SÄ 19 Ä N aiM f*’» Sei,? ‘j ^.ol9et, I 6 *U bei i । Ml. 'J'l Dienstag den 6. Llugust Zweites Blatt 189» Nr. 182 Gießener Anzeiger Keneral'-Anzeiger ‘Jiebachon, Gxpcbitioa und Druckerei: Schukstraße Kr.7. Fernsprecher 51. Vierteljähriger Aöonnementsprei», 2 Mark 20 Psg. mit vringerlohn. Durch die Poft bezogen 2 Mark 50 Psg. Die Gießener P«mikie«v kälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelrgt. Der Hiehener Anzeiger erichrinl täglich, mit Ausnahme dcS MontagS. Amts- und Zlnzeigeblutt fut den Ttreis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den Agenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. chratisöeikage: Gießener Jamitienökätter. All: Annoncm-Bureaux de- In« und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. !♦ 'U^s Haus ^-Lrandgch^ ler: I rns 25 Ctr.- iUSbran! edekohle! jlikkich, eftet ConsüMi ■t unb fledt aus . Stohr I >wigsylatz 5 bbarbdli iaupt-2ßerl|taltegeic !chm Eisenbahnei', ___________________________jk für „LWeröeim b Werdors", Kr.W rlche?> Vm Lvtzni a \\w \jdTin untere m vei in Ltttlp, ntüch^s, juWMdL tcht. Leltertvig II cht wirb eia jungt» ko aast. Elt-s-ltMM- NähBismnksii.l^: tüchtige- BW ’S alsbald gefudil Sophie ChUti Liebtgstraße 17. Köchin,Ä ite Zeugn besitzt. M t oter Vo. wi ttt Müdche« m»V [x3tu*W' HeUt. NSHer6bn rßler, SonaeMM kaplanvgassel^üh- Amtlichem Theil. Gießen, den 3. August 1895. Brtr.: Vie Beschäftigungsverhaltnisse der in Z'egkleien beschäftigten Arbeiter. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des KreiseS. Sie wollen umgehend und spätestens innerhalb einer ssrist von drei Tagen berichten, ob und eventuell wie viLe gewerbliche Ziegeleien, d. h. solche, die sür den Berkaus arbeiten, sich in Ihrem Dtenstbezirke vorfinden. Auf die Größe der Ziegelei und auf den Umfang der Production kommt es nicht an. I. V.: Dr. Melior.________________ Bekanntmachung, betreffend: die Veranstaltung von Verloosungen innerhalb des Großherzogthums; hier Gesuch des Stadtkirchenbau- veieins zu Friedberg um Erlaubniß zur Veranstaltung einer Verloosung. Dem Vorstand des Stadtkirchenbauvereins zu Friedberg ist mittelst Allerhöchster Entschließung vom 31. August 1890 die Erlaubniß zur Veranstaltung einer Geldlotterie zum Zweck bei Gewinnung von Mitteln für die Wiederherstellung der Stadtkirche zu.Friedberg ertheilt worden. Das Lotterie- Unkernehmen, dessen Durchführung bisher aus verschiedenen Gründen verschoben worden war, soll nunmehr in den fahren 1895/96 zur Ausführung gelangen. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Miz hat die hierzu erforderliche Genehmigung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 300,000 Loose zu 2 Mk. das Stück ausgegeben werden dürfen und mindestens 41% pCt. des Bruttoerlöses aus dem Verkauf der Lovse zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Loose im Großherzogthum geftattet werden. Gießen, am 5. August 1895. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Melior. Deutsche- Reich. Berlin, 4 August. Kaiser Wilhelm hat Ende voriger Woche seinen gewohnten allsommerlichen Ausflug nach England angerreten, auf welchem er unterwegs auch der Insel Helgoland wieder einen Besuch abstatlete. Der keinerlei politischen Character tragende Besuch deS Monarchen in England wird, wie verlautet, bis zum 16. August dauern, worauf der Kaiser oircct nach Berlin zurückkehrt. Mancherlei widersprechende Meldungen über den weiteren Sommer- § Ul 1W w\ IW 145.15 155.70 117.50 142.90 141.40 133.15 131.4° 98.15 43.10 109.70 29.75 14.35 24.85 27.90 24.90 968/t 253'/. 183.60 145.80 141.50 93.20 83- Courst 27./7 , _ Hll 1*1 ml iv msenthalt der Kaiserin waren in jüngster Zeit aufgetaucht. Nunmehr hat sich die hohe Frau für eine Villeggiatur auf Schloß Wtlhelmshöhe bet Cassel entschieden, wo ihr Eintreffen für Sonntag Abend erwartet wurde. — Hebet den Verlauf und die Ergebnisse der in vergangener Woche in Berlin stattgefundenen Conferenz Ion Vertretern der deutschen JnnungSverbönde l! 0 i a' \0 zp U5 liegen noch einigermaßen widersprechende Mittheilungen vor. Während von der einen Seite versichert wird, die Conferenz sei für alle Betheiligten befriedigend verlaufen, meldet man oon anderer Seite, die Versammlung habe von den ihr unter- keiteten Regierungsvorlagen zur Hebung des Handwerks 'I diejenigen Über die Errichtung von Handwerkerkammern ver- '*■ Qovfen. Heber letzteren Entwurf sollen sich die mciften der «nwesenden Vertreter durchaus abfällig ausgesprochen und d »klärt haben, daß mit den geplanten Handwerkerkammern km Handwerk gar nicht gedient sein würde. Demnach scheint ilt Conferenz doch nicht so sehr „befriedigend" verlaufen zu sein, zunächst wäre es indessen wünschenswerth, wenn von authentischer Stelle eine Darstellung der Conferenz-Ergebnisse Nröffentlicht würde. Berlin, 3. August. Der erste Secretär der hiesigen türkischen Botschaft, Assaf Sadullah-Bey hat sich am Donnerstag Abend in seiner Wohnung durch einen Schuß in he Schläfe entleibt. Er hinterläßt Frau und Kinder. Karlsruhe, 3. August. Zu dem heute und morgen statt- findenden großen Feste des Militär vereinSverb an des mit Ermnerungsfeier des HebergangeS der deutschen Armee über den Rhein 1870 find 720 Vereine mit 16896 Mit- gliedern und 371 Fahnen angemeldet. Der Abgeordnetenrag deS Militär-Vereins Verbandes ernannte den Prinzen Wilhelm Südb.(Lb>- Ubro.l^ Uharbbahn. iipj. (Zentral wz. Nordost llittetoe« hcnniLkb.j tiillN ["(rocini«. r.Th.lOO- )Ä1°O nau-Reg- • SU* fttrr.v.lbOO Ä'S SÄ isbocherfl^ s ciinngtr st- ? von Baden, den Prinzen Karl von Baden, den Fürsten Bismarck, ferner den General der Infanterie z. D. v. Glümer, den General b.t Infanterie v. LeSzinsk-, den Fürsten Hohenlohe-Langenburg, den Generalmajor von Deimling und den Fürsten von Fürstenberg zu Ehrenmitgliedern. Der Großherzog bat zur Erinnerung an die 25jährige Gedenkfeier des Krieges von 1870/71 eine Medaille gestiftet. Mannheim, 3. August. Der berüchtigte Einbrecher Wilhelm Lrutz aus Osterburken, welcher 42 Einbruchsdiebstähle ausführte, wurde von der Strafkammer zu 10 Jahren 11 Monaten Zuchthaus, 6 Jahr Ehrverlust, sowie Stellung unter Polizeiaufsicht verurtheilt. Der Deutsche und Oesterreichische Alpenverein und seine Aufgaben. Vortrag, gehalten in der Sitzung vom 1. August. (Fortsetzung.) Diese herrliche Manifestation deutschen Geistes- und GemüthSlebens zündete in den Herzen aller begeisterten Alpenfreunde. Wer bisher als einsamer Pilger einsam seine Straße in den ungemessenen Raumen der Alpcnwelt in still beschaulicher Betrachtung gewandert war, wandte sich jetzt freudig bewegt dem großen, gemeinsamen Ganzen zu und setzte seine Namenszüge zur Förderung der guten Sache unter die von München aus erlassenen Ausrufe zur Gründung eines selbstständigen deutschen Alpenvereins, die nach der Bildung der Section München (am 9. Mai 1869) schon im Juni desselben Jahres von dem provisorischen Ausschüsse daselbst verfaßt, bald in alle deutschen Gaue als frohe Sendboten wanderten. Für die sichere Gewähr auf eine festere Gestaltung zu einem dauerden Bestände bürgten die Namen von gutem Klange in der Alpenwelt, die sich an die Spitze der neuen Bewegung gestellt hatten. Wir begegnen in dem bunten Gemisch der verschiedensten BerufSarten schon in dieser GründungSzeit z. B. zahlreichen Gymnasial- und Universitätslehrern (unter letzteren Prof. Helmholtz, damals noch Professor in Heidelberg, Hofrath Prof. Dr. Osterloh, Leipzig, Prof. Dr. Edel, Würzburg), Militärs (Oberst v. Senckla, Wiener Neustadt), Buchhändlern, unter denen namentlich Th. Lamport, Augsburg, besonders hervorzuheben, ferner Kaufleuten (unter denen Joh. Städl, Prag, besonders zu nennen) unb last not least einer großen Anzahl Richtern und Advocaten, z. B. der hochverdiente Dr. Barth, Hof- unb Grrichtsabvocat zu Wien, nicht minder bedeutungsvoll aber Degen, Stadt- gerichtsrath in Berlin. Von der Sectton München verdienen eine rühmende Erwähnung Männer wie Ministerialrath v. Bezold, Buchhändler Trautwein und Hofmann, Candidat der Rechte, der sich allerdings nicht allzu lange seiner frischen Schaffenslust für die Vereinsangelegenheiten erfreuen sollte, da er schon im folgenden Jahre im Kampfe fürs Vaterland auf Frankreichs Boden sein junges Leben lassen mußte. So sehr auch all die erwähnten Männer und eine große Anzahl anderer, nicht besonders erwähnter, deßhalb aber nicht minder verdienstvoller Alpinisten schon in dieser ersten Zeit sich rühmlichst hervorthaten, so überragt sie dock alle hinsichtlich erfolgreicher Thätigkeit ein Mann, dem ein jeder nur einigermaßen mit der geschichtlichen Entwickelung des Alpenvereins Vertraute seine ganz vorzügliche Hochachtung nicht versagen kann, dem ein mit Alpenveilchen besonders geziertes Albumblatt des Vereins an hervorragender Stelle gebührt, es ist der unvergeßliche Franz Seun, Curat von Vent, der als geborener Oetzthaler mit begeisterter Liebe für feine heimatlichen Berge durch den Zauber seiner schlichten HerzenSgüte weite Kreise für seine Ideen selbstlos zu gewinnen wußte und dabei zum Gelingen des Werkes sein bescheidenes Vermögen uneigennützig opferte. Seine beredte Fürsprache in München und besonders später in Wien, seine Anregungen und Aufforderungen an die auf alpinem Gebiete späterhin sehr verdienstvollen Berliner Herren, an den schon erwähnten Stadtgerichtsrath und späteren Geheimen OberregierungSrath Degen, Prof. Dr. Hirfchfelder und Prof. Dr Scholz haben wesentlich dazu beigetragen, daß obige Aufrufe jene beb spiellos großen Erfolge erzielten und namentlich die Fusion des deutschen und österreichischen Alpenvereins (nach Con- stituirung des letzteren zu einer besonderen Section Austria) zu einem großen Verbände zur Folge hatten, was auf der Generalversammlung zu Bludenz (23. August 1873) besiegelt wurde. In den namhaftesten und ansehnlichsten Städten Deutschlands bildeten sich nun zahlreiche neue Sectionen, auf deren neutralen Boden aus den schroffen Gegensätzen unseres öffentlichen Lebens die idealen Freunde der Natur sich flüchten konnten. Nach Beseitigung der schwierigsten Hindernisse folgt nunmehr eine ruhige und friedliche Entfaltung einer fruchtbaren Thätigkeit in edlem Wetteifer der einzelnen neu sich bilbepben Sectionen, die, abgesehen von dem satzungsgemäßen Ausbau der inneren Vereinsangelegenheiten, durch wichtige Beschlüsse und Maßnahmen bet der von Jahr zu Jahr sich steigernden Zahl der zu erledigenden Aufgaben, sich nach drei Richtungen thätig erw.iftn und besonders in erster Linie die wissenschaftlichen Unternehmungen mit ihrer Verbreitung durch die Publikationen, alsdann dem Weg- und Hüttenbau und schließlich Organisation und Beaufsichtigung des Führer- wesens sich angelegen sein lassen. Dabet gebot eS sich von selbst, auch die Competenz der einzelnen Sectionen sür die Beschlüsse der Generalversammlung nach Stimmenzahl genau abzuwägen unb in einem Centralausschuß unb Generalversammlung sichere Organe bes Vereins zu schaffen, nament- lich aber auch auf bie Dauer von biet Jahren einen jeweiligen Vorort zu wählen, um von hier aus ben Verein in jeder Weife zu vertreten, namentlich aber bie von der Generalversammlung gefaßten Beschlüsse in bie That um* zusetzen, um überhaupt von diesen wechselnden Vororten aus die geschäftlichen Regelungen im Rahmen der Vereins* beftimmungen auSgehen zu lassen. Vor Allem war man nun nach der vollzogenen Einigung auf die gemeinschaftliche Herausgabe wissenschaftlicher unb touristischer Publikationen bedacht und schuf sich die Zeitschrift des deutsch-österreichischen Alpenvereins, welche der Bestimmung gemäß Abhandlungen wissenschaftlichen Inhalts und größere Reiseberichte bringen sollte, auch einzelne Touren schilderte, aber hierüber hinaus auch ganze GebirgSgruPpen wissenschaftlich und touristisch zu würdigen hatte. Wie sehr man durch bie Original beiträge hervorragender Gelehrter unb namhafter Schriftsteller bieser Aufgabe gerecht geworden ist, kann die Reichhaltigkeit deS interessanten Inhaltes bet einzelnen Bänbe barthun, bie ben VereinSmitgliedern jährlich zugestellt werden und als eine prächtig ausgestattete Festes- gäbe für den geringen Jahresbeitrag überreich entschädigen. Die große Auflage der Zeitschrift gestattet, die theuren Verfahren, wie Photographien und Lichtdruck fast ausschließlich anzuwenden und auch auf diese Weise die Jahresgabe stattlich zu gestalten, fie entspricht den bedeutenden literarischen, wissenschaftlichen und finanziellen Kräften, welche in dieser größten alpinen Körperschaft aufgespeichert find. Nebenher laufen die den Vereinsmitgliedern unentgeltlich zugestellten, nicht minder interessanten Mittheilungen, die ebenfalls unentgeltlich am 15. und letzten jedes Monats den Mitgliedern des Vereins zugestellt werden unb in ausgiebigster Weise ebenfalls über touristische und wissenschaftliche Stoffe sich verbreiten, unb eine -Reihe von Artikeln über Hüttenbesuchs* statistik unb Ausrüstung, Verproviantirung ber Schutzhäuser, Bergsport unb Alpinismus, Gletschervermessungen unb Beobachtungen, zahllose nützliche Notizen über Weg unb Steig, Hütten unb Führer, Verkehr unb Unterkunft, bann auch alle Vereinsangelegenheiten barbieten. Auf Anregung des Vereins würbe bann auch eine „Anleitung zu wissenschaftlichen Beobachtungen auf Alpenreisen" bearbeitet unb herausgegeben, womit der hoppelte Zweck verfolgt wurde, Beobachtungen auf Alpentouren durch Nichtfachmänner für die Wissenschaft nutzbar zu machen unb anbererfeit« den Nichtfachmann über Art und Weise der anzustellenden Beobachtungen zu informiren. Sie umspannen das weite Gebiet alpiner Forschung unb geben bem ausgesprochenen Zwecke entsprechenb eine Grundlage für eine Einführung in die Orographie und Topographie, Hydrographie und Gletfcher- wesen, bearbeitet von Generalmajor v. Sonckler, ferner eine kurze Anleitung zu geologischen Beobachtungen in den Alpen, bearbeitet von Oberbergrath Pros. Dr. C. W. Gümbel, eine Einführung in die Meteorologie der Alpen (Prof. Dr. I. Hann), Anleitung zu anthropologisch vorgeschichtlichenBeobach* tungen (Dr. Joh. Ranke), Anleitung zum Beobachten ber alpinen Thierwelt unb zum Bestimmen ber Alpenpflanzen von Prof. Dr. Dalia Torre, und als Ergänzung zu biefem verdienstlichen Werke wurde bann noch von bem Verein ber vorzügliche „Atlas der-Alpenflora" herausgegeben, der als eine vorzügliche Publikation großen Anklang und besten Erfolg fand. Schließlich fei bann noch mit einem Worte des Werkes gedacht, das als eine ber glänzenbsten Leistungen deS Deutschen unb Oesterreichischen Alpenvereins auf litterarischern Gebiete gebührende Anerkennung gefunben hat, des großen Werkes: „Die Erschließung ber Ostalpen", das seit 1885 vorbereitet, unter Redaction des Herrn Professor Dr. Ed. Richter Ende 1891 zur Subscription an die Mitglieder angeboten werden konnte und reichen Absatz fand. Sind nun in diesen eben erwähnten Werke jedem Alpen- reisenden äußerst inftructioe, jedem Lieblingsgebiete die Wege ebnende Anleitungen gegeben, so liegt anbreriettS durch die ^«*21 - Die beste Säuglings-Nahring i Otto Bergen. 6545 Schutzmarke. 6544 6240 Das Comite 6830 Butzbach. IrummKsKöM ■ in großer UuSwahl ■■■ stet- vorräihig bei 502t 5026 stets vorrSthig 21 iignft Woll, Bahnhofstraße 51 statt. 6507 vorn. Gerichtsvollzieher. mit hohem Glan; rasch und hart trocknend, Billigste und reellste Bezugsquelle in Betten, Polster- und Aastenmöbeln, sowie Uebernahme compl. Ausstattungen. 4233 freudige Schaffenslust der wetteifernden Einzelsectionen eine reiche Fälle auSgeführter Tourenoerzeichniffe, förmliche Jtine- rarien vor, wie auch durch die Herausgabe herrlicher GebirgS- Panoramen, so z. B. PernhartS Glockuerpanorama, Barba- rinis Panorama der hohen Salve und ferner noch eine Errichtung einer besonderen Kunstabrheilung durch photographijche Aufnahmen und künstlerische Ausführungen z. B. der Tauerngruppe und deS Dachsteingebietes auch nach dieser Seite der Verein eine rastlose Thätigkeit bekundet, um seiner vornehmen Aufgabe der Erschließung der Alpen in jeder Weise gerecht zu werden, wobei man nicht vergeffen darf, daß bei der Biel- und Allseitigkeit der wissenschaftlichen Bestrebungen eS auch nicht nur annähernd dieser skizzenhaften Darstellung ge- lingen kann, die umfaffende Thätigkeit deS Vereins nach Ver» dienst zu würdigen, der beispielsweise wiffenschafrltche Einzel- beobachtungen vornehmlich meterologischer Art auf den zu diesem Zwecke errichteten BeobachtuogSstationen oder auch kartographische Aufnahmen bereitwilligst subventionirt und damit sich den Dank aller Sachkundigen, ja gerechten Beifall der wiffenschaftlichen Welt erworben hat. Obschon es nun eigentlich eine schwere Kunst ist, allen Leuten recht zu thun, ja bekanntlich eine Kunst, die Niemand kann, so hat man doch in diesem Falle viribus unitis eS fertig gebracht, den Anfangs mehrfach auftauchenden Einwänden durch die glänzende Ausführung der projectirten Arbeiten kühn die Spitze zu bieten und das, waS unmöglich schien, in die That umzusetzen, deren glänzende Resultate nun namentlich nach der practischen, im weiteren Verfolg jetzt näher zu würdigenden Seite hin jedem Zweifelsüchtigen sichtlich vorgesührt werden konnte, um namentlich damit den Vorwurf zu entkräften, als sei die Tendenz deS Vereins nur eine einseitig egoistische, und eine auf persönliche Befriedigung deS Wandertriebes durch etwa sportmäßige Betreibung einer übertriebenen Bergkraxelei gerichteten Thätigkeit. Wenn man nun schon die stets verneinenden Herren, die absolut nicht sehen wollen, einfach auf die augenscheinlichen Erfolge ver» weisen kann, so ist die Theilnahmlosigkeit mancher selbst Nischen Bureau, woselbst Näheres zu erfahren ist, einzureichen. Gießen, den 2. August 1895. Städtisches Gas- und Wafferwerk Gießen. Otto Bergen. Vermiete». ♦ Wesel, 29. Juli. Einen seltsamen Fund machten kürzlich, wie die „Nat. Z." berichtet, zwei Einjährig-Freiwillige im Lager FriedrichSfeld bei Wesel. In der Nähe des OffizierS-Casinos fanden sie neben einer Telegraphenstange leicht mit Erde bedeckt eine mit etwa 60 Mk. Silbergeld gefüllte Cigarrenkiste und, als sie weiter nachsahen, auch noch ein unkrepirtes Geschoß. Letzteres wurde nach erstatteter Meldung sofort gesprengt. Dabei stellte eS sich heraus, daß auch dieses Geld enthalten hatte- denn man fand zerstreut Ich empfehle: [6357 Farben aller Arten, trocken sowohl als auch in Oel aufs Feinste gerieben, ' kitdactioa: S. 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Mai 1895 ab verkehrenden Eisenbahnzügt DaS mit den höchsten Ehrenpreisen prämtirte I. Anders neu entdecktes überseeisches Pulver Gothaer Lebensverficherungsbank (älteste und größte deutsche Lebensversicherungsanstalt). Versicherungsbestand am 1. Juni 1895: öSO’/ß Millionen Mark. Ausgezahlte Versicherungs-Summen seit 1829: 273V-2 Millionen Mark. Vertreter in Gießen: 307 Heinrich Hochreuther, Löberstratze 2. Landauer, Mylord, Halbverdeck, Break, Geschäftswagen, in großer Auswahl und gebrauchte Wagen zu verkaufen bei ftr. Grauer, Wagenbauer, Vilbeler Vieh markt am 20. August 1895. Mit demselben ist eine Prämiirung dec schönsten aufgetriebenen Thiere, sowie eine Verloosung vou Kühen, Rindern, Schweinen und einer Reihe praktischer Gebrauchsgegenstände verbunden. Die Prämiirung findet Vormittags auf dem Markt und die Verloosung Nachmittags 3 Uhr im Saale „Zum Pfau" statt. Loose älX bei 10 Stück ein FreilooS, bei den Herren W. Lamp, M. Klöß und Gg. Kalb Henn. Vilbel, im Juli 1895. Bernsteinlack für Fußböden ) Bernsteiu-Oellackfarbe j Parquetwachs, Stahlspähue, Pinsel in allen Sorten, •s* Kenuz-' Vrt W vv! 8lb4oitiid) drr Arbeitsvergebung. Der Abbruch und Wiederaufbau zweier Schornsteine von Sockel- jöhe an, sowie die Aufstellung des dazu nöthigen Gerüstes, sollen im öffentlichen Submissionswege vergeben werden. Sämmtliches Material zum Aufbau der Schornsteine wird seitens unseres Werkes geliefert. Zeichnungen und Bedingungen liegen auf unferm technischen Bureau zur Einsicht auf. Verschlossene Angebote mit diesbezüglicher Aufschrift sind bis spätestens 9. August, Abends G Uhr, daselbst einzureichen. Gießen, den 2. August 1895. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Ruhe für 2 Pfennige erhält man vor Fliegen, Schnaka, Flöhm usw. durch „Dalma". Für 2 Pfennige davon lobtet tlk Fliegen usw. eines Zimmers, der Küche oder Stallung in 3 Minutoi unter Garantie. Für Menschen und Hausthiere unschädlich. Glo- 30 u. 50 Pfg., dazu gehöriger Patentbeuiel 15 Pfg. In allen Avr theken auf Lager. In Gießen in der Kirschapotheke. 56« tobtet Wanzen, Flöh-', Schwaben, Schaben, Russen, Fliegen, Amelsen, Asseln Vogelmilben, überhaupt alle Jnsecten mit einer nahezu übernatürlichen Schnelligkeit und Sich.'rheÜ derart, daß von der vorhandenen Jnsectenbrut gar keine Spur übrig bleibt. Fabrik unb Versandt in 3147 J. Andel’s Droguerie „zum schwarzen Hund“, Husg. 13 in Prag. Echt zu haben in Gießen bei Herrn Gust. Walther; Alsfeld: L. L. Rothschild; Nidda: Ferd. Jost. Arbeitsvergebung. Die Ausführung des Kalk- und Cementverputzes (zusammen 188 qm), owie der Anstrich der Anbauten unseres Kühler- und Saugerhauses 'ollen vergeben werden. Angebote sind bis 9. d. M., Abenos 6 Uhr, auf unserem tech- Schwämme und Fensterleder, sowie alle übrigen Material- und Farbwaaren in bellen Onalitäte« billigll. August Roll, Bahnhosstr. 51. Teleph. 102. hochgebildeter Kreise, die auch ohne jene blinde Verkennung der edlen Absichten des Vereins sich noch fern halten, wohl mehr auf dem auf- die politisch - socialen Fragen gerichteten Zeitsinn zu erklären, bereit weitreichendes Interesse um vollkommener Berechtigung sich jetzt in den Vordergrund stellen und ihrer Lösung harren. Dem gegenüber ^ °ber immer wieder zu betonen, daß schon im Hinblick auf die Ziele deS Vereins gerade auf diesem neutralen Gebiete, in dieser idealen Sphäre sich die Geister zu einem uneigennützigen Zwecke, unbeschadet der politischen Thätigkeit, zusammenfinden können, um mit dem Losungsworte „Natur" in warmer Liebe für die Alpenländer, denen Schiller sein „Hohe! Lred der Freiheit gesungen hat, sich Aufmunterung deS Lebens und frohen Muths zu holen, wann anders daS Wort deS kühnen Alpen- fteigers, eines L. Purtfchelles noch Geltung hat, daß „ein rüstiger Körper, starke Muskeln und scharfe Sinne, gepaart mit Muth, Willenskraft und Ausdauer ihren steten Werth behaupten" und wenn anders, fügen wir getrost hinzu, durch diese in der Alpenwelt zu bethätigenden Tugenden der AuS- dauer, des MutheS, der Zuversicht neben den bedeutungsvollen nationalen Turn-, Krieger- und Schützenvereinen, in jener kräftigen Pflege und Förderung einer flotten Touristik ein wesentlicher Factor der Gesundung und Kräftigung unseres deutschen Volkslebens gegeben ist. (Fortsetzung folgt). umherliegend etwa zehn geschmolzene Goldstücke und eine Menx verkohltes Papiergeld. Die Wahl eines ungeladenen schosseS als Sparkasse ist jedenfalls ungkwähnlich. Die benutzte Cigarrenkifte stammte aus Münster. * Weidenau (Sieg). 31. Juli. In der Rohrschmiede von Schmidt und Melmer waren zwei Arbeiter von 16 Jahren beschäftigt, deren Arbeitsstätte durch eine brettere Wand voneinander getrennt war. Die beiden Burschen hatte» sich schon den ganzen Morgen geneckt, als nun der eine der beiden, Dickel mit Namen, durch ein in der Wand befindlicher Astloch blicken wollte, stieß sein Mitarbeiter in demselder Augenblicke einen langen Draht durch die Oeffnung, wel dem Dickel durch daS Auge tief in das Gehirn drang. T» Schwerverletzte ist trotz aller ärztlichen Bemühungen hnv früh seiner Verwundung erlegen. • Lyck, 1. August. Die eine Meile von der Grenze bt. legene russische Stadt Grajewo wurde von einer furchtbare» Feuersbrunst heimgesucht. Mehr als hundert Häuser find eingeäschert. Unter den obdachlosen Familien herrscht großes Elend. Berfteigerung. Dirnstag den 6. August l. A, Nachmittags 3 Uhr, versteigere ich im „«bitt' (Marktplatz 20) dahier gegen Baarzahlung: 1) 30 Haussegen in Rahmen, 2 Spiegel, 14 Bilder (Kupferstiche); 2) 2 Werde, 7 Bierkrüge und Becher, 1 Kaffeeservice, 1 Rauchservice, 1 hellgrauen Herrenanzug, mehrere Oel- gemälde, 5 Regulateure, 2 VerticowS, 1 Copha mit 6 gepolsterten Stühlen, 1 Spiegelschrank, 2 Fußteppiche, eine VortiSre mit Stange, 2 Kleiderschränke, Schillers, Goethes, HeineS, LenauS, Bürgers, UHIandS LesstngS, Kleists ic. sämmtliche Werke. Die Versteigerung ad. 1 findet bestimmt, •d. 2 theilweile statt. 6598 vorn, Gerichtsvollzieher. Iersteigerung. Montag, den 6. August I. IS., beginnend Vormittags 10 Uhr, versteigere ich Renstadt 65 (früher Bramm) folgende zur «onenrS- maste des verlebten Adolf Schaumann dahier gehörige SegenstLnde gegen Baarzahlnngr 1 Taschenuhr mit Kette, 2 Medaillons, 1 Paar Manscheitcnknöpse, alles von Gold, 1 vollständige Waffensammlung, mehrere große und kleine Reisekoffer, 2 Handtaschen, 2 Reiseteppiche und 1 Zimmerteppich, 11 Rehgeweihe, Schlummerrollen und Sophakissen, 1 Buff mit Deckchen, 1 Fußschemel, 1 Tischchen, 3 Paar Vorhänge, darunter 1 Paar in Handstickerei, 1 Opernglas, Schreib, und Zeitungsmappen, 1 Revolver, 1 Wecker, 1 Thee- u. 1 Liqueur- Seroice, 1 Sessel mit Läufer, Schemel und Kissen. 1 Rauchtisch, 1 Kleiderständer , Bürsten- und Wanbtaschen, allerlei werthoolle Nippsachen, mehrere Herren-Anzüge, Hemden, Kragen, Manschetten, Taschentücher, Strümpfe, Unterjacken und Unterhosen, 31 Bände und 1 Partie lose Fliegende Blätter, 24 Bände KerftäckerS Schriften, 17 Bände deutsche Roman-Bibliothek, 4 Bände Freitags Soll und Haben, 3 desgl. Dramas Graf von Monte Christo, 1 ganze Anzahl andere Bücher diversen Inhalts, 1 Regulator und sonst Verschiedenes. Die Gegenstände sind sämmtlich noch sehr gut erhalten und wird besonders daraus aufmerksam gemacht, daß viele solcher, wie Sessel, Schemel, Brief- und ZeitungSmappen, Sophakissen rc-, mit den feinsten Handstickereien versehen sind. Di« Versteigerung findet bestimmt Dtn ach tiWyn W buxd) bit b1 odd)t bU a bittet tivzus Nach i etklätuog ak 1. für minl gchlüie h für big Ac Setim her btl für bl। Formulars 6. 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Klaffe). 239 gu 757* 100b 1168 455 552 718 808 9^6 1135. «affet 1230 1M 4%) 880 1016 1206 169 505 759 954*. 239 gu 6*8 7i7 757* 1022 1158 213 4bb 552 718 §22 9to 1135. 3" (führt 2 —4. Klaffe). Marburg BronhchUfen (Localz.) 1230 154 420 560 820 to 1206 130 j59 313 5O6 7» 2io (fühn 2.-4. Klaffe) 1208 12£) 650 753 943 uw 1200 106 412 457 718 705 836. Wetzlar 524 6d2 8" 1012- 1026 1? 1238 2«6 bodstOu 610 820 957102 12^8 943 1200 106 412 718 836. «ms—«oblenz 524 8" 101212'0 2«> 506 6228 1220 H«8 467 756. Dentz—«Sln 662 1026 1238 610. 7ü7 H54 463 10UO Dvlda 625** 817 12*0 52->** 950 325 721 1038X. (ütlnhaufm 6'0 8" 1225146 (bis Laubalt 5" 81-^j-.__J 647 950 325 721 ]()38f. ÄibBtt bezw. GMoreeI« 600 1226 506 8i^ff. 950 32Ö 721 103^-. Geber«, Lanbach bezw. Stockheim 600 8" 1226 145 506 gtbff.