1S93 Freitag dm 5. April h«i iu Erstes Blatt 9lr. 81 Aints- und Anzsigeblatt siiv den Areis Gieren Gratisbeilage: Gießener Kamilienbtätter Feuilleton. M ------- ■ --------- Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. Alle die Factoren, welche zur Formung einer Geistes, effenz beitragen, werden von ihm auS psychologischen Gründen ausgespürt und in die richtig? Beleuchtung gesetzt. Gerade bei einem Dichter, der wie Niebergall an daß wenn man Folgendes lieft: „Wo die ersten Hügel des Odenwaldes sich aus der wettgedehnten Rhein Main-Ebene in sanften Schwellungen zu erheben beginnen, liegt in einem erquickenden Kranze grüner Wälder die Residenz der Hesien-Darmstädtischen Fürsten. Von den höher gelegenen Stadttheilen schweift der Blick nach Norden und Westen über die ungeheuren Flächen, auf denen finstere Ktefernforste mit fruchtbaren Rodungen und zahl« losen schimmernden Dörfern und Städtchen in seltsamen Umriffen und Schaltirungen abwechseln, bis im Westen daS blitzende Silberband des Rheines und die gelblich weißen Kalkwände seiner jenseitigen Rebenufer, gen Süd-Westen der von sanftem Blau umhauchte, mächtige Donnersberg den Horizont abschließen. Im Norden und Nord-Westen gleitet daS Auge Über die anmuthigen, vornehmen Berglinien des Taunus, der sich dort, vou einem herrlichen Violett übergossen, zu bedeutender Höhe über die Ufer deS Rheines emporreckt. Nach Süden hin dehnt sich das Flachland der Bergstraße entlang. Em unerschöpflicher Reichthum landschaftlicher Reize entsteht durch diesen jähen Coutrast zwischen den kühn sich erhebenden Bergesreihen und! der inS Ungewisse und Unendliche dahin« gebreiteten Ebene. Der Odenwald selbst tritt im Süden dicht an die Stadt heran, welche inzwischen schon hoch an (Nachdruck verboten.) E. M. Die persönliche Bekanntschaft von Georg Fuchs machte ich, als er mir fein „Nibelungenlied" überreichte, ein Festspiel, das unter Zugrundelegung des Urtextes für musikalische und plastische Bilder arrangirt worden ist, zum Zweck volkSthümlicher Wirkung. Mit der Musik von Karl Pottgießer ist daS FuchS'sche Libretto über einige Bühnen gegangen und hat sich einer sympathischen Aufnahme erfreuen Tcr deutsche Handel und die Silberwährung. Bei dem Streite um die Beseitigung der Goldwährung und die Einführung der Doppelwährung kommt unter anderen Umständen hauptsächlich auch der Einfluß der Silberwährung auf Deutschlands Handel in Betracht. Da Deutschland die Goldwährung besitzt, so hat naturgemäß nur die Silber« Währung deS Auslandes Einfluß auf den deutschen Handel. Hier muß nun allerdings zugegeben werden, daß in allen den Fällen, in welchen die StlberwährungSländer, also Indien, tzhina, Japan, Mexiko, Peru und die centralamerikanischeu Staaten ihre Waarenbezüge auS Deutschland mit Wechseln in kbilberwährung bezahlen, daS Geschäft äußerst gefährlich für ben deutschen Fabrikanten und Kaufmann ist, denn sinkt während der Laufzeit des Wechsels (also in 3 bis 6 Monaten) dec Stlberpreis, so hat der deutsche Handel den Schaden. Nack den Erfahrungen der letzten Jahre ist nun aber der Silberpreis in stetigem Sinken begriffen, also ist ohne jeden Zweifel eine Misere für den deutschen Handel mit den Silber- Ländern bei dem Verkaufe deutscher Maaren vorhanden. Sehr günstig ist aber die Position des deutschen Handels, wo er tn den Silberländern als Käufer ausländischer Rohproducte nab fertiger Maaren auftritt, denn dann hat eß der deutsche Handel in der Hand, in der dort üblichen sehr niedrigen Silberwährung den Preis zu machen und mit Hülfe der einheimischen Goldwährung vorher baß Silbergeld billig zu kaufen. Da indessen dadurch keineswegs ein vollständiger Ausgleich für die Maaren ausführenden Industriellen und Kaufleute geschaffen wird, so wäre eine Hebung oder Be- Zeitigung der Silberwähruug in den genannten Ländern sowoh im Interesse dieser Länder selbst als auch im Jntereffe deS seinen Vorhügeln hinangeklettert ist. Wie ein Amphitheater reihen sich hier die Berge empor, durchquert von lachenden Wiesenthälchen und von kühlen Laubwäldern umrauscht, welche sich östlich der Stadt fortsetzen und endlich als herrschaftlicher Wildpark weit gegen Norden erstrecken. Hier gibt es noch stille Stunden unentweihter Einsamkeit, noch geheimnißerfüllte Schatten, kühle, erquickende Schauer. Hier kann mau noch unter uralten Eichenstämmen sich auS- strecken und in den blauen Himmel hinetmräumen ohne jede Störung, ohne jede Ablenkung des Seelenlebens, daS wie das heilige Waldesweben ungehemmt durch die Brust fluthet. Doch auch die Ebene ist schön! Nicht nur für die Radfahrer unserer Tage, sondern auch für daS Auge des Künstlers. Sie hat in ihrer scheinbaren Monotonie, welche sich dem tiefer dringenden Blicke sofort als eine unergründliche Mannigfaltigkeit offenbart, mit ihren ungemeffenen Horizonten, ihren grellen Lichtern und unruhigen Schatten eine große Aehnlichkeü mit dem Meere. Selbst wenn die Nebelmaffen darüber wogen, wirkt sie groß, selbst wenn die freie Mittagssonne sie in goldener Ruhe fistelt, wird das Auge nicht satt, ihren Geheimnissen nachzuspüren. Braust aber der Sturm darüber hin und wühlt in den Tannenforsten, hebt gigantische Sandsäulen und peitscht die schrägen Regenstrahlen vor sich her, dann offenbart sich uns die Macht der dahinjauchzende« Naturkräfte. Ohne Gleichen ist aber die majestätische Pracht, welche das Abendroth, namentlich im Herbste, über die Flächen flammt." Absichtlich verweilt Fuchs so lange bei der landschaftlichen Umgebung, weil hier das Gebiet liegt, in welchem zur Naturcontemplation befähigte Geister, wie Niebergall, zu einem neuen Mittel ästhetischer Wirkung, zur Kunst der Stimmungsmalerei in Form des Milieus gelangen konnten. Landschaften mit mäßigen Contrasten, mächtigen Lichtbahnev, warmen, weichen Formen, die bald durch herbe Melancholie, bald durch blitzende Heiterkeit stets aufs neue reizen «nd locken, daS sind die Gefilde der StimmungSmaler. (Schluß folgt.) Vierteljähriger AöouarmeutspreiLr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch dir Post bczogar 2 Mark 50 Pfg. Rebaction, Expedition und Druckerei: SLnkSratze Är.7. Fernfprecher 51. dürfen. WaS mir bis dahin von Georg Fuchs zugegangen war, bestand in dem modernen Märchen „Die Dornenkrone" Damm, Dresden), zu deffen eigenthümlicher Symbolik ich i trotz der warmen Empfehlung eines jungen Germanisten, der vor Kurzem in der wissenschaftlichen Welt mit einer höchst werthvollen Arbeit über „Germanische Werbungssagen"*) bebntirt hat, keine innere Stellung gewinnen konnte. Sym- physische und sociale Klima seiner engeren Heimath gebunden bleibt, ist der locale Hintergrund, den man bei seinen Ge« ftalten voraussetzen und ergänzen muß, nichts Untergeordnetes. Das LandschastSbiid Darmstadts ist in der Schilderung moderner Feuilletonisten, die aus ihm meist nur Oede und Langeweile herauslasen, selten gut weggekommen. Georg , Fuchs holt das Versäumte nach und zwar vom Standpunkte : des Dichters, nicht von dem des Localpatrioten aus. DaS ist kein todter Bädeckerstil, keine nüchterne Auf- ? zählung von Naturgegenständen, das ist in Wahrheit baß j Aufrollen eines weiten Panoramas. Auf einen Höhenpunkt, von wo sich Rundschau halten laßt, fühlt man sich unwillkürlich mit dem Schilderer versetzt, Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Neueste Nachrichten» WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 3. April. Wie die Morgenblätter melden, wird der Börsenreform « Gesetzentwurf den Bundesrath in seiner nächsten Sitzung beschäftigen und zunächst den AuS« schaffen überwiesen werden. Der Entwurf soll noch in dieser Tagung dem Reichstage zugehen. FriedtichSruh, 3. April. Fürst Bismarck hat eine verhältnißmäßig gute Nachtruhe gehabt. Er befindet sich sehr wohl. Heute und in den nächsten Tagen findet keinerlei Empfang statt. Posen, 3. April. Die Warthe ist fortdauernd im Steigen und hat bereits die Höhe von 4,70 Meter er« reicht. Ein Theil der Unterstadt ist überschwemmt- der Ver« kehr wird dort theilS durch Laufbrücken, theilS durch Kähne aufrecht erhalten. Die aus ihren Wohnungen infolge des Hochwaffers vertriebenen Familien werden in der Cholera- Baracke am Centralbahnhofe untergebracht. Man hofft, daß baß Wasser heute Abend zum Stehen kommt. Von Pogor« ze lic e wird bereits ein Fallen des Wasserstandes um 12 Cm. gemeldet. München, 3. April. Me'dicinischer Congreß. In der heutigen Vormittagssitzung wurde über die Etsentherapie verhandelt. Als Referent fungirten die Herren Bunge (Basel) und Quinke (Kiel). Es entwickelte sich eine sehr lebhafte Debatte, in der allgemein die Ansicht zum Ausdruck gelangte, daß die medicamentösen Eisenpräparate das beste Mittel gegen die Bleichsucht und anämische Zustände seien. * Mr per Wrt ** 1 Einhorn. - SelierSwrjL pathisch berührt hatten mich dagegen einige Aufsätze von Fuchs über den Darmstädter Maler Heinz Heim. Und nun halte ich seine Herausgabe der dramatischen Werke deS Ernst Elias Niebergall (Darmstadt, Verlag Arnold Bergsträßer) in Händen, welche mit einem Vorwort, bej». einer Einleitung versehen ist, die als die Kundgebung eines nicht gewöhnlichen Kopfes gelten muß. DaS Bild Ernst Elias NiebergallS, der unter ben» Namen „©treff" schrieb, ersteht dem Herausgeber auf einer breiten Culturgrundlage, die von ihm einmal in ihrem Anfich und sodann in ihrer Beziehung zu dem Dichter charaeterisirt wird. Es ist die wiffenschaftliche Methode Taine'S, der wir in diesem biographischen Versuch deS Georg FuchS begegnen, einem Versuch, deffen lichtvolle Klarheit dem noch jungen Autor die Anwartschaft auf den Rang eines erste« Effahisten fichett. •) Germanische WerbmigSfage«. I. Hag Dietrich. Jarl Noolloni«S von Dr. Karl WolsSkehl. (Darmstadt, A. Bergsträßer.) deutschen, bez. auswärtigen Handels. Da nun aber vorläufig nicht daran zu denken ist, daß alle Staaten der Welt sich über die Doppelwährung oder auch nur über eine Münzconvention zur Hebung des Silberpreises verständigen, so wäre es sehr wünschenSwerth, wenn England, Deutschland, Frankreich und Nordamerika den Staaten mit reiner Silberwährung gegenüber zur Einführung von Münzresormen und Münzconventionen riethen und entsprechenden Einfluß übten, denn wir glauben, daß erst dann in der verwickelten MährungS- frage etwa» Ersprießliches geschehen kann, wenn die Silberländer etwa nach der Art der Lander der latemischen Münzconvention ihre Währung und ihre Finanzen verbeffert haben. — In der Nachmittagssitzung wurde die (Erörterung über ble Heilserum-Therapie zu Ende geführt. Der Character der Debatte war der gleiche, wie am ersten Tage der Verhandlung. In seinem Schlußworte stellte der Reserent Heubner als Ergebniß der Verhandlung fest, es seien sämmt« l,che Redner, die über ein größeres Material verfügen, zu der Ueberzeugung gelangt, daß überall von dem Augenblicke an, wo die Heilserum-Behandlung begonnen habe, die Sterblichkeit an Diphtherie bedeutend gesunken sei, ohne daß daß neue Heilmittel nennenSwerthe schädliche Nebenwirkungen habe. Es set deßhalb Pflicht der Aerzte, die Versuche nut dem Heil« serum fortzusetzen. Lemberg, 3. April. In ganz Galizien herrscht seit gestern Schneefall. Die Felder sind neuerdings meterhoch mit Schnee bedeckt. Die Feldarbeiten werden dadurch em- pfindlich verzögert. , Nom 3. April. Heute stürzte tn Montepulctano, Provinz Siena, der Südtheil der alten Festung ein. Mehrere Häuser wurden beschädigt und eines zerstört. Em Kind wurde getödtet, drei Personen verwundet und zwei werden vermißt. Brüssel, 3. April. In den Wandelgängen der Kammer kam es nach Schluß der Sitzung zu einem lebhaften Zwischenfall. Der katholische Deputirte Helleputh wandte sich an den Socialisten Defuisseaux mtt ben Worten Betrachten Sie sich geohrfeigt. (Großer Lärm) Es folgten Thätlichkeiten zwischen mehreren Deputirten, bte Saaldiener mußten einschreiten. Es find mehrere Forderungen gefallen. Paris, 3. April. Bei Berathung deS Marine- budgets erklärte der Marineminister, die Eröffnung deS deutschen Nord-Ostsee Canals mache eine Verstärkung unseres Nord Oftsee-GeschwaderS nöthig. Sobald der Nord Ostsee- Canal schiffbar ist, muffen wir unsere Flotte auf dem Kriegsfuß haben. DaS hölzerne Schiff „Suffren" wird durch das stählerne „Hoche" ersetzt werden, ebenso zwei Küsten.Wacht« schiffe durch zwei andere bedeutend stärkere. London, 3. April. Am Donnerstag wird hier eine Konferenz von Unternehmern deS Schuhmachergewerbes stattfinden, um darüber zu berathen, wie der Streit mit den Arbeitern geschlichtet werden könne. London, 3. April. Die „T-mes" meldet aus Hong« kong: In Santon werden 3000 Freiwillige für Der -teßener *«jtiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag-. Dir Gießener yemUlenmtttr werden dem Anzeiger Döchentlich dreimal deigelegt. i-L-M Gießener Anzeiger Kenerak-Frnzeiger. - TkWhL!? Hs» b®«tenan?Hjg fr Mort zu r- •Mofftraft» 48, ÄX* iii frt. fofr mstadt 78, ult* rteWobnungiinKk Herrn Lieutenant Krel- wmobnt, )u wrmlttta ... 6of« tÄ bestall mit oermtetU Anrttichcr Theil. Nr. 12 des Reichs - Gesetzblatts, ausgegeben ben 80. v. M., enthält: (Nr. 2224.) Bekanntmachung, betreffend die herein« barung erleichternber Vorschriften für ben wechselseitigen Verkehr zwischen ben Eisenbahnen Deutschlanbs und Luxemburgs. Vom 29. März 1895. Gießen, ben 3. April 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. 9- iu oermlriien. ittdigstraßt 71, ll. »lager?.- mittLStwf, hofltn mtrbm. ib bt! ilchittt ettii, über ber mittlere jubehbr, auf 1. 3nl| mnieihen. Wiseeßraß» 9. ofw, 3 zimmer tnfc l roiblitU ssimva vtandgasie 8. t Stock ju otrmltM ütibttgetstta-e 44. Zimmer an einen Hem t obtt ohne Penstori. p •flanlagt 44, S fr. int8 CoiiH, thrttm, l. ßorrlbor, nebst Zu- itn; beliehbn folerl traih. Ufttm 41 nlarbtnioobrunttiuott' Miceveatze tt. »er von Herrn Fadnia bte Wohnung iß * idrn- Mtt, Nvrdanlage itrldtung, ife ium L Mai W ll gelegeoeS Garten z. Allei» alsbald z« w* Uh* »rttuobt« W J ,dcrg«r» mW188*- m OttlWlS----- uTw »r frühe’ sä U*. R. “ÄS H. o» 6lt "iS |tt Dormstädtkr tzumorist Srvst Slias Nikbergall e»6 fein Interpret Georg Zochr. die Verteidigung der Provinz Kwangtung au-gehobeu. Die Kosten für das CorpS solle« durch eine Haussteuer, welche jetzt erhoben wird, aufgebracht werden. Petersburg, 3. April. Im AnitschkowPalaiS fand heute ein Diner zu Ehren Werder» statt, der au der Seite der Kaiserin saß. Petersburg, 3. April. Nach einer Meldung hiesiger Blätter bewilligte daS Finanzministerium 3,400 000 Rubel zum Bau zweier neuer Schnelldampfer für die freiwillige Flotte. Diese wird demnach im nächsten Jahre sechs Schnelldampfer besitzen. WB. Straßburg, 4. April. Bei der Reichstags« Ersatzwahl im Wahlkreise Erstetu-MolSheim wurden bisher gezählt für Zorn v. Bulach 10,181, für Böhle (Soc.) 4619 ®t.; die Wahl de» Ersteren ist gesichert. 17 Ort« schäften stehen noch au», können aber Resultat nicht ändern. Depeschen de» Bureau „Herold'. Berlin, 3. April. Da» Staat-ministerium hielt heute unter dem Vorsitze des Reichskanzlers Fürste» Hohenlohe eine Sitzung ab. Berlin, 3. April. Das Abgeordnetenhaus wird morgen in die Ferien gehen und am 23. April seine Thätig« fett wieder aufnehmeu. Berlin, 3. April. DaS Herrenhaus hat heute den Antrag des Grafen Mirbach, detr. eine internationale Regelung der Währungsfrage, einem Vorschläge des Freiherrn von Manteuffel gemäß, an eine lögliedrige Commission verwiesen. Berlin, 3. April. Auf die G lückwüus ch e deS deutschen Kaisers an den Fürsten Bismarck am 1. April sandte Fürst Bismarck folgende Antwort: „Euer Majestät lege ich meinen allerunterthänigsten Dank für allerhöchst dero huldvollen Glückwünsche zu meinem Geburtstage in tiesfter Ehrfurcht zu Füßen." Berlin, 3. April. Dem Empfange der R eich Stag» - Präsidenten von Buol und Spahn bei dem Kaiser sind, wie daS „Berl. Tgbl." erfährt, Besprechungen voran- gegangen, welche den beiden Herren die Gewißheit brachten, daß der Kaiser bei dem Empfange die Vorgänge im Reichs- tage in keiner Weise erwähnen werde. Die Herren waren vorher über die Art deS Empfanges genau unterrichtet und glaubten deshalb keinen Grund zu haben, der Einladung nicht Folge zu leisten. Berlin, 3. April. Im Abgeo'rdnetenhause wurde heute der Gesetzentwurf, betreffend die Aushebung von ©tob gebühren für Taufen, Trauungen und kirchliche Aufgebote im Amtsbezirk des ConfistoriumS zu Wiesbaden angenommen. Der Gesetzentwurf betr. Abänderung der civilproceffualischen Bestimmungen über die Ausstellung gerichtlicher Erbbescheinig- uugen wurde an die Justizcommission verwiesen. ES folgte der Bericht der Budgetcommisfion über den Antrag Knebel u. Gen., betr. die Bereitstellung weiterer Staatsmittel zur Förderung der Land- und Forftwirthschaft in den Gebirgsgegenden des Rheinlandes und in Westfalen. Die Commission beantragte, den Antrag abzulehnen und die Regierung zu ersuchen, zu erwägen, ob nicht in den Etat eine entsprechende Summe zur Hebung des landwirthschaftlichen und besonders deS bäuerlichen Betriebes in den westlichen Provinzen einzustellen sei. Der LommissionSantrag gelangte zur Annahme. Der Gesetzentwurs betr. Entschädigung für Verluste durch Schweinekrankheiten wurde der Agrar-Commission überwiesen. Weiter wurden Petitionen erledigt. Morgen kleinere Vorlagen. Berlin, 3. April. Der „ReichSanzeigcr" veröffentlicht die Verleihung deS Rothen Adler-OrdenS vierter Klaffe mit Schwertern an den Major von Francois, ä la ■eite der Kaiserlichen Schutztruppe für Südwest-Afrika. Kiel, 3. April. Heute Vormittag 10 Uhr fand hier der Stapellauf des Panzerschiffes T statt. Der Kaiser taufte daS Schiff auf den Namen „Aegir". Kiel, 3. April. Bei dem Taufact des Panzerschiffes T hielt der Kaiser eine Rede, in welcher er betonte, daß da» Schiff an die graue Vorzeit unserer Ahnen erinnern solle, an die gewaltige Gottheit, die von ollen germanischen, meer- sahnenden Vorfahren angebetet und gefürchtet wurde und deren gewaltiges Reich bis an den eisigen Nordpol und den fernen Südpol sich erstreckte, auf beffen Meereswogen die nordischen Kämpfe auSgesochten, Tod und Verderben inS Land gebracht wurde. Dieses großen Gottes gewaltigen Namen, den Namen „Aegir" soll daS Schiff führen^ Wien, 3. April. Auf das herzliche Glückwunsch-Telegramm des Kaisers Franz Joses an den Fürsten BiSmarck erwiderte letzterer. Euer Majestät bitte ich für dero höchst eigenen Glückwunsch zu meinem Geburtstage meinen unterthänigsten Dank entgegen nehmen zu wollen. Budapest, 3. April. Die Donau ist von gestern auf deute um 14 Ctm. gestiegen. Die niedrig gelegenen Quai» sind überschwemmt. Zahlreiche Gebäude stehen unter Wasser. ES werden weitere Ueberschwemmungen befürchtet. Brussel, 3. April. Gestern versammelte sich die interparlamentarische Gruppe der FriedenSliga. Als Präsident wurde der Kammerpräsident Bernaert, als Vicepräsident der focialistische Abgeordnete van der Velden gewählt. Die nächste interparlamentarische Conserenz findet in Brüssel vom 19. biß 24. August statt. Hier haben sich 15 Fraktionen der FriedenS- liga angeschloffen. Gent, 3. April. Gestern Abend bewegte fich ein Riesenzug durch die Straßen dec Stadt, an welchem focialistische, liberale und progressistische Arbeiter theiluahmen. An der Spitze wurden Placate getragen, darunter trug ein» folgende Inschrift: „Die ungerechte Regierung muß dem Wollen de» Volkes weichen." In einer Mafien Versammlung wurde eine Erklärung abgegeben, wonach der socialistische Geoeralrath aus den allgemeinen Ausstand verzichtet, damit die Regierung den Socialisten wegen politischer Aufreiznngen keine vorwürfe machen könne. Diese Erklärung hat allgemeine Enttäuschung hervorgernse«. Pari», 3. April. AuS -ho« wird gemeldet, daß die Studenten gegen daß Soeialisteublatt Peuple ei« Manifest veranstalteten, weil daß Blatt in einem Artikel die Studenten auf daß gröblichste beschimpft hatte. Eine Truppe von 500 Studenten war vor daß Redactionßlocal gezogen und forderte die Redactiou auf, die rothe Fahne einzuziehen. Bei dem nunmehr erfolgten Zusammenstoß wurden mehrere Verhaftungen vorgenommeu. Mehrere Studenten find verwundet. Pari», 3. April. Die Zündholz-Fabrikarbeiter werden heute eine Versammlung abhalten. Die Delegirten find entschloffen, dem Ausstande weiter zuzuftunmen. Man verwuthet, daß in der heutigen Versammlung wichtige Ent- schlüffe gefaßt werden. Pari», 3. April. Die Regierung wird den Jahrestag der Ermordung Carnots feierlichft begehen. In der Rotre-Dame-Kirche soll ein großer Trauergottesdienst abgehalten werden; nach demselben findet ein officieller Besuch im Pantheon statt. An beiden Zeremonien soll Präsident Faure theilnehmen wollen. Rime», 3. April. Eine Versammlung von 3000 Personen beschloß gestern Abend, trotz des Verbotes deS Ministers, ein Stiergefecht zu Gunsten der MadagaScar-Expeditiou abzuhalten. London, 3. April. Der „Standard" meldet, der Vicekönig Li-Hung-Schang werde vom Mikado die Begnadigung des Individuums verlangen, welches daß Attentat auf ihn verübte. Rewyork, 3. April. Auf der Linie Norfolk-und Westernbahn stürzte gestern ein Eisenbahnzug über eine brennende Brücke in den Fluß. Daß Personal sowie sämmtliche Reisende kamen um. Die Zahl ist noch unbekannt. Cocdks ttnö Gießen, den 4. April 1895. * ♦ Zur Beachtung. Mit der Herstellung der städtischen Anlagen ist seit einigen Tagen begonnen. Wir machen deßhalb die Hundebesitzer darauf aufmerksam, daß die Schutzmannschaft angewiesen ist, alle Hunde, die auf den Beeten der Anlagen frei umherlaufen, einfangen zu lafien. Der Besitzer hat dann nicht allein die Einfanggebühr und die etwaigen Futterkasten, sondern obendrein noch eine Polizeistrafe zu gewärtigen. * * Anleihe. Wie auß dem Jnseratentheile ersichtlich, kündigt die Großherzogl. Hessische Gemeinde Gambach ihre 4 procentige Anleihe und schloß mit dem Bankhause Jacob Grünewald in Gießen ein neues 3*/, procentigeß Anlehen im Betrage von 138 000 Mk. ab. Der Verkauf findet nur biß zum 10. dieses Monatß statt und kann die Anlage dem Publikum empfohlen werden. 3031 * • Millelrheiaische» Turnfest. Außer der Stadt Homburg v. d. H. hat sich nunmehr auch Neuwied zur Uebernahme de» nächstjährigen Mittelrheinischen Turnfestes gemeldet. * * Brandstiftung. Am vorigen Dienstag Abend zwischen 8 und 9 Uhr wurde im Braunsteinbergwerk dahier von böswilliger Hand ein kleines Häuschen, welches dem Steiger Tags über zum Aufenthalt dient, an gezündet. Da sich in dem Häuschen mehrere Pfund Pulver und verschiedene Säuren befanden, brannte es vollständig nieder. Der Brandstifter wurde in der Person eineß OmnibuSkutscherß ermittelt und verhaftet. Derselbe hatte seinen freien Tag gehabt und diesen dazu benutzt, dem Steiger, mit welchem er nicht auf gutem Fuße stand, durch daß AnzÜnden deß Häuschens einen Streich zu spielen. Der Stock deS Brandstifters, den er in der Aufregung am Thatorte zurückgelaffen hatte, wurde zum Derräther. Die Ehefrau des ThäterS, welche in die Sache eingeweiht war und den verlorenen Stock ihres Mannes rasch durch einen ähnlichen, neu gekauften ersetzte, wird sich wegen Beihülfe zu verantworten haben. * * Bei den Oberhrsfischen Eisenbahnen (Hauptbahnen) ist im Februar d. I. gegen den Parallelmonat v. I. im Personenverkehr bei einer Minderbefärderung von rund 2550 Personen ein Einnahmeaußsall van nahezu 11 pCt. eingetreten, waß auf die während deß genannten Monatß herrschende, für daß Reisen höchst ungünstige Witterung znrückzusühren ist. Dagegen sind die Einnahmen im Güterverkehr theilweise in Folge der weiteren Ausdehnung' der Campagne der Zuckerfabrik und theilweise in Folge der anhaltenden Kälte um etwa 5,84 pCt. gestiegen (2100 Tonnen Rüden und Melafie, 2600 Tonnen Briketts und Kohlen). Dagegen find 1200 Tonnen Getreide, 200 Tonnen Steine und etwa 400 Tonnen Düngemittel weniger befördert worden. Butzbach, 1. April. In hiesiger Gegend find wieder verschiedene falsche Geldstücke in Umlauf gesetzt worden. So sind heute beim hiesigen Kaiserlichen Postamte zwei Einmarkstücke und ein Zweimarkstück angehalten worden. Eß sei deshalb zur Vorsicht beim Geldeinnehmen gemahnt. Auerbach. 2. April. Der Besitzer der hiesigen Chininfabrik, Herr Dr. Aug. Seyferth, hat am Samßtag jedem seiner zahlreichen Arbeiter 3 Mk. extra außzahlen lafien mit dem Wunsche, damit den 80. Geburtstag des Fürsten BiSmarck zu »feiern. Dieser schöne Zug patriotischer Gesinnung deß Herrn Dr. Seyferth hat bei den Abeitern große Freude hervorgerufen. Bickenbach. 1. April. Heute sand auf dem hiesigen Friedhöfe die Beerdigung eines vierjährigen Zigennerfind eS statt, maß eine nicht geringe Anzahl Neugieriger herbetlockte. Schon zwei Stunden vor dem Begräbniß fanden fich eine ansehnliche Anzahl Zigeuner, alt und jung, zusammen. Um dem Kinde ein Todtevkleidchen Herstellen zu lafien, wurde die Guitarre versetzt. Da» Begräbniß sand tu augernefiener feierlicher Weise statt, ««ter dem Geläute der Kircheoglockeu und dem Geleite des Pfarrer». Nach dem Gebete de» Pfarrer» fnieeten die Zigeuner an dem Grabe nieder, beteten lange und innig, zerrtfien ihre schwarzen Halstücher und Binden und schmückten, al» ein Zeichen letzter Liebe, daß Kreuz auf dem Gradeshifgel. Permifchki. * Wißmar bei Gießen, 2. April. Zu Ehre» unsere» Altreichskanzlers bewegte fich am Montag Abend auf Anregung de» hiesigen Krieger- und Gesangverein» unter zahlreicher Betheiligung auch der übrigen Gemeinde eie Fackelzug mit voranschreitender Mufikcapelle durch sämmtliche Straßen hiesigen Ort». Bei der sich an'chließenden Fest- feier im Saale de»Gastwirthes Wolf feierte Herr Lehrer Klee den eisernen Kanzler alß Staatsmann, der seinem Grundsatz: „Wir Deutschen fürchten Gott und sonst nichts in der Welt!" allezeit treu blieb und in Jahrzehnte langer unermüdlicher Thatigkeit die Unabhängigkeit, Freiheit und Einheit des Reiche» schuf. Herr Hauptlehrer Müdicken gab der Entrüstung Ausdruck, die durch unser deutsche» Vaterland ging, al» der i Reich»tag eine Ehrung deS Fürsten ablebnte, und wies darauf hin, wie da» erlösende Kaiserwort in den Herzen aller ächte« Deutschen den rechten Widerhall gefunden. Daß Hoch aef Kaiser und Kanzler nahm die Versammlung mit Begeisterung auf. Durch Vorträge patriotischer Gesang- und Musikstücke Seiten» freß Gesangvereinß und der Capelle erhielt die Feier die rechte Weihe und ihre Theilnehmer trennten fich erst z« später Stunde. ♦ Leipzig, 3. April. Der Steindrucker Friedrich Älfreb Reiches, 28 Jahre alt, erdrosselte seine Schwiegermutter, Frau St^, und beraubte sie ihrer geringe« Habseligkeiten. • München, 2. April. In dem Saale de» „Bayrische« Hoseß" nurde heute Früh der 13. Congreß für innere Medicin durch Geheimrath v. Ziemfien eröffnet. Nahezu 300 Theilnehmer sind eingetroffen. Zum Ehrenpräsidenten wurde Dr. Prinz Ludwig Ferdinand von Bayer«, zu Bicepräfidenten die Professoren Leyden Berlin, Wieden- Hofer-Wien und Bollinger-München gewählt. • Einer, der e» nicht versteht. In München fragt der Amtsrichter einen Angeklagten, welchem wegen Betrug» 14 Tage Gefängniß aufgeworfen waren, ob er noch einen An- trag zu stellen habe, woraus derselbe erwiderte: „Wa» Hilst» denn, wenn i was beantrag , dös, was i will, g'schicht |« doch net." — „Sie wollen also freigesprochen fein," mein« der Amtsrichter. „O, mci’, freig'sprocha," rcplizirte der Angeklagte, „döS wer n die Herrn scho beffer versteh n, wia i, i bin auf die Geschieht n net so einftnbirt." * Dee Besuch der Technische« Hochschule« de» deutfche« Reich» ist seit einer Reihe von Jahren in stetigem und starkem Wachsen begriffen. Während die Zahl aller Besucher — Studirende, Hospitanten und bloße Hörer — vor fünf Jahren, im Winterhalbjahr 1890/91 nur 5362 betrug, stieg sie 1891/92 auf 6110, 1892/93 auf 6677, 1893/94 auf 7760 und ist gegenwärtig auf 8553 angewachien. I« ähnlichem Maße ist die Hahl der Studirenden, ohne die Hospitanten und Hörer, in denselben Jahren gestiegen von 3567, 4883, 5645, 6035 auf 6301 Studirende im jetzige« Winterhalbjahre. Im Einzelnen entfallen von diefen 6301 Studirenden nach einer Zusammenstellung de» ttentralblatt* der Bauverwaltung auf die Technische Hochschule in Berlin 1903 (gegen 1752 im Vorjahre 1893/94), in München 1010 (1110), in Karlsruhe 754 (753), in Darmstadt 638 (500), in Stuttgart 570 (505), in Hannover 548 (665), in Dresden 438 (381), in Braunschweig 227 (162), in Aachen 213 (207). • Heber einen Ring, welcher aus einem einzige« Diamanten geschnitten ist, berichtete un» vor Kurzem das Internationale Patentbureau Carl Fr. Reichelt, Berlin N.W. Wie uns dieselbe Quelle nun weiter berichtet, hat der Am- merpener Künstler, welcher dieses mühsame Werk lieferte, auch neuerdings noch andere, bisher noch nicht gesehene Kunstwerke aus Diamant geliefert, die in Fachkreisen nicht geringes Aufsehen und gewisse Bewunderung erregen. Herr Bordincks, wie jener Belgier heißt, hat nämlich dem harten Edelstein jetzt die mannigfachsten, nicht nur wie bisher von ebenen Flächen begrenzten Formen gegeben nnb aus dem kostbaren Material geradezu kleine Sculpturen gemeißelt, wenn man so sagen darf, bei welchen einzelne, selbst tiefliegende, gekrümmte Flächen polirt, andere wieder je nachdem matt gelassen sind, wodurch wundervolle Effecte erreicht werden sollen. Unter den Arbeiten finden sich z. B. eine Rose auß Diamant gefertigt, eine Münze mit Doppeladler, eine vo^stecknadel, ein Zweirad darstellend, dessen Räder runde, mit außgearbeiteten Speichen versehene Diamame« vorstellen. Eine Nadel, einen Diamant mit eingraoirtem Veilchen, eine andere, deren Kopf einen Todtenschädel aus Diamant bildet, sowie andere Originalitäten beweisen, daß der Meister der Edelsteinbearbeitung da» harte Material t« einer Weise beherrscht, wie die» wohl bisher noch Niemand gelungen ist. • Da» nördlichste Bergwerk der Erde dürste, nach einer Mittheilung vom Internationalen Patentbureau Carl Fr. Reichelt, Berlin N.W., die Grube Ornalik fein, die ie nordwestlichen Theile von Nordamerika, Alaska, in der Röhe der Behringstraße, sich befindet- dieselbe liegt 1600 Shle- meter nordöstlich von Sitka, unter 65* Breite und 165* Länge und liefert Bleiglanz, der pro Tonne 31 Gramm Silber enthält. Die Mme wird nur im kurzen nordischen Sommer benutzt, und werden kalifornische Bergleute zu Schiff « Spätftühling, d. tz. Ende Mai nach dort gebracht, die Ende September schon mit dem gewonnenen Erz in die Heim^th zurückkebren. • Noch ist die große sibirische Eisenbahn, welche Rußland mit dem äußersten Osten Asien» verbinden wird, nicht fertig’ gestellt, so plant man auch schon ein ähnliches Riesenwerk zur Verbindung de» nördlichen mit dem südlichen Rußland, ,(j" * fämoHu »nf^UtSenbtn «Ä” "'^8 in der Del,' *?-«4 ,8"6 .b,t Cntttfin 511*, .14 1t mit« tltlt «tttr ächt, ‘ »«' tzch , ™«‘ «”b »6iä 1,1111 «fielt Hl lr,g«‘i« M «ff,, '«MtiMlifai :tl seine 6d)ro|t ,te ihrer gtrtnia Harrers. »n, Wer QQ iti JQle des ,Blihriicha i. Congreh für ti- Zieoiss» eröffnet rossen. Aw Ehren« 'tibinanb von Layrri, ^-Berlin, Mdent wählt. $n Müntzen srax elä»m wegen Betrnz! i/ ob er noch einen 8> rtoiberte: Ja- HW 'o3 i will, g'schicht;i sprochen jein," mtim ocha/ rehlijirtr do effer versteh'n, wloi, it." Mulen deS de«W ren in stetigein uni die Zahl aller Br- bloße Hörer - vor 31 nur 5362 betrug aui 6611, W 53 Mgrwuchlru. > rtudirrnden, ohne h Jahren gestiegen w Tludirende Im jetzizn illen von ditftti 6301 uag beS Levtraldlattt chschule In Berlin 1903 , in München 1010 Darmstadt 633 (500), i (665), in®* 438 in Aachen MM auö einem einziger e unS vor Kurzem de! sichelt,Berlins berichtet, hat der «r whiawe Werk W ,r noch nicht gisch' (in * ttru««inl«e";.£ 6t, h°> »teM " M mir »« * In je««»» ■“ « « “”»« Ä ktv X '«* "“““'m ? «■ Ü”to w tu -° * 1 St«, w bat horte hl i* «* ” ft)tdM A-l * D“‘t?»* it«, »* B« »>' itiilit W‘bl65'W „ 31 %<•” 'ne« , Mjet itn 1 Avßl^ am die Häfe» der Ostsee mit denen der Krim durch eine« liieseneanal in Verbindung zu setzen. Die Kosten sind auf 400 Millionen Mark, die Zeitdauer deS Baues ist auf fünf Jahre veranschlagt- nennenswerthe Terrainschwierigkeiten stellen sich dem Projekte nicht entgegen, welches dahin geht, von Riga aus mit einem Canal den Laus der Düna entlang zu gehen, dann der Beresina und dem Dniepr zu folgen, um bei Cherson daS schwarze Meer zu erreichen. Der Canal, der etwa 1600 Kilometer lang sein würde, ist auf 9 Meter Tiefe und 70 Meter obere Breite projectirt, soll elektrisch beleuchtet werden und würde den Schiffen bei einer Fahrgeschwindigkeit von sechs Knoten die Durchfahrt in sechs Tagen ermöglichen. Ferner plant man die in der Nähe liegenden Städte durch Ncbencanäle zu verbinden und denselben die Bortheile der Anlage möglichst zu Gute kommen zu lassen. (Mitgetheilt vom Internationalen Patentbureau Carl Fr. R e i ch e l t, Berlin N.W.) Verkehr, Cans» rrrrd Volksrrirthschafi, fcinttmte, X April. Frachtmarkt. Rother Weizen X 12.10, weiher Wetzen X OO.OO, Rom X 9.10, Gerste 0.00, Hafer X 5.75. Gottesdienst In der Synagoge. SamStag, den 6. April. Vorabend 6« Ubr, Morgens 9°® Uhr, Nachmittags 3°° Uhr, SabbathauSgang 740 Uhr. Zur gefl. Beachtung für diejenigen Leser unseres Blattes, welche Kürschners Lexicon noch fest bestellt haben, daß sie ihre Exemplare nunmehr auf unserer Expedition in Empfang nehmen können. Auch find noch einige Exemplare i 3 Mk. abzugeben. Die Expedition des „Gießener Anzeiger". oocxjDODaoooaooaDDooooaDODOOooa g Ulster-Cheviot c>. 140 cm breit ^M. 2 95 pr. ntr. g modernste echt englische, sowie beste deutsche Herren- ö kleideretoffe versenden in beliebiger Meterzahl fr&nco O Q ins Haus Q Q Versandtgeschäft Oettinger & Co., Frankfurt a M. Q q -----Muster umgehend franco.----- m9 Q OaODOOOOaDODODDDaQDOODQDOOODOO Apotheker A. Flügge's ____ ——— Myrrhen- Creme Deutsches Reichspatent No. 63 692. Bon 1290 dtUlschrn Broftfiorcn unb Acr,trn geprüft u.empfoälra. (Man lese vle Broschüre mit dcn «Äulachicn, nxldjt t on Flügge & Co. Frankfurt a. M. grati» jU btjltbcn ist.) Neueste u. wlrkungsvoUaU 345* Wundheilsalbe da abjolut unschädlich und daher Bor-, Vaseline-, Glycerine-, Carbol-, Zink- u o. Salben vorzuzlehcn. SrhältUch 1 Mk. L— u. in Tudcu ,ll 60 Psg. in dcn Lpothckrn. Dir Verpackung muh dir Patcal-Br. «M» trogoL wyrthcn^k»mr ist bet pottnrittt ölige Huljng bet MytthcA-Har^o. [3328] Bekanntmachung. Laut Beschluß der GemeinderathS-Sitzung vom 28. März dieses Jahre» kündigen wir den sich noch im Umlauf befindenden Rest unserer 4 pCt. Anleihe vom Jahre 1886 zur Rückzahlung per 1. Juli 1895, von oslchea» Tage ab die Verzinsung aufhört. Die Rückzahlung der gekündigten Obligationen geschieht: bei unserer Gemeinde-Kasse in Gambach, bei der Deutschen Genoffenschaftsbank von Soergel, Parifius & Co. Commandite Frankfurt a. M. .rud ferner bet dem Bankhause Jacob Grünewald in Gießen. Gleichzeitig theilen wir den Besitzern unserer alten Obligationen mit, daß wir ein neues 3y2 pCt. Anlehen im Betrage von Mk. 138000 mit de» Bankhause Jacob Grünewald in Gießen abgeschlossen haben, und wird das Bankhaus Jacob Grünewald in Gießen unsere neue 31/? pCt. Obligationen im freihändigen Verkaufe vom 1. bis 10. April dieses Jahres den Besitzern unserer alten Obligationen zur Verfügung stellen. Gambach, den 28. März 1895. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gambach. 2870 Reuhl. _______ Holzversteigerung. In den Mitgebrauchswaldungen der Gemeinde Treis a. Lda. werden 'ersteigert. [3019 I. Dienstag den 9. April 1895, von Vormittags 9 Uhr, ms dm Distrikten Neuewald und Aspenstrauch. A. Bau- und Werkholz. 1 Eichen-, 3 Vuchen-Stämme mit 5,05 fm, 213 Radel-Derbstongen -mit 7,34 fm Inhalt. B. Brennholz. 234,4 rm Buchen«, 3 rm Eichen-Schetter, 170 rm Buchen Knüppel, 175 rm Buchen-, 90 rm Nadel-, 20 rm Weiden-Zopfreis. II. Mittwoch den 10. April, von Vormittags 9y2 Uhr, «14 dm Distrikten Alteunner, Himberg, Zipfenwald und Hainbuch. A. Bau- und Werkholz 14 Eichen-Stämme mit 6,36 fm Inhalt, B. Brennholz. 2 rm Buchen-, 22 rm Eichen-Scheiter, 1 rm Buchen, 12 rm Eichen-, 138 rm Nadel-Knüppel, 15 rm Buchen-, 40 rm Eichen-, 440 rrn Nadel« tzopfrei», 840 rm Nadel-Stammreis und 8 rm Nadel-Stöcke. • Zusammenkunft ist am ersten Tage im District Neuewald bei Nr. 1, am zweiten Tage im District Buchwald unmittelbar an der Straße von Treis a. Lda. nach Mainzlar. Treis a. Lda., den 4. April 1895. Großherzogl. Bürgermeisterei Treis a. Lda. Benner. Bekanntmachung. | Die Lieferung des Bedarfs an: 1) Schreibmaterialien, 2) Drucksachen, 3) die Buchbinderarbeiten, 4) die Reiniguugsmateria- lieu (Bürsten, Schrupper, Putzlappen), 5) circa 20 rm Tannen-^ Scheitholz, 6) eirca 500 Ctr. Authraeit- kohlen, . 7) ca. 300 kg Petroleum und 8) das Entleeren der Senkgruben, ioQex für das Etatsjahr 1895/96 für die Großh. Provinzial-Direction Oberheffen und das Großh. Kreisamt Gießen auf dem Submisfionsweg vergeben werden. Angebote (mit Muster zu 1, 2 und 4) find mit der Aufschrift „Lieferung» - Angebote" bis zum 16. April, Mittags 12 Uhr, bei uns einzureichen. Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A zu dem Ministerial- ausschreiben vom 16. Juni 1893, das Verdingwesen betreffend, enthaltenen Bestimmungen. Zuschlags« frist 8 Tage. Weitere Auskunft srtheilt unser Rechnungsbüreau. Gießen, den 3. April 1895. 3r. Provinzial Direction Oberhessen. o. Gagern. 3015 Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag, den 8. April 1895, Vormittags 9^ Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald, Di- strict Lache, versteigert werden: 179 rm Buchen-Scheitholz, 25 „ Eichen- „ 155 „ Buchen-Knüppelholz, 14 „ Eichen- „ 77,5 „ Buchen-Stockholz, 5 „ Eichen- „ 4430 Wellen Buchen-Reisig. Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße an der 9. Schneise. eui Gießen, 30. März 1895. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 2906 Gr.ObtthksßscheEiseubah«tll Die Lieferung von 2400 Stück 2,30 m langen, 0,23 m breiten, 0,15 m starken »ichenschwelle« frei Station Villinaen soll vergeben werden. Bedingungen find bei unserer Magasinsoerwaltung dahier, sowie bei den Stationen Lich und Hungen einzusehen, auch durch unser Sekretariat gegen frankirte Einsendung von 20 Pfg. zu beziehen. Angebote bis zum 13. d M. hier einzureichen. Gießen, den 3. April 1895. 3030 Gr. Direction. Ein wachsamer großer Hofhund zu verkaufen. 2992] Ludwigftraße 31. Bauarbeiten. Zur Erbauung einer Dienstwohnung für den Oberförster der Oberförsterei zu Homberg a. d. Ohm werden sämmtliche Bauarbeiten, nämlich: Erdarbeiten, Maurerarbeiten, Maurermaterialien, Asphalt-, Steinhauer •, Zimmer -, Schieferdecker-, Spengler -, Schreiner-, Glaser-, Schlosserarbeit, Eisenlieferung, Weißbinder« und Tapezierarbeit hiermit zum öffentlichen Verding gestellt. Die Pläne, Arbeitsbeschreibungen und Ausführungsbedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen, mit Ausschluß des 17. April, an welchem Tage die Verdingungsunterlagen im Amtszimmer des Straßenbauamts zu Grünberg aufliegen werden, auch können die Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen gegen postfreie Zusendung von 1,50 Mk. für die Maurer-, Steinhauer-, Zimmer- und Schreinerarbeit, von 1 Mk. für die übrigen Titel von unterfertigter Stelle bezogen werden. Der Termin zur Einreichung der gehörig zu bezeichnenden und postfrei einzusendenden Angebote ist auf Samstag, den 24. April d. I., Vormittags 11 Uhr, angesetzt. Die Zuschlagsfrist beträgt für die Rohbauarbeiten 14 Tage, für die Arbeiten des inneren Ausbaues vier Wochen. 3017 Alsfeld, den 3. April 1895. Großh. Hochbauamt Alsfeld. Kranz. Brennholz ziemlich trocken, aus jungen Eichen- und Birkenstangen, in kurzen Stückchen zerschnitten, haben zum Preise von Mk. 0,75 per Centner franco Bahnhof Gießen in Waggonladungen jetzt und im Laufe des Sommers abzugeben. 3009 Rittershausen b. Dillenburg. Giersbach & Richter, Dampfsägewerk. Täglich frisch abgekochten Schinken und billigst autzgeführt. Näheres 3032 Bahnhosstraße^ll. ,as Garniren von Damen- und Kiuderhüten wird prompt sowie feinste Kervekatwurst empfiehlt 3028 ll. Krender, Neustadt 17. Fische und Geflügel N8L" täglich frische Zufuhren sämmtlicher Sorten bei 3027 C. G. Kleinhenn. tWF* Gütige VesteSungen für die Eharwockre erbitte möglichst frübreitig. Schellfisch, hechte, Karpfen, Backfische empfiehlt 3024______BT Ttefenweg t« Jtal. Rothwein, garantirt rein, pr. Fl. 60 Pfg., bei 12 Fl. 55 Pfg. empfiehlt 3035 Louis Lind., Krrckenplatz 10. Saat-Kartofleln Frührosen. Frühgelbe. Magnum bonum. 50 Kilo mit Sack ab Friedberg Bier Mark versendet gegen Nachnahme Jacob Stern-Simon, 2741 Friedberg (Hissen). Alle anderen Sorten im Einzelnen sowie Waggon? billigst.___________________ UAtbert’s niversal—Gartendüng er, nach Professor Dr. Wagner, empfiehlt zu Fabrikpreisen [2647 Otto Schaaf, Seltersweg 39. Einfahrt zum Lager von der Göthestraße. Jungvieh verschiedenen Alters der Schwyzer Braunvieh-Rasse steht zum Verkaufe auf 3001 Domaine Haydau, b. Altmorschen, Reg.-Bez. Cassel. Stalldünger Aungblat^ zur gefälligen Verfügung H eia Ontirnb 5ahrskoge"^E sind vorhanden. 2» I Fahrpreis 'ür die S'und !S0Pfg. ? ^I9Ve>onntag9löon 8 Uhr ab geöffnet, j g Kkvllkrscht Kadennltlilt Sießell. Pflanzenkübel in allen Größen empfiehlt billigst Wilh. ^ohlermann, 2948 Neustadt 15. 2743] Ein Treppeubaufenfier zu verkaufen. Grünbergerstratze 12. Dermiethungen. 3021] Weterstratze 6 «. S sind per sofort drei bessere Wohnungen von 5 bis 6 Zimmern mit allem Zubehör zu ver- mietben. 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Thierarzt in Hungen niedergelassen. 3016 Hungen, den 1. April 1895. €rcrhard, prakt. Thierarzt. Entlaufen eine sunge Bulldogge, gelb mit schwarzer Schnauze, trägt geflochtenes Halsbanb. Wteberbrtnger erhält gute Belohnung. 2925]_______Lndwigftratze 12, Part. 2975) Ein Schüler findet nahe ber bäheren Schulen gute Pmfton. Zu erfragen tn ber Exp'b. b. Bl. _ 2-94 «eitere alleinstehende Ara« sucht kleine Wohnung (Zimmer m Cab. u Küche), bicselbe wäre auch bereit, sich im Haushalt nützlich zu machm. Angebote m- Preis unt st. 77 an die Exved b. Bl. 3012) Eine Wodnung von 3 Zimmern, Küche und Zubetör von zwei älteren Leuten, im Süden oder Westen der Stadt, zum 1- Juni zu miethen gesucht. Offerten mit Preisangabe unter H. J. an die Cxped. d. Bl. Eberh. Metzger w einen tüchtigen rcprafcntaoien Neustadl 8 — Telephon Nr. 65 — Neustadt 8 i""»-n Mann für Comptoir ** ' y a f " 13025 uno Steife. Äenntnipe ber oeifen- -mpfi-hlt l3U^ oder Matrri-Iwa-re» Bravch. er se garantirt frische Eier wünscht. 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