Nr. 2 Donnerstag den 3. Januar 1895 Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener AamilienVtälter werden dem Anzeiger Wvchentlich dreimal beigelrgt. Gießener Anzeiger General-Anzeiger. vierteljähriger Abounementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Aints- und Anzeigeblntt für den ICreis Gieren. Hratisöeitage: Gießener Jamitienölätter Anrttichev Theil v. Gagern. 158 Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. No. 45 des Reichs - Gesetzblatts, ausgegeben den 27. d. M-, enthält: (No. 2204.) Bekanntmachung, betreffend Ergänzung und Berichtigung der dem internationalen Uebereinkommen über den Eisenbahnfrachtverkehr beigefügten Liste. Gießen, den 31. December 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Ausland. Prag, 31. December. Während der Feiertage wurden in den Kreisen der Omladinisten zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Die Haussuchungen ergeben äußerst gravirende Resultate, sodaß eine Untersuchung wegen Hoch- verraths bevorsteht. Budapest, 31. December. Die für heute Vormittag 9 Uhr angesetzte Abreise des Kaisers nach Wien ist wegen des Schnee-Unwetters fraglich geworden. — Ungarn ist im Zeichen der MinisterkrisiS, welche sich an den definitiven Sturz des Cabinets Wekerle anknüpfte, in das neue Jahr htnübergegangen. Denn bis zum Montag hatte noch keine der vielen politischen Persönlichkeiten, mit denen Kaiser Franz Joseph während feiner Anwesenheit in Pest über die Lage conferirte, den formellen Auftrag zur Cabinetsbildung erhalten. Doch wird eS viel bemerkt, daß sich unter den zum Kaiser berufenen Politikern und Staatsmännern auch der Banus von Kroatien, Graf Khuen- Gödervary, befand. Derselbe wurde am Sonntag Nachmittag 3 Uhr vom Kaiser in der Ofener Hofburg empfangen, nachdem der Banus vorher eine Unterredung mit Dr. Wekerle gehabt hatte. Am Abend erschien dann der BanuS im ausschuß strebt die Genehmigung des Loosoertriebes auch in >en übrigen Bundesstaaten an. Berlin, 31. December. Der Friedensschluß zwischen >en bislang boycotiirt gewesenen Berliner Brauereien und der socialistischen Parteileitung ist von den Angehörigen der socialdemokratischen Partei in Berlin und Umgegend keineswegs ohne Widerspruch ausgenommen worden. In mehr als einer der 16 socialistischen Versammlungen, welche die Herren Bebel, Singer usw. zur Bekräftigung der Aufhebung des Bierboycotts eiuberufen hatten, konnte der betreffende Antrag des Parteivorstandes nur mit Mühe durchgesetzt werden, wobei sich die Mitglieder der socialistischen Bohcottcommission von oppositionellen „Genossen" sehr derbe Wahrheiten sagen lassen mußten. Ja, die Charlottenburger Socialdemokraten haben sogar beschloffen, den osficiellen Beschluß auf Aufhebung des Bierboycotts nicht anzuerkennen, sondern auf eigene Faust den Kampf gegen die vereinigten Brauereien fortzusetzen. Practisch wird bei dieser nur von einem kleinen Theile der Socialdemokraten Berlins und Umgegend beschlossenen Fortsetzung des BoycottS natürlich nicht viel herauskommen, aber der Vorgang beweist doch aufs Neue, daß die socialisttsche Parteileitung sich keineswegs unbedingt auf die „Genoffen" verlassen kann. Es ist noch nicht bekannt, welche Haltung die Führer den frondirenden Charlottenburger Genossen gegenüber einnehmen werden, vielleicht wird man es aber auf jener Seite bei einem sanften Tadel des Verhaltens der Charlottenburger Sonderbündler bewenden lassen, die Zeit ist offenbar nicht geeignet, die neu aufgetauchten Meinungsverschiedenheiten in der socia- ltstischen Partei fortzuspinnen. Berlin, 31. December. In der Tabaksteuer frag e scheint nicht Alles zwischen den verbündeten Regierungen zu klappen, obwohl der betreffende Entwurf schon den Be- rathungen seitens der BundesrathSausschüsse unterliegt. Es heißt, die Regierungen Bayerns, Badens und Hessens beanstandeten die Vorlage über die Tabakfabrikatsteuer in ver- schiedenen erheblichen Puncten, womit sich also die genannten drei süddeutschen Regierungen in einen gewissen Gegensatz zur Reichsregierung und zur preußischen Regierung bringen würden. Sollten diese angedeuteten Differenzen wirklich vorhanden sein, so wäre es allerdings hohe Zeit, daß sie endlich beseitigt würden, andernfalls müßte die Stellungnahme der bundesstaatlichen Commission bei den Reichstagsdebatten über die Tabaksteuervorlage ein seltsames Schauspiel gewähren. — Die Nachrichten über den angeblich beabsichtigten Rücktritt des Reichstagspräsidenten von Levetzow tauchen erneut auf, sie stützen sich anscheinend darauf, daß die wider seinen Vorschlag erfolgte Hinausschiebung der Generaldebatte über die „Umsturz-Vorlage" bis nach den parlamentarischen Weihnachtsferien allerdings eine unverkennbare Verstimmung bei Herrn von Levetzow hervorgerufen hatte. Aber dieser den Wünschen des Retchs- tagSprästdenten entgegengesetzte Beschluß der Reichstags- Mehrheit schloß nicht tm Entferntesten die Bedeutung eines Mißtrauensvotums gegen Herrn von Levetzow in sich ein, vielmehr erfreut sich der geschäftserprobte erste Vorsitzende des Hauses nach wie vor der größten Hochachtung und Beliebtheit bei allen Parteien. Es ist daher anzunehmen, daß Herr von Levetzow seine ja berechtigte Verstimmung überwinden und auch fernerhin seines langjährigen Ehrenamtes als Präsident des deutschen Reichstages walten wird. Coceies u*6 prsvinzi-llc». Gieße», bett 2. Januar 1895. ♦♦ Ermächtigung zur Annahme und zum Trage» eine! fremden Orden». Seine Köntgl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: dem Kammerdiener Heinrich Mulch zu Lich die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen der ihm von Seiner König!. Hoheit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin verliehenen Verdienstmedaille in Silber zu ertheilen. Nebenbahnen in Oberhesten. Bei der Zweiten Kammer ist eine Vorstellung der Stadt Grün berg, unterstützt von 13 Gemeinden, eingereicht worden mit dem Ersuchen, die Kammer wolle beschließen, daß in Ausführung des Gesetzes vom 15. November 1890 die Nebenbahn von Laubach nach Grün berg unter möglichster Berücksichtigung des Seen- thales, einmündend zwischen Grünberg und der Station Bekanntmachung. Betreffend: Schafräude in Grünberg. Nachdem die Räude in der Schafheerde zu Grünberg erloschen ist, werden die verfügten Sperrmaßregel« hiermit wieder aufgehoben. Gießen, den 31. December 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Alle Annoncen-Bureaux beS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Deutsches Reich. Berlin, 31. December. Die „Krcuzztg." schreibt: „Von einer Seite, die es wissen muß, wird uns mit aller Bestimmtheit versichert, daß die Nachricht der „Neuen Freien Presse", der Kaiser habe an den Czaren einen eigenhändigen Brief gerichtet, um die Belassung des Grafen Schuwalow in Berlin zu erwirken, unrichtig ist." Berlin, 31. December. Der zum Legationsrath ernannte Prinz Alexander zu Hohenlohe-Schillingsfürst bezieht, wie die „Kreuzztg." meldet, kein Gehalt. Sein Mandat zum Reichstage ist daher nach Art. 31 der Retchs- verfaffung nicht erloschen. Berlin, 31. December. In einer zahlreich besuchten Versammlung der Berliner Saalbesitzer wurde heute Nach- mittag die Aufhebung der Saalsperre beschlossen, nachdem die Aufhebung des Bierboycotts erfolgt ist. | Berlin, 31. December. Wie der „B. B. Ztg." auf privatem Wege mitgetheilt wird, wurde der Po len verein O Sw lat in Lipine wegen gemeingefährlicher Bestrebungen amtlicherseits geschlossen. Ferner soll den Polenvereinen ein besonderes Augenmerk Seitens der Regierung gewidmet werden. Berlin, 31. December. Der neu ernannte General- Gouverneur von Warschau und russischer Botschafter am hiesigen Hofe Graf Schuwalow ist heute früh auS Petersburg in Berlin wieder eingetroffen. Berlin, 31. December. Den neuesten Abendnachrichten zufolge erhielt die Berliner Gewerbeausstellung ftr 1896 die Ermächtigung, biß zu vier Millionen Ein- mark-Loose in Preußen zu vertreiben. Der Arbetts- Bekanntmachung. Der Agent Johann Friedrich Schaaf zu Gießen hat den Gewerbebetrieb als Unteragent für den Generalagenten F. I. Bothof zu Mainz zur Beförderung von Aus- wanderern durch die Schiffsbefrachter D. & C. Mac Jver in Liverpool, Julius Hartmann & Cie. in Antwerpen und von der Becke und Marsily in Antwerpen über die genannten Häfen nach den Vereinigten Staaten, Canada und Australien aufgegeben und die Rückgabe der von ihm gestellten Caution beantragt. Ansprüche, welche der Rückgabe der Caution entgegengesetzt werden sollen, sind innerhalb sechs Monaten, vom Tage dieser Bekanntmachung an gerechnet, bei dem unterzeichneten Großh. Kreisamt mit einer Nachweisung anzumelden, daß wegen solcher Ansprüche Klage bei Gericht erhoben worden ist. Wird innerhalb dieser Frist kein Anspruch in gehöriger Weise angemeldet, so erfolgt die Rückgabe der Caution an den Empfangsberechtigten. Gießen, den 29. December 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Bekanntmachung. Philipp Volkert II. zu Klein-Linden ist zum Wasen- meister dieser Gemeinde ernannt und in dieser Eigenschaft verpflichtet worden. Gießen, den 31. December 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. liberalen Club und besprach sich mit mehreren der An- wesenden. Vielleicht darf man aus diesen Vorgängen schließen, daß Graf Khuen Gödervary zur Lösung der Cabinetsbildung berufen ist, namentlich wenn man sich der Rolle erinnert, welche er bei der ersten Demission des Cabinets Wekerle Rom, 31. December. In parlamentarischen Kreisen ist man überzeugt, daß trotz des osficiellen Dementis eine Kammerauflösung zu erwarten sei. Nach dem Erscheinen des Briefes CavalottiS sei es nicht mehr nöthig, daß der König die Entlassung des Ministeriums fordere. Eine Anzahl Abgeordnete, welche sich für Crispi ausgesprochen hatten, scheinen der Opposition nicht mehr treu bleiben zu wollen. Rom, 31. December. Heute früh wurde in Messina ein neuer kurzer Erdstoß verspürt, doch wurde kein Schaden angerichtet. Lüttich, 31. December. Bei der Stichwahl zwischen dem Socialdemokraten Smeets und dem Katholiken Froncotte erhielt ersterer 63 788, letzterer 55564 Stimmen. Nach dem Bekanntwerden des Resultates entstanden heftige Streitig- feiten zwischen den Socialisten und Clerikalen. Mehrere Personen wurden verhaftet. Pari», 31. December. Wie verlautet, hat der Kriegsminister in den letzten Wochen 25 fremde Spione au« Frankreich ausgewiesen. Es sollen strengere Vorsichtsmaßregeln gegen Spione ergriffen werden. Pari», 31. December. Der Revisionsrath, welcher mit der Prüfung der von dem Hauptmann DreysuS gegen das Urtheil des Kriegsgerichts eingelegten Berufung beauftragt ist, trat heute Nachmittag unter dem Vorsitze deS Generals Gossart zusammen. Sofort bei Beginn der Sitzung erklärte der Regierungßcomwiffar Commandant Romain, der Vertheidiger Dreysud' beruhige sich bei dem Ürtheilsspruche des Rathes. Romain beantragte Verwerfung der Revision. Nach Berathung von wenigen Minuten beschloß der RevisionS- rath die Verwerfung der Berufung. Loudon, 31. December. Die Polizei erhielt einen anarchistischen Drohbrief, in dem angekündigt wird, daß demnächst eins der großen Westend-Restaurants in die Luft gesprengt werden solle. London, 31. December. Einer Meldung aus Gibraltar zufolge collidirte gestern daß französische Segelschiff „Marie Louise" unweit Gibraltar mit einem englischen Schiffe und wurde sofort in den Grund gebohrt. Fünf Mann der Besatzung ertranken. London, 31. December. Aus San Francisco wird gemeldet, daß die Polizei daselbst eine geheime Gesellschaft von Chinesen entdeckt hat, deren Zwecke in der Entthronung der jetzigen Dynastie in China bestehe. Die Gesellschaft verfügt über bedeutende Geldmittel und über Waffen und habe bereits durch ihren Abgesandten in China eine Revolution vorbereitet. Petersburg, 31. December. Der Kaiser und die Kaiserin werden sich im Frühjahr nach Finland begeben. — Die Ernennung der russischen Consuln soll in Zukunft mit Autorisation des Finanzministers und des Ministers deS Auswärtigen erfolgen. Die in diesem Jahre wegen der Krankheit des Kaisers Alexander ausgefallenen Manöver werden im Herbste 1895 in der Gegend von Smolensk abgehalten. ____________ Neueste Nuchkkhten» Lepeptzeu bei Burem» „Hei'Ud" Row, 1. Januar. Die Veröffentlichung des Decrets, durch welches das Parlament geschlossen wird, steht unmittelbar bevor. ________ Mücke in die Eisenbahn Gießen-Fulda, geführt werde. Der Abgeordnete Schönfeld har der Kammer diese Vorstellung alö Antrag vorgelegt und bittet zugleich, mit den nachträglichen Bewilligungen für Nebenbahnen auch hierüber zu berathen. ** Parlamentarisches. Die Zw'eite Kammer der Stande hält Donnerstag den 10. Januar, Vormittags 10 Uhr, ihre 28. Satzung ab. Auf der Tagesordnung stehen: 1. Eröffnung der Sitzung und Beeidigung eines neu- eingetretenen Mitgliedes. 2. Neue Einläufe. 3. BerichtS- anzeigen. 4. Berichterstattung und Berathung über die statt- gehabten Neuwahlen von LandtagSabgeordneren: a, in dem fünften Wahlbezirk der Provinz Oberheffen (Gießen Land), b. in dem fünfzehnten Wahlbezirk der Provinz Starkenburg (Langen). 5. Nebenbahnen. x Coucert Veretu. In einer früheren Notiz hatten wir auf die Bedeutung des Concertes am 6. Januar hingewiesen. Heute möchten wir noch hinzufügen, daß die Eoncertleitung für die würdige Ausführung in dankenSwerther Weise besorgt war. Für die Soli m Hofmanns „Waldsräulein" sind Kräfte allerersten Ranges gewonnen worden.ß Die Sopran-Parthie hat Frau Uzielli aus Frankfurt übernommen, deren wunderschöne Stimme und reizende Erscheinung uns so recht das märchenhafte, poetische „Waldfräulein" verkörpern wird. Frau Geller, die gefeierte Altistin aus Magdeburg, ist für die Parthte der „Berchta", der Mutter des Ritters Gunther gewonnen und für Gunther selbst, dem jungen Rittersmann, ist Herr Adolf Müller aus Frankfurt bestimmt, deffen edler Bariton wie seine echt männliche Gestalt ihn ganz besonders zu seiner Aufgabe befähigen. Ueber diese drei uns allen so wohlbekannten trefflichen Künstler brauchen wir wohl keine weiteren empfehlenden Worte zu machen, als nicht un- intereffant möchten wir aber hinzufügen, daß Frau Geller, trotzdem ihr künstlerischer Bildungsgang wohl längst abgeschlossen war, im verflossenen Sommer bet Frau Marchese in Paris von Neuem Studien gemacht hat, um die denkbarste Vollkommenheit zu erreichen. Im Anschluß hieran möchten wir die Inhaber von Sperrsitzen daraus aufmerksam machen, daß der Raum des Gießener Feftsaales wesentlich von dem deS Gesellschaftsvereins abweicht, ersterer ist tiefer, wie zweiter, dafür aber schmaler. Aus diesem Grunde hat für den Festsaal eine durchaus andere Platzordnung geschaffen werden müssen und dürfte es sich empfehlen, den bei Challier ausliegenden Plan einzusehen. Die Nummern sind dieselben geblieben, auch ist in den gewünschten Gruppirungen keine Aenderung oorgenommen, man findet also auch im Festsaal seine befreundeten Nachbarn wieder. ES hat nur eine Verschiebung stattgefunden, von der insbesonder die bisherigen Inhaber der Eckplätze zum Theil betroffen find, die aber, da ja nur für dieses eine Concert die absolut nicht zu umgehende Platzänderung vorgenommen werden mußte, dieselbe nicht tragisch nehmen werden. H. Neue« Theater. Die erste Vorstellung der „Schlierseeer" brachte uns gestern Abend den „Herr- gottschnitzer von Ammergau". Wir müffen offen gestehen, daß wir gerade wegen des Aufhebens, das die Zeitungen von der Truppe gemacht hatten, mit einem gewissen Scepticismus ihrem Auftreten entgegensahen. Aber was uns geboten wurde, ließ alle unsere Befürchtungen dahinschwinden. Das war keine Kunst, das war reine, unverfälschte Natur! Von all den Berichten, die wir über die Vorstellungen der Schlierseeer gelesen haben, hat auch nicht einer übertrieben. Es ist geradezu erstaunlich, daß einfache Bauern, Leute, die für gewöhnlich in ihren verschiedenen Berufszweigen arbeiten, derartiges zu bieten im Stande find. Bis in die kleinsten Kleinigkeiten vollkommen war die Wiedergabe jeder einzelnen Rolle, ob groß oder klein, und der Gesammteindruck ein hinreißender. Das Publikum war geradezu enthusiasmirt und immer wieder mußte sich der Vorhang heben. Diesem Urtheil kann sich die Kritik mit gutem Gewiffen anschließen und hat diesmal ihre Pflicht erfüllt, wenn sie einen Besuch bet den Schlierseeern Jedermann warm empfiehlt. * * Das Panorama des Herrn Schmidt zeigt in dieser Woche das Riesengebirge. Es liegt auf den hier dargestellten coloffalen Gebirgsmassen, den Matten- und Weidegründen rc., die vielfach an die schönsten Partien der Schweiz erinnern, ein ganz anheimelnder Reiz, durch den die in vollster Farbenpracht vorgeführten Naturschönheiten dieses noch immer zu wenig bekannten herrlichen Stückchens deutschen Landes sich auszeichnen. Da reiht sich ein Kleinod an das andere, eines noch schöner als das andere: die imposante Bismarck-Höhe, die Schlösser Kynast und Erdmannsdorf, daS Schweizerhaus der Fürstin von Liegnitz, der russische Katserpavillon, die Tropfsteinhöhle bei Kausung, die prächtige Zackenklamm, der großartige Zacken- und Elbe-Fall, die schier endlos weite Schneegrube, das Teufelsgärtchen im Riesengrund, die in die Wolken ausragende Schneekoppe mit ihrer romantischen Fernsicht, die Prinz Heinrich-Baude, welche ganz mit Eis überzogen, mithin ein Naturereigniß bildet, ferner die Hörnerschlittenfahrt, der Mittagstein, die an norwegische Bauart erinnernde Wang-Kirche rc. Alles überraschend schön und umfloffen von goldigem Sonnenlicht. * * Ernannt wurde am 21. December der Gehilfe bei dem KreiSamte Schotten Eduard Schiff nie in Schotten zum Gehilfen bei dem KreiSamr Gießen mit Wirkung vom 1. Januar 1895 an. • • Die NeujahrSuacht verlief verhältnißmäßig ruhig und kamen Unfälle oder größere Ausschreitungen nicht vor. Eine Anzahl Personen mußte wegen Froschwersen, Abbrennen von Feuerwerkskörpern, wegen übermäßigem Schreien und Werfen von brennenden Streichhölzern ins Publikum zur Anzeige gebracht werden. Zwei Personen, welche sich besonders her- vorthaten, wurden in Haft genommen. • * ein Opfer de8 NeviahrLschießenS. Gestern Vormittag wurde ein Schmied aus Mengerskirchen in die hiesige Klinik gebracht, welcher fich beim NeujahrSschießeu die eine Hand vollständig abgeschoffen hatte. • • Stubenbrand. Gestern Abend entstand in einem Hause der Löwengaffe ein kleines Schadenfeuer. Die HauS- frau hatte Kinderwäsche zum Trocknen um den Ofen herum gehängt und war diese in ihrer Abwesenheit in Brand gerathen. Zur Tabaksteuerfrage. Die „Süddeutsche Tabakszeitung" will wissen, daß von den süddeutschen Staaten nur Württemberg und die Reichslande für die Fabrikatsteuer seien, Bayern, Baden und Heffen dagegen nicht. Was speciell Hessen betrifft, so möchte eS allerdings gern weitere ReichSeionahmen sehen, weist jedoch die Befürchtung nicht von der Hand, daß die Fabrikatsteuer der hochentwickelten Industrie Gießens, Offenbachs, SteinheimS und anderer Orte des Großherzogthums verderblich werden könnte. * ♦ Der 28. deutsche Eougreß für innen Mission wird voraussichtlich in den Tagen vom 23. bis 27. September d. I. in Posen abgehalten werden. Die letzten drei Congresse sind in Cassel (1888), Nürnberg (1890) und Dortmund (1893) zusammengetreten. Es werden bei diesen Congressen einerseits in großen öffentlichen Versammlungen wichtige, die Kirche und die innere Mission berührende Zeitfragen an der Hand eingehender Berichte erörtert und andererseits in kleineren Conferenzen Gegenstände auS einzelnen Gebieten der inneren Mission behandelt. * * Bei den auS Deutschland nach der Schweiz eingehenden Postpäckereien im Gewichte von mehr als 5 kg ist von der schweizerischen Zollbehörde die Wahrnehmung gemacht worden, daß diese Sendungen selten mit den erforderlichen Ursprungszeugnissen versehen sind. Fehlen aber diese Zeugnisse, so werden die Sendungen mit Maaren, auf welchen gegenüber Frankreich ein Differenzialzoll besteht, zur Höhe deS letzteren verzollt. Die nachträgliche Rückvergütung der Zolldifferenz verursacht Weiterungen. Es ist daher den Versendern von Packeten über 5 kg mit Maaren der fraglichen Art sehr zu empfehlen, die Beifügung der Ursprungszeugnisse, neben den Zollinhaltserklärungen, nicht zu unterlassen. Nur bei Post- packeten im Gewicht bis zu 5 kg einschließlich, sofern sie nicht Uhren oder Uhrenbestandtheile enthalten, sind Ursprungszeugnisse nicht erforderlich. -e. Neu Ulrichstein, 1. Januar. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro December 1894. Ende December 1894 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 124 Mann. Dieselben vertheilen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 27, Regierungsbezirk Kassel 18, Regierungsbezirk Wiesbaden 11. Königreich Preußen: Provinz Rheinlande 10, Provinz Westfalen 4, Provinz Hannover 2, Provinz Sachsen 8, Provinz Berlin 2, Provinz Brandenburg 2, Provinz Posen 2, Provinz Schlesien 4, Provinz Pommern 3, Provinz Schleswig-Holstein 1, Provinz Ostpreußen 1; Königreich Bayern 6, Königreich Sachsen 7, Königreich Württemberg 1; Großherzogthum Baden 2; Thüringen 7; Herzogthum Braunschweig 1, Freie Stadt Hamburg 1, Reichs- laude 1; Ausland: Oesterreich 1, Schweiz 2. Hiervon waren: Arbeiter 63, Anstreicher 6, Bäcker 4, Brauer 1, Elsendreher 1, Färber 1, Former 1, Gürtler 1, Gärtner 1, Graveure 1, Kaufmann 5, Kellner 1, Lackirer 1, Maurer 5, Metzger 2 , Molkerei-Gehilfe 1 , Maschinen- schlosser 4, Bauschloffer 2, Sattler 1, Schmiede 1, Schneider 8, Schreiber 1, Schreiner 2, Schuhmacher 3, Seiler 1, Strumpfwirker 1, Tüncher 3, Zimmermann 2. Gearbeitet wurde an 2525 Tagen. Verpflegt hat die Colonie an 3295 Tagen. Im Monat December wurden entlassen 8 Mann, und zwar in Arbeit durch eigenes Bemühen 1, auf eigenen Wunsch 6, wegen Arbeitsscheue 1. Seit Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden im Ganzen 2725, dagegen abgegangen im Ganzen 2601 Mann, bleibt Bestand am 31. December: 124 Mann>^ Friedberg, 31. December. Dem Postbrieftläger Reitz, der jetzt 42 Jahre im Dienst ist, wurde zu Weihnachten eine schöne silberne Uhr vom Kaiser verliehen, die auf der Innenseite des Deckels des Kaisers Bildniß in schöner Gravirung zeigt. Laubach, 30. December. Aus Wald und Feld. Der hiesige Forstgehilfe V. erlegte dieser Tage in Nähe des sogenannten „alten Gericht", etwa V, Stunde von Laubach entfernt, einen prächtigen Fasanen. Von diesen in den freien Waldungen unserer Gegend sonst seltenen Vögeln sollen noch einige Paare im nahen Röchgeser Wald ihre Nistplätze haben. — Seitdem die Fluren sich mit Schnee bedecken, ziehen sich die Krähen wieder in Schauren in die Nähe der menschlichen Wohnstätten und beginnen ihre Jagd auf Wild, namentlich auf Rebhühner. So rannte unweit unserer Stadt ein Rebhuhn, von einer Krähe verfolgt, in schnellem Fluge wider einen Telegraphendraht und fiel tödt- lich verletzt zu Boden. Die Krähe hätte dem Rebhuhn vollends den Garaus gemacht, würde es nicht von einem Vorübergehendem weggenommen und zuständigen OctS abgeliefert worden fein. Gründ. Anz. K. Bellmuth, 31. December. Die älteste Person unserer Gemeinde, die Wittwe Ringshausen, starb in einem Alter von 90 Jahren- trotz ihres hohen Alters war sie körperlich und geistig sehr rüstig. Bei ihrem letzten Geburtstag, den sie vor Kurzem im Kreise ihrer Angehörigen feierte, sang sie denselben noch ein Volkslied. ES war ihr beschicken, auf eine große Nachkommenschaft zurückzublicken, nämlich aus 110 Personen: 9 Kinder, 42 Enkel, 46 Urenkel und 4 Ururenkel. N. Nidda, 29. December. Die letzten Detailaufnahmen für unsere Bahnlinie Friedberg-Nidda haben bei dem erträglichen Decemberwetter nunmehr stattgefunden. ES wurden noch Vermessungen am Bahnhofe zu Friedberg, Nach- aufnahmen zwischen Häuserhof und Geiß-Nidda und Aufnahmen der Megübergänge zwischen Salzhausen und Nidda vorgenommen. Hiermit haben die Feldarbeiten ihr Ende gefunden und die Pläne gehen an die Eisenbahnabtheilung des Finanzministeriums ab, welche Behörde die Sache so : schnell wie möglich erledigt. Der Bau wird also im Frühjahre seinen Anfang nehmen. Mainz, 28. December. Ein Familienzwist fand gestern in einem Hause der Langgasse einen tragischen Ab' schluß. Ein dort wohnender Wirth, der etwas kränklich ist, war in seinem im ersten Stock belegenen Zimmer und soll dort von der Frau, die vorher abgeschlossen hatte, geprügelt worden sein. Der Mann habe fich — so soll derselbe deponirt haben — in dem Handgemenge an dar Fenster retlrirt, um Hilfe zu rufen, dabei habe ihn die Frau aber zum Fenster hinauSgeworfen! Die Frau dagegen behauptet, fie hätten zwar Zwist gehabt und der Mann sei auch zum Fenster gelaufen, er habe aber das Uebergewicht bekommen und sei htnauSgefallen. Der Mann hat beide Beine gebrochen und eine Hirnerschütterung erlitten. Er befindet sich im Spital. Das Thatsächliche deS Vorfalls wird die Untersuchung aufklären. Mainz, 30. December. Um die neuerrichtete Lehrerstelle am hiesigen Gefängnisse sind dem Vernehmen nach nicht weniger als 65 Bewerbungen auS allen Landestheilen eingelaufen. △ Mainz, 30. December. In den zwei jüngsten Sitzungen der hiesigen Stadtverordneten-Versammlung bat sich der socialistische Abgeordnete Jöst in sehr mißsälliger Weise über den Mainzer Carneval geäußert, indem er denselben als die Veranlassung zur Dersührung zu vielen unnützen Geldausgaben bezeichnet. Ein Theil der hiesigen Localpresse ist wegen diesen abfälligen Bemerkungen sehr scharf mit dem genannten Abgeordneten zu Gericht gegangen und hat demselben als Nichtmainzer die Berechtigung zu einer Kritik des vielhundertjährigen Mainzer Volksfestes abgesprochen. Im Gegensatz hiermit ist das hiesige Organ der Centrumspartei, das „Mainzer Journal", mit dem socia- listischen Abgeordneten übereinstimmend, daß der Mainzer Carneval in seiner heutigen Gestaltung nicht mehr Ausdruck übersprudelnder Volkskraft, überquellender Lebensfreude und urwüchsige Humors sei, sondern es als seine Hauptaufgabe betrachte, Fremde auf zwei, drei Tage in die Stadt zu ziehen und ihnen das Geld abzunehmen, was schließlich nichts anders sei als eine im großartigen Stil und auf spassige Weise betriebene Bauernfängerei. Durch diese Rücksichtnahme auf den Fremdenzufluß streife der Mainzer Carneval sein locales Colorit ab, verliere sich in Allgemeinheiten und suche bann durch äußere Prunkentfaltung, wobei Jeder wieder möglichst verdienen wolle, und durch gelehrte Allegorie zu ersetzen, was ihm am ursprünglichen Mutterwitz abgehe. Der Carneval werde dieselbe Entwickelung nehmen, wie zu Ausgang deS Mittelalters die deutsche Volkspoesie: die Natürlichkeit und Einfachheit verschwand, an deren Stelle traten weitläufige Allegorien, metrische Künsteleien und klirrendes Wortgepräge. — Für die Mainzer Presse galt der Mainzer Carneval bisher gewissermaßen als ein Noli me tangere, weshalb diese birecte Stellungnahme beS „Mainzer Journals" gegen benfclben einiges Aufsehen erregt. Dolgesheim, 28. December. Auf Me hnachten hat eine hiesige Ehefrau ihren Ehemann mit Drillingen, einem Knaben und zwei Mädchen beschenkt, welche sämmllich gesund und munter sind. Vermischte». * Frankfurt a. M., 29. December. Wie der „General- Anzeiger" aus zuverlässiger Quelle erfährt, soll die Eingemeindung Bockenheims in die Stadt Frankfurt bereits am 1. April 1895 geschehen. • Frankfurt a. M., 29. December. Wegen aufreizender Reden bei der Maifeier verurtheilte die Strafkammer zwei jugendliche Anarchisten, die Schlosser Garsch und Jakob Müller, zu je zweimonatlichem Gefängniß. * Frankfurt a. M., 31 December. Der Besitzer deS hiesigen Casö Bauer, Joh. Preinitz, hat sich vergangene Nacht erschossen. Als Ursache wird ein schweres Kopfleiden angegeben. * Eine beachtenswerthe Aeußeruug in der namentlich für Hausfrauen intertffanten Frage, was denn eigentlich von Liebigs Fleisch-Extract zu halten fei, hat der pracitsche Arzt Dr. Fr. D ornb lüth in dem Buche „Die Schule der Gesundheit" Seite 221/22 gethan: „DaS Extract ist, so wird dort gesagt, sehr haltbar und giebt mit Wasser ober bünner Fleischbrühe eine kräftig unb angenehm schmeckende Suppe, welche die Lebensgeister anfeuert und letbft die Verdauung und den Appetit anregt. Sie ist wirklich ein vorzügliches Belebungsmittel bei vielen Schwächezuständen sowohl nach angestrengter Arbeit, als auch nach Krankheiten, unb befördert bie Erholung und Genesung ganz vortrefflich. Sie ist kein eigentliches Nahrungsmittel und vermag nicht bas Fletsch zu ersetzen. Dagegen ist dies Fleisch - Exiract unvergleichlich viel werthvoller, als die Bouillontafeln. Als Zusatz zu Knochen- und Krautsuppe, sowie zu manchen anderen Suppen und Saucen ist daö Fleisch Exrract i'ehr verwendbar". Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle tu Gietzeu. 52. Woche. Vom 23. December bt« 29. December 1894. Einwohnerzahl: angenommen zu 22 100 (inet. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 11,76°/« bezw. 7,05 nach AuSschl. der Ortsfremd«». Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: hn vom 1. Lebensjahr: 2.—lb Jahn Lungenschwindsucht 1 (1) 1 (1) — Tuberkulose des Bauchfells 11 — Lungenentzündung 2 (1) 2 (1) Angeborene LebenS- schwäche _______1__________—___1___________~_____ Summa. 5 (2) 4 (2) 1 Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie dUU der Todesfälle in bet betreffenden Krankheit auf von auSwäNS nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Amtliche Prüfung Ott Lichtstärke der Leuchtgase,. Vorschriftsmäßige Lichtstärke bei 150 Liter stündlichem Gasverbrauch 13 bis 15 deutsche Vereins-Parasfinkerzen. Monat December 1894 : IS1/^ Kerzen. Buchner. Enthebung von Neujahrs Gratulationsbesuchen. Folgende Herren und Damen, deren Namen vor dem 1. Januar nicht mehr veröffentlicht werden konnten, haben der Kleinkinder Bewahranstalt Gaben zugewendet: 65) Kaufmann A. Kilbinger. 66) Agent Jean Boeck 67) Pfarrer Schlosser. 68) Frau Rechnungsrath Kalbfleisch. 69) Gastwirth Schwinn. 70) Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch. 71) Kaufmann August Will. 72) Kaufmann Adolf Noll, t 73) Kaufmann Wilh. Haustein. 74) Kaufmann Emil Pistor. | Auch diesen Herren und Damen danken wir herzlich für die unserer Anstalt gespendeten Gaben. Im Ganzen ist uns der schöne Betrag von 170,20 Mk. übergeben worden. Gießen, am 2. Januar 1895. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt Dr. Naumann. Tuch und vuxtnstoffe a Mk. 1.75 Pfg. per Meter. CdeviotS und Melton- ä „ I 05 „ „ „ nadelfertig ca. 140 cm. breit, ve> sendet btrect und franco Oettinger A Co., Fankfnrt a. M., Fabrik-Depot. Modernste Mutte, berettwill'gtt franco. 123 Pfarrer. Lehrer Beamte rc. emps. den vorz. Holländ. Tabak.bei B. 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Dornberger Weimar als Mitbesitzer aufgenommen habe, wird meine Apotheke heute ab unter der Firma: „Privilegirte Pelikan-Apotheke von Walter Weiss & Dornberger" weitergeführt. • Giessen, den 1. Januar 1895. Zum Jahreswechsel senden wir unserer werthen Kundschaft sowie allen Freun- - » 3- . „ 2.50 . „ 2— . „ 150 ■ „ 1.- Anfang 8 Uhr. «ach der Natur bei Herrn Gustav Gerhardt, Lindevp!.: Parquet . ... JL 3.— Sperr sitz Estrade . I. Platz . II. Platz Gallerte. ötrtin -er Gajlmrthe von Gießen und Umgegend. Unseren Mitgliedern hiermit die traurige Mittheilung von dem Ableben unseres Collegen Henn Heinrich Zipp. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 3. d. Mts., Nach- ©onrsbericht nrz & Co., Giessen, Kahohofstraßr 63. frankfurter Börse vom 31. December 1894. ’t.eLE* OmnibnsVerbindung L«M 7 tthr vrorgeu». Fahrpreis 10 Pfennig. 10 Uhr MraM. Äete A SrltuchWe^ihäg—«arst—WalUhur-Karburgerstnch«. »*te • «ahahafstnch, «hrU-Xwen väue-GrünbuHersteohe. 3^8% Deutsche Reichsanl. 30/0 Preutz. Consols 3 4 /f S U 21 Bef II 120 sofort Stellung. L~ ' * ' * '* Herr Heinrich Zipp, Restaurateur, nach kurzem Kranksein sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen, den 1. Januar 1895. 160 Die Beerdigung findet Donnerstag, den 3. Januar 1895, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Ost-Anlage Nr. 9, aus statt. Cigarren-Reiseuder od.Agrnt Ein Hausbursche 3/,°/o sofort gesucht. 76 1 4o/o Frkf.Hyp.Cred.L.verl.L.1007o 102.50 3«/s°/o Preutz Hyp. A. Bk. ! 4°/» DeuticheGrdsch.B.unk.b.1904 104.20 4»/o Pomm.Hyp.Ä.Bk.unk.b l904 1 99.70 4 f 104.50 104.30 4 do.Kron.-Rte. 95.65 95.45 Deutsche. 47, Portug. v. 86 . 63.40 62.40 Darmst. Bank. 151.— 150.50 5 Donau-Reg. . 113.60 112.80 t« 47, do.E. B.Gold 4 Hess. Ludw. o. 1868/69 . . 41/, do. v. 1889 . . 34.90 34.40 Deutsche Bank 172.20 172.20 37, Cöln-Minden. 135.90 135.85 v 1892 . 102.— 102 v. 1889 . . . 105.— 104.90 103 50 in« ßn 3 Salon.-Mon. . 61.— 61.— Disct.-Comm. 206.— 207.60 Th. 100 81/, 4 Hamb.St.-Rte. ».1893. . . Hess. St. Obl. do....... «u»I»ndische. Griech.E.B.v. 1890 .... 102.— 105.60 101.75 105.30 5 47, 5',- Arg. inn. Anl. do. äuß.v.1888 ChinesischeAnl. 51.05 42.15 102.70 51.— 42.— 102.70 4 4 37, 47, 4 4 do.v. 1874 . . do. v. 1875/78 do....... 103.40 108.60 102.— 2 | M "1 j < 4 ßf-llbbrikfe. D. Grndschuld- bank V—VI do. I -II do....... Frkf. Hyp.-Bk. XIV..... 104.20 101.15 99.70 104.70 104.20 101.10 99.70 104.65 Dresdner Bank Mitteld. Cr.Bk. Oest.Crd. Anst. 155.80 104.50 327'/. 154.40 104.30 327'/. 3 4 5 Madrid .... Mem. Th. 100 Oesterr.v.1860 Oldenb. Th. 40 Raab-Graz 100 Türk. frs. 400 Jirrsiiei. Leese 44.95 134.20 131.10 126 10 94.95 34.40 44.80 132.15 127.80 126.15 94.95 34.50 37, 5 103.95 31.90 104.— 29.50 *