1895, rilhelm* istheg H c- Proben für die er Bi«r 15 Pfg> ’J Uor tod I|Ql l£h‘ I"» Sota* teh^- ■•£ xl0) kOrü'’e,ck S?*1' P-P«Td --T———-1^! »H«. Januar 1895 landen. men der ackven Turner, umeru.derMännerriege. rd gebeten. Der Vorstand. Seit wird dringend um den Toprau wäre der nscht. Anmeldungen bei istr. 13, oder bei dem 324 nd.- S«bloßer. o Maggi’*-Fielidb getroffen vet: I» WEborftraße 45. wn »u 45 Sßittmlfl und dte- priWÜrze nachgeW. 2A 8*2.« 101« 24^ tu« MW. im. 6®“'®“ Hotd-Rrnte igtefen xxxxxxxx rtmiau mtmffirm, X m Odß- x cht . *f*N,ß 18871 W . schriftgattang and artonso^® „„bertmdliW^ Ü> d« jjn DrackereL * !ochenM/ an ihrer eine eigene Versuchs- MMem zur Her- A teljährlich eine Kunst« X zpreis beträgt viertel- X et gern die Königliche nffnrt an der Oder. IXMXKXXX ». SW®6’Cbl' -x?L S J&tfS »- Nr 8 Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, ■* An-nahme befl Montag*. Die Vießener Anmikienötälter »erben dem Anzeiger wöchentlich dreimal heigelegt. Donnerstag den 10. Januar Meßener Anzeiger Generat-Anzeiger. 1895 Vierteljähriger x Akounemeulspreixr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Drucker«: Kchukstratze Ar.?. Fernsprecher 51. Asnts- uni Anzeigeblutt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Aamikienökätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Gießen, den 7. Janur 1895. Betr.: Ausspielungen. DaS Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. In letzter Zeit werden uns vielfach von Ihnen Gesuche um Erlaubniß zur Veranstaltung vpn Ausspielungen vorgelegt, welche nicht vollständig sind und deshalb zu Weiterungen Anlaß geben. Mit Rücksicht hierauf verweisen wir auf das in Nr. 188 des Gieß. Anzeigers von 1890 abgedruckte Ausschreiben Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 29. Juli 1890 und empfehlen Ihnen gegebenen Falls genau die dort ertheilten Vorschriften zu befolgen. v. Gagern. Gießen, den 5. Januar 1895. Betr.: Die Einsendung der Tagebücher der Fleischbeschauer vom IV. Quartal 1894 an die Großherzogl. Kreisveterinärämter Gießen und Grünberg. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen a« die Großh. Bürgermeiftereien der Landgemeinden des Kreises. Die Großh. Kreisveterinärämter Gießen und Grünberg haben im Monüt Januar 1895 den Jahresbericht von 1894 einzusenden und in demselben auch das Ergebniß der Fleischbeschau aufzunehmen. Wir weisen sie deshalb an, die Tagebücher der Fleischbeschauer von IV. Quartal 1894 bis längstens zum 15. ds. Mts. an die zuständigen Großh. Kreisveterinärämter einzusenden. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend die Maul- und Klauenseuche. In Altenstadt, Kreis Büdingen, ist die Maul- und Klauenseuche sestgestellt undGehöft- und Gemarkungssperre angeordnet worden. Gießen, den 8. Januar 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. I Deutscher Reichstag. 9. Sitzung. Dienstag den 8. Januar 1895. Präs. v. Levetzow eröffnet die Sitzung, indem er den Herren Abgeordneten ein gmeö neues J»hr wünscht. Gin Schreiben das Abg. Prinz Hohenlohe, worin er seine Ernennung zum Legaiionsrath anzeigt mit dem Bemerken, daß er hierdurch sein Mandat nicht erloschen glaube, wird auf Vorschlag be8 Präsidenten für durch Kenntntßnahme erledigt erklärt. Widerspruch gegen diesen Vorschlag wurde von keiner Seite erhoben. In die Tagesordnung eintretend, setzt das Haus die erste Be- rathung der Umsturzvorlage (Aenderungen des Militär- und Straf-Gesetzbuches, sowie d«s Preßgesetzes) fort. Aba. Auer (Soc.): Es hat sich das Gerücht verbreitet gehabt, ierr v. Stumm sei der Besteller dieses Gesi tzes. Wenn Herr v. Stumm teseS Gerücht dementirl hat, so schenke ich ihm gern Glauben, denn ittr v. Stumm gab alS Grund an: „wenn er dies Gesetz gemacht alle, so würde dasselbe noch ganz anders ausgefallen sein." Und aS darf man ihm allerdings glauben. (Heiterkeit und Beifall links ) lln anderes Gerücht wollte wtsien, diese Vorlage bezwecke, die Auflösung des Reichstages im Interesse neuer Steuern herbeizuführen. Ein drittes Gerücht will wißen, daß durch die Vorlage die Urn- waablung der Halbbataillone in Ganzbataillone Vorschub erfahre. Vas von alledem richtig ist, muß dahingestellt bleiben. Die Motive logen, die bisherigen Strafgesetze reichten nicht aus; das sagt man immer, wenn man die bürgerlichen F etheiten einschränken will, früher hat man viel mildere Ansichten gehabt. So hat Fürst Bts- »arck eS früher nur mit Mühe durchgesetzt, daß das Köpfen beibe- halten werde. Jetzt würde Jeder ausgelacvt werden, der das Köpfen ikfctttgen wollte. Denn das Kopsen und Hinrichten gehört nun iivmal zum unentbehrlichen Handwerkszeug des deutschen Reiches. Die Motive sprachen auch von der nöthigen Hebung der unteren Ilafsen. Aber vergleichen Sie damit die Lohnherabsetzungen, und die Arbeitszeiten in den staatlichen Werkstätten, ebenso den Kampf ligm die (Koalitionsfreiheit der Arbeiter. Das einzig wirklich Gute, rai Ihre Socialreform den Arbeitern gebracht hat, ist, daß diese, wenn sie keine Unterstützungen empfangen, nicht gleich deS Wahlrechts und K i Lbßt0et"ch'nRechteberaubt werden können. Herr Staatssecr« tär »liebn ding hatte uns neulich aufgefordert, dieser Vorlage gegenüber leidenschaftslos zu bleiben. Vielleicht wohl so leidenschaftlos, wie das Huhn, »elchem die Wahl gestellt wird, ob es lieber gebraten oder gekocht itin will. Die Vorlage soll sich, sagte der Herr SlaatSsecretär, oicht gegen eine bestimmte Klasse allein richten. Ganz dasselbe hat ^rr,J’??r$enn '$on ^i dem Sozialistengesitz gesagt. Und -ie ist dieses ausgeführt worden! Eine That, die bei einem Sozial- ömiokraten schwer geahndet wurde, blieb bei einem Andern straflos. Webner weist hierbei namentlich auf die Rechtspflege in Sachsen jix.) Der Herr Staatssecretär meinte, unsere Statistik über Begasung von Sozialdemokraten sei nur ein Beweis für die Zunahme gemeiner Verbrechen unter diesen. DaS ist ganz unrichtig. Zuchthausstrafen sind nicht über Sozialdemokraten verhängt worden, sondern nur über Anarchisten! Alle die vielen Flugblätter, die der Staatssecretär neulich vorlas, gehen unsere sozialdemokratische Partei gar nichts an. Aus unserer Presse und Brochürenlitteratur, obgleich diese doch wohl sehr stark verbreitet ist, hat der Herr Staatssecretär auch nicht ein einziges Beispiel angeführt. Eines der neulich verlesenen Flugblätter war 25 Jahre alt. Wollen Sie denn Alles, was seit langen Jahren geschrieben worden ist, auf unser Conto schreiben? Dann müffen Sie auch an den bekannten Brief des Herrn Miquel an Marx heran, worin Herr Miquel schrieb: „Ich will Alles, ganz wie Sie! Ich will die Herrschaft der Arbeiter- Demokratie!" Auch Herr Bamberger hat sich einmal offen zur Sozialdemokratie bekannt. Wenn ich Alles auspacken wollte, was ich an Reminiscenzen habe, so würde das vielleicht auch wohl Mancher hier im Haufe fürchten. (Heiterkeit). Der Staatssecretär cttirte auch die „Freiheit". Dieses Blatt ist aber mit Geldern aus dem preußischen Dispositionsfonds gedruckt worden. Die „Freiheit" und der Züricher „Sozialdemokrat" sind mit Wißen der Polizei über die Grenze geschmuggelt worden. Das Subject, dessen sich die Polizei dabei bediente, war — mit 18 Monaten Zuchthaus und 2 Jahren Gefängniß vorbestraft. Der „Sozialist", auf den man sich gegen uns beruft, ist unter Zustimmung weiter bürgerlicher Kreise gegründet worden, nur um uns ein Bein zu stellen. Ferner wissen wir ja auch, daß der 23er f aff er eines in dem „Sozialist" erschienenen aufreizenden Aufrufs, ein gewisser Brandt, zugegeben hat, von der Polizei für den Aufruf mit 95 Mark honorirt worden zu sein. (Lebhafte Rufe: Hört! Hört!) Was nützt die Vorlage gegen die heimliche Verbreitung auihetzender Flugblätter. Diese werden ja doch vom Auslande her verbreitet, uno daran können Sie mit diesem Gesetz nichts ändern! Uebrigens — was haben wir nicht Alles an Aeußerungen aus Kreisen gehört, die mit der sozialdemokratischen Bewegung gar nichts zu thun haben. Erinnern Sie sich an Worte des Herrn v. Ploetz, ferner an Worte des Herrn o. Blumenthal in Sachsen, der den Staatsstreich empfahl. Aber das Stärkste ist daS Allerneueste, von unserem früheren College» Stöcker, der in einer evangelischen Kirchenzeitung offen eventuell den Staatsstreich anheim- giebt. Ihm macht der Staatsstreich offenbar gar keine Kopfschmerzen. Wenn so ein conservatlver Herr die Revolution von oben eo psiehlt, ja was wollen Sie bann von unS? Wenn ein solcher „staatserhaltender Herr" so etwas thut, nun, bann lassen Sie boch bie alten Herren Bakunin unb Krapotkin ruhig im Grabe ruhen! (Heiterkeit.) Die Anarchisten Scheue unb Draeger wären wegen bes von ihnen Gethane sicherlich nicht zu 12 unb 5 Jahren Zuchthaus verurtheilt worben, wenn sie nicht eben Anarchisten gewesen wären. Das beweist, baß ber Staat schon Waffen genug gegen.bie Anarchisten hat. Wir haben bas Socialistengesetz auSgehalten unb werben auch bas Umsturzgesetz aushalten. Dasselbe ist auch nur ein Probuct ber allgemeinen Nervosität; man will etwas thun, weil man kein Vertrauen zu sich selber hat unb man brauchte ba einen Prügeljungen, ein Object, auf daS ber allgemeine Unwille sich stürzt. Redner geht bann auf bie Einzelbestimmungen ber Vorlage über. Selbst bie Beschreibung ber politischen Thaten Bismarcks, Schillers Tell, bas ganze Coalitionsrecht ber Arbeiter würbe burch bie Bestimmungen Der Vorlage getroffen unb vernichtet werben können. Merkwürdig ist es, daß man so viele Dinge strafen will, nur eins nicht, das Duell, das man in den oberen Klassen uneingeschränkt als Monopol des Todtschlages lassen will. Selbst die Kreuzzeitung würde nach dem § 111 der Vorlage vor einigen Wochen sich mit ihren Abhandlungen über den preußischen General Thielm«nn strafbar gemacht Haden. ES heißt zuviel in daS Ermessen der Richter stellen, wenn man ihnen anheimgibt, die Absicht festzustellen, in welcher eine Meinung ausgesprochen worben ist. Zahlreiche richterliche:Ent- scheibungen ftnb mit bem gesunden Menschenverstanbe unvereinbar. Auf solche richterlichen Erwägungen können wir nicht langjährige Zuchthausstrafen zulassen. Unmöglich kann bem richterlichen Ermeffen anheimgegeben werden, festzustellen, ob Jemanb feine Bestrebungen auf gewaltsamen Umsturz richtet. Herr Siöcker könnte leicht dieser Bestimmung zum Opfer fallen. Kin Strafgesetzbuch der Welt enthält so weitgehende Bestimmungen. Heute sind wir schon so wert gekommen, daß dem Sohne des Abg Stolle von seinem militärischen Vorgesetzten ber Befehl gegeben wurde, während seines Urlaubs in den Werhnachtsferten die Wirthschoftsräume der Restauration feines Vaters nicht zu betreten. (Höri! hört! links.) DaS Schlimme ist eben, daß dem Soldaten das Bewußtsein beigebracht wird, er sei etwas ganz Besonderes, daß ihm gepredigt wird, er müsse auf Vater und Mutter schießen. Ist es selbst nöthig, so predige man es nicht. Ich kann den Gedanken nicht fassen, daß ich auf meine alte Mutter sollte schießen müssen. Der Präsident bittet den Redner, nicht zu sehr in die Special- berathung einzugehen. Redner fortfahrend: Ich glaubte ganz allgemeine Bemerkungen gemacht zu haben. Sollten solche Maßregeln nöthig werden, wir haben keinen Anlaß dazu gegeben. (Zurufe rechts: noch nicht?) Wir wissen ja auch nicht, was Sie noch bringen werden! Die agrarische Agitation wäre mit bem Ges.tz sofort zu beseitigen. Was beißt bie Religion schützen? Sollen bie Juben habet ben Schutz finden, den ihnen Herr Rickert mit seiner Judenschutztruppe bisher vergeblich hat angeoeihen lassen wollen? (Heiterkeit.) Nach Ansicht der „Kreuzzeitunu" würde das ganze liberale Professoienthum von der Vorlage betroffen werden. Man will Bestimmungen zum Schutze ber Monarchie treffen; aber es gibt Republiken unb Republikaner auch in Deutschland. Nicht wir allein ftnb ber Meinung, baß bie Republik einen Fortschritt bllbet gegenüber der Monarchie. Der aschgraue Bycantinismus ist bie größte Gefahr, bie sich bei uns bemerklich macht; bie Dmge, bie vor Weihnachten sich ereigneten, sind Beweise bafür. Sie wollen bie Familie schützen; wir wollen eS auch, aber was soll man sagen, wenn ein Graf Schweinitz bie Kosten für bas Begräbniß ber Golbelse bezahlt? Hat man benn auch bei Herrn Stephan im Reichspostamt nachgefragt, ber ben Postunterbeamten bas Heiratben untersagt. Redner erörtert bann bie Vorkommnisse in ber Carionageiabrik Cohn u. Feiebländer unb ben Engagementsvertrag für Confeciioneusen (10 Mark Monatsgehalt unb Androhung von Strafabzügen) sowie bie mangelhaften Einrichtungen in Fabriken. Man will bas Eigenihum schützen; baß eS aber formen des SigenthumS gibt, bie anfechtbar sind, wirb boch Niemand bestreiten, ich nenne Wucher, Spiel, Diebstahl. Redner verliest den Böifenbericht der Firma Mühsam u. Cie., worin bat Erfrieren des Getreibes als ein Voriheil für bie Börse bargestellt wirb. (Ruf bei ben Antisemiten: Juben!) Ach, Sie verfolgen bie armen Juben, mit ben reichen machen Sie Ihre Geschäfte! Der Reichskanzler Bismarck hatte auch seinen Bleichröder. Alle Gelehrt« unb Künstler hat bie Bourgeosie auf ihrer S-ite wegen bes Bor- theiltz ber prompten Baarzahlung. Rebner erörtert bann bieVer- urtheilungen währenb bes Bter-BoycottS wegen groben Unfugs, bie zur Genüge ergäben, daß eS der Kauischukbestimmungen der Vorlage nicht bedürfe. Wir fürchten daS Gesetz nicht, wir halten es für entbehrlich ; wir werden gegen die CommissionSberalhung stimmen; machen Sie bann weiter, was Sie wollen; ber alte (Sour 8 unter Caprivi marschirte unter bem Panier ber Kaltblütigkeit; Sie mar- schiren unter bem Hasenpanier! (Beifall bet den Socialbemvkraten.) Weiterberathung morgen. Deutscher Reich. Berlin, 8. Januar. Die Ueberstedelung ber Kaiserlichen Majestäten unb ihres Hofhaltes aus dem Neuen Palais bei Potsdam nach bem Berliner Restbenzschloffe ist auf biesen Donnerstag festgesetzt. Hier beginnen bann mit bem großen Krönungs- unb OrbenSfeste, welches am 20. Januar ftatt- finbet, bie herkömmlichen Winterfestlichkeiten, bie mit bem Fastnachtsballe im Königlichen Resibenzschloffe ihren Abschluß zu ftnben pflegen. — Mit bem Wieberbeginn ber Reichstagsverhandlungen ist auch ber angekünbigte Gesetzentwurf über bie Bekämpfung bes unlauteren Wettbewerbes zur Veröffentlichung gelangt. Der Entwurf besteht aus 12 Paragraphen, deren letzter In» besten nur dem Tage bes Inkrafttretens des Gesetzes gilt. Die eigentlichen Paragraphen des Entwurfes behandeln theilS die illoyale Concurrenz, wie sie sich im geschäftlichen Lebe« burch unrichtige Angaben u. s. w. über Qualität, Preis unb Herkunft ber Maaren, bann auch burch geflissentlich unwahre Behauptungen über ein Erwerbsgeschäft, über die Person feines Inhabers, ober auch über bie Maaren ober gewerblichen Leistungen eines Geschäfts bcFunbet, theilS betreffen sie ben Verrath von Betriebs- unb Geschäftsgeheimnissen. Außerbem sieht ber Entwurf in § 11 ben Schutz ber redliche« Geschäftsleute gegen etwaige Versuche, vom Auslände her das Gesetz zu umgehen, vor. Der Entwurf setzt Geldstrafen von 150 Mk. bis zu 3000 Mk. unb Gefängnißstrafen in Höhe bis zu einem Jahre auf die einzelnen Übertretungen des Gesetzes fest, daneben spricht er wiederholt die Berechtigung zum Einklagen von Schadenersatz aus. Im Großen und Ganzen erscheint er durchaus geeignet, eine gesetzgeberische Handhabe zur Bekämpfung der mancherlei schlimmen Auswüchse in unserem heutigen geschäftlichen Leben zu bieten; freilich weist er zugleich auch verschiedene bedenkliche Schwächen auf, hoffentlich werden dieselben aber auf dem einen ober bem onbern Wege beseitigt. Wie bie „Norbb. Allg. Ztg." mitzutheilen weiß, soll der Regierungsentwurf einer nochmaligen Prüfung an ber Hand ber Gutachten ber Bundesregierungen und ber öffentlichen Kritik unterzogen werben. Neueste Nachrichten» Wolffs telegraphisches SorrLspssdeaz-Bureau Berlin, 8. Januar. Den Abendblättern zufolge betrug bie Ausfuhr des Consularbezirks Berlin nach den Vereinigten Staaten im vierten Quartal 1894 3234 355 Mk. ober 938 543 Mk. mehr als in der gleichen Zeit 1893. Aus dem Bezirk Guben würben für 822000 Mk. exportirt, d. I. für 344 696 Mk. mehr als 1893. In Berlin zeigen alle Waarengattungen Ausfuhrzunahmen, in Guben besonders Leinen, Glas und wollene Tuche. Köln, 8. Januar. Infolge des fortgesetzt zunehmenden Eisgangs sind nunmehr alle Schiffbrücken am Mittel- unb Niederrhein abgefahren. Die Kölnische unb Düstelborfer Dampfschifffahrtsgesellschaft stellten die Fahrten ber Personen- bampfer ein, bie Schleppschifffahrt ruht auch. Die vorb- beutschen unb auslänbischen Züge treffen mit bedeutenden Verspätungen ein. Crefelb, 8. Januar. Das Eisenbahnbetriebsamt macht bekannt: Der Rheintraject Spyck-Welle auf ber Strecke Cleve-Zevenaar ist wegen Eisgangs gesperrt. Hamburg. 8. Januar. Ein nächtlicher Schneefall vermehrte das Elb eis derartig, daß.die Schifffahrt fast gänzlich aufgehoben wurde. Verschiedene Fahrzeuge fitzen im Eise fest. Die Alsterdampfer stellten die Fahrten ein. Turin, 8. Januar. Bel benjlebungen der Artillerie in der ehemaligen Cttadelle platzte eine Granate, wodurch zwei Soldaten getöbtet unb zwei verletzt würben. Paris, 8. Januar. Der Ertrag ber inbirecten Steuern im Monat December 1894 weist ein Minus von 14 Millionen gegenüber bem Voranschlag unb von 5 Millionen gegenüber bem December 1893 auf. Depeschen M Bure«, Berit», 8. Januar. Der Stalffr wird der Tochter deS Ministerpräsidenten Lri-pi, deren Hochzeit bevor steht, durch den Botschafter v. Bülow ein kostbare- HochzeitSgeschenk Löerreichen lasten. — Der „Kreuzzeitung" wird die Mit- theilung bestätigt, daß der Kaiser in der letzten Sitzung M Staatsministeriums an die Minister eine Ansprache gehalten hat. DaS Blatt bemerkt noch, verschiedenen An- Lentnngen zufolge sei man innerhalb der Staat-regierung zu der Ueberzeugung gekommen, daß der Nothstand der Land »irthschaft keinen Verzug mehr verträgt. Für diese müsse in der nächsten Zeit etwas geschehen. Anscheinend dürste für daS Zuckersteuergesetz, welches im nächsten Jahre im Reichstage eiuzubringen ist, der erste Schritt in dieser Richtung gethan werden. Berlin, 8. Januar. Der „Vorwärts" veröffentlicht heute zwei als streng geheim zu halten bezeichnete Erlasse höherer Beamten des Weichsel-Gouvernements au die Grenzzollämter, betreffend die Verhinderung dec Ein. schmuggelung polnischer Flugblätter aus Krakau ta das Weichsel-Gouvernement. — Wie die „Nationalzeitung" erfährt, wird der Magistrat demnächst in die Berathung darüber eintreten, in welcher Welse die Stadt Berlin den ^vorstehenden 80. Geburtstag des Fürsten Bismarck begehen will. — Zahlreiche in Berlin anwesende Italiener haben der Tochter des italienischen Ministerpräsidenten TrtSpi, die morgen ihre Vermählung feiert, ein kostbares Brillantgeschenk übersandt. Aehuliche Geschenke sind von fast allen in europäischen Hauptstädten befindlichen italienischen Colonien an die Braut gesandt worden. Auch Fürst und Graf Herbert BtSmarck haben die Braut mit großartigen Gaben bedacht. Mittwoch veranstaltet der hiesige russische Botschafter zu Ehren der Vermählten ein Festmahl. Berlin, 8. Januar. Dem Reichstage ist der Gesetz« entwarf, betreffend die Abänderung der Gewerbeordnung im Hausirgewerbe, zugegangen. Berlin, 8. Januar. In der nächsten Sitzung deö BriudesrathS, welche am 10. d. M. stattfinden soll, wird die Tabaksteuervorlage einer erneuten Berathung unterzogen werden. ES wird sich dabei in erster Linie um die von einigen süddeutschen Regierungen beantragte Erhöhung deS Zolls auf ausländischen Tabak handeln. Der badische Ktnanzwinister Buchenberger, welcher zur Berathung hier eingetroffen ist, hat an der entsprechenden Ausschußsitzung theilgenommen. Lemberg, 8. Januar. Polnische Blätter melden aus Petersburg, es sei dort wieder ein Rückschlag zu Ungunst en der Polen eingetreten. Die Hoffnung der Polen, unter dem neuen EurS Bortheile und Erleichterungen zu erringen, dürfe sich also schwerlich erfüllen. Die Meldung, der Zar habe hervorragende Polen zur Anhörung ihrer Wünsche nach Petersburg berufen, ist dahin zu berichtigen, daß der Kaiser am 27. Januar nur eine Huldigungsdeputatton »US Polen empfängt. Lemberg, 8. Januar. Erneute starke Schneefälle und Schnee stürme haben in Galizien großen Schaden angerichtet. Der Bahnverkehr ist an vielen Stellen gänzlich eingestellt- mehrere Ortschaften find seit längerer Zeit von allem Verkehr abgeschnitten. Rom, 8. Januar. Aus gut unterrichteter Quelle verlautet, daß eine große Anzahl Katholiken durch die Ver- Mittelung mehrerer Cardinäle vom Papste die Erlaubntß erlangen wollten, an den nächsten Wahlen theilnehmen zu dürfen. Der Papst zeigte sich jedoch unerbittlich, da eine Versöhnung zwischen dem Quirinal und dem Vatican nnmög- lich fei. Man glaubt vielfach, die Wahlen werden durch eine Commission von Senatoren geleitet werden. Brussel, 8. Januar. Die Sicherheitspolizei von Brüffel ist von der schweizerischen Polizei benachrichtigt worden, daß eine Anzahl gefährlicher Anarchisten, welche aus der Schweiz ausgewtesen wurden, sich nach Belgien begeben haben. Dieselben werden an der Grenze zurückgehalten und sofort wieder au-geliefert werden. Brüffel, 8. Januar. Das soctalistische Blatt „Peuple" veröffentlicht einen Aufsehen erregenden Brief, welcher die Unterschrift von vier soctalistischen Soldaten trägt. In dem Briefe beklagen sich die Soldaten über schlechte Behandlung von Setten der Genieoffiziere. Pari», 8. Januar. Brisson wurde zum Kammerpräsidenten wiedergewählt. London, 8. Januar. Die „Times" meldet aus Tientsin, daß die vom Vicekönig gemachte Mittheilung, die Generale Shan und Sheu seien auf dem Schlachtselde gefallen, unrichtig ist. Beide Generale sollen in Peking gesund und munter eingetroffen sein. London, 8. Januar. Der „Standard" meldet aus Shanghai, daß die Friedensverhandlungen zwischen Japan und Ehina scheitern müßten- die chinesischen Gesandten hätten zwar die Instruction, jede Kriegsentschädigung zuzugestehen, jedoch jede Landabtretung zu verweigern und die Unabhängig- Seit Koreas zu verlangen. Washington, 8. Januar. Nach einer hiesigen Meldung erklärte der Minister deS Aeußeren, der ehemalige amerikanische StaatSsecretär Forster habe sich auS eigenem Antriebe nach Peking begeben, um die FrtedenSverhand- lnngen zwischen Japan und Ehina zu führen. Sein Mißerfolg könne die amerikanische Regierung nicht berühren. CocaUt unb provinzielles. Gießen, den 9. Januar 1896 • • von den „Post- und Telegraphennachrichten" ist eine ntue Ausgabe erschienen. Die „Nachrichten" werden an den Schalterstellen des Hauptpostamts und der Stadtpost zum Preise von 16 Pfg. sür jede- Exemplar an das Publikum abgegeben. Rationalliberaler Verein An feinem vorgestrigen Vortrags- und DtScutirabend beschäftigte sich der nationalliberale Verein mit der Gesetzgebung über Arbener- Ve rsich erung unter besonderer Berückfichtigong der land- und forstwirthschaftlichen Arbeiter. DaS einleitende Referat hatte Herr Profeffor Dr. Wimmenauer übernommen. Derselbe warf zunächst einen kurzen Rückblick auf dle Geschichte der einschlägigen Gesetzgebung und besprach dieselbe alsdann eingehend in Bezug auf folgende sechs Fragen : 1. Wer ist vee sicherung-pflichtig? Im Anschluß hierin wurde zugleich der Selbstversicherung kleiner Bctriebsunteruehmer gedacht; eine Frage, die dem Referenten deshalb besonder- wichtig erschien, weil solche Unternehmer der Wohlthaten der Versicherung oft noch dringender bedürften, als ihre bezahlten Lohnarbeiter- in dieser Rich'ung seien weitere gesetzliche Vorkehrungen besonders wünschenswerth. — 2. Wer ist Träger der Versicherung? Hier wurde auf die durchgreifenden Unterschiede der Gesetzgebung bezüglich oer drei VersicherungS- arren — gegen Krankheit, Unfälle und Erwerbsunfähigkeit durch Invalidität oder Alter — sowie insbesondere auf die Schwierigkeiten und die zahlreichen Streitfälle hingewiesen, welche bei Unfällen durch Zweifel über die zahlungspflichtige Berufsgenossenschaft veranlaßt werden. — 3. Welche Ansprüche gewährt die Versicherung? Auch die Beantwortung dieser Frage ist ebenso wie die der drei folgenden eine sehr verschiedenartige, jenachdem es sich um Krankheit, Unfall, Invalidität oder hohes Alter handelt- wobei zugleich noch die Frage der Carenz- oder Wartezeit ihre unter Umständen sehr beachtenSwerthe Rolle spielt. — 4. Wie werden die Kosten aufgebracht? Der in der Krankenversicherung eingeführten Erhebung gew sser Procente vom Lohnsatz steht bei der Unfallversicherung das Umlageverfahren, bei der JnvaliditätS- und Altersversicherung daS sogen. CapitaldeckungS Verfahren gegenüber. Diese verschiedenen Systeme wurden nebst dem Modus der BeitragS-Vertheilung auf Unternehmer einerseits und Versicherte and rcrseitsj eingehend besprochen. — 5. Wie sind die Versicherungsanstalten organisiert? Genoffenschaftliche Organisation bildet die Regel, in Ermangelung einer solchen tritt bei der Krankenversicherung die Gemeinde subsidiär ein. Die Einrichtung der Genoffenschasten und ihrer Organe ist aber eine sehr verschiedene, jenachdem dieselben wie bei der Jnvaliditäts- und Altersversicherung, sowie bei der landwirth- schastlichen Unfallversicherung geographisch abgegrenzt sind oder sich wie bei der gewerblichen Unfallversicherung auf das ganze Reichsgebiet erstrecken. — 6. Wie werden eintretenden Falle- fctt Entschädigungsbeträge sestgestellt und verabfolgt? Hierbei wurde insbesondere auf die Schwierigkeiten der Berechnung und Vertheilung sämmtlicher einzelnen Altersund Invalidenrenten, an denen neben der Reichskaffe oft mehrere Versicherungsanstalten participiren, und auf die große Mannigfaltigkeit der eingesührtkn schiedsrichterlichen Instanzen hingewiesen. — Zum Schluffe besprach derReferent die inNr.5 des Gießener Anzeigers mitgetheilten statistischen Angaben, auS welchen u. a. heroorgeht, daß die jährlichen Versicherungsbeiträge der Unternehmer nahezu 3% des Gesammteinkommens aller zu mehr als 900 Mark eingeschätzten Reichsangehörigen ausmachen. Eine wesentliche Vereinfachung des Versicherungswesens wurde n s dringend noihwendtg bezeichnet, wenn dasselbe den hochherzigen Absichten seiner Begründer entsprechend, zum Gemeingute der Nation werden und nach allen Seiten hin Segen bringen soll. An das mit Beifall aufgenommene Referat schloß sich noch eine längere angeregte DiScussion an, in welcher insbesondere die Herren S ch l e n k e, Dr. Fuhr und Dr. Haupt interessante Mittheilungen aus der Praxis des VerficherungsbetriebeS machten. *♦ Der Landeöansfchuß der landwirthschaftlichen Vereine ist, nach einer Mittheilung in der „Darmst. Ztg.", auf Montag, 14. Januar, Vormittags 9^ Uhr, zu einer eintägigen Sitzung nach Darmstadt einberufen. In derselben werden nur mehrere dringliche Angelegenheiten zur Verhandlung kommen- cine weitere Plenarversammlung ist für Februar oder März in Aussicht genommen. ** H. Neues Theater. Gestern betrat nach längerer, durch die Weihnachtsfeiertage und das Auftreten der Schlierseeer veranlaßten Pause, das Nelner'sche Ensemble zum ersten Male wieder unsere Bühne. Man wiederholte Sudermann» „Schmet te rlin g ssch lacht". ES sind erst wenige Tage verflossen, seit uns die Schlierseeer verlassen haben. Das mochte wohl die Schuld daran tragen, daß der Besuch des Theaters nicht eben gut war und daß Stück und Darstellung nicht den Beifall fanden, den sie verdient hätten. Gespielt wurde im Ganzen recht gut, aber eine gleichmäßige Wirkung konnte nicht erzielt werden, da die cigenthümliche Sprechweise der Darstellerin der Else beständig, besonder- in den ©eenen mit Rofi, unangenehm störte und dadurch auch deren Spiel beinträchtigte. Unbedingt zu loben sind Fräulein Ger lach, Herr Nie meier und Herr Otto, doch schien uns Fräulein Ger lach in ihrer letzten Scene das Hervorbrechen der lange zurückgedämmten Empfindung bet der ersten Aufführung wirkungsvoller gestaltet zu haben. * * Im hiesigen Panorama, Neuen Baue 1, gelangt von heute Donnerstag und bis Samstag wieder eine ganz neue, noch nie au-geftellte Serie zur Ansicht, eine Reise durch Thüringen. Diese Reise erstreckt sich über Weimar, Jena, Naumburg, Schwarzathal mit herrlichen Partien und Sehenswürdigkeiten, Altenburg u. s. w. Nach allem diesem wird ein starker Besuch de- Panoramas zu erwarten sein. * * Rückkunft auS dem Nacht Manöver. Die gestern auS- gerückten Bataillone sind heute Mittag 12 Uhr bei unS'toieber eingeiückt. Der Mannschaft ist das Biwak im Freien gut bekommen, doch gab eS kalte Füße. Die jüngere Mannschaft war übrigens nicht unter den Zelten, sondern in Gambach NachtS über untergebracht. W. Ein Zeuge wegen Meineid verhaftet. In der gest- rigeu Straskammersitzung unter Vorsitz deS Herrn Land- gerichiSrath Müller wurde gegen August Mohr von Leusel bei AlSfcld wegen Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung in der Berufsinstanz verbandelt. DaS Schöffengericht Alsfeld hatte denselben zu 2 Monaten Ge- fängniß verurtheilt. Der erste Staatsanwalt, Herr Dr. Süngerich beantragte nach Beendigung der Beweisaufnahme die Aufhebung de» fchöffengerichtlicheu Unheil» unb die Freisprechung deS Angeklagten, und demgemäß erkannte auch der Gerichtshof. Während dieser sich zur Berathung zurückgezogen hatte, veranlaßte der Staatsanwalt die Verhaftung deS Verletzten und Hauptbelastungszeugeu Roth von Leusel, wegen dringenden Verdachtes deS Meineides. •* Die Zahl der Berate Deutschlands ist nach der neuesten Medicinalstatistik im vergangenen Jahre auf 22,287 gegen 21,621 in 1893 gestiegen - die Zunahme beträgt 3,1 pEt., etwas weniger al- in den Vorjahren. Preußen zählt 13,267, (12,851), Bayern 2546 (2431), Sachsen 1633 (1573), Baden 865 (855), Württemberg 764 (759), Els°ß Lothringen 634 (632), Hessen 568, Hamburg 453 (429), Mecklenburg- Schwerin 242 (249), Braunschweig 213 (217), Sachsen- Weimar 172(172), Oldenburg 140(135), Anhalt 120 (104), Bremen 117 (110), Sachsen-Coburg Gotha 98 (95), Sachsen- Meiningen 83 (81), Sachsen Altenburg 70 (70), Mecklen- burg-Strelitz 57 (59), Lübeck 53 (53), Lippe-Detmold 49 (50), Reuß j. L. 46 (44), Schwarzburg Rudolstadt 32 (36), Schwarz. burg-Sondershausen 32 (31), Waldeck 29 (30), Schaumburg- L'ppe 17 (18) und Reuß ä. L. 17 (18) Aerzte. Unter de« preußischen Provinzen hat die meisten Aerzte Rheinland mit 2061 (1992), demnächst der Stadtkreis Berlin mit 1834 (1799). Nach dem Flächenraum mrihrilt, kommen in Deutsch landauf 100 Quadrat Kilom. 4,07 Aerzte gegen 4 in 1893. In Hamburg kommen auf 100 Quadrat-Kilometer 113,25, in Bremen 46,80, in Lübeck 17,78 Aerzte- dann folgen Königreich Sachsen mit 10,95, Hessen mit 7,47 Aerzten usw. Auf 100,000 Einwohner kommen 4,50 (4,37) Aerzte, davon in Hessen 5,78 Aerzte. Don den Städten hat'verhältniß- mäßig die meisten Aerzte Straßburg mit 17,8 auf 10,000 Einwohner, dann Frankfurt a. M. mit 12,9, Halle m t 12,1, München mit 11,9, Stuttgart mit 11,3, Berlin mit 10,7, Königsberg mit 10,6, Breslau mit 10,6. Die Zahl der approbirten Zahnärzte war 1007 gegen 915 im Jahre 1893. Heilanstalten gab es im Vorjahr 3219 gegen 3182 im Jahre 1893 mit 199,561 (196,247) Betten. DaS günstigste Vnhältniß besteht in Hamburg, das 15,293 Betten zur Verfügung hat, d. h. 246,66 auf 10,000 Einwohner, während in Berlin nur 9000 Betten oder 57,01 auf 10,000 Einwohner vorhanden find. -u- Gambach bei Butzbach, 8. Januar. Ein seltenes Fest wurde heute von der Familie Markus Rosenbau« hier gefeiert, daS Jubiläum der goldenen Hochzeit, »nb erfreut sich das goldene Brautpaar im Alter von 81 und 76 Jahren der besten Gesundheit. DaS Fest wurde im engsten Familienkreise in Anwesenheit von 4 Kindern und 18 Enkel« verlebt. Herbstein. 8. Januar. Ja diesem Jahre feiert Herr Decan HilSdorf sein filternPriester-Jubiläum. F. EichelSdorf, 8. Januar. Die bet uns abgehaltenen Holzversteigerungen haben recht befriedigende Preise gebracht, denn die Tarifsätze wurden nicht nur erreicht, sonder» nicht unerheblich Überschritten. Wir haben aber auch treffliche Qualitäten und meistens gute Absuhrwege, woher eS (ommt, daß Steiglustige sogar auS bet Wetterau: Reichelsheim, Heuchelheim, Echzell, Gettenau und anderen Orten kommen, die das Holz zur Zeit, wenn die Feldarbeiten noch nicht beginnen, mit ihren eigenen Gespannen abfahren, wodurch die Leute auf billige Weise zu trefflichem Brennmaterial gelange*. Laubach, 7. Januar. In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde in der Wohnung deS Georg Göbel VI., schwarze Ellergasse, ein Einbruchsdieb stahl verübt. Der Thäter bediente sich einer in der Hofraithe stehenden Leiter und gelangte, indem er ein Fenster an der Frontseite bei HauseS eindrückte, in die Stube deS unteren Stockwerks, in welchem er ungestört zu Werke gehen konnte, da di? Insassen des HauseS ihre Schlafzimmer im oberen Stockwerke haben. In der Stube entfernte er eine Tischplatte und entnahm der Tischschublade nicht nur die vorhandenen 30 Mark in baar, auf welche Summe der Dieb es jedenfalls nur abgesehen hatte, sondern auch die beiliegenden Werthpapiere im Betrage von 2500 Mark. Als man am Morgen den Diebstahl entdeckte, sand man am Thatorte noch einen Fünfmarkschein unb in der Nähe das ZeituugSpapier, in welches die Werthpapiere eingewickelt waren. Da» Gericht begab sich baldigst ait Ort und Stelle und die Polizei fahndet eifrig nach dem Verbrecher. 8. Hungen, 7. Januar. Bei einer im Laufe diese» Winters dahier abgehaltenen landwirthschaftlichen Versammlung wurde von Seiten einiger Landwirthe die Gründung einer Molkerei-Genossenschaft für Hungen und Umgegend in Anregung gebracht. Da der Vorschlag in dieser Versammlung Anklang fand, werden nun seit letzter Zeit die Zeichnungen für das erforberHitc Milchquantum angenommen. Wie bei allen Neuerungen, so finden sich auch hier ängstliche Gemüther, welche, durch allerhand Vorurtheile verblüfft, glauben, vorerst dem neuen Unternehmen gegenüber zurückhaltend sein zu müssen, während doch der Landwirth gerade in der jetzigen Zeit unbeirrt seinen Blick dahin richten sollte, wo er noch etwa- Bortheil erhoffen kann. Die günstigen. Jahresabschlüsse anderer Molkerei Genossenschaften berechtigen ohne Zweifel zu Hoffnungen. Lludheim, 4. Januar. Gestern nahm der erste Eursu» für 1895 der landwirthschaftlichen HauShaltungS- schule hier seinen Anfang. In Verhinderung de« Vorsitzenden deSOrtScomitö», Herrn Geh. RegierungSrathS Klietsch zu Büdingen, eröffnete Herr Dberamtmann Westernacher hier die Schule, indem er die erschienenen Schülerinnen und bereit Angehörige willkommen hieß und mit den Bestimmungen der Hausordnung bekannt machte. Herr Medicinalrath Dr. Hauser zu Büdingen vergewisserte sich über den Gesundheitszustand oer Schülerinnen. E» waren zunächst zehn Schülerinnen erschienen und zwar je eine au» Gießen, Rieder Ofleiden, Aulendiebach, Dauernheim, Fronhausen, Oder-Eschbach, Griedel, Jugenheim a. d. B. und zwei auß Bingenheim. Zwei weitere 3#1 d" sSw A UM „ £ in « W* “w « L'U “'/t ,11 Hf*"* ..ton übend die > i(a4un, dah die € efrail M mm tri bii w zu1 heilte Morgen Idranf, so daß Dian netnlidter verlegende »er veichibank in «i ßfttti, 8. Jan -rt gestrigen Nachai Hchifsbrllcke abg 8e6 Georg Göbel VI., Sdtebstahl verübt. Der Hoftaithe stehenden Leiter ster an der Frontseite bei es unteren Stockwerks/ t» en konnte, da di? Insasse« oberen Stockwerke hab», schplatte und entnahm der nitn-n 30 M«! ittmlaM nut «dzchh» fSÄ*® 1 ,A-«"* . .... iffl Lause dieser SÄ‘?5 e° nan MenotM"' *•64-tf »«* «•?* -Ml'th fl* ...» ?<"? - Dchüleriune», die augenblicklich nicht etotrete« tonnten, werden in einigen Tagen noch nachkommen. Somit wird dann die Zahl 12, wie auch im vorigen Halbjahre, erreicht werden. Die Angehörigen der Mädchen nahmen mit großem Jntereffe von der gesammten Einrichtung der Schule Einficht. D. Z. △ Mainz. 8. Januar. Der Rhein geht hier seit heute Morgen in seiner ganzen Breite mit dünnem Treibeis, während an dem rechten User Maineis in dichten Schollen vorübertreibt. Mit Ausnahme der kleinen Trajectboote, die den Verkehr mit Kastel vermitteln, ist die Schifffahrt so gut wie eingestellt und beeilen sich die Schiffe, die Häfen aufzusuchen. Ber- ploffene Nacht sank hier die Temperatur auf 8 Grad unter Null, bei leichtem Schneefall stieg dieselbe im Laufe des Tages auf 4 Grad unter Null, um gegen Abend wieder merklich zurückzugehen. — Von Seiten der hiesigen demokratischen Partei wie auch von den Socialdemokraten werden Protest Versammlungen gegen die Umsturzvorlage vorbereitet. Die erstere Partei steht dieserhalb bereits um Ueberlaffung der „Stadthalle" in Unterhandlung und hat sich auch schon mit hervorragenden auswärtigen Persönlich feiten der demokratischen Partei inS Benehmen gesetzt, die als Redner hterherkommen sollen. — Auf dem hiesigen Hauptpostamt herrschte heute Morgen große Geldnoth. Der die Hauptkaffe unter sich habende Beamte hatte nämlich gestern Abend die Kaffenschrankthüre zugeschlagen, ohne zu beachten, daß die Schlüffel zu dem Kaffenschrank in dem Schrank selbst waren. Da die Schlüffel außer dem Schloß auch die Riegel zu dem Kaffenschrank zu öffnen haben, stand man heute Morgen rathloS vor dem verschloffeneu Kaffen- schrank, so daß man beim Ausgang der Geldbriefträger in ziemlicher Verlegenheit um Geld war und man die Hülfe -er Reichsbank in Anspruch nehmen mußte. WormS, 8. Januar. Das Treibeis nahm im Laufe des gestrigen Nachmittags und Abends derart zu, daß die Schiffbrücke abgefahren werden mußte. ES stehen nur noch je drei Joche an den beiden Ufern. Bei der zu- Nehmenden Kälte hat sich auch heute noch das Treibeis ver« «ehrt. Den Verkehr zwischen beiden Ufern unterhalten zwei Vampsbote und eine Nähe. Das Wasser ist um weitere b Ctm. gefallen, sodaß heute der Wafferftand minus 0,20 m beträgt. bk-Met drr Ijmigrrnbm und frierende» Vögel im Schnee! Vermischtes. * AuS Schlesien, 6. Januar. Zu ausgiebiger Beschäftigung der Handweber in den Kreisen Waldenburg und Land es Hut ist vom Kriegsmtnisterlum die außerordentliche Beschaffung von Wäschestücken für Kasernen und Lazarethe in Höhe von 120 000 Mark genehmigt worden. Auch ist den TorpSbekleidungSämtern wiederholt die Weisung zugegangen, bei den bevorstehenden Verdingungen von Leinen- usw. Stoffen für den Truppenhaushalt diejenigen Fabrikanten, welche Handweber beschäftigen, thnnlichst zu berückfichligen. * Freiburg a. d. Unstrut, 7. Januar. Bei einem Einbruch im hiesigen Amtsgericht sind, wie der „Kreuz- zeitung" gemeldet wird, 70000 Mark Werthpopiere gestohlen worden. * Goldap, 8. Januar. Auf dem Heimwege von der Jagd wurde ein Gefreiter der 10. Compagnie deS 7. Jn- fanterie-RegimentS von einem Feldwebel derselben Compagnie durch einen Schuß in den Rücken getödtet. Der Feldwebel mußte zu seiner eigenen Sicherheit verhaftet werden, weil er sich das Leben nehmen wollte. Verkehrt, £att6» rrrrd Volkswtrthschaft. Köln, 29. December. Die Rheinisch Westsälischen Thomas- phosphaisabriken, Actten-Gesellschast Köln und Berlin und die Westdeutschen Thomasphospbatwerke Köln machen bekannt, daß sie die Preise für ihre Tbomatzschlackenmehle pro 1895 ganz erheblich ermäßigen. Bei einer Garantie für wenigstens 70p6t. Cltratlöslich- keit der Photzphoriäure beträgt der Preis vom 1. Januar 1895 pro Kilogramm Phosphorsäure nur noch 21,/a und 207t Psg. (bisher 23 und 22 Pfg.). Die genannten Fabriken haben fich zu solcher Preisermäßigung in Hinsicht aus die bedrängte Lage der Landwirth- schaft bereit gesunden und zwar sollen die ermäßigten Preise auch dann ihre Giltigkeit behalten, wenn die Staaisbahnen die erhoffte Frachtermäßigung eintreten lassen sollten. Das Entgegenkommen der Tbomasphosphatfabriken wird bet den Landwirthen sicherlich volle Würdigung finden. Landwirthschaftliche Winke und Rathschläge. Entgegnung. In dem Aussatz „Landwtrthscha'tl.che Rathschläge ic.N dieser Zeitung Nr. 304 und 305 war ein Artikel über Jagdverhältniffe geschrieben, der nicht unerwidert bleiben darf, denn sonst könnte mancher Bauer glauben, der betr. Schreiber hätte wirklich Recht! ES bandelt sich in dem Artikel in erster Linie darum: soll der Bauer die Jagd selbst ausüben? Man ist nun nach den vielen Erfahrungen überall zu der Einsicht gekommen, daß dem Landwirth, deffen Betrieb auf ihn selbst angewiesen ist, nichts mehr schadet, als Jagd. Er betreibt dieselbe meist mit Leidenschaft, stets aus Eigennutz und vernachläisigt dadurch seine Landwirthschast! Zweitens wird angegeben, weshalb er die Jagd selbst ausüben soll, nämlich weil das Wild zuviel Schaden thue und dieser nicht genügend ersetzt würde! Jeder Jäger und Landwirth weiß, daß Hasen und Rehe nur in seltenen Fällen wirklichen Schaden im Feld thun — ein Greßener Jäger, der in Rheinhessen zur Jagd eingeladen war, wo viele Hunderte von Haien geschossen wurden, fragte einen dortigen Bauern, ob hier W'ldschadenansprüche gemacht würden, worauf ihm dieser erwiderte: ^Nee, das müßte eine ärmliche Gemeinde sein, die die „paar" Hasen nicht ernähren könne!" — meist sind es die Schafe gewesen, die ja fast nur vom Raub leben. Wirklicher WUdschaden wird von einer Eommisston abtaxirt und sofort bezahlt und ist vielfach überschätzt. Gar nicht zu glauben ist nun, daß fich die Gemeinden bei den jetzig:n hohen Jagdpachisummen schlecht stehen sollen! Glaubt der Arttkelschreiber wirklich, daß es z. B. für die Gemeinde Heuchelheim, wo die Bauern jetzt die Jagd selbst für 3000 Mark auf sechs Jahre haben fauch »nothleidende Landwirthe"?) nicht vortbeilhafter gewesen wäre, die Bauern hätten sÜr ihre paar Hasen nach dieser ZEin Jäger und Jagdpächter. Schiffsnachnichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Earl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 7. Januar. sPer transatlantischen Telegraph.! Der Postdampfer Dresden, Eapttän A. v. Eöllen, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 8 Uhr Morgens wohlbehalten in Baltimore angekommen. Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle in Gießen. 53. Woche. Vom 30. December 1894 bis 5. Januar 1895. Einwohnerzahl: angenommen zu 22 100 (incl. 1600 Mann Militär) SterblichkettSziffer: 16 47°/« bezw. 7,05 nach AuSfchl. der Ortsfremd«. Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: tot vom 1. Lebensjahr: 2 —15. Jahr: Lungenschwindsucht 2 (1) 2 (1) — — Darmcalatrh 1 — 1 — Sonstige entzündliche Erkrankungen der AthmungS-Organe 2 (1) 2 (1) — — Neubildungen 2 (2) 2 (2)—— Summa: 7 (4) 6 (4) 1 — Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geb« an, wie viel« der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auSwärtS nach Gießen gebrachte Kranke kommen. AirchtteheAnzeigen der evang. Gemeinde. Donnerstag den 10. Januar, Abends 8 Uhr, im Turnsaal der neuen Stadtknabenschule Bibelstunde. (Mission in Deutsch- Südwestafrika) Pfarrer Schlosser. Modernste «. solideste MLunerkteiderstoffe, ä M. 175 pr. Mtr. Original-Mustercollectionen in billigen, mittleren und hochfeinen Qualitäten, wobei Paffendes für Jedermann, versenden bereitwtlligst franco ins H-us. Oettinger & Co., Frankfurt a. M., Fabrik - D6p6t. Tausendfaches Lob, notariell beftät., über den Holl. Tabak von B. Becker in Seesen a. H. Ein 10 Pfd. - Beutel fco. 8 Mk. hat die Exp. d. Bl. eingesehen. 7830 Bekanntmachung. Am Dienstag, den 15. Januar d. Js., findet zwischen 1 und 3 Uhr Nachmittags ein Schießen mit scharfen Patronen nördlich und nordöstlich Kinzenbach mit Schußrichtung auf den Himberg statt. Das Gelände zwischen folgenden Orten ist während dieser Zeit für jeglichen Verkehr gesperrt: Rodheim a. d. Bieber — Oelmühle — Bahnhof Kinzenbach — Kinzenbach — Schwalben-Mühle — Rodheim a. d. Bieber. Die Straßen Rodheim—Gießen, sowie Waldgirmes—Heina—Bieber sind passirbar. Gießen, den 8. Januar 1895. Das Commando 448 des II. Bataillons Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm. Bekanntmachung. Nachdem uns auch in diesem Jahre wieder ein Betrag zur Verfügung gestellt worden ist, um eine Anzahl armer scrophulöser Kinder im nächsten Sommer in der Kinderheilaustalt in Bad-Nauheim unter# bringen zu können, werden alle diejenigen Bewohner des Sparkaffenbezirks Gießen, welche solche kranken Kinder haben und nicht selbst in der Lage sind, die Kosten bestreiten zu können, aufgefordert, sich bei ihrem Pfarramt oder Bürgermeisterei baldigst zu melden. Bei der Anmeldung ist ein ärztliche» Zeugniß vorzulegen, in welchem die Nothwendigkeit einer Badekur bescheinigt sein muß. — Es ist nicht ausgeschlossen, daß Kindern, welche bereit» auf Kosten der Sparkaffe eine Badekur durchgemacht haben, die kosten für eine weitere Kur bewilligt werden können. — Die Pfarrämter imb Bürgermeistereien ersuchen wir, uns die einlaufenden Meldungen mit ben ärztlichen Attesten und einer Bescheinigung über die Bedürftigkeit der detr. Eltern bis längstens Ende Januar k. I. zusenden zu wollen. Gießen, am 3. December 1894. Die Direction des Spar- und Leihkaffe-Vereins. _____________________Grüne berg. 215 Kunstverein. Die Gemäldeausstellung im Thurmhaus am Braud ist Werktags von 11 bis 1 Uhr, Sonntags von 11 bis 3 Uhr geöffnet. Mitglieder des Kunstvereins und deren Familienangehörige genießen freien Eintritt, für Nichtmitglieder beträgt der Eintrittspreis: Sonntags 2O Pfg., an Werktagen 50 Pfg. 127 _______._______Der Ausschuß. Unterzeichnete haben den Verkauf von la. Süssrahm-Tafelbutter der Dampfmolkerei Grünberg in Hessen, H. K. Zimmer, toernommen und empfehlen dieselbe stets frisch in hochfein haltbarer Qualität. 427 A. & G. Wallenfels, Markt 21. 8. Kalkhof, Westanlage 2. Submission. Die Füllung des Eiskellers unserer Kliniken soll auf dem Wege der Submission vergeben werden. Offerten, mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum 12. Jan. d. I., Vormittags 12 Uhr, auf dem Verwaltungsbureau abzugeben. Die Bedingungen liegen auf letz' terem offen. Der Zuschlag erfolgt bis zum 13. Januar. 325 Gießen, den 8. Januar 1895. Großh. Verwaltungs - Direction der chirurgisch-ophthalm. Univ.-Klinik. Bose._______Vossius. Montag den 14. Januar und Dienstag deu 15. Januar, Nachmittags 2 Uhr, werden wegzugshalber Sounen- ftraste SS, 3. St. Möbel, als: Stühle, Tische, 1 Sopha, ein» und zweithür. Kleiderschränke, 2 Glasschränke, 1 Bücherschrank, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, 1 Kassenschrank, 1 amerik. Ofen, Buderus-Patcnt, 1 Regulator, 1 Patentstellleiter, Pferdegeschirr, Wurf zeug, Desinfections - Eimer, Actenreale, 2 Betten, Nachttische, Waschtische, 1 Badeeinrichtung für Gustbäder, Lampen, Spiegel, Borhänge, Herrukleider, Küchen- und Hausgeräthe versteigert. In Auftrag: F. Hoffmann. Die Sachen können Montag Vormittag von 10 — 12 Uhr gesehen werden.384 Ein geprüfter Schreibgehülfe kann alsbald bei Großh. Amtsgerichts schreiberei Schotten eintreten. [405 Aalöverdeck (Mylord) fast neu, billig zu verkaufen. 263 Näheres in der Erped. d. Bl. Holzversteigerung in brn IDalbnngrn brr Stabt Ach. Versteigert werden in der Forst- roartei Hinterwald, Districte Eichwald und UnterspeierlingSkopf: Donnerstag den 17. Januar, Vormittags IO Uhr beginnend: 83,6 rm Buchen- und Eichen- Scheiter, 105,8 rm Buchen- und Eichen- Knüppel, 3333 Wellen Buchen- und Eichen- Reisig, 410 Wellen Fichten Reisig, in Haufen aufgesetzt, 166,8 rm Buchen- u. Eichen-Stöcke. Zusammenkunft an der Kreisstraße Lich—Hattenrod. Anfang im Eichwald. Lich, am 7. Januar 1895. Großh. Bürgermeisterei Lich. ___________Heller.________437 Alice-Schute. In den Bügel-Cursns können noch einige Schülerinnen ausgenommen werden. Beginn 14. Januar. Anmeldungen bei 446________Frl. L- Möser. Schlitten leichte Einspänner. wieder eingetroffin. A. Kilbmger 445]SetterSweg Nene und gebrauchte Schlitten preiswürdig zu verkaufen. 406 Fr. Schwan jr., Wetzlar. Herrschaftlicher Schlitten ein- und zweispännig preiswerth zu verkaufen. 323 Gasthaus zum Weißen Rost. 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Operette »Flett« Bursche“ von SuppS. 3) Nussknacker-Quadrille von Kücken. 4) Chor und Tan« a. d. Operette „Das Pensionat“ von Supp6. II. Theil. 5) Ouvertüre über den „Dessauer Marsch“ von Schneidet. 6) Martin-Walzer (Obersteiger) von Zeller. 7) „GiesseneFThurmwächter“ t Polka- scherz von Krausse. 8) Ein Carnevalscherz, Potpourri von Sohreiner. III. Theil. 9) Lustige Brüder! Walzer von Vollstedt. 10) Orüss euch Gott alle mit einand’l (Vogelhändler) von Zeller. 11) Lustiger Marsch, Potpourri von Komzäk. 12) Petersburger Champagner-Galopp von Lumby. 424 Akademischer Gesangverein. Wiederbeginn der Proben am Montag den 14. d. M., Abends 8 Uhr, in der kleinen Aula. 450 Der Vorstand. Ich bin für die Folge nur noch Montag, Dienstag und Mittwoch für meinen Unterricht in meiner seitherigen Wohnnng, Westanlage 30, in Gießen. 429 M. Balser-Landmann. Atelier f. Uortraitsmaterei. — Auch Unterricht daselbst. — 286 Otto Fritz, Bleichstraße 24. 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