Donnerstag den 1. August 1895 M. 178 An»ts- und Anzeigeblntt für den "Kreis Gieszen Hratisöeitage: Hießener KamilienötäLter absrz, eise! jUberrente nie 62- D. ein bttw DnaM .. W M B Hirn: zp Vollbad, Sitz, b tzbad benutzt wck nen fltts auf £c W. 12. W 2t 91 27. '4- i Viertrljähriger AvounemeutspretB r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Psg. Redaction, ExpeditioU und Druckerei: SLutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. FruiUeton. Freundestreue. Eine Erzählung von K. Wagemann. (4. Fortsetzung.) Weiterzusprechen war unmöglich, denn die Mutter kam erreitS fertig zum Aufbruche aus der Laube heraus und suhle sie. „Auf Wiedersehen da drüben," flüsterte er ihr noch zu. Sie nickte zustimmend, dann schieden sie und er kehrte 4u den Seintgen zurück. Diese, begreiflicherweise in Folge des frühen Aufstehens, irr langen Eisenbahnfahrt, der Anstrengung des Bergsteigens, ter drückenden Hitze, sehr ermüdet, begehrten zu ruhen. Sie suchten sich also im Walde einen paffenden Platz und legten sich nieder. Das war eine günstige Gelegenheit für Carl. Bald hatte er sich im Gebüsch verloren,- man vermißte ihn nicht. Eilfertig strebte er dem abwärts führenden Wege zu. Der Zickzack deffelben führte ihn nicht früh genug ans Ziel. Eia kürzerer Weg bot sich dar, steil ging er den Geröll- abhang hinunter. Diesen Weg schlug er ein, seine Sehnsucht trieb ihn. Der Weg hörte auf, Carl sprang durchs Geröll weiter. Da hakte der eine Absatz hinter einen Stein- Carl schwankte, vergeblich suchte er sich zu halten, er schlug der Länge nach zwischen den Steinen hin. Zum Schutze hatte er die Hände vorgestreckt- nun schnitt eine scharfe Steinkante gerade in seine linke Hand und daS warme Blut lief über den Stein hinab. Er raffte sich auf, band sein Taschentuch um die wunde Hand und wollte seinen Weg fortsetzen. Aber sein rechter Fuß schmerzte ungemein, er mußte ihn beim Fallen verrenkt haben, er konnte nicht vorwärts. Er drehte und streckte, er strich und rieb, stellte das Bein so und anders- wohl sprang .der ausgesetzte Knochen wieder ein, — aber die Schmerzen Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Vorm. 10 Uhr. Äelhtoplen. Berlin, 30. Juli. Die Untersuchung gegen den Ab- stnder der Höllenmaschine an den Polizeiobersten Lrause hat auch bisher noch kein Resultat gehabt. Eine Localcorrespondenz meldet, alle auf Grund irgendwelcher Verdachtsmomente in dieser Sache verhaftet gewesenen Personen seien wieder entlasten worden, und die Beamten der politischen Polizei, die für alle Fälle der Criminalpolizei zur Mitwirkung an der Eruirung des Verbrechers beigegeben waren, find am Dienstag zurückgezogen worden, da fich ab- folitt kein Anhalt dafür ergeben hat, daß das Attentat auf anarchistische Umtriebe zurückzuführen sei. Hamburg, 30. Juli. Dem „Hamburgischen Corresp. zufolge pachtete die Mannheimer Firma Philipp Poth dom Hamburger Staate ein Areal am Südufer des Petroleumhafens, um dort eine selbstständige Anlage für ihr Pe- troleumgeschäft zu errichten. Die Anlage soll bis zum Spätherbst fertig werden. m r Wien, 30.Juli. DieWiener Thiergarten-Gesell- schrft hat mit Passiven im Betrage von anderthalb Millionen tzulden gestern den Coucurs angemeldet. Der Betrieb wird nicht unterbrochen. Rom, 30. Juli. Der Senat berieth heute das Marinebudget und genehmigte dasselbe. Caoalleto brachte im Namen des Senats der italienischen Flotte einen Gruß, die sich in England und Deutschland Bewunderung errungen habe. (Beifall.) Marinemtnister Moccnnt dankte im Namen itr Marine und sagte, der Gruß des Senats werde der Flotte in der Erfüllung ihrer Aufgaben ein Ansporn sein. Florenz, 30. Juli. Heute früh wurde hier ein leichter Juli W Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 3O.Jult. Die gestrige Junungs-Conferenz Mete Geheimerath Sichert mit einer Ansprache ein, in velcher er anführte, daß die Regierung nach wie vor be- -strebt sei, die Reorganisation des Handwerks zu besrie- ligendem Abschluß zu bringen. Es müsse aber berücksichtigt werden, daß wettergehende Jnteresten keine Gefährdung erfahren. Der HandelSmtnister habe die gemachten Vorschläge eingehend erwogen, eine endgiltige Erledigung sei jedoch für die Regierung sehr schwierig. Auch sei es erforderlich, die Wirkung etwaiger gesetzlicher Bestimmungen so weit als möglich vorher gewistenhaft zu erwägen. Berlin, 30. Juli. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung vom 27. dsS. Mts., betreffend tak Verbot der Ausfuhr von Waffen und Schteßbebarf über sämmtliche Grenzen deS Reiches nach erste Torpedo-Flottille, bestehend aus dem Aviso „Blitz", zwei Divisionsbooten und 12 Torpedobooten, hier eintreffen. München, 30. Juli. Wie die „Neue Freie Volkszeitung meldet, soll ein hiesiger Geschäftsmann und Reserve-Offizier wegen verschiedener, bei Submissionslteferungen begangener Betrügereien von einem hiesigen Gericht, wahrscheinlich dem MilitärbezirkSgericht, zu 2‘/a Jahren Gefänguiß, 16 000 Mark Geldbuße, Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf fünf Jahre, sowie Entfernung aus dem Heere verurtheilt worden sein. Derselbe soll fich durch Lieferungen von Sand allein 36000 Mark rechtswidrig angeeignet haben. München, 30. Juli. Nach heute hier eingelaufenen Meldungen ging gestern ein orkanartiger Sturm über Unterbahern nieder. In Geiselhoering wurden zwei riesige Bäume gleich Zündhölzchen abgebrochen und auf daS Gottes- Haus geschleudert. Dieselben durchschlugen das Dach und zertrümmerten die Decke. Eine Menge Kamine wurden herabgeschleudert und eine Schieferdachung abgehoben. In Hadersbach wurde eine Scheuer vollständig zertrümmert. Ein Bauernsohn wurde unter den Trümmern begraben. Wien, 30. Juli. Die „Neue Freie Preffe" veröffentlicht neuerdings ein Interview eines ihrer Redacteure mit dem Metropoliten Clement. Derselbe erklärte, mit dem Erfolge, den er in Petersburg erzielt habe, sei er sehr zufrieden. Die Aussöhnung Rußlands mit Bulgarien könne als vollzogene Thatsache betrachtet werden. Die Frage, ob und unter welchen Bedingungen Rußland den Fürsten Ferdinand anerkennen werde, ließ Clement unbeantwortet. Aus seinen Auslastungen war jedoch zu ersehen, daß dies nur unter der Voraussetzung geschehen könne, daß Fürst Ferdinand den orthodoxen Glauben annehme. Die Deputation fährt noch heute nach Sofia und wird dort vom Fürsten Ferdinand erwartet. , , .. Lemberg, 30. Juli. Polnische Blätter bringen die Meldung, Kaiser Wilhelm habe durch den Gesandten v. Bülow beim Vatican dem Cardinal LedochowSki zu besten fünfzigjährigem Priesterjubiläum seine Glückwünsche übermitteln lasten. Zürich, 30. Juli. Im September wird Hierselbst em internationaler Congreß von Fachmännern für die Untersuchung von Baumaterialien abgehalten werden. Professor Fettmayer vom Züricher Polytechnikum ist Präsident des Congresses. Rom, 30. Juli. Sämmtliche einflußreiche Blätter find über die energische Erklärung Crispis in der gestrigen Kammersitzung sehr befriedigt. Der europäische Friede, sagen [6i: i auch in Del or »em Glanz rasch e »art trocknend, 19 präcis 8H 2- B-rsW« Vorstand,^ GMszim l Äi dolph. Alle Annoncen-Bureaux beS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. das Essig- und das Rumfläschchen aus dem Ttschaufsatz, eilte hastig davon und rief fast athemloS zurück: „Bitte, bringt ein GlaS Master!" Alle Anwesenden folgten ihr nach und sahen, wie sie im eifrigen Samariterdienst neben dem Ohnmächtigen niederkniete, ihm Stirn, Schläfe und die Pulse mit Essig benetzte und ihm das mit Essig durchtränkte Taschentuch vor den Mund hielt. Jetzt holte er tief Athem, jetzt schlug er die Augen auf, jetzt erblickte er fie, sah ihr besorgtes Gesicht, ihre angstvoll auf ihn gerichteten Augen und es war, als wenn ein Sonnenschein über sein bleiches Antlitz flog. Er wollte die Lippen zu einem Freudenworte öffnen — er konnte nur abgebrochene Laute hervorbrtngen. „Er wünscht Master," meinte der Vater, stützte ihm den Oberkörper etwas empor und die Mutter reichte den erfrischenden Trunk dar. ‘ Nachdenklich aber schaute der Vater in die Züge des zum Bewußsein Erwachenden. Wie war ihm denn, hatte er dieselben Züge nicht schon einmal gesehen, — oder rief die Lage deffelben da unter der Kiefer gewisse Erinnerungen in ihm wach? . . , Nun richtete sich Carl mit Hilfe des VaterS und eines anderen Herrn auf. m . „Hier ist es noch zu schwül," sagte der Vater, „wir müssen ihn ins Hotel, in ein kühles Zimmer bringen. Dort legte man ihn auf ein Sopha nieder und Mutter und Elise bemühten sich um die Wunde an der linken Hand. Der von Carl selbst angelegte Nothverband war gerissen, das Blut quoll hervor und war kaum zu stillen- Carl war wieder einer Ohnmacht nahe. Endlich ließ der Strom des Blutes nach, ein regelrechter und sicherer Verband wurde angelegt, eine kräftige Taffe Kaffee wachte den Pflegling wieder vernehmungsfähig und mit innigem Mitleid horten sie den Bericht von seinem Unfall. (Fortsetzung folgt). Der Hietzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener -«mtkieuStätter werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. blieben. Eine ohnmachtähuliche Schwäche überkam ihn- er mußte fich auf einen Stein niedersetzen. — Wenn er nun zu spät kam! Wenn sie glauben mußte, er habe sein Wort gebrochen! Sollte er auch diesmal ihre Spur verlieren? Nein, das durfte nicht sein! Er mußte weiter, mochte es kosten, was es wollte. Mühsam hob er sich empor, kroch den Geröllabhang herunter, hinkte auf dem Zickzackpfade der in der Tiefe rauschenden Bode zu und hielt dann den schmerzenden und brennenden Fuß in ihr kühles Wasser. Nach dieser wohl- thätigen Rast stieg er mit Aufbietung aller Kraft die Schurre hinauf. Mehr als einmal schienen ihm die Sinne zu schwinden und er mußte sich auf einer der Bänke niederlassen. Aber die Liebe gab Kraft- er kam endlich doch oben an. Elise hatte schon längere Zeit unter der Halle neben dem Gasthause erwartungsvoll geseffen. Wird er wirklich kommen? — Sie fühlte, ihre Liebe zu ihm war unbesiegbar. Werden aber die Verhältniffe und der Eltern Wille eine dauernde Vereinigung mit ihm gestatten? Mehrmals verließ sie den Platz und schaute den Weg entlang, den er kommen mußte. — Nun endlich kam er! Aber wie langsam und schwerfällig ging er und wie blaß sah er aus! Und seine linke Hand war ja verbunden. „Um Gotteswillen, was ist Ihnen geschehen?" „Ach, Fräulein Elise — ich--ich —" Er schwankte, er taumelte, er sank um. Doch schon hatte sie ihn mit ihren Armen aufgefangen, und ihn vor jähem Sturze bewahrend, ließ sie ihn tn bem Schatten einer niedrigen Kiefer zur Erde gleiten. Aber zur Erquickung und zur Wiederbelebung hatte sie nichts bet sich. Mit augstbeflügelten Füßen eilte sie zu ihren Eltern zurück. „Vater, er ist ohnmächtig geworden! „Wer denn, Kind, wer denn?" , „Ja, zum Antworten hatte sie keine Zeit. Sie hob und zahlreiche Verwundete. Depeschen deS Bureau »Herold*. Berliu, 30. Juli. Die „Vosfische Zeitung" meldet aus Sofia: Die Anhänger Stambulows beschloffen, fich mit den Anhängern RadoslawowS, unter Führung desselben, zu vereinigen. Eine Kundgebung in diesem Sinne ist bald zu erwarten. Die Anhänger ZankowS veranstalten eine Sammlung zur feierlichen Einholung der Petersburger Deputation und zu einer großen, politischen Ehrung für den Metropoliten Clement. Berlin. 30. Juli. Die Former und Metallarbeiter Berlins haben gestern beschloffen, in eine Lohnbewegung einzutreten. Sie fordern 25pCt. Lohnerhöhung, 50 Pfennig für die Ueberstunde, zehnstündige Arbeitszeit, Bezahlung der Nebenarbeiten, 21 Mark Minimal- Wochenlohn für die Hilfsarbeiter. 90pCt. aller Former sind organifirt. Köln, 30. Juli. Der Constantiuopeler Correspondent der „Köln. Ztg." versichert gleichfalls, die Pforte stehe im Begriffe, wegen der macedontschen Wirren außerordentliche Maßregeln zu treffen. Bei dem heutigen bulgarischen Cabinet glaube man nicht an ein Eingreifen der bulgarischen Armee - sollte dasselbe aber einem russenfreundlichen Ministerium Platz machen, so stehe man, das ist der Eindruck in maßgebenden türkischen Kreisen, vor einer ernsten Krisis. Der russische Einfluß in Bulgarien sei stets gleichbedeutend mit der Beunruhigung Macedoniens gewesen. Köln. 30. Juli. Die „Köln. Ztg." meldet von unterrichteter Seite, daß gegenüber anderweitigen Berichten der Justizminister eine Wiedervorlegung deS Gesetzentwurfes betreffend die Aeuderung der Strafproceßordnung als unbedingt nothwendig erachtet. Voraussichtlich wird der Entwurf wieder in unveränderter Gestalt in den Reichstag gelangen. , Kiel. 30. Juli. Am Freitag Morgen tritt die „Hohen- zollern" und die „Gefione" die Fahrt durch den Canal nach Brunsbüttel an. Dort begibt sich der Kaiser Abends an Bord der „Hohenzollern, um nach Cowes zu fahren. Wilhelmshaven. 30. Juli. In dieser Nacht wird die l ^°nen- 4 Dan. ttttm. '6e 50 Ns. Gießener Anzeiger Kmerat-Anzeiger. |o6.' tfl' I) . I 20 * W 3 M 1,11 '«M, I Erdstoß beobachtet. In dem benachbarten, bereits durch Erdbeben heimgesnchten Landstrich wurde ein sehr heftiger Erdstoß verspürt, dem ein unterirdisches Getöse vorausging. Die Bewohner sind in äußerster Unruhe. Havanna, 30. Juli. Die Spanier schlugen und zerstreuten eine Bande der Rebellen im District Baracea. Die Spanier hatten 31 Verwundete, die Insurgenten 16 Tobte und deren Verhaftung merksam zu machen. unternimmt die lebende Wir unter« Abend auf» Panitzas Rache geschworen hätten bevorstehe. H. Darmstadt, 31. Juli. Der zufolge trifft die Großherzogin d'-n England zurückkehrend, hier ein. sie, sei bisher nur durch den Dreibund aufrecht erhalten worden und es stehe zu befürchten, baß, wenn der Dreibund aufgelöst werde, der europäische Rrieg vor der Thür strhe. Paris, 30. Juli. Präsident Faure hat dem Minister des Innern seine Glückwünsche übermittelt zu dem Resultat der GeneralrathSwahlen, welches nichts weniger sei, als die Vernichtung der Socialisten. Paris, 30. Juli. Im Departement Haute Marne ging gestern ein furchtbarer Gewittersturm nieder. Die ganze Ernte wurde vom Hagel vernichtet. Fünf Gemeinden wurden von dem Unwetter heimgesucht. Der Präfect forderte vom Minister des Innern schleunige Unterstützung. Paris, 30. Juli. Der „Figaro" meldet, Prinz Boris von Bulgarien trete demnächst zur orthodoxen Religion über. Der Czar werde wahrscheinlich die Pathen- schäft übernehmen. London, 30. Juli. Der zum Geographencongreß hier weilende Professor RecluS aus Brüffel hielt gestern vor einer ungeheuren Menschenmenge einen anarchistischen Vortrag. Sofia, 30. Juli. Stoilow gab mehreren Journalisten die Versicherung, daß er die Mörder Stambulowö kenne- es feien drei Personen, welche demselben am Grabe warmen Nachruf für das verstorbene Mitglied Wilhelt» Schröder und der Aufforderung, sich zum ehrenden Andenken an den Verstorbenen von den Plätzen zu erheben. Da ries auS der hintersten Ecke des Saales ein Mitglied, und zwar der Verstorbene selbst, der seinen Nachruf mit schmunzelndem Behagen angehört hatte: Der Sturm hat großen Schaden gethan. * Berlin, 27. Juli. Große Heiterkeit erregte am MittW woch in einer Schneider-Versammlung folgendere Vorfall: Der Vorsitzende eröffnete die Sitzung mit einem w W DO izam 10. I 3n der ibibliothel tag, Gieße «374 nördlichen Kurhessen und dem angrenzenden Westfalen entladen. Der der Landwirthschaft zugefügte Schaden ist sehr groß. In Körb ecke bei Warburg schlug der Blitz ein und wurden daö Schulgebäude und sechs Wohnhäuser tingeäschert. In Obermeiser bei Hofgeismar wurden fünf Personen, die sich beim Oeconom Riede in der Wohnstube befanden, vom Blitz getroffen und verletzt, zum Glück jedoch nur leicht. „Darmstädter Zeitung" am Donnerstag Abend, Au der großen Belagerungsübung zu Maiuz nimmt nach einer Mittheilung des „D. T." auch das hiesige Jnfan- terie-Regirnent theil. Zu diesem Zwecke wird der Griesheimer Schießplatz vom 22. August ab auf ca. 14 Tage von etwa 5000 Mann verschiedener Truppengattungen bezogen, welche an dieser Belagerungö'Uebung theilnehmen. Die dort sich sammelnden Truppen setzen sich aus dem 5. Dragoner-Regiment (Hofgeismar), dem 6. Ulanen-Regi- ment (Hanau), dem 14. Husaren-Regiment (Cassel), dem 11. Jäger-Bataillon (Marburg) und dem 116. Infanterie- Regiment (Gießen) zusammen. ••P.A. 25jährige ErioueruugSfeier an 1870, zugleich »er- baudösrst der Kriegerkameradschast „Haffia" zu Darmstadt. Das gsr o ße Erinn erungSsest, welches Mitte August dieses Jahres in der Residenzstadt Darmstadt gefeiert werden wird, soll zugleich ein Fest des Wiedersehens für alle Feldzugs- kameraden unseres Landes werden, für alle jene, welche Glied an Glied mit unerschütterlicher Tapferkeit auf Frank- reich- blutgetränkten Schlachtfeldern die Heimath vertheidigten und die Macht und Einheit deS deutschen Vaterlandes mit erringen halfen. Wer von all-diesen, denen Gott bis zum heutigen Tage Leben und Gesundheit verlieh, möchte der er- hebenden Feier fern bleiben? Wie istS nun aber mit jenen Feldzugs-Veteranen, die ihrer Stellung gemäß für die Tage ®om 17. dis 18. August eines Urlaubes bedürfen? Sollten sie nicht mit ihren Kriegskameraden zusammen die hehre Erinnerung begehen? Wir richten daher an alle städtischen u"d Staatsbehörden, wie an alle Arbeitgeber die ebenso er- gebenc wie dringende Bitte, ihren Untergebenen und Arbeit- nehmern, welche den Feldzug 1870/71 mitgemacht, zu den genannten Tagen Urlaub behufs Theilnahme an dem patriotischen Feste gütigst ertheilen zu wollen. Nicht nur die Betreffenden werden ihnen dafür herzlichen Dank wiffen, auch die Kameraden derselben, und sie machen sich ebenso um das Fest selbst verdient. Dem gemeinsamen Feste eine allseitige Theilnahme! Der hessische Fischereivereiu hält morgen Donner-tag in Worms seine Generalversammlung. Aus der Tagesordnung steht u. «. Verhandlung wegen Bethettigung des Vereins bei der landw. Ausstellung zu Gießen. .«todf, Ä ad. j Mn u jMSSj ""kaufe» «ti •• Die Ottomar Aufchütz'fchen Projectioueu umfaffen beute (Mittwoch) Abend die berühmten Bilder, welche der Künstler im Auftrage des preußischen Kriegs- und landwirth» schaftlichen Ministeriums geschaffen hat. Auch Photographie wird zur Vorführung gelangen, kaffen nicht, unsere Leser auf den genußreichen Meßen, den 31. Juli 1896. •* Ruhestandsversetzung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 24. Juli den Vorstand des Polizeiamts Gießen Polizeirath Wilhelm Fresenius auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen und treu geleisteten Dienste, mit Wirkung vorn 17. August I. IS. an, in den Ruhestand zu versetzen und demselben das Ritterkreuz erster Klasse des Verdienstordens Philipps des Großrnüthigen zu verleihen. *♦ Straffammer. Gestern verhandelte die Strafkammer in fünfstündiger Sitzung gegen die 53jährige Wittwe Stauf von Grünberg. Derselben wurde zur Last gelegt, ihre Dienstmagd Menz zu einem falschen Zeugniß verleitet zu haben. Ursprünglich war das Verfahren auch gegen die Menz gerichtet gewesen, wurde jedoch eingestellt, trotzdem die Menz sich selbst des Meineides bezichtigt hatte und dadurch erst den Anstoß zur Strafverfolgung der heutigen Angeklagten gegeben hat. Herr Staatsanwalt Koch beantragte gegen die Angeklagte zwei Jahre Zuchthaus. Der Gerichtshof ver- urtheilte dieselbe zu P/4 Jahr Zuchthaus. — Die Verhand- lung gegen die Wittwe Schultheis von Wisselsheim wurde am Montag Abend um 8 Uhr abgebrochen, um heute Vormittag 8V< Uhr fortgesetzt zu werden. ES sind noch fünf- zehn Zeugen zu vernehmen, und werden die Plaidoyers sich jedenfalls bis gegen Abend hinziehen. TnrnerischeS. Samstag den 3. August der Turnverein seinen diesjährigen Nachtturngang aus den DünSberg. Sammlung Abends 2/212 Uhr auf der Lahnbrücke. Freunde find willkommen. ♦♦ Schlitz, 30. Juli. Nächsten Sonntag den 4. August soll hier em Schau» und Wettturnen der Mufterriegen des 4. Bezirks des TumgaueS ^Hessen", wozu die Vereine Alsfeld, Lauterbach und Schlitz gehören, abgehalten werden. A Von der Oh», 30. Juli. Man erinnert sich wohl der vielen Klagen über das häufige Adsterben der Johannisbeersträucher^ in diesem Sommer. Die Ursachen hiervon suchte man unter anderen auch in einer Erkrankung der Wurzeln. Daß diese Annahme eine irrige gewesen, zeigen jetzt evident die jungen WurzelauSschläge. Es bleibt somit die Anficht zutreffend, daß die kalten Nächte im März den bereits im Saft stehenden Sträuchern Unheil gebracht. AuS den jetzt aus den abgestorbenen Sträuchern emporschießenden jungen Trieben lassen sich bei einiger Aufmerksamkeit leicht wieder frische Pflanzungen ziehen. V. Aus dem westlichen Bogelsberge, 28. Juli. Man ist gewöhnlich der Ansicht, daß die Holzversteigerungen am besten ausfallen, wenn eS recht kalt ist. Wir hatten aber dieser Tage, also in der letzten Juliwoche, bei anständiger Wärme in den Districten Hainborn, Glaubzahl, Streithamer, Mühlgraben und UniverfitätSwald eine Versteigerung gehabt, I Behagen angehört hatte: „Js nich nöthig!" Der Vor- welche auS Nidda, BorSdorf, Ober-Widdersbeim, Echzell, sitzende war zu dem vorzeitigen Nachruf dadurch veranlaßt Berstadt u. a. O. recht zahlreich besucht war und so gute worden, daß er im Morgcnblatt eine Notiz von dem Tode Preise erzielte, daß 25 pCt. über den Tarifpreis erzielt wurden, eines Schneiders Wilhelm Schröder gelesen und nun ohne Es kamen Buche, Eiche, Fichte, Linde und anderes Nadelholz Weiteres angenommen hatte, dieser fet das betreffende Der- zum Ausgebote, was gerne genommen und wozu der Zuschlag einsmitglied. - ,1« Ibtutffy ytttlU 16. d. Lilow, ieitgisoillni »tiiai toben - natb L Mrrstag i Nochm! im ebemal- - Wto aut trfa' 1 Ma in •ii tz ttö 1 Itümtuui uhr. mtbti 1 nngelejti schränk, 1 bpirgrlschr «rhrrre € »abajonil mit Cvitg trotze»« "hüttu Ei»tm, 1 M Mö i tofabtbe ™ meist i, - -Trntag -NI I ” , ,n öonnori '^arjchelvul' 1 a rt- »l tf’r “ der i terttn 8^2 HW» » 1 st'N « £ 1 lrbhastt » Denl'.oit # ui ,Ae°Y° S**1! iiar * Mkir Mln? | »ar 6 5er lo s iit fiütin »I Wt 8t8« (ep'-än M E |sn ächtete tu W. vor ihm bi' eef trm P» Ht Paozerp :ii6 wie schi * »och Atzoe.1 Dorju -r-tz feint« j bitte, iömZei 1 Dn kleine > Riob, giebt ffibbtue: /, freilich kann so daß sie sich alsbald wieder erholten. In Hernsuny bei Sachsenhausen wurde der Schäfer Unzicker auf dem Felde bei der Heerde vom Blitz getroffen und auf der Stelle g e- tödtet. Der Mann hinterläßt neun unmündige Kinder. uuj -)nmugcu: Warum r 4Jie Uippnajf " ' ^ b«i roh- hunder°jähri?e Linde "nieder / bü^eor’ dem “ WorrbaufV'ln y bie"en Großkurlbuch stunb unb 3,50 Meter im Umfang mutz, mar nubrn 1^6n bi- » Ä Im Innern war ber riesige Buumveteran im Lause der war, nahm ihn die Polizei in Gewahrsam, bis Nachricht I c\Q[.re hijnin bobl aetonrbpn __ m.; trnff-n'ift" °°" btm $°lfatIC b-n°chrichiigi°n Eltern -inge- ertrunken um Sonntag im Rhein brei Schiffer beim Ueber- A Mainz. 30. Juli, lieber die in ber N-ustubt hier zu erbauende zweite protestantische Kirche hat sich der ~ London, 26. Juli. In London mehren sich die Kirchenoorftand nach langen Verhandlungen jetzt endlich ?.b/bstmorde. ©eit langen Jahren haben sich in der. schlüssig gemacht. Man hat die Pläne des StadtbaumeifterS bl,ttfd)en Hauptstadt nicht so viele Menschen ihr Leben ge- Kreysfig angenommen und demselben den Bau übertragen uommen. ES hat m dem laufenden Monat Tage gegeben. Die Bausumme soll 930,000 Mk. nicht übersteigen. Die to0 ßeute ^rem Leben em Ende machten. Die große Kirche soll den Namen „ChristuSkirche" erhalten und im toirb aIfl zunächstliegende Gelegenheitsursache be- Jahre 1900 eingeweiht werden. — Eine nicht uninteressante zeichnet. Es befanden sich unter den Selbstmördern auch Entscheidung hat das LandeSversicherungSamt viele unter 18 Jahren. ES gibt augenblicklich kaum ein Darmstadt in einer Klagesache eines benachbarten Land- Londoner Hospital, in dem nicht mindestens ein Patient vor» Wirths getroffen. Der Landwirth wurde beim Spargelstechen fanden ist, der sich selbst zu entleiben versucht hat. von einem Schlaganfall betroffen, der eine linksseitige * Fünfundzwanzigtaufend Rosen, fünfzigtausend Seerosen,. Lähmung verursachte- der Mann verlangte nun von der land- dreitausend Bündel Levkojen, zweitausend Bündel Schleier- wirthschaftlichen Berufsgenossenschaft eine Rente, wurde aber kraut unb siebzehnhundert Bündel Vergißmeinnicht braucht abgewiesen und zwar unter der Begründung, daß die Art allein ein Kranzbindegeschäft in Berlin, das namentlich Seitens und ber Ort ber Urbeit nicht als Ursache beß Schlaganfalles der einzelnen Regimenter Aufträge für Kränze erhalten hat, anzusehen sei, indem ein solcher wie bei dem Spargelstechen welche zur Ausschmückung der Gräber der 1870/71 Gefallene» ebenso gut wie bei jeder anderen Arbeit hatte eintreten dienen sollen. Die Kränze, die auß Kirschlorbeer, Eichenlaub,. W"ne a w » s»«. • u n ™ ~ italienischem Lorbeer in Verbindung mit diesen Blumen ge- . △ WWflen, 30. Juli. Der Stand der Wein- Kunden werden und bei einzelnen Regimentern mit Schleifen, berge ist burchgangig zur Zeit ein außerorbentlich günstiger. In ben Regimentßfarben, bei anderen wieder mit den Bändern. „/""Lagen ist bev.Behang ein recht zufrieden- des Eisernen 5kreuzeS geschmückt sind, repräsentiren einen stellender, unb wenn bie gegenwärtige Witterung noch einige Werth von je 15 bis 75 Mk. in Rheinhessen hat burchschnittlich einen guten Körnerertrag 9 Albig 29. Juli Ein braver nnh hnffnnnnÄH«n cv ®eru<^ bcr Duchdruckerschwärze an sich und macht dessen der Soh/ einer hie'siaen Verwendung daher nicht immer möglich. Die Thatsache steht Klaff- b-r R-aiichul- zu Alz-Y, muß,- hm« N-ch"°u"°-iÜ- ■ *^irb ”ltma16 Don 3”°“ Q ’ der Stell? 1 §Z 8? Der 8or *'* kn4 5 bon dem Tot. Vnb »un °h! ^treffende steinigt muri! igeS Mädchen c 16 SRäbdftn c lersol^r uud s papter eingehüllt ist." Man sollte daher auch im Sommer fleißig auf Zeitungen abonniren. ♦ Miß Mary Täte, eine in Amerika gefeierte Pianistin, starb in Connoröville, Indianapolis, im Alter von 21 Jahren. Ihre Leiche wurde, ihrem Wunsch entsprechend, auf dem Flügel aufgebahrt. Auf dem Clavier liegend wurde die Leiche auch rivgesegnet, der Choral wurde auf demselben Flügel von einem Pianisten begleitet, dann der Clavierdeckel aufgehoben, die Saiten aus dem Kasten herauSgerisfen, die Leiche in den Saften gelegt und nachdem die Beine des ClavierS abgeschraubt waren, Miß Täte in diesem Kasten auf den Kirchhof getragen und darin auch begraben. Mit diesem Begräbniß dürfte der Record der Verrücktheit erreicht sein. * Auf einem Panzerschiffe wahrend einer Schlacht. Die wenigsten können sich eine Vorstellung davon machen, was es heißt, sich in einer Seeschlacht auf einem Panzerschiffe zu befinden. Capirän M'Giffin, welcher ein chinesisches Kriegsschiff in der Seeschlacht am Yalu befehligte, giebt eine lrbhafte Schtldenmg davon. Das Getöse der gegen die Panzerplatten anfchlagenden feindlichen Projectile war so unerträglich, daß sich der Capitän Watte in die Ohren stopfte. Dennoch ist er noch heutigen TageS taub. Die Maschinisten be» „Chenynen" blieben bei ihren Maschinen, selbst als die Hitze über 200 Grad Fahrenheit betrug. Die Haut schrumpfte ihnen buchstäblich an Händen und Armen ab und jeder wurde blind für das ganze Leben. Als die Schlacht zu Ende ging, war dem Capitän das Haar verbrannt. DaS Blut war chm so stark in die Augenhöhlen getreten, daß er nur mit einem Auge sehen konnte und das nur, wenn er die Finger gegen daS obere Augenlied schob. Dennoch wollte fcapltän M'Giffin nachschauen, wohin der Feind sein Haupt- feuer richtete, als plötzlich eine Hundertpfundgranate durch bkr Panzer des Schiffes 18 Zoll vor ihm drang. Sofort war ihm die Hand so verbrannt, daß ein Theil der Haut aas dem Panzer fitzen blieb. Das beweist, wie furchtbar die Panzerplatten erhitzt werden, wenn ein Schuß sie trifft, mlb wie schnell der Strahl die Wärme leitet. * Auch ein Wunderkind. Director: „Ich beehre mich, Ihnen vorzuführen den sechs Monat alten Otto. Er kann trotz seines zarten Alters bereits alles Gedruckte lesen. Ich bitte, ihm Zeitungen oder Visitenkarten zum Lesen zu geben!" (Drr kleine Otto bekommt eine Zeitung, hält sie in der Hand, giebt aber keinen Laut von sich.) Stimme aus dem Publikum: „Der kann ja gar nicht lesen!" Dtrector: „Freilich kann er lesen — aber sprechen noch nicht!" SUeratttr unb Arrnst. - »Deutscher Soldaterrhort-, illustrirte Zeitschrift für das deutsche Heer und die Marine. Herausgeber: General-Lieutenant z. D. H. o. Below. Preis pro Quartal 1.80 Mk. Verlag von Karl Liegts muud. Berlin Mauerstraße 68. VI. Jahrgang. Heft 30 ertöten soeben und enthält: Vor 25 Jahren. — Von Jericho bei Metz — nach Serbien. Roman von Alex Richter. (Fortsetzung.) — Am ConcenttirungS-Marsche. Manöoer-Humorcske aus der öster- reichiich-uuv.ariscken Armee von Zdenko Änderte. — Soldatensiguren sür die „L^u^c Brücke" in Potsdam. (Mit Abbildungen.) — Friedrich der Große bet dem Austrocknen von Sümpfen. (Mtt.Abblldung.) — Deutsche Armeegefchichte: Aus unseren Kriegsjahren. Von General der Infanterie z. D. v. Kretschman. — Vermischtes: Aus den bayerischen Bergen. (Wtldschützenleben.) —- Gute Nachricht. (Mit Abb.) — Beim AuSmarsch in das Feld vor 25 Jahren. Lied von Bruno Emil König (Saalfeld a. S.) — Vaterländische Gedenktage. — Splitter und Funken. — Kameradschaflltches Plauderstündchen. — Briefkasten. — Inserate^ ~ — Das illustrirte Familienjournal ,DaS Buch für «Oe* bringt in seinem neuen, soeben beginnenden Jahrgang einen hochinteressanten Roman aus dem deutsch-französischen Kriege zum Abdrucke: „Die Erbschaft des Volkes" von H. v. Heldrungen. Wir verfehlen um fo weniger auf diese zeitgemäße Publication ganz besonders aufmerksam zu machen, als das uns vorliegende ersteÜHeft deS neuen Jahrgangs vom „Buch für Alle" in geradezu glänzender Weise ausgestattet ist und diesem bekanrnlich unter allen größeren illustrirten Zeitschriften sich der weitesten Verbreitung erfreuenden Journal stcherlich viele neue Freunde zuführen wird. Preis nutf 30 Psg. für das Heft. Schifssnachvichteir. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. . Bremen, 30. Juli. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Saale, Capitän M. Moller, vom Nordd. Aoyd Lloyd in Bremen, ist gestern 12 Uhr Mittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gieße«. 30. Woche. Vom 21. Juli bis 27. Juli 1895. Einwohnerzahl: angenommen zu 22 400 (tncl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer für Gießen: 20,89, einschl. 4 Ortsfremde: 30,18 %q. Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom A n m. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele dec Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auSwärtS nach Gießen gebrachte Kranke kommen. 1.Lebensjahr: 2.-15. Jahr: Magen-Darmcatarrh 4 1 3 — Lungenschwindsucht 2 (1) 2 (1) — Lungenentzündung 1 1 — Schlagfluß 1 1 — — Bösartiger Neubildung (Krebs) 3 (1) 3 (1) Eiteriger Zellgewebsentzündung 2 (2) 2 (2) — Summa: 13 (4) 9 (4) 4 — Briefkasten. Militaria, hier. Wir bedauern recht sehr, Ihnen die gewünschte Antwort nicht geben zu können. Sie wenden sich am besten an einen höheren Offizier. Red. Verkehr, Land- tuet Votkswirthschaft. § Bermuthshain, 30. Juli. Der heute hier abgehaltene Vieh markt war in Schweinen verhältnißmäßig stark befahren, wohl infolge des wegen der Maul- und Klauenseuche ausgefallenen Herchenhainer Johanni-Marktes und weil seither in hiesiger Gegend keine Markte abgehallen wurden. Es kosteten ,Früijahrsserkel das Paar70 bis 90 Mk., Sommerferkel, 6 bis 7 Wochen alt, 20 bis 25.Mk., ? Wochen alt, 25 bis 35 Mk., Zuchtschweine das Sluck 60 bis 70 Mk. i^ette Schweine waren nicht vorbanden, Witternngsbericht vom 30. Juli. Von dem Depressions-Centrum, welches heute über Finnland liegt, verläuft in südlicher Richtung ein furchenartiges Thetlmtnimum über das Ostseegebiet bis nach Polen und Galizien. Dagegen hat über West- und Central-Europa der Luftdruck noch weiter zugenommen. Es lasten sich zwei Kerne erkennen, von denen der eine über Südwest-Frankreich, der andere über Südbayern liegt, doch ist auch innerhalb des Maximalgebtetes die Druckoertheilung nicht gleichmäßig und herrscht vielfach trübe Witterung. Im südlichen Deutschland haben gestern wieder zahlreiche Gewitter stattgefunden, welche stellenweise erhebliche Niederschläge und ziemliche Abkühlung brachten, sodaß die Morgentemperaturen beträchtlich tiefer lagen, als gestern. Am Morgen war noch unter dem Einfluß des östlich von unserem Gebiete lagernden liefen Druckes das Wetter meist trübe und stellenweise regnerisch. BorauSstchtliche Witterung r Bei wechselnder Bewölkung wieder etwas wärmeres Wetter mit einzelnen Gewittern. Witterung» ansficht«, am 31. Juli Mittag« 12 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage). Barometerstand Thermometer: • a $ a 5 min. + 11° R., max. 4-17° R. ! Vl Hygrometer: Gewitterbildung. 1 Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gewesten am 31. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 17Va°, Lust 17'/,° im Schatten. Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanstalt. doooooooooooooooooood 0 Loden, Cheviots und Buxkin, doppelbreit 0 0 ä Mk, 1.35 per Meter Q nadelfertig, in den vorzüglichsten Qualitäten, versenden in Q a einzelnen Metern portofrei in’s Haus 1118 * v Tuchversandtgeschäft Oettinger & Co., Frankfurt a. M. 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Gefallene- nbeer, liefen tetn wit Schlei!» ermitdenM-n .epräsentiren dntt n? Die LipB " Sie \6* ich un» Hilft inM'1'! ijt * fi‘ ”b*6 aeltui’Sj ei”' «F ßganr i"§ 6449] Ein Viertel 6 a f t e auf dem Halm zu verkaufen- Näheres e Settersweg 30, IL Mobilien-Versteigerung. Freitag den 2. August d. I., Nachmittags 4 Uhr, werden Ludwigstratze 8, II nachverzeichnete Gegenstände gegen Baarzahlung versteigert: 1 Eopha, 1 Commode, 2 ein» thürige «leiderschrLnke, zwei Waschschrünkche«, mehrere Tische, darunter ein ovaler AuSziehttsch, einige Büchergestelle, sehr gut erhaltene Herren- und Damen-Kleidex (Damcn-Jacken u. -Mäntel), versch. Unterhaltungsbücher, als: Gartenlaube u. s. w. 6483 Schneider, Gerichts-Taxator. Donnerslsg den 1. Ang. 1. A, Bormitlags 11 Uhr, wird in der früber Klett'schen Hofraithe — Wallthorstraße — eine Kuh versteigert. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Die Kuh kann schon jetzt besichtigt werden. Versteigerung. öannerstag den 1. Ang. t.A, Nachmittags 2 Uhr, werden im ehemals Areih. v. Rabenau- sde« Hanse — Frankfurterstraße 52 — folgende gut erhaltene Sacken versteigert: 1 Sopha in rothem Plüsch, 1 dgl. mit 6 Stühlen und 2 Seffeln, 1 Trümeaux mit Spiegel und Standuhr, mehrere Tische, 1 Spieltisch, 1 eingelegtes Commodcken, 1 Eckschrank, 1 Damenschreibtisch, ein Spiegelschrank, ein Pfeilerschrank, mehrere Sophas mit Sesseln, ein Mahagonikleiderschrank, 1 Trümeaux mit Spiegel und Marmoruhr, ein großes Buffet itt Eichen, 1 gut erhaltenes Pianino, 9 Jagd- hinten, 1 Waffenschrank, 1 Kalesche, versch. Möbel tn Eichen, Kleiderschränke, Stühle, Gartenstühle, Tische, 2 Gesindebetten u. a. m Die Möbel sind meist in Mahagoni. Die Versteigerung findet bestimmt vatt. 14i4 Geißler, Gerichtsvollzieher. frcitag den 2. August L Nachmittags 2 Uhr, in zu Gießen werden durch Iti Unterzeichneten öffentlich gegen Baar- yltunfl versteigert: 3) 1 Pferd, 2 Schweine, 1 Partie Eichen- «Miesches .tPqOGEZ.- mif der Schwalbe. 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