statt. 1183 m Eltern: f geb. Dörmer. kurzem Lckrn Mer i'hrÜvg ycsuchs " Dimmstro^r 8, itorlchrlmg, er ISlfetn, geluchf, ßonbilorti Heck, in Friedbir-^H. priitrlttirling Lnn Mort iftr tirtrdtn btt Ender-, ffnplonjflaffe 12, " WDni v . S-BK! -E dUNg mCnt iü Uhk - ** empfohlene« «ädLen für us auf 1. Avni gelacht. rüdaulaae 18, Hl. n frfudit iüailibtirftr IQ. d)m von outoitii, auf zvMe, in alt» ;ifaf)nn ift udt> M R « ta, ttixb \n tinta it Sitflt pMl W rolri liHre Sebnnblunfl al8 auf elehen. Off zu rlchtm an den. Mafchinemeister, li i Archen a. Eit«. 1^< leidermachen i mich in und außer htm Achtungivoll Wl, rchoffftraße lS.part. i Milmknllhm, enb^wubra^ttbaumV etttmanfttl trn unb vventg'üüch um, selbst daran gelitten unbnn« Möph In S-Hreiberha^ iÄtttSS Central-Circus n. e. etraßdarser). M tiBOSSE jiujii-llflrslelw r nur Damen auftreten- SSM i ukr u Abend» lachmiftag *,6. **BS -“Hf" Samstag bett 9. März 1S95 Nr. 58 Zweites Blatt Gießener Anzeig er Kenerat-Anzeiger. 2lmts» uttb Anzeigeblatt für den "Kreis Gieren. P Hratisbeikage: Gießener Jamitienökätter. Annahme Don Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Darm. 10 Uhr. Alle «nnoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmm Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgeg«. Vedaction, Expeditiol und Druckerei: Kchutstrahe Ar.7» Kcrnsprcchcr 51. Bringcrlohu. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener Anmikien vkalter wrrdrn dem Anzeiger wöchentlich dreimal heigelegt. Der Hießener Anzeiger erscheint täglich, ■ul Ausnahme deS Montag». Vierteljähriger i . Avonnementsprelsr 2 Mark 20 Pfg. mit Amtlichem Thell. Bekanntmachung. In den Voranschlag dc» landwirlhschaftlichen Bezirk»- »erein» de« Kreises Gießen pro 1894/95 sind Mittel zum Bezug von Saatkartoffeln durch den landwirthschaftlichen Bezirksve ein vorgesehen worden. Nach Beschluß des AuSschuffeS sollen die Kartoffelsorten „Magnum bonum“, „vroce" und „Frühe Nase" bestellt werden. Bestellungen auf andere Kartoffelsorten sollen jedoch auf Wunsch der Landwirthe auch dann aurgeführt werden, wenn ein Waggon Kartoffeln von den verschiedenen Land« wirthen bestellt werden sollte. ES wird dies unter dem Anfigen zur öffentlichen Kenntniß gebracht: 1) daß Anmeldungen bis zum 15. März l. I. bei dem Unterzeichneten einzureichen sind; 2) daß die Kartoffeln nach jetzt vorliegender Offerte 5 Mk. pro Malter im Ankauf kosten werden; 3) daß bei Bestellungen von Vereins Mitgliedern, welche den Betrag von 40 Mk. nicht übersteigen, die Kosten des Transports der Saatfrucht bis zur Eisenbahn- Station Gießen, Grünberg, Hungen oder Lang-Göns, auf die Bezirksvereintkaffe übernommen werden; bei größeren Bestellungen haben die Vereinsmitglieder die Kosten des Transport« der Saatirüchte insoweit zu übernehmen, als die Bestellung den Betrag von 40 Mk. übersteigt. Bei Bestellung eines Waggons Kartoffeln werben sich die Kosten des Transports bis Gießen auf ea. 1 Mk. 50 Pf. pro Malter berechnen. Da sich die Transportkosten bei Bezug einzelner Malter wesentlich erhöhen, so können die Bestellungen, welche erst ein* laufen, wenn bereits zwei Waggons Kartoffeln (400 Gentner) bestellt sind, nicht mehr berücksichtigt werden. Ich ersuche daher die Herren Landwirthe um möglichst baldige Einreichung ihrer Bestellungen; 4) daß Bestellungen von Landwirthen, welche nicht Mitglieder des landwirthschaftlichen Bezirksvereins sind, ebenfalls ausgeführt werden. Dieselben haben aber, wenn sie nicht vorher noch Mitglieder des landwirthschaftlichen Bezirksverein« werden und sich zu diesem Lehufe bei dem Unterzeichneten anmelden sollten, den I Feuilleton. 0.S. Etwas vom Winter in Japan und einer Schlittenrcise. ; (Fortsetzung.) Für Diejenigen, welche Aussicht haben sollten, Reisen im Innern Japans zu machen, will ich erwähnen, daß der Mangel an Wascheinrichtung in den Gastzimmern dach etwas lästig ist. Man ist gezwungen, sich in einem von allen Seiten offenen und zugänglichen Raum zu waschen und wird dabet mit größter Unbefangenheit von den weiblichen Insassen deS tzauseS, zu welchen sich vielleicht noch einige neugierige Freundinnen gesellten, beobachtet. Nicht etwa aus einem versteck, sondern ganz frei und offen. Die Japaner haben 1 eine gelbliche Hautfarbe, die Japanerinnen sind um einige Abtönungen heller und sie lieben eS, bei Gelegenheit dermato* logische Vergleiche zwischen der mongolischen und kaukasischen Rasse anzustellen. Ist eS mir doch in Obanasawa vorgekommen, daß eine der Zuschauerinnen den Aermel auf* streifte und ihren Arm neben den meinigen hielt und dann unter Kichern und Ausrufen der Verwunderung, daß mein Arm doch noch weißer war, als der ihrige, sich entfernte. Solche Vorkommnisse haben nichts Verfängliches, sie entspringen nur der Neugierde und denkt sich Niemand Arges > dabei. Einförmig wie das Wetter und die Landschaft war die Weiterreise von Obanasawa nach Süden- unser Ziel war ft .magata, die Hauptstadt deS nach ihr genannten Ken ober KegierungSbezirkS, einer Stadt von 20000 Einwohnern, früher der Sitz eines Daimio (Förster), der als Lehen an den Mikado 50000 Koku Reis*) bezahlte. DaS Wetter war leidlich, der Weg gut und so legten wir im rascheren Tempo die etwa 36 Kilometer bis zu der genannten Stadt zurück. Such am Tag der Abreise von Aamagata war die erste Hälfte her Fahrt erträglich. Wir trafen in unserer Mittagstation Kaminshama schon um 11 Uhr ein. In freier Uebcrsetzung *) Koku, ein Hohlmaß = 180'/» Liter, ein Koke Reis hat ttttxa 3 bis 5 Dollar Werth. vollen Kostenbetrag für Ausführung ihrer Bestellungen zu vergüten - 5) baß die Zahlung bei Empfang der Saatkartvffeln alsbald zu erfolgen bat unb daß, falls die Kartoffelempfänger keine Säcke mitbringen sollten, für den Sack noch 80 Pf. pro Stück zu vergüten sind. Die Kosten für die Säcke werden für Veremsmttglieder auf die Bezirksvereinskasse übernommen. Die Herren Bürgermeister werden hierdurch ersucht, vorstehende Bekanntmachung in ihren Gemeinden veröffentlichen zu lassen, Anmeldungen entgegen zu nehmen unb umgehend an den Unterzeichneten einzufenden. Gießen, den 5. März 1895. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksverein» Gießen. Jost, Regierungsrath i. P. Bekanntmachumi. Herr Landwirthfchaftslehrer Dr. von Peter zu Friedberg wird über die Errichtung von Stammzuchtvereinen durch die Gemeinden nach den Vorschlägen des Herrn Oeconomie- raths Müller zu Darmstadt Vorträge halten: 1) Sonntag den 24. März 1895, Nachmittag» 3 Uhr zu Eberstadt, in bim Saale des Herrn Beigeordneten Görlach. 2) Dienstag den 26. März 1895, Nachmittag» 3 Uhr, zu Bellersheim, in dem Rathhause. 3) Donnerstag den 28. März 1895, Abends 8 Uhr, zu Lang Göns, in dem Saale des Herrn Wirth« Konr. Weil III. 4) Sonntag den 7. April 1895, Nachmittags 3 Uhr, zu Lich, in dem Saale de» Herrn Hey land. 5) Sonntag den 14. April 1895, Nachmittag» 3 Uhr, zu Langd, in dem Saale des Herrn Bürgermeister». 6) Sonntag den 21. April, Nachmittags 3 Uhr, zu Hungen, in dem Solmfer Hof. Zu diesen Vorträgen werden hierdurch alle Mitglieder des landwirthschaftlichen Vereins und alle Viehzüchter eingeladen. Die Herren Bürgermeister der genannten und benachbarten Gemeinden werden hierdurch ersucht, auf möglichst zahlreichen Besuch der Versammlungen hinzuwirken. An diejenigen Gemeinden, in welchen Zuchtvereine et* heißt diese Stadt auf deutsch Gottberg,- sie ist durch Besitz von heißen Quellen ausgezeichnet, die gegen Rheumatismus häufig benutzt werden. Ich machte mir dies zu Nutz und erquickte mich im heilkräftigen Wasser. Auch noch ein anderer unerwarteter Geuuß sollte mir bevorstehen; mein Koch hatte mittlerweile auf seinem Streifzug nach europäischen Getränken, zu welchem er ein für allemal Auftrag hatte, in einer Apotheke eine feine Flasche Bordeaux aufgetrieben, sie war von dem Hoflieferanten deS Königs von Holland und trug auf der j Etikette daS königliche Wappen mit dem Wahlspruch: „Je \ maintiendrai®, daß ich die Flasche in der Üblichen Weise maintenirte, verstand sich von selbst. Im Hause waren mehrere Badebalfin», wie ich bei einem Gange durch dasselbe sah. In einem derselben, eS mochte 4—5 Meter lang und ebenso breit fein, tummelten sich wohl ein Dutzend Frauen und Mädchen herum unb trieben allerhand 1 Kurzweil, wie sie gemeinschaftlich Badende zu treiben pflegen. | Ich hatte gar nicht nöthig, befonbere Lift anzuwenden, um ; dieses Anblicks theilhastig zu werden, denn die Schiebewände ! um daS Bad herum schützten die jungen Mädchen und Frauen ! wohl vor Zugluft, boten aber sonst keinen Schutz, denn' sie j waren von Glas. — DaS Gefühl, welches Onkel Bräsig „Schanierlichkeit" nennt, war in wir noch nicht unter den Gefrierpunkt gefallen, drum dauerte meine Beobachtung nicht langer, als zum Borübergehen an dem Badebecken unbedingt nöthig war. DaS ist Naivität! Man findet nichts darin, sich im Coftüm unserer ersten Eltern vor dem Sündenfall zu zeigen - wenigstens fand man zu jener Zeit unb besonberS im Innern von Japan nicht- darin, denn ich habe Beispiele von „Un- schanierlichkeit" der Japaner unb Japanerinnen erlebt, die ich hier nicht erzählen kann, ich hatte aber niemals die Empfindung, als entsprängen diese Naivetäten einem unsauberen Sinn. Nach dem Mittagessen setzten wir unsere Fahrt fort und * kamen gegen 5 Uhr in bas zum Nachtquartier ersehene Dorf Akayu, wo ebenfalls heiße Quellen und zwar Scbwefelquellen zum Baben benutzt werden. Akayu, zu deutsch Rothwarm- roaffer, ist in der znm Kurgebrauch günstigen Zeit voller Badegäste. Meine auf diesem Umstand fußende Hoffnung, ein gutes Unterkommen zu finden, hatte aber ein einige Tage richtet werben, wirb zur Bestreitung der hierdurch entstehenden Kosten ein Beitrag von fünfzig Mark aus der landw. Bezirksvereinskasse ausgezahlt werden. Die Herren Bürgermeister, welche wünschen, daß derartige Vorträge auch in, ihren Gemeinden abgehalten werden, wollen dies mittheilen. Gießen, den 5. März 1895. Der Direclor des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gieß«. Carl Jost. -n. Friedberg, 6. März. Die hiesige Ackerbaufchnle wurde im vergangenen W nter von 32 Schülern besucht. Davon entfallen auf die Oberklasse 12, auf die Unterklasse 20 Schüler. Der Schulschluß findet um die Mitte deS begonnenen Monats, höchstwahrscheinlich am 16. d. MtS. mk einer Piüsung statt. W. Altenstadt, 6. März. Die Errichtung einer Molkerei hier ist nun definitiv beschlossen. 80 Genossen haben bereits die Statuten unterzeichnet. Auf Vorschlag ließ Land- wirthschaftSlebrerS Andrä von Büdingen und deS Molkerei- JustructorS Siedel auß Offenbach wurden die DerbandS- statuten des hessischen Molkerei-GenoflenschaftS-BerbandeS fast unverändert angenommen. Die Gemeinde Altenstadt gibt das Baugelände unentgeltlich. DaS Bauen soll so beschleunigt werden, daß die Eröffnung am 1. September d. I. erfolgen kann. Bingen, 6. März. Der Schneidergefelle Michael Schneider auß Wallerßheim bei Trier warf sich heute Mittag gegen halb 3 Uhr zwischen Ingelheim unb Gau-AlgeS- heim in selbstmörderischer Absicht vor den herankommenbe« Mainzer Personenzug 40 auf die Schienen. Der Maschinist deß Zuges, der daß Vorhaben deß Manneß bemerkte, brachte durch Contredampf und durch die Earpenterbremse den Zug rasch zum Stehen, konnte aber auf die kurze Distance nicht mehr verhindern, daß die Maschine den Lebensmüden erfaßte. Dennoch fand dieser den Tod nicht, denn die Schienenräumer schoben ihn zur Seite, wobei ihm aber die linke Hand abgefahren und der rechte Fuß zerquetscht wurde. Nachdem Passagiere den Verletzten notdürftig verbunden hatten, wurde er in den Zug geladen und in baß hiesige Hospital verbracht. vorher ausgebrochener Brand zu Schanden gemacht. Wir waren gezwungen, unter einem Nothdach zu schlafen, welche» dieses Mal feinen Namen deshalb ganz besonders verdiente, weil die unter ihm Schlafenden Noth litten durch die Kalte und den überall hereinwirbelnden Schnee. Der folgende Tag brach gut an, denn die Sonne schi« endlich wieder einmal unb ließ mich in Verbindung mit der Nachwirkung eines guten, kräftigen Frühstücks unb mehrerer Tassen Thee, an denen der Cognac nicht gespart war, alle» Frieren in der Nacht und daS ganze Unbehagen der Lage vergessen. Ader lange dauerte die Freude nicht, denn auf dem halbe« Wege nach unserem nächsten Ziel, der Stadt Aonesawa, brach ein heftiger Schneesturm auß, der das Weiterkommen immer schwieriger machte und uns endlich zwang, aus unsere« Schlitten (wir hatten deren fünf) unter der Deckung einer mächtigen Krhptomerie einen notdürftigen Schutz gegen Sturm und Schnee zu errichten und uns auf der Leeseite der Wagen* ober Schlittenburg niederzukauern. So säße» wir da, ich so unbequem wie möglich, die Japaner, welche das Sitzen auf den Waden gewohnt sind, so bequem wie im Zimmer. Die Ninsoku scherzten und lachten, rauchten und neckten sich und waren guter Dinge- es ist eben eine der liebenswürdigen Eigenschaften des Japaners, daß er trotz allerhand Ungemach und Widrigkeiten seine kindliche Heiterkeit bewahrt. Endlich ließ der Sturm nach- wir schüttelten zwar nicht den Staub von unseren Füßen, wohl aber den Schnee von unseren Hüten, Armen unb Schultern unb wo er sich sonst noch aufgelagert hatte und schafften uns mühselig «ach Aonesawa, wo wir 8 Stunden nach der Abreise von Akayu müde und durchfroren ankamen. Treu meiner Gewohnheit wurde wieder auf Spirituosen gefahndet und von dem Koch eine Flasche Oeil de perdrix erwischt. Hühneraugen find sonst nichts Angenehmes, aber als mich dieses ächte unverfälschte Rebhühnerauge anblinzelte, näherte ich mich ihm gerührt und ich kann versichern, daß mir niemals ein Hühnerauge so wenig Schmerzen bereitet hat, wie dieses. Ja, ich sehnte «ich sogar nach einem zweiten, kriegte aber keine» mehr. (/Schluß folgt) Ich empfehle meine vorzüglichen garantirt scderdlchtcn Qualitäten 1850 Cognac vier Ster» schiedene Nummern empfiehlt [1099 empfiehlt in guter Qualität J. Seibel, A» len Hri gtwWw.__ Giew*en, ffrgnfrurterflro&e Baumschnlenartikel 3- 1649 1368 XKXKK-KXXXXM XXXXXXX XXXXXX Stoll werck sehe Chocoladen 2lechter Westphälischcr Pumpernickel Fst. Messina-Drang en, Lokomobilen Citronen, Feigen Irische Kalbskeule W* OD von 2—150 Pferikkräften. 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