Anzch« «äs? M DZs tawita K:s> Ä"tt» Jcbcn Mouta- c "Hotel Iprechen. v !Uun °us »“■Mien nnl^v imkum Af/ffww'di **-IHWiwr4du)| EIM ' y*e*ntw>hm htffin, acch in Breme» . p-ßGMdN» Iioos in W btr Offerten unter **D' MiW Amck bin vorzüglichen npfern te lhnrür Fohrlkn, gilt M iffegmig. billig Wir H Suthmft afyilW i oke L Marsily, Ad f, Generalagent, Mit L in Langdorf. " Zimmer V „otonJnjüSüi» Herren ö. A-.----— Starte fe Mn Lm Btlfl. Mha* hu !««M Nr. 182 Tkr chktzener Anzciger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Pimirtendlälter iverden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Erstes Blatt. Dienstag de« 6. August Gießwer Anzeiger cheneral-A'nzeiger. N88» Lierteljähriqer Adonnemrntsprciie 2 Mark 20 Psg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöget» 2 Mark 50 Pfg. Redaction, ikxpeditio» und Druckerei: Schulftratze Ar. 1, Fernsprecher 51. Aints- und Zlnzeigeblntt fuv den Tiveis Gieszen | Hratisöeilage: Hießener Aamikienökätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für dem folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Deutsches Reich. Berlin, 3. August. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht d,S Gesetz, betreffend die Bestrafung des Sclaven- raubes und des Sclavenhandels, ferner daS Gesetz, betreffend die Abänderung deS Gesetzes vom 12. März 1893 über die Einführung einer einheitlichen Zeit- bestimm ung. Berlin, 3. August. Die hiesige Universität beging heute die Feier des Geburtstages König Friedrich Wil« helmS III. Die Festrede hat Rector Professor Dr. Pfleiderer gehalten. Berlin, 3. August. Bei der heutigen Universitätsfeier wurde es auffällig bemerkt, daß sich Minister v. Bötticher in verbindlichster Form längere Zeit mit Geh. Rath Virchow unterhielt, den er auS dem Zuge des akademischen Senats zu sich entboten hatte. Berlin, 3. August. Heute Vormittag 10Va Uhr ist hier auf dem Anhalter Bahnhofe die Leiche des Professors v. Sy bei eingetroffen. Dieselbe wurde sofort nach dem Matthäikirchhofe übergeführt, wo alsbald die Beisetzung stoittfand. Eronberg, 3. August. Die Kaiserin Friedrich wird morgen Nachmittag am Cronberger Stock bei Königstein der Gedenkfeier der versammelten Nassauer Kriegervereine unter Führung des Frankfurter Landwehrvereins beiwohnen. Hannover, 3. August. Zur Vorfeier der Erinnerungs» taze an den Krieg von 1870/71 fand heute auf dem Welfen- platze eine Parade der gesammten Garnison statt, an welcher auch sämmtliche Kriegervereine theilnahmen. Die Fahnen waren zum ersten Male mit Eichenlaub geschmückt, die Stadt war festlich beflaggt und die Bevölkerung zeigte eine große Theilnahme an der Feier. Hannover, 3. August. Der fünfte Verbandstag Stolze'scher Stenographen-Vereine wurde am 2. August mit üblicher Begrüßung eröffnet. Dem Ehren- auSschuß gehören u. A. an: Oberpräfident Dr. v. Bennigsen, Ob erbürgermeister Tramm-Hannover und Generalmajor z. D. v. Knobelsdorff. Den heutigen Vormittag füllten Berathungen der Verbandskörperschaften aus. Von der Verbandsleitung sind 38 Mitglieder bereits anwesend, darunter der Vorsitzende Bäckler, die Vorsteher der Stenographen - Bureaus des RebchstageS, Schalopp, des preußischen Abgeordnetenhauses, Dr. Stmmerlein, der Schweizer Bundesversammlung, Schwarz- Bern, der Oderleiter der Häufigkeitsuniersuchung, Käding und Fe«illeton. Die eigenartige Wirkung des DUhrs auf den menschlichen Körper. Don Dr. Hans Fröhlich. (Nachdruck verboten). Jedes Jahr, wenn der Sommer gekommen, berichten die 3 Hungen immer wieder von Todesfällen und Verletzungen Lurch Blitzschlag. Namentlich in diesem Sommer haben Wolken- iriiche, Gewitter und Bitzschläge schon sehr viel Unheil ange- nchtet. Die zahlreichsten Blitzunfälle ereignen sich in gebirgigen Gegenden. Besonders scheint Tirol mit feinen hohen Gebirgen unb tief eingeschnittenen Thälern, und nicht zum mindesten Lurch das in den Dörfern noch vielfach übliche „Wetterläuten" : tinen sehr beachtenswerthen Prozentsatz von Blitzunfällen zu stellen. Denn sehr häufig fährt der Blitz in Glocken, die gerade geläutet werden, was auch schon in verschiedenen Orten zum Acrbot des Wetterläutens Veranlassung gegeben hat. Angehend auf den Blitz wirken auch die Telegraphen- und Telechondrähte, weshalb bei einem schweren Gewitter die Telephon- wrbinbungen meist geschlossen werden. Eine keineswegs seltene Erscheinung ist das Einschlagen des Blitzes in größere Ansarnrn- Ijngen von Menschen, wie in Kirchen und Schulen. Diesen Umstand, sowie die Anwesenheit zahlreicher gut leitender Gegen- ftinbe (Waffen) scheint die Ursache des häufigen Einschlagens Blitzes in militärische Lager zu sein. Der größte Unglücks- soll dieser Art traf 1864 ein nordamerikanisches Regiment, welches sich auf einem die Ebene beherrschenden Hügel gelagert hotte. Eine ungeheuere Feuersäule fuhr auf diesen Hügel herab, zersprengte das Lager, warf sämmtliche Mannschaften zu Boden und tödtete fast alle Pferde. Man fand 18 Mann tobt und beinahe alle anderen mehr oder wenig verletzt. Bei zwei Gewehrpyramiden entluden sich die Läufe, und die Geschosse töbteten drei Soldaten in einem entfernten Lager. Ein ähnlicher Fall «eignete sich am 9. Juni 1892 auf dem Tempelhofer Felde bet Berlin, wo eine ganze Compagnie des Alexander-Grenadier- Rcximents von einem Blitzschlag zu Boden geworfen wurde. Dr. Stolze, der Sohn des Meisters. Die Versammlungen finden in den Festsällen des alten Rathhauses statt. AuS der reichhaltigen stenographischen Ausstellung seien heute Original- stenogramme auS Luthers Zeit erwähnt. Hamburg, 3. August. Die „Hamburgische Börsenhalle" meldet: Seine Majestät der Kaiser verläßt heute Abend Potsdam von der Wtldparkstation aus, trifft morgen srüh in Brunsbüttel ein und setzt an Bord der Dacht „Hohen- zollern" unmittelbar die Fahrt nach Helgoland fort, woselbst Allerhöchstderselbe im Lause des Vormittags eintrifft. Der dortige Aufenthalt wird nur wenige Stunden dauern, während welchem Seine Majestät der Kaiser mit den Herren des Gefolges bei dem Commandanten, Capitän zur See Stubenrauch, das Frühstück einzunehmen beabsichtigt. Nachmittags setzt die „Hohenzollern" die Fahrt nach CoweS fort, wo Seine Majestät der Kaiser eine Woche verbleiben wird, um dann einer Einladung folgend über Portsmouth nach Lowther Castle zu reifen. Die „Hohenzollern" begibt sich inzwischen nach Leith, von wo Seine Majestät an Bord derselben am 15. August nach Brunsbüttel zurückfährt, um von dort birect nach Berlin zurückzukehren. Augsburg, 3. August. Die „Augsburger Abendzeitung" ist ermächtigt, zu erklären, daß die Blättermeldung von der bevorstehenden Abcommandirung preußischer Offiziere zum Eintritt in die bayerische Armee und von einem engeren Anschluß des bayerischen Kontingents erfunden sei. Ausland. Wien, 4. August. Das „SB. T." verzeichnet das in hiesigen diplomatischen Kreisen neuerdings circulirende Gerücht, daß Fürst Ferdinand nach seiner Rückkehr nach Sofia sich von der Sobranje zum König von Bulgarien wählen laffen wolle. Prag, 4. August. Wie czechische Blätter berichten, erhielten die in Böhmen studirenden Bulgaren die Weisung, sofort nach Bulgarien zurückzukehren. Paris, 4. August. Der „Gaulois" entsandte seinen Berichterstatter Hutin nach Elsaß-Lothringen zur Berichterstattung über die F estlichkeiten zu der Gedenkfeier von 18 7 0/71. Das Blatt meldet heute, daß Hutin bei seiner Ankunft in Weißenburg auf behördlichen Befehl ausgewiesen und ihm das elsaß lothringische Gebiet verboten wurde. Paris, 3. August. Der „Figaro" veröffentlicht einen heftigen Artikel über die Expedition auf MadagaScar. ES scheint, daß das genannte Blatt die Regierung mit Enthüllungen bedrohen will, welche im ganzen Lande einen Ent- rüstungssturm Hervorrufen würde. Paris, 3. August. Die „Nouvelle Revue" veröffentlicht einen Artikel aus der Feder eines Hauptmanns über den nächsten Krieg. In dem Artikel wird die Behauptung ausgestellt, daß der nächste Krieg im Jahre 1896 ober 1897 stattfinben werbe. Deutschlanb sei durch seine militärffchen Organisationen sehr stark und es werde in dieser Zeit Frank- re ch angreifen, weil Rußland bis dahin wegen ungenügender Verkehrsmittel Frankreich nicht werde zu Hilfe eilen können. Madrid, 3. August. Privatmeldungen auS Cuba zufolge fordert das gelbe Fieber unter den spanischen Truppen zahlreiche Opfer. DaS Fieber tritt epidemisch auf und soll die Lage eine sehr schlimme fein. London, 3. August. Nach einer Meldung auS Shangai soll bei Foochow ein furchtbares Gemetzel unter der christlichen Bev ölkerung stattgefunden haben. Auch fünf ausländische Damen sollen getödtet worden fein. London. 3. August. Der 6. internationale Geographen-Kongreß hielt heute seine Schlutzsitzung. In derselben wurde beschlossen, den nächsten Kongreß im Jahre 1899 in Berlin abzuhalten. Sofia, 4. August. Die Zeitung „Sogglasije" erörtert in einem Leitartikel die etwa eintretende Abdankung des Fürsten Ferdinand und empfiehlt für diesen Fall die Wahl des zweiten Sohnes des Königs von Griechenland, Prinzen Georg, zum Fürsten von Bulgarien. Derselbe sei ein trefflicher Soldat unb besitze bie besten Familienbezieh- ungen. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Saarbrücken, 4. August. Die Jubelfeier der Erstürmung der Spicherer Höhen wurde heute hier begangen. Die Stadt prangt in herrlichem Festschmuck. In 25 Sonder- zügen find 40000 Fremde angelangt. Eine Gedenkfeier auf dem Kriegerfriedhose in Sanct Johann begann den Tag in würdiger Weise. Am Nachmittag fand ein großartiger historischer Festzug statt, 1000 der ehemaligen Kämpfer von Spicheren nahmen an demselben Theil, die auf dem ganzen Wege überall mit stürmischem Jubel begrüßt wurden. Außerdem marschirten etwa 15000 Kriegstheilnehmer in dem Zuge. Bald jedoch erholten sich alle wieder, nur ein Hornist hatte am Kopfe eine schwere Blttzverletzung erhalten. Was nun die eigentlichen Wirkungen des Blitzes auf den Menschen betrifft, so sind dieselben der mannigfachsten Art. Professor Boudin schildert sie sehr treffend folgendermaßen: „Bald entkleidet der Blitz seine Opfer, zerstört die Kleider und schont den Körper, bald zerstört er den Leichnam und schont die Kleider. Hier tödtete er plötzlich, auf der Stelle, so daß der Tobte aufrecht bleibt, sitzend oder reitend, dort dagegen wird der Getroffene 20 Meter weit fortgeschleudert und man findet ihn im Laube von Bäumen. Bald erreichen die anatomischen Veränderungen, welche der Blitzstrahl hinterläßt, eine außerordentliche Ausdehnung mit Zerreißung des Herzens und Zerschmetterung der Knochen, bald kann auch die sorgfältigste Untersuchung bei den Todten nicht die leiseste» Veränderungen wahrnehmen. Bald scheint die Leiche den Gesetzen der Auflösung zu trotzen, bald dagegen tritt rascheste Zersetzung ein". Im Allgemeinen lehrt die Erfahrung, daß der Blitz entweder durch den Körper oder durch die Kleidungsstücke fährt, daher die Kleidung oft zerrissen wird ohne Schädigung des Körpers, und umgekehrt. Im ersten Falle sind die Kleider versengt ober verbrannt. Bisweilen sind nur die Unterkleider versengt, die Oberkleider dagegen vollkommen unversengt. Oftmals ist die Kleidung nirgends verbrannt, dagegen vielfach zerrissen, oder zeigt auch regelmäßige Oeffnungen, durch welche der Blitz ein- und ausgefahren ist. Von den Stiefeln ist das Oberleder oft vollständig abgerissen und weit weggeschleudert,- in den Sohlen befindet sich häufig ein Loch, durch welches der Blitzstrahl in die Erde fuhr. Die größten Veränderungen kommen an den metallischen Gegenständen vor, welche der Getroffene bei sich führt, wie Geld, Uhr, Uhrkette, Ringe, Schlüssel, Messer. Diese erleiden mehr oder weiger eigenthümliche Umgestaltungen. Bisweilen sehen sie aus, als ob sie mit Quecksilber überzogen wären, bisweilen schmelzen sie vollständig, und zwar öfters ohne den daran befindlichen Theil der Kleidung zu versengen. Einen besonders bemerkenswerthen Fall schildert Pro- feffor Shatter aus dem Jahre 1887, wo bei einem vom Blitze Getroffenen die Geldstücke der ganz unverletzten Tasche an der einen Seite fest zusammengeschmolzen waren, so daß sie wie Dachziegel auf einander lagen. Gegenstände von Eisen, z. B. Taschenmesser, nehmen dagegen magnetische Eigenschaften an. Die Verletzungen am Körper selbst liegen zwischen der Grenze oberflächlicher Versengungen und vollständiger Zerreißungen ganzer Organe und Gliedmaßen. Erstere betreffen namentl ch die Haare. Bei Frauen können auch ganze Zöpfe abgerissen werden und verbrennen. Ebenso treten an der Haut Verbrennungen leichten und schwersten Grades ein. Die interessantesten Erscheinungen an der Hand sind jedoch unstreitig die sogenannten „Blitzfiguren", deren Natur und Entstehen noch nicht vollständig aufgeklärt ist. In früheren Zeiten wurden die wunderbarsten Geschichten davon erzählt. Ich will nur einige, welche von angesehenen Medizinern berichtet werden, anführen. Am 10. Mai 1785 schlug der Blitz m die Kirche von Riom in Auvergne, lief an dem nassen Glockenseile herab und tödtete einen Mann, auf dessen Körper seltsame Baumfiguren zurückblieben, welche den durch den Blitzstrahl äußerlich sichtbar gewordenen Hautgefäßen zugeschrieben wurden, wie in einem der Akademie der Wissenschaften zu Paris erstatteten Bericht dargethan wird. Dieser glaubwürdigen Erzählung aber fügen Die Berichterstatter folgende wundersüchtige Fabel bei, welche sich seitdem sehr fruchtbar vermehrt hat. „Diese Thatsache ist nicht neu; Pater Bakkaria berichtet etwas Aehnliches, und Franklin hat Leroy mehrmals erzählt, daß vor etwa 40 Jahren ein Mann, der während eines Gewitters in seiner Hausthür stand, den Blitz in einen gegenüberliegenden Baum schlagen sah, und daß durch ein Wunder das Bild dieses Baumes auf der Brust des Mannes abgebUbet wurde". Ein Dr. Orioli hat auf dem wissenschaftlichen Kongreß zu Neapel 1845 mehrere Beispiele der „photographischen Wirkung" des Blitzes angeführt, wonach Mastkörbe, Nummern von Schiffen auf der Haut von Matrosen, welche auf einem vom Blitze getroffenen Schiffe waren, abgebildet wurden. Im Jahre 1847 soll man auf dem Fuße einer Dame in Lugano das Bild einer in der Nähe wachsenden Blume gesehen haben. Dr. Oriolis Beispiele überbot nach Dr. Raspail, welcher 1855 die Beobachtung mittheilt, daß ein Knabe, der nach einem Vogelnest Daran re hteu sich prächtige historische Gruppen, darunter die kurbrandeoburgische Renergarde Friedrichs II., die Naffau- Saarbrücker Garde, die Lützow'sche Freischaar, die Landwehr von 1813, die Erftürmer der Düppeler Schanzen und Gruppen, welche das gegenwärtige Heer darstellten. Der Vorbeimarsch ttft Zuges dauerte eine Stunde. Weißenburg i. Els., 4. August. Bei der heute hier statt- gehabten Gedenkfeier waren etwa 700 Slritger aus allen Gauen Deutschlands anwesend, zumeist ehemalige Mitkämpfer und viele Ritter deS eisernen Kreuzes. Die Denkmäler der Kriegergräber, sowohl der deutschen wie der französischen, trugen prächtigen Schmuck. Vormittag fand ein FeldgotteS' dienst im Kaserneuhofe, sowie ein erhebender Gedächrnißact am Denkmal deS 3. Armeecorps auf dem Geisberg start. 60 OsfiziereorpS sowie eine Anzahl französischer Journalisten waren anwesend. Diele Kränze wurden an dem Denkmale ntedergelegt. DaS Wetter ist regnerisch. Helgoland, 4. August. Die „Hohenzollern", mit Sr. Majestät dem Kaiser an Bord, Allerhöchstwelcher gestern Abend von der Matrosenstation in Potsdam aus die Fahrt angetreten hatte, und die ,Gefion" find soeben hier vor Anker gegangen. Die Vereine und die Badegäste hatten bet der Ankunft Sr. Majestät Aufstellung genommen. Die Insel ist auf daS Reichste geschmückt. - Gestern sind die Panzerschiffe „Bayern", „Baden", „Württemberg" und „Sachsen' sowie die erste und zweite Torpedoboots Division hier eingetroffen. Helgoland, 4. August. Nachdem die „Hohenzollern vor Anker gegangen war, kam Se. Majestät der Kaiser in einem Boote allein an Land, während ein zweites Boot das Gefolge übersetzte. Se. Majestät wurde enthusiastisch begrüßt und begab sich durch den Tunnel zur Wohnung des Commandanten, CapitänS zur See Stubenrauch, wo das Frühstück eingenommen wird. Das Wetter ist herrlich. Auffee, 4. August. Der Minister des Aeußeren, Graf GoluchowSki, traf heute Mittag 12’/4 Uhr in der Villa des deutschen Reichskanzlers Fürsten zu Hohenlohe ein, verblieb daselbst drei Stunden und reiste um 5 Uhr nach Ischl ab. Der Krieg von 1870|71, geschildert durch Ausschnitte aus ZeitungS-Nummern jener Zett (Nachdruck verboten.) 6. August. Die neueste Nachricht von der Armee des Kronprinzen meldet, daß sie am 5. August den Vormarsch über Weißenburg fortgesetzt hat, ohne auf ernstlichen Widerstand zu stoßen. Die französischen Ortschaften, durch welche unsere Truppen kamen, waren angefüllr mit Verwundeten. Der tiefe E'ndruck, welchen das Gefecht hinterlassen, wurde überall bemerkt. Halle, 6. August. Unser Bahnhof bot in der heutigen Mittagsstunde einen ebenso intereffanten, wie herzerfreuenden Anblick dar. Ein Zug mit ungefähr 400 französischen Gefangenen, worunter 10—12 Offiziere, traf gegen 12 Uhr, von Nordhansen nach Berlin gehend, zu einem kurzen Verwe len hier ein. Die Offiziere in Wagen erster und zweiter Klasse waren ernst und schweigsam, während mit den Mannschaften, welche in geöffneten Güterwagen fuhren, sich bald ein sehr reger und freundlicher Verkehr entwickelte. Die meisten Gefangenen, in blauen Röcken, rothen Hosen und rothen Käppis, gehörten der Linie an, daneben war aber auch ein gefangener Husar und eine Anzahl TurkoS in blauen, mir gelben Treffen besetzten Jacken und rothem Fez zu schauen. Diese wilden Söhne Afrikas waren übrigens sehr beiter und nahmen die Gaben an: Bier, Brod, Wurst und Cigarren, welche von dem ErfrischungS-Comitv den Gefangenen verabreicht wurden, mit freundlichem, fast ehrerbietigem Kopf- strebcnd, eine Pappel erklettert hatte, auf dem Baume vom Blitze getroffen und zu Boden geschleudert wurde. Auf seiner Brust war deutlich das Bild der Pappel gezeichnet sammt dem Vogelnest auf einem Aste. Alle diese Wundergeschichten rühren davon her, daß sich in der Thal auf der Haut häufig ausgedehnte, mitunter ganz auffallend baumartig verzweigte gcrölhete Streifen finden, die offenbar den Weg bezeichnen, den der Blitz auf der Körperoberfläche genommen hat. Man hielt eben diese Blitzfiguren für die Abbilder irgend welcher Gegenstände, die der Blitz auf der Haut „abphotographirt" hätte. Bei solchen unbestimmten Formen ist ja der Phantasie und dem Aberglauben ein weiter Spielraum gelassen. Aber anch jetzt ist noch nicht sicher festgestellt, ob diese Blitzfiguren, welche entweder nur einen Kürpertheil betreffen, oder sich vom Kops bis zur Fußsohle erstrecken, durch Verbrennung entstehen, ober als örtliche, dnrch Lähmung der Blutgefäße bewirkte Röthungcn der Haut aufzufasfen sind. Am besten verbürgt und am interessantesten von allen Blitzschlägen dieser Art ist der von Dr. Schescik berichtete. Eine Frau hatte sich vor dem herannahenden Gewitter vom Felde in ihre Wohnung geflüchtet und in eine Ecke des Zimmers gesetzt. Im nächsten Augenblick schlug der Blitz in das Gebäude ein nnd drang, in vier Strahlen gctheilt, die hölzerne Wand von außen durchbrechend, in'S Innere der Wohnung. Da die Frau dicht an der Wand lehnte, sprang der in dieser Rich- tling gleitende stärkste 'tstralil ans ihren Körper über, verlief an der rechten Schläfe, dicht unter den Haaren beg'nnend, an der ganzen rechten Seite entlang und sprang schließlich an den Fersen ab, zwei etwa krenzergroße Löcher in den Kleidern zurucklassend. Die Frau fiel tobt zur Erde. Alle WicbcrbelkbnngSversnche blieben erfolglos. Die Stellen der Haut, an welchen der Blitzstrahl hinabgeglitten war, hatten bläulichrothe Striemen, die an der Anschlagstelle der Schläfe vier Erniimetcr breit, sich im weiteren Verlause allmählich verschmälerten und endlich an den Fersen kaum die Brene von fünf Millimeter behielten. Der Hauptstamm und die Verästel- ungen sahen wie mit ©Int unterlaufen aus. Solche Blitzfignrcn bleiben weder am lebenden noch am tobten Körper lange bestehen, sondern vergehen meist ziemlich nicken dankbar an. Dasselbe geschah auch von den ubrrgen Gefangenen, unter welchen nur bet wenigen Traurigkeit zu bemerken war. Einer der begleitenden preuß'.fchen soibaten üußerre: „Die haben mehr Verlangen, Berlin zu sehen, als wir." Bei der Abfahrt fand ein gegenseitlgeS freundliches Veravschteden statt, so daß selbst zurückbletbende preußische Soldaten mit den Abfahrenden ein herzliches Hande- schütteln wechselten. Bon Nationalhaß war nichts zu bemerken, so daß alles Unglück dieses Krieges auf das Haupt deS Schurken Napoleon und seines kriegsdurstigen Anhanges fallen muß. Der Humor dieser Slunoe war selbst in unsere Droschkenkutscher gefahren, indem einer derselben äußerte: „Die müffen sich wohl in der Zeit versehen haben, sie wollten ja erst den 15. August in Berlin sein." Cscafc* tut» p-soiMktt«*. Steffen, den 5. August IMS •• Empfang. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen am 3. August u. A. den Generalmajor z. D. Rau, den Major Winter ä la suite des Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, Ab- theilungSvorstand bei der Gewehr-PrüfungscommiisionSpandau, den Pfarrer Dr. Grein von Gießen, den Amtsrichter Steinberger von Ulrichstein. Auszeichnungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Obercommandantep der freiwilligen Feuerwehr zu Offenbach und Stadtverordneten Conrad Hermann V. die Krone zum Ritterkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen, dem Commandanken Kreisieuerwehrinspector Johann Joseph Karl Müller das Ritterkreuz 2. Klaffe, dem ersten Adjutanten Albert Thomson das Silberne Kreuz mit der Krone, den Oberführern (Compagnieführern) Casimir Rudorf und Jean Geyer das Silberne Kreuz dieses Ordens, dem Führer (Zugführer) Jacob Leucht, sowie dem ältesten Wehrmann Georg Hinkel und dem Signalisten Philipp Jacob Mehl das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Verdienste" zu verleihen. ♦♦ Von der Universität. Der am Samstag beendigten mündlichen Prüfung für das höhere Lehramt hatten sich 9 Aspiranten unterzogen. Davon wurden 5 für bestanden erklärt (3 mit Zeugniß 1. Grades, 2 mit Zeugniß 2. Grades), 2 für bedingt bestanden, 2 für nicht bestanden. ** Militärdieustuachrichteu. Die Unterärzte der Reserve Dr. Illig und Dr. Büchner vom Landw.-Bezirk Gießen, Dr. Keller und Dr. Braden vom Landw.-Bezirk I Darmstadt, Dr. Ktßner vom Landw.-Bezirk Gießen — zu Assistenzärzten 2. Klasse befördert. Dr. Dassow, Oberstabsarzt 1. Klaffe und Garn.-Arzt in Mainz, ein Patent seiner Charge verliehen. Dr. Kolb, Stabsarzt der Landwehr 2. Aufgebots vom Landw. Bezirk I Darmstadt, der Abschied bewilligt. Nitzschke. Roßarzt vom Großh. Hess. Feld-Art.- Regt. Nr. 25 (Groß. Art.-Corps), auf feinen Antrag zum 1. Juni b. I. mit Pension in ben Ruhestanb versetzt. *♦ Die Oberheffifche Gesellschaft für Natur- und Heilkunde hielt am Sonntag ben 21. Juli ihre Sommer-Generalversammlung in Wetzlar im Römischen Kaiser ab. Nachbem ber Vorsitzende, Herr Professor Dr. Hansen, die Sitzung um 11 Uhr mit einer Begrüßung der Wetzlarer Mitglieder, die mit ihren Damen zahlreich erschienen waren, eröffnet hatte, wurde zunächst dem Rechner der Gesellschaft seitens der Versammlung Entlastung für die Aufstellung der Rechnung für 1894 ertheilt. Ein Antrag deö Herrn Profeffor Dr. Spengel, zur Herstellung einer Marmorbüfte des 1855—1870 an der Gießener Universität und in der Oberhessischen Gesellschaft thätigeu Zoologen Leuckart 50 Mk. schnell wieder. Zuerst sind sie bläulichroth, werden dann rosenroth, erblassen bald und verschwinden nach einigen Tagen spurlos. Sehr charakteristische Blitzwunden sind die Löcher am Kopfe und an den Fußsohlen, den Ein- und Ausschlagsstellen des Blitzes. Seltener sind Schädelbrüche, Zerreißungen und Quetschungen des Gehirns ober anberer Organe, und in den allerseltensten Fällen treten Abreißungen ganzer Gliedmaßen ein. Die Folgen des Blitzschlages können auch in Bewußtseinsstörungen bestehen, welche dann kürzere oder längere Zeit andauern. In leichteren Fällen erholen sich die Betroffenen schon nach wenigen Augenblicken, ohne weitere Störungen darzubieten- in schwereren dagegen kann die Bewußtlosigkeit selbst tagelang dauern und in einen mit Phantasieren verbundenen Zustand heftiger Aufregung übergehen. Für diese Zett besteht vollständige Erinnerungslosigkeit, und eS ist eigenthiimlich, daß selbst in leichteren Fällen die betäubt Gewesenen weder den Blitz gesehen, noch den Donner gehört zu haben sich erinnern. Häufig bleiben Lähmungen einzelner Körpertheilc und sogar ganzer Körperhälften zurück, die aber im Allgemeinen günstige Aussicht auf Wiedergenesung bieten. Auch Schwerhörigkeit und Verlust des Sehvermögens treten fast immer nur als vorübergehende Folge des Blitzschlages ein. Blutungen aus einem oder aus beiden Ohren werden sowohl bei am Leben Gebliebenen, als an der Leiche beobachtet. Tritt ber Tob bei ben Getroffenen nicht sofort ein, so ist er auch später fast nie mehr zu befürchten. Nur Dr. Taylor berichtet zwei Fälle, von benen ber eine nach 4, ber anbere erst nach 57 Stunben töbtlich verlief, bem auch noch Dr. Bugge einen Fall vom Jahre 1874 hinzufügt, wo ber Tod sogar erst am 33. Tage eintrat. Oft wirb bie bestimmte Feststellung beS Tobes burch Blitz sehr schwierig, wenn sich toeber Verwundungen am Körper, noch Verletzungen an ber Kleibung vorfinden. Dann müssen bie Nebenumstänbe zu Rathe gezogen werben. Wirb beispielsweise Jemanb unter einem Baume ober in einem Gebäude, an benen sich Zeichen deS Blitzschlags finden, tobt angetroffen, ober nach einem Gewitter irgendwo tobt aufgefunden, so glaubt man sich in ber Regel Zur Annahme ber Tödtung burch ben Blitz berechtigt. Jeboch aus Mitteln btt Gesellschaft zu bewilligen, würbe nach Befürwortung durch Herrn W. Seibert (Wetzlar) einstimmig avge. nommen. Diese Büste soll dem Jubilar zur 50 jähriger Wiederkehr seiner Doctor-Promotion am 13. December 1895 überre cht werden. Fünf neue Mitglieder sind der Gesellschaft beigetreten. ES hielten darauf Anträge: 1. Herr Wilhri, Seibert (Wetzlar) über „die Grenzen der Sichtbarkeit tteL.tr Körper." Redner entwickelte zunächst die Theorie deS MikroStcrz und gab bann Aufklärung über bie Fortschritte in der Herstellung von Mikroskopen, 'insbesondere auch in fei.-r eigenen optischen Anstalt. Daraus sprach Herr Dr. Ryj Herster, Kurarzt zu Braunfels, über „HypnotiSon- und Hexenwesen". Dieser Vortrag wird in den nächste Tagen ausführlicher abgebrueft werden. Endlich führte Hw Profeffor Dr. Hansen (Gießen) die neuesten Untersuchunge, über „Leuchtende Pflanzen" vor. Er berührte zunächst bai Leuchten faulen HolzeS, daS durch Ptlzwycelien hervorgerufe, wird, bemerkte bann, daß auch bie Hüte mancher Pilze leuchte.-' namentlich tropischer unb eines subtropischen, in Italien vor. kommenden PilzeS, Agaricus olearius und führte tal PhosphoreSciren auf eine langsame Verbrennung zurück, b:e durch Sauerstoffzufuhr hervorgerufen wird und bei Beseitigung derselben verschwindet. Auch faulende Fische leuchten info',e deS Auftretens von Bactericn. Der Zweck deS Leuchten» mag bei ben Pilzhüten bie Anlockung von Jnsecten unb o;i0 । die Verbreitung ber Pilzsporen durch diese sein. Eine andere i Gruppe von Erscheinungen ist auf die Reflexion gewöhnlichen i Tageslichts zurückzuführen, z. B. bet Leuchtmoofen m j Höhlen unb Klüften - an Blumen von anderen gemadte j Beobachtungen hält Redne- für optische Täuschungen. Uh I 2 Uhr fand ein Mittagessen im Römischen Kaiser statt, an | dem etwa 30 Personen, barunter 10 Damen auS Bräunst!», Gießen unb Wetzlar theilnahmen. Sobann wurde i» heiterer Stimmung ber Kalsmunt erstiegen, von befia ! Zinnen ber bei bem herrlichen Wetter Überaus lohnens . Ausblick auf das Lahnthal genoffen wurde. Ern ut= ' •in nti°ic £, #* $tt H sirstid ° Die w z.dl w' - g' wat t* «eignete vetMt jlttl« i( sprechen verstossen in garf vorder, größerer kevnlN'8 ttirericDi Alind die verein pb iluS-'c fangt u seiner st botftiN rahchsst •M ttilhii !;r Ann «ianövei gezwungenes Zusammensein im Schützengarten beschloß bi- j Versammlung. ** Kammermusik. Im Anschluß an unsere bereits gebrachte Notiz über Veranstalt), ig von Kammermusikabenöen durch das Quartett Kruse wird uns noch mitgetheilt, daß Frl. Schulz, Opernsängerin, für dieselben den gesanglichen Theil übernommen. Frl. Schulz hat ihre AuSbildu g an dem Conservatortum zu Weimar bei Frau Hosopern« fängerin Milde genossen unb ist die Tochter deS berühmten Hofopernsängers Franz Schulz. Erfolgereich trat dieselbe in Weimar, sowie am Casseler Hostheater als Gast auf und ist jetzt als jugenblich-dramarische Sängerin am Streicher Stadttheater engagirt. Frl. Schulz weilt gegenwärtig wäh- > renb ihrer Ferien bet Verwandten in unserer Stadt. ♦* DaS Sommerfest de8 tzeffifcheu FechtvereiuS Watfeufchih war gestern von 1000 Personen besucht. Trotz des schlechte- Wetters amüfirte man sich dort oben auf ber Aussicht tetr gut. Am Nachmittag waren es besonders die Arrangemer./ ! für unsere Herren Jungens: Wurstschnoppen, KletterbauL und Sackhüpfen, welche selbst das Interesse der E.wachseneu I in Anspruch nahmen. Die abendliche Kühle brachte rS wohl zu Wege, daß daS Tanzpodium besonders stark benutzt wurde. DaS von Herrn Bourgeois gegen 11 Uhr abgebrannte Feuerwerk war vorzüglich gelungen und fand allgemeine Anerkennung. Heute findet, rote schon angefünbigt, eine Nachfeier statt - wünschen wir im Interesse des guten Zwecke-, daß in ben Nachmittagstunden daS Wetter sich aufhelle, Mn gehören: 'landen I •Regiment Kolonne ; ltuttekendi Tie Snga »nm dass iinbung j nisst, um »erden zu aut sicher und die ei verschiedet genaue m $annid)af urgtnaue i hr swdui UMtrn. 'ä.iichnst dir Lum -srdruck. im Rett (Provinz 6r|rg 12, (i 5 9t.) tyinbtftfut Stenn i ftn tut kann man sich hierbei sehr irren. Dies beweist jener Fall, wo ein 17 jähriges Mädchen während eines heftigen Ge« witters dadurch ums Leden kam, baß bie Glasscheiben eine» vom Sturme zugeworfenen Fensters zerbrachen unb von den ins Zimmer geschleuberten Scherben zwei fingerlange, meffer- klingenartige Glasfplitter dem Mäbchen unter bem Schlüssel' bein in die Brust drangen unb eine Verblutung herbeiführtcn. Der Arzt bescheinigte ben Tob burch Blitzschlag, unb erst später würbe bie wahre Todesursache entdeckt. Ist Jemanb vom Blitze getroffen, so sind für bie An» gehörigen bis zur Ankunft bes Arztes folgende Regeln zu beachten: Gegen bie erhöhte nervöse Reizbarkeit helfen am besten Brausepulver ober Sobawasscr, äußerlich Abreibungen mit Wasser ober noch besser mit verdünntem aromatisch« Essig. An den gelähmten Partien werden ganz leichte mech» nische Hebungen vorgenommen. In allen schwereren Fäll^> beginne man sofort mit ben gebräuchlichen Wiederbelebung-' versuchen. ist immer noch auf einen Ueberschuß für hessische Waisenkinder zu hoffen. ** Diebstahl. Es wirb uns mitgetheilt, baß am vorigen Samstag Abenb einem jungen Mann in ber Männerbade- anstatt, während) er sich im Wasser befand unb feine Kleider Stets haben die Menschen der Witterung unb ben äußeren Tcmperaturverhältnissen große Bedeutung als Krankheitsursachr beigelegt. Wer hat sich nicht schon überzeugt davon gefügt, daß er Erkältung oder Rheumatismus, Magen- ober Darmkatarrh burch Einwirkung von Kälte ober Wärme sich zuge- zogen habe? Unb in ber That sehen wir in ber kälteren Jahreszeit bie größte Zahl Erkältungen, in ber wärmeren Jahreszeit eine Menge Verbauungsstörungen auftreten. Viele Krankheiten haben sogar ihre bestimmte, regelmäßig wieder- kehrende Saison. Lungenentzünbungcn sinb am häufigsten von Tlärj bis Mai; ber akute Gelenkrheumatismus von Februar bis Aprils Ruhr, Magen- und Darmkatarrh im August- Cholera von August bis October. Daher theilen auch manche Hygieniker die Krankheiten nach den Jahreszeiten ein in Sommer- unb Herbstkrankheiten, in Winter« unb Frühjahrskrankheiten. K M gefundenen i klug der Wot’H hnzt ratfjUa m't 85 ! Hriunch ( Zentral ^rleihen fl duvd gegn Die Drsnkhkilen des Sommers. Von Dr. Otto Gotthilf. (Nachdruck verboten). bei 1"d°s Zeiget ll 4,,«Iiuns | A den B, ! anöver-Postsendungen hingewiesen. Zur genauen Aufschrift gebären: Familienname (möglichst auch Vorname, unter Umständen die OrdnungSnummer), Dienstgrad und Truppentheil, Regiment, Bataillon, Compagnie, Escadron, Batterie, Co lonne rc. — und für gewöhnlich der ständige Garnisonort, dntretenben Falls mit dem Zusatze „oder nachzusenden". Die Angabe eines Marschquartiers empfiehlt fich nur dann, intim dasselbe genau bekannt und vorauSzusehen ist, daß die Sendung so zeitig an dem angegebenen Bestimmungsort ein- rrifft, um vor dem Weitermarsche in Empfang genommen wird en zu können und daß die Abholung von der Post auch mt Sicherheit zu erwarten steht. Da der Stab des Regiments uni) die einzelnen Bataillone u. f. w. ihre Postsachen häufig bei verschiedenen Postanstalten in Empfang nehmen, so ist eine genaue und richtige Aufschrift ebenso bei den an die Herren fiOffiziere gerichteten Manöver-Postsendungen wie bei den Munnschaftssendungen unentbehrlich. Durch mangelhafte oder ungenaue Anfertigung der Aufschriften wird die Ueberkunft ter Sendungen an die Empfänger sich oft sehr erheblich der zögern. Zur Vermeidung von Auslaffungen in der Aufschrift und zur Erhöhung der Deutlichkeit empfiehlt fich dir Verwendung von Briefumschlägen mit entsprechendem Verdruck. ** Hundesteuer im Grodherzogthum Hessen. Es wurden im Rechnungsjahr 1894/95 43,028 Hunde versteuert (Provinz Starkenburg 19,526, Oberhessen 11,010, Rhein- heffen 12,492), bi? einen Ertrag an Staatshundesteuer von (i 5 Mk.) 215,140 Mk. lieferten, während die Gemeinde- Hundesteuer sich insgesammt auf 65,270 Mk. 50 Pf. belief. R. Wieseck, 5. August. Bei dem gestern Abend stattgefundenen Gewitter, welches mit Hagel begleitet war, schlug der Blitz auf die Giebelseite deß Beigeordneten Textor'scheu Hauses, glücklicherweise ohne zu zünden. Hungen, 3. August. Bei der hiesigen Gemeinde- rathöwahl wurden die Herren Wilhelm Heinrich Bender mit 85 Stimmen, August Schäfer mit 83 Stimmen unb Heinrich Seibert VII. mit 81 Stimmen gewählt. A Mainz, 4. August. Gestern tagte hier die diesjährige Generalversammlung des deutschen Kellnerbundes. In derselben wurde ein Brzirksverein Mainz für den Kellner- bunb gegründet. — 500 Veteranen und Kriegs- Wenn die Freude über den Beginn der warmen Jahres- zeit nach des kalten Winters strenger Herrschaft allmählich schwindet unter den Leiden der drückenden Sommerhitze, dann tritt alsbald die Saison der Magen- und Darmkatarrhe ein. Nach den Berechnungen des Profeffors A. Hirsch haben von <05 Ruhrepidemien unseres gemäßigten Klimas geherrscht: 529 im Sommer, 137 im Herbst, 14 im Winter und 25 im Frühling; also im Sommer über dreimal so viel als in den (inberen Jahreszeiten zusammen. Namentlich der Brechdurch- scill der Säuglinge, jener furchtbare Würgeengel, entreißt in her heißen Periode Tausende und Abertausende rosiger Kindlein ben Armen der liebenden Mütter. Wie eng diese Krankheit mit der Hitze zusammenhängt, beweist auch der Umstand, daß -sic in den südlichan Staaten von Amerika bereits im Frühling beginnt, welcher ja unserem Sommer entspricht. Daher wird sic zum Beispiel in Charleston „the April- and Mai-discorder“ genannt. Stets ist öie K-ankheit um so häufiger unb um so bösartiger, je höher die Hitze des Sommers sich gestaltet. Sie tritt aber nie bei einer Temperatur unter 15° C. ein. Die Thatsachen beweisen unzweifelhaft, daß Hitze die Empsänglich- keit für das große Heer der Magen- und Darmkatarrhe be- beutend steigert. Welches ist nun der Grund hierfür? Vielfach wird allein dem übermäßigen Genüsse des Obstes, verbunden mit leichtsinnigem Trinken, die Schuld beigemessen. Mag dies euch bisweilen zutreffen, so kann es doch jedenfalls bei den Säuglingen nicht der Fall sein. Allerdings geben auch hier Fehler in der Diät häufig den ersten Anlaß zu Verdauungs- (lörungen. Aber noch öfters tragen,Zso merkwürdig dies klingen mag, Erkältungen die Haupschuld. Mit dicken Federbetten werden käme roden von 1870/71 aus Sachsen und Posen trafen gestern un leist Extrazug hier ein. Dieselben besuchen die Schlachtfelder bei Weißenburg unb Wörth. Von ihren hiesigen Kriegskameraden wurden die nordischen Gäste auf baß Wärmste empfangen. — Die vor einiger Zeit wegen grober Dienstvergehen entlaßenen hiesigen Polizeicommissare Bugner und Lammersdorf haben gegen den betreffenden Stadt- verordnetenb.'schluß jetzt den Kreisausschuß angerufen, der eine Extrasitzung für die Sache anberaumt hat. A Biageu, 3. August. Die für die Rochuscapelle bestimmten 6 neuen Glocken find gestern hier eingetroffen. Die größte derselben hat baß respectable Gewicht von 71 Gentnern und erklingt in B. A Vom Rhein, 4. August. Ein Dame von Wiesbaden erlitt am Freitag in einer Badeanstalt in Biebrich einen empfindlichen Verlust, indem ihr ein Ring im Wert he von 2000 Mark in ben Rhein fiel. Ein sofort von Mainz herbeibeorderter Taucher suchte mehrere Stunden die Flußsohle nach dem werthvollen Kleinod ab, jedoch vergebens. Dermifcfrits» Ms. Cassel, 4. August. Auß dem reichen Programm der her vom 8. biß 11. August tagenden Deutschen Antropologischen Gesellschaft sei kurz Folgendes hervorgehoben: Am Tage vorher, Mittwoch: Anmeldung der Theilnehmer im „Lesemuseum", Ueberreichung der Festschrift rc. Donnerstag: Festsitzung im Saale des „Lesemuseum", Eröffnungsact durch den Vorsitzenden, Geh. Medicinal- rath Prof. Dr. Waldeyer, Begrüßungsreden der Behörden rc., Wissenschaftlicher Jahresbericht des GeneralsecretärS Professor Dr. I. Ranke, Rechenschaftsbericht, Wiffenschaftliche Vorträge, Nachmittags Festmahl. Freitag: Zweite Festsitzung. Hauptsächlich finden darin wissenschaftliche Vorträge statt. Angemeldet sind bereits: Geheimrath Prof. Dr. Waldeyer: „Welche Art der Anthropoiden steht in ihrem Bau dem Menschen am nächsten?" — Geheimrath Prof. Virchow: „Die ethnologische Frage in Bezug auf Hessen". — Prof. Dr. Ranke: „Zur Anthropologie des Rückenmarks." — Dr. Ko ssin na-Berlin: „Ueber die vorhistorische Ausbreitung der Germanen." — Dr. G. Buschau-Stettin: „Der gegenwärtige Standpunkt der Criminal Anthropologie". Sonnabend: Schlußsitzung. Feststellung beß Etats. Neuwahlen. Wiffenschaftliche Vorträge. Sonntag findet ein Ausflug nach dem Heiligenberg und in die Schwalm statt. Großes Schwälmerfeft mit Festzug rc. in Treysa. *Ms. Cassel, 4. August. Ganz Cassel steht heute unter dem Eindrücke der 25jährtgen Erinnerungsfeier b er Feldzugs kameraden des 11. Armeecorps. Die Stadt prangt tm reichsten Festgewande; von allen Zinnen wehen Fahnen, Fenster und Balkone sind mit Kaiser- und Bismarckbüsten, mit Kränzen und Guirlanden reich geziert, eine nach Tausenden und Abertausenden zählende festlich geputzte und festlich gestimmte Menschenmenge durchwogte vom frühen Morgen bis späten Abend die Straßen und Plätze. 6000 (Kombattanten aus Hessen, Waldeck, Thüringen, Darmstadt, Naffau, Westfalen rc. sind mittelst Extrazügen eingetroffen, ferner noch dreimal so viel sonstige Festtheilnehmer, sodaß wohl noch niemals oder selten so viele Auswärtige als heute in Cassel gewesen find. Gestern Abend war im Kaiserhofgarten Begrüßungsfeier und Militärconcert. Herr Regierungsrath Besser hob dabei in seiner Begrüßungsrede hervor, daß die Mitkämpfer ein gutes Recht hätten, die Erinnerungsfeier zu begehen, daß man sie aber nicht deshalb abhalten wolle, um fich der damaligen miterfochtenen großen Siege zu rühmen, sondern um die auf blutiger Wahlstatt geschlossene treue Kameradschaft zu erneuern, wenn auch zwar unter anderen Verhältnissen, so doch ohne Rücksicht auf Rang und Stand. Vorher war von allen Thürmen mit feierlichem Geläut die Erinuerungsseier, die von der Gunst und Theil- nahme der weitesten Bevölkerungsschichten getragen wird, eingeläutet worden, nachher fand gemüthliches Beisammensein der Kameraden statt. — Heute Morgen um Va9 Uhr bewegte fich der Festzug, in dem über 6000 Krieger marschirten, durch die Straßen; die Wagen mit den invaliden Veteranen eröffneten den Zug, dann kamen die Infanterie- Regimenter des 11. Armeecorps, an der Spitze die Generalität, die armen Kindlein auch in der heißen Jahreszeit zugedeckt, fangen dann natürlich bald an zu schwitzen, strampeln sich blos, und ungehindert kann die kühle Nachtluft ihren schädigenden Einfluß auf die nur durch eine dünne Hautdecke geschützten Eingeweide ausüben. Auch Erwachsene begehen oft den gleichen Fehler, legen sich an den heißen Sommerabenden nur wenig bedeckt ins Belt und erwachen dann plötzlich mit Magenkrämpfen, Uebelsein und Erbrechen. Der italienische Arzt Dr. L. Cantu hat in neuester Zeit besonders hierauf sein Augenmerk gerichtet und gefunden, daß durch die Erkältung des Magens sich regelmäßig Zersetzungsprodukte im Darm gebildet hatten, daß also eine Art von Vergiftung eingetreten war. Daher möge man in den Sommernächten die Kinder und sich selbst im Allgemeinen nur ganz leicht bedecken, aber die Magengegend noch besonders mit einer Wolldecke umhüllen. Dann wird Niemand, zumal wenn das Fenster offen bleibt, in Schweiß gerathen und im Schlaf durch instinctives Entfernen der Deckbetten sich Verdauungsstörungen zuziehen. Auch hat die Erfahrung gezeigt, daß große Städte, in denen ja die Hitze am Tage höher und die abendliche Abkühlung geringer ist als auf dem Lande, bedeutend mehr von Brechdurchfallepidemien heimgesucht werden als ländliche Bezirke. Deshalb ist einerseits den wohlhabenden Eltern sehr zu empfehlen, ihre kleinen Kinder die heißeste Jahreszeit in waldreiche Gegenden verbringen zu lassen; anderseits müssen die städtischen Verwaltungen alle Maßregeln fördern, welche der „unerträglichen" Hitze und Dürre entgegenwirken, wie Anlage von Parkplätzen inmitten der Stadt und ausgiebigste Sprengung der Straßen. Stabsoffiziere rc., sodann das Jägerbataillon Nr. 11, Pionierbataillon Nc. 11, die 25. Großherzoglich hessische Division, darauf die Cavallerie- unb Artillerie - Regimenter, sodann das Trainbataillon unb zum Schluß bie Mannschaften aus anderen Armeecorps. Durch bie Stabt ging es zum Platz vor bem Orangerieschloß in ber KarlSaue, woselbst um 10 Uhr großer feierlicher Felbgottesbienst abgehalten würbe. Herr Pfarrer unb Kamerab Opper von hier hielt die Fest- predigt. Sobann wurde zum Friedrichsplatz rnarschirt, selbstredend mit sämmtlichen verfügbaren Militärcapellen im Buge, wo Appell und Parademarsch vor bem cornmanbirenben General beß 11. Arm-ecorpS, Excellenz v. Wittich, statt- fanb. Wohl mehr als 20 000 Zuschauer befanben sich rings um den weiten Platz. Nachmittags war großes Militär- Doppelconcert in ber Karlsaue und in ber Fcsthalle aus bem Platze vor bem Orangerieschlosfe. Hier auf bem Platze ber ehemaligen Jagb- unb Sportausstellung sinb nämlich »ehn große Leinenzelte aufgestellt, von benen jedes für 600 Personen Raum bietet; außerdem sinb noch für 3000 Perlenen Sitzplätze geschaffen. Abends findet hier unter Mitwirkung der Casseler Liedertafel großer Festcommers statt, an welchem bte Generalität unb bie Spitzen der Behörden theilnehrnen. Leiber wurden bie Festlichkeiten in ber Karlsaue durch die regnerische Witterung beeinträchtigt. Spitlpiaa bet vereinigten frankfurter Ltabttheater Cp ernt) so i. Dienstag ben 6. August: Die lustigen Weiber. Mittwoch den 7. August: Obersteiger. Donnerstag den 8. August: Bastten und Bastienne. Hieraus: Bajazzo. Nürnberger Puppe. Freitag den 9. August: Hänsel und Gretel. Cavalleria rusticana. Samstag dm 10. August: Tannhäuser. Sonntag den 11. August: Undine. Montag den 12. August: Trompeter von Säkkingen. «chaufpielhaus. Dienstag den 6. August: CbarleyS Tante. Jungfer Köchinnen. Mittwoch dm 7. August: Fedora. Donnerstag den 8. August geschlossen. Freitag ben 9. August: Madame Sans- ®öne. Samstag ben 10.August: Spielt nicht mit dem Feuer. Stille Wache. Sonntag den 11. August: Madame Sans-GLne. Montag den 12. August: Der Meineidbauer. Unterhaltungen zu Bad-Nauheim in der Woche vom 6. August bis 11. August. Die Kurcapelle spielt täglich Morgens von 7—8 Uhr an bem Kurbrunnen, Nachmittags und Abends siehe unten, bet weniger als 10° R. Wärme im großen Speisesaale des Kurhauses. Dienstag den 6. August, Nachmittags von 5 bis 7 und von 8 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Von 8 bis 10 Uhr werden Tänze gespielt und kann auf dem nordwestlichm Theile der Terrasse getanzt werdm. Nachmittags 3>/, Uhr tm Saale: Theatervorstellung für Kinder und Erwachsene. Das.tapfere Schnetderletn- Abends 8 Uhr im Saale: Zaubervorstellung von Herrn Hoskünstler Rooberts aus Berlin. Mittwoch den 7. August, Nachmittags von 5 bis 7 und von 8 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle aus der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Gastspiel des Herzogl. Sachsen-Meiningen'schen Hofschauspielers Herrn Otto Oßmar. Die Großstadtluft. Donnerstag den 8. August, Nachmittags von 5 bis 7 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Gastspiel des Operetten-Ensembles vom Sommer- theater in Darmstadt, unter Direction Stmg-Kraus, unter Mitwirkung der Kurcapelle. Don Cesar. Freitag den 9. August, Nachmittags von 5 bis 7 und von 8 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Charleys Tante. Samstag den 10. August, Nachmittags von 4 biß 8‘/2 Uhr auf ber Terrasse: Concert von der Capelle des 4. Großh. Hefstschen Infanterie-Regiments Nr. 118 aus Mainz. Abends 8 Uhr im Saale Tanz. Sonntag den 11. August, Nachmittags von 4l/, bis 7 Uhr und von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Doppel- Concert des 100 Mann starken Neeb'schen Männerchors aus Frankfurt a. M. und der Kurcapelle. Verkehr, Cattö» und Vott-rvirthschaft. Grüuberg, 3 August. Frachtpreise. Weizm X 14,00, Korn X 12,50, Gerste X 00,00, Hafer X 12,42, Erbsm X 15,50, Linsen X 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 6,00, Samen X 20,26. Witterungsbericht vom 4. August. Die Druckvertheilung und die dadurch bedingte Wetterlage habm eine rasche Aenderung erlitten. Die nordwestliche Depresston hat an Tiefe bedeutend gewonnen und ihren Einfluß in südöstlicher Richtung gegen den Continent zu ausgedehnt, sodaß sich von ihrem Centrum eine breite Furche niederen Druckes nach bem Südm und Südostm des Erdtheils erstreckt. Hoher Druck lagert über dem Südwestm und Nordosten Europas;'auch über dem südlichen Bayern und bem Salzkammergut hatte fich heute Morgen noch ein kleiner Rest hohen Barometerstandes erhalten. In Süddeutschland ist im Laufe der Nacht Trübung eingetreten und sind allenthalben ziemlich erhebliche Niederschläge gefallen. Vorarrsftchtliche Witterung: Zunächst noch meist trübes Wetter mit stellenweisen Niederschlägen. a Thermometer: min. + 121 R., max. + 18° R. Hygrometer: Feucht. witt. Sahlfeld, Ludwigsplatz 14, Ecke Löberstr. Kaufen gegen alles Insekten ttngettrser nur das seit Jahren bewährte Aadicatmittet: Thurmelin Hausvcrkans. Ich bin Willens, mein massiv von Stein gebautes Haus zu vep kaufen, worin ich seit 1877 Wirtschaft betreibe. Nur in Glasern, mit der Schutz- marke „Kammerjäger", zu haben zu 30 60 1 X, 2 «X.. 4 X Dazu gehörige Thurmelinspritzen, die einzig praktischen, mit und ohne Gummi zu 35 H oder 50' S. Alleiniger Fabrikant u. Erfinder A. Ahmiuayr in Stuttgart. Zu haben in liessen bei Gustav Walter; in Wetzlar r PH. Näder, Inhaber U.vergander; inLollarr «ug. Zimmermann. 5) D e Firma Becker Laris in Gießen hat ihre Zwr^ niederlaffung in Berlin und die dem Philipp Becker erthch Procura eingezogen. Löschung ist erfolgt. 6) Die Firma Albert Kaufmann Nachfolger, I. Ämz, 8» Comp. in Gießen hat der Ehefrau des I. * Johanna Kurz geb. Georgi, Procura ertheilt. Gießen, den 3. August 1895. Großh. Amtsgericht Gießen. Neuenhagen. W W KatiL mit vielen Anerkenn, grat. ■ Fahl*. Gegründet 1880. ■ r»der Hummels WikDchaft oder Photograph. 6095] In der Licherstratze steht ein Anwesen, Wohnhaus, in welchem Wirth- schaft betrieben wurde, Hinterbaus, HauS- gärtchen rc., zu ausnahmsweise günstigen Bedingungen zum Verkauf. Auskunft ertbeilt A. Bnxbanm, Sensal, Marburg. Hausbursche gesucht Fr. Noll, Hofbäcker, 6603 Maus bürg. 4012] MSvlirted Zimmer zu ver» mietheu.__________Wolfstratze 2t. 6461| Ein möblirtes Zimmer zu oer- r65'0] Logis mit 5 Zimmern und Mansarde mit 3 Zimmern mit allem Zubehör zu Dcrmidben. Georg Möhl, ______________Babnbofstraße 1. 4545] Dritter Stock, 7 Zimmer nebst Zubehör und Badeeinrichtung, per sofort zu vermiethen. L. Petri 1. Wwe., __________________Neuenweg 39.__ L>e«hergert b'r i 6 5 Rum. am. Rte. Ruff.Dbl. v. 80 Schwed.Obl. . do....... Serb.Gid.Rl-. do. Tab-Rte. Spanische Rte. Türk.Zoll-Obl. do.convHt.6. do. -Lit. D. Nng. Gld. Rte. do.Kron.-Rtc. do. E. B. Gold v. 1889. . . Arg. inn. Anl. do. äufe.D.1888 ChinesischeAnl. ägyptische unif. Mexrc. v. 1890 do. Eisend. . do. 6ilber. . Slftte-fkl. Franff. v.1893 Darmst. 88 94 Gießen .... Mainz..... 99.30 101.85 100.75 101.30 70.90 70.90 66.45 101.80 25.45 103.65 99.50 105.75 55.70 49.60 107.25 103.90 91.— 77.50 25.90 102.50 99.40 101.90 100.70 101.40 71.20 71.20 66.10 101.90 27.70 25.65 103.80 99.65 105.50 57.80 50.61 107.20 105.20 91.95 79. i 5 26.05 102.9t 102.35 102.50 101.85 4 4 47, 87, 87, 8'- 87, 4 4 4 3' ' 47, 4 4 4 4 3 5 4 Liffabon. . . . Rom II—VIII Buenos - Aires v. 1888 . . . At«deohrl.Ail. do. S.-Braunf. do. Solms^Lich do.Jsnb.-Birst. Grfl. S.-Laub. Sileuß.-stnont. Deutsch«- Heff. Ludw. v. 1868,69 . . feo.0.1874 . . do.v.1875 78 do....... Homburger I. . Pfälzer Nordb. -Nuvländtsch«. Elisab.-B. ftsr. KaschauOderb. v. 1891 . . . Lombardische . Lombardische . Oest. Staatsb. do....... 71.20 87.85 78.— 100.80 102.— 92.90 101.70 102.70 102.80 102.75 102.50 106J5 103.85 102.60 72.45 118.80 104.85 71.95 88.40 79.40 101.— 102.— 93.90 101.70 102.75 102.70 102.60 102 15 106.15 103.10 102.60 4 3 4 3 3 4 4 4 5 47, 47, 3 4 4 37, 4 37, 4 4 1 Prag-Dux 1891 Raab-Oed.v.91 Rudolfb. Gold Jtal. gar.E.B. Livorneser. . . Sicil. v. 1891 Toscanische. . Ruff. Südwest Rjäsan: Urals! Anatolische B. Portug. v. 86 . do. v. 1889 . . Salon.-Mon. . Ifnikriefe. D.Grndschuld- bank V—VI do. I —II do....... Fkf.Hyp-Bk.Ilf do....... do. Hyp.-Cred. do. 1905 unk. S 27 ... S 28 ... 101.20 81.95 103.70 54.35 57.70 87.90 92.80 103.10 95.70 66.10 36.75 60.— 105.— 100.80 101.30 104.80 101.60 102.50 105.20 101.20 101.60 82.- 103.60 54.75 57.70 8V.- 93.85 103.— 95.55 67.30 37.25 61.80 105.- 100.80 101.30 104.85 101.60 102L0 105.20 101.20 4 4 37g 4 5 4 Pr.H.-Act. alte Pr.H.-Act.neue do....... Goth unk. 1903 9werfe ®bl. Buderus E. W. Gisenb. Rlenbk. K-llK-Aktieu. DtscheReichsbk. Frankftr. Bank Berl.Hdlsges.. Darmst. Bank. TeMche Bank Disct.- Comm. Dresdner Bank Mitteld. Cr.Bk. Oest.Crd.-Anst. Aidulrie-Actieu Rordd. Lloyd . HöchsterFarbw. Bochumer Guß Dortm. Union. Gelsenk. Brgw. Harpen. Brgw. Ber. Aönigs- u. 101.50 104.30 101.20 105.50 100.15 102.- 161.50 179.50 156.60 155.- 1 «3.70 216.90 Höll 0.50 3357, 105.— 423.75 158.30 66.20 172.50 101.40 104.30 101.20 105.50 100.50 102.- 161.50 179.20 159.— 156.30 195.20 219.70 163.90 110.— 336S/8 105.85 424.30 158.70 66.95 174- 4 4 5 3'/, 3 4 5 3 27 3 do.Südb.(Lb). Oest.Rdw lll.3. Gotthardbahn. Schwz. Central Schwz. Nordost Itl. Mittelmeer Pr.Henri'Lxb.) Beniaei.