Rr. 305 Erstes Blatt. Sonntag den 30. Dekember 1894 Liertkljährigrr Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Giefzen Hratisöeikage: Hießener Aamilienvkätter Carte de Legitimation Amtlicher Theil delivree par la Chambre de Finances de . . ä ........... Le Le schulen. Die Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Neueste Nachrichten» Wolff» telegrnvhffcheS Corr espondmz-Bur Berlin, 28. December. Die Stadtverordneten-Versamm- luna hat in ihrer Sitzung von heute Abend den Vorschlag des Magistrats, das Schulgeld an den höheren^Lehranstalten von 100 Mk. auf 130 Mk. zu erhöhen, mit 53 gegen 51 Stimmen nunmehr angenommen, ebenso wurde die Erhebung der Canalgebühr in Höhe von Vj4 PCt. mit 66 gegen 41 Stimmen beschlossen. Budapest, 28. December. Heute Vormittag empfing der König den Baron Orczy, Coloman Tisza, Coloman Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pf«. Ncdaction, Lxpeditio» und Druckerei: Sckintstra^e Kr.1. Fernsprecher 51. commis-voyageur. 189 . Valable pour l’annee 1895. porteur de la presente carte, M. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Großh. Kreis-Schulcommisfion Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir sehen der Einsendung der Berichte in rubr. Betr. von den Schulvorständen, welche unsere Verfügung vom 7. d. M. (Gießener Anzeiger Nr. 290) noch nicht erledigt haben, umgehend entgegen. v. Gagern. Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Cigarren- Etuis mit Inhalt, 1 Theil einer Tabakspfeife, 1 Serviette, 1 Taschentuch und 1 Schürze. Zugelaufen: 1 Pinscherhund. Gießen, den 29. December 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Bekanntmachung des Vorstandes der Section VI. der Hessen - Nassauischen Baugewerks - Berufsgenossenschaft. Den Sectionsmitgliedern wird hierdurch zur Kenntmtz gebracht, daß für die Jahre 1895 und 1896 als Vertrauensmänner für den Kreis Gießen bestellt find: 1) für Gießen Stadt Weißbindermeister Philipp Schäfer Gießen, Stellvertreter Maurermeister Chr. Haubach-Gießen; 2) für Gießen Land Maurermeister H. Keßler-Annerod, Stellvertreter Zimmermeister Conrad Marx-Gießen. Gießen, den 20. December 1894. Der Vorstand der Section VI. L. Petri II., Vorsitzender. Der Hießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aamitieuvkälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Deutsche» Reich. Darmstadt, 28. December. Seine Röntgt Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 22. September den Großherzogl. Ministerialrath i. P. Geheimerath vr. Bernhard I aup auf sein Nachsuchen von den Functionen eines Mitgliedes der Prüfungscommission für das Justiz- und Verwaltungsfach zu entheben und an deffen Stelle den Großherzogl. Ministerialrath Hermann v. Bechtold zum Mitglied der Commission zu ernennen. Berlin, 28. December. Wir befinden uns gewißer- maßen zwischen Thür und Angel im Jahr, und dieser Zeitabschnitt zwischen Weihnachten und Neujahr pflegt wenigstens sür die innere Politik immer ziemlich unfruchtbar zu sein. So ist es auch diesmal, denn der letzte kurze Zeitabschnitt des Jahres 1894 hat in Bezug auf e inneren Angelegenheiten so gut wie gar keine neuen Nachrichten von größerem Belang gebracht, sowe t cS sich um das rein politische Gebiet handelt. Voraussichtlich wird erst mit dem am 8. Januar erfolgenden Wiederzusammentritte de- Reichstages nach Abl-us seiner WeihnachtSserien dieser saft idyllisch in nennende Zustand sein Ende finden. Frrttlch dürfte dann der Pulsschlag unseres politischen Leben« auch sofort wieder ein recht kräftiger werden, da der Reichstag am 8. Januar die infolge der Beschlußunfähigkeit des HauseS vor Weihnachten unterbrochene erste Lesung der „Umsturz- Vorlage" von Neuem aufnimmt, und sicherlich werden die hierbei zu erwartenden bewegten parlamentarischen Debatten ihren lebhaften Widerhall in der Nation finden. — Im Reichstagswahlkreise Schmalkalden- Eschwege find die Vorbereitungen zu der nothwendig ge- । wordenen Ersatzwahl sür den bisherigen Abgeordneten Leuß schon in lebhaftem Gange. Die Nationalliberalen, die Freisinnigen, die Socialdemokraten, der Bund der Landwtrthe und die Conservativeu kämpfen durch eigene Candidaten um das erledigte Mandat. Die Antisemiten, welche dasselbe innehatten, scheinen bei der Ersatzwahl keinen besonderen Candidaten aufzustellen, sondern für denjenigen der Confer- vattven. von Alvensleben-Rußeberg, stimmen zu wollen. Jedenfalls ist eine Stichwahl unvermeidlich. — Erledigt ist ferner das Reichstagsmandat sür Johannisburg- Lyck- Oletzko durch daö Ableben des Regierungspräsidenten I Steinmann. Dagegen scheint es noch nicht ganz klar zu sein, ob auch das Reichstagsmandat sür Hagenau- Weißenburg i. E., dessen bisheriger Inhaber, Prinz Alexander von Hohenlohe-Schillingsfürst, zum characterisirten Legaüonsrath ernannt worden ist, als erloschen zu gelten I hat. Denn von'verschiedenen Seiten wird betont, es handele sich sür den Prinzen nicht um eine eigentliche Ernennung, sondern nur um eine Titelverleihung, und diese nöthige hn noch nicht zur Mandatsniederlegung. Nun, der Reichstag wird wohl nächstens über den Fall entscheiden. — In Essen tagte am zweiten und dritten Wety- nachtsfeiertage der deutsche Bergarbeiter-Congretz. Die gefaßten Beschlüße betreffen eine Reche von Reformen im Bergwerksbetriebe, die von der Bergarbetterschaft schon längst gefordert worden sind. Weiter beziehen sich die Beschlüße deS Essener Congreßes auf die Einführung emeS einheitlichen deutschen Berggesetzes, einer einheitlichen Knapp- schaftsordnung u. s. w. und schließlich auf die VeremigungS- frage. Die Congreßverhandlungen nahmen durchweg einen I ruhigen und sachlichen Verlauf. Bekanntmachung, betreffend Handels- und Schifffahrtsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und Rußland. Die nachstehende Uebersetzung der von der russischen Regierung in Ausführung des Artikels 12 des deutsch-russischen Handelsvertrags erlaßenen Bestimmung über den Verkehr ausländischer Handlungsreisender in Rußland und über den Verkehr russischer Handlungsreisender im Auslande nebst einem Abdruck des Formulars der Legitimationskarten russischer Handlungsreisender in der französischen Faßung, bringen wir hiermit zur Kenntniß der Jntereßenten. Gießen, am 28. December 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Bestimmungen für russische Handlungsreisende, welche in das Ausland reisen. § 1. Als Handlungsreisende oder Commis-voyageurs «erden Personen betrachtet, welche im Auftrage der Besitzer von Handels- resp. Jndustrieunternehmungen mit Waaren- proben oder ohne solche ins Ausland reifen, um Bestellungen auf Waaren anzunehmen oder solche zu kaufen. § 2. Ein ins Ausland gehender Handlungsreisender ist verpflichtet, ein besonderes Document bei sich zu führen, um dieses den ausländischen Behörden auf deren Verlangen vorzuweisen; in dem Document wird bescheinigt, daß der Inhaber desselben seitens des Handels- resp. Jnduftrieunter- nehmens auf Rechnung desselben zur Ausführung der im S 1 gedachten Operationen ermächtigt ist. r 3 Die in § 2 erwähnten Bescheinigungen werden auf Grund eines schriftlichen beglaubigten Gesuches der Inhaber, bezw. der Vertreter besagter Unternehmungen nach Feststellung dec Existenz dieser letzteren von den örtlichen Cameralhöfen ausgefertigt. 4. Die im § 3 angeführten Bescheungungen werden nach dem hier beiliegenden Muster auf die Frist eines Jahres, vom 1. bis 13. Januar an gerechnet, ausgestellt. Uebersetzung. Bestimmungen für ausländische HaudlungSreifeude, die nach Rußland kommen. Ausländische Handlungsreisende (Commis - voyageurs) sind beim Betreten des Gebietes deS russischen Reiches ver- oflichtet, in einem Grenzzollamts einen Commisschein 1. Klaffe in lösen und sür einen solchen Schein die vorgeschriebene Steuer zu bezahlen. Dieser Schein, der vom Tage seiner Ausfertigung bis zum 1./1S. Januar des nächsten Jahres Gültigkeit hat, wird an den Nationalpaß des Commisvoyageur angenäht und muß zusammen mit einerLegitimations- karte vor dem Beginn der commerziellen Operationen des Commis-voyageur behufs eines zu machenden Vermerks bei einem der Cameralhofe ober einem der Steuerinspectoren jenes Ortes vorgewiesen werden, welchen der Commis-voyageur ' zunaM ^esuch^ unterliegenden Gegenstände, welche von den Commis-voyageurs als Waarenproben eingeführt werden, werden zollfrei herein- und herausgelaßen unter der Bedingung, daß diese Gegenstände, falls sie nicht verkauft werden sollten, innerhalb einer sechsmonatlichen Frist, gerechnet vom Tage ihrer Einfuhr, wieder ausgefuhrt werden. Die zur Reise nach Rußland ausgefertigten Paße ausländischer Juden, welche als Handlungsreisende protocollansch verzeichneter und überhaupt in Gemäßheit der Landesgesetze reaistrirter Handelsfirmen fungiren, werden seitens der Kaiserlich russischen Consulate visirt, nachdem die Commis eine bezügliche Bescheinigung ihrer Firmen eingereichr haben- hierbei wird auf dem Paße vermerkt, daß der Inhaber desselben Commis-voyageur ist, ferner die Nummer seiner Legitimationskarte und der Ort, wo dieselbe ausgefertigt worden ist- , . Ein ausländischer Jude darf wahrend der FnsL auf «elche der Paß visirt worden ist und bei einem fristlosen Paffe im Laufe von sechs Monaten unter Beobachtung der für Ausländer zur Reise nach Rußland bestehenden allgemeinen Vorschriften die Grenze mehrfach passiren. Anmerkung. Im Gebiet des Großsürstenthums Finnland «trd das Gewerbe der HandlungSretfenden bis zum Erlaße besonderer Verfügungen über diesen Gegenstand mit einer Handelösteuer nicht belastet ______________ est autorise par ä, effectuer en qualite de commis-voyageurs, au nom et pour le compte de....... • • • " des achats de marchandises et a prendre des commandes, en portant avec soi des echantillons, ! mais point de marchandises. Ce que la Chambre de Finances de.........certifie par les deux signatures et par l’apposition du sceau. Gerant Secretaire Le commis-voyageur doit dans chaque pays se con- former aux toutes les prescriptions et lois en vigueur pour cette classe d’industriels. Dans PEmpire Allemand il est tenu de suivre le r£gles suivantes. Le achats de marchandises ne peuvent etre effetuös que chez les marchands ou les producteurs des dites marchandises ou bien dans les etablissements publiques de commerce. — Le porteur de cette carte doit 1 avoir sur soi ahn de pouvoir la presenter ä la demande des autorites locales. Cette carte ne peut pas etre transmise a une autre personne. Dans le Grand-Duche de Luxembourg les commis- voyageurs sont autoris&s L rechcrcher doa oommandco (sauf celles relatives aux boissons alcovliques) exclusive- ment chez les personnes faisant commerce de marchan» dises dont le commis-voyageur porte avec soi les Echantillons. Gießener Anzeig er" Amerat-Wnzeiger. Gießen, 24. December 1894. Betr.: Die Fleischbeschauordnung und die Instruction für die Fleifchbefchauer vom 10. April 1880. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises und an das Grotzh. Polizeiamt Gießen. Unter Bezugnahme aus unser Ausschreiben vom 24. September 1880 (Anzeiger Nro. 225) machen wrr nochmals daraus aufmerksam, daß bei einem Wechsel des Flerschbeschau- perionals stets darauf zu achten ist, daß die Ihnen zu« gegangene Handausgabe der Fleischbeschauordnung vom 10. April 1880 nebst zugehöriger Instruction rc. rc. an den -Dienstnachfolger überliefert wird. r , Das genannte Buch ist, sofern dies noch nicht geschehen, in das Jnventarium der Gemeinde einzutragen und auf dem Titelblatt mit dem Bürgermeiftereistempel zu verseheri. v. Gagern. ____ ----Gießen, den 28. December 1894. Betr.: Statistische Nachweisungen über die Fortbildungs- Szell, außerdem sind berufen Graf Albert Apponhi, Graf Tassilo Festetics und Aurel Dessewffy. Budapest, 28. December. lieber die gestrigen und heutigen Audienzen in der Ofener KönigSburg wird in unterrichteten Kreisen unverbrüchliches Stillschweigen bewahrt. Aus zuverlässigen Anzeichen wird indeß in parlamentarischen Kreisen geschloffen, Tisza, Szlawy und Szell befürworteten ein Cabinet Banffy. Bezüglich Vaszarys wird bestätigt, daß der Fürstprimas den Widerstand gegen die kirchenpolitischen Reformen perrhorreScire, er habe wahrscheinlich auch in der gestrigen Audienz dieser Gesinnung Ausdruck gegeben. Arco, 28. December. DaS Leichenbegängniß des Königs von Neapel ist auf den 3. Januar festgesetzt. Tanger, 28. December. Der deutsche Gesandte erhielt vollständige (Aenugthuung wegen der Ermordung des deutschen Kaufmanns Neumann. Der Mörder Neumanns, Abdelkader, wird hin gerichtet- seine beiden Mitschuldigen wurden zu lebenslänglichem Gefängniß verur theilt. Der Familie des Ermordeten wird eine Entschädigung ausgezahlt. Depeschen de« Bureau ,$erolb*. Berlin, 28. December. Das Staatsministerium hat heute Mittag unter dem Vorsitze des Staatsministers v. Bötticher eine Sitzung abgehalten. Berlin, 28. December. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht, daß die Eröffnung der Fernsprechverbindung zwischen BerlV-Posen Bromberg-Jnsterburg-Tilsit und Memel am 1. Januar k. I. stattfinden wird. Berlin, 28. December. Wie die „Kreuzztg." hört, steht Graf Paul von Höensbroech, deffen Austritt aus dem Jesuitenorden s. Z. so großes Aufsehen erregte, im Begriffe, zur evangelischen Kirche überzutreten. Berlin, 28. December. Der ehemalige russische Generalgouverneur Gur ko ist gestern hier eingetroffen und hat in der russischen Botschaft Wohnung genommen. Derselbe wird sich bis Sonntag in Berlin aufhalten, um sich alsdann nach der Riviera zu begeben. Berlin, 28. December. Die Agentur Havas verbreitete dieser Tage die Nachricht, daß der Erzbischof von Marasch nach Aleppo ins Gefängniß eingeliefert, der Bischof von Hadjin, der Erzbischof von Zeitun und der Pater Garask von Marasch zum Tode verurtheilt und die Schwester Elisabeth nebst 25 anderen Perscnen in Haft genommen worden seien- ferner sollte die Kirche von Beylan geschloffen und 15 angesehene Bürger von Aleppo verhaftet worden sein. Die hiesige türkische Botschaft erklärt auf Grund authentischer Nachrichten, daß obige Mittheilungen absolut unwahr und lediglich eine Erfindung der armenischen Revolutionscomitvs im Auslande find. Köln a. Rh., 28. December. Der Konstantinopeler Correspondent der „Köln. Ztg." versichert, daß die italienische Regierung ihren Botschafter in Konstantinopel angewiesen habe, daß Italien sich jedem von den betheiligten Mächten in der armenischen Frage vorzuschlagenden Schrttre anschlteßen werde, desgleichen sei nicht unwahrscheinlich, daß Deutschland und Oesterreich, wenn es die Nothwendigkeit ergebe, nunmehr in gleicher Weise sich äußern werden. München, 28. December. Vor dem Schöffengericht haben sich heute sechs hiesige Redacreure wegen groben Unfugs zu verantworten. Denselben wird zur Last gelegt, durch schriftliche und bildliche Darstellungen in den Kreisen der staatserhaltenden Richtung Aergerniß und Beunruhigung hervorgerufen zu haben. Budapest, 28. December. Das Amtsblatt veröffentlicht die Annahme der Demission des ungarischen Gesammtministeriums unter dem 23. December durch den Kaiser. Graz, 28. December. Die halbamtliche „Morgenpost" wendet sich in einem scharfen, anscheinend instruirten Artikel gegen die Absicht der Grazer Deutsch Nationalen anläßlich des 8 0. Geburtstages des Fürsten Bismarck in Steiermark eine Feier zu veranstalten. Das Blatt weist auf die Wunden hin, welche Bismarck sowohl auf dem Schlachtfelde als auch auf wirthschaftlichem Gebiete Oesterreich geschlagen habe. Die Deutsch-Oesterreicher müßten im anderen Falle ihre eigene Würde und ihren Bürgerftolz verleugnen, denn wiederholt habe Bismarck seine österreichischen Verehrer und ihre Liebesdienste mit Fußtritten zurückgewiesen. Paris, 28. December. Der „Temps" erörtert in einer Besprechung des Berliner Bierboycotts deffen bevorstehende Beendigung und meint, daß die Brauereien, obwohl sie wieder größere Einnahmen erzielen würden, infolge des Boycotts durch die Socialdemokratie doch einen beträchtlichen Schaden erlitten hätten. Paris, 28. December. Der „Newyork Herald" meldet aus S Hang Haff, daß die Lage der chinesischen Trupp en in Wei-hai-wai hoffnungslos sei. Die Chinesen bereiten sich auf Angriffe gegen die japanischen Truppen in der Mongolei vor, wo die Japaner durch den Schnee am Vorrücken verhindert sind. Loudon, 28. December. Aus Montevideo wird gemeldet, daß verbündete Rebellen das Hospital in San Gabriel in Brand steckten, wobei 121 Kranke den Tod fanden. Petersburg, 28. December. In Odessa wurde eine ganze Compagnie Soldaten, bestehend aus 83 Mann, wegen Insubordination bestraft, weil sie dem Hauptmann den Gehorsam verweigert hatten. 53 Mann wurden den Strafbataillonen eingereiht, 28 wurden zu Festungsstrafen verurtheilt, bei zweien erfolgte Freisprechung. Der Hauptmann soll vor ein Kriegsgericht gestellt werden, weil er in den Büchern falsche Zahlen eingetragen hat. Wafhiugtou, 28. December. Wie verlautet, werde Cleveland den früheren Außenminister John Forster auf Wunsch der chinesischen Regierung am 7. Januar nach Tokio schicken, um im Namen von China mit Japan Fried ens- verhandlungen zu führen. Coectite* rritö ptwltnictu*» Gießen, den 29. December 1884. ** Kunstverein. Die Ausstellung im ThurmhauS am Brand hat abermals eine theilweise Erneuerung erfahren: an Stelle der Gemälde von Bokelmann und Pape sind 33 Original-Radierungen von B. Mannfeld- Berlin getreten, welche die verschiedensten Stoffe in einer nach Auffassung und Darstellung gleich meisterhaften Weise wiedergeben, und dabei der gegenwärtigen Ausstellung einen weiteren Retz der Vielseitigkeit verleihen. x Concert Verein. Am Sonntag den 6. Januar 1895 wird der Concertverein in Gemeinschaft mit dem Akademischen Gesangverein sein drittes Concert geben. Seit langer Zeit haben wir aus räumlichen Gründen auf ein größeres weltliches Chorconcert Verzicht leisten müssen und so sehr wir auch für die weihevolle Kirchenmusik eingenommen sind, so huldigen wir auch in der Musik oder vielmehr vornehmlich in der Musik des „variatio delectat". Ganz besonders interessant dürfte aber das Concert sich dadurch gestalten, daß uns hierbei gleich eine Novität geboten wird, und zwar eine von hervorragender Bedeutung. Wir danken es dem Vorstände besonders, daß er bei seiner unverkennbaren Hinneigung zu den Altmeistern auch einem Jüngeren das Wort gestattet. Heinrich Hofmann, der Componist des „Waldfräuleins", welches das Hauptwerk des Concertes bilden wird, ist jedem musikalisch Gebildeten wohlbekannt. Geboren 1842 zu Berlin, war er Schüler des Kullack'schen Conservatoriums, speciell GrellS, DehnS und Wüersts; seine zahlreichen Gaben auf dem Gebiete der Clavierliteratur haben ihn in weitesten Kreisen populär gemacht, seine Hauptbedeutung liegt jedoch in der meisterhaften Behandlung von Chor und Orchester. Das Orchesterwerk „Frithjof-Symphonie" und das Chorwerk „Die schöne Melusine", beide 1873 zuerst aufgeführt und seitdem unzählige Male wiederholt, haben Hofmanns Ruhm begründet und ihn zu einem der namhaftesten lebenden Componisten gemacht. Wie nun bei allen Hofmaun'schen Werken so interessirt auch bei dem „Wald- fräulein" weniger eine Eigenartigkeit, als vielmehr die große Klangschönheit. Da ist nichts Gesuchtes, kein Grübeln, nirgends wird man an die Siudirstube erinnert- edle, schöne Melodien und wohlklingende Harmonien fließen, den Hörer entzückend, dahin. Aber niemals wird Hofmann banal, nie mals macht er dem schlechten Gcschmacke auch nur die geringste Concession, stets ist seine Erfindung nobel. Ebenso geschickt wie den Chor behandelt er auch das Orchester, kräftig weiß er hier in die Saiten zu greifen und in Tönen zu malen, die dem Hörer auch ohne erklärendes Programm verständlich sind. Die Aufführung des „Waldfräuleins" in Gießen wird eine der ersten sein, die dieser Composition zu Thetl wird und dürfte darum vermehrtes Jntercffe bieten. ** Neues Theater. In anerkennenswerther Weise hat Herr Director Reiners sich bemüht, das Schliersee'r Bauern-Theater Ensemble auf vier Abende für unsere Stadt zu verpflichten. Wir sehen einem Kunstgenuß entgegen, der in den ersten Städten Deutschlands mit Enthusiasmus und Begeisterung aufgenommen wurde. So schreibt u. A. das „Würzburger Journal": Mit dem ersten Schritt, den das Bauernensemble aus seinem herrlichen Thal machte, hatte es sich im Sturm die Gunst des Publikums und der Kritik errungen. Und dieser Sieg auf der ganzen Linie ist, wie wir uns vorgestern und gestern überzeugen konnten, ein sehr begreiflicher. Es ist unstreitig ein Sieg des Realismus. Die Schliersee'r Bauern geben sich auf der Bühne genau so wie im Leben, sie sind das wirklich, was sie spielen und daher diese verblüffende Echtheit, diese packende Wahrheit ihrer Darstellung. Da ist alles ursprünglich, nichts gekünsteltes und ihr Vortrag ist frei von jedem Pathos. Wie sicher dabei die Leute ihre Rolle innehaben, man merkt, daß sie nicht blos mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen spielen. Es sei hier an dieser Stelle von Nennung einzelner Namen abgesehen, sie alle ohne Unterschied verdienen die rückhaltloseste Anerkennung. Das übervolle HauS spendete den Bauerndarstellern auch reichen wohlverdienten Beifall. ** Panorama. Von Sonntag an stellt das Panorama eine ganz neue Serie aus dem Riesengebirge aus, worunter besonders die Prinz Heinrich-Baude und Capelle im Winter, sowie eine Hörnerschlittenfahrt interessiren wird. Ferner sind die schönsten Partien im Sommer, Zackenklamm, Kynaft rc. zu sehen, so daß ein guter Besuch zu erwarten ist. ** Omnibus-Verkehr. Sicherem Vernehmen nach ist vor Schluß der letzten Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung von dem Vertreter der Stadt im Vorstand der OmnibuS- Gesellschast noch die Frage aufgeworfen worden, wie er sich stellen solle zu der in einer demnächstigen Generalversammlung zur Verhandlung kommenden Einschränkung des Betriebes durch Aufgabe der Linie L (Grünbergerstraße— Markt—Bahnhofstraße—Bahnhof). Wiewohl die Stadt allein an dem ganzen Unternehmen mit 6000 Mk. interessirt ist, hat doch — erfreulicher Weise — die Stadtverordneten- Versammluug in ihrer überwiegenden Mehrheit sich für Beibehaltung beider Linien ausgesprochen. Maßgebend dafür war insbesondere die Erwägung, daß der seitherige Betrieb des Unternehmens viel zu kurz sei, um auf dessen, zu einem guten Theil auch von der allmähligen Gewöhnung unseres Publikums abhängige, dauernde Rentabilität einen Halbwegs sicheren Schluß zuzulaffen, und daß es danach verfehlt wäre, jetzt schon wieder die einmal eingeführte, mit der Linie A (Wallthor—Bahnhof) fast gleich einträgliche Linie B eingehen zu lassen, ganz abgesehen von den moralischen Verpflichtungen, welche zum Mindesten die Genoffenschaft haben dürfte gegenüber den eben zur Sicherung der Linie B dem Unternehmen beigetretenen Genossen. Auch wir hoffen, daß ) man in der bevorstehenden Generalversammlung nicht allzu rasch die Flinte ins Korn werfen möchte. ** Eifenbahn.Jubiläum, lieber ein auch für die Stadt Gießen wichtigeSJ ubtläum haben wir in Ergänzung unserer I gestrigen Notiz weiter zu berichten: Am heutigen Tage sind- es 25 Jahre, daß die Theilstrecken Gießen—Grünberg und Gießen—Hungen der Oberhessischen Eisenbahnen dem Betrieb übergeben wurden. Im Jahre 1870 wurden sodann die Strecken und zwar Grünberg—Alsfeld und Hungen—Nidda im Juni, Alsfeld—Lauterbach undNidda—Büdingen imOctober, Büdingen—Gelnhausen im November und Lauterbach—Salz- schlirf im December eröffnet. Die Eröffnung der Reststrecke Salzschlirf—Fulda erfolgte Ende Juli 1871. In welch außerordentlich günstiger Weise der Verkehr der Oberhessischen Eisenbahnen, der vorher nahezu ausschließlich nach Frankfurt gravittrte, die gesammten Verhältniffe Gießens beeinflußt hat, dürfte am besten aus der Thatsache erhellen, daß die Einwohnerzahl Gießens sich seit jener Zeit um mehr als da« Doppelte vermehrt hat. — Von den bei der Eröffnung der Bahn bezw. im Laufe des Jahres 1870 angestellten hier ansässigen Verwaltungsbeamten befinden sich heute noch im Dienst die Herren: Finanzrath Burger, Maschinenmeister Querner, Rechnungsrath Kreuder, Revisoren: Gerch, Gröninger, Günther, Rullmann, Wilker und Zinßer, Werkmeister Stephany, Canzlist Pfeiffer und Bureaudiener Lott. ** Zur Warnung. In der gegenwärtigen Weihnachtszeit dürfte es wohl angezeigt erscheinen, auf die Ursachen der so häufig vorkommenden Osen-Explosionen in Folge Verbrennens von Weihnachtsbäumen hinzuweisen. Tanne und Fichte sind in Stamm, Zweigen und Nadeln sehr harzreich. Das Harz enthält Kohlenwasserstoff. Der Kohlenwafferstoff entströmt dem Baume beim Verbrennen in großer Menge. Geschieht das Verbrennen in einem Ofen oder Herd mit starkem Zug, so verbindet sich der Kohlenwasserstoff mit dem Sauerstoff der atmosphärischen Luft und es entstehen Gase sehr explosibler Art, denen der Kachelofen nicht standhält. Wie bedeutend der in den Nadeln des Baumes enthaltene Kohlenwafferstoff ist und wie kräftig er unter der Einwirkung der Hitze ausströmt, läßt sich erkennen, wenn man einen mit Nadeln besetzten Zweig einer Kerzenflamme nähert. Die Ausströmung des Kohlenwasserstoffes aus den Nadeln, welche im Innern eine Röhre besitzen und porös sind, ist so stark, daß die F!amme der Kerze oft auS- gclöscht ober ausgeblasen wird. Die Polytechnische Gesellschaft zu Berlin hat schon im Vorjahre obige Erklärungen gegeben und damit vor Unvorsichtigkeit beim Verbrennen der Weihnachtsbäume nachdrücklich gewarnt. ** Der Getreidemarkt. (Berichtswoche vom 22. bis 27. December.) In Folge der herrschenden Stille der Weihnachtszeit war der Character des Geireidemarktes in letzter Woche ein schwankender. Während z. B. bis zum 21. December die Preise in Folge des ichwächer gewordenen Angebots sich wieder befestigten, ja Weizen und Roggen sogar wieder etwas höher bezahlt wurden, hat in den folgenden Tagen die Ba'sseparlei wieder erfolgreiche Vorstöße gemacht und die Preise für Weizen und Roggen wieder etwas ztniick- gebrängt. In Berlin nnb Leipzig wurden gekauft per 20 Gentner: Weizen 120 vis 138 Mk,Roggen 111 bis 115 Mark, Gerste 92 bis 172 Mk., Hafer für 106 bis 140 Mk. As. Alten Buseck, 26. December. Heute feierten der Schneidermeister Heinrich Melchior Siegfried und eine Ehefrau Maria Katharina geb. Spaar in seltener Frische und Gesundheit bas Fest ber goldenen Hochzeit. Der jetzt 75 Jahre alte Mann ift trotz seines hohen Alters noch rüstig genug, sein Hanbwerk zu betreiben, unb auch eine noch ebenso rüstige Ehefrau steht noch ihrem Haus- wesen vor. Währenb bes Nachmittaggottesb enstes würben in unserer von der gestern Abend stattgefundenen Weihnachtsfeier noch mit dem Christbaum geschmückten Kirche 4 Paare — ein Fall, der in einer Pfarrei wie Alten-Buscck gewiß selten vorkommt — im Bramschmuck vom Ortsgeistlichen getraut. Nach dem Gottesdienst erschlen auch das Jubelpaar im Kreise von Kindern und KindeSkinbern in dem GotteS- hause, um das Gedächlniß ihres vor 50 Jahren zu derselben Stunde und an demselben Altäre geschlossenen Ehebunbes zu erneuern. Mögen sie ben Rest ihrer Tage in derselben Rüstigkeit und Gesnnbheit verleben, bie sie bis zum heutigen Tage stets begleitet hat! Verkehr, £anO» rrrrd Volkswirthfchaft. 29. Dezember. Marktbericht Am dem heutigen Wochenmarkt kostete: rwtter pr. Pfd. 0.90 - 0,95, Hühnereier pr. Stück 7-9 4. 2 Stück — 4, Käse pr St. 4-8 4, Kasematte pr- 6t 8 4, Erbsen pr. Liter 16 4, Zinsen pr. Liter 28 4, Tauben pr. Daar 0,70—0,90, Hühner pr- Stück * 0.85—100, Hahnen pr. 6t. X 0,70 -1.20, Snten pr. St1,40—1 80, Gänse pr.Pfd. 54—63 Ochsenst.pr.Vfd. 74-78 4,Kuh-u Rindfl pr.Pfd. 66—70 4, Schweim- fleisch pr. Psd. 66 -76 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 60 66 3, Hammel, fletsch pr. Pfd. 60—70 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4.60—5,00 jh.. Weitzkrau? pr Stück---Zwteükln pr. Gentner 3,00—3,50 »< MNch pr. Liter 16 20 A, Enteneier 2 St — 4, GSnseeier — 4, Bro dpreise vom 30. December 1894 bis 13. Januar 1895. Der hiesigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......24 Pfg. bei Carl Wallenfels II. .....25 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Taielbrod ...... 48 „ bei Carl Wallenfels II.......50 " 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod ...... 22 " 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod......44 „ 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot)......20 , „ „ Roggen-Schwarzbrod bet Ernst Muth 19 „ 2 Kg. (4 Pfd.) „ ......40 , „ u Roggen-Schwarzbrod bet Ernst Muth 38 „ 3 Kg. (6 Pfd.) „ .....60 , Der auswärtigen Bäcker. 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bet W. Weitzel v. Lang-GönS 40 ,, 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot) bet Joh. Kd. Nette o. Kirch-Göns 36 „ W. Weitzel v. Lang-Göns u. F. Schön v. Ruttershausen 38 , 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrot) b. Batth. Christ Ww. v.Wieseck 60 ,, Der Brodverkäuser. Dieselben Preise wie bet den Bäckern. Gießen, den 29. December 1894. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Ärrszrzg aus -en Stan-esarntseegifteE« der Stadt Gietzea. Aufgebote. December: 24. Johann Georg Dörr, Poühilfsbote zu Grünberg, rr.lt Lwa Otto daselbst. 27. Wilhelm Ltndenstruth, Geometer erster •( ässe dahier, mit Margarethe Therese Lenz zu Großen-Buseck. 28. Johann Konrad Löchel, Sergeant dahier, mit Anna Katharine Heck zu Marburg. •tbOTtlK« December: 20. Dem Schlosser Heinrich Deibel eine Tochter. 29. Dem Kaufmann Carl Nagel eine Tochter. 22. Dem Dienstmann Karl Reuter II. eine Tochter. 22. Dem Bierbrauer Ludwig Zierlein eine Tochter, Sophie Eugenik. 24. Dem Postillon Heinrich Münker t-ne Tochter, Anna. 25. Dem Schlosser Franz Otto eine Tochter. 25. Dem Schuhmacher Johannes Dunkel ein Sohn, August. 27. Dem Schneidermeister Wilhelm Hamel eine Tochter. «enorbtiu. December: 19. Johannes Dörr, 35 Jahre alt, Müller von .-^tlbach. 22. Marie Ellinger, 81 Jahre alt, dahier, Wittwe von t^astwirih Jacob Ellinger. 23. Ein Kind weiblichen Geschlechts, 1 Tag alt, Tochter von Dienstmann Karl Reuter II. dahier. 25. Bertha Käßmann, geb. Fischer, 33 Jahre alt, Ehesrau von Schreiner Heinrich Käßmann zu Witzlar. 27. Ernst Euler, 51 Jahre oit, Bureaugehülfe dahier. Auszug aus -en Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Johannesgemetnde. Den 25. December. Rudolf Schweitzer, Heizer zu Butzbach, und Johanna Christine Luise Hellenbrecht, Tochter des verstorbenen Bahnwärters Friedrich Wilhelm H llenbrecht zu Gießen. Getaufte. Matthäusgemeinde. Den 25. December. Dem Gefangenwärter Johannes Ludwig Scharmann ein Sohn, Arthur Kaspar, geboren den 5. November. _ Denselben. Dem Taglöhner Johann Philipp Mandler ein Sohn, Wilhelm Melchior Johannes Ludwig Konrad, geboren den 26. November. Den 26. December. D.'m Schutzmann Martin Erb ein Sohn, Friedrich Phil'pp, geboren den 4. October. Denselben. Dem Flaschenbier- und Mineralwasserhändler Wilhelm Förster eine Tochter, Katharine Elisabeth, geboren den 17. November. Denselben. Dem Schreiner Georg Pfaff eine Tochter, Marie Margarethe, geboren den 12. August. Denselben. Dem Arbeiter Heinrich Schmidt ein Sohn, Johan» Ludwig August Emil, geboren den 9. September. Denselben. Dem Schreiner und Glaser Friedrich Alsleben eine Tochter, Ida Katharine, geboren den 14. November. Denselben. Dem Geschäftsführer Gustav Hager eine Tochter, Carla Anni Judo, geboren den 16. November. Denselben. Ein unehelicher Sohu, Karl Jacob August, geboren den 23. Oc'ober. Denselben. Dem Schutzmann Johannes Schwarz ein Sohu, Heinrich Jacob, geboren den 10. November. Denselben. D.m Briefträger Carl Kramer eine Tochter, Marie Kälhchen Gretha Elisabeth Luise, geboren den 6. November. MarkuSgemeinde. Den 25. D>cember. Dem Gelbgießer Heinrich Schwan ein Sohn, Wilhelm Martin Ernt», geboren den 16. November. Denselben. Dem Schuhmacher Heinrich FuchS ein Sohn, Max Hans Wilhelm Julius, acboren den 4. November. Denselben. Dem Straßenwärter Ludwig Kreiling H. ein Sohn, Willi, geboren den 19. November. Denselben. Dem Fuhrmann Kaspar SchoEein Sohn, Friedrich Wllhelm, geboren den 1. December. Den 26. December. Dem Bremser Ernst Heine ein Sohn, Bernhardt Ernst, geboren den 15. November^ Denselben. Dem Conditor ^Ludwig Doll ein Sohn, Ludwig Robert, geboren den 26 October. Denselben. Dem Schuhmacher Philipp Appel ein Sohn, Ernst Friedrich, geboren den 10. November., Lukasgemeind e. Den 25. December. Dem Brauer Anton Schmitt eine Tochter, Elisabeth Charlotte, geboren den 3 December. Denselben. Dem Gärtner Victor Pechtold ein Sohn, Albert Sophron Victor, geboren den 21. November. Denselben. Dcm Taglöhner Ludwig Mandler ein Sohn, Heinrich, geboren den 4. Drcember. Den 26. December. Dem Locomotivhe'zer Eduard Siebert ein Sohn, Friedrich Carl Eduard, geboren den 27. October. Denselben. Dem Bremser Emil Gernand ein Sohn, Emil Friedrich Peter, geboren den 21. October. Denselben. Dem Heizer Clemens Döhler eine Tochter, Karoline Elsa, geboren den 6. November. Denselben. Dem Sandformer Kaspar Spaar ein Sohn, Karl, geboren den 30. November. Denselben. Dem Dachdecker Martin Müller eine Tochter, Bertha Juliane Elise, geboren den 22. November. Den 28. December. Dem Arzt Dr. Fritz Schliephake ein Sohn, , Erwin Fritz Karl Victor Heinrich Georg, geboren den 18. August. JohanneSgemeinde. Den 23. December. Dem Kaufmann Friedrich Lath eine Tochter, Margarethe Caroline, geboren den 29. November. Den 25. December. Dem Schneider Johannes Eidmann ein Sohn, Hans Heinrich, geboren den 28. Juni. Denselben. Dem Fabrikarbeiter Carl Repp eine Tochter, Lina Elise, geboren am 7. Ociober Denselben. Dem Diener Wilhelm Müller eine Tochter, Lina Luise Carola Hermine, geboren den 30 October. Denselben. Dem Schlosser Heinrich Babel eine Tochter Johanna, geboren den 30. November. Denselben. Dem Kaufmann Carl Wenzel eine Tochter, Elisa- bethe, geboren den 8. November. Den 26. December. Dem Fuhrmann Johannes Emrich eine Tochter, Kaibarine Lutla, geboren den 12. November. Den 27. December. Dem Ottbopädlft Ovkar Hopfner ein Sohn, Otto Ernst, geboren den 12 November. Vttrvtgi«. Johannesgemeinde. Den 24. December. Marie Ellinger, geb. Alliaud, Wittwe deS Wirths Jacob Ellinger, alt 81 Jahre, starb den 22 December. Giessen Bankgeschäft Jilein 9544 Marktstr. 4 An- und Verkauf von Effecten. Einlösung sämmtlicher Coupons. Bevorschussung von Werthpapieren. Conto - Corrent - Verkehr. Schutz- Zu Festgeschenken geeignet! 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Januar 1895, Nachmittags 2 Uhr, soll im hiesigen Schulsaale die der Gemeinde Annerod zustehende Jagd auf sieben Jahre verpachtet werden. Annerod, den 28. December 1894. Großh. Bürgermeisterei Annerod. 10161______Horn.___________ Bberhessisch-Whischer Güterverkehr. Am 2. Januar 1895 gelangt der Nachtrag V zum Tarif für den vorbezeichneten Güterverkehr zur Einführung- Nähere Auskunft über dessen Inhalt rrtheilen die Güterabfertigungen. Gießen, den 27. December 1894. Gr. Direction der Oberhessischm 10453___________Eisenbahnen.________ Gr.Bberhessische Eisenbahnen Zu dem Ausnahmetarif für Eisenerze aus dem Lahn-, Till- und Sieggebiet nach den Hochofenstatton n dieser ©eblcte rc. (sogenannter Nothstandstarifi tritt am 1 Januar 1895 der Nachtrag IV in Kraft. Derselbe enthält Ausnahmesätze für die Stationen Wetter (Ruhr), Essen Rh. (Fil ale Krupp) und Witten B. M. Nähere Auskunft erhellen die Güterabfertigungen. Gießen, 28. December 1894. 10452________________ Gr. Direction. Stadt. Schlachthaus. Freibank. [10474 Heute Ochsenfleifch nicht ladenrein, pr. Pfd. MW«. Hlegenschirme Nkchchrslüiltkii tW große Auswahl empfiehlt Wilhelm Rflayer 10468 Nsustaht 1 MchMchkn vorzügliche Dualitäten, sowie Ar. Schaumweine zu Bowlen, empfiehlt Wilhelm Mayer 10469 Neustadt 1. ((.Punsch-Essenzen Rum, Arrac u. Cognac empfiehlt billigst 10479 Carl Petri, Marktplatz. Düsseldorfer Punsch-Mengen Kaiser- Punsch Ananas- Punsch Burgunder-Punsch Arrac- Punsch Rum- Punsch Cognac deutsch und französisch Rum und Arrac iu vormglichro Allülitätkn in liilligsten Kreisen .^^empfiehit 10475 lh. Herrmann Seltersweg 33. ärztlich wie durch billigen Preisen 10217 für Herren, Damen und Kinder in großer Auswahl frisch eingctroffen. 8691 A. Fangmann Wtw. Wilhelm Seuling Wetzsteinstraße 45. morrhoidalleiden, tabituelle Verstopfung, Magenbesohwerden und Leberleiden, blutreinigend wirkend, ohne Leibschneiden ' zu erregen. 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März zu beziehen Auskunft im Vorderhaus, mittlerer Stock. Dr. Pitz. 89h5] Die Wohnung im mittlere« Stock der Kleirttinderschule, 5 Zimm-, eine Mansarde, Keller- und Speicherräume. tft zu vermtethen für jährlich 480 Mark. Der Vorstand d. Kleinkinderbewahranstalt. Dr. Naumann, Pfarrer- 10393] Kleines FamilienlogtS zu Der» miethen. Ederstraße 6. 10416] Im Wilbrand'schen Hause, Marburgerftraße 9, ist die Parterre- Wohnung, 9 Zimmer nebst Zubehör, zu* vermiethen und am 1. April zu beziehen j JJ UL' Auskunft unentgeltlich! in verschiedenen Preislagen, sowie eingehender Auskunft, nun a en •yjlöM.äimmerj in verschiedenen Preislagen und mit genauer Auskunft empfiehlt das WohnungS-Nachweis-Büreau C. Stiasny 8 Marktplatz 8 9597 Eingang Wagengasse. ii in 10183] Ein Stübchm mit Ydt, auch mit Kost, zu vermt'then. Mäusburg 9. 10338] Ein gut möbl. Zimmer mit Cabinet per 1. Januar oder später zu vermiethen. Andr. Euler, Steinstraße 11. 10141] Anfangs Januar zw.i unmöbl. Zimmer zu vermiethen. 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Langenscheidt^ VerL-Buchhdlg., Berlin SW 46, Hallesohe Strasse 17. WM- Wie der Prospekt durch Namens- angabe nachweist, haben Viele, die nur diese Briefs (nicht mündlichen Unterricht) benutzten, das Examen als Lehrer des Englischen und Französischen gut bestanden. Panoram WtoplHK Neuen Baue ly part. Diese Woche neueste Prachlserie: Nissengebirge v. 1898. Naturereigniß: Die Prinz Heinrich Baude im Winter und Hörner-Schlittenfahrt, Zackenklamm, Kynast. 10472 Neues Theater Giessen bet 2.50 2— 1.50 1.-