189* Nr 130 Gießener Anzeig er Kenerat-Z ' "■ ■■■ Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 2lmtlid?er Theil. Nr. 17 des Reichs - Gesetzblatts, ausgegeben den 31. v. M., enthält: (Nr. 2231.) Gesetz wegen Abänderung des Gesetzes vom 23. Mai 1873, betreffend die Gründung und Verwaltung des Reichs-Jnvalidensonds. Vom 22. Mai 1895. (Nr. 2232.) Bekanntmachung, betreffend die Anzeigepflicht für die Schweinezucht, die Schweinepest und den Rothlauf der Schweine. Vom 29. Mai 1895. Gießen, den 5. Juni 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Gießen, den 1. Juni 1895. Betreffend: Ermittelung der landwirthschaftlichen Boden» benutzung und des Ernteertrags imJahrel895. DaS Großherzogliche Kreisamt Gießen •* die «rotzh. Bürgermeistereien de- «reifes. Wie in früheren Jahren, hat auch im laufenden Jahre wieder eine Ermittelung der landwirthschaftlichenBodenbenutzung und des Ernteertrags stattzufinden. - Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 23. Januar 1893 — Anzeiger Nr. 23 — fordern wir Sie auf, mit der Aufstellung der Uebersichten alsbald zu beginnen. Zur Durchführung dieser dem Interesse der Landwirth- fchaft dienenden Erhebungen ist eine aus feld- und sachkundigen Personen bestehende Commission zu bilden und empfiehlt es sich, möglichst wieder dieselben Personen in die Commission zu nehmen, welche bereits früher bei Aufnahme des Ernteertrags thätig waren. Das erforderliche Formular wird Ihnen in zwei Exemplaren für jede Gemarkung mit der nächsten Post zugehen. Das eine Exemplar dient als Concept und ist bei Ihren Acten zur späteren Benutzung aufzubewahren, das andere aber nach ordnungsmäßiger Ausfüllung bis spätestens 1. November d. Js. an uns einzusenden. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend Rothlaufseuche in den Gemeinden Neukirchen und Albshausen. In den Gemeinden Neukirchen und Albshausen, Kreis Wetzlar, ist die Rothlaufseuche unter den Schweinen amtlich festgeftellt worden. Gießen, den 4. Juni 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Deutsches Reich. Berlin, 4. Juni. Die festtägtge Stille auf dem Gebiete der inneren Politik ist während der Pfingst- feiertage durch keinen Vorgang unterbrochen worden, der irgendwie Anspruch auf allgemeineres Jntereffe erheben könnte. Die üblichen Pfingstbetrachtungen der Tagespresse spiegelten vorwiegend das weitreichende Unbehagen über die ungewiffe innere Lage wider, wie sie sich infolge der parlamentarischen Vorgänge der jüngsten Zeit herangebildet hat. ES mag hierbei wohl ein gut Stück Pessimismus mit obgewaltet haben, aber zweifellos ist der Ausblick in die nächste Weiterentwickelung der Dinge doch ein ziemlich unerfreulicher und man kann nur hoffen und wünschen, daß während der herangekommenen allsommerlichen Ruhepause eine Klärung und Festigung der innerpolitischen Situation eintreten möge. Kurz hintereinander werden nächster Tage der Colontalrath und das preußische Abgeordnetenhaus zusammentreten. Für erst« genannte Körperschaft beginnt am 10. Juni eine neue Sitzungsperiode, während für die preußische Volksvertretung am 11. Juni der letzte Abschnitt der laufenden Session zur Eröffnung gelangt. Auf der Tagesordnung dieser ersten Sitzung deS Abgeordnetenhauses nach den Pfingstferien steht die zur Specialdebatte gestellte Stempelsteuer-Vorlage, welche hauptsächlich die Arbeitskraft beider Häuser deS Landtags in der nachpfingstlichen Sitzungsperiode in Anspruch nehmen wird. Von neuen Vorlagen findet das Abgeordnetenhaus ii. A. den Nachtragsetat anläßlich der Verstaatlichung der Saalebahn und der Weimar-Geraer Eisenbahn vor- ob inzwischen auch der Gesetzentwurf, betreffend die Organisation des PersonalcreditS für die mittleren Stände, völlig fertiggestellt worden ist, wird sich jetzt ja wohl zeigen. Was die Arbeiten des Colonialraths in dessen bevorstehender neuer Tagung anbelangt, so werden sie vor Allem den Fragen des Erwerbes von Grundbesitz in den deutschen Colonien und der Vorbildung der Colonialbeamten gelten. — Am Montag Vormittag fand bei dem Neuen Palais das herkömmliche Stiftungsfest des Lehr-Jnfanterie- Bataillons statt. Der Feier wohnte das Kaiserpaar mit den vier älteren kaiserlichen Prinzen, Prinz und Prinzessin Friedrich Leopold von Preußen, der Graf von Flandern mit seinem Sohne, sowie der Erbprinz und Prinz Karl von Hohenzollern nebst Gemahlinnen bei. An den kirchlichen Theil der Feier schloffen sich ein Parademarsch des Bataillons und die Speisung der Mannschaften an. Der Graf von Flandern und sein Sohn reisen am Montag Abend wieder von Potsdam ab. — Der ehemalige preußische Justizminister, Staatsminister Dr. v. Friedberg, ist am Sonntag Abend in Berlin gestorben. Mit dem Verewigten ist ein ausgezeichneter Jurist dahingegangen, dem das preußische Justizwesen wesentliche Reformen verdankt und der sich auch um die Entwickelung der Reichsjustizverwaltung hochverdient gemacht hat. Heinrich Friedberg, unter der Regierung Kaiser Friedrichs in den Adelstand erhoben, war 1813 in der Provinz Westpreußen geboren und betrat die juristische Laufbahn als Hilfsarbeiter beim Kammergericht in Berlin. 1854 ward er als vortragender Rath ins Justizministerium berufen, 1857 erfolgte seine Ernennung zum Geheimen Oberjustizrath, 1870 seine Berufung als Präsident der Justiz- prüfungscommission. 1872 wurde der Verstorbene ins Herrenhaus berufen, 1873 zum Unterstaatssecretär im Justizministerium und 1875 zum Kronsyndicus ernannt. 1876 übernahm Dr. Friedberg die Leitung des Reichsjustizamtes, doch schon drei Jahre später legte er diese Stellung wieder nieder, um dann zum preußischen Justizmintster an Stelle Leonhardts ernannt zu werden. Nach zehnjähriger Wirksamkeit trat Dr. v. Friedberg im Januar 1889 auch vom letzteren Posten zurück, womit seine öffentliche Laufbahn zum Abschluß gelangte. Dr. v. Friedberg ist der eigentliche Schöpfer des Strafgesetzbuches für den Norddeutschen Bund, aus welchem sich dann das heutige Reichsstrafgesetzbuch entwickelte., Nerrefte Nachrichten. WolffS telegraphisches Corresvondenz-Bureau. Potsdam, 4. Juni. Der Graf von Flandern ist gestern Abend mit seinem -Sohne abgeretst. Prinz und Prinzessin Karl von Hohenzollern gaben den Gästen das Geleite zum Bahnhofe. Kiel, 4. Juni. Der Kaiser trifft am Samstag den 8. d. M. hier ein und wird am 9. wieder nach Berlin zurückkehren, wo am folgenden Tage Cavallerie-Befichtigung stattfindet. Depeschen deS Bureau „Herold". Darmstadt, 4. Juni. Der Großherzog und die Großherzogin empfingen den Vorstand des allgemeinen deutschen Lehrerinnen-Vereins in Audienz. Morgen reist das Großherzogliche Paar mit dem Prinzen und der Prinzessin von Rumänien nach England. Berlin, 4. Juni. Der „Post" zufolge ist die Meldung des Pariser „Figaro" aus Kiel, der Kaiser werde anläßlich der Eröffnungsfeier deS Nord-Ostsee-CanalS an Bord des französischen Flaggschiffes „Hoche" einen Besuch machen, allerdings nicht als ausgeschlossen anzusehen. Ein derartiger Besuch würde sich jedoch, wie die „Poft" hört, nicht auf das französische Schiff „Hoche" beschränken, sondern sich auf sämmtliche zur Eröffnungsfeier in Kiel anwesende Kriegsschiffe erstrecken. Berlin, 4. Juni. AuS zuverlässiger Quelle wird gemeldet, die durch den verstorbenen General v. Pape innegehabte Domherrnstelle zu Merseburg sei dem bisherigen commandirenden Admiral Freiherrn v. d. Goltz verliehen worden. Berlin, 4. Juni. Die in der Nacht vom Freitag zum Samstag erfolgte V er h a ftu ng zweier bulgarischer Studenten Namens Ilia Jvanoff und Ranan Reinhardt ist auf politische Motive zurückzusühren. Beide wurden in ihrer gemeinschaftlichen Wohnung Nachts aus dem Bette geholt. Wie verlautet, ist eine Denunciation seitens der Wirthsleute, bei denen die Studenten wohnten und mit welchen sie wegen der Kündigungsfrist in Conflict gerathen waren, die Ursache der Verhaftung. Jvanoff soll in Bulgarien wegen politischer Umtriebe relegirt worden sein. Pasewalk, 4. Juni. DaS Kaiserpaar traf heute Mittag 1 Uhr hier ein und begab sich in der Uniform deS Kürassier-Regiments „Königin" zu Pferde nach dem Markt, wo zunächst die Cabtnetsordre Friedrichs des Großen ver- ’ lesen wurde Alsdann wurde nach dinrr Ansprache deS Regiments-CommandeurS das Denkmal Kaiser Friedrichs enthüllt, worauf sich die Kaiserin an die Spitze des Regiments setzte und dem Kaiser vorführte. Rom, 4. Juni. Gelegentlich des Jahrestages des Todes Garibaldis haben sich verschiedene politische Arbeiter- und eine große Anzahl Militär-Vereine gestern nach dem Capitol begeben, wo der frühere Oberst Gattome eine Ansprache hielt. Die Vertreter der Municipalität und die Vereine legten an der Büste Garibaldis Kränze nieder. Neapel, 4. Juni. Die Mitglieder des 10. Wahlkreises haben an die Kammer einen Protest gegen die Wahl Crispis gerichtet. In demselben wird behauptet, das Wahlresultat sei gefälscht, eine ganze Anzahl Wahlzettel zerstört und unterschlagen worden. Paris, 4. Juni. Auf dem gestern hier eröffneten internationalen Grubenarbeiter - Congreß sind besonders zahlreich die englischen Bergarbeiter durch Delegirte vertreten. Dieselben werden die Forderung stellen, daß nur solche Delegirte zu den Verhandlungen des Cougresses zu- gelaffen werden, welche selbst Arbeiter sind. Der Abgeordnete Calv'gnac, welcher zum Vorsitzenden gewählt worden ist, wird im Verlaufe der Verhandlungen gegen jeden Verfolgungsantrag der Regierung energisch protestiren. London, 4. Juni. Die Nachricht, daß die Japaner auf Formosa die Rebellen vollständig besiegt haben, wird be- stätigt. Einem offiziellen Bericht zufolge hat am letzten DienStag die japanische Flotte ein starkes Expeditionscorps nach Formosa gebracht. Am Mittwoch wurde Befehl zum Landen gegeben. Die Rebellen suchten die Landung zu hindern; trotzdem gelang das Vorhaben der Japaner und die viel zahlreicheren Rebellen wurden nach kurzem, aber blutigem Kampfe zurückgeschlagen. Mehrere hundert Aufständische wurden getödtet. Die Japaner drangen sofort nach dem Innern der Insel vor, ohne die Landung der übrigen Truppen abzuwarten. Kiew, 4. Juni. Der Commandeur der Orenburgischen Kosaken Namens Mansuraw ist vom Mtlitärbezirksgertcht wegen Unterschlagung von Krongeldern zum Verlust aller Rechte, acht Monaten Gefängniß und darauf folgender Verbannung nach Sibirien verurtheilt.__________________________ CocoUs rrnd Provinzielles, Gießen, den 5. Juni 1895. *• Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, dem Maurer Anton Schulmeier zu Ilbenstadt das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Verdienste" zu verleihen. ♦* Die vierte Landesversammlung der internationalen criminalistischeu Vereinigung, Landesgruppe Deutsches Reich, wurde heute Vormittag 9 Uhr in Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus allen Gauen des deutschen Reiches eröffnet. Die Sitzungen finden in der Aula der Universität statt. Herr Landgerichtspräsident v. Ricou begrüßte die Erschienenen Namens des Ausschusses- er gab hierbei der Hoffnung Ausdruck, daß die Verhandlungen geeignet sein werden, die Lösung der wichtigen Tagesfragen zu finden und wünscht, daß auch die sonstigen Veranstaltungen den Theilnehmern zur Freude gereichen möchten- für Ueberlaffung der Räume zur Abhaltung der Versammlung dankt Herr v. Ricou der Behörde besonders. Es wurde hierauf zur Zusammensetzung des Bureaus geschritten und der Vorsitz Herrn Landgerichtspräsidenten v. Ricou übertragen. — Herr Oberstaatsanwalt Schlippen hieß Namens der Gr. Regierung die Vereinigung willkommen, die in Behandlung wichtiger Fragen besonders berücksichtigt habe die Erforschung der neuen Ergebnisse auf sociologischem Gebiete- die Regierung werde von den berufenen Vertretern dieser Richtung gern Anregungen entgegennehmen- eß seien practische Fragen, die zur Erörterung stünden, deshalb werde die Tagung von unmittelbar practischem Werthe sein- er werde sich glücklich schätzen, Großh. Regierung die Resultate derselben zu übermitteln. Auf die neue Zellenstrafanstalt Butzbach hinweisend, deren Besichtigung mit auf der Tagesordnung steht, betonte Herr Schlippen, daß ihre Einrichtungen mit getroffen seien auf Grund der von der Vereinigung bisher angestellten Forschungen auf dem Gebiete des Gefängnißwesens- er hoffe, daß Wissenschaft und Praxis in gleichem Maße durch die Berathungen gewinnen. — Der Vorsitzende drückte hierauf der Großherzoglichen Regierung den Dank der Vereinigung auS für das Interesse an ihren Bestrebungen, das sie durch die Absendung eines Vertreters bewiesen habe. — Hierauf richtete Herr Ober bürgermeister Gnauth an die Versammlung Worte de Willkommens Namens der Stadt Gießen - die Stadtvertretun sei hocherfreut gewesen, als die bescheidene Stadt zur Ab Haltung der Versammlung gewählt worden sei. Die Gemeindeverwaltung habe der Vereinigung an Einfluß und Anregung Vieles zu danken, sie verfolge mit Jntereffe die Reformen der Strafgesetzgebung- besonders sei zu begrüßen das Bestreben der Vereinigung, möglichst aus- zugleichen die Gegensätze zwischen der Strenge der Straf- gesetzparagraphen und den Aufgaben der Rechtspflege nach der socialen Seite hin, in Hinblick auf diese Bestrebungen " seien die Vertreter der Vereinigung doppelt willkommen; er wünsche, daß dieselben aus der Versammlung sowohl wie aus den sonstigen Veranstaltungen reiche Befriedigung finden möchten. — Herr Professor Dr. Frank begrüßte die Versammlung Namens der juristischen Facultät der Universität - er hob die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen derselben und der Vereinigung hervor- die Facultät wisse die hohe, durch das Erscheinen der Vereinigung in' Gießen bethätigte Anerkennung zu würdigen- er wies ferner auf die Ver» gangenheit Gießens in juristisch-wisienschaftlicher Beziehung hin und versicherte die Versammlung des freundlichsten Entgegenkommens der Facultät. Herr Profesior Frank schloß mit dem Wunsche, daß die Verhandlungen reiche Anregung für den Juristenstand geben möchten. Nach einer kurzen Geschäftsordnungsdebatte wurde in die Verhandlungen, über welche wir noch berichten werden, eingetreten. ** Die landwirthschaftliche Ausstellung in Gießen vom 19. bis 22. September 1895 umfaßt die Abtheilungen 1. Thier- Haltung- 2. Landwirthschaftliche Gewerbe incl. Molkerei- wesen, 3. Producte des Pflanzenbaues, 4. Landwirthschaft- uche Hilfsstoffe, 5. Wissenschaftliches, 6. Landwirthschaft- uche Geräthe und Maschinen, 7. Bienenzucht, 8. Fisch, zücht, 9. Forstwirthschaft. In den Abtheilungen 1 bis 3 und 7 bis 9 werden — außer bei den Geräthen in diesen Abtheilungen — nur Bewohner des GroßherzogthumS Hesien als Aussteller zugelassen. Anmeldungen zur Ausstellung haben längstens bis IS.Juli bei dem geschäfrsführenden Ausschüsse in Gießen zu erfolgen. Geld- und Ehrenpreise sind int Betrage von über 10 000 Mk. ausgesetzt, außerdem Medaillen und Ehrendiplome. Das Nähere besagt die Ausstellungs- und Prämtirungs-Ordnung, welche von dem geschäftsführenden Ausschüsse in Gießen, sowie von den Bureaus der landwirthschaftlichen Provinzial- und Be- zrrks Vereine unentgeltlich bezogen werden kann. v*nn Siebente Wauder Versammluug Deutscher Gewerbe- fchulmäuuer zu Darmstadt am 3. und 4. Juni 1895. Gestern -Morgen um 11 Uhr fand in Anwesenheit der staatlichen und städtischen Behörden im Fürstensalon des städtischen Saal- daues die erste Versammlung des Verbandes Deutscher Gewerbeschulmänner statt, und mehr als 150 Theilnehmer von allen Staaten des Deutschen Reichs haben sich zu dieser Wanderversammlung eingefunden. Seitens des preußischen Ministeriums für Handel und Gewerbe ist Regierungsrath Simon, für Baden Gewerbeschulinspector Gräf und für Schwerin Gewerbeschulinspector Martens erschienen. Ferner entsandte der Magistrat zu Elberfeld Stadtschulrath v'r. Boodstein- Altona Stadtschulrath Wagener- Erfurt Stadtschulrath Dr. Vorbrodt und Magdeburg Stadtschulrath Platen zu dieser Versammlung. Außerdem sind eine große Anzahl Directoren und Lehrer gewerblicher Hochschulen anwesend. Die gestrige Versammlung wurde durch den Direclor der Oberrealschule und Baugewerkschule zu Breslau Dr. Fiedler eröffnet, welcher die Vertreter der Regierung begrüßte und den Dank der erschienenen Festgäste für die vortrefflichen Arrangements des Ortsausschusses durch Erheben von den Sitzen zum Ausdruck brachte. Die officielle Begrüßung der Gäste durch die Regierung und die Stadt wird heute erfolgen. Namens des Ortsausschusses begrüßte Geh. Baurath Sonne die Versammlung und drückte derselbe seine Freude aus, daß es ihm vergönnt sei, diese illustre Versammlung, die Lehrer unserer gewerblichen Jugend in Darm» ftadts Mauern willkommen heißen zu dürfen. Er gedachte dabei des so jähen HinscheidenS des Präsidenten Großh. Centralstelle für die Gewerbe, Regierungsrath Dr. Hesse, der in der Blüthe seiner Jahre, im 47. Lebensjahre, von einer tückischen Krankheit dahin gerafft wurde. Einen weiteren Verlust habe der Ortsausschuß in dem Ableben deö Stadtverordneten Kinkel erlitten, eines Mannes, der mit Leib und Seele für das Handwerk gewirkt und gestritten habe. Beider Andenken werde uns unvergeßlich sein. Der Vorsitzende des Ortsgewerbevereins Darmstadt, Herr Secretär Jutzi begrüßte die Erschienenen Namens der Gewerbetreibenden Darmstadts und wies auf die hohe Bedeutung des gewerblichen Unterrichtswesens für einen tüchtigen Gewerbestand hin. Er ruft der Versammlung ein herzlich Willkommen in Darmstadt und „Glück aus" zum erfolgreichen Handeln und zur Förderung des deutschen Gewerbeschulwesens zu. Nachdem der Vorsitzende den beiden Rednern für ihre herzliche Begrüßung gedankt hat, erhält Herr Baurath Sonne das Wort, um der Versammlung Mittheilungen überdas hessischeGewerbeschulwesen, insbesondere auch über den Landesgewerbeverein zu machen. Der Landesgewerbeverein bestehe auf bewährter Grundlage fest 60 Jahren, und! namentlich in den letzten Jahren sei die Mitgliederzahl erheblich gestiegen, von 3500 auf 5500. Die Großh. Regierung fördere den Verein durch sehr bedeutende Zuwendungen und auch die landesväterliche Fürsorge unseres Großherzogs habe in den letzten Tagen den Beweis geliefert durch Aussetzen von 8 Preisen für das Kunsthandwerk, daß er dem Gewerbestand zugethan ist. Redner geht nunmehr eingehend auf die Ziele des Landesgewerbevereins und seiner gewerblichen Schulen ein und giebt mit statistischem Material den Beweis, daß sich Hessen mit seinen gewerblichen Schulen mit jedem anderen Staate messen kann. Wenn man in Hessen auch noch kein Eldorado im Gewerbeschulwesen habe, so könne man sich doch der Hoffnung hingeben, daß die Fundamente, auf welchen in Hessen das gewerbliche Schulwesen ruhe, gesunde und gute seien. Damit war die erste Sitzung beendigt und die Theilnehmer besichtigten nunmehr die Schüler-Arbeiten der gewerblichen Schulen und Kunstgewerbeschulen zu Mainz, Offenbach a. M., Darmstadt, Groß-Gerau, Nidda und der Landesbaugewerkschule, sowie der Fachschule für Elfenbein-Schnitzerei zu Erbach i. O. Nach einem gemeinschaftlichen Essen int Saalbau und einem Waldspaziergang nach dem Herrgottsberg fand als Abschluß des ersten Tages noch Gartenconcert im Saalbaugarten statt, das in schönster Weise verlief. **nn. Dritte Hauptversammlung des Allgem. Deutschen Lehrerinnenvereins zu Darmstadt. Gestern Nachmittag um 4 Uhr fand im großen Saale der Vereinigten Gesellschaft die Eröffnung der Verhandlungen für die 3. Hauptversammlung des Deutschen Lehrerinnenvereins durch die Vorsitzende, Frl. Helene Lange-Berlin statt. Mehr als 300 Lehrerinnen aus allen Thetlen unseres deutschen Reiches und auch von dem Ausland, aus Frankreich, England u. A. haben sich eingefunden, um über wichtige Fragen des Lehrerinnenstandes zu berathen und zu beschließen. Als Ehrengäste waren erschienen, Prinzessin v. Battenberg, Provinzialdirector v. Marquardt, Geh. Oberschulrath Eisenhuth, Cabinetsrath Römheld, sowie eine Anzahl Kammermitglieder. Nach Vortrag eines herrlichen Damen-Chor-Gesanges unter Leitung von Frau Matz-Langsdorf begrüßte die Vorsitzende Fräulein Lange-Berlin, in der wir eine treffliche Rednerin mit hin- reißender Rhetorik kennen lernten, die zahlreich besuchte Versammlung und gab ein Bild von den Zielen und dem Wirken des Deutschen Lehrerinnen-Vereins. Aus diesem Bericht ist zu entnehmen, daß der Verein vor 5 Jahren zu Friedrichs- roda gegründet worden ist und damals 85 Lehrerinnen zu Mitgliedern zählte. Heute besitzt der Verein mehr als 9000 Mitglieder und seine Zahl ist noch int steten Wachsen, dessen Ziele darin bestehen, die deutschen Lehrerinnen in der Erziehung des Deutschen Volkes und in erster Linie in der Erziehung der Heranwachsenden Mädchen zu schützen und zu stützen. Durch verschiedene Maßnahmen ist der Verein seinem Ziele näher gekommen und seit 1895 ist demselben die Möglichkeit gegeben worden, mit mehr Einfluß auf die einzelnen Regierungen zu wirken. Die Möglichkeit zu wirken, genüge aber nicht, man müsse noch weiter streben und das müsse die Aufgabe der Vereinigung sein. Der deutschen Frau würde ohnehin ihre Lebensstellung nicht leicht gemacht. Als ein glückliches Omen betrachtet es die Rednerin, daß die heutige Versammlung in einem Lande abgehalten werde, in dem großes Interesse für die Bildung des Volkes vorhanden sei, und aus welchen auch die erste Kämpferin in der Frauenbewegung, Louise Büchner hervorgegangen sei. Mit den Mahnworten an die Lehrerinnen, festzuhalten an der Vereinigung, denn „Gerechtem und Wahrhaftigem könne Nichts widerstehen", schließt die Vorsitzende unter dem Beifall der Versammlung ihren trefflichen Bericht. Nach Verlesung einer Anzahl Begrüßungstelegramme von Frankfurt a. O., Erfurt, Lübeck u. A. ergreift Oberschulrath Eisenhuth das Wort, um den Dank der Regierung für die Einladung zu den Verhandlungen des Vereins auszusprechen. Die oberste Schul- behörde verfolge mit großem Interesse und Aufmerksamkeit die gepflogenen Verhandlungen und sie gebe dem Wunsche Ausdruck, daß diese einen solchen Verlauf Lehmen möchten, daß sie dem Stande der deutschen Lehrerinnen und auch der Mädchen-Erziehung zum Heil und Segen ge- reichen möchten. Herr Beigeordneter Köhler begrüßte die Versammlung im Namen der Stadt Darmstadt, und dankt, daß man sie zum Mittelpunkt einer so illustren Versammlung gemacht habe, und heißt die Theilnehmerinnen aufs beste willkommen. Für ihn sei es kein Zweifel mehr, daß der Beruf zum Erziehen und zum Lehren der weiblichen Jugend der Frau gehört, und Deutschlands größter Mann hat gesagt: „Willst du erfahren, was sich geziemt, so frage nur bei edlen Frauen an." Als eine bedeutende Er- rungenschaft bezeichnet er, daß die Frauen den nationalen Gedanken in sich ausgenommen haben. Er wünscht den Der- Handlungen glückliches Gedeihen und ersucht die Versammlung, der Stadt Darmstadt ein freundliches Andenken zu bewahren. Nach Erstattung des Rechenschaftsberichts durch Fräulein Frommel-Dtedenhofen und des Kassenberichts durch Fräulein Langerhannß-Berlin, hält noch Frl. Fromme! einen Vortrag über die Arbeit der Lehrerinnen in der Volksschule. Schluß der Versammlung um 7 Uhr. ** Militärdienstuachricht. Kreuter, Pr.-Lt. ä la suite des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 und Comp. - Führer bei der Unteroff. - Vorschule in Jülich, zum Hauptmann befördert. Grimberg, 4. Juni. In der verflossenen Nacht hat sich ein hiesiges Dienstmädchen die Pulsadern geöffnet. Der Zustand desselben ist bedenklich. Laubach, Anfangs Juni. Der Pächter der hiesigen städtischen Jagd, ein Fabrikant aus Rheidt in der Rheinprovinz, ließ im Walde, in Nähe der Stadt, einige Paare wilder Pfauen aussetzen. Ob dieselben aufkommen, ist fraglich, da einerseits der mangelnde sandige Boden, anderseits das hier noch vorkommende Raubzeug ein bedeutendes Hinderniß bieten, wie ja auch der Versuch, der in den gräflichen Waldungen mit wilden Truthühnern gemacht wurde, bis jetzt keine ersprießlichen Resultate aufzuweisen hatte. A Mainz, 4. Juni. Die im Jahre 1897 hier in Mainz stattfindende internationale Wein- und Obstbauausstellung beschäftigte die hiesige Handelskammer in ihrer letzten Sitzung. In Anbetracht, daß die geplante Ausstellung dem hiesigen Platze, als einem Emporium des Weinhandels nur nützen könne, beschloß die Handelskammer, bei der Ausstellung osficiell mitzuwirken und beauftragte ihren Vorsitzenden, in das Ausstellungscomits einzutreten. — Einer der ältesten hiesigen Aerzte und mit einer der populärsten Mainzer Bürger, Dr. Carl Gaßner, ist heute Morgen im Alter von 73 Jahren plötzlich infolge eines Hirnschlags gestorben. Der Dahingeschiedene war ehedem einer der gesuchtesten Aerzte von Mainz und verband derselbe mit großem Wissen und eicher Erfahrung eine seltene Uneigennützigkeit, die ihm in ’ j allen Klassen der hiesigen Bevölkerung die wärmste Sympathien entgegenbrachte. A Aus Rheinhessen, 4. Juni. Am ersten Pfingstfeiertag sind über die diesseitige Provinz viele schwere Gewitter gezogen, von welchen einige Blitzeinschläge zur Folge hatten. So schlug der Blitz in Erbesbüdesheim in die Behausung eines Wirthes ein, zündete und legte wohlgefüllte Scheunen und Ställe in Asche. Desgleichen schlug der Blitz in eine ausgedehnte Behausung in Dienheim ein und richtete großen Schaden an. — In Gensingen hat ein Ackersknecht, Namens Krieg einen Fuhrmann von Alzey ermordet. Einzelheiten über das Motiv zur That fehlen noch. __ Witterungsbericht vom 4. Juni. Hoher Druck bedeckt heute ganz Europa. Die Kerne desselben liegen über Scandinavien und im Westen der britischen Inseln, während ein secundäres Maximum noch im äußersten Südosten Europas angedeutet ist. Die zahlreichen Theilminima, welche gestern vorhanden waren, haben sich tbeilweise aufgefüllt, doch lassen sich noch immer einzelne Unregelmäßigkeiten der Luftdruckvertheilung erkennen. Im nördlichen Alpenvorlande haben gestern starke Gewitter stattgefunden. Die Temperaturen sind in Centralfrankreich und Suddeutschland gestiegen. Borarrsstchttiche Witterung: Keine wesentliche Aenderungen. Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemesfi n am 5. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags» Wasfir 161/»0, Luft IG1/:0 im Schatten. Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanstalt. □OOOOOOOOOOOOOOOOOOOQ 0 Loden, Cheviots und Buxkin, doppelbreit 6 0 ä Mk. 1.35 per Meter Q Q nadelfertig, in den vorzüglichsten Qualitäten, versenden in Q ß einzelnen Metern portofrei in’s Haus 1118 X x Tuchversandtgeschäft Oettinger & Co., Frankfurt a. 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Je zarter die Haut ist, desto rascher und häufiger treten diese chemischen Reacttonen, diese Fleckenbildungen, ein und so kommt es, daß gerade Jene, welche eigentlich die zarteste Haut besitzen, am meisten von Sommersprossen heimgesucht werden. — Heimsuchung muß man das nennen: denn ein mit Sommersprossen behaftetes Gesicht wirkt, je nach Größe und Menge dieser Fleckenbildungen, selbst wenn es noch so angenehm ist, immer mehr oder weniger unschön. Es gilt dicserhalb dieser Hautfehler auch birect für einen Schönheitsfehler und Jeder', der Sommersprossen hat, sollte immer dafür bemüht sein, sich von denselben zu befreien. Ob daS möglich ist? Unter Umständen ja, man verfahre nur nach folgenden Vorschriften. In erster Linie muß man darauf achten, daß die Schweißperlen stets rasch vom Gesichte mittels Abtrocknung durch ein Taschentuch entfernt werden und daß das Gesicht während der heißen Jahreszeit möglichst wenig den directen Sonnenstrahlen ausgesetzt ist. Dann reibe man des Abends vor dem Schlafengehen und am Morgen nochmals das Gesicht mit Ereme Iris ein. Dieses Präparat hat sich bei angestellten eingehenden Prüfungen als das beste und wirksamste erwiesen, bietet auch absolute Garantie für Unschädlichkeit selbst bet unausgesetztem Gebrauche, was bet anderen ähnlichen Fabrikaten nicht der Fall ist, ja einzelne der letzteren haben sich sogar als bittet schädlich erwiesen. Die geeignetste Zeit, Maßregeln gegen die Sommersprossenbildung zu treffen, ist jetzt. Während der Wintermonate verschwinden nämlich die Sommersprossen, zwar nicht vollständig, aber infolge der zu dieser Zeit stärkeren Oberhaut sind sie wenig oder gar nicht sichtbar. So lange die Sonne nun die Sommerspiossen nicht wieder wachgerufen bat, ist am ehesten Erfolg zu erzielen. Allen, die mit Sommersprossen behaftet sind, sei dteserhalb besonders^empfohlen, nun mit Creme JriS Frottirungen zu beginnen. Nach einigen Wcchen der Anwendung von CrSme Iris wird sich deren vortreffliche Wirkung zeigen. M Seidenstoffe direkt aus der Fabrik von von Elten & Keussen, Crefeld, '»jedem Maaß zu beziehen. Schwarze, farbige u. weiße Seidenstoffe,Summte, Plüsche und Velvets. Man verlange Muster mit Angabe deö Gewünschten. Heugras Versteigerung der Stadt Gießen. Montag den 10. und Dienstag den 11. d. M., jedesmal Vormittags 9 Uhr beginnend, soll das Heugras von den städtischen Wiesen, von dem Friedhof und von den Anlagen vor dem Friedhof, sowie von den Wieseckböschungen meistbietend versteigert werden und zwar: Montag den 10. Juni von den Wiesen vor der Neustadt (Astschl. der Wiese des Hospitals am Wolfsfurt, von welcher das Gras um 9 Uhr an der Rübsamen'schen Badeanstalt ausgeboten wird), alsdann von den Böschungen der Wieseck an Ort und Stelle, hierauf von den Wiesen am Neuenwegerthor, am Fürstenbrunnen, im Wieseckthal (einschließlich der Hospitalwiese in der Gemarkung Wieseck, von welcher das Gras um 2 Uhr im Philosophen wald zum Ausgebot kommt), im Heegstrauch, von dem Friedhof und von den Anlagen vor dem Friedhof, Dienstag den 11. Juni von den Ochsenwiesen, den Wiesen im Stolzenmorgen, Utersbrunnen, Altentisch, Nachmittags V22 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen; Nachmittags y23 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Altenbuseck; ya4 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Großenbuseck. Die Zusammenkunft ist Montag den 10. Juni am Neustädterthor und Dienstag den 11. Juni in den Ochsenwiesen. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, Vorstehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 1. Juni 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.« 4933__Gnauth.________________________ Bekarmnnachrmg. Alle Steigerer, welche bei den im Frühjahr l. I. in den Waldungen der Stadt Gießen abgehaltenen Versteigerungen Holz ersteigert, dasselbe aber noch nicht aus den Waldungen abgefahren haben, werden hiermit aufgefordert, die Abfuhr um so gewisser bis zum 15. l. Mts. vorzunehmen, als sonst Anzeige gegen sie erhoben wird. Gießen, den 1. Juni 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________________ Gnauth.___________________4934 Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß an Stelle des Herrn Rich. Buchacker in Gießen Herr F. W. Schmalenbach, Gießen, Südanlage 7, Zum Hauptagent unserer Bank ernannt worden ist und daß daher fortan die Prämienquittungen bei Herrn Schmalenbach innerhalb der Respectfrist zur Einlösung zu bringen sind. Leipzig, im Juni 1895. Allgemeine Renten-, Capital- u. Lebensversicherungsbank Teutonia. Ur. Mefserfchmidt. Georgi. Ruppert. 4968 4977 4956 Geld!! Geld!! Geld!! äußerst billigen Preisen die 3153 ?, B L § Der Finanz-Ausschuß i. V.: Döring. Bezugnehmend auf vorstehende Bekanntmachung empfehle ich mich zur Vermittelung von Lebens-, Renten-, Aussteuer- u. Unfallversicherungen und bin zur Ertheilung von Auskünften jeder Zeit gern bereit. Höchster Gag- u. Petroleum-Motoreu- Aabrik von Gustav Siseuloyr, Höchst a. M. F. W. Schmalenbach, Hauptagevt der Teutonia für Gießen und Umgegend. Wohnungs-Veränderung Wohne von heute ab in meinem erkauften Hause Z 7. Diezstrasse 7. ■ Junker, MnKutscher 22. Mittetrheinisches Kreis-Hurnfest zu Hießen. Diejenigen, welche Verkaufsstellen von Eintrittskarten für das 22. Mittelrheinische Kreisturnfest zu Gießen übernehmen wollen, werden gebeten, sich bei dem Unterzeichneten in den nächsten Tagen zu melden. Gießen, den 5. Juni 1895. ♦ IX. Marienburger Geldlotterie ♦ ▲ Ziehung am 21. und 22. Juni 1895. ▲ ▲ Hauptgewinne 90000,30 000, 15 000, 2 ä 6000 ▲ Mark Baar u. f. w. Zusammen 3372 Geldgewinne J mit 375 OOO Mk. Loose a 3 Mk. 7 Stück 20 Mk. ▼ < y4 Loos 1 Mk. "/r Loose IO Mk. ♦ ♦ Weimarloose a 1.10 Mk., 11 Stck. 11.10 Mk. ♦ ♦ Porto und Liste 30 Pfg. Versandt gegen Posteinzahlung ▼ + oder Nachnahme. 4473 ♦ ♦ A. Gretscher, ♦ Giessen, Neustadt 55. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦()♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Gas- und Pktrolkum-Mlitore Lampen-Petroleum) System Eisenlohr <\ von einfachster bis jetzt eristirender Con- \\ struction, kräftigster, solidester Bauart, sofort anlaufend, keine Schnellläufer (nur 160—180 Touren per Minute) liefert zu Mittwoch dm 17. M, ! Nachmittags 3 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht der dem Georg Schmidt zu Krofdorf gehörige, in der Gemarkung Gießen gelegene Acker: Flur 6 Nr. 131 — 2300 qm an der Weilburger Grenze öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 5. Juni 1895. Großh. OrtSgericht Gießen. ___________I. A.: Dogt. 4961 öffentliche Vergebung. Das für 1895/96 im Justizgebäude zu Gießen erforderliche Heizungs- material als Tannenscheitholz, Buchenprügel, Stückkohlen, Nuß» u. Anthra- citkohlen I. Qualität soll im Ver- dingungsweg vergeben werden. Versiegelte Angebote sind kostenfrei bis zum Eröffnungstermin, Dienstag den 25. Juni 1895, Bormittags 11V2 Uhr, auf der Gerichtsschreiberei Großh. Landgerichts Gießen (Justizgebäude Zimmer Nr. 33) niederzulegen. Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A zu dem Ministerial- erlaß vom 16. Juni 1893, betr. das Verdingungswesen, enthaltenen allgemeinen und den dahier aufgestellten besonderen Bedingungen, welche auf der Gerichtsschreiberei zur Einsicht offen liegen bezw. erhältlich sind. Anbieter, welche diese Bedingungen nicht eingesehen, bezw. nicht verlangt haben, sind von der Vergebung ausgeschlossen. Der Zuschlag bleibt 14 Tage Vorbehalten. Gießen, den 1. Juni 1895. Der Großh. Landgerichts-Secretär. 4960 _____Löwer.__________ Freitag den 7. Juni l. J., Nachmittags 3 Uhr, an Ort und Stelle — Zusammenkunft an der unteren Klinikstraße — versteigere ich öffentlich gegen Baarzahlung: 1) eine Käme Dung, 2) circa 1 Morgen ewigen Klee an der Frankfurter straße 3) circa 2 Morgen do. hint. den Kliniken, 4) circa 1 Morgen do. am stumpfen Grasweg, 5) das Heugras von etwa IV, Morgen Wiese am Schiffenberger Weg — alles Gemarkung Gießen. Versteigerung vorauss. bestimmt. 4978_______Engel, Gerichtsvollzieher. Verdingung. Die Lieferung von 3üOO obm gesiebtem Kies soll für die diesseitigen Strecken im Wege der öffentlichen Ausschreibung ganz oder gethetlt vergeben werden. Ver- dingungshefte sind von der unterzeichneten Dienststelle gegen Zahlung von 50 $ in baar und bestellgeldfrei zu beziehen. Die Angebote müssen versiegelt, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 11. Juni d- I., Vormittags 11 Uhr, eingeretcht sein. Zutchlagsfrist 14 Tage. 4949 Königs. Eisenbahn-Bettiebs'Jnspection. Donnerslag den 6» Juni l. J., Nachmittags 2 Uhr, im »tlMet* zu Gießen werden gegen Baarzahlung: diverse Mobilien zur häuslichen Einrichtung rc. versteigert. 4980________Engel Gerichtsvollzieher. Bekanntmachung. SamStag den S. d. Mts., Nachmittags 5 Uhr, wird im nördlichen Main-Weser-Bahnhof ein Quantum Dünger öffentlich meistbietend versteigert. 4974 Königliche Eiienbahn-Station. 15iuugr3ud)tbullrn Simmenthaler Rasse, werden am 11. Juni, Nachmittags 4 Uhr, in Rudlos bei Lauterbach (Oberhessen) versteigert. Auf Wunsch wird Verzeichniß der Bullen zugesandt. 4475_________H. Backhaus. Bienenschwärme und »Böller zu verkaufen. 4659 Otto Schmidt, Seltersweg 67. Nnturreinkn Moselwein, I892r u. I893r Cueser im Fasse das Liter 90 Pfg., Flasche 8/< Liter Inhalt mit Glas und Packung zu 1 Mk., frei Fracht n. Octroi liefert Georg Orlenbach, Wetzlar. NB. Fässer leihweise von 25 Liter Inhalt an. Flasche wird zu 10 Pfg. zurückgenommen. 3758 Grosses Lager seiner «. feinster ausgebauter Original-Flaschenweine, über welche Liste gerne gesandt wird. Zur Saison empfehlen: Die neuesten 4447 Somnmspicle! in großer Auswahl. Garteucroquets von Mk. 4 an, Hängematten von Mk. 2 an rc. Meritz Gregori & Sohn. VS" Bier Aetierr-Export n. -Lager, Friedel u. Lauterbacher, sowie Pfungstädter, hell und dunkel ■■■■ verkauft in Flaschen 3937 Hch. Belloff II., Alicestraße 20. 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