'M ben p"" 4'.' N ih."7°r° entqi* b«s ® &N t Ä-L'r -^L's •saö» L**ba^*Ma« •'m * - ‘«ts,- »SÄ’*» ■ nicht blob.n o? Nit ”StÄ*S !°SsLS i £**•: ■ ‘»■•Ä in"ärH*Oblt *“^1 £S *■*««» «Jtt, bie in Sorgen m ,rge6en4 an ro0lli|(|l f,eM ”‘M er uw Ähfä e6a*««”» W des Gmpfinbenfi unb eiemem Knne getrchen-, un die edle Khr der' eilt durch jenen Humor, *N1 lrine sittliche Euchen Reinheit, wie sie i't. Mer in ihm vereinioie Philosophie kennt, der hm ößling einer alten sraiPsi, nen Märtyrer unter ihn am Protestantismus! tn Dogma" war jedoch in* m kleinen Buche > r Gegenwart" hat m ftig bekämpfend, rooi ’.r bod) in tytym Mt, Hegt, b. h. eine chrfnrcht Die Katholiken und die i Mrtrn, können davon war ein Ciement seiner iartiW AodlU- ausen-/- iere in lislverth- Karriere ein fürchterlich« mes, Professor der Zoologik Mit hoher Kraft und kr- sein Schicksal, es war eine > zu tragen mußte. Auch ät, die Pflichten für die ! des Ideales, die ihn aus- erschienene Schrift über ,gt ihn in unvermindertr e Sitzung der Akademie V •inen Vortrag zngesagt uk tetz Philosophie ist im i’i- bet Wfentli# durch W tbung. Sein letztes M olitischen Führer sprach ° Zries" an den Herauf i Gedankenfreiheit^ friere in notier Arbeü g» M-r" M "•£ taten fit M ber Ä« len lie dem 8* »’ oM» *"5Sfr et befielt wttt* f ■?: £•?. peile 9™"tto' ’ Sonntag den 3. März ErKcs Blatt. ISOi Nr. 53 Gießener Anzeiger Generat-Wnzeiger Stebaction, Exprbilw» und Druckerei: Schutstrahe Ar.7. Ferusprcchcr 51. rNerteljLhriger AßonnemrntsprcUr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durd) die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener A>«mirtenßkä1ter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der Gießener Anjeiger -licheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Amts- und Zlnzeigeblutt füv den Tteeis Greszen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Jamitienbkätter. Alle Annonccn-Burcaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" rtt'. /n. Amtliche* Theil. Bekanntmachung, die Abhaltung landwirthichastlicher Vorträge betr. Herr Molkerei Jnstruc'or Siedel von Offenbach wird Montag den 11. März l. I., Abends 7 Uhr, zu Hungen im Gasthof zum „Sotmser Hof" einen Vortrag „über Molkereiwksen" halten. Zu diesem Vortrage werden nicht allein die Mitglieder des landwirthschastlichen Vereins, sondern auch alle Freunde der Landwirthschaft eingeladen. D e Herren Bürgermeister von Hungen und der benachbarten Orte werden ergebenst ersucht, auf möglichst zahlreichen Besuch der Versammlung htuzuwirken. Gießen, den 1. März 1895. Der Director des landwirthschaftl. Bezirks-Vereins Gießen: _______________________C. Jost.________________________ Gefunden: 1 Armband, 1 Ta-chentuch, 1 Paar Strümpfe, 1 Korb, 1 Schlittschuh und 1 Brecheisen. Gießen, den 2. März 1895. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Wolff, Regierungs-Assessor. Deutscher Reichstag. 49. Sitzung. Freitag, den 1. März 1895. Gestorben ist der Abg. Kalmrtng (Rv.). DaS Haus ehrt das Andenken an den Verstorbenen in üblicher Weise. Extra-Ordinarium des Marine-Etats. Reichskanzler Fürst Hohenlohe: Dte Ueberzeugung sei allgemein, daß die Ausdehnung unseres überseeischen Handels einen starken Schutz durch die Flotte nothwendig mache. In diesem Falle müsse aber dte Flotte so beschaffen sein, daß sie allen Aufgaben gerecht weiden könne und hierzu bedarf es Schiffe, die Reipect etn- flößen. Was vor einigen Jahren neu war, sei heute veraltet. Es handele siL nicht um die Schaffung einer neuen großen Flotte, sondern um Erhaltung dessen, was wir haben und um Ersatz des Unentbehrlichen. Die Titel Ibis 4 deS Extra-Oldinariumtz sind nicht angefochten. In den Titeln 5 bis 8 werden die ersten Raten für 4 Kreuzer, einer erster Klasse Ersatz Leipzig und 3 zweiter Klasse K., L. und Ersatz Freia gefordert. Die Commission ev pfieblt dte Bewill'gung. Nach einem längeren Referat des Abg. vr Lieber (Clr.) nimmt das Wort der StaatSfecretär Hollmann: Unsere Kreuzerflotte sei in einem bedenklichen Zustande, der cs der Rcgieruna zur Pflicht mache, Ergänzungen zu fordern. Es fiten seit 1885 16 Schiffe in Abgang und nur 4 neue hinzugekommen. Unsere Schiffe der Kreuzer- Division seien alle mehr oder weniger ausgssahren. Staat-:sec>eiär v. Marschall: Eine Kreuzerflotte sei das unentbehrlichste Mittel, die wirthschaftlich n Interessen zu wahren. In einer Bezicbuug sei Deutschland die sparsamste Nation der Well; weil eö Lchiffe von ein.m Typ nur brauche. Allerdings könne Deutschland auf dte Tüchtigkeit seiner Seeleute bauen. Auch zum Schutze d.r Deutschen im Auslände solle die Flotte dienen. In Japan und China sei Deutschland aus seiner Reserve nicht hervor- getreten, während es dort doch große Jntereffen hälte.^ Die Ausfuhr nach Ostasien betrage 45 Mill onen jährlich. Dort müßten auch dte Deutschen, belonders dte katholischen Missionen, geschützt werden Vor zehn Jahren batte Deutschland 27 Sch ffe und ein Panzerfahrzeug, heule 17 Schiffe und kein Panzerfah zeug. Abg. Graf Mirbach (cons.) erk.ärt, daß der größere Tbeil seiner Freunde für die gifordeiten Schiffe ftin nun werde, ohne sich jckoch tn der Vertretung bei der dritt n Lesung binden zu wollen. Der andere Theil seiner F runde werde aus Rücksicht auf die gewerbliche und ftnanziclle Lage sich der Abstimmung enihalten. Abg. Richter (frf. Vp) weist darauf hin, daß die Ausgaben für die Marine von Jahr zu Jahr gewachsen seien und daß dies unmöglich so sortgeben könne. Die Ausdehnung des Handels sowie das Ansehen Deutschlands seien wohl schwerlich stichhaltige Gründe für das Bcdürfniß von 4 Kreuzern. Der Redner erklärt sich zur Bewilligung zweier kleiner Kreuzer bereit. Abg. Müller-Fulda macht dte Zustimmung des Centrums davon abhängig, daß aus der Anleihe mehr als 1660 000 Mk. gedeckt werden. Staatssecretär v. Posadowsky verspricht dies. Abg. Rickert (f>s. Vg.) erklärt, mit dem größeren Theile seiner Freunde für fämmtliche Kreuzerforderungen stimmen zu wollen. Abg. Hammacher (ntl.) äußert sich für die Vorlage, ebenso Graf Bernsdorf. , ,,, Abg. Werner (Antti.) bedauert, wegen der wirthschaftlichen Lage geg.n die Vorlage stimmen zu müssen. Es folgt die namentliche Abstimmung über den Kreuzerersatz Leipzig. Die Annahme erfolgt mit 145 gegen 77 Stimmen. 10 Conservalive enthielten sich der Abstimmung. Die drei anderen Kreuzer werden dwch Acclamation angenommen. Auf Antrag des Abg. Müller-Fulda (Centr.) wird das .DivtsionSboot" alsdann gestrichen. W^iterb'ratbung morgen 1 Ubr. Deutscher Reich. Berlin, 28. Februar. Kaiser Wilhelm hat durch seinen Besuch in Wien anläßlich der Betsetzungsfeier des Erzherzogs Albrecht vonOe st erreich einen neuen Markstein der unverbrüchlichen Fortdauer des deutsch österreichischen Bündmß- und Freundschaftsverhältnisses errichtet. Es ist sonst nicht üblich, daß Monarchen dem Begräbnisse von Mitgliedern o öwärtiger Herrscherhäuser persönlich beiwohnen, um so tev eckenswerther erscheint es daher, daß jetzt Kaiser Wilhelm diese hergebrachte Regel des Höst chen Eeremoniells einmal durchbrochen hat. In Oesterreich-Ungarn würdigt man denn auch voll dte leicht erkennbare politische Bedeutung der jüngsten Anwesenheit des deutschen Kaisers am Wiener Hofe, wie namentlich dte dem Ereigniffe gewidmeten AuS- loffungcn der tonangebenden Wiener und Budapester Blätter hinlänglich bekunden. Auch der überaus herzliche und sym- pathtsche Empfang, der dem deutschen Herrscher bei seinem soeben stattgefundenen Besuche in der österretchis Len Hauptstadt seitens deS Kai,ers Franz Josef und deS Hofes, und dann auch seitens der Bevölkerung bereitet würd'-, zeugte davon, wie hoch man in Wien das persönliche Erscheinen des deutschen Kaisers bei dem Begräbn'ffe des Erzherzogs Albrecht schätzt. Nach zweitägigem Aufenthalte reiste Kaiser Wilhelm am Mittwoch Abend von Wien nach Berlin zurück. Berlin, 1. März. Die Aufgaben des am 12. d. MtS. zusammentretenden StaatsratheS werden umfangreicher sein, als bisher angenommen wurde. Neben den Maßnahmen zur Hebung der Preise der landwirthschastlichen Production (Antrag Kanitz, Contingentirung der Getreide- Einfuhr rc.) sollen dem Stoatsrath nahezu sämmtliche TageS- fragen auf agrarisch-wirthschaftlichem Gebt te vorgelegt werden. Dazu gehören die Fragen der Credit-Organisation, Maßnahmen zur Seßhaftmachung der ländlichen Arbeiterschaft, die Verbilligung der landwirthschastlichen Pro- duction, die Erleichterung des Absatzes landwirthschaft- licher Producte (Tarifreform rc.) ebenso wie beabsichtigte Aenderung der Zucker- und Branntweinsteuer. Für jeden Gegenstand wurden zwei Referenten bestellt. Graf Kanitz soll nicht über den Antrag referiren, der seinen Namen trägt, sondern auffallender Weise über die Verbilligung der Production. Das Referat über die Hebung der Getreide- preise erhielten von Kardorff und von Hclldorff Bedra. Auch Graf Mirbach, Freiherr v. Huene, Freiherr v. Schor- lemer und der frühere Minister von Zedlitz zählen zu den Referenten. Ausland. Madrid, 28. Februar. Auf der Insel Euba ist ein neuer Auf stand gegen die spanische Herrschaft ausgebrochen, was jetzt oiftziöse Madrider Meldungen noch anfänglichen Vertuschungsversuchen selber zugestehen. Wenn man den von spanischer Seite gegebenen Darstellungen der Sachlage glauben soll, so stünde es mit der revolutionären Bewegung auf Cuba von Anfang an mißlich. Verschiedene Abtheilungen der Insurgenten sind angeblich geschlagen worden, und werden i sie von den spanischen Truppen, wie versichert wird, verfolgtFeuilleton. Wochenbriefe aus der Residenz (Originalbericht des „Gießener Anzeiger".) Z. Darmstadt, 1. März. Karnevals Ende. — Vom Großh. Hoftheater. Sie ist vorüber, die lustige Faschingszeit, mit ihrem ausgelassenen Leben und Treiben, Schellenkappe und Peitsche ruhen wieder in verborgener Lade, um erst nach Jahr und Tag abermals hervorgeholt zu werden zu neuer Narrheit. Allzu rasch find die schönen Tage vergangen und erst jetzt, nachdem ihre Freuden wie im Rausche verflogen sind und man wieder mit ernster Geberde die hochnothpeinlichen Mienen der Philister betrachten muß, kommt einem die ganze Schwere deS Dasein- vhne den humorvollen Carneval so recht zum Bewußtsein. Einen kleinen Trost indessen kann die Erinnerung an alle die durchkosteten Genüffe bieten, und den wollep wir unS denn auch nicht versagen. Im letzten Briese hatte ich Ihnen berichtet über das carnevalistische Leben unserer Stadt vor den letzten Tagen des Fasching, über d'.ese will ich heute Einiges bringen. Im Mittelpunkte des JntereffeS weiter Kreise unserer Bürgerschaft stand schon seit geraumer Zeit der große Maskenball der „Darmstädter Carneval-Gesell- schaft", der am vergangenen Samstag Abend stattfand. Schon von 8 Uhr an begann das Menschengewoge in dem pompös ausgestatteten und geradezu feenhaft beleuchteten großen Saalbausaal. Gegen 10 Uhr war buchstäblich nicht mehr durchzukommen und in dem weiten Raum wäre, auch wenn er die dreifache Größe gehabt hätte, baß Tanzen trotzdem unmöglich gewesen. Besonders viel Geschmack hatten dte sehr zahlreichen Damen auf ihr Costüm verwendet- eine ganze Menge außerordentlich prächtiger Charaetermasken waren vertreten. Unter den Herren befand .sich auch manch sinnig auSgeftaitete Figur, indessen überwog doch hier der schwarze Frack und Gott sei Dank nicht der fast unvermeidliche schwarze oder rothe Domino. Zwei M'litärcapellen sorgten für musikalische Unterhaltung und verschiedene närrische Arrangements des Comitss für die nöthige Erheiterung. Der Sonntag war verhältnlßmäßig ruhig, die üblichen carnevalistischen Concerte der Militärcapellen fanden unter zahlreicher Betheiligung des Publikums statt, und im Großh. Hoftheater gab man vor beinahe ausverkauftem Hause endlich wieder einmal eine Operette: Joh. Strauß' „Fledermaus". Der Rosenmontag gehörte ganz Den Kleinen. Massenhaft bevölkerten sie die Straßen und Plätze in ihren bunten Röckchen, schwarzen Sammtmiedern und dem spitzen Käppchen auf dem Kopfe. Der Sammelpunkt der ausgelassenen Schaar war das Hoftheater, wo am Nachmittag Görners lustiges Märchen vom „Gestiefelten Kater" zur Aufführung gelangte. Nicht einfach, doppelt ausverkauft war der ausgedehnte Zuschauerraum, denn jeder Platz war doppelt besetzt und erst der Jubel, der das Haus durchtönje über die Thaten ' „Murrs" des Katers, -über den Hochzeitszug des Kobold- j königs Houtgmund und seiner Braut, der Prinzessin Zuckerherz — sie waren beneidenswerth, diese glücklichen Kinder, um ihre vergnügten Gesichter! Am Fastnachtsdienstag begann das Maskentreiben auf den Straßen schon recht früh, und wenn natürlich auch die „Hinterländer Bauern", „Stromer" rc. am zahlreichsten vertreten waren, so fehlte es doch nicht an originellen Typen, die aus den üblichen Gebieten genommen waren. In den Wirthshäusern und Restaurants ging es ungemein lebhaft her, carnevaltstische Frühschoppen- und Bockbierconcerte hatten eine zahlreiche Zuhörerschaar angezogen. Je mehr der Tag zur Neige ging, um so toller wurde das Treiben aus den Straßen. Auch am Abend fanden allenthalben Concerte und närrische Vergnügungen statt. Das Hoftheater gab „Charleys Tante" und „Das Leben in der Hoch'aison". Den effecivollen Schluß der Festlichkeiten bildete der große Maskenball des „Carneval - Zug - Vereines" im Städtischen Saalbau, der ebenfalls sehr stark besucht war und die zahlreichen Theilnehmer bis zum frühen Aschermittwoch zusammen- hielt. Nahm auch das CarnevalStreiben fast ausschließlich baß öffentliche unb private Interesse in bet letzten Woche in An- : sprach, so blieb bennoch Zeit unb Muse zur Entgegennahme ; edlerer Genüsse, die im G r o ß h. H o ft h e a t e r geboten wurdn. , Dort absolvirte Ernst Possart, der rühmlichst bekannte Characterdarsteller und in dem letzten Jahre vielgenannte General-Director der Königl. Hoftheater in München, einen breiabendlichen Gastspielchclus. Possart spielte am ersten Abend den „Advocaten Berent" in BjörnsonS „Fallissement", eine Rolle, die nicht bhect im Vordergründe der Handlung steht, aber nichtsdestoweniger Gelegenheit in Fülle zum Dar- thun wirklicher CharacterisirungSkunst giebt. Besonders die große Scene mit „Tjälde" im zweiten Acte wurde von Possart wirklich meisterhaft — gemacht, ja etwas „Mache" ist dabet, wenn sie auch genial angebracht wird, das zeigt sich besonder- in der peinlichen Ausarbeitung selbst der kleinsten Zü?e einer Partie auf den Effect hin. Die zwci'e Gastrolle war bie deS „Manfred" in Byrons gleichnamigem dramatischen Gedichte. Dies Werk gehört, obgleich es poetisch wunderbar schön >st, zu den selten auf der Bühne gesehenen, denn es erfordert Meister zu seiner Darsteüuug. Was an Possart an diesem Abend besonders bewundernswerth erschien, war die Art und Wcüe, wie er sein nickt allzu umfangreiches, aber vorzüglich geschultes Organ zu behandeln wußte. In eigenthümlich singendem Tonfall brachte er vor allem Manfreds Aufruf der Geister zu gewaltiger Wirkung. Den Schluß deS Gastspielreigens bildete der „Napoleon" in der „Madame Sans - ®ene“. Possart gab den „großen Corsen" anders als unter heimischer Vertreter dieser Rolle, Herr Wagner. Ob er ihn besser gab, darüber kann man streiten. Herr Wagner gicbt den „ächten", den geschichtlichen Napoleon, der Herr General- director stimmt jenen herab auf den gemüthlichen Lust'pielton. Auch Possart war bei jedem Auftreten Gegenstand rauschcnder Beifallsbezeigungen. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog ehrte den Künstler durch Verleihung des Comturkreuzes 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen. binguni Prntti Ipdttftn -M-er S Grasen von Paris noch 4 Millionen von Baron Hirsch an die Boul ang ist en gezahlt worden seien. Loudon, 1. März. AuS St. Johann (Neufundland) wird gemeldet, daß das Elend dort unbefchreibbar sei. Die Stadt Boston schickte 17,OOO Dollars Unterstützung, die Stadt Halifax 400 Kisten Proviant. Newyork, 1. März. Hier eingelaufenen Nachrichten zufolge ist in Havanna ein Complott gegen die Re« gierun g entdeckt worden. Es verlautet, es seien dreihundert Personen, darunter Mitglieder der angesehensten Familien, verhaftet worden. ße/öß rtjtun § nach $ ihn so ntijatn bil 13 x 16 74-7R «fb. 6 «fb. ki pr *d pr. Lite ■tth* ftiflt ta ■'.di eie "irlmrhk Andreas Klüber auS Gießen, wegen Mordversuchs und Raub. Die Anklage vertritt Eister StaatSanwalt Dr. Gänge- rich, die Denhetdigung führt Rechtsanwalt Justizrath Dr. Schwarz. Dienstag den 5. März, Vormittags 9 Uhr, gegen August Huhn aus Baucrnheim, wegen Meineids. Die Anklage vertritt Erster Staatsanwalt Dr. Güng erich, die Vertheidigung führt Rechtsanwalt Keller. Mittwoch den 6. März, Vormittags 9 Uhr, gegen Hieronymus Simon aus Ruhlkirchen, wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit. Die Anklage vertritt StaatSanwalt Zimmermann, die Vertheidigung führt RechtSanwalt hatte und dem Kaiser gefolgt war, wird standrechtlich erschaffen. Napoleon nimmt von seinen Grenadiren er- gretsenden Abschied und betritt da» Schiff. — Die Ttiel« rolle liegt in den bewährten Händen de» Hofschauspieler» Wagner, wie denn überhaupt daS Drama seilen» der Darm« ftädter Künstler eine mustergiltige Wiedergabe erfährt. Der Theaterabend stellt unS also in jeder Hinsicht einen hohe» Kunstgenuß in Aussicht. *• 22. Mittelrheiuische» Turnfest. Mit der gestern Abend erfolgten Eonstiluirung deS geschäskSführenden AuS« schuffeS, bei der Herr Beigeordneter Georgi zum 1. uud Herr Weinhändler Helm zum 2. Vorsitzenden gewählt wordea find, ist die Bildung sämmtlicher Ausschüsse, elf an der Zahl, vollendet. Den EinzelauSschüffen wurde sosort da» nöthige Material eingehändigt, damit sie ungesäumt an ihre Arbeit gehen können. Al» Feftplatz ist Oswald» Garten ta Aussicht genommen und als Festtag der 7. Juli bestimmt. Die bet den nöthigen Vorbereitungen und der Bildung der AuSschüffe aezeigre rege Theilnahme, sowie die allgemeine Bereitwilligkeit zur ferneren Mitarbeit bieten die freudige Gewißheit, daß in unserer stet» bewährten, gastfreundliche» Feststadt Gießen der turnerische Geist noch ungeschwächt sich erhalten hat, und daß unsere sehr zahlreich zu erwartende» Gäste eine Aufnahme finden werden, wie sie Festgäfte i» Gießen stet» zu finden gewohnt find. Wenn die beiden hiesigen Turnvereine bei Uebernahme deS Feste» aus dem Krei»- Turntag in Bingen, in Anbetracht der rlesigea Anforderungen, die heute an den Festort gestellt werden, mit einer gewissen Bangigkeit in die Zukunst schauten, so ist diese nun gänzlich geschwunden. Die ganze Bewohnerschaft steht hinter ihnen und auf die weitgehendste Unterstützung dcS Stadt« Vorstände», die schon vor Uebernahme de» Feste» aus Nachsuchen in Aussicht gestellt worden ist, kann mit Bestimmtheit gerechnet werden. Darum srisch, froh, fromm und frei an» Werk. Segen ist der Mühe Preis. Gut Heil! •• Umsturzvorlage nab Antrag Katutz werden u. A. Gegenstand der morgen Sonntag in Grünberg stattfinde» den zwanglosen Besprechung de» Ausschüsse» der freisinnige» Volkspartei für die Provinz Oberhessen jein. 30,2 n 4,4 17 ' 52 ' HOOü 18 tt 41 W.B. Berlin, 2. März. Die Morgenblätter melden: Bei dem gestrigen Bismarck-Commers der Studentenschaft hielt der Reichskanzler eine Ansprache- er freue sich mit den Studenten, den Mann zu feiern, in dem er nicht allein den größten Staatsmann, sondern auch seinen Freund verehre. (Brausender Beifall.) Möchten die Studenten den patriotischen Geist bewahren, der den Studenten Deutschlands traditionell, möchten sie bewahren die Treue gegen Kaiser und Reich und sich frohen, muthigen Sinn, möchten sie festhalten an der idealen Weltauffassung, ohne welche das Leben werthloS sei. Er trinke auf das Wohl der akademischen Jugend. (Donnernder Beisall.) Generaloberst von Los hob die Solidarität des OsfiziercorpS mit der Studentenschaft hervor. sammlunge» statt, welche gut besucht waren. In denselben wurde über da» Thema gesprochen: „Die Tabaksteuer oder 40,000 Menschen brodlos." Seiten» der Referenten wurden die üblichen socialen Wirkungen der Tabakfabrikatsteuer erläutert und eS wurden gleichlautende Resolutionen angenommen, in welchen in Erwägung der infolge deS Consum« Rückganges zu befürchtenden Lohnreductrung der Tabak- arbeiter und in Erwägung, daß bei dem Inkrafttreten de» Gesetzes 40,000 Menschen brodloS würden, der Reichstag gebeten wird, die Vorlage entschieden abzulehnen. Berlin, 1. März, lieber da» Vermögen der „Urania* (Uhren- und Säulen-Commauditgesellschaft) ist der ConcurS eröffnet worden. Schmalkalden, 1. März. DaS bisherige Resultat der Reich»tagS-Ersatzwahl Eschwege -.Schmalkalden ist folgendes: PeterS (nl.) 3167, Stengel (fr. VolkSp.) 3438, J»kr aut (Antis.) 3742, Huhn (Soc.)5497 Stimmen. Somit muß eine Stichwahl zwischen dem Socialisten Huhn und dem Antisemiten Jskraut stattfinden. Wien, 1. März. Fürst Richard Metternich, der ehemalige österreichische Botschafter in Paris, ist heute Morgen 3 Uhr an einem Schlaganfall gestorben. Triest, 1. März. Gestern Abend wurde hier ein kurzes Neueste Nachrichten. Wolff» telegraphische» Correspondenz-Bureau. Berlin, 1. März. Auf dem gelegentlich der Feier de» zehnjährigen Jahrestages der Verleihung de» kaiserlichen Schutzbriefes an die Deusch-Ostafrtkanische Gesellschaft Seitens der letzteren veranstalteten Festmahle wurde an den Kaiser ein Telegramm abgesanöt, worin der ehrfurchtsvolle Dank und unwandelbare Treue der Gesellschaft auS« gedrückt wurde. Darauf ist eine Antwort eingegangen, nach welcher der Kaiser für den HuldtgungSgruß und die treue Gesinnung seinen Dank aussprach. Wien, 1. März. Die hier anwesenden preußischen Offiziere wohnten heute in der Franz Joseph Kaserne einer Hebung der bosnischen Bataillone bei und sprachen sich anerkennend über die Strammheit dieser Truppe aus. London, 1. März. Nach einem dem Reuter'schen Bureau auS Mexiko zugegangenen Telegramm entgleiste gestern bei Temamalta ein Zug der interoceanischen Eisenbahn. Der Zug war von Pilgern, welche nach Mexiko reisten, dicht besetzt. ES sollen 104 Personen getödtet und 85 verletzt worden sein. Glasgow, 1. März. DaS Royal-Theater ist heute Nachmittag abgebrannt. Der Schaden beträgt 40000 Pfund Sterl. Hiroshima, 1. März. Nach dem amtlichen Berichte des Marschalls Oyama vom 27. v. M. wurden die Chinesen am 24. v. M. Vormittags in der Nähe von Tafingshan geschlagen. Nachmittags griffen 13000 Chinesen Haitsching an, wurden aber zurückgeworfen und zogen sich in der Richtung auf Uinkao zurück. Die Japaner hatten 20 Tobte und 250 Verwundete, die Chinesen 200 Tobte- die Zahl der Verwundeten ist unbekannt. CocaXts und ^provinzielles. Vietze«, ben 2. März 1895 ** Verzeichnitz der Sitzungen des Schwurgerichts pro Quartal 1895: Montag den 4. März, Vormittags 9 Uhr, gegen z.r o«« ®riN.| ** Huldiguugßfahrl zum Fürsten Bißmarck. — Fahrpreis- Ermahigung. Wir erhalten vom AuSsch ß der deutschen Studentenichast folgende Nachricht: AuS Anlaß der Eingabe vom 22. Januar ist daS Reich» Eisenbahnamt wegen Gewährung der erbetenen Fahrpreisermäßigung für die geplante Huldigungssahrt nach FriedrichSruh, da in erster Linie preußische Eiienbahnstrecken in Betracht kommen, zunächst mit dem Königlich preußischen Herrn Minister der öffentlichen Arbeiten inS Benehmen getreten. Wie dieser mitgetheilt hat, Der. ti Woira Pt-et» 14-15 Erdbeben verspürt. Rom, 1. März. Dem Admiral Accini wurde Geschwaderführung nach der Ostsee übertragen. Pari», 1. März. „Estafette* theilt mit, daß außer 3 Millionen der Herzogin von UzeS und den 4 Millionen werden auf Grund Allerhöchster Ermächtigung oom 18. v. M. die Lönigl. Eisenbahndirectionen und die preußischen Privatbahnverwaltungen veranlaßt werden, den Tdetlnehmern an der HuldigungSsahrf, die sich durch ihre Studentenkarte an»« weisen, in der Zeit vom 31. März bi» 3 April d. I. eine Fahrpreisermäßigung in der Weise zu gewähren, daß für die Reife von ihrem Wohnorte nach Hamburg und zurück bei Benutzung der dritten Wagenklaffe aller Züge der MilitärsahrpreiS und bei Benutzung einer höheren Waqenklaffe für Hin und Rückfahrt der Preis der einfachen Fahrkarte erhoben wird. — Wegen Bewilligung entsprechender Fahrpreisermäßigungen auch auf den übrigen deutschen Eisenbahnen bat sich da» Reichö-Eisenbahnamt nunmehr mit den beteiligten Bundr»reg'erungen in Verbindung gesetzt und behält sich in dieser Beziehung weitere Mit« theilung vor. •• Theaterverein. Die Reihe der diesjährigen Vorstellungen würdig zu beschließen, hat der Theaterverein am 7. März daS Darmstädter Hosthearer entboten. Zur Darstellung gelangt daS bretactige Drama „Wehe den Besiegten" von Richard Voß. Richard Boß zählt Heuer zu den fruchtbarsten deutschen Schriftstillem. Obgleich sich seine dichtert'che Eigenart und Begabung auf dem Gebiet der Novelle am glänzendsten manifeftiren, so muß ihm dennoch auch unter den dramatischen Dichtern der Gegenwart ein Ehrenplatz eingeräumt werden. Al» vor Jahren seine „Alexandra" mit großem Erfolge über die deulschen Bühnen gegangen war, ließ der Dichter in rascher Folge Drama um Drama folgen. Wenn der Mehrzahl derselben nur ein kurze» Bühneudasein vergönnt war, so lag das in der Hauptsache wohl daran, daß ein schwere» Nervenleiden die Schwingen de» Dichters gelähmt und seine Schaffenskraft vermindert hatte. Das Drama, welches die Darmstädter Künstler unS demnächst vorführen, stammt aus einer der glücklichsten Perioden des Dichters. Im Mittelpunkt de» Stücke» steht Napoleon Bonaparte. Während Victorien Sardou sich in seiner „Madame SanS-G^ne* im leichten Plauderton mit Napoleon abfindet, versucht Richard voß in markigen Strichen die Gestalt des großen (Sorten zu zeichnen. Wir lagen „versucht", weil ein lebenswahre» Charakterbild Napoleons im knapp bemeffenen Rahmen eine» Theaterabend» erschöpfend nicht gezeigt werden kann. Richard Voß hat eine interessante Episode au» dem Leben Napoleon» dramatisirt. Der Kaiser landet von Elba auf einer Felseninsel im Golf von Juan. D'e verwittwete Gräfin von Saint Aubonne nimmt den Zurückkehrenden gastlich in ihrem Schlöffe auf. In jungen Jahren hat sie qii der Seite eine» ungeliebten Gatten einsam ihre Tage auf dem Edelsitze der AubonneS vertrauert. Da führt sie der Zufall mit dem General Bonaparte zusammen. Dem rasch geschloffenen Liebesbunde entstammt ein Sohn, der für den rechtmäßigen Erben de» verstorbenen Grafen gilt. Zn Beginn der Handlung betritt der junge Graf Mario, Legitimist und Offizier deS Königs von Frankreich, da» Schloß seiner Mutter, in der geheimen Absicht, den verhaßten Napoleon, dessen Ankunft von Elba fignaltsirt ist, zu ermorben. Die Gräfin durchschaut den Mordplan ihre» Sohne», kann e» aber nicht verhindern, daß Napoleon und Graf Mario einander begegnen. Napoleon erkennt die Geliebte wieder und erfährt, daß Mario sein Sohn ist. In stiller Nacht dringt der junge Graf, mit der Pistole in der Hand, in da» Sch'afgemach Napoleon». Dieser entwaffnet den jungen Schwärmer kaltblütig und wandelt in der darauf folgenden großen, prachtvollen Scene den wüthenden Feind zu seinem glühenden Verehrer. Dem Kaiser fällt Frankreich auf» Neue zu, er stampft Armeen au» dem Boden und bedroht da» zitternde A. 41 ( S 8 128» L 4! not L die Sittlichkeit. Die Anklage vertritt StaatSanwalt Koch, die Vertheidigung führt RechtSanwalt Wetdtg. Freitag den 8. und SamStag den 9. März, jedeSmal Vormittags 9 Uhr, gegen Johannes Raab I. aus Trais- Horloff, wegen Meineids. Die Anklage vertritt Staats- anwalt Koch, die Vertheidigung führt RechtSanwalt Dr. Rofenb erg. Montag den 11. März, Vormittags 9 Uhr, gegen Wilhelm Zimmer aus Nieder Eschbach und Hilarius Wiegand, ersterer wegen Meineids, letzterer wegen Verleitung dazu. Die Anklage vertritt StaatSanwalt Koch, die Vertheidigung führt für Zimmer RechtSanwalt Holzapfel, für Wiegand RechtSanwalt Dr. Stetn. DienStag den 12. März, Vormittags 9 Uhr, gegen Wilhelm Roth auS Leusel, wegen Meineids. Die Anklage vertritt StaatSanwalt Zimmermann, die Verthei» digung führt Rechtsanwalt Justizrath Dr. Re atz. ** Die fünfte ordentliche evangelische LandeSsyvode hält ihre dritte Sitzung am 5. März 1895, Vormittag» 10 Uhr, mit folgender Tagesordnung ab: 1. Verpflichtung neu eintretender Mitglieder. 2. Verkündigung neuer Einläuse. 3. Berathung und Beschlußsaffung über: die im Dekanate Büdingen stattgehabte Neuwahl tineß geistlichen Abgeordneten, sowie den dringlichen Antrag deS Abgeordneten Wahl (Schlitz) und Genossen, betreffend die Wahl zur fünften Landessynode im Dekanate Büdingen. 4. BerichjSanzeigen. 5. Berathung über: 1) die Vorlage Großherzogl? OberconsistoriumS, den Voranschlag der Einnahmen und Ausgaben des evangelischen Centralkirchenfonds für die Jahre 1895/1900 betreffend - 2) die Vorlage Großherzogl. OberconsistoriumS, den Gesetzentwurf, die Abänderung deS Art. 99 der Kirchenverfassung und den § 3 der Geschäftsordnung für die Landessynode betreffend. Die Sitzungen werden voraussichtlich eine Woche in Anspruch nehmen. Depeschen de» Bureau „Herold". Berlin, 1. März. Die Umsturz- Commission deS Reichstags setzte heute die Berathung deS § 130 fort. Abg. Spahn (Centr.) ersuchte die Regierung um Vorlegung deö Materials zu § 130. Dagegen bemerkt Geheime« rath Seidenspinner, das sei kaum nothwendig, da eS allgemein bekannt wäre, welche schlimme Angriffe die Presse oft aus Monarchie, Religion, Ehe und Eigenthum unternommen habe. Der Paragraph sei au» einem längst empfundenen Bedürfniß hervorgegangen. Zum Beleg hierfür führt Redner auS anarchistischen Zeitschriften, Flugblättern rc. einzelne Beispiele an. — Abg. Bebel prottstirt gegen solche Beweise auS Blättern, welche im Auslande erscheinen. Beschimpfende Aeußerungen gegen Religion, Monarchie, Ehe u. s. w. biete unsere Literatur im reichsten Maße und werden durch hochgeachtete Namen vertreten. Den Socialdemokraten liegt eS fern, die Religion als Schwindel ober Erfindung zu bezeichnen. Redner führt Fälle an au» ben Werken Hoffmann von Fallersleben u. A., welche scharfe Ausfälle gegen Monarchie, Ehe, GotteSglauben enthalten. Auch die con- fervative Prtffe enthalte in jüngster Zeit Drohungen und Hinweise auf daS Schwinden der monarchischen Gesinnung, was viel gefährlicher wirken müsse al» eine gelegentliche be« schimpfende Aeußerung. — Nach kurzen Erklärungen von HammerftetnS (cons.) führt EnnecceruS (natl.) aus, daß Dr. Hänel schon 1878 diesbezügliche scharfe Strafbestimmungen vorgeschlagen habe. § 130 sei nothwendig unter Vor- «ahme einiger Aendcrungen der Regierungsvorlage. — Abg. Dr. Barth (frs. Der.) hat von Dr. Hänel eine Zuschrift erhalten, worin dieser die gegenwärtige Vorlage für unannehmbar hält. — Nachdem sich Bebel nochmals gegen daS Gesetz ausgesprochen, wird die Weiterberathung auf morgen vertagt. Berlin, 1. März. In der Wa hl Prüfung S-Commission deS Reichstag» wurden heute die Mandate der Abgeordneten v. Manteusfel und Saurma von der Jeltsch für giltig erklärt. Berlin, 1. März. Der „RetchSanzeiger" veröffentlicht heute die Namen derjenigen Herren, welche eingeladen worden find, an den Berathungen des StaatSrathS theil- zunehmen. Unter denselben befinden sich die Reichstag»« abgeordneten Graf von Dönhoff - Friedrichstein, Graf zu Inn- und Knhphausen, Graf Kanitz, v. Kardorff, Graf Holstein, Graf von Mirbach, ferner der ehemalige Reichsschatz« secretär Freiherr von Maltzan, Commerzienrath Frentzel, RcichSbankpräfident Dr. Koch und der Kaufmann Simon Moritz Ponfick Frankfurt a. M. ©nlln, 1. März.. In dem Befinden deS Admiral» Freiherrn von der Goltz ist von gestern zu heute eine leichte Besserung eingetreten, doch steht die Krifi» noch Immer aus. Berlin, 1. März. Im preußischen Landtage sand heute die Fortsetzung der Berathung deS CultuS« •tat» statt. verN«, 1. März. Gestern Abend fanden in verschiedenen Stadtthetlen tnSgesammt acht social demokratische vcr- 6 1812 Ss: 1 128 . 1 Rübenschneidmaschine, 670 300 1808 Born, Gerichtsvollzieher- Halboerdecke, Braeks, Geschäftswagen stoffen, Stickereienu. Stickerei- Butzbach. 1785 empfiehlt billigst die Holzhandlung von J ! BT11,el“4°n«S 3^7*'""" Marktftr-ß- 4, 1 Treppe hoch, - I iViWrt AMA > H HVAA VARÖM I (Emgang Burggraben.) 1809 Horn. 1789 kleidern rc., in bekannter Güte und neuesten Mustern empfehle zu herab- u 's. ? sr CK ® 1 1 1 1 1 B S! 1 3 1 30,2 4,4 17 52 700 6100 18 41 Pfublfaß, Pfuhlpumpe, steinerne Obstkelter, Hobelbark, Scbraubstock, einige Bienenvölker, Heu, Stroh, D ckwurz, Spreu, eine bedeutende Quantität Mist, circa Zu verkaufen neue u. gebrauchte Wagen, Landauer, Pflüge, E^>ge, Mein Lager in Spitzen aller Art, Hand- und Maschinenklöppel, Tüll- und Spachtel, Lyoner und sonstiger Seidenspitzen ic., schwarz und weiß und in allen Werkholz erst zur Versteigerung kommt. Die Zusammenkunft ist in der Lempelschneise beim alten Pflanz- prrten. Annerod, den 1. März 1895. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Vcrstcigrrungs-Aiykigr. Montag, den 1L März l I.. Vormittags 10 Uhr beginnend, läßk Müller- meister Adam Jacob Müller zur Neu- müble, Bürgermeisterei Rodbe m a. d. Horloff, wegzugtzhalber folgende Gegenstände unter den bei der Versteigerung bekannt gegebenen Bedingungen freiwillig ve steigern: 2 P'erde, Submission Für die Großh. neuen Kliniken zu Gießen soll die Lieferung des Bedarfs an Nutz- und Maschinenkohlen, sowie Holz für das Rechnungsjahr 1895/96 auf dem Submissionswege vergeben werden. sowie leichte amerikanische Wagen bei Fr. Grauer, Wagenschmied, erwähnren Bureau abzugeben. Zuschlagsfrift bis zum 28. März 1895. Auszug aus den Kirchenbüchern ver Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Betraut«. Matt Haus gemeinde. Den 1. März. Heinrich Karl Pie> ff er, Lacktrer zu Frankfurt a. M., und Wilhelmine Konradtne Friederike Appel, Tochter des Flurschühen Georg Appel in Gießen. MarkuSgemeinde. Den 1. März. Hermann Albrecht Müller, Buchhalter zu Gießen, und Wilhelmine Letchlwetß, Tochter des Bürstenmachers Johannes L.ichtweiß zu Gießen. Offerten sind verschlossen, mit ent- [ ® sprechender Aufschrift versehen, bis; zum Samstag, den 16. d. M., 2 Mittags 12 Uhr, auf dem oben Ein Geschäftshaus, in besser Geschäftslage, ist bei kleiner Anzahlung zu verkaufen eoent. auch zu vermiethen. Offerten unter A. 110 an die Exped. d. Bl. erbeten- 1114 »war die seitherige Bahn ein, diejenigen aber für Schweine zeigten c m d^ss^- 8luf btm Schweinemarkt waren haupt- fachlich nur Läufer, Etnleg- und Zuchtschwetne aufgetrieben, da der v^ke'bcmdel erst später beainnt. Für das Paar wurde durchschnitt, lich 70 bt« 80 Dik. und 80 bis 100 Mk. derahlt. Man verkaufte ein Paar Lauser auch »u 109 Mk.. die aber schon ein Lebendgewicht von zusammen über 300 Pjund besaßen. Das Piund Lebendgewicht stellte sich mithin auf 32 Pi., gewiß ein billiger Preis bet 65 Pfg. für das Pfund Schlachtgewicht. - Der gestrige Krämermarkt ■ war bet dem schonen Winterwetter gut besucht.'! Länge, 27—46 cm Durchm., 30,90 fm haltend, Fichleitstämme von 8 — 18 m Länge, 15—28 cm Durchm., 42,69 fm haltend, Fichten-Derbst, von 10—14 m Lärge, 14 em Durchm., 55 fm haltend, Fichten-Reisst. von 6—10 m Länge, 5—7 cm Durchm., 9 fm haltend. B. Brennholz: rm Eichenscheitholz, n Buchenknüppel, Eichenknüppel, n Nadelknüppel, Buchen- und Eichenwellen, Nadelwellen, Schrffsnnch richten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 1. März. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Stuttgart, Captlän D. Köhlenbeck, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist gestern 2 Uhr Nachmittags wohlbehalten tn Newyork angekommen. Holzversteigerung Donnerstag, den 7. März d I, von Borm. präc. 9 Uhr an, soll im Anneröder Gemeindewald in den Abthetlungen 2, Garben- öeichertheil, und 9, Birkeberg, nach- verzeichnete« Holz versteigert werden: A. Bau- und Werkholz: 41 Eichenftämme von 6—12 m Briefkasten. N. M. Der Concurs W. Wenzel wurde am 8. Januar 1885 erklärt. b Kühe, davon 2 mit Kälbern, 3 Rinder „ 1 boch'rachttg, 1 Oeconomiewaaen mit sämtl-Zubehör, ' leichtes Wägelchen, Schlitten, rm Eichenstockholz, » Nadelstockhol;. Bemerkt wird, daß das Bau- und . Otto Wilhelm Scheel, Kaufmann zu Weißenfels, mrd Marie Susanne Karoline Bob, Tochter dls Gastwirths PHUipp Bob in Gießen. _ ~, JohanneSgemeinbe. Den 24. F-bruar. Garl H-rr, DienNknecht zu G'eßer, ein Wittwer, und Maria Schmidt. Tochter de« verstorbenen Taglöhners Heinrich Schmidt zu Allcndorf a. d. Lumda _r. 25. Sebiuar. Carl Ludwig Berck, Pkarrverwaller zu Esfenhetm, und L-opbte Katharine Doroldea E vire Anna Allwohn, Tochter deS zu Bad^Nauheim verstorbenen Oberamlsrichters Andrea« Allwohn. Matthäusgemeinde. t Den 24 Februar. Dem KretSamt gchilfen Johanne« Hach eia Sohn, Karl Ludwig, geboren den 8. Februar. Den 1. Mä z. Dem Wirth Konrad Schomber ein Sohn, Konrad, geboren den 14. December. MarkuSgemeinde. Den 17. Februar. Dem Metzger Jean Becker eine Tochter, Sophie, geboren den 10. Januar. Den 17. Februar. Dem Müller Georg Adam Reich ein Sohn, Karl, geboren bm 19. Januar. Den 24. Februar. Dem Lehrer August Haggenmüller ein Sohn, Friedrich Karl, geboren den 7. Frbruar. Denselben. Dem Hilssheizer Ludwig Aff eine Tochter, Emilie Auguste Margarethe, geboren den 24. D-ccuiber. Luka sgemeinde. Den 24. Februar. Dem Bremser Balthasar Dapper eine Tochter, Lina, geboren den 23. December. Militärgemeinde. Den 24. Februar. Dem Taglöhner Konrad Balser ein Sohn, Heinrich, geboren den 23 Januar. Mtlitärgemeinde. Den 24. Februar. Dem berittenen Gensdarm Peter Kaiser eine Tochter, Elsa Dina Marte, geboren den 16. December. »ttrbieX«. MarkuSgemeinde. Den 24. Februar. Georg Heinrich Diehl, Bahnwärter i. P., 72 Jahre alt, starb den 21. Februar. Lukasgemeinde. Den 23. Februar. Marte Nauheimer, geb. Strauch. Wittwe des Maurermeisters August Nauheimer, 64 Jahre alt, starb den 21. Februar. JobanneSgemeinde. Den 27. Februar. Christian Philipp Euler, Schreinermrtster, alt 50 Jahre, starb den 24. Februar. D nselben. Katharine Schomber, geb. Klein, Ebefrau des Schneidermeisters Georg Schomber, alt 65 Jahre, starb den 25. Februar. Suchen- »nd Tannenschkithol! ^e6,en- L. Sanliela Bekanntmachung. Berkaus von Bauplätzen. An der verlängerten Bismarckstraße, zwischen der Fabrik von Fr. Bender u. Cie. und der Stephansstraße, sind drei Bauplätze von je 30 m Tiefe und 16 bezw. 18 m Front zu verkaufen. Plan und Bedingungen liegen auf dem Stadtbauamt offen. Kauflustige wollen ihr Preisdrigebot, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis spätestens Freitag, den 8. März d. Js., Vormittags 11 Uhr, hierher einreichen. Gießen, den 2. Mär; 1895. • Gießen, den 2. März 1895. w Großh. Verwaltung!», Direction der a ", weicher geUern und vorgestern hier abgehalten wurde, zeigte im am ersten Tage stattgefundenen Viehmorkt eine schwächere -«uffrhrt an Rindvieh und Schweinen, als in anderen Jahrgängen. Auch ging der Handel bei beiden Viehgottungen nicht lebhaft, hatte vielmehr gedrückte Stimmung. Die Preise für Rindvieh hielten 50 zwetspännige Wagen, 1 Kleider schrank, 1 Weißzmgsch auf und noch allerlei sonstige Haus- und Oeconomie- geräthschafien. Rodheim a. d- Horloff, d. 1. März 1895. I. A-: Der Vorst her Großh- Orts- gerichls Rodheim. Schaefer. 1788 LkgkWm 94" tüchtige Eierleaer, schöne und echte Raffe, li fere unter Garantie lebender Ankunft porto-, zoll- und emballagefrei per Nachnahme 1 Stamm von 6 Hühnern und 1 Hohn Mk. 14—, Masthühner, frisch geschlachtet, trocken gerupft, sauber entweidet, porto- und emballag frei netto 9 Pjd. Mk. 6.— |[Kock, 1814] Monasterzyska Nr.56, Galizien. ___________neuen Kliniken. 18111 Dienstag den 5. März l. I., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im »«dler^ (Marktplatz 20) dahier gegen Baarzahlung: 1) 30 hochfeine seid. Regenschirme, 128 Sorsetten, 2 Ladenschränke, 1 Theke mit GlaSkasten.: 2) 50 Flaschen Ungarwein, verschiedene Porzellan, und Glaswaaren, Glaser- handwerksgeschtrr, 2 goldene Taschenuhren, 2 EtsschrLnke, 9 rollst. Betten, Sophos, Commoden, versch. Schränke, Tische, Stühle, Spiegel und Bilder. Versteigerung ad. 1 findet bestimmt statt, ad. 2 th.ilwei'e. <=> _____________________________________________________________ gute Reiser, 100 Stück zu X 10.50 frei U. Station Kirchhain, empfiehlt gegen Nach, Kleider werden in und außer dem Hause • 1802] 20 Meier gut erhaltenes Sarten- nahme Chr. Botthof, angefertigt. 1624 spalier zu verkaufen. Riederklei« b- Kirchhain, M.-W.-B. 1 Südanlage 21, NebeuhauS. I Ludwigstratze 18. 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In stiller Naihi ivle in der Hand, in da« entwaffnet den jungen in der daraus folgenden henden Feind zu seine- I Frankreich auft Neue zn, und bedroht das zitternde t ihn in der Schlacht bei t Acte unseres Dramas h nach St. hrlena tin- l(f)e des Königs vrmthrn mar, wird standrechtlich seinen Grenadiren er- S Schiff- - Die Ti'eb den des Hofschausp'tlest « seitens der Db Hedergabe erfahrt. Der der Hinsicht einen hohe» i.ft Mit der gestern ,!lch!ist«sth«nd-» «-» r ®eor8l i«” 11 M-nd-n •«Ä vurde fo on 1 b h her Bildung d» !N re itt, foa^ hi, fteublj( i-» 6,‘te” Lunll* ht der E" ^et°- est-llt «eMbUfc nua steht b'"? Bewohn» d^S>°dn UnterM^S auf M h«r des 8- Aesti-n-nt^ II, »""'L« ßiiip" ' in ®(S’s‘ M®1 Zlermietßungen. 1780] vleichstratze 15 Mansardenwohnung mit Zubehör bis April zx vermiethen. Näheres bei __B. etraudb Lonystraße 20, IT. 1779J Eine schöne Wohnung, 6 Zimmer, mit Wasserleitung, neu hergerichtet, ia der Nähe der Bahnhöfe, zu oerm'ethea. 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