Wett*, m. 183 Erstes Blatt. Mittwoch den 7. August 189» Zlints- und AnzeigeblaLt für den Kreis Gieren Anrtlicher Theil iessen, Alle Annoncen-Bureaux deS In. und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 68,0 7,0 10,0 28,4 27,0 in btftett Onalllit 51. Leieph. 16 22,4 3,3 50,0 30,8 70,9 59,3 73,0 40,9 Sie dies angeben. Wie Beträgen entrichtet Außerdem werden die Steuerpflichtigen benachrichtigt, ich die Steuercommiflariate über etwaige Zweifel bezüglich iec abzugebenden Steuererklärungen jederzeit bereitwillig HuSfunft ertheilen werden. Unter Bezugnahme auf die obigen Mittheilungen richten vir an die hiernach zur Einreichung von Einkommensteuer- Klärungen verpflichteten Bewohner unserer Bezirke hiermit -Lic Aufforderung, ihre Erklärungen unfehlbar bis zu den ^gegebenen Terminen an die betreffenden Bürgermeistereien 4bei direct an uns gelangen zu lassen. Die bei den Bürgermeistereien einlaufenden Steuer- -«kl ärungen werden, und zwar insoweit verschloffen, uneröffnet, deS für die übrigen Pflichtigen allgemein vorgeschriebenen Formulars) - in allen anderen Fällen der Pflichtige selbst und zwar hinsichtlich des gesammten, ihm sowohl, als seinen nicht selbstständig zur Einkommensteuer gezogenen Angehörigen schon bemerkt, kommen Steuerzahlungen nur in den zur Anrechnung, welche im vorigen Rechnungsjahre worden sind, cs sei denn, daß sie auf Objecten n Fliegen, davon lobtet, n Stallung in 3 Mir unMlich. a Ja?’ ""eni vikrteljähriger Afronncmcnbprci*: 2 Mark 20 Pfg. mü Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: SchukKraß« Mr. 1. Fernsprecher 51. haften, welche in Erbgang erworben sind. Wenn sich unter den Höchstbesteuerten solche befinden, die noch in anderen Gemeinden oder Gemarkungen des Kreises besteuert find, so wollen Sie sich von den Großh. Bürgermeistereien dieser Gemeinden oder Gemarkungen den Betrag dieser weiteren Communalsteuercapitalien mittheilen laffen und solches dem Berzeichniß unter Namhaftmachung dieser anderen Gemarkungen noch beifügen. Diejenigen Großh. Bürger meistereien, in deren Gemarkungen sich keine Höchstbesteuerten mit einem Communalsteuercapital von 2400 Mark und darüber befinden oder im Rechnungsjahre 1894/95 keine Communal- steuern erhoben worden sind, wollen dies kurz berichtlich anzeigen. Im Einzelnen verweisen wir Sie noch au Art. 14—1» der Kreisordnung und Art. 4 des Gesetzes vom 15. Mai 1885 (Regier.-Blatt S. 95). I. 93.: Dr. Melior. »lle in Betten, ie Uebernahm Umfie Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondmz-Bureau. Berlin, 5. August. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: In einzelnen Zeitungen findet sich die Behauptung, daß auf Japan demnächst ein diplomatischer Druck geübt werden solle, um dasselbe zu beschleunigter Räumung der von ihm besetzten chinesischen GebietStheile zu vermögen. Es wird dabei angedeutet, daß zu diesem Zwecke abermals eine Etni- «ank für Handel und Industrie zu Darmstadt kontier Bergwerks- und Hüttenverein zu Obercasiel Fabrik feuer- und säurefester Producte zu Bad-Nauheim Frankfurt-Offenbacher Trambahngesellschast Gesellschaft für Handel und Schifffahrt H. A. Disch hessische Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft Mannheimer Portlandcementfabrik Llraschinenbau-Actiengesellschaft Nürnberg Bierbrauerei Schöfferhof-Dretkönigshof, Dornt. Konrad Rösch -Stettiner Charmottefabrik, Dorrn. Dtdier zu Stettin -eretn chemischer Fabriken zu Mannheim Herein für chemische Industrie zu Mainz Bereinigte Strohstoffsabriken in Dresden solche zur hessischen Einkommensteuer gezogen sind, wird bekannt gegeben, daß die Einkommenbezüge aus Actien der Iachverzeichneten Gesellschaften nicht mir dem Dollen Betrag, ult welchem sie als Einkommen ufiter I Ord.-Nr. 9 der abzugebenden Steuererklärung zu verzeichnen sind, sondern nur mit den nach den nachverzeichneten Procentsätzen zu berechnenden Beträgen unter II Ord. Nr. 1 der gesetzlichen Abzüge in Einsatz zu kommen haben: Procent. zum Steuercommissariat Gießen - Landgemeinden bis zum 10. September d. Zs., Stadt Gießen bis zum 30. September d. Zs., zum Steuercommissariat Grünberg bis zum 30. September d. 38., zum Steuercommissariat Hungen bis zum 10. September d. Zs., zum Steuercommissariat Nidda bis zum 10. September r [635, als auih Ctl ch hohem Sian; rasch w hall frodnenb, Vertreter ausgeübt werden kann. Wenn jedoch ein Höchftbesteuerter nach Art. 16 und li der KreiSordnung nicht stimmberechtigt sein sollte, so wollen in der Spalte „Bemerkungen" deS Verzeichnisses erklärung abzugeben: für minderjährige, vermißte oder unter Vormundschaft gestellte Personen deren gesetzliche Vertreter- für die Actiengesellschaftcn und Commanditgejellschaften auf Actien deren Vorstände in seitheriger Weise (ohne Benutzung Bekanntmachung. die Abgabe der Einkommensteuer-Erklärungen Äkh ufS der Veranlagung für das Steuerjahr 1896/97 betreffend. Nach Art. 20 deS Gesetzes, die allgemeine Einkommen- stemer betr. vom 25. Juni 1895 erfolgt die Heranziehung zu blejer Steuer auf Grund einer Erklärung, welche jeder Tmuerpflichtige, welcher ein steuerbares Jahreseinkommen vo» 2600 Mk. oder mehr besitzt, über die Jahresbeträge srioer Einkommenbezüge, sowie der etwa zum Abzug ge- tlguctcn Lasten bei der hierzu berufenen VeranlagungS- :ommission schriftlich abzugeben hat. Zu diesen Erklärungen äst daS von Großh. Ministerium der Finanzen festgesetzte Formular zu verwenden und sind dieselben je nach der Wahl Lei Steuerpflichtigen offen oder verschlossen in den Gemeinden bei Kreises Gießen, soweit sie gehören: zustehenden Einkommens. Denjenigen Steuerpflichtigen, welche Einkommen aus Netten solcher Gesellschasten zu beziehen haben, welche als ist zu haben Iler-Drog«^ Mo Schaaf Seiteweg, Der »(ebener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de- MontagS. Die 'Gießener MamilieuSlätter I werden dem Anzeiger rodchmtlich dreimal beigelegt. Mrenden Eisenbahn? ""SVfVVVtT flung der drei Mächte Deutschland, Rußland und Frankreich stattgefunden habe. In Berlin ist an Stellen, die tnformirt sein müßten, nichts davon bekannt. Marburg, 5. August. Das hessischeJagerbataillon Nr. 11, sowie 400 ehemalige Kameraden desselben, darunter 150 Mitkämpfer des Krieges 1870/71, begingen gestern die ErinnerungSfeter an die Schlachten von Weißenburg und Wörth, wo das Bataillon seine Feuertaufe erhalten hat. Heute hat sich daS Offiziercorps und eine Abordnung der Gießener Anzeiger Kmerat-Ftnzeiger. b. ZS., ioh,e daß der Pflichtige deshalb eine besondere Aufforderung abzuwarten hat, bei der Bürgermeisterei des Wohnorts obrr auch direct bei dem betreffenden Steuercommissariat «beliefern. Den außerhalb des Großherzogthums wohnenden Steuer- pflichtigen werden die Formularien zu den Steuererklärungen durch die betreffenden Steuercommisiariate zugesendet, an wellche die abzugebenden Erklärungen innerhalb vier Wochen bittet einzusenden sind. Nach Art. 22 deS Gesetzes haben die Einkommensteuer- m'"' „Ng •sr-rr***! e but4 ein, ? 5 Uütl der 2 ■a*1* dir bt»li :n J V"b" ■ ändert fii. ofl’ g nriftn primlMt tttbedted chaden, Russ^M^ Haupt alle ml itütßleit und 6iW itne Spur übrig W. 311 , Husg. 13 in Prag Gust. Waltheri rb. Jost. Vorschriften des Art. 14 deS seitherigen Capitalrentensteuer- gesetzes vom 8. Juli 1884 bereits im laufenden Steuerjahre eine Capitalrentensteuererklärung für die Steuerveranlagung für daS Steuerjahr 1896/97 abgegeben haben, sind von der Abgabe einer neuen Erklärung auf Grund des neuen Gesetzes entbunden, insofern nicht die Abgabe einer solchen Erklärung durch Veränderung der capitalrentensteuerpflichtigen Bezüge bedingt werden sollte. Das Formular zu den Capitalrentensteuererklärungen, welchem ein Auszug aus dem Gesetz und eine bezügliche nähere Anweisung beigefügt ist, hat der Steuerpflichtige von der Bürgermeisterei des Wohnorts zu beziehen. Gießen, Grüuberg, Hungen, Nidda, den 6. August 1895. Die Großherzoglichen Steuercommissariate. Bähr. Kritzler. I. V.: Köhler. Schmitt. Gießen, den 5. August 1895. Betr.: Die Ergänzungswahl des Kreistages des Kreises Gießen durch die 50 Höchstbesteuerten. Las Grotzherzogliche Kreisamt Gießt» sm die «rotzh. Bürgermeiftereiei, de- «reifes. Wir beauftragen Sie, uns binnen 8 Tagen ein Ver- zeichniß derjenigen Höchstbesteuerten nach dem untenstehenden Formulare vorzulegen, welche nach den Communalsteuercapitalien des vorigen Rechnungsjahres 1894/95 ein Communalsteuercapital von 2400 Mark und mehr haben. Bei der Ermittlung der Höchstbesteuerten wird nur die von innerhalb deS Kreises gelegenen Immobilien zu entrich. tende Grundsteuer, die von innerhalb des Kreises befindlichen Gewerbsanlagen ober wegen Wohnsitzes innerhalb des Kreises veranlagte Gewerbsteuer, die veranlagte Capitalrentensteuer und die bei den Communalumlagen innerhalb deS Kreises in Anrechnung kommende Einkommensteuer angerechnet. Steuerzahlungen der Ehefrau werden mit denjenigen des Ehemannes, Steuerzahlungen minderjähriger, beziehungsweise in väterlicher Gewalt befindlicher Kinder werden mit denjenigen des Vaters zusammen gerechnet. Im Uebrigen sind aber auch Frauen, Actiengesellschaften rc. (s. Art. 17 der KreiSordnung) in das Berzeichniß aufzunehmen, da deren Stimmrecht durch an die Vorsitzenden der betreffenden Veranlagungscommissionen abgegeben werden. Das Formular zu den Steuererklärungen, welchem ein Auszug aus dem Gesetz und eine bezügliche nähere Anweisung beigefügt ist, hat der Steuerpflichtige von der Bürgermeisterei des Wohnorts zu beziehen. Gieße», Grünberg, Hungen, Nidda, den 6. August 1895. Die Großherzogltchen Steuercommissariate. Bähr. Kritzler. I. V.: Köhler. Schmitt. Bekanntmachung, die Abgabe der Capitalrentensteuererklärungen behufs der Veranlagung für das Steuerjahr 1896/97 betreffend. Nach Artikel 14 des Gesetzes, die Capitalrentensteuer betreffend, vom 10. Juli 1895 erfolgt die Heranziehung zu dieser Steuer auf Grund einer Erklärung, welche jeder nach den einschlägigen Bestimmungen Steuerpflichtige über den Jahresbetrag seiner Zinsen, sowie der etwa zum Abzug geeigneten Lasten bei der hierzu berufenen Veranlagungscommission schriftlich abzugeben hat. Zu diesen Erklärungen ist daS von Großh. Ministerium der Finanzen festgesetzte Formular zu verwenden und find dieselben, je nach Wahl der Steuerpflichtigen, offen oder verschlossen in den Gemeinden des Steuercommissariats G i e ß e n bis spätestens 10.September d. 3, in den zum Kreis Gießen gehörigen Gemeinden des Steuer- commiffariats Grünberg spätestens bis zum 30. September, in den zum Kreis Gießen gehörigen Gemeinden des Steuer- commissariats Hungen spätestens bis zum 10. Semptember. in den zum Kreis Gießen gehörigen Gemeinden des Steuer- commissariats Nidda spätestens dis zum 10. September d. Z., ohne daß der Pflichtige deshalb eine besondere Aufforderung abzuwarten hat, bei der Bürgermeisterei des Wohnorts oder auch direct bei dem betreffenden Steuercommissariat abzultefern. Von der Verpflichtung zur Steuererklärung find nach Art. 15 des Gesetzes, insofern nicht im einzelnen Fall besondere Aufforderung der Veranlagungscommission ergeht, diejenigen Steuerpflichtigen entbunden, welche im unmittelbar vorausgegangenen Steuerjahr bereits zur Capitalrentensteuer zugezogen waren, auch inzwischen ihren Wohnsitz nicht gewechselt und keine den Betrag von 100 Mk. jährlich erreichende Einkommensverbesserung aus Capitalzinsen erlangt haben. Inhaltlich des Art. 16 des genannten Gesetzes haben die Capitalrentensteuererklärung abzugeben: 1. für minderjährige, vermißte oder unter Vormundschaft gestellte Personen deren gesetzliche Vertreter - 2. für moralische Personen (Gemeinden, Körperschaften, Stiftungen, Anstalten), ferner für Gesellschaften, Genossen- schäften, Gantmassen, Erbmassen, soweit eine Steuerpflicht hier überhaupt in Betracht kommt, die bestellten Vorstände oder Verwalter- 3. in allen anderen Fällen der Steuerpflichtige selbst und zwar hinsichtlich des gesammten Zinsenbezugs, welcher, sei es aus eigenem Vermögen oder aus dem Vermögen seiner nicht selbstständig zur Capitalrentensteuer gezogenen Angehörigen, ihm in Steueransatz zu kommen hat. Unter Bezugnahme auf die obigen Bestimmungen richten wir an die hiernach zur Einreichung von Capitalrentensteuererklärungen verpflichteten Bewohner unserer Bezirke hiermit die Aufforderung, ihre Erklärungen unfehlbar bis zu den angegebenen Terminen an die betreffenden Bürgermeistereien ober direct an uns gelangen zu lassen. Die bei den Bürgermeistereien einlaufenden Steuererklärungen werden, und zwar insoweit verschlossen, uneröffnet, an die Vorsitzenden der betreffenden Veranlagungscommtssionen übersendet werden. Diejenigen Steuerpflichtigen, welche aus Grund der Ord.- Nr. Des Höchstbesteuerten Vor- und Zuname mit etwaiger Beinummer Sein Wohnort Seine Communalsteuercapitalien_______________ Bemerkungen am Wohnort in den weiteren Gemarkungen^_____ im Ganzen Mannschaften mit der Bataillonscapelle nach Wörth begeben, um dorr morgen die EnthüüungSseier des Denkmals, weiches daS Bataillon seinen Gefallenen gestiftet hat, zu begehen. Saarbrücken, 5. August. Der Sroßherzog von Baden, der das Protektorat über die hier stattfindende Gedenkfeier übernommen hat, ist heute Nachmittag gegen 1 Uhr hier eingetroffen. Zur Begrüßung yatren sich am Bahnhofe die Spitzen der Militärbehörde, der Oberpräsident der Rheinprovinz Dr. Nasse, Regierungspräsident Heppe und die Bürgermeister von Saarbrücken und St. Johann eingefunden. Dem Großherzog ward ein begeisterter Empfang durch die nach Zehntausenden zählende Menge zu Theil. Nachdem der Großherzog sich durch die Hauptstraße St. Johanns nach dem Schloßplatze in Saarbrücken begeben hatte, fand daselbst eine Parade der Spicheren Kämpfer und der 4500 Mann starken Kriegervereine statt. Nach der Besichtigung hielt der Großherzog eine kurze Ansprache über die Bedeutung der Feier und schloß mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser. Portsmouth, 5. August. Fünf deutsche Kriegsschiffe find in Lower eingetroffen. Als dieselben Splthead pasflrten, wurden Salutschüffe auSgetauscht. Anläßlich deS Besuches Sr. Majestät de- deutschen Kaiser- ist zahlreiches Publikum aus allen Theilen de- Lande- zusammengeströmt. PortSmouth. 5. August. Die „Hohenzollern" mit Sr. Majestät dem Deutschen Kaiser an Bord ist Spithead p-sfirr. Wegen deS nebeligen und regnerischen Wetter- wurde die „Hohenzollern" erst kurz vor der Rhede sichtbar. Ats der Salut von PortSmouth gegeben wurde, legten die Seadt, da- Flaggschiff und die Schiffe im Hafen überall festlichen Fahnenschmuck an und hifften die Deutsche Flagge. — Lord Sali-bury rraf ungefähr um dieselbe Zelt aus London hier eia und fuhr darauf weiter nach O-borne zu einer Audienz bei der Königin. Lowes, 5. August. Die Yacht „Hohenzollern" kam um 3 Uhr NachmutagS bei ziemlich dichtem Nebel, der von einem feinen Regen begleitet war, hier an. DaS deutsche Panzergeschwader und daS englische Wachtschiff „Australia" gaben Salutschüffe ab. Der Prinz von Wale- und der Herzog von Connaught begrüßten Seine Majestät den Kaiser an Bord der „Hohenzollern". Sodann traf Seine Majestät der Kaiser Anstalt, zu landen, um die Königin in O-borne zu besuchen. Depeschm de- Surteu .Herold". Berlin, 5. August. Der „Reichsanz." veröffentlicht das Gesetz betreffend d>e Ausdehnung verschiedener Bestimmungen deS Allgemeinen Berggesetzes vom 24. Juni 1865 auf den Stein- undKalisalzbergbau in der Provinz Hannover. Berlin. 5. August. Finanzminister Dr. Miquel, welcher sich gegenwärtig in Harzburg aufhält, erklärte dort in einem Gespräche, daß er, entgegen den bisherigen Blättermeldungen, auf keinen Fall daran denke, eine Con- vertiruiig der vieiprozentigen Consols ohne Mitwirkung des Landtags durchzusühren, wenn es einmal zu dieser Con- vertirung komme sollte. Berlin, 5. August. In einer gestern in dem Vororte Friedrich-berg für den WahlkreiS-Niederbarnim abgehaltenen socialdemokratischen VolkSversamm- tung sprach Abgeordneter Stadthagen in durchaus abfälliger Weise über den Agrarentwurf. Schließlich wurde der Beschluß gefaßt, den Abg. Stadthagen als Correserent gegen Quarck auf dem Breslauer Parteitage aufzustellen und den Agrarentwurf in allen Punkten abzulehnen. Die Thätigkeit der Agrarcommission und die in Frankfurt auf dem vorigen Parteitag angenommene Resolution seien als erledigt an- zusehen. Auf dem Breslauer Parteitage soll die Agrarfrage eingehend behandelt werden. Sämmtliche Redner sprachen sich gegen den Entwurf auö. Wien, 5. August. Das „Neue Wiener Tagebl." meldet auS Belgrad, daß zwischen Belgrad und Sofia ernste Unterhandlungen wegen einer serbisch-bulgarischen Personal-Union stattgefunden haben. Beim Zusammentritt der Sobranje soll die Ausstellung der Candtdatur des Königs Alexander für den bulgarischen Thron erfolgen. Ischl, 5. August. Die Zusammenkunft deS Königs von Rumänien mit Kaiser Franz Joseph wird wegen deS eingetretenen heftigen Kegenwetters jedes äußeren Gepränges entbehren. ES verlautet, Fürst Hohenlohe werde sich vielleicht gar nicht in Ischl einfinden, sodaß nur Graf Eulenburg den Festlichkeiten beiwohnen dürfte. Budapest, 5. August. Fürst Ferdinand hat einer hiesigen, ihm befreundeten, hochgestellten Persönlichkeit mit- getheilt, daß er nicht daran denke, abzudanken. Taraopol, 5. August. In den Grenzorten von Russisch- Polen und Wolhynien breitet sich die asiatische Cholera in erschreckender Weise auS. Rom, 5. August. Ein neuer AuSbruch des Vesuv hat staltgcsunden. Die auS drei Oeffnungen hervorströmende Lava verwüstet die umliegenden Felder. Man vermuthet, daß dieser AuSbruch mit den neuerlichen Erdbeben in Ferrara und Florenz in Zusammenhang steht. Rom, ä. August. Der Bürgermeister von Rom hat dem König ein Programm unterbreitet zur Gedenkseier der 25 jährigen Wiederkehr der Einnahme RomS. Der König hat seiner Umgebung versichert, den Festlichkeiten in Rom beizuwohnen. Paris, 5 August. „Petit Journal" veröffentlicht einen längeren Artikel seines Special Correspondenten in Sofia, dem zufolge es keinem Zweifel unterliegt, daß Stambulow do- Opfer einer Rache für die Hinrichtung PanitzaS geworden sei. D'eS gebe auS dem Umstande hervor, daß alle verhafteten Macekonler LandSleure PanitzaS seien. Loudon, 5. August. AuS Teheran wird gemeldet, daß in TabriS wegen Mangels an Brod unter der Bevölkerung große Unzufriedenheit auSgebrochen ist. Am SamStag waren der Vorsicht halber die Bazare geschloffen, waS großen Unwillen und ernste Unruhen hervorrief. Die Menge wurde durch Militär auseinander getrieben, wobei mehrere Personen getödtet sein sollen. Erst nachdem der russische Generalconsul versprochen hatte, auf eme Herab- setzung deS BrodpreiseS hmzuwirken, trat Ruhe ein. aber gestern die Lage noch unverändert war, forderte Ne Menge sofortige Abberufung deS Gouverneurs. . ES kam abermals zu einem heftigen Zusammenstoß mit den Soldaten. Loudon. 5. August. Nach Meldungen aus Shanghai bestätigt sich die Nachricht von der Ermordung fünf weiblicher Missionare, dreier Amerikanerinnen und zweier Engländerinnen in Kuchcng. Zugleich werden Einzelheiten über die Greuelthaten mitgetheilt. Darnach wurden an den Damen die scheußlichsten Greuelthaten verübt- hierauf wurden sie förmlich abgeschlachtet. Andere Fremde, darunter Frauen und Kinder, wurden gepeitscht und mißhandelt. Die chinesischen Beamten haben nichts gethan, diese Schändlich- keiten zu unterdrücken. Man schreibt hier allgemein die Wiederaufnahme der Chriftenverfolgungen der Apathie der englischen und amerikanischen Gesandten zu. Sofia, 5. August. Die „Narodny Slava" erhielt einen Brief auS Petersburg, worin die Mission Clement besprochen wird. Schreiber des Briefes versichert, durch hochgestellte Personen erfahren zu haben, daß Clement sich verpflichtete, für die Thron-Entsagung des Fürsten Ferdinand zu Gunsten des orthodox zu tausenden Prinzen Boris zu wirken. ES seien jedoch Gründe für die Annahme vorhanden, vaß nach Abdankung des Fürsten Ferdinand und nach Einsetzung einer russischen Regentschaft für den minderjährigen Boris die russische Regierung gegen die Abtretung deS Thrones protestiren und die Regentschaft bestimmen werde, Boris zu seinen Eltern zurückzusenden. Oran, 5. August. In der Umgebung von Oran wüthet ein heftiger Waldbrand. 400 Soldaten find thätig, um des Feuers Herr zu werden. Der Palmenhain steht in Hellen Flammen. Dicke Rauchwolken lagern Über der ganzen Stadt und verursachen bet den Einwohnern Athembeschwerden. Der Krieg von 1870|71, geschildert durch Ausschnitte aus ZeitungS-Nummern jener Zeit. (Nachdruck verboten.) 7. August. Unsterblichen Ruhm haben sich das Bataillon des 40. Infanterie - Regiments und drei Schwadronen des 7. Ulanen Regiments in Saarbrücken erworben. Was ihnen gelungen, klingt wie ein Märletn und ist unerhört in der Kriegsgeschichte. Er ist aber der „Preußische StaatS- anzetger" selbst, welcher diesem Häuflein deutscher Krieger vor aller Welt ein Denkmal setzt. Dem kleinen Häuflein gelang eS durch unermüdliche Thätigkeit und glänzendste Ausdauer, vierzehn Tage lang den Feind zu täuschen und die deutsche Grenze in der gefährlichsten Zett, da die Armee noch nicht fertig war, zu hüten. Jeder Mann schien sich zu verhundertfachen, sie hielten drei französische Divisionen, den Kaiser und seinen General Frossard im Schach und al» end- ltch zwei CorpS anrückten und der König die winzige Schaar abrief, um sie nicht zu opfern, da bat der Commandeur, Oberstlieutenant v. Pestel, ihn auf diesem Ehrenposten zu laffen, indem er hinzusügte: „Das Benehmen der Franzosen zeigt, daß sie sich vor uns fürchten." Der König willigte mit Freuden ein, schickte ihm zwei Bataillone zur Unterstützung — und nun schlug der Kaiser die „berühmte Schlacht von Saarbrücken". Die ganze militärische Welt gerieth in ungeheuere Heiterkeit und das kleine Häuflein bereitete sich neuen Ruhm, denn eS zog sich nach Befehl fechtend langsam zurück und zwang den Feind, seine ganze Stärke zu entwickeln und zu zeigen. Und weiter hatte es keinen Zweck. Jeder Einzelne hat sich das eiserne Kreuz verdient. Ein Schrei der Entrüstung geht durch Deutschland. Die Franzosen haben die nach der berühmten Schlacht vom 2. August besetzte Stadt Saarbrücken wieder geräumt, vor ihrem Abzüge aber diese offene, vertheidigungSlose Stadt in Brand gesteckt, ja auf ihrem Rückzüge von den nahen Bergen berab dem angelegten Feuer noch durch Brandkugeln nachgeholfen. Diese zum Himmel schreiende Gewaltthat läßt recht deutlich erkennen, daß in der französischen Armee die chlimmsten Traditionen aus den Zeiten der furchtbaren Verwüstung der Pfalz u. s. w. noch heute fortleben, und sie zeigt unS in entsetzlicher Klarheit, was unser ltebeS Deutschland zu erwarten hätte, wenn es diesen französischen Bluthunden gelänge, als Sieger über unsere Grenzen zu rücken. An die Trauernachricht von Saarbrücken knüpft sich glücklicherweise noch eine Siegesbotschaft. Die Spitzen der preußischen Heersäulen hatten sich am 6. August der Saar genähert. Am 6. August früh traf der General v. Kameckc westlich von Saarbrücken den Feind in starker Stellung auf den Bergen bei Spichern und ging sofort zum Angriff über. Auf den Kanonendonner eilten Ab theilungen der Divisionen Barnekow und Stülpnagel eben dahin. ES gelang nach sehr heftigem Kampfe, die von Seiten deS französischen CorpS Froffard besetzte Stellung zu erstürmen. DaS Ende deö Kampfes erfolgte erst bei völliger Dunkelheit. Der Feind deckte seinen Rückzug durch starkes Geschützfeuer von Spichern Ker. General FranyoiS ist gefallen, der Verlust, namentlich an Offizieren, stark. Vom Feinde zahlreiche Tobte. Telegramm des Kronprinzen: „Siegreiche Schlacht gegen Mac Mabon bei Wörth, dessen CorpS verstärkt war durch die D'vifionen deS CorpS de Failly und Canrobert. 2 Adler, 6 Mitrailleusen und einige 30 Geschütze genommen. Ueber 4000 Gefangene find vorläufig gezählt. Beiderseits starke Verluste." Nachrichten aus Paris bekunden, daß über daS am 4. August stattgefundene Gefecht von Weißenburg die französische Regierung am 5. . ugust noch nichts veröffentlicht batte. Trotzdem war die Kunde von der erlittenen Niederlage am Freitag bereits in Paris bekannt geworden, und man kann sich vorstellen, welche fabelhafte Aufregung dadurch in die Bevölkerung der, Hauptstadt gekommen fein mag. Spät in der Nacht fühlte die Regierung doch daS Bedürfwß, , ihr befremdendes Schweigen zu brechen, und sie machte nun ! mit der an ihr gewöhnten Lügenhaftigkeit bekannt, de Franzosen seien bei Weißenburg von der ungeheuer über, legenen Macht der „Preußen" zurückgedrängt worden vnz hätten sich in der Richtung nach Bitsch zurückgezogen. Deutschs Locale von Dreher, Hirsch u. f. w. wurden vom Pudlikr, : bedroht- an die Thüren wurden Zettel geklebt mit bei renomrniftischen Worten: „Geschloffen biS zur Einnahme b* Berlin!" Cscefc* rmd prdHwsUOe» Gieße», den 6. August 1S95. •* Laudwirthschaflliche Ausstellung. Wir erhalten die Nachricht, daß Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog Allergnädigst geruht haben, für die Landwirthschast. liche Ausstellung in Gießen zwei Ehrenpreise (Gegenstände w Silber) zu stiften und dem AuSstellungS-Comilv die Bestimmung I über deren Verwendung zu übertoffen. *• Laudwirthschaflliche Ausstellung. Die „Wormser Ztg.« theilt über die Verhandlungen de» Fi sch e r e io e r ein ß für daS Großherzogthitm Hessen u. A. Folgendes mit: AlS ■ zweiter Punkt der Tagesordnung war bte Betheiligung bei Vereins bet der landwirthschaftlichen Ausstellung ! in Gießen vorgesehen. Frhr. v. Hehl berichtete, daß | auf Antrag S. D. des Fürsten v. Birftein und S. E. bei Grafen v. SolmS Laubach ein Betrag von 15,000 Mk. von den Ständen für diese Ausstellung überwiesen worden sei. Schon in der Kammer habe der Redner darauf hingewiesen, | daß die Ueberweisung eines Geldbetrags auS dieser Summe ' an den hessischen Fischereiverein die Möglichkeit ergebe, die landwirthschastliche Ausstellung durch eine übersichtliche * Fischerei-Ausstellung und damit auch diesen zur Land und Forstwirthschaft gehörigen Tdeil der Production zu hebe» i Seitens des Gießener ComilsS erging alsdann eine Sin* । ladung zur Betheiligung an den fSe-ie n. Der Vorstand de» | letzteren beschloß in einer besonders anberaumten Sitzung : eine Betheiliguug in Aussicht zu nehmen, wenn ein finanzielles Risico ausgeschloffen sei. Derselbe beschloß aber ferner, daß die Ausstellung des Vereins eine würdige, ähnlich derjenigen in Mainz werden und daß insbesondere alle Karpfenfamilien, auch die galizischen und übrigen ausländischen, vorgeführt werden müßten. Es wurde für einen solchen Plan eine genaue Berechnung ausgestellt, mit den | Fischern wegen der Ausstellung verhandelt und ein Sach- i verständiger für die Leitung des Unternehmens gewonnen. Nach diesen Vorarbeiten wurde eine entsprechende Mtttheilung an das Gießener Gomite mit dem Hinzufügen gemacht, baß die landwirthschaftliche Ausstellung einen Betrag von 1700 bis 2000 Mk. als Garantiesumme zurückstellen müsse, rod die großen Verluste deS Fischereivereins auf der Ausstellung I in Mainz, wo die Fischereiausstellung schließlich Ueberschüffe ‘ herbeigeführt habe, welche der landwirthschaftlichen Vereins- ■ kaffe zugeflossen seien — zur größten Vorsicht mahnen müßten. Private könnten diese Verluste nicht nochmals tragen, ber Verein sei aber für sich zu unbemittelt, um ein Risico za übernehmen oder seine Gelder wichtigeren Aufgaben zu entziehen. Das ComitL in Gießen habe aber nur eine Garantiesumme von 1000 Mk. geboten, wonach die Verhandlungen abgebrochen worden seien. Die Vorstandsmitglieder, Herren Oberftlieutenant v. D erschau und Wal lau von Mainz, erklärten ihre volle Zustimmung zu dem Entschlüsse des Fischereivereins, weil mit einer so geringen Summe von 1000 Mk. eine würdige Ausstattung, mit welcher man 6a» 1 rein decorative Gebiet Überschreiten wolle, nicht tntiät 1 werden könne. In ähnlichem Sinne sprach sich noch Herr I Schulrath Dosch au». ♦ * KriegSeriuneruug Heute sind eS 25 Jahre, daß bte ersten bei Weißenburg gefangenen Franzosen, darunter mehrere TurkoS, den Bahnhof Gießen passirten. ♦ * Der jüngste Krieger von 1870 ein 116er! Auf eine vom „Darmst. Tägl. Anzeiger" dieser Tage gestellte Anfrage, wer 1870/71 der jüngste Soldat der hessischen Division gewesen, wird genanntem Blatte mitgetheilt, daß der in Erbach i. O. wohnhafte Barbier Philipp Schmidt den Feldzug 1870—71 im Alter von 17 Jahren witmachte. Derselbe ist geboren am 31. Mai 1853 und war am 5. Oktober i| 1869 beim Infanterie-Regiment Nr. 116 eingetreten. • * LaudeS-Waiseuaustalt. Der verstorbene Buchhändler G. W. KÜchler in Darmstadt hat den in die Großh. Landei- | waisenanstalt aufgenommenen 2B aif en deS Großherzogthums i Hessen ein Capital vermacht, deffen Zinsen lt. „Darmsf. Ztg.* ' alljährlich an seinem TodeStage unter die noch nicht ausgetretenen Waisen derart verloost werden, daß auf jedes Loos ! 171 Mark fallen. Die Zinsenerträgniffe auS dem Rechnungs- i jahre 1. April 1894—95 sind bei der am Todestage statt- gehabten Verloosung an 19 Waisenkinder vergeben wordett. 1 Nidda, 4. August. Der Landwirth Joh. Kaul I. za I OberMockstadt erhängte sich gestern auS Lebensüberdruß I in einem Holzstalle. X Ober Ohmen, 5. August. Gestern Nachmittag begab sich das sieben Jahre alte Söhnchen des hiesigen Schmiede- Rausch in die Scheune und stieg die große Tennleiter hinaus. Hierbei glitt cS aus, stürzte herab in die Tenne und brach die b eiben® eine und den ein en Arm. Man fürchtet für daS Leben deS schwer verletzten Knaben, der heute tu die Klinik nach Gießen verbracht wurde. — In Billertshausen fuhr dieser Tage ein dortiger Landwirth zum Walde, um Holz zu holen. Auf dem Heimwege stürzte derselbe vo« Wagen vor die Räder. Diese gingen ihn über den Kopf weg und er blieb auf der Stelle eine Leiche. △ AnS dem Kreise AlSfeld, 5. August. Ein wirklich miserables Wetter herrscht zur jetzigen Erntezeit. Fast ■ L d'« i« ’ M« sut * *■ ti »an ttat« ' eil m" •'f •cwWtoJ jtönl1 .u# ,-riaif<8 LfoUW !«"<■ (t ri S’W fijran»wfr ftatrdfr W E ver * ßmks Rtty Mtn drei vrrirr o« 3L -aSgrsch v Irtt Madche -inderherbei ün Rausch s 'fiel in bin ä Ms. ba ijjU Ehren bei ' fimMcheo f । geßno Aden Oanznikschll ' wat natürlich ■nb tziltctor St t'Sßnete it HenrtalLieu t'ti k'ptuch o l ’pauffon tuen btx tf)। .1irt jiint &d)l rhtiitt. Tpä 1 llikinlti m Tust nnt Die 6 ^dtgelber ba Tiribung Tttlnt. Bom 1 TG im Hach' Gies U31 Mi ,n K-54r( IRneibniaf^it me L . ^4 bin ”ufen- worin 1623 Stilen aOe aitbe !e.fo6Nn fA d°6fd. 64—00 X Hammelfleisch pr. Psd. 60-70 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 7,00-10,00 JL, Weitz: traut pr. Stück —X Zwiebeln pr. Eentner 7,50—8,00 Mk., Milch pr. Liter 16—20 Kirschen pr. Pfund 14—20 Witterungsbericht vom 5. August. Ein umfangreiches Depressionsgebiet, unter dessen Einfluß der größte Theil Europas steht, lagert über den britischen Inseln, der Nordsee und dem südlichen Scandinavien. Dasselbe läßt verschiedcne Eentren erkennen. Ueber dem Westen Irlands zeigt zunächst das Rückdrehen der Winde das Herannahen eines weiteren Minimums an Auch über dem Eontinent ist die Druckoertheilung sehr unregelmäßig und sind vielfach Thetldepressionen vorhanden. Von Südwester: her scheint allerdings hoher Druck vorzudrtngen. Derselbe entsendet einen theilförmigen Ausläufer über das Alpengebiet und das südliche Deutschland. Die Witterung ist an den meisten Orten trübe und stellenweise regnerisch. In Süddeutschland wehen vielfach lebhafte Winde. Ueber Central-Europa sind die Temperaturen noch weiter gestiegen. In den höheren Lagen der Schweiz und der Centralalpen ist Schneefall etngetteten. BorauSstchtliche Witterung r Zunächst noch unruhiges, unbeständiges Wetter. Witterung» «"stcht** am 6. August Mittag« 12 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage). Barometerstand. Thermometer: min. + 11° R., max. + 16° R. Hygrometer: Neigung für trocken. Temperatur der Lahn und Luft nach Rraumur gemeßen am 6. August, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag«. Wasser 15°, Luft 14'/r" tm Schatten. Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanstalt. Foulard-Seide 95 Pf. bis 5.85 p. Mk. — japanesische, chinesische rc. in den neuesten Dessin« u Karben, sowie schwarze, weiße und farbige Henneberg-«etde von 60 Pf. bis Mk. 18.65 p. Met. - glatt, gestraft, karrirt, gemustert, Damaste rc. (ca. 240 v-rfch. 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Bezüglich der nachstehend bezeichneten Grundstücke kann der Eigen- thumserwerb resp. die Zahlung der Kaufschillinge nicht genügend urkundlich nachgewiesen werden: Diese Schaukelwanne kann zum Wellenbad, Vollbad, Sitz« und Rumpfbad, sowie auch zum Kinder- und Dampfschwitzbad benutzt werden. Alle andern Größen und Arten von Badewannen stets auf Lager. Verdingung. Es sollen 7500 obm gesiebter Kies und 4000 cbm Basaltkleinschlag zusammen oder getbellt, vergeben werden Die einzelnen Verdingungsunterlagen können gegen poft- und bestellgeldfreie Einsendung von je 0,50 JL durch uns bezogen bezw. in unserem Amtsgebäude, Poststraße 6, Zimmer 26, eingesehen werden. Die Angebote sind mit der ent- prechenden Aufschrift zu versehen und verschlossen bis Montag den 19. August d I., Vormittags 11 Uhr, hierher ein- zuretchen. „„ Zuschlagsfrist: 4 Wochen 6649 Frankfurt a. M-, den 30. Juli 1895. König!. Eisenbahn-Betriebs-Jnspection 2. Dr. A. Rosenberg E. L. Rosenberg, Rechtsanwälte. milch, sterilisirt, keimfrei, fertig zum Gebrauch. Prima Himbeersyrnp, Cognac, Beuedictiuer- Liqueur re. 5865 empfiehlt Heinrich Wallach» Gebrauchsanweisung: Die Fläschchen sind an einem kühlen Ort stehend aufzubewahren und vor dem Gebrauch kräftig umzuschütteln. Die Milch wird weder mit Zucker versetzt, noch mit Wasser verdünnt, ohne den Gummiverschluss abzunehmen im Wärmbecher auf 28° R. unter öfterm Umschütteln erwärmt. Erst unmittelbar vor der Verabreichung wird der Gummiverschluss entfernt und an dessen Stelle ein Saughütchen aufgesetzt. Fläschchen und Gummiverschlüsse sind nach dem Gebrauch mit Wasser zu spülen und im Carton zurückzugeben. Alleinige Niederlage in Giessen in der Delicatesaen- SM. MMaus. Freibank. [6622 Heute und morgen: Ochsensteisch sicht ladenrein, pr. Pfd. 54Pfg. Bekanntmachung. Die bis 1. August l. I. fällig gewesenen Holzgelder, sowie die Pachtgelder von städtischen Triebvierteln rc. sind innerhalb acht Tagen bei Meldung des Beitreibungsverfahrens zur hiesigen Stadtkaffe zu entrichten. Gießen, den.5. August 1895. Der Stadtrechner: Doepfer. bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden, als sonst den jetzigen Besitzern die Grundstücke als unbeschränktes Eigenthum zugeschrieben und die neu abgeschlossenen Veräußerungsverträge bestätigt werden würden. Gießen, den 1. August 1895. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. 6636 Langermann. 116 einfletreten- »-lp-rd-«- «“* ,,i„Ml®*8‘. ’ „ jrfrtWK tadnlt.,®1*3 ’’bk eben, Sentsaat empfiehlt Otto Schaaf, 6531 SetterSweg Sv. Gemarkung Beuern: Ludwig Biugel auf der Mittelstmühle Fl. V. Nr. 851. Gemarkung Lollar: Christian Rohrbach, Lollar Fl. VIII. Nr. 486. Gemarkung Reiskirchen: Philipp Launfpach VII., Reiskirchen M. XI. Nr. 300. Gemarkung Ruttershaufen: Johannes Rau II., Ruttershausen Fl. I. Nr. 164 Vio Fl. I. Nr. 164 6/10. Gemarkung Staufenberg: Heinrich Müller und Frau geb. Ohler, Staufenberg Fl. I. Nr. 363. Gemarkung Wieseck: Johauues Heizeuröder und Frau geb. Volzel, Wieseck Fl. I. Nr. 179 und 181. Eberhard Weller und Frau, Wieseck Fl. VII. Nr. 55. Ansprüche an diese Grundstücke sind binnen vier Wochen iorficht mahnt» mßi- nochmals tragen, b leit, um ein Rifiu; eren Ausgaben zu er aber nur eine Am: ch die Verhanbiui: • VorstandSmilgN i unb SBallau k j zu dem Ei'tsch^ geringen Summe lit welch" w.y wolle, reicht M nach sich noch > eS 25 Jahre, M: Sojenz darunter *• ” ein 116«! Ans1 Taae gestellte derheWm» litgetheilt, dav hilipp Schmids 1? z°h«° unbroor am 5. Oe« Montag den 12. August, Nachm. 2 Uhr, werden Ludwigstratze 14 6 Hobelbänke mit vollständigem Werkzeug, Bögen, Schraubzwingen, Bohrer, 50 neue Kehlhobel, 1 Gehrungs- ^lhneidmaschine, 1 Stoßkarren, 2 Oefen und altes trockenes — n h,J$eW 8erkholz meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. i«fui Chr. 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