189* Nr. 128 Erstes Blatt. Sonntag den 2. Juni Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener AnmilienVlälter «erden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerak-Anzeiger. Vierteljähriger ASoauementsprelnr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schukstraße Kr.7. Fernsprecher 51. Arnts- nnd Anzeigeblntt fut* den Ttveis Gieren Hratisöeitage: Gießener Aamitienökätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Bekanntmachung. Durch kriegsgerichtliches Erkenntniß vom 24. Mai 1895, bestätigt am 28. Mai 1895, wurde der Musketier Wilhelm Pfeiff des Infanterie-Regiments Graf Barfuß (4. West- phälischen) Nr. 17, geboren 29. Juli 1871 zu Beltershain Kreis Gießen, in contumaciam für einen Deserteur erklärt, und in eine Geldstrafe von 300 Mark verurteilt. Königliches Gericht der 33. Division, von Löwenstein. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. bei der Aufnahme von Personalnotizen ist, kommt es wohl von der Meinung ihres zu erfüllenden höheren Zweckes her, zu dem ein von Frau Bimbernell gegebener Thee oder ein von der Familie Müller veranstalteter Ball in keinem Verhältnisse steht. Anders französische und amertkamsche Blätter. Ohne uncollegial zu werden, darf man doch behaupten, datz die meisten der genannten keinen höheren Zwecken dienen, sondern sich selbst zum Selbstzweck haben. Aus emer derartigen, nicht unberechtigten Auffassung ergiebt sich ein andere--. Verhältniß der Redaction zu dem Publikum- für eine solche Redaction ist der Thee der Frau Bimbernell em ebenso gut redactionell zu beachtendes Ereigniß, wie der Sturz eines Ministeriums. Wir freilich können uns eines Lächelns nicht erwehren, wenn wir zum Beispiel im „Figaro'^ mitten unter hochpolitischen Nachrichten lesen: Madame Röchet de la Giraudiöre gab vorgestern m ihrem vornehmen Hause in der Rue du Rocher einen hinreißenden Ball, auf dem u. A. anwesend waren: Gräfin de Saiut-Guilhen, Vicomteffe de Vaux Saint-Cyr, Gräfin e Baur, Gräfin de Cail de Saint-Aymour, Frau de Waru und Frau de Bardin, sämmtlich mit ihren Töchtern. Der Cotillon, reich an reizenden Überraschungen, wurde von Herrn de la Giraudiore mit Fräulein Röchet eröffnet. Solcher Bälle finden Dutzende jeden Abend tu Paris start, und der Ball der Frau Röchet de la Giraudiore war wie alle anderen. Warum erwähnt man ihn im „Figaro^ wie andere auch, bei denen man häufig auch noch die Tänzer und Tänzerinnen und ihre mit den verschiedenartigsten Namen belegten Sprünge anführt? Aus Selbstzweck! Bei uns m Deutschland hat man gewiß eine hohe Achtung vor einem Lieutenant, aber keinem großen Blatte würde es einsallen, die Nachricht von dessen Verlobung im polirischen -Ll)eu der Zeitung aufzunehmen, es sei denn, daß dieser Lieutenant entweder durch seine eigene Familie ober die seiner Braut, oder Feuilleton. Die Sucht, „in die Zeitung zu kommen". Es ist noch gar nicht so lange her, daß der deutsche Privatmann eine heilige Scheu davor hatte, „in die Jettung tu kommen", die er als eine Abart des Prangers anzusehen geneigt war. Wenn es auch in unseren Tagen noch viele solcher Zeitungsscheuen giebt, so hat sich die Sache doch wesentlich geändert. DaS Zeitungswesen ist auch in Deutschland ein so mächtiger Factor des öffentlichen Lebens geworden, daß Jeder, der nicht gerade Diogenes spielen will, sich als Mitglied der Oeffentlichkeit fühlt und es als sein gutes Recht in Anspruch nimmt, in die Zeitung zu kommen, sobald er nur ein wenig in die Oeffentlichkeit getreten ist. Bei uns kommt der schlichte Privatmann meist noch corporatw in die Zeitung, als Mitglied des Vereins von Süffelshausen oder des Vereins der „Unentwegten" u. s. w. Als solcher will man aber auch gut in die Zeitung kommen, das herßt, mit Genuß von sich lesen, daß man doch eigentlich ein verkapptes Künstlergenie ist, das nur aus Bescheidenheit und echter Liebe für die Kunst die weltbedeutenden Bretter betritt. Sonst wird der deutsche Privatmann des Gen»-'H, seinen Namen und Stammbaum und Tugenden in der Zeitung zu lesen, nur durch besondere Kraftleistungen theilhaftig. Einer bekommt zum Beispiel den siebenten Buben, einer feiert seine silberne, goldene, diamantene Hochzeit, einer wird hundert und etliche Jahre alt, einer zähmt einen Hering, fallt sich bei einer Bergparthie zu Tod, begeht Selbstmord, stiehlt eine eiferne Kaffe mit gediegenem Inhalt, mordet oder wird ge= mordet, wird gehängt, geköpft oder „electrifirt'. Wer sich solche Kraftleistungen nicht genehmigen kann ober will, mutz schon Dichter werden, um im redactionellen Briefkasten seinen Namen zu lesen. Wenn die deutsche Presse nicht nachsichtiger durch irgend einen anderen Umstand ein Piedestal erhält- Der „Figaro" schreibt aber von einem Lieutenant, der für die Weltgeschichte Hecuba ist, groß und breit, nachdem er die Feder über einen wichtigen Congieß hat berichten lassen, unmittelbar : . . Herr Paul be Gouvion-Saint-Cyr, Lieutenant bei den 21. Dragonern, Sohn des Herrn Gouvion-Saint-Cyr und seiner Frau, geborenen Backiaffon be Momalivat, hat sich mit Fräulein Aeunchen be Dudezeele verlobt. Aber „Figaro", Du bist noch ein Schüler, gehe hin nach Amerika und lerne, was für ben Selbstzweck einer Zeitung von Nöthen ist. Eine amerikanische Zeitung berichtet über Alles meterlang, capitelweise romanhaft. So bringt z. B. der (deutsche) „Milwaukee Herald" jeden Sonntag zwei bis drei Spalten unter dem Titel: Feierlichkeit beendigende Rede, die mit dem Wunsche schloß, der Canal möge dem Gesammtvaterlande zur Ehre und zum Segen gereichen. Der spätere Nachmittag war den Fahrten der zur Feier Geladenen durch die Stadt und Umgebung gewidmet. Abends um 6 Uhr beginnt das Festmahl im Rathhause. , , _ , . München, 31. Mai. Zur internationalen Fahrplan- Conferenz haben die bayerischen Staatsbahnen die Herstellung einer neuen Schnellzugsverbindung von München über Gemünden, Bebra, Göttingen nach Hamburg und zurück angemeldet. , Paris, 31. Mai. Senat. Beaumanoir (Royalist) interpellirte die Regierung über ihre auswärtige Politik und hob dabei hervor, Europa würde sich erleichtert fühlen, wenn die Besorgnisse verschwänden, welche sich als Folgen auS dem Frankfurter Vertrage ergäben, aber die Verwirklichung dieses Traumes scheine nicht nahe bevorzustehen. Die französiiche Flotte gehöre nicht nach Kiel. Redner betonte, er zolle dem wahrhaft königlichen Verhalten des Kaisers Wilhelm volle Anerkennung und fei überzeugt, daß daS französische Ge- schwader mit aller Zuvorkommenheit empfangen werde, allein der Nord Ostsee-Canal sei durchaus ein kriegerisches Werk. Man opfere den republikanischen Stolz, von dem man so ott spreche. Elsaß werde wisien wollen, ob die RegterungS- politik, nach Kiel zu gehen, eine Politik des Verzichtes sei. (Lärm links.) Redner fuhr fort: Frankreich will den Krieg nicht, aber welche Rolle wird es in Kiel spielen? Was haben wir in Japan zu thun? Unterhält Frankreich seine gewaltigen Heere für ausländische Interessen? Werden wir die Politik ewiger Täuschungen fortsetzen? Die russische Flotte geht nach Kiel, aber die französischen Schiffe werden von den russischen getrennt sein. Die Feier wird am Jahrestage der Schlacht bei Waterloo stattfinden. Anstatt deutsche, englische und selbst russische Politik zu treiben, würde es besser sein, französische Politik zu machen. Frankreichs Freund- schafr ist cm kostbarer Schatz, ben man nicht zum Gegenstand eines geheimen Vertrags machen darf. Andere Nationen verheimlichen ihre Bündnißverträge nicht, wir müssen dasselbe thun. _____________ Depeschen deS Bureau ,6erolb‘. Berlin, 31. Mai. Im Lustgarten des königlichen Stadtschloffes zu Potsdam fand heute Vormittag die Früh- jahrsparade über die Potsdamer Garnison in Anwesenheit des Kaiserpaares, des Grafen von Flandern, seines Sohnes und anderen Fürstlichkeiten statt. Der Kaiser führte der Kaiserin das Regiment der Gardes du Corps vor. Die drei ältesten kaiserlichen Prinzen waren in die Leib-Compagnie eingetreten, während die Kaiserin sich mit den übrigen Kindern vom Fenster de? Schlaffes aus die Parade ansah. Nach der Amtlicher Theil. Gießen, den 30. Mai 1895. B etr.: Vornahme einer Berufs- und Gewerbezählung im Jahre 1895. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gietzev an die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf unsere Ausschreiben vom 16. und 20. d. M. (Gießener Anzeiger Nro. 118 und 119) benachrichtigen wir Sie, daß die Drucksachen Nro. I bis III m Betreff der Berufs- und Gewerbezählung vom 14. Ium 1895 kurzer Hand Ihnen zugehen werden. Damit unbegründete Anforderungen von Gewerbebogen (Drucksache Nro. III.), wie sie bei der Berufs- und Gewerbezählung von 1882 zahlreich vorgekommen sind, vermieden werden, machen wir Sie darauf aufmerksam, daß — wie aus der die Aufstellung von Gewerbebogen betreffenden Vorschrift auf Seite 4 (am Ende) der Haushaltungsliste (Drucksache Nr. I) und der Anleitung zur Ausfüllung des Gewerbebogens (Drucksache Nro. I) auf Seite 1 desselben hervorgeht — nicht an jeden Gewerbetreibenden Gewerbebogen ausgegeben werden dürfen, sondern nur an solche, sür welche Spalte 13 oder 14 der Haushaltungsliste mit „Ja" auszusullen ist. Es betrifft dies diejenigen Gewerbetriebe, m welchen mehr als eine Person thätig sind, oder elementare Kraft für Umtriebsmaschinen (Motoren) oder Dampfkeffel oder Dampf- sässer verwendet werden. Sie wollen dementsprechend die von Ihnen bestellten Zähler eingehend belehren. Gleichzeitig werden diejenigen von Ihnen, die mit der Gerichtlichen Anzeige wegen der Bildung von Zähl-Commis- sionen, Zählbezirken u. s. w. (cfr. Ausschreiben vom 16. d. M. im Gießener Anzeiger Nr. 118) noch im Rückstände sind, an alsbaldige Erledigung erinnert. v. (Sagern. Gesunden. 1 Taschenuhr, 1 Loupe, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Notizbuch, 1 Strohhut, 2 Spazierstocke, 1 Handschuh, 1 Schleier, 1 Schürze und 1 Wagendecke. Gießen, den 1. Juni 1895. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Wolff, Regierungs - Affeffor._________ Neueste Nachrichten* Wolffs telegraphische« Correspondenz-Bureau. Berlin, 31. Mai. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der Kaiser ernannte ben Philosophen Herbert Spencer- London, den Numismatiker Imhof-Blümer aus Winterthur und den Physiker van T' H o f f-Amsterdam zu auS. ländischen Rittern des Ordens pour le mente für Wissenschaften und Künste. mf. Harburg, 31. Mai, 12 Uhr Nachts. Ein durch Blitzschlag in ein Petroleumtank verursachtes Feuer wüthet ununterbrochen fort und dürfte auch morgen ^^rbrennen. Sämmtliche vier gefüllte Tanks, 3000 gefüllte, 70,000 leere Barrels sind total vernichtet. Die Ausdehnung der Feuerfläche beträgt 300 Meter. Das ganze Pionierbataillon ist anwesend; die Feuerwehren schützen nur die benachbarten Bauernhäuser. Das Petroleumlager der amerikanischen Gesellschaft ist außer Gefahr, da der Wind die Flammen nach der Elbe hinüberschlägt. Lübeck, 31. Mai. Heute Nachmittag 3 Uhr begann die Feier der Grundsteinlegung des Elbe-Trave- Canals, welcher als Ehrengäste des Senats StaatSm nifter Dr. v. Bötticher, v. Miquel und Thielen, der cemwandirende General des 9. Armeecorps, Graf Waldersee, der preußische Gesandte v. Kiderlen-Wächter, Geh. Oberregierungsrath Frei- Herr v. WilmowSky beiwohnten. Nachdem die Feier durch eine Mufikfanfare eingeleitet worden war, hielt der Vorsitzende der Canalbaubehörde, Senator Klug, die Begrügungs- rede, in welcher er den Wunsch aussprach, daß der Canal den Norden des Reiches inniger mit diesem verbinden möge. Darauf that Bürgermeister Dr. Behn die ersten Hammerschläge mit den Worten: „An Gottes Segen ist alles gelegen." Ihm folgte der Gesandte v. Kiderlen-Wächter als Vertreter de-; Königs von Preußen, welcher die Worte fprad): „Ich wünsche den Fortbestand der uralten Freundschaft -wischen Preußen und Lübeck." Gras Waldersee begleitete die drei Hammerschläge mit dem Spruche: ^avigare necesse est, vivere non necesse est.“ Der Wortführer der Lübecker Bürgerschaft, Dr. Bremer, sagte : „Auch bet diesem Unternehmen bewähre sich die Kraft des freien Bürger- thums". Nachdem die Reihe der Ehrengäste den Hammer- ! schlag vollzogen, hielt Bürgermeister Dr. Behn eine die Der verflossenen Woche in hiesigen Familien und Gesellschafts-Kreisen. Was die Woche an geselligen Vergnügungen in Privatkrciseli gebracht hat. Karten und Tanz-Gesellschaften. Verlobungen. Hochzeiten. Empfänge. Privainachrichteu. Aus den Vorstädten u. s. w. .. ... Da wird nun über das Mögliche und Unmögliche berichtet. Hier eine Handvoll solcher „Ereignisse • Am Dienstag feierte Fran H. Vetter, Nr. 335, 6. Straße wohnhaft, ihren Geburtstag, aus welchem Anlaß eine große Anzahl ihrer Freimdinnen sich zur Gratulation eingestellt hatte. An der hübschen Feier beteiligten sich u. A. die folgenden Domen: Fran I. F. Heim, Frau Fred. Dannensester, Frau I. Boerner, Frau P. Dft, Frau Moser, Frau Stumpf, Fran Luther, Frau Rheins, Frau Harrison, Frau H. Peters Frau Geo. Stoerz, Frau F. Boerner, sowie die Fräulern Anna Parade wurde im königlichen Schlosse das Frühstück eingenommen, zu welchem zahlreiche Einladungen ergangen waren. Den heutigen Abend gedenkt das Kaiserpaar mit seinen Gästen auf der Pfaueninsel zuzubringen. Berlin, 31. Mai. Graf Caprivi hat Berlin wieder verlassen und ist nach dem Gut seines Verwandten bei Crossen abgereist. Berlin, 31. Mai. Graf von Flandern gedenkt sich morgen Mittag mit seinem Sohn vom Kaiserpaare zu verabschieden und zunächst noch einen Tag in Berlin zu verweilen. Berlin, 31. Mai. Wie verlautet, werden bis zum Beginn der Manöver noch über ein Dutzend Generale ihr Abschiedsgesuch einreichen. Pofen, 31. Mai. Die Nachricht des „Keijawischen Boten", daß in Mogilno zwei russische Offiziere in Civil unter dem Verdacht der Spionage verhaftet worden seien, ist, wie die Polizeioerwaltung in Mogilno auf directe Anfrage mitgetheilt hat, erfunden. Leipzig, 31. Mai. Die von Mitgliedern des Berliner Theaters und des Deutschen Theaters in Berlin beabsichtigten Aufführungen Hauptmanns „Weber" sind polizeilich verboten worden. Die Vorstellungen sollten auf der Bühne des Kcystallpalastes in Leipzig abgehalten werden. Brüffel, 31. Mai. Der Generalrath der Arbeiterpartei hat beschlosien, in Namur gelegentlich der Eröffnung des neuen Volkshauses große Festlichkeiten zu veranstalten. Die Eröffnung findet am 21. Juni statt. Es werden alle Parteigruppen des Landes vertreten sein. Paris, 31. Mai. Während der gestrigen Kammersitzung ist in einem der großen Säle des Kammergebäudes Feuer ausgebrochen. Dasselbe konnte jedoch rechtzeitig unterdrückt werden, ehe es eine größere Ausdehnung annahm. Paris, 31. Mai. Der Ministerpräsident Ri bot hat gestern der Frau Cartiot einen Besuch gemacht und derselben die von der Regierung getroffenen Maßregeln zur Gedenkfeier der Ermordung Carnots mitgetheilt. Sofia, 31. Mai. Die für gestern angekündigten Demonstrationen anläßlich des Jahrestages der Entlastung Stambulows haben stattgefunden, sind jedoch ruhiger verlaufen, als man erwartete. Loosrles und KrovrnzietteS. Gießen, den 1. Juni 1895. ** Von der Universität. Zu der vorgestern beendigten Facultätöprüfung der juristischen Facultät hatten sich 28 Candidaten angemeldet. Von diesen ist einer vor Beginn der Prüfungen, zwei sind nach der schriftlichen Prüfung freiwillig zurückgetreten. In der mündlichen Prüfung find drei darchgesallen. Es haben somit 22 Candidaten die Prüfung bestanden. Für die schriftliche Prüfung waren folgende Themata zur Bearbeitung gestellt worden: 1) „Die Thron- folge. Ihre juristische Bedeutung und pofitivrechtliche Regelung in den deutschen Staaten, insbesondere im Groß- herzoglhnm Hessen." 2) „Contocorrent, Giro- und Checkverkehr, Abrechnungsstellen sind in ihrer Bedeutung als Geldsurrogate zu schildern". 3) Verschiedene Fragen auS der Lehre von der Verjährung. 4) Ein practischer Fall aus dem Pandecten- rechr. 5) Desgl. aus dem Gebiete des Urheber- und Handelsrechts. 6) Desgl. aus dem Strafrecht. * * Parlamentarisches. Wie es heißt, tritt die Zweite Kammer der Stände am 11. Juni wieder zusammen. * * 22. Miltelrheiuisches Kreisturufest. Der Bau- und Ausschmückungs-Ausschuß hat nunmehr fast sämmtliche Arbeiten zu den Festbauten vergeben und wird mit dem'Aufschlagen Hilsemans, Tilli Stumpf, Bertha Stoerzer, Phine Beyershausen, Molli Stoerzer, und Anni Vetter. — Ans Anlaß des Geburtstages von Fräulein Frieda Behring überraschten die vielen Freunde derselben sie am letzten Samstag Abend in ihrem Hause, Nr. 1404 Cedar-Straße, mit einer Surprise- Party. An derselben nahmen Theil: Fräulein Haiti Sielaff, Fräulein Lena Snofeld, Fräulein Amanda Hilgendorf, Fräulein Franziska Maning, Fräulein Marie Schroeder, Fräulein Lizette Förster, sowie die Herren: Henry Thiers, Oskar H. Rudolfs, Henry Kaiser, Oskar Adam, Edward Ruett, Edmund Obermann, Paul Rubitz, Charles Behring u. a. m. Geburtstagsfeiern bilden eine ständige Rubrik. Im Hause des Herrn Gustav G. Kaiser, Nr. 1127 Vliet-Straße, fand am Mittwoch Abend Verlobungsfeier von Fräulein Sadie mit Herrn John D. Schlehlein statt. — Am Mittwoch Nachmittag gab Frau C. Hofmann, in ihrem Hause an Ogden- Avenue, eine Kaffeegesellschaft, bei welcher 20 Damen zugegen waren. — Fräulein Cora und Ida Matter, Nr. 610 Grand Avenue wohnhaft, reisten Anfangs der Woche nach Racine, wo sie sich geraume Zeit aufzuhalten gedenken. — Frau Celia Burgauer gab am letzten Donnerstag Abend eine Karten- gesellschäft, an welcher 25 Personen theilnahmen. — Nach zweimonatlicher Abwesenheit von der Stadt ist Zahnarzt Dr. Matthew Kalt vorgestern wieder nach hier zurückgekehrt. — Herr und Frau E. A. Broy aus Los Angeles, Cal., früher in Milwaukee ansässig, weilen gegenwärtig in hiesiger Stadt. — Fräulein Bertha Silber hat eine Besuchsreise nach Chicago, wo sie sich geraume Zeit aufzuhalten gedenkt, angetreten — Morgen Abend wird Frau A. E. Jmbusch in ihrem Hause, an Van Buren-Straße, eine musikalische Gesellschaft geben. — Die Verlobung von Fräulein Sarah Beikopf mit Herrn Gustav Minz aus Chicago wurde während der Woche bekannt gegeben. — Am Montag veranstaltete die hiesige freiwillige Feuerwehr ein Ballvergnügen. — Herr I. Roth, von der Roth Mauufacturing Co., reiste am Montag nach dem Osten. — Am Mittwoch Abend unterhielt Fräulein Clara Vollmer eine Anzahl ihrer Freunde. — Fräulein Daisye Moller von Milwaukee besuchte vorige Woche Fräulein Hattie Fowle. Ist Amerika (ein wahrhaft gemüthliches Land? (Straßb. Post.) der Festhalle gleich nach Pfingsten begonnen werden. Die Zimmerarbeiten für die Festhalle und den Haupteingang wurden der sehr leistungsfähigen Firma Jäger & Rumpf in Hanau übertragen, diejenigen für Herstellung der Einfriedigung des Festplatzes, Umwehrung des Turnplatzes, Errichtung der Pissoirs, der Vorturner- und Schaubühne einem ConsortiumvonZimmermeistern von Gießen, Buseck und Rödgen. Alle übrigen Arbeiten werden lediglich von hiesigen Meistern ausgeführt, so die Dachdeckerarbeiten von Kröck und Müller, die Schreinerarbeiten von E. H. Müller, die Schlosserarbeiten von Martin Dörr, die Glaserarbeiten von Schmidt und Fillmann, die Malerarbeiten von S ch e i ch, M ö h l, S e i p p und S ch m i d t. Die Ausführung der electrischen Beleuchtung wurde der Firma Buchner in Wiesbaden übertragen, welche auch beim vorjährigen Feuerwehrfest solche zur Zufriedenheit ausführte. Es werden nicht nur die Festhalle, der Festplatz und der Juxplatz, sondern auch sämmtliche Wirthschaften mit elecrrtschem Licht in ausreichendem Maße versehen werden. Die gärtnerischen Arbeiten (Guirlanden rc.) sind dem Kunst- und Handelsgärtner Karl Becker, die Fuhrleistungen an Heinrich Noll VII. und Christoph Spieß, sämmtlich in Gießen, übertragen worden. Wegen Decoration der Festhalle, des Festplatzes, der via triumphalis u. s. w. mit Flaggen, Fahnen, Wimpeln, Wappen und bergt, schweben noch Verhandlungen, desgleichen wegen der Versicherung der Bauten gegen Feuersgefahr. Die Versorgung der Festhalle, der Wirthschaften und des Festplatzes mit. GaS und Wasser wird durch das städtische Gas- und Wasserwerk bewirkt werden. Die sehr umfangreichen Vorbereitungen zum Feste, welche dem Bau- und Ausschmückungs-Ausschuß obliegen, sind somit nahezu beendigt. Möge ein glücklicher Stern über der Ausführung der Bauten, wie über dem Feste selbst walten, zur Freude der Einwohner Gießens und der zu erwartenden zahlreichen Gäste! * * Die Gießener Rudergesellschaft hat in ihrer gestrigen General-Versammlung beschlossen, ihre Junior-Mannschaft an den Regatten in Mainz und Frankfurt in je zwei Rennen theilnehmen zu lassen und zwar wird die Mannschaft in Frankfurt am ersten Tag um den Regattenpreis und am folgenden Tag um den Staatspreis starrten. — Der Straßburger Ruder-Verein hat zu der in vier Wochen in Heilbronn stattfindenden Regatta einen Einser (Albert Rübsamen) bereits gemeldet. * * Im Hotel Einhorn, das demnächst wieder eröffnet wird, wurden im Laufe dieser Woche eine große Anzahl größerer Gebinde Wein abgeladen. Augenscheinlich bergen diese Riesenfäsier durchgängig gute „Tropfen". * * Am Freibad am unteren Mühlwehr hat die Stadt eine Halle errichten lassen, um den Badenden zu ermöglichen, bei Regenwetter die Kleider unterzubringen. * * Bestrafung eines Schwindlers. Wie seiner Zeit gemeldet wurde, tauchte Mitte Februar hier ein Mensch auf, welcher sich fälschlich als „Cirkusdirector Louis Lorch" ausgab, und unter den verschiedensten Vorspiegelungen Betrügereien ausführte. In Worms, wo er große Zechprellerei verübte, erreichte ihn das Schicksal und wurde er verhaftet, wobei sich herausstellte, daß der Schwindler der vielfach vorbestrafte Gymnastiker Cers Mayer aus Schöppenstedt ist. Die Strafkammer in Mainz verurtheilte den Gauner vorgestern zu 2 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust. * * Zur Orthographiefrage. Der Ausschuß des Deutschen Lehrervereins hatte an den Reichskanzler eine Petition um einheitliche Regelung der Orthographie eingereicht. Darauf ist der „Nat.-Ztg.' zufolge dem Vorsitzenden des Verbandes folgendes Schreiben zugegangen: „Auf die von einer Denkschrift begleitete Eingabe vom 28. Februar d. I. erwidere ich dem Ausschuß ergeb en ft, daß die Frage einer einheitlichen { Regelung der deutschen Rechtschreibung den Gegenstand ein- i gehender Erwägungen bildet, welche indessen noch nicht zum Abschluß gelangt find. Ich habe mich unter diesen Umständen darauf beschränken müssen, von dem Inhalt Ihrer Eingabe und Denkschrift den zur Prüfung jener Frage in erster Reihe berufenen Stellen Mittheilung zu machen. Der Reichskanzler. I. V.: gez. v. Bötticher. • * Beschädigte Reichsmünzen. lieber eine verhältnißmäßig starke Circnlation beschädigter Reichsmünzen wird an manchen Orten, namentlich in den Kreisen der Besitzer von Kleingeschäften, gegenwärtig vielerorts wieder lebhaft Klage geführt. Besonders sind es 50-Pfennigstücke und Nickelmünzen, welche dem Anschein nach meist aus Muthwillen verbogen, zerschlagen oder auf andere Weise beschädigt find. Da solche beschädigte Reichsmünzen keinen kassenmäßigen Geldwerth besitzen und deßhalb auch von den Banken niemals in Zahlung genommen werden, so kann nur Jedem gerathen werden, bei Annahme von Zahlungen rc. derartige Münzen zurückzuweisen. * * Zst eine Uhr pfändbar oder nicht? Diese Frage ist vor Kurzem in der Berufs - Instanz vom Gericht verneint worden. Der Gepfändete führte in der Verhandlung an, daß er zur Ausübung seines Berufs zwecks pünktlichen Antritts feiner täglichen Arbeit die Uhr unter allen Umständen nöthig habe, da er event. bet Unpünktlichkeit seiner Stellung verlustig gehen würde. Der Gerichtshof trat diesen Ausführungen bei, die Uhr mußte dem Betreffenden zurückgegeben werden. Darnach wäre also ein Uhr, zumal wenn der Besitzer nur über ein einziges Exemplar verfügt, ein unpfändbarer Gegenstand. * * Die Deutsche LaodwirthschastS-Gesellschast, welche mit ihrer vorjährigen Berliner Wanderausstellung im Treptower Park die Feier ihres lOjährigrn Bestehens verband, wird in diesem Jahre ihre Ausstellung in Köln a. Rh. veranstalten. Die auszustellenden Thiere werden in den neuen Räumen des soeben vollendeten Kölner Schlacht- und Viehhofs untergebracht werden. Die Bedeutung der Wanderausstellungen der Deutschen Landwirthschafts-Gesellfchaft Hal sich nach nun ! neunmaliger Wiederholung darin gezeigt, daß für die gesummte deutsche Viehzucht ein fester Maßstab gefunden worden ist, an dem dieselbe sowohl in Bezug auf die einzelnen Thierformen wie hinsichtlich der Fortschritte in der Thierzucht überhaupt gemessen werden kann. Auch ist ein maßgebender Einfluß auf die Absatzverhältniffe für das Zuchtvieh nicht zu verkennen. Wenn auf den JahreSschauen der Deutschen LandwirthschastS- Gesellschaft die Thierzucht vornan steht, so ist der Ackerbau,, wenn auch nicht in demselben Umfang, doch in einzelnen Theilen in ganz hervorragender Weise beteiligt, Samenbau, Düngung, Meliorationswesen sind dort stetig vertreten. Die Abtheilung der landwirthschaftlichen Maschinen hat sich zu einem großen Markt entwickelt, auf dem sich jedoch die Deutsche Landwirthschafts-Gesellschaft durch ihre Prüfungen, sonstigen Veranstaltungen 1inb Vorschriften einen erheblichen Einfluß gesichert hat. Auch bie Nebenfächer bes Betriebs werden auf diesen Ausstellungen berücksichtigt, fo Geflügelzucht, Bienenzucht und Fischerei, welch letztere in Köln verhältnißmäßig recht gut vertreten sein wird. — Die Ausstellung beginnt am 6. Juni und endet am 10. Juni. * * Dec Getreidemarkt. (Berichtswoche vom 25. bis 31. Mai.) Die verflossene Woche stand in der Haupttendeuz im Zeichen der Preissteigerung für Weizen und Roggen. Da aber bie erhöhten Preise große Zufuhren aus Rußland und Indien bereits seit einigen Wochen veranlaßten, so ist in den letzten Tagen wieder ein kleiner Rückschlag eingetreten. Immerhin sind die Preise gegen bie Vorwoche aber höher geblieben. In Berlin und Leipzig kostete Weizen per 20 Gentner 150 bis 167 Mk., Roggen 133 bis 142 Mk., Gerste 110 bis 165 Mk., Hafer 123 bis 148 Mk.. * * Die Werthaugabe bei Feuerversicherungen. Eine Angelegenheit, welche bie weitesten Kreise in allen Schichten her Bevölkerung aufs Lebhafteste interessiren muß, würbe vor einigen Tagen vor ber Berliner Strafkammer verhandelt. Der Lohnarbeiter Mattick hatte eine Nähmaschine, welche er im Jahre 1882 gegen Abzählung für 105 Mk. gekauft hatte, später mit dieser Werthangabe versichert. Als ihm bann im Jahre 1894 bie Maschine durch Feuer zerstört worden war, verlangte er von der Versicherungsgesellschaft 105 Mk. Ersatz. Er wurde deshalb des Betrugs angeklagt, da die Maschine, welche vor 12 Jahren gegen Abzahlung 105 Mk. gekostet hatte, zur Zeit des Brandes noch nicht die Hälfte des Wer- thes gehabt habe, da naturgemäß eine Maschine durch zwölfjährige Benutzung entwerthet werde. Der Angeklagte dagegen erklärte, daß er doch selbstverständlich die Summe verlangen müsse, welche auf der Police stehe, und er habe bet dem Ersatz der 105 Mk. nicht einmal Vortheil haben können, da er ja für eine neue Maschine denselben Preis hätte anwenden müssen. Das Amtsgericht sprach den Angeklagten frei. Hiergegen legte die Staatsanwaltschaft Berufung ein, da sie ber Ansicht war, daß thatsächlich nicht mehr Ersatz geforbert werden dürfe, als Schaden entstanden fei. Die siebente Strafkammer am Landgericht I in Berlin schloß sich aber der Auffassung des Vorderrichters an, unb sprach den Angeklagten ebenfalls frei, da ihm auf keinen Fall die Absicht der rechtswidrigen Vermögensbereicherung nachgewiesen worden sei. Er habe sich sicherlich für berechtigt gehalten, die Summe zu verlangen, welche auf dem Versicherungsverträge angegeben war, unb es sei nicht der min* beste Anhalt für die Annahme vorhanden, daß er schon in- rechtswidriger Absicht den Vertrag zu hoch abgeschlossen habe. — Das Erstaunliche bei diesem Prozesse ist — so- schreibt man der „Nat.-Ztg." — daß eine Feuerversiche-- rungs Gesellschaft überhaupt bie Anklage auf Grund ber unter Beweis gestellten Thatsachen eingeleitet hat, und eß ist nur bedauerlich, daß der Name ber betreffenden Feuer-Versicherungs Gesellschaft nicht angegeben ist, damit man fich> vor derselben hüte. Es ist ganz selbstverständlich, baß die Feuer-Versicherung unter ber Voraussetzung bewirkt wirb, daß im Falle einer Vernichtung des Objectes ber Anschaffungswerth bes betreffenben Gegenstandes wiederersetzt wird, unb es muß anerkannt werben, baß im Großen und Ganzen alle Feuer-Versicherungs Gesellschaften von gutem Rufe auch ihre. Regulirungen unter dieser Voraussetzung vornehmen^ ja eö heißt von einigen Gesellschaften, sogar, daß sie über das Maß des Nothwendigen hinaus dem Versicherten Schadenersatz geben, um durch ihre Generosität sich neue Kundschaft zu erwerben. Die Verficherung gegen Feuersgefahr ist vom nationalöconomischen Standpunkte aus auf das Dringendste zu empfehlen, und so berechtigt es auch ist, daß, wo ber Verbacht ber Böswilligkeit, bes Betrugsversuches ober der Brandstiftung vorliegt, von Seiten der Gesellschaften AlleA geschieht, um sich zu schützen, so schlimm ist es, einen auf so schwachen Füßen stehenden Versuch zu machen, die Entschädi- gung nicht nur zurückzuweisen, sondern den Versicherten selbst auch in die Gefahr zu bringen, an feinem guten Namen unb, seiner Ehre Einbuße zu erleiden. Ein derartiges Vorgehen ist dazu angethan, von dem Versichern abzuschrecken, weil, auch die vollständige Versicherung unter Umständen dadurch gegenstandslos werden könnte, wenn die Feuer-VersicherungS- Gesellschaften darauf bestehen, baß wie ber Kaufmann bet- seinem Inventar, so auch ber Privatmann bei feinen HauS- haltungsgegenstänben Abschreibungen vornehme. Glücklicher Weise sind solche Fälle vereinzelt, aber es ist nothwenbig^ auf bas Gefährliche bieseS Vorgehens hinzuweisen. Darmhsdt, 31. Mai. Die „Darmst. Ztg." schreibt: Prinz ^ Prinzessin Ferbinanb von Rumänien werden morgen zu mehrtägigem Besuche hier eintreffen. Der Großherzog und die Großherzogin werden am 4. Juni nach England obreifen. Verinischtes. * Frankfurt a. M., 31. Mai. Heute Nachmittag gegen 2 Uhr ereignete sich an der Forsthausstraße ein Zusammen-- stoß zwischen einem Waldbahnzuge und einem Fuhrwerk. Die Maschine des Zuges erfaßte den einspännigen Wagen ber 60 Jahre alten Wittwe Gröninger, einer Gemüsehändlerin aus Niederrad, die sich auf der Heimkehr befand rind ihr Gespann selber lenkte. Die alte Frau stürzte unter den Zug und wurde sofort gelobtet. Auch daS Pferd wurde überfahren und kam um. Augenzeugen berichten, die Händlerin habe schlafend auf dem Wagen geseffen und weder die Signale der Zugführer und Schaffner, noch die Zurufe einiger Bahn- paffagiere gehört. Von anderer Seite wird dieser Darstellung widersprochen. Die Vernehmungen find bereits im Gange. — Frau Gröninger hinterläßt, wie ein Berichterstatter der „F. Z-" meldet, vier Kinder, die alle schon großjährig sind. * Kiel, 30. Mai. An der Beerdigung der 11 Verunglückten, die um 31/* Uhr von der Gaardener Kirche nach dem Kieler Friedhof erfolgte, nahmen theil Abordnungen der Marine, der kaiserlichen Werft, das Directorium der Germaniawerft, Vertreter der türkischen Regierung, die Kriegervereine, Marinevereine, das Personal und die Arbeiter der kaiserlichen und der Germaniawerft, zusammen 3000 Personen. Sie folgten bet dem glühenden Sonnenbrand dem Leichenzug, der eine Stunde unterwegs war. Auf dem Friedhof wurden die Särge in ein Massengrab versenkt. Pastor Gosch-Gaarden hielt die Trauerrede. * Pommersche Hypothekeu-Actieubauk (Berlin.) Wie aus dem Jnseratentheile unserer heutigen Zeitung ersichtlich, werden die am 1. Juli c. fälligen Pfandbrief-Coupons bereits vom 15. Juni c. n b eingelöst. ArrsMg aus den Stan&esamtoregiftem der Stadt Vietze». Aufgebot«. Mai: 25. Albert Ferdinand Ernst von Gilsa, Kgl. Hauptmann und Compagnte-Ebef zu Gumbinnen, mit Maria Elisabeth Krausgrill zu Graudenz. 25 Friedrich Adolph Schue, Magazinarbeiter zu Mainz, mit Elisabeth Aßmonn daselbst. 25. Carl Emil Wilhelm Eduard Felsing, Chemiker dahier, mit Thekla Rispel hterselbst. 27. Fritz Otto, Kaufmann zu Casiel, mit Luise Caroline Dauernheim hierfelbst. 30. Johann Wilhelm Groß, Maler zu Bielefeld, mit Luise Henriette Wilhelmine Weinhardt Hierselbst. 30 Johann Adam Dietz, Taglöhner zu Elberfeld, mit Elisa Becker daselbst. «Heschlirtzunga«. Mai: 25. Johann Peter Wilhelm Haas, Kaufmann dahier, mit Wilhelmine Louise Helene Heuser hierfelbst. 25. Gustav August Adam Witkowski, Schreiner dahier, mit Marie Elisabethe Allendörfer hierfelbst. 25. Heinrich Friedrich Wilhelm Meter, Kaufmann zu Berlin, mit Maria Luise Christiane Schwarz hterselbst. 29. Philipp Rühl, Schreiner dahier, mit Christina Wagner Hierselbst. 31. Franz Zehrt, Drechsler dahier, mit Anna Katharine Erb hierfelbst. Qibotrai. Mai: 18. Dem Schneider Karl Dechert eine Tochter, Anna Katharine Therese. 19. Dem Monteur Wilhelm Grümer ein Sohn. 20. Dem Installateur Peter Walter ein Sohn, Heinrich Theodor Christian. 23. Dem Universitäts Professor Dierk Behrens ein Sohn. 24. Dem Drechsler Emil Krämer eine Tochter. 24. Dem Mechaniker Wilhelm Spörhase ein Sohn. 25. Dem Calculator Peter Daniel Lantelme ein Sohn. 26. Dem Schreiner Karl Peter ein Sohn, Karl. 26. Dem Hoboist Wilhelm Andrä eine Tochter, Aline Emilie. 27. Dem Kaufmann Otto Kolbe ein Sohn. 27. Dem Schuhmacher Johannes Kneipp eine Tochter. 30. Dem Schneider Karl Hendrich ein todtgeborenes Kind weiblichen Geschlechts. 31. Dem Hutmacher Hermann Nagel ein Sohn. Stftorfrtm. Mat: 24. Caroline Schmoll, geb. Vomhof, 63 Jahre alt, Wtttwe von Drechslermeister Christian Schmall dahier. 25. Peter Klös, 20 Jahre alt, Schuhmacher von Butzbach. 25. Georg Wilhelm, 60 Jahre alt, Taglöhner von Waldernbach. 28. Friedrich August Becher, 64 Jahre alt, Schuhmacher dahier. 29. Balthaser NteS, 72 Jahre alt, Lehrer i. P., von Unterschmitten. 29. Luise Mayer, geb. Usener, 59 Jahre alt, Wtttwe von Metzger Wilhelm Mayer von Niedershausen. 29. Katharine Steinacker, geb. Stteler, 39 Jahre alt, Wtttwe von Taglöhner Heinrich Steinacker zu Wetzlar. Auszug aus den Mrehen-Ücheru -er Stadt (Sietzcn. Evangelische Gemeinde. Getraut«. Matthäusgemetnde. Den 26. Mai. Johann Peter Wilhelm Haas, Kaufmann zu Gießen, und Wilhelmine Luise Helene Heuser, Tochter von Schneidermeister Friedrich Heuser zu Gießen. Markusgemeinde. Den 25. Mai. Wilhelm Konrad Ludwig Berg, Schlosser ju Gießen, und Karoline Therese Giebel, Tochter des Bremsers i. P. Johann Adam Giebel zu Rothenditmold. Den 26. Mat. Jacob Gtmbel, Schuhmacher zu Gießen, und Luise Berg, Tochter des verstorbenen Ackermanns Peter Berg zu Lutsendorf. Lukasgemeinde. Den 25. Mai. Gustav August Adam Witkowski, Schreiner, und Marte Elisabeth Allendörfer, Tochter des Gastwtrths Gustav Heinrich Ludwig Allendörfer zu Gießen. Den 28 Mat. Heinrich Friedrich Wilhelm Meter, Kaufmann zu Berlin, und Marie Luise Christiane Schwarz, Tochter des Kaufmanns Karl Ferdinand Schwarz zu Gießen. Den 29. Mai. Philipp Rühl, Schreiner, ein Wittwer, und Christine Wagner, Tochter des Pflastermetsters Heinrich Wagner von Burkhardsfelden. •«iattfi«. Matthäusgemetnde. Den 26. Mai. Dem Taglöhner Heinrich Malkemus eine Tochter, Emma, geboren den 16. April. Den 29. Mat. Dem Taglöhner Heinrich Lotz ein Sohn, Philipp, geboren den 30. April. Markusgemeinde. Den 26. Mai. Eln unehelicher Sohn, Heinrich Richard, geboren den 14. April. Johannesgemeinde. Den 26. Mai. Dem Lacktrer Philipp Wagner ein Sohn, Heinrich Louis Emil, geboren den 8. April. Den 27. Mat. Dem Locomotioführer Georg Fruttg ein Sohn, Georg Martin Carl, geboren den 8. Mat. Vrrrdigt«. Markusgemeinde. Den 25. Mai. Friedrich Parthier, Agent, 44 Jahre alt, starb den 20. Mai. Johannesgemeinde. Den 26. Mai. Julius Zoll, Lackirer, Sohn des Drehers Wilhelm Zöll, alt 23 Jahre, starb den 23. Mat. Denselben. Caroline Schmall, geb. Vomhof, Wtttwe des Drechslermetsters Christian Schmall, alt 63 Jahre, starb den 24. Mai. Den 29. Mai. Friedrich Becher, Schuhmacher, alt 64 Jahre, starb den 28. Mai. . Den 31. Mai. Luise Mayer, geb'. Usner, Wtttwe des Metzgermeiste's Wilhelm Mayer aus Niedershausen, alt 59 Jahre, starb den 29 Ma«. Literatur und Aunst. — Kaufmännisches Miniatur-Lexicon. Ein Pult- und | Taschenbuch der Handelswtssenschaften für Kaufleute, Gewerbetreibende, Bankiers, Verkehrs- und Versicherungsbeamte rc. von Dr. Paul Langenscheidt. Zweite, verbesserte Auflage. 700 Seiten. Preis eleg. geb. Mk. 3.—. Verlag für Sprach- und Handelswtssen- schaft (Dr. P. Langenscheidt) Berlin «W. 46. Eine Riesenarbeit ist hier mit Geschick und Verständniß geleistet worden, die aber auch die vollste Anerkennung verdient. Die Verlagshandlung hat ein Werk mit diesem Mtntatur-Lextcon berausgegeben, welches wohl in jedem Bureau und Geschäftshaus willkommen sein dürfte, und zur eigenen Anschaffung, wie als Geschenk für Kaufleute nicht genug empfohlen werden kann. Dasselbe ist ein allerliebstes Büchelchen von elegantester Ausstattung, so klein und zierlich wie eine Nippsache, und enthält dabei eine solche Fülle des Stoffes, eine so praktische Anordnung, daß dieses neue Werk des Verfassers Bewunderung verdient. Thatsachc ist, daß das Buch enthält, was man in manchen dickleibigen Bänden vergebens suckt, so daß der Erfolg des Werkes, welcher so rasch eine zweite Auflage nöthig machte, vollberechtigt ist. verkehr, Land, «nd PoUiwiribjcbaft »Mett, 1. Juni. Marktbericht. 8ta> bim heutigen Wochemnartt kostete. Butter pr. Md. ^ 0,75-0,90, Hühn, e rr per Stück 5-6 4, Enteneier pr. St. 6-7 H, Gänseeier pr- Sr. 10-11 Käse vr. 6t. 5-8 A, ^semat'e pr. 6t. 8 H, »rbvn vr. Liter 18 H, Linsen vr. Liter 30 A. Tauben pr. Paar JL 0 80 bis 0,90, Hühner pr. Stück .A 0,90 bis 1,20, Sahne,- pr. Stück X 1.00-1,50, Enten pr. St- 1,80-2,00, Ocksevfleisch pr. Pfi). 72—76 Kuh-u. Rindfleisch pr. Md. 66-68 A, Schwein, fleisch pr. Pfd. 60-70 A, Kalbfleisch pr. Md. 60-64 4, HammeMe sch pr. Md. 60-70 4, Kartoffeln vr. 100 Kilo 6,00-7,00 JL, Weifstro^ vr. «-tück —.— A, Zwiebeln pr- Centne-- 9.50—10,50 JL, Milch pr. Liter 16—20 4, Kirschen pr. Pfund 50—60 4- Sb ? H 3 « £ Thermometer: min. + 11° R.> max. + 22a R. Hygrometer: Gewttterbtldung. Anmerkung: Die punktirte Linie bei der Barometerscala gibt den Stand deS vorhergehenden TageS an. " s ? am 1. 3iini Mittags 12 Ubr (W-it-rbSu«»la in dir Südanlage). Barometerstand. ,____________ UI IMllMINNUMUM MM MUMM 1 O< I c _ L Z 2 Ä Ä 75 "74 m —i Witterungsbericht vom 31. Mai. Der Hobe Druck zieht sich immer mehr gegen den Südosten zurück, während vom Ocean ein Depressionsgebiet hereinzteht. Demselben ist bereits über der Nordsee ein Thetl-Mintmum vorgelagert. Im nördlichen Frankreich ist Regen gefallen, in der Pfalz starke Zunahme der Bewölkung bereits seit heute Morgen eingetreten. BorauSfichtttche Witterung r Warmes Wetter, jedoch zunehmende Bewölkung mit Gewitterbildungen. Temperatur der Lahn und Lnft nach Reaumur gemesien am l.Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 17°, Luft 16° im Schatten. Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanstalt. Pflicht-Feuerwehr. Die im Jahre 1864 geborenen Mitglieder der Pflichtfeuerwehr werden zwecks Entlassung, die neu eintretenden Pflichtigen der Jahrgänge 1865—69 zwecks Einreihung auf Donnerstag, 6. Juni, Abends 8‘|2 Mr auf Oswalds Garten geladen. Die Obleute und Rottenführer haben zu erscheinen, die in der Pflichtfeuerwehr verbleibenden Mannschaften dagegen nicht. 4941] Der Branddirector. - «.. _______-— Creditverein Heuchelheim sE.G.m.u.H.) Bilanz am 31. December 1894. Die Mitgliederzahl betrug Ende 1893 . . 285 Es traten zu........14 Es gingen ab....... 8 Activa. jl 1) Kaffenbestand . . 10277.10 2) Ausgeliehene Capitalien .....315146.38 3) Güterkaufgelder . 128355.25 4) Mobilien . . . 250.— 5) Fällige Zinsen . . 6802.94 Passiva. jl 1) Capital-Einlagen . 430330.88 2) Stammantheile der Genoffen .... 10386.32 3) Im Voraus erhobene Zinsen von Güter- schillingen . . . 3065.33 4) Reservefond . . . 9651.30 5) Zu vertheilender Gewinn ..... 1197.84 6) Specialreserve . . 6200.— ______________________460831.67 460831.67 Die Mitgliederzahl betrug Ende 1893 . . 285 Es traten zu........14 Es gingen ab....... 8 Mithin mehr.....- . . 6________ Stand der Mitglieder Ende 1894 . . . 291. Heuchelheim, den 31. Mai 1895. 4929 Kreiling, Director. Schleenbecker, Rechner. Gorr, Controleur. Zum Aquarium. Am dritten Feiertag: 4942 Großes Früh - Frei - Concert MT Capelle Bnnibass. Zum Gambrinus, Wieseck. Am zweiten Pfingstfeiertag: 4913 Tanzmusik. Höflichst ladet ein A- Will. Freisinniger Verein für den 1. Hessischen Reichstagwahlkreis. Am Sonntag den 9. Juni l. I., Vormittags 10 Uhr, finbet ein Parteitag der freisinnigen Mkspattei fit MwesidenWand in Neustadt a. d. Hardt statt. Wir bitten unsere hiesigen Vereinsmitglieder und Parteifreunde, sich an diesem Parteitag recht zahlreich beteiligen zu wollen. Abfahrt Morgens 5 Uhr 19 Minuten. Rückkehr Nachts 12 „ 26 „ Anmeldungen zur Theilnahme an dem Parteitag, sowie etwaige Vorausbestellungen von Wohnungen sind möglichst bis zum 3. Juni l. I an den Vorstand des freisinnigen 9ocalvercins in Neustadt a. d. Hardt zu richten. *4939 Gießen, den 31. Mai 1895. Der Vorstand. Für gute Speisen und Getränke wird bestens gesorgt. Berger’s Brauselimonade- Bonbons 05 05 to to Fabrik Robert Berger, Pössneck i. Tk. wozu ergebens! einladet Albach, den 30. Mai 1895. Der Vorstand. 4909 Sonntag den 23. und Montag den 24. Inni d. I. feiert der hiesige Krieger-Verein fein Fahnenweihe - Fest Färberei und chemische Wäscherei von Braubach & Fischer in Giessen 4 Neuen Weg 4 (am Kreuz) 2430 hält sich für die Frühjahrs-Saison bestens empfohlen. Wein: bekommt den Gesunden, labt die Kranken, kräftigt die Kinder, begeistert die Jugend, belebt das Alter. Im porteur 3. F. fllenzer Offizier des gr.Erlöser-Ordens Neckargemünd. 49201 —>• Niederlage in: GIESSEN Walter Weiss & Dornberoer, privil. Apotheke zum Pelikan. 4939] Gut erhaltenes ZinmerimkMg.FlalcheMS mit fast neuem Seil, zu verkaufen bei i H. Rackstuhl II. Wwe. Crbfenreifer zu haben Neustadt 81. 4928 • FEST-MENU im Hotel- Restaurant Kaiserhof Erster Feiertag; Couvert ä Mark 1.50 Schwedische Vorspeise Schildkröten-Suppe Frischer Hummer mit Majonaise Stangen-Spargel mit Tournedos Junge Hahnen, Salat, Cpmpot Erdbeer-Eis. Couvert a 2 Mark Schwedische .Vorspeise Schildkröten-Suppe Frischer Hummer mit Majonaise Stangen-Spargel mit Tournedos Kalbskopf en tortue Junge Hahnen, Salat, Compot Erdbeer-Eis. Zweiter Feiertag; Steins Garten. Am zweiten und dritten Pfingstfeiertage: Kroße Wil'itär-Eoncerte ausgefübrt von der 4894 C-pklle dko 2. GrM. Heff. Jof.-Rkgimeiits Ar. 116, Saittr Wilhelm unter persönlicher Leitung des Grofeh. Musikdirectors Herrn C. Äraufet. Anfang Nachmittags 4 Uhr. Entrüe am 2. Feiertag 40 Pfg., am 3. Feiertag 30 Pfg. Festsaal Cafe Leib. 4938 Kaufen - te Früchte. Salat Thurmeh 4879 Entree frei a Couvert 35 Pfennig. Frankfurter Börse vom 31. Mai 1895. 4Vso/o Oesterr. Sllberrevte 105.15 1887 101.80 3Vr0/oH«mbrgr.Hyp.Bk.unt.b.19O5 102.(0 101.20 3«/>°/oPreuß.Hyp.A.Bk unk.b.1905 101.40 4o/o Pomm.Hyp.A.Bk.unk.b-1904 101220 4Vi°/o Franks. Landw. Ered. Bk. 337. Vt Darmst. Bt.-Actte« »rief 4898 furt a. M Sanzteiberg 5. miethen. 105L0 103.40 99J5 104.75 104.25 85.40 103.50 26.30 86.50 39.25 »rief 16.22 20.42 4.20 Geld 16.18 20.38 4.16 4% Ung. Gold-Rente 3°/v Portugiesen 6°/c Mexicaner 4°/o Monopol-Griechm von Geld 81.15 167.00 4.16 u. 10 Pfge. Reiohsstempel kostet das Loos, gültig für 2 Ziehungen. Auf 10 Loose I Frelloos. Auf 25 Loose 3 Frelloose. 20 Frankerr-St. Engi. Sovereign« Dollar« in Gvld Tüchtige Vertreter w rden von alten großen Feuer* und LebenS BerfichernngS'Gesellschaften gegen hohe Provisionen, eoent auch gegen Fixum gesucht. Offerten unter 8. K 794 an die Expeb. d. Bl. ob. an Haase«* stein & Vogler, Frank* Couveri ä 2 Mark Pastetchen ä la reine Krebs-Suppe Rheinsalm, Sauce holland. mit Kartoffeln Blumenkohl au gratin mit Kalbsteak aux madere Huhn auf Reis Roastbeef, Salat et Compot Charlotte rnssie. L Festtag: Krebssuppe. Salm mit Bratkartoffeln. Roastbeef, garnirt. Geflügel. Couvert ä Mark 1.50 Pastetchen ä la reine Krebs-Suppe Rheinsalm, Sauce holland. mit Kartoffeln Blumenkohl au gratin mit Kalbsteak aux madere Roastbeef, Salat et Compot Charlotte russie. Abends: Schweser in Körbchen. Gespickter Kalbsrücken mit Beilagen, ä Couvert 90 Pfennig. FOLGE: 2. Festtag: Frühlingssuppe. Ochsenzunge mit Beilagen. Lendenbraten. Salat — Früchte. Nachtisch. ä Couvert Mark 1.20. Frucht-Eis. a Couvert Mark 1.60. Nur in Gläsern, mit der Schutz- markte „Kammerjäger", zu haben zu 30 H, 60 H, 1 2 4 JtC. Dazu gehörige Thurmelinspritzen, die einzig praktischen, mit und vhne Gummi zu 35 öde -9> Alleiniger Fabrikant u Erfinder A. Thurmayr iu Mttgart. Au haben in Giessen bet' Gustav Walter; tn Wetz* larr PH. NSder. Inhaber «.Bergander; inLollarr Slug. Zimmermann. 102.0 102.60 Zum Biergrund Am dritten Feiertag: Humoristisches Instrumental-Früh-Concert KT mit Gesangsbegleitung. Verlag von Emil Roth in Gießen. Kimzel-Soldan Großhmogthum Heffen. Lebensbilder aus Vergangenheit n. Gegenwart. Zweite umgearb. Aufl. — Mit dem Btldniß u- Faksimile Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen. — Ge- widm.Sr. KglHoh. Ernst Ludwig, dem Großherzog zu Hessen u. bei Rhein.— SP In gediegenem Lederbd. JL 10.59; in Leinenband JL. 10.— "WI VorrLth. in allen Buchhandlungen. (^ch ersuche hiermit Jedermann, meinem Sohne Martin Grö- ninger nichts zu borgen, da ich für nichts aufkomme. 4904 Grünberg/ 31. Mai 1895. Emil Gröuinger. Coursbericht 08a dH» Kurz & Co«, Giessen, Sahuhosstratzt 63. Abends: Leipziger Allerlei 4900 in gefüllten Krebsnasen. Schweinelenden, garnirt. ä Couvert 90 Pfennig. Frühstück Todes Anzeige Hiermit die traurige Nachricht, dafe unser geliebter Sohn und Bruder 4915 Heinrich Goppelt, Fehler, heute Nacht 2 Uhr sanft entschlafen ist. Lich, den 1. Juni 1895. Die schwergeprüften Eltern und Geschwister. Die Beerdigung findet statt am ersten Feiertag, Nachmittag 4 Uhr. Nächste Woche 1. Ziehung der XV. Weimar-Lotterie mit Mittwoch den 5. Juni, Abend-Concert im Garten, ausgeführt von der hiesigen Negimentsmusik unter Leitung des Großherzogl. 4935] Musikdirector C. Kraufee. Anfang 8 Uhr. - Entree 30 Pfg. Bei ungünstiger Witterung im Saale. TMS ELECTRA Versandt von amerikanischem Kaiseröl und Salonpetroleum. Wir theilen dem oerehrlichen Publikum mit, daß wir während der Sommermonate unseren Versandt einftellen und im Herbst wieder beginnen. Die leeren Kannen bleiben den verehrlichen Kunden bis zum Wiederbeginn unseres Versandtes überlasten; diejenigen Kunden, denen dieselben jedoch lästig werden, können diese gegen Quittung in unserem seitherigen Geschäftslocal an den Bahnhöfen 40 abgeben. Bei dieser Gelegenheit danken wir für das uns seither in so reichem Maafee entgegengebrachte Vertrauen und Wohlwollen und bitten wir, uns beim Wiederbeginn zu unterstützen. 4901 „Electra“ Berfandt von amer. Kaiferöl und Salon-Petroleum. ao/n Oesterr. StaatSbahn v. 1885 92.10 1 4°/o Etsenb. Rentenb. Obl. 3°/c Jtal. staatögar. 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