SSt. 255 Erstes Blatt. Mittwoch den 31. Oktober 1894 Der chteßener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de- MontagS- Die Gießener A««itieaötL1ter werden dem Anzeiger »Schentlich dreimal deigelcgt. Kießmer Anzeiger Generat-Anzeiger. Vierteljähriger Avonncmcntsprei«: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expeditroa. und Druckerei: Kchutstraße ^lr.7. Fernsprecher 51. Anrts- und Anzeigeblntt für den Tiveis Gieren. chratisöeikage: Gießener Kamitienötätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den lokgendcn Tag erscheinenden Nummer bi» Norm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux de» In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 2ltntiid?er Theil. Gießen, den 29. October 1894. Bett.: Die Ausführung des § 26a des Krankenversicherungs- gesetzeS, hier Beschwerde des Vorsitzenden des Krieger- Vereins zu Groß-Umstadt gegen den Vorstand der dortigen OrtSkrankenkasie. Das Gkvßherzogliche Kreisamt Gietzeu au die Großherzoglichen Bürgermeistereien und die Vorstände der Krankenkassen des Kreises. Es ist zu unserer Kenntniß gekommen, daß eine Kranken- laffe erkrankten Kasienmitgliedern gegenüber, welche in Folge ihrer Zugehörigkeit zu einem Kriegervereiu Vereinsunter- stühung erhalten hatten, auf Grund des § 26a Absatz 1 des Kranken.VersicherungS.Gesetzes eine Kürzung des statuten- mäßig zu gewährenden Krankengelds eintreten ließ. Mit Rücksicht hierauf sehen wir uns veranlaßt, Sie darauf hinzuweisen, daß die Zugehörigkeit eines Krankenkaffenmitglieds zu einem Kriegerverein der Regel nach nicht als eine anderweite Versicherung im Sinne des § 26a des Kranken.VersicherungS.Gesetzes angesehen werden kann, da weder die Satzungen des Landesverbands Hassia, noch die in ihrem jeweiligen Inhalt von einander abweichenden Satzungen der einzelnen demselben angehörigen Vereine Bestimmungen darüber enthalten, welche zur Zahlung eines Krankengeldes an erkrankte Mitglieder verpflichten, letzteres vielmehr nur nach Ermeffen gemährt werden kann, ein zur Kürzung der Krankengeldbezüge berechtigendes anderweites Versiche- rungsverhältniß im Sinne des gedachten § 26a Absatz 1 aber nur dann als vorliegend angenommen werden kann, wenn dem Kaffenmitglied hieraus ein eventuell rechtlich verfolgbarer Unterstützungsanspruch zusteht. Ob gegebenen Falles ein solcher Unterstützungsanspruch, namentlich auch vermöge der Zugehörigkeit zu einem Verein, welcher die Gewährung von Beihülfen an erkrankte Mitglieder nur nebenbei bezweckt, besteht, wird nur auf Grund genauer Kenntniß der jeweiligen besonderen Verhältnisse beurtheilt werden können. Wir empfehlen Ihnen daher, vor Anwendung der durch 5 26a Absatz 1 des Krankenversicherungs-Gesetzes gegebenen Befugniß eine sorgfältige Prüfung der Verhältnisse nach der bezeichneten Richtung hin eintreten zu lassen. v. Gagern. Deutsche- Reich. Berlin, 29. October. Die Lösung der jüngsten Kanzler- und Mintsterkrisis ist ebenso rasch erfolgt, als letztere zum Ausbruch gekommen war. Der Kaiser hat den Fürsten Hohenlohe, den bisherigen Statthalter von Hlsaß-Lothringen, zum Reichskanzler und zugleich zum preußi- scheu Ministerpräsidenten ernannt, wie dies auf Grund der telegraphischen Berufung Hohenlohes zum Kaiser auch allgemein schon erwartet worden war. Zum neuen preußischen Minister des Innern ist Herr v. Köller, der seitherige Unrerstaatssecretär in der Regierung für Elsaß-Lothringen, ernannt worden. Die Berufung des Fürsten von Hohenlohe- SchillingSfürst auf die nun wieder vereinigten höchsten Beamtenposten des Reiches und Preußens findet in der öffentlichen Meinung Deutschlands fast allseitig lebhafte Zustimmung. Längst hat sich der nunmehrige leitende Staatsmann des Reiches und Preußens als ein bewährter Patriot wie als einen erfahrenen Politiker und Staatsmann erwiesen. Hiervon zeugen seine frühere Thätigkeit als bayerischer Ministerpräsident und dann als Mitglied des Reichstages, wie seine Wirksamkeit auf dem deutschen Botschafterposten in Paris und zuletzt auf dem Statthalterposten von Elsaß- Lothringen. In allen diesen Stellungen hat sich Fürst Hohen- lohe als Mann von maßvollen, aber festen Anschauungen und im Uebrigen als geschickter und erfolgreicher Staats- mann aus der Bismarck'schen Schule gezeigt, zu dem man das Vertrauen hegen darf, er werde das unter ungemein schwierigen Verhältnissen übernommene Ruder des Reiches «nd des Staates mit Kraft und Erfolg führen. Allerdings steht Fürst Hohenlohe schon im 75. Lebensjahre, so daß es bis in letzter Stunde noch ungewiß erschien, ob er die Doppelbürde des Retchskanzleramtes und des preußischen Minister- Präsidiums übernehmen würde. Indessen erfreut sich der greise Herr noch ganz außerordentl-.cher geistiger wie körperlicher Rüstigkeit und diese Erwägung dürfte ihn schließlich bestimmt haben, dem ehrenvollen Rufe des Kaisers zu folgen. — H e r r v. K ö l l e r, der neue Leiter des preußischen Ministeriums des Innern, hat die Landrath-Carriere durchgemacht und vertrat als Landrath des pommerschen Kreises Cammin den letzteren von 1881 bis 1887 auch im Reichstage. Im letztgenannten Jahre wurde er zum Polizeipräsidenten von Frankfurt a. M. ernannt, drei Jahre später erhielt er das Unterstaatssecretariat in der Regierung für Elsaß Lothringen an Stelle des Herrn v. Stüdt. Herr v. Köller ist ein sehr tüchtiger Verwaltungsbeamter, welche Eigenschaft er gewiß auch in seinem neuen großen Wirkungskreise entfalten wird. Allgemein aber gilt die Ersetzung der Grafen Caprivi und Eulenburgs durch die Herren Fürst Hohenlohe und v. Köller lediglich als ein Personalwechsel, nicht aber auch als ein durchgreifender Systemwechsel, wobei dann freilich zu wünschen wäre, daß das Hohenlohe'sche Regime die bekannten Schwächen des Caprivi'schen Systems nicht fortsetze. Ueber etwaige weitere Veränderungen in den oberen Beamten posten im Reiche und in Preußen anläßlich des Rücktrittes Caprivis und Eulenburgs steht noch nichts Zuverlässiges fest. — Im Uebrigen bedarf die nun wieder beendigte Krisis in manchen Punkten noch immer der Aufklärung. Neuerdings verlautet, Graf Caprivi sei eigentlich nur das Opfer mehrerer zu seinem vermeintlichen Vortheil lancirter Artikel in der „Köln. Ztg." und in der „Nordd. Allg. Ztg.", die ihre Spitze gegen den Ministerpräsidenten Grafen Eulenburg richteten. Im Zusammenhänge mit dem Entlaffungsgesuche Eulenburgs sei dann der Kaiser von diesen Zeitungsartikeln in Kenntniß gesetzt worden, welche Artikel beim Kaiser angeblich die tiesste Verstimmung hervorriefen, welche die Genehmigung des vom Reichskanzler zum zweiten Male eingereichten Abschiedsgesuches zur sofortigen Folge gehabt haben soll, während allerdings zugleich auch die Annahme des Eulenburg'schen Demissionsgesuches erfolgte. Inwieweit diese und andere Gerüchte über die so überraschend gekommene Krisis den Thatsachen entsprechen und inwieweit hierbei anderseits Legendenbildung unterläuft, das wird sich wohl erst später zeigen. — In Essen a. d. Ruhr tagte am Sonntag der Con- greß christlicher Bergleute des westfälisch-rheinischen Revieres. Es waren etwa 500 Delegirte anwesend, sowie mehrere Geistliche beider Confessionen. Hamburg, 28. October. Das Amtsblatt bringt eine Bekanntmachung des Senats, nach welcher die Einfuhr von lebendem Rindvieh und frischem Rindfleisch aus Amerika verboten ist, weil zwei Transporte Rinder brachten, die am Texasfieber erkrankt waren. Sendungen, die nachweislich bis zum 28. dss. Mts. Amerika verließen, dürfen noch eing-sührt werden, müssen aber sofort auf dem Hamburger Schlachthof geschlachtet werden. Neueste Nachrichten. Wolffv telegraphisches Lorrespondenz-Bureau. Berlin, 29. October. Der „Reichsanzeiger" schreibt: Die Commission für Arbeiterstatisttk tritt am 9. November zusammen. Den ersten Gegenstand der Tages- ordnnng bildet die Untersuchung über die Verhältnisse der tu Gast- und Schankwirthschaften beschäftigten Personen, wozu je zwei Wirthe und Kellner als Beisitzer zugezogen werden. Ferner beabsichtigt die Commission, 84 Personen aus dem HandelSgewerbe zu vernehmen, Prinzipale, Gehilfen, Haus- diener und andere. Die Vernehmungen bilden voraussichtlich den Abschluß der Erhebungen über die Arbeitszeit, die Kündigungsfristen und die Lehrlingsverhältnisse im Handels- gewerbe. Steudal, 29. October. Bei der Reichstags-Ersatzwahl in Osterburg-Stendal ist Himburg (cons.) gewählt. Er erhielt 8126, Fischbeck (freisinnig) 4587, Hinze (Soc.) 2140 Stimmen. Nur fünf Landorte fehlen noch. 1890 wurden 3537, 1893 2989 socialdemokratische Stimmen abgegeben. Rom, 29. October. Unter dem Vorsitze des Papstes fand heute die zweite Sitzung der Conferenz wegen der orientalischen Kirche statt. Der Sitzung wohnten nur dieselben Persönlichkeiten bet, die in der vorigen Sitzung zu- gegen waren. Die nächste Sitzung wird am 31. d. M. sein. Das Programm der Conferenzen soll vornehmlich die Wiederaufrichtung des Prestiges und die Erweiterung der Macht der orientalischen katholischen Patriarchate umfassen, damit diese das natürliche Centrum für den Zusammenschluß der Dissidenten bilden könnten, bte einen Ritus und Privilegien fänden, die ihren verschiedenen Nationalitäten entsprachen. Loudon, 29. October. Wie das „Reuter'sche Bureau" aus Yokohama meldet, wurden die Chinesen, die Kiu-Len- Cheng vertheidigten, von den Generälen Song und Liu befehligt. Die Chinesen besitzen eine sehr starke Stellung bei Hong-Wong, dessen Fort mit 20,000 Mann Chinesen besetzt ist. Sie concentriren Truppen bei Kiu Chow zur Vertheidi- gung Port Arthurs. Die Japaner blockiren vollständig Talien-Wan, Port Arthur und die nahe liegenden Höhen und Buchten. Neue japanische Verstärkungen werden in Se Kio Fu, südöstlich von Port Arthur, gelandet. Das japa Nische Commissariat in Atanto wurde von 2000 TonghakS angegriffen, die das Gebäude anzündeten und die Telegraphendrähte durchschnitten. Die Tonghaks wurden schließlich von den Japanern zurückgedrängt. Kopenhagen, 29. October. Das Bureau Ritzau erfährt, direkten Telegrammen aus Ltvadia von heute zufolge hatte der Czar eine gute Nacht nach einem guten Tag. Die Kräfte nehmen ein bischen zu, die Wirksamkeit deS Herzens ist ein wenig besser. Die Kaiserin befindet sich fortdauernd wohl. Petersburg, 29. October. Bulletin von 11 Uhr Bor- mittags: Der Kaiser schlief weniger, der Appetit ist gut, daö Oedim hat sich nicht verringert. Petersburg, 29. October. Der „Grashdanin" bespricht die das Gepräge herzlichen Tactes tragenden Kundgebungen des Kaisers Wilhelm anläßlich der Erkrankung deS Kaisers Alexander und weist darauf hin, daß, während die französischen Minister sich bei dem Bittgottesdienst vertreten ließen, der Kaiser Wilhelm mit den Prinzen und hohen Würdenträgern dem Gottesdienste beigewohnt habe. Die „Nowoje Wremja" betont das sympathische Verhalten der ausländischen Presse und das tiefe Mitgefühl mit dem Kaiser Alexander, seiner Politik, seinem ehrenhaften Character, mit der Energie, mit der er die Interessen des europäischen Friedens vertreten habe, mit seiner Arbeitsamkeit, Aufrichtigkeil und Festigkeit. Gegenüber dem schweren Leiden deS Kaisers sei alle Feindseligkeit verstummt. Der Kaiser habe lediglich durch seine Friedensliebe sich Anerkennung verschafft, da diese der alle Völker erfüllenden Friedensliebe entsprach. DaS Blatt schließt mit der Hoffnung auf Genesung deS Kaisers. Petersburg, 29. October. Heute sind über das Befinden des Kaisers verhältnißmäßig bessere Nachrichten eingetroffen. Professor Sacharjin glaubt verbürgen zu können, daß der Kaiser im Stande sein werde, sich an der Hochzeit des Großfürften-Thronfolgers mit der Prin- zessin Alix wenigstens soweit zu betheiligen, daß er das Paar segnet. — Das Klima in Livadia ist augenblicklich ein wunde, volles, das Thermometer zeigt 20 Grad Wärme, so daß die Fenster des kaiserlichen Krankenzimmers geöffnet werden können. Profeffor Grube machte heute beim Czaren eine Probe-Abzapfung des Waffers zur Analyse. Die Abzapfung ist gut verlaufen. — Der Minister des Innern, Durnowo, hat verschiedenen Personen gegenüber seinen festen Entschluß erklärt, im Falle des TodeS deS Czaren sein Abschiedsgesuch einzureichen. In gut unterrichteten Kreisen glaubt man aber, daß dieses Gesuch wenigstens für die ersten Wochen nicht genehmigt werden dürfte. Petersburg, 29. October. Ueber den Zustand des Czaren liegen aus erster Quelle hocherfreuliche Nachrichten vor. Die analytische Untersuchung der dem Oedem entnommenen Flüssigkeit ergab sehr günstige Resultate, so daß sogar ein Aufsaugungsproceß eintreten könnte. Die Vermählung des Thronfolgers wurde abermals verschoben, ein weiteres Zeichen, daß sich der Zustand bessert. Wäre eine ernste Gefahr vorliegend, so würde der Kaiser eine Verzögerung nicht zugeben. Sollte eine bedeutendere Besserung in baldiger Aussicht stehen, so dürfte der Hochzeitstermin eventuell noch weiter hinaus geschoben werden, damit nicht der Schatten des Krankenlager- auf den Tag falle. Ferner tele- graphirte der in Livadia weilende Otjez Johann vor vier Tagen seiner Frau, daß Gott dem Kaiser sichtbar einen neuen Beweis seiner Gnade gebe und ein Wunder an ihm thue; seiner Ueberzeugung nach werde der Kaiser sicher genesen. WB. Berlin, 30. October^ Die „Nord. Allg. Ztg." meldet: Gegen das nunmehr im Wortlaut vorliegende Er- kenntniß der Disciplinarkammer in Sachen Leist wird im Auftrage der vorgesetzten Behörde Berufung an den DiS- ciplinarhof eingelegt werden. Dorschen oe« ttareeu .Herold* Berlin, 29. October. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Bewilligung der nachgesuchten Entlaffung des Reichskanzlers Grafen v. Caprivi unter Verleihung des schwarzen Adlerordens mit Brillanten, sowie die Entlaffung deS Ministerpräsidenten und Ministers des Innern Grafen zu Eulenburg unter Belastung des Titels und Ranges eines Staat-- Ministers und unter Verleihung des Kreuzes, sowie des Sterns zur Großcomthure des Königlichen HauSordenS von Hohen- zollern mit Brillanten. Berlin, 29. October. Bei dem Grafen Caprivi haben sich gestern zahlreiche hochgestellte Persönlichkeiten, Minister rc. verabschiedet. Berlin, 29. October. Di- sür Mittags anb-raumt _ Hoheit d-s GraßherzagS zu beachten und all- öffentlichen , Reserve, und 7963 Landtvebr-Ossiti-re aus i9.<, lQ1,,6Ung *'* 8b9e[agt ° °° °n dw'em T°°° --- un.--laff°u, dagegen werden bezw. 1223, aus Sachse«802 g» '629 au^Wllrtte« ote Mitglieder gebeten, an genanntem Tage geschloffen, mit bera 643 berw 427 cyM . 6 f u' 2U5U, >aS bisherige Verbat der Be- enthüllter Fahne, am GalteSdi-nst- th-,,zun-hm-n Nck dieselben in Z e b einzelnen S^atgen verthellen Pi = r= im Lambardv-rkehr der ** Tag.sardnuua Mr di. Sibuna der StaLardn...n.^..- R°s°rb° aus 3 Majors, 467 Haupt- ** Natioualliberaler Verein. In der gestrigen Sitzung des Vorstandes des nationalliberalen Vereins wurde Herr I. Kirch zum ersten Vorsitzenden, Herr Prof. vr. Wimme- n a u er zum zweiten Vorsitzenden, Herr Rechtsanwalt vr. Fuh r zum ersten, Herr Dr. Neßling zum zweiten Schriftführer und Herr Stadtverordneter L. Petri II. zum Rechner gewählt und das Programm für die Winterarbeiten aufgestellt. ** Der Gastwirthverbaud beabsichtigt, eine Plakatesteuer sür solche Plakate einzuführen, die in den Wirth- schaften der Verbandsmitglieder als Gefchäftsempfehlungen, als Einladungen zu Schaustellungen usw. aufgehängt werden. ** Auszeichnung. Herr H. F. Nassauer hier erhielt auf der Frankfurter Kochkunst-Ausstellung das Diplom zur broncenen Medaille für ausgestellte Beerenweine. ** Eifeubahnreiseudeu, welche an der Ausnutzung ihrer Fahrkarte durch irgend welche Umstände gehindert werden und deshalb eine Fahrgelderstattung bei der betreffenden Eisenbahnbehörde nachzusuchen beabsichtigen, ist zu empfehlen, ihre Fahrkarte auf derjenigen Station, von welcher aus die Wetterfahrt unterbleiben soll, unverzüglich dem diensthabenden Stationsbeamten unter Mittheilung des Sachverhalts vorzulegen. Letzterer versieht alsdann nach Prüfung die Fahrkarte mit einer entsprechenden Bescheinigung, welche die Grundlage für das Erstattungsgesuch bildet. ** Militärisches. Das Offiziercorps des Beurlaubtenstandes des deutichen Heeres umfaßt nach dem Stande vom 15. August d. I. 20,797 Offiziere, von denen 10,555 der Reserve und 10,242 der Landwehr beider Aufgebote angehören. Davon entfallen auf Preußen 8048 Alsfeld, 24. October. Hiesige, bei der Jmmobilien- Berstelgerung der Heinrich Jacob Urstadt Eheleute interessierte Geschäftsleute machten am Montag Morgen in einem zu dem Anwesen gehörigen Stalle einen grausigen Fundhinter der Stallthüre lag die Leiche einer Frauensperson Namens Anna Ebel aus Bieben, wie die gerichtliche Untersuchung ergab. Dieselbe, eine sogenannte Botenfrau, welche dem Laster des übermäßigen Schnapsgenuffes fröhnte, hatte unter Mitnahme eines Schnapskruges die Ruhe des oben erwähnten Stalles aufgesucht, jedenfalls, um beim Eintritt der dem ungestörten „geistigen Genuß" folgenden Ermattung weich gebettet ausschlafen zu können. Offenbar hatte sie des Guten zu viel gethan und ist unter Krämpfen verschieden, worauf die sehr in Unordnung gerathenen Kleider schließen ließen. Der Krug lag neben ihr auf dem Boden, ihren Hals streifend. Nach stattgehabter ärztlicher und gericht- ve?brachtNtersuchu^6 tourbc bie Leiche ins hiesige Hospital Alsfeld, 24. October. Nach sicherem Vernehmen sind d^e Vorbereitungen zu btr für nächstes Jahr geplanten Gewerbeausstellung in unserer Stadt in vollem Gange, und soll noch im Laufe dieser Woche die Constituirunq des Ausstellungs-Comitss erfolgen. Büdingen, 28. October. Sicherem Vernehmen nach schenkte heute Ihre Durchlaucht Gräfin Reinhardt zu Solms-Laubach der hiesigen Feuerwehr gelegentlich einer Hebung 100 Mark. S. Darmstadt, 26. October. Aus Anlaß des im Großherzogltchen Ministerium vorgekommenen Wechsels durch den Rücktritt des Herrn Minifterialrath Jaup statteten dreser Tage sämmtliche Obermeister der Fleischerinnungen der fünf hessischen Städte den Herren Ministerialräthen von Bechtold (Abthetlung für Landwirthschaft) und Hsing er (Abtheilung für Gesundheitspflege) einen Besuch ab, um verschiedene Angelegenheiten mit diesen Herren zu besprechen. Die Obermeister berührten in ergehender Weise die hessische Fleischbeschau und deren schädigenden Einflüsse auf die Viehzucht und Mast im Hessenlande und hoben besonders hervor, daß dieselbe auf den Besuch der Viehmärkte einen nicht zu unterschätzenden nachtheiligen Einfluß ausübe, es könne dies dadurch nachgewiesen werden, daß selbst größere Landwirthe lhr Vieh nur noch auf preußischen Viehmärkten verkauften. Auch die Währschaftsfrage und die Freibank- angelegenhelten wurden einer eingehenden Besprechung unter zogen. Beide Herren zeigten großes Interesse für das Vorgetragene und versprachen, daß die in Anregung gebrachten Fragen einer eingehenden Prüfung unterzogen und gelegentlich einer demnächst staltfindenden Bildung einer Schlachtvieh- Versicherung mitberathen werden sollen. Universität- - Nachrichten. Bjonn, 28. October. Die Prinzen Friedrich Heinrich und Joachim, die Söhne des Prinzen Albrecht von Preußen, treffen am Montag Abend hier ein, um sich zwei Jahre lang ander hiesigen Universität den Studien zu widmen. £ „L^pzig, 29. October. Der bekannte Germanist, UniversitSts- professor Rudolf Hildebrand (geboren in Leipzig 1824), ist gestorben. gewesene Staatsministerialsitz worden. Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordueten-Ver- fammlung Donnerstag d en 1. November 1894, Nach- mittags 4 Uhr. 1. Gesuch des Jakob Klingelhöffer um Erlaubnrß zur Errichtung einer Bretterbude auf feinem Holzlagerplatz am Schwarzlachweg. 2. Baugesuch des W. Gail für das Thonwerk. 3. Gesuch des Ehr Weeg zur Vornahme von Bauveränderungen an seinem Hause im Neuenweg. 4. Desgl. des Theodor Geilfus um Erlaubniß jum Bauen in der Marktstraße. 5. Gesuch desselben um Erlaubniß zur Erbauung eines Comptoirgebäudes in der Westanlage. 6. Baugesuch des Gärtners Gerhard für den Nahrungsberg. 7. Rechnung über Einnahme und Ausgabe der Vorschule des Großh. Gymnasiums für 1893/94. 8. Decretur von Kostenrechnungen. 9. Die Regulirung der Lohne der städtischen Taglohn-Arbeiter. 10. Festsetzung der Schlachtgebühren,- hier: für Stoppelkälber. 11. Handhabung ber Fleischbeschau, hier: Localpolizeiverordnung. 12. An- Köff~n0 Es Mikroskops für den Schlachthausthierarzt. Io. Erbauung von Arbeiterwohnungen. 14. Vergebung der Wilson - Stiftung. 15. Das 16. Verbandsfest hessischer sreiw. Feuerwehren. Vermischtes * Wiesbaden. 27. October. Der renommirten Firma (5. Buchner dahier ist in engerer Concurrenz mit Siemens & Halske in Berlin und der Electricitäts- Mailand, 29. October. Hier bildete sich eine Liga für bic Vertheidigung der durch die Auflösung der Ar- beitergesellschaften verletzten Freiheit. Zahlreiche Städte, besonders Florenz, Venedig, Padua und Verona find in die Bewegung eingetreten. An der Spitze stehen Cava- lott: und mehrere demokratische Persönlichkeiten. Brüssel, 29. October. ES sind 17 socialistische Generalräthe gewählt worden, 41 kommen zur Stich- wähl. Die Katholiken haben in sechs, die Liberalen in drei Provinzen gesiegt. Die Bildung eines Arbeiterministeriums wurde definitiv beschlossen, ebenso die anderen Maßregeln zu Gunsten der Arbeiterklassen. Der König billigte diese Pläne vollständig. Der Abgeordnete von Loewen, NysenS, wird Arbeitsminister. Beernaert lehnte das Portefeuille ab; er bleibt also außerhalb des Ministeriums. Alle focialistifchen Abgeordneten kommen morgen hier zusammen, um ihre Stellung in der Kammer definitiv seftzustellen. Petersburg, 29. October. Bei der Einweihung der neuerrichteten Kirche in Ostrowskaja (im Donschen Kosaken- gebiet) entstand infolge der Explosion einer Lampe eine furchtbare Katastrophe. Die Kleider einer Frau ge- Brandin entsetzlicher Panik drängte die dichte Menschenmenge dem Ausgange zu, wobei sich das Feuer unmer weiter verbreitete. Acht Personen verbrannten am Kirchenthor- 27 wurden furchtbar zugerichtet. Bei dem Transport starben 18 der Verwundeten. Newyott, 29. October. Der „New. Herald" veröffent- Ucht ein Telegramm aus Buenos-Ayres, wonach bei dem 9nnnnebLn J,n R^ja 2000 Personen umgekommen und 20000 obdachlos sein sollen. Berlin, 29. October. DaS bisherige Verbot der Beleihung der russischen Papiere im Lombardverkehr der Reichsbank ist heute durch eine an die Bankanstalten erlassene Anweisung außer Kraft gefetzt worden. Berlin, 29. October. Heute im Laufe des Nachmittags machte der Fürst Hohenlohe als Reichskanzler und Ministerpräsident beim Kaiser in Potsdam Visite. Berlin, 29. October. Der neuernannte Minister des Innern von Köller übersiedelte heute Vormittag nach Berlin. Berlin, 29. October. Der Kaiser empfing gestern den Reichscommissar Major v. Wißmann und den Führer der Schutztruppe in Ostafrika Johannes. Berlin, 29. October. Der Kaiser hat, wie die „B. N. N." hören, dieser Tage einen Erlaß vollzogen, der eine Neuordnung der Vorschriften über die Beflaggung öffentlicher Gebäude enthält. Berlin, 29. October. Wie das „Berl. Tageblatt" hört, fei für den Posten des Statthalters der Reichslande, soweit in erster Linie eine fürstliche Persönlichkeit in Frage kommt, augenscheinlich Prinz Friedrich von Hohen- zkollern, commandirender General des dritten Armeecorps, dazu ausersehen. Berlin, 29. October. Als Nachfolger des Fürsten Hohenlohe soll Graf Eulenburg, der bisherige Minister- pcäsident, als Statthalter nach Straßburg gehen. — Von anderer Seite wird berichtet, daß neben dem Grafen Eulenburg noch, wenn auch mit geringen Aussichten, für den Statt- halterpoften Prinz Friedrich zu Hohenzollern, Generaloberst v. Los und Graf Waldersee zur Wahl stehen, die Entscheidung aber noch nicht getroffen fei. — Der öürft Hermann Hohenlohe-Langenburg ist heute nach Potsdam abgereift. Es liegt, der „Post" zufolge, nahe, diese Retse mit der Neubesetzung des Statthalterpostens in Elsaß-Lothrmgen in Verbindung zu bringen. Köln, 29. October. Die „Köln. Ztg." bezeichnet den Fürsten Hohenlohe als eine neue starke Säule für den Dreibund. In Wien und Paris, wo Hohenlohe überaus heimisch und hoch angesehen sei, dürfte feine Berufung in 7o?Maße sympathisch berühren, nicht minder werde er in Rußland die Zuversicht auf die Erhaltung der guten polnischen *unb wirthschaftlichen Beziehungen stärken. Ein Wechsel in der Leitung des Auswärtigen Amtes sei nicht bevorstehend. Köln, 29. October. Der Petersburger Correspondent der „Köln. Ztg." versichert, diefranco-russischeFreund- a'1 habe durch die tactlosen Nachrichten der französischen Blatter über das Befinden des Czaren einen argen Stoß erlitten, besonders durch die Nachricht des Pariser „Journal", welche in leitenden Kreisen sehr verstimmt,- der russischen Presse wurde sofort verboten, irgend welche Notiz davon zu nehmen resp. etwas darauf zu erwidern. Wien, 29. October. Nach einer Mitheilung des „Wiener Fremdenblatts" findet die Vermählung des russischen Thronfolgers am 9. November in Livadia statt. Wien, 29. October. Gegen zwei Omladiniften, sowie gegen den Mörder Mrvas und den Schlossergehülfen Dolepal, welche sämmtlich gegenwärtig in der Strafanstalt Pankratz internirt find, wurde gerichtliche Untersuchung wegen eines im September 1891 verübten Attentats auf dem Bahn- körper beim Eintreffen des kaiserlichen Zuges in Rosenthal bei Reichenberg eingelettet. Triest, 29. October. Der Statthalter Rinaldini erhielt Ordre, die Verordnung bezüglich der zweisprachigen Straßentafeln schleunigst durchzuführen und jede weitere Bewegung gegen die Ausführung derselben kategorisch zu unterdrücken. *• Parlamentarisches. Der zweiten Kammer ist folgender Gesetzentwurf zugegangen: Die Vorschrift in Artikel 5 beß Gesetzes vom 4. Mai 1881 findet auch auf diejenigen Beamten und Bediensteten der Oberhesfischen Bahnen Anwendung, welche nicht auf Grund einer Heber- trittserklärung in Gemäßheit der im Eingang erwähnten Gesetze in den Staatsdienst übernommen, in letzterem vielmehr bor ber burd) bas Gesetz vom 6. Januar 1892 zum letzten Mol eröffneten Hebertrittsmöglichkeit im Weg ber Besörde- rung aus eine höhere Stelle bei ben Oberhesfischen Bahnen angestellt worben finb. Demgemäß kann tiefen Beamten und Bebiensteten auch biejenige Zeit als pensionsfähige Staatsdienstzeit angerechnet werben, welche dieselben nach der vertragsmäßigen Anstellung im Dienste der Oberhessischen Bahnen tm Vertragsverhältniß zugebracht haben. - Weiter loirb an die Zweite Kammer von dem Großh. Ministerium des Innern und der Justiz das Ansinnen gerichtet: Für Besoldung eines Directors der psychiatrischen Klinik vom 1. April 1895 ab einen Betrag von 0000 Mark Wahrlich zu Lasten der Heberschüsse zu bewilligen. • Lamborg-Concert. Das gestern Abend in Steins Saal sta"gehabte Concert des Clavter-Humoriften Lamborg aus Wien war recht gut besucht und erntete der Concertgeber für feine eminenten Leistungen allseitigen Beifall. Welch riesiges musikalisches Gedächtniß Herr Lamborg besitzt, möge daraus hervorgehen, daß er in feiner Nr. 4 des Programms: „Humoristische Improvisation nach Angabe des Publikums" folgenden Concertzettel abspielen mußte, also das gestrige Publikum im Saal rief nachstehende Opern, Componisten, Lieder rc. zum Sp'el auf, welche Sachen anstandslos und flott zum Spiel gelangten, natürlich mit Einhalten der richtigen Hebergänge. Gespielt wurde: 1) Heil Dir im Sieger- kranz. 2) Bajazzo. 3) Obersteiger. 4) Tristan und Isolde. 5) Gigerl-Marsch. 6) Rienzi. 7) Der kleine Herzog. 8) Lohengrin. 9) Methusalem. 10) Cavalleria rusticana. 11) Orpheus in der Hnterwelt. 12. Krönungsmarsch aus ; bem Prophet. 13) Burgmusik. 14) Aida. 15) Puppensee. ?0) Mignon. 17) Die „Holzauction". 18) Lohengrin. ?ne Marie. 20) Folkunger. 21) Faust. 22) Fatinitza. 23) Zauberflöte. 24) Mikado. 25) Don Juan. 26) Lizt (Menuett). 27) Chopin (Trauermarsch). 28) Weber (Auf- forberung zum Tanz.) 29) Lassen. 30) Schubert (Forelle.) Schumann (Du meine Seele. Träumerei). 32) Gouuob. 33) Rubinstein. 34) Mendelsohn (Frühlingslied). 34) Strauß (Donau-Walzer.) Gewiß ein hübsch zusammengewürfelter Concertzettel, welcher zum großen Genuß der Zuhörer recht flott aus dem Gedächtniß heruntergespielt wurde. ** Jahresversammlung des Oberheff. Vereins für innere Miffion. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Jahresversammlung des Oberheff. Vereins für innere Mission mit der sie eröffnenden Morgenandacht nicht um9Hhr, wie aus Versehen in der Kirche angefdnbtgt würbe, sondern erst um 10 Uhr im Confirmandensaal der Johanneskirche ihren Anfang nimmt. Actiengefellschaft vorm. Schnitzert & Cie., Nürnberg, die electrische Beleuchtung der Kesselschmiede und der Loco- motiv-Reparatur der Kgl. Hauptwerkstätte Limburg a. b. L. übertragen worben. Die Beleuchtung wird 20 große Bogenlampen von je 1000 Kerzen Lichtstärke, sowie eine Anzahl Glühlampen zur besonderen Beleuchtung der einzelnen Werk- zeugmaschinen umfassen. Dieser Erfolg in engerer Concurrenz mit den oben genannten bedeutenden Firmen stellt unserer heimischen Firma ein vortreffliches Zeugniß ihrer Leistungsfähigkeit aus. CectiU* Provinzielle». Gießen, den 30. October 1894. ** Geburtstag des Großherzogs. Da der Geburtstag unseres L°nd-Sfürst-n mit dem Todtenseste (25. November) iu]ammtn]attt, so ist an die Krieger- und Militärvereine das Ersuchen gerichtet worben, den Wunsch Seiner Königlichen eute und Rittmeister, 1946 Premier- und 8139 Seeonde- untenan«, in der Landwehr auf 1 Obersten, 3 Oberst- "°ut'nants, 23 Majors, 1673 Hauptleute und Rittmeister, 4576 Premier- und 3966 Secondelieutenauts. o- ™ N°-> hksfischm Behörden werden steckbrieflich oetfglgt: Taglöhner Claus Koll au8 Schleswig, zuletzt in Kastel, 6on ber $oUjen>erwaltun8 ber letztgenannten Stabt wegen w ®?efaer8efeae 3o[ef Lang aus Bensheim Com Amtsgericht Lorsch wegen Diebstahls - Taglöhner Heinrich Lautenschlager aus Laudenau von derselben Behörde wegen Betrugs- Condttor Ludwig Schmidt aus Darmstadt vom Amtsanwalt I daselbst wegen Betrugs- Taglöhner Joh. Fel-x Lülsdorf aus Brenig (Kreis Bonn) wegen Unterschlagung von der Staatsanwaltschaft Gießen,- Maler Otto Minde aus Danzig und Erdarbeiter Peter Prioni aus Mailand, beide wegen Hnterschlagung, von der letztgenannten Behörde. Briefkasten. Bund Apoll. Es geht wirklich nicht. Wir würden mir Aus- nahme Ihrer Zuschrift zu viel Anftotz erregen. Red. Mvchliche Anzeigen -ee Stabt Gietzen. Katholische Gemeinde. Donnerstag, den 1. November. Allerheiligenfest. ' Mittwoch: Nachmittags um 4Vs Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Donnerstag: Vormittags von 6V2 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beicht. - um 6V1 Uhr: die erste hl. Messe. „ um 71/» Uhr: Austheilung der bl. Communion. „ um 8 Uhr: die zweite hl. Messe- M'lttärgottesdienst mit Predigt. Vormittags um 9Vs Uhr: Hochamt mit Predigt. Tie $ui Infanterie f« M 61 sollen Dienst- dem ^tabtboi We, ! Nr. 5 ybott finb auf Sennin bei dem Sieben Abends nm b Frei VonnittB E " nm yorf^r, pf. Htück Ter Vor Dom 6. Noveml h'chtzm NM Mittel 8918] und ei] Weg Lagers in Ache, Schütt Anbei um wöglich Witt Nachmittag« um 4Vt Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Abends um 6 Uhr: Rosevkranzanbacht mit Segen. Freitag, den 2. November, Sllerseelentag. Vormittags von 6'/, Uhr an Gelegenheit zur hl. Beicht. „ um 6Vi Uhr: Hl- Messe. , um 7V« Uhr: Seelrnamt für alle Berstorbenen der Pfarrei. Zn der hell. Messe und irn Seelenamt: Austheilung der heil- (Kommunion. Abends um 6*/2 Ubr: Andacht für die Abgestorbenen. Z)erfefpr, CanO- tmö Volkswiothschast- 30. Octbr- Marktbericht Aut dem heutig n Wochvnnartt kostete: Butter pr. Pfd- * —.85—0,95, Hühnerrei pr Stück A. 2 Stück 14—16 A, JMfc pr. 6t. 4-8 A, JMfcmette pr. 6t. 8 A, Erbsen pr. Ater 17 A, Linsen pr. Liter 28 A, Tauben pr. Daar X. 0,50—1,00, Hühner pr. Stück .« 0,85—1,00, Hahn«r pr. St.X0,65-1,00,Entenpr.6t X 1,30—1,80, Gänftpr-Pfd.50—58, Qchsevfl. pr. Pfd 76-80 A-Kuh-u Sttndfl pr.Pfd. —70 A, Schweinc, fleisch pr. Pfd. 66-76 A, K-Ibfleisch pr. Psd. 68-70 A, Hammel, fletsch pr. Pfd. 60-70 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00-5,50 X, Weißkraut pr Stück---A, Zwiebeln pr. Eentner 3,00-3,50 X, Milch vr. Liter 16 20 %, Enteneier 2 St — A, Gänseeier — A, Zwetschen pr. Ctr X 3,00—4.00. Grünberg, 27. October. Frachtpreise. WeizmX 11 30, Korn X 11,52, Gerste X 10,49, Hafer X 10,62, Erbsen X 00,00, Linsen 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 0,00, Samen X 00,00. ES übertrifft in Geschmack und Geruch der Holländ. Rauchtabak von B. Becker in Seesen a. H. alle ähnl. Fabrckake. Ein 10 Pfd.- Beutel fco. 8 Mk. 7830 »obernste tu solideste Münnerkleiderstoffe ä M. 175 pr. Mir. Ortgtnal-Mustercollecttonen in billigen, mittleren und hochfeinen Qualitäten, wobei Passendes für Jedermann versenden bereitwilligst franco ins Haus. Oettinger 2t Co., Frankfurt a. M.» Fabrik - DepÖt. Wobt flieht eS theuere, luxuriöser oerpackle Tolletteseifen, aber qualitativ bessere und zur Erlangung eines schönen Teints wirksamere als Doerings Seife mit der Fule flieht es absolut nicht. Diese brillante, die Haut verschönende Damentolletteseife ist je nach Belieben des Einzelnen, parfümirt ober unperfümkt und a 40 Pffl. zu haben. 6223 Eoflm-Verkauf: Benner L Krumn, Giessen. Verdingung. 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Gewissen deS äußere Freihr errungen. DaS ist als eine anbei absieht, wie ui zusrirdenheit h bloS bei der g ja den besten Jedweder und feine Pläne die Parteien f bin freien Mi treffen und bi ost zum großen treuesten Freun Schwirriztriien, M die Oberly scheinen dem u Allein daS bcr Wort wurzeln! unerschrocken f noch so große es mag I uie. Und wir noch ein ist- der sich Arnpsen, durc leibliche MW an mich abgibt, Schlachten. Lehrling* f. e. Herren-Garderobe- und Maßgeschäft, m. g. Schulkenntn., gegen monatl. Vergüt, sof. ges. Off. unter C. 150 an die Exped. d. Bl. 8808 Brauerei vec Brüdergemeine Neuw ted-Mcdermendig. Clavierspicler hält sich zu Pastenden Gelegenheit, en «int H« btm Taz, Je II. Fuhr, Sonnenstraße 25. N..B. Stricken von Strümpfen, Röcken rc. wird billigst besorgt. 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