sen, L c NA. uder. »i: Katos §, rationell bntlttl« Echrn Sonüge ml- 3o., Koblenz. 73M iteseife IUM t&g- 2000 deutschen Profe- DMn,HaUei.S.,Prof«- t Professor Dr. Beop, :b Professor Dr. Eckard, lemmiog, Kiel, Prof«** ’essor Dr. Heineckc, Er ofessorDr.Fr.Hotoino, Ltfed -Raib Pr^’ „use, M'o, Professor Jen* Professor Dr. «• Med.-BaÜi Dr.r.CooM, v, Gei. Medk.-fUth *BatÄ । 3SÄÄ . . Gtbttat OW- Ü’ÜtÄt i*renz .Seife® lin-^eXn gew^01 .^L§ ttesei^^nfo^ tb ei"erfD' tiyher u°1Ui" Indnrch eite* eh, »lC „ den d»®lt «g kfa^dw < - rfeo‘,eS' Nr. 231 Der chiehener Atqetfltt rrscheint täglich, mit TluSnahme deS Montags. Die Gießener InmlkienvkStter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal deigelegt. 1898 Erstes Blatt. Mittwoch den 2. October M> . !■ .1 I— ' —— .. . 1— Kehener A Rzeiger Kenerak-Wnzeiger. Vierteljähriger AöonncmenlKprelB i 2 Morl 20 Pfg. mit Bringevlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Psg. Rcdaction, Expedition und Druckerei: Kchulstrahe Sir.7. Fernsprecher 51. Aints- und Anzeigeblatt für den 'Kreis Giefzen. °°" ssnzeigcn zu d-r N°chm,n°g« str d« l &ratt5ßrifaae: Kießener Kamitienökätter. folgenden Tag erscheinenden Nummer bi? Norm. 10 Uhr. f o ____!____________________________________ Alle Annoncen-Bureaux de« In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Deutsches Reich. Berlin. 30. September. Die am 17. Oct ob er im Königreich Sachsen bevorstehenden Erneuerungswahlen zum Landtage stellen der Socialdemokratte eine wettere Verstärkung in der zweiten Kammer in Aussicht. Einerseits wird diese Perspective durch die überaus energische, planmäßige und in der That „zielbewußte" Agitation der Socialdemokraten, der gegenüber die Wahlvorbereitungen der bürgerlichen Parteien fast lässige zu nennen find, eröffnet, andererseits durch die Uneinigkeit unter den letzteren. Diese Erscheinung zeigt fich jetzt namentlich durch den theil- wetsen Bruch zwischen der deutschsocialen Reformpartei und den Eonservativen, wie er durch den gegenseitigen Briefwechsel zwischen den Herren Oswald Zimmermann und Dr. Schober zum Ausdruck gelangt ist. Namens der Lentralstelle der deutschen Reformpartei des Königreichs Sachsen hatte ersterer Herr bei Dr. Schober brieflich an- gefragt, ob die conservative Partei zu einer Verständigung mit den Deutschsocialen für die bevorstehenden Landtagswahlen bereit sei, andernfalls müßte die Reformpartei in allen Wahlkreisen selbstständig vorgehen. Hierauf ist nun seitens des Dr. Schober im Namen der eonservativen Parteileitung ein ablehnender Bescheid erfolgt, der mit dem Hinweis auf die Anschuldigungen von antisemitischer Seite gegen die Eonservativen und auf die in mehreren Punkten von einander abweichenden Programmforderungen der beiden Parteien begründet wird. — Die „Nordd. Allg. Ztg." verrheidtgt noch nachträglich die HandelSvertragSpolitik des früheren Reichskanzlers Grafen Vaprivi, und zwar In Anknüpfung an die in der „Kreuzzeitung" veröffentlichten, gegen die Handelsverträge gerichteten, Artikel des oberbayerischen Dauernbundführers Ratzinger. Die „N. A. Z." legt dar, daß beim Inkrafttreten des Handelsvertrages mit Oesterreich- Ungarn den Bereinigten Staaten von deutscher Seite keinerlei neues Zugeständniß in der Richtung der Meistbegünstigung gemacht worden sei und daß noch weniger die Union ein derartiges Zugeständniß unentgeltlich erhalten habe. Weiter führt die „N. A. Z." aus, daß die vor Begründung deS Norddeutschen Bundes und dann des deutschen Reiches von Preußen und den deutschen Seeuferstaaten ab- geschloffenen Handelsverträge mit der Union naturgemäß auch für das deutsche Reich hätten gelten müssen. Schließlich rechtfertigt das osficiöse Blatt die Haltung, welche Graf Laprivi bei den RetchsragSverhandlungen über den Handelsvertrag mit Oesterreich-Ungarn in Bezug auf den auch mit Rußland abzuschließenden Vertrag beobachtete, in welcher Hinsicht der damalige Reichskanzler von seinen politischen Gegnern besonders scharf angegriffen worden war. — Die Zeitungsnachrichten über die angeblich geplante Abänderung des preußischen Vereinsgesetze S behufs Bekämpfung der focialdemokratischen Ausschreitungen lauten widerspruchsvoll. Während z. B. die „Nar.-Ztg." erst kürzlich mit anscheinender Bestimmtheit zu melden wußte, daß man sich in Regierungskreisen durchaus nicht mit dem Gedanken einer Revision der in Preußen bestehenden BereinSgesetzgebung ' trage, versichern andere Blätter, eS sei ernstlich eine Abänderung deS Vereins- gesetzeS zu oben genanntem Zwecke beabsichtigt, voraussichtlich werde noch im October ein Ministerrath zur Entscheidung in dieser Frage stattfinden. Darmstadt, 30. September. Der Großherzog und die Großherzogin, der Großsürsi und die Großfürstin SergiuS, sowie Großfürst Paul von Rußland trafen am SamStag Vormittag hier ein, nahmen im Großherzoglichen Schlöffe das Luncheon und kehrten Nachmittags nach Schloß Wolfsgarten zurück. Der Großfürst Sergius empfing am SamStag Nachmittag den Oberst v. Scholten, Commandeur des 1. Großh. Jnfanterie-(Leibgarde°)Regi- mentS Nr. 115, A la suite deffen der Großfürst bekanntlich steht. Stuttgart, 30. September. ReichstagSabgeordneter Pflüger hat dem „Schwäb. Merkur" zufolge fein Mandat niedergelegt. Netteste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin. 30. SeptembrDie „Deutsch-: Warte" berichtet über die Bildung eines „Bundes der Industriellen", an deffen Spitze etwa 300 angesehene Industrielle aller Betriebsarten stehen, die demnächst einen gemeinsamen Aufruf erlaffen werden. Der Bund richtet sich keineswegs gegen die Börse oder sonstige HandelSintereffen, sondern gegen die einseitige Vertretung der Industrie durch einige Großindustrielle. Berlin, 30. September. Der Eongreß für internationale Erdmessungen trat heute zu seiner ersten Sitzung zusammen. Karlsruhe, 30. September. Die „Karlsruher Zeitung" veröffentlicht einen Depescheuwechsel zwischen dem Kaiser und dem Großherzog von Baden. Das Telegramm des Kaisers lautet: Jagdhaus Romtnten, 28. September. „Ew. Königliche Hoheit wollen deffen aufrichtig versichert sein, daß ich bei der sünfundzwanzigsten Wiederkehr des TageS von Straßburgs Fall in tiefempfundener Dankbarkeit der Lorbeeren gedenke, welche fich die badischen Krieger unter den Augen des geliebten Landes- Herrn bet der Einnahme dieser Festung erkämpften. Wilhelm." — DaS Antwort-Telegramm des Großherzogs lautet: „Wollen Ew. Kaiserliche Majestät meinen aufrichtig gefühlten Dank entgegeonehmen für die überaus wohlthuende Empfindung, womit Allerhöchstdieselben bet der sünfundzwanztgsteu Wiederkehr des Tages von Straßburgs Fall in so ehrender Weise des AntheilS der badischen Krieger an diesem Eretgntß gedenken. ES wird diese Allerhöchste Anerkennung der Bedeutung dieses JahreStageS von allen noch lebenden Kämpfern unter meinen lieben Landsleuten dankbar empfunden werden und wird der jüngeren Generation ein erneuter Antrieb werden, die Bahn der Ehre der Väter stets würdig und wohl vorbereitet zu betreten. Freiburg, 29. Sept. 1895. Friedrich, Großherzog von Baden." Depeschen deS Bureau „Herold*. Berlin, 30. September. Gegenüber anders lautenden Meldungen theilt die „Nordd. Allgem. Ztg." mit, daß der Kaiser erst gegen Ende dieser Woche auf dem Jagdschloß HubertuSstock eintreffen wird. • Berlin, 30. September. Der „Localanzeiger" meldet aus Kopenhagen: Die Czarin-Wtttw e hat beschloffen, möglichst bald nach dem Kaukasus zu reisen, da die Nachrichten über das Befinden des Thronfolgers sehr beunruhigend lauten. Flensburg, 30. September. Die Kaiserin ist heute um 121/z Uhr hier eingetroffen und nach kurzem Aufenthalt nach Potsdam wcitergereist. Leipzig, 30 September. Gestern fand im Cryftallpalaft Hierselbst eine Versammlung deS CentralverbandeS von Ortskrankenkassen im Deutschen Reiche statt, in welcher die Delegirten der Ortskrankenkaffen-Verbände Wiesbaden, Elsaß-Lothringen, Schleswig-Holstein, Rheinland und die OrtSkrankenkaffen Chemnitz, Dresden und Leipzig sich etngefunden hatten. Die Versammlung wurde geleitet von dem Verlagsbuchhändler und Buchdruckereibefitzer Karl Schnegelberger-WteSbaden. Der Herr Vorfitzende erstattete Bericht über die Ausführung der in der conftituirenden Versammlung zu Frankfurt a. M. im vorigen Jahre gefaßten Beschlüffe, aus welchem insbesondere die beiden Petitionen: Uebertragung der Kosten bet Unfällen vom ersten Tage der Erwerbsunfähigkeit ab aus die Berufsgenoffenschafteu, sowie die Zuführung von i/a0 statt i/10 der vereinnahmten Jahresbeiträge zum Reservefond betreffend noch hervorzuheben sind. Der seiner Zeit gegebene ministerielle Erlaß bezüglich deS Verbots der Verweisung von Kaffengeldern für Zwecke deS Central-VerbandeS, dem eS auch zuzuschreiben sei, daß andere Feuilleton. Aus großer Zeit. Eine Episode aus der Belagerung von Metz. Hestern, am 30. September, waren eS 25 Jahre, daß sie auf den Höhen von Jufly und Vaux auf Feldwache und Vorposten befindlichen Compagnieen des Heff. 2. Jäger- bataillonS durch die Geschütze deS gegenüber liegenden Forts St. Quentin mit Granaten schwersten Calibers so beschossen wurden, daß man in ArS an der Mosel, im Hauptquartier deS Generals von Manstein und deS Prinzen Ludwig von Heffeu, annahm, daß die Compagnieen, wenn nicht völlig vernichtet, so doch große Verluste erlitten hätten. Und das trug fich auf folgende Weife zu: Vom 23. bis 29. September lag das Jägerbataillon auf Vorposten au der Mosel, der garischen Bischöfe verlesen. Zugleich fanden über 300 kirch- 1'iSe Trauungen statt, denen heute wettere tausend nachfolgen. Allen Brautpaaren wurde Dispens vom Aufgebot gewährt. Rom. 30. September. Katholischen Blättern zufolge ist die Regierung entschloffen, die Drohungen CriSpiS zu verwirklichen. Der Bischof von Mailand hat vom Mi- ' ister einen energischen Verweis erhalten, weil er in einer Versammlung von hundert Bischöfen erklärte, das unantastbare Rom sei das päpstliche. Rom, 30. September. Gestern hatte eine Deputation k italischer Journalisten unter Führung deS Advokaten Skala, des Directors der „Regale", beim Papste Audienz. Skala überreichte dem Papste einen PeterSpfennig im Betrage von 15 000 Frcs. Als hierauf ein Redacteur deffelben Blattes den Segen deS Papstes für die liberalen Journalisten erbat, verweigerte der Papst dieses Ansinnen. Brüffel, 30. September. Gestern haben hier imposante Feierlichkeiten ftattgefunden, um daS Wiedererstehen der H lfenstadt Brügge zu feiern. Abgeordnete, Senatoren, Minister und zahlreiches Publikum wohnten der Feier bei. 'tud) wurde ein Denkmal enthüllt, welches dieses Wiedererstehen symbolisirt. Abends fand großer Umzug und Banket statt. Paris, 30. September. Die Wittwe Pasteurs ist von der Regierung benachrichtigt worben, daß daS Begräbnih 'hreS Gemahls ein nationales sein und deshalb auf Staatskosten stattfinden werde. Voraussichtlich erfolgt die Beerdigung Mittwoch oder Donnerstag. Paris, 30. September. DaS „Journal" meldet auS Berlin, Kaiser Wilhelm habe ein lebhaftes Jntereffe für die Bewegungen auf MadagaScar. Zwei deutsche Offiziere sollen der Meldung zufolge auf MadagaScar sich aufhalten, um die Tactik der Truppen genau zu verfolgen. Sie hätten den Auftrag, fortlaufend Bericht zu erstatten und zwar an den General Hahnke. London, 30. September. Die Blätter sagen, der Tod Pasteurs sei nicht nur ein Verlust für Frankreich, sondern für die ganze Menschheit. London, 30. September. Den „Times" geht aus Capstadt eine Meldung zu, wonach sich die BoerS zu einem heftigen Kampfe gegen die Engländer rüsten, weil dieselben im Zululande immer weiter Vordringen. — Wie es weiter in der Meldung heißt, hat Präsident Krüger bedeutende Waffenbestellungen in Deutschland gemacht. Gießen, den 1. October ISS5 * • Die offizielle PrämiiruugSliste der landwirthschastlichen Ausstellung liegt der heurigen Nummer deS „Gießener Anzeiger" bei. * * Die Postschalter werden von heute ab erst um 8 Uhr Morgen- geöffnet. * * B. Stenographisches. Der GabelSberger Stenographen-Verein eröffnet Donnerstag den 3. October, Abends Uhr, in der Aula der Universität einen Unter- richtscurS für Anfänger in der practifchen, vorzüglich bewährten und deßhalb der weitesten Verbreitung und vielseitigsten Anwendung sich erfreuenden Gabelsberger'schen Stenographie. Wir wollen nicht Unterlasten, Jnterestenten nochmals auf die gebotene Gelegenheit zur gründlichen Aneignung der Kurzschrift, die von allen vielschreibenden Berufs- klasten heute nicht mehr entbehrt werden kann, ganz besonders aufmerksam zu machen. Theilnehmerkarten k 6 Mk. sind in der Ferber'schen Univ.-Buchhandlung erhältlich. ** Bon der AosstellungSlotterie. Wie schwer es mit' unter hält, die glücklichen Gewinner irgend welcher werthvollen Gegenstände zu ermitteln, hat sich auch bei der hiesigen AuSsiellungSlotterie gezeigt. Außer einer Anzahl Maschinen, Geräthen und kleinen Gegenständen harrt auch noch der Empfangnahme der zweite Hauptgewinn, bestehend auS 6 Stück prachtvollen Vogelsberger Kühen und Rindern, ferner zwei trächtige Rinder, verschiedene Stämme Gänse, Enten und Hühner. Laut BerloosungSbedingungen werden die Thiere am nächsten Donnerstag Nachmittags 2 Uhr ver- steigert, und der Erlös dafür nach weitere» 3 Wochen dem AuSstellungSunteruehmcn überwiesen, wenn er nicht inzwischen von den Gewinnern in Empfang genommen wird. Auch die anderen nicht abgeholten Gegenstände verfallen 4 Wochen nach der Ziehung. **S. Bei den letzthin verstossenen Festtagen dahier bot sich wieder einmal Gelegenheit, die enormen Fortschritte, welche die Technik in ihren vielen Zweigen stetig macht, bewundern zu können. Abgesehen von den vielen Verbesserungen, die man an den verschiedensten landwirth'chast- lichen Maschinen und HülfSwerkzeugen gewahrte, trat diesmal wieder daS jüngste Erzrugniß unseres technischen Zeitalters ganz besonders hervor. Die« war die electrische Beleuchtung. Je nach den örtlichen Verhältnissen, muß eine solche Lichtanlage mehr oder weniger gegen äußere Einslüffe geschützt sein, gerade so wie auch in Bezug aus die oft feuergefährliche Umgebung ganz besonders Rücksicht genommen werden muß. Auch diesmal wurde die Ausführung der Anlage, die 22 Bogenlampen und ca. 85 Glühlampen umfaßte, der bewährten Firma C. Buchner in Wiesbaden übertragen, welch: wiederum bewiesen hat, daß sie als Spreialfirma ersten Ranges für electrische Beleuchtung dasteht. Nicht nur die einfache Handhabung und absolute Feuerficherheit der elecirischen Beleuchtung in den Stallungen und den Hallen (in den ersteren waren die Lampen nochmals staub- und wasserdicht in GlaS eingeschlosten) zeigten eine große Erfahrung auf dem Gebiete deS Beleuchtungswesens, sondern auch die außerordentlich günstige Lichtvcrtheilung außerhalb der Gebäude, nebst der beständig ihre Farben wechselnden Grotte deS Herrn Gabriel boten em hochinteressantes Bild. Die Gleichmäßigkeit und Ruhe der Lichter ließen auch nichts zu wünschen übrig, und die von Herrn H e n n in ger L Cie. auS Darmstadt zum Antrieb der Dynamo gelieferte Compound- locomobile konnte nur als sehr geeignet für elektrischen Lichtbetrieb bezeichnet werden. Wir können auch diesmal wieder sagen, daß die electrische Beleuchtung zu unserer größten Zufriedenheit auSgeführt und betrieben wurde und iprechen den Wunsch auS, daß der wohlverdiente gute Ruf der Firma C. Buchner in Wiesbaden sich immer noch mehr auSbreite. ** Ein reicher Obstfegeu breitet sich zur Zeit DienStagS und Samstags auf dem Brandplatz und Canzleiberg aus. Heute waren in zwei langen Reihen netto 100 Wagen an- gefahren, beladen mit Aepfeln, Honigbirnen, in der Hauptsache ober mit — „Quetsche!" n. Schotten, 29. September. Nachdem bereit- am 25. August die Gastwirtschaft im Lebrerheim am Fuße deS Altenburgskopfes, eine knappe halbe Stunde von hier, eröffnet worden war, fand heute die feierliche Einweihung desselben statt. Gestern Abend bereits wurde die Feierlichkeit durch ein Concert des Gesangvereins „Arion" aus Frankfurt in der hiesigen Turnhalle eröffnet. Die Leistungen desselben waren vorzüglich und dehnte sich daS Concert durch die von dem den letzten Platz füllenden Publikum immer aufs Neue verlangten Dacapovorträgen und freiwillig gebotenen Einlagen bis 1 Uhr NachrS aus. — Heute gegen 12 Uhr begann die Feier im Lehrerheim. Der „Arion" eröffnete sie mit dem Chor: „Die Himmel rühmen". Hierauf ergriff der Obmann des LandeSlehrervereinS, Herr Backes von Darmstadt, das Wort Namens deS provisorischen ComltveS und übergab nach einer schwungvollen Rede daS Gebäude seinem Zweck. Ein gemeinsames vorzügliches Festessen bereinigte dann noch die zur Feier Erschienenen auf einige Stunden im Restaurationssaal dcS Lehrerheims. Die Reihe der Toaste eröffnete Herr Director Fidler von Darmstadt mit einem Hoch aus Seine Kgl. Hoheit den Großherzog und Seine Majestät den Kaiser. Herr BackeS feierte die Gründer und Erbauer, Herrn Lehrer Schultheiß von Schotten und Herrn Bauunternehmer Paulus von Frankfurt. Der Trinkspruch des Herrn Schultheiß gipfelte in einem Hoch auf den Gesangverein „Arion", der durch seine Vorträge wesentlich zur Verschönerung der Feier beitrug. Namens dieses Vereins dankte Herr Hunger sen. Herr Funk von Gießen weihte sein GlaS den Damen und Herr Backes der Stadt Schotten, in beten Namen Herr Fabrikant Kramm dankte. Am Nachmittag begann dann eine wahre Völkerwanderung nach dem Lehrerheim. Von allen Seiten strömten Gäste in hellen Haufen herbei und die zahlreichen Bänke im Wald vermochten nicht alle Erschienenen aufzunehmen. DaS Lehrerheim präsentirt sich dem Besucher, der von Schotten her kommt, mit seinem Verblendsteinmauerwerk und seinem von einem schlanken Thürmchen überragten französischen Schieferdach gar schön. Die Einrichtung ist recht zweckentsprechend. Im unteren Stock befindet sich ein Restaurationssaal, der etwa 80 Personen faßt, und ein kleines WirthSzimmer. Im zweiten und dritten Stock sind 14 Logirzimmer, in welchen 20 Betten aufgeschlagen werden sollen. — Die Beteiligung an der Gründung auS Lehrerkreisen ist bis jetzt noch eine sehr geringe. Nicht nur der Ort, sondern auch die Art deS Betriebs stößt auf lebhafte Opposition. Viele Lehrer können sich eben ein Haus mit offener Wirtschaft nicht als Lehrer heim denken. Auch heute war die Detheiligung aus Lehrer- freifcn gering. Am Festessen nahmen nur 17 Lehrer theil. Noch nicht 200 Anteilscheine ä 10 Mk. wurden bis jetzt voa Lehrern Übernommen. V «Uftlb, 30. S'ptember. Der hiesige Turnverein, welcher den seit zwanzig Jahren benutzten Turnplatz an den Herrn Holzhändler St euer nagel verkauft bat, hielt gestern zum Abschied von dieser Stätte ein größeres Preis - turnen ab. — Heute Nachmittag spielten in dem umschlossenen Hofe deS hiesigen Rentamts mehrere kleine Mädchen. DaS eine davon hob den eisernen Deckel der Abtrittsgrube, wohl in der Absicht, sich in diesem Raume zu verstecken, fiel hinein, und wäre unrettbar verloren gewesen, wenn nicht zufällig ein Nachbar den Vorfall bemerkt und Lärm geschlagen hätte. Herrn Rentamtmann Dexheimer gelang es, daS Kind noch lebend auS seinem unfreiwilligen Bade herauSzuziehen. -e. Neu - Ulrichstein , I. October. Monatsbericht der Arbeit cr-Colonie pro September 189 5. Ende September 1895 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 41 Mann. Dieselben verteilen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 7; Königreich Preußen: Regierungsbezirk Kassel 4, Regierungsbezirk Wiesbaden 3, Provinz Rhein- lande 7, Provinz Westfalen 2, Provinz Hannover 1, Provinz Sachsen 2, Provinz Brandenburg 2, Provinz Berlin 1, Provinz Schlesien 3; Thüringische Staaten 4; Königreich Lachsen 4; Ausland: Oesterreich 1. Hiervon waren: Arbeiter 16, Anstreicher 1, Bäcker 2, Buchbinder 1, Graveure 1, Kaufleute 2, Kellner 1, Kesselschmiede 1, Kupferschmiede 1, Landwirthe 1, Maurer 1, Messerschmiede 1 , Schlosser 1, Schneider 3, Schreiber 1, Schuhmacher 3, Tapezierer 1, Tischler 1, Tuchscheerer 1, Zimmerleute 1. Gearbeitet wurde an 1026 Tagen. Verpflegt hat die Colonie an 1190 Tagen. Im Monat September 1895 wurden entlassen 17 Mann, und zwar in Stellung durch die Coloate 4, aus eigenen Wunsch 7, wegen Krankheit 1, wegen Arbeitsscheue 4, wegen Trunk 1. Sei! Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden im Ganzen 2880, dagegen abgegangen im Ganzen 2839 .Mann, bleibt Bestand am 30. September 1895: 41 Mann. Darmstadt, 30. September. Der Jnspector der hiesigen Gemälde-Gallerie, Professor Hofmann-Zeitz, ist heute gestorben. Darmstadt, 28. September. Zum Roman bc8 Herrn Grasen T ombn-Nesselrode dürfte noch Nachstehend?» zu bemerken fein: Aus die vom GerichtStlfche an ihn gerichtete Frage, mit welchen Mitteln er ftuoirt habe, gab Tomba zur Antwort, er habe von der Gräfin monatlich 50 fl. erhalten, und sei auch von dem „alten" Tomba unterstützt worden. Aus die Frage, ob der alte Tomba ftt» ®ater sei, erklärte der Pseudograf, auf diese Frage verweigere er die Antwort. Als ihm vorgehalten wurde, er habe den Namen deS Großfürst Alexis geführt, verneinte er dies wir dem Bemerken, er habe diesen Namen nur geschrieben, n'.cht geführt. In Heidelberg und Budapest studirte Tomba, wie er sagte, Philosophie, lateinische und ungarische Sprache. Nach Maßgabe der absolvinen Studienzeit habe er das Recht gehabt, sich Prosessorencandidat zu nennen, da indeß bitter Titel zu lang sei, habe er sich kurzweg Professor genannt. Die Gräfin Waldeck ist über 50 Jahre alt und stammt au» Kürnbach, wo sie bas früher fi-ca siche Schlößchen inne hat. Die Verhandlung gegen die Gräfin Wulkeck wegen Meineid» findet, dec „Fr. Ztg." zufolge, am 2. October vor dem hiesigen Schwurgericht statt und Tomba wird als Zeuge erscheinen. Alzey, 29. September. Heute Mittag fuhr eine hiesige Herrschaft in einer Chaise aus die HeimerSheimer Kirchweive, die aber ein recht unglückseliges Ende nehmen sollte. Kurz vor dem Ort scheute daS Pferd, der Kutscher stürzte vom Sitz und gab auf der Stelle seinen Geist auf. Darwst. Ztg. △ Mainz, 30. September. Laut einer Bekanntmachung der Dtrection der Köln • Düsseldorfer Dampfschifffahrt«. Gesellschaft hat die genannte Gesellschaft wegen deS niederttr WafferstandeS ihre Fahrten bis auf Weiteres gänzlich eingestellt. DaS Gleiche hat die Niederländische Gesellschaft gethan. — Der Rhein ist gegenwärtig so nieder, daß man in der Mitte deS Stromes vielfach b.« auf die Dohle ftt» Flußbettes sehen kann — Der Güterverkehr bei der LudwigSbahn ist in Folge des niederen Wafferstottde» gegenwärtig ein so bedeutender, daß sowohl bei Tag wie bei Nacht fortgesetzt Extragüterzüge gehen. Mit Rücksicht auf diesen starken Verkehr ist mit ministerieller Genehmigung auch vorerst die Sonntagsruhe bei dem Güterverkehr der LudwigSbahn wieder aufgehoben worden. — Heute Haden die Schwurgerichtsverhandlungen der Provinz Rheinhessen ihren Anfang genommen. Al» erster Angeklagter stand ein 23 jähriger Acker-mann, Namen» Decker voa Weisenau vor den Geschworenen und zwar unter der Anklage der Nothzucht. Der wegen eines gleichen Vergehen» schon einmal bestrafte Angeschuldigte wurde zu 1 ,/i3ol!r Zuchthaus verurteilt. — Vor der Strafkammer des hiesigen Landgerichts wurde deute ein 13jähriger Junge wegen DiebstadlS zu 1 Monat Gefängniß verurteilt. DaS vtel- versptechende Bürschchen hat eine ganze Reihe mehr ober minder bedeutende Labendiebstähle auSgeführt. Dermifdrtec * Marburg, 30. September. Die 25. Jahre-- vers ammlun g ber hessischen BolkSschullehr er würbe heute Nachmittag eröffnet. Anwesend find circa 5000 Personen. Nach der Begrüßung erfolgten Rechenschaftsberichte. Der Brand in Brotterode kostete her Lehrer- Brandverftchernngsknffe 38,938 Mk. Morgen finden Vorträge statt. * Marburg, 30. September. Don morgen ab werden, wie daS „M.T." mittheilt, 8 Züge weniger auf unserem Hahn- Hofe verkehren und zwar sind eö die Personenzüge er Strecke Niederwalgern Weidenhausen, die vom 1. k. Mts. ab nur noch zwischen Wetdenhausen und Niederwalgern, dessen Eröffnung als Güterstation nache bevorsteht, ve> kehren. Mancher, der mit ironischem Lächeln den kleinen, meist nur auS wenigen Wagen bestehenden Train in dem bekannten Secundärbahntempo an sich hat vorbeifahren sehen und über die Spottverse der Kinder Die Eisenbahn von Gladenbach Hat drei Wagen mit Ach und Krach sich gefreut hat, wird doch diese VerkehrSvermtnderung nur ungern bemerken. Dte Verbindungen mit Gießen und Fra k furt sind nach dem neuen Fahrplan für die Hinterländer derartig gute geworden, daß wohl schwerlich noch ein nenner s- wetther Verkehr von dieser Seite her in unserer Stadt zu merken sein wirb, zumal ber Zug der Bewohner ber vorma'» heffenbarmstädtischen Landes heile vorwiegend nach Gießen, ihrer früheren Provinzialhauptstabt, geht. Für Marburg bürste also diese Neuetnrichtung entschieden voa Nachtheil fein. Noch größere Einbuße in Bezug auf Personen, und Güterverkehr hat dte Station Frohnhausen erlitten, deren ganzer Verkehr durch die neue Strecke, die alle Gütertranspcrte Robert*1 41’ on /^greich ? toQren: «Ty >\ ®rabtUrt' ‘ l^nlibe ' *' ®Net ' 8 Mbe,t« Dur i *f« 2,ch? 5^,; 8*fi< SCiS ID1Qn bei f)(IIn 7, “» Ita u. Ml Nt' "» M Dionatnt ", ^o®6o unter. Ee Tomba fein Jrofie verweigere öf/ er habe öen lnle er biti wie WMttt, nicht WJ( wie y* Nw. habe « W^\ - da inbiß Mein Mefiox genannt, t und ftammt aus Gäßchen inne bat. 4 wegen Meineids October vor dew wird als Zeuge 8 fuhr eine hiesige Reimer Kirchweike, jwen sollte. Kurz Kutscher stürzte aus. Damft.Ztg. itr Bekanntmachung DampfschissfahrtS' regen des niederen Werts gänzlich nblfät &tfeBI(taft nieder, daß man a\ W Ul itxlttix bei bet ieten Wasierstandei )wohl bei Lag wie ;tn. Mt Rücksicht äeller Genehmigung dem Merveikehr vorden. - Heute andlungen der । genommen. Als lerSmann, Namens en und zwar unter !neS gleichen Ser- öurbe zu 17« 3®^ mer betz W* •x W* ttM. Das bin» i, Mr mehr oder jLhtt. Die 25. 3°^^' NolkSschullehrer Mesend sind u- lfl erfolgten W de kostete berKU, Morgen finden. ng ivirden, *5*äS i * “ni"" »°ch °°d S”6etu«(! W“?»nbS'ffl >« *? fiin»*1", |1< h' * an nen«rJ’ t in ““i 1L 6or»«j ««('• S“. N|1‘ Mut W\L, n«! auS dem Hinterlande über Niederwalgern leitet, vollkommen brach gelegt ist. * Eine Broocetasel wurde zu Ehren Gustav Adolfs an der Realschule zu Naumburg enthüllt- dieselbe bat folgende Inschrift: „Hier wohnte König Gustav Adolf vor feinem Heldentode bet Lützen vom 2. bis zum 5. November 1632." * Leipzig, 29. September. Die deutsche orientalische Gesellschaft hält am nächsten Mittwoch hier ihre 50. Jahresversammlung ab, mit welcher ein Congreß der Orientalisten verbunden ist. * Velbert, 28. September. Nach einem Streit mit seiner Frau und nachdem diese das Haus verlassen hatte, zündete der Schlosser Wilhelm Kirckskothen in betrunkenem Zustande sein Haus an. Zwei Kinder verbrannten, zwei wurden gerettet. Der Thäter erlitt schwere Brandwunden. • Ein Geschenk der Königin von Sachsen haben dieser Tage die Töchter einer Berliner, im Osten der Stadt wohnenden Familie erhalten. Der Familie waren bereits acht Mädchen und zwar paarweise geboren worben (vier der Kinder sind allerdings verstorben)- nun stellte sich vor kurzer Zeit der Storch abermals mit einem Mädchen-Zwillingspaar ein. Die Eltern sind sächsische Untertanen und haben König Albert von Sachsen bei seiner letzten Anwesenheit in Berlin den reichen Mädchensegen angezeigt. Daraufhin hat die Königin Karola durch den Berliner sächsischen Gesandten dem Vater der Zwillingstöchter gelegentlich der Einsegnung des Zwillingspaares für seine beiden Nettesten je ein Gebetbuch, eine goldene Brosche und ein Sparkassenbuch von 50 Mark übermitteln lassen * 1000 - Kilometer Billet«. Zur Zeit werden zwischen den Directiouen der Badischen und Pfälzischen Bahnen Unterhandlungen gepflogen, um die in Baden gebräuchliche 1000-Kilometer Billets ebenfalls einzuführen. Die Badische Gisenbahnverwaltung hat sich entschlossen, weitere Neuerungen zu Gunsten deS reisenden Publikums einzuführen. Der Süddeutsche E'senbahnreform-Verein hatte in Vorschlag gebracht, die 1000 Kilometer für die 3. Klaffe statt mit 25 nur mit 20 Mk. zu bewerthen. Da 1000 Kilometer 2. Klasse 40 Mk. kosten, so bedarf es tn diesem Falle nur eines einzigen Kilometerheftes für die 2. und 3. Klaffe- will Einer statt 3. Klaffe 2. fahren — und wie leicht ist er dazu ge- nöthigt, weil der Zug, den er dazu benützen muß, nur 1. und 2. Klaffe führt! — so bezahlt er einfach die doppelte Zahl Kilometer. Dieser Vorschlag ist von der Badischen Regierung angenommen worden, es werden vom 1. October d. I. ab 1000 K'lometer 3. Klaffe nur noch 20 Mk. kosten. Der Eisenbahnresoimverein will nunmehr Vorschlägen, daß schon für 500 Kilometer Hefte auSgegebcn werden. Der badische Minister Brauer soll dem Vorschlag nicht abgeneigt sein, die Kinder unter sechs Jahren frei, die von 6 bis 14 Jahren zur halben Taxe fahren zu laffen. • 100 000 Harzer Kanarienvogel hat der nach New'York abgegangene Norddeutsche Lloyddampfer „Weimar" mit über daö große Wasser genommen. In Amerika find die kleinen Sänger sehr gesucht, es wird für dieselben ein gutes Stück Geld angelegt. ♦ Statistischen Berechnungen zufolge wurden im Jahre 1893 in den Vereinigten Staaten 500 Millionen Liter Branntwein, 50 Millionen Hectoliter Bier und 140 Millionen Liter Wein zum Gesammlwerth von 3620 Mill. Mark verkauft. Darnach kommen auf den Kopf 71/« Liter Branntwein, 80 Liter Bier und 2,2 Liter Wein jährlich. ♦ Wa8 er sich wünscht. Ein westfälischer Bauer fitzt in einer Winhschaft und studirt die Anzeigen einer Zeitung. Plötzlich springt er auf und sagt zu einem neben ihm sitzenden Gaste: „Dunnerwiär, so'n^Vieh deih ick mi auk wunsken." Dabei zeigt er auf ein Inserat folgenden Wortlauts: „Eine Kuh, welche jeden Tag kalben kann, ist zu verkaufen u. s. w." — „Un wenn se bat bloß alle tweeDage könn, dann wör immer noch en guet Geschäft dormet to maken," calculirte der Bauer.____________________ Schiff-nachrichten. Norddeutscher Lloyd, tn Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 30. September. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Trave, Eapt. C. Thalenhorst. vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, tft heute 5 Uhr Morgens wohlbehalten tn Newyork angekommen. Sotteüdieuß in der Synagoge. Donnerstag den 3. und Freitag dm 4. October: Laubhüttenfest. 1. Tag. Vorabend 6 Uhr, Morgens 8” Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Abends 6” Uhr. 2. Tag: Morgengottesdienst 830 Uhr. Samstag den 5. October: Vorabend 580 Uhr, Morgens 880 Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Sabbaihau^gang b4» Uhr. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschast. Donnerstag den 3. und Freitag den 4 October: Lavbhüttenfest. m , Vorabend 6 Uhr, Donnerstag Vormittag 8 Uhr, NachmMag 4 Uhr, Abends 64 Uhr, Frcttag Vormittag 8 Uhr, Nachmittag 5“ Uhr, Samstag Vormittag 8 Uhr, Nachmittag 4 Uhr, Sabbathausgang 64) Uhr. Wochengottesdienst Morgens 680 Uhr, Nachmittag 545 Uhr. L)e*e«chr, £anÖ< «nd vsUrwirthscha t, «ietzm, 1. October. Marktbericht. Auf dem heu igen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. v* 0,80—0,93, Hühnereier pr. St. 6—7 H, 2 St. 00 H, Enteneier pr. St 00 -4. Ganse- eier pr. St. 00-00H, Käse pr. St. 5-8 Kasematte pr. vt. 3 Erbsen pr. Ltter 15 H, Linsen pr. Liter 26 Tauben pr. Paar JL 0,60 brs 0,60, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,00, Hahnen pt. ^tütf JL 0,50-0,75, Enten pr. Stück A 1,60-1,80, Gänse pr. Pttmd 0,50-0.60, Ochsenfletsch pr. Pfd. 72-76 H, Kuh- und Rtndfle ch pr. Pfd. 66—68 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 60 dis 70 H, Kalbfleisch pr. Pfd. 64—00 H, Hammelfleisch pr. Pfd. 60—70 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00-6,00 JL, Weißkraut pr. Stück —H, Zwiebeln pr. Gentner JL 4,60-5,00, Milch pr. Öltet 16-20 H, Zwetschen pr. Centner 1,30—1,60._______ Witterungsbericht vom 30. September. lieber der iberischen Halbinsel und der,BiScaya-L>ee macht sich allmälig eine etwas stärkere Abnahme des Lattdrucketz geltend, wahrend gleichzeitig über dem Conttnent die Intensität des hohen Druckes fortgesetzt langsam schwindet. Jndeß sieht Europa mit Ausnahme des äußersten Südweftms und Nordostens noch immer unter Der Herrschaft eines ausgedehnten Maximums. Damit hält auch dar heitere, trockene und unter Tags warme Wetter an. VoranSstchtlich« Witterung, Zunächst noch keine wesentliche Aenderung. Gr. Hess. Univ.-Bibliothek Gießen. Von Freitag den 4. Oktober ab bleibt die Universitätsbibliothek baulicher Herstellungen halber bis auf Weiteres, voraussichtlich bis Samstag den 12. d. M., geschlossen. Gießen, den 1. October 1895. Der Gr. Oberbibliothekar: 8146__________________________________Dr. Haupt._________ Versteigerung von Ausstellungsvieh. Donnerstag den 3. ds. Mts., Nachmittags 2 Uhr, werden die bis jetzt nicht abgeholten lebenden Gewinne der landwirthschaft- llchen Ausstellungs-Verloosung und zwar: 6 Stück Rindvieh (Kühe uub Rinder), Vogelsberger Raffe, 2 trächtige Rinder, verschiedene Stämme Gänse, Enten und Hühner an der Jungblut'schen Restauration (Bahn-Biaduct) dahier gegen gleich baare Zahlung meistbietend versteigert. Gießen, 30. September 1895. 8118 Die Verloosungs Commission. Vergebung von Dachdecker arbeit Zur Erneuerung eines Theils der Dachbedeckung der evang. Kirche auf dem Wirberg sollen die erforderlichen Dachdeckerarbeiten auf dem Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen in unserem Büreau, sowie bei Großherzoglichem Straßen - Bauamt Grünberg zur Einsicht offen und sind auch erstere an beiden Stellen zum Selbstkostenpreis erhältlich. Angebote sind bis zum Donnerstag den 10. October d. Z., Vormittags 11 Uhr, portofrei, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, hierher einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 28. September 1895. Großherzogliches Hochbauamt Gießen. _________Neuling.______8126 GrMkrhksßschkEjskubahnkn Die aesammten Arbeiten zur Herstellung eines Abortgebäudes bet unserer neuen Werkstättenanlage sollen an einen Unternehmer vergeben werden Bedingungen und Zeichnungen nebst Verzeichniß der Arbeiten und Lieferungen können auf dem Baubüreau am Riegelpsad etngesehen, auch durch unser Secretariat gegen Er, legung von 30 H bezogen werden Angebote mit bezüglicher Aufschrift versehen, sind bis zum 7. October einzureichen. Gießen, den 30. September 1895. 8133__________________Gr. Direktion ML MlachlhMS. Freibank. [8145 Heute und morgen: Oevsensteisch Nicht ladenrein, pr. Pfd. 50 Pfg. Versteigerung. Donnerstag 3. Mbr. t. I., Nachmittags 2 Uhr, im und beim zu Gießen werden öffentlich gegen Baarzahlung versteigert: 2 Schweine, eine Partte Nutzholz, 1 Partie Heu, 1 russisches Billard, 1 Bett, 6 Bettstellen, 6 Sophas, ein Silberschrank, 1 Handwagen, 1 Com- mode, 1 Nähmaschine und sonstige häusliche Mobilien, ferner ein Posten Cigarren, eine Anzahl Oel und sonstig- Bilder, 2 Bücher juristischen Inhalts u. s. w. Versteigerung vorauss. iheilw. bestimmt. 8136_______Gugel, Gerichtsvollzieher. Irisch eingelrossen: Cchter Schweizerkäse, Edamer, Fromage de Brie, Neufchateler, Camemberts, Blumenauer Schlosikäse, Deutsche Reichs - Frühstücks- käschen, Limburger und Haudkäse, in nur besten Qualitäten bei 8134 Eberh» Metzger, Franksurterstraße 1. Neustadt 8- Ger. Fr. Vratwürstchen ä 15 Pfg , • Wiener Würstchen • ä 10 Pfg.,„ «««« Leberkäse W»» ä Pfund 1 Mark, ® sowie Ausschnitt • ä Pfund von 80 Pfg. bis 1 Mk. 40 Pfg. von jetzt ab wieder stets vorräthig. Fr. Schreiner, 7575 Seltersweg 65. 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Burkhardt, sagen wir unseren tiefgefühltesten Dank. 8122 Die trauernden Hinterbliebenen 8127 Giessen, den 30. September 1895. «ach dem Bahnhof. Fahrpreis 10 Pfg Omnibus- Verbindung 10 tu« tu mH. von ond «ach de« Schiffenberger Wald Franz. Banknoten Oesterr. dto. Americ. 4«/e Ung. Gold-Rerrt« 3°/o Portugiesen 6°/o Mexicaner 4°/0 Monopol-Griechen von I 40/0 Eisend. Reut end. DbL | 5 o/o BuderuS Dbl. Fumpensurtiltlinnrn gesucht. 8024 Alexander Mayer. Wohnungs - Veränderung Wohne jetzt Neustadt *7 S, 8062] . am Oswalds Garten. A. Gretscher, '**'*''. g, Agentur- und Loosegeachäft. Wir bitten um pünktlichen Besuch der Uebungsstunden. Der Voratand. Engi. SovereignS hi (Selb Fahrpreis 10 Pfg. 6 Uhe «orgenS. Sonn- und Feiertag» Nachm. 3 Uhr alle 20 Min i Werktags Nachm. 3 Ubr. ^7 LI"' Rückfahrt Abend« 6* Uhr alle 20 Minuten. > ™ Wochentagen Fahrkartenvoroerkauf bei El. ch ♦. WallenfelS (Telephonist». Bestellungen werden auch Wetzstein» gaffe 81, U sreundl. entgegenoenommen. i Weitzzeugnäherin empfiehlt sich in und auher dem Hause. Näheres Weserstratze 23, IIL gesucht. H. Hensel, Löberftraße 17. 81211 Em guter Schuhmacher wird grs I Metschmanu, Wallihorstr. 16. Mädchen kleben v. Zigarren, kistchen. 181381 Schillttstratze 16. 8143] «Ldchen tagsüber in kleinen HauSbalt gesucht. "620] Zwei ineinandergehende möblikte Zimmer, mit separatem Eingang, sofort zu vermiethen. Pferdestall und Burschenzimmer kSnnten dazu gegeben werden. Frau Otto Kempff, Wallthorstr. 24. 7622] Pferdestast und Scheuer, zusammen oder getrennt, zu vermiethen. _______________Wallthorftratze L4. 7623] Der seither vom ÄesellschaflS- verein benutzte Weinkeller ist anderweit zu vermiethen. Wallthorstraße 24. 8054] Mädchen mit guten Zeugnissen erhalten sofort gute Stellen durch Ver mieihfrau Sparr, Seltersweg 50. 8116] Ein tüchtiges LavfmLdchen tagsüber gesucht. 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Ixfi 3^rl hrbeu, in unteren € veifeu, b< Kitteln ft ^otoitanl Die Lussicht l kbtngt ii ffcmilien wn dem ^eühtger, Sinh Imnt Lnidwitthsi ist, fpqitii Ul' £tr lufsi schildert t Itn *'"ags, ? 6,1 paüu< <®rfe Da, r.11 wat {•her 0« bi Mtuttubfa ttanbexbaxi hh, htntl^n ,, jCb Ut -»,j •an, bl|, Will o । ** h ®ar **' »an 9ä«e ?? fae