Mr. 209 Freitag den 6. September z 8K - ießener Anzeiger Keneral-Mnzeiger Aints- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren chratiskeikage: Hießener Jamitienötätter Amtlichen T steil tnderw, ite an 7213 hier. Hjtttttjt verwandelter Mann, Kan- Sinn für jugendliche Freuden. seiner: ernst, schwermüthig, ohne Er machte eine Station rief ich in höchstem Erstaunen, gekommen? Warum hast Du Alle Annoncen-Lureaux des In- und Lu-lande- nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Jagdpatroueu. er, WäwO. Die Gießener Anmikien dkätter werben dem Anzeiger Wöchentlich dreimal brigelegt. Der -ießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de- MontagS. „Nun sage aber doch," — „wie ist denn das alles mir nicht geschrieben?" Florence erwiderte statt ,eiL ten, vorjähriger MM eines Neubaues mögW ulend unter Preis. Slödner. „Er hatte keine Zeit zum Schreiben. Wir hatten zu viel Glück nachzuholen. Ich werde Ihnen alles erzählen — oder Detlev, Du kannst das thun. — Ja, sehen Sie, das ist unser Baby! Ist es nicht ein StaatSkind? — Wir sind schon bald zwei Jahre verheiralhet. — Detlev, bitte, mach das Fenster ganz zu, es zieht ein bischen — so — da find wir schon zu Hause!" Der sprudelnde Redeschwall der kleinen Frau versiegte auf einen Augenblick, als der Wagen anhielt. Wir stiegen auS und betraten die Billa des jungen Paares, welche in der Rauchstraße, mitten in einem großen Garten lag. — Welche geschmackvolle Pracht der Einrichtung! Ich brannte nachgerade vor Wißbegterde, das Nähere über diese Metamorphose in Detlevs Schicksal zu erfahren. Als wir endlich behaglich in seinem großen Arbeitszimmer saßen, welches mit einer englischen Fensterthür in den Garten mündete, — Frau Florence hatte unS ein zierliches Gabelfrühstück anrichten lasten — erzählte mir Detlev mit kurzen Worten die Vorgänge, die fein Leben so um» gewandelt hatten. wiegelung nicht zugänglich zu machen, eine fortbestehrnde Aufgabe der Regierung bilden, daß wir als die ArbeitSbaber, zu den wir unmittelbar aufgeboten sind, zur Niedcrkämpfung der auf die Verwüstung der vaterländischen und monarchischen Gesinnung deS deutschen Volkes abzielenden socialistischen Hetzpropaganda dastehen. Die „Post" wendet sich in scharfen Worten gegen die Socialdemokratie und knüpft dabei an die Stelle des Kaisertoastes an, in welchem es heißt, die Soctaldemokraten seien eine Rotte von Menschen, nicht wcrth, den Namen Deutsche zu tragen. Sie sagt: das vernichiende Wort ist aus dem Herzen deS deutschen Volkes gesprochen Von Volksgemeinschaft mit Männern, welche den greisen. Heldenkaiser mit schmachvollen Worten verfolgen, kann ernstlich nicht die Rede sein. DaS sind keine Deutsche, sondern Vaterlandslose. Alle Organe und Behörden müsten die Socialdemokratie rücksichtslos bekämpfen. Die bestehenden Gesetze und Einrichtungen müsten, soweit dies für diesen Zweck nicht genügt, verstärkt worden. Ein voller Ersolg aber kann nur dann erzielt werden, wenn alle Kreise unseres Volkes sich aus der optimistischen Duselei zu energischer Abwehr aufraffen. Möchten sich dre staaröerhaltenden Elemente zu einer festen Phalanx gegen die Socialdemokratie zusammen schließen. Der „ReichSbote" schließt einen längeren Artikel mit folgenden Worten: Wir sind der Meinung, daß eine energische Regierung den Reichstag jetzt unverzüglich einberufen und ihm eine neue Vorlage gegen den Umsturz machen sollte und wir find überzeugt, daß der Reichstag es jetzt unter dem Druck der entrüsteten öffentlichen Meinung nicht wagen würde, abermals eine ähnliche Vorlage abzulehnen, handelt es fich ja doch, daS hat uns gerade die Jetztzeit gezeigt, wo die Arbeiterwelt die nationalln Feste mitgefeiert hat, nicht um einen großen Theil deS Volkes, sondern nur um eine in den Händen weniger mit Gott und der Welt zerfallener Revolutionäre liegende Agitation in der Presse und in Vereinen. Berlin, 4. September. Wie die „Berliner Corresp.,, schreibt, hat fich daS preußische Staatsministerium nach eingehender Prüfung der abgegebenen Gutachten, in Ueberein- stimmung der SraatSrathes, im Jntereste der Förderung und Erleichterung des Vieh Verkehrs, für allgemeine Einführung der auf den östlichen Staatsbahnen bestehenden niedrigen Viehtarife, in dem ganzen Staatöbahnnetz entschieden. Befehl fortgesetzt Ausschnitte aus dem „Vorwärts" vorgelegt worden sein. Berlin, 4. September. Die Nummern des „Vorwärts" vom 17. August und 1. September find co nfiSctrt worden. Beanstandet werden die Artikel „MilitartsmuS", „Sedanfeier" und „Aegirkirche". Der derzeitige verantwortliche Redacteur Max Pfund wurde verhaftet. ES soll gegen ihn wegen Verleumdung und Majestätsbeleidigung Anklage erhoben werden. Berlin, 4. September. Der „Vorwärts" behandelt heute in ausführlicher, aber maßvoller Weise den Pastus der vorgestrigen Kaiserrede, welcher fich mit den Socialdemokraten beschäftigt. Dem Blatte ist unklar, wie die Befreiung von solchen Elementen vor fich gehen soll und was die Garde damit zu thun hat. Gutwillig schüttelten die Socialdemokraten den Staub nicht von den Füßen, also müßten fie mit Gewalt entfernt werden. Man commandirt nicht Soldaten zum Angriff auf Leute, die eine politische Agitation mit friedlichen Mitteln treiben. Daran habe doch wohl der Kaiser nicht gedacht. Eine Aufklärung über die Verwendung der Garde sei jedenfalls nöthig. Zum Schluß bedauert der „Vorwärts" die Haltung der liberalen Preffe der Kaiserrede gegenüber. — Das „Kleine Journal" schließt seinen Artikel mit den Worten, der Kaiser hat fich ohne Ansehen der Partei an sein Volk gewandt. Seinem feurigen Geiste find engherzige Parteiprogramme gewiß ein Gräuel. Möge daS deutsche Volk seinem Kaiser im entscheidenden Augenblick auch ohne die Vormundschaft irgend welcher Parteigrößen die richtige Antwort geben. Berlin, 4. September. Die „Nordd. Allgem. Zeitung" bespricht in ihrer heutigen Abendnummer den Trinkspruch des Kaisers und sagt: der neue energische Appell, den der Kaiser an daS gesammte deutsche Volk, soweit es diesen Namen verdient, gerichtet hat, trifft nun auf ein geläutertes und durch merkliche Erfahrungen bester tnformirteS Urtheil, als dies früher der Fall war. Vor Allem ist es erforderlich, daß wir uns über den Grund des zunehmenden Mißerfolges bei Bekämpfung der Socialdemokratie klar werden. Wir weisen für heute darauf hin, daß Anklagen gegen frühere angebliche Mißgriffe der Regierung unS nicht helfen und nicht fördern können, daß wirthschaftliche Reform-Maßnahmen um bestimmte Schichten des Volkes der socialdemokratischen Auf- Bekanntmachung. betreffend: die Erwerbung des zum Bau der Nebenbahn Hungen—Friedberg erforderlichen Geländes. Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung in obigem Betreff vom 30. v. M. bringen wir hiermit zur Kenntniß der Jnterestenten, daß der Antrag auf Einleitung des Enteignungsverfahrens nebst den betreffenden Geländeerwerbsplänen nicht, wie in der früheren Bekanntmachung angegeben, auf den Rathhäusern zu Inheiden ■ und Utphe, sondern auf den Büreaus der Gr. Bürgermeistereien daselbst, vom 6. bis zum 21. l. M., offen gelegt werden. Gießen, den 4. September 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend: die Rothlaufseuche unter den Schweinen. Die Rothlaufseuche unter den Schweinen in der Gemeinde Atzbach, Kreis Wetzlar, ist erloschen. Gießen, den 3. September 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. „Junge!" rief ich, „Mensch! Detlev! Wo kommst Du her?" Er lachte mich glücklich an,- das war wieder sein altes, sonniges Lachen. „Geradewegs auS dem Paradiese," sagte er. „Komm mit, Du darfst auch hineinschauen." Und er führte mich zu dem Landauer; darin saß Florence, blühend wie vor acht Jahren und ebenso jung auS- sehend. Auf dem Rückfitz aber thronte eine Kinderwärterin in bunter Tracht mit einem rosigen Baby im Arme. Florence streckte mir die Hand entgegen. „Ich erkannte fie gleich wieder," sagte fie herzlich. „Detlev hätte mir nicht erst zu sagen brauchen, wer Sie sind. — Wollen Sie nicht einsteigen? Wir fahren gerade nach Hause." Natürlich stieg ich ein. Detlev setzte sich neben die Kinderfrau und ich mußte neben Florence Platz nehmen. ).7O ne lehre iultnfilitn nach der andern durch und lebte wie ein Asket, um so viel Geld zusammenzusparen, daß er einstmals Florence nachreisen und von ihr hören könne, ob sie noch an eine Heirath mit ihm denke. — Nach Berlin war Florence seit damals nicht zurückgekehrt und nur durch jene Freundin von der Eisbahn hörte er zuweilen, daß sie lebe und fast gesund sei, daß fie nur aus eigenem Antriebe erklärt habe, nach Berlin nicht eher zurückkehren zu wollen, als bis ihr Vater seine tyrannischen Absperrungs» und Spionage»Maßregeln aufgehoben habe. Alle« dies hörte ich auch nur brieflich von Detlev, da ich längst in die heimathliche Provinz zurückgekehrt war und als Affeffor hier und da ein Commissorium genoß. Bor nunmehr einem Jahre gedachte ich einen kurzen Urlaub in Berlin zuzubringen und dabei meinen alten Detlev aufzusuchen, von dem ich seit fast zwei Jahren nichts mehr gehört hatte. Er hatte s. Z. baß Examen „mit dem Prädicat" bestanden und war in daS Ministerium des Innern eingetreten. Während ich vergnügt in der klaren Winterluft die Thiergartenstraße hinaufging, um über die Linden nach dem Ministerium zu gelangen, fielen mir die hundert schönen Tage ein, die ich mit Detlev hier unter den bereiften Bäumen entlang geschlendert war. Der gute Mensch! Wie mochte eS ihm gehen? Die Augen aufschlagend, bemerkte ich einen geschloffenen, eleganten Wagen, dessen Pferde im großen Trab auf mich zukamen. Mit einem plötzlichen Ruck — ich sah die Der- bindungsschnur am Aermel deS Kutschers zucken — hielten ste aber an, die Wagenthür wurde aufgestoßen, und — ich glaubte zu träumen — Detlev sprang heraus und geradewegs in meine Arme. 4 Norrefte 3 Depeschen deS Bureau .Herold'. Darmstadt, 4. September. Der „Darmstädter Zeitung" .zufolge kehrt der Großherzog am Sonntag hierher zurück. Später treffen die Großfürstin Sergius von Ruß- i anb und die Prinzessin Heinrich von Preußen hier ein.., Berit«, 4. September. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine größere Anzahl von Ordensverleihungen an höhere Offiziere. ES erhielten unter Anderen hohe Auszeichnungen: General v. Wittich, Commandeur des 11. Armeecorps, der Gouverneur von Mainz, General v. Ho lieben. Berlin, 4. September. Wie der „Localanzeiger" zu melden weiß, sollen dem Kaiser in letzter Zeit auf seinen S.iiertcfi3I)rigcr AOonKuntntsprcU? 2 Mark 20 Pfg. mit Brmgerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Psg. Redaktion, ExpcditioU und Druckerei: SSukstratze Fernsprecher 51. < 1 September ab g24 Math. in 8'12 2-6 Uhr. 1,11 Koch. Zahnarzt. Flaschen enthalten a<* MckKchitlll ldcrMW mstt.3mckmMtu.SMch den billigsten Preisen. 2011 200 Ltüä auf Lager. 1 Nr. 30 er. Essig SSä'S '"toeibenbeW empfahl- pischbacn. L30 wird für die leere Flasch' Rückvergütet „Du denkst, mein Schwiegervater habe endlich gutwillig nachgegeben? Weit gefehlt. Menschen wie er, die in Egois- muS aufgehen, können niemals gerührt, höchstens überlistet werden. Und überlistet haben wir ihn. Du weißt, daß ich mit einiger Mühe nach und nach so viel Geld zusammensparte, daß ich meiner Braut nach DavoS, wo sie regelmäßig den Winter zubrachte, nachreisen konnte. Die Ungewißheit, in der ich meine Jahre zubringen mußte, hatten mich zu einem nervösen, gereizten und mißtrauischen Menschen 'gemacht. Eines Tages also, als ich jene Freundin, die inzwischen verheirathet war, wiedersah, bat ich fie, daS erste und einzige Mal einen Brief an Florence zu befördern. Ich hatte inzwischen mein Examen gemacht, war inS Ministerium eingetreten, war indeß immer noch der arme Schlucker von vor fünf Jahren, der noch lange, lange nicht aus eigenen Mitteln einen Hausstand erhalten konnte. Mein Brief ging also ab und acht Tage später hielt ich ein kleines Briefchen in meinen Händen. Florence schrieb nur wenige Zeilen - hier find fie." Detlev stand auf und holte aus einer winzigen silbernen Truhe, die er aufschloß, ein kleines Billet heraus, daS lautete: „WaS sind Jahre für unsere Liebe? Krank ober gesund, zwischen Gletschern ober unter egyptischer Sonne, immer, jede Stunde habe ich Dein gedacht. Komm, wenn Du kannst, ich kann Dich hier allein sprechen und will Dir, wie ich eß vor Jahren versprach, den Plan zu unserer endlichen Erlösung sagen. Ach, werden unsere Lippen fich noch heimfinden? Dein unverändertes Lieb." Detlevs Geficht trug einen verklärten Ausdruck, als er baß Briefchen toieber verschloß. „Ich reifte also hin. Dieses Wiedersehen und wie fich unsere Lippen dennoch wieder „heimfanden" — baß find heilige Erinnerungen. — Florence sprach mich in einer stillen Nachmittagsstunde in ihrem eigenen Salon, während der ahnungslose Vater mit noch einigen Gästen des Sanatoriums einen Spaziergang im Schnee machte. (Schluß folgt.) VSer nng. bUnther Mm Soncorte. * cker ““ «uti? besten, ittw*”1 101*** bind<. 20** Feuilleton. Mein Freund Detlev. Von E. Fahrow. (2. Fortsetzung.) Nun kamen elende Jahre für Detlev. Er war ein Die Buchführung dieser Maßregel steht am 1. October d. I. bevor. Rein, 4. September. Die „Köln. Arg." versichert bet Besprechung de- vorgestrigen Kaisertoastes, der Kaiser dabe so offen und klar gesprochen, daß gar nicht daran zu renken sei, er habe hinter diplomatischen Worten seine wahre Ansicht verbergen wollen. Hätte der Kaiser ein Umsturz« gesetz verlangt, würde er. eS klar und deutlich ausgesprochen und an die gesetzgeberischen Faktoren, nicht an daS Volk appellirt haben. Die „Köln. Ztg." fordert die Regierung auf, heute nach dem Abgang des Freiherrn von Hammerstein die Gelegenheit zu benutzen, mit Hülfe der gemäßigten Elemente die Eonservatioen für diejenigen Aufgaben nutzbar zu machen, welche der Kaiser als die Pflicht des gesammten Volkes bezeichnet. Einer allgemeinen, alle Berufsstände zusawmenschließenden Action stehe die Haltung der Conser- vativen entgegen. Die Regierung solle den conservativeu Verwaltungsbeamten nachdrücklich, oöthigenfallS empfindlich klar machen, daß eS auf den betretenen Wegen nicht so weiter gehen kann. Bono, 4. September. In einigen umliegenden Ortschaften grasfirt der TyphuS, besonders heftig in Witter- 'chltck, Hetdgen und Vollmershoven. Biele Personen liegen krank darnieder. Die Schwerkrankeu befinden sich in der Bonner Klinik. Krakau, 4. September. Infolge Auftreten- der Cholera in Galizien ordnete die russische Regierung SicherheitSmaß- regeln an. Paris, 4. September. Der „Soir" meldet, daß in zwei Pariser Restaurants gestern von in Paris lebenden Mitgliedern deutscher Kriegervereine Sedanfeiern unter Ab- fingung von patriotischen Liedern veranstaltet worden seien. Konstantinopel, 4. September. Wie verlautet, finden an der armenischen Grenze große russische Truppen- ansammlungen statt. Der Krieg von 1870|71, geschildert durch Ausschnitte aus ZeitungS-Nummern jener Zeit. (Nachdruck verboten.) 6. September. Kopenhagen, 5. September. Die Operationen der französischen Flotte in der Ostsee scheinen beendigt zu (rin.* Die hier anwesenden französischen Seeoffiziere erzählen, daß der größte Theil der Schiffe telegraphisch nach Frankreich zurückberufen worden ist, wo die Seesoldaten auf dem Lande verwandt werden sollen. Am Oberrhein wird eS lebhaft. Ueber Belforr sollen zahlreiche Bewaffnete anlangen und man scheint an den Unsinn einer ernsthaften Invasion der badischen Rheinuser zu denken. Gestern wurde die Stellung der Deutschen bet Blunzingen (Vellingen?) angegriffen, durch die diesseitige Artillerie aber der Feind zersprengt. Das Feuern hinüber und herüber dauert sort. CeeeUe «tu» Gieße», den 5. September 1896. ** Da8 Coucert des österreichisch-ungarischen Orchesters im „Cafv Leib" am gestrigen Abend war sehr zahlreich besucht, was der vorausgegangenen Feste und der großen Hitze wegen zu verwundern wäre, wenn nicht den Leistungen dxs aus 2 Damen und 5 Herren bestehenden Orchesters ein so vorzüglicher Ruf vorauSgegangen. Die Zusammensetzung des Orchesters aus Streich- und verschiedenen Schlag- instrumenten, wie Tambourin, Castagnette, Holz- und Strohinstrument erzielte eineStheils den leidenschaftlichen Schwung, anderntheilS daS bis zu einer gewiffen Grenze Schwer- müthige und Seelenvolle, was der ungarischen Musik eigen. Auch gesanglich kam dies Empfinden zu wirkungsvollem Ausdruck. Sämmtliche Stücke fanden rauschenden Beifall, die Solo-Borrräge da caxo-Rufe. Hohes Interesse wandte sich der Schlußnummer des Programms, dem hier zum ersten Mal gebotenen Serpentin-Tanz zu, deffen Effect darin besteht, daß die dem Tacte der Musik folgenden Armbewegungen an einem großen, weißen Gewände allerlei Faltenwürfe erzeugen, die, magisch beleuchtet, ein abwechselungsreiches, farbenprächtiges Bild bieten, deffen Reiz erhöht wurde durch die mittelst einer Laterna magica darauf geworfenen Schmetterlings rc. Bilder, sowie durch die Bilder der Kaiser Wilhelm L, Friedrich, Wilhelm II. und zum Schluß Bismarcks. ♦♦ Die Weiolieferuug für dar Laudwirthfchastliche Fest ist nunmehr vergeben worden. Den auf 1000 Flaschen veranschlagten Tischwein, sowie Moselwein hat das WeinhauS Zinßer übertragen erhalten. Andere Marken find unter den Wetnfirmen Gebr. Schwan, F. Helm, Mayer und Frank vertheilt worden. Außerdem liefert Rhetnheffen noch einen guten Tropfen. Champagner werden fünf Marken -u haben sein, darunter Hochheim, grün Etiquett, Kupferberg- Gold und MathäuS Müller. — Am 19. September, also am Eröffnungstage der Ausstellung, wird nach beendeter Sitzung der drei landwirthschaftlichen Provinzialveretne ein Festesten mit vorzüglicher Speisenfolge stattfinden (pro Gedeck Mk. 2,50 ohne Wein). DaS Festmahl wird in der Festhalle gehalten und wird in den nächsten Tagen bekannt gegeben, wo Karten hierzu erhältlich find. *• Trappe» Transport. Heute Vormittag 1/210 Uhr pafsirte mittelst DonderzugeS daß hessische Jäger-Bataillon Nr. 11 aiifl Marburg die hiesige Station. DaS Bataillon wird nach dem Grieöhetmer Lager befördert. Homberg e. b. Ohm, 4. September. Sedan feier- tage. In patriotischer Harmonie feierte das ganze deutsche Volk die Wiederkehr des Tages der Schlacht von Sedan. ES war der Gedanke deutscher Emheit und Einigkeit, der auf dem Altar des Vaterlandes die JubiläumSkerze anzündete. An fernen Altären, weil über Deutschlands Grenze, wo deutsche Zungen nur klingen, erscholl der Jubelton. Von Amerikas weirentlegene Küste kamen die alten Krieger, um auf heimathlichem Boden, für den sie gelitten und gestritten, mit ihren KriegSbrüdern an den Festen und Freuden theil- zunehmen. Wo gäbe rS einen On innerhalb des geeinigten Deutschlands, der diesem Feste die Thore geschloffen hätte?? — Unser Städtchen hatte sich schon am Sonntag zur Feier gerüstet und festlich geschmückt. Vom Rathhaus und vielen anderen Häusern wehten Hessens Fahnen und Banner und des Reiches Farben schwarz-weiß-roth. Reges Leben herrschte trotz der Sonntagsruhe in den Straßen und die Sonne lachte herzlich vom Himmel herab. Der Kriegerverein feierte. Um 1 Uhr bewegte sich der Festzug unter Glockengeläute nach dem Kriegerdenkmal auf dem Friedhöfe. Hier stimmte der unter der Leitung des Herrn Lehrer- Heck stehende Kirchengesangverein a capella einen Choral an, worauf Herr Pfarrer Port eine begeisternde Festrede hielt. Dem Beobachter entging nicht der Eindruck, welchen die Worte auf die Zuhörer, namentlich auf die alten Veteranen, machte, welche mit ihrem Kriegesschmucke, ihren Ehrenzeichen am Ordensbande, erschienen waren. So manche Lippe bebte, so manchem kriegeSmuthigen Auge entrollte eine Thräne, eine Thräne des Dankes, so manche- stille und innige Geber stieg unter Faltung der Hände in den blauen HtmmelSdom zu dem Ge'chickelenker empor. Denn er hat ja ihr Schicksal zum Guten gelenkt und sie als Sieger gesund und in unverbrüchlicher Kraft in Frieden zurückgesührt zu den Ihren, zu Weib und Kind, in die liebe und rheure Heimath. Den fürs Vaterland gefallenen Söhnen Hombergs, deren Namen laut genannt wurden, widmete Herr Pfarrer Port einen Eichenkranz mit den Körner'scheu Worten: „Doch stehst du dann, mein Volk, im Glücke, „In deiner Vorzeit hetl'gem Siegerglanz, „Vergiß der treuen Tobten nicht und schmücke „Auch unsere Urne mit dem Eichenkranz." Nach einem kurzen Gebet intonirte der Gesangverein in Begleitung der fleißigen und tüchtigen Feuerwehrcapelle „Eine feste Burg ist unser Gott", worin die umstehende Menge einstimmke. Der Rest des Tages galt dem Vergnügen. — An demselben Orte, an welchem ein Tag vor der eigentlichen Sedanfeier die Veteranen gestanden, war die Jugend versammelt. Ihr entrollte Herr Lehrer Müller mit hoher Begeisterung ein Bild von dem Heimgegangenen Heldenkaiser und den Manen des GroßherzogS Ludwig IV. und forderte die Jugend auf, fürderhin gewappnet zu sein, wenn wieder der Erbfeind dräuen sollte. — Ein zweiter, von Jugendhand gewundener Strang zierte daS Denkmal. — Die Kirchenglocken läuteten und die Kinder sangen: „Nun lasset die Glocken von Thurm zu Thurm, „Durchs Land frohlocken im Jubelsturm" u. s. w. Herrn Witt's vortreffliche Feuerwehrcapelle führte unsere Schuljugend, der sich auch die Herren Lehrer aus Büsfeld und Appenrod mit ihren Schülern anschlossen, zum Festplatz. Unter der hochausstrebenden, wettverästelnden Eiche, welche nach den glorreichen SiegeStagen jung gepflanzt worden war, jetzt im Sinnbild zunehmender, unverbrüchlicher Kraft Deutschlands, hielt Herr Kromm, Dirigent der erweiterten Volksschule, eine sehr energische und für die Jugend belehrende Rede. In großen Zügen führte er uns die Geschichte Frankreichs seit der Herrschaft des länderräuberifchen Ludwigs XIV., der Elfaß-Lothringen geraubt, bis auf die von uns gefeierten Ereignisse vor, wo eS da- Maß feines kecken und frechen Raubes büßen mußte, und gerechte Strafe erhielt. Der Jugend legte er warm ans Herz, ihre Pflicht zu erfüllen in der Schule, damit sie dereinst als Bürger des Staates ihre Pflicht erfüllen können, denn wer eß dort thut, wirds auch hier können. Mit der Intonation: „Deutschland, Deutschland über alles" und mit dem Hoch auf den Kaiser und den Großherzog, das Herr Lehrer Metßinger auS- brachte, schloß der offizielle Theil der Feier. Der ganze Platz wimmelte dann mit heiteren Kindern, die mit Spielen belustigt, und von den Lehrern mit vielen schönen Preisen belohnt wurden. Bei sinkender Sonne wurde unter Sing und Sang, und Kling und Klang der Heimweg angetreten. In der Stadt angelangt, wollte daS Hurrahrufen kein Ende nehmen. Am Rathhause 'schwollen der Stimmen Wellen zu einer mächtigen Woge, dann löste sich die bunte Menge. Alsfeld, 4. September. In dem Dampfsägewerk der Gebrüder Wallach verunglückte gestern ein junger Arbeiter. Derselbe wurde, wie man hört, gestern Mittag vermißt und später als Leiche gefunden. Wahrscheinlich hat er sich während der Mittagsruhe in der Nähe des Treibriemens zum Schlafen niedergelegt und ist auf diese Weise durch grobe Unvorsichtigkeit umS Leben gekommen. — In Romrod brannte vorgestern der Dachstuhl eines HauseS und in Heimertshausen ein HauS mit Scheune ab. Letzteres Feuer soll durch Kinder angelegt sein, unter denen sich ein Knabe befand, der vor einigen Jahren schon einmal ein Feuer angelegt hatte. ? Ulrichstein, 4. September. Eine wahrhaft tropische Hitze, eine um diese Zeit seltene Erscheinung, herrschte auf unserem gestrigen „Michaeliö-Markte". Der Blehmarkt war mit Rindvieh sehr mäßig befahren und bestätigte wiederum die Thatsache, daß die Viehmärkle auf kleineren Orten bezüglich der Rindviehauffuhr fast keine Bedeutung mehr besitzen. Die Preise für die wenig angebotenen Stücke entsprachen dem hohen Stand der jetzigen Rindviehpreise. Sehr starke Auffahrt hatte der Schweinemarkt aufzuweisen, namentlich mit den auf anderen Märkten selteneren Einlegschweinen (Läufern). Bezahlt wurde für daS Paar dieser Art 90 bi- 100 Mk. und 100 bis 120 Mk. Die Ferkel standen im Preise niedrig - sie wurden per Paar verkauft von geringerer Sorte zu 20 bis 25 und 25 bis 30 Mk., die besseren galten 30 bis 40 Mk. und 40 bis 45 Mk. — Der Krämermarkt hatte in Anbetracht der im Gange befindlichen Grummeternte verhältnißmäßig guten Besuch. DermiMHo* Mb. Marburg, 4. September. Im erfreulichen Gegensätze zu anderen hessischen Städten ist von hier zu berich»eo, daß die hiesigen Bäckermeister seit gestern den Preis deL BrodcS, und zwar sämmtlicher Sorten, um 2 Psg. herabgesetzt haben. — Dürfte sich angesichts der guten Ernte auch anderwärts sehr empfehlen. Ms. Gaffel, 5. September. Die gegenwärtige Besitzerin der Maschinen- und Locomotiven.Fabrik von Henschel und Sohn, Frau Commerzienrath Henschel, hat zur Feier de- Sedantages bestimmt, daß den sämmtlichen Arbeitern der Fabrik freigegeben, und ihnen der volle Lohn auSgezahlt werde. Die Veteranen erhielten den doppelten TageSlohn. Die Invaliden der Fabrik bekamen ebenialls vollen TageSlohn, die Jnvaliden-Beteranen doppelten Tageslohn auSgezahlt. — Auch die Maschinenfabrik von Beck u. Henkel ertheilte Gratifikationen an die Veteranen. * Mb. Aus dem Werrathale, 4. September. Während von dem benachbarten EichSfelde berichtet wird, der Stand der Tabaks pflanz en lasse zu wünschen übrig, die Ernte werde nur eme geringe sein, kann erfreulicherweise von hier mitgetheilt werden, daß der Stand des Tabaks ein ganz vorzüglicher ist. Die jungen Planzen haben sich kräftig entwickelt und steht eine reiche Ernte in Aussicht. * Bad Wildungur, im August. Wie aus den meisten Bädern Deutschlands gemeldet wird, haben auch wir in unserem Bade gegen das Vorjahr eine größere Anzahl von Kurgästen begrüßen können. Dank unserer vorzüglichen Heilquellen, wie der hervorragenden Tüchtigkeit unserer Specialärzte wird unser altberühmteS Bad wieder immer weiteren Kreisen bekannt, um so mehr, da die vielen, meist geheilt hier abreisenden Kurgäste, jeder für sich, ein unbezahlter Agent ist, der daS Lob unseres lieblichen Bade» verkündet. ES ist zweifellos, daß die vorjährige Zahl der Kurgäste um 8 bis 10 pCt. Überschritten und die Zahl 5000 mindestens erreicht werden wird. Auch der versandt des Helenen- und Georg Victor-Brunnens ist beftändtg steigend. Unsere Mineralquellen-Actien-Gesellschaft ist stet- bestrebt, den Bedürfnissen deS KurpublikumS entgegen za kommen. So hat dieselbe in diesen Tagen wieder eine neue Karte im Maßstabe 1 : 50,000 von der näheren Umgegend deS Bades Wildungen herausgegeben, welche für Fußtouren und Wagenfahrten in die herrlichen Berge deS Kellerwaldes sicheren Anhalt gibt. Im nächsten Jahre wird voraussichtlich über die Promenaden und Spazierwege der nächsten Umgebung eine zweite Karte in größerem Maßstabe folgen, welche alle neuen Wege und Wegeoerbesserungen enthalten wird, welche soeben auf Veranlassung der städtischen Verwaltung durch einen Forsttechniker projectirt werden. Im Laufe deS Winters wird der bisher in Holzfassung stehende Badebrunnen in Stein gefaßt werden, so daß auch hier in jeder Weise Verbesserungen angestrebt werden. * Frankfurter Obstmarkte. Um vielfach an ihn heran- getretenen Wünschen zu entsprechen, hat daS Comits beschlossen, an Stelle der sonst stattgefundenen zwei Obst- rnärkte in diesem Jahre nur einen solchen abzuhalten der aber zwei Tage dauern soll. Nach bei den verschiedensten Seiten eingeholten Informationen find die ersten Tage des October als die geeignetsten befunden und ist demgemäß der Markt auf Dienstag und Mittwoch den 1. bezw. 2. Oktober festgesetzt worden. Wie in den Vorjahren läßt bfc Marktordnung ausschließlich in Deutschland gezogene- Obst u.s.w. zu, und zwar: fortirtcß Tafelobst, gepflückte- Winhschaft-« obst, gewöhnliche- WirthfchaftS- und Mostobft, gedörrte und eingekochte Obftfrüchte, Obstweine, Obstbranntweine, Obst- liqueure, MuS, Marmelade, GelLe u. f. «., ferner gedörrte und eingekochte Gemüse, sowie Verpackungsmaterial. Der Verkauf geschieht nach Proben. Dte Proben von sortirtem Tafelobst und gepflücktem Wirthschastsobst dürfen bis 5 Kgr. brutto, diejenigen von gewöhnlichem WirhschaftSobst bi- 25 Kgr. betragen. O ft und Gemüse-Produkte find mit Ausnahme der flüssigen, die in Flaschen aufzustellen sind, in Originalpackung auszustellen. Jeder Probe ist ein Begleitschein bei- .zugeben, der folgende Angaben enthält: Name der Sorte, Preis per Kgr. bezw. per 100 Kgr. ab nächster Bahnstation, baß zur Verfügung stehende Quantum, den Namen des Ber- (äuferß, die ungefähre Lieferzeit. Die Proben find am Tage vor Abhaltung beß Markteß, franco Marktlocal (Stabthalle) zu liefern, ober an baß Obstmarkt - Comitr';, Gneisenaustraße 15, einzusenben. Alle Verkäufe auf dem Obstmarkte finben durch vom Markt-Comitv abgestempelte Schlußscheine unentgeltlich statt. Begleitscheine sind vom Obstmarkt-Comitv erhältlich, daß auch jede weiter gewünschte Außkunst ertheilt. Eß sei zum Schluß noch darauf aufmerksam gemacht, daß daß Comitö (Centralstelle für Obst- verwerthung) auch sonst weiter, btß zu dem Markte unt danach, Abschlüsse unentgeltlich vermittelt. * Obstbau. In den letzten Jahren ist man immer mehr zur Ueberzeugung gelangt, daß der Obstbau am besten durch Anlage von Mustergarten gefördert werden könne. Wenn hier die Bäume in ihren verschirdenften Formen in richtiger Behandlung und in den für die betreffende Gegend geeigneten Sorten vertreten sind, so hat der Fachmann und auch der Liebhaber die beste Gelegenheit, nicht nur daß für ihn Paffende zur eigenen Anpflanzung au-zuwählen, sondern auch sich über zweckmäßige Behandlung, (Srtroa, Reifezeit, Güte der Früchte :c. zu erkundigen. Ein solcher Garten befindet sich in Frankfurt a. M.- Sachsen' Hausen an der ForsthauSftraße, nicht weit vom Bahnhöfe- Derselbe wird von dem VeriuchSgarten-Beretn unterbauen und steht unter der Leitung eines tüchtigen Pomologen. Da die Besichtigung des Gartens während beß Tages allen Interessenten gestattet ist, und da bort auch jede gewünschte Auskunft und Belehrung unentgeltlich ertheilt wird, fe möchten wir besonder- jetzt bei beginnender Reisezeit der Früchte alle Gärtner und Lieb:aber aufmerksam machen, de» Garten zu besuchen. Ist ja jetzt die beste Gelegenheit geboten, sich die nöthige Sortenkeantniß anzueignen und die bort gemachten Erfahrungen für seine eigenen Anpflanzungen nutzbar zu machen. >»”’;>• 1.1 "--Ld, lb*lU M |,el»»«. i A r>» e*tXer,i®ä^ •*» A M lb T°F .°° en daben sich f J" 8Btl 'n Aussicht ** »!< !' «W.I ,, unserer DOnnnf., 3=n Tüchchkei? ,^ les mA< H.rc,t nuferer tatw,r I* )T' °° die viele», mir» F»*2 «ÄS?* 'vriUlMS ist btMnhf. lctiev.Gesellschast ist ftu» UTpubhtume entgegen , n Tagen wieder eine nen n der näheren U®w »eiche für Kchom- « W -es Mtmalta 3ahre mth rmu-siMh W btt nächsten Uuv herein Maßstndr svigen, 'Verbesserungen enthchie R der städtischen Ski ' prvsrttirt werden, jj in tzöizsnssung stchete tu, so bafc auch hin 'm tbt werden. m vielfach an ihn heran' en, hat -as Comitö te> tgtfunbtntn zwei Obst- n iotfyn obwalten. -er bti btn btrfdjiebtnfttn lnd die ersten Tage U8 -n Md ist demgemäß der dtn 1. drzw. 2. Oetvdrr chahren W die Marktmd gezogenes Obst u.f.m. t, gepflücktes Wirthschastl- nd Mostobst, gedSrrte md e, Obstbranntweine, Lbil- • u. s. ferner gedöme 8erpackungsmaterial. Der )ie Proben von sock.'» iftsobst dürfen biLW WirhschaftSobftbiiÄ'h! mcfc finb mit stellen finb, in W* - ist ein Begleitschein w M: Name -er Sorti, , «i «n W* * NW w fc t mt P>°dm st» » „M franco „ d»i Obfto«»'11.* M »extäufe « ‘« Mck-r°«»°** *;Ss D. ,“«• Pk'S di! be! 8. Aufgenommene Kapitalien (Einlagen) 9. Nicht erhobene Zinsen von Einlagen 10. Guthaben der Genossen.......... 11. Reingewinn.............. 12. Reservefonds Summe: Passiva . 445458 91 592 82 2539 23 1443 32 9363 80 459398 08 Mitgliederzahl Ende 1893 .... 45 Zugang 1894 ........5 Abgang 1894 ...2 daher Ende 1894 . 48 Lang-Göns, am 1. September 1895. Der Vorstand: 7381 A. Henrich, Henrich, Wagner, Director. Controleur. Rechner. Dr. Oetkers Recepte gratis: Dr. Oetkers Backpulver 10 Psg, Dr. Oetkers Crsme-Pudding-Pulver 15 Psg. bei Ocbr. Adami. I Ein noch gut erhaltener Fülloseu (Amerikaner) billig zu verkauseu. 16312 Ludwigftratze 44, II. Forderungen an den Nachlaß der Etisabethe Müller sind innerhalb 14 Tagen bei dem Unterzeichneten geltend zu machen, da später deren Befriedigung nicht mehr ftattfinden kann. 7397 F. Hoffmann, Nachlaßcurator. Stobt Schlachthaus. Freibank. [7394 Heute und morgen: Ochsenfleisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 54 Psg. Schellfische aus Eis eingetroffen bei 7395 A. & G. Wallenfels. Schellfische, in tadelloser Qualität, per Pkd. *22 Psg., im 7391„Rebstock*, Wefianlage- Irische Schellfische, Häringe, sowie vorzügliches Sauer- krant. 7388 Goetheftratze 4. See-Hecht, Evrrard chuckert, 7396 Nr. 15 Neuenbäue Nr. 15. i. Futterlieferung für bas Thierspital in Gießen. Für die Zeit vom 1. November 1895 bis zum 31. October 1896 soll die Lieferung von Heu, Stroh, Hafer, Weizeuschalen, Futtermehl und Metzdorsschem Hundekuchen für das Thierspital in Großh. Veterinäranstalt dahier vergeben werden. Reflectanten werden ersucht, ihre Angebote an uns einzuschicken; es wird bemerkt, daß die Lieferung von Heu, Stroh, Hafer, Weizenschalen und Hundekuchen im einzelnen und im ganzen vergeben werden kann, daß die Lieferung frei in das Thierspital, nicht auf einmal, sondern im Verlaufe des Jahres je nach Ve- dürfniß zu erfolgen hat und daß im vergangenen Jahre verbraucht wurden: circa 8000 Kilo Hafer, 15000 Kilo Heu, 7500 Kilo Stroh, 450 Kilo Weizenschalen und Futtermehl, 500 Kilo Hundekuchen. Angebote sind bis zum 20. September d. I. an Unterzeichneten abzugeben. Näheres in der Veterinäranstalt bei Unterzeichnetem oder bei dem Assistenten Herrn Dr. Schneider. II. Verkauf von Dünger im Thierspital zu Gießen. In der Zeit vom 1. November 1895 bis zum 31. October 1896 soll der im Thierspital dahier erwachsende Dünger an den Meistbietenden verkauft werden. Das Angebot bezieht sich auf die zweispännige Fuhre. Der Dünger ist immer rechtzeitig abzufahren, damit die Grube nicht überfüllt wird. Die} Indien drsThierspitales dahier: 7216 Professor Dr. Pflug. 7362] Ein fast neues ArühstückS- herdche« billig zu verkaufen. Srosdorserstrgtze 17. Große Schellfische in Eispackung ftisch zu haben 5862]_______________im »Slebstock^. Hamburger filchhaMung empfiehlt lebendftische Schellfische Neues Sauerkraut, neue Essiggurken, neue marinirteHäringe empfiehlt 6789 Hch. Arnold II., Marktftraße 28. Frischgeschosseue Hastn empfiehlt H. Klotz, 7385 Mäusburg 17. Restauration „zum Rebstock". IW Jeden Mittwoch Abend: gesottene Schellfische rc.; jeden Donnerstag von Morgens an: gebackene Seefische. Beste Lager- und Exportbiere. Zum Besuch lade freundlichst ein 6653 Heinr. Jentzen. Gute Etz- und Koch-Birnen zu haben. 7387 __Goetheftratze 4. 7392] Prttna Mirabellen pfundweise zu oerk. «g. Unverzagt, Kaplansgasse. Ch. A. 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Unser Familien-Abend findet nicht, wie irrthümlich berichtet, Sonntag , sondern Samstag den 7. a. c. statt. 7390_______Der Vorstand. 7389] Am Monlag.Vormtttag wurde eine Granatbroche verloren auf dem Wege von der Rüb- samen'schen Badeanstalt durch die Nord- Anlage, Schtllerstr. nach dem Asterweg. Der ehrliche Finder wird gebeten, dieselbe gegen gute Belohn, abzug. Asterweg 9, III. ■ körper und bengalische Beleuchtungsartikel in reichster Auswahl empfiehlt Verein Commis von 1858 Hamburg, »l. BLckerstr. 32. lieber 49,000 VereinsangehSrige. Kostenfreie Stellenvermittelung: in 1894: 4034 Stellen besetzt. PenfionS'Kaffe (Invaliden-, Wittwen-, ÄlterS-u.Waisen- 7383] Von einem ruhigen Herrn wird auf sogleich ein mödlirted Zimmer in der Nab' de« BahnbofS zu miethen gesucht. Offerten werde» mit Angabe des Preises urb der Loge unter O. V. an die Exped. d. Bl erbeten. Droschkenkutscher? sofo-t gesucht. Junker, Lohnkutscher. Kaffee-Essenz in Dosen. Anerkannt bester und ausgiebigster Kaffeezusatz. 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