1S95 Sonntag den 7 April Erstes Blatt Nr- 83 ir Heber Aints- unb Anzeigeblcrtt für den Tireis Gieren. chralisbeitage: chießener Aamikienökalter 3077 ten Colonial-, *38 •oguen- Schwan 5|t Nur 21* «. April : M farbig, •*TÄ Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den sorgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn, in Uhr. Anerkennung für die Annahme der Gebäudesteuerreform aus und bezeichnete die Aufgaben, an denen der Landesausschuß mitwirken müsse, um geordnete Zustände aufrecht zu erhalten, da auch hier Elemente feien, die nicht zur Ruhe kommen ließen. Erstrebt werden müsse die Herstellung eines Wasserweges auf dem Oberrheine, ferner sei die Bewässerung der durch die Rbeinregulirung verödeten Gegenden nothwendig. Seien Sie überzeugt, daß mich nur ein Gedanke beseelt, wie ich dem mir gewordenen Auftrage zum Heile des Landes am besten nachkomme. Rom. 5. April. DaS italienische Geschwader, daS zur Thetlnahme an den Festlichkeiten in Kiel bestimmt ist, geht zunächst nach Kiel und besucht dann englische Häsen. __________ vierleklähriger Aflonncmtntsprd»: 2 Mark 20 Psg. mit Bringerlohn Durch bie Post bezöge» 2 Mark 50 Psg. Siedaction, Lxprditto» und Druckerei: KchulstratzeNr.7. Fernsprecher 51. >sons er Budapest. 5. April. Die Dämme der kleinen Theiß sind durchbrochen und 20,000 Joch von dem Gebiete der Theiß-RegulirungS Gesellschaft find unter Wafier gesetzt. Die Ueberschwemmungen durch die Maros haben bedenkliche Dimenfionen angenommen. Die Umgebung von llnohme bei btt n Satten, bei mer, Renten sage ich [3057 e Gattin. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 5. April. Die Adresse, die der Magistrat tn den Fürsten Bismarck gesandt chat, hatte folgenden Wortlaut: „Berlin, 30. März 1895. Durchlauchtigster Fürst'. Wo immer die Herzen sich an der Größe und Kraft deS Deutschen Reiches erfreuen, ruft der 1. April 1895 die Erinnerung an die Thaten Euerer Durchlaucht mächtig wach. I Was tn Generationen von den reinsten und edelsten Bater- laudSfreunden geträumt, ersehnt, erstrebt ward, Euere Durchlaucht, berufen und getragen von dem Vertrauen des hoch- I Herzigsten Herrschers, konnten es zur Wahrheit machen. In unaus ölchlicher Dankbarkeit gedenkt daS lebende Geschlecht Ur Deutschen der Mühen und Sorgen, die jenen Träumen die Erfüllung brachten, und die Gelchichte wird für alle Zeiten aufbewahren, wie Euere Durchlaucht mit weit auS- fchauendem Blick, mit erstaunlicher, nie ermattender Thal- I kraft, mit kühnem Muthe und erfindungsreichem Scharfsinne, Sie Früchte zu großen Tharen unseres Volkes in Waffen zu I sichern verstanden und den tn schweren Kämpfen errungenen Frieden bewahrt haben. Unserer Stadt aber, welcher diese Thaten die'ehrenvolle Stellung der Hauptstadt deS deutschen I Reiches bereitet haben, gereicht eS zur besonderen Genugtuung, daß Eurer Durchlaucht Lebensgang vielfach mit ihr I eng verknüpft ist, daß sich die glücklichen Erinnerungen der Kindheit und der Jllnglingsjahre an unsere Mauern knüpfen, daß Sie Ihre weltbesttmmenden Thaten tn Berlin vollbracht I • bet doch vorbereitet haben, und daß Sie als Ehrenbürger unserem bürgerlichen Gemeinwesen dauernd angehören. Möge )er Allmächtige Gott Euer Durchlaucht immerdar segnen und I vergelten, was Ste an unserem deutschen Volke gethan I haben. Eurer Durchlaucht ergebenster Magistrat hiesiger | Haupt- und Residenzstadt. I. A.: Zelle." — Daraus ist I ton dem Fürsten Bismarck folgende Depesche beim Magistrat am 3. d. M., 8 Uhr Vormittags, etngegangen: „Verbindlichsten Dank für die freundliche Mitthetlung, durch Pie ich mich hochgeehrt fühle. Bismarck." Berlin, 5. April. Der neuernannte russische Botschafter Graf v. d. Osten-Sacken ist heute aus Petersburg hier eingetroffen und sofort nach München zur Ueberreichung seines I KbberufungSschreibenS abgeretst. Pofen, 5. April. Der Präsident des OberlandeSgerichtS, Kranz, ist infolge Herzschlags gestorben. Hamburg, 5. April Den „Hamburger Nachrichten zufolge beträgt die Zahl der in den drei Tagen vom 31. März bis 2. April beim FürstenBiSmarck eingelaufenen Tele- «ramme 8390, deren Wortzahl sich auf 277 697 beläuft. Die Zahl der Briefe wird auf 50 000, die der Postkarten auf 110- bis 120 000 geschätzt. München, 5. April. Der medicinische Congreß wurde heute Mittag 12 Uhr von Prof. Dr. Ziemffen geschlossen. In seinem Schlußworte betonte der Redner, daß die gegenwärtige Tagung eine der bedeutendsten gewesen sei von allen, die bisher stattgefunden. Auch die Zahl der Theilnehmer (384) sei noch nie so groß gewesen. Der größte Theil der angekündigten Vorträge habe zwar nicht gehalten werden können, dies sei aber an der großen Wichtigkeit der Referate und ihrer erschöpfenden Behandlung gelegen (Heilserum-Therapie, Eisen-Therapie, Behandlung der Typhlitiden). Prinz Dr. Ludwig Ferdinand, der den Verhandlungen bis zum Schluß mit großem Jntereffe beiwohnte, wurde zum Ehrenmitgliede deS Congrcffes ernannt. Bet den heutigen Vorträgen wurden besonders erwähnens- werthe Mittheilungen von Prof. Peiper über Behandlung ton Unterleibstyphus mit antitoxischem ThphuSserum und ein Vortrag von Professor v. Noorden (Frankfurt a. M.) Iber rechtzeitige Behandlung der Zuckerkrankheit gemacht. Straßburg i. Els., 5. April. Der Statthalter Fürst zu Hohenlohe-Langenburg und Gemahlin veranstalteten gestern ein Diner zu Ehren des Landesausschuffes. Einladungen hatten erhalten StaatSsecretär v. Puttkamer, die Unterstaatssecreläre, die drei Bezirkspräsidenten, die Spitzen der Civilbehörden und General v. Mischke, der im Auftrage der Kaiserin Friedrich hierher gekommen war, um heute mit dem Statthalter daS Schlachtfeld von Wörth wegen Auswahl eines Platzes für das Denkmal Kaiser Friedrichs zu besichtigen. Der Statthalter hielt eine längere Ansprache, in der er dem Landesausschuß seinen Dank aussprach für den Localer and KrovinzleVler Sießeu, den 6. April 1895. »♦ Sitzung Großh. Handelskammer Gießen vom 2. d. M. Anwesend waren die Herren Koch, Gail, Heichelheim, Hom- berger, Klingspor, Kraatz und Wortmann. — In Verfolg der schon in der vorigen Sitzung durch eine Eingabe an den Reichstag mit der Bitte um Ablehnung des Antrags Kanitz vertretenen Stellung wurde beschloffen, auch in der am 4. April in Berlin stattfindenden Plenarversammlung des deutschen Handelstags gegen den Antrag Kanitz, sowie gegen jede Währungsänderung zu stimmen. — Ebenfalls ablehnend verhielt sich die Kammer dem Gesetz Ent- wurf betr. Communalb e steu erun g des Weins gegenüber und wird in diesem Sinne bei dem Reichstag vorstellig werden. — Im Anschluß an einen der Kammer vorliegenden Antrag der Handels- und Gewerbekammer Würzburg wurde beschloffen, dem schon in einer vorjährigen Eingabe an den Herrn Reichskanzler ausgesprochenen Wunsche „eS möchte das für dasArzneiduch bezüglich der Medicinal- weine (Sherry, Malaga rc.) auf 2 Gramm per Liter fe st gesetzte Maximum an Schwefels äure- Gehalt auf 4 Gramm per Liter erhöht und für solche in den Handel schwer einschneidende Verordnung eine 2jährige Dacanzzeit eingehalten werden", in einer erneuten Vorstellung wiederholt AuS- Depeschen deS Bureau .Herold". Berlin, 5. April. Der „Reichsanzeiger" schreibt: Dem Kaiser sind aus Anlaß der Feier des 80. Geburtstages I des Fürsten Bismarck zahlreiche HuldigungS-Tele-I gramme von Fest - Versammlungen und Vereinen, von städtischen Behörden und einzelnen Personen zugegangen. Der Kaiser hat diese Kundgebungen, deren Beantwortung im Einzelnen unmöglich ist, mit Genugthuung entgegengenommen I und seine Freude über diesen Ausdruck patriotischer Gesinnung I zu erkennen gegeben. verli«, 5. April. DaS neue Zuckerst euergesetz I ist jetzt, wie die „Post" erfährt, in der Ausarbeitung begriffen. ES dürste zu den Ausgaben gehören, deren Er I ledigung noch in der laufenden ReichStagSsession als besonders I erwünscht zu betrachten sein dürfte. Berlin, 5. April. Ein Buchhalter einer hiesigen Bank, welcher, um die im Börsendtfferenzspiel erlittenen bedeutenden Verluste zu decken, von den ihm anvertrauten Effecten einen Betrag von mehr als 40.000 Mark unterschlagen und zwecks Verdeckung der Unterschlagungen falsche Eintragungen in die Geschäftsbücher gemacht hat, ist verhaftet worden. Berlin, 5. April. Die „Post" meldet aus Wien: Kaiser Franz Josef habe die Einladung des Deutschen § Kaisers zu den Herbstmanövern bei Stettin angenommen. Berlin. 5. April. Der Direckor tm Reichspostamt, Geheimerath Fischer, ist nunmehr, der „Kreuz Zeitung" zufolge, zum UnterstaatSsecretär des Reichspostamtes ernannt worden. Berlin, 5. April. In einer gestern Abend abgehaltenen Versammlung von 3000 Bäckermeistern und Gesellen kam es hinsichtlich deS MaximalarbeitstageS und der Sonn- I tagsruhe zu stürmischen Debatten. Eine Enigung konnte nicht erzielt werden, so daß die Versammlung resultatlos verlief. c , Posen. 5 April. Der erste Buchhalter und Rechnung-, führer, Notar Hempel, vom Dominium Kerkowo wurde bei dem Bahnübergänge unweit Luchotowko von einem Eisen- bahnzuge überfahren und getödtet. Ob Zufall oder Selbstmord vorliegt, ist noch nicht festgestellt. Letzteres ist wahrscheinlich, da an dem Rocke deS Verunglückten ein Zettel mit seinem Namen befestigt war. Karlsruhe, 5. April. Der Kaiser wird in den nächsten Tagen zur Auerhahn-Jagd hier erwartet. Lemberg, 5. April. Polnische Blätter melden aus Warschau: Der russische Minister des Innern, Durnowo, habe mittelst Circular die russischen Postämter angewiesen, genau auf alle vom Auslande kommenden Briefe zu achten. In letzteren seien häufig verbotene Drucksachen eingeschmuggelt worden, weßhalb die Postanstalten nunmehr verpflichtet werden, alle verdächtig erscheinenden Briefsendungen zu öffnen und bedenklich befundene zu vernichten. Recom- mandirte Briefe sind im Beisein deS Adreffaten zu öffnen und im Verdachtfalle unverzüglich dem GenSdarmen zu übergeben. Die Postbeamten werden ferner angewiesen, die Ab- sender der nach dem AuSlande bestimmten Geldbriefe in unauffälliger Weise zu beobachten und bie Personalbeschreibung der Absender zu registriren. Temesvar, 5. April. Jniolge deS fortwährenden Steigens deS Bega CanalS ist abermals Hochwasser zu befürchten. Rom, 5. April. In päpstlichen Kreisen wird versichert, daß die Frage der Wiedervereinigung der anglikanischen mit der römischen Kirche einen bedeutenden Schritt vorwärts gemacht habe. Nach langen Verhandlungen zwischen dem Papste und Lord Halifax hat der Papst den Anglikanern vorgeschlagen, die Entscheidung der römischen Concilien anzunehmen. Im Uebrtgen will der Papst eine versöhnliche Lösung in dieser Frage anstreben und dies in einem Manifest an die anglikanische Kirche darlegen. Brüffel, 5. April. Obgleich der GeneralauSstand seitens der Führer der Arbeiterpartei vertagt wurde, sind in dem Kohlenbassin von Seraing neue StrikeS ausgebrochen. In drei Kohlenbergwerken feiern 1200 Mann. Der AuS- stand ist von politischer Natur. Man glaubt, derselbe werde noch weiter um sich greifen. Brüffel, 5. April. Die Kammer nahm heute mit 90 gegen 52 Stimmen daS von der Regierung eingebrachte Gemeindewahlgesetz an. Dafür stimmte die conservative Rechte, dagegen die Socialisten, Progresfisten und Christlich- Demokraten. Paris, 5. April. Die strikenden Zündholz- arbetter beschloffen, die schiedsgerichtliche Intervention deS Präsidenten Faure nachzusuchen. Nach der gestrigen Versammlung durchzogen sie die Straßen unter dem Rufe: „ES lebe der Ausstand!" — Der Abgeordnete Gerault Richard ist mit den socialistischen RammermUgliefcern übereingekommen, seinen Antrag wegen Abschaffung des Anarchistengesetzes erst nach den Osterferien einzubringen. I Paris, 5. April. Wie aus Oran gemeldet wird, I mußte der Dampfer „8tbau", auf welchem sich Truppen für Madagaskar befanden, daselbst vor Anker gehen, weil er während der Fahrt eine Beschädigung erlitten hatte. London, 5. April. Aus Washington wird gemeldet, daß der japanische Marschall Nodzu zwei gefangene Chinesen I zum chinesiichen Lager abgeschickr hat, um die Meldung des Waffenstillstandes zu überbringen, nachdem vorher zwei japanische Parlamentäre von den Chinesen mit Schüssen em- I pfangen worden waren. Petersburg, 5. April. Drei Professoren an der Universität Moskau, welche die Petition um Abänderung des UniverfitätSgesetzeS an den Zaren mitunterzeichnet hatten, wurden irn Auftrage des Unterrichtsrninisters ihres Amtes enthoben. Bier anderen Profefforen wurde eine Rüge I ertheilt. Belgrad, 5. April. Die an der Save betegenen Straßen find überschwemmt. Der Centralbahnhof ist stark I bedroht. _ WB. Leipzig, 6. April. Vor dem DiSciplinarhof des Reichsgerichts begann heute die Verhandlung gegen den früheren Kanzler in Kamerun, Leist. Di? I Orffentlichkeit wurde zunächst nicht auSgeschloffen. Leist war anwesend. Der- Präsident ersuchte die Vertreter der Preffe, die Sache in nicht anstößiger Weise zu behandeln. Alle Annoncen-Bureaux be« In- unb AuSlanbc« nehmen Anzeigen für brn „Gießener Anzeige." rr-wn. M 3« ft SchnU"’' t °n^h' zsedl.' • 3" * »U®' Z.-'4' freundlichen Empfang und das Entgegenkommen. Das beste Programm für ihn fei, daS zu pflegen, was fein verehrter ,---------- ------ • - , -r„ h,Y mnd bewährter Vorgänger zum Wohl deS Landes geschaffen Sächsiich^Regen, fotok ein Theil Dörfer längs Habe. Er wolle er ft mit der Eigenart des Landes vertraut Maros stehen unter Wasser. DuEis-nbahnb ück st weg^ »erben; danach müsse die Verwaltung des Landes eingerichtet | geschwemmt. FS segnet ununterbrochen. Der untere S werden. Der Statthalter sprach bann seinen Dank und seine ' theil ist zum Theil überschwemm . K Gießener Anzeiger ö) encidf-^n^cigcr. 60 40 44 22 Wf. 20 . 36 , 38 . 40 , 34 , 36 . 38 . 24 W*. 25 , 48 r 50 , 22 , 21 , 44 , 42 , 20 , IS . 19 , 40 , 38 , 38 , 60 , Briefkasten. Rach LanggSn«. SS liegt für un« keine Veranlass«»,, »ae, über die vom 2. aui bin 3. «prtl dort vorgekommene Schlägerei je berichten. Sonstige MUtheilungm werden dankend ml gegen genommen. Sieb. Der aulto&rtigcn Bäcker. 1 Rg. (2 Pfd.) Weißbrod bei Äug. Deibel und WUH. Fabel von Wieseck bei W. Weitzel von Vang’08n» 2 Rg. (4 Psd.) Weißbrod bei Sa. Ant. Heuler von Gr. Linden L Schmidt von Gr. Lmden s W. Weitzel v. Lang-Gän« 2 Ra. (4 Pfd.) Schwär,brod bei Gg.A.Heuler v.Gr.'Lindm L.Schmidt v. Gr. Linden und Jod. Rd. Seite o. Rlrch-Gön» W. Weitzel v. Lang-Gän» n. F.Schön v. Rutier»bausm Aug. Deibel von Wieseck, W. SleinmiUler o. L.-Gän» u. G. Jacoby v Alten Buleck Wilh. Fadel von Wieselt. 3 Rg. (6 Pfd.) Schwär,brod b. Ba Uh. Christ. «w. v Wieseck Wild. Fabel von Wieseck u. G. Jacoby o. Aum-Buseck Der VrodvertLafer. Dieselben Preise wie bei den Bäckern. Gießen, den 6. April 1895. Großherzogliche« Polizeiamt Gießen. I. V.: Wolff, Regierungs-Assessor. zufahren hatte, sämuttliche weiteren Züge bi« Abend« 7 Uhr i dortselbst liegen bleiben. Eß erlitten daher die von Cassel in der Richtung nach Frankfurt fahrenden Züge die bereit« mitgetheilten Verspätungen. •• Ter Setteitzemarkt. Der Getreidemarkt stand in letzter Woche im Zeichen einer widerspruchsvollen Tendenz, denn während die Klagen über den in vielen Gegenden ungünstigen Stand der Roggensaaten immer wieder laut wurden, und eine PreiSerhöhuog für Roggen begünstigten, herrscht sonst allgemeine Zufriedenheit mit dem Wetter, welche« die kommende Ernte fördernd ist, denn S ist weder zu warm, noch zu kalt, weder zu trocken, noch zu naß. Ja Berlin und Leipzig wurde gekauft: Weizen per 20 Centner zu 124 bis 144 Mt., Roggen für 115 bi« 123 Mk., Gerste für 100 bi« 160 Mk., Hafer für 108 bi« 140 Mk. (Bericht«. woche vom 30. März bi« zum 5. April.) * Ter Staad der Wintersaaten. Nichts interesfirt die Landwirthe gegenwärtig mehr, al« die Frage, wie die Wintersaaten den verflossenen strengen Winter überstanden haben, denn davon hängt der größte Einfluß nicht nur für die kommende Ernte, sondern auch für die Preisbildung ab. Berichte aus verschiedenen Quellen besagen nun ziemlich einstimmig, daß die Winter- bezw. Herbstsaaten säst ausnahmslos gut überwintert haben und daß die reiche Schneedecke einen ausgiebigen Schutz gegen die harten Un- bilden des Winter« gewährt hat. Sowohl in Oesterreich- Ungarn als in Deutschland und Frankreich ist der Stand der Wtizensorten ein guter- dagegen haben die Roggensaaten in Ungarn und zum Theil auch in Deutschland gelitten, und der Stand derselben soll manche Lücken aufweisen. Die RopSfelder scheinen dagegen keinen Schaden genommen zu haben, und bisher sind die Aussichten auf eine weitere gedeihliche Entwickelung dieser Eulturen recht günstig. Die ! Berichte aus Rußland lauten sehr verschieden, aber die Saaten sollen auch in diesen weiten Gebieten ziemlich gut überwintert haben; nur hat das frühzeitig eingetretene plötzliche Thau- weiter die Felder in Südrußland unter Wasser gesetzt, und darum befürchtet man, daß die Saaten in diesem wichtigen Productionö-Gebiete hart mitgenommen worden find. Die Arbeiten für den Sommeranbau haben nun allerwärts begonnen und bereits ziemlich gute Fortschritte gemacht- die Verspätung dieser Arbeiten beträgt zwei bi« drei Wochen, doch dürste bei normalem Witterungsverlauf ein großer Theil dieser Verspätung eingeholt werden können. üom 7. April bi« 21. April 1895. Der hiesige« Bäcker. 1 Rg. (2 Pfd.) Tafeldrod bet Georg Forbach 2 Rg. (4 Pfd.) Zafelbrob bei Georg Forbach 1 Rg. (2 Pfd.) Weißbrod bei Emil Roll und @g. ReU 2 Rg. (4 Pfd.) Weißbrod bei EmU Noll und Gz Reil 1 Rg. (2 Pfd.) Schwär,brod bei Emil Noll, und Gg. Reil Roggen-Schwar,brod bei Ernst Muth 2 Rg. (4 Pfd ) Schwär,brod bet EmU Noll und Gg. Reil Roggen SLwar,brod bei Ernst Muthu. W.Ammd . 3 Rg. (6 Pfd.) Schwär,brod Permifcbtci- A An« dem Rheingatt, 5. April. In dem nicht sehr I großen Geisenheim ist seit dem 1. d. M. die Städte- | Ordnung eingeführt. Der bisherige Gemeinderath und I Bürgerausschuß versehen bis zur Wahl von Magistrat und | Stadtverordneten noch die Geschäfte. — Durch die Zahlung-- I Einstellung eines Villenbesitzers in Hattenheim find viele I Bauhandwerker deS RheingaueS zu großen Verlusten ge- | kommen. Der Betreffende Hal vor Jahresfrist die aus- I gedehnte Lauter'sche Besitzung in Hattenheim gekauft und an I derselben große bauliche Veränderungen vorgenommen. Als I die letzteren beendigt, war kein Geld da und die Handwerker I haben nun daS Nachsehen. ♦ Au« Bayern, 3. April. Während der jetzigen Schwur- I gerichlSsession find in Bayern sechs T o d eS urt h e i l e ver- hängt worden. In fünf Fällen handelte eS sich um Gatten- mord und nur in einem Falle war eS der Mann, der feine I Frau beseitigte. * Weiden, 4. April. Die Verhandlung in der Fuchsmühler Affaire beginnt nach definitiver Festsetzung am 23. April. * Metz, 31. März. Der Commandirende des 16. Arrnee- corpS, Graf Haefeler, ließ gestern Nachmittag allen Regt- gimentern beziehungsweise selbständigen Truppentheilen ein versiegeltes Schreiben mit der Weisung zugehen, dasselbe erst um 8 Uhr Abends zu öffnen. Das Schreiben enthielt den Befehl an den Commandeur, mit einem Theil | feiner Truppen sofort auözurücken und einen genau bezeichneten Abschnitt der Umgegend von Metz zu besetzen und Über die Ausführung, des Befehls Meldung zu erstatten. Da gleichzeitig auch die Forts telegraphisch alarmirt wurden, | so war in der Zeit von etwa zwei Stunden die Festung von , allen Seiten vollständig einge'chloss en. Die Eavallerie und Feldartillerie hatten dabei Entfernungen von zehn bis zwölf Kilometer zurückzulegen, und zwar mußte die ganze Strecke größtentheils in Trab geritten werden. Die letzten Truppen kehrten erst gegen 1 Uhr Nacht« in die Garnison zurück. * Kaiser Wilhelm-Denkmal. Für daS Kaiser Wilhelm- Denkmal zu Berlin nähern sich die Fundarnentirung«. arbeiten ihrer Vollendung. Im Herbste werden die Bildhauer zur Herstellung der Säulenhalle läng« des Quais von der Schloßfreiheit Besitz nehmen. Die Enthüllung deS Denkmals erfolgt am 22. März 1897. • Feuerbestattung. Au« Dresden schreibt man der „Tägl. Rundsch." : Der hiesige Feuerbestattungsverein „Urne" hat tn seiner letzten Sitzung einstimmig beschlossen, ein Crerna- torium, sowie eine Urnenhalle auf einem bereit« erworbenen Grundstück zu erbauen und die Srlaubniß hierzu umgehend bet den zuständigen Behörden nachzufuchen. Begründet wird da« Gesuch u. A. damit, daß von den bisher in Gotha durch I Feuer bestatteten 153 Personen au» dem Königreich Sachsen I allein 98 au« Dresden sich befanden. Die Mittel fallen durch eine Anleihe in Höhe von 75000 Mark aufgebracht werden, eine Summe, die bereit« zum größten Theil durch Antheilfcheine gezeichnet ist. ♦ Semüthlich. Richter .Leugnen Sie doch den Ein- bruch nicht, Angeklagter- schließlich wollen Sie noch behaupten, Sie hätten einen Doppelgänger!« — Angeklagter: ®enn ich wüßte, daß die Herren mir da« glauben würden?« druck zu geben. — Interessenten diene zur Kenntniß, daß t i nach dem Covcursrecht der australischen Colonien j I Victoria und Neu-SÜd-Wale« ein Au-sonderungS- i recht an den EommissionSwaaren dann nicht wehr besteht, i wenn der Gemeinschuldner dieselben im Besitz hat, wenn auch nur im Zoll-Entrepot. — Wegen der Schwierigkeit, bestrittene Forderungen ml Hilfe der Gerichte zu realisiren, muß vor Anknüpfung direkter Verbindungen mit Detail- Geschäften im Kaukasus gewarnt werden, man bediene sich zu diesem Zwecke der Vermittlung dortiger, als zuverlässig bekannter EommissionSgeschäste, welche durch daß deutsche Eonsulat in TifliS zu erfahren sind. Die vielfach verbreitete Meinung, daß Urtheile deutscher Gerichte in Schweden vollstreckbar wären, ist irrthümlich- eS verdient dieser Umstand bei Geschäften nach diesem Laude berücksichtigt zu werden. , •• Einbrüche. In verflossener Nacht wurde tn zwei i hiesigen öffentlichen Gebäuden eingebrochen und zwar im I städtischenGaS- und Wasserwerk und dem Bureau I der Oberhessischen Eisenbahnen in der Frankfurter- I st raße. In ersterem Falle erbrachen die Diebe (eS müssen I zwei bi« drei gewesen sein) mehrere Pulte und entwendeten I aus einem derselben 10 Mk. 60 Pfg. Im Bureau der Oberhessischen Eisenbahnen erbrachen sie tn sechs Zimmern I des ersten Stockes und in einem Zimmer deS zweiten Stockes I sämmtliche THÜren, Pulte und Schränke und entwendeten im I Ganzen etwa 95 Mark in kleineren Beträgen, sowie eine I Anzahl Briefmarken und Cigarren. An beiden Stellen waren I es zweifelsohne dieselben Diebe. Im DtrectionSgebäude der I Oberhesfischen Eisenbahnen haben sie vom Garten, bezw. Hof I auS eine Fensterscheibe deS ersten Stockes, die sie vorher I mit Schmierseife bestrichen, eingedrückt und so bann daS I Fenster geöffnet. Zum zweiten Stock gelangten sie mittelst I einer Leiter durch ein offene« Fenster. In beiden Gebäuden haben die Diebe sich sehr starker Eifeninstrumente bedient, I da sie in einem Falle eine stark mit Eisen beschlagene Thür I erbrachen. Die Kassenschränke blieben unversehrt. Im I Bureau de« Ga«- und Wasserwerk« sind die Diebe ohne | Zweifel durch den electrischen Signalapparctt in der Arbeit I gestört worden. * • Oberhesfischer GeschichtSverein. Während der Oster- I ferien bleibt das Museum im alten Rathhau« geschlossen, j * Wegen eittlichkeitS-Vergeheu« wurde gestern ein I hiesiger Metzgerbursche verhaftet. * Eine Hochstaplerin. Die „Oberh. Ztg." meldet auß I Marburg. Im Anfang März ging durch die hiesigen I Blätter eine Notiz, nach welcher sich hierselbst eine Dame I aufhielt, die sich dem Studium der Medicin zu widmen be- I absichtige. Die junge Dame war eine Hochstaplerin, die sich I bereit« seit mehreren Wochen ihren Lebensunterhalt durch I Betrügereien zu verschaffen gewußt hatte. Sie ist die I 21jährige Karoline Bierau auß Daubringen bei Gießen, I die Tochter eineß dortigen LandwirthS. Nachdem ihre Eltern I gestorben, war sie alß Dienstmädchen, später alß Kranken- | Wärterin in Stellung gegangen, biß sie im Laufe dieseß I Winterß völlig subsistenzlo« wurde. Anstatt zu arbeiten, I zog sie umher und gefiel sich in der Rolle einer „Studentin", I die sie denn auch trefflich zu spielen verstand. Ihr intelli- I genieß Aussehen, in Verbindung mit einer etwa« phanta- I stischen Kleidung, kam ihr sehr zu Statten. Am 9. Februar I betrog sie den Gastwirth Schneider in Wieseck bei Gießen j um 1 Mk., von Gießen auß begab sie sich einige Tage I später nach Cassel, logirte sich im dortigen Evangelischen I BereinShauß ein und entfernte sich auß demselben, nachdem I sie ihre Rechnung auf 43 Mk. hatte anwachsen lassen. Der I Conditor RothauS kam sodann an die Reihe, bei welchem I sich die „Studentin" mit voller Pension einmiethete. Auch I hier ihre Rechnung zu begleichen, wäre ihr ein Kunststück | gewesen, denn sie war völlig mittelloß. Zu Fuß ging sie I nach Wilhelmßhöhe, wo eß ihr gelang, in dem Effenbahn- I Assistenten Geilhaupt Mitleid zu erregen, alß sie erzählte, I ihr Portemonnaie verloren zu haben. Der gute Mann I kaufte ihr auß seiner Tasche ein Billet 4. Klaffe nach Mar- I bürg. Hier angelangt, bezog sie im Hotel Ritter ein Zimmer, I lebte flott, sodaß in wenigen Tagen ihre Rechnung die Höhe I von 40 Mk. erreicht hatte. Sie gesteht Meß ein und gibt en, „auß Roth" gehandelt zu haben. Der Amtßanwalt beantragte eine Gesängnißstrafe von 13 Wochen. Derurtheilt wurde sie zu 6 Wochen Gefängniß unter Anrechnung der erlittenen Untersuchungshaft. • • Militärische«. Alle Landwehrleute, welche in diesem Jahre da« 39. Lebensjahr vollenden, also im Jahre 1856 geboren find, werden mit Beginn dieses Monat« in den Landsturm Übergefllhri. Diejenigen Landwehrleute nun, , welche durch ihr Verschulden verspätet in den actlven Dienst | eingetreten oder sich der militärischen Controlle auß gewissen Gründen entzogen Haden, haben dehufß Uederführung ihre Paffe dem zuständigen Bezirk« Commondo vorzulegen. — Heber den bereit« gemeldeten Eiseubahuunsall wird un« weiter mitgetheilt: Am Donnerstag Nachmittag gegen 4 Uhr entg'elsten auf der Station GunterShaufen zwei Wagen deS Thüringer Güterzug« Nr. 510 beim Rangiren. Die Entgleisung hätte ein unabsehbare« Unglück herbeiführen können, sie erfolgte nämlich mitten auf der hohen Brücke über die Saune nördlich deS Bahnhofes und die zwei Wagen legten sich quer über da« Geleise, die schwere, steinerne Vrückeneinsaffung auf mindesten« 10 bi« 12 Meter Länge in die Tiefe schleudernd. Durch den Unfall waren die beiden Vahngeleife auf mehrere Stunden gesperrt, und eß erlitt hierdurch der verkehr nach Frankfur t eine bedeutende Störung. Biß eineß der Geleise wieder zum Passiren der Züge durch Hilfsmaschinen auß Cassel und Treysa freigelegt werden konnte, vergingen mehrere Stunden. Außer erheblichem Materialschaden ist aber der Unfall glücklicherweise ohne irgend welchen Unglücksfall vorgegangen. Durch die Sperrung der Geleise mußten von dem Cassel-Frankfurter Schnellzuge an, welcher 4 Uhr 34 Win. von Cassel ab- 21u»sug ans den Wrd>cnbiid>crtt der Stadt Dietzen. «»RUgelische Gemeinde. •< traute. Matthäußgemeinde. Dm 2. April. Wilhelm Heinrich Hermann Riaemcr, W«r» Verwalter zu Seckmauern, und Emilie Luise RaroUne EOiabettz Bindewald, Tochter deß Professor« Dr. Otto Bindewald tn Gießen. Markußgemeinde. Dm 5. April. Karl Ludwig BarbaS. Lacktrer tn (Sieben, und Katharine Lepper, Tochter be« Bahnarbeiters Georg Lepper zu Große» ^U'amb°n Gr,Ltndm ‘ ”• Lrng-Göns »v.Gl.-Lindm ör.’uubtnunb ev-Kirch-Gön, ^ang:@ön8ti 'utlnsbausen t Gichm. henbüchern kN. eiik de. trmenn Rratmtr, I'kv Luise ftatolint tW 0 Bindewald in Wn. fiadktt in @IM o* Georg Lepper zu Sloßr» sMn In Mtn, ul ;btntn W :lifilheoboT Beriah, Tochler dtid» en. . MerbodembM, w löhners JoMckknii« litt Dl ®*i"w8N iun den 1L a 18. §tW M Adolph rt>» tomet«, 143a^eaM standen Kutscher d°b^ «SK? ?*£>** -Rab« eine Tochter, Margaretha Lina Katharine. April: 1. Dem Ißdxbinbler Moritz Kann eine Tochter, Amalie. •eftutfrtiu. März: 29. Martin Karl Reu, 55 Jahre alt, Schneide, meiNer dahier. 30. Peter Hinkel, 31 Jahre alt, Fuhrmann zu Flut Yen. il. Karl Heinrich Orto Zinn, 3 Jahre alt, Sohn von Blerkuischer Heinrich Zinn dahier 31. Fran» Rotte, 50 Jahre alt, Barbier dahier. April: 2. August Ackermann, 11' , Jahre alt, Sohn von Ctgarren- sabrikant August Ackermann dabier. 2. Johannes Haas, 74 Jahre alt, Geometer dahier. 2. Karl Ort, 48 Jahre alt, Fabrikarbeiter zu Dillenburg. 3. Lutte Baltenberg, 6 Monate alt, Tochter von Handelsmann Eduard Battenberg dahier. 3. August Schultheis, 66 Jahre alt, Kürtchner d-hstr. 3 Andreas Thomas Rücker', 40 Jahre alt, Fabrikarbeiter von Klein Krotzenburg. 4. Ludwig Müller, 2^/, Jahre alt, Sohn von Zimmermeifter Heinrich Müller zu Alten Buseck. 4 Ludwig Berger, 32 Jahre alt, Kaufmann und Wirth dahier. 5. Kalbarine JabreS, 6 Jahre alt, Tochter von SigeneRarbeiter Georg JahreS zu Rödgen, Kreis Gießen. Dcrfctyr, Land- und VoUswirthschaft. •Utm, 6 April. Marktbericht- Avt dem heutigen Sochenmcrrkt kostete: Butter pr Pst» X 0,85- 0.95, öfthnerrtr per Stück 5—6 4, Enteneier pr- St. 6 Gönseeier pr. St. 10—11 Käse pr. 6t. 5-8 4, ttftiew^e or. St. 8 H, Erbten vr. Ater 18 J^, Ansen or. Ater 30 A. Tauben pr. Baar X 1 00 bis 1,20, Hübner pr. > 1.30 bi« 1 50, Lahner- pr. Stück ■x 1.50-2(0, Enten pr. St. X 1,80-2,20, Ochievfleisck vr. Pfd. 74—78 4- Kuh-u Rindfleisch pr. Md. 66-704, Schwern fleisch pr. Md. 64—72 4, Kalbfleisch pr. Md. 60- 66 4, Hammelfleisch pr Md. 60-70 4, Krrtoffelri pr. 100 KUo 6,00-7,00 X, Weisst- pr ^>rück —.— a, Zwiebeln pr. (Keittner 6,00— 0,00 X, Milch pr. Liter 16—20 4. witternnssanOsichteir am 6. April Mittags 12 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage). L—L Thermometer: min. — 3* R., max. + 11° R. Hygrometer: Neigung sür Regen- leeetfRet: Die pustttrte «nie Id der 8atemetet1c«le gilt fcni Grand H vorher,ehendrn TageS a. Holzversteigerung. In den Waldungen der Freiherrlich v 0n Nordeck zur Rabenau- schen Rachlaßverwaltung des Reviers Friedelhauien sollen Mittwoch den 10. ds. Mts. in den Districlen Burgwald und Stangenwalo versteigert werden: 25 Eichenstämme mit 23.54 cbm, 5 Fichtenstämme mit 1.28 cbm, 8 Sichen Derbstangen, zu Deichseln geeignet, 203 Fichten-Stangen, 8 rm Eichen-Scheit, 54 rm Eichen, Kiefern- und Erlen-Knüppel, 5585 Buchen-, Eichen- und Nadelholz-Wellen und 14 rm Eichen-Stöcke. Die Zusammenkunft findet Vormittags 9 Uhr im Park und um 10 Uhr im District Burgwald auf der Kreisstraße statt. Friedelhaufen, am 6. April 1895. 3099_____________________Schneider. ______________________ WkUlkilikl Verein für Armen- und Krankenpflege. Unsere Dienerin, Frau Bickel, wird in den nächsten Wochen die Beiträge einsammeln. Wir bedürfen mehr denn je recht kräftiger Unterstützung. Im verflossenen Jahre hatten wir ein Defizit von fast 600 Mk. Für künftig kann es, da wir unsere Arbeit an den Armen und Kranken nicht einschränken können und dürfen, nur dadurch vermieden werden, daß unsere Einnahmen aus Mitgliederbei« irägen erheblich gesteigert werden. Wir richten daher an die wohlhabenden Glieder unserer Bürgerschaft die dringende Bitte, uns zur Fortführung unserer bisher so gesegneten Arbeit im Dienst unserer noch- leidenden Mitmenschen durch Gewährung höherer Beiträge die unentbehr- ichen Mittel gewähren zu wollen. Wir hoffen damit keine Fehlbitte zu thun. Der Vorstand: Justizrath Bai st. vr. Baur. Pfarrer Dingeldey. Amtsrichter Dorn sei ff. Stadtverordneter A. Heß. E. Kauffmann. Metzgermeifter I. Klein. C. Schwan ssn. Pfarrer Schlosser. Stadtverordneter H. Vogt. Frau vr. Brüel. Frau Baron von Gagern. Frau L. Hornberger. Frl. P. Stammler. Frau Professor Sie deck. Frau A. Weidig. Frl. A. Windecker. Frl. j!. Wortmann. Frl. Johanneite Zimmermann. [3127 Alice-Schule. Beginn des Sommer - Halbjahres am 17. April 1895, Morgens 10 Uhr. — In diesem Sommer wird auch wieder ein Cursus für Handarbeits-Lehrerinnen stattfinden. Nähere Auskunft ertheilt, sowie Anmeldungen nimmt entgegen Fräulein L. Moeser, Gartenstraße 30. Für die Kochschule nimmt auch Fräulein Renner (Alice-Schule) Anmeldungen entgegen.3111 Holzversteigerung ju Münchholzhausen. I. Nutzholz: Dienstag den 16. d. Mts. Zusammenkunft Vormittags 8 Uhr auf der Straße Wetzlar—Gießen am Distr. Nr. 14 ..Spitzeberg". Beginn ebendaselbst. Eichen: 4 Stämme II. Kl. —7,36 fm, 21 Stämme III. Kl. — 11,92 fm, 12 Stämme IV. Kl. = 2,27 fm, 22 rm Nutzholz; »tadel: 104 Stämme — 23,00 fm, 35 rm Nutzholz und 51 Stangen L/III. Kl. 11. Brennholz: Beginn an demselben Tage, Nachmiltags 2 Uhr, in der Wirthschaft des Anton Loh (Australischer Hof). Lichen: 51 rm Derbh., 27,50 rm . Stockh., 126 rm Reiser; Buchen: 22,75 rm Derbh., 492 rm Reiser; Leichholz: 2,00 rm Derbh., 27,00 rm Stockh., 292 rm Reiser. Groß-Rechtenbach, 1. April 1895. tose Das Bürgermeister-Amt. Masoltsteinöruch- Versteigerung. Nächsten Dienstag als den 9. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, lassen die Erben des verstorbenen Zugführers Ludwig Port von Straßburg den in der Gemarkung Steinbach gelegenen Basaltstetnbruch :unweit der Staatsstraße Gießen- Steinbach mit 5000 qm Flächengehalt auf hiesigem Rathhaus versteigern. Bei einem annehmbaren Gebote soll .die Genehmigung sofort ertheilt werden. Steinbach, am 4. April 1895. Grißh. Ortsgericht Steinbach. Krämer. 3120 Holz-Versteigerung. Mittwoch, den IO. April l. I., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll in den Waldungen der Gemeinde Allendorf an der Lumda, District Lausköppel, Kaulsköppel, Langenbruch und Thal nachverzeich- netes Holz versteigert werden: 63 Eichen - Stämme von 15 bis 50 orn Durchmesser und 5 bis 12 m Länge, zusammen 30,63 fm, 19 Nadel - Stämme von 16 bis 43 cm Durchmesser und 5 bis 18 m Länge, zusammen 8,82 fm, 94 Nadel-Derbstangen mit 9,38 fm, 15 „ -Reisslängen „ 0,25 „ 297 rm Buchen Scheithdlz, 18 „ Eichen- „ 45 „ „ Knüppelholz, 123 ,, Nadel- „ 950 Wellen Eichen-Neisholz, 4,700 ., Nadel- „ 72 rm Buchen-Stockholz, 26 „ Eichen- ,, Das Holz in den Districten Lausköppel und Kaulsköppel wird bei der Versteigerung nicht vorgezeigt. Allendorf a. d. Lumda, 5. April 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. Rein. 3137 Bekanntmachung. Wegen des an den beiden Osterfest- tagen sowie an dem Cbarireitage stattfindenden Ausfalls der Güler,üge empfiehlt es sich, olle die M er, welche von der dadurch bedingten Verzögerung nicht betroffen werden sollen, möglichst früh zeitig oufzultefern, damit sie noch vor den Festtagen den Empfängern zugestellt werden können. Cassel, den 31. Mörz 1895. Königliches E senbahn-Betriebs-Amt. (M.-W.-B) 3085 Grobh. tzksjischk Staatskisknbahllkll. Verdingung der Lieferung von 600 Lt lck Bahngrenzyeinen und 800 Stück Weggrenzsieinen an die Neubaulinie sfriedderg - Hungen für die itzemarkungen Artedberg bis Södel. Die Verdingungsunterlagen können bei der unterzeichneten Behörde in Güßen, Frankfurterstraße 64, Angesehen oder von dort gegen poftfrete Einsendung von 70 Pfennig bezogen werden. Angebote sind postfrei und unter entsprechender Aufschrift an dieselbe Behörde bs ,um Eröffnungstermin Montag den 22. Avril d. I, Vormittags 11 Uhr, einzureichen. Zuschlagsfrift eine Woche. Großh. Baubehörde sür Nebenbahnen ____________in Oberhessen.________3095 forbrrungen bet Jost B^loff Wittwe find innerhalb 14 Tagen bei mir einznreichen bei Meibuug des Ausschlusses. Gießen, 5. April 1895. 3136 ____________F. Hoffmann. Grckn° 5C y rrftrigcning. Auf hiesigem Ortsgericht sollen Freitag den 24 Mai, 3 Uhr Nachmittags, 1 Kraimsteiu- und 16 Eiscnstcin-Grnben in Oberhessen gelegen, nebst den da- zu gehörigen Grundstücken, öffentlich meistbietend versteigert werden. Näheres bei dem Unterzeichneten. Gießen, 3. April 1895. 3135 ______Sascoe, Bergwerksdirector. Stöbt MaWaus. Freibank. [3139 Heute und Montag: 8chmeinefleilch nicht ladenrein, pr. Pfd. 45Pfg. Faselochsensteisch, nicht ladenrein, pr. Pfd. 30 Pfg. Aquarien 11 Terrarien, Laubfroschhäuser, Tuffsteingrotten etc. in großer Auswahl zu billigen Preisen empfiehlt R. Rüdiger, Spenglermstr., Walllhorstraße 43. 3131 Sonnenschirme und En-tout-ca* in größter Auswahl und zu sehr billigen Preisen empfiehlt 3133 I. 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Infh-lersand-liesthäll Dlrecter Verband an Beste Bezugsquelle für Fabrikate in Kammgarn, Tuch, Reichliche Marter-Auswahl sofort Wo? sagt die Exped. d. Bl. 3029] Für 17. Aprtl reinlicher, fleissiger Hausbursche gesucht. Hettler, Südanlage. Hansbursche gesucht 1076 »TteluS Barten^. Wk stru-Aulagk u. llntcrbültung von (6rabflöttrn wird auf das (Scwissenhaftefte besorgt. Empfehle zugleich - für Anpflanzung der Grabstätten geeignet - in tadelloser Beschaffenheit befindliche Traaerbäame in vielen Sorten, Coniferen, fosb- blühende Akazien. Trauer-. lloch*tannn- und niedere Kosen in Sorten, Clematis, grossblätterigen Epheu rc. x . Stauden in diversen Sorten, Rhabarber, extra starke Büsche. Neuenweg 8. WMdlungg-Öhrling. Lehrling mit Gymnasial» oder 9tt^ Frau G Anhe, Sonnenstr. 25 Auf Ostern gksucht ein in Küche und HauSbolt erfahrenes Mädchen. Frau Emma «uauth, 2893__LudwigSplatz 1. 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Petrol. 3142] Ein tüchtiger Schreinergeselle auf dauernde Arbeit gesucht ff. H Müller, Schitterstratze. Humoristischer Abend vom cemütbhdn'n Arno. Wohmings-Prriiudtrung Wohne letzt Bleichstraste 24. Heinrich Ludwig, 8ioi Schuhmacbermetster. in Franks a W sott gegen e aus wärt. । ———---— — ~r Fabrik Lauddau», (Sut, auch Bau« 3113] Hanöbnrsche un Alter Plätze, a«tausa»i werden, «tiefe unt Don 16—18 Jahren gesucht. „Dr. Ernet“ an Haasenstein Jk ... — 256^1 Lehrring gesucht 8. Dechert, Friieur, Grünbergerstr. 13. Ein^Mckerlchrling 2K3] Gut möblirt « Rlmm'r sofort zu mrmi'tben. Gtastnhofstr. ttl HL zixfOj Gur m8'Ittt*8 3'mmer zu oer» mietben Gravenstrast« v, part-_ 28M0] Abgefchl Zimmer an einen Herrn ober Schüler, mit oder ohne Pension, zu oermietden Westanlage 44, 3 Tr. ~T99Öj M?bl>rte^ nimmer ml’ Tabinet zu oerm Ioh. Hamel, Lüdania^e 7, Nebenhau« linkS ll- St. 2114] »Sblirte« Zimmer sofort zu vermieihen. Bahuhofstraste 28, II. 73q] 2—3 Zimmer, möbl- ob. unmöbL im Ganzen ob. ge'rennt, sowie 1 Zimmer sofort zu vermie-hen. Näoe-e« ffhr. Pfeiffer am Steins Gatten ____________und Seltersweg.__________ 1856] Möblirte« Rimmer zu vermiethen g. fhrohnhänser, Mäu»burg 7, | 15O3| MSvltrle» Aimmer zu ver» «leihen. Nächst der neuen ffafeme. [ __Wolsstraste 21. 2812) Zwei rnöblirte Sinter ji ^er»| mietben Martlstroste 18 HeWcHen: « 6<4eaöa. — Druck und -terlag »er Vr«h.'kche- I«" __—-------' Einem geehrten Publikum zur gefälligen drachricht, das 29281 H^rlch gaudL, Drechsler, durch die gesetzliche Einführung der Sonntagsruhe in Industrie c^ch warne hiermit Icder- mann, irgend l^twas ans meinen Namen zu borge«, indem ich für Nichts hafte. Christian lödrr I. Ulm., ®£eUT* Omnibus Verbindung dem Bahnhof. 6 Uhr war,en.. ^.iX W Linie A Heltereweg—-reu»—Markl-WaUtdvl—Ma«durüerftraste. Babnbo'strade—Marklsirai,, kttlratz tag nicht angenommen werden. Der Vorstand der Bäcker-Iilnung.^ Das im Gießener Stadtwalde spazieren gehende Publikum wird dringend gebeten, die es eventuell begleitenden Hunde an der Leine zu führen. »» Pit pWcr der Zagd im ßitfitner Stabtroalbe. Alle vorkommenden Reparaturen an Nähmaschinen und Fahrrädern werden preiSwerth und unter Garantie auSgesührt H. Kraft, Mechaniker, Neuenweg 46. M* Riederlage von Pfafi-NSHmaschinen. Der Anfang meines Kleidercurfus XTf «Ls ist paln alt so üder öoir - It te« die V& B«bl bk Ui>cr Voll gcr»bkn fehl fti eardtn ff'tut kWt i»ühr° ^TtUltcf Ist/ lug«. D>t i jr.;tniuljli4 »er en Mt SnM troitt •j(ib leint 6 I (|eabnl t atledjtefte n Vlttbtn füi inei Km» hat. W i| Ach feier, »ehr bet. ! ;ml rtÜfomi Bit stk »ii eil uni 5t fa/n fcit *t Ilia Dor K* hmstztst tznnv. vüFr MU, |tfl H