108 Der cht,ls«n«r Anzeiger «richrml täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener D»amikiend kälter werden deut Anzeiger wöchentlich dreimal beigrlegt. Erstes Blatt.________Donnerstag den 9 Mai______________________189» Gießener A nzeiger W Kenerat-Mnzeiger. *ät Anrts- und 2lnzeigeblntt fflt den Kreis Gieren» »T1S: Hratisöeikage: chießener Jamilienötältcr^s Anrtlwhr»^ Theil. Bekanntmachung. Die aus den 3. Juni d. I. entfallenden Zahltage der Kreiskafse Gießen zu Hungen und Lich werden der Pfingstfeiertage wegen nicht an diesem Tage, sondern am 587. Mai abgehalten werden. Gießen, den 7. Mai 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Bekanntmachung. Am 6. l. Mts. ist auf dem Viehmarkt dahier ein rothgelbes männliches Kalb stehen geblieben. Der Eigenthümer wird aufgefordert, feine Ansprüche binnen vier Wochen dahier geltend zu machen. Gießen, den 7. Mai 1895. 4221] Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Deutscher Reichstag. 86. Sitzung. DieuStag, den 7. Mai 1895. In dritter Lesung wird debattelos der Nachtragsetat für die Feierlichkeit zur Eröffnung des Nord-Ostsee-Canals genehmigt. Auf der Tagesordnung stehen sodann die Prüfungen der Wahlen der Abgg. Böttcher (ntl.) und v. DztcmbowSkt (Pole). Die Commission beantragt bet dem ersteren Ungültigkeitserklärung. Es entsteht nun eine lebhafte Debatte, in der von nattonalttberaler Seite das CsmmissionSversahren gemtßbilltgt und die Wiederaufnahme der Dticusston beantragt wird. Nachdem der Präsident darauf aufmerksam gemacht hat und ihm von conseroattver, sogar nationalltberaler Seite betgcpfltchtet worden ist, bah nach der Geschäftsordnung kein Mttglied gegen die Wiederaufnahme der Dtscussion protesttren dürfe, wird dieser Antrag verworfen. . Es folgt die namentliche Abstimmung über den Commifsions- anttag, die mit 214 gegen 93 Stimmen die Ungültigkeitserklärung iber die Wahl b«8 Abg. Böttcher (ntl.) ausspricht. Auch bei der Wahl de« Arg. v. Dztembowskt (Pole) beantragt die Commission Ungllltigkeitserklätung. Als Grund hierfür giebt sie zwei vom Landrath Grafen Westarp unterzeichnete Wahlaufrufe zu Gunsten Dziembowskis und den damit verbundenen Einfluß an. Hierzu liegt ein Antrag v. Staudy vor, welcher um nochmalige Prüfung in der Commission ersucht. Auch hier entstehen lebbaite Dupliken »wischen den einzelnen Fractionsvertretern über die Wirkungen der landräthlichen Erlasie. «ährend vo.i den Conservativen, Polen und Nattonalltberalen den Erlassen eine Tragweite nicht beigemesien wird, ist mau im Centrum und bei den Antisemiten anderer Ansicht. ' Die namentliche Abstimmung ergtebt schließlich mit 201 gegen 112 Stimmen die Ungültigkeitserklärung der Wahl des Abg. 9. DziembowSkt. Morgen 1 Uhr: Zweite Lesung der Umsturzvorlage. Deutsches Reich. Berlin, 7. Mai. Der Kaiser widmet sich fortgesetzt eifrigst den begonnenen Frühjahrsbesichtiguugeu der Truppen von Berlin, Potsdam und der benachbarten Garnisonen. So unterzog er am Montag Vormutag die Satail» lone deS Garde-Füsilier-Regiments auf dem Tempelhofer Felde bei Berlin einer eingehenden Besichtigung. Dann begab sich Se. Majestät nach dem Neuen Palais zurück, wo im Kreise der kaiserlichen Familie das Geburtsfest des Kronprinzen gefeiert wurde. Prinz Christian zu Schleswig- Holstein weilt zur Zeit als Gast des Kaiserpaares im Neuen Palais. — Dem BuudeSrathe ist der angekündigte Entwurf des Zucker st euer-NothgesetzeS zugegangen. Die Vorlage bezweckt bekanntlich im Jntereffe der Landwirthschaft die Aufrechterhaltung der jetzigen Zuckerexportprämien, die am 1. August d. I. herabgesetzt werden müßten. — Im preußischen CultuSministerium wurde der Entwurf einer Verordnung vollendet, betreffend die Einführung deS Aerztekämmer> Ausschusses und die jetzige Organisation der ärztlichen Standesvertretung. ES handelt sich bei diesen Maßnahmen darum, dem Aerztekammer-Ausschuffe, der jetzt eine private Vereinigung ist, einen amtlichen Cha- racter zu geben. Derselbe soll die Aufgabe erhalten, innerhalb der Zuständigkeit der Aerztekammer vermittelnd zu wirken, zwischen dem CultuSministerium und der genannten Standesvertretung der Aerzte, ebenso soll der Ausschuß bei etwaigen Differenzen in der Aerztekammer die Vermittlerrolle auSüben. — Den Reichstagsabgeordneten sind jetzt die Einladungen zur Theilnahme an der Nordostsee-Canal- Feier zugegangen. — Im Canton Straßburg-Nord Hal eine Nachwahl zum Bezirkstage deS Unterelsaß stattgefunden. Dieselbe ergab die Wahl deS regierungsfreundlichen Gemeinde- rathS Eißen mit 1145 Stimmen. Der radical-freisinnige Rechtsanwalt Meyer erhielt 1073, der sozialdemokratische Cigarrenhändler Br eh le 758 Stimmen. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 7. Mai. Der Kaiser hielt gelegentlich der heutigen Besichtigung des 2. Garderegiments am Schluffe der Kritik eine Ansprache an das Offiziercorps, worin er die hohen Verdienste des verstorbenen Generalobersten v. Pape : um die Armee und die außerordentliche Tüchtigkeit und her- ; vorragende Pflichterfüllung des Verstorbenen, der der älteste Offizier deS Regiments gewesen sei, würdigte. Der Kaiser , befahl, daß daS Begräbniß am Freitag Nachmittag mit allen I einem Generalfeldmarschall zukommenden militärischen Ehren t stattfinde. Berlin, 7. Mai. Staatssekretär v. Stephan erließ eine Danksagung für die anläßlich der Vollendung seiner : 25jährigen AmtSthätigkeit von Behörden, Corporationen, ; Vereinen und weiten Kreisen der Bevölkerung, sowie von deutschen Landsleuten des Auslandes übermittelten Glückwünsche und sonstigen Zeichen freundschaftlicher Theilnahme. Der Staatssecretär ist sich wohl bewußt, daß, wenn seine Bestrebungen von einigem Nutzen für daS Gemeinwohl gewesen sind, der Haupttheil daran lediglich der großen Zeit zufalle, die wir durchlebt haben, in welcher der germanische Geist wiederum seine mächtigen Schwingen als historischer Träger einer culturhistorischen Mission entfaltete. Auch an die Beamten und Unterbeamten der ReichSpoft- und Tele- ; graphen-Verwaltung richtete dec Staatssecretär eine Dank- > sagung. Berlin, 7. Mai. Die „Post" erfährt, die Conferenz ; von Sachverständigen zur Besprechung der Vorlage, betreffend ■; die Gründung einer centralen Ausgleichs stelle für ; den Credit für landwirth sch aftli ch e und klein-! gewerbliche Genossenschaften, trete am 18. Mai i unter dem gemeinsamen Vorfitze des Finanzministers und des LandwirthschastSministerS zusammen. Inzwischen habe die < Seehandlung für drei Monate gegen Hinterlegung sicherer; marktgängiger Werthe den landwirthschaftlichen Genossen- : schäften Beträge gegen einen niedrigen Zinsfuß zur Verfügung . gestellt, die zusammen 100,000 Mk. nicht übersteigen. Berlin, 7. Mai. Prinz Arenberg erklärte in der ; gestrigen Sitzung derDeutschenColonialgesellschaft,, Abtheilung Berlin, den Vorsitz wieder behalten zu wollen, j Die Deutsche Colonialgesellschaft gibt am 14. Mai zu Ehren Wtßmanns ein Diner. Rom, 7. Mai. Wie die Abendblätter melden, unter- ( zeichnete der König daS Decret, wodurch die Kammer auf gelöst wird. Die Neuwahlen werden am 26. Mai, die ■ Stichwahlen am 2. Juni und die Eröffnung der neuen Kammer [ am 8. Juni stattfiuden. Petersburg, 7. Mai. Der „RegierungSbote" schreibt: Die Meldung der Blätter, daß die Bildung einer zeitweiligen Commission zum Studium des Baues der Sibirischen Eisenbahn an Ort und Stelle hervorgerufen sei durch die j nicht ganz erfolgreiche Ausführung der Arbeiten an dieser Bahn, erklärt daS Verkehrsministerium als jeder Begründung entbehrend. Die Arbeiten schritten durchaus befriedigend fort. Die Bildung einer Commission sei hervorgerufen durch die Nothwendigkeit, sich an Ort und Stelle mit den besonderen Bedingungen der Verwirklichung des Werkes bekannt zu machen, welches so ernsthaft cowplicirt sei, weil es in weiter Ferne auSgeführt werde und für welches bedeutende \ Summen angewiesen seien. Depeschen deS Bureau .Herold' Berlin, 7. Mai. (Wiederholt.) Generaloberst v. Pape ist heute früh 3*/, Uhr au Altersschwäche hier gestorben. BiS zum Januar dieses Jahres war Generaloberst v. Pape Oberbefehlshaber in den Marken und Gouverneur von Berlin. Damals wurde er unter Ablehnung seines Abschiedsgesuches von seinen Stellungen entbunden und zu den Offizieren von der Armee versetzt, v. Pape befand sich im 83. Lebensjahre. Berlin, 7. Mai. Die Abtheilung Berlin der deutschen Colonial-Gesellschaft gibt zu Ehren deS MajorS von Wiß- ’ mann am 14. Mai ein Fe st banket. Wißmann hat sein Erscheine« zugesagt. Berlin, 7. Mai. Heute Nachmittag hielten die Berliner Bäckereiarbeiter eine zahlreich besuchte Versammlung ab, in welcher der Maximalarbeitstag von 12 Stunden besprochen wurde. Referent Abg. Molkenbuhr mußte absagen, weil inr Reichstage die Umsturzvorlage auf der Tagesordnung stand. Sämmtliche Redner forderten den Zmölfstundentag für die Bäckereiarbeiler. Zahlreiche Klagen wurden darüber laut, daß die Arbeitgeber vielfach die Sonntagsruhe nicht Inne» halten. Am Schluffe der Versammlung wurde eine Resolution angenommen, den Reichskanzler und den BundeSrath zu ersuchen, dahin zu wirken, daß für die Bäckereiarbeiler der Zwölfstundentag und an Sonn- und Festtagen eine Arbeitszeit von acht Stunden eingeführt werde. Berlin, 7. Mai. Die CentrumSfraction des Reichstages hat gestern mehrere Stunden die Umsturzvorlage berathen und sich dahin geeinigt, eine abwartende Stellung einzunehmen. In der Sitzung machte sich eine starke Stimmung für Ablehnung der Vorlage geltend. Berlin, 7. Mai. Die nationalliberale Fractiou des Reichstages hat heute die Umsturzvorlage berathen und in der CommtssionSfafsuug abgelehnt. Berlin, 7. Mai. Die „Nordd. Allg. Z'g." weist heute daraus hin, daß die erste Antwort, die Japan auf die gemeinsamen Vorstellungen der drei Mächte ertheilt hatte, insofern nicht befriedigt gewesen sei, als darin der Anspruch auf Port Arthur noch aufrecht erhalten roar. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." erfährt, hat die japanische Regierung ihrer ersten Antwort alSbald die vom vergangenen Sonntag weitergehende Erklärung folgen lassen, noch bevor von den drei Mächten ein weiterer Schritt in Tokio unternommen worden war. Berlin, 7. Mai. Die „Nat.-Ztg." schreibt zu der Mit- theilung, daß auf dem Kreuzer Kaiserin Augusta ein abermaliger Masch-Vnenzusammenbruch stattgefunden hat, die Angelegenheit scheine zu einer Anfrage im Reichstage angethan, um festzustellen, wo die Schuld liege und ob dafür gesorgt sei, daß daffelbe nicht auch bei anderen Schiffsbauten vorkomme. Berlin, 7. Mai. Wie es heißt, soll den früheren Chef» der Admiralität, den Generalen von Stosch und Grafen Caprivi eine Einladung für die Feierlich keiten in Kiel zugehen. Berlin, 7. Mai. Der „Vorwärts" meint, es fei voreilig, optimistische Schlüsse bezüglich des Schicksals der Umsturzvorlage zu ziehen. Centrum, Conservative wie Nationalliberale seien bereit, einzelne Theile der Vorlage zu bewilligen. Es werde verwickelte Abstimmungen mit wechselnder Majorität geben, sodaß man mehr als je auf der Hut sein müsse. Berlin, 7. Mai. Die 60 Schneiderversammlungen, welche gestern Abend auf Veranlassung der Agitationscommission in allen ConfectionSorten Deutschland» tagten, haben sämmtlich eine Resolution angenommen, in welcher von den ConfectionsgeschästS-Jnhabern gefordert wird, bis zum 2. Februar 1896 Betriebswerkstätten einzurichten. Im Weigerungsfälle soll an die gesammte Arbeiterschaft Deutschlands appellirt und eine Lohnerhöhung in Scene gesetzt werden. In den nächsten öffentlichen Versammlungen der Schneider sollen die Namen derjenigen Inhaber von Con- sectionsgeschäften bekannt gemacht werden, in denen die die Sachen abliefernden Schneiderinnen unmoralischen Reden und Angriffen auOgesetzt find. Frankfurt a. M., 7. Mai. Heute Morgen gegen 5 Uhr fuhr auf der Station Soden eine Maschine gegen den Zug Nummer 652. Ueber 20 Personen wurden, jedoch meist unerheblich, verletzt. Der Materialschaden ist nicht erheblich. Triest, 7. Mai. Der „Piccolo" meldet, daß am Sonntag in Grado nächtliche Exce sse gegen die städtischen und geistlichen Behörden ftattgefunden haben. Die Demonstranten zerstörten das städtische Wachlocal und schlugen die Thüren und Fenster im Pfarrhaus und Bürgermeisteramt ein. Die Ursachen der Tumulte sind noch nicht aufgeklärt. Eine starke GenSdarmerieabtheilung wurde nach Grado abgesandt und dort alle öffentlichen. Locale gesperrt. Paris, 7. Mai. Der Gouverneur von Obeck hat sich gestern nach dem Pantheon begeben, um im Namen de» Königs Menelik einen prachtvollen Kranz auf dem Grade de» ehemaligen Präsidenten Carnot niederzulegen. Paris, 7. Mai. AuS St. Denis wird gemeldet, daß infolge der Gemeiuderath»-Wahlen, in welchen die Socialisten durch Republikaner ersetzt wurden, große Aufregung herrscht. Die Republikaner wurden mit tausend Stimmen Mehrheit gewählt. Ernste Unruhen werden befürchtet. Pari», 7. Mai. Im Quartier Lana wacht sich unter den international gesinnten Studenten eine lebhafte Bewegung geltend anläßlich der dewnächftigeu Hierher- kunfr Bebel- und Liebknecht-, denen ein herzlicher Empfang bereitet werden wird. Madrid, 7. Mat. Nachrichten au- Tuba lassen daS baldige Ende deS Aufstande- erwarten. Martinez TampoS meldet, er fei sicher, den Aufstand bald nieder» zuwerfen. Csceles Gieße«, bzn 8. Mat 1895. ♦ * Ordensverleihung, st. König!. Hoheit der Großherzog baben Allergnädigst geruht, am 20. April dem Fürstlich Dienburg »Büdtngenschen Hotseeretär Wilhelm Klein zu Büdingen da- Ritterkreuz 2. Klasse deS Verdienstorden- Philipp- des Großmüthigen zu verleihen. Zwei Künstler von Gotte» Saade», beide Söhne unserer Stadt, weilten gestern in unseren Mauern- außer Herrn Bufs»Gteßen befand sich zu gleicher Zeit der König!. General'Mufikdirector Levh» München in Gießen. • *-g- Reue» Theater. (Direktion Pollak.) Bor auS- verkauftem Hause ging gestern Verdi- „Troubadour" in Scene. Diese herrliche Oper, die zu den beliebtesten aller älteren italienischen Opern zählt, zieht stets ein zahlreiches Publikum an, umsomehr, wenn ein hervorragender Gast in ihr auftritt. So reizend, pikant und effectreich diese Musik in Melodie, Harmonie und RythmuS ist, so birgt sie, entgegen dem Inhalt deS Textes, dem Character der wechselnden Situationen doch oft krasse Gegensätze: zu den ernstesten Scenen berückende Tanzrythmen u. s. w. Ueber die Aufführung Folgendes: Der hier aufs Beste bekannte uud gefeierte Gast, der Großh. Kammersänger vom Wiesbadener Hoftheater Herr Buff-Gießen, befriedigte in der Darstellung des „Manrico" in hohem Maße. Ein gewiffer Chic, verbunden mit Routine gestaltete die dramatische Durchführung recht wirkungsvoll. Der Gefangövortrag zeigte in technischer Durchführung viel Gewandtheit, die umfangreiche Stimme einen bestrickenden Wohlklang, virtuose Geläufigkeit und Frische, die sich in den hohen Lagen noch mit größter Sicherheit und Berve behauptete. Die treffliche Accentuirung bet manchen Recitativen, einige geschmackvolle An- und Ab- schwellungen von Tönen kamen fein und sinnig zu Gehör. Der große Beifall, verbunden mit Ueberreichung eines Lorbeerkranzes, entsprach der hervorragenden Leistung. Der Partner de- Gaste-, Herr EtlerS, war ein stattlicher Repräsentant deS Grafen Luna, den er recht gewandt und lebensvoll spielte. Gleich sein erstes Recitativ „Rings tiefe- Schweigen" sang er mit edlem Ton- die Characterisirung der Eifersucht und des Hohnes erzielte große Wirkung. Kurz, die Leistung seiner herrlichen Stimme schloß sich den vorhergegangenen würdig an. Frl. Ranco führte die „Leonore" überraschend trefflich durch. Die im Anfang bemerkbare Indisposition der Stimme schwand bei den folgenden Scenen und ihr gewandte-, verständnißvolleS Spiel gestallte sich zu einem harmonischen Ganzen. Schon ihre erste Arie „ES glänzte schon da- Steruenheer" trug sie, poetisch fein beginnend und bi« zum Liebe-Jubel leidenschaftlich steigernd, mit bedeutendem Erfolg vor, überwand auch die großen technischen Schwierig» teilen, wenngleich einige Härten der Stimme in den hohen Lagen sowie ein Zuviel in der Coloratur sich öfter ungünstig bemerkbar machten. Im letzten Act wirkte die ungemein wirkungsvoll vorgetragene Arte „In Deines Kerkers tiefer Nacht" nebst dem die Verzweiflung gut hervorhebenden Spiel und die Sterbescene ergreifend. Die Künstlerin erfreute sich lebhaften Beifalles. Frl. Krüger führte die höchst anstrengende Parthte der „Acuzena" in Spiel und Gesang gut und wirksam durch. Auch sie participtrte in hohem Maße an den Betfallsbezeugungen. Die kleinen Parthien waren gut besetzt, der Chor befriedigte. Der musikalische Theil wurde unter der trefflichen Leitung des Herrn CapellmetsterS W vlfhetm in verständnißvoller, wohlnüancirter Wiedergabe erledigt. • • Rene» Theater. Einem kundgegebenen Wunsche des theaterliebenden Publikums entgegenkommend, hat Herr Dtrcctor Pollak sich entschloffen, einen 2. Platz (Parterre) zu 1 Mk. einzurichten. • • Der zweite Vortragsabend der Baronin Osten-Sacken in Stein- Garten brachte wieder eine sehr gewählte Zuhörerschaft, aber leider keinen vollen Saal. — Ein Local inmitten der Stadt wäre für die kühlen Abende geeigneter gewesen. Die schweren, hochpoetischen Verse wurden frei nach dem Ge- düchtniß gesprochen, uud die Vortragsweise «var gleich der ersten natürlich, ohne Effecthascherei. Die Frithjof-Sage ist zum Bortrage undankbar, besonder» für eine Dame. — Morgen Donnerstag den 9. d. M. wird eine Reihe der verschiedensten Dichtungen von dem biederen HanS Sachs bis zu den neuesten Schöpfungen von Carl Reuleaux zum Vortrag kommen. • • Oberheffischer Seschichtlnereiu. Der Ausflug am ver- stoffenen Sonntag nach Grünberg verlief, Dank sei es auch dem unerwartet günstigen Weiter, in allen seinen Theilen zur vollsten Zufriedenheit der sehr zahlreichen Theilnehmer anS Gießen, Grünberg, Laubach, Alsfeld, Lauterbach u. a. Orten. Die Besucher von Gießen wurden von den Grün- berger Freunden am Bahnhof empfangen und gleich zu Herrn Vaurath Dr. Dieisenbach geführt, der eine kleine Ausstellung von Alterthümern veranstaltet hatte. Darunter erregten der sogen. Luthertisch und Glasmalereien auS dem jetzt abgeriffenen sogen. LutherhauS ganz besondere» Intereffe. Hierauf Gang nach der Warte mit ihrer umfaffend-u Aussicht aus die weite Umgegend, den Vogelsberg und den Taunus- sie hätte klarer sein können, war aber doch schön. Im AutoniterhauS wurde unter sachkundiger Führung Kirche und Klostergebäude wieder bergeüellt und die Reste non Stein» metzarbeiren besichtigt, von da der DiebSthurm besucht, der noch im Laufe dieser Woche abgebrochen und zu einem Hochbehälter für die Wafferleitung hergerichter werden soll, dann ; durch daS landschaftlich schöne und blüthenreiche Brunnenthal ! zur alten landgräflichen Burg aufgeftiegen und dann endlich im Gasthaus zum Hirsch eingefallen, um dem Magen auch ; etwa- zu gönnen. Im Saal waren alte Fahnen, Bilder, eine Sammlung von Steinbeilen und andere Alterthümer aufge stellt. Nach einer Erholungspause wurde die Sitzung durch den stellvertretenden Vorsitzenden,Herrn Professor Dr. Buchner eröffnet. Herr Schilling begrüßte darauf die Versammlung NamenS der Stadt Grünberg. Dann begann Herr Land- gerichtSdirector Muth seinen angekündigten Bortrag „Ueber die Stadt Grünberg und da- AutoniterhauS daselbst". Ueber den Ursprung deS Stadtnamen» kann fein Zweifel fein, obgleich mehrfach die absonderlichsten Ansichten sich geltend machten. 1186 legte Landgraf Ludwig eine Burg daselbst an, und diese gab Veranlassung zur Entstehung der Stadt. Die Burg steht zum Theil noch jetzt, ist aber verwahrlost und baufällig. In der Fehde der Erzbischöfe von Mainz und Köln gegen den Landgrafen Hermann 1195 wurde Grünberg eingenommen und zerstört, doch war sie offenbar 1222 wieder aufgebaut, Grünberg ist also eine der ältesten Städte Ober- Hessens. Gießen z. B. wird erst 1250 erwähnt. 1272 bestätigte Kaiser Heinrich I., daß Grünberg fränkisches Recht genießen solle. Der Gallmarkt ist noch bis jetzt zur Erinnerung an die Ausstellung der erwähnten Urkunde in Ehren gehalten, wenn er auch früher bedeutender war. Dabei wurde auch stark verliebt und verlobt und des Weinkaufs und BerlobungStrinkenS war kein Ende. 1272 hatte Grünberg auch schon einen Pfarrer. ES bestand eine Marienkirche in der Altstadt. Sie könnte heute noch stehen, aber infolge der Nachlässigkeit in der Bauunterhaltung stürzte sie 1816 ein. Außerhalb der Stadt lag noch die PeterSkirche und ein Spital, die beide vom AvtoniterhauS ’ abhängig waren. ES ist unbekannt, wann dieses gegründet ' wurde - 1242 wird eß zuerst erwähnt. ES war daS älteste ’ und reichste der hessischen Klöster und bestand, biS 1527 | Philipp der Großmüthige seine Güter einzog und sie der ' Universität Marburg zuwtes. Später kamen sie an Gießen. I Allmählich sank mit dem Handel und den Gewerben auch . der Wohlstand, große Brände schädigten die Stadt noch mehr und doch stieg der LuxuS, sodaß 1492 dagegen einge- j schritten wurde. Die der Allgemeinheit zu leistenden , Dienste und Abgaben waren beträchtlich. Die städtischen ' Beamten waren zahlreich, aber bei Hochzeiten und Kind- ; taufen ging S oft über Gebühr lustig zu. Für die Verbesserung der Schulen wurde viel gethan. Durch den, 30 jährigen Krieg verlor die Stadt über die Hälste an Bewohnern und Häusern und nach dem Frieden mußten noch 140 Häuser als baufällig oder verseucht umgerissen werden. Auch tn den folgenden Kriegen erduldete die Stadr Schweres und so ist der Wohlstand gegen früher sehr zurückgegangen. Die Besprechung beß Vortrags war sehr lebhaft und anregend - eß beteiligten sich daran besonder- die Herren Dekan Pullmann, Dr. Röschen, Dr. Ebel, Dr. Schilling u. A. und j wurden noch wohlthätige Stiftungen, da- sog. LutherhauS, die Hessenfurt beim Hessenbrücker Hammer, der Gallusmarkl, die Wüstungen der Umgegend, die Reitersiegel von Alsfeld, Grünberg, Marburg und Gießen, die Farbe deS Pferdes darin und andere Punkte besprochen. Hierauf machte Herr Prof. Dr. Buchner Mittheilung über einige Ergebn-sse seiner Forschungen in Acten deS Wetzlarer Staatsarchivs. Die Wetterfelder Chronik ist für die Geschichte der Gegend von Laubach und Grünberg in der langen Zeit des 30jährigen Kriege- von der größten Bedeutung. In derselben ist auch mehrfach von dem Zerwürfniß zwischen der Gräfin Katharine Juliane und der Bürgerschaft von Laubach die R.'de. Es war veranlaßt durch die angemaßte Vormundschaft der Gräfin über ihren sechsjährigen Sohn Karl Otto und die Milvormundschast der zwei Grafen von SolmS-Greifenstetn, die alle resormirt waren, waS tn dem streng lutherischen Ländchen böseS Blut setzte. Der Widerstand von Rath und Bürgerschaft rief Gewaltmaßregeln seitens der Gräfin hervor; in der genannten Chronik werden mehrere derselben genannt und beseufzt. Die Strafeinquartierung von 1644 ist aber nicht zu verwechseln mit einer zweiten, die im Februar 1649 stattfand. Diese letztere ergiebt sich in Ursache und Folge au- einem Bündel Acten im König!. Preuß. Staatsarchiv zu Wetzlar, daS u. A. eine Reihe von Proceßschriften de» Reichs- kammergerichtS in Speyer enthält. ES ist bezeichnet mit: „Bürgermeister, Rath und Bürgerschaft deS Gräflich Solm» fischen StädtleinS Laubach und Gons., Kläger gegen Herrn Wilhelm und Lutzen beide Gebrüder Grasen zu SolmS» Greifenstein et Cona., Beklagte." Der Hauptkläger, der ältere Bürgermeister Conrad Pauli von Laubach erzählt darin, daß, nachdem die Bürgerschaft die vorherigen Streitigkeiten für erledigt gehalten, die beiden Greifensteiner Grafen in der Nacht vom 14. Februar 1649 mit 150 wohlbewaffneten Männern die Stadt überrumpelten, sich der Thore : bemächtigten, Wachen außstellten, die Wohnung des Bürger- ! meisterS Pauli stürmten, die Thüren erbrachen, den Mann aus dem Bette riffen und kaum bekleidet ins Gefänguiß im । Schloß schleiften. Die Stadt wurde dadurch in dcn größten j Schrecken versetzt - viele Bürger entflohen noch mitten tn der ' Nacht. In ihre Häuser wurde Sirafeinquartierung gelegt mit dem belouderen Befehl, sie sollten sich von den zurückgelassenen Weibern und Kindern nach Belieben tractiren lassen. Darauf- < hin entflohen auch viele von diesen. Als Alles ausgezehrt, zogen sie wieder ab, nahmen aber noch zwei Paar Ochsen mit. Pauli aber wurde gefänglich nach Grüningen geschleppt. Angeführt wurde der Zug durch den Oberamtmann Dr. Cau- fentuS, der der Hauptanstifter und Mitthäter war. Dieser ließ den Pauli an eine Kette anschmieden und zwang ihn trotz anfänglichen Widerstände- durch die abscheulichsten und unmenschlichsten Quälereien während einiger Tage einen ReverS zu unterschreiben, in welchem er bekannte, gegen die Gräsin ungeborinm vem-fen iu Hn und Re bat, ibn wieder in Gnaden aufzunehmen. Aber kamst war der Streit nicht zu Ende, der Proceß dauerte vielmehr noch viele Jahre, bi» wohl durch da» Mündigwerden de» Grafen Otto allmählich da» Interesse an der Weirerführung de» sehr kostspieligen Processe» erlahmte und einschlief. Graf Karl Otto starb 1676 in Trübsinn, ohne einen Sohn zu hinterlassen. Mir ihm starb die Altlanbacher Grafenlinie au». Bei der Be- fprechuvg wurde besonders die Frage ei örtert, ob der Thurm, in dem Pauli ebenfalls die schwersten Qualen erdulden mußte, die jetzige sog. Gtüninger Warte gewesen fei. SS ergab sich, daß die- nicht wahrscheinlich, daß die Wane eine Windmühle gewesen, daß aber die Burg in Grüningen ewige Thürme gehabt habe, von denen einer der fragliche Thurm gewesen sein kann. Daraus wurde der offizielle Theil der Sitzung mit Dank für die freundliche Aufnahme in Grünberg geschlossen. Die Betheiligung von Damen und Herren an dem darauf folgenden Abendessen war sehr stark und die Unterhaltung sehr angeregt. Leider wurden die auswärtigen Gäste schon zeitig wieder durch die Bahnzüge in ihre Heimath entführt. * • Ter zwölfte Telegirtentag bei Rhein Mai» «aft»irthe Verbände» sand, wie bereits kurz erwähnt, gestern Vormntag hier im „Gießener Festsaal" statt- außer den Delegirten, die 20 Vereine mit ca. 1800 Mitgliedern vertraten, nahmen an den Verhandlungen Theil zahlreiche Collegen vou hier und der wetteren Umgegend, a!S Gäste waren erschienen Herr Proviuzialdirector Frhr. von Gagern, Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herr Amtmann Dr. Wallau, Herr RegterungS-Assessor Wolsf, sowie einige Vertreter benachbarter Vereine. Der Vorsitzende deS Gießener Vereins, Herr Schnell, begrüßte zunächst die Erschienenen, dabei der Genugthuung Ausdruck gebend, daß Gießen die Ehre zu Theil geworden, die Gäste hier begrüßen zu können, er betonte die Ziele deS Verbandes und schloß mit dem Wunsche, daß die Gäste einen guten Eindruck mitnehmen möchten. — Sine weitere Begrüßung der Erschienenen liefe der Vorsitzende deS Verbandes, Herr R e i n e m e r-Darmstadt folgen - er sprach der Collegenschaft Gicfeen» den Dank au» für den Empfang und wünschte, unter Hinweis auf die große Tagesordnung, der Versammlung guten Verlauf. — Nach der vom Schriftführer vorgetragenen Präsenzliste waren vertreten die Vrreine Mainz, Darmstadt, Offenbach, Hanau, Gießen, Kreuznach, Höchst a. M., Langen, Groß- Gerau, Lorsch, Bensheim, Nieder • Ingelheim, sowie der Verein Wetterau. — Hierauf erhielt Herr Oberbürgermeister Gnauth daS Wort, um Namens der Stadt die Delegirten zu begrüßen- er danke, daß sie Gießen als Sitz der heutigen Versammlung erwählt und hoffe, daß sie diese Wahl nicht baeucn würden, die im herrlichen Grün prangende Umgebung Gießen- möge de» Erschienenen Manche- ersetzen, wa» größere Städte ihnen geboten, durch die Thetlnahme an der Versammlung sei ihm die Möglichkeit gegeben, sich über die Verhältnisse des Gewerbe» und die die Stadtvertretung herantretenden Fragen zu unterrichten,- er constatirte ferner, daß Gießen einen Verein besitze, den die Stadtvertretung um Rath angehen könne, wenn e» sich um Angelegenheiten de» Gewerbe» handle, die öffentlichen Interessen seien dieselben wie die Interessen de- soliden Gastwirthestande» . er gab dem Wunsche Ausdruck, daß ein guter Geist walten möge sowohl über den Verhandlungen wie über den dann folgenden geselligen Veranstaltungen. — Der Vorsitzende dankte Namen» de» Verbandes für diese Worte und ersuchte die Versammlung, sich zum Zeichen de- Danke» für die Bewillkommnung Seiten- der Stadt zu erheben.—Hierauf erstattete der Bor- sitzende eingehend Bericht über die Thätigkeit des Central- Vorstände- im vergangenen Jahre; eß ging darau» hervor, daß der Vorstand eine recht vielseitige und auch ersprießliche Thätigkeit entfaltet hatte in all den wichtige» Fragen, die den Gastwirthftand angehen- cß galt vor alle» Stellung zu nehmen zur Frage Über die Regelung der Feierabendstunde, die tn manchen Gemeinden infolge Einführung der mitteleuropäischen Zeit beschnitten worden, als weitere wichtige Frage wurde behandelt die beabsichtigte comm.inale Wein» und Bier de steuer ung, daS Plakatwesen. wozu die Erhebung einer Gebühr für da- Aushängen der Plakate in den Winhschafien, und zwar unter Zuwendung de- Ertrag- an Wohlthätigkeit-anstalten u. f. w., in Erwägung gezogen wurde- ferner war Stellung zu nehme» gegen die Au-dehnung der Berein-wirthschafren, gegen die geplante Einführung einer Steuer auf Musikautomaten- wa- der Thätigkeit de- Centralvorftande» für die Folge zur Prüfung und Bearbeitung unterliegen würde, wurde vom Vorsitzenden ebensall- bargelegt, und dem Verein empfohlen, sich mit den näher bezeichneten Fragen recht eingehend zu beschäftigen, damit der demnächst stattfindenden Versammlung de- Süddeutschen Gastwirthverbande- möglichst vollständige- Material vorgelegt werden könne- die Bestrebungen de- Vere n» auf Schaffung eine- soliden Gastwirthestande-, die Bekämpfung von Schäden im Gewerbe, die Agitation gegen völlerei und Unsittlichkeit, gegen die Zulassung fragwürdiger Existenzen zum Gewerbe u. s. w., hätten die Sympathieen der Regierungen Neben Wahrung der Jntereffen beß Staube» nach außen, sei nach Innen anzustreben der Au-bau beß Kaffenwesen», bie Grünbnng von ver- einen (öieCollegen Gießen- würben zur Grünbung eine» weiteren Bezirk-Verein- iu Oder Hessen, etwa für bie Umgebung von Büdingen, aufgeforbert), die Heranziehung bestehenber ver- eine zum verbände- besonder- fegen-reich würde sich für die Mitglieder die Errichtung von Sparkassen erweise« (der Verein Darmstadt verfügt bereit- über 15,000 Mk.), ber verbaud-sterbekasse müßten alle Collegen beiireten, sie habe seit ihrem Bestehen 258,000 Mf Sterberente ausgezahlt, 132,000 Mk. zurückgelegt, 8075 Urkunden ausgestellt, angestrebt sei auch ibreAu-kehnung aus die Frauen - be- Weiteren lenkt Rebner da- Augenmerk aus da- verband» org an, zog in den Bereich seiner Betrachtunge» die Unsallgesetzgebung mit Bezug aus da- Ganwitth- qewe.be, de Regelung ber Arbeitszeit *ür Kellner °ch biete Sq? N I 'n Dttonh b'i I rr Ur . Mählich I 6«t( ctt*"'!'11" I ’**Ä.'*y «16. «”■ Kit »=», ** 8- ! '’It0 lief. E,7«°b'., Sorte tltuto6?18*, y N'° ’-Ät"? 5» «ttS i ht'1’1"®* *= Mitt’, ■12" *«S*' vor. hier * *• 'M« Q0£rn> Hen Qtti. 2n Dr- »alUtt, ® ‘ '* »Mlttt, E «Wwn, bald ° Gießen die Ehre $u 1 ju tönntn, er betonte m b'm Wunikbe, baj "kn möchten. — 8jat !e& der VorfitzeM bei li)l solgen/ er sprach »US für ben Empfang gro§e Zageiorbnung, ^ch der vom Schrift« > vertreten die Vereine au, Gießen, Kreuz- Serau, Lorsch, Ben«. Verein Wetterau. - Gnauth daöWort, i« beQXÜBtn; er danke, Versammlung erwählt neuen würden, die int g Gießens möge den größere Städte ihnen n der Versammlung über die Verhältnisse •tntiing herantretenden • ferner, daß Gießen tretung um Slatl) an« theiten des Gewerbes in dieselben wie die V, et gab dem Wunsche wöge sowohl über den genden geselligen Sex» e dankte NameuS btl ichte die Versammlung, die Bewillkommnung rauf erstattete der Vm- Tätigkeit de« Central- >• tö ging daran! ht vielseitige und auä :e in all den wichtiger hen- eS galt vor alle, iber die Regelung bet ichen Gemeinden infolge ?eit beschnitten wordeo. handelt die btabstchW uerung, d°S Plakat- Gebühr für daö M ,ften, und zwar unter qkeilsanstalten u. f. »•/ QT Stellung zn W® *MxxVS. ©ttutr 1«I ”‘L :6 '»b, tung uvteril^E $tl' ’m W" «* bOT" 4 » « Mi»*' ’ ;ii(« M- 1"9 ?"% A.w«dt, Sthlidea hie J*.». (»i nach «''öl erwdf1- 15,000 » :eitS Über ft i- sreÄ* 3 ^Urkunde" & t 8075 U . F„ue° llgeowerk °vf sezus oöfeil illr rbClt** unb Köche, das Ausschreiben neu aufzunehmender Mitglieder tm BerbandSorgan, die BeröffernUchung von Ser» rins.Protokollen und bemerkte schließlich! daß der Gast» wirthstand in hohem Ansehen stehe, indem Collegen sowohl als Landtagsabgeordnete (Seligenstadt), wie zu Gemeindeämtern (Bürgermeister zu Groh • Gerau) berufen worden. Der Verein fei erfreulich gewachsen, es sei Wunsch Aller, doh er noch weiter wachsen möge, um mit Erfolg die vielerlei Interessen deS Standes wahren, vor allem aber Stellung nahmen zu können gegen einseitige Besteuerung des Gewerbes, gegen schrankenlose Vermehrung der Wirthschasten durch Groß» brauerelen u. s. w.- eS sei alles einzusetzen, um das Ansehen deS Standes zu heben, der Beruf des GastwirtheS sei rin schwerer. Redner schloß seine Ausführungen mit einem Hoch auf den Verband. — Der hierauf vorgetragene Kassenbericht wies nach an Einnahmen 1815 Mk. 65 Pfg., an Ausgaben 749 Mk. 52 Pfg., das Vermögen beträgt zur Zeit 1907 Mk. 13 Pfg. — Hierauf wurde eingetreten in die Berathung über den 6. Gegenstand der Tagesordnung: Feststellung der Antwort Über die Erhebungen des Reichskanzlers, betreffend die Ruhezeit deS im GaftwirthSgewerbe beschäf» ttgten Personals. Vom Rcichsamte deS Innern sind den BereinSvorständen eine Reihe von Fragen vor» gelegt worden, die unter Mitwirkung einer im Jahre 1893 mit Erhebung über die ArbeitSverhältniffe der in Gasthäusern und Schankwirthschasten beschäftigten Kellner, Kellnerinnen und Kellnerlehrlinge betrauten Commission ausgearbeitet worden sind. Die Fragen beziehen sich: 1) auf die Zahl der einem Verein angehörigen Wirthe und Kellner, 2) auf die tägliche Arbeitszeit der erwachsenen Bediensteten, 3) aus die Arbeitszeit der Bediensteten unter 16 Jahren, 4) auf die Sonntagsruhe, 5) auf das Einkommen der Bediensteten, 6) auf Hausordnungen und Strafgelder, 7) auf die gewerbsmäßige Stellenvermittelung, 8) auf die Zugehörigkeit deS Personals zu Krankenkassen. Zu diesen Fioigen nebst ca. 30 Unterfragen hat der Bund deutscher Gastwirthe bereits Stellung genommen und dieselbe eingehend tm BerbandSorgan dargelegt, es handelt sich für den Rhein-Matn-Verband zunächst darum, sich über die Fragen zu äußern und seine Meinung den demnächst stattfindenden Verhandlungen deö Süddeutschen GastwirtheverbandeS zu unterbreiten. Die Versammlung erklärte nach eingehender Berathung ihr Einverständniß mit den Elktärungen deS Bundes- danach soll von einer in gesetzliche Formen gebrachten, zwangsweisen Regelung der ArbeitSverhältniffe im GastwirthSgewerbe abgesehen und erklärt werden, daß Be» stimmungen über Arbeitszeit, Pausen und Sonntagsruhe, wie sie für andere Gewerbe vorgeschrieben, auf das GaftwirthSgewerbe seiner Eigenart wegen nicht anwendbar, vielmehr unmöglich und in ihren Folgen schädlich, dem Gewerbe neue Schwierigkeiten schaffend, zu bezeichnen seien,- dem Personal entstehe dadurch mehr Nackfthett wie Nutzen, die beute gegebene Ruhezeit sei ausreichend und nur von denen zu bemängeln, die diese Ruhezeit nicht auszunlltzcn verständen; die Einsicht, was dem Personal zur Erhaltung seiner Gesundheit dienlich, müsse man demselben selbst überlassen, auf dem Wege freier Vereinbarung ließen sich bestehende Mängel ohne Schädigung beiderseitiger Interessen beseitigen, an der Bereitwilligkeit, Erleichterungen und Verbesserungen zu schaffen, werde es nicht fehlen. — Dem Anträge, daß Kellnerlehrlinge zwei Jahre zu lernen haben, wurde zugesttmmt,- dieselben erhalten einen Verbandslehrbrief und sollen vorzugsweise Anstellung finden, ferner soll wegen Errichtung von Fachschulen für Kellnerlehrlinge das nöthige Material aus Bremen, woselbst eine solche Schule besteht, behufs Information eingeholt werden. — Den bei VerbandSmitgliedern Bediensteten sollen neben Dienst» und Arbeitsbüchern wahrheitsgetreue Zeugnisse, vom Ver- bandSvorfitzenden unterzeichnet, ausgestellt werden- dem Bund soll überlassen werden, für treu dienendes Personal Diplome zu verleihen, außerdem soll es den OrtSvereinen freigestellt bleiben, Geldprämien für treue Pflichterfüllung zu verleihen. — In Betreff der Strauß- und Heckenwirth- schasten, welche dem GastwirthSgewerbe an einzelnen Orten schwere Concurrenz machen, ohne den für Wirthe geltenden Beschränkungen zu unterliegen, wird beschlossen, dahin zu wirken, daß nur der Einzelverschleiß eigenen Gewächses vom October bis Januar zu gestatten ist. Der Verband beschließt, bei Großherzogl. Ministerium dieserhalb vorstellig zu werden. — Annahme sand weiter der Antrag Darmstadt: DaS BerbandSorgan ist obligatorisch für alle Mitglieder zu halten und jedem Derbandsmitglied auf Vereii Skostcn ohne besondere Hebung hierfür zuzustellen, ebenso eine Verwaltung zu schaffen, die den PreßauSschuß und den mit Arbeiten überhäuften Redacteur des Vereins- orgons unterstützen und entlasten soll. Für Publikationen der Sterbekaffe im Verbandsorgan ist jährlich eine Pauschalsumme zu zahlen. — Nach Erledigung einer Reihe von Anträgen organisatorischer Natur wurde weiter beschloffen, von einer Offene wegen Abschließung von Verträgen gegen Haftpf licht sch ä den für die Mitglieder deS Verbandes vorerst abzufehen und es jedem Einzelnen zu überlaffen, bei welcher Gesellschaft er sich versichern will. — AlS Verbandspräsident wählte die Versammlung Herrn Re in em er-Darmstadt auf zwei weitere Jahre wieder und bestimmte als Ort zur Abhaltung des nächsten DelegirtentageS Biogen. — Nach Erledigung der reichen Tagesordnung wurde die Versammlung geschlossen, worauf im „Prinz Carl" ein Festessen die Delegirten und Collegen nach ernster, mühevoller Arbeit vereinigte. Ein Theil der Gäste unternahm einen Ausflug nach dem Philosophenwald, der Abend aber vereinigte Alle beim Festconcert in Steins Garten, daS unter Theilnahme der Familienangehörigen sich schließlich bis zu einem Tanz- kränzchen fortspann. ** Sin bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich heute Vormittag an der Rodheimer Straße. Der Bürgermeister von Wilsbach wollte mit seinem Fuhrwerk zum Markt nach Gießen fahren. In der Nähe des Kalkwerks fiel ein Rad auS dem Wagen, was zur Folge hatte, daß daS Pferd in Galopp überging. Der Leiter des Fuhrwerks wollte abspringen, schlug dabei aber rücklings um, und verletzte sich am Hinterkopf so schwer, daß daS Blut aus Mund, Nase und Ohren hervorquoll. Der Verletzte wurde in die Klinik gebracht. *♦ Die deutsche Laudesgruppe der 3ntetnationalen kriminalistischen Bereinigung wird am 5., 6. und 7. Juni l. JrS. hier ihre vierte Versammlung abhalten. Wir begrüßen eß sehr, daß durch die Wahl Gießens zum Versammlungsort — die früheren Versammlungen fanden in Halle a. S. und Berlin statt — zum erstenmale den Mitgliedern im Süden und Westen des Reiches und dem dort wohnenden Kreise derer, die sich mit den Bestrebungen und der Thätig- keit der Vereinigung bekannt zu machen wünschen, endlich Gelegenheit geboten ist, an der Versammlung theilzunehmen. Man erwartet deshalb wohl mit Recht eine namhafte Be- theiligung aus den Kreisen der Juristen und Strafanstaltsbeamten. Eine Mittheilung und Besprechung der Be- rathungsgegenstände uns vorbehaltend, theilen wir heute bereits mit, daß als Bcrichterstatter u. A. die Herren Geheimrath Dr. Kr oh ne Berlin, Geheimrath Professor Dr. H. Seuffert- Bonn, Reichsgerichtsrath Dr. Olshausen- Leipzig und Strafanstaltsdirector Dr. v. Engelberg- Mannheim bestellt sind. Lauter Namen, die allein dafür bürgen, daß die Verhandlungen sich ebenso belehrend, wie interessant und anregend gestalten werden. Die Tagesordnung ist durch den Vorstand der Vereinigung und den Ortsausschuß festgestellt, wie folgt: Dienstag 4. Juni 1895 Abends, Empfang im Hotel Prinz Carl. Mittwoch 5. Juni Morgens 9 Uhr Sitzung in der großen Aula der Universität. Nach der Sitzung gemeinschaftliches Mittagsmahl im Hotel Prinz Carl. Abende Concert im Gießener Festsaal. Donnerstag, 6. Juni, Sitzung wie am vorhergehenden Tag. Nachmittags Ausflug mit Wagen auf die Burg Gleiberg. Freitag, 7. Juni, Vormittags 815 Bahnfahrt nach Butzbach. Don dort aus Besuch der Zuchthäuser Marienschloß und Butzbach. Darauf geselliges Zusammensein in Butzbach. — Anfragen und Bestellung von Wohnungen sind bis zum 29. Mai 1895 an Professor Frank in Gießen zu richten. Alle Anmeldungen bittet man möglichst frühzeitig vornehmen zu wollen. Der Ortsausschuß besteht aus den Herren: Landgerichtspräsident Freiherr v. Ricou, Vorsitzender, Professor Dr. R. Frank, Schriftführer unb stellvertretender Vorsitzender, Rechtsanwalt Dr. Fuhr, Provinzialdirector Freiherr v. Gagern, Oberbürgermeister Gnanth, Erster Staatsanwalt Güngerich, Landgerichtsdirector Jöckel. *♦ Die Schornsteinfeger Innung für das Großherzogthum Hessen hält am Vormittag des 19. Mai d. I. tm Gasthof „Zum Schwan" in Darmstadt unter dem Vorsitz des ersten Obermeisters, Herrn Schaub von Seligenstadt, eine außerordentliche Generalversammlung ab. ** Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind: Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende erste Lchrerstelle an der Gemeinde» schule zu Ettingshausen, Kreis Gießen, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organtstendienst verbunden. Dem Herrn Fürsten zu SolmS-Lich steht das Präsentationsrecht zu derselben zu. Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wallerstädten, Kreis Groß Gerau, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gerneindeschule zu Ludwigshöhe, Kreis Oppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk., mit der Stelle ist Organiftendienst verbunden. Eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde schule zu Hahnheim, Kr. Oppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. E.ne mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu BtdliS, Kr. BenSheim, mit einem jährl. Gehalte von 1000 Mk. Vernichte» * Freiburg i. Schl., 7. Mai. Der Staatsanwalt macht bekannt, daß der Gutsbesitzer Müller aus Riechberg im Walde Überfällen, niedergeschlagen und eines Betrages von 12 600 Mark nebst Werthsachen beraubt worden ist. * Aus Ostpreußen, 5. Mai. DaS Dorf Jeschonowitz bei Willenberg wurde von einem Brandunglück heim- gesucht. 13 Wohnhäuser und 21 WirthschastSgebäude gingen in Flammen auf, wodurch 19 Familien ihre ganze Habe verloren. Starker Ostwind machte Löschversuche nutzlos. * Zur Beherzigung mögen, da die Natur jetzt wieder ihren bunten Teppich über die Erde breitet, folgende Dichterworte empfohlen sein: „Auch sag ich's Euch, 's ist Allen heilig j ht: Und wer Im Blühen einen Baum verletzt, Der schneidet ein wie in ein Mutterherz: Unb wer sich eine Blume pflückt im Scherz Unb sie bann von sich schleudert sorgenlos, Der reißt ein Kinb von seiner Mutter Schooß, Unb mev .bem Vogel jetzt bie Freiheit raubt, Der sünbiget an eines Sängers Haupt; ®S* '-<5 Unb wer im Frühling bitter ist unb hart, Vergeht sich gegen Gott, ber sichtbar warb Verkehr, £anfc* unfc Volkswirthfchuft. ** Btehmarkt in vießen. Die Preise für srtschmelkenbe und tragende Kühe hielten sich doch, hätten aber bei den sehr günstigen Fulterautzsichten noch mehr angezogen, wenn bie sinkende Tenbenz ber Fettviehpreise nicht Einfluß übte. Schon am Montag würben auS ben Ställen und auch gleich nach der Entladung des Viehs größere Posten umgesetzt, trotzbem blieb ber Markt unb besten Austrieb sehr bebeutenb. Mit ben in ben Ställen stehenbm Thieren waren am Markt Kühe Vogelsberger, Simmenthaler unb Wetterauer ca. 800 Stück, Jungvieh »/<—Ijäbriß ca. 150—180 Stück, Kälber ca. 140—175 Stück, Fettvieh 200—250 Stück. Kühe notirten 1. Qual.. Mk 450-500, 2. Qual. Mk. 350- 400, 3. Qual. Mark 200—300. Besonbers schöne Exemplare würben mit Mk. 550—575 bezahlt unb gesucht. Jungvieh halte ben Preis von Mk. 160—225 Kälber berechneten durchschnittlich auf Mk. 120 per 100 Kilo lebend Gew'chl. Fettvieh fand 1. Qual. Rinder mit Mk. 128-132, 2. Qual, mit Mk. 116-124, 3. Qual, mit Mk. 108-112 per 100 Kilo Nehmer. Der Handel blieb im Allgemeinen bis zu Ende des Marktes etwas gedrückt, denn ein Hauptcontingent von R-flec- tanten auf frischmelkende Waare, die Wetterauer Kundschaft, fehlte fast am Markt oder kaufte nicht, ber in dortiger Gegend herrschenden Viehseuchen wegen. Trotzdem wurde ber Markt so ziemlich geräumt. (An ber Stanbgelberheberstclle waren bis Schluß beß Marktes für 1200 Stück Rinboieh Stanbzeichen bezahlt.) Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gieße« 18. Woche. Vom 28. April bis 4. Mai 1895. Einwohnerzahl: angenommen zu 22 400 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: ll,61%o bezm. 4,64 nach Ausschl. der Ortsfremden. K i n b e r ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Lungenschwinbsucht 1 (1) — — 1 (1) Herzkrankheit 11— — Sonstige benannte Krankheiten 3 (2) 3 (2) -— Summa: 5 (3) 4 (2) - 1 (1) Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. M Witterungsbericht vom 7. Mai. Die Luftdruckoertheilung zeigt im Großen unb Ganzen wenig Aenberung. Den Norben bebeckl noch immer ein barometrisches Maximum, welches seinen Kern mit mehr als 780 Mm. über ber mittleren norwegifchen Küste aufweift. In Centraleuropa bleibt ber Luftbruck kleinen Schwankungen ausgesetzt; gegen gestern hat derselbe nur wenig abgenommen. Im Süden unb Sübwesten bagegen ist das Barometer etwas stärker gesunken und haben sich die Druckunterschiede zwischen dem Nord- unb Sübfuße ber Alpen ausgeglichen, sobaß bie föhnigen Süb- und Südwest-Winbe an den Hochstationen aufgehört haben unb daselbst östliche Luftströmung eingetreten ist. In Central-Europa ist daS Wetter meist wolkenlos unb tragen, zumal im süblichen Deutschland, bie allenthalben auftretenben östlichen Winbe einen ziemlich lebhaften Character. Die Dipresstonen find in Deutschland etwas gesunken. BorarrSffchttiche Witterung r Zunächst noch fortdauernd vorwiegend heiteres Wetter mit lebhaften östlichen Winden. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 8. Mai, zwischen 11 unb 12 Uhr Mittags Wasser llVi®, Luft 14Vi° im Schatten. Rüdsamen'sche Bade- unb Schwimmanstalt. Metzmer'S Thee ü Mk. 2.80 unb 3.50 pr. Mb. in höchsten Kreisen eingeführt, genießt Weltruf: ber beliebteste unb verbreitetste Thee. Probepackete 60 unb 80 Pf. bei Conbitor Hettler. 206g im Haffe das Liter 90 Pfg., 3758 Kemmer, Pfanbmeister. 2577 4215 genommen. Grosses Lager Commobe, Hobelbank, Bertkow, Wanbuhr, Kleiber, Küchenschränke, Schreibtisch, Handwagen, ein Wagen unb sonstige Gegenstände. Bekanntmachung. Prrita0 u^ai 1895< Ihtnrmnni Moselwein, Konrad Spiest II. von Lana- sollen im Pfandlocale z'u Gießen - I892r U. I893r Cueser Konrad Spieß II. von Laug- sollen im Pfandlocale zu Gießen -! Göns ist wegen Geisteskrankheit Seltersweg 11 — gegen Baarzahlung i entmündigt worben. Sein Vormund versteigert werben: ist Philipp Spieß von Lang-Göns., Gießen, den 2. Mai 1895. Großherzogliches Amtsgericht Gießen.1 Dornseiff. 4209 Der Auffichtsrath. C. L. Gail, SelterSweg 22. eigen meroen. ' Flasche -/« Liter Inhalt mit Glas unb Regulateure, Schreibsettetar, zwei Packung zu 1 Mk., frei Kracht «.Octroi vollst Betten, Klerderschränke, sopha, | , - - - - - • liefert Georg Ortenbach, ssefeiav. NB. Fässer leihweise von 25 Liter Inhalt an. Flasche wirb zu 10 Pfg. zurück- feiner u. feinster ausgebauter Origiual-Flafchenweiue, über welche Liste gerne gefanbt wirb. Große Schellfische in Eispackung stisch zu haben 3219] im stockt Aufforderung. Die rückständigen Zinsen bei ber' Spar- und Vorschußkaffe Beuern I. ‘ ^OlTODUltlC können bis zum 20. d. Mts. noch ö t i ohne Kosten bezahlt werden. werden gewaschen, gefärbt und fa- Beuern, den 6. Mai 1895. eonnirt. 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