Nr. 31 Erstes Blatt. Mittwoch den 6. Februar Der Hieß euer Anzeiger erscheint täglich, ■k Ausnahme deS Montags. Die Gießener I»«»ilie«vtL1ter werden dem Anzeiger »Schentlich dreimal deigelegt. Gießener Anzeig er Kenerat-Wzeiger. 1895 Vierteljähriger >, Avonacmemtspreise 2 Mark 20 Pfg. nut Vringerloh«. i Durch die Post bezog«» 2 Mark 50 Psg. Redaction, Txpeditiotz xnb Druckerei: KchnlstraßeVr.7. Fernsprecher 51. Amts- uni* Anzeigeblatt für den Kreis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» sslgenden Tag erscheinenden Nummer bi» vorm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Kamitienblätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Deutscher Reich. Berlin. 4. Februar. Der Kaiser empfing am Sonntag den Grafen Herbert Bismarck in Audienz. Graf Bismarck soll hierbei dem Kaiser lediglich eine persönliche Meldung abgestaltet haben, möglicher Weise hat sich dieselbe auf daS gegenwärttge Befinden seines Baters bezogen. Jedenfalls könnte eS aber nicht überraschen, wenn der Borgang den umlaufenden Gerüchten über den angeblich bevorstehenden Wiedereintritt des Grafen Herbert Bismarck in den Retchs- dienft neue Nahrung geben würde. — Der Ausschluß des Abgeordneten Ahl- wardt auS der deutsch-socialen Reformpartei hat den Abgeordneten Böckel, Vertreter für Marburg, veranlaßt, seinerseits freiwillig auS der genannten Partei auszu- scheiden. Herr Dr. Böckel erklärt dies in einem an den Antisemitenführer Liebermann von Sonnenberg gerichteten Schreiben, in welchem er außer dem Ausschluß AhlwardtS auch die „freiheiisfetndltche Haltung" der Reformpartei in Sachen der „Umsturzvorlage" als Ursache seines erwähnten Schrittes angibt. Die Gründe der erfolgten Maßregelung Ahlwardts sollen nächstens von der Leitung der socialen Reformpartei bekannt gegeben werden. Nun können die Herren Böckel und Ahlwardt ja eine besondere Fraction bilden, etwa eine „Fraction Ahlwardt sans phrase"! — DaS Ergebniß der am 1. Februar vollzogenen Neuwahlen zum württemb ergi schen Landtage stellt sich nach neueren Meldungen wie folgt: Gewählt 7 Nationalliberale (deutsche Partei), 17 Demokraten, 16 Centrumsabgeordnete, 4 „Wilde", 1 Mitglied der Landes- Partei (Regierungspartei). Stichwahlen sind 25 zu vollziehen, woran betheiligt sind 12 Mitglieder der deutschen Partei, 19 der Volkspartei, 6 des CentrumS, 5 der socta« listischen Partei, 4 der Landespartei, 1 Agrarier, 1 Conser- vativer und 4 Parteilose. Das hervorstechendste Charakte- risticum ist die zerschmetternde Niederlage der Landespartei, die von ihren Sitzen in der Hauptwahl nur einen behauptet, aber kein Mandat neu erobert hat. Da der eine gewählte Landesparteiler sich den Nationalliberalen anschließen will, der Steg deS einen oder des anderen Candidaten der Landes- partei bei den Stichwahlen aber zweifelhaft erscheint, so wird diese Partei im neuen Landtage wohl überhaupt nicht mehr vertreten sein. Nächst der Landespartei muß die nationalliberale Partei die empfindlichsten Verluste verzeichnen, sie verlor 7 Mandate und gewann nur einen einzigen neuen Sitz. Als der eigentliche Sieger im Wahlkampfe steht offenbar die neugegründete Centrumspartei da, sie eroberte nicht weniger als 13 Mandate. An einer Mehrheit im neuen Landtage, die aus Centrum und Volkspartei besteht, ist nicht mehr zu zweifeln, lediglich vom Ausfälle der Stichwahlen dürfte es abhängen, wie stark sie sein wird. Die Stichwahlen werden zweifellos auch die Wahl von 2 oder 3 Socialdemokraten ergeben und diese ihren Einzug auch in die neue Volksvertretung Württembergs halten. Auf die Entwickelung der Dinge in der neuen Abgeordnetenkammer kann mau bet deren eigenartiger Zusammensetzung schon jetzt gespannt sein, besonders angenehm werden sich aber die Ver- hältniffe in dem neugewählten Landtage schwerlich gestalten, so daß ein etwaiger Rücktritt deS Ministeriums Miltnacht unter den obwaltenden Umständen nicht überraschen könnte. Arr-land. ^Petersburg. 3. Februar. Der Müller-Congrrß beschloß, für den Export von russischem Mehl nur die Märkte in England, Egypten und die asiatischen Häfen am Schwarzen und Mittelmeere in Ausficht zu nehmen. Petersburg. 3. Februar. Hcute Nachmittag wurden der Kaiserin Ale'xandra Feodorowna im Concertsaale des Winterpalais die kaiserlichen und großfürstlichen Hofdamen, sowie die Gemahlinnen und großjährigen Töchter der Militär- und Ctvil-Würdenträger vorgestellt. Nosreste Nachkichtett. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Lübeck, 4. Februar. ES herrscht drohende Hochwassergefahr und stürmischer Nordost. Die Züge treffen in Folge Schneeverwehungen theilweise mit mehrstündigen Verjpätungen ein. Mannheim, 4. Februar. Der Bürgerausschuß genehmigte die Ernennung des Fürsten Bismarck zum Ehrjeubürger mit 66 gegen 38 Stimmen. Von der Oppofition war ein Freisinniger dafür. Budapest, 4. Februar. Die Behörde bezweifelt, daß die Directoren der Abanj-Szantoer Dampfmühle, die bekanntlich nach großen Defraudationen und Wechselfälschungen im Betrage von 300,000 Gulden, wodurch zahlreiche Geldinstitute in Mitleidenschaft gezogen worden, flüchtig geworden sind, der Katastrophe des Dampfers „Elbe" zu« Opfer gefallen sind. Loudou, 4. Februar. Es verlautet, die morgige Thronrede werde die freundschaftlichen, friedlichen und befriedigenden Beziehungen zu den anderen Mächten und die Regelung der Grenze der Sierra Leone erwähnen. Betreffs des chinesisch-japanischen Krieges erkläre die Thronrede, daß zwischen den dabet interesfirten Mächten das beste Einvernehmen bestehe. Eine Stelle der Rede bespreche die Untersuchung in der armenischen Angelegenheit. Die hauptsächlichsten in der Thronrede angekündigten Vorlagen beträfen ein Amendement zu dem Gesetze über den Grund und Boden in Irland, Trennung des Staates und der Kirche in Wales. Von den Absichten der Regierung in der Oberhausfrage erwähne die Thronrede nichts. Lowestoft, 4. Februar. Heute wurde die Leiche deS Heizers Friedrich Ernst aus Magdeburg, sowie einige von den Postsäcken der „Elbe" durch ein Fischerboot auS Land gebracht. Lowestoft, 4. Februar. Der Capitän der heute hier eingetroffenen Fischerschmacke „Tarn" berichtet: Am vergangenen Mittwoch etwa um 5 Uhr früh sah ich Rakete», die ein großer Dampfer steigen ließ. Wir näherten uuS bis auf etwa 700 Meter, dann verschwand der Dampfer. Wir sahen darauf einen anderen Dampfer, welcher blaue Lichter zeigte. Nach Verlauf einiger Minuten setzte der zweite Dampfer seine Fahrt in östlicher Richtung fort. Die „Tarn" kreuzte einige Zeit in dieser Gegend, wir sahen aber weder Leichen noch Boote oder Trümmer. Wir bemerkten auch einen dritten Dampfer, der jedoch zu irgend einer Hilfeleistung nicht anhtelt. — Der Capitän der Schmacke „Industrie" meldet: Wir haben etwa 35 Meilen von Lowestoft den Leichnam eines fremden Matrosen, der einen RettungSgürtel trug, angetroffen. Andere Schmacken berichten, daß sie Trümmer eines untergegangenen Schiffes und eine zweite Leiche gesehen haben. — In einer heute veröffentlichten Bekanntmachung werden Belohnungen für die Auffindung von Leichen der mit der „Elbe" Verunglückte« ausgesetzt. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 4. Februar. Heute Nachmittag fand unter dem Vorsitze des Reichskanzlers eine Sitzung des StaatS- mtnifteriums statt. Berlin, 4. Februar. Dem Reichstage ist heute der Gesetzentwurf betr. die Abänderung deS Gesetzes über die Kosten und Gebühren bei den Consulaten zugegangen. Berlin, 4. Februar. Im preußischen Landtage wurde heute der landwirthschaftliche Etat berathen. Berlin, 4. Februar. Wie die „Berl. Neuesten Nachr." hören, ist der Landwirthschastsminister mit der Ausarbeitung einer Denkschrift beschäftigt, welche der Berathung des Staats- rathes über die landwirthschaftliche Nothlage zu Grunde gelegt werden soll. Berlin, 4. Februar. An den zuständigen amtlichen Stellen nehmen, den „Berl. Neuesten Nachr." zufolge, die Gesuche von Corporationen, Vereinen und Abordnungen aller Art um Gewährung von Fahrpreisermäßigung nach Friedrichsruh am 1. April einen ganz außerordentliche« Umfang an. Feuilleton. Csrncvsl. Srzählung von Hugo von Rittberg. (Schluß.) „Allez vous en," schnarrte er den Kaufmann an. „Können Sie nur französisch, so habe ich keine Antwort darauf," lautet die Erwiderung. „Allah il Allah! Allah kerim, masch Allah,* brüllt der Türke und daS Publikum jauchzt ihm Beifall zu. „Ich spreche weder arabisch, noch eine andere Sprache als die deutsche," entgegnete Röbel, und bemerkt, daß er unter dem Talar, über den er seinen mächtigen Säbel geschnallt hat, auf ellenhohen Stelzen daherwandelt. „Ich werde Dich zerreißen," brüllte der Türke dumpf, „Du Hanswurst von einem Deutschen." „Du Hanswurst von einem Muselmann," versetzte Röbel, angeregt durch den in der Kälte genoffenen Grog. Der Türke greift nach seinem Säbel. Da versetzt ihm Röbel einen Schlag gegen den unteren Theil des Kaftans, der ein lautes Krachen hören läßt. Gleich darauf wälzt sich der Türke auf der Erde umher, indem er seinen Stelzfuß in den Lüften telegraphisch erhebt. Ein rasendes Gelächter erhebt fich auf seine Kosten, wahrend der Kaufmann rasch der Colombine folgte. Durch die Thür, durch welche sie verschwunden, führen mehrere Stufen zu einer Loge, welche auf den Tanzsaal herabsieht. In dieser Loge befinden fich die Colombine und eine Dame, welche fest verschleiert fich zeigt. „Herr Röbel!" beginnt nun die Dame, die ihn hergeführt hat, „wir haben Ihren Kampf mit dem unausstehlichen Saracenen mit angesehen und meine Herrin wünscht Ihnen für Ihren Muth alles Glück. Sie reicht Ihnen ihre Hand als ersten Beweis ihrer Huld." „Lassen Sie den ersten Beweis auch den letzten sein. Ich bin verheirathet," erwiderte Röbel. „Oh! darum," brummte mehr die Dame, als sie spricht. „Solch schöner und tapferer Cavalier darf sich nicht in die Feffeln einer Ehe fügen," setzt Colombinchen hinzu. „Entschuldigen Sie, das ist nicht der Fall," meinte Röbel, „Sie sind beide gewiß sehr reizende Wesen, aber meine Ehehälfte ist dieses im doppelten Grade. Hören Sie, weßhalb Sie mich hier erblicken. Meine Frau seufzte dem Carneval nach. Sie nannte mich unfähig, einen solchen mitzumachen, weil ich kein verflixter Kerl sei. DaS trieb mich an, mir den Carneval näher anzusehen- aber ich bin vollständig enttäuscht. Noch heute Abend besteige ich den Zug, der mich in meine Heimath führt." Er wandte sich und verließ die Loge. Da tönte es hinter ihm: „Alexis, mein Alexis!" Er wandte sich wieder um und erblickte jetzt sein Weib. „Zum Wetter! Wie kommst Du denn hierher?" „Ja," sagte sie lächelnd, „daS ist eigentlich mein Ge- heimniß." „Hat nicht der Priester gesagt, als er uns verband, daß Niemand ein Geheimniß vor dem andern haben solle?" „Nun denn! Ich war neugierig, wohin Du Deine eilige Reise richten würdest. Ich inquirirte und hörte, daß sie nach Düffeldorf gerichtet sei. Ich folgte Dir und meine Schwägerin hat den ganzen Plan entworfen. Mein Bruder weiß nichts von unserer Vermummung. Er ist ein eifriger Carnevalift." In diesem Augenblick erscholl Lärm unten im Saale. Der Türke hatte sich hier erhoben, die Stelzen seines unfreien Beines mit wildem Schlage vernichtet und wollte nun wiffen, wohin Röbel fich gewandt. „Genügt es Euch nicht, schon einmal von ihm uieder- geworfen zu sein," äußerte lachend der Wirth, „und sehnt Ihr Euch, zum zweiten Male den Fußboden zu küssen?" „Bet Gott! ich will ihn frtcassiren," rief der Türke mit natürlicher Stimme. „Geht nur hinauf, er wird Euch Rede stehen." „Ich werde ihn fordern, ich werde ihn zur Leiche machen," bramarbafirte der Orientale. „Herr Gott! daS ist mein Mann," rief die Colombine, „wartet, Kinder, ich werde ihm seine Lust am Carneval legen." Rasch verließ sie die Loge und begegnete ohne MaSke ihrem Manne auf der Treppe. Als er sie sah, stutzte er, zog ein finsteres Gesicht und rief der scheinbar Erschreckten zu: „Wie kommst Du hierher, Livia.?" „Ich folgte Dir," stotterte Livia. „Das ist nicht wahr. Du bist mit einem Harlekin zusammen." „Wer hat Dir das gesagt?" „Ich Habs gesehen." Und sie fortdrängend, trat er in die Loge. „Willkommen, Otto!" tönte es aus dem Munde der Frau Röbel. „Willkommen, Schwager!" tönte eS auS Röbel- Munde. „Ach, Ihr seid eS! Da bin ich unendlich blamirt!" — Berlin, 4. Februar. In der Reichstags Commission zur Berathung der Umsturzvorlage wurde heute § 112 berathen. Nach demselben sollen die jetzigen Strafbestimmungen auch auf Diejenigen ausgedehnt werden, welche einen Angehörigen des Landsturmes auffordern oder anreizen, einem Aufruf zum Dienste nicht zu folgen. Ferner soll ein neuer Absatz hinzugefügt werden, wonach Derjenige mit Gesängniß von einem Monat bis drei Jahren bestraft werden soll, der einen Angehörigen deS aktiven Heeres oder der Marine verleitet zu Bestrebungen, welche auf den gewaltsamen Umsturz der bestehenden Staatsordnung gerichtet find. Liegt die Absicht vor, ein bestimmtes, auf den gewaltsamen Umsturz der Staatsordnung gerichtetes Verbrechen zu fördern, so tritt Zuchthausstrafe bis zu fünf Jahren ein; auch kann auf Zu- lässigkeit von Polizeiaufsicht erkannt werden. Barth (freif. Ver.) beantragt, die neuen Zusätze zu streichen, dafür aber im Preßgesetz vom 7. Mai 1874 folgenden § 5a einzu- schalten: • „Wer unbefugter Weise von bestimmten Empfängern bestellte oder an solche adrelsirte Drucksachen politischen Inhalts in größerer Anzahl in Kasernen oder in umfriedeten, zu ausschließlich militärischem Gebrauch dienende Grundstücke niederlegt, wird mit Geldstrafe bis zu 50 Mark oder mit Haft bestraft. Gleiche Strafe trifft Denjenigen, der Drucksachen politischen Inhalts in größerer Anzahl in unmittelbarer Nähe von Kasernen oder von Grundstücken der bezeichneten Art in der Absicht niederlegt, daß die Exemplare von daselbst verkehrenden Militärpersonen gefunden und gelesen werden." Die Eonservativen und die Reichspartei beantragten eine Verschärfung der Regierungsvorlagen, damit auch bei Ver- nrtheilung zu Gesängnißstrasen auf Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden könne. Generallieutenant Spitz betonte, die Noth der Zeit habe zu der ganzen Vorlage gezwungen. ES soll durch sie den gefährlichen Bestrebungen in jeder Art entgegengetreten werden. Solange die Socialdemokratie sich darauf beschränkt habe, auf gesetzlichem Wege die Lage der Arbeiter zu verbeffern, habe die Armeeleitung dem ruhig zugesehen. Seitdem aber die Socialdemokratie eine revolutionäre, internationale Partei geworden fei, habe sich die Sache geändert. Die Militärverwaltung verlange den Schutz des § 112. Abg. Bebel constatirt, daß die Ausführungen des Vorredners keinen Zweifel darüber laffen, daß es sich bei der ganzen Vorlage nur um ein Ausnahmegesetz liegens die t'Socialdemokratie handle. — Hierauf tritt eine Pause ein. | Berlin, 4. Februar. In der Angelegenheit der geheimen Patronenfabrik wurden heute Vormittag auf Veranlaffung deS Polizeipräsidiums bei den Büchsenmachern Noth, Lindenstraße 26, und Mischalek, Kochstraße 30, Haussuchungen abgehalten. ES wurden inSgesawmt 7 Gentner Pulver und mehrere Tausend Patronen beschlagnahmt und von der Feuerwehr abgeholt. Berlin, 4. Februar. Wie verlautet, ist Prof. S ch m o l l e r anläßlich seiner Veröffentlichung über die wissenschaftliche Qualifikation deS ProfefforS von Kaufmann von letzterem gefordert worden; er hat die Forderung jedoch abgelehnt. München, 4. Februar. Nach hierher gelangten Nachrichten ist der bei dem Untergange der „Elbe" gerettete Eugen Schlegel aus Fürth infolge der ausgehaltenen Strapazen gestorben. Wien, 4. Februar. Der Chef des Geschäftshauses Philipp Feischl Sohn in Debreczin, welcher mit 500 000 Gulden Passiven sallirte, hat fich heute durch Carbol vergiftet, nachdem alle Ausgleichsverhandlungen mit seinen Gläubigern gescheitert waren. Budapest, 4. Februar. Die hiesige Polizei ist auf die Spur des Anführers jener Kasfen-Einbrecherbande gekommen, welche in letzter Zeit in vielen Hauptstädten große Einbrüche verübte. Die näheren Einzelheiten werden noch geheim gehalten. Budapest, 4. Februar. Heute, morgen und Freitag finden in 6 Bezirken Ungarns Neuwahlen statt, welchen sich der Ministerpräsident Banffh und fünf Minister seines CabinetS unterziehen müffen. Da die katholische Volkspartei überall Gegencandidaten aufstellt und deren Agenten die Bevölkerung erregen, so werden, da man große Unruhen befürchtet, nach den Wahlbezirken größere Truppenabtheilungen gesandt. Aom, 4. Februar. AuS allen Gegenden Italiens laufen Meldungen über heftige S chneef älle ein. In Ligurien und Toskana schneit eS seit zwei Tagen unaushörlich. Bei Monterosa blieb die Post im Schnee stecken und konnte nicht mehr vorwärts gebracht werden. Die Postpferde sind erfroren. Alle Eisenbahnzüge kommen mit großen Verspätungen am Orte ihrer Bestimmung an. Aus Sizilien liegt der Schnee 70 Centimeter hoch. Bei San Benedetti sind zwei Fischerbarken untergegangen und deren Jnsaffen ertrunken. Dic^Bertündung mit Genua ist vollständig unterbrochen. Ostende, 4. Februar. Ein Schifferboot hat gestern einen P o st b e u t e l von der untergegangenen „Elbe" aufgefunden und hier abgcllefert. Der Inhalt desselben ist „poch nicht bekannt. Pari», 4. Februar. Heute Vormittag bat in Monceau- leS-MineS im Schacht „Eugenie" eine furchtbare Explosion schlagender Wetter stattgefunden. DaS Feuer entstand in der Gallerte. SS find bis jetzt 21 Tobte aufgesunden worden, viele Verwundete sind bereits geborgen. Pari», 4. Februar. Präsident Faure und Minister Ribot haben bereits Summen angewiesen zur Unterstützung der Hinterbliebenen der bei dem Grubenunglück umgekommenen Bergleute. London, 4. Februar. Die Erbitterung gegen den Sapitän der „Trat hie" ist eine sehr große. Die Ueberlebenden der Katastrophe bestreiten besonders, daß der Capitän noch 2 Stunden, wie er angibt, am Orte der Katastrophe verweilt und Signale gegeben habe. London, 4. Februar. Au« Chef oo wird gemeldet, daß die Japaner sich der bei Wei Hai wai gelegenen Insel Liu- Rung nach verzweifeltem Kampfe bemächtigt hätten^ Beider- 'feits gab eS eine große Anzahl Todter und Verwundeter. Die gegenfeitige Kanonade dauerte mehrere Stunden. Während des Kampfes setzten 10 japanische Sch'ffe Boote mit mehreren Abheilungen Marinesoldaten ans Land, welche fich der chinesischen Felbbatterien bemächtigten. Sofia, 4. Februar. Nachrichten auS dem Innern des Landes bestätigen, daß die gestrigen Nachwahlen zur So brau je unter starkem Druck und ungesetzlicher Nachhilfe der Regierung sich vollzogen haben. In Timowa mußte Militär einschreiten, welches mit blanker Waffe gegen die Wähler vorging. Zahlreiche Verwundungen kamen vor. StambulowS Freunde hatten dort seine Eandldatur aufgestellt. In anderen Orten wurden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Shanghai, 4. Februar. Einige Offiziere eines amerikanischen Kriegsschiffes, welche hier ans Land gestiegen waren, um zu jagen, erschossen versehentlich einen Chinesen. Die Einwohner bemächtigten sich der Offiziere und schleppten sie vor den Gouverneur. Der Kapitän deS Schiffes schickte sofort eine Abteilung Marinefoldaten zum Gouverneur mit dem Befehl, die Offiziere um jeden Preis zutückzubringen. Cocalt* unö Provinzr-Qes Sieben, den 5. Februar 1895. * ♦ Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung Donnerstag den 7. Februar 1895, Nachmittags 4 Uhr. 1) Vergebung des Eichen- stammholzeS für 1895/96 (Mittheilung). 2) Boranfchlag des städtischen Gaswerks für 1895/96. 3) Desgl. des Wasserwerks. 4) Erhöhung des Schulgeldes an der höheren und erweiterten Mädchenschule. 5) Vornahme von Bauveränderungen im vormals Petri'schen Hause in der Neustadt. 6) Unterhaltung der städtischen Thorhäuser, hier: Credit- ertoeiterung. 7) Ausbau der BiSmarckstraße im Anschluß an die Stcphanstraße. 8) Verpachtung eines KellerraurneS im Schlachthause an die Firma Haas & Strauß zur Fell ausbewahrung. 9) Verkauf nicht mehr verwendbarer Aufziehseile. 10) Gebührenrechnung Großh. Ortsgerichts Gießen. 11) Gesuch der L. C. Rübsamen Wwe. um Entnahme von KieS aus der Lahn und Verpachtung eines Kieslagerplatzes. 12) Gesuch des Heinrich Koch zu Gießen um Concession zum WirthschaftSbetrieb im Hause Wallthorstr. 28 (Schwanen). 13) Desgl. des H. Gilbert im Hause Wolfstraße 9 und 11. 14) DeSgl. des Prokop Schadeck im Hause Lindengaffe 2 (Frankfurter Hof). * * EiSbaha. Morgen Mittwoch von 12 bis 1 Uhr concertirt unsere RegimentSmvsik auf der Eisbahn deS EiSvereinS. * * Grober Unfug und Sachbeschädigung wurde in der Nacht vom Samstag auf Sonntag an den Sachen in einer Gartenhütte am verlängerten Asterweg verübt. Untersuchung von der Polizei ist eingeleitet. * * Falsche Münzen. Es sind weiter mehrer? falsche Zweimarkstücke bei der Polizei von hiesigen Geschäftsleuten abgeliefert worden, welche von der bereits in den Blättern veröffentlichten Person verausgabt worden find. * *H. Verhaftete Falschmünzer. Aus Darmstadt wird unö vom heutigen Tage telegraphirt: Die Polizei verhaftete eine aus fünf Personen bestehende Faschmünzerbande, die falsche Zweimarkstücke in Umlauf setzte. * * Zweck und Bedeutung der InvaliditätS. und Altersversicherung sind Vielen noch nicht klar. Sowohl Ortsbehörden als Versicherte haben vielfach die Auffaffung, als ob es für die Rentenansprüche von Wichtigkeit sei, daß der Betreffende bedürftig oder vermögenslos, ober ein braver, würdiger Mensch sei. In Eingaben wird häufig auf die dringende Noth und das unverschuldete Unglück hingewiesen und um Zuerkennung der Rente auS dielen Gründen gebeten. Das sind Jrrthümcr. ES ist ganz ohne Belang für die Begründetheit eines Rentenanspruches, ob der Betreffende arm ober einer Unterstützung würdig ist. Die Versicherungsanstalt ist keine Armenunterstützungsanstalt. Der Noth abzuhelfen, dafür ist die Gemeinde da. Bei Bcurtheilung der Rentenansprüche kann eS sich lediglich darum handeln, ob die im Gesetz festgestellten Voraussetzungen erfüllt find. Gebricht eS an einer dieser Voraussetzungen, so darf die Versicherungsanstalt keine Rente bewilligen. DaS Gesetz verfolgt den Gedanken, daß der Versicherte durch seine und des Arbeitgebers Beiträge, welche entweder auf versicherungspflichtiger Lohnarbeit, ober auf freiwilliger Versicherung beruhen, fich allmählich den Anspruch auf Rente erwirbt, ähnlich, wie sich Jemand bei einer privaten Versicherungsgesellschaft durch Prämienzahlung gegen Unfall ober sonstigen Schaben versichert. Die Begrünbung beS Gesetzes hebt hervor, baß die Renten nichts mit Almosen und Armenunterstützungen zu tbun haben. Die Renten richten sich auch gar nicht nach dem Bebürfniß bcs Einzelnen, fonbern nur nach bem Maße der geleisteten Beiträge. Die Invalidenrente ist nicht nach dem Maße der Invalidität abgestust, wie die Unfallrente, fonbern ift unter sonst gleichen Verhältnissen für den Ganzinvaliden gerade so hoch wie für Denjenigen, der noch vielleicht 100 Mk. jährlich verdienen kann. Die Hinterbliebenen haben kein selbständiges Recht ans Rente, wie bei der Unfallrente; der Rentenanspruch geht nur bann und zwar bis zum Tod-Stag deS Berechtigten auf sie über, wenn der Berechtigte de- reitS den Antrag erhoben, ober wenigstens Schritte gethan hat, ben Anspruch zu erheben; tn diesem Fall müßen die Erben unter Vorlage einer Srbbescheinigung die Rente ausdrücklich in Anspruch nehmen. Im Volke glaubt man vielfach wer, dem Arbeiterstunde angehöre, oder angehört habe, könne ohne Weiteres Altersrente beanspruchen, sobald er 70 Jahre alt werde, und Jnval benrente, sobald er erwerbsunfähig werde. Doch ift dabei noch VersicherungSpflicht, Erfüllung der Wartezeit u. A. erforderlich. Diele Voraussetzungen werden in einem späteren Artikel behandelt werden. • • Shreasold für Kriegkveteranen. Zu den feit einiger Zeit unter den Beieranen der deutschen Kriege laut gewordenen Wünschen auf Er angung eines EhrenfoldS haben die Vorstände verschiedener deutscher Kriegerverbände, u. A. auch daS Präsidium der militärischen Vereine im Großherzogthum Heffen Stellung genommen und eine diesbezügliche Erklärung zunächst in der „Parole" er affen. Der „Verband deutscher KnegS- veteranen", auf dessen Betreiben die Forderung eine- Ehren- soldeS erhoben, legt sein Bestreben in Folgendem dar: „Der Verband will dahin streben, daß daS JuvalidenpensionSgefetz so geändert wird, daß sämmtlicheu kranken oder erwerbsunfähigen Combattanten, wenn sie ihre Krankheit als auS einem Feldzug herstammend auch nicht nachweisen können, je nach dem Grade ihres Leidens und ihrer Bedürftigkeit eine Pension gezahlt werde." Die deutschen Shiegeröerbänbe erklären hierzu, daß eS ein unlösbarer Widerspruch sei, wenn den bedürftigen Kameraden gesagt werde, daß der Invaliden- fand zu „diesem Zwecke" da sei und baß sie berechtigte Ansprüche auf ihn hätten; im Reichsinoalidenfonb feien gegenwärtig nur 72 Millionen Mark als Überzählig vorhanden; biefe für die große Zahl von Invaliden keineswegs hohe Summe werde dem Reiche einmal sehr willkommen fein, wenn eß sich später um eine Erhöhung der Jnvalidenpenfion handeln "wird, denn der ReichSinvalidensond gehört nicht den Veteranen, sondern ift für die JÄvalidenpensionen bestimmt. Von „reich vorhandenen Mitteln", von einem „großen, noch der Verwendung harrenden Schatze" kann also keine Rede sein. Die Bestrebungen deS „Verbandes deutscher KriegS- Detcranen" sind ferner darauf gerichtet, später allen Veteranen einen Ehrensold zu gewähren. Hiergegen müßten die brutschen Kriegerverbänbe besonders Stellung nehmen, sie kämen in ihren letzten Forberungen auf die socialdemokratische Forderung einer Altersrente für alle Bürger beß Staates hinaus, sie verlangten Belohnung für bie Erfüllung einer bürgerliche» Ehrenpflicht, sie fetzten ben Eharacter ber allgemeinen Wehr- Pflicht herab. Die Mitglieder der Kriegerverbände aber, soweit sic an Feldzügen theilgenommen, seien stolz darauf, dem Vaterlande mit ihrem Leben gedient zu haben, sie protestirten gegen die Herabsetzung der höchsten bürgerlichen Pflicht. Dagegen würden die deutschen Kriegerverbände, so viel tn ihren Kräften steht, für ihre bedürftigen Kameraden nach wie vor eintreten, sie würden dahin streben, daß für die kranken und bedürftigen Kameraden der Nachweiß ihrer Leiden mit den Feldzugßstrapazen möglichst erleichtert werde; die Verbände würden ferner in späteren Jahren, wenn die Möglichkeit auf Erfüllung vorhanden ist, dafür eintreten, daß den alten bedürftigen und kranken Veteranen ein Ehrenfold gewährt werde, wie er im Jahre 1863 ben Veteranen der Befreiungskriege zu Theil geworden ist. Zur Zeit aber seien alle Bestrebungen vollkommen aussichtslos, und wer den Feldzugs- kameraden schon jetzt Hoffnungen auf Ehrensold erwecke, der kenne die Berhältniffe nicht und erstrebe Unerreichbares. 1. Londorf, 4. Februar. Der Gesangverein „Frohsinn" zu Londorf giebt Sonntag, den 10. d. Miß., Abends 7 Uhr im Saale des Gastwirtheß Jordan ein Concert mit darauffolgendem Ball. Das Programm bietet durch treffliche Zusammenstellung von humoristischen und komische« Stücken, schönen Gesanges- und Musik-Dorträgen reiche Abwechslung, und läßt auf einer, genußreichen Abend schließen. o. 8ang-9on8, 4. Februar. Am Samstag Abend hielt der Gesangverein „Frohsinn" im VereinSlocal sein 39jähriges Stiftungsfest mit Concert ab. Herr Pfarrer Walz hielt eine Ansprache. R. Reichelsheim, 3. Februar. In unserem Städtchen hat man kürzlich ein „Bürg erc as i no" gegründet, welches einen sehr erfreulichen Aufschwung nimmt. Wir besitze» tüchtige Vocal- und Jnstrumentalkräfte, die einig zusammen- wirken und bereits Schönes geleistet haben. Ein sehr genußreicher Abend wurde unß dadurch bereitet, daß kürzlich drei Herren aus Gießen in unserem Vereine auftraten und ganz vortreffliche Gesänge, Violin- und Pianofortepiöcen zum Vortrage brachten, die mit dem reichsten Beifall ausgezeichnet worden sind. Da unter den DereinSmitgliedern auch solche sind, welche bebeu’enbe manuelle Fertigkeiten besitzen, so haben sich biefe zu»arnmengethan, eine Liebhaberbühne herzurichten, welche demnächst durch ein Theaterstück ringe- weiht werden soll. R. Reichelsheim i. d. W., 4. Februar. Unter ben Opfern,welche burch bie Katastrophe deS L1 oybb amp f e r S „Elbe" ein schreckliches Grab in den Wellen fanden, befindet sich auch eine junge, liebenswürdige Dame, bie hier bei Verwandten zu Besuch war. Die Dame hielt sich einige Zeit hier auf, um vor ihrer Abreise nach Amerika noch einmal einen schwer erkrankten Onkel zu sehen. Wenige Stunden nach ihrer Abreise verschied der Kranke, und einige Tage später fanb sie selbst in den eisigen Wellen ein frühes Grab. Daß Schicksal der zu frühe Geschiedenen erregt allgemein die herzlichste Theilnahme. -a- Staden, 4. Februar. Ein hefiger GeschästSman» S. wurde dieser Tage durch einen auß Spanien kommenden, aber französisch geschriebenen Brief heftig aufgeregt. Der Empfänger versteht kein Französisch und ließ sich ben Brief übersetzen. Eß geht daraus hervor, daß nicht weit von der Hofratthe beß S. ein bedeutender Schatz, etwa eine halbe Million, vergraben liegt. Die Tochter beß Briefschreibers kennt die Stelle aufs genaueste, liegt aber feit einiger Zeit krank, kann also vorerst nicht reifen und besitzt auch die Mittel nicht, die große Reife zu unternehme», wenn die Gesundheit ganz wieder hergestellt ist. Darum soll S. eine namhafte Summe senden, damit die junge Dame nach Staben reisen und ben Schatz heben kann, der darauf hälftig getheilt rt'' »«ne „i t 10 » ‘ °k° ’ " »ndi« j, lintS bd ..." lt'»er66, y «le «u« l2Jw#*U ^iegnverbüA [fatW, ^enn 1 °rr Jnvaltdey, ^rechtigte Au. feien »egen. ^8 vorhMen. E°^rn Mn, Jnvalldenpenstog *t nicht den x*t bestimm. n »grohen, noch keine Rede Wer Kriegs, r allen Veteranen Sten die deutschen - fie fämcn in t'lche Forderung eS hinaus, ste nn dLrgn^chrn ^meinen Wehr- verbände aber, e" stolz daraus, zu haben, fie isten bürgerlichen egerverbände, so tigen Kameraden eben, daß für die veiS ihrer Leiden ert werbe; die wenn dieMög- intxeltn, daß den 'hrensold gewahtt 1 btt 8efre‘unfl6« : seien aßt Be- : den M erwecke, der erreichbares. erein „Frohsinn" Abends 7 Uhr Coneert mit bietet durch treff« und komischen eigen reiche Aö- Abend schließen, stag Abend hielt still , Herr Psmer iserem Städtchen egründet, welches t. Wir besitze« einig zusammen« r. Ein sehr ge- tet, daß kürzlich e austraten und Pianosorteyiecen n Bvsav auSge- Smilgliedern auch ■tifltetten besitzen, \ Liebhaberblihot -heatttM * mr. w l-ydd«-"!"' M f"*' hier W il! , sielt P» «* WtH« ««» ffieniee ®t® “ and einige T°gk ttgt «US-»»'" “ auigertgt' *’Ä» ",*» j* »> *S» - b(‘ eh«k"^ S. eine aruw! gtob(H n^iTie uach /.hf werden soll. — ES scheint, daß unser Mitbürger S. nicht die Absicht hat, auf diesen Leim zu kriechen. Der Schwindel mit dem Heben von Schätzen wird wenigstens )d>on seit 20 Jahren getrieben. Schreiber dieser Zeilen erinnert sich, daß zu Anfang der siebenziger Jahren einem Verwandten in der Provinz Starkenburg eine ähnliche Offerte aus Barcelona gemacht wurde. Da man die Sache sofort als Humbug erkannte, erhielt der Absender gar keine Antwort. 68 muß aber doch Leute geben, welche zuweilen auf diesen Unsinn heretnfallen, sonst würde der Schwindler, oder wahrscheinlich eine ganze Schwindlerbande, das Geschäft schon längst als uneinträglich aufgegeben haben. Zu Nutz und Frommen unserer Landsleute theilen wir diesen Fall mit, aus daß fie ihre Augen auf, ihren Beutel aber zu halten möchten, wenn allenfalls einmal eine solche Schatzgräberei- gefchichte an sie herankommen sollte. Darmstadt, 3. Februar. Der OberlandeSgerichtSrath Weller ist an Stelle des verstorbenen ReichSgerichtSraths Dr. Gilmer zum ReichSgerichtsrath ernannt worden und mit dieser Ernennung die Vacanz der Hessen zustchenden RathS- stelle in der früher angeg denen Weise erledigt. — Zum OberlandeSgerichtSrath an Stelle W-llerS wurde Landgerichts- rath Keller in Mainz befördert. △ Mainz, 4. Februar. Der grimmen Kälte von 16 Grad unter Null, die wir gestern Morgen hatten, ist heute eine merklich milde Temperatur gefolgt, indem das Thermometer am Morgen nur 4 Grad unter Null zeigte. Im Laufe des Vormittags trat ziemlich heftiger Schneefall ein, wobei die Kälte auf P/2 Grad zurückging. Während der Main noch sehr viel Eis bringt, bat sich das Treibeis des RyeinS merklich verringert und erscheint daher die Mittheilung, daß sich das Eis gestern bei Gernsheim gestellt, nicht unwahrscheinlich. An der Loreley, wo sich das Eis am Samstag gestellt hatte, soll dasselbe nach einer hierher gelangten Nachricht gestern durchgekändelt und sich verflossene Nacht von Neuem gestellt haben. — Bei den Mannschaften bet hiesigen Regimenter wurde letzter Tage Umfrage gehalten, wer geneigt sei, demnächst in die deutsch afrikanische Schutztr.'ppe einzutreten. Verschiedene Soldaten haben sich hierzu gemeldet. Dieselben müssen sich auf 4 Jahre verpflichten, erhalten freie Equipirung und per Jahr Mk. 1000 Unteroffiziere Mk. 1500. Alzey, 2. Februar. Die Hunde eines Förstcrs fanden gestern in der Nähe von Mor'chheim die Leiche einer Wittwe auS Orbis, die fett zehn Tagen vermißt wird, er« froren und mit Schnee bedeckt. Die Frau hatte sich auf dem Wege von Eppelsheim nach ihrem Heimathsorte jedenfalls hmgesetzt und ist io verung ückr.________________________________ Vermischte». • Frankfurt a. M., 3. Februar. Beim Untergang der „Elbe" hat ein hier geschehenes Verbrechen seine Sühne gefunden'. Ein gewisser Henne, in einer Malzfabrik an der Höchsterftraße beschäftigt, der vor 14 Tagen den Bankbeamten Herrn Hahn, einen Schwager des Wirthes vom Sachsenhäuser Felsenkeller am Hainerweg, durch einen Messerstich in den Unterleib bede-.klich verletzt hatte, wollte nach Amerika entfliehen, bevor Haftbefehl gegen ihn erlassen werden konnte. Er ging an Bord der „Elbe" und fand bei der Katastrophe den Tod. Seine Effecten, die er in einer Wirthschaft der Höchfterftraße untergebracht hatte, wurden vorläufig beschlagnahmt. ♦ Marburg, 4. Februar. Zur Ausführung des Canalisations-ProjecteS ist der Stadt Marburg die landespolizeiliche Genehmigung ertheilr worden. Die Ge nehmigung erfolgte in der Voraussetzung der Einhaltung mehrfacher Bedingungen, aus denen wir folgendes Wesentliche entnehmen: 1. Binnen 3 Monaten einen Beschluß der städtischen Behörden vorzulegen, wonach sich die Stadt verpflichtet, spätestens bis zur Beendigung der Canalisation eine Vergrößerung der Wasserleitung in der Weise auszuführen, daß auch in trockener Jahreszeit wenigstens 130 Liter Wasser für jeden Einwohner vorhanden sind; 2. den Hochwasser- 1 dämm längs der Labn bis zum 1. November in der pro- jectmäßtgen Wesse zur Austührimg zu bringen, wobei darauf zu achten ist, daß auch östlich der Frankfurterstraße daS Terrain so weit erhöht wird, daß ein Ueberstauen deS süd« westlichen Bebauungsgebietes von hier aus nicht stattfinde« kann; 3. das gelammte CanalisationSproject ist bestimmt binnen 7 Baujahren, b. h. biß zum 1. November 1901 zur Ausführung zu bringen. (SD. Ztg.) * Berlin, 4. Februar. Als muthmaßlicher Mörder der Else G oß (Breslau) ist in Nowag bei Neiße der Fleischeroeselle Wagner verhaktet worden. Perfefyr, Land- und Volkswirtschaft. 5. Februar. Marktbericht Au» icm . heutigen Vochernn-rrkt kostete: Butter pt Pfd. .* 0.80—0,85, Hühnereier p:o Stück 7—8 X Käse pr 5t. 5 9 4, tfäfemet e or St 3», > 120 „ 50. Zündhölzer, schweb. H 100 Pack 51. Stearinlichter ft 10 KUo 52. Karbolsäure ei 200 „ 53. Eisenvitriol ff 200 54. Putzlumpenzeug . ft 300 Meter 55. Makulaiurpapier tt 300 Kilo 56. Fcnsterpapier ff 4 Ballen 57. Kochkroppen H 10 Stück 58. Kohlenkroppen ft 10 „ 59. Reiscrbescn . ff 400 „ 60. Kämme ■ ■ 200 „ Kl. Eßnäpfe von Steingut ff 40 „ 62. Wasserflaschen » ff 20 „ 63. Wassergläser ff 30 „ 64. Wasserkrüge • > 20 „ 65. Lampenschirme ff 20 „ 66. Filzkappen . 30 „ 67. Coaks 400 Centner 68. Nußkohlen ff 1400 69. Steinkohlen, gemischte ff 4800 70. Tannenscheitholz ff 60 Rm. 71. Braunkohlenbriquetts ff 200 Centner 72. Farbwaarcn ff 300 Kilo 73. Leim 80 „ 74. Spiritus 40 Liter 75. Fensterglas 25 qm 76. 'Nähutensilien 100 Dtzd. 77. Eisenwaaren 4000 Kilo 78. Leder 500 „ 79. Bordholz . 200 qm 80. Dielen und Latten 1000 Stück 81. Boy ... 250 Meter 82. Baumwollgarn 200 Kilo 83. Leingarn, gebleicht Rr. 20 800 „ 84. „ blau Nr. 20 8». „ gra« Nr. 20 150 „ 400 „ anlheil und allen Bequemlichkeiten per Löberstraße ". 1135 Bornemann. 6( 0] Schöne Wohnung mit 5 Zimmern, 2 Kammern smittl. Stock), nebst Garten- 78 und 81—88 Muster vorzulegen Außerdem kommen zur Vergebung: die im Rechnungsjahre 1895/96 erforderlichen Fuhren und der Bezug von Knochen, fauler Kartoffeln und Lumpen. Verschlossene Angebote sind getrennt von den einzusendendcn Mustern, sowie versehen mit dec Aufschrift: „Lieferung für das Landeszuchthaus" kostenfrei bis zur Er- öffnungsstundc: Freitag den 15. Februar 1895, Vormittags 10 Uhr, bei unterzeichneter Behörde einzurcichen. Die Bedingungen für die Bewerbungen um die Lieferungen lMinsst.-Erlaß vom 16. Juni 1893) liegen an den Werktagen Vormitt, von 10—12 Uhr und Nachmitt, von 2*/g—4 Uhr auf der Geschäftsstube des Gr. Ockonomcn zur Einsicht offen, können auch gegen poslfreie Einsendung von 70 Pfennigen bezogen werden. Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage. Für die Angebote ist ein besonderes Formular vorgcschriebcn, welches gegen Erstattung von 10 Psg. Schreibgebühr zu erhalten ist. Marienschkoß, Post Rockenberg, den 1. Februar 1895. Großh. Direction des Landeszuchthauses. Die Gegenstände unter Ord.-Nr. 2-4, 5-9, 11-13, 15-17, 18-20, 21—38, 43—45, 46 und 47, 54—56, 57 und 58, 62—64, 67—69, 72—74 und 90 werden zusammen vergeben und sind zu Ord.-Nr. 10, 15—38, 39, 40, 43—45, 54—56, 73, sofort zu veemiethen 367] Scbillerstr. 5 eine Wohnung von 6 Zimmern, Bleichplatz, mit ollem Zubehör ist bis zum 1. April anderweit zu permiethen. Earl Demuth Wtw. 393] Ein Logis, mittlerer Stock, fünf Zimmer, Veranda, nebst allem Zu ehör, zu vermiethen. Löbersteatze 15» 719) Dritter Stock, 4 Zimmer nut all. Zubehör, per 1. April cr. zu oermMgen. Carl HaaS jr., Frankfurterstr. 61. 990] Schöne Parterre-Wohnung, vier Zimmer mit Zubehör, per 1. April zu vermiethen. Frankfurterstraße 43. 1031] Allceftratz« 18 3. Stock, acht Zimmer und Zubehör; daselbst Mansarde, 2 Zimmer und Zubehör, per Aug d I.; sowie daselbst Stallung, Remise und Burschenzimmer per sogleich vermiethet zusammen und einzeln H. Adami» 1047] Zimm. u. Küche z. Perm an eine einz Person.___________Kirchenolotz 15. 1066] Logis, mittl. Stock, 5 Zimm, m» all. Zubehör und Gärtchen, sof. zu verm., verl. Asterweg 45. Näheres Ederftr. 6- 86. Uniformtuch ungefähr 40 Meter 87. Sarsenet . . . . 80 Meter 88. Strohsackleinen . . • • tt 200 Meter 89. Wolle 550 Kilo 90. Lein-, Rüb-, Maschinen- ii. Terpentinöl „ 300 „ 91. Bolus 2000 „ 92. Schmiedegries . . . M 2000 „ 93. Baumwolliuch • ’ * II 100 Meter Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 11. Februar 1895, Vormittags 9V3 Uhr beginnend, sollen im Fernewald, Diftrict Kohlschlag und Strangswiese versteigert werden: 13 Eichen-Stämme mit 3,70 fm, 214 Fichten- und Kiefern-Stämme mit 128,80 fm, darunter ▼ Schnittholz, 512 Fichten- und Kiefern'Stangen mit 35,30 fm, 3 rm Kirschbaum - Nutzscheitholz, für Drechsler geeignet, 11 „ BucheN'Scheitholz, 29 „ Eichen- „ 4 „ Birken- „ 19 „ Aspen- 12 „ Nadel- 46 „ Buchen-Knüppel, 17 „ Eichen- „ 5 „ Aspen- „ 51 „ Nadel- „ 5 „ Buchen-Stockholz, 85,4 „ Nadel- 1930 Wellen Buchen-Reisig, 50 „ Eichen. „ 4480 „ Nadel- „ 3100 „ Weichholz. Die Zusammenkunft ist an der Strangswiese. Gießen, den 4. Februar 1895. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 1140 Irankfurter Wöbelmagazin 89 Seltersweg 89 empfiehlt sein reichhaltiges Lager in Kasten- u. Polstermöbeln. 1121 Billigste Berechnung. A. Qssmann, Tapezier. Wermiethungen. 1146] Freundl'che Wohnung von 3 big 4 Zimmern mit Zubehör zu vermiethen. Näheres________LonyS Bierkeller. 1136] Eine Stube mit Küche an eine einz. Pers, zu verm. A. Hetz, KaplanSgasse 25. 1138] Weidengaffe 8 ist ein Logis, 2—3 Zimv.er mit Zubeh. sof. zu vermiethen. 28] Parlerre-Wobnung, 6 Zimmer, Badezimmer mit allem Zubehör, auf 1. April zu vermiethen. Näheres Ludwigstraße 40 I.__________ 183] Ein Familienlogis, 5 Zimmer und alles Zubehör (zweiter Stock), am 1. Februar oder später zu beziehen. __Bahnhofstraße 61. 937] Zweiter Stock, neu berqerichtet, 8 Zimmer und Zubehör, alsbald zu vermiet hem Südanlage 7. 1019] Schöne Wohnung von vier ZimmernunvKüche, Wasserleitung, Trockenboden und Zubehör, in meinem «euvau za vermiethen. I. Anhr, Sonneustraße 25. 397] Zwei kleine Wohnungen im Hause Sonnen''rtße Nr. 26 sind zu vermiethen. Näheres über Bedingungen rc. ist auf der Bürgetmeisterei, Zimmer Nr. 15, zu erfragen.___ 269] Logis, 2. Stock, 5 Zimmer mit Zubebör, per 1. Juli l I zu vermiethen. Näheres Liebigstraße 71II. 92] Eine elegante Wohnung im 2. Stock, 5 Zimmer, Badezimmer und allen Be- quemlichkciten sofort zu vermiethen _______________________Löberstraße 10. 149) »rünbergerstraße 14 ist im Nebenhause der mittlere Siock zu vermiethen und am i. März in beziehen Auskunft im Vorderhaus, mittlerer Swck. ___Dr. Pitz. 176] Der 2 Stock meines Hauses, Asterweg 40, Ecke der Noidanlage, bestehend auS 7 Zimmern, Bleichplatz H-f.ro. per 1. April zu vermiethen. Ehr. Schwalb. 835] Mansardea^Wohnung Süd anlage 11, 3 Zimmer mit Nebenräumen und Zubehör, auf 1. Ap^il zu vermiethen. Näheres Rechtsanwalt Katz, Bahnhofstraße^___ 871] Schanzenstratze Nr. 4 schöne Wohnung, 4 Zimmer und Zubehör, vom 1. April an zu verm'eihen._____________ 1050] Eine geräumige WerkstLtte zu vermiethen. ______________LSwengasse SV.__ 611] Ein Laden mit oder ohne anlieg, großen Lager- resP. Ausstellungsräumen ift nebst Wohnung Per 1. Juli zu verm. Neuenweg 9. 1027] Schön möbl Zimmer mit u ohne Cabivet zu verm. Seltersweg 57 HI. 1043] Möbl Zimmer pr. sof. zu vermiethen._______Frankfurts str 61, 1. St. 195] Ein frol. möbl. Zimmer ist an einen ruhigen Herrn, wennmöglich Beamter, sofort zu vermiethen. Neustadt 78, 1 Treppe, am OSwaldS Garten._________ 699] MöblirteS Zimmer zu vermiethen. _________________Seltersw g 57 H. 1130] Schön möblirtes Parterre,immer zu vermiethens______Bleichstraße 8. 1147] Einzelne- Zimmer zu per# miethen._____________Marktste. 7» 1003] UnmoblirteS Zimmer zu vermiethen.______________Wolkengasse 17. 783| Ein unmödlirtes Zimmer an eine alleinstehende Frau oder Mädchen zu vermiethen- Kirchenplatz 8. Vermischte Anzeigen. Manufaclunv.-Geschäft von A. Müller Wwe., Gladenbach, seit 1846 bestehend, soll in andere Hände übergehen tefp. auf eine längere Rei.e von Jahren verpachtet werden, weil die —7———7-7-------rv--------7-< Arbeitskraft der Inhaber durch zwei 188] 3 schöne Partene-Ztmmer mit, Fabrikgefchäfte in Anspruch genommen Küche und Zubehör zu nermieiben. |ft. Großer moderner Laden am Markt- __»artenstratzs 80. psgh, mit ollm erwünschten Localitäten, * 350] DaS von Herrn Regierungsrath Lager 20, Umsatz 30, Jahresertrag 6 Mille, Jost bewohnte Logis, 5 Zimmer nebst sehr vergrö^erungsfäbig- Gl- ist Bahn- Zubehör, GeÜnbergerstr 22, ift bis -um ftatton. Geschäfts-, Gerichis- und Ki'ch- 1. April -.vermiethen Näheres Heinrich spt ls-Centrum von etwa 20umliegenden Satz, Grünbergerstraße 20. Ortschaften- 1132 Hiermit machen wir Bekannten und Freunden die traurige Mittheilung, dass es Gott gefallen hat. unseren Onkel und Vetter Herrn Rentner Gustav SoilIlCIliailll nach langem, schweren Leiden zu sich zu rufen. im Namen der Hinterbliebenen Um stille Theilnahme bitten Giessen, den 4 Februar 1895. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 6. Februar, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Steinstrasse 35, aus statt. Herr Lorenz Obert Giessen, 5. Februar 1895. 1142 Kameraden betreff. Beitritt zur Kriegettttmccab* Schweiz. Unfall - Versichcrungs- 1137 Actien-Gcfellschaft Winterthur Emil Noll, Läwengaffe. 1123 E - WormS unk. b. 1901 4»/e 1887 1058 Aul. HooS. dko. 3Vi°/o 163.501 Defterr, Eredtt-Actim Darmst. Bk.-Aclten 337.12 Nähere» Frankfurterstrotze 53. Morgens 1139 MAGGIs von furt 104.70 97.80 104 50 103.90 104.20 83.20 102 60 26.80 7335 38.8S Dienstag den 5. Februar c. beiL.Tcharmann, nicht in FelsingS. 10150 106.10 10435 101.00 105.50 10330 3o/o Oefterr. StaatSbahn 0. 1885 3% Jtal. siaatSgar. Etfenb. 1148] Ein rother Domino mit großem Blumenmuster ist am Sams- tag Abend in Steins Garten abhanden gekommen. Man bittet drin- gend, ihn abzugeben Bahnholftr. 231. 20 Franken-St. <5ngL Sovereign» X)jiUrl tu Äotd im Cato Leib. Tages-Ordnung: 4V»°/o Oefterr. Stlberrcnte 4»/o Ung. Gold-Rente 3% Portugtefen 6*/0 Mextcaner 4°/o Monopol-Griechen von 3Vio/o Deutsche ReichSanl. 3% Preuß. ConfolS 3«/,0/0 Gr. Hessische Obl. 4o/o Stadt Darmstadt v. 1891. 1. Geschäftliches. 2. Statutenänderung. 3. Antrag verschiedener schäft Hassra. Ida und Anna Onvrier Franz und Gustav Schmidt Ein flotter Bursche zum AuStragen von Backwaaren gesucht. 1064] Mädchen vom Lande, welches melken kann, auf sofort ob. später gesucht. Slodhetmerstratze 2. Die Klinischen Anstalten verlieren in ihm einen ungewöhnlich tüchtigen, begabten und gewissenhaften Beamten, dessen Andenken stets in Ehren gehalten werden wird. Die Beerdigung findet nicht, wie in der gestrigen Todesanzeige stand, Mittwoch Nachmittags 1 !/, Uhr, sondern 3x/2 Uhr, vom Sterbehaus, Frankfurterstrasse Nr. 103, aus statt. Ein braver Junge kann die Buchbinderei erlernen. 9 <.20140/, etfenb. Rmtenb. Obl. 66.8015 o/o «uderu» Obl. Die leeren Original-Fläschchen von 65 Pfennig werden zu 45 Pfennig und diejenigen d Mk. 1.10 zu 70 Pfennig mit Maggi'S Suppenwürze nachgefüllt 288 Bnti e«u , 8L25 -.-16435 -.-«4.14V» des Herru Carl Bnff-fwiessen, Grossh. sächs. Kammersänger in Wiesbaden. unter freundlicher Mitwirkung Fräulein Eva von Wurnib, Concertsängerin aus Frank- a. M., und Herrn Dr. Eduard Lanner, Hofcapellmeister aee W eimar. Programm: Arien, Lieder und Duette von Wagner, Siünt-Saens, Rnbinsteia, 4. Geschäftsbericht und Rechnungsablage. 5. Vorstandswahl. Grossherzogliche Direction der neuen Kliniken Riegel. Giessen, den 5. Februar 1895. £ J Die trauernden Hinterbliebenen Suppenwürze ist frisch eingetroffen bei: Karl Schwaab, Hoflieferant, Seltersweg. — Druck Db verlaß der Brühl'schm Druckerei (Fr. Cftr. Pietsch) ta »Uten. 3>ie heutige Kummer umfaßt 6 Selk« Unsere Agentur für Gießen und Umgegend ist zu vergeben. Offerten erbeten an die Generalagentur Darmstadt: 779 H. Thienemann, Waldstraße 34. 9^ Der Gesammtauflage unserer heutigen Rümmer liegt eine Extrabeilage des Hcrrn A. Gretscher, Neustadt 55 hier, über Freiburger Lotterie bei.- 1141 Franz. Banknotm Oefterr. dto. Amcric. Wellfleisch mit Kraut bei Frau Eommerlad. Grünbergerstr. 11.6s Eine gedrauchie Badewanne zu kauten gesucht. Steuftadl 47. Danksagung. Für die uns bewiesene Theilnahme bei dem Verluste unserer unvergesslichen lieben Mutter, Frau Caroline Holberg, geb. Hirschhorn, sagen hiermit Allen unseren herzlichsten Dank. Todes-Anzeige. Am 3. Februar Nachmittags 5 Uhr verschied nach langem Leiden der Grossherzogliche Maschinenmeister der neuen Kliniken ■S,®** Omnibus-Verbindung M 7 Wt etwvprW. Fakrpreie 10 Pfennig. 10 Uhr WmM Sh* A «arst—«kUIthar-»arhurgerflraße. ®in zuverlässiger (1053 Pferdeknecht »um sofortigen Einttitt gesucht. __»oldeuderg & «arcus. Sonntag, den 17. Februar, Abends 5 Uhr, im grossen Saale des Gesellschaftsvereines: Extra. - Conccrt Sektion Gießen. Deutsch-Oesterreich. Alpen-Berein Boiwrrelag, 7. |rbr. Monat» Versa nm- lung im verein-local, Restaurant Katserhof, 1 Tr. rechts. Voitrag: Hochtouren in den Dolo« mite«._____1128 Heute Mittwoch Abend Metzelsuppe Der Vorstand. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. 1133 e«a 16.23 I 16.19 2038' 20.34 4.201 £16 Sommer, Jensen, Schumann, Schubert, Lassen. Eintrittskarten Mk. 2.— , Sperrsitz Mk 3.— sind in der Musikai ien-Hand- lung Ernst Challier (Rudolphs Nachf.), für Studirende auch beim Ilaesverweiter Storck zu ermässigtem Preise zu haben. — Vormerkungen von Sperrsitzen und Eintrittskarten sind gefl. bald an Herrn Ernst Challier Rudolphs Nachf.) ■ Giessen zu richten. 1129 NetttMii-Ncrkiii Gießen. Montag, 11. Februar, Abends 8 Uhr: Ordentl. Generalversammlung Coursbericht von J. Kurz & Co.9 Giessen, Kahllhofstroßt 63. Frankfurter Börse vom 4. Februar 1895. Kräftiger 1067 Hausbursche "lucht. 17. WekecHo«: M 6Ä«ob*. 3Vee/o Frankfurter Hyp. Bk.' £101.20 4®/0 HamburgerHyp.Bk.unk.b.1900 3",o/° Frkf.Hvv.Cred.V. 100.70 3'/,°/o Preutz Hyp. «. Bk. 4% DeutscheGrdsch.B.unk.b.1904 104.60 4®/0 Pomm.Hyp.^.Bk.unk.b 1904 110.90 4,/|6/e Frankl- l!andw. Lred. Bk. Gesucht für sofort ein tüchtiges Mädchen iür Küche und HauS gegen hoben Lobn. 1125 Adressen zu erfragen tn der Expedition. 1143] Ein braoeS, tüchtige- Mädchen vom Lande aus sofort gesucht. I. Sorger, „Schöne Aussicht". Gesucht ein jüngeres Lavfmädche« für Lor« mittag«. Zu erfr. Steinstr- 59 I. 1056 Ordentliche Kauffrau oder Mädchen auf sofort gesucht. H24] Läderstrafle 7, 2. «tack, 1145] Ein brave- Mädchen, daß gut bürgerlich kochen kann, s^cht Stelle tn I ein feinere- HauS. NäbereS bei Frau värrn. Mäu-burg 12. 8000 Mk. auf fichere erste Hypothek find für 1. April d. I. auszuleihen. 984 Näheres bei der Expedition d. Bl. Auszuleihen ca. 100000 Mk. gegen hypothekarische Sicherheit zu 4®/0. 1005 Spar- il. stihkassc Gikßein 1127 J 1 Zimmer nebst Cabinet (auch 2 kl. Zimmer) mit Küche per .1. April von alleinstehender Dame gesucht. Offerten mit Preisangabe unter A. B. an d'e Exped. d. Bl. 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