uhg. Dirte trotzdem mit Glacehandschuhen angesaßt, auch in Berlin, wo man die „Weber" aufführen läßt, ein Stück, das geeignet ist, Anarchisten zu werben, und das daher selbst in New-Aork verboten wurde! Mrt Glacehandschuhen auch hier im Reichstage! Gegen solche Erscheinungen muß man etwas thun. Und dazu ist die Vorlage notawendtg. Wie der Verbrecher, so muß auch der bestraft werden, der zu Verbrechen anreizt. Meiner Ansicht nach wäre ein Ausnahmegesetz besser gewesen. Die Arbeiter muffen gegen die Soctaldemokralie geschützt werden. Ich bedauere daher auch, daß die Aieaierung nicht vor ein paar Jahren die Energie hatte, die schärfere Fassung des § 153 der Gewerbeordnung durchzusetzen. Die Vorlage ist jedenfalls j.tzt das Minimum dessen, was gefordert werden muß. Ich gebe Ihnen Allen deshalb den Rath, schwächen Sie das Gesetz nicht so ab, daß es für die Regierungen und die staatserhaltenden Parteien werthlos werden muß. Sonst tragen Sie die Verantwortung für die Folgen. Und daß es dahin nicht kommt, das zu verhindern ist für den Staat aaprema lex. Abg. Groeber (Centr.): Der Abg. Auer hat von seiner Partei gesprochen, als wäre sie nichts anderes als eine radicale Voiksportet, die ganz harmlos sei. Nun, daß die Socialdemokraiie ihre Prin- eipie» nicht gewechselt hat, davon sind wir wohl Alle überzeugt. Im Uebrigen spricht sich Redner den Soctaldemokraten gegenüber tm Sinne der Ausführungen des Abg. Stumm aus, hält aber dessen Mittel zur Bekämpfung der Socialdemokraiie nicht für ausreichend, sondern «npflehlt innerliche MtUel. Wir wollen, fährt Redner fort, daß die Arbelter sich als gleichberechtigte Staatsbürger fühlen. Unsere Stellung zu der Umsturzvorlage ist gegeben durch die Stellung, die wir von jeher zu derartigen Fragen eingenommen haben. Ich bin beauftragt, zu erklären, daß wir die Verweisung der Vorlage an eine Commission " von 28 Mitgliedern beantragen. Wir werden in die Commission masere Erfahrungen über die ungerechte paritätswidrige Politik der Legierung mitbrtngen, welche die Katholiken in dem Reiche und den ^"Klstaaten n'cht als gleichberechtigte Bürger ansieht und deshalb «rohe Erbitterung unter dcn Katholiken hervorgerufen hat. — Es ® n' IDCnn 8U t'er Adurthetlung über die unter das vorliegende Gesetz fallenden Verbrechen auch Laien hinzugezogen werden. ^spricht dann die einzelnen Theile der Vorlage, wobei er ausfuhrt, daß die zu allgemein gehaltene Fassung der Bestimmungen gegen die Propaganda tm Heere Bedenken erregen müsse ebenso wie « J'^ftanb, ^en Richtern die Entscheidung über so schwierige geietzgeberifche Fragen wie die vorliegende, übertragen werden solle. Ls würden sich da viele Ungerechtigkeiten ergeben. Hierauf fährt kiedner fort: $ 131 richtet sich gegen die Verbreitung falscher Nachrichten. Wie aber kann ein Redacleur alle ihm zugehenden Nachrichten so genau prüfen. Für Ungehörigkeiten in der Pr-sse wäre doch schließlich das- Preßgefitz da. S 130 will Religion, Monarchie, Ebe schützen. Will man auch die Einrichtung der Civtlehe schützen. Wir lehnen es ad, die heute rechtlich gelterden Formen zu schützen, denn nach Jnkraittreten dieses Gesetzes würden alle Angr>ffe auf die Ctvilebe straffällig sein. Und wenn jede Kritik aufhöit, dann tritt eine Art Chtnesenthum ein! (Beifall.) Und was erstrebt die Vorlage aus dem Gebiete der Religion? Welche Religion will sie schützen? Tue jüdische, buddhistische oder die des Herrn Egidy? (Heiterkeit.) Wir wollen gern mitstreiten in dem Kampfe, zur Erhaltung der Religion, aber wir müssen verlangen, daß man uns die Hände frei macht. (Beifall.) Vor allen D>ngen müssen die Arbeitgeber in religiösen Dingen mit gutem Beispiel vorangehen und stets eingedenk sein: Es giebt kein Heil außer Jesus Christus! (Lebhafte Bravos.) StaalSsecrelär Nieberding: Nach den Aeußerungen des Vorredners scheint eine Verständigung über die Vorlage mit seinen Gesinnungsgenossen nicht ausgeschlossen. Mit den Wtndihorsl'schen Anträgen vom Jabre 1884 sieht die Vorlage nicht im Widerspruche. Im Gegentheil. Alle Bedenken, die der Vorredner gegen die Vorlage geltend macht, werden in der Commission widerlegt werden können. Können Sie eine bessere Form für die Bestimmungen der Vorlage vorschlagen, so wird die Regierung dieselben gern annehmen, denn ihr liegt nur daran, die zur Erhaltung der staatlichen Ordnung nöihigen Garantien zu schaffen. Für die Begriffe R ligion und Sitte dürfte sich in der Praxis kein Zweifel ergeben. Die Vorlage ist durchaus maßvoll gehalten und weit hinter den Anforderungen zurück- get lieben, die von anderer Sette her an die v rbündeten Regierungen gestellt worden sind. Redner erörtert sodann den Inhalt einzelner Flugschriften, die sich namentlich scharf gegen die Religion wenden und diese schmähen. Nicht der Arbeiter soll durch die Strafbestimmungen getroffen werden, sondern die Agitatoren, welche den Arbeiter irreführen. Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sitzung Morgen (Donnerstag) 1 Uhr: Fortsetzung der ersten Berathung der Umsturz-Vorlage. Schluß: 47, Uhr. Deutsches Reich. Berlin, 9. Januar. In der Angelegenheit des deutschen Gesandten bet den centralamerikanischen Republiken, Payer, gegen dessen Geschäftsführung bekanntlich zahlreiche Klagen von Deutschen in den Staaten Mittelamerikas vor- ltegen, veröffentlicht der „Reichsanzeiger" Berichte des Herrn Payer und des deutschen Consuls in San Salvador, Augs- purg. Diese Berichte beziehen sich indessen lediglich auf den Fall des ehemaligen preußischen Lieutenants Ruhnke und können daher Herrn Payer von den wider ihn erhobenen Beschwerden überhaupt nicht entlasten, wenn auch seine Haltung speciell Ruhnke gegenüber durch die eingehende amtliche Darlegung dieser Affaire als gerechtfertigt erscheint. Es muß darum abgewartet werden, ob Herr Payer auch aus den anderen Fällen, in denen er die Interessen deutscher Staatsangehöriger nicht genügend oder auch gar nicht gewahrt haben soll, gerechtsertigt hervorgehen wird. Ausland. Budapest, 9. Januar. In Ungarn dürfte endlich das neue Cabinet Khuen-Hedervary nächstens das Licht der politischen Welt erblicken. Als Mitglieder des neuen Cabinets werden neben dem künftigen Conseilspräsidenten Grafen Khuen Hedervary selbst, der außerdem noch das Portefeuille des Inneren übernehmen dürfte, bis jetzt folgende Politiker genannt: Stefan Tisza für die Finanzen, Graf Ludwig Batthzany als Minister für das königliche Hofloger, Graf Bethlen für das Justizwesen, Darangi für den Ackerbau. Es heißt, die Bildung des Ministeriums Khuen-Hedervary würde bis Sonnabend vollzogen sein. Neueste Nachrichten» WolffL telegraphisches Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 9. Januar. Die Begründung des Gesetzentwurfs, betreffend die Abänderung der Gewerbeordnung, stellt fest, daß der Hausirhandel keine wesentliche Ursache der ungünstigen Lage der Gewerbetreibenden in kleineren Orten sei. Deßhalb sei es für ausreichend erachtet worden, zur Beseitigung der Auswüchse die Zahl und die Gegenstände des Hausirhandels einzuschränken und die ausgestellten Hausir- scheine zu vermindern. Ferner werden Mängel und Vorschriften abzustellen fein, welche für die Gewerbetreibenden, die am Wohnsitze hausiren, gelten. Sodann bedarf die Abgrenzung zwischen stehendem Gewerbe und Wandergewerbe hinsichtlich der Handlungsreisenden eine Berichtigung. Ferner ist eine Ergänzung der Bestimmungen über Privatheilanstalten, sowie Vorsorge für die finanzielle Zuverlässigkeit der Schauspiel-Unternehmer geboten. Angesichts des nicht erledigten Trunksuchtsgesetzes wird durch eine Erweiterung der Bestimmungen über den Betrieb der Schankwirthschafteu Abhilfe geschaffen. Endlich werden im Entwurf zweckmäßige Bestimmungen über die Wiederaufnahme deS gleichen Gewerbebetriebes für solche Personen getroffen, denen vorher der Betrieb aus gesetzlichem Grunde durch die Behörde untersagt war. Berlin, 9. Januar. Die „Berl. Corresp." meldet, die - Verfügung des Ministers des Innern vom 29. December v. I. weist auch die Polizeibehörden auf die Nothwendigkeit rascher Erledigung aller von den Staatsanwaltschaften und Strafgerichten an sie gerichteten Ersuchen hin. Berlin, 9. Januar. Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet 7 Heute Mittag traten die zuständigen Ausschüsse des BundeS- raths zur Berathung deS Gesetzentwurss wegen anderweitiger Ordnung des Finanzwesens des Reichs und des Tabaksteuergesetzentwurfs zusammen. — Das Blatt führt ferner aus, die Mittheilung, wonach bereits die Vorlegung eines Zucker st euergesetzes in feste Aussicht genommen sei, dürste einigermaßen verfrüht sein. Entsprechend den Erklärungen des Retchsschatzsecretärs bei der EtatSberathung im Reichstage finden derzeit Erwägungen statt, wie dem Ausbruch einer Zuckerkrists vorgebeugt werden könne. — Der Kaiser schloß seinen gestrigen Marinevortrag (s. Depeschen deS Bureau Herold) mit den Worten: „Machen Sie Bismarck, dem Begründer unserer jColonialpolitik, zn seinem achtzigsten Geburtslage die Freude, die für die Flotte geforderten nothwendigen Summen zu bewilligen. Bremen 9. Januar. Der soeben veröffentlichten Amtsstatistik gemäß wanderten im Jahre 1894 inS- gesammt nur 43,339 gegen 106,291 Personen im Vorjahre auS. Wien, 9. Januar. Aus allen Theilen der Monarchie werden infolge von Schneeverwehungen Verkehrsstörungen gemeldet. Die meisten Posten sind auS- geblieben. Paris, 9. Januar. Die „Agence Havas" veröffentlicht folgende Note: „Da im Verfolg der Verurtheilung von Dreyf us gewiffe Zeitungen fortfahren, die auswärtigen Botschaften in Paris mit der Angelegenheit in Zusammenhang zu bringen, sind wir, um die öffentliche Meinung vor Irreleitung zu bewahren, ermächtigt, wiederholt auf die Note vom 30. November zu verweisen, welche besagte: Gewiffe Zeitungen verharren in Artikeln, welche die militärische Spionage behandeln, dabet, die fremden Botschaften und Gesandtschaften in Paris in die Angelegenheit hineinzuziehen. Wir find zu der Erklärung ermächtigt, daß die betreffenden Angaben jeder Begrüdung entbehren." Washington, 9. Januar. Das Repräsentantenhaus hat den Antrag, die Abstimmung über die Regierungsvorlage, betreffend die Währungsreform, vorzunehmen, mit 129 gegen 122 Stimmen abgelehnt. Die Vorlage ist somit practisch verworfen. Shanghai, 9. Januar. Meldung der „Central News". Der Dampfer „Kungyl" geht von hier nach Shanheikwan, um den chinesischen Bevollmächtigten nach Japaw überzuführen. — Li Hung Tichang ließ den General Wayn kw ai festnehmen, um an ihm die wegen Feigheit zu- dictirte Strafe des Prangers zu vollziehen. Algier, 9. Januar. Der Sturm hat sich verstärkt. In Nemours ist ein Theil des Deiches und der Schutzwälle vom Meer fortgespült. In der Provinz Oran ist starker Schneefall. Depeschen de» Bureau .Herold*. Berlin, 9. Januar. Die GeschäftsordnuugS- com Mission des Reichstages tritt am Freitag zusammen szur Festsetzung der Priorität der gleichzeitig eingelausenen Initiativ-Anträge. ES steht noch nicht fest, wenn die Commission über die Ausdehnung der DiSciplinarbesugniffe des Präsidenten berathen wird.,— Der „Nordd. Allg. Ztg." wird bestätigt, daß der Kaiser in der Sitzung des Slaatsministeriums vom 4. dS. an das Staatsministerium eine Ansprache richtete, welche eine alle Kernpunkte beleuchtende Darlegung der inneren Situation gab und dabei der Lage der Landwirthschaft mit besonderer Wärme gedachte. — Die von der wirthschastlichen Vereinigung des Reichstages eingesetzte Commission hat heute die Berathungen des vom Bunde der Landwtrthe abgeänderten Antrages Kanttz begonnen, ist jedoch über eine Generaldiscussion nicht htnausgekommen. Berlin, 9. Januar. Beim gestrigen parlamentarischen Abend hielt der Kaiser einen längeren Vortrag über die Marine und ließ denselben in der Forderung einer Verstärkung der Marine gipfeln. Der Vortrag ging auf die Elnzelhetten der Angelegenheit näher ein. Der Vortrag zeugte von außerordentlicher Vertrautheit des Monarchen mit der Mol-rle. Rach B.-ndigung des «°rd- d-r «ufi |aal wieder ausgesucht, w° man sich jnr^afel setzte. M- Mtlte nahm der «aller selbst ein und zur Linien und Rechten sahen ReichStagSpräfident von Levetzow und Graf Hompesch, während dem Kaiser und den beiden letzgenannten gegenüber Freiherr von Manteuffel, Ftuanzminifter von Miquel und Freiherr von Stumm Platz genommen hatten. Der Kaiser äußerte sich über den chlnefisch-japanefischen Krieg und rühmte die Kriegsiüchtigkeit der Japaner. Auch auf daS ReichStags- gebäude kam der Kaiser zu sprechen und erklärte, daß er erst auS den Zeitungen ersehen habe, daß die Inschrift: „Dem deutschen Volke" auf der Vorderfront deS Gebäudes fort» geblieben fei. ES machte den Eindruck, als ob er diese Maß» regel nicht billige. Während des ganzen Abends sind weder die Umsturzvorlage noch die Haltung der Socialdemokraten und die Stellung des Reichötagspräsidenten zur Sprache gekommen. Berlin, [9. Januar. Die nationallib. RelchstagSfractron hat heute beschloffen, eine von dem Abgeordneten Hasse beantragte Interpellation wegen Schutzes der Deutschen im AuSlande beim Reichstage einzubringen. Berlin, 9. Januar. Einer Mittheilung des „Vorwärts' zufolge ist der geheime Erlaß betreffend die Ueberwachung der Versammlungen gegen die Umsturzvorlage auch in Sachsen und Hamburg ergangen. Berlin, 9. Januar. In einer Comitefitzung wurde beschlossen, die drei in Berlin bestehenden antisemitischen Blätter „Frei-Deutschland", „Bundschuh" und „Reicksherold" zu verschmelzen und an deren Stelle eine große antisemitische Tageszeitung herauszugeben unter Leitung von Ahlwardt, Stöcker und Prof. Förster. Am 1. März d. I. soll die erste Nummer erscheinen. Berlin, 9. Januar. In der letzten Zett wurden wieder verschiedene Anarchisten»Verhaftungen vorgenommen. Unter Anderen wurden auch der Buchdrucktreiarbeiter Greß und der Tischler Weis in Untersuchungshaft genommen. Breslau, 9. Januar. Die anläßlich der Neuordnung der preußischen Staatsbahnen als überzählig bezeichneten Eisenbahnbeamten werden, wie der „Breslauer Generalanzeiger" aus bester Quelle vernimmt, zum größten Tbeile vorläufig noch weiter beschäftigt, obgleich sie vom 1. April I. ab als zur Disposition gestellt gelten. Die Eisenbahn- verwaliung beabsichtigt die zur Disposition gestellten Subbaltern- beamten zum Zwecke der Erledigung der aus der bisherigen Organisation verbleibenden Arbeitsreste noch bis zum 1. October d. I. zur Beschäftigung heranzuziehen. Karlsruhe, 9. Januar. Die Handelskammer in Pforzheim beschloß, beim Reichstage gegen die Annahme des Antrages Hehl auf Kündigung des Handelsvertrages mit Argentinien Verwahrung einzulegen, weil Argentinien eines der wichtigsten Absatzgebiete für die Bijouterie- industrie sei. Nom, 9. Januar. Aus Kassala wird gemeldet, daß sich dort der Mahdi in allernächster Nähe befindet und die Abficht hat, einen entscheidenden Angriff vorzunehmen. Er verfügt über 12 000 gut ausgerüstete Krieger, sowie 1000 Lanzenretter und genügende Artillerie. Die Italiener sind 10000 Mann stark und besitzen 18 Geschütze. Man befürchtet für den Fall, daß es nicht gelingen sollte, die Mahdisten zu schlagen, den Ausbruch einer Hungersnoth in Kaffala. Brussel, 9. Januar. Anläßlich der wenig günstigen Ausnahme, welche der Plan einer Annexion des Congo» staateS durch Belgien gefunden hat, scheint die Regierung gesonnen zu sein, nur den Ankauf der Eongo-Eisenbahn vorzuschlagen. Pari», 9. Januar. Bei der gestern stattgefundenen Wahl Brissons zum Kammerpräsidenten haben sich die gemäßigten Republikaner, die Ralliirten und die Rechte der Wahl enthalten. Sie hofften dadurch zu bewirken, daß die nothwendige Stimmenzahl nicht abgegeben und eine zweite Wahl erforderlich sein würde. Dieser Plan wurde jedoch vereitelt. Von den 310 an der Wahl theilnehmenden Abgeordneten erhielt Briffon 282 Stimmen, bei der ersten Wahl 249 Stimmen. — Das anttmilttärische Blatt „Conscrit", welches in vielen Exemplaren aus Frankreich in Belgien ein» geführt wurde, ist beschlagnahmt und der Verkauf desselben untersagt worden. Pari«, 9. Januar. Die „Libre Parole" meldet, die Radikalen werden in den ersten Tagen einen Amnestie- antrag für alle politischen Verbrecher einbringen. Loudon, 9. Januar. Die „Times" meldet aus Souel, die Unabhängigkeit Coreas wurde vergangenen Montag feierlichst proclamtrt. Der König von Corea zog mit Civil» und Militärgefolge in den Tempel, wo er am Grabe seiner Borfahren die dauernde Unabhängigkeit Coreas auSrief. — In Sanct Johann (Neufundland) haben gestern hungrige, »icht in Arbeit befindliche Arbeiter mehrere Leb enS- mittelmagazine ausgeplündert. Die Polizei nahm mehrere Derbastungen vor. Coeafcs ttitö jpesviirztelle» Siehe», bett 10. Januar 1895. •• Se. Exeelleuz Staatsminister Finger vollendet am 13. dS. MtS. sein siebenzigsteS Lebensjahr. Man wird es an diesem Tage in Heffen besonders freudig empfinden, baß die körperliche und geistige Frische, welche Herrn Finger vor vielen seinen AlterSgenoffen auszeichnet, zu der Hoffnung berechtigten noch recht lange an der Spitze der hessischen StaatSregierung und damit zugleich einen Wunsch erfüllt zu sehen, der ihm wiederholt und in der gnädigsten Werse von seinem jungen Landesherrn zu erkennen gegeben worden ist. Wir hallen unS aber, so schreibt die „Köln. Ztg." (und wir stimmen ihr freudig bei. Red.), für verpflichtet, des Tages zu gedenken, um einen Staatsmann zu ehren, der sich um sein engeres, wie um daS weitere Vaterland wohl verdient gemacht hat. Nicht allzuweit liegt die Zett hinter uns, da bas An» sehen HeffenS unter mancherlei Einflüffen schwer gelitten hatte. Erst das Jahr 1872 brachte durchgreifenden Wandel. Mit patriotischem und frecheitliebendem Sinne leitete damals StaatSminifter Hofmann, nachmals PräsidentdeS Reichskanzler» amtS und SlaatSsecretär in Elsaß Lothringen, segensreiche Reformen ein, Staatsminister v. Starck führte das erfolg» reich begonnene Werk in gleichem Gerste fort, und mit dem 1. Juni 1884 übernahm Herr Finger, der bereits tm Jahre 1872 durch Staatsminister Hofmann in das Juftiz- ministertum als Ministerialrath berufen worden war, die Leitung der StaatSgesckäste. Wenn Hessen heute als em wohlgeleitetes, dem Reiche treu ergebene» Staatswesen anerkannt ist, so schuldet es dafür Herrn Finger warmen Dank. Auf dem von seinen beiden Vorgängern bereiteten Boden sortbauevd, hat er während seiner mehr als zehnjährig^, Mlnisterthätigkeit vermocht, in einträchtigem Zusammenwirken mit der national und liberal gesinnten Mehrheit der Landesvertretung die Wertbschätzung von Jahr zu Jahr zu mehren, welche ihm die politisch Nahestehenden schon im Beginn seiner ministeriellen Laufbahn entgegengebracht hatten, Andersdenkende aber zu überzeugen, daß sie eS mit einem Manne zu thun haben, den die aus gewiffenhaftester Prüfung gewonnene Stärke der eigenen Ueberzeugung nicht hindert, abweichenden Anschauungen gegenüber allezeit ehrlich, maßvoll und gerecht zu bleiben. Nichts für sich zu begehren, aber in unermüdlicher Pflichttreue alles zu thun, was Liebe zum Vaterland, ein ernst religiöser Sinn und wahre Menschenliebe als dem Gemeinwohl dienlich erkennen lasten, das kennzeichnet die Art, in der Staatsminister Finger sein verantwortungsvolles Amt führt. Möge der Dank aller Wohlgesinnten ihm diese Selbstlosigkeit lohnen!" ’* Der Sicherheit de» Ga8- und WafferwerkSbetriebS wegen sind bei Emeriti von Schneefall, bezw. Frost, die Str aßen kap pen der Hydranten, Schieber und Abstellhahnschächte der Wasserleitung, sowie die Deckel der Syphons (CondensationS-Schächte der Gasleitung) frei und zugänglich zu halten, zu welchem Zweck dieselben durch das Personal des Gas- und Wasserwerks regelmäßig untersucht und in geeigneter Weise gangbar ge» halten werden muffen, womit ein großer Zeitaufwand verbunden ist, besonders wenn, wie es vielfach vorkommt, seitens der mit dem Wegschaffen des Schnees beschäftigten Leute derselbe unachtsamer Weise auf die genannten Bestandtheile der Gas- und Wasserleitung gekehrt wird, infolgedessen burch jedesmalige besondere Wegschaffung des Schnees oder Eises die Arbeit, welche sich unter Umständen auf nahezu 1000 solcher Straßenkoppen u. s. w. erstrecken kann, wesentlich erschwert und vertheuert wird. Die Hausbesitzer oder deren Slelloertreter, insbesondere alle mit dem Wegschaffen des Schnees 2C. beschäftigten Leute werden deshalb ersucht, Fürsorge zu treffen, daß die genannten Theile der Gas- und Wasserleitung durch Schnee und EiS nicht bedeckt werden und jederzeit ohne Zeitverlust zugänglich sind. ♦♦ Fernsprechliuie Frankfurt Gießen. Auf Anregung des Friedberger Stadtvorstandes hin haben mehrere Nauheimer Einwohner an die Kaiserliche Oberpoftdirection Darmstadt einen Antrag — gemeinsam mit Friedberger Jntereffenten — um Errichtung einer Fernsprechlinie Gießen- Butz bach-Bad-Nauheim-Fried berg -Vilbel-Frankfurt a. M. eingereicht. Da sich ca. 25 Theilnehmer zu einem eventuellen Anschluß verpflichtet haben, dürfte die Oberpostdirection dem Projecte in nächster Zeit wohl nähertreten. ** Streit. Gestern entstand auf dem Buttermarkte zwischen einem Bauersmanne und einer Frau von hier eine Meinungsverschiedenheit, welche mit Hilfe der Polizei ge- schllchtet wercen mußte. Die Frau hatte von dem Bauern für ca. 2 Mk. Butter gekauft und demselben einen Thaler zur Bezahlung übergeben. Als die Frau den Rest des Geldes heraus haben wollte, wurde das Bäuerlein fuchswild und behauptete, er habe den Thaler erhalten, denselben aber der Frau wieder zurückgegebev. Beide Parteien führten auf der Polizei Beschwerde, waS eine Visitation des Bauern nach fick zog, und siehe da, daS Dreimarkstück fand sich bei dem entrüsteten Bauern in einer Seitentasche d-S Rockes vor. Obschon derselbe gar nicht wiffen wollte, auf welche Weise der Thaler in seine Tasche gekommen, konnte man ihm die betrügerische Absicht, wenn auch nicht nachweisbar, doch vom Gesichte lesen. ** Ernannt worden: der Gerichtsvollzieher in Lauterbach Friedrich Conrad Becker zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Höchst- der Gerichtsvollzieher-Aspirant Ludwig Rost auS Darmstadt zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Lauterbach. ** Die Offenlegung der deutschen Patentschriften. Wie die Veröffentlichungen deS Kaiserlichen Patentamtes erweisen, wächst der Patentverkehr von Jahr zu Jahr in stetiger Weise und lebt sich immer mehr ein. DaS in den Patentschriften gebotene Material gewinnt in Folge dessen mehr und mehr an Bedeutung für die beteiligten Kreise. Zumeist sind e§ Industrielle, Techniker und Gewerbetreibende, welche unmittelbar durch eigene Erfindungen oder durch die Erfindungen Anderer in die Lage kommen, von den vorhandenen Patentschriften und den bezüglichen Veröffentlichungen deS Patentamtes Einsicht nehmen zu müffen, um einschlagende Gegenstände in Bezug auf Neuheit, auf nachgesuchten oder bestehenden Schutz, auf Dauer oder Verfall des Schutzes u. a. m. zu prüfen. Die von dem Kaiserlichen Patentamte herauS- gegebenen Patentschriften werden u. A. auch der Groß- herzoglichen C e n t r a l st e l l e für die Gewerbe, Darmstadt, Neckarstraße Nr. 3, zum Zweck der öffentlichen Auslegung unentgeltlich überlassen. Dieselben werden mit der Bibliothek genannter Stelle verwaltet und nach Maßgabe der Bestimmungen der Bibliotheksordnung sür daS Publikum zur Benutzung im Leiesaal offengelegt bezw. auch auSgeliehen. Daselbst kann auch Einsicht genommen werden von sämmt- lichen anderen Veröffentlichungen deö Kaiserlichen Patentamtes und von den Gesetzen und Verordnungen, welche daS Patent-, Muster- und Zeichenwesen betreffen, sowie ferner von Werken, welche die praktische Handhabung deS gewerblichen Schutzes barlegen. A Aos de» Ohmthal, 8. Januar. ES ist eine uubc» streitbare Thatsache, daß der Verkauf der landwirth- chastlichen Producte mit dem Ankauf der auS diesen Producten hergestellten Verkaufsobjecte in keinem richtige« Verhältniß steht. Wie da» Schlagwort im Handelsgewerbe vom „unlauteren Wettbewerb", so könnte nicht mit Unrecht ein ähnliches vom „ungerechten VerkaufSverhältniß der land wirthschaftlichen Producte daS actuelle Interesse beanspruchen. Die sür BoikSwohlfahrt eintretende Presse kann nicht genug- »sam für eine Besserung dieses Mißverhältnisses ihre Waffen einlegen. Sattsam bekannt ist eS, daß daS Brod im 8er« gleich zu der tiefen PreiSstuse de» Getreides viel zu theuer verkauft wird. Als der Roggen daS Doppelte des jetzigen WertheS kostete, bezahlte man den Laib Schwarzbrod mit 58 und nur vorübergehend mit 60 Pfg. Hiernach dürfte er in richtigem Verhältniß nur 29 ober 30, statt 38 Pfg-, vic der Fall, kosten. Nur eine Besserung ist seit Weihnachten im Verkauf beS MehleS eingetreten. Man kauft Weizen- mehl, namentlich wo es im Großen bezogen wird von Der- einigungen, zu 12 Mk. den Centner, daS von vortrefflicher Qualität ist. Ebenso ist daS Schwarzmehl, baS zur Bieh- sütterung verwandt wird, von 8 Pfg. auf 6 Pfg. per Pfund herabgegangen. Wie das Brod, so ist der Preis deS BiercS auf bem Lanbe ein viel zu hoher, in keinem Verhältniß zum Preise der Gerste stehender. Wen» auch der Bierconsum auf dem Lande gegenüber dem der Städte viel geringer ist, so muß doch' daS Bier auch auf dem Lanbe al» ein Volks nahrungsmittel bezeichnet werden. AIS solches bürgert et- fich seit der Branntweinvertheuerung immer mehr ein und würde sich noch weit umfassender einbürgern, wenn cS eben auf dem Lande nicht zu theuer wäre. Bezahlt man doch hier den Schoppen Bier (>/, Liter) im Durchschnitt mit 16 und 17 Psg., die Flasche Bier mit 25 Pfg. (ohne GlaS). In den Städten kauft man den Sckoppen für 12, in Mainz sogar für 11 Pfg., die Flasche für 18 Pfg. Dabei ist meist die Qualität dcs LandbiereS noch eine schlechtere. Mar wende nicht ein, die Fracht deS BiereS biS zu den Ortschaften vertheuere den Preis- die Brauereien fahren daS Bier den Wirthen gern vor die HauSthür. Noch mehr wie beim Bier ist der Preis des Weines ein unverhältnißmäßig hoher, fällt aber bei uns weniger ins Gewicht, weil der Wein eben seines hohen Preises wegen keinen Anspruch al» Volksnahrungsmittel machen kann. Wie könnte er eS hier auch, wo man nur zu häufig daS Liter Wein zu 60 Psg. ein- und zu 1,20 Mk. und mehr noch verkauft. Dann find es die Fleischpreise, die nie in gesunder Balance zu den Ver» kaufSpreisen deS ViehcS stehen. Wenn man in der Welterau, wie von Nidda aus berichtet wird, daS Pfund Rindfleisch mit 60 Pfg. bezahlt, warum muß man hier 65 Pfg. dafür auf» wenden? Für das Pfund Schweim fleisch bezahlt man aller» bingS weniger wie in ben Stäbteu, hier 60 Pfg., basür aber auch wieber um so mehr sür 1 Pfund Wurst, nämlich jahraus, jahrein, ob die Schweine billig ober theuer, 80 Psg. für da» Pfund, und sei eS nur Leberwurst. Man möge darum wie von „unlauterem Wettbewerb" im Handelsgewerbe auch von „ungerechtem An» und VerkaufSverhältniß" der landwirtb schaftlichen Producte Notiz nehmen uad mit ersterer auch letzterer Beseitigung fordern. -n- Aus dem Kreise Büdiugeu, 9. Januar. In Nr. 4 deS „Büdinger Allgem. Anzeigers" vom 8. d. MtS. erschien ein Artikel mit der Ueberschrift „Ein VolkSbllbner im dunkle» Oberhessen", der an Geschmacklosigkeit, grober Unwahrheit und widerlicher Kriecherei daS Stärkste leistet, was zur Lobhudelei deS Herrn vonSa.cher-Masoch in Lindheim bisher verübt worden ist. Die Schmiererei verdient darum etwa» niedriger gehängt zu werben, sonst könnte eß auSfthen, als hielten die Leute ben offenbaren Nonsens süc wahr. Nach diesem famosen Scriptum fand Herr v. Sacher-Masoch „am Fuße des Vogelsbergs noch einen „dunklen" Winkel, in be» baß Licht ber Bildung bisher nicht gedrungen sei." Wo» bet unS in Hessen für Volksbildung, Mittel- und Gelehrtenschulen, für Ackerbau' und Handwerkerschulen gethan wird, ist so allgemein in Deutschland und bis nach Amerika bekannt und anerkannt, baß man sich fragen barf: RappeltS bem Artikelsckreiber im Kopfe oder ist ihm irgendwo eine Sckraube los? — Weiter heißt eß: Er (Sacher-Masoch) sah da» Land mit Unwissenheit, Aberglauben, Undulbsamkeit und Rassenhaß erfüllt unb empfand Erbarmen mit bem Unglück lichen Volke. Wer konnte Helse»? Wer denn anberß als Herr von Sacher-Masoch selbst!" Mose», Christus, Paulus, Luther unb — —--Herr von Sacher Masoch gehören in Zukunft zusammen. Merkt Euch bas, Ihr Wetterauer. Die Wirkung auf die DolkSverebelung ist so bedeutend, baß „bisweilen schon bie bloße Erscheinung ber Mitwirkenbe« einen mächtigen Einbmck macht", verkünbigt baS Pamphlet. Und daS alles erfahren wir erst jetzt. DaS Machwerk schließt mit ben Worten: „Man sieht, eine neue Zeit beS Lichts, ber Wahrheit unb beß Glückes ist für Hderhessen angebrochen. Möge ber eble DolkSbeglücker noch reckt lange mit unge» schwächter Kraft unb 'mit bem gleichen Erfolge zu unserem Besten thätig sein." Wir bemerken bazu: Der liebe Gott gebe seinen Segen, baß in einigen Köpfen keine egyptische Finsterniß auSbricht, sonst reicht Heppenheim nicht auß. De« Herrn von Sacher-Masoch trauen wir Verstand und Ueber» lefjung genug zu, daß er eine solch kindische Sckmiererel weder selbst gefertigt, noch bestellt hat. Gott schütze mich vor meinen Freunden! wird er außrufen, sobald er da» un» begreifliche OpuSculum durchlesen hat. Wtr geben bem Herta bie Versicherung: Wo ber NonsenS gelesen wirb, brtcht Mn» grheureS Hohngelächter los — — und baß wirkt nicht bloß in Paris, sondern auch in ber Wetterau tödtlich. Sau-Algesheim, 6. Januar. Verflossene Woche wurden einem jungen Weinhändler, ber eine lehr reiche Fra» auß ber Pfalz geheirathet haben soll, bie Möbel unb der Wein zwangsweise versteigert. Leider waren baß keine Weine entnom« Ä? WL' ClpQ, I» J Piech f c'eii"61«1'. £ 5° „ ft»«# VE ft.ftfjiBit ist eine S M f Quag, *) .htainfi würbe ben Schl f ' »mientq, »• B K«« 6. ShtsiavxlegrrM • tW die fltiB In neuen Stift' M W 'n drn 0 Qjre ßinriitongen iergunfl eines Feston ntt ber längsten u f^rrn hohen, weißgedi mit weiten Kacheln uttb grau emaittirtet W einen wchhafl Wd. > btt D sich, ganz frtiftehtnb, breite Gathetb, in ßetS »ehr als 100 tuf btfftn Platte Feuer auigtießt tot «u§erbem zwei von reiche Bratiöhren unb Ter Abzug ist unter! Entflammt angebra« jtbtm Augenblicke so' M Staunen nur n -achten tonn«! ond M Vorbehalten. Ih Mten, mit ernM HMchm, lenst eine MmextiaiM oal\ \ ragi in ber Mitte o.'rlchliehbare Spies »-werte erhalten a>eguag, an denen! * erben können. Lin ffoloffaler Wärrneschra iu tiefem em Appart b e lärnrntlich mit £ '*c bafc ber Rod) eS t Seite er bie Hitze a lch» M- An ben . y®1 Deeosta ^llhrNachmitta "*♦ Kinzenbach Mh S*“ * •w gesperrt: Ödheim o. b Binzenbach - ^Men Rab w pafsttbat sieben, ben 8. <48 S fcja * Has *i d« u *™e anbe. ;i" Ärj* ,l im 7«d- reffe I» W ».Lrsr 15 5 W1 ®ppen für 12, in Mainz i Pfg- Dabei ist meist eine schlechtere. Man irres brtz zu den Ort- Brauereien fahren das utzthür. Noch mehr mit S ein unverhilltnihmäbig r ins Vernicht, weil der 'gen keinen Anspruch als Wie könnte er es hier Liter Wein zu 60 Psg. och verkauft. Dann sind »der Balance zu den Ber. eun man ta der Welterau, das Piund Rindfleisch mit hier 65 M bafüt auf- Mch bezahlt man aller« hier 60 Pfg., dafür aber 1 Wurst, uömiich s^ruuS, , theuer, W W B bat Man möge darum wie Handelsgelverbe auch vor erhaltvitz" der landtvirtd^ !n und mit ersterer auch n, 9. Januar. In Rr. -! - vom 8. d. Mts. erschi» Sin Volksbildner im duvklei M, M*11 i.iile ich«,»««*» hiod) in LindheimbiShtt ,rei verdient darum etwa» «(»« st- * sCstf ?Ä?5 SeI-ä von -eL Wlerauei. klung ist i° m,tiviikendt' ,chrinung ®er Pamphle!' ,:°'Ss ein« L angebt»*01- für 8i«*e mi‘ * ((«41" 6,1 ^e( lleti * iken dazu, {j f egtip"^' jgtn »dpfen ' fln5. De- hi^"L7°> a ®*J.f, f Stviielt" - tinnll tSdtliöi' jjutbt“ . »ehr, firabern stinkende, faule Jauche. Fünf Stück wurden der Pfuhlkartte übergeben. Ein Lagerfaß, fünf Stück haltend, fällte mit Rathwein gefüllt fein. Mit einem Gummischlauch wurden die Proben entnommen, doch als man die zweite Probe entnehmen wollte, war es nicht mehr möglich, etwas herauszu- bringen, denn die Blechhülse, welche mit Rothwein gefüllt im Faffe hing, war leer. Zum Gaudium aller Steigerer wurde dieses Blechrohr aus dem Faß hervorgebracht und gefunden, daß dieses mit Wasser gefüllt. Welche Enttäuschung für die Gläubiger, die sich schon in vollem Besitz ihrer Forderungen glaubten, leider aber sehen mußten, wie die leeren Fässer mehr kosteten, als die vollen. Die Gau-AlgeS- hetmer haben den Wein mit dem Namen „Köcherwein" belegt. Erdenket -erhungernden und stierenden Vogel im Schnee I Vermischter. • Hanau, 9. Januar. Unter Hinterlassung bedeutender Schulden und Mitnahme vieler Juwelen ist der Juwelier Schröder in Baden-Baden durchgegangen. Auf seine Festnahme ist eine Belohnung von 400 Mk. ausgesetzt. Der hiesige Platz wird durch Schröders Flucht geschädigt. • Hanau, 9. Januar. Die Direction unseres Stadt« theaterö wurde den Schauspielern Oppmar und Jaritz auS Cassel übertragen. • Bayreuth, 9. Januar. AuS Furcht vor einer Strafe r rsch oß sich heutcMorgen der Sergeant Heinemann vorn 6. CheveavxlegerS-Regiment. • Als die großartigste Küche der Welt wird diejenige im neuen Reichstagsgebäude bezeichnet. Dieselbe be- flnbet sich in den gewaltigen Gewölben des Erdgeschosses. Ihre Einrichtungen gestatten mit Bequemlichkeit die Besorgung eines Festmahles von mehr als 1000 Teilnehmern mit der längsten und complicirtesten Speisenfolge. Mit ihren hohen, weißgedünchten Gewölben, ihren langgedehnten, mit weihen Kacheln bedeckten Wänden und ihren schwarz und grau ernaillirten, ungeheuren Apparaten gewährt die Küche einen wahrhaft überraschenden und ganz eigenartigen Anblick. In der Mitte des imposanten Raumes befindet sich, ganz freistehend, der 51/3 Meter lange und li/2 Meter freite Gasherd, in dessen Mitte ein großes Bain marie stets mehr als 100 Liter kochenden Wassers bereit hält und auf dessen Platte 14 Töpfe ober Pfannen zugleich dem Feuer ausgesetzt werden können. Unter der Platte haben außerdem zwei von beiden Seiten zu bebtenenbe umfangreiche Bratröhren und mehrere Wärmschränke Platz gefunben. Der Abzug ist unterirdisch. An jeder Ringöffnung ist eine Zündflamme angebracht, die es dem Koch ermöglicht, in jebem Augenblicke sofort daS größte Feuer zu erzeugen. Mit Staunen nur wirb der Kenner diesen Zauberherd betrachten können, und doch ist ihm die größte Ueberraschung noch Vorbehalten. Unter einem in Eisenconstruction herge- stkllien, mit emailiiiten Blechziegeln abgedcckttn, riesigen Baldachin, lenkt eine neue Gruppe von Apparaten unsere Aufmerksamkeit auf fich. 2!/2 Meter hoch und ebenso breit ragt in der Mitte der mit einer vernickelten Rolljalousie verschließbare Spießbrat-Apparat auf. Zwei selbstthätige Drehwerke erhalten hier die Spieße in unausgesetzter Bewegung, an denen die denkbar größten Braten hergestellt werden können. Links reiht sich an den Spteßbrater ein kolossaler Wärmeschrank an. Recht- erhebt sich als Pendant ju diesem etn Apparat mit vier Grill-, Brat- und Backöfen, die sämwtlich mit Ober- und Unterfeuerung versehen find, so daß der Koch eS vollständig in der Hand hat, von welcher Seite er die Hitze auf sein entstehendes Kunstwerk einwirken lasten will. An den Flügeln endlich schließen sich niedrigere Herde a«. Links ein solcher mit zwei Feuerungen für außer- ordentlich große und deßhalb schwer zu handhabende Kessel, rechts ein Herd mit zwei eingebauten Bouillonkeffeln, in denen 320 Liter Bouillon zugleich gekocht werden können. Die Feuerung ist hier so meisterhaft regulirt, daß die Bouillon die dicht über dem Boden befindlichen Abzugshähne vollkommen geklärt verläßt. Links neben der Küche liegt ein VorrathSraum, in dem der 5 Meter lange, 2i/2 Meter hohe Riefen-E'Hschrank besonders merkwürdig ist. * Ein Opfer des Schnürens. Die als Kittie Thrrel bekannte Lond oner T änzerin ist das Opfer deS Schnürens geworden. Die 34jährige Künstlerin spielte in der Pantomime „Dick Whirtington und seine Katze"- im ersten Act stellte sie die Ratte vor und im zweiten Acte sollte sie nach Absingen eines Liedes die Scene tanzend verlassen und hinter die Coulissen treten. Hier stürzte sie ächzend nieder. „®uter Gott, schnürt mich auf und holt meinen Mann!" waren ihre letzten Worte. Als der Mann kam, sand er eine Leiche. Der Arzt conftatirte als Todesursache zu starkes Schnüren, wodurch die Organe am Functioniren gehindert wurden. * Lateinische Genusregelu. In den Decembertagen deS Jahres 1870 waren unter den norddeutschen Gymnasiasten folgende Verse über das Schicksal von Pa^i.s verbreitet, die einem Berliner Gymnasium entstammten. Von einem witzigen Schüler, dessen Name unbekannt geblieben, war die allen Quintanern bekannte Regel von den vielen Wörtern auf is so umgeschweißt worden: Viele Dinge sind auf is Längst verschwunden in Paris: Panis (Brod), piscis (Fisch) sind am ünis (Ende), Und von canis (Hund) blieb nur crinis (Haar), Selbst die saure cucumis (Gurke), Fehlt schon längst, auch mugitis (Meerfisch), Und etwas ganz Rares tst Felis (Katze) und das Mäuschen glis (Haselmaus), Und, Paris, was ist dein finis? Ignis (^euer), lapis ((Stein), pulvis (Staub), cinis (Asche.) CUetaiut und Aorist. — »Neueste Erfindungen und Erfahrungen" auf den Gebieten der pi attischen Technik, 6leciroiecbmi, der Gewerbe, Industrie, Chemie, der Land- und Hauswirthschaft rc. (A. Hartlebens Verlag in Wien). P'änumerationspreis ganzjährig für 13 Hefte franco 7.50 Mark. Einzelne Hefte für 60 Pfg. in Briefmarken. — Diese gewerblich-technische Zeitschrift, welche hiermit in ihren zwetund- zwanzigstenJahrganq tritt, verfolgt nur rein practische Zwecke. Die Mitarbeiter sind nur Männer der Praxis, welche am besten die wirklichen Bedürfnisse der Techniker und Industriellen zu ermessen verstehen. Die Zeitschrift, reich an Originalbeiträgen und conftructioen Abbildungen, bietet einen vollständigen Ueberblick über alle Fortschritte im gewerblichen Leben. Besonders werthvoll erscheint es, daß in dieser Zeitschrift immer practische Wege zu neuen Erwerbsarten, verbesserte Arbeitseinrichtungen und practische Anleitungen zur Erhöhung der Eoncurrenzsähigkeit gegeben werden. Dadurch empfiehlt sich dieselbe von selbst für jeden Vorwärtsstrebenden. — Ein Räuverleben führt er, stiehlt, raubt, mordet und schleppt seine Beute in die tief im Walde versteckte Hohle. Kein Wunder, daß der Jäger dem rothhaarigen Spitzbuben nachstellt, wo er nur kann, und ihm mit ®ift, Fallen und Schuhwaffen Abbruch zu thun versucht, denn so ein vermaledeiter FuchS kann in einem schwach besetzten Revier die ganze Niederjagd verderben. Kein Junghase ist vor ihm seines Lebens sicher, kein brütendes Rebhuhn — selbst die Enten weiß er im Schilf zu beschleichen, und man kann die Fachliteratur, welche immer und immer wieder den rücksichtslosesten Krieg gegen Reinecke predigt, darin nur unterstützen. Besonders die in Cöthen, Anhalt, erscheinende Jagdzeitschrift Hubert«-* ist eifrig bemüht, durch Zusammenstellung reichhaltiger Slraslhatenregister aus Reineckes ©ünbetleben, den Eifer der »Jäger stets von Neuem auszufrischen. Und das hat Erfolg, denn Der „St. Hubertus" ist das verbreiteste deutsche Jagdjournal, welches jin j der Waidmannsfamilie auf dem Lesetisch liegt. ES bietet neben der sachlichen auch eine Fülle unterhaltender ßectüre und kann sich üi seiner Ausstattung mit unsere» elften Famllieu- journalen messen Probenummern versendet der Verlag gratis und franco. Verkehr, £ano» unfc Volkswirthschaft. Limburg, 9. Januar. Fruchtmarkt. Rother Westen X 11.40, weißer Weizen X 00.00, Korn X 8.30, @etfte X 0.00, Hafer X 5 10. Eingesandt. Gießen, 9. Januar 1895. Würde es dem Veteranenverein in Vereinigung mit dem Marine- oerein nicht möglich fein, vielleicht anläßlich des Geburtstages Seiner Majestät des Kalse>s den bereits geschildert, n Abend zu wiederholen. Wir meinen nämlich Theater und lebende Bilder der Wetbnachts- feter. Wenn es mir ver stattet sei, so möchte genannten Vereinen empfehlen, bei einer etwaigen Wiederholung darauf zu achten, daß nicht wieder solche Calamiläten auftreten wie letzthin. Schreiber dieses gehörte selbst zu denen, welche zwar recht- und srühzeitig da roarenr-jebod) in die Nachbarschaft nach Stühlen gehen mußten. Es trifft hierbei den Gastwnth Herrn Harnikel keine Schuld, denn auf eine solche Völkerwanderung war derselbe wohl nicht vorbereitet. Ader durch Zuhouselassen vieler, oft kleiner Kinder wäre wohl mancher Stuhl frei gewesen, und die Mehrzahl der Anwesenden nicht in die Lage versetzt morden, auSzurusen „Ein Königreich für einen Stuhl.* Sehr schade war es, daß bei den herrlichen lebenden Bildern auf der Bühne das Oberlicht fehlte, wodurch dem Effect des Ganzen große E nbuße geschah. Ich gebe mich der Hoffnung hin, daß diese Zeilen noch mehr Wünsche regen und die genannten Vereine sich gewogen fühlen, ihren vielen Freunden und Gönnern nochmals einen vergnügten Abend zu bereiten, wofür ich mir gestatte, schon im Voraus Dank auszuspr.ch n. Ergebenst Kr. Briefkasten. K. 8t. 80. Mit anonymen Zuschriften befassen wir uns grundsätzlich nicht. Lesen Sie nur den „Gaßener Anzeiger", besonders den amtlichen Theil, genau durch, so werden Sie die gewünschte Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. Freitag Abend Ubr, Samstag Vormittag 8«» Uhr, Nachmittag 3 Uhr, Sabbathausgang 5^ Uhr. Henneberg-Seide — nur ächt, wenn direct ab meiner Fabrik bezogen — schwarz, weiß und farbig, von 60 Pf. blsMk. 18 65 per Meter-glatt, gestreift, karrirk gemustert, Damaste rc. (ca. 240 oersch Qual und 2000 versch. Farben, Dessins rc.), porto- and steuerfrei Ins Haus. Muster umgehend. 197 — Beim jetzt erfolgten Eintritt des Winters macht sich wiederum der Mangel frischer Gemüse in unseren Küchen sühlbar und zwar umsomehr, als in Befolgung der uns von namhaften Aerzten uno Naturforschern als richtig empfohlenen Ernährungsweise „gemischte Kost" unsere mancherlei schmack- und nah,haften Gemüse meh-. Würdigung und V rwendung als früher finden und nun um so empfindlicher verm'ßt werden. Wer die Vorgänge auf dem Gebiete der neueren Industrien verfolgt, weiß, daß die Frage „Beschaffung eines vollkommenen Ersatzes guter frischer Gemüse zu jeher Jahre!- .eit" in durchaus befriedigender Weise ihre Losung gesunden, seitdem durch ein geeignetes Trockenverfahren Gemüse aller Art im Großbetrieb nicht nur behufs unbegrenzter Haltbarkeit präservlrt, sondern untefr der Bezeichnung „Trockengemuse" dem Cdnsumenten P oducte geboten werden, die fich thatsächlich von frischen Gemüsen weder nach Farbe, Aussehen, Nährwertb. Geschmack noch B-kömmiich- keit unterscheiden. Die Präservensabrik von Landgraf & DUrkt in Bamberg verdient hier in erster Lmie genannt zu werden; die Erzeugnisse dieser Firma — gewonnen aus den zarten und aromatischen Rohvroduclen der renommtrten Bamberger Gärtnereien — haben schon länger die Beachtung competentester Fachleute und die regelmäßige Verwendung in den bedeutendsten VerpflegungSanstasten gefunden und kann der practischen Hausfrau nicht genug empfohlen weiden, fich dieses Ersatzmittels vorurtbeilsfrei zu bedienen. Im Preise nicht theurer, als frische Gemüse zur Saison, lasten sich Trockengemüse, ohne sonderliche Vorsichtemaßregeln leicht und bequem ausbewahren. Sie sind transportfähiger als frische ober ein geschlagene Waare, gelesen, geputzt, geschnitten, zum sofortigen Gebrauch per arbeitet, geben nicht den geringsten Abfall und ermöglichen hierdurch und durch die ihnen eigene hohe Kochfohigkeit nicht zu unterschätzende Ersparniste an Zelt und Brennmaterial. 35 25 446 Nutzholzversteigerun- In der heutigen Vorstandssitzung wurden die 3V2°/o Partial Obligationen 20 40 10 471 100 3 75 60 600 Nr. n und Wagnerholz), Kiefern-Abschnitte mit 20 fm (26—40 cm mittl. Durchm.), meist Schnittholz), Kiefern-Abschnitte mit 26 fm (17—30 cm mittl. Durchm.), Bauholz, Fichten-Abschnttte mit 18 fm (15—18 cm mittl. Durchm.), Bauholz, Fichten'Derbstangen mit 35 fm, Gerüst-und Lattenstangen, Baum- von Nachmittags 2 Uhr an: EichewSchnittholz-Abschnitte I. Cl. mit 35 fm (von 40—70 cm mittlerer Durchmesser), Eichen-Schnitt Holz-Abschnitte II. Cl. und „ Werkholz-Abschnitte mit 22 fm (von 30—50 em mittlerer Durchmesser), Stämme — 7,48 fm. Die Zusammenkunft ist auf dem Wege von Muschenheim nach Lich über die Hard beim Eintritt in den Wald auf Mulchenheimer Seite- find passirbar. Gießen, den 8. Januar 1895. Das Commando des II. Bataillons Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm. Dienstag den 22. Januar I. Is. ollen öffentlich vet steigert werden: von Bormittags Uhr an: 300 Fichten-Bauholz-Abschnitte mit 65 fm, 340 Fichten-Derbstangen mit 20 fm, V 16 rm Fichten-Reiserstangen (Baumstützen), und anschließend an die Eichennutzholzversteigerung im Fürstlich Lich'schen Aald nach Ankunft des Zuges von Lich 107 cm Durchm, 2-14,8 m Länge = 131,18 fm; 6 Buchen - Abschnitte von 41—71 cm Durchm-, 3,4 bis 11 m Länge — 9,38 fm; 26 rm E'chen- Weikschelter, 19 rm Elchen- Schefierdrocken. Nutzholzversteigerung im Arnsburger Walde. Mittwoch den 16. Januar l. I. sollen in den Districten Nußgarten, Kl. Seif, Hain, Kalkofen und Hardt Arnsburg, den 7. Jauuar 1895. 485 Gräfliche OberfSrsterei. Arnsburg, den 9. Januar 1895. 486 Gräfliche Oberförfterei. rm Eichen-Nutzfcheitholz (Glaserholz, Küferholz rc.) Zusammenkunft: Vormittag» im District Hinterwald (auf der Heide) bei Nr. 1, Nachmittags im District Tannengarten. Hchmßchmnz in hrr fiirltl. (Oberförfterei Fich. Montag de« 21. gattttat, vo« Vormittags prüctS 9Vs Uhr an im Distritt Hardr Buchen: 510 rm 6(beiter, 380 mb Knüppel, 260 rm Stöcke, 57 Hdt. Wellen. — Eichen: 58 rm Knüppel, 80 rm Stöcke. 17 Hdt. W-lle». — Sonstiges Holz (Bl'ken , Linden- und Nadelholz): 52 rm Knüppel, 27 rm Stöcke, 11 Hdt- Wellen, dabeiBesen- reifer. 50 Birken - Stämme un6 Stangen — 3,95 fm; 3 Ahorn-Abschnitte — 0,29 fm; 15 Fichte». Stämme — 8,99 fm; 13 Kiefernöffentlich versteigert werden: 1 Linden-Abschnitt mit 1,18 fm (50 cm mittl. Durchmesser), 120 Elchen-Abschnitte mit 45 fm (18-47 cm mittl. Durchm.), meist Bau- und Wagnerholz und etwa 4 fm Schnittholz, Buchen-Abschnitte mit 28 fm (30—”67 dm mittl. Durchm.), Schnitt- Bekanntmachung. Am Dienstag, den 15. Januar d. Is., findet zwischen! 1 und 3 Uhr Nachmittags ein Schießen mit scharfen Patronen nördlich und 1 nordöstlich Kinzenbach mit Schußrichtung auf den Himberg statt. Das , Gelände zwischen folgenden Orten ist während dieser Zeit für jeglichen ! Aerkehr gesperrt: Rodheim a. d. Bieber — Oelmühle — Bahnhof Kinzenbach — Kinzenbach — Schwalben-Mühle — Rodheim a. d. Bieber. Die Straßen Rodheim—Gießen, sowie Waldgirmes—Heina—Bieber stützen, rm Fichten-Reiserstangen, Baumstützen, Lattenstangen, rm Etchen-Nutzscheitholz, 3 rm Eichen-Nutzprügelholz (Pfosten), 7 rm i Dienstag den 22. Januar, von Kiefern-Nutzprügelholz und 2 rm Linden Rollen. | Bora»i«ta«s präcis 10 Uhr au in Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr im District Nußgarken am Doch den und giller Fußpfad. : ~ ~ Die Versteigerung wird so zelttg be- 25 Lit. A. mit Mk. 400 — endet werden, daß die Herren Steigerer 90 200__ noch mit Zug 12se ab Lich nach Hungen -rv „ u " ZUU1 L _ zur Elchenschn l'holz - Versteigerung im zur Rückzahlung gezogen. Die Inhaber dieser Obligationen werden ersucht, grSflich Lauboch'schen Feldhelmer Wald den Betrag derselben bis zum 1. April l. I. bei unserem Gemeinderechner gelangen können. pber bei dem Bankhaus Jacob Grün-wald in Sichen ,u erheben^ da von diesem Tage die Verzinsung aufhött. i flra^e und franko oeifanbt Friedberg, 6. Januar 1895. Zusammenkunft in d^mDistrictFuchs- Der Vorstand der israel. Religionsgemeinde. ,vra"ch beim E ^wSchnttiholz. S. Loeb. 470 Dr. Dicffenbath. t 165 zu Flur XXI, Was kann > frisch geschossene, per Stück 3,20 Jl zu 221 hab>n bet Wildhändler Ebel. 9674 Jacob Häueser, 8ubroigftro6e. Emil Orbig Frau Lüttenberger, SelterSweg 67. 8978 mit Logis ist alsbald vUVCH z« vermiethen empfiehlt täglich frisch 449 Karl Germann 389 Renen BLue 11. FlWk KrkDkl täglich bei 356 Vermischte Anzeigen in 484] 466 [182] Frankfurter Börse vom 9. Januar 1895. 4Vs°/o Oesterr. Silbenente 105.00 1887 3'/«% Frankfurter Hyp. Bk. dto. 3V.% Darmst. Bk.-Sctien Bester 276 Wetterau 477] In einem hitstgen Geschäft ist die Stelle eineS «omptoiristen «ud Verkäufers zu besetzen. Offerten unter A. 10 be örde't die Exoedition d. Bl. Carl Schulze II., Echillerftratze, W. Hammel, Gründe» g>rnratze. Heinrich Hahn, Bismarckstrotze. 94.H0 103.75 103.‘<0 104.20 4J/o Ung. Gold-Rente 3% Portugiesen 6°/0 Mextcaner 4°/q Monopol-Griechen von *8.30 10200 25.50 70.1« 32.60 101.60 105 10 104.71 100.40 105.- 108.- dritter und Klein-Linden: XX11/179. Strebel-Tinte, s J.RickerscheBuchhandlung, Giessen Weigel, Klein-Linden: Nr. 7, 7a, 8,3. Kaspar Weller Ehefrau, geb. Jung, Flur XX, Nr. 101. XXII/180. Georg Höhl, Bahnhofstraße, Heinrich Zell, Neustadt. Georg Kinkel, Kreu,platz zu vermiethen. Näh« res daselbst an dem Mangel wärmerer Kleidung. 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Bezüglich der nachstehend bezeich» neten Grundstücke kann der Eigen- thumserwerb, resp. die Zahlung der Kaufschillinge nicht genügend urkundlich nachgewiesen werden: I. Gemarkung Anuerod. Philipp Groß II., Annerod: Flur I Nr. 565, 717, 881, 886. II./80, 226, 417, 564, 675, 755, 860, 909. III./ 170, 240, 413, 456. IV./55, 168, 447, 532, 606, 651, 743. V./220, 235, 408, 409. VI./142, 308, 354, 395. VII./23, 27, 32, 36. I./7O3ylo. V./361 VI./2914/10,326i/10.L/136.IV./168. II. Gemarkung Garbeutcich. Heinrich Licher II., Garbenteich: Flur VII. Nr. 383 X/733. III. Gemarkung Gießen. .Anton Lenz und Ehefrau, geb. I. Klingel Höffer, Asterweg. Kreppei täglich frisch bei 318 F. Noll, Hofbäcker, Mäusburg. .ib7j atUtrhr. 5 eine Wobnung von 6 Zimmern, Bletchplatz, mit vllem Zubehör ist bis zum 1. April ondcrwett zu vermieden. Earl Demulh Wtw. 4ö8J Ein kleine- Log'S zu vermiethen- ________________G ünbergerstraße 8- 461[ Kleines Logis xu vermietben. ftz. 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Grünbergerstr- 44. 33ö] Logls zu vermuthen. __________________Frankfurterftraße 23. 350] Das von Herrn Regierungsrath Jost bewohnte LogtS, 5 Zimmer nebst Zubehör, Grünbergerstr 22, ist bis zum 1. April z vermiethen Näheres Heinrich Aatz, Grünbergerftraße 20.___________ 468] Laden mit Logis im Windecker- schen Hause am Kreuz sofort zu oer- miethen Näheres bet Herrn Rechtsanwalt Labroifie^__ Hausirer für gut gehenden Artikel gesucht. Näheres Exped d. Bl._______414 4 5] Tüchtige, junge, gewandte Fahrburschen mit guten Zeugnissen zum sofortigen Eintritt gesucht. Eleetra, Versandt von amer. Katseröl und Ealon-Petroleum._______ LehrtingsfieÜe nach Ostern offen sür einen braven, jungen Mann mit guter Schulbildung bet Emil Roth, Verlagsbuchhandlung, Marburgerstraße 20, Gießen. 463] Ein braves Dienstmädchen gesucht von Frau Carl Becker, Eieftnro?g_l._ /Rcfifiht ein braves Mädchen, das 15,5 ^UUJI kochen kann und Hausarbeit versteht, am liebsten vom Lande. 411 Nordanlage 33, 8. Ti 153 501 Oesterr. Credtt-Acttm Seldsorie« ♦US I 16.17 I Franz. Banknoten 20.32 Oesterr. dto. 4.16 I Amertc. jeder sauber und bil gestellt in der