Nr 82 Der $1*«" A-zeig" erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag» Die Eießener IttrmtktenStäller werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Samstag den 6. April________________ Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. 1S93 vierteljähriger KvouaemenlspretAe 2 Mark 20 Pfg. mit Vringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schukstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Zlnrts- und Anzeigeblutt für den Kreis Gieszen Hratisbeikage: chießener Kamikienbkätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den fügenden Tag erscheinenden Nummer bis Borin. 10 Uhr. Deutsches Reich. ©erlitt, 4. April. Zwischen Berlin und Petersburg sollte der „Draht" infolge der plötzlichen Abberufung des deutschen Botschafters v. Werder aus Petersburg abgeschnitten worden sein, wie speciell die „Köln. Bolksztg." zu melden wußte. So schlimm ist die Sache nun zwar gewiß nicht, immerhin scheint aber die Abberufung deS Generals von Werder eine gewisse Empfindlichkeit in den Petersburger Hsfkre'sen gegen den Berliner Hof hervorgerufen zu haben, besonders, da die Gründe für diesen Schritt noch immer mcht klar zu Tage liegen. Indessen stehr wohl nicht zu befürchten, daß die augenblickliche kleine Verstimmung zwischen Berlin und Petersburg nun auch auf das deutsch-russische Gesammtverhältniß bedenklich zurückwirken werde. Osfictöse Petersburger Meldungen erklären die Gerüchte von einer im Befinden des zur Zett in Algier weilenden Großfürften- rhronfolgers Georg eingetretenen Wendung zum Schlimmsten für unbegründet. Sitzung der Stadtverordneten am 4. April 1895. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herr Bel- geordneter Grüneberg, von Seiten der Stadtverordneten bit Herren Brück, Faber, Flett, Habentcht, Helfrich, Wiges- ftaedt, Homberger, Keller, Löber, Scheel, Simon, Schwall, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels. Am 6. April, Abends 8 Uhr, findet im Vereinslocale des Kaufmännischen Vereins eine Prüfung der Schüler der kaufmännischen Fachschule statt, zu welcher die Mitglteder des Stadtvorstandes eingeladen wurden. Das Gesuch der Frau C. L. Rübsamen Wwe. ** Erlaubnih zur Anbringung eines Wegweisers nach den Badeanstalten am Thorhaus der Neustadt wird genehmigt, die jährliche Anerkennungsgebühr auf 20 Pfg. festgesetzt. Gegen die Anbringung eines Schaukastens Seitens des Herrn Zahntechnikers Frech am Hause Neustadt 1 hat die Versammlung nichts zu erinnern. Das Gesuch des Herrn W. Plank um Erlaubnih zur Ueberwolbung der Stadtbach entlang seinem zu beiden Seite« desselben belegenen Eigenthum zwischen Tiesenweg und Bahnhofstraße wird genehmigt unter der Bedingung, daß die Ausführung der Ueberwölbung nach Angabe des Stadtbau' amtes erfolgt und Bauten auf oder neben der Ueberwölbung nur nach Genehmigung des Stadrbauamtes vorgenomme« werden dürfen- die Anerkennungsgebühr wurde auf 3 Mk. sestgesttz^^^r $$ hat um Erlaubnih jur Er- um sie zum Rücktritt zu zwingen. In Zsagutbitsa feuerte ein Gehilfe auf den Vorstand, welcher Lärm schlug, worauf der Thäter die Flucht ergriff. In Gradtst wurden 70 liberale und rad-cale Wöhler grundlos verhaftet. BreSlau, 4. April. Wie der „Bresl. Gen. Anz." von zuverlässiger Seite erfährt, conferirte dieser Tage ein schlesischer Magnat mit dem Cardinal Fürstbischof Kopp. Der Magnat fragte hierbei, wie Se. Eminenz über die Haltung des Cemrums bet der Abstimmung über den Antrag LevetzowS, betreffend die Bi-marck-Ehrung im Reichstage, denke. Der Cardinal antwortete, daß er die ablehnende Haltung des Centrums aufs Tiefste bedauere- auf die Frage des Magnaten, ob er von dieser Acußerung Gebrauch machen dürfte, erwiderte der Kirchenfürft: „Ich stelle Ihnen an- heim, von meiner Aeußerung Jedem gegenüber beliebig Gebrauch zu machen." München, 4. April. Der Medicinal-Congreß setzte gestern die Discussion über die Heilserum-Behandlung zur Diphtherie fort. Es ergab sich hierbei folgendes Resumö. Es ist nicht eine einzige ausgesprochen schädliche Wirkung des Behring'schen Heilserums zu verzeichnen. Es macht sich t» der K>ankheitSerscheinung eine überraschende Befferung bemerkbar, ebenso ein Rückgang der Sterblichkeit. Da die wiffenschaftlichen Untersuchungen noch lange nicht abgeschlossen sind, sei eS Pflicht, in der Anwendung des Heilserums fort- zufahren und wettere Erfahrungen zu sammeln. München, 4. April. In einer gestern Abend von den hiesigen Badern im Mathäserbräu einberufenen Versamm lung, in welcher über den Ladenschluß am Sonntag eine Einigung erzielt werden sollte, kam es gegen Mitternacht zwischen Prinzipalen und Gehilfen zu einer solchen Keilerei, daß acht Gendarmen einschreiten und den Saal räumen mußten. Wien, 4. April. Das Wiener Extrablatt meldet aus Prag, daß ein großer Theil deS an der bayrischen Grenze belegenen Städtchens Neumark in die Erde zu versinken droht. Eine Reglerungs Commiision ist dorthin abgegangen. Einzelne Häuser find bereits eingestürzt. Mehrere Straßen sind abgesperrt. Paris, 4. April. Die medicintsche Fachschrift theilt mtt, daß ein neues Serum entdeckt worden sei und zwar zur Heilung der Lungenentzündung. Paris, 4. April. Gestern wurden in Pantin, wo sich die größte Niederlage der Zündhölzer befindet, große Sendungen belgischer Züadhölzer ausgeladen. Die Polizei mußte die strik enden Arbeiter, die die übrigen Arbeiter an der Arbeit verhindern wollten, thätlich angreifen und auseinandersprengen. v . .. Madrid, 4. April. Der Finanzmlmster erklärte, daß die Regierung keine Hoffnung auf die Auffindung der Fregatte „Königin Regentin" mehr setze und daß den Familien der Opfer Geldmittel zugewendet würden. Warschau, 4. April. Hier wurde eine geheime nihilistische Druckerei entdeckt, infolge deffen zahlreiche Verhaftungen vorgenommen wurden. splittert waren 540, uugiltig 687 Stimmen. Madrid, 4. April. Der Ministerpräsident Canovas theilte dem Cabinetsrathe ein Telegramm aus Hab ana mit, das bestätigt, daß die spanischen Truppen bei jedem Zusammentreffen die Aufständischen schlagen. Madrid, 4. April. In Cadix wird an der Ausrüstung eines kleinen Geschwaders von Avisoschiffen und acht Kanonenbooten mit großer Beschleunigung gearbeitet. Das Gestwader soll zur besseren Ueberwachuug der Küsten \ Tubas dienen. Depeschen deS Bureau .Herold". Berlin, 4. April. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge ; «ahmen an der unter dem Vorsitz des Kaisers am 1. Apnl stattgefundenen Covserenz, welche sich mit dem Programm Amtlicher Theil. Bekanntmachung, betreffend: Maul- und Klauenseuche zu Nieder-Ohmen und Wettsaasen. Die Maul- und Klauenseuche in Nieder-Ohmen und Dettsaasen, Kreis Alsfeld, ist erloschen und die angeordnete Sperre aufgehoben. Gießen, am 3. April 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Alle Annc-ncen-Bureaur des In- und AuSIandc» nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 4. April. Der „Reichsanzeiger" schreibt: Auf -aS Glückwunschschreiben dcs Bundesrath es an den Fürsten BiSmarck ging von Frtedrtchsruh nachstehendes Dankschreiben ein: „Unter allen Begrüßungen und Auszeichnungen, die mir zu meinem Geburtstage zu Theil geworden sind, lege ich hervorragenden Werth auf die Kundgebung der Vertreter der durchlauchtigsten Reichsgenoffen im BundeSrathe. Im dankbaren Hinblicke auf eine Zeit der gemeinsamen Arbeit mit den meisten Unterzeichnern der Urkunde, bitte ich den hohen BundeSrath, meinen gehorsamsten Dank für die erwiesene Ehre entgegenzunehmen, Mnb zweifle nicht, daß das deutsche Volk in diesem höchsten Senate wie bisher für alle Deutschen den maßgebenden Ausdruck der nationalen Zusammengehörigkeit und Vaterlandsliebe finden wird." — Das Dankschreiben an den Präsidenten des Staatsministeriums lautet: .Eurer Durchlaucht habe ich bereits, da ich den Vorzug hatte, Sie hier zu sehen, meinen verbindlichsten Dank für den Glückwunsch des StaatLministeriums ausgesprochen, den Hoch- dieselben mir die Ehre erzeigten, persönlich zu überbringen. Ich freue mich, in Eurer Durchlaucht einen mir von Alters her durch nationale Mitarbeit befreundeten Staatsmann an der Spitze der preußischen Regierung zu sehen und verbinde mit meinem Danke die aufrichtigsten Wünsche für das Gelingen der Aufgaben, welche die Zeit für unsere Regierung bringt. Die Aufgaben sind schwierig geworden, aber das sind sie alle gewesen, die der preußischen Regierung seit einem halben Jahrhundert obgelegen haben. Doch find sie mit VotteS Httfe unter der Leitung unserer Könige in der Weise gelöst worden, daß sie heute dem Rückblicke geringer erscheinen, 118 zur Zeit, wo sie brvorstanden." Strahburg. 4. April Bei der Reichs tags-Ersatzwahl im Wahlkreise Erftcin-Molsheim erhielten nach vorläufiger Feststellung Unterftaatssecretär Baron Zorn v. Bulach 11,751, Böhle (Soc.) 5400 Summen. Zerklage anzustrengen. . ... . Berlin, 4. April. Wie aus Kiel gemeldet wird, ist der Kaiser heute früh mit sämmtlichen Schiffen der ersten und zweiten Panzerdivision, ausgenommen die „Weißenburg", zur Vornahme von Flottenmanövern in die Ostsee hinaus« gedampft, lieber Nacht herrschte Schneefall. Berlin, 4. April. Prinz Joachim hat seine Krankheit bereits soweit überwunden, daß er sich außerhalb des Bettes befindet. Freilich erfordert der angegriffene Zustand noch große Sckonung, doch ist keine Gefahr mehr zu befürchten. Berlin, 4. April. Die „Poft" bestätigt, daß die Blättermeldung, wonach der Kaiser angeordnet haben^oll, daß sich alle Regimenter des preußischen Heeres selbst einen Tag zu wählen hätten, um die Erinnerung an den Feldzug 1870 durch ein RegimentSsest zu feiern, durchaus unbegründet fei. Es seien in dieser Angelegenheit vom Kaiser keinerlei Anordnungen getroffen worden. Köln, 4. April. Die „Köln. Ztg." meldet aus B e l g r a d: In einer stürmischen Mimsterfitzung erklärten die Minister General Zdravkowitsch, Losanitsch und Kleritsch, falls der Ministerpräsident R'stitsch seine Gewaltstreiche vor den Wahlen fortsetze, aus dem Cabinet auszuscheiden. Die Gewalt- acte überbieten alles bisher Dagewesene. In einer Anzahl von Gemeinden überfielen die Präfecten mit ihren Gehilfen die Gemeindevorsteher in ihren Wohnungen mit Revolvern, für die Eröffnung deS Nord-Ostsee-Can als de- t : chäftigte, außer dem Reichskanzler noch die Herren Minister | v. Boetticher, Thielen, Stephan, der commandirende General Graf Waldersee, die Admiräle Hollmann und Knorr u. A. Theil. Heute Abend werden sich die Minister v. Boetticher, v. Köller, v. Hammerstein, v. Stephan in Angelegenheit der Eröffnung des Nord-Ostsee Canals nach Kiel begeben. DaS enbgtltlge Programm für die Etnweihungsfeierlichkeiten ist noch nicht festgestellt. Berlin, 4. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." bestätigt, daß der Börsenreform-Gesetzentwurf noch in dieser Tagung dem Reickstage zugehen wird. Berlin, 4. April. Im Herrenhaufe wurden heute die Sitzungen auf unbestimmte Zeit vertagt. Berlin, 4. April. Im Abgeordnetenhaufe wurden heute in dritter Lesung angenommen die Gesetze, betreffend die Aufhebung der Stolgebühren bei Taufen, Trauungen und kirchlichen Aufgeboten im Amtsbezirk des Consistoriums zu Wiesbaden und betreffend die Vertretung der Kreis- und Provinzialverbände in vermögensrechtlichen Angelegenheiten. Auf Antrag der Rechnungscommission wurde alsdann bezüglich der Rechnung über den Staatshaushalt der Jahre 1891/92 und 1893/94 die Entlastung ausgesprochen und die Etat- Ueberschreitungen nachträglich genehmigt, für daö Jahr 1893/94 vorbehaltlich der Prüfung der Oberrechnungskammer. Hierauf wurden Petitionen erledigt. Nächste Sitzung am 23. April, 12 Uhr. Berlin, 4. April. Die außerordentltche General- Versammlung, des deutschen HandelStags wurde heute Vormittag eröffnet. In der Währnngssrage, welche zunächst erörtert wurde, gelangte eine Resolution einstimmig zur Annahme, worin der Handelstag seine am 22. Februar d. I. abgegebene Erklärung, daß die erwerbsthätigen Kreise in jeder Erschütterung der Goldwährung eine fundamentale Schädigung des gesammten deutschen Wirtschaftslebens erbl'.cken, diese bestätigt und auf die Erklärung des Reichskanzlers vom 15. Februar vertraut, wonach die Regierung keine Verhandlung in Aussicht nimmt, durch welche die Grundlage des Deutschen Reiches ptäjudicirt würde. Bezüglich des Antrages Kanitz befürwortete der Referent Geh. Commerzienrath Schröder die Annahme einer Resolution, in welcher der deutsche Handclstag bte Verstaatlichung der Einfuhr ausländischen Getreides als practisch undurchführbar und unvereinbar mit den Handelsverträgen bezeichnet und infolge deffen den Reichstag ersucht, dem Anträge Kanitz die Zustimmung zu verweigern. , __ , ©erlitt, 4. April. Gestern Abend conftiluirte sich im „Kaiserhof" unter dem Vorsitze des Geh. Commerzienraths Frentzel und unter der Betheiligung hervorragender Industrieller und Kaufleute aus allen Theilen Deutschlands der „Verein zum Schutze der deutschen Goldwährung". Die vorläufigen Leiter des Vereins sind die Herren Geh. Commerzienrath Siegle-Stuttgart, Dr. Ludwig Bamberger-Berlin und Prof. Huber-Stuttgart. Berlitt, 4. April. Der Chefredacteur der „Kreuz-Ztg. , Freiherr von Hammerstein, gegen deffen Geschäfts« gebahren die Frankfurter „kleine Presse" schwere Vorwürfe erhoben hatte, bezeichnet dieselben in einer Erklärung in der „Kreuzzeitung" als niederträchtige und lügnerische Angriffe. Er habe seinen Rechtsanwalt beauftragt, dic VerleumdungS- bauung eines Treibhauses am Schiffenberger Weg nachgesucht. -ES wird aus Antrag der Baudeputation beschloffen, daS Gesuch ausnahmsweise $u befürworten und zwar mit Rücksicht darauf, daß bei der Stellung deS Treibhauses durch dasselbe eine spätere Festsetzung der Baufluchtlinie nicht beeinflußt wird, sowie die Möglichkeit bleibt, daS Treibhaus durch ein Vorderhaus zu decken. DaS zu den Festbauten deS Feuerwehrfestes verwendete Holz konnte s. Z. freihändig zum Tarifpreise plus Fuhrlohn verkauft werden- der Erlös hierfür betrug 1107 Mk. 86 Pfg.- die Versammlung gab zu dieser freihändigen Ab- gäbe ihre Genehmigung, desgleichen zu der s. Z. erfolgten Abgabe von Fichten- und Eichenreiseru im GesammterlöS von 61 Mk. 20 Pfg. An uneinbringlichen Posten und Nachlassen find auS dem Rechnungsjahr 1894/95 5053 Mk. 83 Pfg- zur Niederschlagung beantragt worden. Die Versammlung stimmt den Anträgen zu. Der Seitens des Herrn Homberger als Vorsitzender der Commission zur Prüfung der Rechnung für 1893/94 erstattete Bericht constatirt, daß sich in den abgehaltenen 5 Sitzungen der Commission Anstände in der Rechnung w,e im Rechenschaftsbericht nicht ergaben. ES wird danach Er- theilung der beantragten Credite, Genehmigung deS Ausstands- und VorlagenverzeichntsieS beschloflen. Die nachstehenden Gesuche um Ertheilung der Wirth- schastScoucession werden befürwortet, bezw. die Bedürfniß- frage bejaht, da eS sich um Uebergang bestehender Wirth- schaften auf andere Namen handelt: Wilhelm Albohn, Schützenftraße 1, PH. H. Knoch, Weidengasie 1, Robert Meus er, Dammstraße 39, Anton Koch, Wagengasie 7, Karl Hartmann, Franksurterstraße 2. Verneint wird dagegen die Bedürfntßfrage bezüglich deS Gesuchs des Karl Lenz um Erlaubntß zum Betrieb einer Cantine am Kasernenbau. Die Commission hat erklärt, daß in allernächster Nähe der Baustelle zwei Wirthschasten sich befinden, und daß sowohl vom Stadtbauamt wie vom Bauunternehmer das Vorhandensein eines Bedürfnisses zur Errichtung einer Cantine verneint wurde. Gieße», den 5. April 1895. •* Ausschlag der direkten Steuern. Nach der eben erschienenen Bekanntmachung des Ministeriums der Finanzen über den Ausschlag der directen Steuern für daö Etals- jahr 1895/96 soll in Gemäßheit deS Ftnanzgesetzes vom 26. Mai 1894 jährlich an direkten Steuern auf die Mark Gewerbe- und Einkommensteuercapital der Betrag von je 16 Pfennig, auf die Mark Grundfteuercapital der Betrag von 14 Pfennig und auf die Mark Capitalrentensteuercapital der Betrag von 17 Pfennig auSgeschlagen und nach den gesetzlichen Bestimmungen erhoben werden. •* ErtuueruugSfest an 1870. Die Festhalle aus dem Exerzierplätze ist schon bestimmt für die große ErtnnerungS- feier an 1870, welche im August d. I. in Darmstadt begangen werden wird, gewonnen worden. Außerdem sind noch eine Reihe von Bauten für WirthfchaftSlocalitäten rc. auf-bem Platze vor der Halle in Aussicht genommen. Da die Feier ein Fest im großen Stile zu werden verspricht, an dem sich voraussichtlich viele Tausende auS dem ganzen Groß- herzogthum betheiligen werden, so werden dementsprechend auch die äußeren Räumlichkeiten zur Aufnahme so zahlreicher Fest- genossen geeignet eingerichtet werden. •• Sisenbahuunfall. Infolge Dammrutsches entgleisten gestern Nachmittag bei G unterSH aus en mehrere Wagen eines Güterzuges, wodurch beide Geleise gesperrt wurden. Don GunterShausen wurden Vorzüge abgelasien. Die hier fälligen Personenzüge kamen nach erheblichen Verspätungen an. Der um 7 Uhr 18 Min. Abends fällige Schnellzug 72 wurde in zwei Thetle gelegt- der erste Theil traf um 8 Uhr 20 Min., der zweite um 9 Uhr 41 Mm. ein. v-Zug 74, 9 Uhr 4 Min. fällig, traf um 10 Uhr 3 Min., Personenzug 104, um 8 Uhr 8 Min. fällig, erst um 11 Uhr 45 Min. hier ein. Die entgleisten Wagen des Erfurter GüterzugeS wurden zertrümmert. Auch in der Beförderung der Nacht- Gürerzüge trat erhebliche Verspätung ein. Erwischt. Ein hiesiger Kaufmann hatte in letzter Zeit öfters wahrgenommen, daß Geldbeträge aus der Laden kaffe verschwanden. Der Verdacht lenkte sich gegen die Putzfrau, welche jeden Morgen den Laden zu reinigen hatte. Heute Morgen wurde nun dieselbe von dem Ladenbesitzer und einem Schutzmann beobachtet und auf frischer That ertappt. Sie gestand auch verschiedene früher begangene Diebstähle ein. ** Religion«-Statistische?. Im Jahre 1893 sind zur evangelischen Kirche Übergetreten: von der katholischen Kirche 66, von anderen christlichen Confesstonen 89, sonstige 19, zusammen 165. Ausgetreten sind: zur katholischen Kirche 12, zu anderen christlichen Confrsfionen 4, zu anderen Religionen 1, zusammen 17. Die Zahlen der Communikanten war: im öffentlichen Gottesdienst 372 277, privatim 6648, zusammen 378 925. Auf 100 bürgerliche Eheschließungen kamen 88,3 kirchliche Trauungen durch evangelische Geistliche, in Starkenburg 89,5, in Oberhesien 97,2 und in Rheinhessen 74,5. Don 100 Lebendgeborenen wurden 87,6 von evangelischen Geistlichen getauft. Die Zahl der von der evangelischen Landeskirche (formell) Getrennten betrug: Alt Lutheraner 1128, Dissidenten 64, Menomten rc. 864, Methodisten 57, Freiprotestanten 3261, zusammen 5374. Am 1. December 1890 »ar die evangelische Bevölkerung des ganzen Großherzog- thumS 658 345 Seelen stark. Die Summe vertheilt sich auf Starkenburg mit 283 689 Seelen, auf Oberhesien mit 238 423 und auf Rheinhessen mit 136 233 Seelen. Unter den fünf großen Städten des GroßherzogthuwS steht Darmstadt mit 43 949 evangelischen Einwohne n obenan, dann folgt Offenbach mit 21 040, Mainz mit 19 935, Gieße» mit 17 988 und zuletzt WormS mit 15 588. •• Die graue» OfKzierI»5»1el. Nach den Erfahrungen, welche bl» jetzt mit den grauen OffizterSmänteln gemacht worden find, dürfte die Möglichkeit nicht auSgeschlosien sein, daß in nächster Zeit eine Aenderung eintritt. Wenn auch die Beibehaltung der grauen Militärmänrel im Princip ausrecht erhalten bleiben dürfte, so scheint doch die blaugraue Färbung deS jetzt getragenen Militärtuches den Anforderungen nicht zu entsprechen. Es sollen deßhalb, wie der „Gonfectionär* ** * wissen will, Versuche mit einer neuen grünlich grauen Farbe, die man für praktischer hält und die mehr den russischen Militärmänteln ähnelt, angestellt werden. •• Bauernregeln für April. Der Marz im Schwanz, der April ganz, der Mai neu, halten selten Treu - April warm, Mai kühl, Juni naß, freut sich Vieh und Bauer baß- Je zeitiger im April die Schlehe blüht, um so früher vor Jacobi — 25. Juli — die Ernte glüht - Jöenn der April bläst in sein Horn, so steht e» gut um Heu und Korn- Der April kann rasen, der Mai halte hübsch maßen- Der April ist nicht gar gut, er schneit dem Bauer gern auf den Hut, Aprilschnee düngt, Märzenschnee verschlingt, Halten Birke und Weide ihr Gipfellaub lange, ist ein gute» Frühjahr im Gange- Sind die Reben um Georgi — 24. April — noch blind, soll sich freuen Mann, Weib und Kind - Bringt Sanct Rosamund — 2. April — Sturm und Wind, so ist Sanct Sibylle — 29. April — unS gelind - Trägt Sanct BiMcu» — 25. April — dicke Jacken, wird un» noch viel KNre packen- Charfreitag Regen, bringt ein fruchtbar Jahr -uwegen- Dürrer April, ist nicht deS Bauern Will- Aprtlregen, der ist ihm sehr gelegen. Butzbach, 4. April. Am Samstag war der Cavallerie- Jnspector Herr Generallieutenant von Grosigk auS Berlin hier anwesend behnfS Besichtigung unserer Garnison. Wie wir hören, hat sich der Herr Jnspector im Beisein deS Regimentsobersten sehr lobend über die Ausbildung der hiesigen Truppen ausgesprochen. Dieses Urtheil aus fach- männischem Munde dürfte zur Genüge beweisen, daß es doch nicht so nothwendig im Jntereffe der militärischen Ausbildung erscheint, die hiesigen DragonereScadronS nach Darmstadt zu verlegen. Hoffen wir, daß nach solchem Urthetl die Aufhebung unserer Garnison in recht weite Ferne gerückt ist, trotzdem sie von gewisser Seite sehnlichst zu erreichen gesucht wird. Wett. Bote. n. AuS der Wetterau, 4. April. Der Sonnenschein und der Wind der letzten Tage haben trotz der vorausgegangenen naffen Periode daS Feld stellenweise so abgetrocknet, daß man hier und da schon mit dem Pflügen beginnen konnte. ES wurde auch schon Hafer gesäet. In günstig gelegenen HauS- gärten steht früh gesäeter Salat bereits grün. Erbsen und Gemüsepflänzchen sind am Aufgehen. Seit vorigen Samstag haben wir blühende Veilchen, sodaß wir doch noch Märzveilchen bekamen. Die Schnepfen sind bis jetzt sehr rar. In vielen Revieren wurde noch keine einzige geschoffen. 4- RüddingShauseu, 3. April. Nachdem bei un» da» Amt deS Beigeordneten vorzeitig in andere Hände übergegangen ist, wird nunmehr auch in aller Kürze eine neue Bürgermei st erwähl stattfinden, da der seitherige Bürgermeister Scheer er nach siebenjähriger Thätigkeit ebenfalls freiwillig sein Amt niedergelegt hat. Daß innerhalb eines halben Jahres in einer Gemeinde Bürgermeister und Beigeordneter in dieser Weise abtreten, kommt nicht oft vor und dürfte den Wählern zu denken geben. A Au« dem Ohmthal, 4. April. „Der April ist nicht so gut, er schneit dem Bauer auf den Hut." Geschneit hat eS am heutigen Tage, aber dem Bauer nicht auf den Hut, weil derselbe bis heute noch nicht die Feldarbeit zu beginnen vermochte. Die Feldarbeit ist gegen daS vorige Jahr um volle vier Wochen zurück, damals hatte man um diese Zeit schon den Hafer gesäet. Gleichfalls noch sehr zurück in der KnoSpenentwickelung find die Obstbäume, man vermag noch kaum Trag- von Blattknospen zu unterscheiden. Im vorigen Jahr begannen um diese Zeit Pflaumen- und Kirschbäume schon zu blühen. Eine späte EntwickelungSzeit hat man bet den Obstbäumen im Allgemeinen wegen den Mai- frösten recht gern. Doch hat der vorige Jahrgang gelehrt, daß auch auf eine sehr frühe Blüthezeit eine sehr reiche Obsternte folgen kann. — Die Überwinterung der Saat läßt sich jetzt sicher beurteilen, sie ist eine recht gute. Korn, Weizen und RapS (Wintersamen) haben recht gut Stand gehalten und sehen üppig auS. Nur der Klee ist da, wo er mastigen Wuchs im Herbste gehabt, unter der langen Schneedecke verfault, sonst aber steht auch er gut. Die Wiesen haben eine so gründliche Bewäsierung erfahren, wie seit Jahren nicht- man hofft deshalb auf eine bessere Heuernte wie im vorigen Jahre. UebrigenS wäre eß jetzt an der Zeit, daß der Winter, der heute Vormittag noch einmal die Dächer mit seiner weißen Decke belegte, enbgilttg abzöge, sonst könnten wir trotz vorgerückter Jahreszeit — weiße Ostern bekommen. § Grebenhain, 2. April. Gestern Abend wurde auch hier im Gasthaus deS Herrn Andrea» Weitzel der 80. Geburtstag unsere» großen Altreichskanzlers Fürst v. Bi»- mord von dem Kriegerverein Grebenhain-Crainfeld begangen. Die Feier OewieS, daß ächter Patriotismus unsere tapferen Krieger von 1870/71 auch hier im Vogelsberg beseelt. «au AlgeSheim, 3. April. Eine mit 322 Unterschriften hiesiger Weinproducenten bedeckte Petition, die vorgestern an den Reichstag abging, beantragt eine Ausführung der Bestimmungen de» Gesetzes von 1892 bezüglich der Kunst- weine. Die rationelle Verbesierung des Weines soll danach nur bi« zur ersten Gärung, also Ende December jeden JahreS, stattfinden- auch soll die Frage d r Communalbesteuerung de» WeineS durch den Reichstag verneint werden. Darm ft. Ztg. * flafel, 4. April. Der Provinzialsteuerdirector Ge- heimerath Peine wurde von einem schweren Bierwagen, dessen Pserde scheuten und durchgingen, überfahren und s» schwer verletzt, daß der Tod auf der Stelle eintrat. • Kernel, 4 April. Wie da» „Wemeler Dampfboot* meldet, ist bei dem Sturme in der vergangenen Rächt ei» Fischerboot untergegangen. Bier Fischer seien dabei ertrunken. Derfebr, Canfc- rrnd PoUswirtbicbaft «rüuderg, 4. April. Den heutigen ,Dftermarft" begünstigte nicht da» schöne Weller, da« man noch gestern nach da Wetterlage erwartet batte, der scheidende Winter lieferte dem a»- rückenden Lenze noch Nachgefechte. Dessenungeachtet war der Markt stark mit Vieh befahren und auch gut besucht. Rindvieh-, wie Schweine- und Schasmarkt zeigten sehr starke Auffahrt, doch war da Handel in beiden ersten Piehgallungen gedrückt, sodaß ein flotte Gang vermißt wurde. Beim Rindvieh mag die Der flauung h» Handel durch die zur Steige gegangenen Futtervorräthe verursacht öerben. Der lange und strenge Winter Hal eben ein sehr starke» Futtaquanlum erfordert. Für gute Rübe wurden bezahlt 310 di» 340 Mk., für einjährige Rinder 110 bi« 130 Mk., für Kälber erst« Qualität 80 bi« 100 Mk Auf dem Schweinemarkt übertraf da» Angebot die Nachfrage, daher der flaue Gang im Handel. Da« Paar Ferkel zweiter Qualität galt 25—30—40 Mk., eitler Qualität 50 biß 60 Mk., Läufer kosteten per Paar zweiter Sorte 65 di« 70 Ät, erster Sorte 70 bi« 75 Mk. Im VaHällniß waren mithin Läufa billiger wie Ferkel. — Der Ärämermerft zeigte geringe AuSbe-mw». > •tbem, 4. April. Da vorgestern biet adgehalteve zweite diesjährige Viebm arkt war mit Rrndoieb schlecht befahren, wohl infolge da gleichzeitig in Hanau und Schlüchtern stattfindenden Märkte. Eß waren nur etwa 25 Stück Rindvieh aufgetrieben, darunta trachtbare Rinder; die Preise für letztere waren 250 bi« 270 Mk per Stück. E« wurde sehr wenig vnkauft. Besser dagegen war da Handel in Schweinen; angetrieben waren etwa 300 Slück, worunter ce. 200 Stück Einlegeschweine; dieselben wurden meisten« vnkauft, da« Paar zu 50 bis 80 Mk. Junge Ferkel, 6 bi« 8 Wochen alt, kosteten da« Paar 30 biß 45 Mk.; eß wurde fast alle« abaesetzt. Fette Schweine wurden verkauft zu 46 di« 48 Pfennige per Pfund Schlachtgewicht, die Preise find in letzter Zeit bedeutend herunter: gegangen. Zuchtschweine, von welchen viel unoerfauft blieben, kostet« daß Stück 50 biß 70 Mk. — HauSwirthschaftliche». Wir erlauben uni, die geehrten Hausfrauen auf ein Waschpiäparat aufmerksam zu machen, daß sich als ein ebenso vorzügliche« al« bequeme« Waschmittel bewährt und sich seit einer Reihe von Jahren in tausenden von Haushaltungen ganz unentbehrlich gemacht bat. ES ist diele« das in unterem Annoncen - Theil awähnte Dr Tvompson'sche ®#4fenpul» rinde. it itttag. he. irnst" ctMtn mit btt geld«. ■. G ^0- ®*?nL MMl t. ,5*w w Iflfc ST» *•* «fei iud)t. iei-11, äRafli öj« Tüi s •' Cualtti' rt Sorl{ 65 bis?o ju maun 11 SS .tJL^tn'S aussetrikbm, S S■ »'•»* Äte d» «»Li0*14W ,7.Mlivige pn P!uvh Seit iiebeu/enb Gunter Mfauft blltbm, koftrtm auben uns, bk attbrta ’m iu machen, bal sij iföltnlttel bewährt unj n von hautzhaUunaw iWti das in unteren Mt tzeistapnlvn. mch ohne Btetche, uni 8 btt Stosse. Da bri Wäsche vermieden mtrt, tzutem Zustande bldb:, i4 btlommt die 3Bii* lid über den wibtdlta d. Verschiedene der V omvsons Selsen-Ar 5 es der Hauptsache itf irbe ganz frd btfunto. It jetzt blt Seifen uni en. 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Anfang auf dem Handschmiedskohlerweg bet Nr. 1. Eichen: 5 rm Scheitholz, 5 rm Knüppel, 67 rm Stöcke, 1130 Wellen. Buchen: 6000 Durchforstungswellen, von sehr guter Qualität. Ferner kommen in der Pfaffenmark zum Verkauf aus dem Annawald und Grundwald: a. Annawald. 5 rm Eichenscheite, 5 rm Eichenstöcke, 100 Eichen- lkifigwellen, 1 rm Erlenprügel, 14 rm Kiefernstöcke, 730 Kiefernwellen, b. (ffrundwald. Abth. 5. Neben der Straße nach Blasbach am Hohensolmser Kßpfad. 21 rm Buchenscheite, 10 rm Buchenknüppel, 6 rm Buchenfiöcke, 520 Buchenreisigwellen, und aus dem Grundwald Abth. 1: 8 Kiefernknüppel, 22 Kiefernstöcke, 950 Kiefernreifigwellen, 20 Eichenreisigwellen. Da das Holz aus Annawald wnd Grundwald in der Pfaffenmark mitoerkauft wird, wollen sich die Käufer dasselbe vor Dem Termin ansehen. Mittwoch den 17. April 1895, Vormittags 11 Uhr: Verkauf von 3400 Buchcnwcllcn in der Landhege I bei Bellersdorf. Gute Abfuhr in der Richtung nach Wetzlar. Verkauf des diesjährigen Ertrags an Eichenlohrinde ca. 60 Ctr. aus der Landhege I. bei Bellersdorf. Gebote find in verschlossenem Couvert bis zum 17. April, Nachmittags 4 Uhr einzureichen. Hohensolms, den 4. April 1895. [3041 Fürstliche Obersörfterei. Mein Laden, tn dem ick gegenwärtig meine Conditorei betreibe, ist alsbald mit oder ohne Logis zu vermiethen- 3056] Ludw. DSll, Marktstr. 32. mit Wohnung 12497 «ttden Sxltrrsw. 16. fi. Kremier, Neustadt 17. la. Kernseife, 1 Pfd. 26 H, 5 Pfd- 1.25, 10 Pfd. JL 2.40, empfiehlt 2439 Robert Stuhl, Neustadt 23. Feinster Franz. Cognac von Henry Aaber * eit., Bordeaux, per 7i Fl. vtL 4.50, V, Fl. JL 2.30; Mutsch. Cogniir der Cognacbreuuerei, Siegmar, OB* mehrmals prämitrt -WH per Vi Fl. JL 1.90, 7, Fl. JL 1.—, b" Louis Lind, 3044 Kirchenplatz 10. 3071| Brockhaus Gonversationt« Lexicon, complett, noch neu, zu verkaufen. Näheres in der Exved. d. 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M., also am Tage nach dem zweiten Oster- reiertage und die am 1. Juni d. I. gelösten Rückfahrkarten noch am 4. Juni s I., also am Tage nach dem zweiten Pfingstfetertage zur Rückfahrt zugelassen werden. Gießen, den 3. April 1895. 3061 __Gr- Direction Stallungen tir die lsudwirthschastllcheAusstelluug. Bei der in diesem Jahre, Mitte September, hier in Gießen in Os« voaldsgarten stattfindenden landwirth« schaftlichen Ausstellung ist für mehrere Hundert Stück Vieh auf 2 oder 3 Nächte Stallraum zu beschaffen. Stallbefitzer, roelche bereit sind, gegen Vergütung Ausstellungsvieh in ihre Ställe des Nachts aufzunehmen, werden ersucht, solches schriftlich unter Angabe der Aiehgattung (ob Pferde, Rindvieh cher Schweine) und der Stückzah bis spätestens zum 15. d. Mts. bei Gr. Kreisamt Gießen anzumelden. Italiener Whiukin, zu 70 und 90 Pfg. die Alasche, eirpfiehlt 2519 C. Roth II., Wallthorstr. 5. prima Akpfelrnrin empfiehlt 2518 C. Roth II., Walltborstr. 5. 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Anträge der Mitglieder, welche gemäß 8 31 des Statuts 30721 Braves, tüchtige« Dt.nstrnüdchen auf einem Eomptoir. flffuett. Frau » jhudr, Sonnenstr. 25. 3063] Gchloffer, Pfarrer 4 Mk. 1,70, 1,80, 1,H und 2,00 das Pnmd, unübertr. in Aroma und Kraft- Qu haben in «diefteu bei J. M. Nchalhot Hauptniederlage, L. Kalkhof, West 2682 Der Vorstand. Kaufmännische Kranken- & Kesrabnißkaffe e. K. Gieffeu OrdeutUche Gkneralversammlung Moutaa den 8. April 1895, Abends 8>/r Uhr im „Cafe Ebel.61 gestellt werden. Gießen, 23. März 1895. Danksagung» Für die vielen Beweise herzlicher Theilnohme bei der Krankheit und Beerdigung meine« innigstgeliebten Gatten, bei xchrers Wilhelm Zimmer, sowie auch für die überaus zahlreichen Blumenspenden sage ich hiermit meinen tiefgefühltesten Dank. Die tieftrauernde (tzattin. Wieseck, dcn 4. April 1895. Nur 2 Tage. Zum Wiener Hof. *« 8 T"fle 3050 Freitag und Tamstag, 5. und 6. April chroßes Koncert und ^orßeffunfl der rheinischen Varrete Gesellschaft M. 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