Nr. 24 1894 Dienstag den 30. Januar Der Gieße« er Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Dir Gießener W«mitte«5rL11er werden dem Anzeiger Wtchentlich dreimal b rigelegt. Gießener Anzeig er Kenerat-Anzeiger. Vierteljähriger A-a«vemeatrprei»» 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post btjofee 2 Mark 50 Pfg. Redaction, eptbtH* und Druckerei: Kch.lstraßeZlr.,. Fernsprecher 5L Anrts- und Anzeigeblutt für den Rveis Gieren. Annahme vo« Anzeige« zu der Nachmittag« für de, folgenden Tag erfcheinmden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. ■ ■— — - -...... Hratisöeitage: Hießener Aamitienbtätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Deutscher Reich. Berlin, 27. Januar. Der heutige Geburtstag des Kaisers wurde am frühen Morgen durch einen Choral eingcleitet, der von der Schloßkuppel herab ertönte. Gegen 8 Uhr marschirten die Spielleute der 2. Garde-Jnsanterie- brigade mit der Musik des 4. Garderegiments an der Wohnung des Kaisers vorbei durch Portal I des Schlosses, die Straße Unter den Linden entlang und wieder zurück, von einer großen Menschenmenge begleitet. Nachdem im Innern des Schlaffes die Geburtstagsfeier im engsten Familienkreise begonnen hatte, meldeten sich zur Gratulation der Oberhofmarschall Graf Eulenburg und andere Hofchargen. Während ttberall die Glocken zu läuten begannen, zogen die Soldaten regimentweise zum Gottesdienste im Lustgarten. Gegen 10 Uhr hatten sich die anwesenden Allerhöchsten und Höchsten Gäste im Pfeilersaal des Schlosses versammelt; die Generaladjutanten, Minister, Botschafter, Generalfeldmarschälle, die Häupter der fürstlichen Familien, der Reichskanzler, die Ritter res Schwarzen Adler - Ordens begaben sich bittet in die Kapelle zum Gottesdienst. Von den Herrschern der auswärtigen Mächte waren schriftliche und telegraphische Gratulationen eingegangen. Nach der Beglückwünschung wurde der Gottesdienst abgehalten- der Kaiser trug die große ge- Itickle Generalsuniform. Nach dem Gottesdienst begann im weißen Saale die GratulationScour, bei welcher der Kaiser dtm Reichskanzler herzlich die Hand bot. Während der Cour feuerte die Leibbatterie deS 1. Garde-Feldartillerieregiments •ben Königssalut von 101 Schuß ab. Nach der Cour begab sich der Kaiser mit seinen fürstlichsten Gästen zur großen Paroleausgabe nach dem Zeughause, am dem ganzen Wege von dem Publikum auf das Lebhafteste begrüßt. Hierzu war eine Compagnie des 2. Garderegiments zu Fuß mit Fahne, Spielleuten und der Regimentsmusik, dem Haupteingang des Zeughauses gegenüber im Paradeanzuge aufgestellt. Bei Annäherung des Kaisers präsentirte die Compagnie, die Musik spielte die Nationalhymne. Se. Majestät schritt die Front lder Compagnie ab und begab sich in das Zeughaus. Die Parole für Königsgeburtstag lautete: „Es lebe Se. Majestät der Kaiser und König!" Berlin, 28.Januar. Anläßlich des Geburtstages des Kaisers war die Stadt noch festlicher geschmückt als gestern. Alle Staats- und zahlreiche Privatgebäude waren beflaggt und mit Guirlanden geschmückt. In den Schaufenstern sah man vielfach Kaiserbüsten- vor dem Schloß erwartete ein zahlreiches Publikum die Auffahrt zur Gratulation. Die Illumination war wie alljährlich großartig. Das Wetter war das denkbar beste, ein richtiges Hohenzollernwetter. Berlin, 28. Januar. Unter dem herrlichen Zeichen der Wiederversöhnung zwischen dem Kaiser und dem Altreichskanzler ist diesmal der Geburtstag des Monarchen begangen worden. Kein Wunder, wenn daher das diesjährige Geburtsfest des Kaisers allenthalben in deutschen Landen mit besonderer Freudigkeit gefeiert worden ist, während es am Berliner Hofe selbst in sichtlich gehobener Stimmung aller Theilnehmer gefeiert wurde. In dem vorangegangenen Besuche des Fürsten Bismarck hat man wohl auch die Ursache davon zu erblicken, daß diesmal eine größere Anzahl auswärtiger Fürstlichkeiten als Gäste bei Kaisers Geburtstag am Berliner Hofe weilten, wie die Könige von Sachsen uud von Württemberg, der Großherzog von Heffen, der Herzog von Altenburg, der Erb- großherzog von Baden, Prinz Fr. August von Sachsen usw. Berlin, 28. Januar. Der Kaiser hat anläßlich seines Militärjubiläums u. A. eine Verfügung erlassen, durch welche bestimmte Erleichterungen des Jnfanteriegepäcks angeordnet werden. Berlin, 28. Januar. Hinsichtlich der öffentlichen Veranstaltungen am Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers hatte der Minister des Innern, Graf Eulenburg, unterm 23. Januar folgenden Erlaß an die Regierungs- Präsidenten gerichtet: „Se. Majestät der Kaiser und König wünschen, daß die an Allerhöchstihrem Geburtstage veranstalteten öffentlichen Lustbarkeiten und Musikaufführungen um 12 Uhr Nachts ihr Ende erreichen und nicht über die Mitternachtsstunde hinaus auf den Sonntag ausgedehnt werden." — Dem Fürsten Bismarck hatte auch die Berliner Studentenschaft eine Ovation zugedacht. Diese Kundgebung ist jedoch vereitelt worden, weil die Polizeibehörde die Anfangs zur Spalierbildung ertheilte Genehmigung nachträglich zurückgezogen har. Weiterhin war noch ein Fackelzug in Aussicht genommen, der aber unterbleiben mußte, weil Fürst Bismarck schon vorgestern Abend nach Friedrichsruh zurückzukehren beabsichtigte. Berlin, 28. Januar. DaS „Militär-Wochenblatt" bringt zu Ehren des 25jährigen Militärjubiläums deS Kaisers eine Darstellung der militärischen Laufbahn Allerhöchst- deffelben und hebt dabet die erfolgreiche Fürsorge des Kaisers für alle Waffengattungen hervor. Der Artikel schließt: „Eifern wir seinem Vorbilde nach! Gehören wir Soldaten ihm an, wie er sich uns bet seiner Thronbesteigung zugesagt hat: So gehören wir zusammen, ich und die Armee, so find wir für einander geboren und so wollen wir unauflöslich fest zusammenhalten, möge nach Gottes Willen Friede oder Sturm sein!" Berlin, 28. Januar. Wie die „Post" erfährt, hat der Kaiser dem Fürsten Bismarck als Präsent den Stoff zu einem grauen Militärmantel verehrt. Berlin, 28. Januar. Gegenüber der Mittheilung, daß Bismarck und Caprivi eine dreiviertelstündige Unterhaltung geführt haben, glauben einzelne Blätter feststellen z« können, daß diese Unterredung nicht stattgefunden hat. Welche Meldung die richtige ist, läßt sich, bis ein officiöfer Bericht erschienen ist, vorläufig nicht ermitteln. Berlin, 28. Januar. Nach der „Voss. Ztg." hat Herr v. Ploetz, der Präsident des Bundes der Land- w irth e, beim Bekanntwerden der Versöhnung zwischen Kaiser und Bismarck sich sofort nach Friedrichsruh begeben, um den Fürsten vom Besuch in Berlin abzuhalten. Dort angekommen, erhielt er die beruhigende Versicherung, daß Bismarck noch gegen den russischen Handelsvertrag sei und nicht glaube, daß der Kaiser mit ihm über Politik sprechen werde. — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht folgendes kaiserliche Schreiben an den Minister der geistlichen rc. Angelegenheiten: „Zur Förderung des Studiums der klassischen Kunst unter den Künstlern Deutschlands will Ich aus Meiner Schatulle einen Preis von 1000 Mk. jährlich stiften. Diesen Preis werde Ich an Meinem jedesmaligen Geburtstage demjenigen Künstler verleihen, welcher aus einer von Mir ausgeschriebenen Concurrenz als Sieger hervorgehen wird. Sowohl die Stellung der Aufgabe als auch die Verleihung der Preises behalte Ich Mir Selbst vor. Als erste Feuilleton. Str Widerspenstigen Zähmung. Wie die moderne Shakespeareforschung übereinstimmend anerkennt, gehört „Der Widerspenstigen Zähmung" zu den Jugendarbeiten des Dichters. Die Fabel des Stückes soll orientalischen Ursprungs sein und wurde schon vor Shakespeare für die englische Bühne dramatisch behandelt. Unter Benutzung theilS dieser älteren Comödie, theils der ^Untergeschobenen" („gli Suppositi“) von Ariost hat unser Dichter ein Lustspiel geschaffen, das bei aller Derbheit des Humors und vielleicht gerade wegen dieser frischen, ursprünglichen Derbheit noch heute nach dreihundert Jahren ein Zugstück aller größeren Bühnen ist. Freilich bedarf es der aus- gebildetsten schauspielerischen Kunst, soll das Werk nicht für Den modernen Geschmack den Character des Possenhaften annehmen, sollen nicht die feinen Züge verloren gehen, durch die der große Brite sein Werk weit über die benutzten Vorbilder erhoben hat. Eben darum ist die Wiedergabe stets nur alS das Vorrecht größerer Bühnen mit Kräften ersten Ranges angesehen worden. Mit gütiger Erlaubniß der Verlagsbuchhandlung von Wilhelm Engelmann in Leipzig drucken wir nachstehend einen Thetl der Ausführungen ab, durch die Gervinus in seinem großen Werke über Shakespeare (I. Band, 3. Aust., S. 176 ff.) unser Stück beleuchtet: Die Hauptfigur unseres Lustspiels (the shrew) gehörte zu den Lieblingsgegenständen einer frohsinnigen, lachlustigen Zeit- Gedichte und Schwänke erzählten von ketfischen Weibern- in einer Farce, Tom Tiler und sein Weib, wurden die Leiden eines unterjochten Ehemannes schon 1569 von Kindern auf* geführt - in Chettles Griseldis bildet die Episode von dem «välschen Ritter und der shrew, die er heirathet, das Gegenstück zu der geduldigen und sanften Heldin des Stückes. Von einem Unbekannten existirt dann die Zähmung einer Widerspenstigen, das Stück, auf welches Shakespeare sieine Zähmung der Widerspenstigen gründete. Das ältere Stück ist 1594, wo es schon mehrmals aufgeführt war, gedruckt- dies hindert nicht, daß es geraume Zett älter sei. Vs ist in einer bekannten Sammlung von Sleevens (six old jplais) «bgedruckt worden. Der intriguenhafte Theil des Stückes ist viel roher als bei Shakespeare- auch wo die Scene beibehalten ist, ist sie weit plumper als in dem Originale. Die Auftritte eines heiteren Schlags, wie die zwischen Katharina und Grumio und die mit dem Putzhändler und I Schneider, sind am meisten so vorbereitet, wie sie geblieben i sind. Der Abstand zwischen dem bombastischen Pathos der j Scenen zwischen den Verliebten und den gemeinen Unfläthig- feiten der burlesken Partien ist so groß, daß man auch hier wieder inne wird, was der Dichter selbst in seinen gröberen Erzeugniffen alles verschönert hat- es begegnen hier einzelne Ausdrücke, für welche Shakespeares Feder, wie unfein sie unserem Geschlechte vorkommen mag, zu allen Zeiten zu keusch war. Die Vergleichung beider Stücke weist nicht ein Ver- * hältniß aus, wie das des Shakespeare'schen Heinrich VI. zu Greenes, sondern der Dichter hat durch die durchgehende Veredelung von Stoff und Form dieses Werk zu seinem Eigen- thume gemacht. Wir deuteten schon an, daß die Zähmung der Widerspenstigen aus zwei gegensätzlichen Theilen besteht. Die Ge- schichte des gebildeten Lucentio, der zwar von Studenten- streichen voll, doch wenigstens vielleicht auch um Lernens Willen nach Padua kommt, begleitet von einem gewandten Diener, der auf dem Fuße ist, mit seinem Herrn die Rolle tauschen zu können, seine schlaue und feine Werbung um die wohlgezogene Bianca, die in allen schönen Künsten bewandert ist, bildet ein Jntriguenspiel von feinerer Anlage im italienischen Geschmack. Das Gegenstück hierzu, die Werbung des groben Petruccio um die zänkische Katharina, ist ein ächtes Volks-Characterspiel. Mit diesem letzteren Theile, dem Mittelpunkt des Stücks, wollen wir und allein beschäftigen, um zu sehen, wie der Dichter den Uebergang aus der flacheren Personenzeichnung, die man in allen Jntriguenstücken gewöhnt ist, zu der gründlicheren Entwickelung der Charactere macht, durch die er uns weiterhin in seinen Werken überall verwöhnt hat. Der Handel zwischen Petruccio und Katharina läßt sich zu einer bloßen Posse, und zwar zu einer ganz gemeinen Paffe, er läßt sich, wenn man will, bis in den Koth herabziehen. Es ist traurig, zu sagen, daß ein Mann wie Garrick das wirklich gethan hat. Er hat das Stück unter dem Titel „Katharina und Petruccio" zu einem Spiele von drei Acten zusammengezogen, hat den feineren Theil, die Werbung um Bianca, herausgestrichen und den derben Rest in eine plumpe Carricatur herabgewürdigt. Das Spiel des Paares war nach dem Gebrauche, der nachher stehen geblieben ist, ein roh ausgelassenes: Woodward spielte damals den Petruccio in solcher Wuth, daß er seine Mitspielerin (Ms. Clive) mit der Gabel in den Finger stach, und als er sie von der Bühne wegreißt, zu Boden warf. So wird das Stück noch jetzt in London als eine Schlußfarce, mit allen widerlichen Ueber- labungen einer ganz gemeinen Poffenreißerei gegeben, selbst nachbem 1844 in Haymarket bas ächte Stück mit Beifall roieber gegeben worben ist. Wenn ganz Englanb in Garricks Rücken ftänbe, so würben wir breift behaupten, baß unsere Comöbie von bem Dichter so nicht gemeint war. Das Stück ist holzschnittmäßig aller* bings behanbelt! ber Gegenstanb, falls er nicht in pedantische Moralisation fallen soll, erträgt gar keine andere Behandlung. Selbst in bem gewöhnlichen Verkehr wirb bie Frage von ber Unter- ober Ueberorbnung bes Weibes immer in übertreibenben Scherz gezogen - ber berbe Humor mußte bem Gegenstanbe seine Färbung geben. Den belben Figuren, um bie es sich hanbelt, geht ber Schmelz höherer Naturen ab- bas mußte so sein, benn unter anberS gearteten konnte bas Verhältniß nicht statthaben. Der roerbenbe Mann, Petruccio, ist aus grobem Thone geformt- er kommt nicht wie Lucentio um bes Stubirens willen nach Pabua, sonbern um Gelb zu heirathen. Man bietet ihm biese reiche Wiberbellerin an, im Scherz, unb er geht, bas sieht selbst sein Grumio burch, in einer Art launiger Renommisterei barauf ein. Von feiner Art unb Sitte ist er nie gewesen- er geht schlecht gcHeibet einher - seine Diener auf ben kleinsten Anlaß am Ohre zu ziehen unb zu prügeln, ist ihm geläufig- dabei ist er aber gereift unb erfahren, hat bie Menschen kennen unb zu behanbeln gelernt. Die Keiferin zu bänbigen, kann ihn nicht schreck« n, da er sich bewußt ist, neben männlicher Kraft bie Spiele bes Scherzes unb ber schmeichelnben Galanterie zu verstehen und im äußersten Falle bas Feuer ber Wiberspenstigen nicht wie ein Winb nur schüren, sondern wie ein Sturm ausblasen zu können. Er ist Soldat, Jäger unb Seemann, jebes eine schon genug, um eine schroffe Mannheit auszubilben, eine biS- ciplinarische Natur, bie unnahbar unb imponircnb ist. Er wirb von Katharina mit einem Holzapfel verglichen, unb ich wüßte auch nicht, womit man gewisse harthäutige, muskel- stramme Gesichter gebienter Solbaten sprechenber vergleichen könnte. (Schluß folgt.) Aufgabe stelle Ich: Die Restauration des in Meinen hiesigen Museen aufgestellten pergamcnischen Frauenkopses. Ueber Ausschreibung und Einrichtung der Concurrenz erwarte Ich baldigst Ihre näheren Vorschläge." — Ordensverleihungen. Der „Reichsanz. veröffentlicht eine größere Anzahl von Ordensverleihungen, darunter die des Großkreuzes des Rothen Adler-Ordens mit Eichenlaub: an den Staatsminister und Minister für Handel und Gewerbe Freiherrn von Berlepsch, und den Staatssecretär des Reichs-Postamts, Wirklichen Geheimen Rath Dr. v. Stephan - des Rothen Adler-Orden erster Klaffe: an den Fürsten Karl Egon zu Fürstenberg zu Donaueschingen- der Königlichen Krone und des Sterns zum Rothen Adler- Orden zweiter Klaffe mit Eichenlaub: an den preußischen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am Königlich bayerischen Hofe Dr. Grafen zu Eulenburg. Berlin, 28. Januar. Die früheren Cartellparteien und Las Centrum haben im preußischen Abgeordnetenhaus einen Antrag auf Aufhebung der Staffeltarife etngebracht. Karlsruhe, 27. Januar. Das Befinden der Großherzogin ist heute insofern bester, als sich das Fieber vermindert hat und die Temperatur im Abnehmen begriffen ist. Der Bronchialkatarrh ist mäßig, der Krästezuftand befriedigend. Ausland. Wien, 27. Januar. In den hiesigen Blättern wird der Besuch Bismarcks am deutschen Kaiserhofe als ein bedeutsames und befriedigendes Ereigniß bezeichnet und Kaiser Wilhelm die wärmste Anerkennung gezollt. Die „Neue Freie Preste" betont, die Aussöhnung zwischen dem Kaiser und dem Fürsten Bismarck werde jedenfalls dem europäischen Frieden zu statten kommen. Das deutsche Volk hätte einen großen nationalen Festtag gehabt und das friedliebende Europa brauche chn nicht zu beklagen. Das „Fremdenblatt" sagt, der gestrige Festtag werde eine wohlthätige Bedeutung für Deutschland behalten, deren erfreulicher Werth auch uns mit Befriedigung erfüllt. Das „Neue Wiener Tagblatt" bezeichnet die Bismarck erwiesenen Ehren als eine Huldigung vor dem Genie, besten Größe auch der Kaiser nicht mit dem alltäglichen Maßstab der Etikette mesten wollte. Budapest, 27. Januar. Die „Budapester Correspondenz" erfährt, daß von jetzt ab zu sämmtlichen Hoffe st lichkeiten, welche in Budapest stattstnden, die Einladungskarten nur in ungarischer Sprache ausgestellt werden sollen. Die Karten, welche zu dem heute stattfindenden Hofdiner anläßlich des Geburtstages des deutschen Kaisers ausgegeben wurden, sind bereits in ungarischer Sprache abgefaßt. Paris, 27. Januar. Gestern Abend fand im „Hotel Continental" ein Festbanket zur Feier des Geburtstags Sr. Majestät des Deutschen Kaisers statt, an welchem gegen zweihundert Herren und Damen der deutschen Colonie theilnahmen. Der bayrische Geschäftsträger, Baron Tücher, hielt die Festrede, in der es hieß: „Heute schlägt jedem Deutschen das Herz höher. Wir blicken freudig nach der Hauptstadt Deutschlands, wo sich unter vielen edlen Gästen der Besten einer befindet, dem der Kaiser die versöhnende Hand entgegenstreckt. (Jubelnder Beifall.) Wir trinken auf den großherzigen Kaiser Wilhelm, den Hort des Friedens, den jeder Deutsche sehnlichst wünscht. Se. Majestät Kaiser Wilhelm und das ganze Kaiserliche Haus, sie leben hoch, hoch, hoch!" Die Festversammlung stimmte begeistert in die Hochrufe ein. Der Botschafter Graf Münster war in Folge eines Familientrauerfalls verhindert, dem Banket betzuwohnen. Der für heute angesetzte Empfang auf der Botschaft ist Leßhalb abgesagt. Paris, 27. Januar. Alle Morgenblätter schildern in langen Arükeln den gestrigen Besuch Bismarcks beim deutschen Kaiser- die meisten enthalten sich jedoch eines Commentars dazu. Ein boulangisttsches Blatt behauptet, der Bismarcktag sei die Entgegnung auf die Russenfeste in Frankreich. Paris, 27. Januar. Wie verlautet, hat die Gnadencommission sich gegen die Begnadigung Vaillants erklärt. Die Hinrichtung findet wahrscheinlich in den nächsten Tagen statt. Zürich, 27. Januar. Der heute Abend im Hotel Bellevue stattfindenden Feier des Geburtages Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm, welche vom deutschen Reichsverein veranstaltet wird, werden der deutsche Gesandte in Bern, sowie der hiesige deutsche, österreichische und italienische Consul beiwohnen. London, 27. Januar. Die Tageszeitungen bringen lange Leitartikel über die Aussöhnung zwischen dem Kaiser unddemFürstenBismarckund sprechen übereinstimmend dem Ereigniß jede wichtige Bedeutung ab. Die „Times" schreiben, man dürfe allerdings die Folgerung ziehen, daß der Kaiser von nun an zuweilen den Rath des früheren Reichskanzlers einholen und letzterer deßhalb aus seiner Zurückgezogenheit heraustreten werde. „Daily Chronicle" hält es für einen Jrrthum, anzunehmen, daß Bismarck wieder seinen politischen Einfluß geltend machen könne und seine frühere Bedeutung zurückerlange. „Daily News" meint, daß die stattgefundene Begegnung auf ganz neutrale Ursachen zurückzuführen sei und deßhalb keine Folgen für den Staat entstehen könnten. Ganz Europa aber sehe der Entwickelung dieses Verhältnisses mit Spannung entgegen. „Standard" schreibt: „Aus dem begeisterten Empfange, den das Volk Bismarck bereitete, ist der Schluß zu ziehen, daß er gegenwärtig der Liebling aller Deutschen und neben dem Kaiser der populärste Mann des Reiches ist. Loudon, 28. Januar. Anläßlich des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm war gestern auf dem deutschen Botschaftspalais die Flagge gehifft. — Im Verlaufe des Tages liefen zahlreiche Glückwünsche auf der Botschaft ein. — Die Mitglieder der königlichen Familie sandten Abends Glückwunschtelegramme nach Berlin. — Abends fand rin Festbanket statt, bei welchem an Stelle des wegen eines leichten Unwohlseins in Brighton befindlichen deutschen Bot« i schafters Graf von Hatzseld-Wildenburg der Botschaftssecretär Graf Wolff-Metternich den Vorsitz führte. An dem Banket nahmen etwa dreißig Personen Theil- in das Hoch auf Se. Majestät den Kaiser stimmten die Anwesenden enthusiastisch ein. Auch in allen deutschen Clubs wurde der Geburtstag des Kaisers festlich begangen. Petersburg, 27. Januar. Dem deutschen Botschafter, General von Werder, wurde der Schwarze Alexander- orden verliehen. Belgrad, 27. Januar. ExkönigMilan stattete gestern allen Vertretern der fremden Mächte mit Ausnahme des russischen und französischen Gesandten Besuche ab. Die „Frkf. Ztg." meldet, daß die beiden Gesandten im Gegensatz zu den Vertretern der anderen Staaten ihre Karten bei Milan abzugeben unterlassen hatten. Man glaubt, daß die Stellung der erwähnten Gesandten durch .das Vorgehen des Exkönigs erschüttert worden ist. Belgrad, 27. Januar. In verflossener Nacht wurden die meisten Kre i spräfecten des Landes durch höhere Militärs ersetzt. ‘ Exkönig Milan hatte sich in Begleitung seines Adjutanten auf einen Studentenball begeben. Die Führer der Radicalen hielten eine Conferenz ab, in der beschlossen wurde, den Protest gegen die Anwesenheit Milans in Belgrad aufrecht zu erhallen und alle Mittel ins Werk zu setzen, um den Exkönig aus dem Lande zu entfernen. Um etwaige Demonstrationen seitens des Volkes zu verhüten, werde man dasielbe so gut als möglich zu beschwichtigen suchen, sobald Milan Belgrad verlassen habe. Belgrad, 27. Januar. Der Polizeimintster Baske, der s. Z. die Königin Natalie mit Gewalt aus Belgrad fortgebracht hatte, wurde heute seines Amtes enthoben. Sofia, 26. Januar. Heute wurde mit den Verhandlungen des Prozesses gegen die Gebrüder Jwakow begonnen, die beschuldigt sind, einen Anschlag auf das Leben des Fürsten geplant zu haben. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Petersburg, 29. Januar. Der Kaiser leidet an einem starken Jnfluenzaanfall mit Bronchitis und Entzündung des unteren Theiles des rechten Lungenflügels. Temperatur Samstag Nacht 39,6 Grad. ikoealer ttttfe provinzieller. Gieße«, 29. Januar 1894. ** Kaisers Geburtstagsfeier. Am Samstag, den 27. ds. Mts. Abends feierten die kameradschaftlich verkehrenden Vereine Veteranenverein und Marineverein in dem festlich decorirten Jaskowsky'schen Saale den Geburtstag Sr. , Majestät des Kaisers, wobei es selbstverständlich an patriotischen Reden nicht fehlte. Der Präsident des Veteranenvereins, Herr Petri, hob den jetzigen Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers als einen der schönsten seines Lebens hervor, indem gerade dieser Tag dem deutschen Volke die Wiederannäherung zwischen Sr. Majestät und dem Fürsten Bismarck gebracht habe. Das auf Se. Majestät ausgebrachte Hoch wurde mit Begeisterung ausgenommen. Hierauf feierte der Präsident des Marinevereins, Herr Kaiser, durch eine kernige Rede das deutsche Vaterland und seine bedeutenden Ehrenmänner in der Armee und Marine. Herr Kasper toastete auf Se. König!. Hoheit den Großherzog durch ein dreimaliges Hurrah, in welches die Versammlung enthusiastisch einstimmte. Einen zweiten Toast brachte derselbe auf Se. König!. Hoheit den Prinzen Heinrich von Preußen aus. Die Feier beider Vereine, welche durch Musik und Gesang sowie declamatorische Vorträge verherrlicht wurde, verlief in schönster Weise. •* Concert-Vereiu. Von gut unterrichteter Seite geht uns die Nachrlcht zu, daß der Vorstand des Concertvereins mit dem jugendlichen Claviervirtuosen Raoul Koczalski in Unterhandlung steht. Sollten diese Bemühungen zu einem Engagement führen, so läge darin für die Concertleitung ein Erfolg, zu dem ihr in erster Linie, aber auch allen Kunstfreunden zu gratuliren wäre. Raoul Koczalski ist im Moment der Angelpunkt aller Vereinigungen, die sich mit der Pflege guter Musik befassen. In den Großstädten ist der jugendliche Künstler wiederholt>mit größtem Erfolge bereits aufgetreten, alle Kunstkritiker, auch die, welche keine Freunde von exotischen Kunstgenüssen sind, stimmen darin überein, daß Raoul Koczalski kein Wunderkind in des Wortes landläufiger Bedeutung, wohl aber ein Kind, welches unbegreiflicher Weise mit dem Empfinden eines gereiften Künstlers ausgestattet ist. Sobald wir Definitives erfahren, werden wir sofort davon berichten. *♦ -en. Vorträge im Ortsgewerbverein. Nach längerer, durch die Ungunst der Verhältnisse veranlaßter Pause werden die für das Winter-Halbjahr in Aussicht genommenen Borträge des Ortsgewerbvereins durch einen zweiten Vortrag morgen (Dienstag) Abend (f. Anzeige) ihre Fortsetzung finden. — Ein Besucher der Columbusausstellung in Chicago wird eine Reihe für die Mitglieder des Gewerb- vereins besonders geeigneter Mittheilungen machen und durch Wort und Bild einen ausgewählten Theil seiner gemachten Beobachtungen und gewonnenen Eindrücke schildern. Da der Herr Redner hervorragender Industrieller ist und im Studium solcher Ausstellungen eine besondere Uebung besitzt, so sei der Besuch seines Vortrags, der als das Wort eines forschenden Beobachters in vieler Beziehung anschaulicher zu wirken vermag, als das Lesen dies möglich macht, allen Interessenten warm empfohlen. — Auch Nichtmitglieder sind als Gäste willkommen. ** Z. Neues Theater. Kinder-Vorstellung. Wer sich freuen kann an fröhlichen Kindergesichtchen, der hätte der gestrigen Aufführung der alten und doch ewig zugkräftigen Geschichte vom „Struwwelpeter" beiwohnen müssen. Wir können der Direction nur wünschen, stets vor so zahlreichem und so dankbarem Publikum zu spielen. Denn in Schaaren waren sie herbeigeeilt, zum Theile allerdings auf dem Arme ihrer Wärterin, um den „bösen Friedrich", den „großen Nikolas", den „Suppenkaspar" und wie sie alle heißen, einmal in „Wirklichkeit" zu sehen. — Und mit welcher Aufmerksamkeit folgten die Blicke den Vorgängen da droben aus der Bühne und mit welcher Begeisterung klatschten die Kleinen bei jedem Sinken des Vorhanges in die Händchen! Ja, von diesen Kleinen kann man lernen, sich zu amüsiren: sie grübeln nicht lange, wie manches besser sein könnte, sondern sie nehmen das Gebotene dankbar hin. Auch wir wollen es daher nicht übel nehmen, daß der „bitterböse Friedrich" (Fräulein Gr oh mann) ein unnatürlich helles Stimmchen hören ließ und daß die Salondecoration, die Struwwelpeters Stübchen vorstellen sollte, in allzu scharfem Contraste zu dem primitiven Tischchen und dem Strohlager stand. Im Uebrigen hatten sowohl Regisseur als Schauspieler ihre Sache recht gut gemacht. ** Maskenball. Der vom „Bauer'scheu Gesangverein" gestern Abend im Saale des „Cafe Leib" veranstaltete Maskenball erfreute sich eines überaus zahlreichen Besuches. Genannter Verein hatte durch Ueberraschungen der mannigfaltigsten Art dafür gesorgt, die Anwesenden in stets heiterer Stimmung zu erhalten. Da sah man Schießbude, Panorama u. m. A., von Mitgliedern des Vereins recht geschmackvoll arrangirt. Das farbenprächtige Bild, welches sich dem Beschauer der Masken bot, erfuhr durch die mit großer Exactheit zur Darstellung gelangten Gruppen eine angenehme Abwechselung. Den Reigen eröffnete eine närrische Musik- capelle, die unter Leitung ihres bewährten Dirigenten ganz hübsche Sachen zu Gehör brachte. Dieser folgte eine Gruppe alter Weiber, welche sich urplötzlich in blühende Jungfrauen verwandelten. Den Glanzpunkt des Abends aber bildete unstreitig die aus 16 Personen bestehende Gruppe von Zigeunern tn ihren malerischen Costümen, die uns mancherlei ©eenen aus dem Leben derselben vor Augen führte. Die Gruppen standen unter der trefflichen Leitung des Herrn Tanzlehrer Möhl. Der Ball verlief auf das Schönste und vereinte die Theilnehmer bis zur frühen Morgenstunde. ** Der Männer-Turnverein hielt am letzten Mittwoch im großen Saale von Steins Garten einen carnevalistischen Familienabend ab, welche Festlichkeit in allen Theilen als wohlgelungen bezeichnet werden darf. Daß der Character des Festes ein carnevalistischer war, konnte man schon vordem Betreten des Saales erkennen- es wurden nämlich alle Ankommenden mittelst eines Wagens der „Gießener Tram- bahn-Gesellschast" bis zur Mitte des Saales befördert. Bald war denn auch der Saal bis zum letzten Platze gefüllt, und es entwickelte sich ein buntes, lustiges Treiben, besonders des jungen Volkes, das im Verein mit einigen wohlgelungenen Liedervorträgen bald alle Anwesenden in die heiterste Stimmung versetzte. Den Glanzpunkt der Aufführungen bildete die vorzügliche Wiedergabe der Gießener Localposse „Spengler- meister Bimbächer". Die Darstellung dieser lustigen und originellen Posse war, Dank den gründlichen Vorbereitungen und der durchweg sehr guten Besetzung der Rollen, eine derartige, daß trotz der schon etwas vorgerückten Zeit die Zuschauer mit gespanntester Aufmerksamkeit folgten und wiederum durch lebhaften Beifall und stürmische Heiterkeit kundgaben, wie sehr ihnen das Stück sowohl als auch die Darstellung gefiel. Ein gemüthliches Tänzchen hielt die Theilnehmer bis in die frühen Morgenstunden zusammen. *♦ Neues Restaurant. Wie wir hören, sind die unteren Räumlichkeiten des. Neubaues Ecke der Schul- und Sonnenstraße an einen Frankfurter Restaurateur zu dem Preise von 3600 Mk. pro Jahr vermiethet worden. ♦* Der allgemeine Verband der deutschen landwirthschaft- lichen Genoffenschasten (Sitz der Anwaltschaft in Offenbach a. M.) umfaßt nunmehr zwanzig selbstständige Landes-und Provinzialverbände mit siebzehn Centralgenossenschaften und sechszehn Einzelgenossenschaften. Der Allgemeine Verband ist, was die Zahl der Genossenschaften anbelangt, hiernach weitaus der stärkste Genossenschaftsverband in Deutschland. A Mainz, 28. Januar. In der den kommenden Mittwoch stattfindenden Sitzung haben sich die hiesigen Stadtverordneten mit der Frage der Niederlegung der südöstlichen Umwallung der Festung Mainz zu beschäftigen. Die oberste Militärbehörde in Berlin hat zur Niederlegung dieser Umwallung bezw. zum Abbruch des Neuthors und der Poterne Nikolaus bereits die Genehmigung ertheilt, doch hat die Stadt die auf 80 000 Mk. berechneten Kosten der Ntederlegung, um solche sofort bethätigen zu können, einstweilen vorzulegen, bis dem Bundesrath gegenüber der Nachweis geliefert ist, daß die gegenwärtige Umwallung den heutigen Verkehrsinteressen sehr hindernd im Wege steht. Da die Stad^ein großes Interesse daran hat, die Umwallung bis zum diesjährigen Bundesfestschießen schon niedergelegt zu sehen, so wird man sich auch unzweifelhaft dazu entschließen, die Vorlage für die Abbruchsarbeiten zu machen. — In der letzten Sitzung der hiesigen Strafkammer wurde eine aus fünf Köpfen bestehende Wechselfälfcherbande abgeurtheilt. Die Fälscher sind ein Schuhmacher, ein Kutscher, ein Grundarbeiter, ein Gärtner und ein Händler, meistens aus Wiesbaden gebürtig. Im Ganzen haben sie neun Wechsel in Beträgen von 400 bis 500 Mk. gefälscht, wovon sie hier mehrere in Circulation gesetzt. Es wurden Strafen gegen die Fälscher von 37 Monat Zuchthaus bis 8 Monat Gefängniß — je nach der Betheiligung — erkannt. Nirchliche Anzeigen der evang. Gemeinde. Bibelstunde am Montag den 29. Januar, Abends 8 Uhr, im Confirmandensaal der Johanneskirche. Marcus, Cap. 10, von VerS 32 an: Des Herrn Leiden und der Jünger Ehrgeiz. Pfarrer Dr. Nau mann. Mtffionsstunde im Confirmandensaale der Johanneskirche Donnerstag, 1. Februar, Abends 8 Uhr. Der Apostel Paulus und feine Mission. Pfarrer Dingeldey. ’“f dm «' h ■ ^kld mit J5h C’Q: % j,^lchrr Huf. n< °Ltt stand. ÄÄ tnt Mer L9£W w Sache recht ^uer'schr (ä,c ZK . die ä5 *8« der $)a J knben u> fr» 7 man Schiekbud, ern be§ Vereins recht ge- L7»>d, »4 ch '* d«ch dü mit gt0^ ®w» tini an#x; 7"“ »”* »mit. togenttp ?■1ier °,l9te eine Gruppe Jungfrauen ^^bmds aber bildete un- -nde Gruppe von Zigeunern le mancherlei Scenen im führte. Die Gruppen mg deö Herrn Tanzten Schönste und verehre die rnstunde. lirlt am letzten Mittwoh n einen earnevalistischen ftsüichleit in allen Theilen a dars. Daß der Charakter ar, konnte man schon vor en; es wurden nämlich alle gens der „Gießener Tram- des Saales befördert. Bald m letzten Platze gestillt, und tiges Treiben, besonders des mit einigen wohlgelungenen den in die heiterste Stimmung lufführungen bildete die vor- !t Localposse „Spengler- Darstellung öieser luftigen ben gründlichen Vorberei- iten Besetzung dn M etwas notynidten Zeit L^mechMeit folgten und L und stiirmische Heiterkeit ; Stück sowohl als auch die ithliches Tänzchen hielt die Morgenstunden zusammen. . wir hören, sind die unteren Scfe der Schul- und Sonnen- jtauwteur zu dem Prust van worden« i=t tertMa I*1** [nOTt««ftlnDfftni«4 •«> jftftönbifle Landes- und Provi» (gLffenrtaften unt> ngtrneine iö--b°°d * belangt, Hi-M-H ®tlW* ’ n Deutschland. Ibeiids^ ** lieskiE Mn0rt w u „bttbmtOBB***“’, Legung "r ' . Die *"» ,‘äui* dÄ» [in i«1 E^MddttP°t«"° LmhatbitSi«11 Iftfl“ Dotiules“' ' tn, ein'*“e'(ürftrt ffi, I# euttfltnOT , gqnterEfit ble®tabCabtlQenSunbe8fe* i«® “Ä... f-» 4 sehen, f° ; . die w* x die $ot (alen @iH c>» d» jjjM n-u-d- »”= K Filsch--l"' L Wiesbaden S 4q0 H jU?ww»' Holzversteigerung in der sürlUichen Obersörsterei M. Montag den 5. Februar sollen versteigert werden: a. im District Fuchsftrauch Vormittags 10 Uhr: 91,89 fm Eichen-Schnittholz, 3,90 fm Buchen-Schnittholz 17 rm Eichen-Werkscheiter, 11 rm Eichen-Scheitstücke; b. im District Hardt Mittags 12 Uhr: 29,47 fm Eichen-Schnittholz, 3,36 fm Buchen-Schnittholz; c. im Distrikt Meilbach Nachmittags 2 Uhr: 27,28 fm Eichen-Schnittholz, 16,53 fm Buchen-Schnittholz; d. im Distrikt Konzebühl Nachmittags 31/, Uhr: 16,20 fm Eichen-Schnittholz. Die Zusammenkunft für Fuchsftrauch ist bei der Solms-Braun- felsifchen Wiese im Holzschlag, für Hardt nahe bei Kolnhausen ^m Walde, für Meilbach auf der Kreisstraße Lich Hattenrod im fürstlichen Walde und für Konzebühl auf der Chaussee Lich-Gießen im Walde. Dienstag den 6. Februar sollen versteigert werden: in den Distrikten Graudorn und Mühlberg : Buchen: 54 rm Knüppel, 34 Hdt. Wellen (größtentheils Forstwellen); Eichen: 38 rm Knüppel, 76 Hdt. Wellen (größtentheils Forstwellen); Pappel Holz: 6 rm Nundscheit, 8 rm Knüppel, 1 Hdt. Wellen; Nadelholz: 21 rm Knüppel, 7 Hdt. Wellen;, 1493 Fichten-Reisstangen (zu Bohnenstangen u. s. w.), 6,42 fm haltend, dabei wenige stärkere Stangen. Die Zusammenkunft ift im Graudorn am Albacherhof-Feld auf der Hauptschneise. Lich, den 24. Januar 1894. 824 Dr. Dieffenbach. Holzversteigerung im Gambacher Gemeindewald. 1. Mittwoch den 31. Januar Brennholz: 48 rm Buchen- und Eichen-Schnter, | 143 rm Buchen- und Eichen-Stöcke, 353 „ Knüppel, I 4350 Stück Buchen-, Eichen- uNadelwellen 2. Donnerstag den 1. Februar "9S Ban«, Werk- nnd Nutzholz: 85 Eichen-Stämme von 15—52 cm Durchmefser, 4—14 m Länge — 77,84 km haltend- W Nadel- „ „ 15-49 „ „ 6-20 „ „ =24,95 „ Ö Buchen- „ w 30-48 „ „ 8-12 „ „ = 5,12 „ B Buchen-Lenkwieden, . & Eichen- und Nadel-Derbstangen — 3 km haltend. 802 Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen Vormittags 9 Uhr am Pohlgönser, Leg am Bahnübergang Gambach, den 24. Januar 1891. Grotzherzogltche Bürgermeisterei Gambach. Reubl. Mobilien-Versteigerung. Mittwoch den 31. Januar und Donnerstag den 1. Februar, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich in vormundschaftlichem Auftrage im Saale des Caf6 Leib: Mobilien, Weißzeug re., darunter: 5 vollständige Betten, 1 Kinderbett, Nachttische, Waschtische, Commoden, 1 Sopha, Sessel und Stühle, Kleiderschränke und sonstige Gegenstände. 812 Roloff, Gerichts-Taxator. Gundersheimer Sanitätskäfe. [34] M PIANINOS " FLÜGEL ™ Deutsche und amerik. Harmoniums von Mark 90.— an. [35 Mark 6, 7, 8—12 (einschliesslich der Transportkosten). Stimmung und Reparatur von Pianos billigst in bester Ausführung. Will. Rudolph, ,X, Giessen, Grösstes Lager aller berühmten Fabrikate, wie Pechstein, Blüthner, Biese, Steinweg, Kaps, Schiedmayer, Schwechten, Rud. Ibach Sohn, Berdux, Lipp, Kuhse, Estey etc. etc. Verkauf schon zu monatlichen Raten von Mk. 10 —, gegen Baar mit höchstem Rabatt, langjährige Garantie, freie Lieferung überallhin, Umtausch alter Klaviere. — Gespielte, gut reparlrte Pianos und Flügel zu Mk. 60—600.— Pianos zu vermiethen auf einzelne Tage, zu Hochzeiten, Corrcerten, Tanz-Unterhaltungen, zu Ein Berliner Wagen fast neu, wenig gebraucht, ein- und zrveispännig, mit Vz Patent - Achsen, geschlossenem Kasten und gedecktem Bock, für Bäcker und Flaschenbier- g'ischäfte geeignet, billig zu verkaufen. Kehler, 7 76] Pferdehändler. Gemüse- u. Obstconserven Dörrobst Südfrüchte. 432 J. M. Schulhof. Arbeitsdersteigerung. Donnerstag den 1. Februar, von Vormittags 10 Uhr an, sollen im Saale des alten Rathhauses die itr das Rechnungsjahr 1894/95 zur laufenden Straßenunterhaltung erfor- rerlichen Arbeiten und Lieferungen, sowie die laufenden Tagesfuhren an )ie Mindestfordernden vergeben werden : veranschlagt zu 1) Lieferung v. Pflastersand v*. 540.— 2) Pflasterreparaturen „ 2160.— 3) Liefern und Anfahren von Basaltkleinschlag „ 4650.— 4) Zerschlagen der Sammelsteine „ 800.— 5) Liefern von Lahnkies „ 2700.— 6) Das Anfahren von Holz, sowie die laufenden städt. Tagesfuhren. Gießen, 29. Januar 1894. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 846 Holzversteigerung. Donnerstag den I.Febr.I8S4, von Vormittags 9 Uhr an soll im Anneröder Gemeindewald, in den Abteilungen 1 Dornberg und 2 Garbenteichertheil nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau- und Werkholz. 127 Eichen-Stämme, 24—52 cm Durchm., 5—10 m Länge, 75,43 fm haltend, 21 Nadel-Stämme, 15—25 cm Durchm., 8—16 m Länge, 5,99 fm haltend, 695 Nadel'Derbstangen, 8—14 cm Durchm., 8—14 m Länge, 52,95 fm haltend, 409 Nadel-ReiSstangen, 12,96 fm haltend, B. Brennholz. 79,4 rm Eichen-Scheitholz, 34 rm Eichen- und Nadel - Knüppelholz, 60 rm Eichen - und Nadel- Stockholz, 1570 Eichen-Wellen, 2780 Radel-Wellen, Bemerkt wird, daß das Eichen- Stammholz sich größtentheils zu Schnitt- und Schwellenholz eignet und auch auf Vervielfachung zu Schwellen abgelängt ist. Die Zusammenkunft ist in der Tempelschneise beim alten Pflanzgarten. Annerod, den 25. Januar 1894. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Engelhardt. 762 Sbtthrsßscht Eisenbahnen. Die Lieferung von Betriebs- und Werk- stättematerialten für die Zeit vom 1- April 1894 bis 1. April 1895 soll vergeben werden Lieserungsangebote sind spätestens bis zum 7. Februar l- I. Vormittags 10 Uhr portofrei, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, an uns einzusendeu- Bedingungen nebst Materialien - Ver- zeichniß können gegen Franco-Einsendung von 65 Pfg. durch unsere Canzlei bezogen werden. Gießen, im Januar 1894. 702 Großherzogliche Direktion. Mittwoch den 31. Januar, Nachmittags 2 Uhr werden im Bieker'schen Saale ver« steigert: 5 Sophas, Commoden, Kleiderschranke, Glasschränke, ov. Tische, Waschtische, 1 Secreiar, 1 Kassaschrank, 1 Nähtisch, 1 Schleuder- maschtn-, eine Anzahl Wtrthstische und Stühle, 1 gr. kupferner Kessel, 15 Spiegelgläser, 2 ov. Btlderrahmen, 150 Blumervasen, 2 Hobelbänke, 3 Jagdgewehre, 1 Pferd, 18 Takel- tücher, 2 große Stücke Leinen, 2 Kühe, 2 Wagen, 1 Sommerwagen u. vieles andere. . Geißler, 829 Gerichtsvollzieher. Seiden-Mas —1— Meter 60 Pfennig = in allen Farben. Gustav Hanstein, 836] Asterweg 6. Backsteine verkauft [843 Christian Petri V. *£ Lahnkalk-Jndustrie Aug. Gabriel jr. in Gießen Telephonanschlüffe 84 und 88. Bahnanschluß Abendstern bei Kinzenbach. Gießen. Sommer- und Winter Ringofenbetricb. Große Production von Prima Marmor- (Weist-) und hydraulischem Grauftückkalk. Dampfbetrieb. Fabrikation von la. gemahlenem Sackkalk und Cementkalk (Vcrputtkalk). [834 Hartgebrannte Rustcusteine (Ktinker-Ringosensteine). Die Verwendung der von der Airma Lahnkalk-Indumtrle Aug. Gabriel jr. in Giessen hergestellt.n Baumaterialien — Marmor- (Weiss-, Fett-) Stückkalk. Graustückkalk, gemahlener Graukalk und gemahlener C'ementkalk (Verputzkalk) kann zur Bereitung von Mörtel und zur Herstellung von Verputzmassen, wobei auf die hervorragend guten Eigenschaften des Eementkaltes (Berpu'tzkatte-) besonders hingewiesen sei, unsererseits allen Interessenten warm empfohlen werde«. Grohh. chemische PrüsungS» u. Auskunfts-Statton sür die Gewerbe. '80,0 00 ^1HM«5CHINEH väOOOfAHRKioCR '(AR^BÜTERMHL W3) SSs. Waare verschenkt Niemand aber billiger als jede Concurrenz verkauft das Special-Reste-Geschäft von M. Kann, Kirchenplatz 8. RESTE von Tuchen, Buckskins, Ueberzieherstoffen, Damenkleiderstoffen, Bettzeugen, Barchenten, Damasten, Kattunen, Hemden-Flanellen. Chiffons, Piques, Leinen, Vorhängen, Parthien in Tischtüchern, Handtüchern, Taschentüchern, Bettcoltern, Bieberbettttichern u. s. w. Umtausch gestattet. Besonders tzLnstige Gelegenheit für Brautleute. Anfertigung von Wäsche nach Maaß und Angabe. i--------------------------------------------------------------------------< > Grostes Lager fertiger Leib- and Bettwäsche jeder Art. Unsere Nähmaschinen weltberühmt durch das verwendete Material, die feine Ausstattung und den leichten Gang, zeichnen sich auch vor allen übrigen durch saubere Justlrung und grösste Nähfähigkeit aus. Bei keinem Artikel ist das Sprüchwort: „Dor Schein trügt“, mehr am Platze, als bei der Nähmaschine. Es werden täglich eine Unzahl billiger Nähmaschinen auf den Markt geworfen, welche für den ersten Augenblick nicht von der soliden Waare zu unterscheiden sind. Eine von uns erzeugte Nähmaschine gewährleistet infolge des dazu benutzten Materials eine Jahre lange Haltbarkeit und übernehmen dafür unsere Vertreter die weitgehendste Garantie. Alleinverkauf für Giessen bei 400 Theodor Haubach, Bahnhofstr. 40, 1 Treppe. Donnerstag den 1. Februar Nachmittags 2 Uhr werden im Hotel Stern, Bahnhofstraße 48, die zur Concursrnaffe gehörigen Mobilien, als einige schöne Salonhängelampen, 1 Secre- tär, 1 Gisfchrank, Kleider- fchrank, verschiedene Betten, ein Stostkarren, Bier-, Wein- und Champagnergläser, Flaschen, Huiliers, Löffel, Messer und Gabeln, Küchengeräthe, Porzellan, Weistzeug u. s. w., meist noch wenig gebraucht, ferner einige Flaschen Wein, Salatöl rc. gegen sofortige Baarzahlnng versteigert. [740 F. Hoffmann, Concursoerwalter. Feinst Gothaer Cervelatwurst, Franks. Würstchen, Corned-Beef im Anschnitt, Ochsenzungen beste Marke empfehlen billigst [832 A. & G. Wallenfels ____________21 Marktplatz 21. ParketBöden buchen und eichen, liefert und legt stets in bekannter Güte [716 Joh. Lenz, Schreinerei und Holzhandlung. Aeilgebotenes. fst. Kieler Bücklinge, fst. Sardinen, fst. Rollmöpse, fst. Bismarckheringe, empfiehlt [527 Hch. Arnold II., Marktstr. 28. Kreppeln täglich frisch zu haben bei Fritz Schreiner 445]Lindenplatz 4. 816 ein Aweirad, sowie v BLnde nAn0nnlui'ä [486 Brehms Thierleben billig zu verkaufen. HaUSpaiUie. Bleichftratze 12.' Näheres bei der Exped. d. Bl. zettel 10 Pfg. [704 [784 empfiehlt die 830 839 vom Sterbehause. Alicestrasse 26, aus statt. gegr: 1846 Giessener Omnibus-Gesellschaft. Die Herren Antheilzeichner werden hierdurch auf Freitag den 2. Februar, Abends SV2 Uhr, ins Cafe Ebe! zur constituirenden Versammlung ergebenst eingeladen. sie Der Vorstand des Besirks-Vereins Nord-Ost. Geldschränke aus Panzerplatten mittags 4 Uhr an ... m Carnevalistisches Concert und spater Tanz in der Turnhalle statt. Der Vorstand. ff. Sauerkraut, ff. eingemachte Bohnen empfiehlt [526 Hch. Arnold IL, Marktstr. 28. Gemüse- Y Conserven Ftn 1-, 2», 1» u. V,-Pid.-Dosen.l Erbsen in 4 Dual. 31 Bohnen in 8 Sorten. LLnitt- u. Stangeuspargel. . TeUower Rüben, ffarotten. k Champignons Steinpilzes u. s. w. in bekannt besten M Marken empfiehlt billigst Emil Orbig ^^^^Bahnhofstr. Theater-Verein. Mittwoch den 31. Januar in Steins Saalbau s Gesammtgastspiel des Darmstädter Hoftheaters. = Die bezähmte Widerspenstige. = Lustspiel von "William Shakespeare. Anfang ausnahmsweise präcise 7 Uhr. Bidets in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolphe Nachfolger), sowie an der Abendkasse 1. Parquet Mk. 3.50, 2. Parquet Mk. 2.25, Studentenkarten Mk. 1.—, Gallerie Mk. 1.—, Theater- Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Tasch6, geb. Schäffer. Giessen, den 29. Januar 1894. Die Beerdigung findet Mittwoch den 31. Januar, Vormittags 11 Uhr, 5f57J Ein kleines Logis per 16. Febr- zu vermiethen Neuenweg 31. Ortsgewerbeverein Gießen. Dienstag den 30. Januar 1894, Abends 8V4 Uhr im Saal des Cafe Balzer: MiHkilN-e« »der .Miaigo md seine AiisßellMg" von einem Besucher derselben. Die Mitglieder werden zu zahlreichem Besuch eingeladen, Gäste sind willkommen. [732 Louis Schmidt in Cassel I- . 826^^^R^Gr/b,^Schneidermeister. Der auf der Karte angegebene Maskenball" findet Samstag den 3. Februar er. von Abends 8 Uhr an in der Turnhalle statt. Die Eintritts- und Beikarten wollen unsere Mitglieder gefl. nächsten Donnerstag, Freitag und Samstag von 2 bis 7 Uhr Nachmittags bei Herrn Ott» {— Bauschule Streifte L ffl. - /Staatspreis. Goldene Medaille.. /Eintritt jeden Tag J /Einjähr. Ber. !>ir. Hlttenkofer.^ Jn Apotheken & Drogerien. Vorzügliches unv billiges Geschenk b«ch für Christen beider Confeisionen. Der Fürst aus dem Hause Davids oder: Drei Jahre in der heiU Stadt. Von I. H. Ingraham, Pfarrer zu Holly Springs in Mississippi. Vollständige deutsche Ausgabe. 30 Bogen. Sehr eleg. gebd. mit Jllustr. 8 Mart. Mit heiliger Scheu und tiefer Ehrfurcht, in dem Bewußtsein, daß er sich auf „bei- ligem Boden- befindet, hat Verfasser nach den vier Evangelien die aufeinander folgenden Ereignisse der wunderbaren Geschichte, deren Jahrtausende nicht ihres« gleichen auf Erden haben, entwickelt . . . (Aus „Vorwort") In allen Buchhandlungen oorrälhig Gegen Einsendung von 3 Mk. 20 Pfg. in Marken auch direct von Hugo Andres & Co., Verlag, Arankiart a. £> " JedeSLööSgewtnnt fncceff. Ziehung am 1. Februar 1894. Deutsch gestemp- türk. 400-Francs Staatg-Cisenbahu-Loose Z Heute früh $5 Uhr verschied nach kurzem Krankenlager unsere liebe Schwester und Tante Emilie Schäffer. Ein wahrer Schatz f 6r die unglücklichen Opfer der Selbst- befleckung (Onanie) und geheimen Ausschweifungen ist das berühmte Werk : Dr. Retan’s Selbstbowaiiwag Lese es Jeder, der an den schrecklichen Folgen dieses Lasters leidet, seine aufrichtigen Belehrungen retten jährlich Tausende vom sichern Tode. Zu beziehen durch das Verlage-Magazin in Leipzig, Neumarkt 34, sowie durch jede Buchhandlung. (2851 I möbl. Wohn- und Schlafzimmer gesucht. Offerten unter R. T. 28 durch die Exp. d. Bl. Dab WsKeu-Garderobegeschäst von W. Karnbach Markt 17, 2 Tr. empfiehlt in größter Auswahl ffostü «re und Domino- für Damen und Herren leihweise und zum Verkauf. [273 StetS neue Tostüme am Lager. Mit jährlich 6 Ziehungen n. Haupt« treffer von 600.000, 400,000, 300.000, 200,000, 60,000, 80,000 tttanc# re. Kl Treffer Ares. 400. Auszahlung der Gewinne mit 58% baar. Monatliche Gtnzahlung auf ein ganzes OriginalloS Mk. 6.— und 40 Pf. Porto, auch Nachnahme, mit sofortigem Gewinnanrecht. Prospekte gratis und franco. BaukgefchLft I ttt iFrtilöl I ' 3771 Grünbergerstraße 48, 2. Stock: 5 Zimmer. Küche mit Speisekammer, Balkon, Bleichplatz, auf Wunsch auch Gartenanthetl, sofort oder später zu oer- miethen.___ llj Der mittl. Stock, 6 Zimmer, Badez. n. all. Zubeh., ist pr. 1. April 1894 an eine ruhige Familie zu vermiethen. Bahnhofstraße 71. GichmKiilier-GkseWft Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung in Nr. 22 unseres offieiellen Organs, fordern wir hiermit nochmals alle närrisch veranlagten Ruderschwestern und Ruderbrüder auf, sich Dienstag Abend 7 Uhr 99,5 Min. in den oberen Sälen des „Urinz Karl" zur carnevalistischen Damenfihung (mit Herren) einfindels zu [vollen. Um vielen närrischen Anfragen zu begegnen, theilen wir unseren verehrt. Damen mit, daß earnevalistische Kleidung nicht erforderlich ist. Kopfbedeckungen werden am Saaleingang ^ver- asisolgt. Das närrische Comite- Geldschrankfabrik von H. F. Pb Hz, Düsseldorf, Casernenstr. 5 und Wallstr. 35. Preise und Zeichnungen zu Diensten. Zahnpasta-Odontine aus d. König!, bayer. Hofparfümeriefabr. von ff, D. Wunderlich in Nürnberg, feit 31 Jahre« mit größtem Erfolge eingeführt und allgemein beliebt zur raschen und angenehmsten Reinigung und Erfrischung der Zäbne und des Mundes. Sie macht die Zähne glänzend weiß, entfernt de« Weinstein, der die Grundlage zum Stocken der Zähne bildet, be« seitigt üblen Mund» und Labak« geruch. Sie ist absolut «nschLdlich, vernichtet die schädlichen Zahnpilze, ist hervorragend antiseptisch und ist von keinem anderen Zahrputzmittelübertroffen. Wunderlichs preisgekrönte Zahnpasta conserrirt die Zähne bis ins späte Alter. Zu hab.n in Metall- oder Glasdosen ä 60 bei: [272 Heinr. Wallach in Gießen, Mar k Up l a fr Schmidt, Marklstraße 1, in Empfang rehmen. Sonntag den 4. Februar findet für die Mitglieder von Nach- Wermielyungen. 848] Familienlogis zu vermiethen. ________"_______________Schloßgasse 9. 845] Wohnung mit allem Zubehör zu vermietben. Zu erfragen Bleichstr. 6. 86b| ftu Loats zu vermiethen. 8. Elsoffer. Marktstratze 27. 827] Ein kleines Logis vermiethet schreiner Hetz, Kaplansgaffe 25. 825] Ein kleines Logis zu vermiethen. _________________Neuenweg 58. 841] Schöne kleine Wohnung zum 1. Mai zu verm. Grünbergerstr. 42. ö2ij Mödltrtes Zimmer zu vermiethen. Dtezstraße 1b. 831] Ein gut mövlirteS Zimmer im ersten Stock, sowie ei« Zimmer mit ffabivet zu vermiethen. J. H. Fuhr, Sonnenstratze 25. Ludwigstraße16 t der 2. Stock zu vermiethen. [699 NaHeres daselbst im 4. Stock. zum Weinbewohnen in schöner Lage, mit allem Komfort, zu vermiethen, resp. zu verkaufen. Näheres Mvltkestraße 7-___________<05 694] Freundliche Wohnung von vier Zimmern mit Balkon nebst allem Zubehör per April zu vermiethen- ____________Verlängerter Asterweg 48. 6441 Elegante Wohnung r Der 3. Stock, bestehend tu 7 Zimmern mit Balkon und Badeeinrichtuug versehen, sowie 2 geräumige Sammer« , auch Gartenantheil, per 1. Mat l. I. zu vermiethen. _______________Rordanlage 83. 12] Ludwtgsstraße 32: mittlerer Stock, besteh, aus 8 Zimmern, Badezim. u. s. w, auf 1. April zu vermiethen. Näheres Bahnhofstraße 26.__________ 369] Der zwe> e Stock meines Hause? mit allem Zubehör ist per 15- April anderweit zu vermiethen- Chr. Zimmer, Bahnhofstraße 12 781] Kleines Familienlogis zu oer- mietben______________ Brandgasse 6. 563] Ein neuhergerichtetes Familtem Logis zu vermietben. Sonnenstr. 9- 475] Plockstraße 2, Ecke"Seltersweg, 3- Stock, möbl. Zimmer alsbald zu verm. 21] Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binet zu vermiethen. Kreuzplatz 13. ~838] Ein möblirtes Zimmer sofort zu vermiethen.________Löberstraße 2IL 842] 2 kleine Zimmer mit Betten zu vermiethen_________Grünbergerstr. 42. 837] Großer Keller, am Brand ge- legen, vom 15. März d. I- ab auf längere Zeit zu vermiethen. Näheres Wallthorstraße 48. । 810 Ein gut erhaltener Karre«, ge-j 844] Im Süd-Viertel (Nähe des Gym 1 eignet für Bäcker oder Flaschenbterbändler, nasiums)wird von einemHerrn in gefitztem zu verkaufen Zu erfragen in der Exp. d. Bl. Alter für längere Zeit per sofort dn Accordant zum Planiren eines AckerS im Neustädter Feld gesucht. Näh, in der Exp. d. Bl. [768 Tüchtiger, solider 783 Cigarrenfortirer mit besten Zeugnissen sofort gesucht. Off. unter T. 162 an Haasenstein & Bögler, Sl.-S., Nürnberg erbeten. Lebensstellung. Zur selbständigen Führung und Leitung seines Haushalts in Gießen sucht ein älterer Herr, 50er, mit zwei erwachsenen Kindern, eine gebildete, einfache Person, Wittwe nicht ausgeschlossen. Offerten mit genauer Angabe der seitherigen Thätigkeit unter T. F. 1461 an HaasensteinLBogler,A G KSln.785 Musikalischer Hausfreund Blätter für ausgewählte Salonmuslk. Monatlich 2 Nummern (mit Textbeilage.) Preis pro Quartal 1 Mk. Probenummern gratis und franco Leipzig. C. A. Kochs Verlag. 847] Für einen braven, elternlosen Jungen, welcher die Realschule besucht, wird in einem kaufmännischen Geschäft eine Lehrstelle mfi freier Kost und Logis gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl.________ 822] Ein ordentliches Mädchen sofort gesucht.________________Löberstraße 2111. 728| Lauffrau oder Mädchen gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl-__________ Gießener Rudergesellschast. Die Stelle eines Vereinsdieners ist zu besetzen. Reflectanten wollen sich in der Exped. d. Bl. melden._________811 Feuerversicherung 461] Eine der älteste« und größten AeuerverficherungSgesellschafte« sucht tüchtige Vertreter gegen höchste Provision- Off. sub G. C. 133 a. d. Exped- d. Bl. oder an Haasenstein «. Vogler, A.-G, Frankfurt a. M.__________ 700] Eine hiesige Cigarrenfabrik sucht zu Ostern einen Lehrling* mit guter Schulbildung. Näheres bei der Exp. d. Bl. 54] Auf das Comptoir eines hiesigen Fabrikgeschäfts wird Ostern oder früher ein Lehrling gesucht- Offerten unter J100 an die Exp d. Bl. 743] Ein braver, kräftiger, 13jähriger Junge wünscht sich Familienoerhältntsse halber während seiner freien Schulzeit zu beschäftigen. Näheres in der Exped. d. Bl- Vermischte Anzeigen, leues Theater, Giessen Heute Montag den 29. Januar: Der Widerspenstigen Zähmung. Lustspiel in 6 Abth. von W. Shakespeare. Freitag den 2. Februar: — Benefiz für Fräulein Grohmann. — Der Pfarrer von Kirchleid. Iu bester Geschäftslage Gießens 1 wird ein größeres Haus mit Laden ob. ein solches, welches sich zu diesem Zweck umbauen läßt, bei größerer Baar-Anzahlung zu kausen ges. Oss. 8ut>.^.R.l60a,d.EO.d.Bl. Pferde zum Schlachten werden stets angekauft. [23 Kehler, NonMäckter. eg en Husten Heiserkeit, Katarrh ree ste ewährteste Hausmittel: ist. (ids\ .GIF? _ Red.cliLN: Ä. Srbcvo«. — Truck nnb Verl-g brr Brühl icüen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsck) in Gießen.