VW tauf Verhandlung UJL® 6onntq6 Rq&Sv ^ZN? KM ,tnbNidj cert 'ncertmeifter Arn- ebe* [6997 Briefe, CowrrtS, aüc Hobe Wsr. Off.u. niederjulegen. IwfT Iwtfl des fiaufprrifti lut zu kaufen. Sff. ittt an die Amonc.- ibt & tzo. ®U#, UH. IM iupg. tt ich an einem djronb i. Nachdem ich wLtz- Johres bei einem Erfolg Hülfe gesucki mich an den heeöt tu Dr. mwi.Volbedlog, Ignllee 6, und wurde einem Bierteljabre ge» Herrn Dr. Bolbebtnj tttMtt #/ Me ju MtutnW- Miliber sxWt\ raWfyify ob sofort gtW Wink» n LchreinergestlU« IwWäl—— Llaschekbierints^" Wt gkskcht. KW vr ne0 ’ f-hresbe'^Mk 5.^ SS8 iSS* er KP- OchtN U alibe^^Siivcnhav Wasserleitung ao dtt Oktober MtlfltS mädchen ’ubrol#Ll& WZ &ä5 Nr. 202 Donnerstag den 30. August 1894 Der Hießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Alamitieavkälier werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelrgt. Gießener Anzeig er Kenerat-Anzeiger. LierteltShriger^ KvoantmentrprelAr 2 Marl 20 Pfg. mit vringerlohn. \ Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Rcdaction, Srpcditio» und Druckerei: Kchutftrage?Rr.1. Fernsprecher 51. Amts- und Anze»s«l»latt Nir den Areis Gieszen Deutsche» Reich. Anrtliche»- Theil. an die (Sroßh. Bürgermeistereien des leises. Neueste riacheichten. Wolffs telegrarphNche» Lorr esponden,-Bureau- mit Hagelstürmen und Blitzschlägen. Hermannstadt, 28. August. Vorige Woche unternahmen mehrere Heltauer Sachsenfamilien einen AuSflug über die rumänische Grenze nach Kien und überfuhren unterwegs unglücklicherweise ein Kind. Die rumänische Behörde lieh die ganze Gesellschaft verhaften. Erst nach 2»/2 Tagen wurden die Verhafteten auf Intervention deS österreichisch' Da 1 die rechtzeitige Anmeldung von versicherungspflichtigen Betrieben gemäß § 35 ff. des Unsall-Versicherungsgesetzes vom 6. Juli 1884 nicht in jedem Falle rechtzetttg, vielmehr vielfach erst auf weitere Verfolgung des Genoffenschafts- Vorstandes _ ,n . 2. die Anmeldung zur Selbstoersicherung gemäß § 49 a des Genoffenschafts-Statuts von felbstoersicherungSpflichtigen Bauhandwerkern — nach den bestehenden Bestimmungen ist ausnahmlos jeder allein ohne versicherungspflichtige Personen selbstständig arbeitende Bauhandwerker, ob ständig oder mit größeren oder kleineren Unterbrechungen ist gleichgültig, sowie jeder Bauhandwerker, welcher Nicht regelmäßig einen Lohnarbeiter, d. h. an mindestens •250 Tagen im Jahr beschäftigt, der Selbstoersicherung und Anmeldepflicht binnen 4 Wochen nach Beginn des Gewerbebetriebs oder nach Aufgabe der regelmäßigen Beschäftigung eines Lohnarbeiters unterworfen — ebenfalls selten erfolgt und f , H die im Bezirke zur Ausführung gelangenden Regiebau- arbeiten im Sinne des Bauunfallversicherungsgesetzes vom 11. Juli 1887, wie in § 22 a. a. O. vorgeschrieben, nur theilweise vorschriftsmäßig zur Nachweisung kommen, zum Theil erst auf besonderes Verlangen des Vorstandes, zum Theil, wie auf Grund der Erfahrungen angenommen werden darf, aber gar nicht, bezw. erst dann, wenn ein Unfall eingetreten ist, sind mir veranlaßt, die Beachtung der vorgenannten Vor- schriften Ihrer fortgesetzten Uebermachung zu empfehlen. Auch wollen Sie darauf beoacht fein, daß die Nachweisungen über die zur Ausführung kommenden Regiebauarbeiten gemäß § 22 a. a. O regelmäßig vorschriftsmäßig an den Vorstand der Heff. Naffauischen Baugewerks-BerufSgenoffenschaft zur Vorlage bezw. Ueberweisung gelangen. I. V.: Dr. Melior. etwas bleich und angegriffen aus, fühlt sich aber sonst wieder ganz wohl, so daß er nach Beendigung seiner Nachkur in Ille sur Tet die Regierungsgeschäfte wieder in vollem Umfange aufzuuehmen gedenkt. An Arbeit wird eS Herrn Dupuy nach seiner Rückkehr nach Paris nicht fehlen, w>e u. A. aus der Rede des Finanzministers Poincarro in Stenay erhellt, wonach die Regierung dem Parlamente in der nächsten Session eine ganze Reihe neuer Steuergesetzentwürfe zu unterbreiten beabsichtigt. Gießen, am 28. August 1894. ffletr: Di- H-Mübungen der 21. Division; hier die Abschätzung der Flurschäden. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen MN »fc Grstzh. Bürgermeistereien des Brette». Sofern in Ihren Gemarkungen Flurschäden aus Anlaß der diesjährigen Herbftübungen entstehen, wollen Sie dies alsbald hierher anzeigen, worauf wir Ihnen das nothige Formular zur Ausstellung der Nachweisung zusenden werden. Schornsteine um. Der Schaden ist sehr erheblich. Durch den Sturm fortgetriebene Eisenbahnwagen haben drei Arbeiter überfahren; einer ist tobt, zwei sind schwer verwundet. Eine Frau und ein Mann wurden vom Blitz getvdtet. Graudeuz. 28. August. Eier Erlaß des Oberpräffdenten macht einen kaiserlichen Befehl bekannt, wonach wegen der Cholerafälle in einzelnen Theilen der Provinz Ansammlungen von Civilpersonen gelegentlich der Kaisermanöver thunlichst zu vermeiden sind. Bei dem Em- psang des Kaisers in Elbing und Marienburg sollen sich nur die dortigen Vereine und Schulen aufstellen. Wien. 28. August. Die heurige Weinernte in VöSlau ist durch Abends niedergegangenen Hagel vollständig ver« nichtet. Auch die Sommerfrische Sievering mit vielen Wein- gärten ist durch Hagelschlag verwüstet. Auch auS Obersteier und Graz kommen Meldungen über ein schreckliches Unwetter Haftungen erfolgten. — Herr Dupuy, der französische Ministerpräsident, hat noch in voriger Woche feinen Kuraufenthalt in dem Pyrenäenbade Vernet-les-Bains beendet und sich alsdann zu einer Nachkur nach Jlle-fur-Tet, dem Wohnorte feines . ......; frdoH offen Schwiegervaters, begeben. Der Minister sieht zwar noch I ungarischen Consuls in Bukarest gegen Caution freigelaffe . Berlin, 28. August. Die unter dem Patronate der Kaiserin erbaute VersöhnungSkirche wurde heute in Gegenwart der Kaiserin feierlich eingeweiht. Anwesend waren die Minister Miquel, Thielen, Wedel und der UnterstaatS- sceretär Weyrauch. Den Weiheact vollzog Generalsuperinter.dent Faber- die Festpredigt hielt Prediger Flashar. Später besichtigte die Kaiserin die Marienkirche. Berlin, 28. August. Die socialdemokratische Agitatorin Fräulein Wabnitz hat sich heute Nachmittag vergiftet. AlS Grund gilt die angekündigte Verhaftung behufS Ber- büßung einer zehnmonatigen Gefängnißstrafe. Breslau. 28. August. In L a u r a h ü 11 e und Umgegend tobte in den gestrigen Abendstunden ein furchtbares Un< Der Hagel zertrümmerte taufende von Fenster- als verloren betrachtet werden. — Einen bemerkenswerthen Erfolg kann dte deutsche Diplomatie soeben in China verzeichnen. Auf die Nachricht hin, daß zwei deutsche katholische Missionäre . toetter Der Hagel zertrümmerte tau,envc uuh in der südchinefischen Provinz Shangtung von Briganten ^n. Der Sturm entwurzelte starke Bäume und warf gefangen genommen worden seien, hatte das Berliner Aus- I - m r-**- TutrA wärtige Amt den deutschen Gesandten in Peking sofort angewiesen, die Befreiung der Gefangenen zu eitoirr-n. Dte von dem deutschen Vertreter unternommenen betreffenden Schritte haben denn auch den erfreulichen Erfolg gehabt, daß die beiden Missionäre nach Zahlung eines Lösegeldes von 4000 Mk wieder freigelaffen worden sind, welches Lösegeld Berlin, 28. August. Der Kaiser beschäftigt sich zur Zeit vorwiegend mit militärischen Besichtigungen, welche | gewissermaßen als der Uebergang zu den bevorstehenden Manöverreisen des Monarchen zu betrachten find. U. A. unterzog der Kaiser am Dienstag Vormittag die Truppentheile der fünften Division einer eingehenden Jnspicirung auf dem Tempelhofer Felde bet Berlin. _ Die Delegirten- Versammlung des tm socialdemokratischen Fahrwasser schwimmenden deutschen Bergarbeiterverbandes, welche am Sonntag in jumiuuuv auv —n—....... ■ « « . . Bochum tagte, hat den Anschluß an die Generalcommtssion I. V.: Dr. Melior. _____________ I öer gewerkschaftlich organisirten Arbeiter Deutschlands tn — - ließen am 27. August 1894. I Hamburg beichloffen. Mit diesem Schritte erklärt der deutsche _ IRiobotl ! Bergarbeiterverband seinen vollständigen Uebertrttt ms social- Daö Großherzogliche Krelöaml Gietzev bemofrQtlfd)e Lager. Im Uebrigcn wies der vom ersten an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. I Borsitzenden Schröder gegebene Ueberblick über die Kaffenverhältnisse des Verbandes ein ziemlich unerfreuliches Bild auf; denn die 16000 Mark, welche von dem im Ganzen 22 000 Mark betragenden Vereinsvermögen an den Consum- vercin deS Verbandes ausgeltchen wurden, müffeu infolge der Liquidation des ConsumvereinS mit hoher Wahrscheinlichkeit Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. ” ' 71 jl • 7 .r Cfn/i" T Alle Annoncen.Burraux deS In. und Auslandes nehmen Hratisöeckage: Hießener Kannnenolatter. Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. die chinesische Regierung zahlte. Ausland. — In Böhmen ist schon wieder ein gefährliches Anarchisten-Nest entdeckt worden. In Budweis verhaftete die Polizei vier Anarchisten, welche die Plünderung der an Kostbarkeiten reichen nahen Wallfahrtskirche GutSwaffer behufs Erlangung von Geldmitteln für anarchistische Zwecke planten. Durch die Aussagen der Verhafteten gelangte die Polizei auf die Spur und Existenz zahlreicher anderer Anarchisten in Budweis und Umgegend, infolgedessen weitere Der- Feuilleton. Die Wette im Hochgebirge. Von Adolph Thiele. (Schluß.) Jenes Wandschränkchen dort," fuhr der Maler fort, ist meine Vorrathskammer - über demselben habe ich eine Anzahl auSerwählter Bücher liegen. Eine Kiste, die auf dem Dache befestigt ist, enthält mein Malergeräth, dessen Geruch mich fo nicht stört. Etwaigen DiebeSgelüsten der zwar rohen und erwerbsgierigen, aber doch ehrlichen Bevölkerung habe ich bisher dadurch vorgebeugt, daß ich Diejenigen, die mich gelegentlich auf suchten, während eines paffenden Gespräches mit der Kraft dieses Heinen Centralfeuerrevolvers practisch bekannt machte. — So närrisch das Ding auch auf den ersten Blick erscheinen mag," schloß Landmann seine Beschreibung, „so gestehe tch Ihnen doch, daß ich mich stets sehr wohl fühle in diesem kleinen Heim und daß Ich mick während des Winters oftmals danach sehne.' What a whim!“ rief der alte Herr. „Was sagst Du dazu, Mary? Wie gefällt eS Dir hier?" „Ich finde dieses Häuschen ganz reizend," entgegnete Mary, indem sie fick wohlgefällig in dem kleinen Zimmer umsah, daS von dem Feuer im Ofen behaglich erwärmt wurde. Ihre Wette haben Sie gewonnen," sagte Sendel. „Den Madeira sende ich Ihnen mit der Post nach Ober-Gurgl. Ein köstlicher Einfall, dieses transportable Haus s Ein whim, Wie er im Buche steht." „Und practifcher," fiel der Maler ein, „als manche andere Grille. „Ueberzeugen Sie fich selbst." Er streifte die Vorhänge am Fenster zurück und ließ seine Gäste hinausblicken. Der Nebel war verschwunden und klar lagen die mächtigen Berge und Gletscher da, in den Strahlen der Sonne erglänzend. Die kleine Gesellschaft betrachtete in Schweigen versunken die großartige Landschaft. Endlich begann Sendel: „Sie haben fich wirklich den schönsten Punkt deS Thales auSgewählt." „ES ist leicht zu begreifen," sagte Mary, „daß Sie hier Ihr Auge mit dem herrlichen Bilde sättigen können, daS Sie dann so naturwahr auf die Leinwand zaubern." „Es ist hier im Hochgebirge auch im Sommer zu kalt," bemerkte Landmann, „als daß man lange im Freien malen könnte. Unter diesem Obdach gelingt es mir jedoch, vier bis fünf Monate auszuhalten. Ehe ich dasselbe aufstelle, wandere ich umher und suche mir den Punkt, den ich malen will. Einige Male in jedem Sommer lasse ich eS abbrechen und mit Leichtigkeit nach dem erwählten Orte schaffen. Im Herbste gebe ich es irgendwo zur Ausbewahrung und reise bann nach Italien. Den Winter verlebe ich entweder in einer Stadt dieses Landes, meist in Rom, ober ich kehre nach München zurück. Sie sehen," fügte er lächelnb hinzu, „ich führe ein wahres Nomadenleben." „O, wie mir das gefällt!" rief Marie auS, erschrak jedoch übet ihre voreilige Bemerkung und erröthete. „Wie intereffant muß es sein," fuhr sie bann schnell gefaßt fort, „bte Natur in ihren verschiedenartigsten Erscheinungen zu betrachten." Der alte Herr mahnte zum Aufbruch. Als er mit seiner Tochter das Häuschen verlassen hatte, füllte Landmann feine Umhängetasche mit verschiedenem Ge- päck. Dann überzeugte er sich, daß daS Feuer ausgebrannt fei, schloß sorgfältig Fensterläden und Thüre und trat mit seinen Reisebegleitern den Weg zum Ramaljoch an. In den nächsten Tagen bestiegen sie, von zwei Führern begleitet, die Wildspitze. Landmann benutzte die Gelegenheit, Herrn Sendel und seiner Tochter die Stelle zu zeigen, auf der im vorigen Sommer sein Häuschen gestanden, als er fein Bild gemalt hatte. Der Maler erzählte unterwegs mancherlei aus seinem Leben und schloß fich mehr und mehr an seine Begleiter an, die ebenfalls ein wachsendes Gefallen an ihm fanden. Er schien fein Häuschen ganz vergessen zu haben und begleitete die beiden auf ihrer ganzen Reise. Einige Tage bevor sie voneinander Abschied nehmen wollten, offenbarte Landmann der beglückten Mary, was er für sie fühle, seit er sie zum ersten Male gesehen. Sie willigte ein, ihm für daS Leben anzugehören und auch der Vater gab gern seine Zustimmung. „Aber, lieber Freund," fragte Herr Sendel, „wie werden Sie es denn künftig mit dem Häuschen halten, wenn Sie nicht mehr allein sind?" „Wenn Mary während des Sommers nicht irgendwo in meiner Nähe als Strohwittwe leben will," entgegnete der Maler lächelnd, indem er feiner Braut die Hand drückte, „fo müssen wir halt noch ein Häuschen daneben bauen." „Well!“ sagte Sendel, „und ich baue mir bann ein drittes dazu." Paris, 28. August. Dem Colonialminister ging keine Nachricht über die Niederlage, bei Timbuktu zu. Er hält die Mittheilung darüber für falsch. Loudon, 28. August. Reutermeldung aus Kairo. Großes Aufsehen erregt die Verhaftung des Präsidenten deS gesetzgebenden RatheS Ali Pascha und deS Generals a. D. Hassan Pascha. Die Verhafteten werden beschuldigt, sudanesische Sclaven angekauft zu haben. Ein dritter Pascha NamenS Sharawi ist geflüchtet. Glasgow, 28. August. In der Ortschaft Blantyre griffen ausständige Bergarbeiter Nacht- das Bergwerk BardykeS an. Mehrere hundert Personen sammelten sich an und warfen die Polizei mit Steinen. Berittene Constabler schritten ein und gebrauchten ihre Knüppel. Ein Mann wurde schwer verwundet. Buckingham, 28. August. Der Graf von Paris ist schwer erkrankt- die Nahrungsaufnahme ist erschwert. Haag, 28. August. Durch ein heute dem Colonialminister zugegangenes Telegramm werden die Niederlage und die großen Verluste der Exp edition gegen Lombok bestätigt. Zugleich wird mitgetheilt, daß die Expedition recon- struirt, in vier Tagen ein Bataillon Infanterie, sowie eine starke Abtheilung Artillerie nachgeschickt und die Schiffsmacht der Expedition verstärkt wird. Shaughai, 28. August: Reutermeldung. Vom Kriegsschauplätze fehlt Authentisches- es ctrcultren nur allerlei Gerüchte. Die chinesische Flotte kam am 24. dss. Mts. in Wei-Hat-Wei an, die japanische Flotte soll nördlich vom Meerbusen von Pitschili kreuzen. Auch sollen die Japaner eine große Streitmacht nördlich von Taku landen, um nach Peking zu marschiren. Die Japaner sollen ferner zwanzigtausend Mann am Jalufluffe gelandet haben, wo sie mit angeblich 28 Kriegsschiffen den Chinesen die Communication abzuschneiden versuchen. Depeschen bei Bureau .Herold'. SJctlfa, 28. August. Von angeblicher, dem Reichskanzler nahestehender Seite wird einem Berichterstatter mitgetheilt, Caprivi habe im vertraulichen Kreise geäußert, Miquel sei unter allen Umständen im Amte zu erhalten. Miquel s Arbeitskraft und Genialität seien im Interesse des Vaterlandes als unentbehrlich zu betrachten. Berlin, 28. August. Den „Berliner Neuesten Nachrichten" zufolge werden zur Zeit bei von auswärts nach Berlin zugezogenen Arbeitern amtltcherseits Erhebungen darüber angestellt, was dieselben veranlaßt hat, ihre Hetmath zu verlassen und nach Berlin zu ziehen. Ferner soll ermittelt werden, welchen Einfluß der Zuzug ländlicher Arbeitskräfte auf die Erwerbsverhältnisse der Berliner Arbeiterschaft ausübt. Berlin, 28. August. Die Zeitungsmittheilung, daß im Jahre 1893 11,000 Rekruten mehr eingestellt worden seien, als am 3. August 1893 bei Genehmigung des Gesetzes betr. die Friedenspräsenzstärke in Aussicht genommen waren, wird vom „Reichsanzetger" unter Angabe der Gründe bestätigt. Berlin, 28. August. Wie der „Localanzeiger" mittheilt, sind die in Danzig und Umgebung für Mitte September befohlenen Flottenmanöver wegen Choleragefahr nach Swinemünde verlegt worden. Berlin, 28. August. Der „Reichsanz." veröffentlicht eine Bekanntmachung des Staatscommissars für die Gesundheitspflege im Stromgebiet der Oder, wonach zur Verhinderung der Verschleppung der Cholera auf dem Wafferwege auf der Netze und Warthe vorläufig in Josefinen bei Nackel, in Netzdamm bei Weißenhöhe, in Czarnikan und in Landsberg a. W. eine ärztliche Ueber- wachung des Schifffahrts- und Flößereiverkehrs stattfindet. Berlin, 28. August. Die Fernsprechverbindung Berlin- Wien über Dresden soll bereits im November d. I. dem Verkehr übergeben werden. Die Gebühr für ein ein- faches Gespräch ist auf 1.50 Mk. festgesetzt worden. Cronberg, 28. August. Der V o r st a n d der im October in Frankfurt a. M. stattfindenden Ausstellung für Kochkunst, Volksernährung und Armeeverpflegung, bestehend aus den Herren W. Müller, Ehrenfels, Beerwetnproducent Fromm und F. Orlenbach, wurde heute Mittag auf Schloß Fried- rtchshof von der Kaiserin Friedrich in längerer Audienz empfangen. Die Kaiserin bekundete ganz besonderes Interesse für die vom Vorstand unter Mithülfe hervorragender Hhgietniker und Aerzte vorgesehene Ausstellung diätetischer Präparate und legte besonderen Werth darauf, daß durch diese Ausstellung auch in der Richtung der Säuglingsernährung lehr- retche Anregung gegeben werde, ebenso wie vor Allem auch auf dem Gebiete der Volksernährung Fortschritte recht anschaulich dargestellt werden sollten. Sehr erfreut äußerte sich die Kaiserin sodann über die von dem Vorstandsmitglied Fromm angeregten öffentlichen Kochhallen, da dadurch der Arbeiterfamilie ermöglicht werde, ihr Mittagessen gemeinschaftlich einzunehmen. Köln, 28. August. Wie der „Köln. Ztg." mitgetheilt wird, sollen am nächsten Sonnabend vor der Gewehr- Prüfungscommission in Spandau Schteßversuche gegen einen von dem Techniker Otto Wtlhelmi in Straßburg hergestellten Panzer gemacht werden, der angeblich nur wenig über 6 Kilogramm wiegt. Kola, 28. August. Die Generalversammlung des Volksvereins für das katholische Deutsch, land, welcher zur Zeit 170,000 Mitglieder zählt, tagte heute Vormittag um 9 Uhr. Abgeordneter Lieber, lebhaft begrüßt, hielt eine längere Rede, in der er die Bestrebungen der Soctaldemokratie geißelte und zu einer lebhaften Agita- tion gegen dieselbe aufforderte. Der größte Feind des Katholicismus sei die Soctaldemokratie, welche noch gefährlicher als der Anarchismus sei. Man dürfe die socialtstische Gefahr nicht unterschätzen, zu erreichen sei aber nur etwas, wenn die thatkräftigste Agitation entfaltet werde. In der zweiten geschlossenen Versammlung wurde ein Antrag, angenommen, wonach „auch in diesem Jahre von den Katholiken Deutschlands wiederum das unverjährbare Recht auf die Unabhänigkeit und territoriale Souveränetät des Apostolischen Stuhles ausgesprochen und die demselben unbestreitbar gebührende Weltstellung zurückgefordert wird". Mehrere diesen Antrag ergänzende Zusatzanträge wurden gleichfalls angenommen, ebenso der Antrag, die farblose Preffe zu bekämpfen und nicht in derselben zu inseriren und nur die ausgesprochen katholische Presse zu unterstützen. KönigShntte, 28. August. Der Sergeant Sigusch wurde vom Kriegsgericht wegen Soldateumißhandlung zu 2jähriger Festungshaft und Degradation verurtheilt. München, 28. August. Officiell wird mitgetheilt, daß die Büste des Prinzregenten in Partenkirchen zwar vom Sockel gehoben und zu Boden geworfen, aber nicht erheblich beschädigt wurde. Wien, 28. August. Bei einer manövrirenden Cavallerte- Abtheilung wurden gestern über 100 Mann vom Hitz- schlag getroffen, meist jedoch leicht. Die Hitze betrug über 30 Grad Reaumur im Schatten. Prag, 28. August. Die Ortschaft Plaß bei Pilsen steht mit sammt dem dem Fürsten Metternich gehörenden Schlöffe in Flammen. Der Schaden ist bedeutend. Rom, 28. August. Der Kriegsminister Mocenni hat seine Demission eingereicht. General Ricotti ist zum Nachfolger ausersehen. Paris, 28. August. Die Hinrichtung des Abbv Brunau, die auf heute angesetzt war, wurde auf telegraphische Verfügung des Präsidenten Casimir Perier im letzten Augenblick verschoben. Casimir Perier berief den Berthei- diger Bruneaus für morgen zu sich. Nach dem „Jntransigeant" soll der Aufschub auf Intervention des Papstes geschehen sein. Der Scharfrichter Deibler, der bereits in Laval anwesend war, wartet dort die Entscheidung ab. Die Bevölkerung Lavals ist furchtbar erregt. Sie fordert die sofortige Hinrichtung und schreit vor dem Gefängniß, so daß es Bruneau hören muß: „Die Guillotine ist da! Bruneau ä mort!" Paris, 28. August. In eingeweihten Kreisen spricht man davon, daß officielle Schritte unternommen werden, um die Verhandlungen behufs Abschlusses eines Handels- Vertrages zwischen Frankreich und der Schweiz wieder aufzunehmen. Paris, 28. August. Die hiesige Polizeibehörde fahndet auf das Eifrigste nach den Urhebern der an den Präsidenten Casimir Perier fast täglich einlaufenden Drohbriefe. Paris, 28. August. Der „Figaro" dementirt in einer Reihe von Artikeln die über Don Carlos und dessen Gesuch um die Erlaubniß, in Paris weilen zu dürfen, verbreiteten Gerüchte. Dem genannten Blatte zufolge soll ebenfalls nichts Wahres an der Meldung sein, daß Don Carlos bei dem Prinzen von Rohan habe absteigen wollen- andererseits stellt jedoch eine Note fest, daß Don Carlos sich nicht selbst um diese Erlaubniß bemüht habe, sondern daß drei Personen in seinem Namen gehandelt und eine diesbezügliche Schrift an den Ministerpräsidenten gerichtet haben. Paris, 28. August. Der „Gaulois" theilt mit, der Exkönig von Dahomey, Behanztn, sei zum Christenthum übergetreten. Paris, 28. August. Nach einem Telegramm des „Journal des Dsbats" von Senegal ist dort das Gerücht verbreitet, daß bei Timbuktu zwei französische Compagnien niedergemetzelt worden seien. Marseille, 28. August. Vor dem Militär - Casino in Montaubau wurde von einem Ausländer eine Bombe geworfen. Die Explosion rief nur geringen Schaden an dem Gebäude hervor. Der Thäter wurde sofort festgenommen. Marseille, 28. August. Zahlreiche Cholerafälle werden angemeldet, doch wird das Auftreten von wirklicher Cholera asiatica in Abrede gestellt. Am Sonntag und Montag starben zusammen 105 Menschen angeblich an Cholera. Petersburg, 28. August. Prof. Saccharin wurde zum Medicinalchef des kaiserlichen Hofes ernannt. Er siedelt ganz von Moskau nach Petersburg über. Krakau, 28. August. Es verlautet, daß die Manöver in Smolensk deshalb abbestellt seien, weil im letzten Moment ein Attentat gegen den Czaren entdeckt wurde. An dem Complott sollen auch Beamte der Orlow-Witebsker Bahn betheiligt gewesen sein. Der Czar soll bei der Meldung von der Verschwörung erregt gewesen und infolgedessen eine Verschlechterung in seinem Befinden eingetreteN fein. Coe«!»» ttttb provinzielle» Gieße«, den 29. August 1894. ** Oeffeutliche Anerkennung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Ofensetzer Karl Kienzle in Darmstadt in Anerkennung des von demselben bei der Rettung des Maurergehtlfen Hermann Unditt vom Tode des Ertrinkens bewiesenen besonnenen und muthvollen Verhaltens eine Geldprämie zu verleihen geruht. ’* Da8 Deficit des Feuerwehrfestes dürfte sich nach den bisher angestellten Ermittelungen auf ungefähr 2500 Mark ermäßigen. Es stehen zwar noch Rechnungen aus, indeß wird auch die bevorstehende Versteigerung von Bau- u. s. w. Material noch einen erheblichen Betrag ergeben. *• Schwurgericht. Zum Vorsitzenden der am 25. September beginnenden Schwurgerichtsfitzungen am hiesigen Landgericht wurde Herr Landgerichtsrath Müller bestimmt. ** Der deutsche Verein für öffentliche Gesundheitspflege wird seine 19. Versammlung vom 19. bis 22. September in Magdeburg abhalten. U. A. werden über die Maßregeln zur Bekämpfung der Cholera Geheimerath Dr. v. Kerschensteiner-München und Professor Dr. Gaffky- Gießen sprechen. ** Ei« junger Manu machte gestern die Anzeige, daß ihm in verflossener Nacht am hiesigen Bahnhof im Wartesaal 3. Klaffe, während er eingeschlafen gewesen, seine Taschenuhr aus der Tasche entwendet worden sei. Die nach dem Dieb angestellten Ermittelungen ergaben, daß seine eigene Mutter ihm die Uhr abgenommen hatte. * * Vom Manöver. Der gestrigen Uebung des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm bei Dudenhofen wohnte Se. Kgl. Hoheit der Großherzog bei. * * DaS 81. Infanterie - Regiment (Frankfurt a. M.) passirte heute Vormittag in zwei Sonderzügen die hiesige Station. Das Regiment bezieht in der Umgebung von Marburg Quartier. * * Zum Vorsitzenden des tzesfischen Pfarrvereius wurde auf der von ca. 80 Mitgliedern besuchten Generalversammlung in Frankfurt Herr Pfarrer Schuster in Glauberg gewählt. * * 3u Amerika verstorbene Heffeu. New-City, N. Y. Frau Caroline Baer, 61 Jahre alt, aus Steinbockenheim. Baltimore, Md. Heinrich Römer, 54 Jahre alt, aus Grünberg. Frau Keller, 60 Jahre alt, aus Nieder-Ohmeu. Clark County, O. John Kropp, 66 Jahre alt, aus Winterkasten. Toledo, O. Philipp Best, 68 Jahre alt, aus Worfelden. „** Hebet die bisher vorliegenden Ergebnisse der Java- liditatS- und Altersversicherung werden folgende officiellen Zahlen mitgetheilt: Es kommen gegenwärtig bereits rund 80 000 Jnvaliditäts - Renten auf 225 000 Altersrenten. Weit mehr als ein Viertel aller auf Grund des Gesetzes vom 22. Juni 1889 bewilligten Renten entfallen also bereits auf die JnvaliditätSversicherung. Dazu kommt, daß der Zeitpunkt, an dem die Wartezeit für die Jnvlidenrente abgelaufen ist, nicht mehr fern ist. Die Wartezeit ist auf 5 Bettragsjahre festgesetzt. Da ein Beitragsjahr sich aus 47 Bettragswochen zusammensetzt, die fünfjährige Wartezeit demnach aus 535 Kalenderwochen besteht, so würde nicht mehr ein Jahr verfließen müssen, damit die UebergangS- bestimmungen über den Bezug der.Jnvalidenrente den dauernd gütigen Vorschriften weichen. Von der Mitte des nächsten Jahres ab aber wird sich die Zahl der Invalidenrenten stark vermehren, da ;bcmn die Forderung der Beibringung von Zeugnissen über die Beschäftigung vor dem 1. Januar 1891, dem Jnkrafttretungstermin des Gesetzes, weggefällt. Die Zahl der größeren Invalidenrenten könnte also bald die der kleinen Altersrenten übersteigen. * * Der Deutsche Anwaltstag ist aus den 11. und 12. September d. I. nach Stuttgart einberufen. Auf der Tagesordnung steht u. A. der Antrag des Vorstandes, betreffend beschleunigte Fertigstellung des bürgerlichen Gesetzbuches. Berichterstatter: Justizrath Re atz in Gießen. * * Die Petroleumlampe, die nun bald wieder mehr in Gebrauch kommt und die den Sommer über außer Dienst gestellt war, ist, es muß alle Jahre wiederholt werden, vor der Benutzung gründlich zu reinigen. Insbesondere sind die alten Oelreste aus dem Ballon zu entfernen und dieser, sowie der Brenner sorgfältig zu säubern. Wird das alte Oel im Ballon gelassen, so setzt man sich sehr leicht der Gefahr einer Explosion aus. Daher ist Vorsicht wohl am Platze. Lauterbach, 28. August. Das diesjährige Hainigfest wurde am vorigen Sonntag in altgewohnter Weise gefeiert. Turn- und Kriegerverein marschirten mit Musik nach dem Festplatz und die übrigen Festtheilnehmer folgten, durch da« prachtvolle Wetter angezogen, in großer Anzahl nach. Das Fest war von allen Gesellschaftsklassen besucht und verlief in bester Weise- jedermann hatte gefunden, was er gesucht, innig schöne Stunden in freier Natur. Vielleicht findet der Höhenclub für seinen längst projectirten Ausflug ins Hainig auch noch einen schönen Sonntag. Dertnifd^es» • * Frankfurt a. M., 28. August. Ein 21 jähriges Mädchen hat die wahnsinnige Unsitte des allzu festen Schnürens mit dem Tode büßen müffen. Sie nahm fröhlich an dem Tanze beim Schützenbrunnen-Volksfest Theil, wurde gegen Mitternacht von Unwohlsein befallen, mußte heimgeführt werden und war zwei Stunden später eine Leiche. * Höchst a. M., 28. August. Der Verbandstag des Süddeutschen Unterverbandes für Vereinfachte Stenographie fand am 26. d. M. unter zahlreicher Betheiligung dahier statt. Schon am Samstag hatte sich eine ansehnliche Anzahl Vertreter der süddeutschen Vereine zur Vorberathung zusammengefunden. — Die eigentliche Versammlung fand am Sonntag, von 91/, Uhr ab, im Local der „Sonne" statt. Nach Erledigung des geschäftlichen Theils um 11 Uhr nahm der Systembegründer, Herr Schrey-Berlin, das Wort zu dem Vortrag über das Thema:. „Welche Arforderungen müssen heute, namentlich von der Schule, an die Stenographie gestellt werden?" Der durchaus sachliche Vortrag wurde durch lebhaften Beifall belohnt. Nach dem Vortrag wurde ein Wettschreiben in fünf Abteilungen — bis zu 200 Silben Schnelligkeit in der Minute — abgehalten. — Der Nachmittag vereinigte die zahlreichen Festtheilnehmer zu einem Ausflug nach Soden im Taunus. * Berlin, 28. August. Seine Majestät der Kaiser ließ dem hiesigen Schuhmachermeifter Prenzler zu deffen 100. Geburtstag eine Porzellantafel mit dem Porträt des Kaisers und 300 Mk. überreichen. Dieser Gnadenbeweis entspringt der eigensten Entschließung deS Kaisers, welcher Mittheilungen über die bevorstehende Feier in den Zeitungen gelesen hatte. — Vom Königlichen Ministerium des Innern sind dem Schuhmachermeister Prenzler 100 Mk. als Geburtstagsgeschenk übersandt worden. * Baden-Baden, 27. August. An dem Badener Handicap- Steeple-Chase wird zum ersten Male feit 1869 ein activer "‘“mS ilr * «‘Ä "' ei8«e ®utt^ ?'bu»8 b« t., Dab*fe0 »*"< fe,v> ^«tnttetaä mm, >®’*« W«HL "d'Cith, N. N )4 w alt, m Jahre alt, Qu8 $1 68 Iah« alt, =lWbn M wlfttnbt o^Mm aEg bereits rund OOO Altersrenten. End des Gesetzes ntfallrn also bereits 1 komm, dag der e Jnvlidenrente ab. e Wartezeit ist auf kragS/ahr fty aus Ohche Wartezeit -> iv mürbe «ich it bk MerMgS» itoxintt den dauernd Mitte des nächsten der Invalidenrenten ig der Beibringung >ml. Januar 1891, 1 weggefallt. Die e also bald die der aus den 11. und Musen. Aus der )eS Vorstandes, bk- bürgerlichen Geleß- K In @ltfcn. ili wieber wehr in über nutzer Dienst itMt XBtxbto, X)OX nöbesoudere sind die en und diesn, sowie irb das alte Oel im 1 leicht der Gesahr )t wohl am Platze. esjährige Hainigfest Mr Weise gefeiert. iit Musik nach dem r folgten, durch da« Anzahl nach. Das .sucht und verlief in was er gesucht, Vielleicht sindet der Ausstug ins fcoinifl Tin 2M'gt« *» all‘“ .ftfien. Tie nahm m'n,8,yi2 iein befallen, mußte '„später eineLeM Zerbandstag des infachtk Ä-SS LorberathMg Sh- Bortr°9 Alben zu M il«n-" „ einem heilnehioer i .„tzaifer * "2-°^ D*®,. Ww> »<’ Äa ngtit«"«1“ französischer Offizier theilnehmen und sich mit den deutschen Steeplern messen. * Paris, 27. August. Der Präsident einer heute vor dem Zuchtpolizeigericht geführten Verhandlung entging mit genauer Noth einer Verletzung. Der Angeklagte, ein Landstreicher, schleuderte ihm nämlich einen seiner eisenbeschlagenen Schuhe gegen den Kopf, traf jedoch glücklicherweise nicht. Der Manu wurde wegen dieser That sofort zu zwei Jahren Gefängniß verurtheilt. * «ogeatsurMarue, 27. August. Zwei Radfahrer veranstalteten gestern am Marneufer ein Wettsahren. Durch einen unglücklichen Zufall geriethen die Räder ineinander und beide Männer stürzten in den Fluß. Rettungsversuche blieben erfolglos. T«ch u«d »uxtnstoffe a Mk. 1.75 Pfff. per Meter. EheviolS und MettonS a „ 1.95 „ ,, „ nabelfertig ca. 140 cm. breit, versendet dtrect und franco Oettinger & Co., Fankiurt a. M., Fabrik-D6put. Modernste Muster berettwilligst franco- 6395 Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Sieben: 34. Woche. Vom 19. August bis 25. August 1894. Einwohnerzahl: angenommen zu 22100 (fad. 1600 Mann Militär). SterbltchkeitSztffer: 21,18°/« bezw. 14,11, nach.AuSschl. der'OrtSfrembm. ES starben an: Zusaunvm: Erwachsene: im vom Dtphtheritts 1. Lebensjahr: 2.-15. Jahr: 2 (2) — 1 (1) 1 (1) Herzkrankheit 1 1 Darmcatarrh Sonstige benannte 3 (1) — 3 (1) — Krankheit« 2 — 1 1 Selbstmord 1 1 Summa: 9 (3) 2 5 (2) 2 (1) . Anm. Die in Klammern gesetztm Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffmden Kraukhett auf von auSwärtS nach Gießen gebrachte Kranke kommm. 2 erzielt man nur, wenn die Annoncen zweck« ly 1* T fl I mäßig abgefaßt und typographisch ange, f GD messen ausgestattet sind, ferner die richtige, Wahl der geeigneten Zeitungen ge- flnrin Um dies zu erreichen, wende UUVUJ ^UIIUIlUllman sich an die Annoncen-Expedition Rudolf Mosse, Frankfurt a.M., und Mannheim; von dieser Firma Barometerstand. S. «1 S Thermometer: min. 4- 7° R., max. 4- 11° R. Hygrometer: Schön und ttocken. Lahn-Temperatur zwischen 11—12 Vorm.: 4- 15Vi° R.(ßuft: +16° R-) Anmerkung: Die punktirte Linie bei der Barometerscala gibt den Stand de- vorhergehenden Tage- an. 'V & 9 I Wittcruttg$misfid?tctt am 29. August Morgen« 8 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage). » «3 3- a § 2. . ? Z fr | werden die zur Erzielung eines Erfolges erforderlichen Auskünfte kosten frei ertheilt. sowie Jnseraten-Entwürfe zur Ansicht geliefert. Berechnet werden lediglich die Original-Zellenpreise der Zeitungen unter Bewilli, gung höchster Rabatte bei größeren Aufträgen, so daß durch Benutzung dieses Institutes neben den sonstigen großen Vorthellen eine Ersparnis an Jnserationskosten erreicht wird. 674g Vertreter am hiesigen Platz: Heinrich Wallach, Kaufmann Brückenbau. Die zum Neubau einer gewölbten Brücke über die Lahn k»ei Dutenhofen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, nämlich: 1. Zimmerarbeiten A. Die Spundwände zu JL 2761,00 B. Das Lehrgerüst „ „ 1110,00 5U 3871,00 n. Maurerarbeiten „ „ 6392,41 III. Maurermaterialien „ „ 7287,50 IV. Steinhauerarbeiten „ „ 9970,00 V. Herstellung der Wegerampen „ „ 7197,10 VI. Geländer (Schmiedeeisen) „ „ 1850,00 follen öffentlich vergeben werden. Angebote sind mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Lamstag, den 1. September, Mittags Uhr, einzureichen. Anschlag, Zeichnungen und Bedingungen liegen vorher zur Einsicht auf. Die Ertheilung des Zuschlages bleibt vorbehalten. Wetzlar, 23. August 1894. 7038 _____________________Der Kreisbaumeister: W. Witte. ErtSkrankenkasfe Gießen. Die auf Donnerstag den 30. August anberaumte Generalversammlung -fällt aus und findet nunmehr Freitag den 7. September, Abends S |2 Uhr, in der Restauration Meyer (Postkeller) statt. Tagesordnung: Verlängerung des Beschlusses vom 19. August 1893, betr. Abänderung des § 22 der Statuten. 7008 Der Vorstand. NB. Nur die Vertreter sind berechtigt, an der Versammlung Theil zu nehmen. Verdingung von Arbeiten. Zur Erbauung eines Pferdestalles mit Remise für den Verwaltungsdirector der neuen Kliniken sollen die Erd- und Maurer-, Zimmer-, Dachdecker-, Schreiner-, und Weißbinderarbeiten öffentlich vergeben werden. Die Angebotunterlagen liegen vom 29. d. MtS. bis zum 5. September d. I. im AmtSlocal unterzeichneter Stelle offen. Die Offertformulare werden ebendaselbst gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben. Eröffnung der Angebote: Donnerstag den 6. September, Vormittags 11. Uhr. Zuschlagsfrist: 4 Tage. Gießen, den 24. August 1894. Großh. Kreisbauamt Gießen. __________Renting.______7002 Versteigerung. Samstag den 1. September, Bor- mittags 10'/, Uhr, wird auf Oswalds- garten eine Parthte guter Dachpappe gegen Baarzahlung versteigert. Dieselbe wird auch schon jetzt abgegeben. 7087 Emil Noll, Dachdeckermeister. Ieikgeöotenes. Triumps- klappstühle, Verandamöbel, Schloßgasse 16. Roll- Schutz- Wände 5302 Brück, Gothaer Cervelatwurst in frischer, feinster Qualität, empfiehlt 7011] Emil Fischbach. Mainzer Ausstellungs- Lotterie des 13. Deutschen Weinbau- Congresses. _ Ziehung unwiderruflich am 8. September d. Js. Loose ä 50 Pig. In Gießen: A. Gretscher und H. Wallach, sowie bet der General'Agentnr: J. B. 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Heute Morgen l12 Uhr verschied sanft nach längerem Leiden unsere liebe Tochter und Schwester Wermischte Anzetgei!. I Tüchtige Weihbinder y a für die Cementputzarbeiten an dem Hochbehälter bet Annerod sofort gesucht. 7072] Win«. -----Weißweine:----- Kaiserstühler, angenehmer Tischwein .... 45 viarkgräster, feiner Tafelwein.......60 Ertenouer, do. süß und kräftig......60 Lurbacher, do. bouquetreich....... 80 -----Slothweiue: ----- Kaiserstühler, mild und angenehm...... Akller, Ersatz für Neine Bordeaux ...... Affenthaler, desgleichen, gerbstoffreich..... Pneumatik - Sanitäts - Summte r« Fabrikpreisen stets ans Lager. 65 5 Lonig Wittich II., Sattler, Neustadt 6* Ich habe meinen Laden per September anderweit vermiethet und bin daher gezwungen, mein Lager vollständig bis dahin zu räumen. Meine schon früher billigen Preise sind in Folge dessen noch bedeutend hernntergesetzt. Mein Lager besteht aus: Herren- u. Knaben-Anzügen, einzelnen Röcken, Hosen und Westen, Arbeiterkleidern aller Art. 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September mit der Bitte um Gaben für die Invaliden und die Hinterbliebenen gefallener Soldaten des Krieges 1870/71. Ueberall, wo man an jenem Tag in Gotteshäusern oder bei sonstigen Vereinigungen dieses Fest feiert und sich dessen erinnert, was vor vierundzwanzig Jahren geschah, möge man auch jener Opfer des Krieges dankend gedenken und durch Gaben je nach Vermögen dazu beitragen, daß ihr Loos auch weiterhin verbessert werde. Wir bitten insbesondere, wie früher, die evangelischen Pfarrämter und Kirchenvorstände, gemäß der ihnen von Großherzoglichem Ober-Consistorium ertheilten Erlaubniß, bei den betr. Festgottesdiensten Collecten für jenen Zweck zu erheben. Unsere Zweigvereiue ersuchen wir. wie seither möglichst für die Verbreitung dieser Ansprache und Durchführung unserer Idee zu wirken, insbesondere an geeigneten Orten Sammelbüchsen aufzuftellen. Alle, welche uns demnächst die Erträgnisse von Sammlungen zu übermitteln haben, bitten wir, dieselben durch Posteinzahlung an unseren Schatzmeister, Herrn Regierungs-Rath Hechler dahier, einzusenden. Darmstadt, den 9. August 1894. Um Gotteswillen, Mann! was rauchst Du denn da wieder für ein fürchterliches Kraut? Mannr Fürchterliches Kraut ist's allerdings, aber das Ding kostet doch 12 Pfg. und dafür sollte man auch etwas Gutes verlangen können. tyeatit Aber, Mann! Weißt Du denn nicht, daß Du für weniger Geld nicht nur etwas Gutes, sondern sogar die beste Cigarre überhaupt bekommen kannst ? Warum rauchst Du nicht die Marke 44 iu der Hülse? Hülse) Diese Cigarre ist bester wie jede andere, weil sie als aus» schließliche Specialitüt hergestellt wird, weil sie aus edelsten Tabake« besteht, weil sie in Bezug auf Brand und feinstes Aroma die beste Havanna-Cigarre übertrifft und weil sie endlich auf den Organismus nicht störend einwirkt. Dein GsMSbericht m E. Wawarsclüeben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 29. August 1894. Schlußcourse 1 Uhr 15 Min. _________________________________________i 7052) Ein ordentliche- braves Dienst» sefncht. Wolf- Mädchen mit guten Zeugnissen gesucht, stratze 9. Aus- Chr. Reinbardt, Frankfurterstr. 3". kunst in der Wirthschaft.__[7033 7045] Ein MSdDen empfiehlt sich im 7085] Tüchtigen Sutsibe r sucht Kletdermachen in u außer dem Haus. Näh. ’jsriitje ab Lahr, pro Liter in Leibgebinde; für */« Ltr. Fl. incL Verpackung die 3 Preislagen rechts. Garatttie für reiu« Traubentvriur. Keör. Schlager, Lahr i. M. Prämiirt auf sämmtUcheo deschicktcu Ausstellungen. Patentkellerei seit 1876. Offerten hierdurch, da wir nicht «iseu laffen: 7077J Auf 1. Hypoldek sind auszuletven 4000 Mk. Briefmarken 1 4043] Ostanlage 15 ist der 2. Stock, 6 Zimmer u. Zubehör, mit Gartenanthcil. zu vermietben. Näheres daselbst und bei _______LouiS Hellwold, Steinstraße. 70791 Ostanlage 9. 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Laurahütte-Act. 124.80 Kohlen Für die herzliche Theiluahme bei unserem schweren Verluste sagen innigsten Dank 7089 Familie Strudel und Busch. Siebaction: I. V.: Hermann Elle. Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Cbr. Pietsche in Gießen.