8oh“. Brud®’ ■i cam, A zu rufen, ^ebenen- i- P. 895. ta8» < Th, in loncert. W teil« »er «ch m rasse, f V°rt-Bier - m >„ tlom ?aß, w Bub 'S und Hü friffr utzung. nen änmelbungtn 1239 n> RcßaurMr. NdttM. . Stock, 7218 n, hytjiti. Betrieb mit nenei men. . wann« Bail *BG , der Heizung n, Gaserepamiü. b Gasheizofen. itis und franco. »U ihn Carl, a* idtische Gas- und Wassw selbst in Betrieb za *• lei 0 f 0 Mr 210 Samstag den 7. September 189* Der frit jener Anzeiger erfchemt täglich, mit Ausnahme deS Montag». Die Gießener AnmilienvtLlter »erden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Generat-Anzeiger. Viertkljähriger AVouncmentspreksr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze Är.7. Fernsprecher 51. Amts- unfc Anzeigeblertt für den Ureis Giefzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. ] Gratisbeilage: Gießener Kamilienölätter. Alle Annoncen-Bureaux de» In» und AuSlande» nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphifches Correfpondmz-Bureau. Berlin, 5. September. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht daS Gesetz, betreffend die Bewilligung von Staatsmitteln zur Verbesserung der Wohnungsverhältnisse der Arbeiter, die in staatlichen Betrieben beschäftigt find, und von gering besoldeten Staatsbeamten. Ferner einen Erlaß, betreffend die Uebertragung der Verwaltung der auf Grund des Gesetzes vom 16. Juli 1895 in daS Eigenthum des Staate- übergehenden Eisenbahnen an die Eisenbahndirection Erfurt, sowie daS Gesetz, betreffend daS Pfandrecht an Privat Eisenbahnen, Kleinbahnen und die Zwangsvollstreckung an diese, vom 9. August 1895. Kiel, 5. September. Bei den gestrigen Marineübuvgen In der Strander Bucht kenterte eine Gig mit mehreren Insassen. Hierbei ertranken zwei Matrosen. ES find dies der Obermatrose Hieber vom Panzerschiff „Wörth" und der Obermatrose KlereS vom Panzerschiff „Kurfürst Friedrich Wilhelm". Esten, 5. September. Der König von Württemberg ist heute Nachmittag, nachdem er die WohlfahrtS- einrtchtuogen des Krupp'schen Etablissements besichtigt und in der Villa Hügel dinirt hatte, wieder abgereist. Oldenburg, 5. September. Die feierliche Beisetzung der Erbgroßherzogin fand heute Vormittag im Groß- herzoglichen Mausoleum im Beisein des ErbgroßherzogS, deS Großherzogs, der Prinzessin Friedrich Carl, des Herzogs und der Herzogin von Connaught, der Erbprinzesfin von Meiningen und vieler anderer Fürstlichkeiten, sowie der Gesandten und Vertreter vieler ausländischer und deutscher Höfe statt. Ais Vertreter des Kaisers war Prinz Friedrich Leopold, der Bruder der Erbgroßherzogin, erschienen. Paris, 5. September. Der Bericht des Ackerbau- Ministeriums schätzt die diesjährige Weizenernte auf 119 Millionen Hectoliter. Paris, 5. September. Heute Nachmittag 3 Uhr wurde rin dürftig gekleidetes Individuum an der Einfahrt des Bankhauses Rothschild überrascht, als es die Zündschnur einer Bombe anzündete. Das Individuum warf die Bombe hin, ohne daß sie explodirte. Der Thäter wurde nach heftigem Widerstande von den Polizisten festgenommen, verweigerte aber die Namensnennung. Nach vorgefundenen Utensilien dürfte der etwa 25jährige Verhaftete ein Barbier- gehtlfe sein. Der Polizeipräfect Leptne begab sich' an den Thatort zur Leitung der Untersuchung. Die Präfectur bewahrt Stillschweigen, sie scheint ein anarchistisches Attentat zu vermuthen. Die Bombe wurde dem Chemiker Girard zur Untersuchung übergeben. Feuilleton. Mein Freund Detlev. Don E. Fahrow. (Schluß.) Da erfuhr ich denn, daß der eigensinnige alte Mann am Krankenbette seiner Tochter, in einer Stunde der Angst, daß er sie verlieren könne, ihr Folgendes versprochen hatte: „Wenn Du meinst, daß der junge Windbeutel von Re> ferendar wirklich aushält, selbst wenn er ganz, versteh mich wohl, ganz ohne jede Nachricht von Dir bleibt, so will ich Dir eine leise Möglichkeit eröffnen, eines Tages mit Respect zu melden, Frau Affefforin zu werden. Ich bin nicht undankbar. Laß den jungen Herrn eines Tages irgend etwa- thun, was mich ihm zu ewigem Dank verpflichtet, — zum Beispiel mein Leben retten oder mein brennendes Haus löschen oder sonst eine ähnliche, mich persönlich berührende Heldenthat begehen, — so will ich Euch meine Einwilligung geben. Ich sehe ja doch, daß Du einen Anderen nicht Heiratheft." Florence hatte anfänglich betrübt den Kopf finken hflen — das alles war ja der reine Hohn und Spott und nur gesagt, um sie zu foppen. Dennoch ergriff nach und nach eine beffere Zuversicht ihr Herz und mit der geistigen Spannkraft überkam auch ihren Körper wieder die alte ^"^Jetzt hatte ich geschrieben, sie sah, daß ich treu aus- gehalten hatte, und sie flüsterte mir nun ihren listigen Plan ins Ohr. Erschrocken fuhr ich in die Höhe. „Aber das ist ja höchst gefährlich," rief ich. „Florence, wir können beide das Leben dabet verlieren." „Und was schadet daS?" schmeichelte sie. „Lieber möchte ich sterben, als so wie bisher weiterleben. — Du Paris, 5. September. Der Urheber des Attentats gegen das Bankhaus Rothschild sieht dem Anarchisten PauwelS, dem Urheber des Attentats in der Madeletnekirche, ähnlich. Der Attentäter erklärte, er wäre überzeugter Anarchist und hätte die Bombe selbst hergestellt, er habe die Zündschnur mit einer Cigarrette anzünden wollen, die Asche der Cigarrette verhinderte aber, daß die Cigarrette mit der Zündschnur in Berührung kam. Die Bombe wird morgen am Tage von dem Chemiker Girard untersucht. Depefchcn deS Bureau „Herold". Berlin, 5. September. Der Kaiser wird heute Abend 11 Uhr von der Wildparkstation nach Swinemünde abreisen. Die Ankunft daselbst erfolgt morgen früh 3*/4 Uhr. Berlin, 5. September. Wie die „Nordd. Allgem. Ztg." hört, hat Reichskanzler Fürst Hohenlohe Schloß Werkt verlassen und verweilt zur Zeit auf seiner bei Minsk gelegenen Besitzung. Der Reichskanzler hat die Absicht, sich von dort vor seiner Rückkehr nach Deutschland zu kurzem Aufenthalt nach Petersburg zu begeben. Seiner Rückkunft wird am 15. d. M. entgegengesehen. Berlin, 5. September. Der „RetchSanzeiger" gibt heute amtlich bekannt, daß am 2. Deccmber wiederum eine allgemeine Volkszählung im Deutschen Reiche stattfindet. Dieselbe gelangt in ähnlicher Weise zur Ausführung, wie die früheren Volkszählungen. Jedoch werden diesmal die vorübergehend aus ihrer Haushaltung abwesenden Personen nur dort gezählt, wo sie sich am ZählungStage befinden. Hierdurch wird die ganze Aufnahme wesentlich erleichtert. Berlin, 5. September. Wie ein Provinzblatt erfährt, ist auch dem Fürsten Bismarck eine Einladung zu dem Festessen in Stettin zugegangen, welches der Kaiser den Vertretern der Provinz Pommern am 9. September gibt. Der Fürst hat indeß mit Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand abgelehnt. Berlin, 5. September. Dem „Kleinen Journal" wird aus Sofia telegraphirt, Georgewitsch, einer der Mörder Stambulows, sei aus dem Gesängniß entflohen. Berlin, 5. September. Die „Kreuzzeitung" leitartikelt heute nochmals über den Trinkspruch des Kaisers am Sedantage und kommt dabei hauptsächlich auf den in der Morgennummer der „Nationalzeitung" gebrachten Artikel, der ebenfalls den Kaisertoast behandelte, zu sprechen. Das Blatt gibt seiner Freude Ausdruck, diesmal bis zu einem gewiffen Grade mit der „Nationalzeitung" übereinstimmen zu können und sagt, die Regierung müffe ihr unerläßlich erscheinende Grundsätze eines gesetzlichen Vorgehens gegen die Ausschreitungen der Socialdemokratte ausstellen, ob als spcciale oder nicht auch? — Und überdies steht Gott den Liebenden bei! Set nicht verzagt, ich werde es schon geschickt anfangen." Ich zog mich für den Abend auf mein Zimmer zurück, um dem alten Herrn nicht zu begegnen. Für den nächsten Vormittag war ein längerer Ausflug geplant und da sollte unser tollkühnes Vorhaben ausgesührt werden. Golden lag am nächsten Morgen die Sonne auf dem glitzernden Schnee der Alpen. Beim Frühstück hatte ich mich mit einigen Herren bekannt gemacht und meine Theilnahme an der beabsichtigten Partie kundgegeben. Niemals werde ich daS erstarrte Gesicht von Florences Vater vergeffen, als er mich vor der Hotelthür erblickte. Ich nahm den Hut ab und erkundigte mich nach seinem Befinden, und er war so überrascht, daß er mir höflich antwortete, eS gehe ihm gut. Gleich darauf trat er jedoch an Florences Seite, die mir einen zärtlichen Blick und einen leisen Wink mit der Hand zuwarf. Die Gesellschaft — wir waren etwa zwölf Personen — setzte sich in Bewegung; eS sollte ein flaches, schräges Gletscherfeld besichtigt werden, welches sich, wie man behauptet, sichtbar verschoben habe. — Florence ging rüstig voran und stand bald als die erste am Rande deS Eisfeldes. So sah ich sie wieder zwischen EiS und Schnee wie sechs Jahre vorher im heimischen Thiergarten- ihre goldrothen Löckchen nickten wieder um die klare Stirn und ihre Augen suchten mich. — Einige kühne Herren traten auf das Eis hinaus, wurden aber von dem Führer des Hotels gewarnt: wenn man auSglitte, fei man verloren, am anderen Ende deS Gletschers klaffe eine Schlucht. „Also ist es hier sehr gefährlich?" fragte Florence, indem sie von ihrem Vater einige Schritte forttrat. Ein SchreckenSschret antwortete ihr, denn sie war auf dem glatten Eise ausgeglitten und rollte nun hilflos die abschüssige Bahn hinab. Der alte Herr wollte ihr ncchstürzen, wurde aber von allgemeine Gesetzgebung gedacht, ob allein im Reich oder auch in Preußen, laffe sie, die „Kreuzzeitung", für jetzt dahingestellt sein. Gelinge es aber im Reichstage nicht, daS ihr gesteckte Ziel zu erreichen, so löse sie den Reichstag aus und appellire an daS Volk. Sollte aber auch dies vergeblich sein, nun dann freilich könne die Nothwendtgkeit sich aufdrängen, an die Treue und den Muth deS Heeres zu apprlliren. Am Schluffe des Artikels drückt die „Kreuzzeitung" noch den Wunsch aus, daß es aber doch dazu nicht kommen möge. Köln, 5. September. Der Afrikareisende Dr. Baumann ist heute Nachmittag im hiesigen Augusta-HoSpital am Schwarzwaffer-Fteber gestorben. Rom, 5. September. Mehrere Cardtnäle, darunter der deutsche Cardinal Steinhuber, hatten dem Papste mit- getheilt, daß sie aus Gesundheitsrücksichten den Vatican ver- laffen würden. Der Papst ersuchte nun dieselben, ihre Abreise bis nach dem 25. September aufzuschieben, damit sie während der Festlichkeiten in Rom noch im Vatican anwesend seien. Nürnberg, 5. September. Die socialistische „Fränkische Tagespost" ist wegen eines Artikels über die Kaiserrede confiScirt worden. Rom, 5. September. Die Lage auf Sicilten wird mit jedem Tage schlimmer. Die Nachricht, daß die Socialisten Defelice, Barbato und BoSco nicht in die Amnestie einbegriffen werden, hat große Erregung hervorgerufen. Man bereitet eine Bittschrift an den König vor, in welcher die Freilassung der Genannten gefordert werden wird. Ancona, 5. September. Im Bade-Etablissement Marotui stürzte eine ins Meer gebaute Plattform ein, wobei 64 Personen ins Wasser fielen. Dieselben wurden sämmtlich gerettet. Nur zwei erlitten schwere, mehrere andere leichte Verletzungen. M Paris, 5. September. Der russische General Dragomiroff wurde gestern vom Kriegsminister empfangen. Darauf wurde derselbe vom General Saussier eingeladen. General Dragomiroff wird der Gast des Gouverneurs von Paris sein und wird ebenso wie Prinz Nicolaus von Griechenland den Manövern im Hauptquartier beiwohnen, um in keiner Weise Beschränkungen unterworfen zu sein. London, 5. September. Auf dem Trade-Unionisten- congreß wurde eine Resolution angenommen, welche die Einführung des Achtstundentages verlangt. Ferner gelangte eine Resolution zur Annahme und zwar mit allen gegen eine Stimme, welche die Abschaffung der Lordkammer fordert. Rustschuk, 5. September. Infolge der Entdeckung eines auf den Fürsten Ferdinand geplanten Attentats ist derselbe mit seiner Familie und dem Hofstaate Nachts nach seinen Nachbarn festgehalten, während ich, blindlings meinem Stern vertrauend, hinter Florence hersprang. — Vier, fünf eilige Sätze brachten mich vor die Gleitende und ich konnte sie nun aufhalten, wenn ich auch selbst dabei in die Kniee stürzte. Man rief mir zu, mich nicht zu rühren, und wirklich verharrte ich auch regungslos neben meiner halb ohnmächtigen Florence. Mit Stangen und ausgebreiteten Plaids holte man uns dann zu der Gesellschaft zurück, wo ein Sturm deS Jubels und der Glückwünsche uns empfing. Florences Vater lehnte aschgrau an einem Felsen. Er zog sein Kind in die Arme und hielt es lange athemlos anS Herz gedrückt. Als er endlich wieder sprechen konnte, wandte er sich zu mir: „War dar eine Verabredung?" „Ja, Papa," sagte Florence freimüthig. „Detlev ist gestern Abend angekommen, da sagte ich ihm, daß Du unS Deinen Segen geben würdest, wenn er Dich durch irgend eine Thal zu ewigem Danke verpflichten würde- jetzt hat er mir das Leben gerettet — ist Dir das genug?" Der alte Mann zitterte noch immer. „Ja," sagte er, „eS ist genug. — Kind, Du wärest wirklich zerschellt ohne ihn, weißt Du das?" „Gewiß," meinte Florence kaltblütig. „Das wird Dir hoffentlich zeigen, wie ernst wir eS meinten." Der Alte schwieg und wir fielen uns trotz der versammelten Leute in die Arme. — So kam eS, daß wir uns endlich „kriegten" wie im Märchen." Detlev schwieg und goß mir ein GlaS Sherry ein. „Du," sagte ich, „wie kam eS denn, daß Du auf dem EiS nicht auSglittest?" „Ich? Ich hatte Eisftacheln unter den Sohlen," sagte er einfach. Varna abgereist. Die Abreise erfolgte in aller Stille. Bei der Ankunft in Varna hat kein Empfang ftattgefunden. Die Minister weilen noch hier und werden wahrscheinlich heute die direkte Rückfahrt nach Sofia antreten. Tarnopol. 5. September. Auch in einigen, in der Nähe gelegenen Ortschaften ist die Cholera auSgebrochen. Zwei Personen sind gestorben. Hier ist kein neuer Eholerasall vorgekommen. WB. Budapest. 6.September. Erzherzog Ladislaus ist heute Vormittag gestorben. Der Krieg von 1870)71, geschildert durch Ausschnitte aus Zeitungs-Nummern jener Zeit. (Nachdruck verboten.) 7. September. Ein Besuch in Sedan . . . Als ich über die erste Zugbrücke schritt, sah ich in dem trocknen Wallgraben zahllose, von den Wällen verhungernd herabgestürzte Pferde, untermischt mit von Ratten abgenagten menschlichen Leichen- man hätte sich in eine Festung versetzt glauben mögen, die eine mehrmonatliche Belagerung auszuhalten gehabt hätte, anstatt einer zweitägigen Einschließung. Doch die Unmasie der in Sedan gelagerten Truppen erklärte Alles. Das Bild, daS sich beim Eintritt in die eigentliche, recht hübsche Stadt meinen Augen bot, spottet jeder Beschreibung. Noch nie in meinem Leben habe ich eine Stadt so in Schlamm und Schmutz gesehen. Vor einem wunderschönen großen Hause, einer Woll- fabrik, stand ein ältlicher Herr. Ich bat ihn um Auskunft über den Weg nach dem Turenneplatz und kam dadurch mit ihm ins Gespräch. „(Sott sei ewig gelobt!" rief der Mann au-, „daß Ihre Truppen uns endlich von diesen Bestien erlöst haben, die unS seit fünf Tagen plünderten, alle Unzucht trieben, die die wildeste Phantasie sich erdenken mag, auf kein Commando mehr hörten und denen daS Wort DiSciplin nur noch ein leerer nichtssagender Begriff war. Als ich heute früh die ersten preußischen Truppen hier einrücken sah, da ward eS mir sofort klar, warum mit ihnen der Sieg geht, Schritt für Schritt- denn schon die Art und Weise, wie die Leute marschirten, nachdem sie aus einer solchen Schlacht kamen, bewies, daß und welche Ordnung und MannSzucht unter den Preußen herrschen." Und wie der Mann sagte, so war eS in der That. Ich bin seitdem alle Tage in Sedan gewesen und höre mehr und mehr das unbedingteste Lob unserer Truppen auS jedem Munde. Zunächst hat der preußische Commandant es sich angelegen sein laffen, die Stadt und deren nächste Umgebung zu desinficiren und der drohenden HungerSnoth durch Heranziehen von Bedürfnissen aller Art vorzubeugen. Die in den Straßen schwebenden, schrecklichen MiaSmen sind durch große Feuer mitten in den Straßen verscheucht worden, zu deren Unterhaltung man alle die brennbaren Reste deS Krieges, als Lederzeug, Pickelhauben, Tschakos, Sättel, Pferdegeschirre, Gewehre, Lumpen und Uniformstücke aller Art verwandte. Der fußhohe Schlamm und daS faulende Stroh wurden in hohe Haufen zusammengebracht und alle nur irgend aufzutreibenden Fuhrwerke unb Pferde aufgeboten, um Viesen Unrath und die zahllosen Cadaver aus der Stadt zu schaffen, während die Einwohner nicht minder mit Wasser und Besen die Reinigung der Häuser in Angriff nahmen. Bei meinem dritten Besuche hatte Sedan schon ein ganz anderes Ansehen. Doch zu haben war irn ganzen Orte schlechterdings nichts. Nahezu 100 000 franzö- fische „Elite"-Truppen hatten fünf Tage hindurch faktisch die Stadt geplündert. Als ich am Freitag, 2. September, zuerst Sedan betrat, sand ich mindestens zwei Drittel der noch in den Straßen sich heruwtreibenden, jedoch entwaffneten französischen Soldaten betrunken. Ich selbst mußte einen grau« haarigen Artilleristen mit drei chevrons, also mehr als 21jähriger Dienstzeit, der sich in seinem viehischen Zustande an mir vergreifen wollte, niederwerfen, um mich von ihm loszumachen. Wie ein Sack fiel der Mensch zur Erde, wo er in dem Schmutz und Schlamm ruhig und unbekümmert liegen blieb. Die Einwohner Sedans zeigten sich uns äußerst freundlich gesinnt. Napoleon weilt seit 6. Sept. Abends als Gefangener in WilhelmShöhe bet Kassel, wohin er durch Belgien gebracht worden ist. WilhelmShöhe ist dasselbe Schloß, auf dem sein Ohm als „König Lustick" in SauS unb Braus lebte. Auch Napoleons Umgebung ist glänzenb unb erinnert in nichts daran, baß er ein Gefangener ist. Ein ganze Schaar feiner ehemaligen Getreuen hat er bet sich, bazu einen Stall von 86 Pferben! Auf ben Bänken vor der Treppe sitzen plaudernd und rauchend französische Generale in reichen Uniformen, weithin leuchtet das grelle Roth der Beinkleider unb ble schweren Bergolbungen blitzen in der Sonne. Anbere schreiten ble große Treppe herab unb gesellen sich zu einer kleinen Gruppe, welche lebhaft gestikultrenb bei« fammen steht - reich betreßte Diener laufen hin unb her unb einen Augenblick glauben wir unß an baß Hoflager früherer Zeit versetzt, weicheß hier oben sein Wesen trieb. Doch ein Blick auf bie preußischen Wachen, welche den Mittelweg zum Schlöffe absperren, ruft unß bie angenehmere Wirklichkeit inß Gebächtniß zurück, daß diese Herren nicht als Sieger, sondern als Besiegte die herrliche WilhelmShöhe bewohnen, und daß — saft dünkt eß unß ein Traum — Napoleon, der Allgefürchtete, hier, unschädlich gemacht ist. Den Kaiser selbst hatten wir heute zu sehen, wiederholt Gelegenheit. Er hat feit 1863, wo wir ihm zum letzten Male begegneten, sehr gealtert - seine Haltung ist gebeugt, krankhaft, unb wenn ein Kasseler Blatt von seinem feurigen, burdjbringenben Blick spricht, so ist dies wahrscheinlich Ironie, da gerade der scheue, niedergeschlagene, müde Blick des Kaisers ihn auffallend kennzeichnet. Haar unb Bart sind vollständig grau, von den historischen Spitzen beß letzteren ist nicht eine Spur zu bemerken. Daß Gesicht ist verwittert und ziemlich gebunfen. Der Kaiser macht um 7 Uhr des Morgcnß bereits Promenaden, raucht viel unb lebt sehr mäßig. Grüße beantwortet er äußerst höflich durch Abziehen der Müyc. (Köln. Ztg.) London, 7. September. Der kaiserliche Prinz ist in | Hastings. Die „Times" rätb ben Franzosen, Elsaß unb Lothringen abzutreten. yllnfere Armeen find im Vormarsch nach Paris" meldet Podbielsky. Da haben wir wieder die „affenartige Behendigkeit!" Dieses spöttische Scheltwort ist zum höchsten Stegeßruhm geworden. Die Energie und Schnelligkeit der KciegSleitung ist bewundemSwerth. Marschirev, umkehren, schlagen, siegen unb wieder vorwärts marschiren, fast ohne Äthern zu holen, — daS mache Einer nach. In 8 Tagen welche Märsche, Kämpfe und Siege! Den Gegner nicht zu Athem kommen zu laffen, darin besteht daS Geheimniß und der SiegeSzug der deutschen Heere. Schon nähern sich die 3. unb 4. Armee in Eilmärschen Paris. Sie scheinen den kürzesten Weg über RheimS und Laon-SoiffonS einzuschlagen. Längstens Anfang nächster Woche stehen sie unter den Mauern vor Paris. Die General-Versammlung des hessischen Landes-Gewerbevereins sand gestern Vormittag unter Vorsitz beß Herrn Geh. Bau- rath Dr. Sonne-Darmstadt im Saale der „Concordia" zu Alßseid statt, unb war dieselbe auß allen Theilen beß Landes gut besucht. Die Versammlung wurde zunächst begrüßt Namenß der Stadt Alßfeld von Herrn Bürgermeister Arnold, Namenß beß Alsfelber Ortß-Gewerbevereinß von deffen Vorsitzenben Herrn Rößener, welcher zugleich dem Bedauern über das Ableben beß Vorsitzenben der Großh. Centralstelle, des Herrn Regierungßrath Dr. Hesse, Außdruck gab, Namenß der „Concordia" von Herrn Grünewald- Alßfeld. — Vor Eintritt in die Tageßordnung gedachte der Vorsitzende der Verluste, die der Verein durch den Tod einiger in Förderung der Vereins-Interessen und damit des ganzen Gewerbeftandeß hervorragend thätig gewesener Mitglieder, des Geh. Rath Fink, des Regierungßrath Dr. Hesse, des Ministerialrathß Jaup, des Pfarrerß Trautwein-Alßfeld, sowie einiger anderer Mitglieder in Darmstadt und Worms erlitten. DaS Andenken an diese Herren wurde durch Erheben von ben Sitzen geehrt. Uebergehenb zum allgemeinen Bericht, der der Ausführlichkeit wegen nur in großen Zügen erstattet und deffen ßtettire den Mitgliedern nach erfolgter Drucklegung empfohlen wurde, gedenkt der Vorsitzende in erster Linie der Fürsorge, die unser Großherzog allezeit dem Ge- Werbestand zu Theil werden ließ, im Berichtsjahr sei diese Fürsorge zum Ausdruck gekommen durch ein Preisausschreiben Seiner Königs. Hoheit auf vier Pläne für kunstgewerbliche Arbeiten unb Entwürfe- ferner hätte bie Großh. Central- stelle Preisausschreiben erlassen zu Entwürfen für bas Dienst' gebäube derselben, die Großh. Centralftelle selbst habe die Alsfelder Ausstellung durch Uebernahme des PrämiirunqS- geschästs gefördert, sie habe ferner in ben Bereich ihrer Beratungen gezogen die Frage wegen Errichtung obligatorischer Handwerkerkammern, über welche ja die Ausfichten sehr aus- etnanbergtngen, ein diesbezüglicher, in heutiger Versammlung von Herrn RechtSanwalt Call mann-Alzey zu motivirender Antrag auf Organisation beß HanbwerkS in den OrtSgewerbe- eretnen unb Bilbung starker Hanbwerker-Comnnsstonen liege bereits vor- weiter sei bie Centralstelle beschäftigt gewesen mit ber Frage der hypothekarischen Sicherung der Handwerker bei Bauausführungen, über eine Reihe diesbezüglicher Vorschläge werde die Regierung noch besondere Erhebungen anstellen. Bezüglich der Ausschüffe sei mitzutheilen, daß die Arbeiten des chemischen Untersuchungsarntes und der AuSkunftsstation in erfreulichem Fortschreiten begriffen feien. Die Verhält- nisse der Centralstelle selbst würden durch den demnächst seiner Vollendung entgegengehenden Neubau wesentliche Verbefferung erfahren, und besonders eine übersichtliche Anordnung und Vermehrung der Sammlungen, Modelle und Lehrmittel ermöglichen. Der Stand des Vereinswesens fei ein guter, spezielle Angaben darüber würden noch in dem gedruckten Bericht gemacht, neue OrtSvereine wurden ebenfalls gegründet- die LehrlingSfrage habe die Centralftelle gleichfalls eingehend beschäftigt, und zwar in der Hinsicht der lieber« wachung der Lehrlinge durch die OrtSvereine, doch feien die Arbeiten hierüber noch nicht zum Abschluß gelangt. An ben freiwilligen Gesellenprüfungen beteiligten sich ca. 800 Lehrlinge - es soll diesem Gegenstände auch ferner erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt werden- die Vermittlung der Centralstelle um Erlangung der Berechtigung zum Einjährig Frei- willigen-Dienst auf Grund beß Handwerkerparagraphen wurde in drei Fällen angerufen. Uebergehend zu ben gewerblichen Unterrichtsanstalten unb Sonntagszeichnenschulen, gebenkt ber Vorsitzenbe ber Verluste, bie ber LanbeSgewerbeverein burch bie infolge Inanspruchnahme burch Amtsgeschäfte erfolgte Amtsnieberlegung ber Herren Oberbürgermeister Gnauth- unb Baurath Renting- Gießen ertragen mutzte. Der Besuch der Schulen war ein guter. An der Ausstellung von Zeichnungen ber Handwerker- unb Zeichenschulen in Alsselb sinb 5 erweiterte Handwerkerschulen und 20 SonntagSzeichenschulen behelligt, der Eindruck dieser Ausstellung sei ein durchaus befriedigender, besonders seien auch die oberhessischen Schulen in erfreulicher Entwickelung begriffen- die LanbeSbaugewerk- schule Darmstabt konnte sich leider beß nur in geringem Maße zur Verfügung stehenden Raumeß wegen an der Auß- stellung nicht beteiligen. Eine Aenderung im Lehrplan wird die Landeßbaugewerkschule insofern erfahren, alß die Prüfungen anstatt im Frühjahr im Herbst abgehalten werden sollen. Einige, Handwerkerschulen haben durch Neueinführung von Unterrichrßgegenständen eine erhebliche Erweiterung erfahren, u. A. diejenigen von Erbach, Bensheim, Umstadt- auch ein- gehende Erhebungen über bie Frage der Errichtung einer Webeschule in Oberhrssen Haden stattgefunden. Der allgemeine Bericht erwähnt die demnächste Eröffnung beß Neubaueß Großh. Centralftelle- der Mitglieberstanb beß Lanbeßgewerbe- vereinß hat die Zahl von 5500 erreicht, ber Vorsitzenbe constatnte schließlich, baß der Vorwurf, ber Verein habe eine bureaukratische Spitze, ungerechtfertigt sei- bei ber Auß- dehnung beß Vereins, bei den zu berückfichtigenben vielseitigen Verhältniffen fei eß ganz unmöglich, einen Verein, wie ben | ßanbeßgewerbeoerein, dureaukratisch zu leiten; Herr Geh. Baurath Dr. Sonne erklärte, baß er sich in dieser Hinsicht alß erster Diener beß Vereins betrachte. Hierauf begründete in längerer Ausführung Herr Rechtsanwalt CaIlm ann-Alzey feinen oben erwähnten Antrag In Betreff der Handwerkerkammern. Er ist der Ansicht, daß im Landesgewerbeverein und in den Ortßvereinen Alles baß erstrebt und auSgefÜhrt werden könne, maß von den Hand- werkerkammern, wie sie in Preußen geplant, erwartet werde - die Handwerkerkammern würden, weil für sie die Beitragßpflicht gefordert werde, die kleinen Handwerkervereinigungen, wie man sie in Hesien in den Ortßvereinen habe, vernichten- gerade bie Interessen beß Handwerkß auf bem Lande müßten gefördert werden durch locale, nicht durch Berufsfächer zergliederte Organisationen- fachliche Verbände sollten nur für baS ganze Land errichtet und diese durch Commissionen der OltSvereine gebildet werden. In keinem Lande hätten die Innungen, als welche man füglich die Handwerkerkammern betrachten könne, fo wenig Fortschritte gemacht wie in Hessen, eß beweise die-, daß die Handwerker mit den bestehenden Organisationen bei unS zufrieden seien - sein Wunsch fei: allgemeine Organisation der Handwerker in localen Vereinen, Einsetzung von Fachcommisfionen für daS ganze Land- eß müsse durch Vervollkommnung und Ausbau ber bestehenden dahin gestrebt werden, daß Hessen, falls die Frage der Errichtung von Handwerkerkammern im BundeSrath behandelt werde, sagen könne: daß, maß unß die Handwerkerkammern bieten können, haben wir schon. Referent bittet die Erschienenen, seinen Antrag in wohlwollende Erwägung zu ziehen. — Der Antrag beß Ortßvereinß Wormß auf Abänderung der §§ 123 und 124 der Gewerbeordnung wird von Instrumentenmacher Joch em-Wormß vertreten. Derselbe bezeichnete den Schutz, den diese Paragraphen den Arbeitgebern auß Contractbruch der Arbeiter bieten, für ungenügend, die Arbeit- geber erhielten in den seltensten Fällen Ersatz für den ihnen durch kündigungslose Lösung beß Arbeitsverhältnisses seitens ber Arbeiter zugefügten Schaben, weil von letzteren gewöhnlich nichts zu haben sei. Referent befürwortet, die Großh. Regierung zu ersuchen, im Bundeßrath für eine Aenderung der Paragraphen 123, 124 event. 124b und dahin zu wirken, baß bei Contractbruch nicht nur Schadenersatz zu leisten, sondern der Contractbrüchige auch zu bestrafen sei. Eine Diß cussion sand nicht statt, eß sollte nur den Mitgliedern Gelegenheit gegeben werden, die Motivirung deß Antrags zu hören, um eventuell in ihren Vereinen darüber zu berathen. Der „Befähigungsnachweis im Handwerk" war daß Thema, welches hierauf Herr Reallehrer Kahl von Wimpfen in einem Vortrag behandelte. Redner krrtisirt, nachdem er baß Befremden über den verweigerten Empfang einer Handwerkerdeputation bei bem Kaiser geäußert, bie Beschlüsse beß letzten Hanbwerkertageß zu Halle in Betreff beß Befähigungßnachweiseß. Die Schädigungen, welche baß Handwerk so vielfach erfährt, sucht Redner nicht in dem Mangel einer Maßregel, wie sie ber Befähigungßnachweiß bieten soll, sonbern in der unvollkommenen Organisation unserer gesellschaftlichen Verhältnisse- der technisch unb maschinell vervollkommnete Betrieb vieler Erwerbßzwrige hätte auch ohne Gewerbefreiheit viele kleine Existenzen vernichtet- weitere Schädigungen deß Handwerkß seien im Bauschwindel, der Concourßorbnung, den Wanderlagern u. s. w. zu suchen, gegen welche Auswüchse nicht scharf genug vorgegangen werden könne. Der feit Jahren in Oesterreich geforderte Befähigungsnachweis habe, wie über die Wahr- nehmungen einer von ber Regierung nach dort entfanbten Commission zu erfahren, den Verfall deß Handwerks nur verschärft. Die moralische Erscheinung, daß durch Forderung beß Befähigungßnachweiseß Jeder, der ein Gewerbe betreiben wolle, sich zu vervollkommnen suchen werde, verkennt gtebnn nicht, aber so wie man sich die Sache vorstelle, werde eS nicht kommen- der Kern sei ein guter, aber man solle mh dem Erbringen beß Nachweiseß früher beginnen, um schon den jungen Handwerker nach seiner Befähigung beurteilen zu können - tüchtige Lehrlinge und Gehülfen würden auch tüchtige Meister werben. Die erhoffte erziehliche Wirkung beß Befähigungßnachweiseß bezweifelt Redner; cß sei nicht ersichtlich, daß gerade auß Werkstätten der mit Befähigungßnachweiß außgestaiteten Meister durchweg Guteß hervorgehe, hier sprächen noch andere Umstände mit- schlechte Arbeiten habe eß auch zu Zeiten der Zunft gegeben; die Beibringung des Besähigungßnachweises für Richter, Aerzte, Apotheker u. s. w., auf welche die Anhänger deß Befähigungsnachweise- hinwiesen, fei begründet in der Verantwortung genanrier Berufe für das Wohl der Menschheit- er könne sonach nur zugestehen die Forderung beß BesähigungSnachweiseß für baß Banhandwerk. — Auch die Annahme, daß der erbrachte Befähigungßnachweiß baß Handwerk vor übermäßiger Concurrenz schütze, sei nicht stichhaltig. Die Concurrenz habe andere Ursachen, nicht zum wenigsten unter den Handwerkern selbst, ferner in der Gesängnißarbeit, den Militärwerkftätten, tn der Ueberlegenheit der Jntclligenz, der Maschinen- den Schäden konnte besser durch von höherer Einsicht geleitete Selbsthülse begegnet werben. Redner zählt eine lange Reibe von Nachtheilen auf, die die Einführung beß Befähigung-- nachweiseß mit sich bringen würde unb zwar für daß Handwerk selbst, wieß auf die Unmöglichkeit der strengen Abgrenzung von Fabrik- und Handwerksbetrieb, sowie bet verwandten Erwerbszweige hin unb bezeichnete schließlich die Forderung alß eine Gefährdung der Gewerbefreiheit - die Nachtheile, die der Befähigungßnachweiß den Handwerker» bringe, feien größer wie die Vortheile und rathe er dringend, 'm Interesse beß Hanbwerkeß abzusehen von derartigen Projecien. — Eß fand nur eine kurze DiScnsfion statt, an der sich die Herren Mach Ul-Alzey und Petri-Gießen de- theitigten, worauf ber Vorsitzende conftatirte, daß man im Allgemeinen wohl mit den Ausführungen deS Herrn Sahl einverstanden fein könne, ohne denselben in allen Punkte« zuzustimmen. Bei ber hierauf stattfindenden Ausschußwahl wurde« für vier in der Provinz Starkenburg durch Tod auSgeschie- Während des Festes verschied Untersuchung eingeleitet. zwetschen, empfiehlt 7192 ab angenommen. 6835 empfiehlt 3035 billigen Preisen durch 1202 7415 Marktplatz 2t FrWkjWkne Hllseu 6521 billig abzugeben. 7338 H. F. Nassauer Nur iobt ■It empfiehlt 7385 ein Festbesucher aus Feldkrücken in Folge eines Schlag« anfalleS. Hch. Arnold II 28 Marttstratze 28. H. Klotz, Mäusburg 17. Zu haben in Zinntuben b 40 Pf. oft um und machen noch andere Früchte unbrauchbar. Hier und da haben Händler die Zwetschen in dem Zustand der Reife, in dem fie sich gerade befanden, bereit« aufgekauft und die Meste (Ve Malter) mit 1 Mk. 20 Pfg. bezahlt. Die Früchte fallen übrigens infolge der großen Trockenheit sehr stark. Auch die Apfelbäume werfen auS demselben Grunde ihre Früchte massenweise ab. Die jungen Bäumchen und Sträucher welken stellenweise rasch dahin. Die Rav toffeln sterben ab. Die Dickwurz stehen schon lang im WachSthum still. Die spät gesetzten sind noch sehr klein. Mit der Herbstausstellung konnte noch nicht begonnen werden. Marieuschloß, 4. September. Der berüchtigte Ein- und Ausbrecher Dunkel hat hier einen Fluchtversuch gemacht, der indessen noch rechtzeitig vereitelt wurde. □ Ober Seibertenrod, 5. September. Ein entsetzlicher Vorfall hat sich hier zugetragen. Die Anfangs der 30cr Jahre stehende Wittwe Dölzing war mit dem Rösten von Kaffee beschäftigt. Dieses Rösten geschieht hier landeS. üblich mir einem Kaffeebrenner, der ins offene Feuer gehalten wird. Bei dieser Beschäftigung fingen die Kleider der Frau Feuer und da dieselbe, durch ein Gichtleiden behindert, sich nicht zu helfen vermochte, brannte fie bald in lichtloher Flamme. In diesem entsetzlichen Augenblick kam ihr Knabe, die Wittwe hat zwei Kinder, von der Weide zurück und rief beim Anblick seiner brennenden Mutter „Feuer!" Auf daS Hilfegeschrei des Kindes eilte der Bruder seiner Mutter, der im Nachbarhause wohnt, herbei. Er riß der brennenden Frau die noch glimmenden Kleider vom Körper, aber schon hatte die Unglückliche so schwere Brandwunden erlitten, daß die Haut in Fetzen herabhing. Der rasch herbeigeeilte Arzt conftattrte, daß der Unglücklichen nicht mehr zu helfen sei- sie erlag am Tage nach dem Vorfall unter den gräßlichsten Schmerzen ihren Wunden und wurde gestern zu Grabe getragen. x Ulrichstein, 5. September. Das Sedan fest, das hier einen so überaus schönen Verlauf genommen und sehr stark von Vereinen, Schülern und Festgästen aus der Umgegend besucht war, hat zum Schluß ein Act empörender Roheit getrübt. Auf dem Heimweg überfiel ein zwanzigjähriger Mensch aus Meiches, der im Westfälischen in Arbeit steht, zwei verheirathete Männer von Köddingen mit einem Messer und richtete die beiden so zu, daß man für ihr Lebe» Sorge trägt. Der Messerheld wurde verhaftet und die )enen Mitglieder gewählt: Schreinermeister Hilt-Darmstadt, Schlossermcifter Jacobi - Darmstadt, Stadtverordneter Rockel-Darmstadt, LandwirthschaftSlehrer Spieß-Michelstadt. Für ein ausgeschiedenes Mitglied in Rheinhessen wurde Oberbürgermeister Küch ler -Worms gewählt. — Als Can- didaten für die Neuwahl von 11 Mitgliedern aus der Pro« v'nz Oberhessen wurden aufgestellt die Herren Fabrikant Diegel-Alsfeld, Glasermeister Dippel-Grünberg, Buchdrucker Engel - Schotten, Mühlenbefitzer Erck - Nidda, Schreinermeifter Krug-Bad-Nauheim, Weißbindermeister Betri-Gießen, Fabrikant Römheld-Friedrichshütte bei Laubach, Ingenieur Schiel e- Gießen, Fabr-kant Wenzel- Lauterbach , Bierbrauereibesitzer Windecker-Friedberg, Schretnermeister Wittekind-Büdingen, und im Weiteren vargeschlagen, auch Schlitz durch Wahl eines Mitgliedes zu berücksichtigen. Die Auszählung der St mmen erfolgt später durch den Orlsgewerbeverein Alsfeld. — Die nächste Ge veralversammlung soll in Darmstadt stattfinden. Der Vorsitzende schloß hierauf die Versammlung. Nach den Verhandlungen fand im Saale der „Concordia" ein von Restaurateur Reinholjd (Kaiserhof Gießen) be- a eitetcS Festmahl statt, an dem ca. 150 Personen theilnahmen. Hierbei wurden eine Reihe Trinksprüche auSgebracht, u. A. von Herrn Baurath Dr. Sonne auf Kaiser und Großherzog, von Herrn Rechtsanwalt Reh-Alsfeld auf die Gäste, von Herrn Mintsterialrath Emmerling auf den Vorstand des OrtsgewerbevereinS Alsfeld, von Herrn Jojchen-Worms auf Bürgermeister und Einwohner Alsfelds, von Herrn Grüne- wald-Alsfeld auf den Vorredner, von Herrn Kreisrath v. Grol- mann auf daS Gewerbe im Großherzogthum, Herrn WeiS- Wöllstein auf die Hauptlehrer der Handwerkerschulen, Herrn Bürgermeister Arnold-Alsfeld auf das deutsche Vaterland, und schließlich der Absendung folgenden Telegramms an Se. Kgl. Hoheit den Großherzog in Coburg zugestimmt: „Ew. Kgl. Hoheit gedenken in treuer Anhänglichkeit die in Alsfeld versammelten Mitglieder deS LandeSgewerbevereinS". Louis Lind Kirchenplatz 10. Samstag: und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur Sonntag: an Gelegenheit zur hl. Beichte; R. Wiefeck, 5. September. Bei der heute ftattgehabten Gemeinderathswahl wurden die Herren Heinrich Weller VI. mit 8 Stimmen, Heinrich Becker und Melchior Oswald mit je 7 Stimmen gewählt. Je sechs Stimmen fielen auf die Herren Heinrich Erb, Johannes Lotz >unb Karl Jung. Im Ganzen wurden nur 15 Stimmen abgegeben. — Wenn man bedenkt, daß in einer Gemeinde von 2600 Einwohnern sich an der Gemeinderathswahl nur 15 Mann bett)eiligen, so muß man wohl sagen, hier liegen besondere Gründe vor- und dem ist auch so, denn es sollen nur die wahlberechtigt sein, die ihre Steuern und Communal- abgaben bis zum Tage der Wahl bezahlt hatten. n. Von bet Nidda, 5. September. Die ältesten Leute erinnern sich nicht, jemals so viele wurmige Zwetschen gesehen zu haben, wie in diesem Jahr. Wir können im Haushalt nur die allerwenigsten verwenden. Gerade die Früchte, welche bereits tief blau sind und nach denen man beim Brechen eben zuerst greift, find alle wurmig. Bei genauer Beirachtung kann man unmittelbar neben dem Fruchtstiel den Eingangscanal von der Larve des Zwetschenwicklers sehen. Wer seine später noch reifenden Zwetschen brauchbar erhalten will, dem ist zu rathen, seine Zwetschenbäume eben mehrmals leicht anzustoßen. Die davei herunterfallenden Früchte sind alle wurmig, müssen deshalb sorgfältig auf- gelesen und entfernt werden, denn die Larven quartieren sich Temperatur der Lahn und Luft nach Rcaumur gemessen am 6. Septbr., zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 18°, Luft 22° im Schatten. Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanstalt. Witterungsbericht vom 5» September. Der gesummte Continent ist noch immer von hohem Druck bedeckt. Allerdings hat derselbe, zumal über Westfrankretch, an Intensität etwas verloren. Auch über Italien macht sich eine all- mälige Abnahme des Luftdruckes geltend. Das Minimum im Norden entfernt sich langsam in nördlicher Richtung. In Central-Europa ist das Wetter ruhig und, von localen Morgennebeln abgesehen, meist heiter. Die Temperaturen liegen andauernd sehr hoch. BorauSftchUiche Witter««-» Zunächst noch vorwiegend heiteres und warmes Wetter. xxxxxxxxxx 5711 Zitherlehrer Adolf Arnold Glessen, Dammstr. 24. Kunstgerechter Unterricht nach anerk. bester Methode. R.Eichmann,Ballenstedta.Harz leistungsfähigste Firma. Annahmestelle und Musterlager bei: Frl. Minna Leib, Wallthorftr. 14. Zwetschenkuchen tLglich frisch, von süddeutschen Früh- ganz besonders bedrohlich, an Abenden, wie dem gestrigen, die Feuerwehr durch die mit Menschen und Wagen vollgepfropften Straßen zu Hetzen. Verschiedene Versuche, die Burschen auch im Westen festzunehmen, mißglückten. Die Polizei war überall tn den Außendistricten zu schwach vertreten, weil zu viel Mannschaften für das Centrum abgegeben werden mußten. Die Gesammtzahl der abgebrannten Säulen wird aus fünfzig beziffert. • Eberswalde, 5. September. Der Pionier Willi Paich und der sechsjährige Sohn des Arbeiters Prehm sind beim Baden ertrunken. Der Pionier batte den Knaben auf den Rücken genommen und war mit ihm in einem Teich herumgeschwommen. Plötzlich traf den Pionier ein Schlaganfall und Beide ertranken. Schiffsnachrichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 5. September. sPer transatlantischen Telegraph-1 Der Postdampfer Willehad, Capt. Richter, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, ist gestern 7 Uhr Morgens wohlbehalten tn Newyork angekommen. Bremen, 5. September. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Lahn. Capt. H. Hellmers vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 8 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Grummetgras, erster Güte, noch zwei einzelne Morgen in der Hirschapothete. in der Pelttanapotyere u. tn der S«gel- UaiversULtSapothekr, sowie in den Drogerien von Neuner «. Krumm, von Emil Fischbach, von Otto Schaaf und von A. u. G. Wallenfels. 1539 Forderungen an den Nachlaß der Elisabethe Müller sind innerhalb 14 Tagen bei dem Unterzeichneten geltend zu machen, da später deren Befriedigung nicht mehr stattfinden kann. 7397 F. Hoffmann, Nachlaßcurator. Unübertroffen! als Schönheitsmittel u. zur Hautpflege, zur Bedeckung von Wunden u. in der Kinderstube Lanolin e"/am Lanolin der Lanolinfabrik, Martlnikenfelde bei Berlin. WirMast oder Photograph. 6095] In der Licherfiraße steht ein Anwesen, Wohnhaus, in welchem Wirth- schaft betrieben wurde, Hinterhaus, HauS- gärtchen rc, zu ausnahmsweise günstigen Bedingungen zum Verkauf. Auskunft ertbeilt A. Buxbaum, Sensal, Marburg. VermifchKev * Marburg, 5. September. Der Kaufmann Hahn aus Borken, der als Kassierer des dortigen Spar- und Kassenvereines in den letzten Jahren inSgesammt 30—40000 Mk. unterschlug, wurde heute inS hiesige GefLngniß eingebracht. Frkf. Ztg. * Berlin, 3. September. Ein grober Unfug ist am Abend des SedantageS an verschiedenen Stellen der Stadt verübt worden. Eine sehr große Anzahl von öffentlichen Anschlagsäulen, zumeist im Westen, aber auch im Norden, sind angezündet worden und zumeist bis auf die eisernen Säulen abgebrannt. In , der Potsdamerstraße wurden sämmtliche Säulen von der Steglitzerstraße westlich angesteckt, auch einige in den Nebenstraßen- in der Chaussee- straße von der Ecke der Tieckstraße an eine größere Anzahl nördlich belegencr Anschlagsäulen. Die Polizei hält dasür, daß es sich um eine Ausschreitung halbwüchsiger Burschen handelt und daß die Anwendung von Petroleum zur Befeuchtung der bis zur Stärke von einigen (Zentimetern Übereinander geklebten Zettel nicht stattgefunden hat. In Folge der anhaltenden Hitze sei das Papier so trocken geworden, daß eS sofort aufloderte, wenn man es ansteckte. Von Augenzeugen, die dem Brennen der Säulen im Norden beiwohnten, wird uns mitgetheilt, daß es halbwüchsige Burschen von 17 bis 18 Jahren waren, etwa fünf an der Zahl, die dort die Säulen ansteckren, indem fie einfach Papier loslösten und die Streichhölzer daran hielten. In vielen Fällen löschte die Polizei die Flammen, die hoch aufzüngelten. In anderen Fällen aber wurde die Feuerwehr gerufen. ES war Schutzmarke „Pfeilrlog“. tn Blechdosen ä 20 und 10 Pf. Buhe tür 2 Pfennige erhält man vor Fliegen, Schnaken, Flöhen usw. durch „Dalma". Für 2 Pfennige davon tobtet alle Fliegen uiw. eines Zimmers, der Küche ober Stallung in 3 Minuten unter Garantie Für Menschen und Hauslhtere unschädlich. Glas 30 u. 50 Pfg., dazu gehöriger ^atenibeutel 15 Pfg. In allen Avo. theken auf Lager. In Gießen in der Hirschapotheke. 566^ Mariae Geburt. Nachmittags um 5 Ulfr hl. Beichte- Vormittags von 6>/r Uhr Zur Saat empfehle Inkarnat- und Zrnfsauien. Reiner Apfelgel6e ■alt 60 H per Pfund, tn gröberen Quant, billiger, zu verkaufen. Baldgefällige An- age an die Expld. d- Bl. 7406 'fr August Guhr, St-instr. 31. Stal. Rothwein, garautirt rein, pr. Fl. 60 Pfg., bei 12 Fl. 55 Pfg. CMafet tmb Gieße», den 6. September 1895 ** Ordensverleihungen. Seine Majestät der Kaiser haben Allergnädtgst geruht, den nachbenannten Offizieren folgende Auszeichnungen zu verleihen, und zwar: den König- i'chen Kronen-Orden zweiter Klasse: dem Obersten von Rosenberg, Commandeur des Infanterie Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116- den Königlichen Kronen- Orden dritter Klasse: dem Oberst-Lieutenant v. Wartenberg, eratSmäßigem Stabsoffizier von demselben Regiment. ** 3n den Ruhestand versetzt wurde der Locomotivsührer fcei den Oberhess. Bahnen Philipp Dam bi er zu Gießen. Schellfische9 in tadelloser Qualität, per Pfd. 22 Pfg., im 7391 »Rebstock*, Westanlage Stadt Cassel. Mittwoch und SamStag Abend r Has im Topf, j Karl Krebs Leihbibliothek Schulstrasse IO. Abonnements werden von heute Samstag den 21. September, Nachmittags 3 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die der Wilhelm sfillmann Wwe. und «in- 8er in Gießen gehörige Hofraithe: Flur 1 Nr. 1108 — 69 qm bei der Kirche öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 9. August 1895. Großh. OrtSgertcht Gießen. I. A.: Bogt. 6726 chweis im Handwexf wf Hcrr Reaüehrer fiat) ehariSttle. flUbmt tntiRti den vttwchmrn Smpfan; dem fiaiftt gekichert, dir ittageß zu Halle tn Setnr ■ Schädigungen, welche dal fudjt 3ltbntr nidjt in dem f btr Stfäbigungbnadwtil oHtommtnen Drganifation l/sse/ der technisch uni Co xä titU W HAvM 1 handwnls W im Bau- btn Wandnlagern u. f. w. Ichse nicht scharf ^iig vor« seit Jahren in vtzneich habe, wie übet die W erung nach dort entlaub Verfall deö Handwerks m einung, daß durch Förden- , der ein Gewerbe betret chen werde, verkennt Red Sache vorftelle, werde guter, aber man solle c früher beginnen, um /'N met Befähigung beteilen und Wen würden °och erhoffte erpehW Mknn weiselt Redner', rS fei nicht /statten der mit Befähigung' durchweg Gutes WM ...A, mit ■ schlechte Arbeiten Beantwortung 8tn“n . It tönni fouai «° Annahme, hB $ ncin?enj i=“»' T'« eit, 111., naWiW b ittBijefi, geleit« Red---!°pt iai ©«”•' %tie®Wc*/*Sen be' " it w «ttt'Tiwn tm - llz^ u M Aahl «ende c i(g He «.«-•iS-** 6 '> »ett tz, I *"« 8ieb, 8ttabt SerÄ“ «<• ®',W»be V» i<» «t'tben btfa, 'M'fa, w« nbl" localen öptpih ' ^Bewein! ,6N*n •wäv “**"« »er firn» Ml ??.•*» fcMi »el onleflnra MhEj be llrwortet, die Aoii sM füreine Aenderuug^ r sa’i Ö^in «rfe r ^°dk°ers°tz zu Itfftm, > zu bestrafen sei. feflifi- ur ^n Mitglieds Selegrn- ung des Magi zu hören, darüber zu derathen. Stabt. WachlhM. Freibank. [7417 Heute und morgen: 8chwemeffeisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 45 Pfg. kirchliche Anzeige« der Stadt Gietzen. Svaugelische Semeiudr. KoiteSdienst- Sonntag den 8. September. 13. nach Trinitatis. An der EtLdtttrche. Vormittags 7«/< Uhr: Pfarrer Schlosser Letzte Ehriftenlehre für die Neuconfirmirten aus der MatthLuSgemetnde- Zur feierlichen Entlassung derselben werden Eltern und Angehörige besonders etngeladen. X,:onnlttafl8 9V, Uhr: Pfarrer Dr. Grein- NSchstkünfttgen Sonntag, den 15. September, findet eine gc meinfame Abendmahlsfeier für Matthaus- und MarcuSgemeinde statt. 7ltt btt Ikibfintittfitdit. Vormittags 9'/r Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. Sonntag, den 8- September. 14. Sonntag nach Pfingsten. FiilHmslMil! Annahme alter Wollsachen aller An gegen Lieferung von Kleider-, Unterrock > u Mantelstoffen,Damentuchen, BvckS-- kins, Skrickwolle, Portivren, Schlaf- und Teppichbecken in den neuesten Mustern zu , um 6>/z Uhr erste hl. Messe: „ um 7*/e Uh» Austheilung der hl. Communion; „ um 8 Uhr zweite hl. Messe; „ um 91/, Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 2 Uhr Christenlehre; darauf Muttergottesandacht m Der Lyuagoge. Samstag, den 7. September. Vorabend 6»° Ubr, Morg-ns 8^ Uhr, Nachmittags 4°° Uhr, Sabbathausgang 7" Uhr. Gottesdienst der israelittscheu Religionsgesellschast- Freitag Albend 63" Uhr, SamStag Vormitiag 8°° Uhr, Nachmittag 4°° Uhr, Sabbathausgang 745 Uhr- Wochengottesdienst Morgens 6 Uhr, Abends 680 Uhr. Funks. Wnrßlhen, Mk Hellerlinsen bei 7408 Eberhe Metzger, Neustadt 8 u. Frankfurterstraße 1. FS® Irantrf. Würstel eingetroffen bei C. S. Kleinhenn, Bahnhofstr. 59. Frankfurter Würstchen, weltberühmtes Fabrikat, Neue Linsen empfehlen billigst A. & G. Wallenfels, Annerod 7409 • Aiiiser, Ludwtgsstioße oh. finiibadj ylwe., Marburgerstr. wozu freundlichst einladet 7401 Der Vorstand. 7201 Lad Schlabach,Uachf.,LudwigSvlatz. in Wir empfehlen unser reich ausgestattetes Lager in [2746 den Vermischte Anzeigen 7393 die Exped. d. Bl. 1887 101.60 3'/,°/oHmnbrgr.Hyp.Bkmnk.b.lSO5 — _ ----ü* • i• v«v v A-VU Iw VUII b A'mmern nebst allemZubehör ist alsbald zu vermiethen. 102.06 101.20 3«/,°/oPreuß Hpp.«.Bk.unk.b.l900 101 M bto. gesucht- Bahvhofflratze SS Dennft. Bk.-Lctten 163B0 | Oesterr. Eredtt-Actien 341'/» Rrdocnon: Ä. Kchrnda. SJtucf und Verlag der Vrübl'schen UmversilörS-Buch. und ©tnntruderri Piersch & Schevda) in ®irfern. .SCHUT 102 20 10206 Ederstroße. Neuentäue. Schillerstraße. Wehsteinstr. Luduftgsstraße SelterSweg. Seltcrsweg. Selrersthor. Kreuzplatz Bergstraße. Neustadt. Dammstraße. Neustadt. Walllhorstr. Neustadt. Ederstraße. Bahnhofstraße Markt. Neuenweg. Fahrpreis 20 Mg. i1/»0/, Oesterr. Stlberrmt« 4°/0 Ung. Gotd-Rmte 3% Portugteien 6°/( Mexicaner 4°/0 Monopol-Griechen von 104.15 100.20 104 20 104.70 000.00 tlhr Schöahal», W Sch-mber, Carl Schalle II., Wilh. Sealing, cherw. flogt II., A°ß ?°i|i, PH. tzerrmaaa, l. chalbh-f, tig. fiinkfl, Alb. »öchlia, F-h Wilh. Ein, Fritz fing Nacht. Peirr frppln, lobw. fillj, Fr. Maler jr., «. W »oll, Emil Erdig, Carl Pelri, st A. S°ch. 7416) 3 wei auch drei f(hätte Zimmer, in guter Lage, außerhalb der Stadt, unmöblirt, aber mit Bedienung, per 1. October von einem Herrn zu mieihe« gesucht. Offerten mit PreiS- angabe unter KL 23 an die Exped. d. Bl. Mostobst - Gesuch. Suche 10—12 Waggon Aepfel und Birnen, nur frische, gesunde Waare, Anfang Oclober gegen baar zu kaufen. Lieferanten bitte um gefällige Preisofferte. • Waldsee (Württemberg). 7404 Fr- Aldingen- Wohnung gesucht: 4—5 3i«mer. Gest, detail. Angaben nebst Preis erbeten sub. N. L. 10 an Deutsche Reichsaul. B'/o Preuß. SonfolS 8«/i°/o Gr. Heistsche Obl. 40/0 Stadt Darmstadt v. 1891. 41/0 , WormS unk. 5. 1901 Der Vorstand. Karten ä 75 Pfg. an der Kaffe zu haben. - - 6888) Meine in der Blockstraße gelegene Bretterhalle wird per Oclober d. I. zu« Abbruch verkäuflich. _ _ E. Blödner, SelterSweg. 7362) Ein fast neues ArLhstückS» herdcheu billig zu verkaufen. «rofdorferstratze 17. ßttr.: Dir M dst • Da 1. bk "4t Sttritbet do« 6. ! mehr viel Vorstand 2. die anmi GenossenI Baahandi ist QuSnoi Unionen stivdiz ol ist tfdty regelmä^i 250 Tag unb Änu Gewerbe VeschSsti falls selb 8. die Im 1 arbeiten h 11. 3uli nut theilwe M Dzül M werden ba Unfall ein fad wir verc fchrtsten Ihr Auch wollen llber die zur 8 22 a. a. £ der Hesten-Ng Vorlage bezw. Parterrewohnung von 4 Zimm, nebst Zubehör per 1. Oct. zu vermiethen. .__Bert, «flerweg 48, . 5!30l Ein neu hergerichtetes Logis von k6 10 103 65 27.20 93 46 35 96 1 tzundchali' Anfertigung von Gas- und Wasserleitung«* An lagen jeder Art. Städtisches Gas- und Wasserwerk Giessen. -tchmltzch fcT Heinrich Brück ZUM Kühlen Grund. D« jRenugt Mädchen, ZZs $ bem Krankenpflegerinnen widmen wollen, werden ersucht, sich an untenstehende Adreffe zu wenden. Mainz, Große Bleiche 561/ie 5843 im Allee-Heim. Stollwerck’sche Chocoladen. Sachgemässe, durch die neuesten maschinellen Erfindungen verbesserte Fabrikationsmethode und Verwendung von nur gutem und bestem Rohmaterial sichern den Consumenten von Stoliwerck8Ohen Chocoladen- und Cacao-Präparaten ein empfchlenswerthes, der Angabe der Etikette entsprechendes Fabrikat, dessen Vorzüglichkeit durch 26 Hof- Diplome und durch 31 Ehren-Diplome, goldene, silberne etc. Medaillen anerkannt ist. Lyren, Wandarme u. s. w., Auer sche Gasgiöhlichte, Gas-Koch- und Heizapparate in zweckmässigsten Ausführungen. 31/i°/o frankfurter Hpp. Bk. 3*/«°/o Frkf- HyP. Er cd. B. 4°/n DevtscheG' Fahrpreis 10 Pfg. Von und «nch dem Bahnhof. Fahrpreis 10 Pf» 8 UDt -u>ra f«i, °i-l ^"gestellt ble iß! tfUm Rationen uH ErrltA, 6. htW6 Dr (ä g en Und ^Ui10oDl f w"e»“ Bären ist Inhoffen’s gebrannter l^atfee Sonntag den 8. September: Nirchweihftst wozu freundlichst einladen 7402 Philipp Steller. Louis Weller. __G»ü«b«rgerstrafle 18. 468| La»«« mit Logt« tmWtndecker. schen Haufe am Lreu, sofort iu oer- mtetben Näheres bet Herrn Rechtsanwalt La»«ifs«.____________________ 741ij Zwei freundlich mSdlirte Zimmer zu vermiethen. Lt«bi«straße 66. 18661 MödltNeS Zimmer mit Eabtnet und einfach möblirteS Zimmer zu vcr« «tethen.___________lUtthttu 7. 7220) Ein gut mädlirtes Zimmer m vermiethen- Vahttbofstratz« 15, z Ir. Hochfeinen Gebirgs-Himbeersaft, sowie sämmtliche Mineralwasser stets frischer Füllung empfehlen 483t A. & (^Wallenfels, Marktplatz 21. Triumps- ktappllichik, Verandamöbel, % Roll- Ttliutz- Wände ^Z^^inallenGrößen * bei 5855 Th. Brück, Schloßgasse 16. Gasbeleuchtungs- Gegenständen, als Kronleuchter, Ampeln, Suspensions, Coursbericht nun J. Kurz & Co., Giessen, Kahuhofüraßt 63. Frankfurter Börse vom 5. September 1895. echt! grtrfannt wohkschmeckendfier u 'm tÄe.'souw'- bilkigtler nalur^ fid)tx 21o6t» Schöne Wohnung, dritter Stock, mit allem Zubeh., Waffcrleitg., Bleichvl, bis 1. Oct, zu verm. Sonnenstr. 5, 7358] Wiefenstratz« 4r Bel-Etage, 4 Zimmer nebst Zubehör, Gartenantheil, per 1. Oclober zu vermiethen. Näheres bei «trn«, Bismarckstraße 6, m. 7236] Lndwigflplatz »endan r erster und zweiter Stock, je 5 Zimmer, event. auch mehr oder weniger, Badezimmer und alle Bequemlichkeiten, von Mitte Oclober ab zu verm. «enenweg 32. ”7224] «ühlgaffe 14 kleine Woh, nungen zu vermiethen.__ 6638] Parterrewohnung, 5 Zimmer, ist sofort zu vermiethen. __vismarckflratze 22. Gewerbe-Ausstellung Alsfeld. Sonntag den 8. September: ß Kroßes Doppel Goncert. CHOCOLADEN l'&CACAOS SÄ« z DES KRONPRINZEN., . _Yx MfOAIUCN