Idepöt 7 bei Herrn ahrga88e93. 8ell 1,t,of=itelle ‘J* Herr, chulhot slilh 'm M n.^ Stttigt \ Setten, Satrapen, Deckbetten & Riffen. Führung. ' Colter. 118:. E-Tücher. mgen, ujen, Briefkopf, lutore etc. druck werden rate1 ’i augefertigt m der n Druckerei Strasse 7. cxxxxxx A hu mUtt^nen, tz, -n us fp/i. s* $«* lllCft 7 .7 rSttdd-is. 7A*5‘ । jynieinischf i mW rsy$ »tes sLs »VZLs LtiB-lnenNN .‘iSss ^AäöOißfi:«1 Drift, an ihrer g ! eigene Versuchs- Kellerei zur Her- j{ M M; X iS beträgt viertel- X ,ern die Königliche * irt an der Oder, g i Oblt- 8 Nr. 34 Erstes Blatt. Samstag den 9. Februar 1895 Der Lietzener A«reiger erscheint täglich, Wtt Ausnahme bei Montag». Die Gießener werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Sießmer Anzeig er Kenerat-Unzeiger. Vierteljähriger ZvonnemeAtsprelLr 2 Marl 20 Pfg. mit Vringerlatz». Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Espeditiotz und Druckerei: -chnlstratze Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblntt für den Ureis Gieren. — — . ' ' Mt> ' ' 1 ■■■ ■ L .. -' L J-L . ■■■■■■■!■■■■ ——— ■ i. ■■■■', ji Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de« IrtAf <6xXt6*XltY «°e «nnoncm-vureaux des In- und Auslandes nehm« folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. | Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Deutscher Reichstag. 31. Sitzung. Donnerstag, de« 7. Februar 1895. Fortsetzung der Berathung der Interpellation betr. die Arbeiter- Berufsoeretne undArbetterkammern. Abg. Schneider-Nordhausen (Fr. Vo) erklärt, wenn man das Handwerk und die Industrie obligatorisch organtsirt, hätten auch die Arbeiter einen Anspruch darauf. Dem Arbeiter müsse man die Möglichkeit lassen, sich frei zu organt- siren in Berufsvereinen und die letzteren müsse man gesetzlich anerkennen. Die Gewerbevereine hätten fich tm Allgemeinen von politischen Fragen fern gehalten, sodaß die Bestrebungen der Arbeiter, ihre Lage zu verbessern, berechtigt seien. Abg. Rettich (cons.) wendet sich gegen die gestrigen AuSsüh- runflen des Abg. Hitze und bittet, die Interpellation als unberechtigt zurückzuweisen. Abg. Rösicke (fractionSloS) äußert fich im Sinne deS Interpellanten und sagt, man müsse den Gedanken nicht auskommen lasten, daß nur die Socialdemokratie die Jnteresten der Arbeiter wahrnehme. Die Regierung thäte gut, den Interpellanten entgegenzukommen, fie würde hierdurch der soctaldemokratiscden Propaganda wirksam entgegentreten und den Frieden zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer durch Fortgang der Soctalreform fördern. Abg. Lieber (Centr.) tritt zunächst dem Handelsminister und dem Abg. Fischer entgegen und erklärt bann Namens des Centrums, daß seine Partei ihre Enlschlteßuncnn nicht von tactischen, am allerwenigsten von parteitactischen Rücksichten abhängig machen werde. Seine Partei werde fich nicht einen Partei Standpunkt aufdrängen lasten, selbst wenn eS zu Neuwahlen käme und alle Prophezeiungen über den Niedergang des Cent»ums wahr würden. Minister o.B erlepsch will feine gestrigen Worte nicht falsch auS- gelegt wissen, zumal nach der Erklärung deS Reichskanzlers ein Fortgang der Soctalreform beabsichtigt sei. Die Regierung behalte sich bei der Soctalreform nur die Rkserve vor, mit aller Vorsicht vorzugehen, damit nicht die Macht der Soctaldemokratie ausschlaggebend werde. Der Minister erklärt, keinen Schritt von seinem Programm abweichen zu wollen. Abg. Stumm (Ro.) erklärt fich nicht al6 principieller Gegner einer Ausführung der kaiserlichen Erlöste, will jedoch erst der Noth, wendigkeit einer Soctalreform näher treten, wenn die Arbeiter fich von der Bevormundung der Socialdemokratie loSgemacht hätten. Abg. Möller (Soc.) schildert die Verbältntste in den rheinischen Bergwerken und bestreitet die gestrigen Behauptungen des Handelsmintsters betr. die socialdemokratischen Agitationen in jener Gegend. Nächste Sitzung: Freitag 11 Uhr. Interpellation Hitze. Wahlprüfungen. Deutsches Reich. Derli», 7. Februar. Die Präsidentenkrisis im Reichstage, von deren Bestehen bisher immer nur unbestimmte Gerüchte gingen, droht jetzt mit einem Male in die Erscheinung zu treten. Die GeschästsordnungScommisfion deS Hauses, welcher die Prüfung der zur Stärkung der Discipli- nargewalt deS Präsidenten gemachten Vorschläge oblag, hat ein vollständig negatives Resultat mit ihren Arbeiten erzielt. Denn sowohl die entsprechenden, wahrlich sehr maßvoll gehaltenen Anträge des Herrn v. Levetzow selber, als auch die in dieser Beziehung von Setten des Centrums eingereichten Anträge sind in der genannten Commission schließlich gescheitert, fie wurden sämmtlich mit 7 gegen 7 Stimmen abgelehnt. ES ist allerdings die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß wenigstens im Plenum eine Verständigung in der Frage der Verstärkung der parlamentarischen Disciplinargewalt «och zu Stande kommt, ebensogut kann es aber auch geschcheu, daß im Plenum ebenfalls nichts erreicht wird. Für letzteren Fall soll sich Herr v. Levetzow bestimmt mit dem Entschlüsse feines Rücktrittes vom Prästdentenposten tragen, und scheint die Audienz, die er am Mittwoch Mittag beim Kaiser hatte, mit seiner eventuellen Demission in Verbindung gestanden zu haben. Sollte es in der That noch zum Rücktritte des jetzigen RetchStagsPräsidenten kommen, so würde sich der Reichstag vor eine eigenthümliche Schwierigkeit gestellt sehen, denn ein geeigneter Ersatzmann für den gegenwärtigen Präsidenten würde sich auS verschiedenen Gründen keineswegs so leicht beschaffen lassen. Jedenfalls kann man tm Interesse eines gedrihlichen ungestörten Fortganges der ReichStagSgefchäfte nur dringend wünschen, daß Herr v. Levetzow der deutschen Volksvertretung als ihr erster Vorsitzender erhalten bleibew möge. — Am herzoglichen Hofe von Altenburg fand am Mittwoch die feierliche Vermählung des Prinzen Eduard von Anhalt und der Prinzessin Luise von Sachsen-Altenburg statt. Eine Reihe von Fürstlichkeiten wohnten der glanzvoll verlaufenen Festlichkeit bet. — In Württemberg rüstet man sich zu den am 14. und 15. Februar stattfindenden Stichwahlen zum württem- bergischen Landtage. An btm hervorstechendsten Ergebnisse der Hauptwahl, der schweren Niederlage der württembergiichen Eonseivativen und Nattonalliberalen, können die Stichwahlen aber auf keinen Fall mehr viel ändern. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 7. Februar. Bei dem Herrenabend beim Reichskanzler erschienen die Minister und die Staats- secretäre, sowie der Abgeordnete Alexander Hohenlohe, General Hahnke, Bankpräfident Koch und zahlreiche Abgeordnete aller Parteien des Abgeordnetenhauses, ferner die Mitglieder der auswärtigen Aemter, der anderen Reichsämter und der Ministerien, die Vertreter der Ftnanzwelt und der Presse. Die glänzenden Räume waren von 9 Uhr ab dicht gefüllt und leerten sich erst um Mitternacht. Der Reichskanzler unterhielt fich sehr lebhaft mit zahlreichen Gästen. Consul Kiliania und Adjutant Graf Schönboru machten in liebenswürdigster Weife die HonneurS. Es waren ungefähr 400 Personen anwesend. Berlin, 7. Februar. Die „Nordd. Allg. Ztg." bestätigt die gestrigen Mittheilungen der „Post" über die Land- zutheilung auf Samoa und fügt hinzu, wenn gesagt werde, daß die den Deutschen zugesprochenen Gebiete weit cultur- fähiger als die den Engländern und Amertkanern zugefallenen seien, so treffe dies nicht das eigentliche Wesen der Sache. ES handle sich vielmehr darum, daß die Deutschen allein in Samoa Culturen besitzen. Berlin, 7. Februar. Gestern hat sich in Köln ein Consortium mit dem Sitze daselbst unter der Bezeichnung „Rheinische Handel - Plantagen - Gesellschaft" constttuirt, um auf den in Handel (Usambara) belegenen Terrains, welche der Regierungsasseffor Freiherr v. Oppenheim während seines Aufenthaltes in Deutfch-Ostafrtka erworben hat, Plantagenbau in großem Stil zu betreiben. Die Gesellschaft besteht nur auS wenigen Mitgliedern, die meist dem Rhetnlande angehören: die Familie deS Freiherrn v. Oppenheim, die Herren Guilleaume, Pfeifer, vom Rath, Dr. Schöller, Prinz Friedrich Karl und Max zu Hohenlohe, von Michael, Graf Matuschka-Bechau und der langjährige Begleiter WißmannS, Dr. Bumtller. Mehrere der Gefell- fchaftstheilnehmer werden sich demnächst persönlich auf die Plantagen-TerrainS in Ostafrika begeben. Trier, 7. Februar. Seit gestern Nacht brennt das Gerolsteiner Sprudellager. Die Bureauräume und das DirectionSgebäude sind bis aus die Umfassungsmauern uiedergebrannt. London, 7. Februar. Einer Lloyd-Depesche auS Harwich zufolge ist ein Po st sack mit „8 1" bezeichnet bei Dovercourt am Strande gelandet. Ferner wurde ein Rettungsboot bet Walton on the Naze gefunden. Beide gehören augenscheinlich der „Elbe" an. — Durch eine Explosion in einer Kohlengrube in der Nähe von Radstock sind sieben Personen umgekommen. Petersburg, 7. Februar. Der „Regierungsbote" meldet: Am 14. Januar erfolgte die Genehmigung zur Ausführung der Vorschläge betr. die staatlichen Getreideankäufe. Darnach ist der Einkauf von Roggen und Weizen in der nach Maßgabe des Verlaufes der Operation und unter Berücksichtigung der Umstände festzufetzenden Menge vorzunehmen zur Belebung und Hebung der Unthätigkeit und Flauheit des Marktes. Die Roggen- und Weizenkäufe erfolgen ausschließlich bet Producenten und dienen zur Deckung der Ver- pflegungsbedürfnisse der Bevölkerung und Verpflegung deS Heeres. Die Verkäufe an Privatpersonen sollen so allmählich und bei einem solchen Stande der Getreidepreise erfolgen, daß sie keine herabdrückende Wirkung aus die Stimmung deS Marktes auSüben. Hiroshima, 7. Februar. Eine Depesche deS Comman- direnden der japanischen Flotte vor Wei-Hai-Wei meldet, daß das Geschwader am 3. d. Mts. die chinesischen FortS Yntar, Lmkungtao, Luchuartoi und Lungeniartsuoi beschossen habe. Die chinesischen Kriegsschiffe unterhielten gemeinsam mit den chinesischen FortS das Feuer gegen die Japaner bis Sonnenuntergang. Die andauernde kräftige Kanonade der Japaner war nicht im Stande, die chinesischen Batterien zum Schweigen zu bringen. Admiral T'ng scheint entschlossen zu sein, die Forts der Insel Linkungtao zu halten und mit den Schiffen hartnäckigen Widerstand zu leisten. In der Nacht vom 3. aus den 4. sollte mit Torpedobooten der Angriff auf die chinesischen Schiffe erneut werden. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 7. Februar. Auf dem gestrigen Hofball ließ fich der Kaiser den Grasen Paul Hoensbroech vorstellen und unterhielt sich mit ihm längere Zeit. Berlin, 7. Februar. In der Geschästsordnungs- I Commission deS Reichstags wurde heute die Berathung der Novelle zum Serichtsverfassungögesetz und zur Straf- proceßordnung fortgesetzt. Der Antrag Munckel, Lenzmana v. Dollmar, die Schwurgerichte für Preßprozesse für zuständig zu erklären, wurde gegen die Stimmen der Con- servativen, Nationalliberalen und eines ThetleS deS Centrums abgelehnt. Nach der Regierungsvorlage sollten die Strafkammern zuständig sein für das Vergehen deS Widerstandes gegen die Staatsgewalt in den Fällen der §§ 118 und 119 deS Strafgesetzbuchs. Hier wurde die Regierungsvorlage mit 11 gegen 7 Stimmen abgelehnt. Es bleibt also hier bei der Zuständigkeit der Geschworenengerichte. Berlin, 7. Februar. Die Budget-Commission des Reichstags beschloß heute gegen die Stimmen der Freisinnigen und Socialdemokraten die zweite Rate zum Kaiser - Wilhelm-Denkmal zu bewilligen, nachdem Staate- Minister v. Bötticher erklärt hatte, daß auf Befehl deS Kaisers ein neuer Entwurf ausgearbeitet werde, wobei die Ueberfchreitung der vom Reichstage bewilligten Gesammlsumme von 4 Millionen Mk. ausgeschlossen sei. Berlin, 7. Februar. Im weiteren Verlause der heutigen Sitzung der Budget-Commission deS Reichstags fragte Abg. Singer an, wann die Eröffnung deS Nord-Oftfee-Canals statifinden werde, worauf der StaatS- secretär v. Bötticher erwiderte, daß die zweite Hälfte N6 Juni dazu in Aussicht genommen sei. Der StaatSsecretär thellte ferner mit, er werde nach Möglichkeit dafür sorgen, daß wenigstens die Mitglieder der Budget-Commission de« Canal auf Staatskosten besichtigen können. Morgen wird daS Extraordinartum des Militäretats berathen. Berlin, 7. Februar. Im preußischen Landtage stand heute der Etsenbahnetat zur Berathung, wobei der Eisenbahnminister über die Eisenbahn Finanzlaae einen günstig« Bericht abstattete. Morgen Weiterberathun^ Berlin, 7. Februar. Dem Herrenhanse ist der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Aushebung alter, in der Provinz SchleSwig-Holstein und im Regierungsbezirk Kaffe! geltender feuerpolizeilicher Bestimmungen, zugegangen, welcher am 1. October d. I. in Kraft treten soll. Berlin, 7. Februar. Die Angelegenheit der social- wissenschaftlichen Studenten-Vereinigung ist noch nicht endgiltig erledigt. Wie gemeldet wird, hat CultuS- minister Dr. Bosse sich bereit erklärt, drei der betheiligte« Studenten in einer Audienz zu empfangen. Berlin, 7. Februar. In einer gestern Abend in Rix- dors abgehaltenen Versammlung der Tabakarbeiter sprach Abgeordneter Molkenbuhr über die Tabakfabrikatsteuer. Redner bezeichnete dieselbe in der neuen Form als eine Prämie auf Lohndrückerei, durch welche die Roth der Arbeiter und die Arbeitslosigkeit in erschreckender Weise zunehmen würde. ES gelangte eine Resolution einstimmig zur Annahme, in welcher sich die Versammlung ganz energisch gegen jede indirecte Steuer, insbesondere gegen jede Mehrbelastung des Tabaks ausspricht und dafür eine im Reiche einzuführende progressive Einkommensteuer vorschlägt. Die Versammlung erwartet von den Volksvertretern, daß fie der Tabakfabrikatsteuer ihre Zustimmung versagen werden. München, 7. Februar. Gestern fand im Orpheum wiederum eine ArbettSlosen-Dersammlung deS Bau- handwerkS statt, in der die vor 8 Tagen gewählte Deputation Berichte über die Audienzen beim Ministerium des Innern, der Justiz, deS Kriegs und dem Magistrat erstattete. Die Ergebnisse dieser Besuche wurden als keineswegs zufriedenstellend bezeichnet. Es wurde eine Resolution angenommen, in der der Deputation zwar der Dank der Versammlung ausgesprochen, dieselbe aber gleichzeitig wieder ausgelöft wurde, da ihre Thätigkeit unter der Würde der Betherligten sei. Nur eine feste Organisation könne die pecuniäre Lage deS Arbeiterstandes verbessern. Wien, 7. Februar. Wie die „Polit. Corresp." meldet, ist in der Frage der Neubesetzung des Botschafter» Postens in Wien noch keine Entscheidung getroffen worden. Nelidow soll für den Posten nie in Aussicht genommen gewesen sein. Rom, 7. Februar. In politischen Kreisen behauptet man, der König sei über den AuSgang der Wahlen beunruhigt und man glaubt, daß das Miniftectum CriSpt die Wahlen nicht mehr leiten werde. Brüffel, 7. Februar. „Etoile" veröffentlicht in Folge der Opposition, welcher die neue Militär Vorlage in der Presse und der öffentlichen Meinung begegnet, einen längere« Artikel, worin die Nothwendigkeit eines starken HeereS für Belgien zum Schutz der Neutralität deS Landes im Kriegsfälle bewiesen wird. In einem zukünftigen deutsch-französische« Kriege würde die Situation anders alS 1870 sein- Frank- reich würde dann alle Ursache haben, seinen Weg durch Belgien -u nehmen, um in Deutschland einzudringen. Loudon, 7. Februar. Der Dampfer „Majestic", welcher auS Newyork in Queenstown eingelausen ist, theilt mit, er habe ungefähr 200 Meilen von Irlands Küste ein Schiff gesehen, welches Notsignale gegeben habe. Bevor sich jedoch die „Majestic" nähern konnte, war daS Schiff verschwunden. Die Nachkuchungen waren fruchtlos. Der Name des Schiffes blieb unerkannt. Petersburg, 7. Februar. In offiziellen Kreisen wird bestätigt, daß Rußland eine Annektion Koreas durch Japan nicht zugeben, sondern die weitere Unabhängigkeit des Landes verlangen uitf diesen Willen zu geeigneter Zeit der japanischen Regierung kundgeben werde. Newyork, 7. Februar. Der französische Dampfer .GaScogne" ist hier seit drei Tagen überfällig. Ebenso der Dampfer „Amerique", von welchem man seit dem 27. Januar kein Lebenszeichen Hot. Sitzung der Stadtverordneten am 7. Februar 1895. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneien Georgi und Grüneberg, von Seiten der Stadt- verordneten die Herren Adami, Brück, Flett, Dr. Gutfleisch, Habenicht, Helfrich, Heyligenstaedt, Jughardt, Keller, Löber, Petri, Dr. Ploch, Dr. Schäfer, Scheel, Schiele, Simon, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels. Nach Mittheilung des Herrn Oberbürgermeisters Gnauth ergab sich auS dem für 1895/96 zum Ausgebot gekommenen Eichenslammholz (623 Fstm.) ein Erlös von 15,423 Mk., gegenüber einem Tarifpreis von 12,472 Mk.- eS wurde ein Einheitspreis von 24.79 Mk. pro Festmeter erzielt gegen 21.78 Mk. im vorhergehenden Jahre. Dem Voranschlag des Gaswerks sür 1895/96 ist, «aS den Erlös für verkauftes GaS betrifft, zunächst und zwar mit Rücksicht auf die zunehmende Einführung des GlühlichtS, eine wenig belangreiche Zunahme des Verbrauchs an Leuchtgas zu Grunde gelegt, dagegen hat die Rechnung beS letzten Etatsjahres, besonders aber der Monat December 1894, eine erfreuliche Zunahme an Heiz- und Motorgas auf- gewiesen, so daß der AuSsall an Leuchtgas eingeholt wurde. Für die hauptsächlichsten ordentlichen Einnahmeposten find folgende Beträge eingestellt: GaS Mk. 129,364.10, EokeS Mk. 35,200, Theer 3912.30, Ammoniakwaffer Mk. 2484, Gsseinrichtungen Mk. 24,900, GaSmeffermiethe Mk. 1450, von Gebäuden und Grundstücken Mk. 1715, verschiedene Einnahmen Mk. 744.60. Summa der ordentlichen Einnahmen Mk. 200.000, der außerordentlichen Einnahmen Mk. 56,500. — Unter den ordentlichen Ausgaben erscheinen als haupisachlicheste Posten: Anschaffung von GaS- kohlen Mk. 47,700, CokeS rc. zur Unterseuerung der Relorten- -fen Mk. 10,488, Arbeitslöhne sür die Gaserzeugung Mk. 14,000, Hilfsmaterialien für den Betrieb Mk. 1500, Heizung und Beleuchtung der Fabrik Mk. 650, ArbeitS- und Fuhrlöhne rc. auf Nebeuerzeugniffe, ausgebrauchte ReinigungS- masse rc. Mk. 4000, Unterhaltung der Gebäude und Grund- stücke Mk. 900, Unterhaltung der Retortenöfen Mk. 1600, Unterhaltung fämmtlicherFabrikrohrleitungen, derFabrikationS- opparate, der Gasbehälter und des DampskeffelS rc. Mk. 700, Unterhaltung deSStraßenrohrnetzeS Mk.500, Unterhaltung der Betriebswerkzeuge und Geräthe Mk. 1800, Herstellungen und Unkosten auf vermiethete GaSmrffer Mk. 1500, Löhne an die Laternenwärter Mk. 6260, Herstellungen an Straßenlaternen und sonstige Unkosten durch die Straßenbeleuchtung Mk. 1250, Gaseinrichtungen Mk. 18,000, Gehalte Mk. 10,900, Steuern und Abgaben, VersicherungS- und Vereinsbeiträge Mk. 4000, Bureaukosten, Anzeigen, Reiievergütungen rc. Mk. 1850, verschiedene Unkosten Mk. 1100, Zinsen Mk. 19,000, Amortisaiion Mk. 25,000, Anschaffungen sür daS Magazin Mk. 18,000. Summa der ordentlichen Ausgabe Mk. 225,000. Summe der ordentlichen Ausgabe M. 225000, der außerordentlichen Ausgabe Mk. 31,500 (unter letzterer befindet sich ein an die Stadtkaffe obzuliefernder Ueberschuß von 20 000 Mk.) Neben den alljährlich wiederkehrenden verd'sserungen der Betriebseinrichtungen, Erweiterung des Straßennetzes u. s. w. ist im Voranschläge diesmal ein Betrag ausgeworfen sür Versuche zur Anwendung des GlühlichteS für die Straßenbeleuchtung. — Der Voranschlag wurde, nachdem eine Anfrage des Herrn Wallenfels in Betreff der Beleuchtung der Moltkestraße und eine folche deS Herrn Habenicht in Betreff der Beleuchtung deS Eingangs der Senkenbergstraße in die Ostanlage Beantwortung gefunden, genehmigt. Der Voranschlag des Wasserwerks sieht u. a. erhebliche Ermäßigung des WasserbezugSpreiseS für Großabnehmer vor. Der im Vorjahre auf 25 Pfg. per Eubikmeter ermäßigte Wasserprei» soll vorläufig bestehen bleiben für Abnehmer bis zu 500 Cbm. pro Jahr, doch gibt Herr Oberbürgermeister Gnauth der Hoffnung Ausdruck, daß im Voranschlag 1896/97 der Preis für diese Abnehmer- Kaiagorie auf 20 Pfg wird ermäßigt werden können- für Eonsumenten von 500—1000 Cdm. soll der Preis aus 22 Pfg., sür solche von 1000-10000 Ebm. auf 20 Pfg., für die Kliniken mit einem Verbrauch von 26—27000 Cbm. auf 17 Psg. (bezw. den Selbstkostenpreis), für Gerbereien auf 15 Pig., für Brauereien, bezüglich deren einer Verhandlungen eingeleitet find mit einem Bezug von 30000 Ebm., auf 121/, Pfg. — Neben den laufenden Herstellung-- und GrweitcrungSanlagen ist an Neubauten vorgesehen eine Wohnung für den Maschinisten in Queckborn im Voranschlags- betrage von Mk. 12500. — Für die hauptsächlichsten ordentlichen Einnahmeposten sind vorgesehen: Wasser- zinS 69 500 Mk., Waffereinrichtungrn 20000 Mk., in Summa 89500 Mk. Die außerordentlichen Einnahmen belaufen sich auf 98 635 Mk. — Unter den ordentlichen Ausgaben find vorgesehen: 6380 Mk. für Betriebs- und UaterhaltungSkoften der QuellfaffungS-, Maschinen- und Kesselanlagen, der Gebäude und Grundstücke in Queckborn, 1700 Mk. für Unterhaltung der ZuleitungS- strecke bis zu dem Hochbehälter sowie des gesammten Straßen- rohrnetzes einschließlich Unterhaltung der Slollenanlogen, der Sammelstellen, der Hochbehälter und der Brunnen, 1400 M. für Unterhaltung nno Bedienung deS WafferwerkeS, 1600 M. für Unterhaltung der BetriebSwerkzeuge, 15000 M. für Waffereinrichtungen, 10 400 M. für Gehalte, 3200 M. für allgemeine Unkosten, 43538 M. Zinsen, 16000 M. für Amortisation. Die Summe aller ordentlichen Ausgaben be- ; läuft sich auf 109900 Mk., der außerordentlichen Ausgaben auf 28 635 M. — Der Voranschlag wurde genehmigt. Zum nächsten Punkt der Tagesordnung: „Erhöhung deS Schulgeldes an derhöheren und erweiterten Mädchenschule" ist ein schriftlicher Bericht erstattet, dem wir folgendes entnehmen: Im Jahre 1890 hatte die Sladtverordneten-Versamm. lung daS Schulgeld an der höheren Mädchenschule dahin festgesetzt, daß nach Errichtung einer eigenen Vorschule sür diese Schulabtheilung daS Schulgeld in den 3 Dorfchulklaffen derselben (welches in der gemeinsamen Vorschule 32 Mk. betragen hatte) auf 60 Mk. erhöht wurde, während dasselbe in den übrigen Klaffen der höheren Mädchenschule durchgängig um je 12 Mk. erhöht wurde. Inzwischen haben sich neben der Erhöhung der Gehalte des gesammten LehrköiperS die Aufwendungen der Stadt gesteigert, ebenso hinsichtlich der Lehrmittel, wie hinsichtlich der baulichen Einrichtung und »der Mobiliarausstattung der Anstalt. Eine vergleichende Zusammenst^llunq der an den übrigen höheren Mädchenschulen deS Landes sestgesetzten Schulgeldsätze hat ferner ergeben, daß die hiesigen zur Zeit die niedrigsten find. AuS angrstellten Berechnungen geht weiter hervor, daß an Schulgeldern eine jährliche Mehreinnahme von rd. 6430 Mk. erzielt werden müßte, wenn die jährlichen Zuschüsse der Stadt zu den Kosten der Anstalt für die Folge nicht höher werden sollen, als zur Zeit der Schulgeldregulirung im Dezember 1890. Darnach ist baß Kuratorium zu dem Antrag gelangt, mit Beginn des neuen Schuljahres das Schulgeld an der höheren Mädchenschule auf durchschnittlich 84 Mk., an der erweiterten Mädchenschule auf durchschnittlich 48 Mk., im Einzelnen nach nachstehender Skala zu erhöhen: I. Höhere Mädchenschule». Mainz Darmstadt Offenbach Worms Sieben biSber künftig Klasse JC JL JL JL X 66 72 72 64 60 60 IX 66 72 72 64 60 60 VIII 66 72 72 72 60 60 vn 66 84 72 72 60 84 VI 84 84 72 88 60 84 V 84 84 72 88 60 84 IV 84 84 72 108 72 84 in 120 96 72 108 72 108 H 120 96 72 108 84 108 I 120 96 72 108 84 108 Sa. 876 840 720 880 682 840 y;87,60 M. 84 X 72 JU 88 JL 68,20 84 Darmstadt erhebt für Auswärtige jährlich 12 Maik mehr. II. Andere höhere Lehranstalten und Erweiterte Mädchenschule. Gymu. Realgymu. Realschule Erweiterte Mädchenschule Klasse Jt Klasse Klasse JC. JL IX 60 (40) 10 40 8 32 36 VIII 60 (40) 9 8 40 7 32 36 VII 60 (40) 40 6 32 36 VI 96 96 7 64 5 40 48 V 96 96 6 64 4 40 48 IV 96 96 5 64 3 40 60 m ((“: n 108 108 4 3 64 76 2 1 40 40 60 60 108 108 2 76 Summe 296 384 r (u. *(o. 108 108 1 76 Durchschn. 37 JL 48 vA Nach Mittheilung des Herrn Oberbürgermeisters sind im Rechnungsjahre 1893/94 auch die Zuschüsse, die die Stadt pro Schülerin zu leisten hatte, am höchsten gewesen ifl den oben angeführten Anstalten, denn sie betrugen 55.47 Mk., während fk sich stellten in der Vorschule deS Gymnasiums auf 14.56 Mk., in den Volksschulen auf 47.06 Mk., in der Realschule auf 41.47 Mk. pro Kops. Die Stadt habe keine Ursache, den Besuch der höheren und erweiterten Mädchenschule durch hohe Zuschüsse zu prämiiren, gegenüber der Volksschule oder RealschuleMdaS PluS müsse von den Eltern getragen werden. Eine Erleichterung des Besuches höherer Schulen für die Knaben fei berech'igt, weil die Knaben durch Besuch höherer Schulen den Grund zu ihrem Fortkommen suchten, welcher Grund bezüglich der höheren Mädchenschule fortfalle, abgesehen davon, daß für besonders begabte Schülerinnen, Kinder weniger bemittelter Eltern, Freistellen vorhanden seien, die bisher in der vordandenen Zahl nicht auS- genutzt wurden. Herr Scheel sprach sich für Annahme der Dchulgeldfätze aus, wie sie in Darmstadt bestehen, wo allerdings für den zehnjährigen Lehrgang ebenfalls 840 Mk. «wie für Gießen vorgefchlagen) erhoben, für die oberen Klaffen aber zu Lasten der unteren niedrige Jahresbeträge erhoben würden. Herr Dr. Schäfer bemerkt, daß die Schulgeld- fätze in Gießen nicht hoch feien, Herr Dr. Landmann möge, damit das über die Erhöhung mißbilligend sich äußernde Publikum erfahre, wie hoch die Sätze in anderen Städten j feien, entsprechende Mittheilungen machen. Herr Vogt ist für besondere Erhöhung drS Schulgelde- für solche Kinder, die von au-wärt- die hiesige Schule besuchen, worauf Herr Dr. Landmann entgegnete, daß deren Zahl höchsten-4 bi-5 betrage. Herr Oberbürgermeister Gnauth bemerkt, daß e- nicht der Stellung der Stadt entspreche, hier kleinlichen Unterschied -wischen hiesigen und auswärtigen Schülerinnen -u machen, eß würde» hier auch staatliche Aufgaben erfüllt, nicht nur communale, der Staat leiste auch Gegendienste, u. A. durch Gleichstellung der Lehrer an den Gemeindeschulen mit denjenigen an staatlichen Anstalten, die Opfer, die die Eltern au»- »artiger Schüler in ihrer Lebenshaltung brächten, feien ohnedies so groß, daß man sie nicht noch durch Höhere- Schulgeld erhöhen sollte. — Zum Vergleich der hiesigen Schul- gelosätze führte Herr Dr. Landmann eine Anzahl außer- hessischer Städte an; danach werden erhoben durchschnittlich: in Marburg je nach Klassen 60 bis 90 Mk., in Cassel 90 Mk. (ohne Klassenunterschied), Frankfurt a. M. 120 Mk., Mannheim 72 bi- 144 Mk., Heidelberg 80 bi» 100 Mk., B aun- schweig 100 Mk., Creseld, erweiterte Schule durchschnittlich 68 Mk., höhere Schule 100 bis 150 Mk., W eSbaden 72 bi» 90 Mk., München 150 bis 180 Mk, Ludwigshafen 108 Mk., Uelzeu 90 Mk., Düsseldorf 80 bi« 100 Mk., Flensburg 60 btS 100 bi» 120 Mk., Ludwigslust 60 bis 120 Mk., Waren 60 bi» 100, Wismar 60 bi« 100 Mk., Stuttgart 60 bis 136 Mk., Dresden 108 bis 141Mk. — Der Antrag deS CuratoriumS auf Erhöhung der Schulgeldfätze in der vorgeichlageneu Höhe wurde hierauf angenommen. Bei Vornahme von Bauveränderungen im vormals Pe tri'fchen Haufe in der Neustadt mußte der vorgesehene Cred't um 480 Mk. überschritten werden, weil sich während des Baues die Nothwendigkeit zu Herstellungen ergab, die nicht vorherzulehen gewesen, desgleichen machte die Unterhaltung der städiischen Thorhäuser eine Crediterweiterung von 470 Mk. nöthig, wozu Genehmigung ertheilt wurde. Am Ausbau der BiSmarckstraße ist behuf» AnschlusseS an die Stephanstraße eine 20 Meter lange Strecke zu chaufsieen; diese Arbeit soll zum Voranschlag-Preise von 478 Mk. den Accordanten für den Ausbau der Stephanstraße mit übertragen werden. Zur Verpachtung eines Kellerraume» im städtifchenSchlachtha-tfeandie Firma HaaSLStrauß in Frankfurt wird Genehmigung ertbeilt, ebenso zum frei* händigen Verkauf von nicht mehr verwendbaren Ausziehfeilen. Eine Gebührenrechnung Großh. Ortsge richt» im Betrage von 18 Mk. 80 Pf. für im Interesse der Stadt besorgte Amtsgeschäfte wird gutgeheißen. DaS Gesuch der L. C. Rübsamen Dwe. um pacht- weife Überlassung eines KieSlagerplatze« unterhalb der Neumühle wird genehmigt. Die 4 auf der Tagesordnung stehenden Wirthschäft»- EonceffionSgefuche von Heinrich Koch (im Schwanen), Heinrich Gilbert (Wolfstraße 9 und 11), Prokop Schadeck (Frankfurter Hof), Andrea- Sorgenfrei (Asterweg 7) werden in üblicher Form durch Bejahung der BedÜrfnißfrage erledigt. totales unO prooittiUac», Sieben, den 8 Februar 1895. •* Schwurgericht der Pronin, Oberhessen. Am 4. März beginnt die erste Schwurgertchtstagung für 1895. Den Vorsitz führt Herr LandgerichtSrath Dr. Best, voraussichtlich wird die diesmalige Tagung ca. 3 Wochen in Anspruch nehmen, da 15 bi« 16 Fälle zur Aburtheilung kommen sollen. *♦ Theater Verein. „Grüß' Euch Gott, alle miteinander." Mit diesem Eintrittslied de« Adam auS dem Vogelhändler begrüßen wir den Vorstand de« Theater- Vereines, der die famose Idee hatte, durch eine vo rziig- liche Operetten-Gesellschaft den Bogelhändler von Zeller in Gießen zur Aufführung zu bringen und eben so freudig begrüßen wir die Wiesbadener Residenzler, die für die Operette ganz ausgezeichnete Kräfte zur Verfügung haben. Der Vogelhändler gehört zu den wenigen der neueren Operetten, die Lebenskraft gezeigt haben, während die meisten Kinder dieser Muse gleich vielen armen Menschenkindern in dem ersten Lebensjahre dahinsanken. Nicht» an der Lebenskraft deS DogelhändlerS ist gekünstelt- die Fabel, die zu Grunde liegt, ist bei aller Unwahrscheinlichkeit höchst belustigend, Scherz und Liebe, Drastik und Confusion tummeln sich dabei in liebenswürdigster Weise umher. Und, daß sich schließlich trotz oller Hindernisse Alle kriegen, ist selbstverständlich. Ausgeschlossen von dieser Vergünstigung sind nur zwei alte, leibhaftige Professoren, die mit einem schlecht vorbereiteten, aber protegirten Candidaten ein hochnotpeinliche» Exarncn abhalten. Das kaleidoskopische Libretto wird nun durch die Musik auf daS wirksamste unterstützt, so millionenmal die vorhandenen 12 Töne auch zur Melodien- bilbung durcheinanber geworsen find, Zeller hat c« verstanden, wieder neue Kombinationen zu finden und bringt dabet eine Fülle von originellen Einfällen, freilich feine Can on» unb tiefsinnige Fugen, dafür aber Jagdfanfaren, Throlerlieder und schwungvolle Tänze. An dieser Stelle möchten wir gleich noch darauf Hinweisen, daß auf Wunsch der Wiesbadener Gäste, von denen eine Anzahl noch die Abendzüge des 15. Februar zur Rückfahrt benutzen muß, der Anfang deS Theater« auf 6 Uhr festgesetzt ist. II. Nene» Theater. DaS Lustspiel „Der Störenfried" von Benedix, da« gestern Abend zur Aufführung gelangte, ist eines von jenen Stücken der alten Schule, bei denen man sich immer amüfirt. Es besitzt eine Anzahl Rollen, die einfach nicht ,tobt zu machen- find und besonder«, wenn sie einigermaßen gut gegeben werden, großen Erfolg haben müssen. Die Comödie behandelt die so beliebte Schwieger- mutierfrage. In da« harmonische HanSwefen de« Stadt- syndiku» Lonau hinein platzt die Schwiegermutter und scheint den Frieden und da« Glück de« Haufe« für immer zerstören zu wollen. Da greift der alte biedere Leberecht Müller in die Handlung ein und führt alle« zum guten Ende. Da» entzweite Ehepaar versöhnt sich, die Liebespaare kriegen sich und , der Störenfried", die Schwiegermutter zieht entrüstet ab. Da« ist ter Stern be» Drücke», da» einen anregenden Dialog und viele hübsche Situationen aufweist. Die besten Leistungen boten Frau Verlach in der Titelrolle und Herr Nie- “‘«tat 7! M| “l'n 108 ®n( M ®L ^!°tz! In v nen. u[pn durch S 11,11 d-u. ä® “'" «Ü8, üchtev, |S? ^ere< ^8e° Sch^. M au6er. o j!" ittt formal« vorgesehene ‘ 1>4 während £n »gab, die die Unter- rd'trrrvritrnng tttheiit wurde. Kus« Anschlusses 8k Slrerke zu Wttion 478 M. phausttahe mit rraumeS i» lasLStrauh 'tnfo zum frei' ’ Aufziehsetlen. igerichtS im btx Stadt >w r. um pacht- nhalb der Neu- ürlhschastS' ch Koch (im ifee 9 und 11), ), Andreas cher Form durch Les» ffbruar 1895, , Äm 4. Stäq ug siir 1895. DvrauS- Wvchen in An- iUr Aburlheilmg itt, alle mit« Adam aus dem and des Theater- h eine oorzüg' Zogelhändler zu bringen und euer Residenzler, tt zur VeMun, den wtnigtn dn t haben, während : armen Menschen' anken. Nichts an uftdt; die W scheinlichkeit höchst Lonsusion tummeln t. Und, daß sich gen, ist ielbstv«' nstigung sind nur einem sM W hochnothpeinlicheS ische Libre.tto Isamste un'erstu-t/ ((er 6«1 16 iunb bÄ«< j tilnf S°nonS Sn bleie.®«“' “*aui T .enutzeu Mi M Störeusrlrd" S-bkL 7°?,72°ß- iAS 6111,6 bil Sl«“' iweleo « 4eirit i“1 * ®11« I” Ä tnt# iten Ende- fln» aare flb' zieht entt'd„,og i onrefle .stungen i, u"d Jpf «eier al« Leberecht. Beide köstliche Figuren voller Leben«. Wahrheit. Rächst denen nennen wir Frau Reiner« (Alwine), die leider etwa« zu leise sprach, sonst aber da« unschuldige junge Ding sehr ansprechend spielte. Herr Otto war al« Albrecht Lonau nicht recht in seinem Fahrwasser, verdient aber gelobt zu werden. Fräulein Egger als seine Frau vermochte nicht immer den richtigen Ton sür diese nicht letchte «olle za finden. Herr Geisel spielte den dummen Gartner, burschen mit viel Natürlichkeit. Auch Fräulein Patuschka als Babette genügte. — Nächsten Montag wird die bttannte Schauspielerin Thessa Klinkhammer in „Madame San« VLne", dem neuen Sardou'schen Lustspiel, das an allen Bühnen mit grohem Erfolg gegeben worden ist, hier gastiren. Herrn Reiner«, der sür dieses Stück besonder« durch die Anfertigung neuer Costllme einen bedeutenden Kostenaufwand gehabt hat, ist ein volle« Haus sehr zu wünschen. Das 1897er mittelrheiaische Turnfest. AuSHomburg v. d. H. wird der „Frkf. Ztg." geschrieben, man hege dort in turnerischen Kreisen die Absicht, da« Mittelrheimsche Turn- fest im Jahre 1897 zu übernehmen. Das ComitL verfügt schon heute über 70000 M. Garantiefonds, 3000 M. baar and etwa 900 Freiquartiere. • • bchlitteuunfall. Gestern Nachmittag gegen 4 Uhr jagte ein Pferd mit Schlitten ohne Führer, von der Mar- burgerstratze kommend, durch die Stadt. Am Marktplatz rannte das Pferd gegen die Apotheke und zerschellte den Schlitten, sodaß e« kurz darauf eingesangen werden konnte. Dir Führer des Schlitten« hatte in der Marburgerstraße, woselbst er zu schnell gefahren sein soll, unfreiwilligen Abstieg nehmen mllsien, jedoch ohne hierbei Schaden zu erleiden. * * Brod Revifioa. Gestern fand durch die Polizei eine Biodrevision bezüglich des Gewicht« bei auswärtigen Bäckers die Brod in hiesige Stadt liefern, statt. Mindergewicht wurde nur bei einigen Laiben constatirt. * • Postperfonalnachrichteu. Versetzt ist der Postassistent Boxhelmer von Mainz nach Alsfeld. Angestellt sind der Postpracticant Weidner als Postsecretär in Darmstadt, die Postassistenten Jach mich in Bingen und Beiz in Mainz. De Postassistenten Tillmann in Büdingen, Kehrer in Darmstadt, Dietrich und Sehrt in Offenbach (Main) find zu Ober-Postasfistenten, der Ober-Postassistent Walter ist zum Bureauassistenten ernannt worden. *♦ Aus der kirchlichen Statistik sür das Grotzherzogthum Hessen für das Jahr 1893 heben wir hervor: Von 4837 rein evangelischen Ehen, welche geschloffen wurden, sind 50 ohne kirchliche Trauung geblieben, also 1,03 Procent. Die meisten Ausfälle zeigen die Decanate Darmstadt, Offenbach, Gießen und Mainz. Von den gemischten Ehen zwischen Evangelischen und Römisch-Katholischen haben 47,8 Procent* die evangelische Trauung erhalten, nämlich 485 und 955, das sind gegen das Vorjahr 3,7 Procent weniger. Der Rest von 470 umfaßt Diejenigen, bei denen die katholische Trauung stattfand, und Diejenigen, bei denen die kirchliche Trauung ganz unterblieb. Von 464 evangelischen Männern, welche in gemischte Ehe traten, haben sich 204 dazu ver- standen, die katholische Trauung anzunehmen oder auf die kirchliche Trauung verzichtet, darunter in Starkenburg 66 von 173, in Rheinhessen 138 von 275. Ihnen stehen von 491 evangelischen Frauen, welche in Mischehen traten, 200 gegenüber, die evangelisch getraut worden sind. Bon den Kindern aus Mischehen mit Katholischen hat etwa« mehr al« die Hälfte die evangelische Taufe erhalten, nämlich 1627 von 3225 im Ganzen, darunter 1035 von evangelischen Vätern (unter 1637 im Ganzen), 592 von evangelischen Müttern (unter 1588 im Ganzen), doch haben fick 602 evangelische Männer dazu verstanden, ihre Kinder der katholischen Kirche zu überlaffen, wo nicht die Taufe ganz unterblieb. Die in den vierteljährlichen Berzeichniffen aufgeführten kirchlichen Schenkungen und Stiftungen betrugen, soweit Werthangabe vorliegt, 129 098 M. 96 Pfg. (im Vorjahr 53 735 M. $ Pfg.) »egen Schaffung einer Wellpostmarke sind, wie da« amtliche Blatt de« italienischen Pnstministeriums mittheilt, zwischen den Staaten de« Weltpostverein« Unterhandlungen im Gange. Die Anregung dazu ist vom deutschen Reich«« postamte ausgegangen. Es geschieht nämttch häufig, daß die Consuln aus ihrem Lande Anfragen erhalten, auf die aber keine Antwort ertheilt zu werden pflegt, weil der AuSkunftbegehrende zu deren Frankierung keine Briefmarke de« Lande« beifügen kann, in dem der Eonsul refidirt. Die Weltpostmarke würde diesem Uebelstande sogleich abhelfen. Nachdem sich, mit Ausnahme der Vereinigten Staaten, alle Länder für die deutsche Anregung ausgesprochen haben, wird die Angelegenheit demnächst einer internationalen Conserenz unterbreitet werden. M. Melbach, 7. Februar. Obgleich die WitterungS« Verhältniffe in den letzten Wochen für Feldarbeiten nicht besonders einladend waren, hat die Verwaltung sür Nebenbahnen auf der Strecke Hungen-Friedberg doch nicht gerastet, denn es wurden AbsteckungSarbeiten zwischen Melbach und Beienheim mehrere Tage lang vorgenommen. Wir schließen gerne daraus, daß alles daran gesetzt wird, die genannte Linie sobald wie möglich fertig zu stellen. § Bermuthshain,6. Februar. Wie empfindlich die Kälte im Vogelsberg tst, erbellt u. a. daraus, daß einem Einwohner hier das Wasserschiffchen des Ofen« während der Nacht zufror und ein Paar im Wohnzimmer stehende Holz- schuhe so fest angefroren waren, daß dieselben nur mit Gewalt abgelöst werden tonnten. Darmstadt, 7 Februar. Der Taglöhner B a l t h. G r e m m, welcher in der letzten Neujahrsnacht den Zimmermann Appel- mann aus Fahrlässigkeit erschoß, wurde von der Strafkammer wegen der Tödtung zu einem Jahr Gefängniß und wegen des Schießens zu 14 Tagen Hast verurtheilt. Lampertheim, 6. Februar. Dieser Tage fand im hiesigen Krankenhause da« Kind einer umherziehenden Zigeuner« familie Aufnahme, da e«, Arie constatirt wurde, beide Beine schon seit längerer Zeit erfroren hatte. Die Rabeneltern, die dem armen Geschöpf zur Hebung seines erbarmungslosen Zustande« keinerlei Pflege angedeihen ließen, machten sich, nachdem sie dasselbe untergebracht hatten, schleunigst aus dem Staube. Der Zustand deS Kindes, eines fünfjährigen Mädchens, ist ein solcher, daß eine Amputation vorgenommen werden muß. Vermischtes. * Coblenz, 7. Februar. Da« Mosel-Ei« hat sich an mehreren Stellen festgesetzt. Hier bringt der Rhein viel neugesrorene« EiS. Heute früh waren hier 17 Grad Kälte. • vacharach, 7. Februar. Der Rhein ist bi« Lorch- hausen zugefroren. Gegen 10 Uhr kam das Ei« nochmals in Bewegung, wobei es sich stellenweife hoch auf- thürmte. * Kreuznach, 7. Februar. Die Kälte wird immer grimmiger. In der letzten Nacht waren hier bis 28 Grad, im Gebirgslande bis 32 Grad unter Null. Obstbäume und Weinberge leiden schwer. » Bremen, 6. Februar. Die Weser steht von oben abwärts bi« Bremen. * In der preußischen und sächsischen Armee sollen in diesem Winter noch norwegische Schneeschuhe für Versuchszwecke eingeführt werden. Dtese Versuche mit Schneeschuhen sollen innerhalb der deutschen Armee bei den preußischen und sächsischen Jägerbataillonen Nr. 1 (Ottelsburg), Nr. 2 (Kulm), Nr. 4, 10 und 14 (Colmar i. E.), Nr. 5 (Hirschberg), Nr. 8 (Schleitstadt), Nr. 12 (Freiberg), Nr. 13 (Dresden), ferner im 2. Bataillon des 2. Hess. Jnf. Regts. Nr. 82 (Goslar) und in der sächsischen UnterosfizierSschule in Marienberg aus- gesührt werden. 1 1 1 (1) 2 Abend« um 6 Uhr Andacht. 1 (1) 1 (1) 1 1 1 (1) 1 (1) 1 (1) 2 2 1 Lungenentzündung Sonstige entzündliche Erkrankungen der AihmungS-Organe Lungenschwindsucht Angeborene Lebens- schwäche Alterskrankheit Sonstige benannte Krankheiten Unbekannte Krankh. Katholische Gemeinde. den 10. Februar. Septuagestma. Samstag: 47, Uhr und Abend« um 8 Uhr Gelegenheit zur Sonntag Nachmittag« um hl. Beichte. Sonntag: Vormittag« von 67, Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; „ am 61/a Uhr erste hl. Meffe; „ nm 77- Uhr AuStbeilung der hl. Communion; „ um 8 Uhr zweite hl- Meffe; „ um 97, Uhr Hochamt mit Predigt; Wöchentlich« UebnstH» der TodeSfSlle in ließen. 6. Woche. Vom 27. Januar ins 2. Februar 1895. Einwohnerzahl: angenommen zu 22 100 (incl. 1600 Mann Militär). EterblichkeitSztffer: 21,17 7« bezw. 14,11 nach AuSschl. der Ortsfremden. Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: tot vom 1. Lebensjahr: 2.-15. Jahn Summa: 9 (3) 6 (2) 3 (1) — Anm. Die to Riemmern gesetzien Ziffern geben «n, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auSwärtS nach aebrachte Kranke fnmwifn. kirchliche Anzeige« der Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Sonntag den 10. Februar. Septuagesimae. Gottesdienst An der riadttirche. Vormittags 97, Ubr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Ubr: Kmderkirche. Pfa rer Schlosser- Nachmittags 5 Uhr: Psarroerwalter Dr. Grein- Aar Sonntag. 17. Februar, Sexagesimae, findet Beichte und hl Abendmahl im Abendgottetzdienst iür die Matihäusgemeinde statt Anmeldungen hierzu werden Tags zuvor im PfarehauS (Kirchstraße) erbeten. ~ . Vom Sonntag Sexagesimae, 17. Februar an werden die Abend» gottesdienste um 6 Uhr beginnen. An der AohanneSkirche. Vormittags 97> Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergotiesdienst sür die Johanne«» gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. NachmiitagsgotteSdienft stehe Siadtkirche. . Montag den 11. Februar, Abends 8 Uhr: Bibelpunde im Confirmandensaal der Johanneskircke. Erster Brief des Job mne«, Cap 5, von Vers 6 an: Der feste Grund de« Glaubens. Pfarrer Dr. Naumann- Verein für jüdische Geschichte «nd Literalnr r Wetzneingasse 8, Nachmittags 2 Uhr- K Hretscher, Gießen W Neustadt 55 empfiehlt Loose aller genehmigten Lotterien. Prompte Zus en düng der Gewinnliste. 1119 — Feuerversicherung. Die Aeuerverfichernng«da«k sür Dentschland ,« Gotha, welche im Jahre 1821 auf Geger» iettigkett errichtet ist, hat mit dem Jahre 1894 Vier und Sieben,ig Jahre ihrer gemeinnützigen Thätigkett vollendet. Im Kbre 1894 waren für 4 797 419 900 Mk. (gegen 1893 mehr 135 465 400 Mk.) Versicherungen in Kraft. Die PrSmieneinnahme dieser Anstalt betrug im Jahre 1894: 14 936 916 Mk. 80 Pf. (gegen 1893 mehr 516 877 Mk. 50 Pf. Don der Prämieneinnahme wird in jedem Jahre derjenige Betrag, welcher nicht zur Bezahlung der Schäden und Derwaltungskosten, sowie sür die Prämtenreseroe erforderlich ist, den Ve> sicherten zurückgewährt. Nach dem jetzt veröffentlichten Rechnungsabschlüsse für das Jahr 1894 betrug dieser den Versickerten wieder zufließende Ueberschuß 10 685 792 Mk. 80 Pi-, kfleich 73 pCt. der etngezahlten Prämie. Im Durchschnitt der zwanzig Jahre von 1875 bis 1894 sind jährlich 75,65 pEt. der etngezahlten Prämien an Ueberschuß den Versicherten zurückerstattet. 1210 Bekanntmachung. Die auf Montag, den 11. ldf. Mts., ausgeschriebene Holz versteigerung im Fernewald findet nicht statt und wird auf Montag, den 18. lfd. Mts., verlegt. Gießen, 8. Februar 1895. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 1224 Kttnvhch-Nersteigrruug im Arnsburger MalLe. Mittwoch den 13. Februar L I sollen in den Distritten Wetterberg, Colnhäuser Kopf und Nuß- garten öffentlich versteigert werden: 40 rm Buchen-Scheilholz, 100 rm Buchen-, 35 rm Eichen-, 280 70 1219 Gräfl. Oberförstern. 300 12984 96 30 3 Holz, rm Buchen«, 45 rm Eichen-, 4 rm Weichholz-Prügelholi, rm Buchen-, 30 rm Eichen- Stockholz, rm Buchen-, 500 rm Eichen-, 250 rm Nadel-Reiserholz, rm Eichen-Reiserprügelholz, Buchen-Abschnitte (Schnitt- und Wagnerholz) — 3.50 fm, rm Kirchbaum-Nutzrollen. in Arnsburg. Arnsburg, den 7. Februar 1895. wiese versteigert werden: 13 Eichen-Stämme mit 3,70 fm, im Fetdheimkr Walde. Montag, den 11. Februar l. Js., sollen öffentlich versteigert «erden: 80 rm Buchen«, 3 rm Eichenscheit- 214 Fichten- und Kiefern-Stämme mit 128,80 fm, darunter Schnittholz, 3 rm Nadelh - Prügelholz; 12 rm Buchen-, 3 rm Eichen« und 10 rm hardsfelderweg. Anfang daselbst bei Abz. Nr. 752. Lich, am 7. Februar 1895. Großh. Bürgermeisterei Lich. Heller. 1218 Holzverfteigerung ©«nnljol;-»«W ........................ m den MlÜdlMgtll der Stahl Lich. Nadelh. - Stockholz; 13 rm Elchen- Versteigert werden in der Forst- Reiserprügelholz (Baumstützen)- 800 wartei Hinterwald, Distritten Kreppel- rm Buchen-, 900 rm Elchen- und Wäldchen, Lanaebuchen und GänS- ^0 rm Nadelh.-Retserholz. weid> - Kaufliebhaber für das Rerserholz Donnerstag bett 14. Februar (meist Durchsorftungs-Reiser) wollen l -k„ Vormittags 10 Uhr: ! dasselbe g-fl. vorher emsehen. 1 48 rm Buchen , Eichen- unb! Zusammenkunft Vormittags lvuhr Kiefern-Scheiter, 113,2 rm Buchen-, Elchen- und Kiefern-Knüppel, Kaufliebhaber für das Reiserholz wollen dasselbe gefl. vorher einsehen. Zusammenkunft: Vorm. 10 Uhr bei Nr. 64, im Distr. Tannengarten, am Steinbruch. Arnsburg, den 5. Februar 1895. 1170 Gräfi. Oberförsterei, i “ ää i Holzversteigerung ÄRunÄT^.tm Gießener Stadtwald, rm Buchen- und Kiefern- Montag den 18. Februar Stöcke. 1895, Vormittags 9/, Uhr Zusammenkunft an der Nieder- beginnend, sollen im Fernewald, Beffinaener Schneise nächst dem Burk- District Kohlschlag und StrangS- 512 Fichten- und Kiefern Stangen mit 35,30 fm, 3 rm Kirschbaum - Nutzscheitholz, für Drechsler geeignet, 11 „ Buchen-Scheicholz, 29 „ Eichen« M 4 „ Birken- „ 19 „ Aspen- „ 12 „ Nadel- 46 „ Buchen-Knüppel, 17 „ Eichen- „ 5 „ Aspen- 51 „ Nadel« „ 5 „ Buchen-Stockholz, 85,4 „ Nadel- 1930 Wellen Buchen-Reisig, 50 „ Eichen- „ 4480 „ Nadel- „ 3100 „ Weichholz. Die Zusammenkunft ist an der Strangswiese. Gießen, den 4. Februar 1895. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.__1140 6rT®bfrl)flW W-dahiie«. Die Lieferung von 14C0 Kiefernschwellen für Nebenbahnftre^en frachtfrei Lagerplatz AlSfeld soll vergeben werden. Termin für Angebote der 21. Februar. Bedingungen sind beiunsererMagazinever, wattung und den Stationen Alsfeld und Lauterbach einzusehen oder gegen frankirte Einsendung von 20 Pfg. durch unser Secretarlat zu beziehen. Zuschlagsfrtfl 8 Tage. Gießen, den 7. Februar 1895. 1223 Gr. Direttton Samstag den 16. Febr., Nachmittags 27, Uhr, wird auf htrfigem OrtSger'cht das dem Serma«« Weinberg gehörige Grundstück: Flur 25 Nr 158 — 1187 qm Acker auf der Rodhohl versteigert- Großh- Ortsgericht Gießen- I V: Hoffmann. 12 1 Zwangs - Dkrsteigkrnug. Montag de» 11. S-bruar 18S5, Nachmittags 2 Ubr, werden in dem Hause Waüihorffr. 27 gegen Baarzabluna verste'aert: Metzgereigeräiher 1 Afleischmüble, 1 Knamaschine, 1 Wiege mit Klotz, 1 Wurstkessel ».verschiedenes Metzger. Handwerkszeug; Wirlhschaft-oten» ff'ien r 5 WirthSiische Stühle, Bänke, Bierapparat; MSvelr 1 Sopha. 1 runder Tisch, 1 Weißzeugschronk, 1 Commode, 1 Waschcommode, Spiegel, Bilder, 1 Regulator, 1 Hängelampe, verschiedenes Bett werk, 1 Plü'chmantel, 1 Sckletfstein, 9 Kegel 1 Ottchen, 1 Theke mit Marmorplatte u Waage, 1 E ke gestell von Marmor, 1 «t«» schrank und verschiedenes kl- HauS» geräthe. Die Versteigerung findet ganz ve» stimmt statt- Settzler, 1177 Großh- Gerichtsvollzieher. ScheidenbüÄ- wenig gebraucht, mit Zubehör zu verkaufen bei F. Hoffmann, Seltersweg 33. Sonntagi den 17. Februar, Abends 5 Uhr, im grossen Saale des Gesellschaftsvereines: Extra, - Concert des Herrn Carl Bnff-Ciessen, Grossh. sächs. Kammersänger in Wiesbaden, unter freundlicher Mitwirkung von Fräulein Eva von Warmb, Concertaängerin aus Frankfurt a. M. und Herrn Dr. Eduard Laeaen, Hofcapeilmeister aus Weimar. Programm: Arien, Lieder und Duette von Wagner, Saint-SaSna, Rubinstein, Sommer, Jensen, Schumann, Schubert, Laasen. Eintrittskarten Mk. 2.— , Sperrsitz Mk 3.— sind in der Musikallen-Hand- lung Ernst Challier (Rudolphs Nacht), fhr Btudirende auch beim Hansverwalter Storek zu ermÄesigtem Preise zu haben. — Vormerkungen von Sperrsitzen und Eintrittskarten sind gefl. bald an Herrn Ernst Challier (Rudolphs Nacht) in Olewen zu richten. 112- Eooooooooooooooooooooo Die Geburt einer Tochter o ?en hocherfreut an 5 Adam Dietz und Frau g geb. Repp. O Darmstadt, 7. Februar 1895. O OOODOOOOOOOOOOOOOOOOO Schellfisch u. Cabliauj Ejn sGUg Inrorfcn stets frisch fl«4J im Rebstock. , ' ,. r ' ------ ganz nahe bet Gießen gelegen, m w'lch-m seicher sehr gangbare Wirlh. Berliner Mettwurst, Braunschweiger Leberwurst, Lich, Oberhesien. 1088 1151 Wiesecker Weg 3. eingetroffen bei 1161 L. Kalkhof Ist. 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Februar, Nachmittage */,2 Uhr, vom Trauerhauae, Dammstrasse 29, aus statt. 1208 im Namen der trauernden Hinter- Die trauernde Gattin und Wirth, 7212 Uhr nach langem schweren Kaufmann im 51. Lebensjahre heute Nacht Leiden sanft entschlafen ist. Bitte um stille Theilnahme bliebenen. Statt jeder besonderen Mittheilung hierdurch die traurige Nachricht, dass unser unvergesslicher, geliebter Gatte, Bruder, Schwager und Onkel, Herr Heinrich Belloff, 120» Der studentische Verein „Blümchen“. I. A.: W. Geis, X X stad. cain. Studentischer Verein „Blümchen64. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere 1. A H. Ä. H. E. Ph. E. Ph., E. M., E. M., von dem gestern Nachmittag 1 ühr erfolgten Ableben unserem lieben Vereinsbruders Karl Vetter, stud. med., geziemend in Kenntniss zu setzen. Badezimmer rc , sowie der 4. Stock. 5 gerade Zimmer, zu vermiethen. 144] Das von Herrn Forstmftr. Block Vermischte Anzeigen Frankfurter Börse vom 7. Februar 1895. 104 60 4Vie/o Oefterr. Silberrente 1887 101.20 4% HamburgerHyp.Bk.unk.b.1900 104.6$ Schulstr. IO. 270 dto. 151801 Oefterr. Lredit.Uctien Darmft. Bt -Nette» 368 50 werden gesucht von 1194 101 50 106 00 97.90 104 00 103 80 104.20 101 20 10b 50 108 50 83.26 102 70 25-* 7530 34 40 4°/e Ung. Gold-Rente 3% Portugiese» 6°/e Mexikaner 4°/0 Monopol-Griechen von H Bechthold, Schuhfabrik WiSmar bei Gießen. Zub, ist pr. 1. April 1895 andern), zu vermiethen. Nöh. im Hause Rordanlage 27 ankfurter Hyp. Bk. cks^wv.Cred -B. 3% Oefterr. StaotSbahn 0. 1886 30/0 3tiL stmttSgar. Ltfenb. 3Vi°/o Deutsche ReichSanl. 30/0 Preutz. ConsolS 3Ve0/o Gr. Hessische Obi. 4e/o ©labt Darmstadt 0. 1891. 40/0 , WormS unt b. 1901 30 Fr ank es-Ht. Lngl. SoocretgnS Dollars t» Gold bewohnte LogiS, 6 Zimmer, Bade,, und, der einaezablten Prämien. Die Banklhetlnehmer empfangen ihren Urberfchuft-Antheil beim nächsten Ablauf der Veificherung (beziehungsweise deS BerstchnmngtzjahreS) durch Anrechnung auf die neue Prämie, in den im 8 7 der Bankoerfassung bezeichneten SuSnahmeiälle« aber baar durch die un erze chnete Agent «r. 1210 Heinrich Hochreuther zu Gieße«. Bellt »l» 16^4 1 16L0 I Franz. Banknote» 20.41 20.37 Oefterr. dto. 4.20 I 4.16 | Smertc. Coursbericht uon «I. Kurz «fc Co., Giessen, ßahiihofürgßt 63. Omnibus-Verbindung LÄ.7? U*om*L Fahrpreia 10 Pfennig. 10 Nhr U*<*0e ** ▲ e ÄMiq—Sertt—TBoHiber M bei Architekt Stein.________________ 1098] Schön möbl Zimmer, ftp Ein« gang, zu vermiethen. Wallthorstr. 2 II. 1222] Einen tüchtigen, mit den besten Zeugnissen versehenen Schreibgehülfen sucht die Canzlei Grosth. Ttaats- anwaltschast zu Wiesren. Schuhmacher welche sich eignen zum Zwicke«, Westanlage O Fellttvttfichkrungsbank für vtuischlalld in Gotha. L.iu," t®:»nrt r .n.nt a öimm#r Aus «egenseltigkeit errichtet im Aahre 1821. her dritte Stock, 5 event. 6 Zimmer, Nach dem Rechnungsabschluß der Bank für daS Jahr 1894 beträgt der zur 005 . Verkeilung kommende Ueberschuh: 73 Procent Ein junger Bursche welcher mit Vieh umzugehen versteht, wird gesucht. 1165 Näheres Grünbergerstraße 15. Khrling gesucht. Ein junger Mann mit besserer Schulbildung und guter Handschrift wird zum 1. April auf das Comptoir einer hiesigen Cigarrenfabrik gesucht. Selbstgeschriebene Offerten unter Nr. 1160 an die Expedition dieses Blattes erbeten. 11601 Junger Hrusbursche gesucht. [1216J Neustadt 16. 1214] Ein brave», reinliche« Danksagung. Mein Sohn, 13 Jahre alt, litt längere Zeit an Nervenzucken (sog. Veitstanz). Sämmiliche Aerzie erklärten, nicht» mehr thun zu können. Da wandte ich mich an Dr. Volvedi«-, homSopathisch. Arzt in Düsseldorf, «öntgaallee 6, der meinen Lodn binnen einem Vierteljahr durch innerliche Mittel so wett kurirte daß er jetzt vollkommen gesund ist und die Schule wieder besucht. Dafür sage ich Herrn Dr. Voibeding meinen herzlichsten Dank- 251 Duisburg, Hochfcld, Wanheimerstra^e- _______Frau Kahlert. Bibliotheken, sowie einzelne gute Werke kauft Buchhändler Krebs, für HauSarb tt gefacht. Sreuz 14. Ein Laufmädchen gesucht. 11216] »»«ichftratz« 11 II. Rthecttow; w. «chrytzb. — Dr»ck wnfc Rerl« d-r ^rühl'schen Druckerei (Fr. Ghr vieNch) in Die heutige Dummer umfaßt 6 Seiten. Unli-' ki liul1 Nr^r skrs- uNW: (