M. 1 Zweites Blatt. Dienstag den 1. Januar 1895 Der -i-tzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener AamitteuötLtter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Meßmer Anzeiger General-Anzeiger. Vierteljähriger AbonnementspreiF r 2 Mark 20 Psg. mit Brrngerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition »nd Druckerei: Schutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- rmd Anzeigeblcrtt fuv den IC reis Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Aamilienölätter. Alle Annoncen-Bureanx deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Neujahr 1895. Gewöhnlich grüßt man sich an diesem Tage mit einem fröhlichen: „Glückseliges Neujahr!" Das ist dann ein Rufen i und Händeschütteln, ein Winken und Lächeln, ein Besuchen und Besuchtwerden schier ohne Ende. Wir gedenken heute nicht nur unserer Angehörigen, sondern auch all' unserer deutschen Brüder von der Memel bis zum Rhein, von der Nordsee bis zu den Alpen und rufen ihnen Allen zu: „Gesegnetes Neujahr!" Ob es ein glückseliges Jahr geben wird, weiß Gott allein- aber daß es ein gesegnetes Jahr werde, das liegt auch mit an unserem Verhalten, Thun und Lassen. UW Was versteht man doch unter einem gesegneten Jahre? Da wird so viel geantwortet, als es Wünsche gibt. Vor Allem Völkerfrteden. Wir danken Gott, daß wir 24 Jahre J lang die Arbeit des Friedens haben thun können. ES ist köstlicher, wenn der Regen und Thau des Himmelt die grünen \ Saaten netzt, als das rorhe Blut sterbender Streiter. Wir r danken es auch dem weisen und besonnenen Verhalten der deutschen Fürsten, insbesondere unserem Kaiser, daß sie den leicht heraufzubeschwörenden Krieg sorgfältig vermieden haben. Es war nicht immer eine geringe Aufgabe. Ein Anderer wünscht sich Ruhe im Innern unseres großen deutschen Vaterhauses. Wie berechtigt tft dieser Wunsch angesichts der Gährung und des Murrens unter viel Tausend unzufriedener Leute. Manche meinen, es läge ein böser Bann auf unserer ' Zeit, nicht nur in Deutschland, sondern auch in den anderen Eulturstaaten. Das mag sein. Einer sagt: Die Maschinen sind an Allem Schuld. Sie ziehen die Leute vom Lande in die großen Städte, bringen schnellen Verdienst uud ebenso schnelle Brodlosigkeit. Andere behaupten, die Habsucht der Geldmacht verwandle die Maschine in die Unholdin der Menschheit. Wieder Andere sind mit der Handelspolitik nicht einverstanden und schreiben ihr den Niedergang der Landwirth- schaft zu. Alle guten Elemente im deutschen Volk — uud das ist die Mehrheit desselben — aber sehnen sich von Herzen nach innerer Eintracht, nach Ausgleich der mißtrauisch sich gegenüberstehenden Mächte des Geldes und der Arbeit, nach gemeinsamem, vertrauensvollem Zusammenwirken der Geringen und der Mächtigen zu dem großen Ziele, daß der Arbeiter seinen Lohn, dessen er Werth ist, erhalle. Schließlich wünschen die vielen Millionen deutscher Bauern und Landwirthe ein fruchtbares Jahr, (reiche Ernteerträge, volle Scheuern und Keller, damit die Wunden wieder verharschen, welche der trockene Sommer 1893 besonders den kleinen Vtehbesitzern geschlagen hat. Wir gönnen es dem Ackersmaun von ganzem Herzen, wenn er in diesem Jahre wieder in volle Ställe und auf fettglauzende Thiere blicken kann. Das wäre gewißlich Segen und würde manch jetzt noch gepreßtes Herz leichter machen. Fügen wir noch hinzu, wie sehr wir Alle an der Behütung vor Seuchen und Pestilenzen, vor den Ausbrüchen der gewaltigen Naturkräfte, die in der Erde Gründen und in den Lüften leise schlummern, interessirt sind, so ergibt sich ein ganz stattlicher Strauß von Wünschen, die uns für das neue Jahr vorliegen. Aber zwischen Wünschen und Haben liegt ein Graben, den Menschenkraft allein nicht überspringen kann. Wenn je, so beschleicht uns heute beim Ausblick in das Dunkel der Zukunst das Gefühl unserer Hinfälligkeit, Ohnmacht und unserer unzureichenden Kraft. Wenn je, so schaut sich heute der schwache Mensch, der in ein unbekanntes Land hineinschreitet, nach einem Nothhelfer und Führer um, der ihm die Wege zeige, ihn warne, ermuntere, ihn in der Stunde der Hülflosigkeit beschütze und väterlich mit ihm handle. Lieben, deutschen Brüder! Wir haben an unserem alten Gott, den wir in Christo Jesu als Vater lieben lernen, den mächtigen Beschützer. Er lenkt den Fürsten das Herz, zerbricht die feindlichen Spieße und verbrennt mit Feuer die KriegSwagen. Er gibt auch Wolken, Luft und Winden ihre Wege, Lauf und Bahn. Er schafft fruchtbare und gesegnete Zeiten. Er feuchtet die Berge von oben, daß sie lustig stehen uud die Anger voller Schafe sind. Er will auch, daß sich auf den Gassen unseres Vaterlandes Friede und Gerechtigkeit küssen. Aber er will auch, das wir seine Gebote halten, sein Wort beachten, in täglicher Selbstprüfung uns vom Bösen scheiden und den Fußstapfen seines gekreuzigten Sohnes als gehorsame Jünger nachwandeln. Er verlangt von jedem Einzelnen Selbstarbeit, Selbstüberwindung, Zucht und Gehorsam gegen das Gute und dafür , hilft er uns jeden Tag sichtbarlich, segnet unsere Arbeit und . hilft uns auch durch dürre Zeiten. Wenn er auch um des verkehrten, halsstarrigen Volkes Willen sein Füllhorn nicht so ausschütten kann, wie er es I wohl möchte, so sollen alle redlichen, treuen, fleißigen Männer und Frauen auch in diesem Jahre Gottes Segen spüren in Feuilleton. Das höchste Bauwerk der Welt. Londoner Originalcorrespondenz von F. Schönfeldt. (Nachdruck verboten.) Man mag über das noch heute größte Jndustrievolk der Erde, die Engländer, denken, wie es einem beliebt, aber leugnen läßt sich nicht, daß sie immer und immer wieder alle anderen Nationen durch die Großartigkeit ihrer Werke in Erstaunen setzen und diese zu übertrumpfen suchen. Die Franzosen hatten sich erlaubt, den Eiffelthurm zu bauen, und nahmen damit das Recht in Anspruch, das höchste Monument der Welt errichtet zu haben, aber diese Ehre ließ John Bull nicht schlafen, weßhalb er beschloß, einen noch erstaunlicheren Stahlberg hinzustellen, und er that dies. Vom Jahre 1895 an wird der Eiffelthurm in dieser Beziehung nur noch die zweite Stelle spielen müssen, denn in unmittelbarer Nähe der englischen Metropole erhebt sich be- rette eine Metallstructur, Wembley tower genannt, welche, nachdem dieselbe fertiggestellt ist, 150 Fuß höher sein wird, als das erwähnte französische Bauwerk. Wenn man die Eisenbahn auf der Londoner Baker Street-Station genommen hat, fährt man ungefähr eine Btertelftunde und hat dann den schönen Wembley Park erreicht, in dessen Mitte sich der stolze Thurm erhebt, der nach jenem seinen Namen führt. Dieser Park besitzt eine Größe von 130 Acres, die auf das Geschmackvollste mit herrlichen Garten-, Baum- und Strauchanlagen von dem in England berühmten Landschaftsingenieur Mr. H. E. Mtlner höchst kunstreich bepflanzt sind; Natur und Intelligenz haben sich eben dabei verbündet. Es ist beinahe selbstverständlich, daß ein mit pittoresken Inseln und Wasserfällen versehener See im Wembley-Park nicht fehlen darf, und man hat den Brenrfluß dazu benutzt, ein acht Acres großes Wasserbecken zu füllen. Wembley-Park ist schon im Jahre 1894 ein ungemein beliebter Vergnügungsort für die Londoner geworden, und es wurden SamStags dort Feuerwerke abgebrannt, welche au Großartigkeit ihres Gleichen suchen. U. a. befindet sich dort auch die größte Bahn für Läufer und Radler in Eng- \ land — zwei Runden auf die englische Meile mit einer geraden Zielscheibe von dreihundert Iards Länge — und für alle Arten volksthümlicher Unterhaltungen ist natürlich auf das Beste gesorgt. Das Coloflalmonument erreicht die Höhe von 1150 Fuß englisch, ist daher weit höher als das gleichartige Bauwerk Babylons und schaut auf alle Kathedralthürme der Erde, sowie die altegyptische Pyramide des Cheops stolz herab. Als daS Project gemacht wurde, dieses Wunderwerk menschlicher Intelligenz aufzurichten, wurde ein Preisausschreiben erlassen, einen Plan zu einem solchen herzustellen, und wider alles Erwarten wurden weit über tausend Arbeiten dazu eingesendet, von denen einige ganz merkwürdig, andere von wunderbarer Erfindungsgabe, wieder andere fürchterliche Machwerke waren. Schließlich einigten sich die Preisrichter und zeichneten drei der besten Pläne aus, denen die hohen Prämien ausbezahlt wurden, aber der Wembley Thurm ist nach keinem derselben genau fertiggestellt worden, sondern man hat die drei Vorschläge mehr oder weniger miteinander verschmolzen, neue Ideen benützt und Verbesserungen in der Hauptsache angebracht, während die Einzelheiten eine ganz andere Gestalt angenommen haben. Von der Spitze dieses Stahlgitterwerkes riesenhafter Dimensionen wird das entzückte Auge ein großartiges Panorama überschauen, denn man wird z. B. den mit Seeschiffen aller Art bedeckten Lauf der Themse bis zum Meere verfolgen können, ein Anblick, welcher in seiner Eigenart in solcher Großartigkeit nicht wieder auf der Erde vorkommt, dann wird sich die ganze britische Seelüfte den erstaunten Blicken darbieten und an klaren Tagen kann man über den Canal la Manche hinweg das französische Seeufer erschauen. Wenn Staat und Gemeinde, in Arbeit und Ruhe, am Werktag un Sonntag, an Kind und Gesind. Also: Ein gesegnetes Neujahr! Wenn Jeder mit Gott seine Sache anfängt, so wird eS gewißlich auch im Ganzen beffer. An Gottes Segen ist auch in Zukunft Alles gelegen. Deutsches Reich. Berlin, 29. December. Der Neujahrs empfang am kaiserlichen Hofe in Berlin wird sich auch diesmal im Allgemeinen in den hierbei hergebrachten Formen vollziehen. Unter Anderen werden, wie üblich, die commandtrenden Generale des Reichsheeres dem allerhöchsten Kriegsherrn zum Jahreswechsel wiederum ihre Aufwartung machen. Auch sieht man am Kaiserhofe zum Neujahrsfeste abermals dem Besuche verschiedener Bundesfürsten entgegen. Berlin, 29. December. Die Morgenröthe des Jahres 1895 steigt herauf, erfreulicher Weise kündet sie den Völkern Europas die Fortdauer der zwischen den maßgebenden Staaten bestehenden friedlichen und freundschaftlichen Beziehungen. Wohl exiftiren hie und da noch gewiffe Gegensätze als Niederschlag früherer unruhiger Epochen in der europäischen Politik, aber diese Gegensätze haben immer mehr ihre für die Vöikerharmouie unseres Welttheiles bedrohliche Schärfe eingebüßt. Nirgends läßt sich in den mannichsach verschlungenen Problemen der europäischen Tagespolitik eine Stelle entdecken, welche zu ernsteren Besorgnissen Anlaß geben könnte, und so dürfen denn die Völker unseres Welttheiles mit der zuversichtlichen Hoffnung auf die fernere Erhaltung des Friedens in den neuen Zeitabschnitt eintreteu. Selbst der an den fernen Gestaden Oftasiens noch immer wüthende Krieg zwischen Japan und China kann diese Zuversicht nicht trüben- ist es schon bisher den Bemühungen der europäischen Diplomatie gelungen, den Kampf zwischen den beiden asiatischen Mächten zu localisiren, so wird dies gewiß auch fernerhin gelingen. Nicht so beruhigend und klar, wie die allgemeine Lage, nimmt sich freilich die innere Situation gar mancher europäischer Staaten am diesjährigen Jahreswechsel aus, was leider auch für Deutschland gelten muß. Ungewiß ist für uns die nächste poltttsche Zukunft, schwierige Fragen und Probleme harren in derselben ihrer Lösung, und ganz neue Verhältnisse machen sich bemerklich. Hoffen wir indeffen das Beste von der staatsmännischen Weisheit und Einsicht der maßgebenden politischen Persönlichkeiten, wie von der Vaterlandsliebe und Mäßigung der politischen Parteien des Reichsparlamentes selber und halten wir darum an der Zuversicht fest, daß die Schwierigkeiten der Deutsche Kaiser in Cowes an der Segelregatta theil. nimmt, wird man den Lauf seiner berühmten Jacht „Meteor" vom Wembley-Thurm aus genau verfolgen können und in London das Ereigniß ohne eine diesbezügliche telegraphische Depesche wiffen. Hochinteressant dürfte auch der Anblick der über der Hauptstadt beinahe stets schwebenden Dunst- und Nebelwolke lein, über welche hinweg man auf sonnige, mit Städten, Dörfern, Weilern und Landhäusern besäte Gefilde blickt, durch welche sich glitzernde Stlberadern hindurchwinden, während 17,000,000 Menschen dieses über 70 Meilen im Umkreise sich erstreckende Gebiet bewohnen. — Man denke an ein Metallgerüst, von Menschenhand erbaut, das durch die Wolken hindurch reichen wird und von dessen Gipfel man vielleicht das Schauspiel eines Gewitters unter seinen Füßen betrachten kann. Nachstehend geben wir einige authentische Ziffern und Thatsachen in Bezug auf den Riesenthurm an. 7500 Tonnen (ä 20 Centner) Stahl werden zur Verwendung gelangen, eine Menge, welche groß genug ist, um ganz England, Schottland und Wales mit einem kleinen Gitter zu umgeben, während die Grundfläche 275 Quadratfuß beträgt. Das Bauwerk ruht auf vier immensen, hundert Fuß tiefen Fundamenten aus Quadersteinen, welche mit Cement verdichtet sind und die man schon über zwei Jahre vorher errichtet hatte, um sich zu vergewissern, ob auch der Untergrund nicht nachgibt. Diese Fundamente tragen die colossalen Stahlplatten, auf welche die gigantischen Füße des Thurmes vernietet find. Dieses Stahlgerüft, wird drei Perrons oder Terrassen besitzen, von denen die erste in der Höhe von 150 Fuß über dem Erdboden liegt, und auf dieser Plattform befindet sich ein großer Platz zum Spaziergehen, ein Theater, eine sehr geräumige Tanzhalle, ein Caf« unter freiem Himmel, bedeutende Reftaurationslocalitäten, das Poft- und Telegraphenbureau und ein mit Fontänen geschmückter Garten. Die zweite Etage in einer Höhe von fünfhundert Fuß hat eine Grundfläche von hundert Fuß im Quadrat, und daS her inneren Lage sich im neuen Jahre in einer für daS Gekammtwohl gedeihlichen und ersprießlichen Weise beseitigen lassen werden. , , „ Berlin, 29. December. Der Reichskanzler Fürst Hohenlohe wird, wie Berliner Meldungen bestimmt versichern, dem Fürsten Bismarck im Laufe der nächsten Tage den schon wiederholt angekündigten Besuo Fr edrichsruh abstatten. In allen patriotischen Kreisen unserer Nation blickt »an gewiß nur mtt inniger Genugthuung dieser bevorstehenden Begegnung zwischen dem ersten Kanzler deS deutschen Reiches und seinem jetzigen Nachfolger entgegen. Wenngleich ein erkennbarer Einfluß aus den Gang der politischen Angelegenheiten von dem Gedankenaustausche zwischen beiden Staats- Männern für's Erste nicht zu erwarten steht, so wird es doch in weiten Schichten der Bevölkerung schon große Genugthuung erregen, zu sehen, wie der jetzige Reichekanzler eS nicht verschmäht, den erprobten Rath des Begründers deS Reiches entgegenzunehmen. Berlin, 29. December. Die Bierboycott - Commission Iheilt in der heutigen Nummer des „Vorwärts" osficiell die Aufhebung des Bierboycotts mit. Sie gedenkt gleichzeitig des achtmonatlichen Kampfes und bezeichnet diesen als einen sehr ehrenvollen für die Socialdemokraten. Indem sse weiter allen denen ihren Dank aussprichl, die in diesem Kampfe sse unterstützt haben, drückt sie gleichzeitig auch die Hoffnung aus, daß die Arbeiterschaft auch in Zukunft, falls es notwendig sein sollte, ihre Ehre und Interessen mit solchem Opfermuth verkheidigen werde, wie es während des Bierboycotts geschehen ist. g— Infolge der Aufhebung des B'erboycotts haben nunmehr auch die Saalbesitzer beschlossen, ihre Säle für Versammlungen den Social- demokraten wieder zur Verfügung zu stellen. Kiel, 29. December. Auf der kaiserlichen Werft wird in der Mitte des nächsten Monats die Feier der Taufe und der Stapellauf des Panzerschiffes T vorgenommen werden. Dasselbe ist zum Schutze der Elbmündung, nach der Vollendung des Nordostseecanals, bestimmt. —— ___________!______--------------* Ausland. Paris, 29. December. In dem Dorse Dagorn hat gestern der Führer der radicalen Partei den katholischen Ortsgeistltchen auf öffentlichem Platze erschossen. Beide Parteien lebten schon längere Zeit im Streite. London, 29. December. Hiesige Blätter melden aus Shanghai, daß Kung Chou-Shuang, Bruder des chinesischen Gesandten in London, wegen Feigheit vor dem Feinde angeklagt ist. Der chinesische Kaiser hat ihn zur Aburtheilung nach Peking berufen. Ebenso wurden, infolge eines Berichtes des Gouverneurs von Shangtung, der Admiral Tinz und der General Weh vor ein Pekinger Kriegsgericht wegen Feigheit, Nachlässigkeit und Unfähigkeit gerufen. Alle drei Personen werden wahrscheinlich gefoltert und sodann geköpft werden. Bnenos-Ayres, 29. December. Zwischen den Politikern Sarnuento und Dizente Lopez sand gestern ein Pistolenduell statt. Lopez wurde gelüftet. Locales und provinzielles. M.W. Aus der mittleren Wetterau, 28. December. Das Geschäft mit fetten Wetterauer Gänsen ging vor den Feiertagen sehr flott. Einsender kennt Händler, welche 250 biö 300 Stück nach Frankfurt lieferten und gute Preise erzielten. Von besonderem Interesse dürfte aber sein, daß das Brutgeschäft bereits wieder begonnen hat. Hierzu werden die Truthühner benutzt, die man als lebendige Brutmaschine bezeichnen kann, denn sie sind so eifrig, daß sie sich, wenn der erste Satz ausgebrütej ist, nach wenigen Tagen schon zu einer zweiten Brut benutzen lassen und auch di-' und gut ausbringen. -in, 24. December. Dem Postillon Pius Wieg and der ü rsi,.en Poftfuhrstation ist in Anbetracht seiner guten Dlenstsührung und feiner Fertigkeit im Blasen des Posthorns von der Kaiserlichen Ober • Postdirection in Darmstadt ein Ehrenposthorn verliehen worden. Nidda, 27. December. Eine für Fischereipächter wichtige Angelegenheit wurde kürzlich vor dem hiesigen Schöffengericht verhandelt. Verschiedene Male im Laufe dieses Jahres zeigte sich das Wasser der Nidda durchweg braun gefärbt. Infolge davon war zu bemerken, daß sich sofort die Fische in die Seitenbäche der Nidda drängten, und daß die, welchen es nicht gelang zu entkommen, hinstarben und tobt aus dem Wasser gelesen werden konnten. Man nahm deshalb an, daß die Färbung des Wassers und das Sterben der Fische in ursächlichem Zusammenhang stände und erstattete, da die Färbung deS Wassers als von dem Abwasser einer im oberen Ntddathal gelegenen Fabrik herrührend nachgewiesen worden war, gegen diese Fabrik Anzeige bei der Behörde. Die Fabrik wurde von dem Schöffengericht in eine Strafe von 20 Mk. verurtheilt. Wahrscheinlich wird die Fabrik Recurs ergreifen, da die Frage eine principielle Bedeutung hat. Die Fischereipächter behaupten überdies, daß die Fischbrut durch dergleichen Abwasser geradezu vernichtet würde. Darm ft. Ztg. § Merlau, 28. December. Bei einem am zweiten Weihnachtsfeiertag hier abgehaltenen Tanze entstand zwischen Burschen eine Rauferci, bei der das Messer eine Rolle spielte. Ein Bursche erhielt durch Messerstiche schwere Verletzungen und auch der herbeigeeilte Polizeidiener wurde durch einen Messerstlch an der Hand verwundet. Ein Denkzettel wird die Messerhelden hoffentlich eines Besseren belehren. F. Von der Feldkrücker Hohe, 28. December.' Auch bei uns hat jetzt der Verkauf von Brennholz stattgefunden. Es kam Eichen-, Fichten-, Kiefern- und Birkenholz zur Versteigerung. Die Preise sind mäßig und betragen nur 90 °/0 des Tarifsatzes. Das seitherige milde Welter ließ an Brennmaterial sparen. Geringere Sortimente, wie Reisig und Stockholz, haben kaum die Aufarbeitungskosten erzielt. Verwischtes • Berlin, 28. December. Kehrichtbauern entdeckten beim Entleeren eines Kehrichtkastens in der Ninnstraße Nr. 5 die angekohlte Leiche eines Kindes. Der Kopf war abgehackt, die Beine lagen zerstückt neben dem Körper. Die Polizei nahm die Leichentheile in Beschlag. * Berliner Leben. Auffallend groß ist in diesem Monat die Zahl der Straßen- und Wasserleichen in Berlin. Während im November nur sieben solcher Leichen zu obduciren waren, hat die Zahl derselben im December bereits 25 überschritten. Merkwürdigerweise befinden sich unter den Leichen sehr viele Personen, welche durch Ueberfahren getödtet worden sind, eine Erscheinung, welche schwer anders als durch Zufall zu erklären ist. * Hamburg, 28. December. Während des Hebens eines zwölftaufendpfündigen Walfisches, der hier ausgestellt werden : sollte, ritz eine Kette. Der Walfisch fiel auf zwei Arbeiter, von denen der eine sofort getödtet, der andere schwer verletzt wurde. * Aus Tyrol, 21. December. Ein schre cklich e s Brandunglück hat sich vorletzte Nacht in Schnauders, einer Abtheilung der Gemeinde Velthurus bei Brixen, zugetragen. In einer abseits gelegenen Schmiede kam Abends gegen 10 Uhr aus bisher nicht ermittelter Ursache Feuer aus, welches in dem hölzernen Gebäude ungemein rasch um sich griff. Die Müllerin der benachbarten Mühle merktc gegen halb 11 Uhr zuerst den Brand. Ihr Sohn eilte sofort auf die Brendstätte- das HauS stand beiehß in Hellen Flammen. Die durch das Feuer aus dem Schlafe geweckten Leute hatte« sich durch die Thür nicht mehr retten können uvd standen nun händeringend an den vergitterten Fenstern. Der MüllerSsohn schlug mit einem Knüttel daS Gitter ein, konnte aber nur ein einjähriges Kind und ein Kindermädchen, beide schon in Flammen stehend, retten. Das Mädchen erlag noch in derselben Nacht ihren Brandwunden. Die übrigen Hausbewohner: der Schmied Steiner, seine Frau, ein Kind und eine Nichte kamen in den Flammen um. Die Nichte war TagS vorher aus Tlchöksch zur Aushilfe heraufgekommen und wollte noch Mittwoch Abends wieder heimkehren, ließ sich aber überreden, nochmals beim Onkel zu übernachten, und verlor so das Leben. * Genaue Adresfiruug. Unter den Postgegenständen, die während des letzten schweizerischen TruppenzusammenzugeS den Adressaten nicht haben auSgeliesert werden können, be- findet sich ein Kistchen mit der Aufschrift: „An meinen lieben Schatz HanS." Inhalt: Ein Packet Cigarren, eine Schachtel Zündhölzchen, Küchli und Krapfen. — So zu lesen in einem Erlaß der schweizerischen Postverwaltung. Universität- - Nachrichten. Berlin, 29. December. Wie die „Kreuzig." bört, bleibi Prof. D. Gras v. Saubiff in, welcher bereits für eine Professur an der Universität Berlin ausersehen war, lauf seinen Wunsch in Marburg und der Greifswalder Professor D. Ba ethgen wird an seiner Statt die B-.rlirer Professur zu Ollern 1895 übernehmen. — Die Frequenz der deutschen Universitäten. An den deutschen Universitäten sind in diesem Winter 28158 Studenten immatricultrt («egen 28 105 im vorigen Sommer und 27 646 im Winter 1893/94), und zwar zählt Berlin 5031 (gegen 4025 und 4979 in den zwei letzten S-mestern), Münwen 3475 (gegen 3744 und 3408), Leipzig 2928 (2764 — 3066), Halle 1539 (1528— 1535), Bonn 1518 (1634 - 1383), Würzburg 1347 (1292 — 1335), Breslau 1293 (1280 — 1238), Tübingen 1165 (1210 — 1151), Freiburg 1136 (1477 — 1040), Erlangen 1131 (1120 — 1098), Heidelberg 1028 (1206 -960), Straßburg 949 (913 — 941), Göttingen 804 (786 — 770), Marburg 800 (866 — 8251, Greifswald 750 (825 — 747), Königsberg 709 (712 - 683). Jena 635 (674 - 643), Gießen 528 (576 - 517), Kiel 504 (610 - 507), Rostock 420 (436 — 420), schließlich Münster 411 (426 — 399). Den Ländern nach treffen 26 008 auf Deutschland selbst, 1594 auf das übrige Europa und 556 auf Außer-Europa; bei Unterscheidung nach Facultäten entfallen 1604 auf die katholischen und 3084 auf die evangelischen Theologen, 7432 auf die Juristen, 7768 auf die Mchiciner, 8470 auf die philosophisch - naturwissenschaftlichen Fächer, darunter speciell auf Philologie und Geschichte 3083, auf Mathematik und Naturwiss nsckaften 2525, 2862 auf die übrigen der philofophifchen Facultäl zugewiesenen Nebenfächer zusammen. Lpielplrm der üertinigten Zkranksurter LtaLttheater Opernhaus. Dienstag den 1.Januar, Nachmittags 3'/»Uhr: Obersteiger. Abends 7 Uhr: Armida. Mittwoch den 2. Januar, Nachmittag» 31/, Uhr: Das tapfere Schneiderlein. Donnerstag den 3. Januar: Die Hugen otten. Freitag den 4. Januar: Fatinitza. Samstag den 5. Januar. Nachmittags 3Vs Udr: DaS tapfere Schneiderlein. Abends 7 Uhr: Der Wildschütz. Sonntag den 6. Januar, Nachmittag 3'/s Uhr: DaS tapfere Schneiderlein. Abends 7 Uhr: Die Jüdin. Schauspielhaus. Dienstag den 1. Januar, Nachmittags 3Vs Ubrr Madame Sans-G^ne. Abends 7 Uhr: Die SchmetterlingSfchlacht. Mittwoch den 2. Januar: Julius ESfar. Donnerstag den 3. Januar: D er Schuß. Hierauf: Der Friedensstifter. Freitag den 4. Januar: Wie die Alten sungen. SamSta- den 5. Januar: Moliöre-Cyclus, I. Abend. TartÜffe. Vorher: Die Furcht vor der Freude. Sonntag den 6. Januar: Niobe. Vorder: Die Taube der Messalina. Montag den 7. Januar: Wie die Alten sungen. dritte Stockwerk wird noch immer groß genug fein, um einer Schwadron Cavallerie Raum zu gewähren, während sich von hier aus eine Treppe bis auf das Obfervatorim hinaufzieht. Bier immense Hebevorrichtungen sind in dem Thurm angebracht, von denen zwei nach der ersten, die beiden anderen nach der oberen Etage gehen und an der mittleren Station machen. Diese Fahrstühle, welche mit Bequemlichkeit auf den Tag sechszigtausend Personen hinauf- und herabbefördern können, sind mit ganz neuartigen Patentbremsen ausgeftattet, sodaß ein Unglücksfall absolut ausgeschlossen ist. Wenn man nicht heute in der Jngenieurwissenschaft so sehr weit vorgeschritten, die Hebemaschinentechnik nicht so außerordentlich vervollkommnet wäre, würde es absolut unmöglich sein, solche gigantische Stahlglieder, wie sie zum Bau des Wembley ThurmeS verwendet werden müssen, auf jene enorme Höhe hinauf zu bringen. Sir Benjamin Baker, der Ingenieur von Weltruf, welcher bereits die großartige Brücke über den Firth of Forth erbaute und unter dessen Direction die Metropolitan Construction Company, Limited, steht, ist der geniale Constructeur deS Rtefenmonumentes, und die Mehrzahl der daran beschäftigten zuverlässigen Arbeiter, welche vollkommen schwindelfrei fein müssen, halsen auch schon jene Brücke errichten. Der Coloß zu RhoduS, welcher diesem Stahlberg nur biS zur ersten Plattform reichen würde, gehört zu den sieben Weltwundern des Alterthums, während daS heutige Geschlecht in dem Wembley Thurm nichts weiter sieht, als eine geniale — Spielerei, welche dem Vergnügen deS Volkes gewidmet ist und bald übertrumpft werden wird. Tempora mutantur et nos mutamur in illis. Werth der Gabe nicht in ihrer Kostbarkeit, sondern in bet Liebe besteht, mit welcher sie gespendet werde. Diesem Grundsätze entsprechend, sind seine Gaben trotz seiner notorischen Wohlhabenheit immer höchst dürftig, was allerdings auf eine größere Liebe schließen läßt. Auch für das verflossene Fest hatte er für Frau und Tochter sehr „liebreich", d. h. sehr spärlich eingekauft und dabei namentlich einen der jetzt sehr beliebten Dreimark-Bazare berücksichtigt. Aber Herr R. ist nicht nur „ökonomisch", sondern auch sehr wißbegierig — die böse Welt nennt es neugierig — und schnüffelt gern ein bischen im Hause umher. Zwei Tage vor dem Feste benutzte er die Abwesenheit der ©einigen, um wieder einmal, wie weiland Mephistopheles, „ein bischen zu revidiren", und entdeckte bei dieser Gelegenheit zu seinem freudigen Erstaunen tief versteckt im Kleiderschrank seiner Frau einen geradezu prächtigen, offenbar sehr kostbaren Herren Plüschschlafrock, der ganz pompös von dem außerordentlich schäbigen gleichen Garderobestück abstach, welches er seit Jahren sein eigen nannte. DaS war also 'sein Weihnachtsgeschenk! Oh! Und er hatte sich so knickerig gezeigt. Er fühlte etwas wie Schamgefühl und eilte, seinem Impuls folgend, in ein großes ConfectionSgeschäft, wo er sich zu der ungeheuren Aufgabe für ein seidenes Kleid und zwei feine Wollkleider aufraffte, um sich nicht von Frau und Töchtern beschämen zu lassen. Im Traume der Nacht selbst schwebte ihm der kostbare „plüschene" vor und die Freude Über denselben stimmte ihn so weich, daß er am Nachmittag in einer Anwandlung von Großmuth den alten Schlafrock, der ihm jetzt schäbiger denn je erschien, der alten Scheuerfrau schenkte, damit sie mit demselben ihrem gichtkranken Manne eine Christfreude bereite. Und der feierliche Abend der Bescheerung kam heran. Auf daS Höchste und Freudigste überrascht, musterten die ©einigen die vollständig ungeahnten reichen Geschenke deS Gatten und Vaters, während dieser etwas verblüfft die (einigen beäugen* Ein Paar bescheidene gestickte Pantoffeln — ein — eine gestickte kleine Haar- Herr R . . . wehrte zerstreut ————■——।———»w die DankeSbezeugungen der ©einigen ab und forschte so auffallend im Zimmer umher, daß endlich feine Gattin fragte: „Suchst Du etwas, Alterchen?" „Na, Kinder," platzte er heraus, „nun gebt ihn her, denn, offen gestanden, 'ch hab ihn ja, ganz zufällig, weiß Gott, doch schon gesehen?" „Wen?" erwiderte Frau R . . . „Nun, den prächtigen Plüschschlafrock, den Ihr mir gekauft habt. A la bonheure! Macht Eurem Geschmack alle Ehre!" „Der Schlafrock in meinem Schrank," sprach entsetzt Frau R . . ., der jetzt ein Licht über die ungewohnte Freigebigkeit ihres Gatten aufging, „lieber Mann, den trägt wahrscheinlich jetzt schon der Wirth unten. Seine Frau hatte ihn mir zur Aufbewahrung übergeben, weil ihr Mann immer alle Spinden durchstöbert und ihr so die Festfreude verdirbt." Unsere Leser können sich wobt daS lange Gesicht malen, welches Herr R. bei dieser Eröffnung mochte. Er trägt heute allerdings einen neuen Schlafrock, allein er ist nicht f» kostbar — nicht von Plüsch, und waS daS Schlimmste ist — er mußte ihn selbst bezahlen. * Studentische Weihnachten. Ein originelles Weihnachtsfest im Walde beging eine auswärtige studentische Verbindung. Für alle ihre Kommilitonen, die keinen engeren Familienanschluß haben und die Kosten der Heimreise scheuten, baute die Verbindung mitten im Walde auf. Ein Tannenbaum wurde hübsch mit bunten Ketten und Sternen, Zuckerfachen und vergoldeten Nüssen ausgeputzt, und darunter im Moose lagen die kleinen Ueberraschungen, die den Beschenkten wie den Gebern gleichmäßig Freude bereiteten. Diese eigenartige Weihnachtsfeier wiederholt sich Jahr für Jahr, immer aber an anderer, möglichst abgelegener und versteckter Steve des Waldes. Die WeihnachtStanne aber behält manchmal bis in die Hochfommerzeit hinein dir letzten Reste ihres bunten Christbaumschmuckes und bann wundern sich die Leute über den sagenhaften Baum. Eine lustige Weihnachts-Gkschichie. Herr R . . . an der Lindenstraße in Berlin ist, waS Geldausgaben betrifft, ein etwas zäher Herr, am zähesten aber in dem Punkte deS Geschenkgebens. Deßhalb ist ihm namentlich der Weihnachtstag ein Gräuel und jedes Jahr predigt er im December den erwachsenen ©einigen, daß der • scheinigte. gesticktes Zündholzbüchschen bürste — ein Zahnstocher! * 99 IlWen Glückwünsche 81 Carl Brück und Frau. | g Glückwünsche! D M 49 WMUMZDZZZVKZZUZMMZWWU H U 97 DOODOOOOOOOOOOOOaaODOOOOniDODOOOODOOOODO O 64 Heinrich Meister und Iran. O oaooooooooooooooooooooöQö □ chw Jahreswechsel! Ar. Kühnhokd und Arau. C. Textor und Frau 6 52 Hochachtungsvoll 18 M. Fromme, Bahnhofstr. 61 p. W TÖ’ w * * 8 * «4 5 ;• Unseren werthen Kunden, Freunden und Verwandten zum Jahreswechsel die he» Hch.Schmidt «.Frau. Bahnhofstraße 37. 75 M die besten G-lückwünsche! -> Alexander Salomon & Co. g Meiner werthen Kundschaft, Freunden und Be- | kannten I darzubringen. Ich erlaube mir damit gleichzeitig die ergebene Bitte zu verbinden, mir das im vergangenen Jahre in so reichem Maasse entgegengebrachte Vertrauen auch fernerhin bewahren zu wollen. Meinen geehrten Gästen und Freunden beehre ich mich hiermit die besten Glückwünsche zum Neuen Jahre E. Ludwig Sack und Iran. Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahre! F. A. Kretzscliniar. Marktplatz 22. Familie Drescher g Restauration Kirchner. Wilhelm Reinhold, Hotel-Restaurant „Kaiserhof*6 Giessen. zum Jahreswechsel! Daniel Heil und Fran. ooooooooooooooooooooooooo '-I q Freunden, Bekannten, sowie unserer werthen q O Kundschaft die herzlichsten Glückwünsche zum O Q „neuen Fahre!" 2 Die herstichstcn Glückwünsche ;um Neuen Jahre sende hierdurch meinen verehrten Gästen, Freunden undGönnern, sowie der werthen Nachbarschaft. 104 Familie Albold, „Zum Gambrinns". erzlichen Glückwunsch zum Neuen Fahre allen Freunden und geehrten Kunden. Julius Aosenbaum und Ara», Metzger. 58 iDODDDaooDODoooaoooooiooaooaöaooüODOQoaoooaDooo ooooooooacroooooooooooooco 9 Freunden und Bekannten, sowie unserer werthen q q Kundschaft Q O KerzNchen Hsückwunsch zum Meuen Jahr! O 9 Gießen, den 1. Januar 1895. »H ■en der Großherzogl. Saline Bad-Nauhel« en» gradirter Soole dargestcllt, ausgezeichnet durch seine Schärfe und LeichttöSlichkrit, Kochsalz, Viehsalz, Badesalz, Ei», salz, Mutterlauge, letztere in Salmen, rannen, alle- bester Qualität, wie allgemein anerkannt, ist stet- vorräthig und zu den billigsten Preisen zu beziehen bei Herrn Kaufmann Carl Bieler auf dem Kreuz in Gießen. Grossh. Salinen- und Bergamt ßari-Nauheim Freunden und Bekannten, |$| > sowie unseren werthen Gästen M > ein kräftiges 105 Prosit Neujahr! Allen Freunden und Gönnein, sowie meinen verehrten Gästen dik httslichstrn Glückwülislhe zum Neuen Jahre! Phil. Kleiss und Frau los Restauration Aelsenkeller. O Familie Fangmann O O sä Bahnhofstraße 29. © OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOü tM Unserer werthen Kundschaft, Freunden und Be- ä kannten die | §csten Glückwijnsche M Gießen, Neujahr 1895. in beliebiger Höhe, auf Liegenschaften zu coulantesten Bedingungen. 11 S. Klein Bankgeschäft. Marktstraße 4. heute neue Sendung bei Hch. Arnold II., 21 Marktstr. Herzlichsten Glückwünsche | zum Meuen Zahre! X I. Bruder und Frau, i ••••••••ieeeeeeee w Verehrten Kunden, Freunden und Bekannten zum W Jahreswechsel die • aufrichtigsten Glückwünsche! • • 102 A. & G. Wallenfels. H •••••••e-eeeeeeee Unserer werthen Kundschaft, Verwandten ? M und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum >: M neuen Fahre! Unserer verehrten Kundschaft, K sowie Freunden und Bekannten M Zsenden zum Neuen Jahre o die her^lichken D OaOOOOQOÜOODGOaOOÖ aöoaaoaoöoaoöooöag Q Meiner werthen Kundschaft, sowie allen Freunden und Bekannten O 8 zum Jahreswechsel q □ die herzlichsten Glückwünsche! MZZZZWVMZZMZZIZZZZZMUUZZW Freunden und Bekannten, sowie unserer werthen Kundschaft die besten Glückwünsche Unseren werthen Kunden, Freunden und Bekannten die Unfern Freunden und Gönnern zum Jahreswechsel die herzlichsten Glückwünsche! 2 Emil Fischbach u. Familie E 95 W Handarbeitschule. Der Unterricht beginnt wieder Mittwoch den 2. Januar. Anmeldungen werden Hefseustraße 2 entgegengenommen. Anna Singer 16_______geprüfte Lehrerin. Unterricht. Tägliche Aufnahme von Schülerinnen zum Zu- schueide-Unterricht. Spiegel! Spiegel! in großer Auswahl empfiehlt billigst J. Hirz 23 Seltersweg 22. Sdtuüiti5 «« IWrv.....m- . r - 1 । A Cognac, Aller^Freunden Junb Bekannten, sowie unserer h 50 und Frau. 78 Ecke der Neuen Baue u. Sonuenftr. 42 herzlichsten Hkückwünsche o rum neuen Jahr! g 74 empfiehlt 10253 72 L. Seuling u. GOGOOOOOOGGSSOGGGVOGOOOOG ••••••eeeeeeoeeeeeeeeeoeu empfiehlt 25 Christoph Schmidt Weissbinder meister. 82 4 Ohr. Frutig n. Fran. Z NWMHNVLrSLKW^^^MW 85 per Pfund, empfiehlt 22 Emil Fischbach- Herzlichen Glückwunsch^ !Mj Zchremchskl! * 51 +++++++++++0++++++++++++ S (ö 5 8 Prosit Neujahr! 8 allen meinen werthen Gästen und Bekannten. » « Frau I-ina lless, „zum Lindenhof". A Hausmittel. Allen Freunden und Bekannten 44 10328 Lvdwigftraße 27 L FdxdU«: Ä. vcheyda. - Druck und SkrUa der «rühl'schcn Dnutoei (Fr. Ehr. Pietsch) bi Gieße». Ullsktt» wertheu Innhtn, Kenudeu und Mannten die herstichsten SlnckwSnschr pm Jahreswechsel.! Metzgermeister Äug. Hilgardt Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel! Allen Freunden und Bekannten hiermit die besten Glückwünsche ;um neuen Jahre! französischer und deutscher von 2 Mk. an per Liter, Rum, Jamaica, Gastwirth Koch nebst Familie. Kundschaft die X 3 L. Feidel u. Familie, x xxxxxxxxxxxxoxxxxxxxxxxxx oooooooooooooooooooooo Allen Freunden und Bekannten, insbesondere meiner werthen Q elfen Husten, Heiserkeit) Katarrh Meinen werthen Kunden, Freunden und Bekannten Herzlichen Glückwunsch |zum Jahreswechsel! Gustav Ruppel, Holz- und Kohlen-Handlung. Hmlicheu Gliickwiiusch zum neuen Jahr! Adolf Möhl und Frau. Unseren Freunden, werthen Kundschaft und Nachbarn die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahre! Emil Orbig und Frau. Carl Orbig und Frau. Allen Freunden und Bekannten, sowie unseren werthen Gästen ein fröhliches Prosit NeujahrI Meiner werthen Kundschaft, Freunden und Bekannten J die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahre! Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahre! 62 Familie D. Schmall. Zum Jahreswechsel sendet die herzlichsten Glückwünsche W 7 Georg Hebstreit u. Familie. • werthen Kundschaft M die herzlichsten Glückwünsche ?um neuen Jahre! W Zum neuen Jahre g bringen unserer werthen Kundschaft, sowie allen S Freunden und Bekannten unsere aufrichtigsten $5 Glückwünsche dar. 8 q 73 L. Pirr und Familie. Neuen Bäue. q opoopopopoopocopoooooqooo HHMMUHOeHWWUIte nunuuuunuxuuoxxnrruuurrunuu Meinen werthen Gästen, Freunden und Bekannten die W herzlichsten Glückwünsche 5 zum Jahreswechsel! 8 flrhrtrt ächt chinesisch, schwarz und XlAfVV) grün, 1894/95er Ernte, von JL 2.50 an per Pfund. firhpl* rufs.Karawanen-,1894/95er v\-V)vV) Ernte, in 4 Sorten, Sam, S, „ Marke Victoria, „ Wagner, Hafkr-C«cu, mm«, WcMe, älVÄ»: & Co. in Mainz, von 1.00—3.50 M Allen Freunden und Bekannten wünschen Z fröhliches WÄqahr! W P Prell u. Frau, „Stadt Mainz. Emil Fischbach. Düsseldorfer Punsch-Essenzen Kaiser- Punsch Ananas- Punsch Burgunder-Punsch Arrae- Punsch Rum- Punsch Cognac deutsch und französisch Rum und Arrac in oormglichen Qualitäten zu biUijjßen Vreisen q Aug. G-uhr, Bäcker. g ooooooooooooooooooooooooo Ang. Ostmann u. Familie^ + Punschesienzen von Arrac, Rum, Burgunderwein re. Roth- und Wtiß-Wkine in allen Preislagen empfiehlt 10253 Emil Fischbach. Wousseur aus der Fabrik der Herren Gebr. 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