Nr. 304 Erstes Blatt. Samstag den 29. December 1894 Wehener Anzeig er General-Htnzeiger. Anrts- und Anzeigeblntt für den Tkreis Gieren Redaction, Expeditiotz und Druckerei: Sch«tgrasjeAr.7. Fernsprecher 61. vierteljähriger Avonnemcutsprets r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener AamikieuSkälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der ♦Ufcttux Anzeiger erscheint täglich, Mil Ausnahme de- MontagS. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de« folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. ] Gratisbeilage: Gießener Jamikienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In« und Auslandes nehme« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Der Ortsvorstand zu Biebesheim beabsichtigt, mit dem am 5. März 1895 zu Biebesheim stattfindenden Fasel-, Zuchtvieh- und Schweinemarkt eine Verloosung von Zuchtvieh zu verbinden. Das Großherzogl. Ministerium des Innern und der Justiz hat die nachgesuchtc Erlaubniß zur Veranstaltung dieser Verloosung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 10 000 Loose zu 1 Mk. das Stück ausgegeben werden dürfen und mindestens 70 % des Bruttoerlöses aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Der Vertrieb der Loose ist im Großheczogthum gestattet worden. Gießen, den 23. December 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Politische Jahresrundschau. i. Wenig pflegt ein Jahr im Leben der Staaten und Völker zu bedeuten, dennoch schließt ein solcher Zeitabschnitt immer wieder eine Fülle mehr oder weniger hervorragender Ereigniffe in sich ein, welche für den Politiker einen Rückblick auf den vollendeten Zeitraum rechtfertigt. Auch das Jahr 1894 zeitigte eine ganze Reihe politischer Begebenheiten von allgemeinerem Interesse, sie sollen im Rahmen der folgenden Betrachtung noch einmal am geistigen Auge vorüberziehen. Wenn wir mit unserem deutschen Vaterlande beginnen, so gedenken wir zunächst der erlauchten Person des Kaisers, der unermüdlich seines verantwortungsreichen hohen Amtes als Schirmherr des Reiches waltet. Wie schon in den vorangegangenen Jahren, so hat Kaiser Wilhelm auch im Laufe des Jahres 1894 Zusammenkünfte mit seinen hohen Verbündeten, mit dem Kaiser Franz Josef von Oesterreich und dem König Humbert von Italien, gepflogen, welche Monarchenbegegnungen aufs Neue den unerschütterlichen Weiterbestand des mitteleuropäischen Friedens- bündnisses bekundeten. Mit dem italienischen Herrscher traf der deutsche Kaiser in den Mauern Venedigs gelegentlich des Frühjahrsaufenthaltes der kaiserlichen Familie in Abazzia zusammen, wobei auch die Kaiserin Auguste Victoria zugegen war. An Abazzia selber aber empfing Kaiser Wilhelm den Besuch des Kaisers Franz Josef, worauf der erstere auf der Rückreise aus dem Süden dem österreichischen Monarchen einen Gegenbesuch in Wien abstattete. Im Sommer unternahm Kaiser Wilhelm wiederum seine herkömmliche Nordlandsfahrt, auf welcher ihn diesmal die Kaiserin begleitete, und zwar bis Dronlheim; später weilten dann der Kaiser und die Kaiserin abermals am verwandten englischen Hofe. Im Jnlande unternahm der Kaiser zahlreiche kleinere und größere Reisen, welche der Beiwohnung an den Manöver» des Landheeres und der Marine, Besuchen an verschiedenen Höfen, der Veranstaltung von Jagden usw. galten. Ein für jeden patriotischen Deutschen hocherfreu- licheS Eretgniß bildete der Besuch, welchen Fürst Bismarck auf Einladung des Kaisers demselben am 26. Januar in Berlin abstattete- diese Berliner Reise des Fürsten in Verbindung mit dem alsbald erfolgten Gegenbesuche des Monar- cheu in Friedrichsruh bedeutete die vollständige Beilegung der Spannung, welche so lange zwischen dem Kaiser und dem Altreichskanzler bestanden hatte. Fürst Bismarck selber mußte in dem abgelaufenen Jahre das Hinscheiden seiner treuen Lebensgefährtin, der Fürstin Johanna, beklagen. Das deutsche Volk in seinen weitesten Schichten nahm innigen Antheil an dem tiefen Schmerze des greisen Staatsmannes, und diese allgemeine Theilnahme ist dem Altreichskanzler sichtlich ein großer Trost in seinem schweren Leid gewesen. Der politisch bedeutsamste Jahresvorgang für Deutschland wurde durch den Kanzlerwechsel im Reiche und den hiermit eng zusammenhängenden Ministerwechsel in Preußen dargestellt. Am gleichen Tage, am 26. October, traten der Reichskanzler Graf Caprivi wie der preußische Ministerpräsident und Minister des Innern, Graf Eulenburg, von ihren Aemtern zurück. Obwohl das Doppelereigniß an sich aller Welt überraschend kam, so bildete es doch nur den einzig naturgemäßen Abschluß der schleichenden Crisis, welche in Gestalt steter Reibungen und Differenzen zwischen den maßgebenden politischen Persönlichkeiten im Reiche und Preußen bestanden hatte. Die Übeln Erfahrungen, welche mit der Trennung des Retchskanzler- postens vom Vorsitz im preußischen Cabinet gemacht worden waren, veranlaßten jetzt die Wiedervereinigung beider Posten in einer Hand. Der bisherige Statthalter Fürst Hohenlohe-SchillingSfürst wurde vom Kaiser in rascher Entscheidung zum Reichskanzler und preußischen Minister - Präsidenten ernannt; auf den elsaß- lothringischen Statthalterposten wurde als Nachfolger des Fürsten Hohenlohe ein Verwandter desselben, der Fürst von Hohenlohe-Langenburg, berufen. Während aber in den höheren Reichsämtern keine weiteren Personalveränderungen nachfolgten, traten solche im preußischen Staats- Ministerium ein. Gleichzeitig mit der Berufung des Fürsten Hohenlohe an die Spitze der Reichs- und der preußischen Staatsgeschäfte war die Ernennung des seitherige« Unter» staatssecretärs in der elsaß-lothringischen Regierung, von Köller, zum Minister des Innern erfolgt, im Laufe der nächsten Wochen reihten sich hieran noch die Ernennung des Landesdirectors von Hannover, des Freiherrn v. Hammerstein- Loxten, zum preußischen LandwirthschaftSminister an Stelle v. Heyden-Cadows, und diejenige des Oberlandesgerichts- Präsidenten Schönstedt in Celle zum Justizmintster an Stelle Dr. v. Schellings. Die Zett des amtlichen Wirkens der „neuen Männer" im Reiche und in Preußen ist noch zu kurz, um hieraus schon bestimmte Schlüsse auf die weitere Entwickelung unserer politischen Verhältnisse ziehen zu können, doch haben schon die ersten Schritte der neuen Regierung erkennen laffen, daß sie in ihrer Gesammtpolitik mehr nach rechts neigen wird, als dies von dem „Curse Caprivi" gelten durfte. Jedenfalls sieht sich aber vor Allem der neue Reichskanzler vor schwierige Aufgaben gestellt, wie sie namentlich durch die wichtigsten Vorlagen der gegenwärtigen ReichStagS- session, die sogenannte „Umsturz-Vorlage", die Tabaksteuer- Vorlage, die Vorlagen über die Reform der Retchsfinanzen und über die Reform der Börse, sowie durch die Novelle zu den Reichsjustizgesetzen, repräsentirt werden. Zunächst kann man nur hoffen und wünschen, daß die Lösung aller dieser ernsten und bedeutsamen Fragen gelingen möge, ohne daß schwere Conflicte zwischen Negierung und Reichstag zu überwinden wären. Die letzte Reichstagssession gelangte am 5. April 1894 zum Abschluß, ihre hervorragendsten positiven Ergebnisse waren das Zustandekommen der neuen Stempelsteuer-Vorlage und die Genehmigung des russischen Handelsvertrages. Die jetzige Reichstagssession nahm am 5. December ihren Anfang. Die auswärtigen Beziehungen des deutschen Reiches entsprachen in ihrer Entwickelung und Gestaltung vollständig den gesicherten friedlichen Verhältniffen in Europa. Speciell ist hervorzuheben, daß mit dem Inkrafttreten des Handelsvertrages Deutschlands mit Rußland eine nachhaltige Wendung zum Beffern in dem gegenseitigen Verhältniffe der beiden großen Reiche etntrat. Nicht unberührt ist dagegen Deutschland von dem noch andauernden Kriege zwischen Japan und China geblieben insofern wenigstens, als der Schutz der bedeutenden deutschen Handelsintereffen in Ostafien die Zusammenziehung eines stattlichen deutschen Geschwaders in Stärke von 7 Schiffen an den Küsten Chinas nothwendig gemacht hat. Einen Zwischenfall mit Marokko führte die Ermordung des deutschen Kaufmannes Neumann bei Casal- lanka herbei, doch befindet sich die Sache auf dem Wege gütlicher Regelung. In der deutschen Colonialpolitik waren auch in dem abgelaufenen Jahre verschiedene bemerkens- werthe Vorgänge zu verzeichnen. Mit Frankreich wurde ein Abkommen über die Abgrenzung des Hinterlandes von Kamerun getroffen, dagegen gerieth Deutschland mit England in einen colonialpolitischen Conflict infolge des Vertrages zwischen England und dem Congostaat, der die deutschen Interessen direct bedrohte. Deutschland erhob energischen Protest gegen diesen Vertrag, soweit derselbe die colonialen Interessen Deutschlands gefährdete, und wirklich erreichten die scharfen Vorstellungen des Berliner Auswärtigen Amtes, daß die englische Regierung die betreffenden Bestimmungen des Vertrages fallen ließ. In Deutsch-Südwest Afrika gelang nach jahrelangen Kämpfen die Gefangennahme des rebellischen Hottentotten - Häuptlings Hendrich Witboi durch Major Leutwein, in Deutsch - Ostafrika brachte Gouverneur von Scheele den räuberischen Wahehe eine empfindliche, aber leider nicht nachhaltige Niederlage bei. Deutscher Reich. Darmstadt, 27. December. Ihre Königlichen Hoheiten der-Großherzog und die Großherzogin haben gestern Nachmittag im Palais am Luisenplatz den nichtconfirmirten Kindern der Hosdienerschaft eine Christbescheerung zu bereiten geruht. Berlin, 27. December. Die weihnachtliche Festpause hat in den inneren Angelegenheiten keinerlei bemerkenöwerthereS Eretgniß von politischer Bedeutung gezeitigt. Seit der Weihnachts-Vertagung des Reichstages pulsirt überhaupt das ganze politische Leben in Deutschland nur sehr langsam, die mancherlei schwebenden TageSsragen von politischem wie sonstigem allgemeineren Interesse sind bis auf Weiteres mehr in den Hintergrund getreten. Erwähnenswerth wäre höchstens die von der „Köln. VolkSztg." gebrachte Nachricht, wonach eine durchgreifende Neuorganisation in der allgemeinen Verwaltung Preußens, verbunden mit Ersparniffen, geplant sein soll. Es handele sich darum, eine Zwischeninftanz fallen zu laffeu> entweder den Landrath oder die Regierung, wahrscheinlich wird auf letztere verzichtet werden. Die Angelegenheit bilde den Gegenstand von Erörterungen und Erwägungen bei den zuständigen Ministern. Dazu bemerken Berliner Blätter, daß der Plan einer völligen Neuorganisation der allgemeinen Verwaltung Preußens schon öfters dagewesen sei und daß er sich wohl ausführen laffen würde, nur seien auf keinen Fall die Landrathsämter zu entbehren. — Die Beilegung der langen „Bier seh de" in Berlin zwischen den vereinigten Brauereien und der Social- demokratie ist „im Princip" in einer gemeinsamen Conferenz der Bevollmächtigten beider Parteien beschlossen worden. Die bevollmächtigten Vertreter des Brauerei-Ringes erklärten ihre Zustimmung zu sieben Forderungen der socialistischen Parteileitung, während der Reichstagsabgeordnete Singer für den anderen Theil zusicherte, es solle auf Grund der betreffenden Zugeständnisse der Brauereien den zwischen Weihnachten und Neujahr einzuberufenden Volksversammlungen die Aufhebung des Bierboycotts empfohlen werden. Zweifellos wird sich auch die große Mehrzahl der „Genossen" in diesem Sinne entscheiden und es steht demnach für den 1. Januar 1895 die osficielle Beendigung des von beiden Seiten mit großer Zähigkeit geführten BierkriegeS zu erwarten. Man kann sich indessen des Eindruckes nicht erwehren, daß die Sozialdemokratie bis zu einem gewissen Grade als Sieger aus diesem Principienkampfe hervorgeht. Sie hat von ihren ursprünglichen hauptsächlicheren Forderungen lediglich diejenige der Anerkennung der socialistischen Maifeier seitens der vereinigten Brauereien fallen lassen, anderseits jedoch wurden von ihr sehr wichtige Punkte durchgesetzt, vor Allem die Wtedereinstellung des Restes der strikenden Brauereiarbeiter und die besondere Berücksichtigung der übrigen entlaßenen Brauereiarbeiter bei Aufstellung der Listen des vereinbarten neuen Arbeitsnachweises. Es dürfte sich früher oder später zeigen, daß dieser AuSgang des Berliner Bierboycotts gleichbedeutend mit einer erheblichen Stärkung des Selbstbewußtseins der Socialdemokratie ist. — Graf Schuwalow, der bisherige Botschafter Rußlands am Berliner Hofe, ist durch eine Ordre des Czaren am 25. December zum General- Gouverneur von Warschau und Commandirenden des Warschauer Militärbezirks ernannt worden, an Stelle des Generals Gurko. Alle jene, welche ein dauerndes, aufrichtiges, sreundnachbarliches Verhältniß zwischen Deutschland und Rußland wünschen, werden den Grafen Schuwalow gewiß nur mit Bedauern von seinem Berliner Posten scheiden sehen. Denn während seiner langjährigen diplomatischen Wirksamkett am deutschen Kaiserhofe hat sich Graf Schuwalow allzeit als ein warmer Förderer möglichsten Einvernehmens zwischen den beiden großen Nachbarmächten erwiesen und in dieser Richtung hat er sich namentlich in jenen wiederholten kritischen Momenten bewährt, die im Laufe der letzten Jahre in dem Verhältnisse zwischen Deutschland und Rußland hervortraten. Man kann darum nur hoffen und wünschen, daß auch der künftige Botschafter Rußlands in Berlin, über dessen Persönlichkeit allerdings noch nichts Näheres festzustehen scheint, in dem versöhnlichen und ausgleichenden Sinne des Grafen Schuwalow wirken möge. Neueste NacheIchten. Wolff» telegraphische» Eorrespondenr-Bureau. Berlin, 27. December. Der „Reichsanzeiger" bringt eine Mittheilung des FinanzminifterS an die königlichen Re- gierungen, daß eine Entscheidung darüber, ob, beziehungsweise in welchem Maße, die im landwirthscha ftlich en Be- triebe selbstgewonnenen Roh- und HilfSftoffe von der Roheinnahme der Brennerei bei der Gewerbesteuer in Abzug zu bringen seien, nur durch das OberverwaltungS- gericht erfolgen kann. Nach der Auffassung des Ministeriums wird hiervon heute Abend im liberalen Club officiell Mittheilung machen. Nom, 27. December. Der Papst hat dem russischen Botschafter Lobanow, welcher die Thronbesteigung des müffen diese Roh- und Hilfsstoffe nach den Marktpreisen zu den Betriebsausgaben der Brennerei gerechnet werden. Reggio (Calabrien), 27. December. Heute Morgen um 7 Uhr wurde hier ein ziemlich heftiger Erdstoß verspürt. Czaren notificirte, den Chriftusorden in Brillanten verliehen. Brüssel. 27. December. In Grammont fanden zwischen strikenden Zündholzarbeitern und solchen, welche sich dem Kopenhagen, 27. December. Die Vereinigte Dampf- schiffs'Gesellschaft in Kopenhagen hat heute eine Depesche er« halten, laut welcher ihr Dampfer „Alexander III.* am Sonntag Morgen in der Nordsee total verunglückt ist. Capitän Rabe und fünf Mann sind an der Mündung der Elbe gerettet worden, das Schicksal der übrigen sechzehn oder siebzehn an Bord Befindlichen ist unbekannt. Paris, 27. December. Das Abkommen Frankreichs mit Spanten verlängert den handelspolitischen modus vivendi, der am 31. December erlöschen würde, auf unbestimmte Zeit, so daß er bis zur ausdrücklichen Kündigung, die drei Monate vorher auszusprechen ist, in Giltigkeit bleibt. Loudon, 27. December. Rach einer Meldung des Reuter'schen Bureaus aus Kanigurum vom 23. d. Mts. ist eine Abtheilung, die abgeschickt war, um die Posten der Maasud Waziris zu zerstören, gestern Abend nach einem Scharmützel mit dem Feinde dorthin zurückgckehrt. Zwei englische Offiziere und vier eingeborene Sappeure wurden verwundet. Die Verluste deS Feindes find unbekannt. Eine derachirte Abtheilung hatte ebenfalls ein Zusammentreffen mit dem Feinde, über das nähere Mittheilungen fehlen. Petersburg, 27. December. Der Kaiser und die Kaiserin werden am 5. Januar auS Zarskoje-Sselo hierher zurückkehren. — Die Reise der Kaiserin-Wittwe nach dem Kaukasus ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Yokohama. 27. December. Meldung des Reuter'schen Bureaus. General Nodzu, der Befehlshaber der ersten japanischen Armee, hat gestern telegraphirt, daß die Lage in Feng-Huang Tscheng unverändert ist. Eine Depesche des Generals Kaftura aus Haitscheng vom 24. d. M. meldet, daß General Sung nach der Niederlage bei Kogasai sich nach Niutschuang zurückbegab, sodann aber Niutschuang verließ und sich mit dem größten Thetl der dort liegenden Truppen nach Denschodai zurückzog,- in Niutschuang befinden sich jetzt keine chinesischen Truppen. Die chinesischen Streitkräfte in Naisam- barsi find seit dem 18. dsS. Mts. mit der Ausdehnung der Verschanzungen und der Verstärkung der Cavallerie beschäftigt. In der Richtung von Potschi ausgesandte Recog« noscirungs-Abtheilungen meldeten, daß 8000 Mann chinesischer Truppen von Cilco die Küste entlang vorrücken. Depeschen Bureem Darmstadt, 27. December. Der russische Vtceadmiral Kremer ist Weihnachten hier eingetroffen und im Hotel zur Traube abgestiegen. Heute Nachmittag wurde derselbe vom Großherzog empfangen, um die Thronbesteigung Kaiser Nicolai H. anzuzeigen. Später fand Galatafel statt. Berlin, 27. December. Generallieutenant v. Blum- Ausstande nicht angeschloffen hatten, blutige Erawalle statt. Dieselben waren so ernsthafter Natur, daß die Polizei energisch einschreiten mußte. Paris, 27. December. Zu Ehren der russischen Specialcommission ist gestern im Elyfee ein großes Diner abgehalten worden. Demselben wohnten das ganze Personal der russischen Botschaft, sämmtliche Minister, mit Ausnahme des erkrankten Ministers des Aeußern Honotaux, sowie die Präsidenten des Senates und der Kammer bet. Präsident Casimir Perier brachte bei der Tafel ein Hoch aus- den Czaren aus. Paris, 27. December. Frau Dreyfus beabsichtigt ihren Gatten nach Neucaledonien zu begleiten. Paris, 27. December. Gestern wurde der gerichtliche Verkauf der Immobilien von Cornelius Herz abgehalten. Der Ertrag — 1348 000 Franken — fließt tu die Liqui- dationskaffe der Panamagesellschaft. Rouen, 27. December. Vom Portale des hiesigen Domes wurden 20 Statuen gestohlen. Die unbekannten Diebe verkauften dieselben. London, 27. December. Es sind bis jetzt 130 Todesfälle gemeldet worden, welche durch die letzten Stürme herbeigeführt worden sind. Petersburg, 27. December. Behufs Hebung deö Besuchs der Universität Dorpat, der seit Aufhebung des deutschen Sprachunterrichts sehr gesunken war, hat die Unterrichtsverwaltung beschloffen, eine größere Vermehrung des Lehrpersonals vorzunehmen und eine namhafte Summe zur Unterstützung russischer Studenten auszusetzen. Loyaler tut» ptMtSttifeHe». Gießen, den 28. December 1894. ** Persoualveräuderuug am Großh. Amtsgericht. Amts- gerichtßrath Gebhardt übernimmt als Vorsitzender Richter mit dem 1. Januar die Leitung des Schöffengerichts. Amtsgerichtsrath Seeger wird von demselben Zeitpunkt an die Civil-Abtheilung des Amtsgerichts übernehmen. ♦* Prüfung für Gerichtsschreiber und Gerichtsvollzieher. Das Ergebniß der in Darmstadt von 22. bis 27. October d. I. unter dem Vorsitze des Herrn Oberlandesgerichtsraths Forch abgehaltenen Prüfung für Gerichtsschreiber und Gerichtsvollzieher ging jetzt den daran betheiligt gewesenen Herren zu. Von 14 aus den drei Provinzen erschienenen Candidaten haben diesmal nur 6 bestanden und zwar aus Starkenburg die Herren Gerichtsschreiber-Aspiranten I. Sch man dt und L. Wagner-Darmstadt, I. Neff aus Biblis, aus Oberhessen G. O r b ig-Gießen, aus Nheinheffen I. Hcckmann- rö d er, Commandant des hiesigen Jnvalidenhauses, ist gestern früh im Alter von 75 Jahren gestorben. Berlin, 27. December. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." hört, steht die Bekanntgabe des Untersuchungsergebniffes in der Angelegenheit der Oberfeuerwerkerschüler in kurzer Zeit bevor. Berlin, 27. December. Die „Berl. Neust. Nachr." können zu der Meldung der „Augsb. Abendzeitung", daß der letzte Besuch deS Grafen Herbert Bismarck in Berlin dem Reichskanzler Fürsten Hohenlohe gegolten habe, hinzusügen, daß dieser Besuch den Zweck hatte, dem Fürsten Hohenlohe den Dank des Fürsten Bismarck für die erwiesene Theilnahme auszusprechen. Berlin, 27. December. Wie die „Post" meldet, wird der Reichskanzler Fürst Hohenlohe morgen Nachmittag mit seiner Familie aus Podtebrand wieder in Berlin eintreffen. Berlin, 27. December. Es ist angeregt worden, dem Fürsten Bismarck zu seinem 80. Geburtstage eine Huldigung der Lehrkörper sämmtlicher Universitäten des Reiches darzubringen. Dem Vernehmen nach haben bereits mehrere Senate zugestimmt. Berlin, 27. December. Das Generalcommando des Garde-Corps theilt mit, daß eine Abhaltung von Winter- manövern bisher nicht vorgesehen ist. Essen, 27. December. .Der Bergarbeiter-Congreß hat heute Morgen folgende vom Reichstagsabgeordneten Möller-Waldenburg eingebrachte Resolution angenommen: Eine längere Schichtzeit für die Bergarbeiter als die achtstündige verhindert die nothwendtge Erholung und Wiederkräftigung, führt somit zur fortschreitenden Verelendung und zwar ohne eine Mehrleistung zu erzielen, weil im gleichen Verhältniß, wie die stetige Uebermüdung fortgesetzt wird, das Maß der Arbeitsleistung sinkt. In Erwägung dieser That- sachen erklärt der Congreß die Einführung der Achtstundenschicht, einschließlich der Ein- und Ausfahrt, für eine dringende Nothwendtgkeit. München, 27. December. Beim hiesigen Jufauterie- Leibregiment erkrankten 49 Mann an Scharlach, in 33 Fällen ist die Erkrankung eine leichtere. Wien, 27. December. Aus Arco (Südtirol) wird gemeldet, der Exkönig Franz von Neapel leide an Zuckerkrankheit. Sein Zustand sei andauernd bedenklich. Wien,27. December. Exkönig Franz von Neapel ist heute in Arco gestorben. Lemberg, 27. December. Die Statthalterei löste den akademischen Verein auf, weil derselbe einen Ausruf zur Veranstaltung einer Nationalfeier zur Erinnerung an die dritte Thetlung Polens nachdrücklich empfohlen hatte. Budapest, 27. December. Der Kaiser ist bereits hier eingetroffen und wird zuerst den Ministerpräsidenten Wekerle, alsdann den Fürstprimas Vashary und die Präsidenten des Abgeordneten- und Magnatenhauses empfangen. Wekerle Planig (z. Z. in Mainz) und F. Beck-Worms. Gerichtsvollzieher-Aspiranten waren keine erschienen. * * Jubiläum. Am 29. December sind es 25 Jahre, seit Herr Maschinenmeister Qu er n er, der technische Leiter der Betriebswerkstätte der Oberheff. Eisenbahnen, in dieser Eigenschaft thätig ist. Der Verkehr und das Einvernehmen zwischen dem Jubilar und seinen Untergebenen waren während der langen Reihe von Jahren recht gute, und von ganzem Herzen werden dem Herrn Querner an seinem Jubeltage deren Segenswünsche begleiten. Wir wünschen, daß dem Jubilar in seiner verantwortungsvollen Stellung noch eine recht lange und glückliche Laufbahn beschieden sein möge. * * Kirchendiebstahl. Am 2. Weihnachtsfeiertage in den Stunden nach V24 Uhr Nachmittags wurde in der katholischen Kirche der Inhalt einer dort aufgestellten Sammelbüchse entwendet, doch dürfte die dem Dieb gewordene Beute nur wenige Pfennige betragen haben, da kurz vorher, als man den Diebstahl merkte, der Behälter entleert worden war. Die geleerte Sammelbüchse fand sich später vor dem Gotteshaus liegend wieder. ’* Klein Feuer im Kaiferhof. Als gestern gegen Abend im Kaiserhof einer der Kellner das Gas anzündete, kam er mit dem aus einer SpirttuSflamme bestehenden Anzünder der Portierendecoration zu nahe, so daß dieselbe in Brand gerieth. Dem energischen Zugreifen eines anwesenden Gastes gelang es, das Feuer im Keime zu ersticken und ist der Schaden nur unbedeutend. * * Seminaristisch gebildete Lehrer au höheren Schulen. Mit Genehmigung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs hat das Ministerium an die Stände des Großherzogthnms, zunächst an die Zweite Kammer derselben, das Ansinnen ge- mit 1650 1. 5. 31. Dienstjahre an, und 2) daß der zur Durchführung dieser neuen Gehalts 1900 2150 2400 2650 2900 3150 I II III IV V VI VII // // // n H // // // // // 6,-10. 11.—15. 16.—20. richtet zu einer Einrheilung der an den Gymnasien, Realgymnasien, Realschulen und Taubstummenanstalten bestehenden 84 Stellen für definitiv angestellte, seminaristisch gebildete Lehrer in sieben Gehaltöklasseu mit einem Mtnimalgehalt von 1650 und einem Maximalgehalt von 3150 Mk., sowie weiter dazu die Zustimmung zu ertheilen: 1) daß die betreffenden Lehrer tn die betreffenden Gehaltsklaffen bei tadelloser Dienstführung nach Maßgabe ihrer Anciennität, und zwar mit Wirkung von der ersten dienstlichen Verwendung nach bestandener Definitorialprüfung, wie folgt aufrücken: regulirung erforderliche Mehrbedarf, der sich zur Zeit auf etwa 11,000 Mk. beläuft, aus Ueberfchüssen der vorderen Finanzpertoden entnommen wird. in // // // // H H Klaffe // // // // 1! U vom // Mk. u // II H // // Dienstjahr, u n // // n 21.-25. 26.—30. ** Zu Amerika verstorbene Heffen. New.York City, N. Y.: Johann Philipp Mauer, 51 Jahre alt, aus Flonheim. Baltimore, Md.: Nathan Lehmann, 58 Jahre alt, aus Darmstadt. Indianapolis, Jnd.: Valentin Köhler, 37 Jahre alt, aus Freimersheim. Pittsburg, Pa.: Peter Engel, 44 Jahre alt, aus Büßfeld. Town Alma, Wis.: Joseph Vollmer sen., 75 Jahre alt, aus Darmstadt. * Grünberg. 26. December. Ueber eine traurige Störung des Wechnachtsfeftes wird aus Burg-Gemünden berichtet: Während der Vorbereitungen zur Weihnachtsbescheerung wurden die beiden Jungen des Herrn Oberförsters Kutsch in ein Nebenzimmer gewiesen, wo der eine eine geladene Pistole ergriff und seinen Bruder durch einen Schuß verwundete. — Heute Morgen wurden zwei Hunde, den Herren Kreisveterinärarzt Neunhöffer und Bauaufseher Maringer gehörig, der eine in der Hundehütte und der andere in einem Latten- verschlag vergiftet aufgesunden. Ob ein Zufall oder ein Act von Schurkerei vorliegt, konnte nicht festgestellt werden. Gr. Anz. § Grebenhain, 26. December. Heute starb dahier die älteste Frau unseres Kirchspiels, M a r i a F a i tz, im 87. Lebensjahre stehend- sie hinterläßt neben Kindern, Enkeln und Urenkeln auch Ur-Urenkel. Darmstadt, 27. December. Staatsminister Finger vollendet am 13. Januar n. I. sein siebzigstes Lebensjahr. Es war beabsichtigt, bei dieser Gelegenheit eine öffentliche Kundgebung und Begrüßung zu Ehren des Jubilars zu veranstalten. Dieselbe muß jedoch unterbleiben, weil der Jubilar gebeten hat, von einer solchen Abstand zu nehmen. N. H. V. * Seligenstadt, 26. December. Die seit einiger Zeit unter der Kinderwelt unserer beiden Nachbargemeinden Klein- Krotzenburg und Hainftadt herrschenden Masern wurden in Einzelfällen auch in unserem Städtchen feftgestellt. Einem jungen Ehepaare fielen am Sonntage innerhalb weniger stunden zwei Kinder der meist mit Complicationskrankheiten auftretenden Krankheit zum Opfer. In Klein Krotzenburg sind bereits 30 Kinder der Seuche erlegen. Die dortigen Schulen sind seit 3 Wochen geschlossen. In Hainstadt forderte die Epidemie schon 4 junge Menschenleben. Darmst. Ztg. A Mainz, 27. December. Der Maschinenführer des während der Feiertage hier vor Anker gelegenen holländischen Dampfers „Emma, Königin der Niederlanden", Martin Cälois aus Amsterdam, erlitt gestern Nachmittag einen grauenvollen Tod. Derselbe wurde von der Kolbenstange der Maschine erfaßt und ihm die Hirnschale total zerschmettert, so daß der Tod sofort eintrat. — Die hiesigen Stadtverordneten haben heute Abend — einen vor 14 Tagen gefaßten Beschluß cassirend — beschloffen, die „Stadthalle" dem Carnevalsverein „Narrhalla" gegen die übliche Miethe von Mk. 7000 während der nächsten Caruevalsaison zu überlassen. Bei dem vor 14 Tagen gefaßten Beschluß war bedingt worden, daß der Stadtkaffe auch die Hälfte aus der Einnahme von dem Maskenballe zufließen solle, welche Bedingung in gewissen Kreisen eine arge Aufregung verursacht und man sich daher zur Aufhebung bereglen Beschlusses veranlaßt gesehen hat. — Die Einfuhr inländischer Weine in hiesiger Stadt hat in letzter Zeit außerordentlich zugenommen. Dieselbe betrug im verflossenen November 14,490 Hectoliter, mehr als das Doppelte von der Einfuhr in dem gleichen Monat des Vorjahres, indem im November 1893 nur 6489 Hectoliter eingeführt wurden. Vermischtes. * Frankfurt a. M., 27. December. In der Strafanstalt zu Preungesheim starb gestern der ehemalige Haupt- cassirer des Bankhauses M. A. von Rothschild & Söhne, Rudolf Jaeger, welcher wegen Defraudation im Jahre 1892 zu 10 Jahren Gefängniß verurtheilt worden war. Jaeger, welcher schon längere Zett leidend war, zeigte sich in der letzten Zett auffallend renitent und wurde deshalb öfter mit Dunkelarrest bestraft. ^Is. Karlshafen, 27. December. In Ergänzung der Nachricht über den Zusammenstoß zweier Güterzüge in dem Wahvbecker Eisenbahntunnel auf der Bahn Ottbergen- N o r t h e t m ist noch folgendes Nähere mitzutheilen: Der Güterzug Nr. 825, welcher von Köln-Soest kam, war sehr ausgedehnt und mit Stückgütern, Weihnachtssendungen rc. beladen, derselbe kam ungefährdet und ungehindert bis Carlshafen, von wo aus er in der Richtung nach Bodenfelde-Northeim zu gegen Mitternacht in dienstlich vorschriftsmäßiger Weise auch abgelassen wurde. Der andere Güterzug Nr. 832, welcher aus entgegengesetzter Richtung kam, scheint nicht vorschriftsmäßig abgegangen zu sein, wodurch der furchtbare Zusammenstoß herbeigeführt worden ist. In der Mitte des etwa einen Kilometer langen eingleisigen Tunnels fuhren die beiden Züge mit fast voller Fahrgeschwindigkeit aufeinander, ein furchtbares Zerstörungswerk anrichtend, weil wegen der im Tunnel immerhin herrschenden beschränkten Beleuchtung die Locomotivführer der beiden Züge erst wenige Sccunden vor der Katastrophe das Schreckliche der Situation erkennen konnten. Die beiden Locomottven bohrten sich tief in einander, die nachfolgenden Wagen zertrümmerten unter furchtbarem Krachen und thürmten sich hoch übereinander, stürzten um und fielen zur Seite, den Tunnel fast vollständig blockirend, dazu finstere Nacht, das Geschreie und Wehklagen der Schwerverletzten, die in den Trümmern wie mit Schrauben und eisernen Klammern eingekeilt waren und nach geraumer Zett erst herausgesägt und gehauen werden konnten, in der That ein schauriges Bild grauenhafter Vernichtung. Nach dem Zusammenstöße brach in einem Wagen, der eine entzündliche Masse enthielt, Feuer aus, doch wurde dasselbe alsbald gelöscht. Wie bereits mitgetheilt, ist der Packmeister des Soester Zuges tobt, die Locomotivführer, Heizer, Zugführer und mehrere Bremser, zusammen acht, lebensgefährlich verletzt. Nachdem die Aerzte aus Carlshafen und Lippolds- berge auf der Unglücksstätte den ersten Verband angelegt, wurden die Schwerverwundeten in die Krankenhäuser nach Submission Straßendeckmaterial 9757 10333] Renting. furterstraße 64, einzusehen oder von dort 10429 9756 Kimm DWps-KOk-KkMM 10444 «rische 10424 heim Beuern, empfiehlt 10437 zu J. M. Schulhof Jacob Hänsser, Ludwigstraße. 9674 10443] Das von Herrn Forstmstr. Block bewohnte Logis, 6 Zimmer, Badez. und Zub, ist pr. 1. April 1895 anderw. zu vermiethen. Näh. im Hause Nordanlage 27 und bei Architekt Stein. Haupt- Söhue, i Jahre n war. zte sich deshalb Georg Höhl, Bahnhofstraße, Heinrich Zell, Neustadt. Georg Kinkel, Kreuzplatz. Engel, Gerichtsvollzieher. Gießen, 30. November 1894 Grotzh. Ortsgericht Gießen. I A.: Bogt. Gießen, 30. November 1894. Großh. Orlsgericht Gießen. I. 3t: Bogt. Carl Schulze II., Schillerstraße, W. Hammel, Grünbergerstraße. Heinrich Hahn, Bismarckstraße, Die Lieferung von 500 cbm Basaltkleinschlag zum Einwalzen einer StaatS-Straßenstrecke zwischen Butzbach und Griedel soll, in 5 Loose theilbar, öffentlich vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen mit Angabe der einzelnen Loose sind in dem Amtslocal der unterzeichneten Behörde offen gelegt, woselbst bis zum Eröffnungstermin: Samstag, den 5. Januar 1895, Vormittags 11 Uhr, die Offerten schriftlich und verschloffen einzureichen sind. Zuschlagsfrift 14 Tage. Vollendung der Lieferung bis 20. März 1895. Gießen, den 21. December 1894 Großh. Kreisbauamt Gießen. chr. Hessische Staatseisenbahnen. Nkrdmgunsd.Ficferiing ».Kieferu- schwellen für den Oberbau der Nen- bauliuie Grnnbcrg-sondorf. Die Lieferung von 17000 Stück gewöhnlichen Querschwellen und 1200 Stück Weichenschwellen, beide aus Kiefernholz, nicht imprägnirt, auf den Lagerplatz Bahnhof Alsfeld soll im Ganzen oder, bezüglich der gewöhnlichen Querschwellen.in Thetlen von nicht unter 500 Stück öffentlich verdungen werden. Die Bedingungen sind im Büreau der unterzeichneten Behörde in Gießen, Frank- Dermietyungen. 8365] Mittlerer Stock, 5]Zimmer mit Zubehör, per Januar 1895 zu vermiethen- Ehr. Haubach 11. Spar- und Leihkaffe Gießen. Es wird hierdurch zur Kenntniß der Jntereffenten gebracht, daß Montag den 31. December L I. Zahltag abgehalten wird. ! Ein gebrauchter Ofen ! ziemlich groß, wird zu kaufen gesucht Offerten an das 10445 »Gasthaus zum weißen Rotz.« Knmstng tat 12. Januar 1895, Nachmittags 2V, Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Vergolder Karl Leib in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 1 Nr. 1093 — 203 qm Hofraithe hinter dem Burggraben, Flur 1 Nr. 1061«/ioo - 180 qm Grab' garten hinter dem Stockhause öffentlich meistbietend versteigert werden. Matzen aus der Matzenfabrik von A. Gries» Montag bk« 31. Arcembkr 1894, Nachmittags 2 Uhr, im Adler zu Gießen werde ich öffentlich gegen Baar versteigern: verschiedene Gold- und Silbersachen, als: Tafelaufsätze, Becher, Uhrketten, 1 Pocal. Samstag den 12. Januar 1895, Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Vergolder Karl Leib in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 1 Nr. 1093 — 203 qm Hofraithe hnter dem Burggraben, Flur 1 Nr. 1061“/lti0 - 180 qm Grabgarten hinter dem Stockhause öffentlich meistbietend versteigert werden zu beziehen. Angebote sind postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen an die unterzeichnete Behörde bis Donnerstag, den 10. Januar 1895, Vormittags 10 Uhr, einzureichen, zu welcher Stunde die Eröffnung derselben erfolgt. 10290 Zuschlagsfrist drei Wochen- Grotzh. Baubehörde für Nebenbahnen in Oberhesserr. tilg btt in dem rGütN' : auSge« beladen, :lNen- iortheim t Wesie t. 832, licht dop irchtbare kitte des hren die inanbty- gen der euchiM iicnnden rrkennm ; in ein* r \* Mttt MöndiS ilhklageo chranbe» L In tw . M rntjßnb- Jet l,$ lippol“ N* fische llHePzei in großer Auswahl billigst bei I. C. Kleinhenn. von 'M. I. Knnsmann in Wann Srstc und altekk en gros-Dampf-Knffkk-Kreunerei empfiehlt ihre extra fein gebrannten J ava-Kaifee’s «M. 1.50, 1.60, 1.70, 1 80 und 1.90 per J/2 Kilogramm, in Packeten von Vi und V« Kilogramm. Niederlagen in Giessen: Frische Butter billigst bei 10432 Heinrich Wallach. Gießen, den 27. December 1894. Spar- und Leihkaffe Gießen. Doering. " Die mrrerirrage o», ernzuzeyen ooer von oorr nci^heraeridüetl^n^ft -'S?" Einsendung non 80 Mg ! !s?rleng-l-kid?-^ per fofprt ju «mW Näheres im Nebenhause bei Herrn Hotz. 10055] Bleichstratze 20 die Mansardenwohnung, 4 Zimmer, Küche rc., zum 1. April 1895. Molttreßraße 3 elegante Wohnung mit Balkon und Badezimmer für kleine Familie auf 1. April zu vermiethen. 16440 Näheres Schillerstratze 16 I. F'rundliches Familienlogis zu ver- mietben. 10435 Kaplansgasse 18. 6575] Logis in schöner, freier Lage, 6 Zimmer, Badezimmer u. alb sonst. Bequemlichkeit- nebst Garten, gleich beziehbar, zu oerm. Näheres durch Agent KleeS 77] Der untere Stock der Villa Pietsch 9374] Zwei »Logis, je 3 Zimmer mit Zu.ehör, zu oermielhen- ______________________Kirchstraße 2. 8638] Bergstraße 22 ein sehr schönes Logis, fünf Zimmer mit Bodenkammer und allem Zubehör, großem Gartenantheil zu vermiethen- Preis 480 Mark. _____________Näheres Steinstraße 78. 9307] Schöne Wohnung von vier Zimmern nebft Zubehör u. Wasser, iettung ist per 1. Januar ev. später zu vermiethen. Sonnenstratze 25. 5266] Eine schöne Wohnung, 4 Zim. mit Mansarde und allem Zubehör, per sofort zu vermiethen. Bahnhofstr. 2. 5721] In der Ludwigstraße sind 3 große Wohnungen mit allem Zubehör ,zu ver- miethen- Näheres Ludwigsstraße 36. 8660] Schöne Wohnung, 2. Stock, 5 Zimmer mit Zubehör, Gartenbenutzung zu vermiethen- Bahnhofstraße 39, patt. 10378] Parterre-Wohnung, 6 Zimmer, Badezimmer mit allem Zubehör, auf 1 April zu vermiethen. > Näheres Ludwigstraße 40 I. trr die !ebeus- ib Ur- inger isjahr. utlidjt u ver- lubilar -H.D. r Zeit Klein« vurde« einigte lkheiten mburg »rtigen axbtxtt Ziger der ndischen Marlin 1 einen nstange nettert, adtvrr- esaßten h dem he von rlafien. bedingt er Ein- dingnng nb man 'anlaßt Mn , Die« ctoliter, gleichen 33 nut ichtet: urden in ein Role mbttt, Kreir, ehöttg, öatten. 'tt ein >nden. Göttingen und Höxter trauSportirt. Die AufräumungS« | arbeiten sind außerordentlich schwierig und trotzdem von beiden Seiten deS Tunnels mit großem Eifer gearbeitet wird, wird die Sperrung noch mehrere Tage dauern. * Karlsruhe, 27. December. In Durlach ermordete der Korbmacher Beck seine 3 Kinder. Nach vollbrachter That erschoß er sich mit einem Revolver. * Mannheim, 27. December. Hier kam es auf einem Tanzboden zwischen zwei Taglöhnern zu einem Streit. Im Verlauf deS Streites wurde der eine erstochen. Der Mörder ist verhaftet worden. Zandwirthschastliche Winke und Lathschläge. Rückblicke?a«f daS Jahr 1894. II. △ ArrS Oberheste«, Ende December. (Fortsetzung aus Nr. 302). Der Monat August setzte die regnerische Witterung seines Vorgängers fort, was einen sehr niederschlagenden Eindruck bet der ländlichen Bevölkerung heroorbrachte, denn alle landwirihschastlichen Erzeugnisse: Halmgetretde, Futterstoffe, Obst und Handelsgewächse versprachen reiche Erträge, gingen aber mit jedem Tage unter dem Einflüsse des strömenden Regens sichtlich zu Grunde. Unter den 31 Augusttagen waren 24 Regentage. Die Kartoffeln fingen an zu erkranken; das Getreide wuchs aus, der Vogelsberg litt schwer unter der schlechten Witterung; das Frühobst wurde abgemacht, galt aber nichts. Der September hatte 16 Regentage; die Grummeternte wollte nicht von der Stelle; an vielen Orten verfaulte das treffliche Futter. Alle Herbstarbeiten wurden sehr erschwert. Die Kartoffelfäule trat deutlicher hervor, bai Obst kam nicht an Preis, die Fruchtpreise waren schlecht, aber das Brod blieb iheuer. Man hoffte, daß der Oct ober wieder einigermaßen gut machen würde, was August und September verdorben hatten. Das Gegen- theil trat ein, mit wahrhaft grimmiger Wuth stürzten die Regengüsse hernieder, machten den Ackerboden zu einem Sumpfe, verhinderten Die Ausstellung der Wintersaaten und machten die Ernte der Wurzelgewächse fast zur Unmöglichkeit. Seit einem halben Jahrhundert hatten wir keinen so schlechten October wie anno 1894. Nicht viel besser machte es der November. Allerheiligen (1 Noobr.) war schön und schon hoffte man auf einen guten Spätherbst; es war Jrrlhum, schon am 2. Noobr. begann der Regen wieder. Bäche und Flüsse traten zum zweitenmale aus ihren Ufern. Sim 11. gab es (eine Seltenheit in dieser Zeit) noch einen schönen Regenbogen; in der Nacht zum 15 Noobr. hatten wir bei stürmischer Witterung ein starkes Nordlicht. In der zweiten Monatshälfte wurde es etwas trockener. Wir hatten also eine Regen- und Sturmperiode, die vom 14. Juli bis 15. November bauerte und die immer nur durch verhältnißmäßig wenige gute Tage unterbrochen wurde. Etwas derartiges ist seit Menschengedenken nicht dagewesen. December, der letzte Monat des Jahres, gleicht feinen Vorgängern, was Unbeständigkeit und Nässe betrifft. Zwar hatten wir auch schon 5 bis 6° Kälte, bei unbedecktem Boden, das trockene Wetter hielt jedoch nicht an. Regnerisches, schmieriges Sudelwetter herrscht seit Wochen, wie im October und November. Die milde Witterung hat wenigstens den Vortheil, daß die Ernährung und Beheizung nicht so stramm zu sein braucht, wie bei strenger Kälte. Wir sehen aus Vorstehendem: Die Witterung, die für den Bauer eine Lebensfrage ist, hat uns im Jahre 1894 keine Seide gesponnen ; sie hat uns schöne Erträge hervorbringen helfen, aber sobald wir letztere greifen und bergen wollten, fielen endlose Wasserlassen hernieder und machten die Hoffnungen zu nichte. Ganz besonders hart wurden wir im Vogelsberge getroffen. Die Ernte tritt bet uns viel später als sonst ein. Unsere Früchte wuchsen aus. Wenn wir sie zum Handelsmanne bringen, sagt er: ich kann sie nicht brauchen. Vieh haben wir noch nicht genug, weil wir kein Geld besitzen, um die in 1893 gerissenen Lücken auszufüllen. Wir können also unser ausgewachsenes Getreide nicht mit dem Vieh füttern. Verkaufen können wir es nicht, denn Niemand giebt uns etwas dafür. Woher sollen wir nun die Mittel nehmen, umKleider undSchuhe. Steuern und Abgaben, Pacht, Gras undHolz zu bezahlen! DasJahr 1893war schlecht, aber das Jahr 1894 ist noch viel schlechter. Wenn die Leute bei uns im Vogelsberge nicht so überaus genügsam und einfach wären, müßte man sich auf recht unangenehme Dinge gefaßt machen. (1) Summa: 9 (3) 2 (2) (1) (1) 1 1 1 1 1 1 1 1 (1) 1 Scharlach Diphtheritts Lungenschwindsucht Sonstige entzündliche Erkrankungen der Athmungs-Organe Gehirnschlagfluß Herzkrankheit Lebensschwäche Sonstige benannte Krankheiten Selbstmord 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: 1 (1) 1 (1) Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen aebrachte Kranke kommen. Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle in Gieße». 51. Woche. Vom 16. December bis 22. December 1894. Einwohnerzahl: angenommen zu 22 100 (incl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 21,17 °/oo bezw. 14,11 nach Ausfchl. der Ortsfremden. Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1 1 6 (1) Die Zeitungen schreiben oft: Wie soll dem landwirihschastlichen Nothftonde abgeholfen, wodurch sollen die Socialdemokraten zurück- gedämmt werden. Der .Gießener Anzeiger" brachte vor einiger Zeit einen ähnlichen Aufsatz aus der „Köln. Wg." Darinnen war u. A. gesagt: schwere Fehler würden bei Regelung von Wildschäden auf dem Lande gemacht. Hierdurch würde dem Bauer sein Liebste«, das Grundeigenthum verleidet. Das trifft bei uns mit jedem Buchstaben zu, denn mit Beginn der Jagd berichteten die Zeitungen: der Wildstand ist sehr gut, Rehe und Hasen werden in großer Anzahl erlegt, daS Wlldpret ist äußerst billig, viel billiger als Rind- und Schweinefleisch. Ein so großer Wildstand muß ernährt werden und zwar von dem Bauer; sein Getreide, leine Futtergewächse, seine Obflbaume, sein Gemüse und seine Kartoffeln werden von dem Wilde verdorben. Kommt der Bauer und meldet Wildschaden an, so heißt es: daS können auch andere Thiere gethan haben; oder: eS ist kein Hase und kein Reh in der ganzen Gemarkung zu finden, wie soll da Wildschaden entstehend Oder: es ist zu spät, der Schaden hätte früher angemeldet werden müssen. Oder: Man weiß nicht wie die Sache ausgeht, wenn eine Commission kommt, kriegst du noch Kosten dazu. Der Bauer versteht nichts von Kniffen und Pfiffen, er hat keine Zeit zu verlausen, er kennt die verwackelte Jagdgesetzgebung nicht. Voller Grimm und Groll nimmt er das Unrecht auf sich. Die Jagdherren, mitunter sind es ausländische Millionäre, geben oft an einem einzigen Jagdabend mehr aus, als sechs kleine arme Bauern an Wildschaden beansprucht haben. Das erbittert die Leute noch mehr, denn hintendrein werden sie in der Regel noch von den Jagdläufern und Wildhütern verhöhnt und verspottet. Mit bieten Wildhütern und Jagdläufern ist es eine eigene Sache. Nicht selten sind es einheimische Forstwarte; neben ihrer Besoldung werden sie von den Jagdherren fein bezahlt. Es regnet Thalerstücke bei Jagden, eS wird schön gegessen und getrunken dabei. Das gefällt den Jagdhütern, sie wollen sich eine so treffliche, feine Kundschaft nicht entgehen lassen, sie wollen sich ein rothes Röckelchen bei den Millionären verdienen. (Schluß folgt.) kirchliche Anzeigen de* Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Sonntag nach Weihnachten. 30. December. Gottesdienst I« der Stadttirche. SDormHtaßd 9‘/t Uhr: Pfarrer Sch losser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche. Pfarroerwalter vr. Grein. A« der Aoha««eskirche. Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer vr. Naumann. Kein NachmittagsgotteSdienst. Montag den 31. December. Sylvester. In der Stadtkirche. Abends 6 Uhr: Pfarrverwalter vr. Grein. In der JohanneSkirche. Abends 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey? Dienstag den 1. Januar Neujahr Ä« der Stadtkirche. Vormittags 9'/,Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 5 Ubr: Pfarroerwalter vr. Grein- Lollette für die Armen. Am Sonntag den 6. Januar (Epiphanias): Feier des Landesmissionsfestes. In der Johanneskirche. Vormittags 9'/» Uhr: Pfarrer vr. Naumann. Kein Nachmittagsgottesdienst. Collecte für die Armen. Katholische Gemeinde. Sonntag den 30. December. __ , , Samstag: Nachmittags um 4ye Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl- Beichte. Sonntag: Vormittags von 6'/, Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; „ um 6i/, Uhr erste hl. Mesie; « um 71/, Uhr Austhetlung der hl. Communion; » UM 8 Uhr zweite hl. Messe; „ um 91/, Uhr Hochamt mit Predigt. Abends um 6 Uhr Andacht. Am Sylvesterabend ist um 6 Uhr Andacht mit Segen und Te Deum. Diensta g den 1. Januar. Fest der Beschneidung Ehristt. Montag: Nachmittags um 4'/, Ubr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte; _ Dienstag: ? Vormittags von 61/, Ubr Gelegenheit zur hl. Beichte; „ um 61/, Uhr die erste hl. Meffe; • um 7'/, Uhr AuSthetlung der hl- Communion; » um 8 Uhr die zweite hl. Messe- Milttärgottesdienst mit Predigt; „ um 9‘/2 Uhr Hochamt mit P-edigt; Nachmittags um 6 Uhr Festandachl mit Segen- Verein für jüdische Geschichte und Literatur r Wctzsteingasse 8, Nachmittags 2 Uhr. 7737 werden geschmackvoll angefertigt in der Brühl’schen Druckerei Schulstrasse 7. Modernste u. solideste Münnerkleiderstosfe ä M. 175 pr. Mir. Origmal-Mustercollectionen in billigen, mittleren und hochfeinen Qualitäten, wobei Passendes für Jedermann versenden bereitwilligst franco ins Heus. Oettinger & Co., Frankfurt a. M., Fabrik - D6pöt. 1895 Neujahrs- • Glückwunschkarten Der Vorstand 10423 10434 Giessen. •MHHWOHHMmMM 1893" Ltr. Pfg- pr- n 130—160 887 1993er । Gebr. Schlager, Lahr i. B. | Weine. Wilhelm drei Stern vier Ster« so innige sagen hiermit halbe Flasche 1- 1.20 Wieseck, 27. December 1894. J. Seibel, Z« den drei Linde«. 10426 ä 10,20,^0,70,120 und 300Prg? Trotz abermaliger Erweiterung keine Preiserhöhung! Danksagung 1887 Darmst. Bk.-Actien 320.87 10408] Geübte ISO. Stellensnchende jede« Be-1 rnfS vlacirt schnell Reuter-Bnrea« | Dresden. Permoserstraße. (9513 I Redactio«r «. Scheyda. — Drvck m> Berit« der »rühl'schm Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) tu Gießen. 50— 75 60- 80 90-120 80-100 110—140 2.60 1.40 3.50 1.80 104.45 95.60 1O4.( 0 103.10 104.00 4- 2.10 10431 4Vs0/o Oesterr. Stlberrente 4% Ung. Gold-Rente 3|°/o Portugiesen 6% Mextcaner 4% Monopol-Griechen von Allen, Sohnes Abertdcorrrfer 150.501 Oesterr. Credil-Actien Danksagung. welche uns bei dem Tode unseres lieben ä Die Verlobung meiner Tochter Helene Fritze mit J T dem Prosector am Anatomischen Institut der Universität d W Giessen Dr. med. Bruno Henneberg beehre ich mich W d anzuzeigen. Ä W Magdeburg. ® Kaiserstühler, weiß Markgräfler, , DurlaGer, „ Kaiserstühler, roth 3-ller, XXXXXXXXKX 8889 Zitherlehrer . Adolf Arnold Giessen, Dammstr. 24. Kunstgerechter Unterricht nach anerk. bester Methode. Helene Fritze Dr. med. Bruno Henneberg Verlobte. Akademischer Gesangverein. Zum 3. Concert des Concertvereins, am 6. Januar 1895,. findet unsere letzte Probe am Clavier Freitag, den 28. d. Mts., 8 Uhr Abends, in der kleinen Aula statt. Der Weihuachts-Familienabend findet am Sonntag, den 30. December, Abends 8 Uhr, in der Turnhalle des Turnvereins am Oswalds Garten statt. Zur Verloosung bestimmte Geschenke wolle man an demselben Tage, Nachmittags zwischen 3 und 5 Uhr, dortselbst abgeben. 10377 Der Vorstand. empfiehlt in guter Qualität Giessen, Franksurterstraße. Vnterricht im Bügel« (Glanzbügel«) wird gründlich ertheilt. 10391 Frau Schlicher, Wetzstetngasse 48. Wilhelm Zimmer und Frau. Marie Henneberg, ▼erw. Fritze. ’tÄ* Omnibus-Verbindung Ess*®! 7 W» Morgen». Fahrpreis 10 Pfennig. 10 Uhr AberrdA, Ährte A SrlterSweg—Kreuz—Markt—Wallchor—Marbmgerstraße. __burtr B Bahnhofflnche—MarA—Reuen BLue—Grünbergershahe. in beliebiger Höhe, auf Liegenschaften zu coulantesten Bedingungen. 8. Klein Bankgeschäft. Marktstraße 4. 82.25 101.70 25.— 70.30 33.60 1C 1.20 105.05 104.25 100.— 104.80 103X0 ^umpensortirerinnen gesucht von Herrn. Hetz. I Uermischte Anzeigen. Verloren eine goldene Damenuhr mit Kette, Monogramm 8.8. gezeichnet. Abzugeben gegen gute Belohnung bei 10415 Apotheker Sartor, Grotzen-Linden» ÄM: k'°Lru K •••••••••••••oeeeeeeeeeee vermiethen. L. Petri I. Ww., Neuenweg 39. W M Courshericht m J. Kurz & Co., Giessen, Kahohofstr-ßk 63 Frankfurter Börse vom 27. December 1894. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Mittheilung, daß unser lieber Gatte, Vater. Sohn, Bruder und Schwiegervater Herr Ernst Euler Donnerstag Mittag 23/4 Uhr nach langem Leiden sanft entschlafen ist. 10439 Um stille Theilnahme bitten Die tranerndeu Hinterbliebenen. Gießen, den 28. December 1894. Die Beerdigung findet Sonntag den 30. December, Nach- mittags 1/23 Uhr von den neuen Kliniken aus statt. Theilnahme bezeugten, herzlichsten Dank. «ffenthaler, „ „ 130-1 garantirt echt, in Gebinden von 2b Liter an, zu beziehen von ^Weihnachtsfeier des Marine- und V eteranen-V ereins am 30, December 1894 im Aestsaate des Eafö ^dß. Anfang 8 Uhr. Theater, Vorträge, lebende^Bilder und Tanz. , ... verehrten Mitglieder, die zur Bescheerung Einlage gemacht haben, werben erfucbt, beim Eintritt in den Saal ihr Loos in Empfang zu nehmen- Vereins- abzeichen, Orden uno Ehrenzeichen sind anzulegen. (10430 ___ Der Vorstand. Zu haben in Giessen bei Gebr. Adami, Mäusburg 14. Eberh. Dort, Wallthorstr., Ad. Geisse, Seltersweg, Eberh. Metzger, Neustadt 8, C. Roth II., Wallthorstr. 5, Rud. Schlabachs Nacht., Ludwigsplatz 4, Wilh. Schomher, Neuen Baue 10, Fritz JEgly, Carl Bieler, August Noll II.[266 • zählen nach fachmännischer eine Benrtheilnng zu den Besten des Jahrhunderts. 3V»o/o Deutsche Reichsanl. 3Vo Preuß. Consols 3Va°/o Gr. Hessische Obl. 40/0 Stadt Darmstadt v. 1891. 40/0 „ Worms unk. b. 1901 W-' Allgemeine Rentenanßalt ?u Stuttgart. Versicherungsgesellschaft auf volle Gegenseitigkeit. Die mit Ablauf des 31. Dezember I- I. fällig werdenden Rente« können von da an gegen Uebergabe der mit Lebensbestätigung des Mitglieds und mit Quittung versehenen Coupons ohne jeglichen Abzug bei den unterzeichneten Vertretern der Anstalt erhoben werden. Soweit ein Dividendenanspruch besteht, entfallen auf je eine volle Mark Rente 2 Pfennig Dividende. - > r (10425 Beitrittserklärungen werden jederzeit entgegengenommen. In Gietze« die Hanptagentnr Gebrüder Zülch, Aliceftraße 22, und die Generalagentnr, Darmstadt, Fr. Ekert, Ernst-Ludwigstr. 23, 1. Marke ohne Stern ein Stern zwei Ster« ganze Flasche JL 180 2.25 Laboratoriums- Diener, lediger, gewandter Mann, sofort gesucht. 10422 10442] Ein anständiges Mädchen mit guten Zeugnissen, welches kochen kann und die Hausarbeit versteht, wird zum baldigen Eintritt gesucht. Anmeldungen von 2 bis 4 Uhr Frank, furterstraße 49. Baronin Buseck. Ein junges Rädchen tagsüber zu einem Kinde und leichter Hausarbeit gesucht. Näheres Frankfurter- straße 4, 1. Gage.10427 8850 J In meinem Neubau, Steinstr. 17, uüchst der Nordanlage, sind 3 Wohnungen mit je 5 Zimmern und 2 Kammern, nebst allem Zubehör und Gattenantheil sofort zu vermiethen. «ndr. Euler, Steinstr. 11. «rfayrener Kaufmann, 24 Jahre,. gedient, sucht bei bescheidenen Ansprüchen zum 1. Januar Stellung. Gefl. Offerten unter G. K. 100 an die Exped. d. Bl. erbeten.__10438 Büffetmädchen l«cht Stelle mit Familienanschluß. Off. unter 350 an die Exped. d- Bl. 10428 30/0 Oesterr. Staatsbahn v. 1885 88.70 1 4% Etsenb. Rentenb. Obl. 3% Jtal. staatsgar. Etsenb. 61.1015% Buderus Obl. 37a°/o Frankfurter Hyp. Bk. 100.30 4o/0 HamburgerHyp.Bk.unk.b.1900 4% Frkf.Hyp.Cred.V.verl.L.100°/o 102.50 3Va°/o Preuß Hyp. A. Bk. 4o/o DeutscheGrdsch.B.unk.b.1904 104.20 4o/o Pomm.Hyp.A.Bk.unk.b.1904 31/a°/o dto. 99.70 4Vi% Franks. Landw. Ered. Bk. Schön möbl. Zimmer^ auf Wunsch mit Pension. 10433 Westanlage 41- Möbl. Zimmer mit ob. ohne Pension, sowie guter bürgerlicher Mittagstisch per sofort. Näheres 10446 Brandgasse 6, Specereiladen- ür ein zu errichtendes Dame«- ConfeetionS-Geschäft in Gieße« wird ein geeigneter Berkaus sladen, event- mit Wohnung (5—6 Zimmer) p. Juli (event. früher oder später) zu miethen gesucht- Ausführliche Beschreibung über age und Preise sub J. Y. 9849 an Rudoli Messe, Berlin 8.W., erbeten. _________________1043u 10436) Eine Wohnung von 5 bis 6 Zimmern wird per 1. April, ev früher, zu miethen gesucht. Gefl. Offerten mit Preisangabe «nter B. « au die Exped. d. Bl. 9760) Eine schöne Wohnung mit allem Zubehör, sowie Gartenantbetl zu ver- "liethen. Bahnhofstraße 60. 10067] Wohnungen von^ö Zimmern nebst allem Comfort per sofort oder I. April zu vermiethen. Westanlage 44. 9899] Freund!- Mansarden-Wohnung mit Wafferl. zu verm. Wallthorstr. 16. 870] Lude«mitLogiS im Windecker- fchen Hause am Kreuz sofort zu ver- mtethen Näheres bei Herrn Rechtsanwalt Lnbroisse.________________________ 8683] Möbltrtes Zimmer mit Cabtnet zu vermiethen. Nei^nweg 36. 7079] Ostanlage 9. Schön mädlirteS Zimmer zu vermiethen._____________ 10406] Möbl. Wohn- und Schlafzimmer zu vermiethen. Bahnhofstraße 68 l. Meine Frau litt lange Zeit an Gicht und Rheumatismus, so daß sie sich ohne Stock überhaupt nicht fortbewegen konnte. Alle zu Rathe gezogenen Aerzte, sowie angewandten Hausmittel waren nicht im Stande, das Leiden zu heben. Da wandte ich mich an Herrn Dr. Bolbeding, homöop. Arzt, Düsseldorf, König«, aller Ü, und es gelang demselben, meine Frau in ganz kurzer Zeit von ihrem Leiden zu befreien. Bis heute ist dieselbe noch vollständig gesund und ist überhaupt kein Rückfall eingetreten. Ich kann daher nicht unterlassen, genanntem Herrn hier, durch meinen aufrichtigsten Dank auszusprechen. 9551 Düsseldorf, Parkstraße 10. Heinrich Diehl. Geometer II. Klasse für Bürea«. und Feldarbeiten gesucht. Offerten mit Lebensbeschreibung, Zeugnissen, Gehalrsansprüchen und Zeit« angabe des möglichen Eintritts zu richte,, an die Großh. Baubehörde für Nebenbahnen in Oberhessen zu Gießen, Frank- furterstraße 64. 1Q316 Neue Kliniken. " Mustrirte Irauen Zeitlina. Ausgabe der „Modenwelt" mit Unterhaltungsblatt <9 ??*""»-R«mmern, vom 1. Januar 1895 ab enthaltend je: 12 Seiten Unterhaltungsblatt r Romane, Novellen, Feuilletons, Redactions- Post, Aus dem Leserkreise. Jährlich etwa 200 Vollbilder u. Tert-Mustrationen' 4 Seiten Beiblatt r Portraits, Kunstgewerbliches, Aus dn. Frauenwettffi und Handarbeiten, Literarisches; 12 Modeblatt: Toiletten und Handarbeiten. Jährlich* etwa 2000hAb- bildungen. — Ferner jährlich: * 12 Beilage« mit etwa 240 Schnittmustern; — 24 farbige Modenbilder mit gegen 160 Figuren; - »