189» Mittwoch ben 6. November Erstes Blatt M. 261 vierteljähriger Amts- und Anzeigeblutt für den Kreis Gieszen chralisöeitage: Gießener Aamitienötätter Sprachen kennt, »nnahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. g»e*Ke# uu- proöStoteO**. Gieße«, bcn 5. November 1VVK. Der fünfte hessische Städtetag fand, wie bereits mit* getheilt, gestern hier im Hotel Einhorn unter Vorsitz deS Herrn Oberbürgermeisters Gnauth statt. In seiner Be* grüßungSansprache hob der Verfitzende hervor, daß der 5. Siädtetag der erste sei, welcher seit dem Inkrafttreten besonderer Satzungen stattfinde, er habe fich aus einer ein* fachen Bürgermeister-Versammlung entwickelt zu einer Städteversammlung im weitesten Sinne. Die Stadt Gießen be- trachte es als besonderes Entgegenkommen, daß die Theil- nehmer des Städtetages sich eingefunden, er danke Namens des Vorortes für das zahlreiche Erscheinen. Dank gebühre insbesondere dem erschienenen Herrn Provinzialdirector Freiherrn v. Gagern, der dadurch sein Interesse für die Sache be- thätige. Zu den Veränderungen, die der Städictag seit seiner letzten Tagung in der Zusammensetzung erfahren, gehöre leider auch der Verlust des Herrn Oberbürgermeisters Dr. Oechsner in Mainz, ein ehrendes Andenken sei ihm gewahrt,- er bitte die Anwesenden, sich zum Ausdruck desien Das haUs-Sjstem rur ad v-tve-Mäßen terirung der -Mschnl, nzlishn, Mnr.psttu-ießsi-ni, üidfdjtti, Hatblfditn, Ifn ui) iiiuMtn Ifta- und 1 Bsprache. I Obt, ‘SUtwätol xttya, wt)l zu innen. I bstunterrieht 1 von rd 8. RHerM I faalilÄ - epöil* .Tjtl&tioncaiU Msfis-, contpld in je tionen k 1 Ä u, L 1 M- 60«. ngiestl-h -WE chmdisch-B^E 10 Lectionen • 12 epr«h»6 60Vs. t iKimtwW’H- vringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Psg. Redaktion, Lxpeditto» und Druckerei: Schutftr«ßeAr.7. Fernsprecher 51. V 2 Mark 20 Psg. mit wurde. Nach diesem Exerciren begaben fich die betheiligtrn Truppen nach der Mopke zurück, um einen viermaligen Parademarsch in den verschiedenen Formationen auSzusühren. Der Besichtigung wohnten außerdem bei Prinz Friedrich Leopold, die fünf ältesten kaiserlichen Prinzen, die Mitglieder der portugiesischen Gesandtschaft und die in Potsdam anwesende Generalität. Nach der Besichtigung begaben fich die Fürstlichkeiten nach dem Neuen Palais, wo um 8 Uhr eine Familtentafel stattfand. >£3 Potsdam, 4. November. Der Kaiser stellte den König von Portugal la suite deS Infanterie-Regiments Nr. 20. Cagliari. 4. November. Heute hat hier ein heftiger, mit Gewitter verbundener Sturm gewüthet. Mehrere Häuser wurden vom Blitz getroffen. Ein Matrose wurde vom Blitz erschlagen. Ein Kohlenmagaztn gerieth in Brand. Deutsche» Reich. Darmstadt. 4. November. Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin begeben sich morgen Vormittag mittels SonderzugS nach Worms und kehren Abends hierher zurück. Im Gefolge der Allerhöchsten Herrschaften werden sich die Schlüffeldame Fretin v. Granch, | die Hofdame Freiin von RotSmann, Oberstallmeister Freiherr v. Rtedesel zu Gtsenbach und Flügeladjutant Oberstlieutenant Frhr. v. Grancy befinden. Ihre Königlichen Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Heinrich von Preußen mit dem Prinzen Waldemar werden zuverlässiger Mit- theilung zufolge nächsten Freitag Abend 8 Uhr 37 Mtn. zu Besuch deS Großherzoglichen Hofes hier eintreffen. Berlin. 4. November. Ueber den Entwurf eines so- genannten ComptabilitätSgesetzeö, also eines Gesetzes über die etatSrechtliche Behandlung der Einnahmen und Ausgaben, haben in jüngster Zeit neue commiffarische Be* rathungen zwischen den in dieser Frage zuständigen Reffort» der preußischen Regierung stattgefundeu. Als der jetzige Finanzminister Dr. Miquel erneut an dieLösung der Aufgabe einer rtatSrechtlichen Behandlung der StaatSauSgaben und -Einnahmen herantrat, ergab es sich, daß eS sich hierbei namentlich um gewiffe Freiheiten bei der Verwendung einzelner Fonds der betreffenden ReffortS gegenüber der Finanzverwaltung handelt. In dieser Hinsicht ein Einvernehmen zu erzielen, war der Zweck der erwähnten commiffarischen Berathungen, doch verlautet über deren Verlauf noch nichts Bestimmtes. Depeschen deS Bure«» »Herold". verlttr, 4. November. Das Staatsminifterium trat unter dem Vorsitz deS Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe gestern Nachmittag zu einer Sitzung zusammen, welche von 2 bis 5 Uhr dauerte. Da an derselben auch der Staats- I fecretär des Reichs-JustizamteS Nieberding theilnahm, dürfte man in der Annahme nicht fehlgehen, daß es fich bet den Verhandlungen um die Frage des Militär-Strafverfahrens handelte. | Berli«, 4. November. Der Ausschuß deS Bundes der Landwirthe trat heute Vormittag im Reichstags- I gebLude unter dem Vorsitz deS Dr. Röficke zu einer Sitzung j zusammen behufs Vorbereitung deS Antrags Kanitz, betreffend das Getreide-Einfuhr-Monopol. verli». 4. November. DaS preußische Staats- Ministerium hat sich, wie die „Post" hört, bereits vor etwa zwei Wochen mit der Novelle zum GerlchtSversassungs- gesetz und der Strasproceß Ordnung beschäftigt und beschloffen, die Allerhöchste Zustimmung nachzusuchen, um dem Bundes rath beides zur Entscheidung vorlegen zu können, sodaß die Entwürfe noch vor Weihnachten dem Reichstage zugehen können. Berlin, 4. November. Zu der Meldung der „Münchener Neuesten Nachrichten" über das M i l tt ä r-St r a fv er f ahre n schreibt die „Nat.-Ztg.": Wir haben guten Grund zu der Annahme, daß diese Nachricht auf Erfindung beruht. Daß zwischen dem Kaiser und dem KriegSmtnister über die Rdform des Militär-SlrafverfahrenS keine Differenzen bestehen, hat | der Kriegsminister noch am 5. März im Reichstage aus- I drücklich festgestellt. Als die Andeutung gemacht wurde, daß höheren OrtS sich ein Widerstand gegen die Reformen bekunde, sagte der KriegSminifter: „Wenn unter den höheren Stellen die allerhöchsten gemeint sind, so muß ich diese Annahmejmit aller Entschiedenheit zurückweisen. Berlin. 4. November. Der „RetchSanzeiger" schreibt: Im Zusammenhang mit der Neugestaltung deS bürgerlichen Rechts ist auch eine Revision des Handelsgesetzbuchs in Aussicht genommen. Der zu diesem Zweck im Reichs- Juftizamt aufgestellte Entwurf eineß neuen Handelsgesetzbuchs soll zunächst einer Begutachtung durch eine auS Rechtsverständigen und Vertretern deS Handels und der Industrie gebildete Commission unterzogen werden, welche unter Mitwirkung von Vertretern der betheiligten Refforts am 21. d. M. ihre Berathungen im ReichS-Justizamt beginnen wird. Für die Berathung derjenigen Theile des Entwurfs, durch welche besondere Jntereffen einzelner Berufsstände berührt werden, insbesondere der Vorschriften über die Handlungsgehilfen und Handlungsagenten ist eine Verstärkung der Commission durch Berufung von Vertretern der betreffenden Berufskreise Vorbehalten. Berlin, 4. November. Wie alljährlich, so ist dem BundeSrath, wie die „Post" hört, auch jetzt wieder eine Denkschrift zugegangen, betreffend die Bekämpfung der Reblauskrankheit. Verli». 4. November. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der Fernsprechverkehr mit Karlsruhe (Baden), Mannheim, Mainz, Kastel (Rhein) und Wiesbaden ist eröffnet worden. Die Gebühr für ein gewöhnliches Gespräch bis zur Dauer von drei Minuten beträgt eine Mark. Bent. 4. November. Die Militär-Reform ist als abgelehnt zu betrachten, da sich einerseits die Mehrheit der Camone gegen die Vorlage erklärt hat und andererseits auch die Volksabstimmung bisher nur 138 418 Stimmen für und ' 147 086 Stimmen gegen die Vorlage ergeben hat. Fällig Ä,v'« Wen, Der Krieg von 1870|71, g-schUdert durch Ausschnitte «us Sdtung^—rnJ 6. November. Man ist in vollem Zuge, die Rattenjagd zu organi- siren- sie wird Material für die Verpflegung von Pari» liefern. Manche schmeicheln sich bereits, von diesem Fleische gegeffen zu haben, und versichern, daß es etwas Exquisites sei. Es soll gleichzeitig die Zartheit des Fleisches von einem jungen Huhn und den vortrefflichen Nachgeschmack de» KanincheabratenS haben. (Combat.) Die französische Regierung wies einstimmig den Waffenstillstand zurück, da Preußen die Verproviantirung von Paris verweigerte und die Betheiligung von Elsaß und Lothringen an den Wahlen zur Nationalversammlung nur unter gewissem Vorbehalt zugestand. Darin liegt doch unstreitig die ausgesprochene Tollheit. General Trochu ist nicht damit zu- frieden, daß er 28 Tage vor fich haben soll, um seine Soldaten einzuüben, seine Bastionen zu verstärken, seine Geschütze zu vermehren und seine Munition zu ergänzen. Er will ohne jegliche Gegenleistung auch auf Kosten deS deutschen Heeres verproviantirt sein, — insofern nämlich auf dessen Kosten, als erstlich mit der Verproviantirung von Pari- die Verpflegung deS deutschen Heeres selbst erschwert würde und zweitens dieses deutsche Heer mit seinem Blute dasür zahlen müßte, daß man den Parisern die Möglichkeit zur Fortsetzung ihres Widerstandes geboten — und bricht oie Verhandlungen ab, als man ihm erklärt, auf dieses ebenso unverschämte wie alberne Verlangen nicht eingehen zu können. Der tUlextt Zeiger erscheint täglich, Bit Ausnahme dr- Montags. Die Gießener DamittenSkLIter werden dem Anzeiger Mschentlich dreimal beigelegt. Wie». 4. November. Gestern Vormittag empfing der im strengsten Jncognito hier eingetroffene König von Griechenland den englischen Botschafter Monsow. Mittag- besuchte Kaiser Franz Jofef den König, welcher alsbald den Besuch erwiderte. 4 Nov-mb-r. Radikalen Blättern zusolge steht für ble armen B-v Slk-rungSll°Ne» ein ichwerer Winter bevor. Die Lage ist überall schlimm, da die Wein-Ernte nur einen geringen Ertrag geliefert hat. Im Süden hat man von den Schwefel-Arbeitern verlangt, daß sie sich mit einem Lohne von 50 Cent begnügen. Mailand, 4. November. Gestern fand hier die Enthüllung der Reiterstatue Garibaldis statt, ^nter den Kränzen befand sich einer in den Trientiner Farben. Paris, 4. November. In der heutigen Kammerfitzung werden mehrere Abgeordnete einen Antrag einbringen, welcher das Gesetz gegen die Anarchisten, das unter dem Ministerium Dupuy im Juli angenommen wurde, wieder av- * 4. Nov-mb-r. Di- Nachrichten -»» Anatolien und Rumelien lauten immer ernster, «etve Provinzen befinden fich im a l l g e m e i n e n A u f r u h r. D°s Militär ist vollständig ohnmächtig. Auf der Pforte und im Palast betrachtet man die Situation als äußerst Iritis und ventilirt den Plan, die Mächte um die militärische Nieder* wersung deS Aufstandes zu bitten. H. München. 5. November. Heute Bormittag ist an der Schwanthaler "Passage ein Th eil eines Neubaues eingestürzt. Nach den bisherigen Ermittelungen sind fünfzehn Arbeiter verschüttet. Fünf Todte und sechs Schwer* verwundete find gefunden. Wolff« telegraphische« Eorresponden,-Bureau. Berlin, 4. November. Der „Reichsanzeiger" bezeichnet I Itt vou den „Münchener Neuesten Nachrichten" in Nr. 509 gebrachte Mitteilung über Verhandlungen des preußischen GtaatSministeriumS, betreffend die neue Militär straf* I proceßordnung, als auf Erfindung beruhend. Berlin 4. November. Der CultuSminifter empfiehlt im Einvernehmen mit dem Justizminister den Studirenden durch einen besonderen Erlaß das Studium deS Entwurfes des bürgerlichen Gesetzbuches. Berlin, 4. November. Der Reichskanzler Für st Hohenlohe begibt fich morgen auf einige Tage nach Grabow. Der Adjutant des Reichskanzlers, Rittmeister Graf Schönborn, ist av der Influenza erkrankt. | Berlin, 4. November. Die „Nordd. Allgem. Ztg. schreibt: Der König vonPortugal stattete am Samstag Nachmittag dem Fürsten Hohenlohe einen über eine halbe Stunde währenden Besuch ab. Dem Reichskanzler ist daS Großkreuz deS portugiesischen Thurm- und SchwertordevS mit Kette verliehen worden. Betti», 4. November. Die „Nationalzeitung" erfährt entgegen anderweitigen Meldungen der Blätter, daß die Beobachtungen über die Abnutzung der Goldmünzen keinen Grund ergaben, das goldene Zehnmarkstück durch Silber- münzen zu ersetzen. Es sei vielmehr ein Mangel an Zehn- Markstücken auch für die Reichsbank bemerkbar. Potsdam. 4. November. Heute Mittag fand die Rekrutenvereidigung der hiesigen Garnison in dem festlich geschmückten „Langen Stall" in Anwelenheit des Kaisers, deS Königs von Portugal, der vier ältesten kaiser- licheu Prinzen, des PriuzenpaareS Friedrich Leopold und deS HerzogSpaareS Johann Albrecht von Mecklenburg statt. Nach der geistlichen Handlung seitens deS evangelischen Garnisons- Pfarrers Keßler und deS katholischen DivifionSpfarrerS Hoffrichter begann die Vereidigung. Dec Kaiser hielt eine längere Ansprache, in der er, auf den Eid hinweisend, unbedingten Gehorsam zur Pflicht machte. Stadtcommandant General v. Bülow brachte ein dreifaches Hurrah auf den Kaiser aus. Es folgten militärische Meldungen. Der Kaiser und der König begaben sich zu Fuß nach dem Regimentshause deS 1. GarderegimentS zum Frühstück. Potsdam. 4. November. Der Kaiser besichtigte heute Nachmittag um 3>/4 W in Begleitung des Königs von Portugal, der zum ersten Male die preußische Uniform trug, daS Lehr Jnfanteriebataillon. Dieses war auf der Mopke beim Neuen Palais aufgestellt. Zuerst stellte der Kaiser dem Könige einzelne Mannschaften persönlich vor, so* dann wurden Griffe gezeigt und ein Schulexerciren vor- geführt. Hierauf fand ein Exerciren im Feuer auf der Wiese hinter dem Neuen Palais statt, zu welchem noch eine Compagnie deS 1. GarderegimentS zu Fuß heraugezogen Gießener Anzeiger Keneral-Mnzeiger. All« Annoncen-Bureaux deS In- und Au-lande- nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. ’ c 2p'yeu all« Maschig, na?" ^achtel, nfaget Ceidenspitzn, ' M und in oHtt große Auswahl i, luwetev, Teide». -eten u. Ttickerei- bekannter Güte ich empfehle frrtl Drusen. , Ecke Nnsir. meter Eiche», g{! 3 bis 8 em stack, bei , ins I Kaiser lrg, Riiterstraße 10. ?u erheben. Die Festsetzung der Präsenzliste ergab die meister M o r n e w eg - Darmstadt begründet die verspätete I wird am 10. December sein fünfzigjähri ge« Dienst« Abwesenheit der Bürgermeister der Städte Darmstadt, Mainz, Fertigstellung der Voranschläge mit dem verspäteten Cü±er> I jubiläum feiern. Wormß, Off nbach, Alzey, denen sich theiiS die Beigeordneten, so oie eine große Anzahl Stadtverordnete angeschlossen hatten. Auch Gießen war durch sämmtliche Beigeordnete wie durch e'ne größere Anzahl seiner Stadtverordneten vertreten. Der 1. Punkt der Tagesordnung: Zulassung derStäcte Kastel, Heppenheim, Groß-Gerau und Gern-- heim zum Städtetag wurde tn den nicht öffentlichen Theil drc Sitzung verwiesen. Punkt 2: AuSichlag und Er- Hebung der Gemeindesteuern war behandelt worden durch ein R-ferat des Herrn Oberbürgermeister Ktichler- WormS. Anknüpfend an die verspätete Ausgabe der Ge- meindefteuerzettel und die bereits früher dagegen gemachten Eingaben einiger Städte au Großh. Ministerium, werden tn dem Referate die Mißstände dargelegt, die die verspätete Ausgabe der Gemeindesteuerzettel zur Folge habens es sei nach 11 jährigen Bemühungen nicht gelungen, die mit schweren Schädigungen der Steuerzahler verbundenen, den bestehenden B.sttmmungen zuwiderlaufenden Mißstände zu beieitigen. Es seien für die Erhebung der Gemeindesteuern sechs Ziele zugelaffen und dafür Vorbehalten die Monate April, Juni, August, October December, Februar; diese Erhebungstermine könnten aber nicht eingehalten werden, weil zufolge des von den staatlichen Organen geleiteten BeranlagungSverfahrenS die Gemeindesteuerzettel erst im Juli und August, statt im April zur Ausgabe gelangten. Die dadurch herbeigeführte Erhebung von zwei und mehr Zielen fei für die Steuerzahler eine schwere Last, den Gemeinden aber entständen schwere Ausfälle durch vermehrtes ExecutionSverfahren und ZtnSverluste für Kaffedarlehen. Es sei falsch, diejenige Steuer zuerst zur Erhebung gelangen zu lassen, die eine reine Zuschlagssteuer zu der staatlichen direkten Steuer ist und deren Belanlagung deshalb nach der Staatssteuer erfolgt; weder die Gemeindefteuerltsten noch die Gemeindesteuerzettel enthielten die Steuercapitalien, aus denen sich daß Gemetnde- steuercapital zusammensetze, sie enthielten deshalb keine Au- Haltspunkte über die Art Steuerveranlagung und machten eß dem Steuerzahler unmöglich, die Richtigkeit der an ihn ge- stellten Anforderungen zu prüfen. Der Städtetag vom Juli 1891 habe beschlossen: a) Die Erhebungsziele für die Gemeindesteuer auf die Monate Mai, Juli, September, November, Januar und März zu legen, b) den Steuer- commisiariaten die zur rechtzeitigen Fertigstellung der Steuer- Veranlagung erforderlichen Hüifskräfte zur Verfügung zu stellen; hierdurch würde eine Beseitigung der verspäteten Ausgabe der Gemeindesteuerzettel erzielt. Den Anträgen des Städtetags von 1891 sei keine Folge gegeben worden. ES solle daher versucht werden, Abhülse zu schaffen. Die Gemeinden könnten nicht neben der staatlichen Veranlagung ihre Steuer selbst veranlagen, sondern müßten sie aus Grund der staatlich festgestellten Steuercapitalien auSschlagen. Statt des aus den unter Mitwirkung der Gemeinden zu Stande gekommenen Materials für die Staatssteuerveranlagung erhielten die Gemeinden für ihr Geld nur die Gemeindesteuer listen und die Steuerzettel, die Unterlage für die Steuerveranlagung, die für dir einzelnen Steuerarten festgelegten Steuercapitalien erhielten sie überhaupt nicht; ohne diese Unterlagen sei aber die Gemeindeverwaltung außer Stande, irgend welche Auskunft zu geben über die Gemeindesteuerveranlagung; dieser Zustand sei nicht zu rechtfertigen angesichts der Selbstverwaltung und des BestcuerungSrechtS der Gemeinden, die Stadt sei außer Stande, Einquartierungsliften aufzustellen, wo solche nach dem Einkommen statutarisch geregelt werden, Zeugnisse für Staatsstipendien, die unter Angabe der Steuercapitalien ausgestellt werden sollten, könnten nicht ertheilt werden niw. Es müsse angesichts des Dargelegten an der Forderung festgehalten werden, daß die der Gemeindesteuer zur Unterlage dienende Staatsfteuer auch zuerst zur Erhebung gelange, wonach deren Anforderung tn die Monate April, Juni ufw. falle. Durch Ausgabe der Staatssteuerzettel im April hätten die Städte Zeit genug, das eigene Veranlagungsgeschäft bis zum Mai zum Abschluß zu bringen. Es fei in der Praxis erwiesen, daß der Apriltermin durch die Steuercommissariate eingehalten werden könne, denn tn Gießen und Offenbach würden die Steuerzettel den Städten rechtzeitig zugewiesen. Die Städte müßten dringend verlangen, daß ihnen nicht mehr die Gemeindesteuer- listen und Steuerzettel überwiesen werden, sondern auch die Listen der Steuerpflichtigen mit Angabe der einzelnen Steuer- capttalien, damit sie die Steuerveranlagung selbst besorgen und auch den Steuerpflichtigen Auskunft über Gemeindesteuer-Veranlagung geben könnten. Hierdurch würden u. A. auch die Steuerzahler erkennen, wie die einzelnen Steuer- arten in der Gemeindebesteuerung wirken. Eine weitere Folge dieser Regelung wäre der Wegsall der Offenlage der Gemeindesteuerlisten, wodurch wieder vermieden würde die Einsicht Unberufener in die steuerlichen und Vermögens- Verhältnisse ihrer Mitbürger, die den Vorschriften über Geheimhaltung der Steuerveranlagung zuwiderlaufen. DaS BeranlagungSverfähren wäre allerdings nur denjenigen Gemeinden zu überlassen, welche die erforderlichen VerwaltungS- kräfte besitzen und die Ueberroetfung der BeranlagungSmaterialien beantragen. — Bon den folgenden Rednern machte u. A. Herr WolfSkehl-Darmstadt geltend, daß die späte Veranlagung in der Gemeindebesteuerung auch ihren Grund in der späten Fertigstellung der Gemeindevoranschläge habe; er bezweifle, daß die Regierung auf eine «enberung im Sinne des Referenten eingehe. Die Offenlegung der Steuerliften, wodurch vielleicht Unberufenen der Einblick in die De.mögenSvcrhält I Me anderer gestattet ist, solle nicht Veranlassung zur Furcht sein, denn allzu große Heimiichthuerei habe keinen Werth, i — Herr Michel-Mainz spricht sich für getrennte Auf- sührung der Steuercapitalien und Angabe der Ausschlags- Soösficienten auf den Steuerzetteln aus. — Herr Oderbürger, meister Brink-Offenbach hält an der Möglichkeit fest, daß die Zettel auch ohne erhebliche Aenderungea rechtzeitig in den Besitz der Steuerpflichtigen kommen. — Herr Oberbürger- । schluß der einzelnen Kassen; er spricht sich für Erhebung der Staatsfteuer in den Monaten April, Juni rc., der Gemeindesteuer tn den Monaten Mai, Juli usw. auS. — Herr Oberbürgermeister Dr. Gaßner - Mainz beantragt, die Großh. Regierung zu ersuchen, die Erhebung der Gemeinde steuer auf die Monate Mai, Juli, September, November, Januar und März unter gleichzeitiger Verlegung der Staats- steuerziele aus die Monate April, Juni usw. zu verlegen, in die Gemeindesteuerzettel aufzunehmen die Umlage Eoß'ficienten, in den Gemeindefteuerltsten einzeln aufzuführen die Steuer- capttalien; ferner sollen diejenigen Gemeinden, welche die Veranlagung der Gemeindesteuer selbst sorgen wollten, Er- Hebungen über die durch dieses BeranlagungSverfahren entstehenden Kosten anstellen. — Dieser Antrag wurde angenommen. (Forts, folgt.) **Pr. ttoncett im Clnbsaal. Die Reihe der dieSwinter- lichen Concerte eröffnete nicht, wie sonst wohl üblich, ein Orchester Eoncert deS ConcerrvereinS, sondern ein Bocal- und Jnstrumental-Eoncert mehrerer auswärtiger Künstlerkräfte, die mit Ausnahme der dramatischen Sängerin Fräulein Czerwenka vom Königlichen Hoftheater in Stuttgart sämmtlich dem Ensemble der Großh. Hofoper in Darmstadt ar,gehören. Die meisten Nummern deS inhaltreichen und interessanten Programmes, namentlich die ©eenen auS „Tannhäuser" und „Der fliegende Holländer", dürften dem hiesigen Concertpublikum bekannt gewesen sein, sodaß wir uns ein näheres Eingehen darauf versagen können. Dasselbe glauben wir von den beiden Balladen Earl LöweS, dem an dramatischen Accenten und lyrischen Ergüssen reichen „Archibald DouglaS" und dem stimmungsvollen Gedicht „Die Uhr" behaupten zu können. Auch von den Liedern dürften hier nur wenige unbekannt gewesen sein. Eine Neuigkeit war daS Concertstück für Harfe von PariSh-AlvarS, und mußte umsomehr interefftren als die Harfe hier in den letzten Jahren als Soloinstrument überhaupt nicht gespielt und in Orchesterwerken stets durch daS Pianoforte ersetzt wurde. Die Compofition von PariSh-AlvarS hat keinen befonbern musikalischen Werth, doch bietet sie mit ihrer Fülle technischer Schwierigkeiten dem vortragenden Künstler schöne Gelegen- heit, sein Können zu zeigen, und Herr Wiedemann zeigte sich seiner Aufgabe auch im Allgemeinen gewachsen. Utber dem gesanglichen Theil deS ConcertS waltete insofern ein Unstern, als durch Erkrankung des Tenoristen, Herrn Bär, mehrfache Programmänderungen eintreten mußten. Ferner war an Stelle deS erkrankten Herrn Dr. Kesser ein anderer uns nicht bekannter Pianist eingetreten, dessen Clavierbegleitung sich den einzelnen GesangSvorträgen nicht überall anzupassen vermochte und namentlich in dem von Herrn R chmann wundervoll tolebergcgebenen „Archibalb Douglas" mehrfach zu wünschen übrig liefe. Fräulein Czerwenka schien anfangs an einer Indisposition zu leiden, doch fanden ihre späteren Vorträge, wie auch diejenigen deS Herrn Weber vielen Beifall. Wir geben uns der Hoffnung hin, daß die geschützten Künstler unS gelegentlich unter günstigeren Verhältnissen wieder besuchen und uns weitere schöne Genüsse bitten werben. •* 1870. Der französische Gesanbte war in EmS von betn König von Preußen abgetoiefen worben, bte französische Regierung hatte an Preußen ben Krieg erklärt; es würbe mobilifirt unb der König mit Gefolge war von EmS hier burch nach Berlin gereist. Auf dem Bahnhof hatte er gesagt, ein gefährlicher Feind habe unS den Krieg aufgezwungen, aber mit Gottes Hülfe würben wir ihn bestehen. Wir hatten Sr. Majestät mit einem lauten freudigen Hurrah! geantwortet. Am Abend faßen wir, ein kleiner KrelS politifirender Leute, im Gasthof zum Rappen. Wir besprachen die AuS- sichten, die wir hätten, nicht weniger die Befürchtungen, die uns bewegten, — aber sie wurden Überwogen von den Hoff nungen auf einen großen Erfolg der deutschen Waffen. Hierbei machte ich den Vorschlag, die Ge'ellfchaft solle zusammenlegen, um einen SiegeSpreiS zu bilden für die deutschen Soldaten, welche die zweite französische Kanone erobern würden (die erste war schon in Wiesbaden prämssrt worden). Der Vorschlag fand Anklang unb alßbalb wurden 40 Thaler in meine Hände gelegt, die ich an daS KriegSministerium mit Angabe ihrer Bestimmung sandte. — Der Krieg begann bei Saar- brücken-St. Johann und endigte an der Schweizer Grenze. Die deutschen Truppen zogen wieder heim, jubelnd begrüßt von der ganzen Nation. Sie hatten gar manche Kanone den Franzosen genommen, der zweiten gedachte man kaum noch. Am 29. März 1872 erhielt ich folgende Zuschrift: „Berlin, den 23. März 1872. Em. Hochwohlgeboren benachrichtigt bad unterzeichnete Departement ergebenft, daß die von Ihnen bargebotene patriotische Gabe von 40 Thalern bem 1. Schlesischen Infanterie-Regiment Nr. 46 Behufs Verkeilung an die beteiligten Mannschaften zuerkannt worden ist. KrtegSministerium. Allgemeine» KriegS-Departement. v. Stiebte, v. Caprivi." So oft mir baß Schriftstück in die Hand kommt, gebende ich bankbar der braven 46er in Schlesien. Auch sie haben baß Ihre beigetragen zur Einlösung beß Königsworts: „Mit Gottes Hülfe werden wir ben Feinb bestehen." Batst. •* Die Telephon-Apparate werden eine wesentliche Verbesserung erfahren. Die Schallplatte, welche jetzt von Holz ist, wird, wie der „Eonfectionär" meldet, durch eine eigens für diesen Zweck präparirte Platte von Eelluloid ersetzt werden Davurch wirb ermöglicht, daß der Ton biß zu einer Entfernung von 3 Metern vom Telephon-Apparat gehört werben kann unb daß, auch wenn der Hörapparat auf dem Arbeitstische ober sonst wo liegt, jede» Gespräch deutlich vernommen werden kann. n. Wieseck, 4. November. Der schon längere Jahre hier in Thätigkeit . stehende Lehrer, Herr Katzenbach,' n. Altenstadt. 4. November. Nächsten Mittwoch feiere her hiesige Gemeinberechner, Herr Hammel, mit feiner flleid) ihm noch rüstigen Ehefrau baß seltene Fest der goldenen Hochzeit. DaS hier tn großer Beliebtheit stehende I Ehepaar gedenkt diese Feier in aller Stelle zu begehen. n. Nieder Florstadt. 4. November. In der Nacht vom Samßtag zum Sonntag brach hier abermals Feuer auß. ES war dies der vierte Brand innerhalb vier Wochen tn derselben Straße. Di-Smal gelang eß glücklicherweise noch rascher wie früher, baß Feuer auf seinen Herd zu beschränkeN, sodaß nur ein Statt stark anbrannte. ES zweifelt feier Niemand daran, daß die Brände von ruchloser Hand angelegt find. Die Erregung der Gemüther kann man sich | leicht außmalen. ES wäre sehr zu wünschen, wenn man beß gewissenlosen Menschen balb habhaft würde. Alle biß jetzt aufgebotene große Wachsamkeit hat leider noch nicht dazu geführt. Klein Steinheim, 3. November. Dieser Tage ereignete sich hier ein Vorfall, der zwar kaum glaublich scheint, aber gleichwohl auf Wahrheit beruht. Einem hiesigen Schweine- Händler verendeten nämlich zwei werthvolle Mastschweine an der Rothlauffenche. Die Cadaver wurden dem Wasenmeifter zur Verscharrung auf dem Wasenplatze überliefert. Der Abdecker beauftragte mit dieser Arbeit zwei Leute von^Klein-Steinheim. Diese aber behielten den größten Theil der crepirten Thiere für sich und pökelten daß Fleisch ein, obgleich dasselbe zum Zwecke der Ungeniefebarmachung schon vorher mit Petroleum übergossen worden war. Die Sache wird daß Gericht beschäftigen. Darmst. Z,g. A Mainz, 3. November. Ein großer Brillant en- die bstahl wurde vorgestern Abend bei der Solosängerin beß hiesigen Stabttheaterß, Fräulein Drasfati, ausgeführt. Währenb ber Abwesenheit ber Dame würben auß deren verschlossener Wohnung Brillanten unb Schmucksachen von beträchtlichem Werthe gestohlen. Trotz eifriger Nachforschungen konnte man von bem Thäter biß jetzt keine Spur ermitteln. Außer für bie bestohlene Dame war ber Diebstahl für einen mit Fräulein Drassati auf berfelben Hausflur wohnenden Buchhalter eineß hiesigen Geschäftes von sehr unangenehmen Folgen begleitet. Mit Rücksicht auf die nahe Verbindung beider Wohnungen hat man Mangels jeder Spur, sowohl tn der Behausung als auch in bem Geschäfte, in welchem ber Buchhalter thätig, polizeiliche Haussuchung vornehmen lassen, was den davon Betroffenen begreiflicher Weise ia bie ärgerlichste Situation brachte. Die Haussuchung verlief vollständig refultatlofl. — Gin eigenartiges Fahrzeug, ein Rettung«- boot von ganz merkwürdiger Bauart, macht eben seine erste Fahrt auf dem Rhein. ES ist dies ein von einem Mann bedientes Ruderboot, baß berart gebaut ist, daß dasselbe nicht Umfallen kann und sich immer wieder von selbst aufrichten muß. Außer zweier Handrudern, kann sich der Insasse, der für seine Mahlzeiten alle möglichen, practtsch placirte Nahrungsmittel mit sich führt, auch verschiedener Segel bedienen. Das Boot, baß von einer größeren Firma zu Reclamezwecken gebaut fein soll, kommt von Neufchtztel unb geht ben Rhein hinab biß Rotterbam unb von da nach England und Lyon. Daß Endziel ist Pariß. veraschtes. * Eoblenz, 2. November. Gestern Abend fand man in der Nähe beß Kirchhofs eine männliche Leiche. Der Mann ist nach einem anscheinend starken Kampfe durch einen Stich in den Hals, der die Hauptschlagader getroffen, ermordet worden. Bei der Leiche fand man eine eigene Soldatenmütze und ein Paar Kinderstiefel. Bon dem Thäter hat man biß jetzt noch keine Spur. • Hannover. 4. November. In bem Nachbarorte Anberten erhängte heute Morgen der Fabrikarbeiter Kiekebusch seine vier Kinder im Alter von 1—10 Jahren unb bann sich selbst, nachdem bie Ehefrau sich zur Arbeit In ber Cementfabrik zu M.ßburg begeben hatte. • Liegnih, 2. November. In Abwesenheit seiner Fran beging ber Hanbelßmann Wießner Morb an seinen drei Kinbern und Selbstmord durch Vergiftung. Zwei Kinder, ein 12 jährigeß Mädchen und ein 8 jähriger Knabe, wurden gerettet, ein 6jährigeß Mädchen sowie ber Mörder find tobt. Der Grund ber Unthat waren Familienzwiftigkeiten. • London. 2. November. Der gestern in OueenStown eingetroffene Cunarb-Dampfer „Campania" berichtet, dafe er am 28. October mitten auf bem Ocean Nachts an einem brennenben Schiffe vorbeisegelte. Meilenweit waren die Flammen zu sehen. Die „Campania" ließ zwei Rettungsboote hinab unb al# dieselben fanden, daß keine Spur von Leben mehr auf bem brennenben Fahrzeuge zu erblicken war, setzte die „Campania" ihre Reise fort. vielleicht hat ein Wissonbampfer, der vier Stunden vorher an dem brennenben Schiffe vorbeifuhr, die Besatzung gerettet. • Wie man in Newport annoncirt! Für die Annoncen der großen Newyorker Modewaaren-Detail-Geschäfte, welch« in den Sonntage»Aufgaben der Newyorker Zeitungen vom 13. October enthalten waren, wurden 120000 Dollars (480000 Mark) auSgeaeben. Wenn sich diese Annoncen nicht bezahlt machten, so würden wohl die „smarten" Amerikaner nicht annonciren. Und für wieviel wird bei unS annonchrt ? fragt der „Confecttonär". Für nicht so viel Tausend von Mark wie tn Newyork Hunderttausende von Mark. — Wer tn daS Geschäft etwa# hineinftcckt, kann auch etwas feerauß» holen, so denken wemgstenß — bte Amerikaner irr trmiigke jrirtfirfrr StMtztttsr. CxetiMi. Mittwoch den 6. November: Excelsior. Donnerstag ben 7. November: Der Eoangelimann. Freitag den 8 November: Obersteiger. SamSlag ben 9. November: Der König beiß gelagt. Sonntag ben 10. November. Nachmittags 8‘/i Uhr: Abend fand man k Selif. Der Mann e durch einen Stich troffen, ermordet t eigene Soldaten' i dem Mer h°- t bem Nachbarorte der Fabrikarbeiter von 1-10 Jahm 11 fit tui eM 11 Seit fein« 8“' Sorb an Seinen i' una. Zwei Mer, cifler M ®ur>e,r M^gketten. „QntenSt»»« /' berichtet, daß er ! Nachts an einer Meilenweit XS? •■iS'S . in ton btennenbe« '■«t ti« ”'"1201)00 r>»'' M 1««««»« :1 , Taufenb io viel Ta Eßer ' Don ^aI 8 berank ,««»7°° ’ Jj** 81 * »SSä £r*s »d« " "•* «nt E ä.6Ä; »L ‘«« .7^nplatze über. t7tt ^'beil m '^ltendengröbte, WMten dar Fleisch '"genießbarwachuna wordeo war. Die Darmst.Zift. ^Drillavteo. . ^x ^^ingerin 'U°U, "ben aus deren vn> hmulksachen von beiger Nachforschungen ne Spur ermitteln. Diebstahl für einen auSstur wohnenden sehr unangenehmen ie nahe Lerbioduog er Spur, sowohl in ite, in welchem der g vornehmen lassen, Weise io die ärger- >8 verlies vollständig ifi, ein Rettung«. i macht eben seine ein von einem Maan t ist, dah daSlelbe ieder von selbst aus- , tarn sich der In- n, praetisch placke chiebrvrr 6tg(l bv groherL? 'f/rma za Bon Mfch^tel and von da vach ^tapoleon, ober: Die hundert Tage. Abends 7 Uhr: Fidelio. Montag den 11. November geschlossen. Dienstag den 12. November: Eoangelimann. Schauspielhaus. Mittwoch den 5. November: Die Karlsschülerin. Donnerstag den 7. November: Alt-Frankfu rt. Freitag den 8. Novemter: Der Tugendwächter. In Eioil. Samstag den 9. November: Königsleib. Sonntag den 10. November, Nachmittags 3,/2 Uhr: Fortuntos Lied. Die Nürnberger Puppe. Abends 7 Uor': Die Four chambault. Montag den 11. November: Die Räuber. Witterungsbericht vom 4. November. Das Barometer ist im Allgemeinen noch weiter gesunken und ist nunmehr auch der Norden Europas bereits von niederem Drucke bedeckt. Dipressions-Centren liegen vor dem (Santi und im äußersten Norden des E dtheils Den Südoben, sowie den größten Tbetl von Central Europa beherrscht noch immer ein barometrisch s Maximum und haben sich die Druckunterschtede zwischen dem Nord- und Süd- sutze der Alpen ausgeglichen. In Süddeutschland fielen während des gestrigen Tage« und Nachts allenthalben Niederschläge. Am Morgen war das Wetter im flachen Lande nebelig und sind daselbst die Temperaturen meist gestiegen. tBitUrung t M ist heiteres und mildes Weitrr. »eitert, Land, unö volk-wirthschaft. Bietzen, 5. November. Marktbericht. Aus dem beuligen Wochenmarkt kostete: Butter vr. Pfd X 0,8 —0,90, Hühnereier pr. St. 7—8 2 St. OO Enteneier pr. St 00 A, Gänse eier pr.St OO-OOH, Käs- pr. St. 4-8 Käsematte pr. ©t. 3 A, Erbsen pr. L'ter 18 Linsen pr. Liter 28 4, Tauben pr. Paar JL 0,60 bis 0,70, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,20, Hahnen pr. Stück X 0,75—1,0 i, Enten pr. Stück X 1,60—2,00, Gänse pr. P'und •* 0,48—0 58, Ochsenfleisch pr. Pfd. 72—76 4. Kub- und Rindfl isch pr. Pfd 66—68 H, Schweinefleisch pr. Psd. 60 bis 70 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 60—64 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 60 -70 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00—5,00 X, Weißkraut pr. Stück 8-16 H, Zwiebeln Pr. Eentner X 3,00—4.00, Milch pr. Liter 16—20 A, Rrocttoen pr- Centner X 3,50—4,00. Henneberg-Seide — nur ächt, wenn Mieci ab meiner Fabrik bezogen — schwarz, weiß unb farbig, von 60 Pf. disMk.18 65 per -Dieter — glatt, gestreift, ka«r rr gemustert, Damaste zc. (co. 240 nericb Qual und 2OOO ver sch. Fa'b> »> Dessins zc.), porto- und steuerfrei Ins Haas Muster umgebend 197 Saiden-Fabriken 6. Henneberg (k. k. hoa.), Zürich. Rdne Seife, wie sie auch heißen möge, besitzt die Empfehle., * von über 2000 deutschen Professoren urb Leuten welche der Pate» I- Myr, hott 'Seite u. 81. das Zeugnis ausaestcllk, daß sie a's To.leite- Die beste Kinderfeife Gesundheris Leise zum läßlichen Gebrauch c-a» Beste sei a>a6 gibt- Wer deshalb für eine rationelle Gesundhetts- unb Schönheitspflege der Haut der Kinder Sorge irag-n will, der gebrauche keine and-re Toilettkseife als die Patent Myrrholin-Seise. Die Patent-Myrrholiu Seife ist in allen guten Parfümerie- und Troguen Geschäften, sow c in den Apotheken zc A 50 Pfg. erhältlich unb muß j-deS Stück die Patent-Nummer 63592 tragen. 6238 Mit dem am 14 b. Mts. dahier stattfindenden Vieh- und Krämermarkt wird auf besonderes Anregen ein Schafmarkt verbunden, was hiermit zur Kenntniß der Jntereffenten gebracht wird. Grünberg, den 1. November 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. -Zimmer.9265 Hieß- und Krämermarkt 9284 in Nendorf a. d. Lda Mittwoch, 13 November 1«95. Der Voranschlag der Gemeinde Trohe für 1896/97 li-gt vorn 8. d. Mts. an acht Tage lang zur Einsicht der Jntereffenien auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier offen. Trohe, den 5. November 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Trohe. _____Schmi dt. 9268 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Gröningen für 1896/97 liegt vorn 5. November d. I. an acht Tage lang zur Einsicht der Betheiligten aus hiesiger Bürgermeisterei offen. Grüningen, den 2. November 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Grüningen. __________________________Gilbert.______________________9217 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Stangenrod Pro 1896/97 liegt vom 8. d. Mts. an acht Tage lang aus dem Bürger- meifterei-Bureau zur Einsicht der Betheiligten offen. Stangenrod, den 4. November 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Stangenrod. __Bock._________________________9266 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Villingen für 1896/97 liegt vorn 7. November d. I. an acht Tage lang zur Einsicht der Bethei- ttgten aus hiesiger Bürgermeisterei offen. Villingen, den 4. November 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Villingen. Koch. 9267 Dienstag den 12 November, Nachmittags 2'/» Uhr, sollen an Ort unb Stelle die den tßil» Helm Geuttng Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien als: Flur Nr. qm 41) 73 2375 Acker links am Schwarzlachweg, 20 74 2387 Acker baselbst, 40 136 1138 Acker in der Schwarzlach, 40 137 2300 Acker daselbst. 40 138 2300 Acker daselbst, 40 1454/io 1731 Wiese daselbst, 40 1( 8 1650 Acker daselbst, 40 109 1525 Acker baselbst öffentlich freiwillig an den Meistbietenden unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden- 9285 Gießen, den 5 November 1895. 3- A-: -««dach, Ortsgerichtsmann. Dienstag den 12. Novdr. I. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen im Pfandloeale zu Gießen — Seltersweg 11 — gegen Baarzahlung versteigert werden: Buchen- unb Eichen-Bohlen, Sovha, Commode, Kleiberschränke, Küchen- schränke, GlaSschrank, Waschkommode, Schreibtisch, Berticow, Regulator, Wonbuhr, ein Handkarren unb ein Kaffenschrank. 9276]_______Kemmer, Pfandmeister. Mittwoch den 6. Novdr. I A, Nachmittag- 2 Uhr, werden im »ieter'schen Saale — Neustadt 55 — versteigert: Möbel aller Arten, Spiegel, Silber (Stahlstiche und Oelgemälbe), zwei Hobelbänke, eine Partte Werkbolz, ein Spielwerk, ein Jagdgewehr (Dreiläufer) u. a Versteigerung theilweise bestimmt. .9292 «fiftut, Gerichksvollzieher. Den von mir unter dem 23. Oc tober 1895 gegen den Schlosser und Taglöhner Karl Hoffmann von Wetzlar erlassenen Steckbrief nehme ich hiermit als erledigt zurück. Limburg, 2. Nooemb r 1895. Der Erste Staatsanwalt. I. A.: Stegmann. 9273 Lieferung von Steinzeugröhren. Die Lieferung der für Entwässerung des neuen KasernementS erforderlichen Steinzeugröhren nebst Fayon- stücken soll Dienstag den 12. ds. Mts., Bormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Angebote sind auf dem bei uns erhält lichen Formular zum genannten Termin einzureichen. Zuschlagssrist 14 Tage. Gießen, 4. November 1895. Das Stadtbauamt. 9295 Schmandt. Mdl. Schlachthaus. Freibank. [9203 Heute und morgen: Rindfleisch, nicht ladenrein, pr. Psd. 52 Pfg. Ein Hans i» guter Geschäftslage, preiswürdig lu verkaufen. Offerten unter D. K. 32 an die Exped. d. Bl. 9.09 Malunterricht in Aquarell und Oel ertheilt Johanna Hecht, ftaatl. gepr. Zeichen- u. Mallehrerin, Garteustraße 22. 9279 Anmeldungen täglich von 10—1 Uhr. Hrauöennlost und Fcderwcißen empfiehlt 9162 F. Schott, Bahnhoistr. 23. prima SismiirckhmM, Sardellen, Sardinen, Rollmöpse, in bekannter Güte frisch einaetroffen bei Wi8ßi. Haas, ölkichstr. 21. Für Wlrlhe billigste Preise. 9294 C. G. 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