t! ie“E»»ei. Um tiefes SH f&te '^Gllesdiensikn t D «e « Sammlungen a *«Mn unfeten 1 blnzusenden. Hwiktnpityf önh mu ter An. in. ^erconWnalrath, rhrer. v JttTv Rtti ÄuiMchtzithen. -StöckkalL 'öden: fabranl. lVerpatzkall). 2376 »E Wx\ W Wiläl ches Lösckeii veroi- 1 ^ertiuhDtlkt gav; GipS unb gement. Verfügung» Mick 655 Irr, SUustadt 6» 70 e»1l. 80 1(0 . » 1'20 . 1$. 10 . 90 1» , ISO 1« . 140 1« . Bmtutai» iriuc.• UeiDni>er larbdttn an btm Hoch' rob sofort 6* SBinn« V c 0’ 8- ll 9 ® ClU 03 .0 ", *> 85 «o N * r W-ffnlettung °° d-' rtLLÄL tasserscWen, Sm*®* ijt|W H- [Mitt loltibe opol-^' babn^1- -Act. HM 82< 60^0 3750 94'" 223^ 172.40 12ü< in* Nr. 203 Freitag den 31. August 1894 Der Hielfener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener AxmitienvlLlter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal brigelegt. Gießener Anzeig er General-Anzeiger. Vierteljähriger AVonnementsprelsr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schutflraße Kr.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblntt füv den Ttveis Gieszen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. «M____________ _____ ' — .. 'UL Gratisbeilage: Gießener Kamitienökätter. Alle Annoncen-Burcaux dcS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 2lmtlid?er Theil. Bekanntmachung, betreffend Feldbereinigung in der Gemarkung Rüddingshausen. Bei Prüfung des Grundbuchs rubr. Gemarkung hat sich ergeben, daß ein großer Theil der Grundstücke auf die Namen der jetzigen Eigenthümer noch nicht überschrieben ist. Ich fordere deshalb die Grundbesitzer in der Gemarkung Rüddingshausen auf, spätestens innerhalb 3 Monaten dafür Sorge zu tragen, daß ihre Grundstücke auch im Grundbuche auf ihre Namen überschrieben werden, da die Ersatzgrundstücke nur dem im Grundbuche eingetragenen Besitzer zugetheilt werden und keine Rücksicht auf Zusammenlegung der auf verschiedenen Namen stehenden, jedoch einem Besitzer gehörenden Grundstücke genommen werden kann. Gießen, den 15. August 1894. Der VollzugS-Commiffär Dr. Wallau. Grobherzoglicher Kreisamtmann. Bekanntmachung, betreffend : Die Benutzung der städtischen Quellwafferleitung und der öffentlichen Brunnen. Die untern 11. Juli l. I. angeordnete Sperre wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 28. August 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Deutsche» Reich. Berlin, 29. August. Zum selben Zeitpunkt, da der preußische Finanzminister vr. Miquel von seinem sommerlichen Urlaube nach der Reichshauptstadt zurückkehrte, hat der Reichskanzler Graf Caprivi Berlin verlassen, um eine mehrwöchige Cur in Karlsbad zu gebrauchen. Es braucht wohl kaum versichert zu werden, daß der Tag der Rückkehr Dr. Miquels nach Berlin wie deS Antrittes der Badereise des Reichskanzlers längst seststanden, trotzdem wird es nicht an Bemühungen fehlen, auS jenem Umstand abermals das Bestehen der behaupteten Differenzen zwischen den beiden Staatsmännern zu beweisen. ES wäre indeffen vollkommen müssig, Betrachtungen über diesen delicaten Punkt im jetzigen Moment anzustellen. Wenn wirklich eine Krisis in den maßgebenden Berliner Kreisen in dem angedeuteten Sinne vorhanden ist — worauf ja allerdings manche Anzeichen hinzuweisen scheinen — so wird wohl die bevorstehende Wintersession im Reiche und in Preußen hierüber näheren Aufschluß bringen. Was die Mittheilung des „Berl. Localanzeiger" anbetrifft, wonach sich Reichskanzler Graf Caprivi in einem Privatgespräche dahin geäußert haben soll, er wünsche den Finanzminister Miquel, dessen Genialität und Arbeitskraft dem Vaterlande noch große Dienste leisten könne, durchaus im Amte erhalten zu sehen, so sei sie hier nur mit allem Vorbehalt wiedergegeben. — Die Mittheilungen über eine angebliche Meuterei der Sudanesentruppe in Kamerun stellen sich laut einer amtlichen Aufklärung in der „Nordd. Allg. Ztg." als äußerst übertrieben dar. ES haben wohl Exceffe unter den Mannschaften stattgefunden, aber diese Vorgänge besitzen keinen ernsteren Hintergrund. Dagegen wird zugegeben, daß ein Theil der für Kamerun angeworbenen Sudanesen sich aus verschiedenen Gründen nicht wohl daselbst fühle, indessen habe es sich vorläufig nur um einen Versuch mit den Sudanesen in Deulsch-Westafrtka gehandelt. Sollte derselbe in der That ergeben, daß die Sudanesen für diesen Theil Afrikas ungeeignet seien, so würden sie nach Ostasrika zurück- geschickt werden. Neueste Nachrichten. Wolff« telegraphisch-« Korrespondenz-Bureau. Berlin, 29. August. Nach den Veröffentlichungen des kaiserlichen Gesundheitsamts sind vom 20. bis 27. August Mittags in Deutschland 32 Todesfälle und 78 Erkrankungen an Cholera vorgekommen. Davon entfallen auf Ostpreußen 8 Tobte, 16 Erkrankte, auf das Weichselgebiet 12/34, auf daS Netze- und Warlhegebtel 9/24, auf Oberschlesten 1/2, auf den Regierungsbezirk PvtSdam 1/0, auf Las Rhein- gebiet 1/2. Letztere beide Fälle eingeschleppt. London, 29. August. Das Bureau Reuter erfährt bezüglich der Entsendung britischer Truppen von Cypern nach Malta, daß sie keinerlei politische Bedeutung habe. Die Truppen gehen nach Malta als Ersatz in die durch Truppen- sendungen nach Egypten entstandenen Lücken. Eine kleine Abtheilung verbleibt in Cypern. London, 29. August. Nach einem Telegramm auS Glasgow geben die Führer der Bergarbeiter zu, daß der AuSstand seinem Ende nahe ist. Shanghai, 29. August. Reutermeldung. Das chinesische Blatt „Hupao" berichtet, die chinesische Vorhut in Stärke von 5000 Mann traf am 13. August die japanischen Truppen bei Ping-Uang und vertrieb sie. Die Chinesen gingen am folgenden Tage, um 4000 Mann verstärkt, gegen die japanischen Linien bei Chungho vor, die von den Japanern geräumt wurden. Am 16. August fand ein erbitterter Kampf statt. Die Japaner verloren 4000 Mann und vieles Gepäck. Die Chinesen rückten nach Huangchow vor, wurden aber, als sie dem Tatungfluffe zu nahe kamen, von den dort ankernden dreizehn japanischen Schiffen beschoffen, wobei mehrere hundert Chinesen getvdtet wurden. Bei Eintritt der Ebbe griff die chinesische Artillerie die japanischen Schiffe an und beschädigte drei erheblich. Schließlich zog sich die japanische Armee, von der chinesischen Cavallerte bedrängt, südwärts zurück. WB. Paris, 30. August. Einem Privattelegramm zufolge ist der Zustand des Grasen von Parts ernst. Die Aerzte befürchten das Schlimmste. WB. Laval, 30. August. Abb6 Brun eau, welcher den Pfarrer von Entrames ermordete, ist heute früh 5 Uhr hingertchtet worden. Eine große Menschenmenge wohnte der Hinrichtung bei. _____ Depeschen de» Bureau „Herold". Berlin, 29. August. Anläßlich der gestrigen Besichtigung der 5. Division durch den Kaiser sind der „Post" zufolge zahlreiche Beförderungen und Ordensauszeichnungen erfolgt. U. A. wurde der comman- dirende General des 3. Armeecorps, Prinz Friedrich von Hohenzollern, zum General der Cavallerte ernannt. Berlin, 29. August. Die „Kreuzzeitung" erfährt aus Petersburg bezüglich des Gesundheitszustandes des Kaisers von Rußland, die Reise nach Kopenhagen scheine vorläufig aufgegeben zu sein. In Petersburger Hof- kreisen heiße es, eS sei noch nicht endgiltig darüber entschieden. Wenn der ländliche Aufenthalt deS Czaren in Rußland ein günstiges Ergebntß liefere, soll Ende September die Reise nach Kopenhagen erfolgen. Berlin, 29. August. Die „Kreuzzeitung" erfährt gegenüber der Meldung eines Petersburger Blattes, über eine angeblich geplante Zusamm enkunft des österreichischen mit dem russischen Kaiser sei an den unterrichteten Stellen in Wien und Petersburg nichts bekannt. Berlin, 29. August. Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet, der Kaffernhäuptling Malaboy habe sich nach hartnäckigem Widerstand endlich ergeben; der Krieg gegen die Koffern sei sonack in der Hauptsache beendet. Berlin, 29. August. Fräulein Wabnitz, die sich, wie bereits mitgetheilt, dem Antritt einer zehnmonatlichen Gefäng- nißstrafe durch Selbstmord entzogen hat, vollzog die That auf dem Friedhöfe der Märzgefallenen. Köln, 29. August. In der heute Vormittag abgehaltenen dritten Generalversammlung des Katholikentages wurde dem Anträge des Grasen Conrad Preysing gemäß beschlossen, den nächstjährigen Katholikentag in München abzuhalten. Weiter wurde ein neuer, die sociale Frage behandelnder Antrag eingebracht, worin ein Gesetz gegen Mißbrauch der Feuilleton. Selbst gerichtet. Von Meta v. Kolbe. lNachdruck verboten.) Es war Frühling! Goldig fluthete der Sonnenschein durch die Bäume des Waldes, erweckte mit seinen Strahlen tausend und abertausend Pflänzchen aus dem feuchten Boden und belebte alle Insassen der Natur, daß sie schmetternd und pfeifend, flötend, surrend und summend ihre Freude am Dasein kundgaben. Mitten in diesem harmonischen, fröhlichen Concerte ließ sich die laute Stimme eines Menschen vernehmen, der, überwältigt von dem schönen Frühlingstage, seine Gefühle kundgab. ES war ein junger Holzhauer, der singend und suchend durch den Wald schritt. Plötzlich blieb er vor einer hohen, mächtigen Eiche stehen, auf deren Zweigen er einen Vogel sah, der seine junge Brut mit zärtlichen Lauten in den Schlaf sang. Sei es, daß dieser Anblick in dem jungen Manne liebliche Empfindungen erweckte, ober daß etwas an dem Baume ihm merkwürdig erschien, er schaute nachdenklich zu dem kleinen, hoch in der Spitze schwebenden Nestchen hinauf. „Ob ich wohl das Nest erreiche?" sagte er leise zu sich selbst, „ich glaube, Anne-Marie freut sich, wenn ich ihr die niedlichen kleinen Dinger bringe." Und der Gedanke, seinem Mädchen ein Lächeln abzulocken, einen freundlichen Blick aus ihren Augen zu erlangen, besiegte alle seine Bedenken. Rasch sind die schweren Holzschuhe, die dicke Jacke und der breite Strohhut abgeworfen und Michael schwingt sich gewandt auf die untersten Aeste des Baumes, von denen er leicht zur Spitze gelangen konnte. Da ertönte unten am Fuße des Baumes plötzlich eine Stimme: „Was machst Du da oben?" Er neigte sich nach unten, theilte die Blätter auseinander und erkennt Karl, den Feldhüter des Dorfes. „Ich möchte das Nest haben," antwortete er ihm. „Machst Du es ebenso wie die bösen Jungen? Was willst Du damit,?" „Ich will eS verschenken!" „Wem denn?" „Was geht es Dich an?" „Sollte es vielleicht Anne-Marie sein, für die Du Deinen HalS wagst?" „Nun und wenn?" Der Holzhauer schaut spöttisch auf seinen Gegner herab. „Dann erlaube ich es nicht, daß Du ihr ein Geschenk machst!" ruft Karl heftig. „Nicht? Ich möchte ihr freilich lieber ein schönes, seidenes Tüchlein ober eine Schürze mitbringen, aber ba ich bieseS nicht kann, muß ich meinen Hals aufS Spiel setzen." „Du darfst es nicht, es wird Dich gereuen!" schrie der Andere, roth vor Zorn. Der junge Bursche lachte erst leise auf, dann sich be« sinnend, kletterte er rasch auf die unteren Zweige, von wo aus er bester reden konnte, und sagte ernst und fest zu dem Untenstehenden: „Du bist mein Jugendgefährte, Karl, und wir haben viele Jahre in Freundschaft miteinander gelebt. Laß nicht Feindschaft zwischen uns treten um deS Mädchens willen. Wir lieben sie wohl beide, Du weißt aber auch, daß ich der Glückliche bin, der seine heiße Liebe erwidert sieht. Ich fühle Deinen Schmerz mit und begreife, baß Du Deine i Gefühle nicht ändern, nicht einmal verbergen kannst, ober | laß Dich nicht zum Haß hinreißen gegen mich, gieb mir bie Hanb unb gönne mir mein Glück!" Der Felbhüter schüttelte zornig ben Kopf unb erwiberte mit heiserer Stimme: „Nein, ich will nicht, baß Du Anne-Marie baS Nest schenkst."^ „Du bist unvernünftig; baS kleine Geschenk änbert doch nichts an unseren Gesinnungen, warum sollte ich eS ihr also nicht geben?" „Weil ich Dich zwingen werde, eS nicht zu thun!" Jetzt lachte Michael laut auf, reckte sich in die Höhe und hatte bald wieder seinen vorigen Standpunkt in der Spitze des Baumes erreicht. „Komm doch herauf und verhindere mich daran!" rief er herunter; „übrigens beruhige Dich nur, ich bringe das Nestchen heute Abend wieder zurück, wenn Anne-Marie die kleinen Dinger genug angesehen hat." Die letzten Worte galten auch dem alten Vogel, der ängstlich pfeifend um den Baum flatterte. Da schaute Michael nach unten und wurde bleich. Er sah den Feldhüter mit bösem Blick jeder seiner Bewegungen beobachten, in der Hand einen schweren Stein. Nichtsdestoweniger faßte er behutsam das Nestchen unb stieg vorsichtig bamit von Zweig zu Zweig. „Ich zerbreche eS in Deiner Hanb, wenn Du nicht hörst!" schallte eS von unten herauf. „DaS läßt Du wohl bleiben, bann gibt eS ein Unglück !" warnte Michael. (Schluß folgt.) Sonntagsruhe und Einschränkung der Lustbarkeiten gefordert, sowie die Erwartung ausgesprochen wird, daß angesichts der bedenklich anwachsenden Arbeitslosigkeit die verbündeten Regierungen eine Regelung der Arbeitszeit herbeisühren, desgleichen Besierung der Wohnungsverhältnisse der Arbeiter, sowie Gründung einer freien Zuschußkasse zu den bestehenden Versicherungen. Danzig, 29. August. Der Student Baron Rummel aus Königsberg, russischer Unterthan, welcher wegen Zweikampfes mit tödtlichem Ausgange zu Festungshaft von S’/a Jahren verurtheilt worden war, ist von der Festung Weichselmünde entflohen. Mannheim, 29. August. Die von verschiedenen Blättern gebrachte Nachricht von einem hier verübten muthmaßlichen Artentat ist völlig erfunden. Zwei halbwüchsige Burschen brannten nur aus Muthwillen einen Feuerwerkskörper ab. Wien, 29. August. Wie verlautet, erwägen die leitenden militärischen Kreise augenblicklich die Frage, ob die für September in Galizien anberaumten Manöver wegen der dort stetig zunehmenden Cholera abzubestellen seien. Man glaubt, die Abbestellung erwarten zu dürfen. Loudon, 29. August. Der Zustand des schwererkrankten Grafen vonPariS ist sehr bedenklich. Sämmtliche Kinder find am Krankenbette versammelt. Antwerpen, 29. August. Der Friedenscongreß wurde heute Vormittag eröffnet. Der deutsche Delegirte Grelling sprach von der Friedensliebe der Deutschen. Hierauf hielt Frau v. Suttner eine Rede in französischer Sprache und richtete zum Schluß einige Worte in deutscher Sprache an ihre Landsleute. Die Sitzung wurde um 12 Uhr geschloffen. Sofia, 29. August. Die Bewachung Stambulows bei Tag und Nacht, die besonders zur Nachtzeit so scharf gehandhabt wurde, daß sie einem förmlichen Hausarrest glich, wurde durch den Polizeipräfecten von Sofia auf eine diesbezügliche Klage Stambulows aufgehoben. Ein vorhergegangener Brief Stambulows in der gleichen Sache an den Fürsten war ohne Erfolg geblieben. H. Laval, 30. August. Abbe Brune au ist heute früh 5 Uhr hin gerichtet worden. Er behauptete in einem hinterlaffenen Briefe seine Unschuld. Die Volksmenge klatschte Beifall, als das Messer fiel. Cocafci und i-i-svinztelle» Gießen, den 30. August 1894. * * Militärdienstoachrichteu. Die Unterärzte Dr. Keller vom 4. Großh. Hess. Inf.-Regt. (Prinz Carl) Nr. 118, unter Versetzung zum Fuß - Art. - Regt. Encke (Magdeburg). Nr. 4, Dr. Weber vom Inf. - Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, zu Assistenz - Aerzten 2. Kl. ; Geist, Assistenz - Arzt 1. Kl. der Landwehr 2. Aufgebots vom Landwehr-Bezirk II Darmstadt, zum Stabsarzt - die Assistenz-Aerzte 2. Kl. der Reserve Dr. Schmidt vom Landwehr-Bezirk Gießen, Dr. Roether vom Landwehr-Bezirk I Darmstadt, Dr. Göring vom Landwehr-Bezirk I Darmstadt, zu Assistenz-Aerzten 1. Kl.; Dr. Nick elsburg, Unterarzt der Reserve vom Landwehr-Bezirk Worms, zum Assistenz-Arzt 2. Kl. befördert. * * Ordens-Verleihung. Dem Oberstlieutenant a. D. Winter, bisher Commandeur des Landwehrbezirks Friedberg, wurde vom Kaiser der König!. Kronenorden 3. Klasse verliehen. * * Das Brigade-Exercieren der 49. Infanterie-Brigade (Reg. Nr. 115 und 116) hat heute begonnen. Am 4. September beginnen die Brigade-Manöver bei Groß-Umstadt. * * Zum Andenken an den früheren Commandeur des 11. Armeecorps, General der Infanterie Graf Bose, wird das 1. Thüringische Infanterie-Regiment Nr. 31 künftig die Benennung: „Infanterie-Regiment Graf Bose (1. Thür.) Nr. 31" führen. * * Die Zahl der ohne Schulbildung im Ersahjahr 1893/94 bei der Hess. (25.) Division eingestellten Rekruten ist diesmal 0, während im Ersatzjahr {1874/75 noch 14 vorhanden waren. Im Jahre 1892/93 war noch einer vorhanden, der des Schreibens und Lesens unkundig war. * * Uufall. Ein hiesiger Taglöhner hatte gestern für einen Metzger ein Stück Schlachtvieh geholt. In der Nähe der Marienhöhe wurde das Vieh wild und trat seinem Führer auf den Fuß, wodurch dieser einen Knöchelbruch erlitt. Der Mann mußte in die Klinik gefahren werden. Das Stück Vieh wurde später im Felde wieder ergriffen. * * Jugendlicher Dieb. Gestern hatte sich ein 13jähriger Junge mittelst eines Nachschlüssels in die Wohnung einer Familie eingeschltchen und aus derselben 4 Mk. gestohlen. Dem Jungen wurde das Geld wieder abgenommen. * * Bei dem Preisschießeu tu Wetzlar, welches am Sonntag, Montag und Dienstag stattfand, haben folgende ' Gießener Schützen Ehrenpreise davon getragen: auf 300 Meter freihändig F. Dickore 2. Preis, F. Wiegand 3. Preis, C. Kilbinger 6. Preis; auf 175 Meter freihändig: F. Dickorv 2. Preis, C. Kilbinger 5. Preis, A. Dickor« 6. Preis. * * Die Herbstbezirksfahrl des Nordbezirks Gau 9 (Frankfurt a. M.) des deutschen Radfahrer-Bundes findet am Sonntag den 9. September in Wetzlar statt. * * Der deutsche Werkmeisterverbaud, der über 20000 Mitglieder zählt und auch in Gießen einen Zweigverein besitzt, veranstaltet gegenwärtig Erhebungen über die Zahl der Invaliden unter seinen Berufsgenossen, sowie über die Unfallgefahr in den einzelnen Betrieben. Da die Werkmeister zum größten Theil ein Einkommen von mehr als 2000 Mark haben und infolge dessen dem gesetzlichen Versicherungszwange nicht unterliegen, beabsichtigt der Deutsche Werkmeisterverbaud, der über namhafte Mittel und eine ausgedehnte Organisation verfügt, eine Privatunfallversicherung aus eignen Beiträgen zu errichten. * * Die Marburger Fleischeriunung hat beschlossen, vom 1. September ab die Versicherungsprämien zur Schlacht- Großvieh-Versicherungskaffe zu erhöhen; die Sätze betragen für Ochsen und Bullen 3 Mk., für Kühe 4 Mk., sür Rinder und Stiere 2 Mk. Die Erhöhung wird neben den hohen Viehpretsen mit den in letzter Zeit immer mehr vorkommenden Schadenfällen begründet. nn. Der Obstbau und die Obstuuhuug im Großherzogthum Hessen im Jahr 1893 hat folgende Erträgnisse aufzuweisen: An tragbaren Bäumen waren in drei Provinzen vorhanden: 790884 Aepselbäume, 312019 Birnbäume, 875173Pflaumen- und Zwetschenbäume, 124090 Kirschbäume, 23 764 Aprikosen- und Pfirsichbäume, 833 Kastanienbäume und 72 262 Nußbäume. Jnsgesammc 2 199024 Obstbäume. Der Ertrag aus denselben betrug zusammen 640942 Centner, im Werth von 3240643 Mk. An Tafeltrauben belief sich der Ertrag auf 3739 Centner, im Werth von 130 102 Mark. Die Gesammt - Einnahme aus dem Obstbau beträgt somit 3 Million 400000 Mark. * * Sterbekasse drs Süddeutschen Gastwirthe-Verbandes. Wie wohl selten ein Institut, hat die so segensreich wirkende Sterbekasse des Süddeutschen Gastwirthe-Verbandes einen Aufschwung genommen. Gegründet am 1. Januar 1893 mit 332 Mitgliedern, beträgt die Zahl der heute ausgefertigten Aufnahmen circa 7800, die Gesammteinnahme circa 233,000 Mark, die Ausgaben für Sterbefälle circa 123,000 Mark, der Reservefond beträgt nach kaum D/zjäh- rigem Bestehen circa 100,000 Mark, wodurch sich ergibt, daß diese Sterbekaffe, auf mathematischer Grundlage beruhend, alle diejenigen Garantien biecu, welche man an ein solches Institut stellen soll. Die Sterblichkeit hielt sich in normalen Grenzen, im Juli wurden für Sterbefälle 15,000 Mark ausbezahlt. Das laut § 479 des Civilgesetz- buches unpfändbare Sterbegeld beträgt 1250 Mark, der Monatsbeitrag 3 Mark; Ueberschüsse werden als Dividende zurückoergütet. Das Mitglied tritt sofort in volles Bezugsrecht der Sterberente ein, welche auch .bei Selbstmord bezahlt wird (keine Carrenzzeit), und die als eine unveräußerliche Unterstützung der Hinterbliebenen anzusehen ist. Verarmten Mitgliedern wird der Betrag gestundet, bezw. aus einem besonderen Fond vorgelegt, wie denn eine ächt humane Fassung das Statut auszeichnet. Hieraus ist ersichtlich, daß der Süddeutsche Gastwirthe-Verband, in wahrer Erkennung seiner Aufgaben, bemüht ist, für das Wohl seiner Mitglieder und deren Angehörigen zu sorgen, ein Bestreben, welches überall die höchste Anerkennung finket. Dieser Verband erstreckt sich auf Bayern, Württemberg, Großherzogthum Hessen, Baden, Elsaß - Lothringen, Regierungsbezirk Trier, Rheinprovinz, Hessen-Nassau, die südlichen Theile von Westfalen, Hannover re. Die so großartig verlaufene, gelegentlich des IX. Süddeutschen Verbandstages in Darmstadt stattgehabte Fach-Äewerbe-Ausstellung sür Hotel- und Wirthschaftswefen dürfte allseitig noch in bester Erinnerung stehen. * * Auch ein Jubiläum. Wie der „M. A." mittheilt, feierte gestern der ehemalige Gemüsehändler Reis in Mainz den Tag, an welchem er vor 50 Jahren zum ersten Male, und zwar als Soldat, die Wirthschaft zur „Stadt Frankfurt" betrat. Seit dieser Zeit war Reis Stammgast. Der 73jährige Greis wurde von den übrigen Stammgästen natürlich gehörig gefeiert, auch wurde ihm ein Sessel und ein Zwicker überreicht. * * Nach den Mittheilungen der Centralstelle für die Landesstatistik betrug die Weiuerute des Jahres 1893 für das ganze Großherzogthum 359,976 Hectoliter; wohl im Werthe von 13,328,926 Mark. Es entfallen von diesem Ertrag auf die Provinz Starkenburg 18,642 Hectoliter im Werthe von 633,827 Mark; auf Oberhessen 241 Hectoliter im Werthe von 11,094 Mark; und auf Rheinhessen 340,093 Hectoliter im Werthe von 12,684,005 Mark. Im Einzelnen fallen auf die Kreise: Mainz 35,945 Hectoliter im Werthe von 1,409,376 Mark; Alzey 60,005 Hectoliter im Werthe von 2,054,683 Mark; Bingen 84,866 Hectoliter im Werthe von 3,012,480 Mark; Oppenheim 99,297 Hectoliter im Werthe von 4,190,871 Mark; Worms 59,380 Hectoliter im Werthe von 2,016,595 Mark. tt Lich, 30. August. Nächsten Sonntag wird von Seiten unserer Stadt wieder das Sedan fest, verbunden mit Jugend fest, feierlich begangen. Zu diesem Zwecke bewegt sich ein Festzug, bestehend aus sämmtlichen Schulen, allen Vereinen, den städtischen Behörden u. s. ro., an der Spitze ein Musikcorps, Mittags 3 Uhr auf die Hard, den Festplatz. Hier angelangt, werden nach dem Absingen des Liedes „Deutschland, Deutschland über Alles" und der Abhaltung der Festrede Concert, Spiel und Tanz abwechseln. Vorher aber werden in den einzelnen Schulklassen besondere Festacte stattfinden. Friedberg, 29. August. Heute Vormittag fand die feierliche öffentliche Entlassung von 11 Candidaten des Prediger- Seminars statt. Geh. Kirchenrath Director Dr. Diegel entließ die Scheidenden auf Grund von Jacobus 1, 22. Candidat Lampas sprach Namens der Candidaten über Matth. 24, 35. Von Seiten des Oberconsistoriums war Oberconsiftorialrath Walz von Darmstadt erschienen und richtete Worte der Ermahnung an die Abgehenden auf Grund von Jesaj. 41, 4. Erwähnt sei noch die sehr dankenswerthe Mitwirkung des Seminarchors beim Gottesdienste. Es waren diesmal sehr viele auswärtige Geistliche erschienen und auch die Antheilnahme der hiesigen Bevölkerung war eine lebhafte. Um 1 Uhr fand im Hotel Trapp ein einfaches Abschiedsessen statt. M .W. Aus der mittleren Wetterau, 29. August. Die Witterung hat sich endlich zum Besseren gewandt, was die Landwirthe veranlaßte, mit allen Kräften an die Räumung der Felder heran zu gehen. Ueberall zeigt sich ein empfindlicher Schaden, den die vierwöchige Regenperiode angerichter hat. Im unteren Nidderthale wurden viele Wiesen überschwemmt und so durch Schlamm überlagert, daß die diesjährige Grummeternte verloren ist. Der Schaden kann sich . im nächsten Jahre vielleicht ausgleichen, weil der Schlamm viele Dungstoffe mit sich führt. Kaum ist der heftige Regen überstanden, so erscheint ein neuer Feind, die Raupe des Kohlweißlings, welche an den Gemüsen große Verwüstungen anrichtet. Manche Weißkraut- und Wirsingbeete sind abgenagt, von den Pflanzen steht nur noch das Gerippe, welches wie Besenreisig aussieht. Auffallend ist, daß das Obst — auch die späteren Sorten — stark abfällt. Die Früchte sind durch die unaufhörlichen warmen Regen sehr schwer geworden, lassen aber an Güte zu wünschen übrig; die Stiele der Früchte sind weich und wenig widerstandsfähig, daher fällt das Obst ab. Einige Wochen Licht und Wärme könnten noch Vieles bessern. — Seit die Sonne wieder zum Vorscheine gekommen, sind auch die Wespen erschienen, welche mit großer Gier über feineres Obst und halbreife Trauben herfallen. Die Kartoffeläcker stecken voller Wasser, das Kraut der Kartoffeln wird zusehends schwarz; weiche, empfindliche Kartoffelsortetr sind bereits angekränkelt. Wir werden dieses Jahr wahrscheinlich keine billigen Kartoffeln kaufen können. Bohnen und Gurken sind durch das anhaltende Regenwetter sichtlich zurückgegangen. Die Blattgewächse und krautartigen Erzeugnisse gingen zwar voran, haben aber doch gelitten, denn allzuviel Regen ist auch für sie ungesund. Wirsing-, Weißkraut- und Rothkrautköpfe stecken so voller Wasser, daß sich Fäulniß von Innen erzeugt hat. Unsere Hausfrauen müssen daher beim Anschaffen vorsichtig sein, denn die Krautköpfe schauen ganz gut aus, aber wenn man hinein schneidet, sind sie angefault- und wenig brauchbo-. Offenbach, 27. August. Hier fand gestern eine Land es - Conferenz der Socialdemokraten für das Großherzogthum Hessen statt. Es wurde unter starkem Widerspruch, namentlich der Vertreter von Landgemeinden, mit 34 gegen 24 Stimmen eine Landesorganisation beschlossen, der die Wahlvereine, Arbeitervereine, Arbeiterbildungsvereine u. s. w. als Mitgliedschaften angehören sollen. Für jeden Genossen und jedes Jahresviertel sollen 10 Pfg. an die Landesparteikasse abgeführt werden. Die Gegner betonten, daß die Arbeiter mit Beiträgen zur Parteikasse mehr als genug belastet seien und weitere Opfer nicht mehr zu bringen vermöchten,, während die Freunde der neuen Steuer bemerkten, daß für Kartenspiel u. s. w. noch genug vorhanden sei. DaS Landes- Comitö wurde beschuldigt, die vorherige Veröffentlichung des Entwurfs seiner Satzungen, welche namentlich auf dem Lande der Socialdemokratie schaden müßten, mit Absicht unterlassen^ zu haben. Der Sitz des Landes-Comitvs wurde von Darm-- stadt nach Mainz verlegt. Reichstagsabgeordneter I ö st-Mainz sprach kurz über den bevorstehenden Parteitag in Frankfurt; dort würden auch unliebsame Sachen, wie der Streit unter den badischen Genossen, zur Sprache kommen. Das Ver» hältniß der Partei zu den Gewerkschaften habe sich gebessert,, und so werde die scharfe Sprache, wie beim Kölner Con- greß, diesmal wohl nicht geführt werden. Reichstagsabgeordneter Liebknecht wohnte als Zuhörer der Versammlung bet. Bodeuheim, 28. August. Auf dem Bahnhofe wurde gestern ein herrenloses Fahrrad mit einem daran befestigten Briefe aufgefunden, laut welch letzterem der Eigenthümer, ein junger Mann von Herrnsheim bet Worms, den Tod in den Wellen des Rheins gesucht haben will. * Esten, 29. August. In dem benachbarten Steele I wurde ein Lustmord verübt. Dort wurde heute bet der Zeche Johann ein zehnjähriges Mädchen, das schon seit 14 Tagen vermißt wurde, tobt aufgefunden. * Aus Pommern, 28. August. Der Aberglaube ist auf dem Lande nicht auszurotten. Ein Gutsschäfer im Kreise Schivelbein glaubte, daß seine Lämmer vom Bandwurm befallen seien. Von einem „klugen" Collegen ließ er sich nun eine Medicin verschreiben, nach deren Genuß an einem Tage 122 Thiere verendeten. * Braunschweig, 26. August. Der „Magdeb. Ztg." wird von hier geschrieben: Heute wurde ein hier in der Droguerie von Otto Koch an der Hagenbrücke beschäftigter Handlungsgehilfe, der 24jährige Karl Kramer von Scharzfeld, wegen Unterschlagung von rund 10,000 JL Geschäftsgeldern verhaftet. K. hat die Unterschlagungen im Laufe zweier Jahre in dem Geschäfte verübt, um noblen Passionen auf dem Gebiete des Radfahrsports nachgehen zu können. Auf den Rennbahnen und Festlichkeiten der Radfahrvereinigungen zu Braunschweig, Hannover, Nordhausen, Magdeburg u. s. w. war K. als guter Fahrer und dann auch wegen seines üppigen Auftretens eine bekannte Persönlichkeit; er veranstaltete auf seine Kosten große Festessen, stiftete Ehrengaben und schaffte sich im Jahre zu eigenem Bedarf drei bis vier der kostbarsten Fahrmaschinen an — Alles auf Kosten des Herrn Koch, den er in himmelschreiender Weise bestahl. * Stuttgart, 29. August. Die erst seit etwa sechs^ Wochen verheirathete Frau eines hiesigen Rechtsanwalts hat sich gestern Abend gemeinsam mit einem Kaufmann von hier in der Wohnung desselben vergiftet. Vor ihrer Ver- heirathung mit dem Rechtsanwalt hatte die Frau mit dem Kaufmann ein Verhältniß gehabt. * Gastein, 29. August. Die Schüler Josef Divisch, Holz» waarenfabrikantensohn aus Wien, und Georg Pfeifer, Kaufmannssohn aus Urfahr, sind am Montag Abend bei der Ort- alpe in Naßfeld abgestürzt. Divisch ist tobt; Pfeifer fing sich an einer Birke unb blieb unbeschäbigt. Eingesandt. Gieße«, 29. August 1894. Schreiber dieses hat in den letzten Tagen Gelegenheit gehabt, von Plan und Stellung des neuen Lagerhauses an Oswaldsgarten Einsicht zu nehmen, und sich bei der Nachfeier am Sonntag noch einmal den ganzen Oswaldsgarten und dessen Umgebung auf ihre Ver- wenddarbett als Festplatz für daS Mittelrheinische T«r«feft i hin angesehen und er bittet Siel, danach um Ausnahme auch dieser der der i die !°d- «ennfift'?“ * > Ä d°i Obd tttl UftJVf er fä[k x ?^‘e a“ Ä •Ä ;Ä.£ Ä" ?“*■ 80;etn >«« fid)tii4 ' «rittten, hm tu, "^Wnut. et' Pt 8«uln|j "Anid-Hniin *“■» »°"i nnb fie Qngtfault ■xn eine Landes. :n das tzrv^ ^rkmWidnipruch, &tn/ ®it 34 gtqtn ^schlossen, der die >ungSvereine u.s.w. Ur jeden Genossen in die Landespartei' roten, daß die 2fr« als genug btlaftet dingen vermöchten, merkten, tat sk v \t\. DaS Landes^ Drrössentlichung des ^tlich aus dem Lande it Abficht unterlaßen s wurde von Dam' rdneter J öst-Mainz teitag in Frankfurt- )le der Streit unter kommen. DaS Ber» 1 habe sich gebessert, beim Kölner Con- !erdrn. ReichStags- ! Zuhörer her Her- Bahnhofe wurde :rab mit einem M weVch Ve^erem )on herrnöheim bet >6 RheinS gesucht enachbarten Steele e heute bei der Zeche schon seit 14 Tagen et Aberglaube ist JutSschäfer im Kreise vom Bandwurm bc .gen ließ er sich nun enufc an einem W >M.V roitb in der Drohne aftigter handkun-s- SchttM, wtßtn Md®*1»”6" Sauls i* 3W« u flm» 8“' rfaimrdni«™«1 i“ jUajbiM “■ I'. rs“*t des Herrn H» u ieit etwa W 1'17,»r ; ne w el‘ Divisch/ et 3°'cf^.jfer, Gc°rg Pl dir Ort- ist tobt, vi ässStfä** teilen in We geschätzte Zeitung, weil er überzeugt ist, daß der aufgeworfenen Frage mit einer öffentlichen Erörterung derselben nach allen Seitm am Besten gedient ist, und weil er der städttschen Vertretung und Verwaltung unnütze Schwierigkeiten ersparen möchte bei Ausführung des vor geraumer Zeit beschlossenen, unlängst be- Tdt8 E^smdn" lä^babet ganz dahingestellt, ob <8 wichtiger ist, die häufigere Abhaltung ganz großer Feste in unserer Stadt durch Vergrößerung von Oswaldsgarten zu begünstigen, oder da« von berufener Sette anerkannte, auch leicht begreifliche Bedürfniß nach Wiederherstellung central gelegener, gedeckter Bautm und Schuppen A allerhand städtisches Geräthe und Material zu befriedtgen; dankbarer ist jawohl unstreitig datz Erstere, nammtlich für Alle Diejentaen, welche den Schattenseiten und Folgen solcher Feste, ihren Speculationen und Deficits etwas ferner stehen. Einsender dieses hat aber die Ueberzeuguna gewonnen, daß in der seitherigen Erörterung der Frage Eines übersehen ist und vielletcht gerade daS Wichtigste : der geplante Lager-und Schuppenbau ist der Errichtung einer großen Festhalle überhaupt nicht im Weg, weil der Platz zwischen dm Gärten der Aliceschule und der Knabenschule einerseits und den beim Feuerwehrfest vor Btchlers großer Halle stehenden Bäumen andererfeitS auch ohne den geplanten Neubau doch nicht ausreicht zur Aufstellung der einen, großen Fkftballe, wie fie für das Turnfest nöthtg und beabsichtigt sein soll. Eine solche große Festhalle an gedachter Stelle wurde ebenso dre Beseitigung der fraglichen, für alle anderen Zwecke doch wieder sehr erwünschtm Bäume, wie die Verwüstung des kaum erst mit vielem Fleiß und manchen Kosten angelegten Volksschulgartens zur Voraussetzung haben, zu Betdem aber werden sich, m. E., weder Stadt« noch Schulvorstand so leicht entschließen. , . ., Einsender ist umgekehrt der Metnung, die Etntheilung und die Bauten eines Festplatzes mühten sich dem Platz, und nicht der Festplatz einer geplanten Festhalle anschmiegen, gerade so wie dies das so gut gelungene Beispiel der Anpassung unseres Thurmhauses und der Marktlauben an die gegebene, schmale Verbindung zwischen Brand und Ltndenplatz beweist. Wenn also wirklich daS Turnfest auf dem vergrößerten Oswaldsgarten abgehalten werden kann, was auch Einsender lebhaft wünscht, wofür aber die nächste Entscheidung doch wohl bet dm sachkundigen Vertretern des Mittelrheinischen Turnkreises liegen dürfte, dann kann dies nur geschehen mit Zuziehung ebenso des Schulhofes und Rafmsptelplatzes der Stadtknabenschule unb Der verlängerten Kirchstraße, wie der ganzen Nordanlage vom Neustädter- thor bis zur Steinftraße; die eigmthümltche und unregelmäßige Gestaltung deS folchermaßm gewonnenen Festplatzes aber empfiehlt von vornherein geradezu, daß derselbe — namentlich auch an der Nordanlage — mU einer Mehrzahl von Bautm umsäumt wird, daß man soweit irgend möglich unter den Bäumen turnt und daß entweder eine große Festhalle in Oswaldsgarten selbst gestellt ober dieselbe — wie beim Feuerwehrsest — in eine Anzahl gleichwertige Hallen aufgelöst wird, was überdies unstreitig mehr im Interesse der Bewirtschaftung wie der Gesammtheit der hiesigen Wirthe gelegen sein würde. , , In allen diesen Fällm wird der städtische Lager- unb Schuppenbau, hart an der Grenze des Oswaldsgarten nach der Aliceschule hin, nicht nur nicht hinderlich sein, vielmehr — vorübergehend geräumt — eine vorzügliche Unterkunft abgeben für die verschiedenen Bureau- rc. Bedürfnisse eines solchen Turnfestes und jedes späteren, ähnlich großen Festes. , t r . Einsender dieses gelangt danach zu dem Schluß, baß der geplante städtische Neubau nur dann ein Hinberniß für die Abhaltung des Turnfestes auf Oswaldsgarten bilden wird, wenn aus den daran sich knüpfmben Erörterungen ernstere Meinungsverschiedenheiten überhaupt unb insbesondere darüber erwachsen, ob auch der vergrößerte Oswaldsgarten zulänglich sei für die eigentlichen, turnerischen Zwecke jenes Festes. Schiffsnachrichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen oettreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen. 29.August. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Willehad, Eapitän R. Nierich, vom Nordd. Lloyd in Bremen, welcher am ,16. August von Bremen abgegangen war, ist gestern, 1 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in Newyork angekommen. verkehr, Land, «nd vore-Wirthschast. Limburg, 29. August. Fruchtmarkt.! Rother Weizen, neuer, X 11.80, weißer Weizen X 00.00, Korn, neues, JL 9.30, Hafer, neuer, »* 6 00. Universität» - Nachrichten. — An der Universität Leipzig soll eine fünfte Facultät errichtet werden, der man die technischen Wissenschaften Techno^ozre, Land- und Forstwisienschaftm zutheilen wird. Damit wird eine vor Jahren von dem verstorbenen Germanisten Zarncke in einer Rectoratsrede ausführlich entwickelte Idee verwirklicht, daß nämlich die ursprünglich die „sieben freien Künste" lehrende philosophische Facultät nicht länger durch Zuführung reuen technischen Lehrstoffes in ihrer Einveitlichkeit gestört werden dürfte. Offenbar steht der Plan der Verlegung der sächsischen Forstacademie von Tharandt nach Leipzig mit der beabsichtigten Einrichtung einer fünften Facultät irn Zusammenhang. witterungravssichten am 30. August Morgens 8 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage). Barometerstand. Thermometer: win. 4- 9° R., max. + 11° R. Hygrometer: Schön unb trocken. 3 1 öl S Lahn-Temperatur zwischen 11—12 Vorm.: + 15° R. (fiuft: +15° R-) Anmerkung: Die punttirte Linie bei der Barometerscala gibt den Stand des vorhergehendm Tage- an. S s § tß ® Falsche Banknoten Doerings Seife; davon ist eins so viel werth wie bas anbere; man ist mit beiben betrogen, barum hüte man sich sehr vor dem Ankäufe gefälschter Doerings Seife. Aechte Doerings Seife erkennt man daran, wenn die Schutzmarke, eine Eule, auf Seife unb Etiquette aufgedruckt Ist unb die Verschlußmarke der Verpackung die Worte trägt nait der Eule. Diese Seife ist die allein ächte unb zugleich die beste Toiletleieffe der Welt. Zu haben ist sie, parfümirt unb unparfumnt, zu 40 Pfg. per Stück. Engros-Verkauf: Benner & Krumm, Giessen. [6223 Grummetgras-Versteigerung [' Nachmittags 3 Uhr, Nachmittags 2^Uhr *j soll auf dem hiesigen Ortsgericht die dem im Gasthaus zum »Adlers in Gießen uvv ’iSiaut tSMVjfv ♦ Ferdinand Wiedemener in Gießen werben durch Unterzeichneten fotaenbe Freitag, 28. September Nachmittags 3 Uhr, Patent 9624, aus der Fabrik von Vollzieher Engel in Gießen- 6766 I. A.: Vogt. Aeikgevolenes 7071 Grüneberg, Beigeordneter. da, da. da- — 3400 qm Acker Flur Schreinerarbeiten . 122 Lindenplatz 4. 6576] Acker vor 25 da- Acker 25 7062] Acker da- Acker 25 Nr. 42 — 3488 qm vor Acker ba» 2262 qm ba» 25 2863 Acker qm 25 2863 Acker ba» qm Krämer. 7099] 25 3212 qm Acker ba- Stadt. Schlachthaus gute Honigbienen izu verkaufen. Näheres Mäusburg 7. Acker ba, Acker nicht ladenrein, per Pfd. 56 Psg. dabei Acker Acker ba# 1663 qm bei Acker ba« 1663 qm öffentlich meistbietend versteigert werden. Acker ba, 1662 qm Acker ba» 2494 qm 6396 Sirrten unb «eine clauden billigst ab« 48 02 auf da- Flur Flur Flur Flur Seußfelder Bez.-Bauaufseher. Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur selbst, 18 Nr. 21 dieser Schutzmarke. in Blechbosen ä zO unb 10 Pf. Gießen, 2. August 1894. Großh. Ortsgericht Gießen- I. 2L: Bogt. selbst, Flur 18 Nr- 24,»«/ioo - 1712 qm Acker Gießen, den 15. August 1894. Großh. Ortsgericht Gießen- selbst, F ür 18 Nr. 10 — selbst, Flur 18 Nr. 11 - selbst, Flur 18 Nr. 12 — selbst, Flur 18 Nr. 13 - selbst, Flur 25 Nr. 159 — 2694 qm selbst, Flur 31 Nr. 90 — 2900 qm der alten Sanbkaute, selbst. Nr- 48 — 3050 qm dem Weiher, Nr- 49 — 3213 qm selbst, Hofraithe: m „ I Flur 1 Nr. 932 — 188 qm. tn der Wall-. thorstraße Weißbinderarbeiten . . 53 Gießen, 28. August 1894. Arbeitsvergebung. Samstag den 1. k. M., Mittags 1 Uhr sollen in dem Gemeindehause zu Lollar nachstehende Arbeiten offen!» lich in den Accord gegeben werden, veranschlagt zu JC. Flur 31 Nr. 91 — 9125 qm Wiese ber Sanbkaute 18 Nr. l.bW/iooo — 41 qm Grasgarten baselbft, 18 Nr. 7,6/io — 2049 qm Acker ba, selbst, 18 Nr. 9,s/24 Uhr von ben liefen in ber Gemarknng T°U, °-b. Schrein«^ Bekanntmachung. Das Grummetgras von den Wiesen der Gemeinde Wieseck soll nächsten Samstag den 1. Sept. I. I., versteigert werden. Der Anfang zu den Wiesen bei Wieseck ist des Bormittags 10 Uhr in dem Dorfeld'schen Garten dahier, und za den Wiesen bei der Badenburg des Nachmittags 5 Uhr, auf der Badenburg. Wieseck, am 29. August 1894. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. 7095 Sommerlad. Grummigras-tzerlicigerullg. Die Grummetgrasversteigerung von den hiesigen Gemeindewiesen am 27. d. Mts. ist nicht genehmigt und kommt Montag den 3. September, Vormittags von 10 Uhr an in dem Gemeindehaus dahier nochmals zur Versteigerung. Alten-Buseck, am 29. Aug. 1894. Gr. Bürgermeisterei Alten-Buseck. Nur ächt mit Zu haben in Zinntuben h 40 Pf. unv vyiuin, x i u nun -i --- u---- mit Decke, 1 Nähmaichine, 1 Wasch'! Bajer u. Leib fried in Eßlingen tisch, 1 Spi-g-lschr-vl, 1 JtWb(r= Fabrikpreisen ^^-r,chL7-« KÄ Ä Dörr Schirrmeister. 14 Weimarer Ätterie-Loose zur Zieh- 5628] Norvanlage 18. ung per 12. Dezember dss. Jahres. — 4 Danziger Kirchenlotterie-Loose zur rporjiraBe i Ziehung vom 28. November l. Js öffentlich meistbietend versteigert werben. 71051 Gontrnm, Gießen, ben 15. August 1894. Stellvertreter von Gr- Gerichts- - ÄStarkeErddeerpflanM, MX Ä4®* beste Erfurter Sorten, 100 Stück w?rb auch schon jetzt abgegeben. 70v7 Mk. l.oO, abzugeben Cmil Noll, Tachdeckermeister. > Steinftraße 33. Zwiebeln § la. Saatwaare (feine dicke Steckzw.) 50 Kilo tncl. Sack nur Mk. 4.00 ab Friedberg, versenden g-gen Nachnahme Gebr.Oppenheimer, Friedberg Hessen- Neue Linsen eingetroffen. Hch. Arnold 11., 6955)Marktftr. 28. 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