18SS Samstag den 2. November Erste? Blatt Mr. 258 Amts- unb Anzeigeblatt für den "Kreis Gieren. Hralisöeitage: Gießener Kamitienötätter. 40. Schleuke, Karl, Amtliehev Theil LU, be MIL ■ilung zeige Namen * 28. 29. ff ff 30. 31. All- Annoncen-Bureaux de« In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. den güten er Richtung ff * reisenden nen Gasthof of“ habe. 'oblwolle n rn Nach- Gießen-Hardthof Gießen Braunfels Hungen Sich 24. Möser, Heinrich Wittwe, 25. Müller, Gustav, 26. Müller, Karl, Burk, Ferdinand Wittwe Euler, Andreas, Gail, Wilhelm, Gießen Sich Gießen * Wohnort Gießen * Lollar Gießen ff Laubach Wiesbaden Gießen Winnerod. Friedelhaufen Darmstadt * voll diff. Ord.. «r. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für de» lohenden Tag erscheinendm Nummer bi» Dorm. 10 Uhr. 46. SolmS-Laubach, Graf zu, 47. Walderndorff, Graf zu, 48. Wafserfchleben, Erich, 49. Will, Heinrich, Dr. Prof., Wittwe, 50. Zimmer, Georg Karl, 1. Actienbrauerei Gießen 2. Adami, Heinrich 3. ASprtou, Eugen, 4. Btchler, Georg, 5. Bücking, Ludwig, 6. BuderuS'sche Eisenwerke, 32. PaScoe, Samuel, 33. Reiber, Wilhelm, Firma, 34. Riegel, Franz, Geh. Rath, Professor, 35. Röhrle, Gebr., Firma, 86. v. Rosenberg, Johann, Oberst, 37. Schaffstaedt, Heinrich II., 38. Scheid, Louis, 39. Schirmer, Heinrich, Adalbert Nachlaßverwalrung, v. Nordeck zur Rabenau, Freiherr Karl Wittwe, v. Nordeck zur Rabenau, Gesammtfamilie, v. Nordeck zur Rabenau, Freiherr Karl Ferdinand, Heute Vormittag um 11 Uhr begab sich'Bourgeois zu Faure, um über feine Unter- Verzeichnis der 50 Höchftbesteuerteu des Kreises Gieße«. vierteljähriger >6t>*ac*tnbprrt»l 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Siebaction, Expedition und Druckerei: Kch»tstraße Zlr.7. Fernsprecher 51. Der Krieg von 1870|71, gefdjUbert durch Ausschnitte aus Seitung*^^ 2. November. Das Neueste in der Politik ist kurz Folgendes: Paris wird noch nicht bombardirt, im deutschen Hauptquartier wird mit ThierS eifrig über Waffenstillstand verhandelt. Paris hat nur noch für 12 Tage Fletsch. Gambetta und Genoffen wollen den Kampf fortsetzen. Kaiserin Eugente hat den Kaiser in Wtlhelmshöhe tief der- schleierr besucht und ist auch tief verschleiert wieder abgereist. Mit der Bevölkerung in Metz schien sich Bazaine stark verfeindet zu haben. Fast allenthalben herrscht die Ansicht, daß Bazaine, ehe die Mehrzahl seiner Eavallerte- und Artilleriepserde geschlachtet waren, sehr leicht einen erfolgreichen Ausfall hätte machen können, sodaß der Mangel an Entschlossenheit einem „Complott" mit der Regentschaft zuzuschreiben sei. In der Stadt und selbst im Lager wurde Bazaine während der Einschließung nur selten gesehen, und in den Lazarethen niemals. Schließlich — so sazt mau durste er sich aus Furcht ermordet zu werden, vor seinen eigenen Soldaten nicht mehr zeigen. Zweifelsohne ist es der schrecklich lässigen D'Sciplin zuzuschretben, daddle Ueber- gäbe zu einer Zeit stattfand, wo noch Mundvorräthe für eine ganze Woche da waren. Während der Stab geradezu praßte, fand man am Morgen des 29. fünf vor Hunger gestorbene Soldaten in Montigvy, und am nämlichen Tage wurde der ganzen Armee Proviant für 4 Tage auSgetheilt, nachdem sie zwei Tage voher nichts zu effen gehabt hatte. Anfangs fütterte der Generalstab feine Pferde nur mit Brod, und wären die Borräihe Anfangs vernünftiger gehandhabt worden, so hätte die Festung noch einen Monat länger auS- I halten können. In der Stadt allein find während der Be- lagerung 35 000 Menschen gestorben, meist aus Mangel an ordentlicher Pflege. AlS die Uebergabe bekannt wurde, war die Bevölkerung wütheud. Die Nationalgarden weigerten sich, die Waffen zu strecken, ein Dragoner -Capitän ritt am 27. an der Spitze einer kleinen Truppe durch die Stadt, welche geschworen hatte, eher sterben als sich ergeben zu wollen, und ein Frauenzimmer, welches überall die Marseillaise sang, rief grenzenlose Aufregung hervor. Die Thore der Kathedrale wurden gesprengt, die Sturm- und '^egräbntß- glocken die ganze Nacht über geläutet, und als der Com- wandant der Festung, General CossintsreS, erschien, um die Leute zu beruhigen, wurden drei Ptstolenschüffe auf ihn abgefeuert. Schließlich gelang eS ihm, die Straßen durch zwei Lintenregimenrer zu säubern. Als man dann aber am anderen Morgen hörte, daß 1000 Waggons in EourcelleS I bereit ständen, um der Stadt Lebensmittel zu bringen, und | als die ganze Belagerungsarmee ihre Brodporttonen frei- 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 41. Seipp, Wilhelm, Bauunternehmer 42. SolmS-BrauufelS, Fürst zu, 43. „ Hermann, Prinz 44. SolmS'HohenfolmS-Lich, Fürst zu 45. „ Ludwig, Prinz zu bracht sei. Kolo, 31. October. Der hiesigen socialistischeu „Rhein. Ztg." zufolge wurde ein Mann, welcher eine vtertäg'ge Haft- strafe zu verbüßen hatte, auf dem hiesigen Depot zu Tode mißhandelt. Der Ehefrau desselben war mitgetheilt worden, daß ihr Mann sich schwer erkrankt im Hospital befinde. AlS die Frau dorthin eilte, fand sie ihren Mann bereits tobt im Leichenhause vor. Die von der Staatsanwaltschaft angestrengte Untersuchung ergab, daß der Mann infolge erlittener Mißhandlungen tobt aufgefunden worden toa?, worauf daS Begräbniß inhibirt und die Leiche in daS TodtenhauS zurückgeschafft wurde. Die strengste Untersuchung ist ringeleitet worden. Der Borsall erregt berechtigtes aU^C®et|enftl8, 31. October. In der Grube „Paul" bei Niger, fflr mSbltst Der chitßener Anzeiger erscheint täglich, .mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener D.mitt-nStLtter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Handlungen zu berichten. Pari«, 31. October. Bourgeois legte um Mitternacht dem Präsidenten die neue Ministerliste vor. Georgi, Ludwig, GrooS, Karl, Dr. Professor, Großherzogliches HauS (Familieueigenthum), Heichelheim, Siegmund, Heyligenstaedt, LoutS und Firma, Heß, August, Hess. Rhein. Bergbauveretn, Homberger, Gebr. und Söhne, Jhrtng, Joh. Heinrich, «ltngspor, Karl, 20. Koch, Konrad VI., 21. Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft, 22. Königreich Preußen (Eisenbahufi-kuS), 23. Mettenheimer, Adolf, Dr., 27. Roll, I. B., Firma, v. Nordeck zur Rabenau, Freiherr Gießener Anzeiger Keneral-Mzeiger. Theissen fand heute Morgen eine Kessel-Explosion statt. Ein Obersteiger wurde getödtet, zwei Hetzer schwer verwundet. Karttruhe, 31. October. Der Landtag wurde auf den 12. November einberufen. Zum Präsidenten der ersten Kammer wurde Prinz Wilhelm, Bruder des Großherzogs, ernannt, ferner zum 1. Dicepräsidenten Frhr. v. Bodmanu, zum 2. V'cepräsidenten Comwerzienrath Diffentz. Schwäbisch-Gmünd, 31. October. Bei einer Kessel- Explosion auf dem städtischen Wasserwerk wurden gestern ein Ingenieur, zwei Heizer und ein Schmied getödtet. Ein Monteur und zwei Heizer wurden schwer verletzt, zwei weitere t 25 3abren tOU Bekanntmachung, betreffend Wahlen zum Kreistag des Kreises Gießen durch die 50 Höchstbesteuerten des Kreises. Bon den im Jahre 1889 (bez. 1890) für die Dauer von 6 Jahren durch die 50 Höchstbesteuerten deS Kreises gewählten Mitgliedern deS Kreistages haben mit Ablauf deS Jahres 1895 auf Grund des Art. 26 der Kreis- und Pro- Vinzial-Ordnung auSzuscheiden die Herren: Gutspachter von Oven zu Hungen, Forstmeister Thal er zu Gießen, Geh. Hofrath Prof. Dr. Streng daselbst, Rentner August Heß daselbst. Außerdem scheidet auS der im Jahre 1895 verstorbene Herr Georg Buderus zu Lollar. Für diese fünf auSschetdenden bez. auSgeschtedenen Mit- glieder haben Ersatzwahlen durch die 50 Höchstbesteuerten deS Deutsch«, deS Bure»» .Herold-. Berlin, 31. October. Der „Nordd. Allgem. Ztg." zufolge wird der Entwurf des Börsengesetzes dem Reichstage fosort bei der Eröffnung der Sesfion zugehen. Berlin, 31. October. Der König von Portugal wird morgen Abend 6 Uhr 15 Mtn. mit Sonderzug auf der Wildparkstation etntreffen und vom Kaiser unter Entfaltung aller militärischen Ehrenbezeugungen empfangen werden. Der König nimmt im neuen Palais Wohnung. Berlin, 31. October. Bor der ersten Strafkammer des Landgerichts II hatte sich heute der focialistifche Reichstags- abgeordnete Schultze-KönigSberg wegen Aufreizung und Verächtlichmachung von StaatSeinrichtungeu zu verantworten. Derselbe soll am 30. Januar dS. IS. in Köpenick in einer Rede gegen die Umsturzvorlage nach Aussage der Polizei- dtener geäußert haben, die Arbeiter wüßten sich ihre Rechte mit dem Schwerte in der Hand erkämpfen. Ferner soll er der Polizei zugemuthet haben, daß sie den Anarchisten Geld gebe, damit sich diese Dynamit für Attentate beschaffen könnten. Der Angeklagte bestreitet entschieden, dies gesagt zu haben, mit der Motivirung, daß er sich in diesem Falle in seiner Stellung in der Partei unmöglich gemacht hätte. Die Polizeibeamten dagegen behaupten, daß die in der An- klage stehende Bemerkung von dem Angeklagten gethan worden sei, während zwölf Entlastungszeugen bekunden, daß der An- geklagte gerade daS Gegentheil gesagt habe. Der Staatsanwalt hält die Anklage aufrecht und beantragt ein Jahr Leihgestern (Neuhof) Gefängniß. Der Gerichtshof dagegen spricht den Angeklagten Gießen frei, da der Beweis der straffälligen Aeußerungen nicht er- ÄWÄtart SWUT, IL 2 Simmet ptt mit Mut »tarnet za ttt, MaOttriT. h miitl. 6i0lf, vttSiksS« 11 mmer mit Gabtnet livdmplatz 8, ^tcs Zimmer billig it ri ni, linlr. 8immer, ISemtster küttdergerstr.29. Nahrung zermilch, ■r-Nahrnng )b, er-NabrMg 1 Diarrhoe- er.fahril^ Mittel' er.Nahru»g ien-, er-N^f lerNahr^ dlun0®n- Kreises stattzufinden. Unter Bezugnahme aus Art. 21 der Kreis- und Pro- vinzial-Ordnung wird nachstehendes Berzeichniß der persönlich oder durch Stellvertreter zur Theilnahme an der Wahl der 50 Höchstbesteuerten des Kreises Gießen Berufenen unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der mit dem geringsten Steuerbetrag Ausgenommene ein Communalsteuer- capttal von 2569,5 Mk. besitzt. Anträge auf Berichtigung dieses Verzeichnisses find Vinnen , o-, . - R/Q_ , , zubringen. 1 München, 31. October. Der Prinzregent hat denjenigen G^ßen, de« 26.^ October 189 . Fahnen und Standart - - , die bet der Armee, besonders Der KreiSauSfchuß des KreifeS Gießen. während des Feldzuges 1870/71, in Schlachten und Gefechten, T ©aflctn I bezw. bei Belagerungen geführt worden find, das Band der ihjoflnu. ^esen Krieg gestifteten Denkmünze verliehen und verfügt, daß aus dieses Band die Namen der in Betracht kommenden kriegerischen Vorfälle angebracht werden. Ztettefte I Süffel ^1. October. Die Save und Kulpa find unauS- Wolffs telegraphisches Lorrespondmz-Bureau. gesetzt im Steigen begriffen. Militär und Arbeiter find 11 Dctnber Die Nordd. Allgem. Ztg." meldet: an der Befestigung der Dämme thätig. Die Bewohner der Der KaUer fuhr gestern Abend 10 Uhr nach der Rückkehr unteren Stadt haben sich auf Verfügung der Polize au • aus Groß Lichterfelde beim Reichskanzler Fürsten Hohen- quartiren müss-n. Q „klärte gestern Abend sx aKÄass Btrlin 31 Dct'ober DI- „Post" »«nimmt: Jrn daß d-r Eintritt von nllzn radicalrn Elementen die Be- die der Etat für 1895/96 bereits enthielt, die aber abgelehnt in Ausficht stehenden KrtegSmiuister Lavgnau e«ra j Poft" bestätigt, daß von bedeutenden Neuforderungen der | Bo iSdeffre abdanken. - - -• rn.. « OAC/O7 ».l«« «J.So 4Ft, Dik HllUpt- v. Rabenau'schen Hofraithe, Labet die Verantwortung betonend, die der Herr Oberbürgermeister und er damals aus sich genommen- sür tbn sei fie um so größer gewesen, als es Gnauth wendet hiergegen ein, daß sich schwerlich Jemand wieder finden würde, der eine solche Verantwortung und ei» solchls Risiko auf seinen Rücken nehmen würde- eS sei verkehrt, daß sich die Stadt den besten Broten entfallen lasse nur wegen der Befürchtung, daß die Sradtverordneten-ver- sammlung an ihrem Ansehen etnbüßen könne - hierdurch würde die Stadt in ihrer Entwicklung gehindert und er könne erklären, daß dadurch bei ihm die Freude am Wirken sür die zu der die auf die der nicht sein Beruf sei, in Grund und Boden zu speeultren, lediglich die Erhaltung de- BefitzthumS im Interesse der Alk Ver btt Lause w Pfg. a bei Großherzog tmt6 V yandrl-i mflnb-. auf Äntr Herrn v.! st«- ein ; bafür legt Tage- do wird. — 20000» ftrafet >u ourd) bei zu dem weiteren icrnto onorbntn Vttr $tli । rathen, mtl i|eil werde 'm« Po, ÄWdNsM unterlaßen, rechtzeitig an die Erwerbung von Gelände denken. Er halte eS für auSgeschlofien, daß Beichlüsse Baudeputation an die Oeffevtlichkeit kommen - lehne man Sache ab, so sei dies gleichbedeutend mit Verzichtleistung die Erweiterung und Entwicklung der Stadt, er empfehle Annahme der Satzungen im Jntereffe der Entwicklung Entwicklung der Stadt auch nicht wachse. — Herr Dr. G „ fleisch verbreitete sich ebenfalls über den Ankauf drr Vollmacht sür eine Beeinträchtigung der Stadtverordnete» Versammlung. — Herr Schmoll bemerkte, daß die Be stlmmungen der Satzungen gegen § 47 der Stä teordnung, wonach nur die Stadtverordneten - Versammlung über das Gemeinde Eigenthum zu verfügen habe, verstoßen- er bezwe fle auch, daß gerade die Baudeputatton am besten ortentirt sei Über den Werth etwa zu erwerbender Grundstücke, er halte hier bafl Unheil des OuSgertcht» für maßgebend. Die Sache sei sehr wichtig- man solle deshalb, da die Wahlen Stell! Ta» uot -j-lsfi'a« Stadt und bitte, der Deputation die beantragten Besugnifie einzuräumen. — Herr Schwall erklärt, er könne noch nicht an einen Boriheil bezüglich der Erwerbung des v. Rabenau'schen BefitzthumS glauben, so lange daS rechnerische Ergedniß nicht vorliege - er stelle den Antrag auf Vertagung. — Herr Helfrich erklärt sich damit einverstanden, daß die Baudeputatton die Besugnifie zum Ankauf von Grundstücken innerhalb des ihr zustehenden Fonds erhält- er hat iw Utb» rigen Bedenken, ob das Geheimntß wirklich gewahrt werde, wenn ein Mitglied der Baudeputation mitblett. — Herr Dr. Gutfleisch bemerkt dem gegenüber, daß dir Bou- deputation sich in jedem Falle einer Vertrauen-person bedienen könne. Die Errichtung des Stadterweiterungsfonds widerspreche, wie angeführt worden sei, keine-wegS der Städteordnung- die Deputation sür das GaS- und Kaffer» werk sei eine ähnliche Deputation wie die mit den beantraptee Befugnissen ouSzustattende Baudeputatton. — Der Antrag des Herrn Schmoll auf Vertagung wurde abgelebnt, der Au trag auf Genehmigung der Satzungen vorbedältltch der Aende- rung des § 4 angenommen und bezüglich dieses Paragraphen beschlossen, in denselben die Zweidrtttel Majorität Stadt hätte dem Oberbürgermeister und ihm Veranlassung gegeben, auf eigene Faust den Kauf zu sorciren - er hätte, falls die Stadt da- Anwesen nicht übernommen, dasselbe wieder verkauft, dabei aber nicht einen Pfennig von dem zweifellos zu erzielenden Gewinn für sich beansprucht, sondern den Uederschuß an die Familienangehörigen adgeli.fert- eine Verantwortung wie im vorliegenden Falle könne man in Zukunft von Niemanden mehr verlangen, e- fei nicht Jedermanns Sache, sich mit einer Angelegenheit zu befassen, die Vordruß bringe - er fet bereit, die Besitzung zurückzunehmen, weil er überzeugt sei, daß dieselbe in höherem Werth stehe- die niedrigere Taxation de- Oriflgerichtfl rühre daher, weil eine Zwangsversteigerung vorlag, die Stadt ober habe anders zu rechnen. In anderen Städten beständen gleiche Ein'ich. tungen - eS fei folgeschwer sür die Stadt, wenn man sie hmdere an der Wahrnehmung günstiger Gelegenheit zum Ankauf von Gelände und ihr die Privatspeculation auf de« Fuße folgen lasse, die- erschwere die Ausbreitung und Entwicklung der Stadt- er weise auf die Borwürfe hin, die der früheren Verwaltung mit Recht gemacht worden, daß fie e- Sitzung der Stadtverordneten am 31. October 1895. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Wolff und Georgi, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Bcück, Emmeliu-, Frber, Flett, Dr Gutfleisch, Habenicht, Helfrich, Heyligenstaedt, Hornberger, Jughardt, Keller, Löber, Orbtg, Petri, Dr. Ploch, Scheel, Schmoll, Dr. Thaer, Bogt und Wallenfels. Nach einem früher gefaßten Beschluß werden alljährlich an städtische, den ganzen Sommer über beschäftigt gewesene Taglöhner Gratificationen in der Art gewährt, daß im Herbst für jeden Arbeitstag je nach Befähigung und Verhalten des betreffenden Arbeiters 10 bis 20 Pfg. ausbezahlt werden. Bei der dteSmaligen Bertheiiung kommen 57 städtische Taglvhner in Betracht, welche inSgesammt 1625 Mk. 55 Pf., im Durchschnitt je 27 Mk. 80 Pf , zu erhalten haben. Der Betrag wird genehmigt. Auf Anfrage deS Herrn Löber, ob diese Zuwendungen al» Geschenk oder Lohn zu betrachten seien und ob insbesondere Geschäftsleuten ein Pfändung-recht baraaf zustebe, erwiderte Herr Oderbürgermeister Gnauth, daß die Arbeiter auf diese Zuwendung ein klagbare- Recht nicht hätten, sie erhielten sie als freiwillige Vergütung. DaS Gesuch des Herrn Bichl er um Belassung einer Halle vor der Wirthschast In der Neustadt wird abgelehnt. Der 6. Punkt der Tagesordnung, Geländeverpach- tung, wird ausgesetzt, weil erst der Preis hierfür festgesetzt werden kann, wenn die Versteigerung von Pachtvierteln aus der ehemals v. Rabenau'schen Besitzung stattgesunden. SS folgt die Berathung über die B lüung und Der- waltung einet Stadterweite rungssonds für die Stadt Gießen. Gelegentlich de» veschlufir» über den "3 beim, H feint btu itnig tit er c übtttiomi unitTtr 1 idtffunfl gbfatiflt tbi Ärt'f He'chelhri qeimbert grforgt, d ftvatbt a Der stctS n Untanebm eet brr h genrfiali fadjen Bti tyn b.sovl feste, da» btt vielt ilimitz ff» ich *n tnriner dkßen stände °1Mich tn( l) ein eine ein 4J wi 5) em Pf J) ein, Z eihi ein< Mstae soll auf dem »ttt». un liUmeni §>ur 1 Nr. 1 Mratlich md ®itjtn, be Ml willig an die Gefangenen abtrat, zeigte sich vielfach eine tiefe Rührung, und die Bevölkerung sah sich von ihrer übertriebenen Furcht zum großen Thetl befreit. — Bazaine selbst lehnte d?n Borschlag deS Prinzen ab, daß alle Truppen ihre Waffen vor der Stadt, vor den Augen der Sieger strecken sollten, anstatt fie im Arsenal abzugeben. Er sagte, er könne in solchem Falle n'cht für da-Betragen der Truppen stehen. Die kaiserliche Garde habe allem ihre DiSciplin soweit gewahrt, um diese- Vertrauen- würdig erachtet zu werden. Am 29., 4 Uhr NrchmittagS, pa-sirte Bazaine in geschloffenem Wagen, der indefirn seinen Namen auf dem Schlag trug, und von mehreren Offizieren feine- Stabefl begleitet, durch Ar-. Die Frauen de- Orte-, die von seiner Ankunft gehört, empfingen ihn mit den Rufen „Verräther", „Fe gling", „Schuft" u. f. w. „Wo sind unsere Gatten, die du verrathen hast?" „Wo find unsere Kinder, die du verkauft?" Sie mochten selbst einen Angriff auf seinen Wagen, zerschmetterten die Fenster mit ihren Fäusten und hätten ihn sicherlich gemordet, wenn die preußischen Gendarmen nicht dozwischentroten. Allenthalben im Lande herrscht jetzt die Ansicht, daß Frankreich nicht länger existirt. Der Hauptstadt schreibt man weniger Widerstavd-fähigkeit zu als M tz, doch glauben vernünftige Leute noch immer nicht an bafl Ende befl Krieges, alfl bis Paris gefallen ist. (Daily New-.) Ankauf der v. Rabenau'schen Besitzung wurde bestimmt, daß die Verwaltung dieses Besitzes alfl besonderer Fond geführt wird. Herr Schiele hatte erf art, daß durch solche Ankäufe die Gegenwart nicht zu stark belastet werden solle, weflbalb Verwaltung und Verrechnung auflzufcheiden seien von der Rechnung der Stadtkaffe und für sie besondere Grundsätze aufzustellen. — So lange bafl Gelände nicht höher im Werthe stände, alfl er sich nach dem Ertrag oufl landwirth schaftlichem Betr ebe ergeben, seien die Zinsen höher alfl der Ertrag, die Stobt müßte sonach Zubuße leisten zu Gunsten I bevorständen, den künftigen Eollegen nicht vorgreisen und Derjenigen, die später bafl Gelänbe höher zu Bauzwecken die Angelegenheit btfl nach Neujahr vertagen- er spricht sich veräußerten-dieseZubuße solle durch Errichtung besonderer Ber» I ebenfalls gegen jegliche Vergebung voa dem der Stadtoerord- waitung und Verrechnung vermieden werden. Ferner sollte neten Versammlung zufiehenden Rechten au». — Herr Ober- durch Bildung eines besonderen Stadterweiterungflfondfl die bfirgermeifter Gnauth bemerkte zu dem Hinweis des Herrn Möglichkeit geschaffen werden, daß mit den Privaten con- Schwall auf die D fferenz von 56,000 Mk. zwifchcn der currirt werden könne, wenn für die Stadt brauchbares Ge- Taxation befl Ortflgerichtfl und dem bei der Versteigerung lände zum verkaufe oder zur Versteigerung komme, dabei erzielten Erlös, daß die v. Rabenau'fche Btsitzung nicht ver sei aber zu vermeiden die Dffengabe der Absichten der Stadt, kauft, sondern versteigert worden sei und daß das nächstniedrige wenn efl gelte, zuzugreifen, und baß Gelände übermäßig in Gebot 147,100 Mk. betragen habe, alfo nur 900 Mk. die Höhe getrieben werde lediglich deshalb, weil die Stadt weniger elf dasjenige der Stadt. Derjenige, welcher das mit biete. Die Art unb Weise, wie bisher die Ankäufe von Gebot von 147,100 Mk. einlegie, habe als gewiegter Geschäfts- Gelände für die Stobt zu Stonbe gekommen, sei für die mann wohl rin anderes Unheil über den Werth der Besitzung Dauer nicht zu empfehlen, weil die Stabt solche Zuwuth- gehabt, als baS Ortflgericht- er weise im Uebrigen aus bie bi«- ungen an einzelne Mitglieber ber Stodtverorbneten versomm- herige guie verwerthung ber Besitzung hin. — Herr Or big hält lung mit Rücksicht auf deren große Verantwortung nicht mehr den Einwand, daß auS dem Plenum geplaudert werde, nicht stellen könne. Der Bericht verweist hier besonder- auf bie für stichhaltig- baflfelbe könne auch aufl der Deputation ge- Verantwortung, welche die Herren Dr. Gutfleisch unb Ober- schehen. — Herr Heyligenstaedt erklärt sich mit den bürgermeister Gnauth bei Ankauf befl v. Rabenau'schen Besitzefl, Satzungen einverstanden und hat ebenfalls gegen den und Herr Löber bei der Kempff'fchen Wiese übernommen § 4 Bedenken, er möchte die Befugnisse der Deputation auf hatte. Diese» Risiko müffe künftig auf breitere Schultern eine Zweidrittel Majorität beschränkt re ffen, da die- im gelegt werden, wozu eine besondere Verwaltung unb eine Interesse ber Commission selbst liege - im Bedürfnißfalle könne Spezialcowmiision nöthig sei, weich' letzterer bie Besugniß man ja die Eommisfion durch Mitglieder einer anderen zustehe, ohne besondere Genehmigung durch die Stadiverord Commission verstärken - der Commission solle auch nicht in neten-Bersammlung Grund und Boden anzukaufen, sofern sie allen Fällen die Befugniß zum Gelänbeerwerb znstehen, dies im Interesse der Stadt für vortheilhaft halte. Mit sondern nur in dringenden Fällen. — Herr Hornberger dieser Aufgabe sei am besten die Baudeputatton zu be- hat ebenfalls Bedenken gegen den § 4, er hält die Befugnisse trauen, weil sie am besten orienttrt sei über die Stadt- der Deputation alfl zu weit gehend, vielleicht ließen sich hier noch Herr Stadtverordneter Grünewald hat wegen Häufung mit Berufflgelchästen und ärztlich verordneter Schonung seine- , ...... | VB wvve ©'funbdeiMjuftanbt« um D>«P-ns°I>on bon feinem Ami bi, I erraeite’rung. Die ber ®er’fammiun'8"oo?0‘ele“87en Entzügen, I andere Wege finden, er empfehle deshalb auch Vertagung. — . April 1896 nadjgefudjL Die Versammlung erachtete in betreffend die Bildung und Verwaltung eine- Stadterweite- Herr Dr. Ploch bemerkte, daß in der Baudeputation auch in, § k6 ?ie Entschuldigung rung-fond«, besagen u. dafi der Fond, gebildet werde zur gerade feine belandere Freude über die Hufbürbung einer h^ftnnhLn110 1 “nb Ctr °rtC fonad) mit bem ®efud) ctns Erleichterung eines zum Nutzen der Stadt erfolgenden vor- neuen Befugniß herrsche, doch habe man vorläufig einen p w m m sorglichen Ankauf- von Gelände im Gebiete der Stadt- anderen Ausweg nicht finden können- er spricht sich ebenfalls erroelterung wie zur Vorbereitung von Straßenregulirungen für Wiederherstellung der Zweidrittelmajorität aufl. - Hecr m,rtftm6lOmmCr8^niQl>? h<-rzurKenntniß im Bereiche der Altstadt. Für diesen Fonds wird eine Löber legt bar, daß kein Grund vorliege, die Rechte der h mit 0hrt63,r the lt Herr Nebenrechnung zur Stadtkaffe eingerichtet, und ist ihr zu Baudeputation zu erweitern, dieErwrrbung derv Rabenau'schen Heichelheim m>t, baß er unb seine Gemahlin aufl Anlaß ihrer Lasten ber Vermögenflrechnung der Stabt ein Grunbvermögen Besitzung habe dtefl bewiesen. — Herr Oberbürgermeister auf den 1. November fallenben silbernen Hochzeit, erfüllt von von 150,000 Mk. (zunächst zwecks Ankaufs befl vormalfl 1 ~ ~ ÄJ0CrDUr9t,mt,r,cr bem Gefühle des Dankes für bie Verteidiger befl BaterlanbeS von Rabenau'schen Besitzes) zu überweisen- eine spätere Ver- welchem Jahre fie ihren Ehebund schloffen, ftärkung befl Grundvermögens bleibt Vorbehalten. Der fifb entschlossen, unter bem Namen „Commerzienrath Heichel- StadterweiterungSfonbs hat dieses Grundvermögen mit jährlich heim Stiftung" der Stadt Gießen 20000 Mark zu über- 3*/3'/0 an die Stadt zu verzinsen. Nach § 4 wird die Ver- weisen. Die Stadt solle bafl Capital mit 3«/z pCt. verzinsen waltung befl Fonbfl ber stäbtischen Baudeputation übertragen, nab am 1. November jeden Jahrefl 800 Mark an solche welche über An und Verkauf von Immobilien befl Fond- zu würdige und bedürftige Personen vertheilen, welche am Feld- beschließen hat, und berechtigt ist, innerhalb der verfügbaren zuge 1870/71 actib betheiligt waren. Die Bertheiiung kann Mittel den Ankauf von Grundstücken auch ohne Vorbehalt auch an Hinterbliebene Frauen unb Kinder stattfinden, sofern der Stadtverordneten - Versammlung zu vollziehen, wenn solche würdig sind und seit zwei Jahren in Gießen wohnen, doch außer dem Vorsitzenden zwei Drittel (die juristische Corn haben geborene Gießener möglichst den Vorzug. In dem msision hatte beantragt „bie Hälfte") ber Deputationflmit- Schreiben sind präcise Angaben über Verwaltung und verthei- glieber für den Ankauf stimmen- der Verkauf von Grund- lung niedergelegt, u. A. auch bestimmt, daß zur Verwaltung auch stücken bleibt dagegen der Genehmigung der Stadtverord- die Vorsitzenden befl Krieger- und befl Beteranen-Veremfl I neten-Versammlung wie ber Aufsicttflbehörde Vorbehalten, herangezogen werden sollen. — Im zweiten Schreiben theilt lieber den Fond ist alljährlich Rechnung zu legen und fcerr Heichelheim die Spendung von 500 Mark mit, welche Voranschlag auszustellen unb der Bürgermeisterei bezw. Stadt- zur Verabreichung von warmem Frühstück an arme Schul- tierorbneten-öeriammlung nebst Vermögenflauflweifl zu unter- ntiber verwendet werden sollen. — Herr Oberbürgermeister breiten. — In der darauffolgenden Debatte spricht sich Herr Gnauth bemerkte hierzu, daß ein förmlicher Beschluß über Jughardt dafür aufl, daß doch die Stadtverordneten-Ber- die Annahme der Stiftung heute noch nicht gefaßt werden sammlung erst ihre Genehmigung zu Ankäufen geben möchte. Wnne, ba ber Gegenstand nicht auf der Tagesordnung stehe. — Herr Oberbürgermeister Gnauth bemerkt dazu, daß eß ®ie Stiftung fülle eine diflher bestandene Lücke in der wohl- sich in Zukunft wohl nichi mehr um so große Summen c °nu6; ? erad,tc für ermächtigt, dem handeln werde, wie bei der v. Rabenau'schen Besitzung, «unter für diele Zuwendung Namenfl der Stadtverordneten- sondern nur um bemeffene Summen, vielleicht 24 000 Mk Versammlung deren Dank zugleich mit den besten Wünschen über welche die Commission verfügen könne, zum Verkauf von zur silbernen Hochzeit barzubringen unb ersuche bie Ver- Gelände bleibe übrigenfl bie Genehmigung von Stabtverorbneten lammlung jum Zeichen de» Emverstänbniffefl sich zu erheben, und Aufsichtsbehörde bestehen. - Herr Orbtg erklärt fein , . DieRechnung der PI ocki sch en Stiftung für 1894/95 Einverständniß mit dem Plan, bezeichnet aber die Macht- derselben Stiftung für 1896/97, weich' befugnifle, welche die Baudeputation dadurch erhält, für lebterer sich auflgleicht mit 5696 Mark, werden genehmigt, zu groß- efl solle an bem Grunbsatz principiell feftgebalten @tra&cnbauten/ werden, daß nichts ohne Genehmigung ber Stabtberorbneten- nich^.nr ^9^/95 entweder ganz oder theilweise Bersammluttg geschehe- er empfiehlt Ausarbeitung eineß l S k°mmen konnten, in den Voranschlag für geheim zu haltenden Plane-, nach welchem mit Stadterweite- Oberbürgermeister Gnauth rung und Ankauf von Gelände vorgegangen werden soll, in sirabe di, M ®ldn' tlniclnen Fällen lasse sich die Genehmigung der Stadt- straße an die Marbuger Straße erforderliche Gelände befl verorbneten-Bersammlung schon vorher einholen. — Herr Oder- flnt cin vergleich zu Staube ge- bürgermeister Gnauth rote» daraus hin, daß efl mit der ' 1 Geheimhaltung eine eigene Sache sei- alfl efl sich um den Ankauf von Wenzelfl Garten gehandelt habe, sei auch in geheimer Sitzung beschlossen worden, btfl zu einer bestimmten Summe mitzubieten, trotzdem hätten schon am andern Tage die Mitfteigerer gewußt, wie hoch die Stadt mitbieten wolle. Werde erst ein Signal zum Ankauf durch die Stadt gegeben, so werde sich sofort die Privatspeculation dies zu nutze machen. — Herr Löber bemerkte, baß bie i Beschlüsse ber Baudeputation nicht immer übereinstimmend mit dem Plenum feien, efl sei eine Bevormundung ber Stadt- verordneten-versammlung durch die Baudeputation, welcher ohnediefl schon bedeutende Rechte zuständen- er stimme deshalb gegen baß Project. — Herr Oberbürgermeister Gnauth bemerkte bezüglich der von Herrn Löber erwähnten Rinn'schen Hofraithe unb Kempff'schen Wiese, daß wegen der ersteren heute noch nicht in Abrebe gestellt werben könne, baß bie Stabt ein Geschäft gemacht hätte- die letztere sei günstig verwerthet worben. — Herr Scheel spricht sich für bie Wiebe,Herstellung ber In § 4 der Satzungen enthaltenen Zweidrittel - Maiorität an Stelle ber von ber juristischen Commission empfohlenen Hälfte der Commiision-mitglteder aufl. - Herr Wallenfels ist gegen die Erweiterung der Besugnifie der Baudeputttion, für dieselbe sei die verant- Wartung zu groß, auch halte er die dieser zu ertheilende * ’ÄS 7-L 1^5 >°Lr i!HS - Sfe? 1 «00 tot " ®*n t6*"iulMtbh, “e" * “ ®'l>utotion u. «„ IH «0 lfo“6 aegea bn r Deputation aus en' da Mtg |a dürsuttzfalle könne « thtt anderen E Mtj nity iD bttIto«b tlt ^ombtigtx die Vesugniße ließen sich hi« noch l>ch Vertagung. — hubtyutatlon auch Ausbürbung einer in vorläufig einen 'richt sich tbtnfaQl 'ität auö. - Herr ge, die Rechte bn er v. Rabenau'jchrn Oberbürgermifler schwerlich Jewaud atwortung und ein oüibt; es sei der- >teu enisallen lasse rdtverorbnrleu'Ber- t; hierdurch würde und er könne ernt Willen für Mt - Herr Dr. Surren Antaus btt rantwauutH \>v ix bamcAb aus sich tzewrsen, als rS den zu speculiren, im Interesse der ihm Leraulafiung oicittn; er hätte, cnommeo, dasselbe Pfennig von de» eansprucht, sondern n abgelitsert,' eine lle könne man in t6 fei nicht Jeder- t zu befassen, die g zurückzuneöwen/ rem Werth stehe- ühre daher, weil aber habe ander« -n gleiche Ein'ich' )t, wenn man sie ÄeWnhei! jum iptcnW vus de« SbreitnnA .*1= K“ * IS W« ®,1S? » *«6 “ t«i; I-»"- ™,n 11 Serzichtleistung , gntwlil«”« ' Ur.SU« M** tttdnvrvochE <'Ä i”-"S » fff* ■?. mitbirU- sanier, ba^ ,'ton de- lbttrn,?t2flV der $ ®fl rt Ltm"’’ kLer^^, «*2^ Aend-' Pars- aglich b '^iIrilLt an Stelle der beantragten halben Majorität wieder auf« ^unehmen. DaS Gesuch des Herrn Ludwig Krömmelbein um Erlaabntß zum Betrieb einer Schankwirthichaft im Hause Äolsstraße 21 wird durch Bejahung der Bedürfnißfrage befürwortet, weil cS sich um Uebertragung einer bestehenden IßirtbfAaft aus e'ren anderen Pächter handelt. •tefra, ben 1. November 1895 ** Jubiläum. Der Inhaber des Bankhauses A. Heichelheim, Herr Commerzienrath Stegmund Heichelheim, feiert heute den Tag ferner silbernen Hochzeit, gleich- zerrig die 25jährige Wiederkrhr desjenigen TaqeS, an dem er daS von seinem Bater begründete Bankgeschäft selbständig Übernommen hat. Der Jubilar, welcher in allen Kreisen unserer Stadt sich der allgemeinen Beliebtheit und Werth- schäyung erfreut, hat, um allen Ehrungen, die etwa beabsichtigt waren, auSzuwetchen, seine Vaterstadt verlassen, um rm Streife von Verwandten diesen Tag zu verleben. DaS He'chelheim'fche Eh'paar hat in dem abgelaufenen Viertel- jahrhundert durch seinen Wohllhättgkettssinn manche Noth gelindert und manche Thräne getrocknet, jedoch immer dafür gesorgt, daß davon in der Oeffentlichkeit nicht viel Aufhebens gemacht wurde. Herr Commerzienrath Heichelheim stand bisher stets mit an der Sp'tze, wenn es galt, ein gemeinnütziges Unternehmen zu fördern und war immer mit Rath und That bet brr Hand, wenn eS sich darum handelte, volkSthümliche Veranstaltungen in seiner Vaterstadt zu treffen. Seine vielfachen Beziehungen zu allen Kreisen der Bürgerschaft machten ihn b.sonders dazu geeignet, z. B. bet unserem großen Turnfeste, das to r im letzten Jahre feierten, dem Finanzgeschäfte vorzustchen, und gern unterzog er sich der großen Müqe und der vielen Arbeit, schon im Jntereffe de» möglichst glanzvollen Gelingens. — Herr Heichelheim bekleidet das Amt eines Mitgliedes der Handelskammer und dasjenige eines Handelsrichters, er ist erster Vorstand der israelitischen Gemeind'. Infolge seiner Befähigung als Richter wurde ihm auf Antrag des Herrn Präsidenten deS Landgerichts, Freiherrn v. R i c o u, vor etM^aüres^rist der T!telCommerzien-t Mtz^erliehen. Seinem zahlreichen Gefchäst^pttfonal^sst^irf stets ein wohlmein nber Chef und freundschaftlicher Berather, dafür legt die Adresse Zeugniß ab, welche ihm aus Anlaß des TagcS von den Angestellten feines HauseS heute überreicht wird. — Der israelitischen Gemeinde hat der Jubilar heute 20 000 Mk. überreicht als Grundstock zu einem an der Lonh straße zu erbauenden G melndehaus. Die Gemeinde hat icm durch den zweiten Vorsteher telegraphisch ihre Glückwünsche zu dem Doppel-Jubiläum darbringen lassen, (lieber die weiteren mildthätigen Zuwendungen deS Herrn Heichelheim verweisen wir aus den Bericht über die gestrige Stadt- verordneten Versammlung. Red.) Die Loge, deren Mitglied Herr Heicheloeim ist, wird heute Abend über die Ehrung bc- rathrn, welche sie demselben nach seiner Rückkehr wird zu Theil werden lassen. *• Theaterverein. Der Theaterverein wird die Reihe feiner Vorstellungen mit einem Gastspiel beö Frankfurter -Stadttheaters eröffnen und zwar gelangt bas vieractige Schauspiel „Die Fourchnnbault" von Emil Augier zur Darstellung. Ohne zu den brutalen Mitteln ber neueren fron zösischen Dramatiker zu greifen, hat Augier in feinem Schauspiel e/i P-d.-Packet. g □oooooooooooooooooooo Samstag den 30. November, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die der WNtwe und «iuder des WNHel« »iBmann in Gießen gehörig- Hofraithe: ylur 1 Nr. in 8 — 69 qm bei der Kirche öffentlich meistbietend oe>steigert werden. Gießen, den 18. October 1895. Großh OrtSgertcht Gießen. I. A-: Bogt. 8749 Bekanntmachung. Bei der Gemeinde Lich sind mehrere Tausend Christbäumchen i Stück 10 Pfg. abzugeben. Lich, den 31. October 1895. Grobherzogliche Bürgermeisterei Lich. _________Heller._______9149 Montag -en 4. Novdr. d. Vormittags 10 Uhr, lasse ich wegen Aufgabe der Oeconomie in meiner Wohnung nachbenannte Gegenstände gegen baare Zahlung öffentlich meistbietend versteigern: 1) ein Pferd, 2) eine trächtige Kuh, 3) ein Halbverdeck, 4) zwei fast neue Wagen (Ein- spänner), 5) einen neuen Vorder-u.Hinter- Pflug, 6) einen neuen Kartoffel-Pflug, 7) eine Egge, 8) eine Ackerwalze, 9) einen Schlitten sowie sonstige Oeconomie - Geräth- schaften. 9141 Klein-Linden, den 31. Octbr. 1895. ______Wilhelm Rinn. Traubenmost und Fedcrweißen empfiehlt 9162 F. Schott, Mich,für. 23. Stüdt. SchlaWaus. Freibank. [9140 Heute und morgen: Ochfenfleisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 54 Pfg. 8chwemeffei[ch Nicht ladenrein. vr. Pfd. 50 Pfg. Neu ! Neu! Lauöfagehokz aus 3 Theilen verleimt. Verziehen und Abbrechen einzelner Stücke beim Sägen vollständig ausgeschlossen. Platten bis zu 50 cm breit vorräthig. 9146 Wiederverkäufer erhalten hohen Rabatt!!! üllär.Lvler.Strinllr.ll. Volks-Stenographie, in jeder Hinficht beste Schnellschrtft 10—20 mal leichter als jedes andere System! Lehib. 50 K. Scheit haaer, Simeonstr 14,1, Berlin SW. 13. Neue ital. Maronen per Pfand 20 Pfg., Messina-Citronen per Stück 10 Pfg. empfiehlt Hch. Arnold IL, 8958 28 Marktstratze 88. Vorzügliches Sauerkraut bei C. Roth IL, 8364__________»allthorstratze 5. Frische PreiMeerell eingetroffeu. 9137 H. Klotz, Mäusburg 17. Heute Samstag: Metzelsuppe. MorgruS: Wellfleisch, Aber ds: 9157 Metzelsuppe, von 40 4 bis zu 70 H. PH. 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Hochachtungsvoll Georg Herbordt x Geschäfts -Uebernahme geschenkte Wohlwollen bestens danke, bitte ich, dasselbe auf meinen Nachfolger freundlichst übertragen zu wollen. Giessen, den 1. November 1895. Hochachtungsvoll Unter Bezugnahme auf vorstehende Anzeige theile ich w hierdurch ergebens! mit, dass ich das von Herrn Carl ö Petri bisher gefühlte Geschäft unter der Firma Ä Carl Petri Nachfolger in unveränderter Weise weiterführen werde. Ich werde bemüht sein, mich des Vertrauens, welches meinem Vorgänger entgegengebracht wurde, nach jeder Richtung hin würdig zu zeigen. Giessen, den 1. November 1895. WirthschaftSüberuahme. Einem verehelichen Publikum die ergebene Mittheilung, daß ich von heute ab die seitherige Harms'sche Wirthschast „Zum Lahnthal“, Neustadt 48 übernommen und empfehle mich in Verabreichung bester Speisen und Getränke bei prompter Bedienung. Jeden Sonntag Abend humoristisches Concert. Hochachtungsvoll dies Chr. Wagner, Neustadt 48. W Hierdurch die ergebene Anzeige, dass mein Colonial- Warengeschäft, Marktplatz 18, mit heutigem Tage an X Herrn Georg Herbordt X aus Offenbach übergeht. Indem ich für das mir seither zur Abholung bereit. • 154 •055 gegeben von 9167 SMT Eintritt 20 Pfennig. 'M 9145 Ohne Der Borstand. 101-2 3‘/f°/o^)«mbr0T.twp.»tjnrfJ.19O6 10940 101.20 3'/,«/oPreuß t>w».a.»t.uirfJ).190Q 10)40 |(M3jmLh.l9O4 106.00 4°/o Pomm Hyp.S.Bk.mrk d 1904 106J5O 10140 4o/9 Srenfi. ßeibw. Lred. BL 103 00 bte. 8'/|0/, 1684 | Oeftcrr. ttrebttdlcttai T)rrmft W.xÄrhCT 830.1/, 104 16 99.05 103 51 10440 106J0 Der Vorstand. I. A.: Jean Kirch. 4•/••/• Oefterr 5Ubcrrad< 4°/o Ung. @olb»Ratte 3% Bortugtdcn 6*/c Tlerictner 4°/o Monopol-Grieche» on Sonntag geöffnet von 6—10 Uhr. 9159 (Diese Bestimmung bezieht sich auch auf Burschen, Diener, Kinder- und Dienstmädchen.) Verweigerung der Zahlung des Jahresbeitrages gilt nach Z 9 und 10 der Statuten als Austrittserklärung. 86.15 101 90 26 80 8450 1887 88 60 102.30 1C2 35 Oiefteu, October 1895. 9092 Fräulein M. Czerwenka, erste dramatische Sängerin am Königl. Hoftheater in Stuttgart, den Herren Kammersänger L. Bär. Hofsänger W. Riechmann, G. Weber, Kammermusikus A. Wiedemann (Harfe), Musikdirector Dr. F. Keiser (Clavier), Lieder, Arien und Duette von Loewe, Wagner, Schumann, Ries, Hofmann, Meyer, Helmund. Harfenconcert von Parish-Alvari«. Sperrsitz Mk. 2,50. ^Eintrittskarten Mk 1,50, für Studierende Mk 1,— in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolph'» Nachf) Feierabend für Lehrlinge. Eröffnung am Sonntag den 3. November, Abend» 6 Uhr. Jeden 90 5n I 4o/e edatb. Rentenb. DM. 53.70 1 6 •/» Bubcrul DbL Montag, 4. November 1895, Abends 8 Uhr im Saale des Gesellschaftsvereines Grosses Vocal- u. Instrumental-Concert ’ Hießener His Herein. Der Jahresbeitrag beträgt Mk. 2.— Derselbe rte wird im Laufe dieser Woche von dem Vereinsdiener [V 1 erhoben werden. Wir machen daraus aufmerksam, daß M jeder Beitragsquittung eine Beikarte beigesÜgt wird, **l|l daß aber weitere Beikacte» für Familieuaugehörige gegen Entrichtung von 50 Psg. per Stück vom Diener gefordert werden können. Die Zahl der benöthigten Beifarten bitten bei Zeiten festzustellen. Bei- oder Tageskarte hat Niemand Zutritt zur Eisbahn. 8«/i% Dattlch« Reichs«!. B°/q Prenß. LonsolS $•/,”/» Gr. Hessische DbL 4°/c Siebt Dermftebt o. 1891. <*>/• . wsrmS ont b. 1901 P/o DdUrt. SUetebxbn v. 1885 P/o 3taL Uxettger. Wcnb. 8Vie/i Ärenfturttr Hyp. BL S'/i®/*. Srff. Lwv. 6reb. B. Theater-Verein. Donnerstag, den 7. November 1895, Abends 8 Uhr im Festsaal (Leib’scher Saal) Wallthorstr. (Sastspiel von Mitgliedern des Ltadttheaters in Frankfnrt Die IourcHambaukt. Schauspiel in 5 Acten von Emil Augier, deutsch von G. Ritter. Anfang 7*/a Uhr pünktlich. BilletS in der Musikalienhandlung tarnst Challier, (Rudolphs Nachf.), sowie an der Abendkasie. Erstes Parqmt Mk. 3,50. 2. Parquet und Balcon erste Reihe Mk. 2,25. Studentenkarten ML 1,—. Gallerie Mk. 1,—. Die Karten der Abonnenten liegen bei Herrn Challier E. K. G. V Heute Freitag: Herrenprobe. Sonntag: in der Ttadtkirche. Coursbericht m J. Kurz & Co., Giessen, AahllhFfßrsßt ÖS Frankfurter Börse vo« 31. October 1895. Morgen» 6 Uhr nmnihnc.Vprhillllniin Fahrpreis 10 Psg. bte Abends 10 Ubr. UIUU1UUS- V örUlUUUUg (Abonnement billt«er) Linie A Marburgerstraße—Bahnhof und jurtd- Linie B Grünbergerstroße—Bahnhof und zurück. einlc ® martt-Stlffcnb.rg.rwtlb unb |urü