Mr. 129 Mittwoch den 5. Juni 189$ Der frUfcmt Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de- MontagS. Die Gießener Asnmtkienvtälter werbm dem Anzeiger »Schmtlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger Avonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Dnickerei: Kchutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und 2lnzeigeblntt fuv den Tiveis Gietzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. Hratisöeitage: Hießmer Iamitienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In« und Ausländer nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 2(milid?er Theil. Nr. 16 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 28. v. M., enthält: (Nr. 2229.) Gesetz, betreffend die Abänderung des Zolltarisgesetzes und des Zolltarifs. Vom 18. Mai 1895. (Nr. 2230.) Bekanntmachung, betreffend Abänderung der Aichordnung und der Aichgebühren-Taxe, sowie der Bekanntmachung, betreffend die Aichung des Getreideprobers. Vom 6. Mai 1895. Gießen, den 1. Juni 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Sägern._________________ Bekanntmachung, betreffend das Ober-Ersatzgeschäft für 1895. Das Ober-Ersatz-Geschäft für 1895 wird im Kreise Gießen Mittwoch den 12. Juni im Rathhause zu Lich, Vormittags 8 Uhr, Samstag den 15. Juni daselbst, Vormittags 8 Uhr, Montag den 17. Juni in dem Schulhause in der Schul- ftraße zu Gießen, Vormittags 8 Uhr, Dienstag den 18. Juni daselbst, Vormittags 8 Uhr, Mittwoch deu 19. Juni daselbst, Vormittags 8 Uhr, Donnerstag den 29. Juni im Gasthaus „Zum Rappen" zu Grünberg, Vormittags 8 Uhr, stattfinden. Es haben sich nach Maßgabe der besonders ergehenden Vorladungen an den genannten Tagen vor der Großherzoglichen Ober-Ersatz-Commission im Bezirk der 49. Infanterie- Brigade in sämmtlichen Aushebungsorten zu ge- stellen: a. die für dauernd untauglich befundenen Militärpflichtigen, soweit denselben eine besondere Ladung zugeht; b. die zum Landsturm I in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen ; c. die zur Ersatz-Reserve in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen ; d. die von der Ersatz-Commission als tauglich und ein- ftellungsfähig erkannten Militärpflichtigen, einschließlich derjenigen aus früheren Jahrgängen; e. die von den Truppentheilen zur Disposition der Ersatz-Behörden entlaßenen Soldaten; f. die von den Truppentheilen abgewiesenen einjährig Freiwilligen. Den Großherzoglichen Bürgermeistereien werden besondere Ladungen für die Militärpflichtigen k. H. zugehen, welche den Betreffenden unverzüglich zuzustellen sind. Der Vollzug der Ladungen ist innerhalb 5 Tagen anzuzeigen. Die Militärpflichtigen sind außerdem anzuweisen, ihre Loosungsscheine mit zur Stelle zu dringen. Die zur Bcurtheilung von Reklamationen in Betracht kommenden Personen haben ebenfalls zu erscheinen. Sollte eine Ladung nicht vollzogen werden können, so ist der Grund hiervon berichtlich anzuzeigen und ist, wenn ein Militärpflichtiger von seinem bisherigen Wohnorte weggezogen ist, zugleich anzngeben, wohin derselbe verzogen ist. Die Großherzoglichen Bürgermeister haben bei dem Ober- Ersatz-Geschäfte bis zum Schluß des gesammten Geschäfts selbst anwesend zu sein, um bei der Untersuchung von Feld- dienstuntauglichen sowie Invaliden ev. Auskunft geben zu können, auch haben sich dieselben darum zu bemühen, daß die Militärpflichtigen, den Ladungen entsprechend, eine Stunde vor Beginn des Geschäfts zur Stelle sind. Gießen, am 25. Mai 1895. Der Civil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission des Kreises Gießen. Dr. Melior. Bekanntmachung, betreffend Feldbereinigung in der Gemarkung Bellersheim. Nachdem von dem Ortsvorstand zu Bellersheim der Antrag auf Feldbereinigung der Gemarkung Bellersheim und die Anlage von Zufuhrwegen in den Obstbaumstücken gestellt worden ist, solches von der Großh. Oberen landwirthschaft- lichen Behörde für zulässig erachtet und der Unterzeichnete zum Commiffär zur Leitung der Abstimmung ernannt worden ist, so wird hiermit Tagsahrt zur Abstimmung der beteiligten Grundeigentümer über den erwähnten Antrag auf Samstag den 15. Juni 1895, Vormittags 10 Uhr, in das Gemeindehaus zu Bellersheim bestimmt. Diejenigen beteiligten Grundbesitzer, welche in der anberaumten Abstimmungstagfahrt weder persönlich noch durch gehörig Bevollmächtigte abstimmen, werden als für das Verfahren stimmend angesehen. Gleichzeitig fordere ich hiermit die außerhalb des Be- ; reinigungsbezirks wohnenden AuSrnärker auf, zur Wahrung ihrer Interessen einen im Bereinigungsbezirk wohnenden Be- , vollmächtigten zu bestellen, da eine weitere besondere Zuschrift im Laufe des Verfahrens nicht mehr erfolgt. Friedberg, den 25. Mai 1895. Der Commiffär zur Leitung der Abstimmung: Dr. Göttelmann, 4774 Großh. Kreisamtmann. Bekarmtmachrmg, betreffend Feldbereintgung in der Gemarkung Obbornhofen. Nachdem von dem Ortsvorstand zu Obbornhofen der Antrag auf Feldbereinigung der Gemarkung Obbornhofen und die Anlage von Zufuhrwegen in den Obstbaumstücken gestellt worden ist, solches von der Großh. oberen landwirtschaftlichen Behörde für zulässig erachtet und der Unterzeichnete zum Commiffär >zur Leitung der Abstimmung ernannt worden ist, so wird hiermit Tagfahrt zur Abstimmung der beteiligten Grundeigentümer über, den erwähnten Antrag auf Donnerstag den 13. Juni l. I., Vormittags 10 Uhr, in das Gemeindehaus zu Obbornhofen bestimmt. Diejenigen betheiligten Grundbesitzer, welche in der an- beraumten AbstimmungStagfahrt weder persönlich noch durch gehörig Bevollmächtigte abstimmen, werden als für das Verfahren stimmend angesehen. Gleichzeitig fordere ich hiermit die außerhalb des BercinigungSbezirts wohnenden Ausmärker auf, zur Wahrung ihrer Interessen einen im Bereinigungsbezirk wohnenden Bevollmächtigten zu bestellen, da eine wettere besondere Zuschrift im Laufe des Verfahrens nicht mehr erfolgt. Friedberg, den 25. Mai 1895. Der Commiffär zur Leitung der Abstimmung: Dr. Göttelmann, 4775 Großh. Kreisamtmann. Deutsches Reich. Berlin, 1. Juni. Zu der Blättermeldung, daß das Strafverfahren gegen den Fretherrn v. Stumm wegen Herausforderung zum Zweikampf eingeleitet worden sei, schreibt die „Post", die Untersuchung könne nur mit Genehmigung des Herrenhauses, dessen Mitglied bekanntlich Freiherr v. Stumm ist, stattfinden. Davon, daß eine solche Genehmigung nachgesucht und ertheilt worden ist, sei nichts bekannt. Berlin, 1. Juni. Wie wir von unterrichteter Seite vernehmen, hat fich ein preußischer Minister gelegentlich einer Unterredung dahin ausgesprochen, daß die verbündeten Regierungen nicht die Absicht hegen, den Reichstag bei seinem Wiederzusammentritt aufzulösen, falls fich durch die Ablehnung irgend einer Vorlage Gelegenheit dazu fände. Der Herr Minister ist im Gegentheil der Ueberzeugung, daß der Reichstag in seiner gegenwärtigen Zusammensetzung noch manche nützliche .Arbeit, und zwar im Einvernehmen mit der Regierung, verrichten wird. Derselbe wird zu Beginn der ,kommenden Session außer dem Etat eine Reihe von Gesetzesvorlagen, u. A. die Börsenreform, den Gesetzentwurf betreffend dell unlauteren Wettbewerb und die Gewerbenovelle vorfinden, auf deren Annahme gerechnet werden könne. Die Finanzreform ist vorläufig bis zu dem Zeitpunkte vertagt, wo die Einzelstaaten, durch Fehlbeträge gedrängt, von Neuem auf einer Regelung bestehen werden. Unter keinen Umständen sei daran zu denken, daß die verbündeten Regierungen in der nächsten Session einen der Umsturzvorlage ähnlichen Gesetzentwurf oder irgend ein militärisch zugespitzteS Ausnahmegesetz dem Reichstage vorlegen werden. Darin ist der Bundesrath vollständig einig. Berlin, 1. Juni. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht heute den Entwurf des Börsengesetzes nebst Begründung. Berlin, 1. Juni. Der Kaiser hat, wie der „Reichsanzeiger" meldet, den Philosophen Herbert Spencer in London,den NumismatikerJmhoof-Blumerin Winterthur und den Physiker van t'Hoff in Amsterdam zu ausländischen Rittern des Ordens pour le merite ernannt. Herr Pasteur, der berühmte Pariser Chemiker, befindet sich also vorerst noch nicht unter den Rittern dieses berühmten preußischen Ordens, die Huldigungen, die man in Paris dem genannten Gelehrten dafür darbringt, daß er die Annahme einer preußischen Ordensauszeichnung verweigert haben soll — die ihm in Wirklichkeit doch gar nicht angeboten worden ist — stelle» sich somit als reiner chauvinistischer Humbug heraus. — Ex-Reichskanzler Graf Caprivi, welcher nach Beendigung seines Winteraufenthaltes in Montreux vorerst wieder in Berlin geweilt hatte, ist jetzt nach dem Gute Skyren bet Crossen a. O. übergefiedelt, wo er bis auf Weiteres wohnen wird. An der Einweihungsfeier des Nord- Ostsee-Canales wird Graf Caprivi, entgegen anderen Meldungen, nicht theilnehmen. Er hat die ihm zugegangene Einladung des Hamburger Senats zu den in Hamburg stattfindenden Festlichkeiten abgelehnt und wird er, wie verlautet, auch einer offictellen Einladung von reichSwegen zur Beteiligung an den Canalfestlichkeiten nicht Folge leisten. Posen, 1. Juni. Auf die von 40,000 Familienvätern unterschriebene, an den Cultusminister gerichtete Petition, daß der Religionsunterricht in den zweisprachigen Volksschulen in Westpreußen auf allen Stufen in der polnischen Sprache ertheilt werden soll, hat der Minister erwidert, er vermöge diesen Antrag nicht zu berücksichtigen, weil die polnischen Kinder in den höheren Stufen der erwähnten Schulen befähigt seien, an dem in deutscher Sprache er. teilten Religionsunterricht mit vollem Verftändniß teilzunehmen. Rndelsbnrg, 1. Juni. Heute Vormittag 10»/, Uhr fand Hierselbst die Grundsteinlegung des Bismarck. Denkmals statt. Eine colossale Menschenmenge aus der ganzen Umgegend, sowie Delegationen der meisten deutschen Universitäten wohnten der Feier bei, welche vom herrlichsten Wetter gekrönt wurde. Graf Lerchenfeld und Hans v. Hopfen hielten die Festreden. Beide Redner betonten die besondere Bedeutung deS Denkmals, welches den Fürsten Bismarck als Corpsstudenten darstelle. Rach dem Weiheact wurden Böller- schüsse losgelassen und die Musikcapelle der Erfurter Artillerie spielte der Feier angemessene Weisen. Die Festlichkeit schloß mit dem Abfingen deS „Gaudeamus igitur“. Harburg, 1. Juni. Das Feuer der letzten Nacht zerstörte das gelammte Petroleumlager mit Maschinenhaus und Schuppen. Der Schaden wird auf etwa 2 Millionen Mark geschätzt. Die Tanks sind von der „Bremen Trading Co." an die Firmen Raffow, Jung & Co. in Bremen und Phil. Poth in Mannheim verpachtet. Sämmtliche benachbarte Fabriken und Wohngebäude wurden, Dank dem um die Tanks gezogenen Erdwalle und der günstigen Windrichtung gerettet. Das Feuer brennt zwar im Innern der Tanks noch weiter - jede weitere Gefahr ist jedoch ausgeschlossen. Ausland. Wien. I.Juni. Das geftrtge Kommunique der „Wiener Abendpost" in der Angelegenheit der Straßendemonstrationen wird vielfach als der Vorbote der Verhängung des Belage- rungszustandes über die Stadt Wien angesehen. Wien, 1. Juni. Alle Parteien rüsten sich bereits zum Wahlkampfe- namentlich die Antisemiten machen große Propaganda. Der Wahlkampf wird voraussichtlich ein so heftiger werden, wie ihn Wien noch nicht gesehen hat. Alle bisherigen antisemitischen Gemeinderäthe werden zur Wieder- wähl ausgestellt werden. Für die neuen Mandate, welche die Antisemiten mit Sicherheit zu erringen hoffen, wird unter Anderen auch Prinz Lichtenstein candidiren. Wien, 1. Juni. Die „Arbeiter-Zeitung" bespricht in einem längeren Artikel die Auslastungen der gestrigen „Abend- post" und sagt: Wenn die Regierung eine strengere Handhabung des Vereins gesetzes einführt, so werde sie fich gegen dieses Gesetz vergehen, ohne dabei seinen Zweck zu erreichen. Die Straßendemonstrationen würden aus der österreichischen Politik nicht eher verschwinden, bevor sie nicht überflüssig geworden seien. Wien, 1. Juni. Zum 6. Congreß der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie, welcher vom 5. bis 7. d. Mts. hier stattfindet, werden von deutschen Gelehrten erwartet: die Professoren Olshausen, Gufferow, Martin, Weil und Landau, sämmtlich aus Berlin, ferner Fritsch-Bonn, v. Winckel-Müncherr, Zweifel und Sänger-Leipzig, Fehling- Breslau, Hofmeier-Würzburg, Löhlein-Gießen und Runge- Göttingen. Den Vorsitz wird Profestor Chrobak Wien führen, als dessen Stellvertreter Fritsch-Bonn fnngiren wird. Schriftführer werden Pfannenstiel-Breslau und Lihotzky-Wien sein. Wien, 1. Juni. Die „Neue Freie Preffe" theilt aus Laibach mit: Nach längerer Zeit erfolgte gestern nach 3 Uhr Nachmittags ein kurzer, heftiger, gegen 6 Uhr Abends ein schwacher Erdstoß. Nom, 2. Juni. In dem bei Olevano gelegenen' Eichenhain, welcher dem Deutschen Reiche gehört, versammelten sich heute der deutsche Botschafter v. Bülow und die Mitglieder der deutschen Colonte zur Feier der Enthüllung eines Reliefbildnisses Seiner Majestät des Kaisers Wilhelm, welches Profesior Gerhard in den Kalkfelsen gemeißelt und dem deutschen Künstlerverein als Zeichen seines Dankes für die Feier seines 50jährigen Jubiläums gewidmet har. Der Festplatz war mit Fahnen in den deutschen Nationalfarben reich geschmückt. Nachdem der Künstler die Bestimmung seines Geschenkes erklärt hatte, dankte Profesior Frtedensburg dem deutschen Botschafter für sein Erscheinen und brachte ein Hoch auf Seine Majestät den Kaiser aus, in welches die Versammelten begeistert einstimmten. Nach Absingung der deutschen Nationalhymne begaben sich die Fest- thetlnehmer nach dem „Albergo di Roma" zu Olevano, wo« selbst ein Festmahl die Feier beschloß. Rom, 2. Juni. Die Opposition hat beschlosien, bei der Wahl eines Kammerpräsidenten weiße Stimmzettel abzugeben. Bei der heutigen Stichwahl hofft die Opposition 25 Mandate zu erringen. Antwerpen, 2. Juni. Die Meldung von dem großen Petroleum brand in Harburg hat an der hiesigen Börse große Erregung hervorgerufen. Man erwartet gespannt weitere Einzelheiten. Paris, 2. Juni. Das Comite, welches sich gebildet hat, um Pasteur anläßlich der Ablehnung des Ordens pour le merite eine zustimmende Anerkennung zu Theil werden zu lasten, hat von verschiedenen Künstlern und Gelehrten Briefe erhalten, in welchen die Haltung PasteurS gebilligt wird. Diese Briefe werden von den chauvinistischen Blättern mit laugen Commentaren veröffentlicht und die französischen Bürger aufgefordert, Elsaß-Lothringen nie zu vergessen. Loudon, 2. Juni. Die „Times" meldet aus Tientsin: Die Japaner räumen Liaotong- die Räumung der Halbinsel soll in zehn Tagen beendet sein. Loudon, 2. Juni. Wie die „Daily News" aus Odessa melden, soll der erste offizielle Act des neuen persischen Gesandten in Petersburg der Abschluß eines neuen russischpersischen, für Rußland günstigen Handelsvertrages sein. Newyork, 2. Juni. Infolge der in den Vereinigten Staaten herrschenden außerordentlichen Hitze wurde in ver- schiedenen Eisenwerken der Union die Arbeit eingestellt. Viele Personen stürzten, vom Hitzschlag getroffen, zu Boden, mehrere davon sind gestorben. Neueste rNrchvLchtcn^ Depeschen deS Bureau „Herold*. Berlin, 3. Juni. Der erste Parteitag der antisemitischen Volkspartei wurde gestern Hierselbst abgehalten. Vertreten waren 24 Orte aus Deutschland mit 29 Wahlkreisen. Auch Wien hatte einen Delegirten entsandt. Reichstagsabgeordneter Böckel sprach als erster Redner über die Nothwendigkeit der antisemitischen Volks- Partei- er hielt die Gründung derselben für absolut noth- wendig. Die Reformpartei habe die Bewegung in das reactionäre Fahrwaster geleitet, dabei seien Liebermann von Sonnenberg und Zimmermann die treibenden Kräfte. Geisler- München verwahrte sich dagegen, daß die bayerischen Antisemiten Partikularisten seien, sie seien freiheitlich und ließen sich nicht von Reaktionären leiten. Die Bayern erwünschten in der Parteileitung Decentralisation. Nachdem Ahl Wardt zu dem Programm gesprochen, wurde in die Specialdebatte eingetreten und alsdann das Gesammtprogramm einstimmig angenommen. Budapest, 3. Juni. Die Schweineseuche ist fortgesetzt in der Zunahme begriffen. Bisher sind acht Comitate als verseucht erklärt worden. Budapest, 3. Juni. Am' 14. October wird die erste Civilehe in feierlicher Weise geschlossen werden. CocaUs und KroVinzrelles. Gieße«, den 4. Juni 1895. * * Empfang. Seine Königl. Hoheit der Großherzog empfingen am 1. Juni u. A. die Secondelieutenants der Reserve Jung, Delp und Jacobi vom Großh. Feld- Artillerie-Regiment Nr. 25 (Großherzogliches Artillerie- Corps), den Kreisarzt Dr. Haberkorn aus Gießen. * * Radfahrerbezirktzfest. Sonntag den 16. Juni findet in Verbindung mit dem 10jährigen Stiftungsfeste des Gießener Radfahr-VereinS das Bezirksfest des Nord- bezirkS des Gaues 9 des deutschen Radfahrerbundes statt, bet welcher Gelegenheit ein Straßenwettfahren über 10 und 20 Kilometer auf der Strecke Gießen—Reiskirchen ausgefochten wird. Die Feier, welche mit einem Frühconcert in dem Garten der Restauration Elges beginnt, findet im Laufe des Nachmittags nach einem Corso durch die Stadt in den Räumen, Garten und festlich decorirteu Halle des „Schützenhauses" statt, woselbst Concert, Tanz und Preisvertheilung. Das Fest verspricht nach den getroffenen Vorbereitungen bet dem wachsenden Interesse für den Radfahrsport und bei der immer sehr regen Theilnahme der Radlerwelt, sowie dem stets festlich gesinnten Gießener Publikum sich zu einem schönen Volksfeste zu gestalten. Nur gutes Wetter. All Heil! * * Wildfrevel. Am verflossenen SamStag schnitt ein Bauer von Ltndenstruth einem im Kornfelde aufgegrtffenen nur wenige Tage alten Reh zick lein den Hals durch. Der Wiesenwärter und Jagdaufseher Menz von dort stellte dem Thäter nach und ermittelte den Thatbestand, welcher auch von dem Thäter zugestanden wurde. Anzeige ist bereits erfolgt. Das getödtete Zicklein wurde den hiesigen Jagdpächtern zugestellt. * * Nicht mehr als sechs Verhaftungen mußten am ersten Feiertag vorgenommen werden. Es wurden zwei Personen! wegen Obdachlosigkeit, zwei wegen lüderlichen Umherziehens, eine wegen Bettelns und eine wegen Trunkenheit festgenommen. * * Verhüteter Unfall. Gestern Abend fiel auf der Mäusburg ein fünf Jahre altes Kind vor die Pferde eines im Gang befindlichen Omnibus. Eine Dame zog baß Kind unter den Pferden hervor und verhinderte, daß daS Kind überfahren wurde. * * Körperverletzung. Ein Arbeiter wurde gestern Abend in der Ostanlage liegend blutend aufgefunden und in die Klinik gebracht, woselbst constatirt wurde, daß er einen Messerstich im Rücken hatte. Als Thäter bezeichnete er einen Taglöhner von hier, welcher dann auch auf die Polizei sistirt wurde und die That eingestand. Lebensgefährlich ist die Verletzung nicht. * * Rauferei. In der Nacht vom ersten auf zweiten Feiertag fand auf der Lahnbrücke eine Rauferei statt, wobei ein Arbeiter von Wieseck von einem Soldaten einen Säbelhieb auf den Kopf erhielt. • * Stickerei-Ausstellung. Wie wir erfahren, beabsichtigt die S t n g e r C o m p. A c t. - G e s. (bisherige Firma G. Neid- linger) eine Collection von über 200 auf der Original Singer Nähmaschine hergestellter Kunststickereien, welche bereits in Chicago, Hamburg, Berlin, Hannover, Dresden, München, Wien und anderen großen Städten daß größte Interesse erregten, auch in Frankfurt a. M. auszustellen, wözu der Mitteldeutsche Kunstgewerbe-Verein, Neue Mainzer Straße 49 seine Räume in dankenöwerther Weise zur Verfügung gestellt hat. Der Eintritt ist unentgeltlich für Jedermann, und namentlich für unsere Damenwelt dürfte der Besuch dieser Ausstellung sehr zu empfehlen sein. * * Zur Beachtung für Viehbefitzer. In letzter Zeit kommen fortgesetzt viele Landwirthe in große Unannehmlichkeiten und zu großen Verlusten, indem sie ihren Viehstand bet einer Anstalt versichert haben, die in Hessen keine Con- cession hat. Verschiedene Leute mußten deßhalb'nach stattgehabten unbefriedigenden Verlusten an norddeutschen Gerichten klagend vorgeh-n. Diese bitteren Erfahrungen machten andere Versicherte stutzig, weßhalb sie ihre Prämienzahlungen einstellten. Alsbald aber erfolgten Zahlbefehle und selbst nach deren Tilgung auf die entstandenen Kosten Klageschriften mit angesetzten Terminen in Norddeutschland; daß derartige Händel nur zum Schaden der Landwirthe ausgehen, liegt auf der Hand. Es ist deßhalb Interessenten dringend anzuempfehlen, derartige Versicherungen nur bei solchen Gesellschaften abzuschließen, die auch im Jnlande Concession haben. Am allerbesten thun die Landwirthe, wenn sie unter sich in den einzelnen Orten Vtehversicherungen errichten, welche vielerorts großen Segen stiften. * * Aus dem Bundesamt für das Heimathwesen. Durch 'rechtskräftiges Urtheil des Provinzialausschuffes der Provinz Oberhessen war der Ortsarmenverband Großen-Buseck verurtheilt worden, die Wittwe Schlabach in eigene Fürsorge zu übernehmen. Derselbe hatte dieser Entscheidung auch Folge gegeben und bis zum Jahre 1891 die Wohnung für die Sch. bezahlt. Alsdann war dieselbe nach Gießen gezogen. Dort wendete sie sich im Jahre 1894 an das Großherzogl. Kreisamt mit einem Unterstützungsgesuch, und dieses wies den Ortsarmenverband Gießen an, ihr ein Unterkommen zu beschaffen. Auf Grund dieser Entscheidung erhob der Ortsarmenverband Gießen Klage gegen den Ortsarmenverband Gr.'Buseck mit dem Anträge, diesen zu ver- urtheilen, die Sch. wieder zu übernehmen. Die Klage war darauf gestützt, daß die Sch. bereits durch die Vorentscheidung des Provinzialausschusses für dauernd hilfsbedürftig erklärt worden sei. In diesem Zustande habe sich seither nichts geändert, zumal die Frau jetzt 72 Jahre alt und schon wegen Altersschwäche außer Stande sei, für ihren Unterhalt selbst zu sorgen. Wenn sie in der Zwischenzeit die öffentliche Armenpflege nicht in Anspruch genommen habe, so liege der Grund ausschließlich darin, daß sie durch Privatmildthätig- keit das zum Leben Erforderliche erhalten habe. Wegen der Fortdauer des Zustands der Hilfsbedürftigkeit habe sie auch in der Zwischenzeit den Unterstützungswohnsitz bet dem Beklagten nicht verlieren können. Der Provinzialausschuß erkannte auf Abweisung der Klage mit folgender Begründung: Durch die Beweisaufnahme sei festgestellt, daß die Sch. in Gießen in einem Gesindedtenstverhältniß gestanden und als Entgelt für ihre Arbeit Kost und Obdach erhalten habe. Es könne daher von einer fortdauernden Hilfsbedürftigkeit nicht die Rede sein, weshalb der Klageanspruch hinfällig werde. Gegen dieses Urtheil legte der Ortsarmenverband Gießen Berufung ein und machte geltend: Der Provinztalausschuß habe übersehen, daß durch die frühere Entscheidung die Hilfsbedürftigkeit der Wiltwe Sch. bereits feftgestellt sei. Von einem Dienstverhältniß könne gar keine Rede sein; eine 72jährtge Frau nehme sich doch Niemand als Dienftmagd ins Haus. Der angebliche Dienstherr habe eben die Sch. aus Mitleid bei sich ausgenommen, und es sei wohl sehr natürlich, daß sie sich durch leichte Arbeiten, wie sie in ihren schwachen Kräften standen, erkenntlich gezeigt habe. DaS Bundesamt für das Heimathwesen erkannte jedoch am ersten ' Juni c. auf Bestätigung der Vorentscheidung aus folgenden Gründen: In welchem rechtlichen Verhältniß die Sch. zu ihrem Obdachgeber gestanden habe und ob dieses sich als ein Dienstverhältniß im eigentlichen Sinne characterisiren lasse, könne ganz dahingestellt bleiben. Jedenfalls stehe fest, daß sie dort beschäftigt war, und daß sie dafür eine Vergütung erhielt, die für ihres Leibes Nothdurft ausretchte. Danach könne aber von einer Hülfsbedürftigkeit oder gar von einer dauernden Hilfsbedürftigkeit im armenrechtlichen Sinne nicht die Rede sein. Die im Vorproceß ergangene Entscheidung gelte selbstverständlich nur unter der Voraussetzung, daß die maßgebenden Verhältnisse unverändert blieben, daß also namentlich die Hilfsbedürftigkeit fortdauere. Mit deren Wegfall sei auch die Entscheidung selbst unwirksam geworden. * * 3« Amerika verstorbene Hessen. Chillicothe, O. Georg Gärtner, 67 Jahre alt, aus Wald - Michelbach. < Jersey City, N. I. Henry Schweißgut, 67 Jahre alt, aus Ober-Ofleiden. Michigan City, Jnd. Jean Pierre- Koch, 64 Jahre alt, aus Neu-Isenburg. -s. Neu-Ulrichstein, 1. Juni. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro Mat 189 5. Ende Mai 1895 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 64 Mann. Dieselben vertheilen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 8; Königreich Preußen: Regierungsbezirk Kassel 11, Regierungsbezirk Wiesbaden 3, Provinz Rhem- lande 11, Provinz Westfalen 4, Provinz Hannover 1, Provinz Sachsen 2, Provinz Berlin 3, Provinz Westpreußen 1, Provinz Posen 1, Provinz Schlesien 2; Königreich Bayern 7, Königreich Sachsen 1, Königreich Württemberg 1; Thüringen 4- Freie Stadt Hamburg 1. Ausland: Oesterreich 2, Schweiz 1. Hiervon waren: Arbeiter 22, Bäcker 3, Buchbinder 2, Färber 1, Former 1, Graveure 1, Hetzer 1, Kaufleute 5, Krankenwärter 1, Landwirthe 2, Molkerei- Gehilfe 1, Metzger 2, Schaufelmacher 1 , Schlosser 7, Schneider 3, Schreiber 1, Schuhmacher 2, Seiler 1, Spengler 1, Tuchmacher 1, Tuchscheerer 1, Tüncher 1, Weißgerber 1, Zimmerleute 2. Gearbeitet wurde an 1770 Tagen. Verpflegt hat die Colonie an 2038 Tagen. Im Monat Mai 1895 wurden entlassen 22 Mann, und zwar auf eigenen Wunsch 16, in Arbeit durch die Colonte 1, zur Familie zurück 1, wegen Arbeitsverweigerung 2, wegen Contractbruchs 1, wegen Widersetzlichkeit 1. Seit Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden im Ganzen 2821, dagegen abgegangen im Ganzen 2757 Mann, bleibt Bestand am 31. Mat: 64 Mann. M. 0. Ober - Mockstadt, 3. Juni. Der Stand unserer Z w i b e l c u l tu r e n ist, wie derjenige allerlandwirthschaftlichen Culturgewächse tn diesem Frühjahre ungemein befriedigend, wozu bemerkt wird, daß aber auch bereits zum dritten, ja da und dort sogar-zum viertenmale behackt und gejätet worden ist. Die Zwiebel erfordert eine ziemliche Sauberkeit und Auflockerung des Bodens- dann bringt sie bei kräftiger Düngung ungemein hohe Erträge. Von Interesse ist, daß man nun auch die Maschine und zwar die Säemaschine bei der Zwiebel- cultur zur Anwendung gebracht hat. Es ist ein leichtes, dem feinen Zwiebelsamen entsprechendes Maschtnchen, welches von einer Menschenkraft mit leichter Mühe in Bewegung gesetzt wird. § Crainfeld, 31. Mai. Die Arbeiten an der hiesigen Gemeinde-Wasserleitung gehen rüstig voran. Bis jetzt find 25 Arbeiter dabet beschäftigt, mehr konnten bis jetzt tn den umliegenden Orten nicht aufgebracht werden, und werden jedenfalls noch fremde Arbeiter herbeigeholt werden müssen, damit die Leitung vertragsmäßig bis 1. August l. I. vollständig fertig wird. Verim-schtes. * Bad Salzschlirf (Oberhessen). Von allen bekannten Bädern hat wohl keins einen solch' raschen Aufschwung genommen, wie das in Oberhessen gelegene Bad Salzschlirf. Noch vor wenigen Jahren wurde dasselbe fast ausschließlich von Kranken der nächsten Umgebung frequentirt, während solches jetzt von Gästen aus allen Gegenden Deutschlands und auch aus dem Auslande besucht wird. Zu verdanken hat dies Salzschlirf den überraschenden Heilerfolgen seiner Bonifaciusquelle, welche als stärkste aller existirenden Lithiumquellen sich als wirksamstes Heilmittel gegen alle Stoffwechselkrankheiten, insbesondere Gicht, Rheumatismus, Nieren- und Blasenleiden, Magen- und Leberkrankheiten, Hämorrhoiden, Fettsucht rc. bewährt, hat. — Durch seine überaus kohlensäureretchen Mineralbäder, Moorbäder, vortreffliche Luft, großen Kurpark mit angrenzenden ausgedehnten Waldungen und landschaftlich schöner Umgebung übertrifft Salzschlirf auch in dieser Beziehung die meisten der renommirtesten Bäder. Mit Rücksicht auf die stetig wachsende Zahl der Kurfremden ist ein zweites (mit allem Comfort der Neuzeit ausgestattetes) Badehaus neu erbaut und in dieser Saison eröffnet worden- ebenso wurde die Zahl der Fremdenwohnungen durch Neubauten erheblich vermehrt. — Ausführliche Prospecte versendet kostenfrei die Badeverwaltung zu Salzschlirf. * Elberfeld, 1. Juni. Der Pulverwagen der Pulverfabrik Gebrüder Wömbler zu Rummenohl mit zweihundert Pfund Pulver explodirte gestern Nachmittag in der Berliner Straße. Zehn Personen, darunter der Staatsanwalt Hansen und der Kutscher des Wagens, wurden schwer verletzt. Mehrere Häuser wurden verwüstet, Tausende von Fensterscheiben sind zertrümmert. * Brunn, 2. Juni. Die Frau des Heizers Haller, Mutter von 10 Kindern, stürzte sich heute in Jägerndorf aus Kränkung über die Dienstentlassung ihres Mannes- mit ihrem jüngsten, einem halben Jahre alten Kinde in den Oppafluß. * Eine sehr bemerkeuswerthe Erklärung dafür, daß Fleischsuppe das erste Gericht der Mahlzeit des civilisirten Menschen zu bilden Pflegt, gtebt Dr. med. Franke in einem Aufsatz: „Die Küche d er B lu t ar men", den die Monatsschrift für das deutsche Haus „Die practische Küche" (Verlag von Max Pasch in Berlin) in ihrem Mai-Heft 1895 ver- üffentlicht: „Die Mahlzeit beginne man mit einem Teller Fleischsuppe. Die aus dem Fleisch durch Kochen extrahirteu Fletschsalze (namentlich die Kalisalze) haben nämlich die Eigenschaft, das im Magen in einer Vorstufe als Proprpsin vorhandene Pepsin-Ferment beim Zusammentreffen „zu laden" und es sofort in eigentliches Pepsin umzuwandeln, so daß also ein Teller Suppe für die Verdauung von großem Bor- theil ist. Wohlverstanden Fleischsuppe — den anderen Suppen, mögen sie heißen, wie sie wollen, kommt diese Eigenschaft nicht zu. Will man Kochfleisch vermeiden, so nehme man Fleisch-Extract, welches genau dem gleichen Zweck entspricht". -- Die letztere Bemerkung stimmt mit der That- sache, daß allen Magenschwachen ein Täßchen Bouillon aus Liebigs Fleisch - Extract zu hochwillkommener Labung dient. * Eierproductiou uud Eierhaudel. Obgleich die Hühnerzucht auf heimischem Boden ziemlich ausgebreitet ist, vermag sie diesseitige Production in Eiern den Bedarf nicht zu decken, in Folge dessen macht sich die Einfubr von außen nothwendig. Insbesondere in den größeren Städten findet starker Consum von importirten Eiern statt. Die Gesammt- Einfuhr während der ersten drei Monate dieses Jahres betrug: Januar 57,213, Februar 30,681, März 85,118, zusammen 173,012 Doppecentner, gegen im Vorjahre Januar 57,020, Februar 36,394, März 117,801, zusammen 211,215 Doppelcentner. Für Deutschland gelten als Hauptplätze des EierhandelS: Hamburg, Leipzig, Berlin. Von Rußland kommen auch größere Mengen Eier nad} Lübeck, und zwar auf dem billigeren Wasserwege. Citeratur rrnd Arrnst. — »Tust", eine Hofgeschichte von Fr. Sptelhaoen. Verlag der I. Engelhorn'schen Romanbibliotbek, XL, Bd. 17. — Ein Altmeister deutscher Erzählungskunst, Friedrich Spielbagen, bietet in diesem Roman die vollendete Schilderung des Hoslebens eines Kleinstaates. Die Heldin, deren beschick der Verfasser mit prächtiger Characteristik und warmer Empfindung schildert, hält das Interesse bis zum tragisch endenden Schluß gefangen. — Wir nahmen schon des Oefteren Gelegenheit, das rühmlichst bekannte Anlernehmen der Verlagsanstalt tobend hervorzuheben. In der Engelhorn'schen Romanbibliothek wird in mustergültigen Romanen und Novellen das Beste zu einem mäßigen Preis bet tadelloser Ausstattung geboten und kann aufs Neue bestens empfohlen werden. -g- — Vom rltnfoecfttttt', der allbeliebten Familtenzeitschrlft (Verlag des Universum, Dresden), liegen uns die Hefte 17 'und 18 vor: jede Nummer mit einer Fülle des wertbvollsten textlichen wie illustrativen Materials ausgestattet, welches die Zeitschrift zu einem Universum in des Wortes schönster Bedeutung stempelt. Es ist uns nicht möglich, von den auf mehr wie 80 Spalten untergebrachten Beiträgen jedes Heftes auch nur einzelnes berauszugreifen; — Namen der Mitarbeiter wie: L Ganghofer, dessen neuester Roman „Schloß Hubertus" die Zeitschrift allein sckon lesenswerth macht, ferner: Gräfin Adlersteld - Ballestrem, P. Rosegger, Hermine Dillinger, Dr. W. Stoß, Frida Schanz u. v. a. m., welche sämmtlich in den vorliegenden Heften mit Beiträgen vertreten sind, bieten jedem Gebildeten allein schon Gewähr für nur gediegene Lectüre. — Bei dem außergewöhnlich billigen Preis von 50 Pfg. pro Heft können wir ein Abonnement angelegentlichst empfehlen. Technische Fortschritte. — Schutz der Obstbäume gegen Raupettfratz, fliegende Jttseetttt «Nd Blutläuse. Fast noch gefährlicher wie die Frostschäden im Winter ist für die Obstbäume der Raupenfraß im Sommer, denn wiederholt sich die Zerstörungsarbett der Raupen, so gehen die Obstbäume zu Grunde. Nun ist es aber gar nicht so sehr schwer, die Raupen zu vertttgcn, man muß nur im Frühjahr die Bäume sorgfältig nach den Raupennestern absuchen. Alle sich zeigenden großen und kleinen Raupennester an Fruchtbäumen und Sträuchern entfernt mau dann energisch durch Abfchneiden mittelst der Raupen- scheere. Die abgefchnittenen Nester müssen verbrannt werden. Außerdem kann man die Raupen in dm Nestern an den Bäumen auch mit dem Neßler'schen Jnsectengist tobten. Haben sich die Raupen im Gespinnst verpuppt, so werden sie im Puppenzustande, am besten mit einer Raupenfackel verbrannt. Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß man die fliegenden Jnsecten neuerdings mittelst einer sehr hell brennenden Windlaterne, die man in die Bäume des Obstgartens bei Nacht aufhängt, vertilgt. Die mit mehreren Blechflügeln verfehene Laterne, sowie der Rahmen derselben wird mit irgend einem guten Fliegenleim bestrichen und in kurzer Zeit ist die Laterne dick mit Jnsecten bedeckt, die man abstreicht und ,bie Laterne dann wieder ebenso praparirt hinhängt. Witterungsbericht vom 3. Juni. Die Wetterkarte weist heute zwei Maxima auf, ein- über Scandinavten und dem bottntschen Meerbusen, das andere im Südosten Europas. Im Innern Rußland liegt eine flache Depression, während von Westen her gegen die britischen Inseln tiefer Druck vordringt. lieber Frankreich und Oesterreich sind' zahlreiche Theil- minima vorhanden. Dieselben liegen in einer Furche geringen Druckes, die sich von der westlichen Depresston zur östlichen über Cmtral-Europa herziebt. Das Wetter ist in Deutschland warm und macht sich vielerorts Neigung zu Gewitterbildungen geltend. Voraussichtliche Witterung r Warmes Wetter mit wechselnder Bewölkung und Steigung zu Gewitterbildungen. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 4. Juni, zwischen 11 und 12 Ahr Mittags. Wasser 167,0, Lust 17° im Schatten. Rübfamen'fche Bade- und Schwimmanstalt. Verkehr, CanÖ* unb VoUrrvirthschaft- Veünberg, 1. Juni. Fruchtpreise. Weizen 00,00, Korn JL 14.00, Gerste 00.00, Hafer 10,00, Erbsen JL 00,00, Linsen JL 00.00, Wicken A 00,00, Lein Jt- 00,00, Kartoffeln X 5,88, Samen v*L 00,00. Versteigerungen von Heu- und Grummetgras auf Gräflichen Wiesen. 1. Mittwoch bett 12. Juni d. I. im Revier Freienfeen (unvorgezeigt) auf 124 Morgen von Vormittags 9 Uhr an auf der Schreinersmühle bet Freienseen; 2, ati demselben Tage, nach Zusammenkunft um 2 Uhr Nachmittags beim Flensungerhof, in der Gemarkung Flensungerhos auf ca. 65 Morgen Wiesen, sowie auf Kleegrasstücken des Hoffeldes; 8. Donnerstag den 18. Juni d. I.» von Morgens 8 Uhr an in der Gemarkung Laubach auf den Schellenberger- und ZiegelhÜttertcichwiefen (32 Morgen); 4. an demselben Tage im Thiergarten, mit Beginn um 9 Uhr Vormittags in der Hirtenbach, auf 59 Morgen, einschließlich Thiergärtnertelchwiese; 5. an demselben Tage, Nachmittags 5 Uhr, in dem Gemeindehause zu Wetterfeld von Wiesen der Gemarkungen Wetterfeld und Lavier: 8. Freitag den 14. Juni d. I-, mit Beginn um 9*Ubr Vormittags in der AepfelSbach, auf ca. 180 Morgen Wiesen in der Heegbrücke, Herrn- wiese, auf Wiesen um den RuthardShäuser Teich, einschl. Hexenwiesen; 7. An demselben Tage Nachm- von 1 Uhr an auf dem Jägerhaus un- vorgezeißt von ca. 270 Morgen Wiesen im Wetterauergrund, Hablgarten, Hauxtherlen, Ruthardshausen, Langhecke, Mulsau, LIngelbach, Buchholz rc- 8. Montag den 17. Juni d. I., von Morgens 9 Uhr an, auf der Friedrichs- Hütte von 23 Morgen Wiesen, sowie von Waldwegen des Reviers Ruppertsburg. MkSt Nähere Auskunft Über die Wiesen, welche noch durch mit Nummern versehene Pflöcke oder Steine kenntlich gemacht sind, wird vor dem Termin von Wiesenwärter Silß dahier, sowie von den betreffenden Gräflichen Forftwarten auf Verlangen ertheilt werden. Laubach, den 30. Mai 1895. Gräfliche Rentkammer. 4°o Anlehen Norddeutscher Lloyd, Bremen Bremen-Australien. Nach Adelaide, Melbourne, Sydney. Schnelldampferfahrten nach Newyork: Bremen Dienstags und Sonnabends. e» Von Von Von Oceanfahrt nach Newyork Nach Buenos Aires. Nach Baltimore. via Gibraltar zweimal monatlich. Bremen-Südamerika. Nach Montevideo. Southampton Mittwochs und Sonntags. Genua bezw. Neapel Bremen-Nordamerika. Nach Newyork. Bremen-Ostasien. Nach China, Nach 7-8 Tage. Japan. Vorzügliche und billige Beisegelegenheit. Nähere Auskunft durch: J- M. Schulhof, Giessen, Isidor Schulhof, Friedberg, Julius Karl. Grünberg und Wilhelm Acker, Berstadt. der Stadt Hungen von 1886. Alle nicht zur Convertirung resp. Abstempelung auf 3*/, % eingereichten Obligationen dieser Anleihe werden hierdurch zur Rückzahlung per 1. October 1895 gekündigt und hört von diesem Tage an jede weitere Verzinsung auf. Die Einlösung erfolgt vom 1. Juli l. I. ab, mit Zinsberechnung bis zum Einlösungstage d. h. längstens bis zum 1. October 1895 bei dem Rechner der Stadt Hungen, sowie bei dem Bankhause Max Hetz in Friedberg. Hungen, den 1. Juni 1895. 4946 Großherzogl. Bürgermeisterei ________________________Buttron._____ eöeäeäeöeöeöööeöeaeöeöeo® • Dr. Schliephake • • verreist« 8 Vertreter: Herr ©r. Klein, „ ör. Klewitz, „ Os*« Rfiarkwald, g Ob*. Zinsser. 4951 ! Mittwoch den 12. Ium, Nachmittags 3 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Karl Leib in Gießen gehörige Hofraithe: Flur 1 Nr. 1093 — 203 qm hinter dem Burggraben öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 20. Mai 1895. Großh. Ortsgericht Gießen. ___________I. A-: Vogt. 4578 Vergebung von Bauarbeitern Die zum Neubau eines Clubhauses zu Lich erforderlichen nachbenannten Arbeiten und Lieferungen sollen auf dem Submissionswege vergeben werden: veranschlagt zu Steinhauerarbeiten (Sandsteine, Lungsteine) M. 540.20 Maurerarbeiten „ 5571.88 Zimmerarbeiten Dachdeckerarbeiten Holzcementarbeiten Spenglerarbeiten 9?-Träger- und Eisenguß- 51 lieferung Glaserarbeiten Schreinerarbeiten Treppenlieferung Schlosserarbeitcn Weißbinderarbeiten Tapezierarbeiten „ 1739.37 „ 584.35 „ 985.82 „ 360.72 „ 508.80 „ 733.68 , 1602.24 „ 128.00 „ 307.58 ,, 1201.43 ,, 87.00 Die Pläne, Voranschläge und Bedingungen zu dieser Vergebung liegen vom 1. bis 6. Juni l. I. bei Stationsvorsteher Burg in Lich zur Einsicht der Interessenten offen. Die Angebote sind verschlossen, portofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 7. Juni, Abends 8 Uhr, an den Vorstand der Clubgesellschaft zu Lich einzureichen, woselbst die Eröffnung der Angebote stattfindet. Zuschlagsfrist 14 Tage. 4903 Lich, den 31. Mai 1895. Der Notstand der Clubgesellschaft. Verdingung. Die Lieferung von 30üO cbm gesiebtem Kies soll für die diesseitigen Strecken im Wege der öffentlichen Ausschreibung ganz oder gelheilt vergeben werden. Ver- dingungsheste sind von der unterzeichneten Dienststelle gegen Zahlung von 50 H in baar und bfftellgeldfrei zu beziehen. Die Angebote müssen versiegelt, post- srei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 11. Juni d I., Vormittags 11 Uhr, eingereicht sein. Zuichlagsfrist 14 Tage. 4949 Königl. Eisenbahn-Betriebs'Jnspeclion. Holzgelderhebung. Künftigen Donnerstag, den 6. Juni d. I., soll tue letzte diesjährige auswärtige Erhebung von Freiherrlich v. Rabenau'schen Holzgeidern stattfinden und zwar: 1) von Vormitt. 8—11 Uhr in der Wirthschaft des Herrn Karl Ranft in Beuern; 2) von Mittags 1 bis 3 Uhr in der Wirthschaft des Herrn Ferd. Guntrum in Reiskirchen. Londorf, am 31. Mai 1895. Der Rentmeister. 4905 Schmidt. 4862] Eine gut erhaltene, geräumige Voliere für Geflügel, mit Drahtgeflecht und Zinkdach, billig zu verlausen. Alieestratze 12, pari. Ch. A. Pasteurs Essig-Essenz von Max Elb, Dresden zur augenblicklichen Selbstbereitung des besten Speise-Essigs und zuverlässigsten Einmache- Essigs ; empfohlen von den höchsten medicinischeu Autoritäten als der gesündeste Essig. In ahgetheilten Original- Flacons zu 10 Literflaschen Essig I Mark. 3650 ä Pestragon I Mk. 25 Pf., aux fines herbes I Mk. 50 Pf. LS» Man hüte sich vor Nachahmungen ! In Giessen ächt zu haben bei Carl Schwaab, Hofl., Erni! Fischbach, C. 6. Kleinhenn, A. & G. Wallenfels. COGNAC, beste (Qiifllitättn, von den größten bis zu den kl-inste« Packungen aus der Weinbrennerei von Jacob Stück Nacht, in Hanau a. ML empfiehlt . 4753 M. Krause, Kirsch-Apotheke. 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Dieselbe enthält auf 80 Seiten eine erschöpfende historische und topographische Schilderung der mächiigen alten Burg, dieser herrlichen Zierde des Labnthals, Miitheilungen über die dankenswerthen neueren Bestrebungen zur Erhaltung und Verschönerung der Burgräume und eine Fülle von woblgetroffenen Ansichten der verschiedenen Tbeile der Burg und bildet so eine werthvolle freundliche Erinnerung an die jedem Freunde des Lahnthals unvergeßliche Burg." Zrermietßnngm. 4953] Die Parterrewohnung meines Hauses, Bismarckstratze 22, gegenüber der Realschule, 5 Zimmer mit allem Zubehör, ist per 1. September, event. auch früher, zu oermiethen- ____«eorg Schubecker. 4917] Kleines Mansardenlogis zu oer- miethen.______________Maigaffe 11* 4957] Freundliches Logis, 3 Zimmer mit allen Bequemlichkeiten, an ruhige Leute auf 1 September zu oermiethen. Näheres Alieestratze 27 bei Frau Stadtbaumeister Stief. 4916] Bl-ichstratze 26, Ecke Ludwig, straße, der 2. Stock, 6 Zimmer, Badezimmer und Zubehör, per 1. 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Gold-Rente 3% Portugiesen 6% Mexikaner 4°/o Monopol-Griechen von 1887 8Vi% Deutsche ReichSanl. 3o/o Preuß. Consols 3'/,°/° Gr. Hessische Obl. 4o/o Stadt Darmstadt v. 1891. »eldsorte« Gelb ä II // II // u. 10 Pfge. Reichsstempel kostet das Loos, gültig für 2 Ziehungen. Auf 10 Loose I Frelloos. Auf 25 Loose 3 Frelloose. 4943] Ei« «ind, IV2 Jahr alt, soll in gute Pflege gegeben werden. Zu er- fragen TeufelslustgLrtche« 26, I. Die Abonnements-Liste circulirt; desgleichen nimmt die Musikalienhandlung des Herrn Ernst Challier Abonnements entgegen. 4823 Kransse, Großherzoglicher Musikdirector. Neuester vervollständigter Placat - Fahrplan enthalt, die Fahrzeiten der auf den Stationen Giessen, Frankfurt a. M., Cassel, Marburg, Friedberg, Lollar, Fronhausen, Wetzlar, Coblenz, Deutz, Fulda, Alsfeld, Gelnhausen, Nidda, Stockheim, Gedern, Schotten und Laubach ankommenden und abgehenden Eisenbahnzüge, zum Preise von ÄO Ff. in der Expedition des „Giessener Anzeiger“ vorräthig. — Der Fahrplan kann auch durch die Austräger des „Anzeiger“ bezogen werden. Gothaer Lebensverficherungsbank (älteste und größte deutsche Lebensversicherungsanstalt). Berficherungsbestand am 1. März 1898: 676V2 Millionen Mark. Ausgezahlte Bersicherungs-Summen seit 1829: 269*/» Millionen Mark. Vertreter in Gießen: 307 Heinrich Hochreuther, Löberstratze 2. Abonnements-Conccrte. Steins Garten (Saalbau). Die Capelle des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Grotzh. Hessisches Nr. 116) erlaubt sich hierdurch zu einem Cyclus von Abonnements'Coucerteu einzuladen. Snppenwurz^MrtfSetngetrSfet^er^^™" ______ Eberh. Dort, Wailthorstr. 45. Die leeren Original-Fläschchen von 65 Mennig werden zu 45 Pfennig und die- jenigen L M- 1-10 zu 70 Pfennig mit Magqi's Supvenwürze nachgefüllt. [2926 Brief 16.22 20.42 4.20 Festsaal Cafe Leib. Mittwoch den 5. Juni, Abend-Concert im Garten, ausgeführt von der hiesigen Regimentsmusik unter Leitung des Großherzogl. 4935] Musikdirector C. Krauße. Anfang 8 Uhr. — Entrde 30 Pfg. aMf Bei ungünstiger Witterung im Saale. 3% Oesterr. Staatsbahn 0.1885 92.05 1 4o/o Eisenb. Rmtenb. Obl. 3°/o Jtal. staatsgar. Eismb. 54.6b 15 0/0 BuderuS Obl. Die Concerte finden in den St eiu'fcheu Loealitäteu statt. Dieselben werden mit Militärmusik ausgeführt, wozu ein musik« und kunst» liebendes Publikum ergebenst eingeladen wird. Der Abonnementspreis für 6 Concerte beträgt: Familienbillets bis zu 4 Personen . Fahrpreis 10 Pfg. Bon und «ach dem Bahnhof. Fahrpreis 10 Pfg. 6 Uhr Morgens. Omnibus-Verbindung 10 Uhr Abends, von und «ach dem «chiffenberger Wald Sonn- und Feiertags Nachm. 2to alle 20 Min- ( Fahrpreis 16.18 1 Franz. Banknoten " Oesterr. dto. | Americ. Verein zu Frankfurt (Main). — Jahresbeitrag für auswärt, ordentl. Mitglieder 5 JL. Einschreibgeld für stellesuchende i Handlungsgehilfen (Nichtmitgl.) 21/, ( für 3 Monate. SteUen besetzt 1894: 2342,! Werktags Nachm- 3"und 3^ । ----- seit 1864 ca. 32 000,______________950 An Wochentagen Fahrkartenvoroerkauf bei A. & Wallenfels (Telephon 48) Mermischte Anzeigen. Leise Anfrage! Wer? und wieoiele Ammermeiker aus Gießen zählen wohl zu dem _Consortium?^i Wohvungsverjlndkrmig. Wohne von heute ab in meinem erkauften Hause 4956 7. Diezftratze 7. Junker, Lohnkutscher. Soolbad Salzhausen in der Wetterau. (Gießen— Gelnharrfer Bahn.) Höchst wirksame lithiumreiche Kochsalzquellen, Schwefelquelle, Stahlquelle. 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Bolbeding, Homöopath i« Düsseldorf, Königsallee 6, und hatte ich die Freude schon nach 14 Tagen mein Kind genesen und zunehme.n zu sehen, so daß sie jetzt (acht Jahre alt) frisch und gesund ist, wofür ich Herrn Dr. Volbeding meinen herzlichsten Dank sage. Kettwig, Kirchtreppe 4. Nächste Woche 1. Ziehung der XV. Weimar-Lotterie mit 6700 Gewinnen im Gesammtwerth von 200,000 Mk. Hauptgewinne werth:50000m., 20000m., 10000 m. 1 Mk. ''L°0Se Ziehungen gültig, Stempel. „ sind allerorts zu haben in den durch Plakate kenntlichen Verkaufsstellen und durch den Coursbericht dob A. Kur® Co., Giessen, Kghuhofstraße 6'5. Frankfurter Börse vom 1. Juni 1895. Brief Geld 81 15 168 20 4.16 11 ii ii b Personenbillets . . . Kassenpreis............ „ Der Anfang der Concerte wird durch den „Gießener Anzeiger" bekannt gegeben. Junge Dame mit niedr. Strohhut und schwarzem Band, welche am 28. Mai, 5 Uhr Nachm., von Gießen bis Nidda, von da weiter bis Sch. fuhr, wird erg. um ihre Adresse, wenn auch unter Ziffer, gebeten. Gefl. Antwort befördert die Armoncen- Exped. Haasensieiu & Bögler, A..«., «asset unter G. X. 8. 611. [4948 48031 Haus- und Fahrbursche« für sofort gesucht. Vermittelungsbureau von C. StiaSny, Bahnhofstraße 11, Ecke Kaplansgaffe. _____ ... 101.80 3VL°/oHambrgr.Hyp.Bk.unk.b.l905 102.(0 3Vi°/o Frkf. Hyv. Cred. V. 101L0 3Vs°/oPreuß.Hyp.A.Bk.unk.b.l905 101 50 4o/0 DvttscheGrdsch.B.unk.b.1904 105.00 4