füll Nr. 159 Erstes Blatt. Mittwoch den 10. Juli 189» Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gissten. Gratisbeilage: Gießener Iamitienökätter. £n detail sPreise«. ■Wt:! I««'" ’Ä‘ Ä j ■ä*M mnal-AvgabengesetzeS tn dritter Lesung genehmigt. Nächste Reichsgericht Justizrath Seelig. Zunächst wurden die 11 Zeugen und 4 Sachverständigen Berlm, 8. Juli. Ueber den Schluß der Landtags- | aufgerufen, und zwar waren es folgende: 1) Criminal- 'c8un g ist vorläufig so viel bestimmt, daß er Mittwoch den ! schutzmann Nicolaus Barbary aus Metz, 2) Polizeirath Carl Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. röräu ♦ latz. ♦ tuet Art. ♦ puck, ♦ ♦♦♦♦♦♦ Berlin, 8. Juli. Im Abgeordnetenhause wurde heute der Gesetzentwurf, betreffend Abänderung von Amts- »erichtsbezirken, in erster, zweiter und dritter Lesung berathen and tn der vom Herrenhause festgesetzten Faffung ange- «»Amen, ebenso die Vorlage über die Abänderung des Com° «uual-AbgabengesetzeS tn dritter Lesung genehmigt. Nächste Die Anklage wurde vertreten durch den Reichsanwalt Schumann, als Vertheidiger fungtrre der Rechtsanwalt beim m. Stouetei fsens) ut bestem «tte Annoncm-Bureaux des In- und Auslands nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 5875 ? Eule 2luguft Söijn, Straßburg i. Els., 3) der frühere Sergeant, letzige Zuchthausgefangene Friedrich Franz Schreiber, z. Zt im Zuchthaus zu Waldheim, Sachsen, 4) Vicefeldwebel Karl vom Kgl. Sächs. Fuß°Artillerie-Reg. Nr. 12 in Metz, 5) der Kanonier Friedrich Reinhold von demselben Regt- ment, 6) der Grenz - Polizei - Commissar Bauer, Metz, 7) August Fasset, Angestellter bei der Zeitung „Messin" (Metz) aus Noveant, 8) Eigenthümer Oscar Dezavelle, Montigny, 9) der Kaiserl. LandgerichtSrath Schiber, Metz, 10) der pensionirte Depotfeldwebel Carl Meinecke zu St. Privat bei Montigny, 11) der Beamte bei dem Kaiserl. RegterungS. Präsidenten zu Metz. Jean Cheri, daselbst. Als Sachverständige waren geladen und erschienen: 1) Arthur Henze, vereideter Sachverständiger für Handschriftenvergleichung zu Leipzig, 2) Benedict Drehfuß, Ge- richtsschreiberamtScandidat zu Metz, welcher als Dolmetscher diente, 3) Major Heinrich und 4) Major v. Eberhardt, beide vom Kgl. Kriegsministerium Berlin. Zunächst wurde der Sachverständige Dreifuß als Dolmetscher vereidet, worauf Reichsanwalt Schuman den Antrag stellte, während der Dauer der Verhandlung die Oeffentlich- keit auszuschließen und zwar wegen Befürchtung der Gefährdung der öffentlichen Ordnung und zumal der Staatssicherheit, da im Laufe der Verhandlung eine Reihe von Dingen zur Sprache kommen würde, die eine öffentliche Behandlung nicht angemeffen erscheinen lassen- insbesondere die Polizeibeamten aus Metz würden ihre wichtige Aussagen kaum thun können, falls die Oeffentlichkeit nicht ausgesetzt würde. Dem Anträge wurde hierauf stattgegeben. Die Publicatton des Urtheils ergab, daß es sich doch nur um die Auslieferung eines Geschütz - Zünders handelt, welchen der Sergeant Schreiber dem penfionirten früheren französischen Polizeibeamten Jsmert in die Hände gespielt hatte. Wer den Cylinder C. 92, von dem Schreiber wußte, daß er geheim gehalten werden mußte, an Jsmert gegeben hat, ist nicht festgestellt worden. Hanns hat sich der Beihülfe zum Verbrechen gegen § 1 des Reichsgesetzes vom 3. Juli 1893 schuldig gemacht, indem er mit seinem Fuhrwerk so gefahren hat, daß Jsmert in Jouh getroffen werden konnte. Das Urtheil lautete gegen Hanns auf 4 Jahre Zuchthaus, 8 Jahre Ehrverlust und Polizeiaufsicht. Der Metzer Spionageproeetz. R. S. Leipzig, den 8. Juli. (Nachdruck verboten.) Schon vor einiger Zeit glaubte man in Metz landeS- verrätherischen Umtrieben auf der Spur zu sein- infolgedeffen wurde zunächst die bekannte Frau Jsmert, Frau eines PoltzeicommiffarS, in Untersuchungshaft genommen, doch wurde die Frage, ob ein Verbrechen im Sinne von § 86 des St.-G. B. (vorbereitende Handlungen zu einem hochver- rätherischen Unternehmen) vorltegt, verneint. Frau Jsmert mußte daher wieder freigelaffen werden, doch lenkte sich der Verdacht, in die Sache verwickelt zu sein, nunmehr gegen den Sergeant Schreiber vom Kgl. Sächs. Fuß-Artillerie- Regiment Nr. 12 in Metz, gegen den sich so viel Belastendes ergab, daß derselbe unlängst vom Kriegsgericht tn Straßburg zu acht Jahren Zuchthaus verurtheilt wurde. Zugleich deuteten Verdachtsmomente daraufhin, daß ein Feldwebel Mein ecke und der Kohlenhändler Hanns aus Montigny in die Sache mit verwickelt seien. Während aber gegen Meinecke der Verdacht schwand, verdichtete er sich gegen Hanne immer mehr und mehr, zumal als sich herrausstellte, daß zwei seiner Knechte unter Auffallen erregenden Umständen plötzlich über die Grenze entwichen waren. Man sprach davon, daß diese zwei Knechte - französische Offiziere waren, welche diese Verkleidung gewählt hatten, um so unauffällig als Fuhrleute oder Kohlenabträger Zutritt zu den Casernen und Forts zu erlangen. Auf Grund der Voruntersuchung durch den damit beauftragten 1. Strafsenat des Reichsgerichts wurde nunmehr gegen den Kohlenhändler Andreas Hanns aus Montigny bei Metz Anklage wegen Verbrecheos wider die §§ 3 und 1 des Reichsgesetzes vom 3. Juli 1893, gegen den Verrath militärischer Geheimniffe in Verbindung mit § 47 Str.-G.-B. erhoben. Die Hauptverhandlung wurde heute Vormittag 9 Uhr eröffnet. Der Gerichtshof besteht aus dem vereinigten 2. und 3. Strafsenat und setzt sich zusammen aus dem Senatspräsidenten v. Wolff als Vorsitzenden, dem Senatspräsidenten Dr. Löwe, den Reichsgerichtsräthen Kienitz, Toussaint, Schmalz, Mittelstaedt, Boettrich, v. Bruchhausen, Neisse, Kaufmann, v. Dinklage, Plank, Schulte, Dr. Olshausen, als Beisitzer Gerichtsschreiber Kanzleirath Rößler. | .10- d- Mts. erfolgt. Die osficielle Festsetzung des Schlusses ist noch nicht möglich, weil das Herrenhaus morgen und übermorgen noch Sitzungen abhält. Erst Mittwoch kann der Nachtragsetat zur Berathung kommen. Das Abgeordneten« Haus muß also die Entscheidung über das Depofitengesetz und den Nachtragsetat abwarten. Berlin, 8. Juli. Hente Vormittag 11 Uhr erfolgte °uf dem Bckhnhofe zu Eberswalde ein Zusammenstoß zwischen einem Sonderzuge, der von Berlin nach Swinemünde abgelaffen wurde, und einer Locomotive, wobei die Maschine des Sonderzuges und der Packwagen aus dem Geleise sprangen. Der Zugführer und ein Schaffner des Zuges wurden schwer, mehrere Passagiere leicht verletzt. Berlin, 8. Juli. Im Herrenhause wurde heute die Novelle zur Apotheker-Ordnung nach den Beschlüffen des Abgeordnetenhauses angenommen. In gleicher Weise genehmigte das Haus das Stempelfteuergesetz- ebenso wurde die Vorlage, betreffend die Bewilligung der Staatsmittel zur Verbefferung von Arbeiterwohnungen nach dem Beschluß des Abgeordnetenhauses erledigt. Schließlich kamen mehrere Petitionen zur Erledigung. Nächste Sitzung morgen 1 Vs Uhr. Jagdschein-Vorlage. Budapest, 8. Juli. Gestern fanden hier drei stark besuchte Arbeiter-Versammlungen statt, welche sämmt- lich gegen die internationale Socioldemokratie Stellung nahmen. Es wurde die Gründung einer nationalen Arbeiterpartei beschloffen als Mittel gegen die Verbreitung der socialiftffchen Ideen. Funfkirchen, 8. Juli. In der vergangenen Nacht entfernten unbekannte Demonstranten den kaiserlichen Doppeladler auf dem Gebäude des hiesigen Corps- Commandos. Brufiel, 8. Juli. Gestern Abend explodirte der Kessel eines Dampfschiffes auf dem Canal von Lacken. Vier Personen wurden getödtet. Eine nach Tausenden zählende Volksmenge strömte zu der Unglücksstätte. Deutscher Reich. Dresden, 8. Juli. Am SamStag fand in Dresden in Gegenwart des Königs Albert die Einweihung der neuen prächtigen Elbbrücke statt, welche zu Ehren der Königin den Namen Caro la-Brücke erhielt. Am Sonntag Vormittag begab sich der König von Dresden nach Chemnitz, um dem daselbst stattfindenden Mitteldeutschen BundeSschießen beizuwohnen. vierteljähriger Av»n«eme«t»prei», 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Siebaction, Expedition und Druckerei: Sckiutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. ger kraße Rr.l [3025 ns Lagers zu • Ml. ie Vlouse nach । Der Gießer»" Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Die Gießener As«mitte«ötä11er werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Ausland. Srauica, 7. Huli. Hierselbst wurden zwei Frauen mit einem Individuum, das sie als ihren Diener ausgaben verhaftet und nach Petersburg transportirt. Bei dem angeblichen Diener soll ein Koffer mit nihilistischen Schriften gefunden worden fein. Kichmer Anzeiger General-Anzeiger. » 116 13 in ■i. Das 33. Mittelrheinische Kreisturnfest. Der Fest-Montag konnte sich, Dank der günstigen Witterung, genau im Rahmen der Feftordnung entwickeln. Nach voraufgegangenem Weckruf der Regimentscapelle fand bereits früh 6 Uhr eine Sitzung der Kampfrichter statt, welcher punkt 7 Uhr das Einzel - Wettturnen folgte,- die Betheiligung an demselben war eine große, so daß auch hierbei wieder der Verechnnngsausschuß eine große Arbeit -u bewältigen hatte. Dem Turnen wohnte eine große Zuschauermenge bei, wie denn überhaupt mit Beginn des Vormittagsconcerts der Besuch des Festplatzes ein überaus reger wurde. Um 3 Uhr Nachmittags fand in der Festhalle das große Festessen statt, an welchem ca. 200 Personen aller Stände und Berufe theilnahmen. Der erste hierbei von Herrn Provinzialdtrector Freiherr v. Gagern aus« gebrachte Toast galt Sr. Majestät dem Kaiser und Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog. Herr Provinzialdirector v. Gagern sprach ungefähr Folgendes: Zu Tausenden find die Turner in unsere Feststadt eingezogen, — Tausende eines turnerischen Sinnes, eines Strebens und Ringens: den Körper zu schulen, zu stählen, tüchtig zu machen und zu erhalten für den Kampf des Lebens! Aus deutschem Bürgersinn und ächtem, nie verzagenden Mannes- muihe hervorgegangen, hat keine andere Art des Sports in ähnlichem Maße unser ganzes Volk erobert, wie das Turnen. Die Heranwachsende Jugend und kräftige Männer füllen die Reihen der Turner aus welchen gestern selbst ehrwürdige Greise ihr Gut Heil uns zuriefen. Der friedliche Bürger und das Volk in Waffen ringt gleichmäßig um den Turnerpreis und auch das schöne Geschlecht tritt tn den Turnschranken an: das ist kein bloßer Sport, kein Spiel mehr das Turnen ist und wird immer mehr fein eine ernste und richtige; Se.tr der Erziehung des deutschen Volkes. Zu einem mächtigen Bunde haben die deutschen Turner sich zusammengeschlossen, und treu hüten sie die Prinzipien ihres Vereins: kein Platz ist in ihren Reihen für vergiftendes Partei-Gezänke und -Getriebe und stets werden sie sich bewußt bleiben, daß in der Einigkeit auf turnerischem Boden ihre Stärke wurzelt! Es war nicht immer so; und in aufgeregten Zeiten hat man, nicht zum Gedeihen der wirklichen Turnsache, einfettige politische Ziele vei folgen zu können geglaubt. Abgeklärt steht heute ihre Organisation da; in einem Gefühle aber hat sich bei den Turnern nichts geändert und wird sich nichts ändern: in der Alle umfassenden und Alle vereinigenden Liebe zum deutschen Vaterlande, ohne welche es keinen rechten Turner gibt! Ein ruhmreicher Krieg gegen ben Erbfeind hat das Hauptideal der alten deutschen Turner verwirklicht und dem eifersüchtigen Zwiste der deutschen Staaten ein Ende gemacht; und freudig erkennen wir Ileuefte Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Burcau. Berlin, 8. Juli. Der Reichstagsabgeordnete Roesicke richtete ein Schreiben an das nationalliberale Wahlcomitv in Deffau, worin er mittheilt, dvtz sein Standpunkt von demjenigen der nationalliberalen Partei in den Fragen des Umsturzgesetzes, der Tabak- und Branntweinsteuer, Antrag Paasche über die Zuckerfteuer, der Münzconferenz, ferner auf dem Gebiete der socialen Gesetzgebung abweiche, er also nicht mehr als geeigneter Vertreter der natioualliberalen Partei erscheine und deshalb sein Mandat in die Hände seiner Wähler zurücklege. Meseritz, 8. Juli. Reichstagsersatzwahl. Nach dem nunmehr vorliegenden definitiven Resultat erhielt Qn^8iCvmloto6fi (Retchsp.) 5183, v. Szymanski (Pole) 8042 und Herfarth (Antis.) 3601 Stimmen. Stockholm, 8. Juli. Nach der gestrigen Tafel im Schlöffe Drottningholm schenkte König Oskar dem deutschen Kaiser eine genaue Copte des silbernen Pokals, welchen die Bürger von Nürnberg im Jahre 1632 dem König Gustav Adolf von Schweden widmeten. Der Pokal ist ein Meisterwerk deutscher Renaissancekunst und stellt den Erdball dar, auf den Schultern des Atlas ruhend. Belgrad, 8. Juli. Im Jntereffe der Festigung der öffentlichen Sicherheit wird zur Ausrottung der Hai ducken m einigen gebirgigen Grenzbezirken Serbiens von der Regierung noch in dieser Session der Skupschtina eine Gesetzesvorlage betr. entschiedener Maßnahmen gegen das Haiducken- thum eingebracht werden. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 8. Juli. Ueber den Tag der Abreise der Kaiserin mit den vier jüngeren königlichen Prinzen und der Prinzessin nach Saßnitz find feste Bestimmungen noch nicht getroffen. Berlin, 8. Juli. AuS Drottningholm wird gemeldet, daß der Kaiser gestern Abend aus GripShalm, wo kaS Diner eingenommen wurde, hier eingetroffen ist. Abends halb 8 Uhr fand das Souper statt. Der Monarch befindet sich wohl. Berlin, 8. Juli. Reichskanzler Fürst Hohenlohe hat Cronberg, nachdem er der Kaiserin Friedrich auf Schloß Frtedrichshof einen Besuch abgestattet hatte, verlassen und sich nach Alt-AuSfee begeben. Berlin, 8. Juli. Der „Reicheanzeiger" meldet die Ver- Irchung des Großkreuzes des Rothen Adlerordens mit der küniglichdu Krone nebst Eichenlaub und Schwertern am Ringe an den Ceremonienmeister Grafen Eulenburg. Berlin, 8. Juli. Der BundeSrath wird in diefer Woche noch eine Plenarsitzung abhalten und alsdann in die Sommerferien gehen, die sich alljährlich bis in den Monat Hcptember erstrecken. Berlin, 8. Juli. Zum Präsidenten des kaiserlichen Patentamts ist dem Vernehmen nach der Vortragende Rath im Reichsamt des Innern, Geheimer Ober-RegierungSrath v. Woedtke, in Aussicht genommen und vorläufig mit der Bahrnehmung der Geschäfte des Präsidenten beauftragt toct gedenken. — In besonders hervorragender Weise find die Genanntem betheiiigt an der wesentlichsten Thätigkeit deS ganzen Turnfestes! Mit scharfem Blick und gereiftem Urtheil, gegründet auf eigene Leistungsfähigkeit in der Kunst des Turnens, sowie auf den Satzungen, welche für die Werthbestimmung der einzelnen Uedungen vereinbart wurden, sind die Bewerthungen des Kampfgerichtes, die nach Punkten und Bruchtheilen von Punkten zählen, mathemaischr genau, unantastbar richtig! Diese große Prüfungsarbeit, die den Stunden edlen Wettkampfes gegolten, ist nun soweit abgeschlossen, daß sich Kampfgericht und Berechnungsausschuß etwas Ruhe gönnen und sich den Freuden des Festes hingeben dürfen! Dank und Anerkennung dieser Körperschaft! Mögen die erfreulichen Ergebntsie, welche der edle Wettkampf aufwetst und ihre Bewerbungen wie ein gutes Samenkorn wirken, befruchtend und anregend, damit die ersehnte Zeit näher rücke, wo in einem großen, gesunden Volkskörper auch eine große, gesunde Volksseele wohne, damit uns vornehmlich aus der Turverei erwachsen mögen: tüchtige Mitglieder der menschlichen Gesellschaft, wackere Bürger des Vaterlandes, hilfreiche Brüder allen Bedrängten, auf daß insbesondere unser deutsches Volk immer lest stehe auf den Grundpfeilern gesunden Volksleben-, welche nie anders heißen werden als: „Frisch, fromm, fröhlich, frei'." t t m In dieser Gesinnung dem Kampfgericht und dem BerechuungS- ausschuß ein dankbares dreifaches Gut Hell! Herr Heidecker toastete, indem er die zum Gelinge« des Festes getroffenen Einrichtungen lobte und den Vorrednern für das der Turnerei gezollte Lob seinen Dank abstattete, auf die Vertreter der Ausschüffe. Herr Roth erme l brachte mit Hinweis auf die hervorragende Mitwirkung der Damen zum schönen Verlauf deS Festes ein „Gut Heil" auf die Damen Gießens, insbesondere die Turnschwestern auS. Das Festesten war gegen 6 Uhr beendigt. Die Zubereitung der Speisen war vorzüglich und gebührt den. Wirthen der Festhalle, den Herren Feidel und Seb old, alle Anerkennung. Das Schauturnen der Schüler hiesiger Schulanstalten nahm unter Leitung der Herren Dr. Pitz, Lehrer Leib und Mar golf wieder denselben schönen Verlauf wie bei der Vorfeier am 30. Juni. Reiche Beifallsbezeugungen wurden den jugendlichen Turnern von dem den Turnplatz dicht umstehenden Publikum zu Thetl. Der Sprung von der Jugend auf das Jünglings, und Mannesalter, wie er in dem nun folgenden Kürturnen der geübteren Turner des Mittelrhein- kretseS gewagt wurde, gelang vorzüglich, denn die Kürturner ernteten großen und wohlverdienten Beifall. Ungeheuer war der Andrang, als nach 9 Uhr Abends von der Vorturner- tribüne aus die Sieger beim Einzelwettturnen verkündigt wurden und begeistert das „Gut Heil", das dem Namen eines Siegers jedesmal folgte. Unter Musikbegleitung wurden die Sieger nach der Festhalle gebracht, wo sie auf dem Podium Aufstellung nahmen und daS auf sie ausgebrachte „Gut Heil" erwiderten mit einem „Gut Heil" auf die Feftstadt Gießen. Die errungenen Preise wurden an den einzelnen Tischen gehörig gefeiert, mancher Tropfen darauf getrunken. Wie bei der Vorfeier, so waren es auch gestern wieder die Auf. führungen der Turnmannschaften, besonders aber die Darstellung von Marmorgruppen, welche einen ungeheuren Andrang in der Festhalle veranlaßten und danach brausenden Beisakl fanden. Während in der Festhalle das Concert unserer RegimentScapelle die Festgenosten lange zusammenhielt, wurde auf dem Festplatze nach den Weisen der Bauer'schen Capelle flott getanzt. Das Wettturnen der 273 Wettturner war Nachmittag» 22) Wilhelm Bamberger, Marburger Turnv. 533/4; Karl Gölzenleuchter, Bornheimer Turngem. 533/4; Wilh. Roffel, Wiesbadener Turnv. 533/4; Wilh. Ziegler, Gießener Turn- verein, 539/4, — 23) Karl Gnau, Offenbacher Tv., 53V« 24) Karl Gräbener, Hanauer Turnges. 53V4, — 25) E. Gröninger, Jdarer Tv. 52^4- Gg. Drexel, Höchster Turn- gern. 521/4/ — 26) Peter Emmerich, Offenbacher Turnges. 52; Gg. Noll, Gr.-Krotzenburger Turnv. 52, — 27) Rob. Seil, Wiesb. Turnv. 5P/3; H. Rocker, Wormser Turngem. 5P/2; Joseph Häuser, Schwanheimer Tv. 5P/a; I. Kohl, Hanauer Tv. 5P/2, — 28) Robert Braun, Franks. Turn- nnb Fechtclub, 501 /2; F. Daniel, Höchster Turngem. 5072; Ernst Heller, Oberrader Turngem. 50 V2 / Karl Schuckhard, Bornheimer Turnges. 50 V2/ — 29) Lorenz AlthauS, Heddern- heimer Tv. 501/*; Wilh. Fladuug, Bockenhetmer Tu. Borw. 50i/4, — 30) Heinr. Weller, Gießener M.-T.-D. 50- Franz Kölner/ Addier Tu E M-, O*1® ®oti 2urn> »• 8 ; offenb- *8'1 c Sait««« T-t ■ Cbno'l’1“.1, V’““ jaaltntt M-1 -t-bn-tkl 2K gcd)tn6d®- ® UM •** M N-u'3seub Srtzln, Lockeuh Heute jDie ßchaubühue in i wm Fechten ai munter viel < Den Beginn m 10 Uhr die Feil folgte, i° MNl sah, oder dir« zahl der Turne Sallbliitigkeit a Am ersten @11 oxbntt, währen^ der Punktzahl z rin Fechten mit Hause eintrat. Nachstehend gehabten PreiSfe 3?'/;, 2) Georg Lsstnbach, 342/3, Alke, Flanksurt, 7^ Bartholoniaus ' Theater. NtdenktdieOprn IMutttion Bon' r« grdru. Dir G spiel btlm wir, daß rS nur Publikum zu reg Geseü/chast, wie 1 derfttgt, und bag li* baS Neue/ iwurif, vor Rem «DerBogelhä! "elche ja bereits Wad) alledem könm IMtzreiche Abende iftin^eden, dah der "nchi zurüllbiriben !$.Dt Turnfahrt nQ w« Sbel die Fg l1”'" d-- W-, ,t 0»* ta. 100 , und zM ,cine8 Frühstück । •Äinmoifi Jen , Nmifta Eft"« i»«4S6* | *28 3h, 2 __ * *AN?genjal Our 23»«» "" 1. 40 Nr. 315/.. 116 23 91, V”- |*'22» 5?“^ " 53 erhebt den Volksgeist. Ich habe dieTurneret eine der besten Volkseinrichtungen j genannt und Sie gestatten mir, daß ich diese Bezeichnung recht« ; fertige. Wir leben in einer Zett, die in der Vergangenheit ihres gleichen nicht gehabt hat, in einer Zeit, die man in gewiffem Sinne eine eiserne nennen könnte. Eiserne Wege vermitteln den Verkehr, eiserne Drähte übertragen das geschriebene, wie das gesprochene Wort, ja den Schall und Klang der Töne im Augenblick über Tausende von Meilen, wie sie lichtsprudelnde Kraft vermitteln, die mit dem Glanz unseres Tagesgestirns wetteifert; eiserne Maschinen verrichten die feinsten und schwersten Arbeiten; die eisernen Waffen sind zu furchtbarer Vollkommenheit entwickelt 1 Die Bedienung der Maschinen, die Arbeit in den Fabriken, in den Bergwerken, in den Verkehrsanstalten, der Dienst im Landheer und in der Marine stellen die größten Anforderungen an die physische Kraft, bis in die kleinsten Erwerbszweige hinein wird sie intensiv in Anspruch genommen. Eine solche Zeit kann keine Schwächlinge brauchen, sie bedarf, wenn ich so sagen darf, eiserner Menschen, sie bedarf Menschen, deren Körper durch Uebungen ausdauernd, gewandt und kräftig ist. ipi Aber noch größer sind die Anstrengungen des Geistes, die unsere Zeit verlangt! Frühzeitig muß das Kind zu lernen beginnen, langeJahre bis zum Mannesalter muß der Knabe und Jüngling lernen und nachdem er daS heutige Normalmaß geistigen Könnens und Wissens erlangt hat, tritt er in einen Eoncurrenzkampf ein, in dem eben zum Erfolge dieses Normalmaß nicht genügt, in dem die volle Kraft dauernd eingesetzt werden muß. Die schwierigsten Probleme sind es in Wissenschaft und Technik, die heute den menschlichen Geist beschäftigen, bahnbrechende, niemals für möglich gehaltene Entdeckungen fallen in unsere Tage. Meine Herren! Wenn man unter Cultur den Inbegriff alles dessen versteht, was menschliche Thätigkeit auf geistigem und körperlichem Gebiete schafft, dann ist unsere Zeit die des höchsten Eulturzustandes. Und doch ist sie es nicht! Kein Volk ist bis jetzt auf der denkbaren Culturhöhe angelangt, zahlreiche Wünsche bestehen, die allgemeine Wohlfahrt liegt noch in weiter Ferne, eine weitere Eulturentwickelung muß deshalb angestrebt werden, namentlich in der Richtung einer harmonischen Ausbildung der Nation, der Heranziehung eines gesunden, geistig und körperlich kräftigen Geschlechts. Eine der vornehmsten Eulturarbeiten in diesem Sinne find die Leibesübungen, ist das Turnen. Die Leibesübungen machen unser Geschlecht kräftig und ausdauernd und geeignet, den schweren Anforderungen an die physische Kraft zu genügen; sie erhalten das Volk gesund, sie verleihen den Menschen bis in das Alter hinein eine größere Widerstandsfähigkeit gegen schädliche Einflüsse, sie sind deshalb ein wichtiges Mittel der Gesundheitspflege und damit ist ihr Werth für die Volkswohlfahrt und die Cultur ohne Weiteres gegeben. „Es giebt nichts, was dem Leben Kraft, Sicherheit und Dauer in dem Maße verschaffen kann, als freiwillige Muskelbewegung." Hufeland (Makrobiotik). Das Turnen ist aber auch nothwendtg, damit ein Gegengewicht bestehe gegen die übermäßigen Anstrengungen des Geistes, es ist nothwendig, damit die Ausbildung der Nation eine harmonische sei. Die antike Welt hat uns daS Vorbild gewährt für die harmonische Ausbildung von Körper und Geist. Gymnastische Spiele bildeten einen Haupttheil der Jugenderziehung, körperliche Abhärtung, Geschicklichkeit, schönere Bildung, Muth, Gegenwart des Geistes in Gefahren, Vaterlandsliebe waren ihr Zweck. Oeffentliche Gebäude von unermeßlicher Größe und auffallender Pracht verkündigten schon den hohen Werth, den man auf die Gymnastik legte: dort erschienen Redner, Philosophen, um die Gedanken zu wechseln, Jünglinge und Männer, um sich körperlich zu üben, Kränkliche und Schwache, um sich durch Uebungen zu stärken, Jung und Alt, Arm und Reich, durch alle Stände, um zu sehen, sich zu belustigen, theilzunehmen." Das Turnen hat aber für unsere "Nation unter den geaen- wärtigen Zettverhältnissen besonderen Werth, weil es dem Ganzen bient, weil es zugänglich ist jedem Einzelnen, auch dem Aermften im Volke und weil es ein Moment zur Ausgleichung der Klassen-Gegensätze von großer Bedeutung ist. DieTurneret kennt keine Unterschiede des Ranges, der Geburt, des Vermögens, der politischen Stellung; auf neutralem Boden führt sie die Blütbe der Nation zusammen, hoch erhebt sich der nationale Geist des Turners über den Streit unserer Tage, der Turner Höhe drang. „ m ! Auch heute noch haben Volksfeste großen Styls ihre Be- ; rechtigung: gerade in einer Zeit, in der das Alltagsleben, in der die , materiellen Interessen die Menschen ganz und gar in Anspruch j nehmen, in der die Klassengegensätze erweitert und vertieft sind, I fltrabe in einer solchen Zeit thuen festliche, unpolitische, von materiellem ( Jnteressenstreit freie Volksvereinigungen noth. ( Sie führen auf neutralem Boden die Volksklassen zusammen; nahe Berührung schleift Härten und Kanten ab, in froher Bewegung werden die Klüfte übersprungen, die sonst die Menschen trennen und die sonst zu überbrücken man sich ängstlich hütet. i Wo aber festlich sich vereinigen die Genoffen und Förderer i einer Bestrebung, die, wie die Turnerei, eine der besten Volks- ; einrichtungen ist, da gilt, was von großen Volksfesten allgemein < g iagt werden kann, in erhöhtem Maße: edel-sittlich ende, das \ Alltagsleben befruchtende Gedanken gehen von solchen Festen j aus, daS Streben nach menschlicher Vervollkommnung, nach wahrer ' Verschönerung des Lebend, das das Wesen der Turnerei bedeutet, 4 Uhr beendet. Die PreiSvertheilung fand unter großem Andrang des Publikums nach 9 Uhr statt und hatte folgendes Resultat: 1) Theodor Kahlet, Franks. Turn- und Fechtclub 68J/4 — 2) Fritz Funk, Hanauer Turngem. 6474; Philipp Schauermann, Sachsenhausener Turnges. 64y4 — 3) Adolf Gräbe, Offenbacher Turnverein 63— 4) H. Merte, Offenbacher Turnv. 623/4; Herzberger, Mainzer Turnv. 623/4; C. Angermeier, Frankfurter Turn- und Fechtclub 623/4, — 5) Franz Schott, Offenbacher Turnges. 613/4, — 6) Adolf Herbert, Kleinfteinheimer Turn- u. Fechtclub 61, — 7) Emil Schwab, Wiesbadener M.-T.-V. 603/4, — 8) Christian Wüst, Bockenheimer Turngem. 60V4, — 9) Georg Frankl, Wiesb. M.-T.-V. 60; Michael Paul, Heusenstammer Turnverein 60, — 10) Philipp Mark, Kreuznacher Turnv. 593/4;, E. Meny, Jdarer Turnv. 59’/4; H. Henz, Bornheimer Turngem. 593/4; E. Häusler, Franks. Turn- u. Fechtclub 59»/4,— 11) Nicolaus Winkelmaher, Franks. Turn- und Fechtclub 59, — 12) Karl Wehner, Franks. Turngem. Georg Küchenbrod, Offenb. Turnv. 58V2, — 13) Wilhelm Jöckel, Gelnhausener Turnv. 58y4, — 14) C. Heuser, Gießener Turnv. 573/4, — 15) Fritz Frick, Btebericher Turnges. 57, — 16) Christian Würfler, Wiesb. Turnv. 56- Louis Pflug, Giunheimer Turnv. 56, — 17) T. Helmer, Rödelheimer Turnv. 55y4, — 17) F. Reihser, Frankfurter Turn- u. Fechtcl. 55 Großyerjogthum Hesse«. / Toilette rett-Seife. Sommerstoffe ä 65 Pfg. per Meter Loden u. Cheviots ä Mk. 1.75 per Meter Thermometer: min. 4- 9° R., max. +23° R. Hygrometer: Gewttterbildung. Zu haben in allen i Parfum e risn & Droguerieni Nur 25 Pfg. das Stück! Bejste Seife für Hautpflege laut amtlichem Gutachten! C. Naumann, Offenbach a. M_ Seifen- und Parfümerie - Fabrik. Streit, wobei der eine seinem Gegenüber drei Messerstiche versetzte, die diesen auf der Stelle tödteten. Der Thäter wurde in Haft genommen. * Luxemburg, 5. Juli. Ein unerhörtes Verbrechen wurde in der Ortschaft Vtonville verübt. Ein Vater schlug seinen zehnjährigen Sohn ans Kreuz. Herbei- geeilte Leute nahmen den blutenden Knaben herab, welcher ohnmächtig ins Spital gebracht wurde. .Der Unhold, welcher die That im Wahnsinn begangen zu haben scheint, wurde festgenommen. Die Volksmenge wollte ihn lynchen. Temperatur der Lahn und Luft nachReaumur gemesien am 9. Juli, zwischen Hund 12 Uhr Mittag«' Wasser 17V8o, Luft 22° im Schatten. Rübsamen'sche Bade- und Schwtmmanstall. Ruhe für 2 Pfennige erhält man vor Fliegen, Schnaken, Flöhen usw. durch „Dalma". Für 2 Pfennige davon tobtet alle F,liegen usw. eines Zimmers, der Küche oder Stallung in 3 Mtnutm unter Garantie. Für Menschen und Hausthiere unschädlich. Glas 30 u. 50 Pfg., dazu gehöriger Patentbeutel 15 Pfg. In allen Apotheken auf Lager. In Gießen in der Hirschapotheke. 5664 rMtterungsausfichtO« am 9. Juli Mittag« 12 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage). Groh, Fechenheimer Tv. Vorw. 50. Es erhieten ferner lobende Anerkennung: R. Haßler, Bornheimer Turn- gem.- Philipp Mcnz, (Saftei; Heinr.'Fechter, Hanau- Heinrich Dörner, Wiesbadener M.-T.-V.; Wilh. Ltstmann, Darmstädter Turngem.- Wilh. Ettling, Bockenhetmer Tgm.- Franz Kleinschnitz, Bockenheimer Tv.- H. Kirch, Bruchköbel- Oöcar Möller, Bockenh. Tgm.- Anton Hahn, Mainzer Tgs.- Georg Ey, Bornh. Tgm.- Joseph Stadermann, Frankfurter Turn- u. Fechtcl.- Otto Jodig, Hanauer Tgs.- Martin Schott, Offenb. Tgs.- Karl Klein, Offenb. Turnv.- Ludwig Heim, Offenb. Tv.- Hugo Eisermann, Hanauer Tgs.- Ferdinand Wolf, Nidda- A. Großmann, Franks. Turn- u. Fechtclub- Valentin Güntling, Biebrtcher Tgs.- Otto Neuber, Hanauer Tgs.- Ernst Heine, Oberstein- Wilh. Homberger, Bornheimer Tgm. - Julius Weitzel, Ober-Ingelheimer Tgm.- Karl Köhler, Hanauer Tgm.- Theod. Best, Offenb. Tgs.- Joh. Gebhard, Oberurseler Tv.- Karl Kitzinger, Fechenheim- Deister, Gau- Algesheim- Karl Grobe, Offenb. Tv.- Karl Günther, Marburg- A. Sattler, Biederer Tv.; Valentin Hegemer, Bornheimer Tgs.- I. Müller, Offenb. Tgm.- Georg Guyot, Darmstädter Tgm.- Wilh. Diehm, Nieder-Bieber- E. Spät, Obersteiner Turn- u. Fechtclub- Martin Schmitt, Sachsenhausener Tgs.- H. Knodt, Niederrader Tv.- Philipp Jung, Btebricher Tv. - Jos. Kreis, Biederer Tv. - Georg Oestreich, Fechenheim- Wilh. Pielhaupt, Wiesbadener M.-T.-V.- H. Urban, Bockenh. Tgm.- Hugo Wehrum, Gonsenheim- Adam Koch, Neu-Isenburg- Gg. Neffeldreher, Heuchelheim- Rudolf Kritzler, Bockenh. Tgm.- Otto Mayer, Obersteiner Tgm. Heute (Dienstag) früh 9 Uhr traten auf der großen Schaubühne in der Festhalle 47 Mann in bret Abteilungen zam Fechten an. Es mochten ungefähr 1000 Zuschauer, darunter viel Studenten, in der Halle versammelt sein. Den Beginn machte ein Stoßfechten. Hierauf traten um 10 Uhr die Fechter mit Säbel an. Schlag auf Schlag erfolgte, so mancher gute Hieb wurde ausgetheilt, mancher saß, aber die meisten wurden meisterlich parirt. Die Mehr- za.hl der Turner theilten ihre Schläge mit einer Ruhe und Kaltblütigkeit auS, die geradezu bewunderungswürdig war. Im ersten Gang werden die Fechter nach der Größe geordnet, während dieselben in den übrigen zwei Gängen nach der Punktzahl geordnet sich gegenüber treten. Hierauf fand ein Fechten mit Schlägern statt, worauf um */zll Uhr eine Pause eintrat. Das Fechten war gegen 1 Uhr beendet. Nachstehend das Ergebniß des heute Vormittag statt- gehabten PreiSfechtenS: 1) Heinrich Mayer, Frankfurt, 37Vs, 2) Georg Eberts, Worms, 35V3, 3) Gustav Weber, Offenbach, 342/3, Emil Schorn, Frankfurt, 34, 5) Gustav Lücke, Frankfurt, 33, 6) Christian Heß, Bornheim, 33, 7) Bartholomäus Rüttgers, Bornheim, 30. Glaser-Diamanten, größte Auswahl, sowie Anleitung im Schneiden bet 303 2. Hirz, Seltersweg 22. ** Fleischversorguug während des Festes. Damit Gießen während oeS Turnfestes nicht in Verlegenheit kommen konnte, hatte der Viehhändler Hamann Jacob in Cöln auf der Mastvieh-Ausstellung neun schwere Schlachtochsen erworben und an hiesige Metzger weiter verkauft, darunter ein besonders schönes Prachtexemplar, das einer Collection angehörte, die einen Ehrenpreis der Stadt Cöln erhalten hatte. Das Thier selbst war noch mit einer silbernen Medaille aus- gezeichnet worden. ** Mit Scheinwerfern wurden gestern Abend vom Wasserthurm der Gail'schen Fabrik aus einige gelungene Versuche gemacht. Der ziemlich intensive Lichtstrahl reichte weit über den Festplatz hinüber. — Hierbei sei besonders hervorgehoben, daß Herr Commerzienrath Gail seine electrische Beleuchtungsanlage auch in den Dienst der Decoration gestellt hat. Während die von seinem Hause nach dem gegenüberliegenden ziehende Guirlande eine Bogenlampe trägt, sind an den am Hause selbst angebrachten Laub- und Tannengewinden in Form von Lilien Glühlichter in verschidenen Farben angebracht, was am Abend einen herrlichen Anblick gewährt. ** Zu den Festvorbereituugeu. Es erscheint auffallend, daß vor dem Fest so außerordentlich viele Häuser neu getüncht und gestrichen worden sind, und müssen wir in Anerkennung dafür, daß im Allgemeinen den auswärtigen Gästen Gießen int schönsten Lichte gezeigt werden sollte, namentlich eins hervorheben, welches ein Kaufmann auf dem Seltersweg hat Herstellen lassen. Das HauS ist in italienisch-französischer Art prachtvoll in Marmor gehalten und gebührt dem Meister für die schöne Arbeit alle Ehre. Auch die an den Säulen desselben Hauses angebrachte Farbentafel wirkt in ihrer Zusammenstellung äußerst günstig. Daß auch die Farbendecoration der Auslage durch in verschiedenen Farben ausgelegte Turnerembleme vortrefflich gelungen ist, sei nur nebenbei bemerkt. ** Auszeichnung. Herr Architect KonradSutler erhielt den Preis für feinen Entwurf zu dem Schützenbrunnen, welcher zur Erinnerung an das zehnte deutsche Bundesschießen am Eingänge zur „Neuen Anlage" in Mainz errichtet werden soll. Schotten, 7. Juli. Der heutige Hauptausflug des Vogelsberger Höhenclubs auf den Hoherods- köpf erfreute sich trotz der etwas zweifelhaften Witterung und trotz dem Turnerfeste zu Gießen sehr starker Betheiligung aus Nah und Fern. Auch der Taunusclub zu Friedberg schloß sich den theilweise aus weiter Ferne (Marburg, Fulda, Frankfurt, Darmstadt, Mainz) herzugeströmten Touristen an. Besonders stark war auch die Damenwelt vertreten. Alle erfreuten sich der entzückenden Aussicht, die der hervorragende Vogelsberger Punkt gewährt. Das Fest an anmuthiger Bergeshalde begann um die Mittagsstunde mit Concert und Tanzvergnügen, Ansprachen, declamatorischen Vorträgen u.s. w. K. Ober Mockstadt, 6. Juli. Die ersten Ko rn h au fe n schmücken bereits unsere Felder. Im Laufe dieser Woche wird hier und in der Umgegend allgemein mit dem Schneiden desselben begonnen werden. Die Länge und auch die Dichte vom vorigen Jahre hat dasselbe zwar nicht erreicht, aber dasselbe ist im allgemeinen sehr schön und hat eine sehr gewichtige Aehre und man erwartet eine gute Mittelernte. n. Glauberg, 7. Juli. Der Bezirkskriegerverein Altenstadt feierte heute hier sein diesjähriges Verb ands- feft, das von sämmtlichen 17 zugehörigen Vereinen besucht war. Gleichzeitig wurde die neue Fahne unseres Kriegervereins etngeweiht. Herr Pfarrer Schuster hier hielt die Fest- und Weiherede. Der hier bestehende gemischte Chor trug unter Leitung seines Dirigenten, des Herrn Lehrers Henkel, einige sehr schöne Lieder dabei vor. Namens der Bezirkskriegervereine bewillkommnete der Präsident derselben, Herr Uhrmacher Wagner von Altenstadt, die Festtheil- nehmer, gleichzeitig dem festgebenden Verein herzliche Glückwünsche, auch vom „Hasfia"-Verband, aussprechend. Das Fest war stark besucht und nahm einen sehr schönen Verlauf. * 50jiihrigeS Jubiläum der freiwilligen Feuerwehr Offenbach a. M. Am 3., 4. und 5. August d. I. wird unsere Stadt eine Feier sehen, die, unter den günstigsten Auspicien vorbereitet, unzweifelhaft sehr freudig sowohl für die direct Betheiligten als auch für die gesammte Einwohnerschaft verlaufen wird. Die freiwillige Feuerwehr begeht ihr 50jähr. Stiftungsfest und hat alle Ursache, mit Stolz auf ihre Vergangenheit zurückzublicken. Als zweitälteste aller deutsche« freiwilligen Wehren — die erste ist Meißen und nur um ein Jahr älter — hat sie sich schier unendlich oft im Kampfe mit dem feindlichen Element versucht, das hier der bedeuten- den Industrie zu Folge öfter der Fesseln sich entreißt, und in gar manchen Fällen die größten Anforderungen an die Leistungsfähigkeit des Corps erheischte. Stets den großen Zweck im Auge und allzeit bereit seine Pflicht zu thun, hat das Corps die vielen Jahre hindurch stets wacker auf dem Plane gestanden, trotz manches harten Sturmes, der auch ihm in der langen Jahresreihe nicht erspart geblieben, trotz manches harten Verlustes braver edler Kameraden, und so wird man wohl gerne dem Corps als gutes Recht einräumen, nunmehr anläßlich seines 50jährigen Jubelfestes der Freude zu huldigen. Behörden sowohl wie die Bürgerschaft stehen der Feuerwehr äußerst sympathisch gegenüber und haben auch ihrerseits das Möglichsie gethan, um die Feier recht würdig zu gestalten. Die Vorkehrungen und die bewährten Männer, durch welche sie getroffen sind, verbürgen einen günstigen Verlauf des Jubiläums. 0 doppelbreit, nadelfertig und garantirt waschächt, versenden Ä in einzelnen Metern portofrei in’8 Haus ^Versandtgeschäft Oettinger & Co., Frankfurt a. M.0 Q . Muster umgehend franco. ——— Q □OOOOOOOOOOOOOOOOOOOQ ’ ““I Mt IIUn Dirlaus des- M8, insbesondere Weh- und Krammarkt zu Aissenöurg 4698 Montag, 15. Juli. Ä? >.$*•» Berechnung ie rum Gelingen 5 “nb den Vor- Wntn Dank ab- Verkehr, £attb» rrnd volkrwirthschaft. Stetzs«, 9. Juli. Marktbericht- Hut dem heutigen wochenmarkt kostete. Butter pr. Md- x 0,85—0,95, Hühnereier pr.St. 5—6 Ai 2 St. 0 A. Enteneier pr. St. 6—7 H, Gänseeier pr. St. 10—12 A. Jtftfe pr. St. 5-8 A, Käsematte pr. St. 8 A. Erbsen pr. Liter 15 H, Linsen pr. Liter 26 A, Tauben pr. Paar X 0,60 bis 0,75, Hühner pr. Stück X 0,90 bis 1,20, Hahnen pr. Stück X 1,00-1,30, Enten pr. St. X 1,80-2,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 72—76 A, ÄuB Kirschen pr. Pfund 14—18 H. Berdmgrmg. Die zur Unterhaltung der städtischen Schulen für das laufende Jahr vorgesehenen Maurer- und Weitz- binderarbeiteu, wie Herstellung der Treppenhäuser der Stadtmädchenschule und der höheren Mädchenschule, Ausweißen zweier Säle in der Handwerkerschule und Anstrich der Staketen- Einfriedigung bei der Stadtknaben« schule sollen Mittwoch, 17. d. M., Vorm. 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns während der Dienststunden zur Einsicht offen. Angebote sind auf vorgeschriebenem Formular verschloffen und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 3. Juli 1895. Das Stadtbauamt. j Schm andt. 5868 VerMischtes. *. floltt, 8. Juli. Aus geringfügiger Ursache geriethen einem Neubau in der Sternengasse zwei Maurer in n war Nachmittag» fand unter großem und tyittt folgendes urn- und Fechtclub tut 641/,; Philipp 14% - 3) Adolf - 4) H. Mrrte, nzer Turnv. 62%; fechtclub 628/|z - 1>/„ - 6)W A61, - ?) 8»'1 _ 8) ChrlstM 9) Georg Frankl, usenstarmner TM- acher Turnv. w’Ar benz, Bornheimer W u. 8-*- «tt. Turvgm. dv ii __ 13) WW Neuenbäuen 1, empfiehlt täglich verschiedene Sorten Kuchen, bestes Thee -und Kaffee- gebäck, Torten, Crvme und Rahmfachen, sowie mehrere Sorten Eis. 4514 Alle Bestellungen werden bestens ausgeführt, Freitag den 12. Juli l. J., Nachmittags 2 Uhr, im Rheinischen Hof (Frankfurterstr. 30) au Gießen werde ich in Folge gerichtlicher Anordnung: 2 Pferde — Rappen (Stute) und Wallach — je 7 jährig öffentlich gegen Baarzahlung versteigern. Versteigerung voraussichtlich bestimmt. 5935 Engel, Gerichtsvollzieher. Mit Berücksichtigung der anarenzenden Länder neu bearb. von Max Frommann- 25. vermehrte Auflage. In Karton X 2.80; aufgezogen X 4.50. Anerkannt beste, aufs genaueste nachgetragene Karte des Großherzogthums. Bei dieser neu bearb. Aufl. wurden die angrenzenden Länder eingezeichnet, wodurch die Brauchbarkeit außerordentlich erhöht wurde. Karte der {frooin; Vberhessen mit Angabe der Eisenbahnen, Staatsstraßen, Kreisstraßen. Maßstab 1:80000, Größe 110x110 cm. Nach amtlichen Quellen bearbeitet von C- Welzbacher in Darmstadt. Preis rob in 4 Bl- X 3.50, auf Leinwand aufgezogen mit lackirten Stäben X 8.—. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, sowie gegen Einsendung des Betrages direct von: Emil Roth, Verlag, «ietzen. enbiflt. Die Zu- ’"b gebührt den. !l und Seh old,. tr Schulanstalten Lehrer Leib und M wie bei der ieugungen wurden urnplatz dicht um- g von der Jugend er in dem nun r Mittelrhem» 'enn die Kürturner *■ Ungeheuer war 'n der Borturnerturnen verkündigt daö dem Namu begleitung wurden ie aus dem Podium brachte „Gut Heil" Feftstadt Gießen, eiujelnen Tischen f getrunken. Wie i wieder die Aus- 'S aber die Dop Reuten 8nbro\ rrauseuden $eM Gvuerrt uustnr ammruhirlt, wurde Baurr'ichrn Capelle Eießrv. den 9. Juli 1895. ** Theater. Wie aus unserem Jnseratentheil ersichtlich, gedenkt die Opern- und Operetten-Gesellschaft unter der Direction von Tresper-Baars hier einige Gastvorstellungen »a geben. Die Gesellschaft steht noch seit ihrem letzten Gastspiel beim hiesigen Publikum im besten Andenken, und hoffen wir, daß es nur dieses Hinweises bedarf, um unser verehrtes Publikum zu regem Besuche anzuspornen, umsomehr als die Gesellschaft, wie vor zwei Jahren, Über vorzügliche Solokräfte verfügt, und das Ensemble tüchtig ist. Auch das Repertoir umfaßt das Neueste, was bisher auf diesem Gebiete producirt wurde, vor Allem aber die neuesten Operetten von F. Zeller: „Der Vogelhändler" und „Der Obersteiger" usw., welche ja bereits die Runde durch die ganze Welt machten. Nach alledem können wir wohl in nächster Zeit auf einige genußreiche Abende rechnen, indem wir uns auch der Hoffnung hingeben, daß der pecuniäre Erfolg hinter dem künstlerischen nicht zurückbieiben möge. ** Turufahrt nach Gleiberg. Morgen früh 9 Uhr findet eine Turnfahrt nach Burg Gleiberg statt, zu welcher Herr Dr. Ebel die Führung übernommen hat. Für Personen, denen der Weg etwas zu beschwerlich sein sollte, bietet die Gießener Omnibus«Gesellschaft durch Stellung mehrerer Wagen Gelegenheit zur Fahrt. Die Wagen bieten zusammen Platz für co. 100 Personen, der Fahrpreis beträgt pro Perlon hin und zurück 40 Pfg. Auf der Burg findet ein gemein- IvmeS Frühstück statt. Brennholz 5699 empfiehlt billigst 4550 | | E. H. Müller, Schillerstraße. Mittwoch den 21. Ang. l. A, Nachmittags 3 Uhr, U auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Johanne- Schmidt in Gießen geizigen Immobilien: ___ Pur 22 Nr. 43 — 1144 qm Acker am Schlangenzahl auf die Chaussee, flut 22 Nr. 49 - 1700 qm Acker das., flur 23 Nr. 2 — 1425 qm Acker am Schlangenzahl bei dem Zollstock, ziur 23 Nr- 3,» — 117 qm Grabgarten daselbst, Mr 23 Nr. 37io — 180 qm Hofraithe daselbst, Mur 23 Nr. 3"/ioo - 262 qm Hofraithe daselbst, Nur 23 Nr. 3>*/ioo - 866 qm Acker das., Nur 23 Nr- 79 — 1444 qm Acker am Schlangenzahl auf dem Aulweg, Nur 23 Nr- 80 — 1444 qm Acker daß, Flur 22 Nr. 54 — 1206 qm Acker am Schlangenzahl auf die Chauffee, Nur 22 Nr- 55 — 1763 qm Acker das., Nur 22 Nr- 53 — 1144 qm Acker das., Mur 22 Nr. 56,3 — 531 qm Acker das., Ar 22 Nr. 56,8 - 531 qm Acker das , Amtlich meistbietend versteigert werden- Sießen, den 10. Juli 1895. Großh. Ortsgericht Gießen- I. A-: Bogt. 5939 Bettwäsche, als: Betttücher, Kissenbezüge, Bettüberzüge (einschläfrig und zweischläfrig), sowie prima Hausmacher Leine« und Halbleinen, Chiffon, Cretoun6, Handtücher, abgepaßt, als auch vom Stück, empfehlen billigst Geschw. Heerz, 5570 Neuenweg 7. 1,1 u) C- HtM, i, Fnle ich mich wandte, vermochten nicht mein Leiden zu beben. Erst als ich mich an Herrn Dr. med. Bolbeding, Homöopath. Arzt in Düffeldorf, Söntgsallee 6, wandte, besserte ich mich schon nach wenigen Tagen und nach zweimaliger Konsultation war ich binnen einem Vierteljahr vollkommen wieder gesund, wofür ich Herrn Dr. Bolbeding meinen innigsten Dank sage. 5603 Sellnow, Schwalm, Schulftr. 42. 10IUr.lfl.llHi zu kaufen gesucht. Offerten unter G. K. an die Exped. d. Bl. 5834 5904] Gut erhaltener Feder - Pritschewagen für Einspänner zu kaufen gesucht. Offerten unter §50 an die Erv?d d Bl. Erinnerung* an Giessen. Fächer mit Ansichten (Gross aus Giessen) 40 Pfg. Erinnerungsblätter ™ilu " Ansichten (Fsstplatr, Giessen und * Lahnthal) Mk. 1.— Postkarten mit Festplatz und Stadtansichten. 5921 Verlag von Ernst Balser, Kunsthandlung 3T Mäusburg 11. Kcweröcöank Hießen. An unserer Bank soll demnächst die Stelle eines dritten Beamten (Buchhalters) besetzt werden und zwar mit einem Anfangsgehalt von 2000 Mark, steigend von 5 zu 5 Jahren mit je 300 Mk. bis zu 4000 Mk. Caution 7000 Mk. Kaufmännisch gebildete Bewerber, welche mit der doppelten Buchhaltung vertraut, Kenntniß vom Bank- und Genossenschaftswesen besitzen, sowie mit den Creditverhältnissen des hiesigen Platzes bekannt sind und selbständig arbeiten können, belieben Offerten bis zum 20. d. M. an den Unterzeichneten gelangen zu lassen. persönliche Vorstellung vorerst nicht erwünscht. ? Gießen, 10. Juli 1895. Carl Loos, 5937 Vorsitzender des Aufsichtsrathes. Vie Säuglings-Ernährung nach dem bewährten System von Prof. Dr. Soxhlet ist in zuverlässiger Weise ausschliesslich nur mittelst des von Prof. Dr. Soxhlet selbst erfundenen Sterilisir-Apparates mit r.uft druck Verschluss D. R.-P. Nr. 57524 durchzuführen. Wer sich vor Misserfolgen schützen will, weise alle Ab- änderungenunberufener oder Nachahmungen zurück und verlange den Original-Soxhlet-Äpparat mit. dem Namenszug des Erfinders; insbesondere achte man darauf, dass jede Flasche diesen Namenszug trägt. Nur diesen Apparaten ist eine richtige, vom Erfinder des Systems verfasste Gebrauchsanweisung beigegeben. Alleinige Fabrikation und Vertrieb für Hessen-Nassau und das Grossherzogthum Hessen 5929 Gebrüder Weil, Fr“n£ef"r4t7a M Concessionäre der Firma: Metzeler & €1o. München. Niederlagen in Giessen bei: C. A. Faber; W. Mosch; C. Liebrichs Nachf.: J. Schellenberg; Brüder Schmidt. In Wetzlar bei: F. Brenner: R. Spiess. In Friedberg bei: Helene Hess. In Nauheim bei: R. Schwab. 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Zeller „Der Obersteiger", „Der Vogelhändler", „Der lustige Krieg", „Nanon", //Zigeunerbaron", an Opern: „Hansel und Grethel", „Cavalleria rusti- cana“ rc. rc. — Da mein Unternehmen hier schon von früher bekannt ist, will ich nur anführen, daß ich auch diesmal bestrebt sein werde, dem ver. ehrten Publikum nur Gutes zu biettn, um mir das früher entgegengebrachte Vertrauen auch diesmal zu fichem und zu erhalten. SMF* Alles Nähere die Tageszettel. 'M Mein Unternehmen einem hochverehrten Publikum bestens empfehlend zeichnet hochachtungsvoll 5925 Direktion Tresper-Baars. Bewohnern und Gast- [5928 Die Vorstände: Mainzer Turnverein. Mainzer Turnergesellschaft. Mainzer Turn- und Fecht-Club. Bei unserer heutigen Abreise sagen wir den von Gießen für die überaus freundliche Aufnahme freundschaft den herzlichsten Dank. Gießen, am 9. Juli 1895. Mainzer Turnerschaft. Für die liebenswürdige Aufnahme sagt der Einwohnerschaft von Gießen herzlichen Dank 5934 Turn- und M-Club franhfurt a. M. Der Einwohnerschaft Gießens für die X gastfreundliche Aufnahme herzlichen Dank! g 5931 Turnverein Offenbach a. M. Hervorragende Neuheiten in Kinderwagen stets das Neueste, Zweckmäßigste u. Solideste zu den billigsten Preisen. 201» Circa 200 Stück auf Lager. A.Kilbinger, Mersweg 19. in jeder Schriftgattung and K Ösuxtozxeorte werden sauber und bilMg her- gestellt in der Briihl’schen Druckerei. Coursbericht non Jf. Kurz & Co., Giessen, Kahnhofstraßt 63. Frankfurter Börse vom 8. Juli 1895. 104.85 100.10 104 55 104.60 00.C0 4V#% Oefterr. Sllberrente 4°/o Ung. Gold-Rente 3°/o Portugiesen 6o/o Mexicaner 40/0 Monopol-Griechen von 8Vtz°/o Deutsche Reich-«,!. 30/0 Preutz. TonsolS 8"9' T”* 4 A Ät gj wird Hitti M § 12 « ’ «rovmzlalausl bis 1. «eptemt g Ahrend bleft in |d)Uuniflt 2 Alls bin Laus kinßuh. Gehen, btn Der Provinz v. @ 1 • bttnfitnb bii Fort gabt Gießen auf »Lo Zn« Zweck be Shotl- und Marbu Tntzrn Antrag gef TclandeS von 166 <\ Är. 18a*/u Grabga rc the links der Cha |u Gießen zugrschni S8 wird dies 1. der Antrag Gi bruar tyw. U r. der Meßbrief buch-auSzutz, 8. Mn ntbft M dm 15 te MM »stn liegen. Zar Berhandli tctltjäblguug wird freitatJ « °l btm Bureau b. krtumt. . ®lf Tigenthümt solche Personer Ä (*-®'( NW Rech! «Rtn, werden hierd Sendungen ° and A, Klärung aus "ridvng der u öurnore- Jott, bten fa > wurde o 1 'Herr j\np. 111 die H