m. 152 189* KeßDr Anzeiger l- Generat-Mnzeiger t- 2lmt^äs unfc Änzeigedlcrtt für den Kreis (Stegen ] Hratisöeitage: Gießener Jamilienötätter Unnah» r von Anzeigen zu der Nachmittag» für de, folgenden Tag erfcheinendm Nummer bi» Borm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Burenux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Die Gießener A«mikiendtä1ler toerben dem Anzeiger wöchentlich dreimal brigelegt. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag». WB. Kolberg, 1. Juli. ReichStagS-Stichwahl. Schlußresultat. Benoit 9143, Gerlach 7433 Stimmen. Attslarrd. ©em, 29. Juni. Die General - Versammlung der Schweizerischen Nord-Ost-Bahn bewilligte weiterhin einstimmig 50,000 Francs zu Vorstudien für schweizerische Nebenbahnen und für die Engadin-Orientbahn. Budapest, 29. Juni. In dem Hause, wo sich die Bureaus der Versicherungsgesellschaft „Adriatica di Sicurta" befinden, fand gestern ein kleiner Knabe in einer Maucrlücke 21 der Nähe der Wohnung des DirectorS eine in Zeitungs- Papier gewickelte Bombe mit noch glühender Lunte. Die Bombe war mit Pulver und Bleistücken gefüllt. Herbei- gerufene Personen konnten die Lunte noch rechtzeitig zum Verlöschen bringen, so daß Unheil verhütet wurde. Man vermurhet einen Racheact eines entlassenen Beamten. Madrid, 29. Juni. AuS Cuba wird gemeldet, daß große Regengüsse eingetreten find, welche Kriegsoperationen unmöglich machen. Für die als Verstärkung nach Cuba abgegangenen 25,000 Mann wird die Regierung im December, event. auch sofort Reservetruppen einberufen. — Lon den drei Aufgaben der philosophischen Facultät würben zwei Bearbeitungen als eines Preises würdig erachtet- Verfasser der einen mit drm halben Preis ausgezeichneten ist ßtnd. hist, et phil. Johann Kippenberger aus Ober- jiigrlheim, der der anderen mit dem vollen Preis aus- Zeichneten stud. phil. August Keßler aus Büdingen. ilt zum ersten Male vorgelegte Bearbeitung um den Diez- KretS wurde des Preises für würdig erachtet, als Verfasser ergab fich stud. phil. Josef Luley aus Gießen. — seiner Rede gedachte der Herr Rector ferner der jür -die Universität wichtigen Ereigniffe des Jahres, der Knadenbeweise unseres Fürstenhauses und der der Universität Depeschen des Bureau »Herold". Uu Theil gewordenen Zuwendungen mit dem Ausdruck deS Berlin, 30. Juni. Die „Berliner Neuesten Nachr." ®anteS Qn die Geber. — Mit dem vom Academischen bestätigen, daß der Reichstagsabgeordnete von K ar dorff Gesangverein zum Vortrag gebrachten Chor: gestern officiell sein Mandat niedergelegt hat und fügen '”*** * * *“*" w-*-*-*«*— «»—'-t« hinzu, daß Herr v. Kardorff bei der Ersatzwahl wieder cari- didiren wird. Vierteljähriger AöoonemeotspreiB r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schulstraße Mr.7. Fernsprecher 51. Gießen, den 1. Juli 18# * Srnennnngen. Seine Königliche Hoheit der Herzog haben Allergnädigst geruht, den Steuerconn^r Georg Balzer zu Gießen zum Hauptsteueramtscontt^eur | Paris, 30. Juni. Der internationale Congreß sür Gefängnißwesen wurde heute im großen SitzungS- saale der „Sorbonne" eröffnet. Vierzig französische und 160 auswärtige Theilnehmer waren anwesend. Der Präsident Faure wohnte der Sitzung bei. Der Minister des Innern, LeygueS, und der Delegirte der Niederlande, Pols, hielten Ansprachen. — Der Ackerbauminister G a d e a u hat seine amtliche Thätigkeit wieder ausgenommen. ** Sein 55jahrige8 Dienstjubilaum feiert heute Herr Bürgermeisterei-Secretär Demuth. Wir gratuliren. *• Die Gewerbebank Gießen, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht, hielt am SamStag im Hotel „Einhorn" ihre 36. Generalversammlung ab. Da der dem „Anzeiger" betgegebene Rechenschaftsbericht die Genossen eingehend über den Stand des Instituts orientirt, so konnte sich der Vorsitzende des AufsichtSrathS, Herr C. LooS, auf einige erläuternde Bemerkungen über den Geschäftsgang der Bank beschränken- er konnte u. A. constatiren, daß sowohl der Geschäftsstand ein sehr befriedigender sei, wie, daß auch die Mitgliederzahl sich vergrößert habe- Verluste hat die Bank nicht zu verzeichnen gehabt. Herr LooS forderte schließ- t Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Bromberg, 30.Juni. Der Thurm deS Carmeliter- klöfters am Theaterplatze hatte durch die Herstellung des Fundaments zu dem neuen Stadttheater so stark gelitten, daß der Einsturz befürchtet wurde. In Folge dessen wurde der Thurm in der vergangenen Nacht durch Pulver gesprengt. Die Detonation war sehr bedeutend. In den dem Kloster benachbarten Häusern wurden zahlreiche Scheiben zertrümmert. dei dem Hauptsteueramte daselbst, die Bauaufseheraspiranlen JuftuS Fink aus Pfungstadt und Otto Rudlof aus Trais-Horloff zu Straßenmeistern und den Bauaufseher- alpirant Heinrich Bender aus Eberftadt zum Hochbau- aussrher bei dem Hochbauamtc Alsfeld zu ernennen. ** Kirchliche Dieustnachrichl. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Pfarrverwalter Emil Mahr zu Offenheim im Decanat Alzey die erledigte evangelische Pfarrstelle daselbst zu übertragen. *• Bon der Universität. Die akademische Feier des Jahresfestes der Großherzog l. Ludewigs - Universität fand heute Vormittag 11 Uhr in der Aula statt. Unter den Klängen der Beethoven'schen „Ehre Gottes aus der Natur" hielten Rector und Lehrerschaft ihren Einzug in die mit den Fahnen aller Verbindungen und Facultäten geschmückte Aula, woselbst nach dem von dem Akademischen Gesangverein vorgetragenen „Morgengebel" Se. Magnificeuz Herr Rector Prof. Dr. Gaffky den Katheder bestieg, um die Festrede zu halten. In derselben wurde zunächst bar» gethan, daß die Universität wieder zurückblicken könne auf ein Jahr erfreulicher Arbeit, daß angesichts der immer größer werdenden Schwierigkeit, sich neben einer allgemeinen Bildung in Folge der stetig wachsenden Anforderungen eine tiefe wissenschaftliche anzueignen, unablässig die Huld unseres Landesherrn aus die unbehinderte Entfaltung der Kräfte der Univerfität gerichtet sei. Hierfür sei besonders der Dank der Universität darzubringen. Das Thema, welches akademischen Brauches gemäß der Herr Rector feiner Festrede zu Grunde legt, behandelte diesmal die „Bedeutung der experimentellen Leistungen der Hygiene für die Gesundheitspflege." Die Rede verbreitete sich über das wichtige Gebiet der erst seit wenigen fahren an unserer Universität das Bürgerrecht als DiSciplin genießenden Hygiene und endete mit dem Wunsche, daß das demnächst zur Eröffnung kommende neue hygienische Institut eine der Wissenschaft zum Segen gereichende Arbeitsstätte werden möge. — Die Preisaufgaben für das Jahr 1894/95 hatten sämmtlich BearbeitmS, gefunden. ES wurde zuerkannt der volle Preis für bie von der theologischen Facultät gestellte Aufgabe dem stud. theol. Gustav Mahr aus Eberftadt. — Die von der juriMen Facultät gestellte Preisausgabe hatte zwei Bearbeitungen gefunden, doch konnte der ersten nur eine lobende Anerkennung, der zweiten der halbe Preis zu Theil werden. Der Aufforderung des Hrn. RectorS, daß der Bearbeiter der mit der lobenden Anerkennung ausgezeichneten Arbeit sich nennen möge, wurde nicht entsprochen, als Verfasser der zweiten mit dem halben Preis ausgezeichneten Arbeit ergab sich stud. jur. Ludwig Neur oth aus Griesheim. — Der akademische Preis für die von der medtcintschen Facultät gestellten Aufgaben wurde zuerkannt dem stud. med. Wilh. Kohl auS Unter» abtsteinach, während der Preis der Balser-Stiftung zufiel der Arbeit deS Dr. med. Fried. Langguth auS Gräfenthal. Deutsches Reich. Kiel, 29. Juni. Die Explosion auf der Ptnasse soll dadurch entstanden sein, daß nach beendigter Uebung nicht revidirt wurde, ob die Sprengpatrone wieder verschloffen sei. Als der Seecadett Bahlen den Stöpsel 'der Sprengpatrone, welcher zwecks Sprengung der im Waffer liegenden Mine abgeschlagen wird, aufnehmen wollte, entzündete fich die Sprengpatrone und erplodirte. Kiel, 29. Juni. Der Heizer Schulz, dem die linke Sette von der Hüfte bis zur Schulter zerriffen wurde, ist iv der vorigen Nacht im Lazareth gestorben. Die übrigen Verwundeten find außer Gefahr. Heute früh hat sich der Geschwaderchef Viceadmiral Köster persönlich nach dem Befinden der Verwundeten erkundigt. Auch der Hofrath Kampf hat aus Wunsch der Kaiserin und der Prinzessin Heinrich feinen schriftlichen Rapport über das Befinden der Opfer der^Kata- strophe und darüber, ob deren Zustand Besuche erlaubt, eingeholt. Cöslin, 29. Juni. Nach neuester Meldung hat der Candidat der Freisinnigen, Benoit, 6803 Stimmen erhalten. Für den conservativen Candidaten v. Gerlach wurden bis jetzt 4609 Stimmen gezählt. Berlin, 30. Juni. Der „Localanzeiger" meldet qü? Paris Das revidirte SPionengesetz (Isx Drehst wurde in der Kammer vertheilt. ES unterscheidet zwisckro Franzosen, die als Verräther, und zwischen Fremden, die $ Spione behandelt werden. Erstere trifft unter allen W ständen die Todesstrafe. lich die Genoffen aus, die Geschäftsstunden bei der Bank bester einzuhalten, damit den Beamten möglich sei, die übrigen Arbeiten zu bewältigen. Dem Vorstande wurde hierauf bezüglich der Rechnung, die mit einem Kaflenvorrath von 29 204 Mk. abschließt, Decharge ertheilt. Die hieraus vaernenommene VorstandSwahl ergab Wiederwahl der biS- hWgen, satzungsgemäß ausscheidenden AufsichtSrathSmitglieder C. Schmitt, Dr. Gut fleisch, C.A. Faber, C. Loos und A. Scheyda. — Dem Antrag des Vorstandes auf Ausschluß von elf Mitgliedern wurde, nachdem die Namen der Betreffenden verlesen, stattgegeben. — Ebenso wurde, dem Vorschläge deS AufsichtSrathS entsprechend, beschloffen, den Mk. 21 109.86 betragenden Reingewinn wie folgt zu ver- theilen: dem Reservefond zu überweisen 3127 Mk., dem Dubiosen - Conto gutzuschreiben 800 Mk., dem Beamten- Pensionssond zuzuweisen 3000 M. und den Mitgliedern auf deren bis Ende December 1893 eingezahlte Geschäftsanteile von 236 381 Mk. 6 pCt. Dividende zu gewähren mit Mk 14 182.86. Von den 1160 Mitgliedern der Bank haben 659 ihre Anteile voll eingezahlt. — Der folgende Punkt der Tagesordnung betraf die Anstellung eines dritten VorständSbeamten. Der Vorsitzende wies auf die durch Arbeitsüberhäufung der beiden Beamten bedingte Notwendigkeit hin, einen dritten Beamten anzustellen - die Notwendigkeit sei auch bereits von der ReoisionSbehörde anerkannt worden, die Genostenschaft sei infolge ihrer stetig zunehmenden Ausdehnung auch dazu in der Lage. Die Versammlung hob diesen Antrag ihres AufsichtSratheS zum Beschluß- die Stelle eines dritten Beamten, welcher ein Anfangsgehalt von 2000 Mk., steigend von 5 zu 5 Jahren um je 300 Mk. bis zum Maximalgehalt von 4000 Mk. beziehen soll, soll demnächst ausgeschrieben werden- desgleichen fand die vom AufsichtSrath vorgeschlagene, die Gehaltsverhältniste der bisherigen Beamten regelnde Skala, wonach die Gehälter des Rechners und ControleurS von 5 zu 5 Jahren um 400 Mk. auszubestern sind bis zum Maximalsatz von 5000 Mk., die bisherigen Nebenbezüge und Tantiemen aber Wegfällen, einstimmige Annahme. — Schließlich wurde ein weiterer Antrag d?S Auffichtsrathes angenommen, nach welchem den Beamten im JnvaliditätSfälle eine Pension von 40% ihres derzeitig bezogenen Diensteinkommens zu gewähren ist. Diese Pension soll bewilligt werden aus den Zinsen deS hierfür bestimmten Fonds, und auS den Beträgen, welche fich bei eintretender Bacanz zwischen dem Maximalgehalt des Abgehenden und dem Minimalgehalt des neu Anzustellenden ergeben. ** 22. Mittelrheiuisches Kreisturufest. Die Vorfeier zu unserem Turnfest ist vorzüglich bei bestem Wetter verlaufen. Der zum Samstag Abend noch in letzter Stunde arraugirte Biercommers war gut besucht und mundete den Theil- nehmern das „Förtsch-Bräu" ausgezeichnet, sodaß die Stunden bei fröhlichem Gesang und angenehmem Geplauder schnell vergingen. Die eigentliche Vorfeier am gestrigen Tage war vom herrlichsten Wetter begünstigt, was nicht wenig dazu beitrug, daß der Besuch des Festplatzes ein überaus starker wurde. Es war für Unterhaltung aber auch in ausreichendem Maße gesorgt. Der Vortritt in den turnerischen Vorführungen wurde gestern der Jugend eingeräumt und war eS ein erquickender Anblick, die Schüler der höheren und der Stadtschule so stramm und wohldurchgebildet aufmarschiren zu sehen. Während die Schüler der höheren Schulen von Herrn Dr. Pitz vorgeführt wurden, leitete die Uebungen der Stadt- schüler Herr Lehrer Leib. Ein von diesen Knaben aufgeführter Reigen unter dem Gesang „Ich hab mich ergeben" und ein Stabreigenturnen, vorgeführt von Herrn Mar golf, bildeten den Uebergang zum Männerturnen beider Vereine, unter Leitung deS Herrn Wigandt. Es stolgte weiter die Vorführung der Musterriegen und ein Turnen derselben an den Geräthen, Kürturnen und Turnspiele. An dem Turnen nahmen bereits von auswärtigen Turnern Theil die Vereine zu Marburg (hier zeichnete fich der akademische Turnverein Marburg durch seine Spiele, Ballwerfen usw. hervorragend auS), Wetzlar, Lich, Großen-Linden, Klein-Linden, Wieseck, Heuchelheim, Krofdorf. Alle Aufführungen (tourben von bem sehr zahlreich zuschauenben Publikum burch Beifall ausgezeichnet. — In ber Fefthalle fanden am Abenb statt: Gesangsvorträge ber vereinigten Männergesangvereine, Probe- turnen ber Damenriege des Turnvereins, Leiter- Pyramiden, Reigengruppen. Diese Veranstaltungen hatten denn auch vermocht, die geräumige Festhalle bis auf den letzten Platz zu füllen- manch kräftiges „Gut Heil" begleitete besonders die Vorführung ber Damenriege, als etwas hier in ber Oeffentlichkeit noch nicht DargeboteneS - gleich stürmisch ausgenommen würben bie Leiterpyramiben, bie Gesangsvorträge unb nicht zum Wenigsten bie musikalischen Darbietungen unsere RegimentScapelle unter Leitung bes Herrn Musik- Berliner Neuesten Nachr." Dankes an bie Geber. : „Wach auf" unb ben „Patriotischen Marsch", auSgeführt von ber Capelle bes 1. Großh. Hessischen Jnfanterie-(Leibgarbe-)Regiments Nr. 115 würbe b»e akabemische Feier geschloffen. dtrectorS Rr qu§ e. Der von letzterem im Verein mir Herrn Btud. jur. Behrtn ger componirte „Turnermarsch" mußte wiederholt gespielt werden. Faßt man den Eindruck der gestrigen Vorfeier zusammen, so kann sie nur als eine in jeder Beziehung gelungene Generalprobe bezeichnet werden zu dem in kommender Woche stattfindrnden großen F?st; sie befriedigte auch, was hier nicht verschwiegen werden soll, finanziell, denn es wurden an den Kaffen ca. 1200 Mk. eingenommen. — Die als Vertreter des KreisausschuffeS anwesenden Herren Hetdecker-Wiesbaden und Schatt- Hanau sprachen sich sehr befriedigend über die getroffenen, allerdings noch nicht ganz vollendeten Arrangements aus. Wenn das kommende Hauptfest das hält, was die gestrige Vorfeier versprochen, so wird sich daS 22. Mittelrheinische Turnfest zu einer Feier gestalten, die lange in Erinnerung Aller bleiben wird, die daran Teilnahmen. Gur Heil! *• 22. MittelrheiuischeS Turnfest. Die Festtage des 22. Mittelrheinischen Turnfestes stehen vor der Thüre! Tausende von Jünglingen werden alsdann zum edlen Wert- streit nach der Fesiftadt Gießen eilen, Tausende von Be- wohnern der Stadt und Umgebung auS Nah und Fern herzuströmen, sich an den friedlichen Kampfsptelen zu ergötzen. DaS Turnen fördert wie keine andere Leibesübung die Körper- und Geisteskräfte der Jugend und findet auS diesem Grunde überall, bei Hoch und Niedrig, bei Groß und Klein Förderung und Verehrung! Die Behörden und die Bewohner GteßenS haben — gleich wie bet früheren Turnfesten — auch diesmal weitgehendstes Entgegenkommen durch Ueberlaffung des erforderlichen Raumes innerhalb der Stadt, durch Gewährung von Freiquartieren an auswärtige Turner, durch Geldspenden rc. gezeigt. Jetzt gilt eS, den Gästen auch ein freundliches Willkommen zu bereiten! Darum rufen wir Euch zu: Einwohner Gießens! Schmücket die Häuser zum Turnfeste mit Kränzen, Guirlanden und Tannengrün, mit Fahnen und Wimpeln zum Ausdruck der Freude darüber, daß es unserer Stadt vergönnt ist, dies schöne Fest in unseren Mauern zu feiern! •• Gäste zum Turnfest. Es sind bis heute gemeldet 2355 Turner, von denen ca. 1700 Quartier brauchen. Es meldeten u. A. Marburg 3 Vereine 120, Mainz 66, Hanau 50, Coblenz 50, Darmstadt 62, Frankfurt a. M. 144, Offenbach 60, Rödelheim 60, Wiesbaden 86 Turner. Täglich laufen noch neue Meldungen, selbst aus Orten, wo die Meldungen schon gemacht find, ein, so daß man auf 2800 bis 3000 zu kommen hofft. *♦ 22. MittelrheiuischeS Turnfest. Extrazüge. In liebenswürdigem Entgegenkommen hat die Direction der Oberhessischen Eisenbahnen die Einlegung folgender Extrazüge für Sonntag, den 7. Juli beschlossen: 1. von Alsfeld nach Gießen: ab Alsfeld 750 Vorm., an Gießen 980 Vorm.; 2. von Gießen nach Alsfeld: ab Gießen 1010 Abends, an Alsfeld 1150 Abends - 3. v o n HungennachGießen: ab Hungen 935 Vorm., ab Lieh 950 Vorm-, an Gießen 1020 Vorm.- 4. von Gießen nach Nidda: ab Gießen 945 Abends, an Nidda 1085 Abends. ** Rudersport. Die Juntor-Mannschaft der Gießener Ruder-Gesellschaft betheiligte sich auf der Frankfurter Regatta am 29. und 30. Juni an zwei Rennen (StaatS- preiS und Ermunterungspreis) und bot namentlich am Samstag im Vorrennen gegen den Frankfurter Ruder-Verein und die Kasteler Ruder-Gesellschaft eine anerkennenswerthe Leistung, indem sie die betr. beiden Mannschaften leicht besiegte. Dieser Erfolg ist um so höher anzurechnen, weil die Frankfurter Mannschaft durch einen englischen Drtllmeister ausgebildet ist. Wenn diesem anfänglichen Erfolge keine weiteren folgten, so ist in Betracht zu ziehen, daß zu den beiden Rennen zusammen dreißig Boote gemeldet waren, von welchen nur je ein Boot siegreich werden konnte und 22 Boote bereits durch Vorrennen ausgeschlossen wurden. Ist dieser Steg auch kein sportlich vollgiltiger, so wird er ohne Zweifel unsere Ruderer ermuthigen, sich weiter zu vervollkommnen, damit ihnen zur Regatta in EmS, jedenfals aber in Gießen, der wohlverdiente volle Erfolg zu Thetl wird. ** PreiSsechleu. Bei dem gestrigen 16. Preis- und Schausechten des Mittelrheinischen Fechtclubs zu Butzbach erfochten sich die Herren Carl Hartmann den 10. PretS im Florett-, den 9. im Säbel-, den 10. im Schläger Fechten und einen Ehrenpreis, Adolf Noll den 6. Preis im Säbel-, den 7. im Schläger Fechten und einen Ehrenpreis, gewiß eine recht gute Leistung, wenn man in Betracht zieht, daß die Herren in ihren Uebungen nur aus sich selber angewiesen sind. Die Preise und Tafeln sind bei Buchbinder H. Noll, Markt 1, ausgestellt. ** Radfahrsport. Gestern startete Carl Duill in Fechenbeim bet Frankfurt a. M. beim Straßenrennen von 5 und 10 Kilometer und errang bei dem 10-Kilometer-Rennen den 3. Preis, bestehend in einer silbernen Medaille. Die Leistung des jungen Fahrers ist nur eine großartige zu nennen, da er erst 15 Minuten vorher daS 5-Kilometer- Rennen gefahren und circa 100 Meter vor dem Ziele ab- floppen mußte, weil einige Fahrer zusammenstteßen und ihm dadurch die Paffage versperrt wurde. Er trat beim 10 Kilometer-Rennen gegen 22 Fahrer von Frankfurt, Hanau, Offen- bach, Marburg u. s. w. in Concurrenz und wäre hierbei als Erster übers Ziel gegangen, wenn ihm nicht durch ein fahrendes Tandempaar der Endspurt unmöglich geworden wäre. * * Technische Hochschule Darmstadt. Der Königlich Preußische Regierungsbaumeister, Herr Georg Wickop, ist zum ordentlichen Professor der Baukunst an der Großherzog- l chen Technischen Hochschule zu Darmstadt mit Wirkung vom 1. October dieses Jahres ernannt worden. * * Oberhesfische Eisenbahnen. Ernannt wurden am 15. Juni der Heizer Ferdinand Dauern heim zum Locomotivführer, der Bremser Johannes Sehrt zum Schaffner. * * Trauerparade. Heute Vormittag 10 Uhr 25 Min. fand vor der Wohnung des verstorbenen Premierlieutuaut Händen lockende seinen Sparpfennig künftig reellen und und sicheren anzuvertrauen und nicht auf so unzuverlässige und Verheißungen sich einzulassen. Hugo Georg Alfred von CarlShause tärischen Pomp die Trauerparade statt, derselben führten Premierlieutnant Becker lieuteuaut Stein. Die Leiche des Verew Station Gelnhausen und von dort nach dem iö Alten-Haßlau überführt worden. Zur Beisetzung gi« der Reg'mtntscapelle 1 Major, 1 Hauptmann, 1 lieutenant, 2 SecondelieurenantS und 6 Unterosfizie. Alten-Haßlau. Derutifcfctts* * Wetzlar, 26. Juni. Bei der am 14. ds. Mts. stattgehabten Berufs- und Gewerbezählung hat sich für die hiesige Stadt eine Einwohnerzahl von 8258 Seelen herauSgeftellt. Bet der Volkszählung am 1. December 1890 betrug die Einwohnerzahl 8126 Seelen. Die Vermehrung der Einwohnerzahl ist daher eine sehr geringe, sie beträgt nur 132 Seelen, also etwa lf/3 pCt. DaS ist kaum so viel, als der Ueberschuß der Geburten über die Sterbefälle beträgt. * Buozlau, 29. Juni. Die Arbeiterfrau S ch o l z wurde in einem Kornfelde mit einem Schuß durch die Lunge tobt aufgefunden. Wahrscheinlich liegt Lustmord vor. Der Thäter wurde in bet Person des 20jährigen DienftkuechteS Liersch festgenommen. * SicherhettS-Sleigbügel. Die Zahl der Verunglückungen von Reitern durch Hängenbleiben im Steigbügel und damit verbundenes Geschleiftwerden ist wahrlich nicht gering. Um so lebhafter wird daher jeder Reiter die von Herrn Fr. Boenick in Liebenwerda (Provinz Sachsen) gewachte und gesetzlich geschützte Erfindung eines Sicherheits-Steigbügels, affen müßten. Gegen die Auffassung, daß der Staat Übung eines Staatshoheitsrechtes die im Jahre 1893 ig gewordenen Bahnen ohne Zahlung einer Entschä- g in den Besitz nehmen könnte, müffen rott — heißt es X dem Proteste weiter — entschieden Verwahrung einlegen. Niemals seit Bestehen der Gesellschaft sei daS Rückkaufsrecht deS Staates anders als ein privatrechtlicheS Erwerbsrecht Seitens der Regierung aufgefaßt und behandelt worden. Zum Schluffe heißt es in der Verwahrung: „Die in den Sländekammern gefaßten Beschlüsse ztelen dahin ab, einen für die Gesellschaft unzur ichenden Preis für das ganze Unternehmen zu erzwingen und werden daS in seinem jetzigen Bestände und Umfang auf das Innigste mit dem deutschen Verkehrswesen verbundene Unternehmen zerstückeln und hierbei alle betheiligten Interessen in gleicher Weise gefährden und schädigen. Wir müffen gegen die Betretung dieses von den Kammern empfohlenen Weges der Gewalt, das nicht nur mit den Grundprinzipien einer jeden Rechtsordnung und eines jeden RcchiSstaateS im Widerspruch steht, sondern auch mit den Bestimmungen der Hessischen Verfassung nicht in Einklang gebracht werden kann, hiermit in aller Form pro- teuren. Wir erklären uns aber bereit, nach unseren besten Kräften für die Herbeiführung einer gütlichen Verständigung mirzuwirken und zu diesem Zwecke die Verhandlungen fort- zusetzen, und glauben auch, daß der Staat sich wohl zu einem Gebote entschließen kann und wird, welche- wir den Actionären zur Annahme empfehlen können." ** Mililärdieustoachrichteu. Dr. Orth I, Assist. - - 1. Kl. der Landwehr 1. Aufgebots vom Landw.-Bez. I Dar ftadt, zum Stabsarzt, Dr. Berger, Assist. - Arzt 2. K, der Reserve vom Landw. Bez. Mainz, Dr. Schultz, Assist.» Arzt 2. Kl. der Reserve vom Landw. Bez. Worms, zu Assist.- Aerzten 1. Kl. befördert,- Dr.Zabel, Ober-Stabsarzt 1. Kl. und RegtS.-Arzt vom Drag.-Reg. „König Alben von Sachseo" (Ostpreußisches) Nr. 10, zum Großh. Hess. Feld - Art. - Regt. Nr. 25 (Großh. Art.-CorpS), Beck, Asfist.-Arzt 2. Kl. vom 1. Großh. Hess. Jnf.-(Leibgarde-)Regt. Nr. 115, zum Thüriug. Ulanen - Regt. Nr. 6, Dr. Osann, Assist. - Arzt 2. Kl. vom 1. Großh. Hess. Drag.-Regt. (Garde-Drag. Regt.) Nr. 23, zum Hess. Feld - Art. - Regt. Nr. 11 versetzt - Dr. Sich äfer, Ober-Stabsarzt 1. Kl. und Regts.-Arzt vom Großh. Hess. Feld-Art. Regt. Nr. 25 (Großh. Art.-Corps), mit Pension und seiner bisherigen Uniform, der Abschied bewilligt- Dr. Reisinger, Assist. - Arzt 1. Kl. der Landw. 2. Aufgebots vorn Laudw.Bez. Mainz der Abschied bewilligt. * * Caf6 Ebel, lieber den, morgen Dienstag hier auftretenden Billardkünstler Professor Franz Etscher aus Ungarn liegen uns eine Reihe Berichte vor. Was nun fein Billardspiel anbetrifft, so wird daffelbe „einfach" als großartig bezeichnet. Er „macht" jeden Ball, alle Bälle, selbst die „unglaublichsten". Und dann spielt er mit einem Liebhaber-Spieler eine Parthie, bei welcher er auf 200 Bälle 150 vorgiebt. * * Mit der Unsitte des FrofchwerfenS, wie solche sich bei dem letzten Feuerwehrfeste mehrfach lästig machte, wurde am Samstag von einem noch unbekannten Herrn der Anfang gemacht. ES soll bei dem kommenden Feste ganz entschieden gegen diesen, nicht besonders nervenstarke Personen empfindlich in ihrer Gesundheit schädigenden Unfug eingeschritten werden. Außer der zu gewärtigenden Polizeistrafe setzt sich Jeder, der Lust zu derartigen dummen Späffen verspüren sollte, der Gefahr aus, daß ihm die Festkarte entzogen wird. • * Zur Warnung vor Erwerbung von Rateuloseu kann folgender Fall bienen, der sich in Worms ereignet hat. Im November 1893 hat, wie die „Darmst. Ztg^" meldet, ein dortiges Dienstmädchen bei der Firma A. Kirsch & Co. in Hamburg zwei Barlettaloose gegen dreißig monatliche Ratenzahlungen ä 6 Mk. gekauft. Nachdem daS Dienstmädchen beinahe zwei Jahre lang fast seine ganzen monatlichen Ersparuiffe etngezahlt hat — im Ganzen 180 Mk. — erhielt es jetzt zwei Loose, die heute einen Werth von 60 Mk. zusammen haben, eine Enttäuschung, die es veranlaffen dürfte, u mit allem mr,e$ -/Reinertrag" bezeichnet wirb. Während die DaS Commat^ unter //Reinertrag" öenjenigen Theil des BettiebS- und Secoverstehe, welcher nach Abzug der Schuldzinsen 'Egten ist sehe dagegen die SraarSregierung den Brutto- ^isetzungA^ vlS Retnertrag an. Die Auffassung der Regieren a bc in 'hrer Wirkung dahin führen, daß die Actionäre L^rem)x Abfindung ungefähr 20 pCt. der ganzen AnlehenS- zu deren Heimzahlung zuzulegen hätten oder sich ab- T Lich, 30. Juni. Gestern wurde auf dem hiesigen Friedhöfe der zu Grüningen verunglückte Dachdecker- meister Walz zu seiner letzten Ruhestätte verbracht. Eine außergewöhnlich große Menschenmenge gab demselben das letzte Geleit. Sowohl die tiefergreifenden Worte des Predigers, als auch die thränenumflorten Augen der Zuhörer gaben den beredten Beweis, daß die Stadt Lich einen braven, deshalb in hoher Achtung stehenden Bürger, die verschiedenen Vereine, denen er angehörte, ein treues Mitglied, der Verein „Kampfgenossen aus 1870/71" einen seiner besten Kameraden verloren haben. Der tieftrauernden, nunmehr alleinstehenden Gattin aber möge Gottes reichster Trost zu Theil werden. -b- Melbach i. d. W., 30. Juni. Das zweite Bund essest des Wetterauer Turnerbundes wird heute und morgen hier bet uns gefeiert und damit zugleich die Weihe und Uebergabe der neugestifteten Fahne des hiesigen Turnvereins verbunden. Das Preisturnen begann um 1/21 Uhr. Gegen Mittag trafen die auswärtigen Vereine ein, welche sehr zahlreich erschienen. Um 2 Uhr wurde der Feftzug aufgestellt, welcher sich sehr stattlich ausnahm; der Zug ging durch den mit Fahnen und Kränzen reichgeschmückten Ort nach dem Festplatze, wo nach der Festrede die Fahne ein geweiht und überreicht wurde. Darmstadt, 29. Juni. Der Verwaltungsrath der hessischen Lubwigsbahn hat gegen die rechtliche Zulässigkeit deS von den Ständekammern beschlossenen Weges der einseitigen Besitzergreifung der kauffähig gewordenen hessischen Linien durch den Staat in einer Protesterklärung an die Staats« regierung Verwahrung eingelegt. A Mainz, 30. Juni. Seit heute ist in den städtischen Hafenanlagen electrische Beleuchtung im Betrieb. Gestern fand eine eingehende Prüfung der Anlage durch Prof. Dr. Kittler in Darmstadt statt, worauf die officielle Abnahme und Uebernahme in städtischen Betrieb erfolgte. — In der letzten Zeit circulirt wieder massenhaft falsches Geld in hiesiger Gegend. Hauptsächlich sind es Zweimarkstücke. Die Prägung ist nicht schlecht, dagegen lassen Klang und Farbe die Fälschung leicht erkennen. — Die bereits sehr niederen Br odp reise haben mit Schluß der ver- \ stoffenen Woche einen wetteren Abschlag erfahren. Der vierpfündige Leib kostet jetzt hier 43 Pfennige. A Mainz, 30. Juni. In einem vom 25. ds. MtS. batirten Schreiben hat der Verwaltungsrath der Hessischen Ludw'gSeisenbahn bei dem Großherzoglichen Staatsministerium I tn Darmstadt gegen die jüngst von den Ständekammern ' betreffs der LudwigSbahn gefaßten Beschlüsse sowie der dabei zur Aeußerung gelangten Anschauungen der Regierung Protest ' eingelegt. Dem Proteste geht eine eingehende Darlegung ' der Verhältnlffe voraus, wobei als Cardinalpunkt in der i Sache die grundsätzliche Verschiedenheit in der Auffassung der bereits die Anerkennung des Kaisers gefunden, begrüßen. Während man den gewöhnlichen Steigbügel mit dem Fuß erst suchen muß, braucht man bet dem offenen Sicherhettü- Steigbügel, der äußerst solid und elegant conftruirt ist, einfach nur oben hineinzutreten- die löffelartige Trittfläche verhindert auch jedes Hinausgleiten des Fußes, ebenso ist ein Drehen der Riemen ntchr mehr möglich. Kein Reiter sollte versäumen, sich von dem Erfinder und Patentinhaber einen Prospectus über diese Neuheit senden zu lassen. Eingesandt. Gieße«, 1. Juli 1895. Die Polizei-Verordnung, daß Morgens und Nachmittags vor jedem HanS gegossen werde« mutz, und bk strenge Durchführung derselben ist gewiß von Jedem mit Freuden begrüßt worden Doch hat diese Verfügung auch einen Mißstand mit sich gebracht, dem leicht abzuhelfen wäre. In den Zeiten, in welchen gegossen werden muß, findet auch sonst der größte Wasserverbrauch im Jahre statt. Nun sind sehr viele Privatbrunnen durch unsere Wasser- leitung eingegangen, und dadurch eine große Anzahl von Hausbesitzern genöthigt, das Gießwasser aus der Wasserleitung zu entnehmen. ES wird dadurch bei Vielen der Wasserverbrauch über das festgesetzte Maximum gesteigert werden und werden den Hausbesitzern zu der Arbeit, die sie im öffentlichen Interesse thun müssen, und wohl alle gerne thun, noch Kosten auferlegt, die man ihnen wohl sparen könnte. Es bedarf wohl nur einer Anregung, um untere Stadtverwaltung, die ja für das öffentliche Wohl mehr, wie irgendwo, thut, zu veranlassen, daß für solche Zeiten daS Maximum de4 Wasserverbrauchs erhöht wird. M. Unterhaltungen zu Bad-Nauheim in der Woche vom 2. Juli bis 6. Juli. Die Kurcapelle spielt täglich Morgens von 7—8 Uhr an dem Kurbrunnen, Nachmittags und Abends siehe unten, bei weniger als 10° R. Wärme im großen Speisesaale des Kurhauses. Dienstag den 2. Juli, Nachmittags von 5 bis 7 Uhr und von 8 bis 10 Uhr aus der Terrasse: Concert von der Capelle de $ Kürasfier- Negtments von Sepdlttz (BtSmarck-Kürasstere) aus Halberstadt unter Leitung des Köntgl. Musikdirectors Herrn Damm. Abends 8 Uhr im Saale: Tanz. Mittwoch den 3. Juli, Nachmittags von 5 bis? und von 8 5572] Möblirtes Zimmer zu oermiethen. rmittbcilen. 57yJ Bahnhofstraße 39, H 5706] Mittlere Stock, 4 Zimmer mit 1 Zubehör unb Mitbenutzung be§ Bleich- —----n A f A Strafe 22. Wrttetrheunsches Krers-Hurnfeli 5712] Hochparterre - Wohnuna, 6 bis 2^ 7 Zimmer mit Babezimmer, auf Wunsch HI Vz IvPVll* mit Gartenantheil — per 1. October zu ! oermiethen.__________Vstanlage 86. । 5357| Bergstraße 9 Parterre, 7 Ztm- mer, Veranba, Garten, in Folge Wegzugs . bes Herrn Prof. Dr. Reischle, auf 1. Sept. I zu oermiethen. K. KlseS, SÜbanlage _i8 Fahnenßangkn uorrntljig. Friedrich Weber, Tnfenweg. Kirschen, | jeben Tag frisch gebrochen, auf dem Backsteine Fkldbrsnd la. Qualität. 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Wwe., __________________Neuenweg 39. »««hergerichtete Wohnung, Bel- vt- Etage, 7 Zimmer mit Zubehör, zu oermiethen. Alicestratze 18. Näheres baselbst 3. Stock. liUO 5629] Bert. Bleichste, Neub., 2. Stock, 3 gr- Zimm, 2 Cab unb allem Zubehör, per 1. August zu oermiethen____________ 5238] Schöne Hochparterre - Wohnung von 6 Zimm. u-Babez. mit all- Zubeh., tn freier, hübscher Lage, ist p. l.Oct. zu oermiethen Näheres bei E. Gtiasny. i 2938] Freundliche« Logis, 3 Zimmer mit Zubehör, per sofort zu oermiethen. Näheres_____________8ahnstratz« 11. 2816] I« meinem Hause, Zfrank- furterstratze 12, ist der Halbs Parterrestock (2 große Zimmer mit be» sonderem Eorridor und allem Zubehör) per sofort zu vermiethen. __Rechtsanwalt Holzapfet* 0157j Selter-weg 91, Neubau, ist eine Mansardenwohnung mit 4 Zimmern unb Zubehör zu oermiethen ___________Näheres Neuenweg 9. 5373j Mansarbenwohnung zu verm. Näheres_______Ludwigstratze 46 I ! 2ger von Herrn Prof. l>r. Wetffenbach 5> bewohnte brüte Stock ist anberweitig zu oermiethen. Buchbinber HLufer, 6603]Lubwigstr. 8, Telephon Nr. 6. Am Freitag, den 28. Juni verschied nach schwerem Leiden unser unvergesslicher Chef, der Vorstand der Actien-Gesellscbaft Buderus’sche Eisenwerke Herr Georg* Buderus in Lollar. Wir beklagen diesen Verlust aufs Tiefste. Der Verstorbene war uns immer ein gerechter und humaner Vorgesetzter, in welchem für seine Arbeiter und Beamten ein warmfühlendes Herz schlug. Er wird uns in dieser edlen Menschlichkeit und in der bis zu den letzten Tagen treugeübten Pflichterfüllung seines verantwortlichen Amtes stets ein hohes Vorbild bleiben und sein Andenken bei uns für alle Zeiten ein gesegnetes sein. Lollar, Giessen, Wetzlar, Burgsolms, den 1. Juli 1895. 6716 Die Beamten und Arbeiter der Buderus'schen Eisenwerke. Bekanntmachung. Di- Liebig’s Extract of Meat Company, Limited, London, bringt hierdurch unter Bezugnahme auf ihre frühere Ankündigung zur Kenntniß, daß sie nunmehr mit dem Berkaus ihres Fleisch-Peptons begonnen hat. Das Fleisch-Pepton der Compagnie Liebig, für Magenleidende ein diätetisches Nähr, nnd Kräftigungsmittel ersten RangeS, wird nach Prof. Dr. Kemmerich - Methode hergestellt unter steter Kontrolle der Herren Prof. Dr. M. von Pettenkofer und Prof. Dr. Carl von Doit, München. Käuflich in Dosen von 100 und 200 Gramm. 5711 100 bezw. 200 Centner prima neues HEU frei Waggon Gießen zu kaufen! gesucht. Offerten mit Preisangabe unter Nr. 5652 die Exped. d. Bl. Bäckerei. 6661] Eine gutgehende Bäckerei wird r« pachten oder taufen gesucht. Vermittler verbeten. Gefl. Angeb. unter Z. 685 an Haasenstein & Vogler, Cassel. '5042] Möblirtes Zimmer zu vermiethen., 5727] Gelber Strohhut «Nb Stock _____________Bleichstratze 18, part. I vorigen Samstag Abend bei der Gewerbe- 5321] Möblirte Zimmer zu vermiethen. I banksttzung verwechselt worden. Um gefl. Bahnhofstraße 57. i Austausch wird gebeten. Näheres in der 5673] Schön möblirtes Zimmer. ------------------------- ___________Seltersweg 57, in. Vermischte Anzeigen. Dienstag Abend: Textors Terrasse Z5 Der Zlhönschreidelurs beginnt voraussichtlich Montag den 8. d. Mts. und garantire, wie hier bekannt, in nur 5 Lectionen die besten Erfolge zu erzielen. Honorar f. Deutsch 15 mit Latein 27 JL Meldungen von Damen, Herren und Kindern nimmt die Sxpeb. b. «l. entgegen. 5704 O. Gottlieb, Kalligraph. 5720] Ein kleines möblirtes Zimmer, mit oder ohne Kost, wird zu miethen gesucht. Gefl. Offerten mit Preisangabe unter A. 49 an die Exped. d. Bl. Lehrling gesucht für ein hiesige- Kabrikgeschäft zum baldigen Eintritt. Wo? sagt die Exped. dieses Blattes. 5532 5708] Zuverlässiges Laufmävche« sofort gesucht. 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Off. sub. K. D. 115 bef. Haasenstein & Bögler,«.»G., gfraukf. a. M Heute Morgen Si/2 Uhr starb nach langem, schweren Leiden unser unvergeßlicher Gatte und Vater Wilhelm Häuser was wir tiefbetrübt Verwandten, Freunden und Bekannten mit« theilen. [5725 Die trauernde Wittwe nebst Kindern. Gießen, den 1. Juli 1895. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittags 6 Uhr vom Sterbehause, Neustadt 47 aus statt. I 5679] Anständiges Dienstmädchen 'für Haus- und Küchenarbeit gesucht. _____________Nordanlage 88, i. Wegen Berheirathung des jetzigen, suche ich per 15. September ein tüchtiges Mädchen für Küche und HauS, welches auch Liebe zu Kindern hat. 0668 Frau Prof. Sievers, Ludwigstr. 45. Kräftiges Wichen Sh°A. , 5672] Suche tüchtige Mädchen. Frau Bären, MäuSburg 12. Coursbericht von Conrad Dietz, Bankgeschäft, Gießen, Schulstraße 10. 1 Course vom 29./S. 1 22. Course vom 29./6. | 22./6. 1 Course vom 29./6. ] 22./6. Course vom 29./6. j 22./6. 5 Course vom 29./6. | 22./6. *C" .5 rn, Course vom 29,/6. i 22. 6. St-aispapiere. Deutsch«. D. Reichs-Anl. do....... do....... Preuß.Consols do....... do....... Bad. St.-Obl. ».1886. . . Bayr. St.-Obl. do. Eisb.-Obl. Brem.St.-Anl. v. 1892. . . Hamb.St. Rte. v. 1893 . . . Hess. St.-Obl. do....... «udlLndlschc. Griech.E. B. v. 1890 .... do. Mon -Anl. Jtal. Rte. St. 1000—4000 do....... 5 4 Rum. am. Rte. Ruff. Obl. v.80 Schwed. Obl. . do....... Serb.Gld.-Rte. do. Tab.-Rte. Spanische Rte. Türk.Zoll-Obl. bo.conv.Lit.C. do. Lit.D. Ung. Gld.-Rte. do.Kron.-Rte. do.E. B. Gold v. 1889 . . . Arg. inn. Anl. do. auß.v.1888 ChinesischeAnl. Egyptischeunif. Mexic. v. 1890 do. Eisenb. . do. Silber. . Franks, v. 18'3 Darmst. 88,94 Gießen .... Mainz..... Offenb. ».1892 Wiesb. „ 1887 Worms.... Worms .... 100.45 101.60 100.25 101.90 4 4 Lissabon. . . . Rom II—VIII 72.10 87.75 71.50 87 60 4 3 Prag-Dux 1891 Raab-Oed.v.91 Rudolfb. Gold Jtal. gar.E.B. Livorneser. . . Sicil. v. 1891 Toscanische. . Ruff. Südwest Rjäsan-Urals! Anatolische B. Portug. v. 86 . do. v. 1889 . . Salon.-Mon. . Pfandbriefe. D. Grndschuld- bank V—VI do. I—II do....... Fkf.Hyp-Bk.VV do....... do. Hyp.-Cred. do. 1905 unk. S 27 ... S 28 ... Ldw. Cred.-Bk. Hamburg. Hyp. do.unk. b. 1900 do....... Mein. Hyp. alte do. neu 1 do...... 101.— 80.20 101.1b 79.70 1 4 Pr.H.-Act. alte Pr.H.-Act.neue do....... Goth.unk. 1903 -i-erfe «bl. Buderus E. W. Eisenb. Rtenbk. Kaab-Artie-. DtscheReichsbk. Frankstr. Bank Berl.Hdlsges.. Darmst. Bank. Deutsche Bank Disct.- Comm. Dresdner Bank Mitteld. Cr.Bk. Oest.Crd.-Anst. Ittußrie-Artiei» Nordd. Lloyd . HöchsterFarbw. Bochumer Guß Dortm. Union. Gelsenk. Brgw. Harpen. Brgw. Ver. Königs- u. Laura . . . Sileab.-Ariieil. Heff.Ludwigsb. Csac.-Agram . Oest. Staatsb. 101.60 104.30 101.30 104.40 do.Südb.(Lb). Oest. Rdw. LiLl Gotthardbahn. Schwz. Central Schwz. Nordost Jtl. Mittelmeer Pr.Henri(Lxb.) seniial. lieft in Prvcenlru. Bad. Th. 100 . Bayer. Th. 100 Donau-Reg. . Cöln-Minden. Th. 100 Madrid .... Mein. Th. 100 Oesterr.v.1860 Oldenb. Th. 40 Raab-Graz 100 Türk. frs. 400 flairsiail. juff per Stück ui Mk. Ansbacher fl. 7 Augsburg. „ 7 Brschw.Thlr20 Finnland. „ 10 Freiburg, ss.15 MaUänder „ 10 Meininger fl. 7 Pappenh. „ 7 Venediger L. 30 96®/« 252.— 968,g 256.— <7. 87, B 4 4 s 7. 87» 8'/, 4 »7- 5 4 b 3 4 47» 3 4V, 3 105.90 104.40 99.40 105.40 104.25 99.50 106.— 107.05 105.— 102.70 102.80 106.40 104.55 33.— 37.50 88.65 53.50 103 45 85.40 83.90 39.70 27.10 105.70 104.80 99.50 105.70 104.35 99.80 106.35 107.20 105.— 102.60 102.80 106.80 104.— 39.- 88.20 53.70 103.40 85.35 88.65 38.20 26.85 4 37, 5 5 4 5 1 1 4 4 *7, 5 47» 5*2 4 6 5 3 3>/3 37- 3'.. 3' , 4 37, 4 37, 100.50 100.80 71.60 72.— 68.— 101.55 28.— 25.65 103.70 99.20 106.— 58.— 48.— 107.— 105.15 91.15 77.10 25.10 102.25 102.20 102.— 104.40 102.80 105.50 102.05 100.60 100.95 70.90 71.10 68.90 101.75 28.15 26.05 103.81 99.20 106.— 56.95 47.40 107.— 105.20 90.50 77.35 25.60 102.55 102.25 101.95 104.20 102.80 105.40 102.05 47- 37- 37, 37- 37, 4 4 4 37, 47, 4 4 4 4 3 5 4 3 3 3 3 Buenos - Aires v. 1888 . . . Ltaideshrl.Ail. do. S.-Brauns, do. Solms-Lich do.Jsnb.-Birst. Grfl. S.-Laub. tifnN.»|riirii. Deutsch«. Heff. Ludw. v. 1868/69 . . 1)0.0.1874 . . do. v. 1875/78 do....... Homburger I. . Pfälzer Nordb. «utlLudtsch«. Elisab.-B. stfr. Kaschau-Oderb. v. 1891 . . . Lombardische . Lombardische . Oest. Staatsb. do....... do.I.-VIII.Em. do. IX. Em. . do. ». 1885 . . do. Erg.-Netz. 72.15 100.75 102.— 89.90 101.70 102.90 102*80 102.15 105.50 104.20 102.95 73.05 118.75 104.95 93.90 92.15 91.90 92.30 74.80 101.05 102.— 90.— 101.70 103.— 102.70 101.30 105*30 104.10 103.10 72.90 118.75 104.90 94.25 92.90 91.80 92.60 4 3 3 4 5 4 4 5 47, 47, 3 4 4 37- 4 37, 4 4 37, 47, 4 4 37, 4 4 3'/, 103.85 54.50 57.95 87.55 92.95 103.— 103.15 95.60 65.25 36.60 62.50 105.— 100.80 101.30 104.90 101.60 102.50 105.20 101.20 103.40 101.— 104.25 100.30 100.45 104.30 101.50 103.75 54.80 57.65 88.— 92.95 103.40 103.35 95.50 65.50 36.35 62.80 105.— 100.75 101.30 104.90 101.60 102.50 105.20 101.20 103.40 101.10 102.- 100.60 104.31 101.50 3'/- 4 5 4 101.20 104.80 101.— 102.— 159.85 178.— 158.50 157.80 194.70 220.10 165.50 112.60 3398/« 108.- 423.25 159.— 68.20 172.30 154.50 135.30 119.10 374*72 101.20 104.80 101.90 102.— 160.10 178.— 161.60 158.60 196.50 223.30 166.50 113.15 3437, 107.90 423.70 160.— 69.60 171.30 154.90 136.60 119.40 221.1/2 3758/J 4 4 5 »'/, 3 4 5 3 27, 188.— 148.10 142.70 93.90 83 60 146.— 154.15 142.80 45.40 141.50 135.15 130.50 99.50 44.40 49.35 27.50 109.30 29.70 14.45 25.50 27.60 25.45 187.70. 142.— 104.80 94.70 85.50 145.70 154.95 118.90 143.50 46.— 141.35 134.99 130.30- 46.30 47.80 27.60 109.40 61.— 29.40 14.30 25.50 27.70 Oeft. Gold,Rte. Oest.Silb.-Rte. Oesterr.Localb. verstaatl. Port. St.-Anl. do....... Rrdacüon: « Echeyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen UniverfitälS-Buch- und Stemdruckerei (Sßittfi & ©dimbo) in Gießen. Die^Aijge Kummer umfaßt 6 Seiten.