18SSS Donnerstag den 5. Dcrcmber Erstes Blatt Xr. 286 vleriekjähriger Amts» und 2ln5eigcblatt für den Ureis Gieren. Hratisöeitage: Hießener Jamikienötätter. ii >fomum<*b|frrto t 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pf«. Reboction, Lxpeditios und Druckerei: Fernsprecher 51. Deutscher Reichstag. 1. Sitzung. Dienstag, den 8. Tecember 1895. Abg. Frhr. v. Buol - Berenberg eröffnet als Präsident der vorigen Session die Sitzung mit freundlicher Begrüßung der Abgeordneten und beruft die Abgg. Braun, Dr. Kropatscheck, Dr. Puschel und Dr Hermes als provisorische Schriftführer. Eingegangen sind Etat, Börsenreform- und Depotgesitz. Der Namensruf ergiebt die Anwesenheit von 208 Mitgliedern, das Haus ist somit beschlußfähig. Inzwischen sind Anträge aus Einstellung des gegen Abg. Werner schwebenden StrasverfahrenS eingegangen tzMS WM Nächste Sitzung morgen 1 Uhr. Präsidentenwahl, sowie die letzterwähnten Anträge. Der Oieteuer Anzeiger «rschemi täglich, Mit AuLuahme de« Moatagt. vir Gießener WnmiltenölLller M«deu dem Anzeiger Wöchentlich dreimal d« igel egt. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und AuölandeS nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. einer anpemestcnen poltzeilichen Beobachtung zu untetfteflen. Den Regierungspräsidenten steht es daher frei, für die Dauer der Seuchengefahr entsprechende Anordnungen zu trchen. Breslau, 3. December. Wie die „Schles. Ztg. meldet, arbeitete der Kaiser heute früh mit seinem Mgeladjutanten und alarmirte alsdann die Truppen der Garnison, die tu kürzester Zeit auf dem PalaiSplatze zur Stelle waren. Der Kaiser ernannte den Commandeur deS Leid Kürassier-Regiment-, Oberst Graf b. Moltke, zum Flügeladfutanten. Um 1 Uhr fand eine FrühstückStafel bei dem Fürsten b. Hatzfeldt statt, au der auch der Fürstbischof Dr. Kopp theilnahm. — Der Kaiser nahm einen längeren Vortrag über die Can ali- satt on der Oder und den Breslauer großen Schifffahrt-- weg entgegen. , . Schwerin i. M., 3. December. Aus Cannes wird unter dem gestrigen Datum gemeldet: Der Großherzog erhielt heute folgendes Telegramm von Sr. Majestät dem Kaiser: Neues Palais, 2. December. Eure Königl. Hoheit wollen versichert fein, daß Ich Mich bei der 25. Wiederkehr der Gedenktage des Loirefeldzuges in tiefempfundener Dankbarkeit der unbergänglichen Verdienste Ihres in Gott ruhenden, als Heerführer hochbewährten Herrn Vaters Königlichen Hoheit um die deutsche Sache, wie der ruhmbollen Theilnahme der Truppen Ihres ContingentS au den Erfolgen jener großen Zeit erinnere. Wilhelm I. R." Metz, 3. December. Die „Lothringer Zeitung melder. ! Die ReichStagSersatzwahl im Wahlkreise Diedeu- l Hosen-Dolchen ist definitib auf den 9. Januar angefetzt. tzllifchau, 3. December. Gestern Nachmittag fand die feierliche Beisetzung der Leiche deS Grasen Ta ässe in der Familiengrust statt. Die Betheiliguug war eine sehr große. Als Vertreter deS Kaisers Franz Joseph war General- und Flügeladjutant Gras Paar erschienen. Auch der Ministerpräsident Gras Badcni war anwesend. Der Bischof bon BudweiS segnete unter großer Assistenz die Leiche ein. , t A Haag, 3. December. Die Regierung legte den Ge s etz- I entwurs bot bett, die Conbersion der ll^brocentigen Nationalschuld bon 375 Millionen Gulden in eine 3procentige. Das Consorüum der Banken (Hope u. Comp., die Niederländische Handelsgesellschaft und die Bank bon Amsterdam) garantirt für ein Viertel der ConbersionSsumme und behält sich r/^pCt. bon der ConbersionSsumme bor einschließlich der Gebühren für die Makler. London, 3. December. Der „Daily Telegraph" meldet auS Konstantinopel bom 2. ds.: Gestern Abend fand in Galata ein Streit zwischen Matrosen eines deutschen und französischen DepeschenbooteS statt. Etn französischer Matrose wurde bon einem Zuschauer durch einen Hieb lebensgefährlich berletzt. Deprsch« bei Barum «Herolb*. Berlin, 3. December. Wie man auS RetchStagSkreisen hört, besteht die Absicht, das Rei ch Stag Sp rafidtum in derselben Weise wie in der letzten Session zu wählen. Die entscheidende Sitzung des Centrum- steht allerdings noch aus. Berlin, 3. December. Dem „Berl. Tageblatt" wird aus Kiel telegraphirt: DaS Panzerschiff »Hagen" hat heute osficiell Befehl erholten, nach den levantinischen Ge- wäffern abzugehen. Das Schiff trifft hier morgen von den Schießübungen in der Ostsee ein. Der »Hagen" betheiligte sich bereits an der marokkanischen Expedition. Frankfurt a. M-, 3. December. Emer Meldung der „Franks- Ztg." auS Konstantinopel zufolge hat der Sultan befohlen, daß weiterhin den Armeniern, welche adreise« wollen, keinerlei Schwierigkeiten gemacht, denselben btclmehr Pässe überallhin ausgestellt und den Bedürftigen Unterstützungen ausgezahlt werden sollen. Viele SoftaS bet- lassen Konstantinopel. Die Nachrichten über blutige Zwischenfälle in Cäsatta bestätigen sich. Köln, 3. December. Die „Köln. Ztg." berfichett, der Rücktritt des Ministers b. Köller bestätige sich und könne als feststehend bezeichnet werden. Hebet den unmittelbaren Anlaß zu dem Rücktritt, der nach der Audienz beim Kaiser erfolgte, verlautet Verschiedenes, doch tritt noch nichts als oerbürgt herbor. In erster Linie spricht man bon that- sächlich bestehenden Meinungsberschiedenheiten mit dem KriegS- ministet, sodann aber auch bon dem ohne vorherige Anfrage beim Reichskanzler angeordneten Vorgehen gegen die Social- demokratie. Daß Köller bet der Reichstags-Eröffnung noch in Uniform erschienen ist, beweise nur, daß der Rücktritt noch 1 nicht in aller Form erfolgt fei. Dresden, 3. December. Wie die „Deutsche Wacht" । meldet, werden gegenwärtig im Schooße der zweiten sächsischen > * Ständekammer vertrauliche Beratbungen wegen Abände« Meßmer Anzeiger Keneral-Mzeiger. ^n den am 1. April ds. Js. in Kraft ^tcelenen Vorschriften I über die Sonntagsruhe der gewerblichen Arbeiter erblicken d-e verbündeten Regierungen einen bedeutsamen Schritt auf dem Gebiete b,r Fürsorge für das Wohl der arbeitenden Klaffen. Mit Genug- I ihuu?g d-rf hervorgehoben werden, daß diese Vorschriften im Allgemeinen ohne Benachthetltgung berechtigter Jnttressen durchgefühtt ünd Bei sorgfältig vorbereitetem, schrittweisen Vorgehen wird auch die noch ausstehende Ausführung der aus den Schutz der Arbeiter gegen gesundheitsschäoliche Ueberanstrengung abzietenden Bestim- niungen der Gewerbeordnung sich, soweit dafür ein Bedürsniß an- I TÄ'Ä'd°- R-.ch- und d-r Schutz- gebiete für das nächste Etatsjahr werden Ihnen ungesäumt zugehen. Trotz sparsamer Bemessung der Ausgaben waren die allen Bundes, staaten gemeinsamen M.trtcularbetträge nicht unerheblich hoher ein- zustellen, als die nach vorsichtiger Schätzung zu kra-artendttl Ueber. Weisungen Immerhin hält sich aber die noch verbleibende Belastung innerhalb der Mehreinnahmen, welche in dem langst abgelaufenen Rechnungsjahre über die etatsmäßige Annahme hinaus den Einzel- | staaten auS Zöllen und Verbrauchsabgaben zugeflossen sind. Auch die laufende Etatsperiode verheißt nach den einen günstigen Abschluß. Treten demgemäß die Unzuträgltchkeiten, welche für die Finanzwirthschast der einzelnen Bundesstaaten aus ihrer Beziehung zum Reichshaushalt entspringen, ^^nwärtig weniger in die Erscheinung, so bleibt es doch eine ernste Aufgabe der Gesetzgebung, dem Reiche und seinen Gliedern auf dem Gebiete ihres Finanzwesens ein höheres Maß gegenseitiger Unabhängigkeit iu sichern. Sä?'’ Die guten und freundlichen Beziehungen des Reichs zu allen auswärtigen Mächten dauern unverändert fort Im Verein mit den Regierungen Rußlands und Frankreichs ist Deutsch and b^üht gewesen, den auS dem Kriege der beiden großen ostastat.schenReiche drohenden weiteren Verwickelungen vorzubeugen. Unsere Bestrebungen sind, Dank der oerständnißvollen Mäßigung der japanischen Regierung von Erfolg gewesen und werden mit dazu beitragen, Deutschlands Gewerbesteiß und Handel ein Feld friedlichen Schaffens zu erhalten und zu erweitern. , .... < Den bektagenSwerthen Vorgängen im Türkischen Reiche und der dadurch geschaffenen Situation ist unsere ernste Autmerksamkeit zugewandt. Getreu seinen Bündnissen und den bewähr >n Grundsätzen deutscher Politik ist das Reich allzeit bereit, mit dem durch l ihre Interessen in erster Reihe berufenen Mächten zusammenzuwirken, I um der Sache des Friedens zu dienen. Die Etnmüthtgkeit des Entschlusses aller Mächte, die bestehenden Verträge zu achten und die Regierung Seiner Majestät des Sultans bei Herstellung geordneter Zustände zu unterstützen, beg'ündet die Hoffnung, daß den vereinten Anstrengungen der Ersolg nicht fehlen werde. Aus Alle höchsten Befehl ertiäre ich im Namen der verbündeten Regierungen den Reichstag für eröffnet. Die Stellen, betr. das Bürgerliche Gesetzbuch, die Börsen- resorm, die Zuckersteuernooelle und die auswärtigen Beziehungen des Reiches rouiben mit besonderem Beifall aufgenommen. Mit I einem vom Präsidenten der vorigen Session, Freiherrn o. Buol, I ausgebrachten dreifachen Hoch auf S. Maj. den Kaiser schloß die Feier. »»nähme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» vorm. 10 Uhr. Die Eröffnung des Reichstages. (Ausführlicher Bericht.) Berlin, den 3. December 1895. »um ersten Make seit seiner Thronbesteigung vollzog der Kaiser die Eröffnung des Reichstages nicht in eigener Person, sondern hatte damit den Reichskanzler betraut. Der feierliche Act trug daher auch .... schlichtes Gepräge. Es waren nur etwa 60 Abgeordnete zugegen, Ur dürzentche Frack herrschte vor. Kurz nach 12 Uhr betrat der Bundesrath, geführt vom Reichskanzler, den Weißen Saal. Der Reichskanzler Fürst Hohenlohe nahm aus den Händen des Staats- tzcretärS v. Bötticher die Thronrede entgegen und verlas dieselbe. Die Thronrede lautet: Geehrte Herren! t Seine Majestät der Kaiser haben mir den Auftrag zu ertheilen geruht, Sie in Seinem und der verbündeten Regierungen Namen willkommen zu heißen. u Ihre Arbeiten fallen in die Tage der Erinnerung an die große »eit, iu welcher vor einem Dierteljahrhundert die Frucht der ruhmreichen Kämpfe erwuchs, deren Andenken wir unlängst gefeiert haben. Die Begründung des Reichs, die Einheit und Machtfülle des Vaterlandes war der * iegesprets, der unter deS großen Kaisers Führung durch das treue Zusammenstehen der deutschen Fürsten Inb Völker, den Heldenmuth unserer Heere, die Weisheit unserer Staatsmänner errungen wurde. ? . Im dankbaren Rückblick auf jene Tage sich deS Besitzes der schwer erworbenen nationalen Güter neu bewußt zu werden, getragen I von diesem Bewußtsein, den Sinn auf das Ganze, das Einende in allem Streit der Meinungen und Interessen gerichtet zu halten - solche- ziemt dem deutschen Volk und dem deutschen Reichstage, der selbst eine Errungenschaft jener Kämpfe ist. Ihm liegt es ob, gemeinsam mit den verbündeten Regierungen auf dem vor fünfundzwanzig Jahren gelegten Grunde weiter zu bauen in der von der Verfassung vorgezeichneten Richtung: zum Schutz und zur Entwickelung des nottonalkn Rechtes und zur Pflege der Wohlfahrt des deutschen gehrte Herren, liegen auch die BeratyungS- gcgenstände, die ihre Thätigkeit in Anspruch nehmen werden. Als bei dem Schluffe der Session, in welcher die großen P^c-ß- -esetze zur Verabschiedung gelangten, der H^chselige Kaiser Wilhelm am 22. December 1876 den Reichstag um sich versammelte, ga^ er bet Hoffauna Ausdruck, daß der damals erreichten Einheit aus dem Hlbie-e der Rechtspflege die Rechtsetnhclt aus dem Gebiete des gelammten bürgerl'.chen Rechts folgen werde. Diese Hoffnung soll ie-tzt ihre Erfüllung finden. Im Laufe dec Session wird Ihnen der Lntwurs eines bürgerlichen Gesetzbuches vorgelegt werden. Durchdrungen von der Bedeutung, welche der endlichen Z eitigung der dvoften Verschiedenheiten auf dem Gebiete des bürgerliche!. Rechts für datz Anfeh-n des Reia-S und für die wirtschaftliche Entwickelung des Volkes beiwohnt, haben die verbündeten Regierungen b-' Prüfung nach mühevoller Arbeit vollendeten Entwurfs bereitwillig Opfer | Ihrer Wünsche und ihrer Anstchten gebracht. Sie geben sich der . Hoffnung hin, daß der Reichstag in gleichem Geiste an die Be- | ratbung herantreten und daß es so gelingen werde, zum Segen des ; Vaterlandes da« große Werk zum Abschluß zu bringen. Dec Versuch, in das gerichtliche Strafverfahren neue Bestimmungen ei zuiühren, welche die Schnelligkeit und die Gerechtigkeit der ©trafoerfolgung erhöhen, hat in der vorigen Session nicht zum 2(ete geführt. Es wird Ihnen von Neuem ein Gesetzentwurf zu «eben durch welchen die erforderlichen Aenderungen und Ergänzungen des ^.richtsverfaffungsgesetzes und der Strafprocrßordnung in Vor- inn aebracht werden. Neben diesen Aufgaben im Bereich nationaler Rechtsentwtckelrmg wirb Ihre Mitwirkung für eine Reihe von Vorlagen in Anspruch genommen werden, die der Wohlfahrt der Erwerbsstände zu Gute kommen^^ollem^werk, ^ffen Gedeihen zu fördern die verbündeten »eakrungen als eine ihrer vornehmsten Aufgaben ansehen, entbehrt »um weitaus größten Theile einer geordneten Vertretung, während den Regierungen für die der Lösung harrenden schwierigen Organisationsfragen der mitwirkende Beirath zahlreicher Kreise des Hand- «erkSstattbeS fehlt. Zur Beseitigung dieses Mangels und zugleich alS erster Schritt zur Lösung der Organisationsfrage ist eine Gesetzesvorlage über die Errichtung von Handwerkerkammern bestimmt. Mit dem Börienhandel, dessen entwickelte Formen bet der heutigen Ausdehnung des Umsatzes von Maaren und Werthen nicht entbehrt werden können, sind Gefahren verbunden, die sich zum Schaden des Volkswohlstandes oft genug fühlbar gemacht hoben Auch Volkskreise, die sich an Börsengeschäften nicht zu betheiligen pflege", namentlich die Produzenten landwtrthschaftlicher Erzeugnisse, können durch den preisbildenden Einfluß der Börse in ihren wi'th- schaftlichen Jntereffen betroffen werden. Solchen Mißständen nach Möglichkeit zu begegnen, bezweckt der an die Vorschläge der Börsen- Enquete-Commisston anknüpfende Entwurf eines Börsengesetzcs, der Ihnen nebst einer ergänzenden Vorlage über das kaufmännische Depotw sm unverweilt zugehen wird. Gegen eine Gruppe von Auswüchsen im Handel und Wandel richtet sich etn — einem Beschluß des Reichstags entgegenkommender — Gesetzesvorschlag zur Bekämpfung des unlauteten Wettbewerbs. In ähnlicher Richtung bewegt sich eine Vorlage, welche die gesetzlichen Vorschriften über den Verkehr mit Ersatzmitteln für Butier tm Interesse der Molkereiproduction zu erweitern unternimmt. Da sich die an das geltende Zuckersteue'gesetz geknüpfte Er- wartnng einer internationalen Aufhebung der Ausfuhrzuschüsse bisher leider nicht erfüllt hat, und im Hinblick auf die ungünstige Rückwirkung, welche die allgemeine Lage des Zuckermarktes auf die land- wirthschaftlichen ErwerbSverhältnisie ausübt, hat sich der lebhafte Wunsch nach einer umfangreichen Reform der einschlSglichcn Gesetzgebung geltend gemacht. Die schwierige Aufgabe ist zur Zeit Gegenstand der Erwägung Seitens der verbündeten Regierungen. Schon in der letzten Tagung ist Ihnen ein Gesetzentwurf vor- gelegt worden, der die Gewerbeordnung unter Anderem in dm auf das Windergewerbe bezüglichen Vorschriften abzuändern bezw.ckle. Dieser Entwurf ist einer wiederholten Prüfung unterzogen roorbei und wird Ihrer Beschlußfaffung von Neuem unterbreitet »erben. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondrn>'Bmean. Berlin, 3. December. Mit der Führung der Geschäfte des Ministeriums des Innern während deS Urlaubs des Ministers von Köller ist der UnterstaatSsecretär Braun- behrens betraut worden. Berlin, 3. December. Gegenüber der Blättermeldung, die deutsche ReichSregierung habe mit China ein Abkommen getroffen über die Errichtung einer Kohlenstation und eines Marineetablissements in Quemoy erfährt die „Post": In Kreisen, die davon Kenmmß haben müßten, ist von einer dahingehenden Absicht nichts bekannt. Auch find die Ansichten über die Zweckmäßigkeit einer Kohlenstation in Ostasien getheilt. Vorläufig bestehen bis zum 31. März 1898 mit Weltfirwen in Hongkong, Shanghai, Uokohama ufw. Verträge für Kohleulieferungen für in astatischen Gewäffern sich aufhaltende Kriegsfahrzeuge. Berlin, 3. December. Die „Berl. Corr." schreibt: Die Frage, ob nach Lage der Gesetzgebung es zulässig sei, aus Süddeutschland nach Preußen gebrachtes Vieh allgemein einer Quarantäne zu unterwerfen, ist vom Landwirthschaftsminister verneint worden, weil alles Vieh deutscher Provenienz in veterinär-polizeilicher Beziehung nicht anders als preußisches Vieh zu behandeln sei. Dagegen erscheint es statthaft, aus verfeuchten Teilen deS Reiches stammendes oder durch verseuchte Gebiete tranSportirteS Vieh auf dem Entladungsbahnhofe thterärztlich zu untersuchen und runtz des sächsisch en Wahlgesetze- gepflogen, deren Ziel angeblich die Beseitigung der socialdemokratischen Ab- geordneten auS dem sächsischen Landtage ist. An den vertraulichen Berathungeo nehmen die Conservativen, National- liberalen und Kammerfortschrittler Theil. Der Censu» soll erhöht und die geheime Wahl durch die offene Stimmabgabe ersetzt werden. Es war beabsichtigt, am nächsten Donnerstag diesbezügliche Pläne zu veröffentlichen. Die „Deutsche Wacht" erklärt, e- für ihre Pflicht zu halten, von diesen Plänen jetzt schon Kenntniß zu nehmen, um vom sächsischen Volke die Gefahr einer Verkümmerung seine- Wahlrecht- abzuwenden. Den Anlaß für diese Berathung bot eine an den Petition-au-schuß gelangte Petition in diesem Sinne auS Leipzig. Straßburg t. S., 3. December. In Mutzig erfolgte heute Morgen um 7 Uhr auf der Drahtseilbahn ein Zusammenstoß, wobei drei Personen getödtet und eine verwundet wurden. Wie», 3. December. Die „N. Fr. Pr." meldet auS Konstantinopel, daß sich die dortige Situation seit einigen Tagen gebeffert habe, ebenso sei auch in Armenien eine wesentliche Besserung eingetreten, da die Regierung überall die umfassendsten Maßregeln zur Aufrechterhaltung, bezw. Wiederherstellung der Ruhe getroffen habe. Angesicht- der ruhigen Lage habe die Frage der zweiten Stationsschiffe pcactisch nicht mehr die frühere Bedeutung. Jedenfalls seien die Verhandlungen darüber in ein ruhigere- Stadium getreten. Seit einigen Tagen haben auch keine Botschafter- Eonserenzen mehr stattgefunden. Budapest, 3. December. Wegen einer Betrieb-- reductton traten die Provtnzialmühlen der Convention der Mühlen bet. Der Betrieb soll vom Beginn de- nächsten Jahre- ab um ein Drittel eingeschränkt werden. Rom. 3. December. Baticanische Blätter besprechen ausführlich da- gestern stattgefuudene Couftstortum, bet welchem mehrere neue Cardtuäle in ihre Würde eingeführt wurden. Alle stimmen darin überein, daß die Gesundheit de- Papstes eine vorzügliche sei. Nizza, 3. December. In Monte Carlo erschoß sich der Sohn de- italtentschen Präfecten wegen großer Spielverluste. Nizza, 3. December. Wegen erlittener Spt elv erluste stürzte sich ein Ingenieur in das Meer und blieb sofort tobt. Warschau, 3. December. Der Zar bewilligte anläßlich der Geburt der Großsürsttn Olga mehreren auSgewiesenen polnischen Familien eine Verlängerung des Aufenthalt- auf unbestimmte Dauer. Der Krieg von 187OJ71, geschildert durch Au-schnttte auS Zeitung--Nummern jener Zeit. (Nachdruck verboten.) 5. December. Durch eine neue Schlacht zwischen den beiden Hauptarmeen ist Orleans wieder in die Hände der Deutschen gefallen. ES muß ein heißer Kampf gewesen sein, denn die Stadt ist von den Franzosen nach der Einnahme stark befestigt und zur Bertheidigung eingerichtet worden. Mit dem Fall von Orleans müssen die Pariser auch auf die letzte leiseste Hoffnung auf Entsatz verzichten. Der Bischof von Orleans, Dupauloup, hatte den Franzosen verheißen, daß er Wunder thun werde wider die Deutschen, wie einst wider AtttllaS Hunnenhorden. Allen Zeitungen wird eS immer unbegreiflicher, warum Pari- nicht bombardirt wird, da- deutsche Hauptquartier wird von ihnen förmlich bombardirt.- Auch aus allen Feldpostbriefen klingt die Frage heraus: Warum wird nicht bombardirt? Delbrück erklärte im Reichstage, Prinz Luitpold von Bayern habe gestern ein Schreiben dcS König- von Bayern überbracht. Der Inhalt desselben ist: „Ich habe mich an die deutschen Fürsten mit dem Vorschlag gewendet, bei Eurer Majestät gemeinschaftlich mit mir in Anregung zu bringen, daß die Ausübung der Präfidialrechte des Bunde- mit der Führung deö Titels „Deut scher Kais er" verbunden werde." Die Fürsten, welche in Versailles sich befinden, gaben ihre Zustimmung, die der übrigen, sowie die der freien Städte bleibt zu erwarten. Eine der ergreifendsten Episoden ist der Tod der beiden jungen Grasen v. Taube, der Söhne de- Minister- de» Aeußeren in Württemberg, an dem für die Württemberger so blutigen Tage des 30. November vor Paris. Die Jünglinge, die nebeneinander im Gliede standen, wurden au diesem Tage mit ihrer Truppenabtheilung zum Sturme auf eine Mauer befohlen. Da trifft in der Nähe derselben eine feindliche Kugel den ersten Bruder in den Unterleib. Er bricht zusammen. Als der neben ihm kämpfende Bruder sich über den Gefallenen beugt und von dessen Lippen die Worte entgegennimmt: „Ich bin verloren. Grüße die Eltern!" wird er selbst von einer Kugel in den Rücken getroffen und fällt augenblicklich tobt auf den Bruder. Dieser letztere lebte noch stundenlang, bi- er van den Kameraden aufgefunden wurde und mit dem nochmaligen Gruße an die Eltern das junge Leben aushauchte. Schwurgericht. W. Gieße», den 3. December 1895. Verhandlung gegen Adam Schleich wegen Meineid. Die weitere Zengeuvernchmung, bei weicher die Anklagebehörde auf mehrere Zeugen Verzicht leistete, u. A. auch auf den wegen Ungebühr in Hast genommenen Hauptbelaft« ungSzeugen Johannes Hahn UL, brachte nicht- Neue- mehr zu Tage. Sämmtliche Nachbarn bekunden, daß Hahn am fraglichen Abend auf der Straße keinen Lärm gemacht habe. Durch die Vernehmung dc- GeuSdarmen Hau- von Londorf und durch Verlesung der bei verschiedenen Acten befindlichen Anzeigen wird z«r Evidenz conftatirt, daß der Angeklagte gewerbsmäßig Anzeigen versaßt, deren Inhalt sich nicht immer bewahrheitet haben. Nach Formulirung der an die Geschworenen gerichteten Schuldfragen begründet Herr Staatsanwalt Zimmermann die Anklage. Selten wohl liege der Fall so klar wie der vorliegende. Der Angeklagte sei überführt, am 20. August d. I. uod am 14. September vor dem Schöffengericht Homberg wissentlich mit seinem Eide die Unwahrheit bekräftigt zu haben, doch sei er der Meinung, daß e- sich in beiden Fällen um ein fortgesetzte- Delict, um nur ein Verbrechen handle. Sei dem aber so, so müsse dem Angeklagten die Milderung deS § 157 zu Gute kommen. Herr Justizrath Bai st überließ es bei der gehabten BewelS- aufnahme den Geschworenen, nach ihrem besten Wissen und Gewissen die Schuldfragen zu beantworten, und schloß sich im Uebrigeu den Ausführungen des Staatsanwalts an. Die Geschworenen bejahten durch ihren Obmann Herrn Adolph MathefiuS-Hirzenhain die an sie gerichteten beiden Hauptfragen, daß der Angeklagte am 20. August und 14. September vor dem Schöffengericht Homberg wiffentlich je einen falschen Eid geleistet habe. Ebenso wurde die dritte Frage, ob beide Handlungen eine fortgesetzte Handlung seien, bejaht. Auch die zu Gunsten des Angeklagten gestellte Hülfrftage, ob ihm der § 157 des R.-Str.-G. zu Gute komme, wurde von den Geschworenen bejaht. Herr StaatScmwalt Zimmermann beantragte hierauf, gegen Adam Schleich auf 3 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust zu erkennen. Herr Justizrath Baist platdirte für ein milderes Urtheil. Der Gerichtshof verurtheilte den An- geklagten zu 21/, Jahren Zuchthaus, und sprach den Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren gegen ihn aus. Die Höhe der Strafe wurde damit motb virt, daß Niedertracht, Bosheit und Rachsucht die Beweggründe gewesen seien, die das schwere Verbrechen beim Angeklagten gezeitigt hat. "W. Gießen, den 4. December 1895. Herr LandgerichtSrath Dr. Schäfer eröffnet um 9 Uhr die Sitzung. Nach AuSloosung der Geschworenen wird in die Verhandlung gegen den Bäckergehilfen und Landwirth Joseph Filz auS Assenheim wegen Verbrechens der versuchten Brandstiftung (§ 306 pos. 2 und 3 des R. Str. G.) ein» getreten. Die Großh. Staatsbehörde wird von Herrn Staatsanwalt Koch vertreten, die Bertheidigung führt Herr Rechts- anwalt Dr. Gutfleisch. Einige 20 Zeugen find zu ver- nehmen. Als Sachverständiger ist Herr Dr. med. Kratz, 3. Arzt von der Irrenanstalt Heppenheim, zur Stelle. — Diese Sache sollte am 10. Juni d. I. schon einmal vor den Geschworenen verhandelt werden, doch wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Au- letzung der Verhandlung beschlossen, um Filz auf seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen. — Der am 2. August 1868 zu Assenheim geborene Angeklagte ist vorbestraft und zwar einmal wegen Bedrohung und mehrere Male wegen Körperverletzung. Ihm wird zur Last gelegt, daß er im Januar oder Februar 1893 oder um diese Zeit die Hofraithe des Eberhard Walther zu Assenheim, worauf ein zum Wohnen von Menschen bestimmtes Gebäude sich befindet, vorsätzlich in Brand zu setzen versucht habe. Auf der Walther'schen Hofraithe befindet sich ein Schweinestall, welcher dicht an ein bewohnte- Gebäude grenzt, lieber der Stallthür befindet sich etne größere Oeffnung zur eventuellen Lüftung deS Raumes, welche im Winter zum Schutz gegen die Kälte mit Stroh au-gefüllt war. Diese- Stroh soll der Angeklagte in Brand gesetzt Haden, indem er ein Lichtftümpfchcn brennend, eingeklemmt in eine Schwedenholzschachtel, in demselben niedergelegt hat. Filz bestreitet ganz entschieden, die That begangen zu haben und beschuldigt Heinrich Schmidt von Assenheim dieser That, dieser Schmidt war als Hauptbelastungszeuge in dieser Sache geladen, ist aber inzwischen nach Amerika auSgewandert. Der als Zeuge vernommene Bäcker Carl Meyer von Assenheim bekundet, daß er am fraglichen Abend ungefähr zwei Minuten den Schein des Feuer- gesehen habe, er sei der Hofraithe näher getreten und habe Heinrich Schmidt getroffen, der ihm gesagt habe, eben sei Filz weg, dieser sei der Thäter. Schmidt sei allerdings erregt gewesen und sei gleich fortgegangen. Der Zeuge hat noch wahrgenommen, daß die glimmenden Strohhalme am Erdboden gelegen und hat sich dann sortgemacht, um dem Wächter Bescheid zu sagen. — Eberhard Walther von Affenceim erklärt, von dem ganzen Vorkommen keine Idee gehabt zu haben. Erst der Staatsanwalt, welcher nach Assenheim kam, um die Unter- suchung zu führen, hat den Zeugen auf die durch den Brand geschwärzte Stelle am Stalle aufmerksam gemacht. Walther erzählt, daß die Familien Filz und Walther in bitterer Fehde leben, die Ursache war zuerst NahruugSneid seitens deS VaterS deS Angeklagten, zu dem noch häßliche Straspcozesse kamen. Der Angeklagte hat den Zeugen öfter gedroht und beschimpft. Bei der Vernehmung dieses Zeugen springt der Angeklagte mehrere Male auf und ruft mit lautet Stimme, der Zeuge schwöre einen Meineid. Der Zeuge Walther bekundet u. A., daß der Angeklagte ihm gedroht habe, den Schweinestall behalte er doch nicht, den habe er gestohlen. Ferner sei er jenem im Felde begegnet und da habe ihm dieser in der Weise gesagt: „Guten Tag, Brandstisier". Immer haben die Brüder Fiz gestichelt, ihn auch ein Mal vor Jahren wegen Brandstiftung angezeigt, so daß er 11 Tage deshalb in Untersuchung gesessen. — Der Zeuge Karl Walther von Assenheim, der Sohn des vorher vernommenen Zeugen, hat die Anzeige gegen Filz erstattet. Heinrich Schmidt, der nach Amerika auSgewandert, habe ihm auf Befragen mit- getheilt, der Angeklagte habe sich ihm gegenüber der Brandstiftung gerühmt. Bei Anwesenheit deS Gericht- zur Augenscheineinnahme war der Zeuge zugegen, der Balken fei an- geschwärzt. (Fortsetzung folgt.) C*c*U* pMvhjfetta. Gieße«, bat 4. December • * ernennt wurden am 26. November 1895 der Heizer bei den Oberhessischen Eisenbahnen Jacob Rau zum Locomotivführer bei diesen Bahnen und der HUfSheizer bei den Oberhesfischeu Eisenbahnen Conrad Pfeiffer au- Gießen zum Heizer bei diesen Bahnen, beide mit Wirkung vom 1. December l. I. an. • • Die nächste Seometerprüfung wird am 2. März 1896 beginnen. Diejenigen Candidate n, welche sich dieser Prüfung unterziehen wollen, haben sich, falls ihre Gesuche um Zulassung zur Prüfung Berücksichtigung finden sollen, spätestens bis zum 20. Januar 1896 schriftlich bei Großh. Ministerium der Finanzen, Abtheilung für Steuerweseo, unter Verwendung deS vorgeschriebenen Stempel- zu melden. Concertverei». Von unserem Musikreferenten geht unS folgende Zuschrift zu: „Der Einsender der Entgegnung auf meinen letzten Concertbericht thut ja, alS hätte ich Herrn Felix Dreyschock ein himmelschreiende- Unrecht gethan. Wenn ich denselben in meiner Besprechung als einen der hervorragendsten Vertreter seine- Fache- bezeichnete, so ist ihm nach meiner Meinung volle Gerechtigkeit geworden. Bezüglich der spanischen Rhapsodie von LiSzt beruht mein Urtheil auf der persönlichen Erfahrung, daß ich dieselbe von Künstlern allerersten Range- schon wirkungsvoller habe vortragen hören." • • Neue» Theater. AuS Marburg wird un- berichtet „Das Interesse für die Aufführung von Klein Eyols von Ibsen ist in Marburg ein so außergewöhnlich große-, daß schon jetzt der große MuseumSsaal nahezu auSverkaust. Auch hier dürfte diese- hochintereflante Stück ganz außerordentlich interesfiren, und eS empfiehlt sich jedenfalls frühzeitige Sicherung der Billets zu diesem Abend. • • Freifinniger Verein für den ersten hessische» Wahlkreis Die vom Freisinnigen Verein gestern Abend im „Restaurant Feidel" abgehaltene Monat-versammlung war sehr stark) auch von Nichtmitgliedern, besucht. Herr Bankdirector F. Thorw art-Frankfurt hielt einen D/,stündigen Vortrag über die Gold- ober Doppelwährung, welcher trotz der Vorführung der Sach: entsprechenden Zahlenmaterials das volle Jntereffe und zum Schluß den Betfall der Versammlung fand. Der Vorsttzende, Herr Rechtsanwalt Metz, theilte hierauf mit, daß am 15. d. M. der Provinzialverband der Freisinnigen Bolkspartei für Oberheffen einen Parteitag abhalten werde. Der Vorstand de- Verbandes labet Vormittags nach „Steins Saalbau" zu einer Ver- trauenSmänner-Berfammlung ein, woran sich ein Mittagsmahl anschließen wird. Nachmittag- 4 Uhr findet ebn. daselbst eine Volksversammlung statt, in welcher Reichstags- abgeordneter Weiß-Nürnberg sprechen wird. Der Zutritt zu dieser Versammlung steht Jedermann frei. Zur Erleichterung bei Weihnacht« Verkehr- ist, wie die „Bert. Corresp." meldet, im Staatsbahnverkehr und im direkten Verkehr mit anderen die gleiche Bestimmung annehmenden Bahnen die Geltungsdauer der am 23. December d. I. und den folgenden Tagen gelösten gewöhnlichen Rückfahrkarten von sonst kürzerer Geltungsdauer bis zum 2. Januar k. I. einschließlich zu verlängern. Die Rückfahrt muß zur Wahrung der Frist nach der aflßemfinen Regel der Staatsbahnen am 2. Januar k. I. angetreten fein. Die EisenbahndtrectionSprästdenten in ihrer Eigenschaft al- königliche Etsenbahncommiffare find ermächtigt, den Verwaltungen der ihnen unterstellten Privatbahnen die Einführung, ter gleichen Verkehrserleichterung zu gewähren. ** Für Eifeubahureiseabe. Reisende, die ohne giltige Fahrkarte betroffen sind, werden gemäß § 21 der VerkchrS- ordnung in eine sofort zu entrichtende Geldstrafe von 6 Mk. genommen. Diese Strafe trifft sowohl solche Fahrgäste-, die unehrlicher Weise die Fahrt ohne Fahrkarte angetreten haben, alö auch solche, welche die gelöste Fahrkarte während der Fahrt verloren haben. Jedoch gibt eS eine Möglichkeit für solche Reisende, denen die Fahrkarte abhanden gekommen ist, der bezeichneten Strafe zu entgehen, indem nämlid) die Angabe der Nummer, welche die verlorene Fahrkarte getragen hat^ genügt, um von der Strafe zu befreien. Allerdings bleibt immer noch die Nothwendigkei: bestehen, eine neue Fahrkarte für die abgefahrene Strecke nachznlösen. Da von den wenigsten Fahrgästen auf die Nummer der Karte geachtet wird und dieser Umstand häufig genug von wesentlicher Bedeutung werden kann, so verdient derselbe im weitesten Kreise Beachtung. ** Reisende, welche gegen ihren Willen übet bei Ziel hinauSsahren, werden kostenlos zuiückoefördert. Eine auf einer Reise begriffene junge Dame war, an ihrem Bestimmungsorte angelangt, bei dem kurzen Aufenthalte daselbst nicht im Stande, die Coupeethür zu öffnen, und mußte daher wohl ober übel di- zur nächsten, entfernt liegenden Station weiterfahren und sich dann dort zur Rückfahrt ein neues Billct lösen. Auf dieserhalb eingelegte Beschwerde ist jetzt, wie der „Berl. Localanz." mittheilt, von der Eisenbahn- Direction der Bescheid ergangen, daß die betreffeabe StationS- kaffe angewiesen sei, den Betrag für die fragliche Fahr, karte zurückzuerstatten. Darmstadt, 2. December. In einer hiesigen Brauerei wurde am SamSlag in dem Abort ein ganzes Bündel von Briefen, Wahlvorschläge und Zette! enthaltend, aufgefunden. Dieselben waren, den „N. H. B." zufolge, einer der hiesigen Privat - Postanstalten übergeben worden, der betreffende Briefausträger hatte es aber offenbar vorgezogen , die Briefe kurzer Hand in den Abort zu werfen, anstatt dieselben an die Adressaten zu befördern. Da die Röhre durch den Pack verstopft war, wurde die Sache rasch entdeckt. Darmstabt, 1. December. Bei Gelegenheit de» Geburt-, tage» de- Großherzogs und der Großherzogin würbe dem hohen Paare, wie dem „Han. Anz." derichret wirb, eine sehr finnige Gratulation durch die Kinder au- der Krippe I iß, W r unb la ung an- fcitttnbtt Mit A ttn. Dir allgtnirintR etreten ieiv. rvschch all rn Vnml' Eiosühmg- WthUreil Abend Im mmlung cht. Hm n P/j Mn« 10, rodfyi i Wim- fl Setfaß Manroa’t robluglab tn tinro. ietbanbtfl in« Br,' Mittag!- "bet rbrii' WtagS- >er Zutritt rdeo. i8r« in Unheil ^NUtlR m HSren? 6trtd)Ut: n Sholf ch großes. lSverkaust. >nz außn« M früh- l^s. tl Hiijrr ““ W liiitt b(1 am Wun8 töri 1896 Mtfn e ®efutt !ö sollen, Et Troßh, sk", unter den. -lten geht ^Segnung ich Henri gcthan. einen der )nc gliche Verkehrs- von 6 Mk. FahrgSstr/ angthcten Mensel, leit ftoW nist, der bete Angabe letrogen hat/ ding- bleibt :e Fahrkarte a von der Ute geachtet !°M« »!' ttch» 8* jtn ®««' V**' " r>. bl« U «*• -.ss . h« w irr W M Stne ans lern Lesti«' litt daselbst mußte dM 6«'i” t dn neu«* ,d, G I'**' r Siseobaii^ Id, Stell' Uli* 8“11 te0 AUcehoSpitalS tn Darmstadt dargebracht. Die Kinder »urden mit der Leiterin ihrer Anstalt in besonderer Audienz empfangen und machten in den neuen Kleidern der Anstalt, Kränzchen aus dem Kopfe und Fähnchen mit den Landesfarben in der Hand einen lieblichen Eindruck. Beim Erscheinen des HerrfcherpaareS rief die kleine Gesellschaft aus voller Kehle -Hurrah" und saug dann ein passendes Liedchen: tf®^b wir auch noch kleine Hessen, aber Hessen sind wir doch! u. s. w. Hieraus gratulirten die Kleinen und gaben ihre Sträußchen ab- dann sprach ein drei Jahre altes Mädchen ein Gedichtchen in Darmstädter Mundart: Liewer Herr Großherzog! Un lieb Fraa Großherzog! Mer sin noch so jung un klein Un so arme Ktnderlein, Doch mer hawe'S unnernomme, Gin zu Ihne hergekomme, Wolle Ihne Händche gewe, Ihne wünsche langes Lewe! Glück un Sege, so wie heit, Wünsche mer sor alle Zeit! Un de ltewe Gott der hörr'S, Was mir bitte — er bescheer'S! Un dann möchte mer mol srage, Ei, Sie solle uns mol sage, Wann's vielleicht sich schicke dheel' — Wte's unserm Priuzeßche Lisabettche geht? Die hohen Herrschaften waren sichtlich erfreut und der Großherzog sagte in seiner Liebenswürdißkeit: „Ihr Kinder, Ihr 'sollt das Prinzeßchen sehen, gehr mal all der Frau Großherzogin nach!" Das Prinzeßchen wurde gebracht und die Freude der Kinder darüber war groß. Freundlich wurden die Kinder entlaffen und, mit Backwerk reichlich beschenkt, traten sie jubelnd den Heimweg an. Literatur und Knnft — „Neueste «rstnduuge« und ErfaüruugeuE auf den Gebieten der piacttfchen Ttchmk, Electrolechmk, der Gewerbe, Industrie, Chemie, der Land- und Hauswtrthfchaft rc. (A. Hartlebens Verlag in Wien). Plänumeralionspreis gaiujährig für 13 Hefte franco 7.50 Mark. Einzelne Hefte für 60 Pfg. in Briefmarken. — Diese gewerblich technische Zeitschrift,welche in ihrem zwerundzwanzigsien Jahrgang erscheint, verfolgt nur rein practische Zwecke. Die Mitarbeiter sind nur Männer der Praxis, welche am besten die wirklichen Bedürfnisse der Techniker unb Industriellen zu ermessen verstehen. Die Zeitschrift, reich an Originalbeiträgen unb constructtven Abbildungen, bietet einen vollständigen Ueberblick über alle Fortschritte im gewerblichen Leben. Besonders werthvoll erscheint es, daß tn dieser Zeitschrift immer practische Wege zu neuen Erwerbsarten, verbesserte Arbeitseinrichtungen und practische Anleitungen zur Er- hShung der Concurrenzsähigkeit gegeben werden. Dadurch empfiehlt sich dieselbe von selbst für jeden Vorwärtsstrebenden. • vromberg, 3. December. Die russische Regierung zahlt 150000 Rubel Entschädigung für in Powidz (Kreis Gnes n) von russischen Grenzsoldaten ermordete Gast, wirt hin. • Ei« Personenwagen vierter Klaffe verlöre« gegangen. Das ist jedenfalls ein sehr seltenes Verlustobject, dessen Transport an die Ablieferungsstelle dem ehrlichen Finder sicherlich einige Umstände bereiten dürfte. Der Verlust des bezeichneten Eisenbahnwagens beruht, so unglaublich die Nachricht auch klingen mag, auf Wahrheit- davon gibt eine Verfügung der Königlichen Eisenbahndirection Berlin in ihre« Amtsblatt den sichersten Beweis, in dem es heißt: „Der aus dem Bezirk der Königlichen Eisenbahndirection Berlin am 1. April d. I. an die Kgl. Eisenbahndirection in Stettin übergegangene Personenwagen vierter Klasse mit Herberlein- leitung Nr. 2955 Berlin, zugetheilt der Hauptwerkstatt Greifswald, fehlt. Es ist daher nach dem Verbleib deS Wagens zu forschen und festzuftellen, ob derselbe etwa irr- thümlich als nach einer andern Eisenbahndirection gehörig angesehen und deshalb mit unrichtigem EigenthumSmerkmal bezeichnet worden ist." Hoffentlich gelangt die Königliche Eisenbahndirection Berlin sehr bald wieder in den Besitz bewegen seiner Winzigkeit leicht zu übersehenden Vermöge«-- ftückes._____________ Wöchentliche Ueberstchr der Todesfälle ta Gießen 48. Woche. Vom 24. November MB 30. November 1895. Einwohnerzahl : angenommen zu 22 400 (tncl. 1600 Mann WUttär). SterblichkeitBztffer: 9,29, nach Abzug der Ortsfremden 6,96 o/oy. Kinder Eß starb« an: Zusammen: Erwachsene: im . 1. Lebensjahr: 2 —15. Jahn Bronchitis 11 — Lungenödem 1 (1) 1 (1) — Diarrhöe 1 — 1 Gehirnhautentzünd. 1_________—_________1__________~ Summa: 4 (1) 2 (1) 2 — Anm. Die tn Klammern gefetzt« Ziffern geb« an, wie «ieiß der Todesfälle tn der betreffend« Krankheit aus von auswärts nach Gieß« gebrachte Kranke komm«. Freiwillige Versteigerung von 10184 zu i^von Aerzten in benbe Kunbenkreis. 9119 neu eingetroffen. 9893 I. Kaan jr., KreWlah Phönix-Wolle 8649 MzuMd Hoch über Allem stehen die Cigarren meiner Firma, bas beweist ber täglich größer wer- Richard Buchacker, Cigarre« • Special Geschäft, Neuen-Bäuen 11. lebendem nni> todteul Oeconomie-Invenlar -es P. Kennel, Gießen, Dienstag den 10. Decbr., Vorn». 10 Uhr: 2 Oeconomie-Pferde nebst complettem Pferdegeschirr, mehrere Oeco» nomie-Wagen, 2 kleine Hanbwagen, 1 Fegmühle, mehrere Pflüge verschiedener Art, 1 Walze, Eggen, Binde- unb Spannkeilen, 1 Schubkarren, eine gute gußeiserne Wasserpumpe, circa 150 Centner gutes ,wer*tr°9' 20 m gebrauchtes Zinkrohr, mehrere Fenster unb s. Oeconomiegeräthschasten. Christbeschecrung der Kletuttnder-Bewahraustalt. Am Sonntag, den 22 December d. I. soll die Chrift- bescheerung für die Kinder unserer Anstalt statlftnden. Wir haben für 215 Kinder den Christbaum zu schmücken und den Tisch mit Gaben zu decken. Um dies zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohlwollenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder und bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn u. dergl., besonders aber auch an Geld, das uns die gleichmäßigste Bescheerung für unsere Kleinen ermöglicht, zuwenden zu wollen. Eine Lifte zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Vorstandsdamen gelangen zu lassen: Frl. Amalie Bansa (Nordanlage 41), Frau vr. Brüel (Neuenbäuen 41), Frau Amtsgerichts- rath Gebhardt (Gartenftraße i5), Frau Rechnungsrath Kalbfleisch (Luowigstraße 7), Frl. Emilie Langermann (Südanlage 21), Frau Pfarrer Naumann (Südanlage 8), Frau Louise Ottens (Bismarck- straße 11), Frau Auguste Schwan (Selterrweg 64), Frl. Louise Wort- mann (Asterweg 16). Auch die Schwestern unserer Anstalt sind bereit, Gaben in Empfang zu nehmen. Gießen, den 13. November 1895. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann, Pfarrer. präparirt gegen das Eingehen in der Wäsche bestes woUenes Gtrtckgar« jeder Strang mit einer Schutzmarke. Nur durch «ns zu beziehe». für feine Bäckerei, in bekannter Güte, empfiehlt billigst Li. Kalkhof, 10138 Westanlage 2. Weit unter Einkauf wird der Rest noch vorhandener Kleiderstoffe, Leinen re. abgegeben. Wilhelm Attig, 8768 Asterweg 45. Wachstuch und Gummi - Tischzeug abgepaßten Decken unb Stückwaare, Betteinlagen, Ledertuch, Lederfchürzen rc. in großer Auswahl bei 9581 Heinrich Wallach. 300 Pelz-Muffe von 90 Psg. an, sowie Käppchen und Boas Ortskrankenkasse Gießen General-Versammlung Donnerstag, den 12. December d. I., Abends 8V2 Uhr in der Restauration Spies am Oswaldsgarten. Tagesordnung: 1. Rechnungsabnahme pro 1894. 2. Wahl für den erforderlichen Vorstand. 3. Wahl des Ausschusses für die Prüfung der Rechnm-g pro 1895. Nur diejenigen Vertreter, welchen eine Einladung schriftlich zugegangen ist, sind berechtigt, an der Versammlung Theil zu nehmen. 10i3, Der Vorstand. Wollene Strickgarne das Pfund zu 1.55, 2.05, 2.25, 2.70, 2.80, 8.50, 4.25. Bockwolle 24 I 8fach, beste Qualität, zu Mk. 2.85 pro Pfund. Stick- und Häkel-Garne. A. Holterhoff Söhne, Seltersweg 20. |g , bei Husten, I Heiserkeit, : Katarrh. Damen- und Kinderschürzen , in schwarz, weiß und farbig, Seidene Schürzen! Hafer-Ankauf. 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Darauf folgt Begrüßung im Schulsaale. Nachmittags findet von Vs2 Uhr an ein Festessen im „Gambrinus" statt. Diejenigen, welche sich daran betheiligen wollen, werden gebeten, sich spätestens bis zum 7. December bei Lehrer Weyl dahier anzumelden. Wies eck, den 27. November 1895. 8951 Das Comitö. Caviar grobkörnig, mild gesalzen, extra Qual, empfiehlt 3920 Emil Fischbach. Monsheimer- “ Kaiser- Th. Brück Rohrsessel unb Blumentische billigste unb feinste ^Kambllsmöbel— ■ Theetische ■ Hocker Sessel Hrtumpf - Ktapp- sessek 9961 in jeder Lage ohne Aufstehen verstellb. Telephon 27. Topfkuchen i backt man mit Dr. Oetker’s Backpulver L 10 Pfg. Depots Gehr. Adami. Pferde Decken ß von 1 Mk. 30 Pfg. an empfiehlt Heinrich Wallach. Vorzügliches Sauerkraut empfehlen 9020 A. & G. Wallenfels, Markt 21. Telephon 46. % vielfach sowie empfiehlt zu bill. Preisen Alle Aackartikel^^ in nur feinsten «frÄ» Qualitäten yr Gust. Walter, v/z 10069 Mäusburg 13. Mitbürger! Die Sammellisten für Beiträge zur Errichtung eines Kriegerdenkmals sind in Umlauf gesetzt. Beweiset nun, daß Ihr Euch bewußt seid der Pflichten, die eine große Zeit ihren Löhnen auferlegt. Nach Jahrhunderten noch soll das Denkmal zeugen davon, daß die Bürger Gießens nicht nur im Felde der Ehre für des Vaterlandes Größe und Macht kämpfen und sterben konnten, sondern auch die Bürgertugend der Dankbarkeit unter ihnen eine Stätte hatte und sie von Begeisterung erfüllt waren für das durch Blut und Eisen erstandenen deutschen Neiches Herrlichkeit. Nicht den Kriegern, nicht unserem 2. Negimente gilt das Denkmal allein, nein, es soll auch ein Symbol dessen sein, was mit dem blutigen Kampfe dem deutschen Volke an Segnungen des Friedens ersprossen ist. Keiner schließe sich dcßhalb aus, Jeder steuere dazu bei, daß ein würdiges Denkmal bald erstehe. Jeder der Unterzeichneten ist zur Entgegennahme von Beiträgen bereit. Der Ausschuß für Errichtung eines Kriegerdenkmals. I. Atzbach, Bildhauer. A. Backes, Lehrer, v. Bechtold, Regierungs-Assessor. Dr. Behaghcl, Professor, Rector. C. Berg, Schuhmacherme ster. G. Berge», Locomolivführer. O. Bergen, Director. A. Bindewald, Kaufmann. H. Bruchhäuser. Detring, Oberstlteutenant, BezirkScommandeur. Dörr, Marti», Schlaffer meuter. Eicheuauer, H., Fabrikant. Gmmelins, L., Fabrikant. Frech, L., Kaufmann. Fuhr, Oberlehrer. Dr. Fuhr, Rechtsanwalt. v. Gagern, Frhr., Proomzialdireclor. Gail, W., Cömmerüenralh. Georgi, L., Fabrikant, Beigeordneter. Gnauth, F.^ Oberbürgermeister. Dr. Gutfleisch, Rechtsanwalt. Hahn, Oberledr r. Hartmann, (?., Gymnasiallehrer. Heichelheim, S., Commerzienrath. Helm, F., W.inbändler. Hennings, Bäckermeister. Herbert, W., Schuhmachermeister. Hehligenstädt, Commer- zienrath. Hollmann, W., Tape^er. Horst, E. Jann, Reallehrer. Kirch, I., Hoflieferant. Koch, F. C. B., Präsident der Handelskammer. Köhler, K., Schreiner- meister. Mayer, (£., Vorsitzender des Kriegerverews. Metz, Rechtsanwalt. Dr Molly, Lehrer. Dr. Naumann, Pfarrer. L. Petri IIL, Vorsitzender des V teranen- Vereins. L. Petri II., Stadtverordneter. Pirr, Metzgermeister. Dr Pitz, Realgymnasiallehrer. Ramge, G., Zugführer. Dr. Rausch, Director. Frhr. v. Rico», Landgerichtspräsident. Ritsert, Postdirector, v. Rosenberg, Oberst. Dr Schäfer, Landgerichtsrath. Scheyda, Buchdruckereibesitzer. Dr. Schiller, Key. Oberschulrath. Schmoll, E., Stadtverordneter. Schmall, M., Bildhauer. Schwan, G., Messerschmied. Dr. Schwartz, Professor. Stein, I., Architect. Dr Störiko, Director. Traber, Hauptlchrer. Wagner, H., Buchhalter. Weeg, Chr., Schuhmachermeister. Winn, Bauunternehmer. Dr. W. Lucke», Geh. Hofrath, Professor. 10113 9952 irklich billig Aamen-Wöcke in Wolle, Moir4 und Leide, M»ique- und ■ Flanellröcke, weiß und farbig, empfiehlt in grober Auswahl und besonders billigen Preisen Robert Haas, 10129 Eelter-w-,, 18 r? Wilh. 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