Ls <1* Emeitert 1864. kapital. en Versicherten, esahr. [3362 iccatoai, müsenlldeln, rgemüseuudelv, selringe, selschnitzen, 'nen, anellev, sche«, thar.-Pflaumeu. k. Zwetscheu, mischtes Obst .ehlt [1720 rmil Orbig, Bahnhofstraße 30. | r el" «mN ’? ' - Hchf" >-'S» lübeTlrotten! heltsmittel u. zar Haatpfleje, ikgng von Wanden u. In der Kinderstube in*» Lanolin AM, HirMwIeVle bei Berlin. ,in\( hM* [j. * Iv Vb Hirschapotdel,' in asöfiB! SJÄ«»«**”" I ■gaa_M A-L-.'-Ä B" r ' . LI« -Men M. Ow Ä b“'j51 *fni i«A Bitte. Samstag dm 1 Mai 189S Erstes Blatt Nr. 110 Amts- rrnd 2lnzeigeblertt für den Avers Giefzen. Hratisöeikage: Gießener Kamitienölätter Meinung bleibe. *- Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. unteren Volkskreisen. Abg Schall (cons.) bemängelt Bebels geschichts-philosophi^e Ausführungen, die dieser sich nach seinem eigenen Geschmack zurecht gedrechselt habe Es habe sich gerade bet dem S Hl gezeigt, welchen Hasses die Socialdemokratte gegen Religion und Ehrlstenthum fähig sei. Die Religion selbst werden die Herren wohl nicht beseitigen, aber solchen Angriffen gegenüber muß doch Etwas zum Schutz- der Religion geschehen. Diese Angriffe gegen unse^ Religion, wie sie Bebel erhob, zeigen, wie nöthig das Gesetz ist. Redner verwahrt sich gegen die Unterstellung, als habe er das Duell verthetdtgt und verliest eine Grabrede, die er am Grabe eines tm Duell erschaffenen Offiziers in Spandau hielt, der sich aus den Beschluß des Ehrenraths habe duelliren müssen. Kriegsmtntster Bronsart v Schellendors . So lange wir Ehrengerichte haben, ist ein Beschluß, wie der vom Vorredner erwähnte, nicht gefaßt worden Weiterberathung Freitag Mittag 1 Uhr. Deutscher Reichstag 88. Sitzung. Donnerstag, den 9. Mai 1895. Zunächst nimmt das Haus einen schleunigen Antrag Auer an betr.Einstellung eines gegen den Abg. Horn (Soc.) schwebenden Strafverfahrens für die Dauer der Session. Sodann wird die Berathung der Umsturz-Vorlage fort, gesetzt. Zu den zum $ 111 (Anpreisung und Rechtfertigung von Vergehen) vorliegenden Anträgen von Levetzow und Barth rst ein neuer Antrag Groeder htnzugekommen, wonach auch die Ln- preifung oder Rechtfertigung „eines thätltchen Angriffs gegen einen Beamten während der rechtmäßigen Ausübung seines Amtes Deutsches Reich. Berlin, 9. Mai. Gegenüber der bevorstehenden wichtigen Entscheidung im Reichstage müssen natürlich die sonstigen parlamentarisch.n Vorgänge erheblich zurücklreten. Die Reichstagßcommisfion für den Antrag Hehl auf Kündigung des Handelsvertrages mit Argentinien hat ihre Arbeiten beendigt, und eine überwiegend im Sinne deS Antrages gehaltene Resolution angenommen. Von der Commission für den Antrag Kanitz auf Verstaatlichung des Getreidehandels ist eine den allgemeinen Zweck des Antrages befürwortende Resolution mit 17 gegen 12 Stimmen ab- gelehnt worden. Die Commissionen für die Novellen zur Gewerbeordnung und zu den Justizgesetzen haben sich einstweilen vertagt. Das preußische Abgeordnetenhaus verwies in seiner Mittwochssitzung den Antrag Letocha, betr. die Ermäßigung der Eisenbahnfrachtsätze für Producte der Montanindustrie und der Landwirthschafl Schlesiens, an eine Commission, und erledigte dann Petitionen. Inder würltembergischeu Abgeordnetenkammer ist regierungsseitig eine entschiedene Erklärung gegen den Antrag Kanitz abgegeben worden. 11 --------- Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für bex folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Aus Suddeutschlaad. 7. Mai. Die deutsche Hut- industrte, die seit längerer Zeit unter der Concurreuz geringwertiger Erzeugnisse leidet, macht große Anstrengungen, um durch eigene Kraft eine Gesundung des Marktes herbeizuführen. Besonders bemüht sie sich dabet mit Erfolg, unter den Käufern die Werthschätzung für solide und gute Waare wieder zu erwecken. Frankreich, Belgien und Italien haben Wertzölle von 10-20 pCt. auf Hüte eingeführt, während Deutschland einen Gewichtszoll hat, der daS fremde Fabrikat je weniger belastet, je feiner, also je leichter und je theurer der Hut ist. Trotzdem ist es der deutschen Hutindustrie gelungen, den ausländischen Markt zu erhalten und etwa fünfmal mehr auszusühren, als eingesührl wird. Der geringe Zollschutz hat die Industrie eben gezwungen, um o energischer die Besserung der Qualitäten und Fortschritte in der Fabrikation anzustreben. Es ist deshalb auch im Allgemeinen ein unberechtigtes Vorurtheil, wenn in Deutschland noch häufig importirte Hüte für besser gehalten werden, als inländische. Nach den Erfahrungen der Weltausstellungen kann der deutsche Haarhut jedem anderen zur Seite gestellt werden. Das neue Markeuschutzgesetz, das ja auch Bestlm- mungen über falsche Ursprungsangaben rc. enthält, fordert die Fabrikanten in ihrem Bestreben, den deutschen Hut aucy im Jnlande zu Ehren zu bringen. Wie man der „Frkf. Ztg. mittheilt, ist kürzlich eine freie Vereinigung der Haar-Hutfabrr- kanten in der Art der Chocoladefabriken geplant- die Vereinigung würde sich einer gemeinsamen Marke bedienen, und dem Publikum Garantie leisten für die Güte des Materials und der Arbeit. Es ist anzunehmen, daß ein derartiges Vorgehen nicht ohne wohlthätigen Einfluß auf die öffentliche Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener AxmiktenSlLtter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Netteste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 9. Mai. Die Stempelsteuer-Commission des Abgeordnetenhauses- nahm in erster Lesung die Vorlage mit unwesentlichen Aenderungen an und setzte die zweite Lesung des Tarifs auf den 15. d. M. fest. Berlin, 9. Mat. In der Petitions-Commission des Reichstags stand heute eine Petition auf der Tagesordnung, den Fürsten Bismarck zum „Ehrenbürger deS Deutschen Reiches" zu ernennen. Die Verhandlung war bereits einmal vertagt worden, um durch den Regierungsvertreter klarstellen zu lasien, ob eS ein „deutsches Reichsbürgerrecht" gebe. Der Antrag kam auch heute nicht zur Verhandlung, weil weder der Referent über die Petition, noch der Regierungsvertreter anwesend waren. Berlin, 9. Mai. Die Commission für die zweite Lesung des Entwurfs eines Bürgerlichen Gesetzbuchs hat mit Beginn dieser Woche ihre Thätigkeit wieder ausgenommen und wird zunächst den Entwurf zweiter Lesung, wie er auS den bisherigen Berathungen hervorgegangen ist, behufs seiner endgiltigen Feststellung noch einer kurzen sachlichen Nach- Prüfung unterziehen. . Weimar, 9. Mai. Bei der Reichstags-Stichwahl sind bisher gezählt für den Socialdemokraten Bauden 9040, für den Conscrvativen Reichmuth 7800 Stimmen. Etwa vierzig Ortschaften fehlen noch. Der AuSgaug ist 'noch ungewiß. Jena, 9. Mai. Gegenüber Gerüchten, das Fort- bestehen der Universität Jena sei gefährdet, wird der "amtlichen „Weimarischen Zeitung" auf Erkundigung an zuständiger Stelle mitgetheilt, daß die finanzielle Lage der Universität keinen Anlaß zu irgend welchen Besorg- m|it,2onbon, 9. M°i. 8u6 Philadilphi- wird bet „Times" von gestern berichtet: 4500 Arbeiter haben wegen der Nichtbewilligung höherer Löhne und verminderter Arbeitszeit in den Werken der Jllinois-Stahl Compagnie in Süd- Chicago und in Joliet-Jllinois die Arbeit eingestellt Voraussichtlich werden sämmtliche Werke geschlossen. Dre Ausständigen in Süd-Chicago griffen in der vergangenen Nacht die Werke an, wurden aber von der Polizei zurück- getrieben. Auf beiden Setten wurden mehrere Personen verwundet. „ Yokohama, 9. Mai. Reuter-Meldung. Die osfizielleu Berichte über die Cholera unter den Japanern auf den Pescadores - Inseln beziffern die Gesammtsterblichkeit vom 26. März bis 24. April auf 1300 Fälle. Die Seuche ist jetzt beinahe erloschen, es kommen nur noch einige Fälle täglich vor. ______________ WB. Weimar, 10. Mai. Reichstags-Stichwahl. Bis 10 Uhr Vormittags wurden gezählt für Reichmuth reicher anderer Philosophen und revolutionär sind die Grundsätze der modernen Slaaten-Entwickelung seit der französischen Revolution. Ohne Bethältguvg dieser Grundsätze bestünde kein deutsches Reich, wären wir nicht hier. Die Märztage in Berlin, die Erschießung Blums und andere ähnlich: Ereignisse werden festlich begangen; das Alles wurde in Zukunst unter Strafe gestellt sein durchsden d Hl- Das Eentrum und die Eonservattven haben durch ihre Anträge in der Commission die öffentliche Ausmerksamkett von der Vorlage abzulenken gesucht; aber vergeblich. Das Volk ahnt die Gefahr, die ihm droht. Redner verliest Stellen aus der Predigt eines katholischen Priesters über die Märztage, Gedichte zur Verherrlichung der Revolution von Rudolph Gottschall, Robert Zimmermann und Wilhelm Jordan, schildert das Bild eines suddeutschen strafbar sein soll. «. 8 Witzblattes, das nach dem Blind'schen Attentat den Fürsten Bismarck Justtzmintster Schönstedt: Ich erkläre Namens der Reichs- I unb b„, Attentäter darstellte, zwischen beiden den Teufel und darunter regterung, daß dieselbe auf die Annahme des Antrages Levetzow, I ble Worte: Halt! der gehört mir! (Große Heiterkeit!) Gneist. er- alfo auf Eie Wiedereinführung der SS U3 und 114 in den S 111 I klärte in der Conflictzeit, man müßte den Muth haben, das Straf, großes Gewicht legt, und daß es sich hier um einen Pm»kt handelt, I ße(cb ÄU mißachten; also Aufforderung zum Ungehoriam gegen die von welchem voraussichtlich das Schicksal der ganzen Vorlage ab- I ^sitze. Während des Culturkampfes waren die schlimmsten Ausfälle hängen wird. Rach den gestrigen Verhandlungen nehmen wir an, I gegcn Religion und Pfaffen üblich. Was wollen Herrn v. KöllerS daß die Herren Nattonalltberalen und die Reichspartei den Antrag I (Zitate gegen alle diese Dinge? Er nannte eine Auslassung des Levetzow annehmen werben und wir können nur hoffen, daß auch I Vorwärts" „unerhörter Blödsinn"; warum bringt er dann aber das Centrum dies thun werde. Ich habe den Eindruck, als ob n I btefen Blödsinn zur Begründung der Vorlage bei? (Heiterkel^ der Commission Culturkampf-Erinnerungen den sonst so klaren Blick I Sehr richtig!) Wenn ein Fractionsgenosse von mir tn Der von getrübt haben. Wenn Sie vom Centrum aber doch auf Ihrem ab- I ^etrn D. Köller erwähnten Art beleidigte, so stehe ich nicht an, fre lehnenden Standpunkt beharren sollten, so betreiben Sie damit nur I alg höchst „geschmacklos" zu bezeichnen; aber diese Vorlage laßt sich die Geschäfte der Socialdemokratie. Die Socialdemokraten haben I bamll nicht begründen. Herr v. Köller rügt, daß unsere Versamm- das auch erkannt und Herr Auer bat ja auch gestern das Gentrum I Iun0en stets mit einem Hoch auf die revolutionäre Socialdemokrattt auf seinem unhaltbaren Standpunkt sestgenagelt. Die Palme des I ^schlossen werden. Run, das duldm doch die Polizisten; vermuthlich gestrigen Tages gebührte ja jedenfalls, abgesehen von dem Herrn I roetl flc einsichtiger sind, als ihr Chef, Herr v Köller. (Große KriegSminister, dem Abg. Auer. (Heiterkeit.) Das Eentrum würde I Heiterkeit.) Wenn es nach den Wünschen des Herrni v. Kardorff sich jedenfalls eines Erfolges nicht rühmen können, sondern sich nur I unb seiner Freunde ginge, würden auch die legitimen Bestrebungen selbst opfern. Ein Entgegenkommen des Centrums entnehme ich I ber Socialdemokratte unterdrückt. Es fehlt an iedem Bedürfnisse auS der Erklärung, daß das Eentrum sich die definitive Abstimmung I sgx neue Strafbestimmungen, namentlich so lange das Anklage- »orbehalten habe sür die dritte Lesung. Ich glaube tndeß, wenn I Monopol erreichbar ist. Das sehen wir tm Fall Kotze; hier wird Ste Überhaupt nachgeben wollen, so wird es Ihnen bet der dritten I ba8 @efe& mit Füßen getreten unter Billigung allerbö»st-r Personen. Lesung viel schwerer sein, Ihren Standpunkt zu andern, als jetzt I (Prästtzent v. Buol: Ich bitte Den Redner die allerhöchste Person bei der zweit.n L. Die socialdemokratische und die anarchisttsche Preise sind ganz gleich. Im „Vorwärts" steht am 20. Februar: man müsse die Leute befreien von Dem scheußlichsten Laster der Zufriedenheit. Das | ist doch unerhörter Blödsinn. Und das ist die Partei der Liebe! 1 Die Socialdemokratte verthetlt tm ganzen Lande eine soctaldemo- kratische „Bibel", ein kleines Büchlein, welches ebenfalls Schmähungen I auf untere christlichen Anschauungen enthält. Wenn im Lande der Rausch verflogen ist (Gelächter links), wird es gehen, wie stets, man wird der Regierung für ihre jetzige Vorlage danken. Die Regierungen sind überzeugt, daß diesen Zuständen ein Ende gemacht werden muß. Die Antwort liegt nun beim Reichstag. Die Regierungen werden in Ruhe diese Antwort abwarten. Heber die Antwort, wie Sie sie nur im Namen der Nation abgebm wollen, einigen Sie sich nur! , 1C1 . Abg. Bebel (Soc.): Die ganze Umsturzvorlage ist ein ausländisches Gewächs, entstanden aus Anlaß der Ermordung CarnotS. Dabei sind nicht einmal tm Auslande die betreffenden Gesetze geändert werden, nur In Deutschland soll das geschehen. In England hat man trotz des Bergarbeiterstreiks und in Amerika -trotz der «roßen Ausstände des voriaen Jahrs gesetzgeberisch nichts gethan. Diese Vorlage ist ein reines Tendenzgesetz, eS wird zur Corrumpirung der Rechtsprechung führen, doch werden Sie damit gerade dak Gegen- theil von dem erzielen, was Sie damit erzielen wollen. An gewifferDt^le wurde einst das Wortigesprochen:;.,Die Socialdemokratte überlas en Sie mir'.'Mit der werde ich allein fertig werden! Dieses Wort ist ver- gesien! Wir täuschen uns ja nicht darüber, daß wenn diese Vorlage fällt, Sie gegen uns mit einem neuen Ausnahmegesetz kommen werden. Aber fest steht auch: mit einem solchen beschleunigen Sie nur noch den Untergang ihrer famosen Staats- und Gesellschaftsordnung. Mit solchen Gesetzen rulntten Sie dieselbe erst recht! Mit uns dagegen werden Sie nicht fertig! Das von Herrn v. .Koller für S 111 beigebrachte Material ist ganz unzureichend, denselben zu mottoiren. Kein Geschichts-, kein Zeitungsschreiber wird mehr den Schlingen be3 S Hl entgehen können, wenn er die Dinge nach materialistifcher Weltauffassung beurteilt, sie schildert, wie sie sie find, und Reformen »erlangt. Wie können Sie glauben, daß Sie mit denselben Mitteln, die ehemals gegen Ihre Bestrebungen angewendet worden find, uns letzt bekämpfen können? Christus war ebenso Revolutionär gegenüber der römischen Obrigkeit, wie wir es gegen die heutige sind; man hetzt uns, wie man damals die Christen hctzte, diese grausamer nach den barbarischen Gebräuchen der damaligen Zett. (Widerspruch unb Unruhe.) Revolutionär sind bte Grundsätze etnes Fichte, zahl- Greßmer Anzeiger W Kenerat-Mnzeiger. (coni.) 7879, Säubert (Soc.) 9061 Stimmen. 35 Crte stehen noch aus. Depeschen bei Ouretu .Herold'. Berlin, 9. Mai. Zu der gemeldeten Verhaftung der beiden Anarchisten Krebs und Töbß schreibt die „Post", daß beide ein Dynamit-Attentat auf den deutschen Kaiser geplant hätten, welches am 30. Mai bei der Rückkehr der Truppen von der großen FrühsahrSparade ausgeführt werden sollte. Berlin, 9. Mai. Sin parlamentarischer Berichterstatter erfährt von angeblich gut unterrichteter Seite, daß die Frage, ob eine Vertagung ober ein Schluß des Reichstages in Aussicht genommen sei, sich augenblicklich in dem Stadium befindet, bah sie offen gehalten wird. Berlin. 9. Mai. Die verbündeten Regierungen halten an der Ansicht fest, daL Börseugesetz noch in dieser Tagung dem Reichstage zugehen zu lassen. Dagegen lasten sie die Einbringung deS Gesetzentwurfes betr. den unlauteren Wettbewerb fallen. Die Nachtragsetats und das sogen. Nothgesetz zum Zucker st euergesetz würden sicherlich noch erledigt werden. Berlin. 9. Mai. Die im Reichstage der Regierung zugeschriebene Absicht, nach einer ungünstigen Entscheidung über den § 111 der Umsturzvorlage die ganze Vorlage fallen zu lasten, besteht nach zuverlässigen Informationen der r®er(. Reuest. Nachr." nicht. Die Regierung wünscht vielmehr tie Durchberathung der ganzen Vorlage. Berlin. 9. Mai. In unterrichteten Marinekreisen gilt, wie den „Berl. Reuest. Nachr." gemeldet wird, der Rücktritt deS commandirenden Admirals von der Goltz als unmittelbar bevorstehend. Berlin, 9. Mai. Sämmtliche in Berlin und Potsdam anwesende Ritter vom schwarzen Adlerorden sind zur morgigen Leichenfeier für Generaloberst von Pape befohlen werden. Berlin, 9. Mai. Eine kaiserliche CabinetSor dre gibt die Bestimmungen betreffend Anlegung von Trauer für den verstorbenen General-Obersten der Infanterie v. Pape bekannt. Darnach legen sämmtliche Offiziere der Armee die Trauer auf drei Tage an, die Offiziere des GardecorpS acht und die Offiziere des 2. Garde-Regiments z. F., sowie die Offiziere des Gouvernements von Berlin 14 Tage. Ab» otbnungen aller Regimenter rc. des GardecorpS, sowie die commandirenden Generale deS 3. und 5. ArmeecorpS haben an der Beisetzung theilzunehmen. Berlin, 9. Mai. Nachdem dem BundeSrath der Nachtrags-Etat zugegangen ist, welcher die Forderung für die Verwaltung des Nord-Ostsee-CanalS enthält, wird demselben, wie die „Post" hört, auch in diesen Tagen ein Tarif zugehen, welcher die Gebühren deS PassirenS von Schiffen durch den Nord-Ostsee-Eanal enthalten soll. Berlin, 9. Mai. Heute Vormittag wurde Hierselbst der 9. BerbandStag der deutschen Brauer von dem VerbandSvorfitzenden Wiehle-Hannover eröffnet. Als Vorsitzende deS EongreffeS wurden Klein-Hannover und Richter- Berlin gewählt. Wiehle-Hannover theilte mit, daß der Verband 64 Zweigvereine zähle. Die Delegirten aus Wien und Graz erklärten, daß die Bewegung im Brauergewerbe langsam, aber stetig wachse und daß demnächst Forderungen an die Brauereibesitzer gestellt würden. Im Verlaufe deS EongreffeS sollen über den Berliner Brauereiboycott interestante Ent- hüllungcn gemacht werden. Der Congreß dauert biß zum 12. Mai Abends. Berlin, 9. Mai. Die „Boss. Ztg." schreibt: Abermals taucht die Nachricht auf, daß die preußische Regierung als Ersatz für daS Umsturzgesetz eine Verschärfung des preußischen Vereins- und Versammlungsrechtes plane. Wie unS berichtet wird, werde augenblicklich in den beteiligten Ressorts an der Fertigstellung eines entsprechenden Gesetzentwurfs, besten Grundzüge schon früher aufgestellt waren, mit ganz besonderem Eifer gearbeitet. Der Entwurf soll noch in dieser Tagung dem Landtage zugehen. Piel, 9. Mai. Bei Schießübungen mit dem Mörser auf der Strandbatterie in FriedrichSort exp lodirte eine Kartusche. Dem dienstthuenden Unteroffizier wurde die rechte Hand abgerissen und weiteren drei Soldaten wurden durch Brandwunden schwere Verletzungen beigebracht. Pari», 9. Mai. Der „Ternpß" veröffentlicht ein Telegramm aus Petersburg, demzufolge die verbündeten Mächte eifrig unterhandeln über die Frage der Entschädigung, welche Japan für die Rückgabe der Halbinsel Liatong zu- gestanden werden soll. Die Verhandlungen werden voraussichtlich bald beendet sein. Paris, 9. Mai. Der „Figaro" schreibt in der Angelegenheit der Intervention her europäischen Mächte, baß weitere Konferenzen ober Eongreste nicht mehr abgehalten werden. Frankreich, Deutschland und Rußland würden daS neue Abkommen mit Japan und Spanien regeln. Spanien sei wegen seiner besonderen Vertrautheit mit den Zuständen OstasienS mit der Redaction deS Abkommens beauftragt worden. Lovbov, 9. Mai. In Khefoo sind gestern die Ratifi- iettonen des japanischen FriedenSvertrageS aus- getauscht worden. ttetee, den 10. Mai 1896. ** driennt würben : die Forstaccessiften Hugo Gilm er auS Birkenau, Adolf Kutsch auS Lich, Wilhelm Scheel auS Gießen, Wilhelm Schwinn auS Schöllenbach, Ludwig Strack auS Ober-RoSbach und Khristian Walter auö Bobenbaufen, zu Forstasfesforen: die Finanzaccessisten Robert Bangel auS Bellersheim, Gustav Pflug auS Gießen und Wilhelm Schul aus Darmstadt zu Steuer- o f f e f f o r e n. *• Schwurgericht. In der gestrigen öffentlichen Sitzung bei Landgericht» der Provinz Oberheffen wurden für die am 10. Juot 1895 beginnende Sitzungsperiode deS Schwurgerichts ; die Ramrn der nachstehend verzeichneten HauptgeichworeneN m« der JahreSliste für 1895 gezogen: 1. Boström, Dr. Eugen, Professor in Gießen, 2. Fritzel, Heinrich, Landwtrth in Bönstadt; 3. Koch, Georg II., Bauunternehmer in Gießen ; 4. Roth, Heinrich IL, Rothgerber in Nidda- 5. Pöbelt, Otto, Procarift in Alsfeld, 6. Wetz, Balthaser I., Landwirth in Holzheim- 7. Eifländer, Johanne», Landwtrth in Brauer- schwend; 8. Wenzel, Eberhard, Spengler in Alsfeld, 9. Görtz, Karl, Rentner in Friedberg- 10. Walther, Julius, Kaufmann in Grohen-Linden- 11. Schmidt, Heinrich, Rechner in Großen- Buseck- 12. Glock, Karl, Rechner in Schotten- 13. Schaub, Balthaser Khristian, in Büdesheim, 14. Gut h, Khristian I., Landwirth in Gedern- 15. Naumann, Dr. Alexander,Professor in Gießen - 16. Nahrgang, Heinrich, Müller in Ruppertenrod - 17. Reitz, Ludwig, Pachter in Affenheim: 18. HaaS, Philipp III., Oelmüller in Steinbach- 19. Keller, Philipp III., Landwirh in Melbach - 20. Schudt, Heinrich, Mühlenbesitzer in Gördelheim bei Buchenbrücken - 21. GrooS, Karl, Kaufmann in Friedberg - 22. Weller, Heinrich II., Beigeordneter in Oppenrod - 23. Baumann, Max, Hüttenbeamter in Lollar, 24. Wetz, Friedrich Wilhelm IL, Landwirth in Griedel- 25. Grünewald, Johannes, Bürgermeister in HergerSdorf- 26. Plank, Ludwig Wilhelm, Rentner in Gießen - 27. Lutz, Karl, AuSzügler in Elpenrod - 28. Grünewald, Konrad, Landwirth in Ober-Sorg - 29. Jecke 1, Valentin, Rentner in Oder Mörlen - 30. Böß, Karl, Buchhalter in Gießen. • • Die Beerdigung Karl Bogt» hat am Mittwoch in Genf unter Beteiligung einer großen Volksmenge und fämmtlicher studentischer Verbindungen stattgefunden. Die Grabrede hielt der Rector der Universität, Martin, außerdem sprachen Prof. Guillard im Namen der medicinischen Facultät, Pros. Ritter für daß Institut nationale de Genöve, Henry Fazy Namens der politischen und Prof. Schiff Namens der persönlichen Freunde. • • Knnstverein. Die derzeitige Ausstellung im Thurm- hauS am Brand hat sich anhaltend eine« sehr lebhaften Besuches zu erfreuen, verdient denselben aber auch ebenso wegen ihrer Reichhaltigkeit und Vielseitigkeit wie wegen ihres schönen, zum Theil hervorragenden Inhalte«. — Besonderes Interesse erregen, auch um deS Gegenstandes willen, zunächst die beiden Porträts von D. Arnd-al-Raschid (Freiburg): E. v. Wildenbruch und Richard Boß, welche Beide in hohem Maß den Stempel der Naturwahrheit und Ähnlichkeit tragen - durch schöne Durcharbeitung und virtuose Behandlung der Farbe, namentlich auch in den Fleischtönen zeichnet sich auS ein großes Bild von Klara Grosch (Düsseldorf, derzeit Darmstadt): „Zum Abschied"- dasselbe ist dem Vernehmen nach der Vorläufer mehrerer, auch hiesiger, Porträts derselben einheimischen Künstlerin. — Keinen ganz leichten Stand hat daneben daß „Interieur" von Victorine BigeliuS (Karlsruhe), eine mit ihrem Papagei spielende Dame darstellend- die Künstlerin hat die schwere Ausgabe, die sie sich ohne Noth gestellt, verschiedene Stoffe weiß aus weiß zu malen, recht gut gelöst, wennschon unS der Umfang deS Bildes etwas außer Verhältniß zu feinem geistigen Inhalt zu stehen scheint. — Unser Landsmann Otto Fritz (dahier) hat neben zahlreichen, mehr ober weniger durchgearbeiteten, interessanten Studien ein allerliebste- FrÜhlingSbild „Der Großmutter Freude" ausgestellt, baß in seinen lebenßwahren lichten Tönen wohl geeignet ist, auch ben Gegnern ber Freilicht Malerei btrcn Vorzüge zu demonstrieren - Aehnlicheß gilt von dem Bild Johanna Ko chß S (Kannftatt), welche« zwei Buben im Hellen Sonnenschein und voll Behagen „Unterm Apfelbaum" darstellt. Daß e« aber auch nicht immer gelingt, die Sonne selber und ihre birecten Wirkungen zu malen, zeigen zu ihren Ungunsten ber „Mohn in ber Sonne" von Kirf. Wede- kinb (Karlßruhe) unb zum Theil auch bie etwa« unwahrscheinlichen Butzenscheiben bei ben „Trockenen Blumen" von Marie Hermann (Wien)- selbst auf bem großen „Dorfweg" von I. Hermann« (Düsseldorf) ist ein ähnliche« Problem nicht in voller Naturwahrheit gelöst. Die ältere Art ber Land- schaftßmalerei ist babei sehr schön vertreten mit einem „Motiv auß bem Spessart" von Jacob H off mann (Frankfurt a. M.) unb einer ungemein zart unb fein gemalten „Waldlanbfchaft" von A. Stelling (Hamburg)- neuere Art zeigen bagegen ein „Motiv au« Oberbayern" von Fr. Barlach (Anacapri) mit reichlichem Grünzeug, unb ein in großen Zügen gemalter „Abend aus ber Halbe" von Ernst Lieber mann (Molßborf). Einen recht guten Einbruck macht bie Winteclanbschaft von Gustav Loehn (München) „Holztag im Harz", nicht minber Christ. Mali « (München) „Abenb am Achensee" mit besten üblichen Kühen :c. G. Burmester (Kiel) hat \ auch diesmal wieder eine Anzahl gewandt gemalter Marinen (zu recht mäßigen Preisen) ausgestellt, unter welchen wir dem „Morgennebel" den Vorzug geben möchten. Sehr gut vertreten sind bie Blumen unb baß Stillleben, von welch letzterem namentlich baßjenige von Luise Wagner (München) mit seinem gerabeju täuschenden Hasen hervorzu- heben ist - von ben Blumen nennen wir besonders daß ungemein zarte „Blumenstück" von Julie v. d. Lage (Berlin), daß hieher zu zählende „Elfte Bad" von Marie Hermann (Wien) unb Anbere« von Elise Neeß von Kfcnbetf' (Breßlau)- ben „Nizzablumen" von Ilse Müller (Gotha) unb ben „Nelken" von Anna Mas saien (Dreßben wirb eß nicht leicht, sich daneben zu behaupten, namentlich die Nelken erscheinen etwaß hart unb steif. Auch baß Pastell ist ausgezeichnet vertreten: fein Vorzug der Weichheit in ber Dar- , stellung kommt voll zur Geltung in „Frühling" unb ! „Stubienkopf" von H. Koßo butzky (München). Enblich freuen wir unS, unter ber wohlgelungenen „Maiolikaplatte" ben Namen unseres bisherigen Kunstgewerdelehrerß Mülberger zu finben - schabe, daß bie schöne Original-Arbeit an« scheinenb nicht verkäuflich ist. Wir dürsten aber unsere Be- : trachtung nicht schließen, ohne auch zweier Bilder zu gedenken, welche unS nach Farbe unb Komposition wenig befriedigt haben: Ein Tag in ber Hölle" von Cäcilie Bader ^München), repräsentier durch eine, etwas kurz geratbene, nackte Frauengestalt in grellem Blumen- :c. Beiwerk, das Ganze in ungc* wohntet, gobeltnartiger Technik gemalt, und eine wenig anziehende „Phantasie zu einem Adagio von Beethoven" Don Karl Bauer (Stuttgart). — Um fo größer bleibt daneben aber ber Genuß der vorerwähnten unb manchen anderen guten Bildet dieser Serie, deren weitere Besprechung wir unß für später Vorbehalten. * Tie SeschäftlränNe der AeichSbankaebeastrle befinden sich, wie unsere Leser bereit« au» ber betr. Ankündigung tm Inseratenteile ersehen haben, nicht mehr am Marktplatz, sondern im Hause Westanlage 17, parterre. Sonntagsruhe der Rechtlanwaltd Bureangehilfen. Mit Vergnügen können wtr heute conftatiren, baß nun auch die oberhesfischen Rechtsanwälte sich zur gänzlichen Sonn- und FesttagSruhe vereinigt Haden. Da« Publikum wird sicherlich diesen Entschluß billigen, durch welchen den Anwälten und ihren vielbelasteten Bureaugehilfen eine Ruhepause geboten wird, auf die sie längst berechtigten Anspruch hatten. Die Wochentage bieten den Rechtsuchenden noch Zeit genug, um ehren Verkehr mit den Anwälten zu pflegen. • • Arena Kuhlmorgen. Die jeden Abend dichtgeschaane Zuschauermenge bei ben Vorstellungen der Arena beweist zur Genüge, daß bie vortrefflichen Leistungen ber Gesellschaft die verdiente Anerkennung finden. Auch die gestrige Vorstellung drillirte durch ein abwechslungsreiches Programm, von welchem insbesondere die Riesenschwungwelle einer kleinen Künstlerin hervorgrhoben zu werden verdient. Eme drastisch- komische Pantomn c „Die Zauberflöte" bildete den heiteren Schluß. * Die kleinen silbernen Zwanzigpfennigsiucke werden nach unb nach von ber Reichsbank zur Umschmelzung eiogezogetr. Um die Einziehung zu erleichtern unb bie kleinen Münzen auS bem Verkehr zu bringen, ist eß wünschenßwerth, daß sie nicht auß der einen Hand in die andere abgeschoben werden, sondern an den öffentlichen Kaffen, wie z. B. beim Einkäufe von Freimarken bei der Poft, mit in Zahlung gegeben werden, von wo sie in den Verkehr nicht mehr zurückgebracht werden. Die hier und da vertretene Ansicht, daß diese Münzen überhaupt nicht mehr gillig seien, ist irrig. ♦ * Sin heftige» Gewitter, begleitet von Hagel, ging gestern Nachmittag über die Stadt unb Umgebung nieder - einzelne Straßen waten in kurzer Zeit Überschwemmt. ES steht zu befürchten, baß burch die Schloffen ben blühenden Obstbäumen viel Schaben zugefügt wurde. * * Junikäfer Während von der auß verschiedenen Gegenden beß GroßherzogthumS gemeldeten Maikäfetplage hier und in der nächsten Umgebung so gut wie nicht« zu bemerken ist (nach Süden zu beginnt baß Fluggebiet erst in der Gegend von Großen-Linden) treten die kleineren Juni- käfer ziemlich zahlreich auf. * * Kellerbrand. In einem Keller in der Nordanlage brach gestern Abend auf biß jetzt noch unaufgeklärte Weise Feuer au«, welche« jedoch, ohne größeren Schaden anzu- richten, alsbald gelöscht werden konnte. • * Berichtigung. Wir erhielten folgende Zuschrift: Ihre, die Beerdigung des Herrn Dr. Hesse in Darmstadt betreffende Notiz bedarf insofern einer Berichtigung, all nicht da« Corp« Teutonia, sondern die hiesige Burschenschaft Alemannia durch Chargierte vertreten war und einen Kranz niederlegte. Ferner legten der „Alter Herren- Verband" ber Gießener Burschenschaft Alemannia, beffen Mitglied ber Verstorbene war, unb ber Verband alter Burschenschafter in Darmstadt, besten Vorsitzender Herr Dr. Hesse gewesen war, Kränze unter entsprechenden Ansprachen nieder. * * LaudeSbaugewerkschule. Am 6. d. Mt«. wurde in den Räumen der Landeßbaugewerkschule zu Darmstadt ber neuerrichtete DorbereitungScurS für Bauaufseher, Straßenmeister und dergleichen in Anwesenheit sämmtlicher Hauptlehrer durch ben Director ber Anstalt, Herrn Professor Müller, eröffnet. Derselbe gab in seiner Ansprache zuerst ber Trauer über daß Hinscheiden de« Vorsitzenden der Central- stelle, Herrn RegierungSrath Hesse, Ausdruck, besten Pflichttreue unb allezeit regen Diensteifer besonders hervorhebend. Die Prüfung für Bauausseher fei von Großh. Ministerium vom Frühjahr auf den Herbst verlegt worden, um denselben Gelegenheit zum Besuch de« Kurse« zu geben. Der Direktor erläutert sodann die Ziele de« Unterricht« und hebt ganz besonders hervor, daß dabei mehr für den Beruf al« für die Prüfung vorbereitet werden solle. Anmeldungen waren 23 eingelaufen, von denen 19 mit Rücksicht auf die verlangte genügende Vorbildung aufgenommen werden konnten. P. Lollar, 9. Mai. DaS Kommando ber freiwilligen Feuerwehr würbe vor einiger Zeit bei ber Königlichen Sisenbahn-Direction Frankfurt a. M. vorstellig, am 16. Juni l. I., an welchem tage ber 16 Oberhesfische Feuerwehria, in Lollar abgehalten wirb, einen Extrazug einzulegen, der Vormittag« gegen ,/tll Uhr von Gießen nach Lollar abgeht unb Abend« gegen 7*8 Uhr von Lollar nach Gießen wieder zurückfährt, damit e« den Obechessiichen Feuerwehrleuten möglich ist, ber um 11 Uhr Vormittag« ftattftnbenben Uebung der frei». Feuerwehr Lollar beiwohnen zu können, ihnen aber auch Abend« ml: dem gegen 7,8 Uhr von Lollar abgehenden Zuge Gelegenheit geboten ist, ben um 8 Uhr 5 Min. in ter Richtung Fulda abgehenden Personenzug benutzen zu können. Die wir erfahren, ist bleiern Geinche entsprochen worden unter der Bedingung, wenn die freiwillige Feuerwehr Lollar bie Garantie übernimmt, bah mindestens 100 Mk. an Fahrgeld für diesen Zug vereinnahmt werden und ben Minder- ertrag der Eifenbahnverwaltung ersetzt. Wie mir ferner erfuhren, hat die freiwillige Feuerwehr diese Garantie übernommen. — Damit nun bie freiro. Feuerwehr Lollar, die sich im Interesse der Oberhessischen Feuerwehren um Einlegung beß Extrazuge« bemüht hat, nicht auch noch ein pccuatäreß Opfer zu beklagen hat, wäre e» lehr wünschenßwerth, wenn in btt Korbanlage unaufgMm Stäie tun <56)^tn an^u- t von Hagel, ging Umgebung nieder ; übnfchwemmr. Es W& den blühenden cde. :r aus verschiedenen lbeleii MaikLserplage so gut wie nicht- zn aS Fluggebiet erst in die kleineren Auni- solgenbe Zuschrisl: Hesse in Darinstadl in Berichtigung, all le hiesige Burschen, tt vertreten war und r „Alter Herren- ist Alemannia, besten der Verband a\ut n Borgender Herr x entsprechend» An- b, MtS. wurde in den w Darmstadt der Sauaufseher/ dt sümmtlicher W- L Herrn deiner Ansprache zuerst oisißenden der Lentral Wh dessen PM Ä*Ä- 77 S t i-°s8ttuf “L W, a«f „erben W» *# -- 1,a*haü!n«1eli4 ttjtaWW u aber vS >-7 "L j 3eueII< n« Tiule^^ in %ttth^eni8 an- Mfe?* *«h ' 9"C; «X •"** yjS'S s ^tigten Anspruch ^^den noch ^it tn i“ pflegen. ^nb d^geschuarte x JW beweist zur Ää Sestrige Vorstellung Programm, Don * einer kleinen Tine draftisch- lötr" bildete den lnigstüikt werden nach Gelzung eivgezogen. die kleinen Münzen ichenswerth, daß pe abgeschvbrn werden, !• B. beim Mause ung gegeben werden, riickgebracht werden, it Münzen überhaupt dieser ftfxtrazug von den Bewohnern Gießens und deffen Umgebung möglichst benutzt werden würde. Kirchliche Anzeige« der Stadt Gietzen. »loogelische •eetiiH Gottesdienst 3» de» et*»ttird><. Sonntag den 12. Mai Eantate. Vormittags 91/» Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittag« 11 Uhr: Kinderkirchr. Pfarrer Schlosser- Nachmittags: siehe Joharmeskirche. Die Reuconfirmtrten aus der Mattbäusgemeinde werden zu einer kurzen Besprechung nach Schluß des DormtttagSgottesdienfte«, um •/ manialhof Schiffenberg, sowie zu verschiedenen baulichen Herstellungen in der Forftwartwohnung auf dem Baumgarten sollen die erforderlichen Arbeiten, nämlich Maurer-Arbeit, Bruuueumacher - Arbeit und Schlosser-Arbeit öffentlich verdungen werden. Aussührungsbedingungen, Zeichnungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Bureau zur Einsicht offen, und können letztere daselbst auch mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebotsvermerk versehen, zum Selbstkostenpreis bezogen werden. Angebote sind bis zum 22. Mai 1895, Vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist acht Tage. Gießen, den 6. Mai 1895. Großherzogliches Hochbauamt Gießen. Teppichdecken tn den neuesten Mustern zu billigen Preisen durch 1202 Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Die unterzeichneten oberhessischen Rechtsanwälte machen hiermit bekannt, daß fortan ihre Geschäftsstnben an Sonn- und Feiertagen geschlossen sein werden. Friedberg, Gieße», Ortenberg, Nidda, 10. Mai 1895. * Außerordentliche GenkralmlaninilMg Dienstag den 14. d. M., Abends SVa Uhr im Vereinslocal. J8L Tagesordnung: Antrag des Vorstandes: Die Reisekosten zum Landes- Verbandssest am 18. August werden aus der Vereins- des Klosters zugleich Führer durch die Ruine, herausgegeben von Dr. Sauer und Dr. Ebel. R.Eichmann.Ballenstedta.Harz leistungsfähigste Firma- Annahmestelle und Mufierlager bei: Frl. Minna Leib, Wallthorstr. 22. Flr. «ahne Seltersweg 26 Deutsche und französische N / Weine Südweine Beerweine. Apfelwein y empfiehlt 3696 \ Louis Lony Bahnhofstr. 27. y Robert Haas, _____Seltersweg 18. Wegzugshalber iü mein Han» mit Garten za »erkauft« ober zu »er« mitthen. Prof. F. Himstedt, 4275 Gartenstratze 22. in bekannter Güte, empfehlen 2166 A. St G. Wallenfels. j 4028] Parterre-Wohnung, 6 Äimnier, Badezimmer mit allem Zubehör und Gartenantheil, sofort zu vermtethen. Nähere« bet «. Klee» Südanlage 18. Mittwoch den 15 Mai, Nachmittags 2 Uhr, versteigere in der LSbtr'schen Hofraithe, Neustadt 10: fünf EichenstLmme gegen Baarzahlung. Gießen, den 10- Mai 1895. 4272 Match, Vollziehungsbeamter. ÄA. FchlaWaus. Freibank. [4243 Bon heute ab: Ochsensteisch nicht ladmrein, pr. Pfd. 56 Pfg. Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur Kenntniß, daß Herr Oeconom Georg Simon al« Mitglied de« Wiesenvorstandes verpflichtet worden ist. Gießen, den 9. Mai 1895. Centrifugen Süßrahm-Butter, bekannt als feinste Qualität Gießens, empfiehlt täglich frisch Hch. Arnold 4044 Marktstraße 28. Bekanntmachung. Samstag den 11. Mai 1895, Nachmittags 8 Uhr, sollen dahier nachstehende gepfändete Gegenstände als: 1 Nähmaschine, 1 Waschmaschine, eine Obstpresse, 2 große gußeiserne Kessel und eine Fegmühle gegen Baarzahlung versteigert werden. Zusammenkunft um ’/<8 Uhr an genanntem Tage auf dem Büreau des Unterzeichneten. Hungen, am 8. Mai 1895. Stiptl, 4263 Gerichtsvollzieher in Hungen. Futter, Bekleidungen etc. von Emil Funcke, Frankfurt a. M. Telephon 2819 Mainquai 3 Telephon 2819 Lieferung aller verkommenden Schreinerarbeiten nach eigenen und gegebenen Zeichnungen. 1560 Preisofferten und Zeichnungen gratis und franco. • Tn • • Engi. Tüll-Vorhängen X ! sind wieder preiswerthe Parthien eingetroffen, X I hierunter breite Stückwaare pr. Meter 45 Pfg., E 50 Pfg., 60 Pfg., 65 Pfg. und höher. Z Abgepasste Vorhänge von Mk. 1.65 an a ä das ganze Fenster. 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BnothwendlgenChemi- kalien, Praeparate, ge- BräüchsTertige Lösungen (resp Pulver), Entwickler, Fixirbäder, Gold-Tonflxlr- bäder etc. etc., chemisch geprüft und praktisch er- probt,empflehltdieAdler- Drogcric Seltersweg 39 Otto Schaaf. 4256] Eine RLHmafchtne (Wkeeler & Wilson) ist billig zu verkaufen. __________Südanlage 17, in Ein kaum gebrauchtes Dreirad ryw J f 1 in Sonnen - Schirmen find in yicithcucn •Trr.mZSww.. / 2795 Bahnhofstraße. 3952] Der untere Stock (ohne Laden) meines Hauses, Licherstraße 1, mit allem Zubehör sofort zu vermtethen- ______________g»U Baldsteifch. 1911] Westanlage 26t Bel-Etage (5 Zimmer rc.) an kl. Fam. zu vermiechen. 1052] Ein Logt« (2. Stock) mit 6 geräumigen Zimmern, Wasserleitung und allem Zubehör, per sofort zu ver« miethen. Näheres daselbst. _________Bahnhofstraße 58. 2938] Freundliches Logis, 3 Zimmer mit Zubehör, per 1- Juli zu oermiethen. 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Monatsverfammlung am 11. Mai 1895 aus „LonYS Bierkeller". Tagesordnung. 1) Betheiligung an der 25jährigen Gedächtnißfeier des 18. August in Darmstadt. 2) Feststellung der Theilnehmer und Zeichnung in die Liste. Um zahlreiche Betheiligung wird gebeten. 4258 Der Vorstand. Carl Nowackj Modewaarengeslhäft 4159 4267 Ä< Helsa, den 8 Mai 1895. Die Beerdigung findet statt Samstag den 11. Mai, Nachmittags 5 Uhr. mand, tage über ju einem Kinde gesucht. $emea(C*Bfecti»i. | €u jein. 4191] 2—3 junge kräftige Arbeiter für dauernde Arbeit ge- sucht. Bahnhofstraße 22. betteffer Die zu Orten unb iriauenseuche «bökn. Sieben, bet Sroßh GkG. ..... ur Die Landsmannschaft Darmstadtia I. A. d. C.: Fr. Weifenbach XXX stud. med. 8* i°/u Deutiche RetchSanl. 8°/o Preutz. ConsolS S'/»°/o Gr. Heffifche ObL 4*/o Stabt Darmstadt o. 1891. 4i/o , Woim» unk. b. 1901 Wo Qesterr. Staatsbahn v. 1886 Wo Jtal. staatlzar. Eilmb. Schreinermeister H. Reger 4246 in Lich t Oberhessen). Ui 16 M. ^aill-narbcitcriune.. und Lehrmädchen 8elL: Borvchne Ans en die Ts -ÄST» i"* <' d- «int Q[. Men 2°/«Hombrar.Hyv Bk.unk.b.1906 ’L Hyp. Lred. B. 101.20 8e/»«/o Breuh Hyp. A Bk. icheGrdsch^.unk.b.1904 106.00 4<>/o Pomm Hyp.A.Bk.untch zurufen. Die tieftranernden Hinterbliebenen. 4264 Treis a. d. Lda., den 9. Mai 1895. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag um 1 l'hr statt. To des-Anzeige. (Statt jeder besonderen Anzeige.) Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere innigstgeliebte Gattin. Mutter, Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Nichte und Schwägerin Frau Lehrer Gerhard nach langem schweren Leiden im 30. Lebensjahre in ein besseres Jenseits ab-