bQ6 r V ft* v1011 e|n lb«'lÄ", K rrS ? *•* Öt fc«: mit U^- ,4,°“' bl! b°> d-m Z>« äBunbe ?'"’*« tauten. “n b(t tato z *■?*« MN 8I* »™ W %t,[ ->°ch ? “® tail auf ,>° W» itin. cn eta«Ä uub bunt 3a6 neue Litz M 'N'lttuib durchblitze. lUrMe Meile dir Me, 9§ub oeröen, welche in bet ^sstelluog auSgefiellr !D9 angekausr worden Havre, welches eine Qt und am Himmel ist. »Roftlmtii, B93r Cueser (• Ater 90 Pf,„ Inhalt mit Glas und .,fteiiftachta.0etrot Orlenbach, »war. HMe von 26 Liter Zn- wird zu 10 Pjg. jurfid» 3768 iger uster ausgebaoter glafdjentoeint, gerne gefanbt wirb. '-Essenz Elb, Dresden glichen Selbstberei- eston Speise-Essigs ssigsten Einmache- ’ohlen von den höch-l tischen Autoritäten! esündiste Es^ ( teilten Original jO Literflaschen iig I Mark. 36m ;on I Mk. 25 Pf, ierbes lMk.50Pf hüte sichror Nackigen 1 3D ächt zu haben bei chv/aab, Kofi., ischbach. £ K MiWoch den 8 Mai Nr. 107 1S1M ■------, Der -teßener Anzeiger ,rfd)rint täglich, mH Ausnahme bei Montags. Dir Gießnier Pckmilirn SkLIIer wrrdrn dem Anzeiger wöchentlich drrimal drigrlcgt. Gießener Anzeig er Keneral-Ztnzeiger. Virrtrljähriger > Adsnurmentsprei» r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch dir Post brzoga» 2 Mar! 50 Pfg- Redaktion, Expedition und Druckerei: Kchulstrahe Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gieren. chratisöeitage: Kießener Kamikienbkätter Anrttictzer Theil Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Lag rrscheinenden Nunimer bi- Dorm. 10 Uhr. wir Gegner des Coaltttonsiechtes seien. Das ist eine Unwahrheit. Wir sind stets für das CoalNionSrecht der Arbeiter eingetreten, in der Presse und auch sonst. So auch mit Thaten bei dem großen Berga.betterstrtke. Wir sind auch der Ansicht, daß das Reich verfassungsmäßig die Pflicht hat zu einer solchen Regelung. Und wenn jetzt etwa Preußen beabsichtigte, sein Vereinsrecht reactionär umzugestalten, io würde ich hoffen, daß das Reich sein Veto einlegt, wett das Reich die Pflicht hat, aus diesem Gebiete regelnd vorzugehen. Man hat hier Klagen über Boyern, Sachsen erhoben, aber ich glaube, abgesehen etwa von Elsaß-Lothringen, wo ja geradezu ein Dtctaturgesetz herrscht, ist es nirgends schlimmer mit dem Vereinsrecht bestellt, als in Preußen. Eine große Hauptsache fehlt ganz in dem socialdemokratischen Entwurf; der Entwurf geht nicht auf das polizeiliche UeberwachungS- und ÄuflöfungSrecht ein. Die Polizei würde nach wie vor auf Grund ihrer allgemeinen polizeilichen Befugnisse nach dem Ermesien ungeeigneter Organe auflosen. Unsere Fractton hat sich mit der Frage des Coalitionsrechls auch der Frauen noch nicht beschäftigt, aber ich perfönlich bin dafür. Abg. v. Czarlinskt (Pole) klagt über die Behandlung der Polen und erklärt dann, seine Partei billige durchaus die Tendenz dieses Gesetzes, aber nicht nur im Interesse der Arbeiter, wie das die Antragsteller thäten, sondern im Jntereffe aller Bevölkerungs- klasien. Die Frauen dürften nicht aus ihrer natürlichen Sphäre in die politischen Leidenschaften hineingerisfen werden. Ebenso wenig die Minderjährigen. Bei aller Billigung der Tendenz würden sie alfo nicht für $ 1 stimmen, dagegen würden sie für eine Resolution stimmen, falls eine solche eingebracht werde, in der die Regierung zur Vorlegung eines Gesetzes aufgefordert werde. Abg. Pa chnicke (frf. Vg.) schildert die oeretnsrechilichen Zustände in Mecklenburg als besonders verbesserungsbedürftig, aber dem vorliegenden Entwurf kännten seine Freunde nicht ohne Amendement zustimmen. Ein Bedürfniß für ein Eoalitionsrechi der Frauen können wir nur in wirthschastlicher Beziehung, aber nicht auch in politischer anerkennen. Abg. Stolle (Soc.) tritt für $ 1 detz Entwurfs ein, da' ei besonders aus die Zustände in Sachsen — in einem einzigen Jahre 2000 ausgelöste Versammlungen — eingehend. Sachs. Bevollmächtigter Gras HohentHal lehnt, mie schon bei der ersten Lesung, e- ab, hier auf die Handhabung des sächsischen Vereinsgesetzes einzugehen, da das nicht vor den Reichstag gehöre. Glaube der Vorredw-r etwa, >-atz in Sachsen Rechtsoerwrige' ungen vorgckommen feien, fo stehe es demfetben ja anheim, sich, wie das die Verfassung zulass-, mit Beschwerden über die sächsische Justizverwaltung an den BundeSralh zu wenden. Die Behauptung, baß der beantragte Gesetzentwurf nichts sei, als die Sanctionirung des Anarchismus, halte er aufrecht. Wenn es in Sachsen bisher noch nicht zu Aufruhr gekommen sei, so liege das nicht an der Socialdemokratie, sondern nur an dem gesunden, besonnenen Sinne der Bevölkerung. t Abg Förster (R .formp.) stimmt der Tendenz d s Antrages zu, will aber nicht, daß F.auen als Mitglieder politischer Vereine zugelassen roc den und wünscht, daß die Rrgierung einen Entwurf einbringe. Abg. v. Elm (Soc.) hält seine Vorwürfe gegen die freisinnige Partei aufiecht und beschuldigt namentlich die „Freis. Zig." einer ausgesprochen arbeiterfeindlichen Tendenz. Abg. Richter (frf. 53p.): v. Elm hat die Anführung des Abg. Lenzmann einfach verdreht, die eine gefetzliche Regelung der lieber: wachung und Auflösungtzbefugniß verlangt. Den Bergarbeiterstrike hat die freisinnige Partei gebilligt, dm Buchdruckerstrike nicht; dieser Hai den Buchdruckern Millionen gekostet und der Ausfall bewies, daß der Strike nur infeenirt war, um dem Agitationtzb-dürsniß einiger sociaiisttscher Führer zu genügen. Abg. Zubetl (Soc.) führt einzelne Fälle an, in denen angeblich polizeiliche Uebergriffe bei der Abhaltung von Verfammlungen seitens der Polizei siattgetunden haben. Minister v. Köller verweist den Redner aus den Beschwerdeweg; da wird ja dann die Angelegenheit auch an mich kommen (Abg. S'nger ruft: Wenn Sie dann noch Minister ftnbl) Abg. Bebel (Soc.) bestreitet dem Abg. Richter gegenüber, daß die Führer des Buchdrucker • Strikes Socialdemokraten waren. >n der Oigani'ation der Buchdrucker fei sorgfältig All-s vermiede» worden, was als Stellungnahme zu einer politischen Partei gedeutet werden könnte. _ Abg. Richter (frf. 93p.): Daß die Führer der Buchdrucker überzeugte Socialisten waren, ist mir aus ihren Erklärungen und aus ihrem Verhalten zur Gewißheit geworden. Damit fchließt die Debatte. Die ersten beiden SS des Antrages werden gegen die stimmen der Socialdemokraten und Freisinnigen abgelehnt, worauf der Abg. Singer den Rest der Vorlage zurückzieht. Sodann vertagt sich das Haus. Morgen: Nachtragsetat, Wahlprüfungen, Umsturzvorlage. Deutsche- Reich. Berlin, 6. Mai. Ueber die in Reichs tags kreis en jetzt viel erörterte Frage, ob nächstens ein formeller Schluß der ReichStagSsefsion oder bloße Vertagung bis zum Spätherbste eintreten werde, ist offenbar noch keine Ent- scheidung getroffen. Wenn jetzt ein offizieller Schluß bei Reichstages erfolgt, fo müßten alle Entwürfe, welche noch in den Commissionen stecken, wie die Novellen zu den Justiz- Gesetzen und zur Gewerbeordnung, dann besonders auch die Retchsfinanz Reform-Vorlage, unter den Tisch fallen, ebenso die meisten der noch nicht erledigten Initiativanträge. Bet einer Vertagung dagegen können dann später die Berath» ungen hierüber einfach an den Punkten wieder ausgenommen werden, an welchen sie einstweilen abgebrochen worden sind, ein Verfahren, das ja, unter gewissen Gesichtspunkten betrachtet, seine unverkennbaren Vortheile aufweist. Jndeffen hat man sich maßgebenden Orts noch nicht völlig schlüssig gemacht, ob der Reichstag nach Erledigung seiner dringend« sten lausenden Geschäfte zu schließen, oder nur zu vertagen sei, vermuthlich dürften die betreffenden Entschließungen aber nicht mehr lange auf sich warten lasten. Bekanntmachung, betr. die Veranstaltung von Verloofungen innerhalb des Großherzogthums. Der Ausschuß für die landwirthfchaftliche Ausstellung zu Gießen 1895 beabsichtigt mit der anläßlich der General- verfammlung der drei landwirthschaftlichen Provinzialvereine des Großherzogthums im September l. I. zu Gießen stattfindenden landwirthschaftlichen Ausstellung eine Verloosung von Thieren, Maschinen und landwirthschaftlichen Geräthen zu verbinden. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat die Erlaubniß zur Veranstaltung dieser Verloosung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 60 000 Loose zu 1 Mark das Stück, au-gegeben werden dürfen und mindestens 60 % des Bruttoerlöses einschließlich der Reichsstempelabgabe aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden find. Zugleich ist der Vertrieb der Loose im Großherzogthum gestattet worden. Gießen, den 6. Mai 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Alle Annoncen-Bureaux de- In- nnb AuSlanbcS nehmen Anzeigen für brn „Gießener Anzeiger" tnr -gen. Versucher Reichstag 85. Sitzung. Montag, den 6. Mai 1895. Eingegangen sind die Gesetzentwürfe: bdr. Marine- und Militär- Relictenwesen vom Feldwebel abwärts und betr. gegenseitigen Beistand der Bundesstaaten bei Vollstreckungen in das Vermögen. Auf der Tagesordnung steht die zweite Berathung des Antrages Auer: Gesetzentwurf, betr. das Vereins- und Ver- sammlungS- und Coaliiionsrecht. Abg. v. Elm (Soc.) beleuchtet, auf der Tribüne nur schwer verständlich, namentlich das sächsische VereinSrecht. Man fei in Sachsen bemüht, jede Organisation der Arbeiter, gleichviel ob sie politisch fei oder nicht, zu zerstören. Schon die große Verfchieden- heit in den vereinsrechtlichen Bestimmungen, welche gegenwärtig in Deutschland herrsche, macke eine ctnheiiliche Regelung zu einem dringenden Ersordernih. Ganz besonders empfindlich sei es für die wirthschastlichen Vereine, baß dieselben fast durchweg als politische angesehen und daher den Frauen die Theilnahme an solchen ab- gefchnitten werde. Tas Hamburger Vereinsgesetz fei fo streng, daß eS geradezu ein Umstuizgefetz ersetze. Die Arbeitgeber jedoch laffe man auch in Hamburg unbehelligt tagen. In Preußen sei es gegenwärtig zwar noch etwas besser, allerdings zeige ja aber das Auftreten des Polizeiraths Witschet in Tilsit, was auch in Preußen möglich sei. Jetzt werde die C«litionssreiheit nicht einmal mehr von der freisinnigen Volkspartei entschieden vertreten, wenigstens wolle diese von den politischen Rechten der Frauen nickts rotff en. Gehe die Umsturzvorlage in ter Fassung der Commission durck, bann — sei es aus mit der Eoalitionsfreiheit der Arbeiter. Bäuerischer Bundesbevollmächtigter von Hermann stellt aus Anlaß einer Aeußerung des Vorredners in Abrede, daß in Bayern die gewerkschaftlicken Vereine als politische behandelt und ihnen alS solchen Schwierigkeiten in den Weg gelegt würden. Abg. Lenzmann (ftf. Vp.): Der College von Elm hat maßlose Angriffe gegen uns gericktet, er hat es so dargestellt, als ob Ausland. Genf, 6. Mai. Carl Vogt war seit fünf Wochen schwer krank. Am Samstag, 4 Uhr Nachmittags, hatte er einen starken Fieberanfall. Abends 8 Uhr sagte er seinen Angehörigen die letzten Abschiedsworte und befahl dann eine Morphiuminjection. Sogleich schlief er ein und erwachte nicht roicber, er starb sanft Sonntag Nachmittag 5 Uhr. Nicht einen Augenblick war er vor SamStag geistig ermüdet gewesen, am Samstag hatte er noch heiter einen Besuch empfangen. Die Bestattung erfolgt wahrscheinlich morgen im Züricher Crematorium.______________________Fr. Ztg. Neueste Nachrichten. Wolff» telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 6. Mai. Wie die „Post" vernimmt, wird am 13. dfs. Mts. im Handelsministerium die Commission zur Fenilleton. Den Manen Earl Vogts. (Originaldericht des „Gießener Anzeiger*.) Dr. M. Rüstig und unermüdlich in seiner Wissenschaft, thätig bis zu den letzten Tagen war der Mann, der nun auch als hoher Siebziger daS Zeitliche gesegnet hat. Immer enger hatte sich schon in den letzten Jahren um Carl Vogt der Kreis der Freunde und Gesinnungsgenossen zusammen gezogen, immer kleiner war die Zahl derjenigen geworden, mit welchen der berühmte Naturforscher „Jugenderinnerungen" und „Universitätserlebnisse" austauschen konnte. Das Hinscheiden Moritz Carriöre's in diesem Winter, der ihm im Alter am nächsten, in der Weltanschauung allerdings am entferntesten stand, empfand Carl Vogt, mochte er's auch den Seinen nicht einräumen, doch als eine Art Mahnruf. Die letzte feuilletonistifche Arbeit, die von ihm in die große Oeffentlichkeit gedrungen ist, galt dem Andenken der mit Moritz Carriöre getheilten Jugendeindrücke. Von dem Dreigestirn Jacob Mole schort, Carl Vogt und Ludwig Büchner, an welches man die Entwickelung des wissenschaftlichen Materialismus in Deutschland zu knüpfen pflegt, 'ft jetzt nur noch Einer übrig, der letztgenannte. Es kann hier nicht unsere Aufgabe fein, zu untersuchen, bis zu welchem Grade der Materialismus als Weltanschauung noch heute ernstlich in Betracht kommt, denn nicht sowohl die Conseq lenzen dieser wiffenschaftlichen Methode als vielmehr die Voraussetzungen, auf welchen sie beruht, find cs, welche der Arbeit von Männern wie Molcschott, Vogt und Büchner ihr charocte« ristisches Gepräge und ihre Bedeutung geben. Diese Voraus | setzungen sind Experiment und Analogie, die einzigen verläßlichen Arbeitsmittel deS Naturforschers, der vom Gegebenen ausgeht. Der Naturforscher überwiegt auch in Carl Vogl bei Weitem den Philosophen. Wo der letztere sich in seinen Schriften zu Wort meldet, kann der Genfer Denker jene Einseitigkeit nicht ganz verleugnen, welchen von den französischen Encyclopädisten an bis aus die Neuzeit allen Vertretern einer rein mechanischen Weltanschauung anhaftet. Aber von grundlegender Bedeutung für die moderne Wiffenfchaft werden bleiben Werke wie: sein Lehrbuch der Geologie und Petrefactenkunde, seine zoologischen und physiologischen Briefe, das Buch über „Mikrokephalen oder Affenmenschen" rc. rc. Den weitesten Leserkreis hat Carl Vogt sich unstreitig mit dem Buch „Köhlerglaube und Wissenschaft" erworben (der Titel hat sofort die Giltigkeit des „geflügelten Worts"bekommen), obwohl es das wiffenschaftlich unbedeutendste ist und neben den anderen Werken Vogt's etwa so dasteht, wie David Strauß „Alter und Neuer Glaube" neben besten „Leben Jesu". Die Voltaire'sche Ader, die entschieden in Vogt lebendig war, regt sich besonders stark in diesem Buche, welches daher im Lager der Frommen und kirchlich Gesinnten einen Sturm der Entrüstung erregen mußte. Auch wer nicht auf ausgesprochen confesfioitellem Standpunkt steht, wird sich von vielen Ausfällen Vogt's gegen die Glaubenswahrheiter, des Christen- thums im höchsten Grade unsympathisch berührt fühlen und dem Theologen Gerhard von Zegschwitz Recht geben, wenn dieser in seiner „Apologie des ChristenthumS" (S. 168, 7. Vorlesung) eine derartige Angriffsmethode verwirft. Aber glücklicherweise kann dieser negative Zug im Bilde Carl Vogt's dieses selbst doch nicht verdunkeln, denn in dem verstorbenen Gelehrten steckte ein so reiches Maß positiven Wissens, lebte ein so starkes Bewußtsein von den Cultnr- aufgaben der Wiffenfchaft, eine so ehrliche Ueberzeugungstreue, daß sein Einfluß auf alle Diejenigen, welche Gelegenheit gehabt, sich durch seine Collegien und Schriften zu bilden, nur ein segensreicher gewesen sein kann. Die glückliche Gabe der Popularifierung verband Carl Vogt mit einem fo anschaulichen, klaren deutschen Stil, wie ihn auch heute noch keineswegs alle Gelehrte schreiben, obwohl die Macht der lateinischen Satzconstruction längst gebrochen sein dürfte. Die Stadt Gießen hat einen doppelten Grund, sich liebevoll Carl Vogt's und seiner Verdienste zu erinnern, denn einmal hat dieser zu ihren academischen Bürgern gezählt, und außerdem hat bet Genfer Professor seiner Vaterstadt auch im Auslande stets treue Sympathieen bewahrt, und als ihn zuletzt in den achtziger Jahren sein Weg wieder durch die alte Heimath führte, da kam ihm im alten, lieben Gießen noch alle« so unverändert, so traut und bekannt vor, daß er jenen Aufsatz über daS „Studeutendorf" schrieb, der mit Unrecht vielfach anders aufgefaßt worden ist als des Autors Meinung war, denn thatsächlich lag Carl Vogt nichts ferner, als das Stückchen Welt, an daS sich für ihn eine Reihe unvergeßlicher Eindrücke banden, irgendwie herabsetzen zu wollen. Berathuug über die äußere Sonntagsruhe unter Thrilnahme von Vertretern der Ministerien des CultuS, des Handels und des Inneren zusammentrerev. Petersburg, 6. Mai. Heute fand seit langen Jahren wi-der die erste Truppenschau auf dem MarSfelde statt. Um 11 Uhr erschien der Kaiser in der Obersten- Uniform deS PreobraschenSklschen Regiments zu Pferde auf dem Paradeseld, von den Truppen durch Absingen der Nationalhymne, vom Volke mit begeisterten Hurrahrufen begrüßt. Dem Kaiser folgte in einem vierspännigen Wagen d?e Kaiserin Alexandra mit den Großfürstinnen Maria Pawlowna und Lenia, sodann zahlreiche Großfürsten und ein glänzendes Gefolge, darunter die fremdländischen Militär- attachsS. Nachdem der Kaiser die Front der präsent'renden Truppen abgeritten hatte, defiltrten die Fußtruppen in BataillonScolonnen, die Artillerie in Batteriefront und die Kavallerie in EScadronSfront im Schritt, Trab und Galopp. Nach der Parade sprach der Kaiser dem Großsürsten Wladimir und den übrigen Commandirenden seine Anerkennung über den vorzüglichen Verlauf derselben aus. Unter den Klängen der Nationalhymne und brausenden Hurrahrufen verließen »er Kaiser und die Kaiserin daS Paradefeld. Heute Abend findet ein Prunkmahl, Mittwoch Parade über die übrigen Truppen deS Petersburger Militärbezirks statt. WB. Berlin, 7. Mai. Generaloberst v. Pape ist heute früh an Altersschwäche gestorben. Depeschen de» Bureau .Herold'. Berlin, 6. Mai. DaS Staatsministerium ist heute Nachmittag zu einer Sitzung zusammengetreten. Wie die „Berl. Neuest. Nachr." erfahren, handelte eS sich in derselben hauptsächlich um die Stellungnahme der preußischen Regierung tm BundeSrathe zu den Vorschlägen der Commission über die Umsturzvorlage. Berlin, 6. Mai. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung des bisherigen Botschafters in Konstantinopel, Fürsten Radolin, zum Botschafter am russischen Hofe. Berlin, 6. Mai. Am heutigen Geburtstage des Kronprinzen hatten die öffentlichen und zahlreiche Privatgebäude der Reichshauptstadt Flaggenschmuck angelegt. Berlin, 6. Mai. Eine Deputation der Stadt Remscheid unter Führung deS Oberbürgermeisters überreichte heute dem Staatssecretär v. Stephan den kunstvoll auSgestatteten Ehrenbürgerbrief der Stadt. Berlin, 6. Mai. Dem Reichstage sind die Gesetzentwürfe, J betreffend die Hinterbliebenen von Militärpersonen j und betreffend die gegenseitige HilfebeiVollstreckungen, 1 zugegangen. Berlin, 6. Mai. Am SamStag sand hier die Conferenz 1 von Sachverständigen der Zuckerindustrie statt,! welche, wie bekannt, zur Begutachtung des Entwurfs einer j Zuckersteuernovelle berufen war. Die Verhandlungen dauerten | von 10 bis 6 Uhr ohne Unterbrechung. Berlin, 6. Mai. Die WahlprüfungScommisfion des Reichstages hat die Wahl deS Abg. Grafen zu Limburg- Sttrum für giltig erklärt, gleichzeitig aber befchloffen, Uder einige Protestpunkte Erhebungen zu beantragen. Berlin, 6. Mai. Wie die „Kreuzztg." zuverlässig vernimmt, hat im Laufe der Verhandlungen mit den drei intcr- venirenden Großmächten sich Japan bereit finden lasten, auf die Halbinsel Liao-Tung mit Ausnahme von Port Arthur zu verzichten. ES gilt jedoch für sicher, daß auch auf die Rückgabe von Port Arthur an China bestanden wird. — Nach einer Meldung der „Post" hat Japan auf die Halbinsel Liao-Tung einschließlich Port Arthur verzichtet. Köln, 6. Mai. Der „Köln. Ztg." wird auS Petersburg gemeldet, daß den russischen ZeitungS-Redacteuren das alte Verbot aufs Neue eingefchörft worden fei, nichts über militärische Vorbereitungen zu berichten. Ule, 6. Mai. Die Stichwahl für den 14. württem- bergischen Reichstagswahlkreis ist auf DienStag den 14. Mai angesetzr. Gent, 6. Mai. Gestern hat hier ein großer Umzug der Socialisten stattgefunden, an welchem 6000Personen theilnahmen. Der mit Blumen geschmückte Wagen, welcher die socialistischen Ideale darstellt, wurde mit großem Beifall begrüßt. Auch in Antwerpen hat ein solcher Umzug statt- gesunden. Pari», 6. Mai. Nach einer Nachricht deS „New Uork Herald" aus Tokio werde Japan keine Intervention der Mächte dulden, sich vielmehr eher zum Kriege bereit erklären. Wenn Rußland seine Forderungen zum Aeußerften treibe, zähle Japan auf die Unterstützung von England. Paris, 6. Mai. Wie der „Figaro" auS sicherer Quelle zu wiflen behauptet, wird das französische Panzerschiss „Hoche" die kaiserlich deutsche Standarte nicht nach Stiel mitnehmen. Auf allen Schiffen, welche sich nach Kiel begeben, wird nur die deutsche Nationalflagge gehißt werden, welche einen Theil der vorschriftsmäßigen Ausrüstung der Schiffe bildet. Madrid, 6. Mai. Die spanischen Blätter beschästigen sich eingehend mit dem Beitritt Spaniens zum Bund der europäischen Mächte, welche gegen den Friedensvertrag von Schimonoseki proteftiren Die Blätter theilen mit, daß Deutschland, Frankreich und Rußland der spanischen Regierung das Recht zugestanden hätten, über alle Fragen betreffend den äußersten Orient gehört zu werden, ferner erwägen die Blätter, daß die Unterhandlungen zwilchen den Mächten in Bezug auf eine Verständigung gegenüber Japan fortdauern. Lsadou, 6. Mai. Die „Time»" meldet aus Hongkong, der Gouverneur von Formosa habe erklärt, die Verantwortung für die Truppen ablehnen zu wüsten. Wenn die Insel an die Japaner abgetreten würde, wäre eine Revolution unauSbleibbar. Im Hasen von Takau patroullliren englische Marinesoldaten. In Anping landeten englische und deutsche Marinesoldoten zum Schutze der earopästchen Colonie. DaS deutsche Kanonenboot „Wolf" erhielt den Befehl, nach Formosa abzudampfen. Ceetfef und protHujUllr». Gieß«, den 7. Mai 1896 ** Ürneinnig. Seine Königliche Hoheit der Grotz- herzog haben Allergnädigst geruht, am 4. Mai den praktischen Veterinärarzt Ernst Arnold zu Homberg a. d. Ohm zum KreiSveterinärarzt deS KreiSveterinäramtS Erbach L O., mit Wirkung vom 11. Mai l. I. ab, zu ernennen. •* Proviazial AuSfchuß-Sitzang. SamStag, 11. Mai 1895, Vormittag- 9 Uhr, findet im RegierungSgebäude dahier eine öffentliche Sitzung des Provinzial-AuSschusscS mit folgender Tagesordnung stall 1. RecurS deS Winh Adolf Bogt zu Gießen gegen einen Polizeibefehl Sr. Polizeiawrs Gießen. 2. Gesuch deS Heinrich Christian Roth von Nieder- Florstadt um Erlaudniß zum Betriebe einer Schankwirth- schäft. 3. Reclamation gegen die Bürgermeisterwahl in Nieder-Florstadt. ** Schwurgericht. Für die SchwurgerichlSfitzungen deS 2. Quartals 1895, welche Montag, 10. Juni, Vormittags 9 Uhr, ihren Anfang nehmen, sind zu Vorsitzenden bestimmt worden: 1) für das Landgericht der Provinz Starkenburg in Darmstadt Herr OberlandeSgerichtSrath Keller, 2) für daS Landgericht der Provinz Oberhesten in Gießen Herr LandgerichtSrath Hellwig, 3) für daS Landgericht der Provinz Rheinheffen in Mainz Herr LandgerichtSrath L aist. Theater. Morgen Mittwoch, den 8. Mai, findet zum Benefiz des Herrn CapellmeisterS Max Wolfheim die erste Aufführung der bereits hier vielfach gewünschten Operette „Der Vogelhändler" von Zeller statt. Obwohl wir daS Wirken des Herrn CapellmeisterS Wolfheim nur kurze Zeit kennen zu lernen Gelegenheit gehabt beben, so können wir schon nach den wenigen Proben seiner Tüchtigkeit den Rus, den er als energischer und vorzüglicher Dirigent in der Theaterwelt genießt, bestätigen. Herrn Wolsheim gebührt an dem Gelingen der bisher gehörten Opern mit der Hauptantheil und wünschen wir dem regen Rünftler ein recht volles HauS! ** Opern Ensemble. Die gestrige in unserem Inseraten- theil erfolgte Kundgebung deS Vorstandes des Theater- Vereins hat in allen Kreisen große Befriedigung erregt. Hoffen wir, daß nun auch wirklich die Mitglieder deS Vereins diesem Rufe Folge leisten, denn ein Mehr kann der Vorstand nicht thun. Wir unterstützen diese Bitte deS Vorstandes, indem wir unseren Lesern die Versicherung geben, daß wjr jede Zeile deS Erlaffes unterschreiben können; eine so tüchtige Truppe, so künstlerisch abgerundete Operndarstellungen hat Gießen selten in seinen Mauern gesehen. Das wirklich Gute muß sich Bahn brechen- darum zählen wir auch zuversichtlich aus regen Besuch der Aufführungen. * * Der 12. Delegirtentag des Rhein-Main Gastwirlhe- Verbände« sand heute Vormittag 11 Uhr hier statt. AuS diesem Anlaß waren fast sämmtliche Gasthäuser sowie eine Anzahl Privatgebäude beflaggt. * • Befitzwechsel. Die Firma Carl Engel, Großen-Linden, ging durch Kauf an die L queur- und Esfigspritfabrik von Krause u. Co. daselbst über. * * Altersrenten sind bis zum 1. April d. I. bisher im Reichsgebiet 315,598 beantragt worden. Davon sind 250,992 Rentenansplüche anerkannt und 52,624 zurückgewiesen, 4835 biteben unerledigt, während die übrigen 7147 Anträge auf andere Weise ihre Erledigung gefunden haben, — Ansprüche auf Invalidenrente wurden 164,445 geltend gemacht. Von diesen wurden 115,111 Ansprüche anerkannt und 32,734 zurückgewiesen, 5159 blieben unerledigt, während die übrigen 7441 Anträge auf andere Weise ihre Erledigung gefunden haben. Steuerstatisttk. Im Großherzogthum betragen gegenwärtig die gesummten NormaIsteuercapit alten 61583714 Mk., die gesummten directen Steuern 9 429997,32 Mk. Bei ersteren entsullen uus die Gewerbesteuer 6 275 106 Mk., Grundsteuer 22 355 487 Mk., Capital* rentenfteuer 2 371281 Mk., Einkommensteuer 30581 840 Mk., bei den Steueransätzen entfallen auf die Gewerbesteuer 1004 016,96 Mk., Grundsteuer 3129 768,18 Mk., Capital- rentenfteuer 403 117,74 Mk, Einkommensteuer 4893094,44 Mark. Die fünf größten Städte deS Landes weisen folgende Beträge auf. 1) Mainz: an Normalsteuercapitulien bei der Gewerbesteuer 1 713856 Mk., der Grundsteuer 2 314 662 Mark, der Capitalrentenfteuer 515 975 Mk., der Einkommensteuer 7 090205 Mk. - an Steuerunsätzen bei der Gewerbesteuer 274 216,92 Mk., der Grundsteuer 324052,68 Mk., der Capitulrentensteuer 87 715,74 Mk., der Einkommensteuer 1 134 432,84 Mk. 2) Darmstadt: an Normal st euer- capttalien bet der Gewerbesteuer 732 180 Mk., der Grundsteuer 1 536096 Mk., der Capitalrentenfteuer 599 364 Mk., der Einkommensteuer 4552005 Mk., an Steuer unsätze n bei der Gewerbsteuer 117 148,80 Mk., der Grundsteuer 215 053,44 Mk, der Capitulrentensteuer 101 891,88 Mk., der Einkommensteuer 728 320 80 Mk. 3) Offenbuch: un Normulsteuercapitalien bei der Gewerbesteuer 670090 Mk., der Grundsteuer 935807 Mk., der Capital- rentenfteuer 167 516 Mk., der Einkommensteuer 2,646 465 Mark, an Steueransätzen: bei der Gewerbesteuer 107 214,42 Mark, der Grundsteuer 131 013 Mk, der Capitalrentenfteuer 28 477,74 Mk., der Einkommensteuer 423 434,40 Mk. 4) WormS: an Normalsteuercapitalien bei der Gewerbesteuer 516 016 Mk., der Grundsteuer 1 235 033 Mk., Capitalrentenfteuer 147 120 Mk., der Einkommensteuer 1 973 765 Mk., an Steueransätzen: bei der Gewerbesteuer 82562,58 Mk.: der Grundsteuer 172 904.64 Mk., der Capitalrentenfteuer 2501040 Mk, der Einkommensteuer 315 802.38 Mk., 5) Gießen: an Rormalsteuer- c up Italien bei der Gewerbesteuer 301134 Mk., der Grundsteuer 745 517 Mk., der Capltalrentensteuer 140 141 Mk., der Einkommensteuer 1 564 775 $tf.; auSteueraasätzetr bei der Gewerbesteuer 48181,44 Mk., der Grundsteuer 104 372,40 Mk , der Capitulrentensteuer 23 823.96 Mk., der Einkommensteuer 250 363,98 Mk. Friedberg, 4. Mai. Heute Morgen sand im Prediger- ieminar, nach einer herzlichen Ansprache des DirectorS, Seh. Kirchenrath Dr. Diegel, die Ausnahme von 14 neuen Canbibaten statt. Mit den verbleibenden 7 besuchen in diesem Semester nunmehr 21 Canbibaten bie Anstalt.— Am SamStag Abenb trafen brei Wagen Brieftauben, ca. 4000 Stück, aus dem Bergischen hier ein. Dieselben wurden am Sonntag Morgen gegen 8 Uhr vom hiesigen Bahnhof au» abgelaffen. — Am 22. Juni b. I. werden eS 50 Jahre, daß ber hiesige Turnverein gegründet wurde. Dieser Tag soll nun von demselben in würdiger Weile festlich gefeiert werden. n. LtammheiM, 5. Mai. Der KreiSauSschuß in Friedberg hat in seiner gestrigen Sitzung wegen eine» bei der letzten Beigeordnetenwahl vorgekommenen und all ReclamattonSgrund angenommenen Formfehlers diele abermals für ungültig erklärt. Wir werden daher in nächster Zeit Aum Diertenmale an die Wahlurne treten, da bie auf die erste Hauptwahl folgenbe Stichwahl, lowte jetzt auch bie letzte Wahl verworfen wurde. All Curiofum mag noch ermähnt fein, daß jeder der beiden rivalisireuden Canbtbat« nunmehr einmal als Sieger ans dem heißen Wahlkampf her- vorgegangen ist, und all solcher auf feine Kosten von de» Parteigängern gefeiert wurde, nachdem diese jedeSmal vorher dem Betreffenden „einen Maien gesteckt", d. h. einen über haushohen bekränzten Fichtenbaum vor du! HauS gesetzt hatten. n. Stockheim, 5. Mai. Der vermißte Konrad Lotz von Glauberg wurde in der Nidder, zwischen diesem Ort und Enzheim, tobt aufgefunben. Die ursprüngliche Annahme, daß er burch einen Unglücksfall umS Leben gekommen fein müsse, Hut sich bestätigt. Wahrscheinlich hat der schon bejahrte Mann nicht mehr die Straft gehabt, um sich au« dem Wasser, in daS er infolge eines Fehltritte« gestürzt sein muß, herauSzuarbeiten, wozu der Schrecken auch daS Seine beigetragen Huben mag § Salz (Kreis Lauterbuch), 4. Mui. Heute fand man den lebigen 57 Jahre alten Heinrich Betz von hier in dem oberen Z'mmer feine« Schwager« erhängt vor. △ Mainz, 6. Mal. Der Commandant der hiesigen Festung, General Sichart von Stchart«- Hofen, tritt mit Ende Juni in den Ruhestinb. Man sieht hier in allen Kreisen, und nicht am wenigsten in bürgerlichen Kreisen, den jovialen Herrn nur sehr ungern scheiden. — Vorgestern wurde eine ganze Familie, Monn, Frau und Kinder, von Kostheim in da« Gefängniß hier emgeltefert. Die Jnhastirten find beschuldigt, einem jüngst in hiesiger Gegend verhafteten, von mehreren Gerichten steckbrieflich verfolgten, berüchtigten Einbrecher, Namen« Kreuz, thetll al« Hehler, theil« al« Gehülfe gedient zu Haden. Omnifcbtc». * Koblenz. 6. Mai. In der letzten Nacht find tu Rhense zehn Häuser abgebrannt. • Berlin, 4. Mai. Heute früh hat die unverehelichte Pauline Gröst ihr fünfjähriges Töchterchen in ihrer Wohnung fünf Treppen hoch zum Flurfenster hinan« auf den Hof geschleudert und ist sodann nachgesprungen. Die Ursache zu dem Mord und Selbstmord ist in der Nothlage der Gröst zu suchen. Beiden wurde ber Schädel zertrümmert und ber Tod war sofort etngetreten. witterungsauOsichte« am 7. Mai Mittag» 12 Uhr (WetttrhäuSchtn in bet Südanlag«) Barometerstand lernet tue/,i, Lust 151 im Schallen. Rübsamen'fche Babe- unb Schwimmanffatt. Verkehr, Land- «nd VolEswirtd-chaft. •Ufte«, 7. Mai Marktbericht Au» bem beuttg« «oAnmurt! kostete, «uticr pr vld- x 0,86 - 0,90. Mbnerner 2 Stück 9-11 4, Enteneier pr St. 6 4. Gänleeier pr- 6t- 10—11 4, Käse pr. 6t. 5 - 8 4, »Sscm-fe er- 6U 8 4. Erb « pr. Mer 18 4, tUrfm vr. Utter 30 4. Tauben pr. Oaar X 0 70 bi« 030, Hühner pr. Stück JL 0.90 bi« 1 20, Höhnen pr. Stück -x 1,00—140, Enten pr. 6t. X 1,80-2,00, Ochsemkeisch pr. öfb- 72—78 A »uh. u Rtnbflcifcb pr. Md. 66-684, 6chwem-fleisch pr. Md. 60-70 4, fletsch pr. Md- 56-60 4 Hammettletsch pr. Md. 60-70 4, Kartoffeln pr. 100 KUo 5,00-6,50 X, «eißckravt pr. Stück —4, Zwiebeln pr. Centntt 7,00—9,00 X. Milch pr. Liter 16-20 A m c \ freiennetOÄB, 3. Mai Der beule bin abaebaüeneBieb- markt wat vetbättnitzmLbiq flut tefabtm. ^indoieb war nicht ausgeitieden, dageaen etwa 150 Stück Schwine E« kosteten junge »Ferkel da« Paar (5 bis 6 Lochen all) 28 bi« 35 Mk., 6 di« 8 Lochen alte 35 bis 45 irr Jn v rbflfafeln schwankten bie Preise »wr'chen 100 und 120 Mk. pro Paar Fette Schweine und Zuchtichweine tu c ."tibrroi ’’ b ' ■' r Halt. A Seidenstoffe direkt aut der Fabrik von VON Elten 1 K«U$S«n. Cr«f«4d, in itfrar. Raat *■ bezieh«. L«dwar,e. farbtgt u weihe fcammt«. IU.-che un» Cd»«« «an MrUngr tRsifia trat Inaabt des •cwuiifktOL .Di I-Nd- I & < 1°; ®TI ... er!*e' Gießen, w I i Dü Grund! ixilwnfe Msell VI Sürgenneißew Je lügen- bis ;:otüloß den Mi 7,notdßü« i,( 2 L-nen und aj J? et8 diese ab«, ’ 1* in nitot ' »«»i. ™ rt ? il6t ’"4 »le ffi™ »'«°'ch --- ["« Sifttn t>on in °? .°-h« „ ;b' !)■ ‘inen übet r b” N6 tejeji n^te Konrad Logischen diesem Ort • ®k ursprüngliche «faß MS Leb» • Wahrscheinlich tjat le Krast gehabt, ue 'lge einer Fehltrittes 'iu der Schrecken auch ai. heute sand man ch Betz von hier in erhäuzt vor. nanbant her hie- it von SichartS' Ruhestand. Man sieht Aigsten In bürgulicheii sehr ungern scheiden, ilie, Mann, Frau und guth hier eingeliefert, em jüngst in hiesiger Gerichten steckbrieflich ’lamtnS Kreuz, theilS ]u üabtn. Bekanntmachung. Betr. :* Die land- und forstwirthschaftliche Berufsgenoffenschaft für da» Großherzoglhum Hessen. Die von Großh. Kreisamt Gießen in Nr. 105 des „Gießener Anzeigers" erlassene Bekanntmachung in obigem Betreff bringen wir nachstehend zur Kenntniß der Grundbesitzer hiesiger Gemarkung. Gießen, den 6. Mai 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Bekanntmachung. Die Grundbesitzer, welche ihren Grundbesitz entweder ganz oder cheilweise nicht selbst bewirthschaften, werden hierdurch aufgefordert, bei )er Bürgermeisterei derjenigen Gemeinde, in deren Gemarkung die Grund- stücke liegen, bis zum 1. Juni l. Js. schriftlich oder mündlich zu Protokoll den Antrag zu stellen, daß der auf die Steuercapitalien ihrer Grundstücke oder einzelner derselben entfallende Beitrag zur Berufsgenoffen- schaft von einem Anderen, als Betriebsunternehmer zur Zahlung Ber- psiichteten, erhoben werde. Die Anträge müssen auch die nöthigen Angaben über die Pachterträgnisse der einzelnen Loose enthalten. Sodann wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nach § 10 ber Verordnung vom 11. Juli 1888 von nachverzeichneten Objecten ein Beitrag zur Berufsgenossenschaft nicht erhoben wird: 1. von Grundstücken, welche zu einem land- oder forstwirthschaftlichen Betrieb überhaupt nicht gehören; 2. von allen Gebäuden nebst zugehörigen Hofräumen, Haus- und Ziergärten; 3. von Grundstücken von Betrieben, deren Sitz außerhalb des Landes gelegen ist; 4. von steuerpflichtigen Grundstücken, deren land- und forstwirthschaftliche Benutzung dauernd eingestellt ist, sei es, daß jede Nutzung aufgehört hat, sei es, daß an Stelle der land- oder forstwirthschaftlichen eine gewerbliche Benutzung getreten ist (z. B. Verwandlung''eines Ackers in einen Steinbruch). Diejenigen Grundbesitzer, welche derartige Befreiungsgründe, die sich )er amtlichen Kenntniß entziehen, geltend machen können, werden aufgefordert, die Befreiung bei der Bürgermeisterei derjenigen Gemarkung, m welcher das Grundstück gelegen ist, bis zum 1. Juni L Js. zu beantragen. . Gießen, den 2. Mai 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __•______v. Gagern.________ 4185 22. Mittelrheinisches Kreisturnsest zu Giehen. Die zur (Erbauung einer Festhalte für 2500 Personen und eines Haupteingangs zum Festplatz erforderlichen Zimmer-, Dachdecker-, Schreiner-, Schlosser-, Glaser- und Malerarbeiten sollen m der Sitzung des unterfertigten Ausschuffes Samstag den 11. Mai d. I. verdungen werden. Pläne, Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen vom 6. Mai an auf dem Stadtbauamt Gießen zur Einsicht offen. Die Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift verseben bis spätestens 11. Mai d. I., Mittags 12 Uhr, an den Unterzeichneten emzusenden. Zuschlagsfrist 8 Tage. - Gießen, den 3. Mai 1895. 4096 Für den Lau- und Ausschmückungs-Ausschuß zum 22. Wittetrheinischeu Kreisturrrfefl. Schmandt, Stadtbaumeister. Vergebung von Bauarbeiten. Zur Herstellung eines Brunnens und einer Cysterne bei dem Do- manialhof Schiffenberg, sowie zu verschiedenen baulichen Herstellungen in der Forstwartwohnung auf dem Baumgarten sollen die erforderlichen Arbeiten, nämlich Maurer-Arbeit, Brunnenmacher - Arbeit und Schlosser-Arbeit öffentlich verjüngen werden. Ausführungsbedingungen, Zeichnungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Büreau zur Einsicht offen, und können letztere daselbst auch mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebotsvermerk versehen, zum Selbstkostenpreis bezogen werden. Angebote sind bis zum 22. Mai 1895, Vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist acht Tage. Gießen, den 6. Mai 1895. Großherzogliches Hochbauamt Gießen. _________Neuling. 4179 Mittwoch den 8. Mai l I., Nachmittags 2 Uhr, werden im vieker'schen Saale — Neustadt — versteigert: 1. Möbel aller Arten, 1 Pianino, drei Regulaieure, 1 Oelgemälde. 1 Anzahl Kupferstiche und sonstige Bildrr, ein Aquarium, Sprcerei-, Woll- und Porzellanwaaren, Schwämme, Besen, Bürsten, 3 schw. Wagen, 1 Sommerwagen u. v. A 2. 176 neue Bücher, darunter Germania« Sagenborn, Nibelungenli-d, Odyffee, Goethes, Lessing« und Hauffs Werke, Volks, und Jugendschriften. Die Versteigerung der Bücher findet bestimmt statt. 4142 Geißler, Gerichtsvollzieher. Die bei Herstellung einer Um- fassungkmauer des Kohlenlagers im Bahnhof Gießen nothwendig werdenden Maurerarbeiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Bedingungen und Zeichnung sind von heute ab während 8 Tagen auf dem Büreau des Unterzeichneten, Frankfurterstrabe 24, offen gelegt. Bis zum Eröffnungstermin am 11. ds. Mts., Vormittags 10 Uhr, müssen die schriftlichen Angebote verschlossen und franco hierher zur Abgabe gelangen. Zuschlags- crtheilung erfolgt innerhalb 8 Tagen. 4038 Roth, Großh. Eisenbahnbauinspector. • Versteigerung. Mittwoch den 8. Mai, Mittags 2 Uhr, versteigere im Pfandlocal, Seltersweg 11, gegen Baarzahlung: 2 Schweine, 1 Eisschrank, 1 Nähmaschine, 1 Schreibtisch, 2 Regulateure, 1 Weckeruhr, Sophas, Kommode, Kleiderschränke und mehrere Oeldruckbilder mit unb ohne Rahmen. Versteigerung von Oeldruckbildern voraussichtlich bestimmt. Gießen, den 30. April 1895. 3971 Mulch, Vollziehungsbeamter. Wachstuch, Ledertuch, Summitischzeug, in Stückwaare und abgepaßten Decken Bett-Ginlagen, «pindborde re. empfiehlt zu herabgesetzten Preisen 2798 Heinrich Wallach. Briketts, Per Ctr. 75 Psg., bei Abnahme von 10 Ctr. frei an's Haus, empfiehlt Louis Tross, 2793 Rodheimerstraße. A. Busbaum Sensal fiir Immobilien n. Hypotheken. Zu verkaufen: Hans mit Laden am Setters» weg, in welchem mit Erfolg Manu- facturwaaren u. Damenconsection geführt wurden. Sehr preisw. Hans mit Bauplatz in der Batmhofstraße, zu jedem Geschäfte, insbesond. WtrtdschaftSbetrieb geeignet, unter günst. 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Knftlmorqen, Director. M «ch.»»., — "BxW uM b* SrOde» üir-'rrfitMs.Fe*. >o» fn.HiiAiii. (Vtrtl* » 6**"»«. *