4 sb!« h» !« ,bl!nl 8^*4 . »it di, ch 11 *" '»ckhli«. b|® ®*iin= Me t*ÄÄ 1 Machen in x« 5 zu ■ **'' eine fä.j ^^^Mestey mit iÄ®* L Mr. MU 5e»e«t öl 6leeil«!ute8unBt» !om StlbU bii Stmtgunjtt b,e Sonne lägt sich für ttn‘ Die Lonnw' und M =8 Apparates auf die btn6;: 'it planetarischen Btwegiujm btn mittelst eines besonder« |t Lus Gröhen' und Eui- itn Planeten hat der Trbam genommen. Mr hören, H 'flung der Ausstellung die 8b- Tiesten öffentlich vorzusührru n dazu zu geben. nteung. t an Ur. 30 er. 7213 hier. Thierarzt. roher •«»' Pton e Liebig, ersten Ravg^ Rr. 207 Mittwoch den 4. September S8SK Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de» Montags. Die Gießener Jinmilteuvsätler werden dem Anzeiger «öchentlich dreimal brigelegt. Gießener Anzeig er General-Anzeiger. vierteljähriger Avanue meutspreisr 2 Mark 20 Plg. mit Bringerloyn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, ExpeditioF und Druckerei: Schulstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Zlints- unb Anzeigeblcrtt für den Ureis Gietzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Kamikienblatter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Aintliche* Theil. Gießen, den 31. August 1895. Betr.: Maßregeln zur Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Mit nächster Post wird Ihnen ein Abdruck der neuen Auflage der amtlichen Handausgabe des Reichsgesetzes über die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen nebst den zu dessen Ausführung ergangenen reichs- und landesrechtlichen Vorschriften zugehen. Sie wollen das Buch nach Eintrag in das Inventar in Ihrer Amtsstube sorgfältig aufbewahren und sich mit den betreffenden Vorschriften genau bekannt machen. Insbesondere weisen wir Sie auf zwei in dem Buche zum Abdruck gelangte neue Ausschreiben hin, von denen das eine die Maßregeln zur Abwehr und Unterdrückung der Maul- und Klauenseuche, das andere diejenigen zur Abwehr und Unterdrückung der Schweinepest enthält. Den Empfang des Buches wollen Sie umgehend auzeigeu. v. Gagern. Deutsches Reich. Berlin, 2. September. Die Jubelfeier unseres Nationalfestes ist vielfach schon am Sonntag durch die mannigfachsten Veranstaltungen, wie Festzüge, Festgottesdienste, Illuminationen u. f. w. glänzend begangen worden. Meldungen über solche Festlichkeiten liegen z. B. aus Dresden, Augsburg, München, Hannover, Stuttgart, Coburg und zahlreichen anderen Orten vor. Spezielle Erwähnung verdient die am Nationaldenkmal auf dem Niederwald abgehaltene Sedanfeter, an welcher sich auch die Besatzung des bei Caub liegenden Torpedobootes S 55 betheiltgte. Der Comrnan- deur des Kriegsschiffes, Graf Platen-Hallermund, legte einen Kranz am Denkmale nieder. Einen schönen Zug wies die Festfeier in der Stadt Hannover auf. Auf dem dortigen Militärkirchhofe befinden sich auch französische Kriegergräber mit einem Denkmale, an welchem von den Kriegervereinen ein Kranz mit der Inschrift niedergelegt wurde: „Die deutschen Veteranen ihren französischen Kameraden." — Der König von Sachsen hat zwei im Kriege Son 1870 verdiente Offiziere seiner Armee, den General- Feuilleton. Mein Freund Detlev. Von E. Fahrow. (Nachdruck verboten.) Bor nunmehr einem Jahre traf ich meinen guten alten Schulfreund wieder, nachdem ich ihn zuletzt im Jahre 1885 als lustigen Referendarius in Berlin gesehen hatte. Damals, ich meine 1885, war er ein hübscher, schlanker, liebenswürdiger Mensch gewesen, — ein bischen leichtsinnig vielleicht und ein bischen eingenommen von sich — aber beides war so sehr erklärlich. Er war in einem reichen Elternhause ausgewachsen, Niemand hatte ihn gelehrt zu sparen und eS lag auch so gar nichts Rechnerisches im Blute seiner Familie; da ist es schwer, sich nach der Decke strecken, besonders wenn man so einen gewissen vornehmen, eleganten Stempel mit auf die Welt bekommen hat, daß Jeder gleich denkt: Donnerwetter, das ist ein feiner Kerl! - Nun, und daß er von sich und seinen Fähigkeiten nicht zu gering dachte, war auch nicht wunderbar. Er begriff und behielt alles un* glaublich leicht, was er einmal lernen wollte. Wissenschaften, Sprachen, gesellschaftliche Talente, alles flog ihm nur so an. Und dazu sein liebes, offenes Gesicht, das freie Auge, das so fröhlich und fiegesgewiß blickte — wie gesagt, es war nicht wunderbar, daß er überall verwöhnt wurde. Bor drei oder vier Jahren hatte sein Vater den größten Theil seines Vermögens eingebüßt. Weit entfernt, die Flügel deßhalb hängen zu lassen, hob Detlev den Kopf nur noch Er bezog eine kleine, aber ausreichende Zulage von seinem Vater und einer alten Tante zusammen, wohnte in einer netten möblirten Wohnung im Westen und verbrachte seine ersten Referendariatsjahre in sorgenlosem Genießen. DaS heißt, er machte sich gar nichts daraus, etwa em- mal eine halbe Woche von Brod und Wurst zu leben, wenn e- ihm vorher eingefallen war, an einem Abend zwanzig lieutenant z. D. v. Reyher und den ehemaligen Generaladjutanten General v. Carlowitz, zum Sedanfeste besonders ausgezeichnet. Ersterer wurde zum General der Infanterie ernannt, letzterer ä la suite des Garde-Reiter-Regiments gestellt. — Die Marineforderungen int kommenden Reichs- hauShaltetat werden, wie die „Deutsche SonntagSpost" vernimmt, von ganz beschränktem Umfange sein. Doch heißt es zugleich, der Reichstag würde sich der Pflicht nicht entziehen können, sich klar zu der Frage zu stellen, in welchem Tempo an den Bau und den Ersatz der schon jetzt untüchtigen Schiffe heranzutreten sei. Nichtkampffähige Schiffe der Möglichkeit eines Kampfes aussetzen, dies hieße nicht nur mit dem Gute, sondern auch mit dem Blute der Nation frevles Spiel treiben. — Die bevorstehenden Kaisermanöver in Pommern werden sich durch die hierbei zur Entfaltung kommenden großen Truppenmassen besonders imposant gestalten. Es nehmen an ihnen vier Armeecorps und zwei Cavallerie- divisionen mit inögesammt 3000 Offizieren, 90,000 Mannschaften und 19,000 Pferden Theil. Um die aus solchen beträchtlichen Truppenansammlungen dem verhältnißmäßig kleinen Manövergebiete erwachsenden Lasten möglichst zu erleichtern, ist die Anordnung getroffen worden, daß die Manövertruppen vom 9. September an durchweg bivoua- Fixen sollen. Auch wird der An- und Abmarsch der Truppen mittels der Eisenbahn nach Kräften beschleunigt werden. Norrefte Nachrichten» Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 2. September. Bei dem heutigen Parade- Diner im Weißen Saale des königlichen Schlosses brachte der Kaiser folgenden Trinkspruch aus: Wenn ich am heutigen Tage einen Trinkspruch auf meine Garden aus- bringe, so geschieht es frohbewegten Herzens, denn ungewöhnlich feierlich und schön ist der heutige Tag. Den Rahmen für die heutige Parade gab ein in Begeisterung aufflammendes ganzes Volk und das Motiv für die Begeisterung war die Erinnerung an die Gestalt, an die Persönlichkeit des großen verewigten Kaisers. Wer heute und gestern auf die mit Eichenlaub geschmückten Fahnen blickte, der kann es nicht gethan haben ohne wehmüthige Rührung im Herzen/ denn der Geist und die Sprache, die aus dem Rauschen dieser zum Theil zerfetzten Feldzeichen zu uns redeten, erzählten von den Dingen, die vor 25 Jahren geschehen, von der großen Stunde, von dem großen Tage, da das deutsche Mark für ein opulentes Abendbrod oder einen lustigen Theaterabend auszugeben. Wir brachten unsere meist freie Zeit gemeinschaftlich zu. Im Sommer machten wir Partien in den Grünewald, der damals noch nicht so von der Eultur ruinirt war wie jetzt, und im Winter liefen wir Schlittschuhe auf dem Neuen See, der uns liebenswürdiger Weise die Bekanntschaft mit einigen schönen und umworbenen Mädchen vermittelte. Wir liebten deßhalb den Neuen See sehr und waren fleißige Besucher desselben, auch wenn unsere „Flammen" nicht dort waren. Detlev hatte sich allen Ernstes in eine junge Dame ver- liebt. Ich für meinen Theil blieb meinem alten Rufe als Schmetterling getreu und machte bald hier, bald da ein wenig die Cour. DaS kam auch daher, daß ich wußte, vor fünf, sechs Jahren konnte ich an keinen eigenen Herd denken, und wozu sollte ich da erst ein junges Leben an meines ketten? Man sieht, ich war nicht stark von einer Leidenschaft ergriffen. Detlev dagegen — es war ganz tragisch, wie schnell er in Amors Netze lief! — Die junge Dame, welcher er verfallen war, hieß Florence mit Vornamen. Ihr Vatersname ist für diese Geschichte ganz ohne Belang — genug, daß der melodische und fremdklingende Rufname ihn schnell fesselte. Als er im behaglichen Kretsschlagen plötzlich dieses „Florence" an sein Ohr klingen hörte, wandte er zunächst neugierig den Kopf. (Später hat er mir gesagt, daß die Erscheinung, welche er dann sah, ihm auf der Stelle einen „Schlag ins Herz" versetzte.) Neben ihm glitt eine ihm bekannte junge Dame vorbei, welche von einem, wie eS im ersten Augenblicke schien. Backfisch verfolgt wurde. Letzterer entpuppte sich späterhin als die zwanzigjährige Florence. Allerdings besaß ihr rundliches Gesichtchen eine absolut kind- liche Frische und Unschuld in Form und Ausdruck, der sogleich auffiel. Sie trug einen schwarzen Rembrandhut, der die Stirn frei ließ/ nur rechts und links flatterten gelbrothe Locken um die Schläfe, aber „PonieS" hatte sie nicht. Ihre feine, überfchlanke Gestalt steckte in einem dunkelblauen Reich wieder auferstand.' Groß war die Schlacht und heiß war der Drang und gewaltig die Kräfte, die aufeinander- stießen. Tapfer kämpfte der Feind für seine Lorbeeren, für seine Vergangenheit, für seinen Kaiser, kämpfte mit dem Muth der Verzweiflung die tapfere französische Armee. Für ihre Güter, ihren Herd und für ihre zukünftige Einigung kämpften die Deutschen. Darum berührt es uns auch so warm, daß ein Jeder, der deS Kaisers Rock getragen hat ober ihn noch trägt, tn diesen Tagen von der Bevölkerung besonders geehrt wird. Ein einziger aufflammender Dank gegen Kaiser Wilhelm I., und für unS, besonders für die jüngeren, die Aufgabe, daS, was der Kaiser gegründet, zu erhalten! Doch tn die hohe, große Festesfreude schlägt ein Ton hinein, der wahrlich nicht dazu gehört. Eine Rotte von Menschen, nicht werth, den Namen Deutscher zu tragen, wagt eß, daS deutsche Volk zu schwächen, wagt es, die uns geheiligte Person deS allverehrten, verewigten Kaisers tn den Staub zu ziehen. Möge daS ge- fammtc Volk tn sich die Kraft finden, diese unerMrten Angriffe zurückzuwetsen! Geschieht eS nicht, nun deW, so rufe ich Sie, um der hochverr ätherischen Schaar zu wehren, um einen Kampf zu führen, der un« befreit von solchen Elementen. Doch kann ich mein Glas auf daS Wohl meiner Garden nicht leeren, ohne dessen zu gedenken, unter dem sie heute vor 25 Jahren gefochten Haren. Der einstige Führer der Maas-Armee steht vor Ihnen! Seit 25 Jahren haben Se. Majestät der König von Sachsen alles Leid und alle Freude, die unser Haus und Land betroffen, treulich mit uaß geteilt; desgleichen auch Württembergs König, dessen höchste Freude eß ist, in den Rethen des Garde-Husaren-Regiments gestanden und Kaiser Wilhelm gedient zu haben, und der hergeetlt ist, um mit uns in Kamerabschaft den Tag zu feiern. Wir können, wie gesagt, nur geloben, das zu erhalten, was die Herren für uns erstatten haben. Und so schließe ich denn in das Wohl des Gardecorps ein das Wohl der beiden hohen Herren, vor allem deS Führer« der Maas-Armee: Seine Majestät der König von Sachsen, er leb- hoch! und nochmals hoch! und zum dritten Male hoch!" Nach diesem Trinkspruche des Kaisers erhob sich der König von Sachsen und erwiderte Folgendes: „Indem ich Eurer Majestät tn meinem Namen und in dem Namen des Königs von Württemberg für die gnädigen Worte danke, erlaube ich mir, heute noch einmal die Führung des Gardecorps zu übernehmen und in dessen Namen das Glaß zu leeren auf den erhabenen Chef: Seine Majestät der Kaiser, er lebe hoch! hoch! hoch!" Matrosencostüm, an dem selbst der breite, vorn etwas offene Kragen nicht fehlte. Den Mantel hatte sie in der Garderobe abgegeben. Mit ihrem freimüthtgen, harmlosen Blick streifte sie Detlev im Vorüberfliegen und alsbald nahm er seinen Weg hinter ihr drein. — Der Zufall oder Cupido selbst wollte es, daß einige wilde Schulknaben Florence zu Fall brachten, so daß Detlev herzueilen und ihr aufhelfen konnte. Sie lachte indessen so herzlich über ihr Mißgeschick, daß sie kaum in die Höhe konnte, und da inzwischen auch ihre Freundin herangekommen war, konnte Detlev sich eilig vor stellen lassen. Eine Minute darauf glitten die beiden vereint über daß Etß, da die Freundin nie anberß als allein lief. Daß Bild war zum Entzücken. Detlev, der große, mächtige Mann, tn einer schwebenden Bewegung mit der sylphenhaften blonden Florence; nie zeigt sich die Harmonie zwischen zwei Menschen deutlicher als im Rhytmus des Tanzes ober beß Schlittschuh- laufens. Detlev sah und hörte nichts außer seiner Partnerin unb lächelnb staub ich unb beobachtete sein glückliches Gesicht. Ein ältlicher Herr, ber eben tn einem Coups am Ufer vorgefahren war, wartete, bis er Florence sah unb winkte ihr. Als sie herankam unb Detlev höflich ben Hut abnahm, legte er nur einen Finger an seine Pelzmütze unb zog schweigenb seine Taschenuhr heraus, bie er Florence vorwies. „Ich komme, Papa," sagte sie. Unb ohne auch nur eine Secunbe zu zögern, winkte sie einem ber bebtenenben Männer, ließ sich bie Schlittschuhe abnehmen unb verließ mit einer lieblichen Kopfneigung gegen Detlev die Bahn. Er aber hatte ostentativ ebenfalls mit zwei Griffen seine Halifax abgenommen unb staub jetzt, ben Hut in ber Hand, an ber LanbuugS brücke, währeub Florence vorbeiging. Der schweigsame Vater half ihr in ben Wagen, stieg selbst ein unb fort rollte Detlevs Fee wie ein Traum. Fortsetzung folgt). Depeschen bei Bureau .Herold^. Berlin, 2. September. Der Kaiser ernannte die Großherzogin von Baden zum Andenken an bte Kaiserin Augusta zum Chef de- Kaiserin-Augusta Grenadier- Regiment- Nr. 4. Berlin. 2. September. Bor der Parade hat heute der Kaiser die amerikanischen Veteranen, welche sich zu dem militärischen Schauspiel erngefunden hatten, sämmtlich durch Ansprachen beehrt. Zu dem Veteranen En derlei» au- Augsburg sagte der Kaiser: „T)ie Industrie Ihrer Stadt findet man in der ganzen Welt. Selbst in Schweden habe ich bei meiner letzten Reise Augsburger Waaren gefunden. Zu einem Herrn aus Rottweil am Neckar sagte der Kaiser: Ihr König ist ja auch da- ähnlich äußerte sich der Kaiser zu einem auS Sachsen gebürtigen Herrn. Die auf dem Tempelhofer Felde abgehalrene große Parade gestaltete fich zu einem Volksfeste im wahrsten Sinne des Wortes. In der festlich geschmückten Stadt, deren Arbeitögetriebr heute eine bedeutende Einschränkung erfahren hat, bewegen sich viele tausend Personen, alle festlich gekleidet. Die Fremden stellen ein großes Contingent. Allen Personen merkt man an, daß Begeisterung sie beseelt. Auf dem Tempelhofer Felde stand die Menge Kopf an Kopf, um dem präch- ligen militärischen Schauspiel beizuwohnen. Um 81/4 Uhr begab fich der Kaiser und gleich darauf die Könige von Sachsen und Württemberg auf daS Paradefeld. Die Kaiserin, die sehr wohl auSfieht, fuhr in einem sechsspännigen Wagen auf daS Tempelhofer Feld. Die Parade, die um 9 Uhr begann, befehligte der Commandirende des Gardecorps, General der Infanterie v. Winterfeld. ES fand nur einmaliger Vorbeimarsch statt. Gegen J/>12 Uljr war die Parade beendet und die Rückkehr in die Stadt erfolgte. Der Kaiser ritt an der Spitze der Fahnen-Compagnie von der vieltausendköpfigen Menschenmenge mit begeistertem Hochrufen begrüßt. Unter den Linden bildeten 31,000 Schulkinder Spalier und brachten bei der Ankunft des Kaisers fortwährend Hurrahrufe aus. Die Könige von Sachsen und Württemberg wurden mit Hochrufen und Tücherschwenken begrüßt. Vor dem Zeughause ließ der Kaiser die ihn begleitenden Truppen vorbeimarschtren und die Fahnen wurden »ach dem Schloß gebracht. Die lebende Mauer in den Straßen begann sich langsam aufzulösen, wobei es natürlich zu metDachen Verkehrsstörungen kam. Berlin. 2. September. Der Mlnister des Innern hat alle socialtsttschen Protest-Versammlungen gegen die Sedanfeier in Preußen verboten. Berlin. 2. September. Der „ReichSanzetger" veröffentlicht men Erlaß der Kaiserin, worin daS Central-Comitv der deutschen Vereine vom Rothen Kreuz beauftragt wird, die Veranstaltung einer Gedenkseter an den Krieg 1870/71 in die Wege zu leiten. Berlin, 2. September. Die ganze Stadt prangt tu einem Lichtmeer. Nur wenige Fenster find nicht erleuchtet. Hauptsächlich die großen Geschäfte haben eine Pracht und Mannigfaltigkeit in der Illumination entfaltet, die überall gerechte Bewunderung erregt. Man weiß kaum, welche Dekoration und Illumination man die schönste nennen soll. Rudolf Hertzog, das weltbekannte WaarenhauS, das fich bei jeder Gelegenheit besonders hervorthut, hat auch diesmal prächtig beleuchtet und zwar in Gestalt riesengroßer Pyramiden. Hermann Gerson hat ebenfalls in verschwenderischer Weise beleuchtet. Die Berliner ElectricitätSwerke haben in ganz neuer Weise mit bunten Glühkörpern decorirt. Die großen Bankrnstitute und anderen gewerblichen Etabltffe- mentS haben eS an reichem leuchtenden Schmuck nicht fehlen laffen. Berlin, 2. September. Ein reges Leben herrscht schon seit den frühen Morgenstunden auf den Straßen, besonders in denjenigen, durch welche die Theilnehmer an der großen auf dem Tempelhofer Felde stattfindenden Parade ihren Weg nehmen. DaS Militär zog bereit- von 7 Uhr an mit klingendem Spiel zum Paradefelde. Eine große Anzahl fremder Offiziere in glänzenden Uniformen zu Wagen und zu Pferde nahmen ihren Weg gleichfalls zum Paradefelde. Da- Wetter ist prachtvoll. Berlin, 2. September. Wie der „ReichSanzetger" meldet, hat der Kaiser dem Fürsten Bismarck heute früh folgendes Telegramm zugehen laffen: „Heute, wo ganz Deutschland die 25jährige Wiederkehr de- weltgeschichtlichen EapitulationStageS von Sedan feiert, ist eS mir HerzenS- bedürfntß, Euer Durchlaucht erneut auszusprechen, daß ich mit stets empfundener Dankbarkeit der unvergeßlichen Verdienste gedenke, welche Euer Durchlaucht sich in jener trüben Zett um meinen hochseligen Herrn Großvater, um daS Vaterland und die deutsche Sache erworben haben." Hieraus ist auS FrtedrichSruh folgendes Antworttelegramm eingegangen: „Euer Kaiserlichen und Königlichen Majestät lege ich mit Ehrfurcht meinen Dank zu Füßen für die gnädige telegraphische Begrüßung am heutigen Tage und für Euer Majestät huldreiche Anerkennung meiner Mitarbeit am Nationalwerk deö hochseligen Kaisers und Königs. Effea, 2. September. Krupp machte tausend Dete- r an en ein Geldgeschenk von je hundert Mark. München, 2. September. Anläßlich der gestrigen Sedanfeter hatte sich Abend- eine hunderttausendköpfige Menge in der Nähe der Feldherrnhalle versammelt. Die Ludwigstratze, durch welche sich der Zug der Veteranen-, Turner- und Schützen-Vereine bewegte, schwamm In einem Meer von Lichte. DaS Kriegsmtnisterium allein erstrahlte im Glanze von Tausenden von weiß blauen elektrischen Glüh' ltchtlampen. Die Feldherrnhalle, in der fich vor dem Armee- Denkmal der Festact vollzog, war auf daS prächtigste decorirt. Mächtige Fcuerbrände loderten zum Abendbimmel empor. An 50 Herolde halten auf dem Dache der Halle Aufstellung genommen, wo sie Fanfaren bliesen. Gegen 9 Uhr langte der aus etwa 4000 Fackelträgern bestehende Zug an, worauf die Fahnen lämmtliche: Vereine in die Halle gebracht wurden. Nach Absingen de- MännerchorS: „Die Krone im Rhein" hielt der zweite Bürgermeister Brunner die Festrede, welche in ein Hoch auf daS HauS Wittelsbach und Bayern, daS deutsche Vaterland sowie Kaiier und Reich auSklang. Der in Stellvertretung des Prinzregenten anwesende General-Jnspecteur Prinz Leopold dankte hierauf, dabei ermahnend, daß die Deutschen immer der Worte des großen König- Ludwig I. eingedenk sein möchten, welche lauten: „Bergeffet nie, was die Freiheitskriege nothwendig machte und wodurch wir stark wurden". Sodann wurden am Denkmal zahlreiche KrLrze niedergelegt und unter den Klängen de- Pariser EinzugSmarscheS defiltne der Fackelzug vor Sr. Königl. Hoheit. Stuttgart, 2. September. DaS 25jährige deutsche National fest wurde hier bereits gestern durch Gottesdienst eingeleitel. Nachmittags 3 Uhr fand daS öffentliche Schauturnen der hiesigen Turnvereine statt. Um 6 Uhr ertönte Glockengeläut von allen Thürmen der Stadt und es wurde eine Todrenfeier auf dem FlangelSbacher Friedhöfe abgehalten. Mit Eintritt der Dunkelheit wurden auf den Höhen rings um Stuttgart Freudenfeuer abgebrannt. Graz, 2. September. In sämmtlichen großen Städten Steicrmarks findet heute feierliche Begehung des SedantageS statt. ES werden über hundert Versammlungen abgehalten. Wien, 2. September. Der Münchener Tourist Knall, welcher auf einem Fahrrad eine Welttour machen will, hat gestern Wien pasfirt. Paris, 2. September. Die Blätter veröffentlichen Artikel über die Schlacht von Sedan. Die meisten schreiben die Niederlage bei Sedan den Uneinigkeiten der Generale zu. Heute findet ein Trauergottesdienst statt, bei dem die französischen Veteranen zugegen sein werden. Paris, 2. September. Der Veteranen-Verein von Straßburg versammelte fich gestern und beschloß, ein OrganisationS-Comitv zu bilden für die Feier, welche demnächst au der Straßburg Statue stattfinden soll. London, 2. September. Die hiesigen deutschenVete- ran en veranstalteten gestern gemeinschaftlich eine erhebende Gedenkfeier zur Erinnerung an die Wiederherstellung des Deutschen Reiches. An den deutschen Kaiser und den König von Sachsen wurden Huldigungstelegramme abgesandt. Der Krieg von 1870|71, geschildert durch Ausschnitte aus ZeitungS-Nummern jener Zeit. (Nachdruck verboten.) 4. September. Am 2. September gegen 8 Uhr verbreitete sich durch das Lager bei Sedan die Kunde, Napoleon sei gefangen und die in Sedan eingeschloffene, auS 60,000 Mann bestehende Armee Mac MahonS, der selbst verwundet, habe capitulirt. Obgleich eS bekannt, wie hilflos die Lage des feindlichen Heeres, wagte doch Niemand, dieser Freudenbotschaft Glauben zu schenken. Ich machte einen Gang durch den hinter BazeilleS liegenden Park, wo im hohen Grase, im Schatten herrlicher Bäume Hunderte von wackeren Streitern den TodeSschlaf ruhen, als plötzlich donnernde, nicht enden wollende Jubelrufe mein Ohr trafen. AlSbald fiel auch die Mufik ein in das Jauchzen, das fich immer wetrerzupflanzen schien. Vom Feld und von den Höhen immer neues Hurrah und Hoch. Ein Mufikchor nach dem andern stimmte Freudenmärsche an. „Heil Dir im Siegerkranz!" schallte eö über daS Schlachtfeld dahin. Rasch eilte ich zum Lager zurück. Da sah ich denn, wie die Generale durch die Reihen dahin ritten und bald auch vernahm ich die Freudenkunde, die den unbeschreiblichen Jubel hervorrief. Hier tauschte man Händedruck, Umarmung und Kuß, da liefen Thränen der Freude über wettergebräunte Wangen, da lachte und tanzte man. Das Strafgericht hat fich vollzogen, groß und gewaltig. Varenueö, 4. September, Vormittags 8 Uhr. Welch ein ergreifender Augenblick, die Begegnung mit Napoleon! Er war gebeugt, aber würdig in seiner Haltung und ergeben. Ich habe ihm Schloß WilhelmShöhe bei Kaffel zum Aufenthalt gegeben. Unsere Begegnung fand in einem kleinen Schlößchen vor dem westlichen Glacis der Festung Sedan statt. Don dort beritt ich die Armee um Sedan. Den Empfang kannst Du Dir denken. Er war unbeschreiblich. Beim Einbrechen der Dunkelheit, halb 8 Uhr, hatte ich den fünfstündigen Ritt beendet, kehrte aber erst um 1 Uhr hierher zurück. Gott helfe weiter! Wilhelm. («cak« m*ö Gießen, den 3. September 1895. ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung Freitag den 6. September 1895, Nachmittags 4 Uhr: 1. Die AuSloofung zurück- zuzahlender Obligationen des 1893er Anlehens. 2. DeSgl. des 1894er Anlehens. 3. Den Bau einer directen Bollbahn Siegen(Weidenau)-Haiger. 4. Durchsührung deS ReichS- gefetzeS über die Gewerbegerichte, hier: Wahl eines Stellvertreters des Borsitzenden. 5. DaS KreiSturnfeft im Jahre 1895, hier Holzabgaben. 6. Veranstaltung einer landwirth- schaftlichen Ausstellung, hier Gesuch um Ueberlassung der Viehmarktplätze. 7. Die innere Einrichtung deS städtischen Archiv-. 8. Errichtung eines BedÜrfnißhäuSchenS bei der JohanneSktrche. 9. Nutzbarmachung der Leitung zur Gasbeleuchtung im Conferenzzimmer der Stadtmädchenschule. 10. Gesuch des Vorstandes der israelitischen ReligtonS- gesellschaft um Ueberlassung eines Raume- zur Abhaltung deS Religionsunterrichts. 11. Den Fluthgraben auf dem Burggraben, hier Gesuch der Firma I. B. Noll um Rohrlegung 12. Gesuch der C. Drabing W'ttwe um Erlaubmß zum WirthschaftSbetrieb im Hause Steinstraße 74. •• Die Illumination zur Feier deS SedantageS am gestrigen Abend war eine allgemeine und wohl gelungene. Einzelne Straßen der Innenstadt, die eine längere Fernsicht gewährten, boten einen überaus schönen Anblick der in allen Farben flimmernden, durchweg schön arrangirten Lichter und Lampions. ES gab saft fein HauS, an dem nicht wenigstens einige Lichter ober Papierlaternen ihren Schimmer verbreiteten. Auch in der Außenstadt prangten viele Häuser in Flammenschmuck. Die Zahl der Schaulustigen war denn auch sehr groß, am Markt, auf der MäuSbnrg, Kreuz und SelterSweg war zeitweilig schwer durchzukommen. ** Ungarn-Coocert. Auf das am Mittwoch Abend ?m Caf6 Leib stattfindende Eoncert des österreich-nnga- rischen Orchesters Rakoczi machen wir aufmerksam, zumal neben ungarischen Nationaltänzen als Novität für Gießen der Serpentiutanz vorgeführt wird. (S. Ins.) *♦ Die Schleifen von den am Heffeudeukmal bei Gravelotte niebcrgelegten Kränzen, welche auf Anordnung der französischen Behörde abgenommen werden mußten, sind nach Mittheilung des „D. T." zur 25jährigen Feier des Sedanfestes in der Stadtkirche zu Darmstadt an den Gedenktafeln für die im Kriege Gefallenen aufgehängt worden und werden dort bis auf Weiteres verbleiben. ♦* Dem juristischen Studium wenden sich, wie die „Neuen Heff. Dvlksbl." melden, in Heffen neuerdings bedenklich viel Abiturienten zu, so Ostern 1894 in Bensheim 9 von 13, in Darmstadt 13 von 41, 9 von 20 und 8 von 20. Zu den bevorstehenden Reifeprüfungen an den hessischen Gymnasien sei aus den bevorstehenden Maffenandrang jU den juristischen Berufen aufmerksam gemacht. Noch vor wenigen Jahren bot das Rechtsstudium in Heffen erheblich mehr Aussicht. •* Bon bet GewerbeAu-stellung bet Provinz Oberhesten zu Alsfeld. Der Besuch der Oberhessischen Gewerbe Ausstellung war bis jetzt selbst an den Wochentagen ein Über Erwarten guter, wofür schon spricht, daß an schwach besuchten Tagen in der Wirthschaft 6—7 Hectoliter Bier verzapft wurde». Am Sonntag betrug die Einnahme für Tageskarten 800 Mk., an diesem Tage wurden 27 Hectoliter Bier verzapft. ES war dies bis jetzt der best besuchte Tag. Gegen Abend waren zu gleicher Zeit mindestens 2500 Menschen in der Ausstellung. Die Schulen machen jetzt lebhaft davon Gebrauch, den Schülern für 10 Pfg. Entree die Erzeugniffe der Industrie vorznführen. In vergangener Woche haben bereits acht Schulen, darunter die Handwerkersckulen von Schlitz und Schotten, die Ausstellung besucht. 10 weitere Schulen sind noch angemeldet. — Die BeurtheilungScommis- sion unter Vorsitz des Fabrik-JnspectorS Moeser-Darmstadt ist seit gestern an der Arbeit, die ausgestellten Gegenstände nach jeder Richtung einer Prüfung zu unterziehen. — Heute heffen schon Delegirte für die Generalversammlung deS LandeSgewerbevereinS ein, denen zu Ehren morgen unt> Donnerstag große Militär-Concerte, auSgefÜhrt von der Capelle des 94. Jnfant. Regiments, stattfinden sollen. § Siechenhauseu (Kreis Schotten), 2. September. Die kürzlich hier stattgefundene GemeinderathSwahl wirb jedenfalls noch ein Nachspiel haben. ES soll nämlich AbendS gegen 11 Uhr ein Ansall gegen ein neugewählteS Mitglied auf offener Straße stattgefunden haben und wird Großh. Staatsanwaltschaft Gießen die nöthige Untersuchung demnächst vornehmen. § Grebenhain, 1. September. Heute wurde hier da» 25jährige Sebansest in würdiger weise gefeiert. Die Lehrer mit der Schuljugend und der hiesige Kriegerverein veranstalteten einen Zug durch den prächtig geschmückten Ort unter die alte Dorflinde, woraus Herr Lehrer Schäg hier die Festrede hielt. Zur Verherrlichung deS Feste» trug noch wesentlich der hiesige Musikverein bei. n Staben, 1. September. Wie alljährlich, so feierten wir auch heute wieder das Sedanfest. Krieger- und Gesangverein zogen um 1 Uhr mit ihren Fahnen zum Feß- gottesdienft, in welchem der Ortsgeistliche, Herr Pfarrer Bern deck, auf Grund deS Psalmworts: „Lobet den Herr» meine Seele" die Fcsipredigt hielt. Abends um acht Uhr veranstalteten die genannten Vereine mit der Schuljugend einen Fackelzug nach der Curth'schen Gartenwirthschaft, woselbst Herr Pfarrer Bernbeck und Herr Lehrer Winn Ansprachen hielten. Der erstere feierte unsere Fürsten und unser Bater- lanb, der letztere unsere Armee. Die Pausen wurden durch Liedervorträge de- hiesigen Gesangvereins und deS Schüler- chorö sowie durch Declamationen patriotischer Gedichte Seiten» der älteren Schüler auSgesüllt. Bübingen, 2. September. Bei der vor Kurzem stattgehabten Generalversammlung der Spar- und Leihkaffe hier hat dieselbe den Neubau einer Sparkasse beschloffen und zum Bauplatz den Garten deS Herrn Joseph Eulan fr. in der Bahnhofstraße dahier käuflich erworben. Die Materiallieferung soll Anfangs dieses Winters stattfinden. Bübingen, 2. September. 50jährigeS Dienst- jnbiläum des Herrn Hofprediger Thylmann zu Büdingen. Am Tage deS Jubiläums selbst, Samstag, den 7. September, Beglückwünschung des Jubilars in seiner Wohnung. Die Hauptfeier ist auf den Sonniag gelegt worden. Herr Hofprediger Thylmann hat als Emeritus die übliche osficielle kirchliche Feier seine- Jubiläum- abgelehnt. Die evangelische Gemeinde Büdingen läßt eS fich jedoch nicht nehmen, den Ehrentag ihre- langjährigen Seelsorgers auch im Gottesdienst zu feiern. Im Hauptgotte-dienst' wird der Kirchengesangverein und der Stnabcndior geeignete Lieder singen, die Predigt wird deS JubeltageS gedenken und die Glieder der Gemeinde werden durch ihre Theilnahme ihr?" Liebe und Verehrung für den Jubilar kundthun. A Mainz, 2. September. Der gestern Abend aal Anlaß der 25jährigen @cinnerungflfeter an die denkwürdigen Ereignisse von 1870/71 in der festlich decorirten „Stadthallc" hier abgehaltene FestcommerS war von weit übet 7000 Personen besucht, so daß sich die riesigen Räume unserer „Stadtballe" nebst deren großen, feenhaft beleuchteten Garten für die Zahl der Theilnehmer zu klein erwiesen. Den Reigen der Reden eröffnete Provinz aldirector Rothe mit einem Hoch auf Kaiser und Großherzog. Ihm schloß sich Geh. Comrnerztenrath St. C. Michel mit einemTrink'pruch ben> • ä'S, 5 *"“■"»£ 11 Mbi?‘*,*«|i. * toitb. in; I ^'ta»i«iusu2 t8h*uggu,8t** lNi 11 ^8 Sfhnnc j/1 Wluni ’ ®!b'4lM 18 h« 1* :Ä-; ÄÄÄ W„ te, a8 We fennabmt ftt $Mt=, 1 b‘fl ittatti tag. St«, »( ''x ,til|,'t bl»I« @1 ,*'•■ «»tret bie ®w 1 ffiö4t fllro .™ ®«»tatiler|tafa te WM belUt, lOiiitm Die Seurt^f/en^omtaVr- ^nipectorß SÄontntidnn* )elt, die au-Mten ®tyn= - Prüfung ju ruitnMm. - für die @M«ah)t^(unmlun|j dem zu Ehren morgen und acette, anSgeWr von der nt§( stunden foürv, hotten), 2. September. Die emeioderat-swahl tolrt en. 68 foH nämlid) Weodk ein neugetoafjlttS fflllglitb fjabtn unb tolrb ©rofcli hige Uvterfuchung demnächst ,x. henk rvnx^e tytx bat rb^n Mir gefeiert. Die nd der hiesige Zriegerverein den prächtig gefchMen Ott :auf Herr Lehrer Sch^hier rrlichung des Festes tragt* iifl bei. Wie alljährlich, fo seiev banfeft. Krieget' unb» ,t Ihr!» Fäh»-« I™ S OttSgeiMe, Hnr $f«» taeott«: „üoiet im»«1 it(Ü, Ab!»»» um Mt W Bereine mü b« WW» jtn Garteowirthschaft/ wofelbil Sm Fürsten und unfrr Datrr - Die Paufen wurden durch r-rrs «,r dtt vor Kurzem statt' »-»»i «y J Di!»?' Ä'J-«/ l6"Wk ,' Silarf i» I* i»“« b,S A ©onntafl I- 'I ift «“1 ali ®«t«t»‘ I^lmann äiimS ,»,! ’Ä l«S. '« ! meinde Bu ° -z^gea sei' entag 'S"1 '"St«»»11'1 fei«"' Ä? ,-!>«--> ,s£i*s* großes/ ü f[tin auf das Vaterland an. Oberbürgermeister Dr. Gaßn er feierte die deutsche Armee, in deren Namen Gouverneur General von Holleben dankte und der Stadt Mainz sein GlaS weihte. Nochmals ergriff Oberbürgermeister Dr. Gaßrnr das Wort und toastete auf den Beteranenverein „Siegeskranz" und den Verein der Veteranen der Hessischen Division. Zum Schluffe weihte der Vorsitzende deS Veteranen» Vereins „Siegeskranz" den gefallenen und in Folge erhaltener Verwundungen gestorbenen Kameraden ein stilles GlaS. VermWtw. Ms. Cassel, 1. September. DaS Divisionsmanöver der 22. Division (Caffel), zu welcher die Infanterie-Regimenter : 3. Hessisches Nro. 83 und 6. Thüringisches Nr. 95 (43. Infanterie-Brigade) ferner 2. Thüringisches Nro. 32 und 5. Thüringisches Nro. 94 (44. Infanterie-Brigade) sowie die Cavallerie-Regimenter: Hess. Husaren Nr. 14 und Rhein. Dragoner Nro. 5, und das Heff. Feld-Artillerie-Regiment Nro. 11 gehören, wird nach den nunmehr ausgegebenen Manöver-DiSpofitionen unter dem Commando des General- Lieutenants Frhr. v. CollaS in der Gegend von Geisa im Ulfterthal in der Zeit vom 18. bis 21. September statt- finden. Hieran schließt sich nach eintägiger Ruhepause vom 23. bis 24. September das Corpsmanöver, bet welchem die 22. Dtv sion, die Großh. hessische (25.) Division manö- vrirt, das in dem Gelände bei Hünfeld abgehalten wird. Zu der 25. Division gehören die 49. und 50. Infanterie- Brigade, die 25. Cavallerie-Brigade und das hessische Feld- Artill-7'c R'gt. Nro. 25. DaS Commando führt General- Lteuie'aut v. Goßler. Dem Corpsmanöver wird voraussichtlich auch der Großherzog von Heffen anwohnen. — Am Abend des 24. und 25. September werden die Regimenter in die Garnisonen zurückbefördert. Perfekt, £anfc* und Vottrrvirthfchaft. Gietzrn, 3. September. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmaikl kostete: Butter pr. Pfd. A 1,00—1,10, Hühnereier pr. St. 6—7 S). 2 St. 00 <4, Enteneier pr. St. 00 3,, Gänse- eter pr. St. 00—00^, Käse pr. St. 5—8 H Kasematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 15 Linsen pr. Liter 26 H, Tauben pr. Paar A 0,50 bis 0,60, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,10, Hahnen pr. Stück A 0,50-0,75, Enten pr. Stück A 1,50-1.80, Ochsenfleisch pr. Psd. 72-76 H, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 66-68 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 60 bis 70 A, Kalbfleisch pr. Psd. 64-00 H, Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 3i, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50-7,00 A, Weißkraut pr. Stück —.— H, Zwiebeln pr. Centn er 5,50—6,00 Mk., Milch pr. Liter 16-20 H. Witterungsbericht vom 2. September. Der hohe Dn ck zieht sich langsam ostwärts zurück, doch steht der größte Theil oon Central- und Süd-Europa noch unter seiner Herrschaft. Dagegen macht sich oon Westen her eine allmälige Abnahme des Luftdruckes geltend und sind über Centralfrankreich und vor der holländischen Küste Theilminima zu erkennen. Nordwestlich von Irland liegt da« Centrum einer neuen Depresfion. Im Bereiche des barometrischen MaximumS dauert die heitere und warme Witterung an. Die Temp.ruluren zeigten in Süddeutschland am Morgen meistenorts noch eine geringe Zunahme. vorauSstchtliche tBitimmfl t Zunächst noä» warmes Wetter mit wechselnder Bewölkung und einzelnen Gewittern. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemesien am 3.Septbr., zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 17°, Lust 23° im Schatten. Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanstalt. 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L 50 Pfg. erhältlich und muß jedes Stück die Patmt-Nummer 63 592 tragen. 6238 Bekanntmachung. Betreffend: Das Beschneiden der Hecken. Das Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wonach die Garten- und Feldbesitzer die ihren Grundbesitz an öffentlichen Fahr- oder Fußwegen einfriedigenden Hecken in jedem Frühjahr bis zum 1. März auf 1,25 Meter Höhe und 0,50 Meter Breite zurückzuschneiden und im Laufe des Monats September die neuen Schößlinge wiederholt zu beschneiden oder zurückzubinden haben, wird mit dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Zuwiderhandlungen aus Grund des Art. 31 des Feldstrafgesetzes mit Geldstrafe von 1 bis 10 Mark bestraft werden. Gießen, den 31. August 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ________________________Gnauth. __________________7315 Gießener sreiw. Feuerwehr. Mittwoch, den 11. September, Abends SVa Ufor: Hebung*. Nach der Hebung: Haupt-Versammlung* bei Kamerad Grün. Tages Ordnung: 1. Statut über Unterstützung der Hinterbliebenen verstorbener Kameraden. 2. Entlastung des Rechners. 7324 Das Commando. Niddaer Herbst-Markt. Gelegentlich des Niddaer Herbst-Marktes — am 9. September 1895 —, soll eine Berloosung von Bieh, landwirthfchaftlichen Gerätheu uud Gebrauchsgegenstäuden, verbunden mit einer Prämiirung von Kalbinnen und Bullen, letztere im Alter bis zu zwei Jahren, wovon jedoch Gemeindebullen, sowie bereits im laufenden Jahre prämiirtes Vieh ausgefchloffen sind, stattfinden. Bei Ausgabe von 8000 Stück Loosen bestehen die Hauptgewinne in 12 Stück auf dem Markte angekauftem Bieh. 6438 Loos 50 Pfg. 240 Treffer. Loos 50 Pfg. Der Genecaloertrieb der Loose wurde dem Herrn Philipp Förster dahier übertragen. Wiederverkäufer erhalten 10 Procent Rabatt. Nidda Das Markt-Comit6. Grasversteigerung. Donnerstag den 5. September d. I., Vormittags 8 Uhr anfangend, soll das Grummetgras von den dem Marienftift Lich zustehenden etwa 100 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Lich, 9Heber* und Oberbessingen versteigert werden. Der Anfang ist hinter dem Kirch- Hof an der Straße nach Grünberg. Lich, den 30. August 1895. ___Winheim. 7258 ^Futterlieserung für dss Thirrfpikst in Gießen. Für die Zeit vom 1. November 1895 bis zum 31. October 1896 soll die Lieferung oon Heu, Stroh, Hafer, Weizenfchalen, Futtermehl und Metzdorffchem Hundekuchen für das Thterspttal in Großh. Veterinäranftalt dahier vergeben werden. • Restectanten werden ersucht, ihre Angebote an uns einruschicken; es wird bemerkt, daß die Lieferung von Heu, Stroh, Hafer, Weizenschalen und Hundekuchen im einzelnen und im ganzen vergeben werden kann, daß die Lieferung frei in das Thierspital, nicht auf einmal, sondern im Verlaufe des Jahres je nach Be- dürfniß zu erfolgen hat und daß im vergangenen Jahre verbraucht wurden: circa 8000 Kilo Hafer, 15000 Kilo Heu, 7500 Kilo Stroh, 450 Kilo Weizenschalen und Futtermehl, 500 Kilo Hundekuchen. Angebote sind bis zum 20. September d. I. an Unterzeichneten abzugeben. Näheres in der Veterinäranstalt bei Unterzeichnetem oder bei dem Assistenten Herrn Dr. Schneider. II. Verkauf von Dünger im Thierspital zu Gießen. In der Zeit vom 1. November 1895 bis zum 31. October 1896 soll der im Thierfpital dahier erwachsende Dünger an den Meistbietenden verkauft werden. Das Angebot bezieht sich auf die zweispännige Fuhre. Der Dünger ist immer rechtzeitig abzufahren, damit die Grube nicht überfüllt wird. Die Arertisn des Thiechitsles dihier: 7216 Professor Dr. Pflug. ÄL Schlachthaus. Freibank. [7321 Heute und morgen: Ochsenfleisch richt ladLnrein, pr. Pfd. 54 Pfg. fdbbtmnigung Ruttershausen. Verdingung. Die bei den FeldbereinigungSaus- führungen in rubr. Gemarkung zunächst erforderlich werdenden Arbeiten und Lieferungen und zwar: veranschlagt zu: 1. Erd- und Rodungsarbeiten 3866,26 Mk. 2. Maurerarbeiten 346,25 „ 3. Chaussirungsarbeiten 525,00 „ 4. Anfuhr von Steinmaterial 176,00 „ 5. Lieferung von Ce- mentröhren 566,00 „ 6. desgl. von Wangensteinen (Stirnabdecksteine) 336,00 „ sollen Samstag, 7. September, Borm. 9‘/a Uhr, in mehreren Arbeitsloosen durch öffentliches Ausgebot, pos. 5 jedoch auf dem Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Zusammenkunft im Saale der Wirthschaft „Zur Lahnbrücke" bei Geißler zu Ruttershausen. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Ruttershausen zur Einsicht offen, woselbst auch die bezügl. Offerten verschlossen und postfrei einzureichen sind. Gießen, am 30. August 1895. Gr. Culturinfpection für Oberheffen. Wißmann. 7257 Submission. Die Lieferung von Weißzeug, Bettzeug und Krankenkleidern für die neuen Kliniken in ließen soll auf demSubmissionSwege vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen und Musterstücke sind auf dem Ver- waltungsbüreau genannter Anstalt an den Wochentagen, Nachmittags von 3 bis 5 Uhr einzusehen. Offerten mit der Aufschrift „Lieferung von Weißzeug" sind verschlossen bis zum Freitag den 20. September 1895, Mittags 12 Uhr, unter Beifügung von Stoffmustern an die Verwaltung der neuen Kliniken einzureichen. Zuschlagsfrist bis zum 28. September 1895. Gießen, am 3. September 1895. Großh. Verwaltungs - Direction der 7335 neuen Kliniken.__________ Circa 1 Morgen GruNmetgrag mit Klee zu verkaufen. L. Petri II., 7345__________Ludwigstraße 1. 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Meine Frau war längere Zeit von einer sehr schweren Krankheit behaftet, welche folgenderweise auftrat: sofern sie Nahrung zu sich nahm, traten Schmerzen im Magen, dann Kopfschmerzen und schließlich Stuhlverstopsung ein. Ich fühlte mich daher veranlaßt, ärztliche Hülfe in Anspruch zu nehmen, jedoch blieb alles erfolglos- Al- ich nun durch Zufall die Adresse de- Herrn Dr. ned. «olbeding, Homöopath. «r,t t« Düsseldorf, Königsallee 6, erfahren, wandte ich mich an denselben, und gelang eS diesem Herrn im Ablauf von 14 Tagen meine Frau vollkommen gesund zu machen, so daß ich Herrn Dr. Volbeding bet derart vor kommenden Fällen nur warm empfehlen kann. A. Thiel, Rohrmeister, 6885] Neustadt, Ob.-Schl., Ring Nr. 31. 18000 Mk. g bi- 8. September auf 1. Hypoth. zu 4 pCt. jährlich ’/a—’/> Amortis. gesucht. Tax. 43100 JL Off, unt. 8. an die Exp. d Bl- (Brühtet MMdlückn findet dauernde Beschäftigung. 7313 A. Habenicht, Lampenfabrik. 7343] Ein tüchtiger Schuhmacher« geselle auf sofort gesucht. 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