'301 ^Ptil 1895. ^^^ 3993 6en Breis 40 sh » 45 . 55, . 63, i Ment M Nmilie len De? ®|ffeng. *5, "t ein Äeft Quotationen, darunter J । ftr. = 50 Pi,. = Sl. 3.60 = TI. 6.- tn Ban-. mit etwa 1000 Abbild. mdc kostet jeder »Pfg. i vollendet »er. räqeti LänSilh. eztehea. in Wien. ttefitrGoaftruetwn ert und (teilt auf 3813 :l Stohr I. udwigSplatz 5. nvttiichktNzs- us dem nachstehenden jlus- i 9,000,000.- 10,764,316 20 ' ’ " 637,638.8) ‘ 1 ’ " 6,239,653.4) ..... 4,000,000.- • ' " 900,000.- ' ' ‘ * 1MW 94 .56,302,184.569- chllsch-ft: ., jrßen, BabnboMie 51, jroßenlinden, erg, , zu Lich, iht i 1895. en, Stlbenatt Sold-Rente gtesw ^Griechen»»" , Mtenb. DK- ut Obl. 85.06 102 95 - 25 55 83.50 1887 3640 10200 10300 K'' edtt-Actiev „düng ,r itfiW itnote« dto. &- 2ji0 ZA^ $$$ .o^ chvl 1895 Nr. 603 Zweites Blatt. Freitag den 3. Mai Der fritjtner Anzeiger rrichrinl täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aomilienvkälter werden dem Anzeiger wüchrntlich dreimal brigklegt. Gießener Anzeiger General-Z(nzeiger. viertegäbriger AdannemeatsprelS: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog«» 2 Mark 50 Pfg. Siedacnon, ExpedMoE und Druckerei: SchukHraße Ar.7. Fernsprecher 51. 2lints- und Anzeigeblatt für den Tkveis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. chratisbeikage: Gießener Kamilienötätter. Alle AnnonceU'Bnrcaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger'' entgegen. Amtlicher Theil. Die landlvirthschaftl. Haushaltungsschule zu Lindheim (Provinz Qberheffen). Die zu Ltndheim seit fünf Jahren bestehende Haushaltungsschule deS landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Ober- hegen steht unter Oberleitung und Verwaltung des landw. Bezirksvereins Büdingen und eines OrtScomitöS zu Lindheim und hat die Aufgabe, Mädchen im Alter von etwa 16 bis 20 Jahren die Gelegenheit zur Aneignung derjenigen Kenntnisse und Fertigkeiten zu geben, welche zur Führung einer wohlgeordneten, einfachen bäuerlich-bürgerlichen Haushaltung erforderlich sind, sie an Reinlichkeit, Pünktlichkeit und Fleiß, Ordnung und Unterordnung, sowie an Sparsamkeit im Haushalt zu gewöhnen und auch auf Geist und Gemüth bildend einzuwirken. In dieser Lehranstalt erhalten die Mädchen Unterricht und practische Anleitung im Kochen, indem die Unterweisung hierin abtheilungSweise an zwei Kochherden Erfolgt und aus die Erlernung der Zubereitung einer schmackhaften und kräftigen sogen. Hausmannskost gerichtet ist, im Conserviren von Nahrungsmitteln, im Einmachen von Gemüsen und Früchten, Einsalzen von Fleisch, Räuchern von Fleisch und Wurstwaaren, im Backen, Waschen, in der Behandlung der Wäsche und Kleidung, im Bügeln, Putzen, im Molkereiwesen, und zwar in der Behandlung der Milch und Bereitung von Butter und Käse in der der Anstalt zugehörigen, in dem AnstaltSgebäude eingerichteten Molkerei, in der Bestellung und Ausnutzung des Gemüsegartens, sowie Unterricht in der Zucht und Pflege des GestügelS. Es werden ferner die Mädchen in der Fertigung weiblicher Handarbeiten gründlich unterwiesen und zwar im Stricken, Flicken, Stopfen und Wetßnähen mir der Hand und der Maschine, und erhalten Anleitung zum Kleidermachen, wobei sie sich für den eignen Bedarf und für denjenigen ihrer Familie beschäftigen dürfen. Auch wird in den Fortbildungsfächern, nämlich im Rechnen, in der Abfassung von Aufsätzen und Briefen und in der Buchführung Unterricht ertheilt, wie auch Unterweisung in den Anfangsgründen der Gesundheitö- und Krankenpflege erfolgt. Es ist in der Anstalt für eine geist- und gemüthsbildende Lectüre gesorgt und wird der Gesang gepflegt. Ein Clavier ist der unentgeltlichen Benutzung der Mädchen überlassen. Die unmittelbare Leitung der Anstalt ist einer Vorsteherin (Hausmutter) und einer Assistentin (Jndustrielehrerin) übertragen, welche beide in dem Anstaltsgebäude wohnen. Außer diesen ertheilen in der Anstalt noch der Großherzogliche Kreisarzt zu Büdingen, ein Landwirthschaftslehrer und ein VolkSschullehrer Unterricht. Es finden jährlich zwei Unterrichtscurse von je fünf Monaten statt, in welchen jede Schülerin für Unterricht und Logis 20 Mark bei dem Eintritt, und für Kost und Verpflegung pro Tag 90 Pfg. in Monatsraten pränumerando zu entrichten har. Außerdem sind noch etwaige Ausgaben für Arzt und Apotheke zu bestreiten. Vom Tage des Eintritts an, also während deS EursuS, dürfen die Mädchen ohne Erlaubniß oder Auftrag der Hausmutter außerhalb der Anstalt nicht verkehren und haben sie sich der eingeführteo Hausordnung unweigerlich zu fügen. Insbesondere ist ihnen auch Ehrerbietung, Gehorsam und Unterordnung gegen das Auffichts- und Lehrpersonal, Freundlichkeit, Verträglichkeit und liebevoller Verkehr untereinander und endlich Treue, Fleiß und Sorgfalt bei den Arbeiten zur strengsten Pflicht gemacht. An Sonn- und Feiertagen werden die Mädchen veranlaßt, den Gottesdienst ihrer Confession zu besuchen, wobei die Hausmutter bezw. die Assistentin die Begleitung übernimmt. Morgens vor dem Frühstück, vor und nach dem Mittagessen und Abends vor dem Schlafengehen findet gemeinsames Gebet statt. Besuche von Eltern und Schwestern sind gestattet, solche anderer Personen nur unter Begleitung eines Mitglieds deS Ortscomitss. In die Anstalt sind mitzubringen: 1 Bettdecke, 1 Unterbett, 1 Kissen (Bettstelle und Matratze werden gestellt), 1 doppelter Ueberzug, 1 weißer Bettüberwurf, 1 Waschbecken, 6 Hemden, 4 Handtücher, 2 Bettjacken, 1 Kleiderbürste, 1 Schuhbürste, 1 Trinkglas, 1 Zahnbürste, 1 Regenschirm, 1 Nähstein, Zeug und Leinwand zur Anfertigung bezw. Unterhaltung von Kleidern, Hemden und Bettwäsche, Wolle und Garn zu Strümpfen und Socken :c. und 2 Vorhängschlößchen. Am Schlüsse des Cnrsus findet eine Ausstellung der gefertigten Arbeiten, die Uebergabe von Zeugnissen über Betragen und Leistungen, sowie eine feierliche Entlassung der Schülerinnen statt, wozu deren Eltern und Angehörigen ein- geladen werden. Der zweiteCursuS pro 1 895 beginnt Montag den 1. Juli und wird Samstag den 30. November l. I. geschlossen werden. Die Meldungen hierzu sind bet dem unterzeichneten Vorsitzenden des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Büdingen unter gleichzeitiger Angabe deS Vor- und Zunamens, deS TagS, Monats und Jahres der Geburt und deS Wohnorts der Schülerin und des Namens der Eltern oder deS Vormundes schriftlich einzureichen. Lindheim, den 18. April 1895. Der Vorsitzende deS landw. Bezirksvereins Büdingen. Klietfch, Geh. RegierungSrath. Das OrtScomitv. Westernacher, Oberamtmann. Frau Westernach er. Buß, KreiSschulinspector. Lipp, Bürgermeister. König, Beigeordneter. Vermiete». * Das Vermögen der Rothschilds. Nach dem Blatte „Signal" beläuft sich das Gesammtvermögen der Rothschilds auf 10 Milliarden Franken. Davon besitzen die französischen Rothschilds eine. Im Jahre 1875 war das Vermögen der Rothschilds nicht einmal halb so groß, als es heute ist, in 19 Jahren hat sich ihr Capital mehr als verdoppelt. Aus angestellten Berechnungen ergibt sich, daß dieses Capital im Jahre 1965 mit den Zinsen und Zinseszinsen sich aus 300 Milliarden Franken belaufen wird. Von den Zinsen des Vermögens der Rothschilds würden dann 37 Millionen Menschen anständig leben können, d. h. die ganze Bevölkerung Frankreichs. Im Jahre 1800 besaß der Großvater der Rothschilds noch gar nichts- sein Vermögen datirt von der Schlacht bei Waterloo. * Die Schwimmblase der Fische dient bekanntlich dazu, dieser Thierklasse die Möglichkeit zu gewähren, sich schnell in tiefere Gründe des Äassers heradzukassen, oder aus solchen emporzufteigen; aus der Entdeckung eines französischen Naturforschers muß man aber schließen, daß die Blase auch noch einen anderen wichtigen Zweck hat, nämlich den, dem Fssche ein Reservoir für Sauerstoff zum Athmen zu geben. Wie der Forscher nämlich fand, besteht die Lust in der Blase keineswegs au8 gewöhnlicher atmosphärischer oder, wie man annehmen könnte, verdorbener Luft, sondern dieselbe zeigt einen Sauerstoffgehalt von 80 pCt., wogegen armo- Feriilleton. Drr die Kinder bringt. Von Ernst Rietschei. (Schluß.) Nicht minder wird der stark ausgeprägte Familiensinn dieses Vogels gerühmt und das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit mit den übrigen Genossen desselben Stammes. Wo cS etwa geschwunden, blieb wiederum die Strafe nicht aus. Ein dänischer Regimentsarzt, welcher auf der Insel Fünen in Garnison lag, hat in dieser Hinsicht werthvolle Beobachtungen machen können. „Auf dem Dache der Scheune," schreibt er, „in deren Nähe sich der Wagenpark befand, war ein Storchnest. DaS Paar zog ein Junges auf, das nach einiger Zeit Gehversuche anstellte, bei einem derselben aber ins Fallen gerieth und außer Stande, sich zu halten, auf den Erdboden kam. Die Wache hatte den Vorgang bemerkt und die Soldaten nahmen sich des jungen Vogels an, der bei seinem Unfall unbeschädigt geblieben war. Mäuse gab es in Menge, die Leute fingen dieselben und fütterten damit den Storch, welcher dabei kräftig gedieh. Als sein Gefieder erstarkte, .wollten die Soldaten, welche das Thier liebgewonnen hatten, ihm die Flügel stutzen. Doch war dies nicht einmal nöthig, denn der Vogel hatte sich vollkommen an die Uniformen gewöhnt und blieb freiwillig. Er zeigte stets eine große Zuneigung zum Militär, schloß fich an jeden Soldaten an, ging aber jedem Civtlisten aus dem Wege und ließ fich von keinem solchen anrühren. Wenn die Soldaten ausrückten, ging der Storch mit; bei den Exercitien war er stets zugegen und machte jede Schwenkung mit, kurzum, er wurde ein richtiger Soldatenstorch. Höchst ungelegen kamen ihm die großen Märsche, weil er diesen denn doch nicht gewachsen war. Dann ging er mit, so weit er konnte, um schließlich ärgerlich in das Quartier zurückzukehren. Einmal wäre er beinahe elendiglich zu Grunde gegangen. Die Soldaten hatten eine Kuh geschlachtet und natürlich war JonaS — so hieß unser Storch — auch zugegen. Bei dieser Gelegenheit fraß er eine solche Menge Fleischabfälle, daß er sich den Magen überlud. Nun lag er röchelnd und ächzend auf dem Boden. Da kam ein Soldat auf den Einfall, ihm einen Löffel Branntwein einzuflößen Das half; in wenigen Minuten und ziemlich leicht wurde Jonas von seiner Ueberlast befreit. Er war wieder guter Dinge und blieb der gute Kamerad seiner uniformirten Freunde bis zum Herbst. Als nun die Wanderzeit der Störche gekommen war, versammelte sich eine Menge dieser Vögel in der Nahe des Gehöftes. Auch Jonas' Eltern gesellten fich zu ihnen, dieser aber blieb fern. Bald daraus kamen einige Störche an ihn heran und er begab fich, wie von öiesen aufgeforbert, zu der Versammlung. Wie gewöhnlich bei solchen Zusammenkünften, vernahm man viel Gezisch und Geklapper. Dabei sah man deutlich aus Jonas' Geberden, wie er fich weigerte, den übrigen Störchen zu folgen. Noch ehe wir etwas thun konnten, fielen sie über ihn her. Als die Soldaten zur Stelle kamen, flogen die übrigen Störche davon — JonaS aber lag, eine blutende Leiche, am Boden. Wir begruben ihn und fetzten auf den kleinen Hügel einen Pfahl mit der Aufschrift: „Hier ruht Storch Jonas, der Soldatenfreund." Noch manche andere Eigenschaft, welche auf einen gut entwickelten Verstand hinweist, will man an unserem lang- geschnäbelten Firstbewohner des Menschenhauses wahrgenommen haben. So legen sowohl der wilde Storch, als auch der gezähmte eine ganz entschiedene Liebe für die Musik an den Tag. Sie Übt einen Bann aus, welchem sich der Bogel nicht entziehen kann. In der Stadt mit ihrem Gewoge mag diese Beziehung allerdings nicht so leicht herzustellen fein. Wenn aber in die Ruhe deS Landlebens hinein einmal die Klange eines Instruments ertönen, so lauscht ihnen Meister Storch mit dem allergrößten Wohlbehagen. ES kam schon vor, daß er sich, immer den Klängen der Musik nachgehend, ohne Scheu in das geöffnete Haus wagte, bis an die Seite des Spielenden, um nun m aller Andacht den Tönen zu lauschen, welche ihm ein solches Behagen verursachten. Merkwürdig ist auch, daß der Storch bei seinem Wanderflug nach ‘ dem Süden sich als Lastthier für andere Vögel gebrauchen läßt. Die Wissenschaft zeigt fich dieser Ueberlieferung gegenüber allerdings ein wenig skeptisch. Allein gänzlich in das Gebiet der Sage läßt sie fich doch wohl nicht verweisen, da selbst Gelehrte, wie der ältere Darwin, für die Glaubwürdigkeit eingetreten sind. Jedenfalls ist der Gedanke schon an fich reizvoll, daß Meister Storch die kleinen Singvögel, welche keine großen Flugvirtuosen sind, willig auf feine Fittiche nimmt und in das Land ihrer Sehnsucht führt. Aehnlich verhält es sich mit einer anderen Ueberlieferung, die bald als Aberglaube angeführt wird, bald hinwiederum durch die Zeugenschaft einer Autorität Glaubwürdigkeit gewinnt. ES herrscht nämlich die Ansicht, daß der Storch überall, wo er wohnt, im ersten Jahre eine Feder, im zweiten ein Ei, im dritten aber ein auSgebrüteteS Junges als Miethe spende. Kein Geringerer als Freiherr v. Maltzahn, der berühmte Reisende und Naturforscher, tritt dafür ein. „Im ersten Jahre," so erzählt er, „lag eines Morgens eine schöne, große, fehlerfreie Feder auS dem Flügel nahe unserer HauSthür, ebenso im zweiten ein Ei — freilich zerbrochen; im dritten Jahre, als wir schon die kleinen, bauntgen Köpfchen erblicken konnten, hielten bie beiben Alten ein ungewöhnlich laute«, langes Zwiegespräch, ganz im Gegensatz zu bem leisen, gebämpften Geklapper, welches sie zu beobachten pflegten, so lange bie Jungen noch klein sinb. Plötzlich sahen wir ben Storch eines berfelben mit großer Energie am Halse fassen unb bamit vom Neste fliegen. Die Störchin breitete ihre Flügel über bie anberen Kleinen im Nest unb schaute dem Fluge bes Storches aufmerksam zu. Dieser flog breimal um bas Nest unb näherte fich bei jedesmaligem Umkreisen unserem Hause immer mehr, um bann plötzlich sein Kleines birect unter bas Fenster fallen zu lassen. Die Kinber liefen sogleich hinaus, den armen AuSgestoßenen aufzunehmen, fanben ihn jeboch schon in ben letzten Zügen." — So weit ber Gelehrte, bem wir wohl bie Verantwortlichkeit für bie von ihm mitgetheilte Thatsache überlassen bürfen. sphärische Lust bekanntlich nur */$ Sauerstoff enthält. — (M'tgetheilt vom Internationalen Patentbureau Tarl Fr. Reich elt, Berlin N.-W.) Bei der Nedaction eingegangene Bücher re.: — Umsturzvorlage onb Revolution. Don einem Volk-- , freund. Verlag von Ulrich Kracht, Berlin w. Erste» bi» dritte» Tausmd. Preis 20 Pfg. Technische Fortschritte. — Ein neue» verfahre« zu» vroneteea vo« Kupfer. Herr Monbit rmpffehlt zu dtrfem Zwecke tm „Ind. Iron.' das.Aui- tragm einer Mischung von 20 Thenen Riclnutzöl, 80 Theilm Alkohol, 40 Theilm Schmierseife und 40 Theilen Waffer mittelst Bürste auf da* sauber gereinigte Metall. Men läßt bk Mischung so lange etn- wtrkm, bi» die gewünschte Rüance erreicht ist, worauf man mit heißem Sägemehl abreibt und mit sehr verdürntem Firniß da» Kupfer überzieht. — rreivriemeneoaferviruatz. Hierzu gibt die „Z. f. Cpt. u. Mech." ein Mittel an, da» in folgender Weise zubereilet wird. In einem gut jugedeckten eisernen Tiegel erhitzt man 1 kg in kleine Stücke geschnittenen Kautschuk mit 1 kg rtcHRchlem Terpenthi5I auf 503 (. Hat sich der Kaulschuk gelöst, so fügt man 800 g gelbes Wach» zu der Lösung. In elmn anderen entsprechend großen Topf bringt man 3 kg Fschthran und 1 kg Talg, erhitzt diese Mischung, bi» der Talg geschmolzen ist und gießt die Masse de» ersten Topfeunter beständigem Rührm hinzu. Da- Umrühren wird bis zum Erkalten und Festwerdm der Masse fortgesetzt. Die Riemen werden, während sie sich im Gebrauch befinden, von Zeit zu Zett auf der Innenseite mit dieser Schmiere eingerieben und erhaltm dadurch eine große Dauerhaftigkeit, auch laufen sie leicht, ohne zu gleiten, auf den Riemenscheiben Selbst alte, viel gebrauchte Riemen kann man verbessern, roenn man sie an einem warmen Orte mit dieser Schmiere auf beiden Seiten einreibt, den elften Ueberzug einziehen läßt und bann nochmal» bestreicht. — Wn neue» feuersichere» Material. Eine interessante Feuerprobe hat laut ,Berl. Loc.-Anz.' in Gegenwart de» Brand- directora, der Berliner Feuerwehr, de» Osfizürcorp» der Eharlottm- burger Feuerwehr und mehrerer Vertreter der Baupolizei auf dem Hofe der Technischm Hoch chule zu Eharlotteaburg stattgefundm Hier war von der Firma Earl Voltz in Straßburg i. Elsaß ein würfelförmige» Haus aufgeführt worden, da» au» einer dtefer Firma patentirten Waffe herge- ichler 2,40 m hoch war und die gleichen Läi-gen- und Breitenmaße aufwies. Tie Maffe besteht au» einer dünnen Schicht, bei welcher Schlacke oder feine Coake» mir Gnps, Kalk und Leim vermisch! erscheinen. Diele Schicht wird m*t einer Lage von Aloefafern, die man vorher in die genannte Mischung eingetaucht, bedeckt. Die Faserdecke bildet eine zusammenhängende, schnell erhärtende Maste und kann noch mit einer Schicht de» erwähnten Gemische» belegt werden. Daß Mauern, Holzwände, Eisen» träger, mit diesem Stoff umkleidet, den Flammen einen unbesiegbaren Wioe stand zu leisten vermögen, darauf sollte nun vor den genannten Fachmännern da« Exempel gemacht werden. Zu diesem Zwecke war in dem Innern de» Hause» ein gewaltiges Feuer entzündet und eine volle Stunde unterhalten worden. Erft nach Verlauf einer halben Stunde begannen die Außenseiten der Wände sich zu erwärmen. Heiß jedoch wurden sie nur an einer Zwischenwand, deren Herstellung erst zehn Minuten vor Beginn de» Experimente» beendet werden war, sodaß in Folge der Näffe Wafferdämpie sich entwickelten. Ganz frei von jeder Erwärmung war die Außendecke be» Daches geblieben. Als man zur Ablöschung des Feuers schritt, holle man aus der Glulh einen au- dem Voltz schen Stoffe verfertigten ftaften heran«, und e» zeigte sich, daß ein darin verschloffene» weiße» Blatt Papier nicht einmal angesengt war. Ein Stück Pech war zerschmolzen, dagegen war eine Quantität Schwefel intact geblieben. Die Hitze, die sich im Innern entwickelt, wurde auf 1000 Grad geschätzt, welche colofiale Gluth wohl die Ziegelsteine zersprengt, aber eine mit der Maffe umkleidete Holzsäule unversehrt gelaffen batte. Die anwesenden Fachleute haben zwar mit ihrem Urtheil zurückgehalten, so viel hat sich jedoch auch für den Laien ergeben, daß in Baulichkeiten, welche mtt dem beschriebenen Material versehen find, ein etwaiges Feuer niemals so reißende Fortschritte machen kann, wie man es oft erfahren muß. Drog. Ztg. £an$* unö DolfsivirtbicbafL — Die Margarinefrage im e«»U«b€. Es ist sehr merkwürdig, daß die Margarine, welche in Deutschland den Landwirthen, l Kaufleuten, der Polizei und den Geletzzebern großen Verdruß bereitet Hal, ganz gleiche EalamUälm in Amerika, England, Dänemark uiw. h:rvorrnft. Margarine ist eine amerikanisch« Erfindung und kommt in Ma"m au» Amerika- man sollte wonach meinen, daß dieselbe in diesem Lande überall gern gesehen und gefördert werde. Richt» weniger al» dieses ist aber bei Fall. So deichäf- ligten 'ich noch im März beide gesetzgebende Häuser de» Staairs Mistourr mtt der Kunstbutter und beschlossen. daß unter dem Rema» «Butter' nur reine Butter oerlauft werden dürfe, jebe Mi'chung müsse mit großen Buchstaben al» Kunstbutter bezeichnet und dürfe auch nicht gefärbt werden. Gerade letztere Bestimmung ist für Margarine verderblich, da sie weiß aussiehl, sonach von der gelbe» Bolter leicht zu unterscheiden ist. In Maffachukl- und anderen Staaten wurden ähnliche lÄeitRe erlassen, sie enthalten gewöaniich die Glaufe!, daß auf zur Ausfuhr nach anderen Staaten bestimmte Kunstbutter da» Gesetz keine Anwendung finde. Warum sollen die klugen Rordamerikaner auch ihre eigenen Landsleute hindern, fremden Völkern ihre schlechte Margarine al« gute Butter zu ver kaufen?! Für die moralische Seite dieser Frage Haden die _prak- lischcn' Amerikaner kein Lerständntß — Auch da» englische Unterbau» in London Hal eine besondere Eommisfion für Led«i»mittcl- fälfchung eingesetzt, welche gegenwärtig mit der Margarine sich de» schästigt. E» wurde dort feftgeftellt, daß gegenwärtig viel Buller au» Reu-Seeland und Australien komme, die für 67 Pfg. da« l'iunb verkauft werde und den Absatz von Margarine sehr beschränke. Große» Aufsehen erregte die Aussage eine» Zeugen, woi.ap ?te Untersuchung» Inspectoren in London sich von den Händlern bestechen lassen. Wenn sie ein Mund ganz billiger, also gefälschter Butter für 80 Pfg. fordern, gibt ihnen brr Verkäufer dafür ein Pfunb bester, zu 1,4 ober legt wobl gar ein 2 Markstück bin dann ist Alles in Qrbnung. Auch Mr. Faber, Beauftragter de» land winhschastlichen Ministerium» in Dänemark, wurde vernommen, und berichtet über die dortige Methode zur Feststellung von Mischungen, sowie über die sehr harten Strafen, welche dis 2 Jahre Gesängniß auf Hebertretung der Margarine Gesetze legen. Kunst-Ausstellung, SÄ'-Ja*. ‘SÄt nähme de» SamStag», von 11 dis 1 Uhr, am Mittwoch und Sonntag auch noch von 3 bi» 5 Uhr. — Eintrittspreis für ) i i !ß ‘ti. i 50 P fg., an Sonntagen 20 Pfg. EIS. Ich beeilt e mich, hietburcf) mitzutlieilen, daß meine Eiswagen vom 1. Mai ab regelmäßig fahren. Besonders hebe ich hernor, daß nur feinfte« Cristall Eis zum Verkauf gelangt und bitte um geneigten Zuspruch. Bestellungen werden im „Frankfurter Hof" und „Hessischen Hof" entqegengenoinmen, woselbst auch Preislisten und Bedingungen erhältlich sind. HochachtungSooll Emil Schmall. 3912 S3 Telephon SS. 3525 der Deutschen Kaffee-Import-Gesell schaff Berlin. Schwab & Co.K#'n Rhl übertrifft an Wohlgeeohmiok, Kraft und Aroma, bei ganz erheblicher —= Ersparniss E— alle anderen gerösteten Kaffees. Niederlagen in stein frischer Waare zu den Preisen von 80, 85, 90 iimi »5 Pfg. pro >/» Pfd. - Paquet bei Adolf Geleee, Seltersweg 2, Emil Orblg, Bahnhofstrasse 30, Carl Petri, Marktplatz. KXXXXXXXXXX xxxxxxx neu wird jeder-JMJ mit dem — zum T. R. Patent angemeldeten. Luhn’s Wasch-Extract gewaschene Stoff, ob Baumwolle, Leinen, Wolle re. (Oarantirt frei von allen der Wäsche schädlichen Substanzen. Billig und sparsam! — Macht Rasenbleiche uunöthig! Aus V it h il Lalmiak'Terp.-Kernseife 'nach eigenem Verfahren hergestellt. — Lchont jede Wäsche! 3521 Höchste Auszeichnung! — (tzoldcne Viedaille? (Srtinöcr: Ang. Lnhn & 6o., Barmen. 3n (Hießen bei: (äderst. Dort, A 5>* G Wallenfels. NB. Fabrikate ähnlichen Ramcn- sind Nachahmungen. — Tüchtige Vertreter gesucht. —__________ Engelhard t’s Cichorien und Malz-Kaffee CD CI CD 20 o CD cti “O CD o 3 CD in Packeten unter Controle „Grossh. ehern. Prüfungsstation Darmstadt ■ Beeter Kaffeen.eatx. ns Ueberall vorrithif. Versuchen Die gefl. )6^*ben vielfach preisgekrönten-WJH JAVA- .KAFFEf. von M. Schuster in Bonn Dampf - Taffet - Krtaaerti ■■■ gegr. 1S57 ■■■ zu 85, 90, 95 u. 100 Pfg. das Vi Pfund. Verkaufsstelle: Gießen Hch. Wallach, Markt. 8. I Maccaroni, Oemüsenndeln, (^iergemusenudeln, Apfelringe, Apfelschnitzen, Birnen, Brünetten, Kirschen, athar.Pstaumen, türk. Zwetschen, MemischlcS Cbft empfiehlt [1720 Emil Orbig, vahnhofsiraße 30. "I Apfelsinen, (Zitronen, t eigen. Brünellen, 2662 Zwetschen, Rosinen. Mandeln, Vanille, Citrenat, Orangeat rc. empfiehlt Heinrich Wallach. Molkerei- Süßrahm - Butter, feinste Qualität, stet» frisch, per Pfund 1,20 Mk. bei 2088 A. & G. Wallenfels, Marktplatz 21, stserufprechsr 9tt. 4S. Eiergemüsnudeln, Maccaroni, Mirabellen, Kirschen, Briinellen, Apfelspalten, türk. Zwetschen, Catharina»pllaumen, Simen empfiehlt 2724 J. M. Schulhof. Große Schellfische in Eispackung frisch zu haben 32191 im f. Oirnrnljoiiig, selbstgezückteten und prämiirt, verkauft per Pfund 1 Mark, tn größerem Quantum billiger Ph. Bauer, Bienenzüchter 138] Bahnhofstraße 57. Unübertroffen! als Schönheitsmittel u. zer Hautpflege, zur Bedeckung von Wenden u. In der Kinderstube Lanolin Lanolin der Lanollnfnbrlk, Mnrtlnikenfelde bei Berlin. Nur ächt Schutzmarke Hlt ”Pfeilrlnfl* Zu baden in )p in Blechdosen Zinntubeu A 20 und k 40 Pf. 10 Pf. in der Hirschapothek« in der ' Peltkanapottzek« u. in der •agtl* NuiversttLf sapottzete, sowie ht den Drogerien von Bntttrt a. Krumm, von G«U ßtztfchdach, von Otto Schaaf und von Al. u. «. Wallenfels. 1539 naturreinen iHofcinicin, I892r u. I893r Cneser im »affe das Liter 90 Pfg., Flasche •/< Liter Inhalt mit Glas und Packung zu 1 Mk frei Fracht a. Vetrsi liefert Georg Ortenbach, »stzlar. NB. Fäffer leihweise von 25 Liter In, halt an Flasche wird zu 10 Pfg. zurück, genommen 3758 Grosses Lager feiner u. feinster auSgebauter Original-Flaschenweine, über welche Liste gerne gesandt wrrd Dachpappe. eine große Parchie, für Hallen und Kartenhütten billig abzugeben; auch übernehme ich das Anstreichen und Eindecken derselben mit Dachlack zu billigem Prei». 3914 Emil Soll. Dachdeckermeifter, Seltersweq 30. •Mu: 1. M«*« — »«ck -Ms Ma t*r »t«HW w» MSni (Pirsch * »cketzsch ■ Ma Striilibnnmmollr in allen Garden und Qualitäten, Diamant uno ganz ächt schwarz, empfiehlt billigst J. H. Fuhr 3530 Louuenstraste 25. NB. Stricken von Strümpfen und Beinlängen in bester Rusführung roirö billigst besorgt. ">u30 I Tuche und Buckskins offeriren in großer Auswahl zu billigt» Preisen 296» Aug. Montanus Nchf., Gießen — Markt 10. G Anfrrfiijuitg und) Miaft. G Gardinen in weist und creme, abgepastt und am Ltück, offeriren in großer Auswahl 2954 Aug. Montanus Mchf., (tziesten, Markt IO. Von heute ab. Pa. Aepfelwein aus der Kelterei Friedrich Hinkel, Bildet, von Rheinwein fast nicht zu unterscheiden, stet» in Zapf bei z,«» Ph. Lchueider, Zum Adler, Hch. 2chneider, r^swaldsgan Sammtlichc Schulbücher für die Stadtschulen, sowie Gesangbücher und Confirmationskarten empfiehlt Julius Hoos, 3678 Bahnhofstraße 41 Lahnkies, Gartensand — Lagerplatz Rodberg. — Anfuhr wird besten» besorgt. Dampfdaggerei 8883 L. (?hr Unbsamen Wwc. Klein geschnittenes Eichenscheitholz und Hackspäne verkauft J. Wellhöfer, 3877_____________Licherstraße._______ Als Leichenfrau hält sich bestens empfohlen 3789 Frau Arndt, Kavlansqaffe 10 f« .„KK»1““' ilu« den i Kamme Bit Stfung i(t lagtiotbnuni ZulLüsse °u- Ht trwttttrtt Qgttifn Kammer i k> iiw 4r!, w/nmebr öartfi tint tn die Zweite M p mhelleN/ daß a Solflidiultn und zl u 1) M Zweck nun afabimifd) ge fit Ht Diebulger eu hn tzstichalltri siavbtta HSHttta deu ännaltl' btz« beträte von 1100 2000 M bei defi Zujchüffe auS staa bn lünitränEnnfl, 3750 Nk. nicht ü Durchführnng diese hdors, der etwa 1 »efftaoden zu all mich» die LeHrer zu l'afttn btt £aup lütiijulagtn erhalte -thm unt Ährnir btt MÜHalen bai n Dn Auifchutz die Zusiimmimg zi N- Cergfi «landpunkr des S rrk und SrafOrio EÜrte btt Regienn Cpfa anfttltgtn, d M kandek in tzjnk! ^bex der Meinung nnfnmnjg angenoir Ngaagru werben |i e Vias vrio «’M« nicht ti W bie Aufgabe, M ki b. *■ M ’n btt bem S?i.i ff* s 5» S nadtre ?ni*,r .b,6°i Sator f-47/b8ttt>i ■•'«f «au?J'® 8aSl ’i ^aea«* Li u ® CTBif v neu® »- w , *•* -h »eil*" ;°> bei.?'"' »le,