 2. Bat. und der 2 Como.), Engelrod am 16. September (Stab deS 1. Bat. und P/g Comp ), Frischborn am 16. September (3 Comp. deS 2. Bat), 17. und 18. September (Stab des 2. Bat. und P/4 Comp.), Blitzenrod am 17. und 18. September (i/t Comp ), Eisenbach am 17. und 18. September (1 */, Comp.), HedloS am 17. und 18. September (8/i Eomp.), Rimlos am 17. und 18. September (*/< Comp.), Herbstein am 16. September (Stab und 4. Bat.), Landenhausen am 17. und 18. September (4. Bat.), Lauterbach am 17. und 18. September (Stab), Rudlos am 17. und 18. September (i/3 Comp.), R'xfeld am 17. und 18. September (1 Comp.), Wallenrod am 17. und 18. September (Stab und 2 Comp. des 3. Bat.). Außerdem sind noch für einzelne Orte Noth- qnartiere vorgesehen. •• Der Getreidemarkt. (BerichtSwoche vom 1. bis 8. Aug.) Im Anfänge der BerichtSwoche machte fich unter dem Einflüsse günstiger auswärtiger Berichte, sowie der vielfach herrschenden regnerischen Witterung eine festere Tendenz auf dem einheimischen Markte bemerklich. Die hierdurch bewirkte PreiSsttmmung für Roggen und Weizen ging aber schließlich wieder verloren, wozu bedeutende Realisationsangebote und die efngetretene bessere Witterung - wohl in gleichem Maße beitrugen. Hafer war ohne erkennbaren Grund im Vergleich zur Vorwoche vernachlässigt. ES notixten schließlich an den Productenbörsen von Berlin und Leipzig: Weizen 139—152Mk., Roggen 114—119 Mk., Hafer 126—152 Mk., Gerste 108—156 Mk., alles per 1000 Kilogramm. -r. Reiskirchen, 8. August. Infolge Züchtigung eines fünfjährigen KiodeS durch feine Großmutter erlitt dasselbe einen Ar mbruch. Die Frau hatte daS Kind mit einem Stocke bearbeitet und es auf der OrtSstraße hilflos liegen lassen Z. Lauterbach, 9. August. Der hiesige Krieger- verein bewilligte jedem Veteranen, der sich an der Feier in Darmstadt oder Metz betheiligen will, 20, Mk. Die hiesigen Veteranen fahren am 14. August, Morgens 5 Uhr 50 Min., nach Metz. Lauterbach, 9. August. DaS diesjährige Hainigfest findet Sonntag den 18. August statt. Der hiesige Turnverein hat die Vorbereitungen hierzu in die Hand genommen. Nidda, 7. August. Heute Abend zwischen 8 und 9 Uhr ereignete sich zwischen EichelSdorf und Ober Schmitten auf der neben der Nebenbahn Nidda — Schotten herziehenden Staatsstraße ein schwerer Unglücksfall. Metzger Kammer aus Nidda führte ein aus Rainrod (oberhalb EichelSdorf) geholtes Rind- hinter ihm führte der Knecht deS LandwtrthS Hofmann aus Rainrod einen Stier, der für Metzger Kirchhoff in Ober-Schmitten bestimmt war. Hinter diesem fuhr ein Kurzwaarenhändler aus Södel mit seinem Wagen, vom Schottener Markt kommend- auf dem Wagen saß noch deffen Frau. Da erschien plötzlich hinter dem Wagen der letzte von Schotten nach Nidda gehende Zug, der hier birect neben der Straße läuft. Das Pferd scheute und rannte in daS vorausgehende Vieh und alsdann in den Chauffecgraben hinein. Der Knecht, der den Stier trieb, bekam von der Wagendeichsel einen furchtbaren Stoß in das Rückgrat und fiel nieder. Der Stier nahm Reißaus. Metzger Kammer konnte sich noch durch einen Seitensprung mit seinem Rtnd retten. Das Pferd, das sich losgerissen hatte, wurde in Ober-Schmitten wieder ein- gesangen, ebenso der Stier. Aber der Fuhrmann brach ein Bein, und der Knecht scheint lebensgefährlich verletzt. Er wurde nach Rainrod zurückgebracht, während sich der Fuhrmann nach dem Chauffeehaus bei Unter - Schmitten bringen ließ, wo er schon öfter übernachtet hatte. Die Frau des Fuhtmanns, die ebenfalls abgestürzt war, scheint keine er- hedlichen Verletzungen erlitten zu haben. Aerztliche Hilfe wurde sofort von Nidda requirirt. Es tft eben eine große Unvorsichtigkeit, wenn Fuhrleute, wissend, eS kommt noch ein Zug und ihr Pferd scheut leicht, nicht lieber den Zug erst vorüberfahren lasten und bann auf ihren Wagen steigen, zumal an Stellen, wo Bahn unb Straße nebenelnanber laufen. Darmst. Ztg. § Aus Oberhefsen, 9. August. DaS zu erwartende Er- gebniß der diesjährigen Obsternte besteht keinesfalls in einem allgemeinen Obstsegen. Während tn einer Gemarkung die Obstbäume voll hängen, stehen sie in einer anderen fast gänzlich leer. Aber auch in denjenigen Bezirken, wo vieles Obst zu erwarten steht, tragen bie Bäume, welche im vorigen Jahr eine reichliche Obsternte abwarfen, saft nichts. Am besten bürste bie Zwetschenernte ausfallen, hiernach bie Aepfel unb am schlechtesten bie Birnen. Gutes Obst wirb in biesem Herbste ein begehrenSwerther Artikel werden. Daß bie Obstbäume nach einer guten Tracht im nächsten Jahre leer stehen, liegt hauptsächlich an einem Versäummß, daS sich die meisten Obftbaumbesitzer zu Schulden kommen laffen - es ist die Düngung der Obstbäume in jetziger Zeit. Diese ist um deswillen von besonderer Wichtigkeit, weil in diesem Monat bie Bilbung von FruchtknoSpen für baS nächste Jahr stattfinbet. Hängt ber Baum voller Früchte, so hat er die ganze Nahrungszufuhr zu bereu Ausbildung zu brauchen, so baß et ohne Düngung nicht im Stande ist, auch noch FruchtknoSpen zu bilden, ohne die aber kein Ertrag im nächsten Jahre denkbar ist. Die Sommerdüngung hat aber auch daS Gute, daß sie den Abfall der Früchte verhindert und ihre vollkommene Ausbildung äußerst fördert. Bei ber Baumdüngung ist wohl zu beachten, baß man nicht bloß in nächster Nähe des Stammes büngt, wie fast immer noch geschieht, sondern diese Düngung im Umfange ber Baumkrone ausführt, weil in dieser Entfernung bie kleinen Saugwurzeln sich befinden, wodurch ber Baum seine Nahrung aufnimmt. Wer fich mithin eine gute Obsternte für nächstes Jahr sichern will, vorausgesetzt, baß keine elementaren Ereignisse hier störenb eingreifen, ber nehme in diesem Monat eine Düngung ber Obstbäume vor- bie angewanbte Mühe unb Kosten (beim Bezüge künstlicher Baumdünger) werben reichlich lohnen. A Mainz. 9. August. Die oft gerühmte Findigkeit der Poft hat heute hier einen argen Strich bekommen. Ein von einer Buch- unb Kunsthandlung in Chicago mit ber Abreffe: „Grand-Duke Ernst Ludwig of Hesse, Mainz, Hessen-Darmstadt, Germany“ hierher gesandter Bries wurde nämlich bei einem Schneidermeister NamenS Ernst Ludwig hier bestellt. Ohne die Abreffe weiter zu beachten, öffnete ber bicbere Schneidermeister ahnungslos den Brief,- deffen Inhalt ihn zu feinem Schrecken belehrte, baß der Brief für ben Großherzog von Hessen bestimmt. Eiligst entlebigte sich ber Mann beß Briefes roieber, habet große Besorgniß an ben Tag legenb, baß bas Oeffnen beß für ben Landes- Herrn bestimmten Briefes möglicher Weise schlimme Folgen haben könne. Letzteres ist schwer anzunehmen, wogegen eS leichter ist, baß eß auf bem Postamte hier einige Nasen absetzt. A AuS Rheinhessen, 9. August. Postbiebst ah 1. In Alzey traf gestern ein mit Mk. 1185 beclarirter Werthbrief ein, bei bessert Oeffnen man indeß nur einen Inhalt von Mk. 35 fanb. Die sofort angestellte Untersuchung hat ergeben, daß der Nacktbienftbeamte beß Postamtß Alzey, Pon- gehilfe Steinbach, ben Brief geöffnet, beraubt und geschickt roieber verschlossen bat. Mk. 150 hatte Steinbach bereits für sich verwanbt unb Mk. 1000 fanb man in einem Sopha versteckt. Steinbach würbe alßbalb verhaftet. Ms Fulda, 9. August. In bem Dorfe Müß bei Großenlüder (zum hiesigen Kreise gehörig), brach gestern Abend in dem Hause des Kaufmannß Ger st Feuer auß, welches so rapid um sich griff, daß innerhalb einer Stunde elf Wohn Häuser und eben so viel Scheunen und Wirth- schastsgebäude in Flammen ftanoen unb total eingeäschert würben. Da bei Ausbruch beß Feuers die meisten Leute sich noch auf bem F. Ide befanden, so konnten nur wenig Habseligkeiten gerettet werden, so daß bie Betroffenen in bittere Noth gerathen sind. Es sinb obenbretn meistens geringe Leute. Der Schaben ist sehr groß. * Bonn 0. Rh , 9. August. Ein hiesiger Schuhmachergeselle, welcher in Köln eine Erbschaft von 1000 Mk. erhoben hatte, stieg in ber letzten Nacht bei ber Rückfahrt mit einem auf die 3. Klaffe lautenden B'llet in ein Coupv 2. Klaffe. Als ihm bei ber Revision ber Fahrkarten 6 Mk. Strafe angebroht würben, sprang er in ber Nähe von Bonn auß bem in Bewegung befinblichen Zuge unb stürzte so unglücklich, baß er sofort tobt war. • Trier. 9. August. Bei bem Einfahren in bie Saargrube „Heinitz" kam eß zu einem Unfall mit der Färber- schale. Ein Bergmann ist tobt, zwei sinb schwer, vier leicht verletzt. * BreSlau, 9. August. Gestern erschoß auf bemalten Gräbschner Kirchhof der Handlungsgehilfe Domnik, welcher einer angesehenen ostpreußischen Familie angehört, seine Geliebte, ein 18jähriges Mädchen, und bann sich selbst, weil seine Eltern bie Einwilligung zur Heirath nicht geben wollten. • Kattowitz, 9. August. 700 Bergarbeiter auf der ber SoSnowicer Actien • Gesellschaft gehörigen Grude „Zabrze", bie vor acht Tagen bie Arbeit wegen Lohnstreittq- keiten niebergelegt hatten, haben nach Beilegung biefer Streitigkeiten die Arbeit wieder aufgenommen. * Bergen auf Rügen, 8. August. Der Kaiser hat der „Köln. Volkßztg." zufolge daß Schloß Dwasieden bei Saßnitz auf Rügen angekauft. * Budapest, 8. August. Der Unterarzt Dr. Bela Skarwan wurde vom Kaschauer Militärgericht zum Verlost der Charge, dreimonatlicher Rerferftrafe, zum Nachdienst und im Einvernehmen mit dem Innsbrucker Univerfitäts-Benat zum Diplom-Verlust verurthetlt, weil er in einem Briefe an daß Commando unter Berufung auf Tolstoi den Militarismus als inhuman unb unchristlich, ber nur ber Erhaltung der inbtvibuellen Macht diene, verurlheitte unb ben Dienst verweigerte. • Paris, 9. August. Nächst Saint-Malo kippte bet einem Seesturm ein Segelboot um. BuSnel, Jnspector deS „Crcdit Foncier", und feine Gattin fanden ben Tob in ben Wellen. Scfyiffsttacb richten* — Der Postdampfer „Rhynland" der „Red Star Linie- in Antwerp en ist laut Telegramm am 8. August wohlbehalten tn Rewyork angekommen. Brodpreise vom 11. August bis 25. August 1895. Der hieKgen Bäcker. 25 M . 50 , 1 Rfl. (4 wo.! Weißbrot)......44$ 1 Ka. (2 Pid.) Swwarxbrod ..... 21 * Roggen-^chwarzbrob bei Ernst Muth 20 , 2 Ka. (4 Pid.) Schwarzbrot)......42 , Rogaen-Schwarzbrcd bei Einst Muthu.W.«mend . 40 , 3 Kg. (6 Psd.) Schwarzbrot»......63 , Der auswärtigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot» bei W. Weitz/l von Lang-GönS 21 Psg Aug. Deibel von Wieseck 23 „ 2 Kg. (4 Pid.) Weißbrot» bei Gg.Ant. Heuseroon Gr.-Linden 38 , L Schmidt von Gr.-Linden 40 W. Weitzel von Lang-GönS 42 _ Wilh. Fabel von Wieseck, 44 1 Kg. (2 Psd.) Tafelbrod 2 Kg. (4 Psd.) Taielbrod l Kg. (2 Pfd. ^2 Ka. (4 Pfd.) Schwarzbrodbei Gg.A.Heuser v.Gr^Linden Job. Kd. Belte v. Kirch-GönS, Louis Schmidt v. Gr.-Linden, W. Weitzel o. Lang-Gons F. Schön o. Ruttershausen, W.StrtnmüUerv. Lana-Göns G. Jacoby o. Alten-Buseck Aug. Deibel v. Wteseck u. Wi>b. Fabel von Wteseck 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei G. Jacoby v. Atten-Buseck Wilh. Fabel von Wteseck Aug. Deibel von Wieseck Balth. Christ. Ww. v. Wteseck Der BrodvertLufer. Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. 36 Pfg. w 63 42 60 38 IL 40 Gießen, den 10. August 1895. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. ttMptg tt Stadt «letze», «nfgedote. August- 6. Gottlieb August Wolff, Kaufmann zu Dortmund, mit Auguste Selma Jugha^ zu Gießen. 7. Ludwig Johannes Schildwächter, Metzger zu Gtetzen, mit Maria Jacobt hierselbst. 7 Jacob AloiS Jordan, Regierungsbaumeister dahier, mit Luise Wilhelmine BergoffSky zu Darmstadt. 8. Friedrich Knorr, Küfer dahter, mit Eltsabetha Haas zu Meisenheim. «fttWiefctmam. August: 3. Gustav Otto Wichand, Ober-Telegraphen-Asfistent zu Frankfurt a. M., mit Franziska Katharine Friederike Auguste Kahl hierselbst. 3. Marzellus Kurz, Fuhrmann zu Hanau, mit Karoltne Elisabeth Schenck hierselbst. 7. Heinrich Haun, Gärtner zu Assenhetm, mit Lina Emma Balser hierselbst. 7. Heinrich Haas, Fuhrmann dahter, mtt Katharina Nett hierselbst. 7. Wilhelm Gerhardt, Gastwtrth dahter, mtt Katharine Scherer von Obernheim. 7. Adam Wtllhardt, Sergeant dahier, mtt Anna Jessy Friedrich hierselbst. 7. Georg August Koch, Uhrmacher dahter, mtt'Wilhelmtne Katharine Karoltne Lehrmund hierselbst. •ebotem. Juli: 28. Dem Sergeant Johann Conrad Löchel eine Tochter, Helme Anna Margarethe. 30. Dem Schneider Georg Heinrich Erb eine Tochter. 31. Dem Maurer Christoph Wagner III. eine Tochter. 31. Dem Maurer Wilhelm Stetnmüller ein Sohn, Wilhelm. August: 1. Dem Posthtlfsboten Philipp Römer ein Sohn. 1. Dem Locomottvheizer Georg Röddiger eine Tochter, Gretha Katharina. 3. Dem Schlosser Wilhelm Grau ein Sohn. 4. Dem Lacktrer Heinrich Stühler ein Sohn. 5. D-m Straßenkehrer Philipp Werner ein Sohn. 5. Dem Bahnardetter Johannes Weitz ein Sohn, Fritz. 5. Dem Wirth Eduard Böbm eine Tochter, Louise Wilhelmine. 7. Dem Gmdarm Georg Blesing eine Tochter, Anna Marie Margaretha. Gestorde«e. August: 4. Ernst Ludwig Wetlbächer, 6 Monate alt, dahier. 5. Friedrich Runge, '/, Stunde alt, von Klein-Lindm. 8. Mathilde Cramerdtng, geb. Schmidt, 38 Jahre alt, Ehefrau von Sattler und Tapezier Georg Cramerding zu Butzback Auszug aus -en Kirchenbüchern -er Stavt Gieße«. Svaugelische Gemeinde. Getraute. MatthäuSgemetnde. Dm 7. August. Heinrich Haun, Gärtner zu Asienheim, und Lina Emma Balser, Tochter des verstorbenen Eismbahnschaffners Johann Georg Balser zu Gießen. Dmselben. Heinrich Haas, Fuhrmann zu Gießen, und Katharine Nett, Tochter von Dtenstknecht Heinrich Nett zu Muschmhetm. Lukasgemetnde. Dm 3. August. Gustav Otto Wichand, Obertelegraphen- Assistmt zu Frankfurt a. M., und Franziska Katharina Friederike Auguste Kahl, Tochter des Kohlenhändlers und Wirths Jakob Kahl zu Gießen. Johannesgemeinde. Den 4. August. Marzellus Kurz, Fuhrunternehmer zu Hanau, und Caroline Elisabeth Schenck, Tochter des verfiorbenm Locomotiv- führers Friedrich Schenck zu Gießen. Dm 7. August. Wilhelm Gerhardt, Gastwtrth zu Gießen, und Katbartna Scherer, Tochter des Bäckermeisters Johannes Scherer III. zu Obernheim, Kreis Alzey. Militärgemeinde. Dm 7. August. Adam Wtllhardt, Sergeant, und Anna Jesiy Friedrich zu Gießen. Matth äusgemeinde. Den 7. August. Dem Möbelfabrikanten Franz Brück ein Sohn, Theodor Wilhelm Karl Emil, geboren den 24. Juni. Lukasgemetnde. Dm 4. August. Dem Schreiner Martin Wacker eine Tochter, Lina Katharina, geboren den 23. Juni. Denselben. Dem Weichensteller Karl Freitag eine Tochter, Anna Elise Katharina, geboren den 29. Juni. Denselben. Dem Kalkwerkbesitzer Karl Haas eine Tochter, Anna Elisabeth Jakobtne, geboren den 26. Juli. Johannesgemeinde. Den 4. August. Dem Schlosier Franz Otto eine Tochter, Auguste Gertrud, geboren den 26. December 1894. Denselben. Dem Bureaugehtlfen Ferdinand Sturm ein Sohn, Carl Hermann, geboren den 5 Juni. Militärgemeinde. Den 6. August. Dem Hoboist Jakob Friedrich Müller ein Sohn, Wilhelm Heinrich Werner Ernst Eduard, geboren den 8. Jult. Verkehr, £anO- unt> Vott-wirthschaft. Gieße«, 10. August. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. JL 0,95—1,05, Hühnereier pr. St. 00 ,$, 2 St. 12—13 H, Enteneier pr. St 7 ,$, Gänse- eter pr. St. 00—00,$, Käse pr. St. 5-8 H, Käsematte pr. St. 3 ,$, Erbsen pr. Liter 15 H, Linsen pr. Liter 26 ,$, Tauben pr. Paar JL 0,60 bis 0,80, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,10, Hahnen pr. Stück jL 0,50-0,80, Enten pr. Stück JL 1,40-1,70, Ocksmfletsch pr. Pfd. 72-76 ,$, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 66-68,$, Schweinefleisch pr. Pfd. 60 bis 70 H, Kalbfleisch pr. Pfd. 64-00,$, Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 .$, Kartoffeln pr. 100 Kilo 7,00-10,00 Jt, Weiß' kraut pr. Stück —.— ,$, Zwiebeln pr. Centner 7,50—8,00 Mk., Milch pr. Liter 16-20 H. Witterungsbericht vom 9. August. Während die Depression über Scandinavien an Tiefe abgenommen, seine Lage jedoch etwas verändert hat, ragt das im Westen der britischen Inseln angekündigte Minimum über Irland herein. Vor der norwegischen Küste ist demselben bereits em Tbeilgebilde vorgelagert. Das Maximum bat sich von Südwrsten her noch weiter ausgebrettet und erstreckt sich von Spanien über das westliche Mittelmeer-Becken ein Gebiet hohen Druckes bis zur deutschen Ostgrenze, doch ist innerhalb des Moxtmalgei'teteS die Druckvertbeilung noch unregelmäßig. Im südlicken Deutschland traten gestern vielfach Regenschauer auf, welche stellenweise von electrtschen Entladungen begleitet waren. Auch beule Morgen war das Wetter noch größten- theilS wolkig, doch zeigen die Temperaturen allgemein eine Zunahme. BorauSstchUiSe Witter««- t Bei wechselnder Bewölkung etwas wärmeres Wetter mit zunehmender Neigung zu Gewttterbtldung. em 10. August Mittags 12 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage). Barometerstand. DJ Thermometer r min. + 11° U., max. + 21° R. Hygrometer: Neigung für trocken. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemesien am 10. August, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag». Wasser 15°, Luft 20° im Schatten. Rübsamen'scke Bade- und Schwimmanstalt Ausführliche Prospekte und Kataloge gratis und franko. Spezialität: Lieferung von Werken aller Art gegen Teilzahlungen. in Teilzahlungen von monatlich 3 Mark oder vierteljährlich 9 Mark liefere ich an solide Leute ohne Aufschlag zu dem von der Verlagshandlung festgesetzten Preis franko per Post die neueste,mit ca. 10,000 Abbildungen im Text und auf ungefähr lOOOTafeln, darunter 158Farbendrucktafeln . und 290 Kartenbeilagen, geschmückte neueste, fünfte Auflage von j ' 77 Prachtbände zu Je 10 Mark. Die vorliegenden Bände l-8lie- y fere ich sofort, die übrigen nach Erscheinen. Eine vorteilhaftere Erwerbung dieses das gesamte menschliche Wissen umfassenden Universalwerks gibt es nicht. Glaubt jemand Ausstellungen machen zu können, so nehme ich es innerhalb 8 Tagen nach Empfang zurück. H. 0. Sperling, Buchhandlung, Stuttgart, I. Gegen Ausgabe von 10 Pfennig täglich Meyers Konversations- Lexikon 2) Krämer. 6739 6756 Melchsen-Verstkigeruvs Montag den 12. August, Nachmittags 3 Uhr, soll ein der Gemeinde Alten-Buseck gehöriger fetter Faselochse im Gemeindehause daselbst versteigert werden. Ferner sucht die Gemeinde Alten- Buseck einen sprungfähigen Faselochsen reiner Simmenthaler Rasse zu kaufen und wollen Verkäufer ihre Anmeldung portofrei an die hiesige Bürgermeisterei gelangen lasien. Alten-Buseck, den 9. August 1895. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck Hebung ohne Eimer. Der Branddirector. I. V.: C. L. Gail. Verdingung Es sollen die Arbeiten nebst Materiallieferungen zur Herstellung je eines Wirtschaftsgebäudes auf 1. Bahnhof Lollar, 2. „ Langgöns, 3. „ BonameS, zusammen oder getheilt vergeben werden- Die einzelnen Verdingungsunterlagen können gegen post- und beftellgeldfreie Einsendung von je 1 JL durch unS bezogen bezw. in unserem Amtsgebäude, Pofistraße 6, Zimmer 26, eingesehen werden. Die Angebote sind, mit der entsprechenden Aufschrift versehen, bis Montag den 19. August d. Js., Vormittags 11 Uhr, hierher einzureichen 6742 Zuschlagsfrist 14 Tage. Frankfurt a M, den 6. August 1895 Köntgl. Eisenbahn-Betrtebs'Jnspection 2. MkslMWcrksihille in MmM. Beginn des Unterrichts am 1. November d. I., Vormittags 9 Uhr, Schluß Mitte März. Die Schule umfaßt fünf Abtheilungen: drei für Bauhaudwerker (Maurer, Steinmetze, Zimmerleute, Dachdecker, Schreiner, Glaser, Weiß- Kinder, Zimmermaler, Stuckateure rc.), zwei für Metallarbeiter (Schlosser, Mechaniker, Maschinenbauer rc.). Das Schulgeld beträgt 40 Mark. Nähere Programme und Anmeldeformulare sind zu erhalten durch die Directtou der Landesbaugewerkfchule, Darmstadt, Neckarstraße 3. Schluß der Anmeldefrist am 1. September. Die Direction. Versteigerung. Dienstag den 13. «ngust l. 2., Nachmittags 3 Uhr, versteigere ich im (Markt« platz 20) dahier gegen Baarzahlung: 1) 2 VerticowS, 2 Sophas und 2 Sessel, 1 Waschcommode und 1 Nachtschrank (je mtt Marmorplatte), 1 zwesthür Kleiderschrank, 1 Nähmaschine, ein Amben Tisch, 1 Etagere, 2 Simmers tepptche, 4 Polsterstühle, mehrere Oelgemälde, Brehms Thierleben, Schillers, Goethes, Shakesveares, Heines, Lenaus, Bürgers, Uhlands, Lessings, Zinks, Eichendorfs und Kleists Werke, sowie andere Sachen 2 Pferde, 1 Ptanino, 60 Pfd. Wolle, 65 wollene W.sten, 1" vollstänviqe Betten, 2 Sophas, 1 Commode, sechs Rohrstühle, 1 Büffet, 20 buchene Bohlen und sonst Verschiedenes. Bersteigerung ad. 1 findet be« nimmt statt, ad. 2 theilweise. 6765 Bor«, Gerichtsvollzieher- X ■ VT. X ■ 6737 «ontag Abend 8 Uhrr Ueb««g. ~ Oelfäffer, zu Dungfafsern geeignet, hat abzugeben Wilh. Zurbuch, 6750 Seltersweg 39, Hinterhaus. Wl. MaßflMS. Freibank. [6765 Heute und Montag: Ochsenfleisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 54 Pfg. Grummetgras' Versteigerung. Donnerstag den 15. l. M., Vormittags 9 Uhc, läßt die Actieu- brauerei Gießen das Grummetgras von circa 43000 qm Wiesen in 23 Parzellen meistbietend versteigern. Der Anfang wird bei der „Schönen Aussicht" gemacht. 6735 Actien-Brauerei Gießen. Pflicht - Feuerwehr. Mittwoch, 14. August 1895, Abends 8 Uhr: im Oswalds Garten Versteigerung. Dienstag de« 18. August l. A., Nachmittags 2 Uhr, werben in der ehemals v. Ravena« schen Hvfraithe - Frankfurterstraße - 1 Sopba, mehrere Commoden, ein Trurneaux mtt Spiegel, Kleider- schränke, Waschtische mit Marmorplatten, Nachttische, kleme Tischchen. Nähtischchen, 1 Schreibtrsch, 1 Consol, Stühle, Spiegel, Bilder, Vorhänge, 1 rollst. Bett, mehrere Gesindebetten, 3 Kinderbetten, 1 Lustre, / Teppiche, 2 Waschma, geln, 2 Küchensckranke, 1 Obstpresse, 1 Partie Einmachgläser und Küchengeräthe in Holz, Blech, Glas und Porzellan, 1 Quantum Liqueur, zOj Cigarren u- a. Die^Bersteigeruug stndet bestimmt 6?59* Geißler, Gerichtsvollzieher^ 6757] Täglich — _ frische Milch noch abzugcben. Georg LamprrS II., Seltersweg. Großh. Hessische Ltaatseisenbahnen. Verdingung der Ausführung eines 2 m weilen Brunnenschachtes auf dem Bahnhof Londorf der Neubau» livie Grünberg-Londorf. Die obige Ausführung soll im Ganzen öffentlick verdungen werden. Die Bedingungen sind im Bureauzimmer rlir. 3 der unterzeichneten Behörde in Gießen (Frankfurterstraße 64) oder im Bureau der Neubau-Abtheilung III in Grünberg (Gasthaus zum englischen Hof) einzusehen. Das VerdingungsanschlagS-Formular und auf Wunsch die Bedingungen ober Theile berselben werden nur von der erstgenannten Stelle gegen Entrichtung von 10 4 für jeden Actenbogen oder jedes einzelne Actenblatt abgegeben- Angebote sind postfrei und unter entsprechender Aufschrift an dieselbe Behörde in Gießen bis zum Eröffnungstermine Donnerstag den 22. August d- I, Vormittags 11 Uhr, einzureichen. Zuschlagsfrift: eine Woche. Großh. Baubehörde für Nebenbahnen _____________in Oberhessen.________6730 6535] Eine Ladenthete und zwei Werkbänke tu verkaufen. M. Vogt Wwe., W'llthorstr. 8, III. Verlag von Emil Roth in Gießen. Soeben erschien in meinem Verlag: Welche Schranken zieht das Evangelium dem Ecißlichell bei seiner Mitarbeit an der sozialen Frage von Lic. theol. Pfarrer Dr. A. Dieckmann in Mainz- Bortrag gehalten bei der Provinzial-Conierenz der rheinhessischen Geistlichen zu Oppenheim am 13. Juni 1895. Broschirt Oetav 50 Pfg. Direct franco h 55 Pfg. pro Exemplar. Der angezeigte Vortrag, dem 9 Thesen vorausgehen, greift tief in die gegenwärtig auf der Tagesordnung stehende soziale Frag?. In prägnanter und scharfsinniger Ausführung sucht der Vortragende auf dem rein ethischen Gebiet die Stellen auf, aus welchen ein Theil der sozialen Nöthen erklärlich und führt dem Stande der Geist ltchen aus dem Gebiete der christlichen Ethik Mittel und Wege zur Ueberwindung und Heilung der Schäden vor- Zugleich zeigt er auf Grund trefflich angezogener Schrift- worte seinen Amts genossen die Schranken, die ihnen bei ihrer Mitarbeit an der sozialen Frage durch das Evangelium selbst gezogen sind. Für jeden Geistlichen dürste die kleine Schrift hochinteressant sein, aber auch dem gebildeten Laien kann sie treffliche Fingerzeige bieten für feine eigne Mitarbeit an der Lösung der sozialen Frage, wozu ja jeder humane deutsche Retchsbürger aus sittlichen Gründen auf- gefordert ist.__6406 Philofophenwald. 6755] Täglich irische Milch und Dickmilch. __ Deutschen Reichs-Käse (Frühftückskäfe) empfiehlt 6761 Ph. Herrmann, 6761 Seltersweg 33. 600 Meter wenig gebrauchte KMchnsckisk sind sofort billig zu verkaufen. Offerten unter 8. 1 an die Exped. d. Bl. erbeten. 6728 M ® K oi Ti Tirol n 7oO| Em zuverlässige? Mädchen,u zwei JMnbtrnjefudjt__________Neustadt 6 6752] Zuverlässige Lausfrau ges. W. ^ngeldarvt, Eckranzenfir. 5, Fferde-Renuen de» Rheinischen Renn-Vereins in Frankfurt a. M. am IS. und iS. Angnft 1895, Nachmittags 3 Uhr am Forsthaus. 14 Rennen mit Preisen zusammen im Werthe von ca. 51,000 Mk. ■— Eintritts-Preise. — 1. Platz für Herren jeder Tag Mk. 10.— ; 2 Platz jeder Tag Mk- 1,60. 1. „ „ Damen „ „ Mk. 5.— ; Stehplatz „ ■ „ —50. Ein Herren Billet für 2 Tage Mk. 20.—. Kinder MB zu 10 Jahren zahlen zur 1. Tribüne Mk. L— pro Tag. Kinder bis zu 10 Jahren zur 2. Tribüne (2. Platz) Mk. —.50 pro Tag. Equipagen per Tag Mk 10.—, für 2 Tage Mk. 15.— ; Reiter per Tag Mk. 5 — Eintrittskarten zum Totalisator werden an die Besucher der 1- Tribüne auf dem 6727] Rennplatz L Mk. 5.— per Tag abgegeben. Kflr* Sämmtliche Karten find sichtbar zu tragen. DasDirrctorium des Rheinischen Rennvereins. Circa 30 Erdarbeiter sofort gesucht. Näheres bei 667s I. Nickel, Licherstraße 5. Für sofort tüchtige Berg- und Ielsar beiter m J. Kurz & Co., Giessen, S-hllhofSr-P 63. Frankfurter Börse vom 9. August 1895. B1/«0/# Deutsche Reich»«»!. 104.60 ~ ~ ‘ --- _________A. Abel in Gleiberg. Ich der Unterzeichnete nehme die am 28. Juli l. I. gegen den Gemeinderath Heinrich Wagner in Trohe ausgesprochene Beleidigung hiermit als unwahr zurück. Koilkad Noll. __Trohe, am 7. August 1895. 6719 Restauration zn den Zwölf Aposteln empfiehlt Wiener Mittagstisch von 70 H aufwärts, im Abonn. billiger. Daselbst steht ein BereinSzimmer, 40 Personen fassend, an einigen Abenden in der Woche zur Verfügung______6570 ©(eignete Rcflectanten auf Uebernahme einer Kataillons-Canline wollen ihre Offerten sub. (>. 12 bei der Exped. d. Bl. einreichen. 6721 6743] Mädchen für hier und Darmstadt gesucht, sowie Wärter und Wär- tertnne« finden Stellen durch Frau Hüttenberger, SelterSweg 67. Ammen u. Mädchen aller Art erhalten sofort gnte Stellen durch E» ■ ■ 6740 Frau Specht, Frankfurt a.M., alteMainzergasse35, III. Junger Mann, fÄ3ä. pr. 1 October als Reisender oder Lagerist. Gest Offenen unter K. 148 an die Expedition dieses Blattes. 6762 föllmmtÄ angeh., sucht unter ^VUliniö, bescheid. Ansprüchen Stellung. Offerten unter A. 3 an die Exped-d-Bl. _ 6566 Stelle Gesuch. Ein Sattler-, Polsterer- und Tapeziergehülse sucht %teÖe in Gießen. Auskunft ertheilt die Ex- pedition dieses Blattes.________6738 6647] Ein Mädchen sucdt Stellung für Küche und Haus auf 15. August oder später. Auskunft ertheilt ihre jetzige Herrschaft Franklurterstraße 31, 1. St 6708] Perfette Büglerin, welche drei Jahre in Frankfurt in einem besseren Geschäfte thätig war, empfiehlt sich in und auf) er dem Hause. Licherstraße 5, im NebenhauS. Stellesuchenden Handlungsgehilfen empfiehlt seine Dienste der Kauf- männinche Verein zu Frank- SVi’/o Frankfurter Hyp. Bk. 101.60 3'/^/°H«mbrgr.Hyp.Bk.unk.b.IS0S 102.00 3,/i°/o Frkf. HyP. Sred. B. 101.20 3«/,°/oPreuß.Hyp.A.Bk.unk.b.l900 101 50 4°/0 DeutfcheGrdschL.unkch.1904 105.20 4o/o Pomm.Hpp.A.Bk.m,k.d 1904 106.60 31/»0/, bff. 101.30 4 °/q Frenfs Lundw Ered Bk. 103 00 Briefmarken sowie ganze Sammlungen zu kauten gesucht. Offen- u. 400 an die Exped- d. Bl. vsri ^\TeohniläjmMittw5de\4 M L — Sachaen. — •' 1*1 6688] Auf sofort gesucht ein tüchtiger Sattler- und Tapchergehlllse gegen hohen Lohn. Carl BSmper, Sattler u. Tapezier, ____________Hervor«._________ Tüchtiger Zuschneider, bereits 4 I. als solcher thätig, der ein Geschäft selbftst. leiten kann, sucht Stelle. Ev übernimmt derselbe die Arbeit eines Tuchgesckästes. Off- u. J. B. 578 an Haasenftttn & Bögler, tU «G., Arank« Dto bamttOs Jtemwci «mfatzi 10