Nr 123 Erstes Blatt Mittwoch den 30 Mai 1894 D eGesellenprüft leite vier N von demselben ule mit flWl •** Mw MlM °bzu. 2ßeMMe«aus° 'isters an ertigen muM. rechenden Mengen M und zugleich wurde Teseürnbriese verbunden- i in Aeiderschlanl, em Vildhauerarbeii), em 9 v L AtlaS von Andre, *enn ,itt ziveitouli-lcr *Är: W* W°K * r Vereine :»leree't? wt' 91*' £»** saU'.rt getroffen, Stationsbeamten bedient werden. Es wird hierdurch die Bedienung der Siqualapparate in eine Hand gelegt und die Gefahr einer Störung deS Fahrdienstes und die Möglichkeit ton UaglückSfällen möglichst verringert, zumal die neuen Signalapparale unter ständiger Controlle des Beamtenper onalS stehen. A Bom Rhein, 28. Mai. Seit SamStag ist der Rhein bedeutend, nahezu 1'/^ Meter, gestiegen. Vom Oberrhein »trd weiteres Steigen gemeldet. rermtfehtei. • Frankfurt a. M., 28. Mai. Die Fahrradfabnk Kleyer halte den Ausständtschen am Samstag die Erklärung abgegeben, wer bis heute nicht einrrete, würde überhaupt nicht wieder eingestellt werden. ES haben sich ca. 20 Mann daraufhin wieder zur Arbeit eingefunden. Die andern — ca. 100 — sind endgiltig auSgesperrt. Die Fabrik hat ihre Arbetterzahl complett und erklärt, sich auf weitere Unterhandlungen nicht mehr einzulasien. * Mannheim, 28. Mai. An mehreren Stellen des Oden waldeS sind gestern starke Schneefälle einge'.reten. * Köln, 26. Mai. Heute Mittag 12 Uhr besichtigte der Eisenbahnminister unter Führung der Bauleiter dte gesummten BahnhofSanlagen, womit die officielle Eröffnung des CentralbahnhoseS erfolgt ist. Die BahnhofS- aalagen fintr festlich geschmückt. In der kommenden Nacht geht der große Umzug vor sich, morgen früh wird der Hauptbahnhof dem Verkehr übergeben. *'Würzburg, 27. Mat. Der Biehtreiber Stefan Koch von Eibelstadt erstach den Viehtreiber Johann Kunz von Bern nach kurzem Wortwechsel in der Michael Wolz'schen Wirthschaft. Der Thäter wurde verhaftet. * Berlin, 28. Mai. Der Einsturz deS Hauses in der Kochstraße, bei dem von 26 gerade beschäftigten Arbeitern drei getödtet und drei verwundet worden sind, ist dadurch entstanden, daß man auf ein alteS Vorderhaus ein viertes Stockwerk aufsetzte und gleichzeitig unten Läden auS- brach. Ein Theil des neuen Stockwerkes war bereits aufgeführt, als plötzlich heute Vormittag die Wandung im dritten Stocke der linken HauSseite zusammenbrach. Die Decken waren nicht im Stande, die Wucht der stürzenden Maffen auszuhalten und alle drei brachen durch und Steine, Balken, Bretter, Mörtel stürzten mit einem furchtbaren Knall in das Erdgeschoß. Die ganze Straße war durch dicke Staubwolken in Finsterniß gehüllt und die erschreckt zusammenlaufenden Anwohner glaubten zunächst an eine Explosion. Als sich der Staub nach etwa zehn Mtnuten verzogen hatte, kon»:e man erst den Unfall in seinem ganzen Umfange übersehen. Die neu aufgeführte Rückwand des Vorderhauses, die eine Verbindung zum Seitenflügel herstellt, war eingestürzt, roett das darunter befindliche alte Mauerwerk den Aufbau nicht tragen konnte. Im Sturze wurde altes Mauerwerk, das ohnehin augenscheinlich morsch war, mitgeriffen, und das ganze Innere bildete einen Trümmerhaufen. Mit den Trümmern stürzten sechs Arbeiter herab. Dte sofort Herbetgeeilte Feuerwehr machte unter Leitung des BranddirectorS GierSberg sich an die Rettung der verunglückten Arbeiter. Drei der verschütteten Leute konnten verhältnißmäßig schnell auS den Trümmern hervorgeholt werden. Der Maurer Spielberg und der Arbeiter Strohwald hatten Verletzungen an den Beinen erlitten, dem Arbeiter Kreklow war die Schulter verrenkt und der Kopf verletzt. Ein Vierter, der Maurer Friedrich Sautz, war bereits tobt, als er um halb 11 Uhr herausgeschafft werden konnte. Der Kopf war ihm vollkommen zertrümmert. Die weiteren RettungSarbeiten wurden durch die morsche Beschaffenheit deS Baue» sehr erschwert. Die Feuerwehr mußte mit großer Vorsicht zu Werke gehen, da schon um IO1/« Uhr ein kleiner Nachsturz erfolgte. Erst um 3 Uhr gelang eS, die noch verschütteten beiden Arbeiter aufzufinden. Sie waren bereit- tobt. Die Feuerwehr be trachtete nunmehr ihre Aufgabe für gelost und rückte ab. * Danzig, 25. Mai. In der Gesang en en an st alt Neu garten überfiel ein zu fünf Jahren Gefängniß Der« urtheilter, berüchtigter Messerheld mit gezogenem Messer den AnftaltSarzt und Aussetzer. Letzterer versetzte ihm mit dem Seitengewehr einen Schlag über den Kopf, infolge deffen der Gefangene sofort verschied. * Charleroi, 27. Mai. Durch eine Explosion schlagender Wetter sind heute Vormittag in Schacht IV bei AnderlueS sechs Bergleute getödtet und vier verletzt worden. * Mailand, 26. Mai. Das wochenlange Reg en »etter schädigt schwer die Landwirthschaft. Der Po und seine Neben- flüffe sind in Piemont auS den Ufern getreten; eine große Überschwemmung steht auch im untern Lause des Po bevor. Das Regenwetter hält an. ♦ Der Dowe'sche Panzer ist in London in Gegenwart deS Herzogs von Cambridge und hoher Offiziere auf seine Leistungsfähigkeit hin probirt und hat sich an der Themse geradeso widerstandSsähig gegen Kugeln gezeigt, wie an der Spree. Trotzdem besteht aber daS Urtheil der deutschen Militärautoritäten fort, daß der Panzer practisch verwerthbar für den Soldaten nicht sei.____________________________________ CUerahir und Kunst. — Nicht nur die vornehmsten Pariser, Berliner, Londoner und Wiener Modelle finden sich in reizvollen Grupptrungen in der Modenzeitung allergrößten Umfanges, in der ,® rt>6tn Moden- weit", wieder, sondern auch das gediegene Mttlelsach, Gegenstände, deren Selbstamertigung vermittelst des beigegebenen großen doppelseitigen SchnittmusterbogenS mühelos ermöglicht wird, sind in geschmackvollen Neuheiten reichlich vertreten. Daß alte Damen sowohl als jüngere und ganz junge und Kinder aller Altersstufen in den vielseitigen Darstellungen Passendes ft iben werden, ist ein Vorzug des geschickt geleiteten Blattes, das, durch reizende H-ndarbftten- originale vervollständigt, bei allen Buchhandlungen und Postanstaltm für nur 1 Mark vierteljährlich unter Nachlieferung der bereits erschienenen Quartalsnummern zu beziehen ist. Man verlange aber ausdrücklich die „Große Modenwelt" mit bunter Fächervignette zu 1 Mark vierteljährlich._________________________________________________ Verkehr, Land- und Volkswirthschast. , 29. Mai. Marktbericht. An» dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,80— 0,95, Hübnereicr 1 Stück 5 A, 2 Stück 10-11 A, Käse pr. 6t. 5—8 4, Käsematte pr. SL 8 H, Erbsen pr. Liter 17 H, Linsen pr. Liter 28 A. tauben pr Paar X 0,85—1,10, Hühner pr. Stück -v 1,20 -1 40, Halmer pr. 6t X 1,50-2,00, Enten pr. St- X 1.80 bis 2,20, Ochfevfleifch pr. Pfd 70-74 Kuh- u. Rindfleisch pr. Pfd. 60-64 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 60-70 A, ."kal^fleisch pr. Pfd. 60—66 A, Hammel, fleisch pr. Pfd. 56—68 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 3,50-4,50 X, Bdtfraut pr Stück--3, RnHebtln pr. Oathrrr 8,00-9.00 X. Milch p-. Stt" 16 20 X. Enteneier 2 St- 11 A. «Wetter 10 A. Kirschen pr. Pfd- 30 4- Eingesandt. Gieße«, 28. Mai 1894. Am 26. Mat d. I feierte die Ges'll'chaft .Eoneordia" ihr 30jährigeS Stiftungsfest in SltinS Saaltau. Befondeiß waren c4 die zahlreichen Gäste, dauptlächlich Vorstände eingeladener Vereine, welche zur Verherrlichung bei schönen Feste» beitrug«n. "Nachdem einige Lieder sowie komische Sachen vorgetragen waren, kämm die lebenden Bilder, welche in 4 Gruppen dargestellt wurden und zwar 1. Die Gründung dcS Vereins, 2. Die eiste Singstunde, 3. DaS 25jährige Stiftungsfest, 4 Da» 30jährige StiilungSsest. Dem Verein wurde eine prachtvolle goldgestickte Schleife, sowie ein kunstvoll gearbeiteter Pocal, von den Frauen detz Vereins gestiftet, überreicht. Ein Mitglied, welchls bereits 25 Jahre der Gesellschaft an gehört, wurde zum Ehrenmitglied ernannt. In vielen Reden wurde den Gründern deS Vereins, sowie den Damen und dem neuernannten Edrenmitgliede ein dreifaches Hoch auSgcbracht. Wenn man zurückblickt aut die Zeit, in welcher der Verein vor 30 Jahren gegründet wurde, so ist etz doch deute ein sichere« Zeichen, daß das Bestreben desselben immer ein edleS und nützliches war. Möge der Verein auch ferner bin blühen und wachten und noch viele Iahte in solcher Einigkeit Stiftungsfeste fei.rn. Den Schluß deS Feste« bildete der Tanz, welcher biS zum Hellen Morgen dauerte. Ehcviols und Velours ä Mk. 1.95 Pfg. per Meter versenden jede beliebige Meter zahl an Jedermann Erstes Deutsches Tuchversandtgeschäft Oettinger Ä Co., Frankfurt a. M., Fabrlk-Depdt Muster umgeh nd franco. [936 ___ Apotheker A. Flügges ___ rss Myrrhen- Creme — Deutsches Reichepatent No. 63 692. Bon 1200 dtulschtn Proskgotcn uns Hrrjttn fltprflft u.rmpsohlrn. 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Rübfamen'sche Badeanstalt. Bekanntmachung. Bekanntmachung. Die diesjährige Grasnutzung von den Schneisen und Blösen des Gießener Stadtwaldcs soll Samstag dcu 2. Juni d. I., Bormittags 10*/2 Uhr, im Saale des alten Rathhauses versteigert werden. Gießen, 28. Mai 1894. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 4565 ^Bekanntmachung. Die Agabe von leinenen ic. Lumpen, altem Eisen und alten Geräthen soll Freitag den 8. Juni d. I., Mittags 12 Uhr, auf dem SubmifsionSwege vergeben werden. Offerten, mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum genannten Termine einzureichen. Bedingungen liegen auf dem Verwaltungsbureau Nachmittags von 3 bi« 5 Uhr offen. Die ZufchlagSfrist beträgt 10 Tage. Gießen, den 25. Mai 1894. Großh. VerwaltungS^Direction der chirurg.-ophthalm. Universitäts-Klinik. 4567 Bose. Vossius. Trockene Eichenbohlen Inb preiswürdig abzugeben bei 573) K. Jung IV., »leinLinben. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß an Stelle des am 26. d. Ms. in den Ruhestand getretenen Octroierhebers Christian Vix der bisherige Hülfsschutzmann Karl Walther zum prov. Octroi- erheber für das Neuenweger Thor ernannt und verpflichtet worden ist. Gießen, den 28. Mai 1894. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 4564_______Gnauth._________ DaS Brechen von 5000 cbm Basaltbruchsteinen, sowie die Herstellung von 5000 < bm Basaltfteinschlog aus dem der Eisenbahn-Berwaltung gehörenden Basalt- , steinbruche bei Affenheim soll am 11. Juni ' d. Js, Vormittags 10 Uhr, in dem Ge- 1 schästSzimmer der unterzeichneten Behörde vergeben werden. Angebotsformulare und Bedingungsunterlagen können daselbst während der Geschäftsstunden eingesehen, oder gegen porto- und bestellgeldfreie Einsendung von 75 Pfg. in baar, Briefmarken auSgeschlosten, unter Tragung der Au- stellungSkosten durch dte Poft bezogen werden. 4555 «öaigltche Eisenbahn-vau- Jnspection Marburg. Keikgebotenes. Gute Speisekartosseln ,u verkaufen. [4572] Leibgesterrerweg 9. Hllldspähnt. Bleichstrab/12^ ME Aeber lausend Westessbriefe aus Gelehrten-, Aerzte- und Privatkreisen, aus allen Ländern der Welt, liegen uns | vor, welche ähnlich beginnen wie folgender: „Seitdem ich Ihre poröse, leinene Haut- i .bekleidung trage, sind Erkältungen und der „lästige Schnupfen ganz ausgeblieben, mit „denen id? hübet so schwer zu kämpfen hatte. „Ebenso richtig ist auch Ihre Behaup ung: „Kühl im Sommer, warm im Winter. Ihre „Erfindung ist eine große hngieinische Er-: „rungenschast!" 4554 Wir senden unser illustrirtes Preisb^ch über Zellen- und Maschenstoff Unterjacken, Hemden, Beinkleider rc-, sowie Stoffp'vben und Zeugnisse gratis u. fre, jcdem, der sie verlangt. Patent-Flachs -Wirkerei Köln Schönherr &. Cie., Köln (Rhein), und die Niederlagen Gieße« r Hch. Rüdsamen und Otto Nathschlag. Bravvfelsr Emma ^int. ÄL SchiachthMS. Freibank. [4563 Heute und morgen: Ochfensieifch, nicht ladenrein, pr. Psd. 4« Pfg. Buchen- u. Tannen- 2174 Scheitholz empffehlt billigst die Hol,Handlung von K. Jung IV., mHn=8tn»m. mBV Amtlich untersucht. *WO (Gtränd). Zchinken bOö"l?‘ wurst 1.10 X, «ochmcttwurst (De- ltkateffe) 1 X, petf g. Nachn 4551 W. (Süttert in Solberg (Pommern). = WiederverkLuser gesucht. = 46691 «trca 20 «alter gute «8- karloffelu werd:n in jedem Quantum abgegeben- Neuenweg 28. Herrlichstes Blatt! Prächtige Blumen! Meine Blüthen-Begonien, gleich werthToll als Topf- wie als Freilandpflanze, in Grüsse der Blüthen- und Farbenpracht einzig. Hunderte Anerkennungsschreiben. Ein gut cultivirter Stock bringt von Juli bis October-November ca. 200 Blüthen. Die Pflanzen sterben im Winter ab, eine Knolle hinterlassend, welche noch viele Jahre prächtige Blüthen treibt. Starke Pflanzen Sämlinge) Blumen bis 13 cm Durchmesser leuchtendroth , blntroth , rosa, »charlach, äptelbl., orange, lache, weiss, dankeigelb, creme. 100 Stück Mk. 9.50, 25 Stück Mk. 2.50 nebst Anweisung empfiehlt E. Berger, Int. 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Ui des 1 hier z> feinen führen. »Itb ft Wallung die Gen gelegt, । bestim beiter selbst, mLnde foiaäj' von bf Elter Verbiet für die nöthigei Eltern, ohne N eS in d diesen I selben das er bedürfet unb iel 2.! Wx^ in den D' Handwi in wel Gewerb Sonnta, Gemein! anftal 1. Octo zu schli, ohne de Nc dieselbe borgeleg daß es i verschied« verschied, Bestand ähnlich । schulen Sinne | ^Sschuf] Centralst Justiz, i M das * seiner die der Majoritii' oder aber keit der < Auch Vereine h »ewandt E Sinn ^findlich Wbtn. 2** Altlay ^ule? ^kichSta» aber ihr foQte, da. Blit den ? "°ch nich^ Uicht nn äuge.