Mittwoch den 1. Mai 1S9$ Erstes Blatt Nr. 101 Amts- und Anzeigeblatt für den tLreis Gieren. chratisbeitage: chießener Jamilienötätter QM 3704 Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Borm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux de» In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. ma neue es-Häringe, a-Kartoffeln, it Zwiebeln 'lkwktHäM 'reise. ®dim * 13,24, *. 10,50, Erbsen JL 18,00, H 00,00,fiotlofidn^550, der Antrag Wolz wegen Erbauung einer Bahn von Seligenstadt nach Reinheim. Die Erste Kammer be- harrt aus früherem Beschluß, daß neue Projecte nicht ge- nehmigt werden sollen bis die alten auSgeführt sind. Dasselbe wird wegen des Antrags deS Abg. Schönberger beschlosien bezüglich Erbauung einer Nebenbahn Reichels- Heim-Fürth. Die Zweite Kammer beschloß s. Z., die Strecken zu genehmigen. Auch bezüglich des Gesuchs des Bahnmeisters Feiger trat die Kammer dem ablehnenden Beschluß Zweiter Kammer nicht bei. Desgleichen auch bezüglich der Aufbesserung der Gehalte der Hilfs - Gerichtsschreiber und GerichtSschreiber- ASspiravten. Ferner lehnte die Kammer wiederholt die von der Zweiten Kammer beantragte Einführung einer Staatsklassenlotterie und die Uebernahme der Kosten der Volksschulen aus den Staat ab. Auch bezüglich der Einführung der Feuer- beftattung bleibt eß bei dem früheren Beschluß. Das Wildschadengesetz wurde entsprechend den Beschlüssen Zweiter Kammer angenommen. Zum Schluß gelangt die Novelle zum Gesetz über die Nebenbahnen zur Berathung. Die Erste Kammer trat dabei dem Beschluß Zweiter Kammer wegen der Bahn Laubach — Mücke bei, ebenso bezüglich der Strecke Schlitz—Salzschlirf. Im Ganzen wurden 5,700,000 Mk. genehmigt. Damit war die Tagesordnung erledigt. ' Die Kammer wird vor dem 20. Mai nicht mehr zusammentreten. Deutscher Reichstag. 79. Sitzung. Montag, den 29. »lpril 1895. Die Preissteigerung für Petroleum. DaS Petroleum hat in den letzten Wochen einen plötzlichen und erheblichen Preisausschlag erfahren, welcher sich nicht nur im Haushalte des „kleinen Mannes", sondern auch in weiteren Kreisen schon recht bemerkbar macht. Im Detail- Handel ist der so beliebte Leuchtstoff von dem bisherigen durchschnittlichen Preise von 15 Pfennig pro Liter auf 25 und 30 Pfennig emporgeschnellt, und gilt es als keineswegs auS- geschloffen, daß diese Steigerung noch bis zu 50, ja sogar 60 Pfennig pro Liier weitergeht. Selbst wenn aber letzterer ganz außerordentlicher Preisaufschlag für Petroleum schließlich nicht eintreten sollte, so ist doch schon die jetzige Preiserhöhung eine derartige, daß sie den Volkswirth und Wirthschaftspolitiker mit ernsten Bedenken erfüllen muß. Denn einerseits spielt das kostbare Erdöl in zahlreichen Haushaltungen und Gemeindeverwaltungen als Beleuchtungsmaterial die hervorragendste Rolle, während eS anderseits auch zu vielfachen industriellen Zwecken dient und man dürfte daher in den meisten betreffenden Interessentenkreisen die wesentliche Dertheuerung dieses Natur- producteS höchst unliebsam empfinden. Woher stammt nun die eingetretene wilde Preistreiberei in dem genannten Weltartikel? Es ist hier und da behauptet, sie bringe nur ein bisher bestandenes Mißverhältniß zwischen Production und Consumtion auf dem Petroleummarkte zum natürlichen Ausdruck. Die Production von Petroleum in den Erdäldistricten Nordamerikas sei tn rascher Abnahme begriffen, während der Bedarf hieran sich stark gesteigert habe, nunmehr sei durch die ftattgefundene Preiserhöhung nur der zu erwartende Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage erfolgt. Diese Argumentation hat nun insofern wirklich etwas für sich, als Ipeciell im vergangenen Jahre die Petroleumpreise niedrige waren und als weiter ein so hervorragender Verbrauchs- artikel, wie Petroleum, begreiflicher Weise wechselnden Con- juncturen unterliegt. Dennoch könnte die Regelung zwischen Angebot und Nachfrage im Petroleumhandel schwerlich allein einen so erheblichen PretSaufschlag bewirkt haben, wie er thatsächlich bereits eingetreten ist und vielleicht auch noch weiter steigen wird, vielmehr liegt die sehr wahrscheinliche Annahme nahe, daß hinter der Sache eine häßliche, rücksichtslose Speculation der amerikanlschen Petroleum-Producenten steckt. Klar lasten sich allerdings die Verhältnisse in dieser Beziehung noch nicht übersehen, indessen bezeichnet man in unterrichteten kaufmännischen Kreisen den durch die Standard- Oil-Gesellschaft repräsenürten Trust oder Ring der Petroleumquellenbesitzer und größten Petroleumhändler Nordamerikas bereits als den Urheber der Pctroleumhauffe. Der Ring hat allmölig eine Abnahme der Zufuhren bewirkt, um den Preis zu steigern, unabhängige Vereinigungen und Händler vom Petroleummarkte zu verdrängen und sich der ganzen Concurrenz im Lande zu entledigen, und auf dieses ver- gewaltigende Vorgehen der nordamerikanischen Petroleum- kvnige wird die Preissteigerung für Petroleum zurückgeführt. ES handelt sich also anscheinend um eine künstliche Mache bet der plötzlich eingetretenen Vertheuerung für einen der wichtigsten Artikel des allgemeinen Bedarfs, aus welchem Umstande man vielleicht die Hoffnung schöpfen darf, daß die gegenwärtigen Zustände auf dem Petroleummarkre doch nicht von längerer Dauer sein werden. Auch ist es nicht ganz belanglos, daß der Preisaufschlag in die beginnende sommerliche Jahreszeit fällt, in welcher natürlich der Bedarf an Petroleum für Beleuchtungszwecke weit geringer ist als im Herbst und Winter. Außerdem wird versichert, daß die schon seit einiger Zeit eingeleiteten Bestrebungen der Standard-Oil-Company, sich mit den durch die Häuser Rothschild und Nobel repräsentinen Petroleum- und Naphta-Jndustriellen Rußlands zu einem Weltring zu vereinigen, infolge des entschiedenen Einspruches der russischen Regierung gescheitert seien, es stünde demnach sogar ein scharfer Concurrenzkampf zwischen beiden Parteien zu erwarten, der den Consumenten nur zum Vortheil gereichen könnte! Jedenfalls kann nur lebhaft gewünscht werden, daß die vom crastesten Egoismus dictirte Action der amerikanischen Petroleum- sürsten bald inS Blaue verpuffen möge, zum Wohle der gesammten Consumentenwelt. Vierteljähriger A5o«ue«entsprei» r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post oezoge« 2 Mark 50 Psg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Kchntstraße Hlr.7. Fernsprecher 51. Aus den Verhandlungen der Ersten Kammer der hessischen Stände. nn. Darmstadt. 29. April 1895. Die Erste Ständekammer trat heute Mittag um 1 Uhr zu einer kurzen Sitzung zusammen, um über noch bestehende Distense der Zweiten Kammer zu berathen. Zunächst ist es Deutsche» Reich. Berlin. 29. April. Mehrfach ist das Gerücht aufgetaucht, daß der Reichstag vor Pfingsten bis zum Herbst vertagt werden solle, um hierdurch zu verhindern, daß die bislang noch nicht erledigten Vorlagen zum größten Theil „unter den Tisch fallen", welches Schicksal die meisten der schwebenden Berathungsstoffe bei einem thatsächlichen Schlüsse der Reichstagssession vor Pfingsten zu gewärtigen hätten. Es wird indessen versichert, daß ein solcher Ver- tagungSplan bei den maßgebenden Reichstagsmitgliedern nur geringen Beifall finden würde, mawglaube in parlamentarischen Kreisen, daß außer der „Umsturz-Vorlage" diejenigen Gesetzentwürfe, welche überhaupt Aussicht auf Annahme besitzen, bequem vor dem Pfingstfeste durchberathen werden könnten. Daran, daß der Reichstag noch über Pfingsten hinaus zusammenzuhalten wäre, ist im Ernste nicht mehr zu denken- wenn trotzdem die Regierung dem Hause noch so wichtige und umfassende Berathungsstoffe in dem nachösterlichen Sessionsabschnitte vorlegen sollte, wie die signalisirten Gesetzentwürfe über die Börsenreform und die Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes, so wäre dies unter den obwaltenden Umständen ein unnützes Beginnen. zustände sind normal. « . . Graz, 29. April. Das Naabthal rst tm Bez'rs- Heldbach in ziemlicher Ausdehnung überschwemmt. Infolge dessen ist der Verkehr in einzelnen Straßen eingestellt. Windischgratz, 29. April. In Wölling striken 300 Bergarbeiter. Ein Beamter ist zur Intervention von Graz abgegangen. Paris, 29. April. Die StaatSingemeure erklärten, der Dammbruch in Boucey sei durch äußerlich nicht bemerkbare Veränderungen herbeigeführt, welche der Wintersrost tn dem Mauerwerk verursacht hat. Spinal, 29. April. Der Minister des Innern traf heute früh 7 Uhr hier ein und begab sich alsbald nach den von dem Dammbcuch betroffenen Ortschaften, um dort als erste Unterstützung 30000 Frcs. zu vertheilen. Ueberall spielten sich erschütternde Scenen ab. Die Einwohner durch- suchen, unterstützt von den Truppen, den Schlamm nach etwaigen Leichen. Unter dem Trauergeläute der Klrchen- glocken finden zahlreiche Beerdigungen statt. Der Minister ließ sich von den Ingenieuren Aufklärungen über die muth- maßlichen Ursachen der Katastrophe geben, die nach Ansicht der Ingenieure in der strengen Kälte des letzten Winters zu suchen ist. Mittags reiste der Minister wieder nach Paris zurück. Spinal, 28. April. Die Anzahl der bet der Katastrophe ums Leben Gekommenen überschreitet, soweit btsher sestgestellt ist, die Zahl Hundert. Vertreter der Behörden sind hier eingetroffen. Spinal, 28. April. Ueber daS durch den Dammbruch bei Boucey herbeigeführte Unglück sind folgende Einzel- i heilen gemeldet: Der Damm bei Boucey diente dazu, daß Wasser deß für die Speisung deß Ostcanals bestimmten Reservoirs zurückzuhalten. DaS Reservoir enthielt 7 000000 Cubikmeter Wasser. Der 500 Meter lange Damm wurde auf einer Strecke von 100 Metern durchbrochen. Das bei dem Damme liegende Dorf Boucey wurde vollständig zerstört. Der Wafferstrom zerstörte ferner die Böschung deS Ostcanals, deffen Waffer ebenfalls ausströmten. Die Wafferfluthen stürzten auf einer Strecke von 15 Kilometern durch das Thal j deß Fluffes Ariere bis zur Mosel, zerstörten theilweise drei I Dörfer und vernichteten Alles auf ihrem Wege. In allen ! Häusern steht daS Waffer zwei Meter hoch. Pflanzungen ! wurden zerstört, Brücken weggerissen und die Bäckeröfen aus- ! gelöscht. Die Einwohner sind ohne Brod, ohne Obdach, ja ; ohne Kleider. In der ganzen Gegend herrscht äußerste Be- ! stürzung. Die erste Hilfe wurde sehr schnell organisirt. Der ! Präfect besuchte gestern alle von dem Unglück betroffenen I Gemeinden und ließ Listen der Bedürftigsten aufftellen. Die Truppen leisten Hilfe, um die Wege wiederherzustellen, die , Leichen aufzusuchen und daß umgekommene Vieh zu verscharren. ' Die Zahl der Tobten wird gegenwärtig auf 110 geschätzt- nur die Hälfte der Leichen hat biß jetzt aufgefunden werden ltlAII flofflötlö, n |S93r Cneser i Ml, stet »rächt v-vtn- org Orlenbach, BW”' I" M6eu ,u "o Me wirb ju 1° *ifl » 375g Neueste Ua^rid^eii. WolffS telegraphisches Corrcspondenz-Bureau. Berlin, 29. April. Der BundeSrath nahm den Gesetzentwurf wegen Feststellung eines Nachtrages zum Reichs- etat pro 1895/96 an. Berlin, 29. April. In der Wohnung des Armee- bischofS Aßmann wurde in der Nacht zum Sonntag ein Einbruchsdiebstahl verübt. Eine größere Anzahl Gegenstände wurden gestohlen, darunter das kostbare Bischosskreuz mit der Kette und dem Bischossring. Der Bischof sichert eine -Belohnung von 500 bis 1000 Mk. für die unverletzte Wiederbringung des KreuzeS und Ringes rc. Hamburg. 29. April. Die Social ist en vertheilten gestern abermals hunderttausend Flugblätter, in denen Arbeitsenthaltung zum 1. Mai empfohlen wird. Aus Veranstaltung eines Festzuges ist verzichtet worden. Die Polizei beschlagnahmte am Samstag in Ottensen 15000 Exemplare der Berliner „Maizeitung". In Hamburg und Altona wurden keine Vorräthe des Blattes vorgefunden. Leipzig, 29. April. Professor Thiersch, bedeutender Chirurg, Leiter des hiesigen Krankenhauses und Generalarzt, ist heute früh 3 Uhr gestorben. Ec wurde 73 Jahre alt. Metz, 29. April. Infolge der Katastrophe bei Boucey ist die Mosel seit gestern Mittag sehr hoch. Bei starkem Gewitterregen steigen die gelbbraunen Fluthmaffen immer noch. Laibach. 29. April. Gestern Nachmittag erfolgte ein heftiger kurzer Erdstoß mit vorhergehendem starken Getöse. Nackts wurden zwei schwächere Stöße verspürt. Daß regnerische kalte Wetter ist für die Feldbewohner recht empfindliche Der Barackenbau, die Adaptirungs- und Demo- lirungsarbeiten schreiten fort. Die Sicherheits- und Samtäts- Zweite Lesung der Vorlage, betreffend die privat rechtlich en Verhältnisse der Binnenschifffahrt Bei den Paragraphen 1 und 3 stellt der Abgeordnett Stadthagen (©oc.j Anträge, welche jedoch abgelehnt werden. Den Paragraphen 4 will die Commission dahin geändert wißen, daß den Schiffseigner auch als Schtffsführer die Verantwortung trifft Staatssecretär Rieb er ding erklärt, dies wurde dem Rechtsgrundsatze widersprechen. , r £ _ , . . _ .. . Nach längerer Dtscussion erfolgt die Genehmigung des S 4 in der Commtssionssasfung Nach S 23 darf der Schiffsmann das Schtff'ohne Erlaubntß des Schifters nicht verlassen. Ein Antrag Stadthagen, daß dem Schiffsmann nur in außergewöhnlichen Fällen das selbstständige Verlassen des Schiffes verweigert werden darf, wird abgelehnt Ein weiterer Antrag Stadthagen, welcher als 8 23 einzuschalten wäre und der tn der Nacht den Schiftern die freiwillige Einstellung der Fahrt an der nächsten Haltestelle stattet, sowie außerdem von einer Sonn-und Feiertagsarbeit an Bord der Frachtschiffe nur tn wichtigen Fällen wissen will, wird abgelehnt. - Zu 8 29 wird ein Antrag Bassermann angenommen; derselbe verbietet den Frachtführern die gleichzeitige mehrfache Erhebung von Liegegeld für denselben Tag von mehreren Absendern. Beit der Berathung der übrigen Paragraphen des Gesetzentwurfs entsteht eine nmnenSwerthe Debatte nicht, dieselben werden nach den von der Commission vorgeschlagenen Beschlüssen angenommm. Jn gleicher Weise wird der Gesetzentwurf, welcher die prtvatrechtlichen Verhältnisse der Flößerei regelt, erledigt. Ueber die Resolutionen soll erst in der dritten Lesung eine Entscheidung getroffen werden. , Morgen 1 Uhr: kleinere Vorlagen, darunter die Vorlage, betreffend die Communalweinbesteuerung. al'. S.ro°4 den 1 W. % der W« —- t ventor. . JW Gtnlrabßuton-. lum Ä rUby!td)en tim sonst sind noch einige The« uß das Weiler InVnhab Prratur itigt. Hoher Duck Mm der britischen 3nitln ttertin-r 'lens Weller mit Nieder- dritte. #5 haben. _ J Dttf5untoe ÄÄ ^altai^ ölnft6tb'n ben ii bf?re,tL caL hantle,. Der cht,tz,«er Anzeiger rrfdjeint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener ^amiltendtätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Keneral'-Anzeiger. SS6* i-T-U dfien, J“ 2@arantit\W SSSL? flSrJ, •**" Mk MlE'" > unter PAsMZ & G. Wallenfels, Sl Markt 21, «drauf, r Güte, empfehlen LS G. Wallern c's. üü^WggütlcttT- Diebeln-Mix-Picles, dbeercn, i bekannter Mir W I. M. Schvlhol Bester il-falioW ernstein-Oellack), sch trocknend. Mohm Tlan^ m.inMat'MsenN^. ße bei Die Lage der Äullänber ift eine kritische. von trat auS sich die be- beiden < 20 3) 13 Molkerei- und Abfuhranstalten 51 127 231 1415 920 357 Künstlern, Der Ber- Mm. von Die Leiche Küstenpunkten von Formosa befinden sich mehrere europäische Kriegsschiffe. kann aber sind diesem (§ 36 der in 1893 Aktien, 10 1894 Aktien 10 ganz frei, aber noch in gutem Zustande. Der Ueberschux der ZinSeinnahme gegen die ZillSvergürung beträgt in runter Zahl: 43,000 Mk., an Provisionen wurden 19,000 Mk. erübrigt. Der Reingewinn, der nach Abzug aller Lasten und kosten 39,000 Mk. betragt, würde eia viel bedeutenderer sein, wenn den Bankmitgliedern nicht stets so ungemein billiges Geld zur Verfügung gestellt und ihnen gleichzeitig Gelegen» heit geboten wäre, allensallsige Ueberfchüsie so vortheilhaft wie möglich anzulegen. DaS ist die Hauptsache und sie wird eS auch voraussichtlich für alle Zeiten bleiben. Private 350 Private gegeben. Im elfjährigen Durchschnitte berechnet zahlte Dividende auf 4,13%. Auster der günstigen Dividende von 5 pCt. auch der Reservefonds besser bedacht werden- eS Fonds 20 pCt. des Reingewinnes zu überweisen welche auf der Reife nach Hamburg begriffen sind, passirte gestern Abend % 12 Uhr die hiesige Station. •• Befitzwechsel. Maurermeister Langsdorf verkaufte fein Liebigstraße 55 belegeneS HauS an den Stallmeister der Actienbrauerei, Denner, für den Preis von 18000 Mark. ergibt sich aus folgender Zusammenstellung für die letzten Jahre: 86 landw. Konsumverein Spar- und Darlehnskassen 1372 243 Spar- u. Darlehnkasie 4) 5) 6) der Rentner Gustav Lehmann von Bautzen, storbene war mit seiner Frau um 12 Uhr 10 Loblenz gekommen und seit längerer Zeit leidend, wurde vorerst in das LeichenhauS gebracht. •• Ein Landerzug mit ca. 250 italienischen Man ersieht hieraus, dah der Aktienbesitz bei den Spar- und Darlehenskassen zugenommen, bei den Privaten ab» genommen hat. Die Vereine nehmen jetzt gerne die fünf» procentigen Aktien der Bank, denn der landesübliche Zinsfuß ist auf 3%%, sogar auf 3% herabgegangen. Auf die Geldbewegung bei den verschiedenen Vereinen, Verbanden und Genossenschaften können wir unS nicht ein» lassen, denn daS würde zu weit führen. In Bezug auf den Effectenbesitz der Bank wird bemerkt, daß nur 22 Stück Köln Mindener Loose vorhanden sind, unter denen sich ein gezogenes befindet. Papier» und Spekulationsgeschäfte soll die Bank nicht machen. Besonders angenehm ist es für die Aktionäre, dah die Bank auch alle sonstigen Bankgeschäfte zu sehr günstigen Bedingungen vermittelt, z. D. in» und ausländische Coupon- werden eingewechselt und Geldsorten umgetauscht, börfen gängige Werthpapiere werden an« und verkauft - Wechsel auf ausländische Plätze, darunter allein 2700 in Amerika, können jederzeit zu den günstigsten Curseu abgegeben und Auszahlungen mit Rücklieferung der Quittungen gegen mäßige Der» gütung besorgt werden. DaS DiScontiren von Wechseln, daS Einziehen von ErbschastS- und sonstigen Forderungen erfolgt in billigster Weise. In Bezug auf die Entwickelung und daS Anwachsen der Genossenschaftsbank dürften folgende Angaben nicht ohne Interesse fein. Im ersten Geschäftsjahre 1884 betrug der Umsatz 7,4 Millionen. Im abgelaufenen Geschäftsjahre 1894 beträgt er 23 Millionen- er hat sich also in diesen elf Jahren genau verdreifacht und durchschnittlich 1'/, Millionen pro Jahr zugenommen. Nach den gemachten Erfahrungen darf angenommen werden, daß sich dieser stetige FoNschritt für die Zukunft nicht bloS gleich bleibt, sondern sich eher noch steigert. DaS Anwachsen deS Reservefonds und die Verstärkung der BetriebSrücklogen tragen zur Sicherung des Satzungen). Zu diesem Betrage kommen noch rund 2400 Mark, damit er eine Höhe von 30,000 Mk. erreicht. Die Betriebsrücklage, welche im vorigen Jahre 6000 Mk. betrug, kann auf 9000 Mk. erhöht werden und daneben ist die Bank in der Lage, noch rund 5500 Mk. auf neue Rechnung pro 1895 vorzutragen. In Bezug auf die Mobilien der Bank, welche im Soll noch pro 1893 mit 2484 Mk. vorkommen, findet Abschreibung bis auf 1 Mk. statt. DaS Jahr 1894 liefert deshalb, wie bereits oben bemerkt, ein recht gutes Resultat. DaS Aktienkapital beträgt 0,5 Million - es sind 1100 Aktien erster Serie und 1318 Aktien zweiter Serie volleingezahlt. Die Gesammteinzahlung betrug am 31. December 1894: 491,280 Mk. Sämmtliche Aktien lauten auf Namen und sind in festen Händen. Uebergänge sind von der Generalversammlung zu genehmigen, eS find 13 Aktien erster und 106 Aktien zweiter Serie in anderen Besitz übergegangen. Die Vertheilung der Aktien und die Stabilität derselben 20 52 . ,qwitn ™iti, der zur Eröffnung des Nord-Ostsee-CanalS den Betrag 1,700,000 Mk. vorfiehk, seine Zustimmung enheilt. Berlin, 29. April. DaS Staatsministerium heute Nachmittag zu einer Sitzung zusammen. Berlin, 29. April. Der „Nationalzeirung" wird An rerschiedenen . Unternehmens wesentlich bei. Die Mobilien find bereits (Heneral-Versammluug der Landwirrh. schastlicheu Genoffenschaftsbank. D. Darmstadt, 29. April 1895. (Nachdruck verboten.) Die Aktionäre der Landwirthschastlichen Genossenschafts» bank hielten heute im Gartensaale „Zum Darmstädter Hof^ ihre elfte Generalversammlung ab. ES würde zu weit führen, wenn über die Verhandlungen selbst referirt werden sollte; nur an der Hand deS Geschäftsberichtes bringen wir einige, besonders auch für die Landwirthe der Provinz Qberhessen, wichtige Anhaltspunkte. DaS elfte Geschäftsjahr brachte, wie alle vorausgehenden Jahre eine Geschäftsvermehrung, die nicht unbedeutend war. Am meisten find bei dieser Geschäftsvermehrung die land- wirthschaftlichen Darlehensgenossenschaften betheiligt gewesen, was sehr erfreulich ist. Die Landwirthe begreifen den Segen deS Institutes immer mehr und benutzen eS immer fleißiger. Diese fleißige Benutzung kommt aber auch wieder der Bank zu gute, indem sie günstige Abfchlußresultate zu ermöglichen in die Lage versetzt wird. In dem abgelaufenen Geschäftsjahre 1894 herrschte wieder großes Geldbedürfniß unter den Landwirthen und den landwirthschastlichen Eredit- und Consumvereincn. Zur Befriedigung dieses Bedürfnisses mußte der Bankkredit voll in Anspruch genommen werden- die ZinS» und Provisionssätze blieben in 1894 unverändert wie sie Ende 1893 waren. Durch den günstigen Abschluß ist die Bank in der Lage, auch für daS Jahr 1894 eine Dividende von 5% an die Aktionäre anSzuzahlen. Die- ist der höchste Betrag, den die Satzungen zulassen. Er wurde gezahlt in den Jahren 1887, 1888, 1889, 1892 und 1893. Die niedrigste Dividende betrug 2%% und wurde gezahlt in den Jahren 1884, 1890 und 1891. In den Jahren 1885 und 1886 wurden 4% 85 landwinh. Konsum-Verein 127 CoceUs tuifr prüohjklkf. Kiezen, den 30. April 1895. Aas dem Jastizdienft. Durch Entschließung Groß, herzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz wurden bis auf Weiteres beauftragt: der Großh. Amtsrichter vr. August Zimmermann m Alsfeld mit AuShilfeleistnng als Richter bei dem Großh. Landgericht der Provinz Starkenburg und der Großh. Gerichtsassessor Breidenbach in Darmstadt mit Aushilfeleistung als Richter bei dem Großh. Amtsgericht AlSftld. " Theater. DaS bereits angekündigte Opern-Gaftfprel beginnt statt am 1. Mai bestimmt Donnerstag den 2. Mai. AlS Eröffnungs-Vorstellung ist LortzingS romantische Zauber- Oper „Undine" bestimmt. Die Oper geht mit ganz neuer dekorativer Ausstattung in Scene. Die neuen prächtigen Dekorationen: „Burg Ringstetten" und „Tropfenpalast des Wasserfürsten" u. f. w. sind im Atelier des Dekorationsmalers Steffgen in Trier angefertigt. Der Anfang ift wie gewöhnlich um 8 Uhr. Herr Steffgen ift bereits selbst hier eingetroffen, um die Bühne für „Undine", einzurichten. ••W. tteneral Versammlung bei Kaufmännischen Vereins. Am Samstag Abend fand im VereinSlocal die General-Ber- fammlung des Kaufmännischen Vereins statt. AnS dem Rechenschaftsbericht pro 1894—95 ging hervor, daß der Verein 271 Mitglieder zählt und fich gegen daS Vorjahr um 49 Mitglieder vermehrt hat. DaS BereinSvermöqen besteht aus einem Baarbestand von Mk. 966, einem Guthaben (3 % pCt. verzinslich bei der Spar- und Leihkasse) Mk. 739.42, sowie einem Depot (3% pEt. verzinslich) bei der Gewerbebank im Betrage von Mk. 137. DaS Inventar, sowie die Bibliothek des Vereins find mit Mk. 5000 gegen FeuerS- gefahr versichert. Die VereinSabende waren nur mäßig besucht und wird der Wunsch ausgesprochen, daß nach dieser Richtung von den einzelnen Mitgliedern dazu beigetragen werde, daß eine Besserung eintrete. ES wurden im verflossenen Jahre fünf Vorträge gehalten, die fämmtlich auch von Nichtmitgliedern deS Vereins stark besucht waren : auch für das Amüsement seiner Mitglieder hat der verein reichlich gesorgt. Für einen unverschuldet in Noth geratenen Kollegen wurden durch freiwillige Spenden unter den Mitgliedern Mk. 280.50 gesammelt und damit der Noth gefteuert. Herr Bankier Heichelheim dedicirte dem verein Mk. 200 zur beliebigen Verwendung. Die Stadt Gießen gewährte dem Verein eine Subvention von jährlich Mk. 800, beginnend mit dem 1. Oktober 1894, sodaß auf daS verflossene VereinSjahr Mk. 400 entfallen. Die Spar- und Leihkasse gewährte eine Subvention von Mk. 400. Die BereinS- Bibliothek zählt nahe an 1000 Lände. Die Benutzung der Bibliothek durch ein Drittel der Mitglieder war im Allgemeinen befriedigend. Für Vermehrung der Bibliothek wurden etwas mehr als Mk. 300 auSgegeben. 24 Bände kamen als Geschenk hinzu. AnS dem Bericht über die Fachschule geht hervor, daß dieselbe sehr segensreich gewirkt und oeren Schüler Tüchtiges und für das praktische kaufmännische Leben Wichtiges gelernt haben. Vom 21. Mai bis 13. September 1894 wurde ein LehrcurfuS abgehalten, den 42 junge Kaufleute in zwei Klassen mit wöchentlich je zwei Stunden besuchten. Man beschäftigte sich mit Terminologie, Orthographie und Schönschreiben. Mit dem 15. Oktober begann der Winter» curfu«, der sich auf folgende Lehrfächer erstreckte: Französisch, Englisch, Doppelte Buchführung, Einfache Buchführung, Wechsellehre, Rechnen, Eorrespondenz. DaS LehrlingSheim wurde ebenfalls gut besucht, abwechselnd besuchten auch Mit» glieber des Vereins daS LehrlingSheim, was fich besonders günstig fühlbar machte, indem die jungen Leute dadurch inne wurden, daß man auch für ihre geselligen Zusammenkünfte Interesse hegt. Bei den Schulprüfungen sei daS Gegentheil von dem zu beklagen und spricht der Vorstand den Wunsch und die Bitte auS, daß in Zukunft fich dieses ändern möge. Laut Kassenbericht beträgt die Einnahme Mk. 5064, auSge- gegeben wurden unter Anderem für gesellige Vergnügungen c. Mk. 450 —, für Drucksachen und Inserate Mk. 430, für Vorträge (Honorare) Mk. 500, für die Fachschule Lehrer- Honorare Mk. 1594, GoS zur Beleuchtung Mk. 300, Reinigung und Heizung des SchullocalS Mk. 110, zur Weihnachtsfeier der Fachschüler Mk. 60, Miethe für die Lokalität (% Jahr) Mk. 150. In den Vorstand wurden gewählt: E. Orbig, 1. Vorsitzender, R. Haffe, 2. Vorsitzender, K. Obermüller, 1. Schriftführer, Otto Mayer, 2. Schriftführer, Georg Böhm, Rechner, 6. Frick, 1. Bibliothekar, Theodor Daupel, 2. Bibliothekar. Die Schulcommission besteht aus den Herren Wilh. Wagner, Wilh. Äoefer uni Edmund Wetter. ** Plötzlicher Tod Im Wartesaal zweiter Klasse bei hiesigen Bahnhofes verstarb in verflossener Nacht plötzlich Schlesien gemeldet, daß Minister von Köller sich in einem Rundschreiben an die Ober- und Regierungspräsidenten nachdrücklichst gegen jede weitere Theilnahme der Verwaltungsbeamten an der agrarischen Agitation ausgesprochen und über die noch vorkommenden Fälle Bericht verlangt habe. Berlin, 29. April. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht bft Verleihung des König!. Kronenordens 1. Klasse an den früheren Reichstagspräsidenten, LandeSdirector Wirk!. Geh. Rath v. Levetzow, sowie des Rothen AdlerordenS dritter Klasse an den Hofbankier der Kaiserin, Schmidt. Berlin, 29. April. Die „Nordd. Allgem. Ztg." leit» artifelt in ihrer Abendnummer über die Haltung Deutschlands, Frankreichs und Rußlands in der chinesisch-japanischen Frage und führt gegenüber verschiedenen Blättermeldungen, wonach die deutsche Regierung die Führung der Action der drei europäischen Mächte übernommen habe, aus, daß eS wohl unschwer sei, zu erkennen, daß eS Rußland als der territorial in Ostasien am meisten intereffirten Macht zukommen mußte, in erster Linie zu stehen. Die Meldung, daß bereits zu Anfang März der japanischen Regierung von deutscher Seite der freundschaftliche Rath zur Mäßigung in ihren Ansprüchen ertheilt worden sei, hält daS Blatt für richtig, ebenso seien auch die Blätter in vollem Rechte, welche wünschen, daß Deutschland mit Rußland zusammengehen möge. Dies werde auch der energischen Vertretung der deutschen Handelsbeziehungen in Ostasien zu Statten kommen. Hannover, 29. April. In der gestrigen Landes- Versammlung der nationalliberalen Partei der Provinz Hannover wurde nach einem längeren Vortrage beS Oberbürgermeisters Struckmann auS Hildesheim einstimmig eine Resolution gegen die Umsturz-Vorlage angenommen, in welcher eS heißt, daß die Regierungsvorlage trotz mancher Bedenken eine in verschiedener Richtung geeignete Grundlage für ein ersprießliches Mitwirken deS Reichstages zur Beseitigung der gegenwärtigen Umsturzbestrebungen darbot, daß aber durch die EommissionSbeschlüsse, in welcher die Herrschaftsgelüste deS Centrumö den Sieg davontrugen, die Vorlage eine Gestalt angenommen habe, die unter keinen Umständen acceptirt werden könne. Die nationalliberale Partei werde eine auf Erhaltung der staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung gerichtete Politik nach wie vor voll unterstützen, aber allen reactionären und ultramontanen Versuchen, eine derartige Gesetzgebung Parteizwecken dienstbar zu machen, energisch entgegentreten. Breslau, 29. April. Der „Schles. Ztg." zufolge kann am 19. Mai die Huldigungsfahrt der Schlesier zum Fürsten Bismarck aus Rücksicht auf feine Gesundheit nicht stattfinden. Der Termin für später läßt fich noch nicht bestimmen. Weimar, 29. April. Die ReichStagS-Stichwahl zwilchen Reichmuth (conf.) und Baudert (Scc.) findet am 9. Mai statt. Wien, 29. April. Nach Londoner Privatmeldungen soll thatsächlich zwischen Japan und England ein geheimer Vertrag wegen Abtretung der PeScadoreS-Jnseln abgeschlossen worden fein. Wien, 29. April. Seit drei Tagen herrscht ununterbrochen heftiges Regenwetter. An verschiedenen Orten gingen Wolkenbrüche nieder. ES ist infolge dessen wieder Hochwasser eingetreten, welches in Nieder-Oesterreich, Steiermark und Ungarn großen Schaden anrichtete. Zahlreiche Ortschaften stehen unter Wasser. In Oedenburg drang das Wasser bereits in die Häuser der Stadt, so daß die Rennen aufgegeben werden mußten. Paris, 29. April. Das vor einiger Zeit angekündigte Protest-Meeting der Patri o ten-Liga gegen die Absendung der Kriegsschiffe nach Kiel hat gestern stattgefunden. Mehrere Abgeordnete wohnten demselben bei. ES wurde eine Tagesordnung angenommen, in welcher gegen die Absendung eines französischen Geschwaders nach Kiel protestirt wird und in welchem man die Forderung aufstellt, daß die Statue der Stadt Straßburg, welche auf dem Concordien- Platze steht, in Bronce gegossen werden soll. Madrid, 29. April. Die Socio listen haben ein Manifest erlassen, in welchem alle Parteigruppen aufgefordert werden, am 1. Mai, Vormittags 9 Uhr, Versammlungen zu veranstalten. Die Sprache ist viel gemäßigter, als im Voriahre. Die geplanten Versammlungen sollen den Schutz der Behörden für die Arbeiter und den Achtstundentag verlangen. London, 29. April. AuS Hongkong find Meldungen eingegangen, laut welchen in allen Theilen der Insel Formosa ernsthafte Unruhen auSgebrochen sind. Die Besatzung deS deutschen Kriegsschiffes „Irene" ist in Tamsui gelandet, wo chinefische Soldaten am 22. d. M. ihren General ermordet haben. Die Regierungstruppen griffen die Meuterer an, tödteten 30 und verwundeten 50 derselben. 0 N kütr ***' ■'= r 8< $raa 8T ; 1-5 filUil1 (®± m tottnt UllftW •• 6t* gebaren 1661 -S ^'euMa.d. «lafftfl worben. •• Lehrtfisk tzchkvanrn m D geriamnlung Hk fiunbang bt*.! bitte, beschloß ®rwblo?e mit tieft- sinne i mertn. Der - ceüatttt ll Versen» außer llmernkhmkn ti ttbett Gelände krnchltt ein Fr — nur für i )i sorgen, i Seisik SchmittS Ahmheim habe ürlitn Kräften zmhinpng ein * tzit bi, KnMß an den b ). ch dm 1 fltfet MW Dtnienigen gm 1870/71 erlitt ein zweites, b gewinnen. D kl'ordern. 120 Mk. Rt Kannschaften, lügen deutscher ■egen icuernbi Mrfc Shtttl iiflcn aut bist ‘ " Iitti lautet dahin, I Tarifsätzen Än btn Wacher kigen Thätigkei 50 Pfennig nie findiger 50 Pfennig mej Ul f«qe Sarp £■* und Fes ^uükaussührung nhalten die Mu »chn 15 Ma' * 8tr» ln6 statt. Aus bim ln9 hervor, datz dn h gegen bai ^otjaljx Dereinsvnmögen 966, einem Guthaben j Leihkaße)M. 139.42, | ich) bei btt Gewerbe- 8 Inventar, sowie dir 1 • 5M gegen FenerS- wareu nur mähig be- ochen, daß nach dieser torn dazu beigetraxen Es wurden im ver« tn, die sämwtüch auch :t besucht waren; auch gut der Verein reichlich loth gerathenen Collegen unter den Mitgliedern i ■ Slttj gesteuert. Herr Strtin ML 200 zur Ziehen gewährte dem । M. W, beginnend i ans das vereine j ie Spar« und Leihkasse l. 400. Die Lereivs- de. Die Benutzung der 'itglieder war im Allge' g Ser Bibliothek wurden ien. 24 Sänbt kamen jjt über die Fachschule reich gewirkt und deren lsche kausmännische Leben bis 13. September 1894 )tn 42 suoge Menu iwei Swnden besuchten, ogie, Och°i<°»V> >ber begann dir »«• her erstreikte: Franzüfiich, Einfache Buchführung, Da- LehrlingSheiw ,lnb befugen aut ®«’ m was sich besonders „9n Leu» dadurch me SS XtfyVi Mrtg S, ju, uOotal« * m Mt «■ *Sk ** • l”f(89. $OlM‘nl,r ««i*"; »■ff«** von 1g Vtin.DClt aebrachi- Hustler"' IS***' '«*£! • • Der Kaiser, welcher gestern früh in Darmstadt vor seiner Abreise die Garnison allarmiren ließ, trug bei der daraus folgenden Uebung die Uniform seine» Infanterie- Regiment» Nr. 116. P. Wegen Verdachts der versuchten Berleitnng zum Meineid ließ heute Vormittag Herr StaatSanwalt Koch zwei Personen, eine Frau und einen Mann von Ruppertsburg,Jim Strafkammersaal verhaften. ♦ * Da« große Loos der preußischen! Klaffenlotirrie .fiel auf Nummer 149 257. * • Eintausend Mark Belohnung hat die Oberpostdirection Minden (Westfalen) auf die Ergreifung de» mit 13,480 Mk. in baarem Gelbe seit 18. März d. I. flüchtigen, 20 Jahre alten Postgehilfen Fried. Wilh. Karl Pütt mann auS Dloto ausgesetzt. • * Steckbrief. Seitens des Königl.^UntersuchungsrichterS zu Frankenthal ist hinter dem flüchtigen I)r. Otto Kli etfch, geboren 1861 zu H o m b e r g a. d. Ohm, früher practischer Arzt zu Neustadt a. d. H., Streckbriefiwegen Betrugs von 50000 Mk. erlassen worden. * ♦ Lehrerheim. Der am 18. d. MtS. im Gasthaus zum Schwanen in Darmstadt versammelte Ausschuß, dem eine Versammlung heff. Lehrer in Frankfurt die Vorarbeiten zur Gründung des LehrerhetmS bei Schotten übertragen hatte, beschloß dieses Unternehmen auf genossenschaftliche Grundlage mit beschränkter Haftpflicht zu stellen. Ein in diesem Sinne entworfene» Statut wurde einstimmig angenommen. Der BetheiligungSantheil soll 10 Mark betragen — gestattet wird Ratenzahlung — und kann auch von Personen außer dem Lehrerstand erworben werden. — Das Unternehmen erfordert keine großen Opfer — das ausgedehnte Gelände schenkt die Stadt Schotten, die Gebäude errichtet ein Frankfurter Herr mit Hergabe der Baukosten — nur für die innere Einrichtung haben die Lehrer zu sorgen. Möchten Hessens Lehrer auch hier im Geiste Schmitts zusammenstehen l — Die Erdarbeiten zum Lehrerheim haben schon begonnen und werden jetzt mit ver« stärkten Kräften fortgesetzt werden, da die polizeiliche Baugenehmigung eingetroffen ist. *•* Für die Kämpfer in den Feldzügen 1870/71. Im Anschluß an den bekannten Erlaß des Kaisers vom 22. März d. I. ist dem BundeSrath eine Novelle zum Reichspensions- gesetz zugegangen, wonach die Kriegspensionen auch Denjenigen gewährt werden, die nur in Folge einer im Kriege 1870/71 erlittenen Verwundung verhindert waren, sich auch ein zweites, bet der Pension zuzurechnendes Kriegsjahr zu gewinnen. Die Mittel hierzu sollen 100000 Mk. jährlich erfordern. Weiterhin sollen Unterstützungen von jährlich 120 Mk. zugefichert werden ehemaligen Unteroffizieren und Mannschaften, die an dem Feldzuge 1870/71 oder an Feldzügen deutscher Staaten vor 1870 betheiligt waren und sich wegen dauernder Erwerbsunfähigkeit in Nothlage befinden. Diese Mittel hierfür, zunächst im Betrage von 1800000 Mk. sollen auS dem ReichStnvalidenfondS entnommen werden. ** Taxen für Militärmufiker. Eine Verfügung des KriegSministerS an die Commandeure fämmtlicher Regimenter lautet dahin, daß die Militärcapellen nur nach folgenden Tarifsätzen in den öffentlichen Localen spielen dürfen: An den Wochentagen dürfen die Musiker bei einer vierstündigen Thätigkeit nicht unter je 4 Mark (für jede Ueberstunde 50 Pfennig mehr), an den Sonn- und Festtagen bei sechsstündiger Thätigkeit nicht unter 7 Mark (für jede Ueberstunde 50 Pfennig mehr) spielen. Die Dirigenten erhalten, wenn da» ganze CorpS spielt, sowohl an den Wochentagen als an Sonn- und Festtagen 25 Mark. Für jede andere kleine Mufikaufführung bei einer Besetzung von 8 bis 15 Mann erhalten die Musiker die obigen Sätze, der mitwirkende Capell- meister 15 Mark. -L Klein Linden, 29. April. Bei den unter Anwesenheit 1 storben. Alsbald nach der Errichtung der Töchterschule des Herrn KreiSfeuerwehrinspectorS LooS vorgenommenen Wahlen der Chargen unserer freiwelligen Feuerwehr wurde Heinrich Bernhardt zum 1. und Ad. Brandenburger zum 2. Hauptmann, letzterer zugleich zum Schriftführer gewählt. Der Mitgliederbestand beträgt 45 Mann. G. Großen-Liuden, 30. April. Gestern fand eine In- fpection unserer freiw. Feuerwehr und Pflicht- feu erwehr durch Herrn KreiSfeuerwehrinspector LooS auS Gießen statt. Derselbe äußerte sich über die Uebungen, den Stand der Feuerwehr und den Zustand der Geräthe sehr befriedigt. Möge unter dem jetzigen Commando die freiw. Feuerwehr noch weiter blühen und gedeihen zum Wohle der Gemeinde und Nebenmenschen. B. Laug-Göns, 29. April. Heute Nachmittag 6 Uhr hielt Herr KreiSfeuerwehrinspector M. LooS (Gießen) eine Alarmübung unserer freiwilligen Feuerwehr ab, die gut verlief, so daß Herr LooS nach der Uebung seine volle Anerkennung aussprach. Möge unsere freiw. Feuerwehr rüstig weiterarbeiten und stets die Devise halten: „Einer für Alle, Alle für Einen" — „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!" r. Lich, 29. April. Am verfloffenen Samstag sollte^ein hiesiger Knecht einen mit zwei jungen kaum eingefahrenen Pferden bespannten Möbelwagen fortschaffen. Beim Anfahren, wahrscheinlich durch das Gerumpel des Wagens scheu geworden, gingen die Pferde durch, schleiften den Knecht eine Strecke mit, wodurch er erhebliche Verletzungen am Kopf erlitt. nn. Darmstadt, 29. April. AuS Anlaß seines am SamStag stattgefundenen 50jährigen Dienstjubiläums wurden dem Oberconsistorialrath und Superintendenten für Oberhessen, Pralät Dr. Habicht in Darmstadt aus allen Kreisen der dortigen Bürgerschaft, sowie der gesammten Geistlichkeit von Hessen die herzlichsten Beweise der Sympathie und die besten Glückwünsche dargebracht. Auch der Verein der Gustav-Adolf-Stiftung im Großherzog- thum Hessen hat dem Jubilar eine von dem Hofkalligraphen I. Göttmann, dahier, kunstvoll kalligraphisch ausgeführte Adreffe durch seinen Vorstand, OberlandeSgerichtsrath H e i n- zerling, Prof. Trümpert, Dr. Usinger, Pfarrer Waas, OberlandeSgerichtsrath K ü ch l e r, OberlandesgerichtS- rath Rohde, Dr. Th. Becker überreichen lassen, welche folgenden Wortlaut hat: „Hochgeehrter Herr Prälat? Zu Ihrem 50jährigen Dienstjubtläum sprechen wir als Vertreter des ev. Vereins der Gustav-Adolf-Stiftung im Großherzog- thum Heffeie Ihnen unsere herzlichsten Glückwünsche auS. Sie dürfen an Ihrem Ehrentage auf eine reichgesegnete Wirksamkeit nicht nur im Dienste unserer Landeskirche, sondern auch unseres Hauptverems zurückblicken. Sie haben ihn entstehen sehen, sind ihm schon in Ihrer Jugend in hoher Begeisterung beigetreten, haben diese als Mann durch Ihre treue Mitarbeit in den Zweigvereinen Nidda, Gedern, Solms, Grünberg und Groß-Gerau, im hessischen VerwaltungSrath und im Centralvorstand bezeugt und bis in Ihr Alter bewahrt. Wir danken Ihnen von ganzem Herzen für die tn 50 Jahren bethätigle Liebe zur guten Sache unseres Vereins, für jeden guten Rath und jedes kräftige Wort, durch das Sie als Mitglied seiner Verwaltungsorgane und als Prediger seinen schönen Zweck gefördert haben und hoffen zu Gott, daß eö Ihnen vergönnt sein möge, sich ,nod) lange an seinem segensvollen Wirken, seinem Blühen zu erfreuen. Mit dem Ausdruck vorzüglicher Hochachtung der VerwaltungSrath des Hessischen Hauptvereins." A Mainz, 29. April. Von Darmstadt kommend, passirte heute Abend die Königin von England unter dem Namen Gräfin Balm oral in einem Hofzug den hiesigen Centralbahnhof. — Der Director der hiesigen höheren Mädchenschule Dr. S. Keller, ein ebenso trefflicher Mensch wie tüchtiger Pädagoge, ist gestern nach kaum vollendetem 43. Lebensjahr plötzlich in Folge eines Hirnschlags ge- wurde Dr. Keller mit deren Leitung betraut, wobei er mit einer so seltenen Thätigkeit und Eifer wirkte, daß alsbald seine geistigen Kräfte gelahmt wurden und er bei einem längeren Urlaub Wiedergenesung suchen mußte, die er nun leider nicht mehr finden sollte. — Auf einem vielbesuchten Spazierweg hier wurden gestern Nachmittag zwei sechs- bezw. achtjährige Kinder von zwei herrenlosen Metzgerhunden angefallen und arg zerfleischt. DaS eine Kind wurde von den Hunden so zugerichtet, daß eS schwerlich mit dem Leben davon kommen dürfte. Ohne die Dazwischenkunft mehrerer Flößer, die die wüthenden Bestien mit schweren Schifferhaken Zugriffen, wären die Kinder überhaupt nicht lebend vom Platze gekommen. Die Polizei fahndet bis jetzt vergeblich nach dem Eigenthümer der Bestien. *2^8. HerSfeld, 29. April. Ein gräßlicher Unglücks- fall hat sich in dem Dorfe Asterode zugetragen. Der jugendliche Sohn des Bürgermeisters ging mit gleichalterigen Spielkameraden auf i)en Boden über dem Pferdestall und spielte dort mit Streichhölzern. Plötzlich entzündeten sich die Streichhölzer und die Kleider des Jungen standen im Nu in Flammen, so daß, ehe Hülfe herbeieilen und die Fammen ersticken konnte, der Junge so schwere Brandwunden erlitt, daß er nach wenigen Stunden unter den gräßlichsten Schmerzen verstarb. ♦Ms. Fulda, 29. April. Das diesjährige Manöver der 22. Infanterie-Division Cassel, zu welcher die Regimenter der Garnisonen in Hessen, Oberhessen, Tshü ringen und Waldeck gehören, findet in der hiesigen Gegend statt. Der Commandeur der Division, Herr General- Major Don. Collas, wird in den nächsten Tagen das Terrain bereits besichtigen. ♦ BreSlau, 29. April. Gestern Vormittag, während die Dorfbewohner sich in der Kirche befanden, brannte daS ganze Dorf Brzczinka bei Oswiecim auf galizischer Seite nieder. Nur wenige Häuser sind stehen geblieben. verkehr, Cant» rrnd vslkrwirlhschaft. eilten, 30. April. Marktbericht. Auf dem heutigen «ochrmmnckt kostete: Butter or. Pfd X 0,75-0,95, Hühnereier 2 Stück 10-11 4, Enteneier pr. St. 6 4. Gänseeier pr. St. 10—11 4, Käse pr. St. 5-8 4, Käfematte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 18 4, Linsen or. Liter 30 4, Tauben pr. Baar X 0,80 bis 1,00, Hühner pr- Stück X 0,90 bi» 1,30, Hahnw pr. Stück X 1,50-1,80, Enten pr. St- X 1,70-2,00, Ochsenfleisch pr- Bst». 72—76 4' Kuh-u. Rindfleisch pr. Pfd. 66-684, Schweinefleisch pr. Pfd. 60-70 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 56-60 4, vammeMeischpr. Pfd. 60-70 4, Kartoffeln pr. 100 «lo 5,00-7,00 X, Weißkraut pr. Stück —4, Zwiebeln pr. Eentner 7,00—9,00 X, Milch pr. Liter 16—20 4 Witterungsbericht vom 29. April. Der hohe Druck hat zwar in ganz Europa zugenommen, doch ist seine Vertheiluvg unregelmäßig geblieben und sind noch immer zahlreiche Theilminima vorhanden. Eines derselben, welches heute Morgen über Südostbayern lag, gab für den größten Theil dieses Gebietes trübes Wetter und zumal am Nordrande der Alpen zu Niederschlägen Veranlassung. Das barometrische Maximum de» Nordosten hat an Ausdehnung und Intensität etwas gewonnen : dagegen ist im Nordwesten der britischen Inseln eine hohe Depression erschienen, welche ihren Einfluß bereits über Irland und Schottland geltend macht. Auch der Südosten steht unter der Herrschaft relativ geringen Druckes. Die Temperaturen sind im südlichen Bayern und im Alpengebiete, woselbst der Schneefall anhält, wieder etwas gesunken, im Norden und Nordosten des Erdthetles dagegen gestiegen. BorauSftchtltthe Witterung r Zunächst noch wenig Aenderung. Amtliche Prüfung Ser Lichtstärke bes Leuchtgas». Vorschriftsmäßige Lichtstärke bei 150 Liter stündlichem Gasverbrauch 13 bis 15 deutsche Vereins-Paraffinkerzen. Monat April 1895 : 13^2 Kerzen. Buchner. Bekaimrwachrmg. Am 15. April 1895 ist mittels Statuts gleichen Datums eine Ge- noffenschast gegründet worden, welche unter der Firma: Molkerei-Genossenschaft (eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht) und mit dem Sitze zu Hungen in Oberheffen Milch- verwerthung auf gemeinschaftliche Rechnung und Gefahr zum Gegenstände hat. Vorstandsmitglieder sind die Herren Victor von Oven, Wilhelm Heinrich Bender II., Philipp Seibert II., Heinrich Schmidt I. zu Hungen und Oskar Klingelhöffer zu Hof-Graß. Die Willenserklärung und Zeichnung des Vorstandes für die Genossenschaft muß durch zwei Vorstandsmitglieder erfolgen, wenn sie Dritten gegenüber rechtsverbindlich fein soll und die Zeichnung geschieht in der Weise, daß die Zeichnenden zu der Firma der Genossenschaft ihre Namensunterschrift beifügen. Die von der Genoffenschaft ausgehenden öffentlichen Bekanntmachungen erfolgen unter der von zwei Vorstandsmitgliedern zu zeichnenden Firma der Genoffenschaft im „Gießener Anzeiger" und im „Hungener Boten". Eintrag in unser Genoffenschaftsregister ist erfolgt, die Einsicht der Liste der Genossen ist während der Dienststunden des Gerichts Jedem gestattet. Hungen, den 19. April 1895. Großherzogliches Amtsgericht. 3942 Verdingung. Tie zur Umwehrung der neuen Rasenbeete in der Südanlage erforderliche Schlosserarbeit soll Samstag den 11. Mai d. I., Vormittags 11 Uhr öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen auf dem Stadtbauamt zur Einsicht offen, wohin Angebote auf vorgeschriebenem Formular zu genanntem Termin einzureichen sind. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 29. April 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 3941 Bekanntmachung. Die neu zu errichtende Stelle eines besoldeten Beigeordneten der Provinzial-Hauptstadt Gießen soll auf die Dauer von zwölf Jahren besetzt werden. Als Anfangsgehalt find 4500 Mk. in Aussicht genommen, steigend von drei zu drei Jahren um je 500 Mk.; der Ruhegehalt und die Wittwen- und Waisenversorgung sind wie im höheren Staatsdienst geregelt, ohne daß dazu Beiträge irgend welcher Art zu leisten sind. Bewerber, welche die deutsche Staatsangehörigkeit und die Befähigung zum höheren Verwaltungsdienst ober zum Richteramt besitzen, wollen ihre Meldungen mit kurzem Lebenslauf und Zeugnißabschriften bis zum LV. Mai lsd. Js. an die unterzeichnete Bürgermeisterei gelangen lassen, welch' letztere auch zur Ertheilung näherer Auskunft über die Verhältnisse und den Wirkungskreis der neuen Stelle gerne bereit ist. Gießen, den 27. April 1895. Großherzoglich Hessische Bürgermeisterei Gießen. 3907 Gnauth, Oberbürgermeister. Mittwoch den 8. Msi, Nachmittags 3 Uhr, soll auf dem hiesigen OrtSgericht die dem Ferdinand Wiedmeyer in Gießen gehörige Hofraithe: Flur 27 Nr. 2H’/io — 352 qm am Langenstein öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 13. April 1895. Großh. Ortsgericht Gießen. __________I A.: Vogt. 3415 Mittwoch den 1. Msi 1895, Nachmittags 2 Uhr, werden im vierer'schen Saale — Neustadt — versteigert: Möbel aller Arten, 1 Partie Woll- und Svecereiwaaren, mehrere Wagen, 1 Pianino, 1 Somnurwagen u. a 3951 Geißler, Gerichtsvollzieher. Die für das Rechnungsjahr 1894/95 rückständigen Kapitalzinsen können innerhalb der nächsten 14 Tage an den Zahltagen Dienstag, Donnerstag und Samstag (letzteren Tag jedoch nur Vormittags), noch ohne Kosten zur Universitäts - Rentamtskaffe bezahlt werden. Gießen, den 30. April 1895. Großh. Universitäts-Rentamt. _________Weimer.______3949 Verdingung. Zum Erweiterungsbau der Zeughaus-Kaserne in Gießen sollen öffentlich verdungen werden: 1) die Erd-, Maurer-, Asphalt- und Steinmetz-Arbeiten; 2) die Zimmer- und Stakerardeiten; 3) die Schmiedearbeiten; 4) die Dachdeckerarbeiten; 5) die Klempnerarbeiten. Angebotformulare sind gegen Be- Zahlung von der Garnison-Verwaltung in der neuen Kaserne zu beziehen, woselbst auch die Verdingungsunterlagen zur Einsicht ausliegen. Die Angebote sind daselbst in verschlossenem, mit entsprechender Aufschrift versehenen Umschläge bis zum lO.Mai, Vormittags 11 Uhr, einzureichen, zu welcher Zeit die Eröffnung stattfindet. Cgssel, den 27. April 1895. 3904_______Baurath Gummel. Donnerstag dcu 2. Mai 1895, Nachmittags 2 Ühr, versteigere ich im »ÄbUt* (Marktplatz 20) dahier öffentlich gegen Baarzahlung: 2 Schweine. 1 Partie Nutzholz, ein Billard, 1 Pianino, 6 Betten, 1 Fleischwiege, 1 Eisschrank, 1 LadenÄnrich- tunz, 1 Büffet mit Bierapparat, ein Velociped, 1 Causeuse, 2 SophaS, 1 Waschtisch mit Marmorplatte, Reservoir u. Spülvorrichtung, 1 Salonspiegel, 1 Vcrticow, dtp. sonst. Möbel, 1 Regulator, 1 Anzahl Oel- und sonst. Bilder, 1 Lexicon, 1 Partie Bücher rc. Unmittelbar danach an Ort und St lle (Zusammenkunft im Adler): 1 Verkaufs-(Bretter)Bude, 1 Partie Dung, 1 Marktstand. Versteigerung »orauSs. theilw. bestimmt. 3682 Engel, Gerichtsvollzieher. Nachmittags 3 I hr. Proepocte gratis and fraoeo. 291» Tanitas-Tchweist-Tockeu aufmerksam. 3253 Gießen, den 30. April 1895. 3»M ürsebner’s Lexicon Lager fertiger schwedischer Hebamme. 3950 verkauft in Flaschen 3937 Hch. Belloff II., Alicestraße 20. Lindenplatz 7. vermiethen. sucht. «renzplatz 15, "I Frau (tzellhauS. 2097 3774] 4000 ®it. gegen gute Sicherheit auSzuleihen -yra«kfarterllr. 12, Nebenh. * 101.20 4* ,o/g Frank' Landw Sred. Bk die Exped. d. Bl. unter H. 7 > 149.301 Dcftcrr. LredMSctM, 32(4.12 Darrnst. Bk.-Lctie» 3938 zu richten. ■rtd Omnibus Verbindung ?,m B-Hab«? b Kliebe, Wetzlar. 3903 Dresden, Permoserstr 3279 Die heutige Kummer umfaßt 6 Seite». MAGGI5 10200 000.00 20.42 20.38 4.20 4.16 1O4.K5 98.35 104.85 104.25 105.10 102.00 10LÄ 106.60 104.30 86.10 102 85 26.45 81-80 35 80 8rtd 1623 I in ZU an »vt> 16.19 Von und nach der Stadt. 6 Uhr Marsen». 4Vie/o Oefterr Sllberrevtr 4»/,. Ung. Gold-Rente 3°/c Portugieim 6’/- Mexicaner 4Monopol-Griechen von 1887 «rn 81 10 167.40 4.15«/, J. G. Hoaben Sohn Carl, Aachen. Unter Anderem durch das Städtische Gas- und Wasserwerk Giessen zu beziehen und daselbst in Betrieb za sehen. Annahme zum Ltricken, Anstricken und Auweben von Strümpfen zu den billigsten Preisen bei promptester Bedienung. tttllkllweg 10, Ph. Schlatter, Neukimeg 10. Actien-Export u. -Lager, Friedel u. Lauterbacher, sowie Pfungstädter, hell und dunkel Wollen Sie schön ßfeiBen! verwenden Sie lur Toilette au»schlietzlich Doering s Seife mit der EULE. Beffere« finden Sie nirgend». Ääufltdi ü 40 Pig. überall. 9o/o Oefterr. Staatsbahn o. 1885 30/0 Jtal. staatggar. Lifenb. 3844] Für ein fleißiges, williges Mädchen aus guter Familie, vom Lande, 15 Jahre alt, welches auch Liebe ,u Kindern bat, wird Stelle als Stütze der Han»fra« gesucht. Lohn wird nicht beansprucht, dagegen eine erzieherische gut« Behandlung. Offerten beliebe man an die Estx dition dieses Blattes unter Z. IO zu richten. Wollen Sie schön werden? Waschen Sie fich mit Doering s Seife mit der EULE. Sie ist die beste Seife der Welt! 20 Frauke»-St. Engi. Sovereigns D"darT in Gold 3803] ein braver Junge kann unter günstigen Bedingungen in die Lehre treten. Th. Waldschmidt. Spengler und Installateur, ______ Wallthorstraße 8. Bis heute unerreicht in Schnelligkeit der Heizung u. Gasenpsmiss. Preisgekrönte Gasheizöfen. heute Mittag um 2 Uhr nach schwerem Leiden sanft Die trauernden Klein-Linden, den 29. April 1895. Die Beerdigung findet statt Mittwoch den 1. Mai, MMinkn-Slrickerki — Sprrialität: Strümpfe. (tzrösttes Lager in gestrickten und gewebten Damen-, Herren- undKiuderstrümpfen. Mache besonders auf einen vorzüglichen und haltbaren diamantschwarzen Tchulstrumpf, sowie aus die so beliebten Aachener Badeofen D. R.-P. 20 000 Stück in Betrieb mit neuen Verbesserungen. ä Mark 3-— sind noch einige Exemplare abzugeben in der Expedition desg „Giessener Anzeiger“, Schulstrasse 7. Whllllligsmlmdrrnllg. Von heute ab befindet sich meine Wohnung Brandgasfe 4 bei Herrn Kaufmann Hecker. Ernst Euler Wwe., Für Schneider. Tüchtige ;Hod= und Hosenarbeiter auf Werkstatt gesucht. 3939 I Decker, Babnhosstr. 8. 4 Küfergeseüen, in Faß-Arbeit gut geübt, sucht Suppenwürze ebenso Fleisch-Extract in Portionen sind frisch eingetroffen bei A. & G. Wallenfels Die leeren Original-Fläschchen von 65 Pfennig werden zu 45 Pfennig und diejenigen 4 M 1.10 zu 70 Pfennig mit Maggi'S Suppenwürze nachgefMt. 2926 Gesucht. Angehender H'ommis, der einem Fabrikgeschäft thätig war, engagircn gesucht. Offerten find Gießens .S.'' für gute und solide 3945 Schuhwaaren ist das Schuhwaarenlager von L. Tust Nachs., Marktplatz 18. Iibrikel Vito Hm 4 Cie., Fraiikf. o. W. Danksagung. Qp'? Für die vielen Beweise herzlichster Theilnahmc bei unserem so herben Verluste, für die reichen Blumen,- spenden, sowie die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Naumann am Grabe sagen innigsten Tank Die trauernden Hinterbliebenen: linilir 3örb unb Wilf. 92,451 4*/o Eisend. Rentenb. Obi. 64OO|6*/o Buderu« ObL 8Vz°/o Deutsche Reich»«!. 30/0 Prenß. Sonfoie 7: 3«/,°/o Gr. Hessische Obl. 40/0 Stadt Darmstadt 0. 1891. 41/0 , Worml unk. b. 1901 dem Herrn entschlafen ist. Hinterbliebenen. 3934 Futter, Bekleidungen etc. Emil Funcke, Frankfurt a. M. Telephon 2819 Mainquai 3 Telephon 2819 Lieferung aller vorkommendon Schreinorar beiten nach eigenen und gegebenen Zeichnungen. 1560 Preiaoffertcn und Zeichnungen grati* und franco.________ Linie A Seltersweg—rkreuz—Markt—Walltdor—Ma^burgerstratze. Linie B Bahnhoistraße—Marklstratze—dienen BLue—Gründergerstiah«. Gesucht lehrlillgsSklik. 38071 Für meinen Sobn, 15 Jahre alt, mit Retsezeuyniß zum eins D.. suche eine Lehrlingsstelle in einem Bank», Fabrik» oder EngroS-Geschäir und erbitte Offerten mit Eovditionen unter W. G. an die Chptb d Bl.___________________________ Vor den neuen lilinihrn. 3953 ] Möblirtes Zimmer. Frankfurterstraste 75. 3943] Ein freundliche« un»ödtirte4 Zimmer, in der Nähe der Nordanlage, ist billig abzugeben. Zu erfragen in der Exped. b. Bl. tahrarels 10 Pif. d967j 20 M* SO «entnrt gutes Heu kauft Wart Girier, Hamm 5. 3947] Ein Mädchen vom Lande gegen hohen Lohn sogleich oder später gesucht. _____Westanlage 25. Todes-Anzeige. Hierdurch theilen wir Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht mit. dass unsere liebe Mutter. Schwiegermutter, Grossmutter und Tante Frau K. Jung IV. Wwe. Mermietyungen. 3021) weserstraße ßu.8 sind per sofort zwei bessere Wohnungen von 5 bis 6 Zimmern mit allem Zubehör zu ver» miethen. Nähere« Marburgerstr. SS. 3952] Ter untere Stock (ohne Laden) meine« Hause«, Licherstroße 1, mit allem Zubehör sofort zu vermiethen. _______«mit »atbsteisch^ 3946] Zwei fchön möblirte Zimmer zu vermiethen. GeUersweg 52, Hinterh. 3917] MöblZimwer, vor dem Corridor, zu vermiethen. Lndwigllraßs 57, n. 3920] Möblirte« Zimmer mit Kost zu ter MIMII । xnhet statt am 29. Mai d. I in Londorf im Gasthaus „jur Stadt Gießen-, wozu freundlichst einladet Da* Comite. NB. Für gute Theisen und (tzeträuke ist bestens gesorgt. SST Sttllensuchende jeden Beruf« ntacirt fdineUBenter-* Bureau. 3Vi°/o Frankfurter Hyp. Bk. 81 Vie Frkf. 40/0 DeotscheGr -------- 3«/i*/e dto. Coursbericht gan J. Kurz & Co., Giessen, -ahllhgsSrißr 63 Frankfurter Börse vom 29. April 1895. Neue Mtjcs-Häringe eingetroffen- 3955 L. Kalkhof. ' 102.00 3'/,^/»Hambrgr.Hop.Bf unk b.1906 yp. Ered. B. 101.20 3«/«°/o Preuß Hop. » Bk. stdfchL.unk.b.1904 105.00 4<>/ö Pomm-Hov « Bk unk.d.1904 Carpsdiriikr gesucht. Reslectanten wollen sich bis 511111 5. Mai auf dem ßorpshaus der Starkenburgia zu Hießen melden.ms 3944] Tüchtiger Arbeiter sofort gesucht. ____J. Happel. Fran,. Banknoten Oesterr. dto. Lmeric. Italiener Rothwein, i« 70 und 90 Pfg. die Alasche. errpsiehlt 2519 C Roth II., Wallthorftr. 5. Von heute ab: Pa. Aepselwein aus der Kelterei Friedrich Hinkel, Bildet, von Rheinwein fast nicht zu unterscheiden, stet« in Zapf bei 3918 PH» Schneider, Zum Adler, Hch. Schneider, Oswaldsgart. 3954] Mädchen erhalten bet hohem Lohn gute Stellen für hier und au-wärts durch Frau Sparr, Selterswcg 60. 3898] Ein tüchtige? Dienstmädchen sowie eine Waschfrau auf sofort gesucht. _______Lahullratze 10, II. 3846] Gin gewandtes Mädchen, welche« mit Kindern umzugehrn verficht, zu einem Stnde gesucht. Eintritt sofort. Nähere« Wellanlage 19, 3. St. 3921] Ein brave« Dienstmädchen ge- Allen Denen, welche am Mage« leide«, bin ich gern bereit, unentgeltlich mitzutbetlen, wie sehr ich am Magen gelitten und wie ich ungeachtet meines hohen Alters davon befreit bin. Linde« bei Hannover. 3553 Ungerstr. 14. Heye», Lehrer a- D. Meinen Mitmenschen, welche an Magenbeschwerden, Berdauung«- schwäche, Appetttmangel rc. leiden, theile ich herzlich gern und ««entgeltlich mit, wie sehr ich selbst daran gelitten und wie ich hiervon befreit wurde. Pastor a. D. Sypte in Schretberhau, (Riesengebirge).____________________[2265 Danksagung. Ich litt seit Jahren an Blasenleiden, verbunden mit schmerzlichem Brennen und erfuhr durch Zufall die Adresse deS Herrn Dr. med. Volbedtag, homSo« pathischer Arzt, Düffetdorf, «önigs» aller 6, durch dessen hornöopathttche Mittel ich von meinem Leiden gänzlich befreit worden bin, so daß ich seit langet Zett keine Spur mehr davon habe. Ich halte e« daher für meine Pflicht, dem Herrn Dr. Boibeding meinen innigsten und öffentlichen Dank abzuftatten. Düsseldorf, Wagnerstraße 37. 2162] Lehrling gesucht. Wilh« Böhling, Tapezier, ____________________Alicestraße 24. 3746] Einen Lehrling sucht Beruh. Wolf, Glaser, Bahnhofst'. 32. 3517] Ein Lehrling kann unter günstigen Bedingungen eintreten. Karl Hahn, Echreinermeifter, Löberstraße 15- Vermischte Anzeigen. Theater in Gießen. (Caf£ Leib.) Donnerstag den 2. Mai 1895 t 1. Tpern-(?nsemble-(tzaftspiel. (Direction: I. Pollak). Mit neuer bccoratiüer Ausstattung. Undine. Romanttscde Zauber»Oper in 4 Acten von A. Lortzing. ««fang 8 Uhr. 3958 3902) Ein Herr sucht guten Privat» «ittagsttsch. Offerten an die Erped. d- Bl. erbeten._____________________________ 3766] Junge« Mädchen für leichte Hau«» arbeit findet Stelle bei Frau Marti«i, Marburgerftr. 29. Kauffrau gesucht auf sofort. 39 6 Bahnhofstraste 23, I. von fs, »ichnin trtfM1- Rontafl1- 2 bctteßei Tie zu Rau cuigibrochene Mc KehLflspfttt aMp Sieben, de Grob -ttt. LtalW im Kreist M ftri an die ■ Dir sehen Z 14 Tagen eich I. Ltand der ei a. 0^ a. im k emigeW II. Ctaiib der Ft a. einfla Zchd •i. evangellstz d, an lll. €tanb der sich ernt Schema I. über d Die Bnichte Seibchütllgtz dns fit m let» «chklliß । "°e Sattin 8h| ^kichrci ihrer 1 Idlhtitn vermög, . io,8 dn weibishu ($ unb *** S°°i ante und 1,1 wurde. »4» *■ . «ini anch datte ® Si 4 \jo