1894 Ur 280 Erstes Blatt. Donnerstag den 29. November Der chtetzeuer Anzeiger rrscheint täglich, »it Ausnahme deS Montag». Die Gießener A«mtkten5tätt,r »erden dem Anzeiger »Schentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Keneral-Mnzeiger. vierteliähriger AfionnfmcntsprrU 8 2 Mark 20 Psg. Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Plg. Rcdaction, lkxpeditior und Druckerei: SstiutNratze Ar.7. Fernsprecher 5L Amts- und Anzeigeblutt für den Tireis <6iefzen. - v 1 . A ,« jk • r rv, • /*• PC”XI. — I Alle Annoncen-BNreaux deS In- und AuSlanbe» nehm» ,nn°hm. °°°,u der Nachmmag, für b« chratlsöeltaqe: Äleßener KamlNenölatter. 1nv<„n ,ür den ..«.ebener «nz.ig.n- enta-oe». folgenden Lag erscheinenden Nummer bi» Norm. 10 Uhr. O rr I Anrtticher Theil Bei dem Vorstande der land« und forftwirthschaftlichen Berufsgenossenschast laufen neuerdings vielfach Klagen der EntschädigungSberechtigten darüber ein, daß die Großh. Bürgermeistereien'sich für die Beglaubigung der Unterschriften auf den Quittungen über Unfallentschädigungen, jedesmal eine Gebühr von 20 Pfg. von dem Rentenempfänger zahlen Gießen, 26. November 1894. Betr.: Die Auszahlung der Unfallrenten. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gietzeu au die Grosth. Bürgermeistereien des Kreises. ließen. , , r Bei kleineren Renten bedeutet diese Gebühr, wenn fie noch dazu bei jeder Monatsquittung erhoben wird, eine empfindliche Schmälerung der Unfallentschädigung. Mit Rücksicht auf den Inhalt des § 122 des Neichs- aefetzes vom 5. Mai 1886, betr. die Unfall- und Kranken- v. Lewinski aus dem acttven Dienst. Spremberg, 27. November. Aus der JuliuSgrube Wolfshain wurden die Förderschächte, Thürme und andere Baulichkeiten durch eine furchtbare Feuersbrunst etn- geäschert. Der Schaden ist sehr bedeutend. Verluste an Menschenleben sind nicht zu beklagen. Var,in, 27. November. Fürst Bismarck setzte heute früh telegraphisch das deutsche Kaiserpaar von dem Tode seiner Gemahlin in Kenntniß, worauf der Kaiser an den Fürsten Bismarck ein herzliches Sondo lenztelegramm abgehen ließ. Die Beisetzung wird voraussichtlich auf dem Gute Schönhausen erfolgen. Bismarck soll durch den ihn getroffenen Verlust schwer niedergebeugt sein. Herbert Bismarck telegraphirte den Tod seiner Mutter an daS Auswärtige Amt, worauf der Reichskanzler condolirte. Die Fürstin soll an der Waffersucht gelitten haben. Viele Berliner Abendblätter । widmen der Verstorbenen warme Nachruse. Weimar, 27. November. Am Donnerstag früh trifft hier der Kaiser zur Beisetzung der Leiche des Erb- großherzogs ein. München, 27. November. Redacteur Dornbusch aus Nürnberg referirte in einer vom demokratischen Verein ein- berufenen Volksversammlung über die Fuchsmühler Vorgänge. Die etwa aus 1000 Personen bestehende Ber- sammlung nahm ctne Resolution mit sechs Beschwerdepunkten bezw. Forderungen für eine Reform an. München, 17. November. In einer gestern Abend abgehaltenen öffentlichen socialdemokrattscheo Parteiversammlung sprach von Dollmar über den Zwist mit Bebel. Vollmar gab zunächst einen Rückblick auf den Frauk- surrer Parteitag, auf welchem die bayrischen Genoffen lediglich einer ZweckmäßigkeitSsrage wegen auf daS Heftigste angegriffen worden seien. Bebel habe übrigens säst keinen einzigen Genoffen in dem von ihm provocirten Streite hinter sich. Auf die Ausfälle Bebels gegen die Bayern wolle Redner nicht näher eingehen, aber gegen daS Unerhörte müffe protefttrt werden, daß man den bayerischen Genoffen vorrechne, was sie aus der Parteikaffe für ihre Zwecke empfangen hätten. Es sei dies die widerlichste Stelle im ganzen Streit und hätte man nie und nimmer glauben sollen, daß sich ein Parteigenosse so weit vergeßen könne. Im Uebrigen sei eS nur der innerhalb der Partei sich immer breiter machende Geist der Unabhängigkeit, den Bebel als eine Gefahr betrachte, obgleich er für die Partei ein Segen ist. Bebel solle als Leiter und nicht als Herrscher in der Partei fungiren. Schließlich wurde eine Resolution angenommen, worin gegen die Angriffe Bebels auf das Entschiedenste protestirt und den bayerischen Abgeordneten die vollste Zustimmung der Partei Petersburg, 27. November. Die wichtigsten Punkte des kaiserlichen Manifestes betreffen pecuniäre Erleichterungen für die ackerbauenden Bevölkerungsklaffen, den Adel und die Bauern. Dem ersteren werden eine Herabsetzung des Zinsfußes für Darlehen aus der ReichSAdelS-Agrarbank von findet an diesem I 4*/2 auf 4 pCt. und Erleichterungen bei der Schuldentilgung - 1 bewilligt und den Bauern werden verschiedene Kronschulden und Steuerrückstände erlaßen. — Als Ergänzung des Manifestes sind heute Erlaße veröffentlicht worden, betreffend Beamtenbelohnungen und Strafmilderungen für die Armee und Marine. — Ernannt sind die Kaiserin Alexandra zum Ches des Leibgarde - UlanenregimentS, der Großfürst Nikolai Nikolajewitsch zum Generaladjutanten, der Commandeur des vierzehnten ArmeecorpS Generallieutenant Krzi wo blockt zum Adjuncten GurkoS für die Verwaltung und Befestigungen Warschaus, General Stoljetow zum Commandeur des 14. Armeecorps und der bisherige Ches der 18. Cavalleriedivision Borosdin zumCommandeur des 15. Armeecorps. — Der Kaiser und die Kaiserin ließen gestern auf der Fahrt zum Anitschkowpalais an der katholischen Kirche halten, worauf die Spitzen der katholischen Geistlichkeit in vollem Ornat an den Wagen herantraten und das Kaiserpaar segneten. Helfiugfors, 27. November. Die Hochzeit des Kaisers wurde gestern hier und in ganz Finland festlich begangen. Die Stadt hatte Festschmuck angelegt. Abends erfolgte Illumination - in den Theatern fanden Feftvorstellungen statt. Im schwedischen Theater brachte der Generalgouverneur ein Hoch aus daS Kaiserpaar aus, worauf daS Publikum mit donnerndem Hurrah antwortete und die Musik die russische und finländische Nationalhymne spielte. Im fimschen Theater wurde ein Prolog ,u Ehren deS Kaiserpaares gesprochen. ausgedrückt wird. Rom, 27. November. Neue Erderschütierungen falt in R-ggio und M-lazzo °-rspürl worden. Unter der Bevölkerung herrscht fortwährend eine unbeschreibliche Pantt. Wegen des schlechten Wetters kann daS Volk sich nicht mehr auf dem Felde aufhalten. Daher hat die Polizei gestattet, die alten Wohnungen wieder zu beziehen. Amsterdam, 27. November. Nachdem die Bäckermeister alle Forderungen acceptirt haben, ist heute der Bäcker- strike beendigt und die Arbeit wieder aufgenommen worden. Lissabon, 27. November. Infolge einer äußerst stürmischen Kammersitzung hat die Kammer daS Bureau einstimmig ermächtigt, daS Kammerreglement bedeutend zu verschärfen. London, 27. November. In Finanzkreisen heißt es, Rußland werde demnächst hier eine Zw anzigmilltonen- Pfund-Sterling-Anleihe in 3*/, pCt. Obligationen auslegen. Nach der „Times" bedarf diese Nachricht noch der Bestätigung und dürste bejahenden Falles nur einen mäßigen Erfolg haben. . , .... Loudon, 27. November. Aus Chefoo wird telegraphisch gemeldet, daß die Chinesen bei der Eroberung Port eintreffen. . Berlin, 27. November. In Weimar Donnerstag die Beisetzung der Leiche deS Erbgroß- berzogs Carl August statt. Von fürstlichen Trauer- | aüsten haben u. A. ihr Erscheinen angesagt der Kaiser, die ; Kaiserin, der König von Sachsen, der Fürst von Waldeck, der Prinzregent von Braunschweig, Prinz Georg von Sachsen, der Erbgroßherzog von Baden, die Erbprinzen von Sachsen- Meiningen, Coburg-Gotha und Reuß j. L., sowie der Prinz Friedrich Leopold von Preußen. - Die tactvolle Theilnahme des oificiellen Frankreichs anläßlich des Hinscheidens des Erbgroßherzogs Carl August hat am Weimarischen Hofe wie in den Berliner Regierungskreisen sehr angenehm berührt, wie verlautet. Bei der Trauerfeier am Sarge des hohen Berstorbenen in Cap St. Martin waren die Vertreter der ttanzösischen Civil- und Militärbehörden anwesend, zwei Bataillone bildeten die Leichenparade. Auch bet der lieber» fübruna der Leiche von Mentone bis zur deutschen Grenze wurden ihr französischerseits alle Ehren erwiesen. In Belfort, wo der Sarg mit der Leiche des Erbgroßherzogs am Abend des 25. November eintraf, erwies eine Abteilung deS 42 Infanterieregiments die militärischen Ehren, und über- nahm während der Nacht die Wache am Sarge. Am Montag früb 6i/, Uhr wurde dann der Sarg von Belfort über Mühlhausen und Straßburg nach Weimar weiter befördert. _ Kürst Bismarck ist von einem harten Schick- falsschlage getroffen worden - am Dienstag früh fünf Uhr ist seine treue Lebensgefährtin, die Frau Fürstin, in Varzin, gestorben. Die Verblichene war säwn seit längerer Zeit leidend, weshalb denn auch die Wiederüber- fiedelung des fürstlichen PaareS von Varzin nach FriedrichS- ruh immer aufs Neue hinausgeschobeu werden mußte. In den letzten Tagen lauteten die Varziner Meldungen über das Befinden der Frau Fürstin immer bedenklicher, biß endlich die Meldung vom Montag den Eintritt der nun erfolgten Katastrophe vorauSsehen ließ. DaS deutsche Volk nimmt den aufrichtigsten Anthcil an dem Verlust, welcher den Altreichskanzler noch in seinen Greisentagen durch den Tod seiner Gattin, mit der er in 47jähriger glücklichster Ehe gelebt, getroffen hat, und wenn etwas geeignet erscheint, den tiefen Schmerz iTe6 Fürsten zu lindern, so ist eS gewiß die ihm allgemein entgegengetragene Theilnahme. — Johanna, Fürstin von Bismarck, eine geborene Puttkame^ war am 11. April 1824 geboren und vermählte sich am 28. Juli 1847 mit dem damaligen Deichhauptmann und preußischen Land- tagSabgeordneten Otto von BiSmarck-Schönhausen, eine Verbindung, die auf innigster gegenseitiger Neigung beruhte, g-.etz-s vom u. io=u, — - . Der Ehe sind drei Kinder entsprossene Marte, geboren.1848, Versicherung der in land, und sorsiwirlhschaftlichen Betrieben I Gemahlin des Grasen Rantzau, d-S letzigen deutschen Ge- beschästigten Personen weisen wir Sie nachdrücklichst daraus I sandten in Brüssel, Gras Herbert Bismarck, der nachmalige bin daß sie nicht berechtigt sind, derartige »Gebühren von I StaatSsecretär des Auswärtigen und l-tzige ^"^dtagS- ' Entschü igün .ber chligten ,u erheben. ' abg.ordne.e, geboren 1849, und Gras Wilhelm B marck W 9 9 v. Gagern. geboren 1852, der gegenwärtige Regierungspräsident in Die AmtSbureauS und Schulen im ganzen Lande wäre geschloßen. Depeschen bei Bure« .Herold" Berlin, 27. November. Die „Nordd. Allg. Ztg.^ dementirt osficiöS die Meldung, daß der Reichskanzler Fürst Hohenlohe seine amtliche Thätigkeit mit der Bor- stellung bet den süddeutschen Höfen begonnen habe. Der Besuch Fürst Hohenlohes beim Großherzog von Baden »ar wohl mehr die AbschiedSvisitc als Statthalter. Berlin, 27. November. Wie der „Boß. Ztg." geschrieben wird, bestätigt sich die bereits mehrfach vereinzelt ausgetretene Nachricht von dem Ausscheiden deS Generals der Artillerie und commandirenden Generals des sechsten ArmeecorpS ---------------—---- I Hannover. Bekanntmachung. Nachricht «etr Die Abhaltung von landwirthschaftlichen Vorträgen. I > wUw« Seither m Alsfeld zu. Ls WÄ-Ä««: S^nrtenwabl Erndte- und Absatzverhältniße der Gerste, I eides wieder verhaftet. 2) ^onntaa d-n 13. Sattimr 1895, Nachmit- Troppau, 27. November. Der Bergarbeiterstrike taas 2 Udr zu Cuectborn in der Wirtschaft der Hru. I in Peterswald ist beendet. Q , . , Wllh. S-ßI°r übet richttge B-mirthschastung des Bauern- W-imar, November.^ D« Extrazug^mi. d-r^ e ^'^Zu faesm Vorträgen werden all- Mitglieder des land, -ing-troffen. Di- Leiche wurde alsbald feierlich nach der wirthfthastlichen Verein», sowie all- Fr-und° d-r Landwirth- Kirck^übergesührt, w^d^Eins-g^ung^a..findei f4aft®ieUßelr«n aüwrmäfler ber o6en gtnmnten unb be- I «»».«t: D-r Kaiser, d°r König und Prinz Georg von nachbM-?G-meind-n werden -rgeb-nst ersucht, auf möglichst Sachsen, Prinz Albrecht °°nPr-uß-n, di-Fürsten vori Hohen- SÄ"'®.*'"““- S*« ÄÄ8 r«. ___ —- I hier eingetroffen. ' I Petersburg, 27. November.' Bei dem deutschen Deutsche» Reich. «Botschafter fand heute -in Dejeuner statt, °n dem Darmstadt, 27. November. Di- Abreise Seiner König- I d-r H-rz°g von Coburg, Prinz Albert, von Elenburg, der lich-n Hohen des Großherzogs und Ihrer Königlichen I Kronprinz von Rumänien und Großfürst Wladimir the tzohetten de- Prinzen und der Prinzessin Heinrich I nahmen. - - • - van Preußen aus Petersburg findet heute Abend 8 Uhr 1 **' mittels Kaiserlichen Specialzugs statt. Don Berlin auS wird der Großherzog die Reise über Bebra fortsetzen und am Donnerstag Nachmittag 5 Uhr 43 Minuten in Darmstadt Arthurs den erbittertsten Widerstand geleistet haben. Bei der Erstürmung jedes Forts kam es zu blutigem Handgemenge. Am heftigsten tobte der Kampf auf den Forts bet Han shin- chaug, wo Hunderte von Chinesen der Uebermacht der Feinde erlagen. Ueber den Eindruck, welchen die Eroberung Port Arthurs in Tientsin, Shanghai und Peking macht, fehlt jede Nachricht. Loudon, 27. November. Die „Times* halten es für nicht unmöglich, daß die neue Kaiserin von Rußland bei ihrem Gemahl zu Gunsten des Friedens großen Einfluß ausüben kann, indem sie die in Rußland gegenüber Deutschland herrschenden Vorurtheile an maßgebender Stelle beseitigt. Petersburg, 27. November. Alle hiesigen Blätter bezeichnen die Haltung des Publikums bei den Hochzeits- f eierlichkeit en als eine musterhafte- der Jubel und Enthusiasmus der Volksmenge sei aufrichtig gewesen. Bis in die späten Nachtstunden hinein wogten dichte Menschen- maffen auf den. Straßen,- überall ertönte die Nationalhymne. Petersburg, 27. November. Die anläßlich der Vermählung des Czaren erlasiene Amnestie hat eine allgemeine freudige Stimmung hervorgerufen und man glaubt, es werden Reformen in freiheitlichem Sinne bald nachfolgen. — In Hofkretsen wird vielfach commentirt, daß der General BotS- deffre noch nicht abgereist ist. Sofia, 27. November. Gestern wurde der frühere Polizeipräfect Luganow auf offener Straße von einem unbekannten Manne an gefallen und durch Stockschläge nicht unerheblich verletzt. Coeoto ttttö provkn;i«lle» Gieße«, den 28. November 1894. ** Zur Vermählung Ihrer Kaiserlichen Hoheit der Prim zesfi» Alix hatte Oberbürgermeister Gnauth am 26. d. M. das nachstehende Telegramm abgesandt: An Seine Königliche Hoheit den Großherzog von Hessen Petersburg. Mit seinem Fürstenhaus vereint in Freud und Leid nimmt au dem frohen Ereigniß dieses Tages herzlichen An- theil mit dem ganzen Hesienland auch Euer Königlichen Hoheit treues Gießen; Namens desselben wagt es der unter» than igst Unterzeichnete, solcher Gesinnung hiedurch Ausdruck zu geben mit der ehrfurchtsvollen Bitte, Eure Königliche Hoheit wolle Ihrer Majestät der Kaiserin zu dem nun geschloffenen Ehebunde auch Gießens Segenswünsche gnädigst Übermitteln. Gnauth, Oberbürgermeister. Am gestrigen Nachmittag ist darauf aus Petersburg das nachfolgende Telegramm hier eingetroffen: Oberbürgermeister Gnauth. Gießen. Kaiserin dankt mit mir herzlichst für die treuen Gesinnungen und aufrichtigen Segenswünsche. Ern st Ludwig. ** W. Ehrung für Professor Dr. Gaffky. Während der Ferien lehnte bekanntlich unser derzeitiger Rector Herr Pro- feffor Dr. Gaffky einen an ihn ergangenen Ruf der Universität Halle a. d. S. ab. Die akademische Jugend beabsichtigt nun, dem bedeutenden Gelehrten eine Ovation zu bringen und ist für die nächste Woche ein Fackelzug der Studentenschaft geplant. Der Tag, an dem dieses geschehen soll, ist noch nicht sicher festgesetzt. ** P. Freigesprocheu. Unsere Leser erinnern sich gewiß noch der Verhaftung eines städtischen Arbeiters, welcher, wie wir s. Zt. meldeten, dringend verdächtig war, am Vorabend vor Pfingsten die auf dem Hochreservoir am Lutherberg vom Brunnenmeister Rodewald gezogenen neun edlen Rosenbäumchen beschädigt zu haben und ebenso acht Tage später an der Ostanlage, am Ausgange der Senkenbergstraße, acht Rosen- stämmchen an der Krone abgebrochen zu haben. Das Schöffengericht hatte den Verdächtigen für schuldig befunden und denselben zu drei Monaten Gefänguiß verurtheilt. Gestern beschäftigte sich die Strafkammer als Berufungsinstanz mit dieser Sache. Der Angeklagte wurde von Herrn Rechtsanwalt Dr. Fuhr vertreten. Die Anklage vertrat Herr Staatsanwalt Koch. Nach sehr eingehender Beweisaufnahme (17 Zeugen wurden gehört) plaidirte der Verthetdiger für Freisprechung. Die Anklagebehörde vertrat den Standpunkt des VordergerichtS, beantragte aber eine sechsmonatliche Ge- fängntßftrafe statt der erkannten drei Monate. Der Gerichtshof erkannte wegen nicht ausreichender Beweise auf Aufhebung des schöffengerichtlichen Unheils und Freisprechung des Angeklagten, obwohl der Vorsitzende, Herr Landgerichtsdirector Jöckel, die Wahrscheinlichkeit betonte, daß der Angeklagte der Thäter gewesen sein könne. ** Unfall auf bet Deutz Gießener Bahn. Ein erhebliches Eisenbahnunglück hat sich, wie der „W. A." meldet, vorgestern Abend auf der Station Betzdorf der Deutz- Gießener Bahn zugetragen. Ein zu später Stunde in die genannte Station etnlaufender Güterzug fuhr nämlich in demselben Geleise ein, auf welchem eine Rangirmaschine stand. ES erfolgte hierdurch ein Zusammenstoß, bei welchem, vorläufigem Vernehmen nach, vier Bremser, ein Maschinensührer, ein Zugführer und ein Heizer verwundet wurden- außerdem sollen 17 Güterwagen zertrümmert sein. Glücklicherweise sollen die Verletzungen der Beamten nicht von besorgniß- erregender Beschaffenheit fein. ** Militäranwärter feien auf § 15 der Anstellungs- gruudfätze hingewiesen, welcher besagt, daß zur Vermeidung der Streichung in den Bewerberverzeichniffen die Wiederholung der Meldung der vor dem 1. Januar d. I. in denselben vorgemerkten Miltäranwärter bis zum 1. December d. I. bei den betreffenden, die Berzeichniffe führenden Behörden zu bewerkstelligen ist. ♦* Gettchttbieust. Durch Entschließung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 22. November ist der Gerichtsvollzieher-Aspirant Feldwebel Heinrich Eckel zu Worms mit Wahrnehmung der Dienftverrichtungen eines Gerichtsvollziehers und Amtsgerichtsdieners in Laubach beauftragt worden. ** Panorama. Eine höchst interesiante Serie, das L a h n - und Nahethal, sowie die Badeorte Ems, Wiesbaden, Baden-Baden, Kreuznach wird diese Woche geboten. Ueber alle Anfichten ist ein herrlicher Sonnenschein mit den natürlichen Farbentönen auSgebreitet und sind die Bilder, welche wir nicht alle namhaft machen können, vorzüglich hergestellt. Am schönsten sind die Ansichten von Baden-Baden, die verschiedenen Panoramen, die Gerolsaus-Cascade, die Allerheiligen-Abtei, der Waldsee. Ferner von Ems das linke Lahnufer, sowie eine Fahrt mit der Malbergbahn. Von Wiesbaden sind am schönsten die Ansichten vom Kurgarten, sowie der Neroberg mit der russischen Capelle, Sonnenberg- Ruine 2c. Kurzum, es ist eine herrliche Reise, die wir unseren Lesern bestens empfehlen. ** HeereLersatz Aushebung. Diejenigen jungen Männer, welche in der Zeit vom 1. Januar bis 31. December 1875 geboren sind, sich nicht an ihrem Geburtsorte aufhalten, und für die nächste Heeresersatz-Aushebung in Betracht kommen, wollen bei Zeiten daran denken, sich zur Vermeidung von Nachtheilen mit Geburtsscheinen oder sonstigen Beweismitteln über die Zeit und den Ort ihrer Geburt zu versehen. Die für den genannten Zweck aus den Kirchenbüchern bezw. Geburtsregistern der Standesämter u. f. w. zu ertheilenden Bescheinigungen müssen kostenfrei auSgefertigt werden. Die Termine für die Anmeldung zur Recrutirungs-Stammrolle werden in der ersten Hälfte des Januar k. I. bekannt gemacht. ** Verpflegung der Truppen. Die „Straßb. Post" weist auf die allgemein zugegebene Thatsache hin, daß die gegenwärtige Verpflegung der Soldaten unzureichend sei, und theilt mit, daß man diesen Uebelstand beseitigen wolle. Jetzt soll in der Garnison die Fleischportion um 30 Gramm, die Gemüseportion auf die Sätze des Gemüse- theils der Manöververpflegung unter gleichzeitiger Fettzugabe von 40 Gramm und die Manöverkost durch eine Fettzugabe von 60 Gramm erhöht werden. Hierdurch wird es auch ermöglicht, dem Soldaten eine regelmäßige Abendkost zu gewähren, welche er sich jetzt aus seinen recht knapp bemessenen Gebührnissen an Löhnung selbst beschaffen muß- bei der ge meinschastlichen Bewirthschastung der zugebilligten Mittel wird sich sogar meist eine warme Abendkost, jedenfalls aber in der strengeren Jahreszeit, Herstellen laffen. Der Soldat zahlt jetzt für die ihm in der Kaserne gewährte Verpflegung von seiner Löhnung einen Antheil von 13 Psg.- bei der geplanten neuen Verpflegung würde dieser Antheil nicht ausreichen und es sollen in Zukunft dem Manne 15 Pfg. in Abzug gebracht werden. Der Soldat würde also für seine Abendkost nur 2 Pfg. zu bezahlen brauchen, da das Uebrige in natura von der Verwaltung geliefert wird. Bei der vortrefflichen Verwaltung unserer Truppenmenagen steht also den Mannschaften eine erhebliche Verbesserung ihrer Verpflegung in Aussicht. Die zur Durchführung dieser Maßregel erforderlichen Geldmittel sind mit in den nächsten Etat eingestellt worden und es gilt wohl als selbstverständlich, daß deren Bewilligung im Reichstage anstandslos erfolgen wird. Friedberg, 26. November. Der in weiten Kreisen bekannte Lackfabrikant Friedrich Roßbach, welcher sein Geschäft von kleinem Anfang zu bedeutender Blüthe brachte, ist gestern im 73. Lebensjahr dahier gestorben. Zlbeshausen, 26. November. Bet der am vergangenen Montag abgehaltenen Jagd wurden 14 Rehe, am Dienstag 13 Rehe und 1 Schwein zur Strecke gebracht. Darmstadt, 27. November. Die Enthüllung des von der Stadt Darmstadt dem verstorbenen Oberbürgermeister Ohly auf dem Friedhof an der Nieder-Ramstädter Straße errichteten Denkmals findet voraussichtlich nächsten Samstag, 1. December, Vormittags ll1^ Uhr statt. verMischtes. * Berlin, 25. November. Der hiesige Restaurateur Schwanke, der unter dem schweren Verdachte der Ermordung der Breslauer Kellnerin Else Groß verhaftet worden war, ist Samstag Mittag aus der Untersuchungshaft entlassen worden, nachdem der von ihm angetretene Alibibeweis durch die Vernehmung von 14 Zeugen vollständig bekräftigt worden war. * Hochstadt, 26. November. Heute Morgen wurde hier die Familie des Landwirthes W. Strobel, Vater, Sohn, deffen Frau und Kind, in ihrem Schlafzimmer bewußtlos und dem Tode nahe aufgefunden. Am gestrigen Abend hatte die Frau Kaffee für die heute Morgen zu erwartende Waschfrau gekocht und zum Warmhalten des Getränkes vor dem Schlafengehen auf das Ofenfeuer naffe Kohlen aufgelegt. Die Kohlen geriethen nickt richtig in Brand und es entwickelte sich das giftige Kohlengas. Der Vater, der im oberen Theile deö Hauses schläft, war frühzeitig aufgestanden, um den Sohn zu wecken. Er muß beim Betreten des mit Kohlendunst angefüllten Zimmers sofort bewußtlos geworden sein. Ihn wie den Sohn und deffen Frau fand man auf dem Boden des Zimmers liegend. Dem herbeigerufenen Arzt ist es gelungen, die vier Personen wieder zum Athem zu bringen, doch ist es noch fraglich, ob sie am Leben erhalten werden können. * Aus Süddeutschland, 24. November. Die abnormen Fleischpreise zeigen jetzt in Süddeutschland wieder eine Tendenz zum Sinken, nachdem auch die Märkte besser befahren sind, als in den letzten Wochen. Besondere Verhältnisse scheinen in Hof obzuwalten. Es wird dort prima Schweinefleisch ä Pfund 50 Pfg., in Halben und Vierteln billiger, und Ochsenfleisch ä. Pfund 50 Pfg. ausgeboten, prima Lammfleisch zu 45 Pfg., ja sogar Schweinefleisch zu 48 Psg. (Zur Nachahmung bestens empfohlen. Der Setzer.) • Wie«, 27. November. Der hiesige Geschäftsinhaber Falck wurde von seinem Compagnon Johann Fischer durch einen Hammerschlag schwer verletzt. Fischer tödtete sich alsdann durch einen Revolverschuß. * Marseille, 24. November. Der Oberst eines Regiments soll laut den militärischen Reglements die Fahne seines Regiments bei sich aufbewahren. Nun wohnt aber der Oberst des 61. Regiments, das hier garnisonirt, in einem Hotel meubte, welchen Ort er für die Trophäe nicht passend hielt, trotzdem er die militärische Schildwache beibehalten hat. Die Fahne gab er einem seiner Hauptleute zur Verwahrung, der sein Empfangszimmer damit auöschmückte und sie über dem Kamin aufhängte. Gestern zündete das Dienstmädchen Feuer im Kamin an und es ging durch einen unglücklichen Vorfall die Fahne mit in Flammen auf. Dieselbe trug die Inschriften von Heliopolis 1800, Wagram 1809, Sebastopol 1854—55, Solferino 1859. Eine Untersuchung ist eingeleitet. * Zum Capitel der Schund Litteratur. Schon zu verschiedenen Malen haben wir Beispiele gebracht, wie junge Gemüther nur durch das Lesen schlechter Bücher auf die Bahn des Verbrechens gerathen sind. Auch kürzlich spielte sich vor dem Schwurgericht II in Berlin ein derartiges Drama ab. Einem jungen Burschen, dem Dienstknecht Gustav Preuß aus Werder bei Rehfelde, wurden nicht weniger als neun Brandstiftungen zur Last gelegt. Nach längerem Leugnen gab er endlich die Erklärung ab, daß er einen Hintertreppen Roman (den berüchtigten „Scharfrichter von Berlin") gelesen habe und dadurch in einen Zustand steter Aufregung versetzt worden sei, die sich bis zur völligen Verwirrung seines Kopfes gesteigert habe. In dem Buche fei auch von Brandstiftungen die Rede gewesen, und da habe sich dann der Gedanke zur fixen Idee ausgebildet, daß er selber Feuer anlegen müsse, um zu sehen, wie sich das in der Wirklichkeit mache, was er in dem Roman gelesen. Nachdem ihm die erste Brandstiftung gelungen fei, habe er die zweite unternommen, bis er nicht mehr anders gekonnt habe, als Feuer anzulegen. — Der Mann hat seine schwere Strafe zu verbüßen. Was für eine Strafe aber erhalten die Urheber dieses unsäglichen Elendes und Leides, die Verfasser und Verleger? Einen gefüllten Geldsack, gefüllt von den abgedarbten Groschen armer, ungebildeter, lesehungriger Menschen? Soll doch jener Schundroman in 25 0,000 Exemplaren verbreitet worden sein und dabei ein Capital von drei Millionen Mark ins Rollen gebracht haben. Ist eS nicht himmelschreiend, daß das Volk in dieser Weise belogen, betrogen und beraubt wird? Ist es nicht Pflicht des Staates, Mittel und Wege zu schaffen, gerade das unmündige Volk vor derartiger materieller, moralischer und geistiger Schädigung zu bewahren und jenen schriftstellerischen und buchhändlerischen Unmenschen das Handwerk zu legen? Müßten nur die Verfasser und Verleger und auch die (Kolporteure die Strafen mittragen, welche durch ihr Verschulden jenen unglücklichen Menschen zutheil werden, so würde die Herstellung und der Vertrieb dieser erbärmlichen Erzeugnisse bald Nachlassen. Gerade da, wo es klar erwiesen ist, daß die Verbrechen durch Bücher veranlaßt worden sind, sollte das Gesetz unnachsichtig gegen Verfasser, Verleger und Vertreiber einfchreilen. Hier ist jede Nachsicht eine Schwäche, die die Vergiftung der Volksseele mit verschuldet und das Volkswohl mehr oder minder untergräbt oder wohl gar zu nichte macht. WaS nützt es, wenn man den Stamm äußerlich von Raupen und ähnlichen Gethier zu säubern sucht, dabei aber geduldig zusieht, daß die Würmer die Wurzeln zerstören und die Maden das Mark angreifen ? Die Bücher und die Zeitungen find die geistigen Säfte des Volksstammes. Wird hier nicht Wandel geschaffen und der Verbreitung der Schund- Litteratur Einhalt gethan, so ist alles Kämpfen für die idealen Güter unseres Volkes ein Kamps gegen die Windmühlenflügel. * Ueber einen in 33 oberg bei Hamburg vorgekommenen entsetzlichen Raubmord mit Brandstiftung berichtet man dem „Hamb. Corr." unterm 24. d. M.: Heute Nacht entstand in dem alten, mit Stroh bedeckten Hanfe des Käthners Heinrich Schreck in Boberg Feuer, welches das alte niedrige Gebäude vollständig in Asche legte. Der auf der Bahn-Haltestelle „Mittlerer Landweg" beschäftigte Bahnwärter Bergmann, dessen Wohnhaus in unmittelbarer Nachbarschaft des Schreck'schen Hauses belegen ist, sowie dessen Ehefrau nahmen gegen V/2 Uhr Nachts verdächtiges Licht in dem Hanse deS Käthners Schreck wahr. Dreiviertel Stunden später stand das Schreck'sche Hans bereits gänzlich in hellen Flammen. Bergmann eilte sofort an die verschlossenen Fenster der Stube, in der, wie er wußte, der 42jährige Herr Schreck schlief und schlug eine Scheibe ein. Er behauptet, daß dieses Zimmer noch nicht vom Feuer ergriffen gewesen sei. Da er auf sein wiederholtes, lautes Rufen keine Antwort erhielt, nahm er an, daß Schreck sich bereits geflüchtet habe. Als die Boberger und Billwärder Feuerwehren erschienen, war an eine Rettung des ziemlich umfangreichen Gebäudes nicht mehr zu denken. Es brannte total nieder. Heute Morgen wurden sofort die Nachforschungen nach den drei menschlichen Bewohnern des Hauses, dem 74jährigen Altentheiler Perschen, der etwa 70jährigen Haushälterin Frau Klingenberg und dem 42jäh- rigen Heinrich Schreck angestellt. Gegen 11 Uhr fand man zunächst unter den fortgeräumten Trümmern des heruntergestürzten Daches die vollständig verkohlten Ueberrefte der Leiche des Herrn Schreck. Es war nur noch der Rumpf vorhanden, an dessen Rücken noch einige erkennbare Ueber» refte deS wollenen Hemdes, mit dem Schreck bekleidet gewesen, sichtbar waren. Gleichfalls in den verkohlten, Resten ihres Bettes fand man die alte Frau Klingenberg, deren Körper zusammen mit den Resten des Bettzeugs, Alles ein einziger, unförmlicher und unkennbarer Klumpen, herausgeschafft wurde. Aus der verkohlten Masse Tagten nur unten die Beinknochen bis etwa zum Knie hervor. [9671 14 Mäusburg 14. 9675 KielerBücklinge 177 9680 Schmitt. ö Hl l l 1. uvvjxj j i Freitag den 7. December, Nachmittags 3 Uhr, soll auf dem hiesigen Orlsgericht das den ' Erben der Marie Magel in »lefcett 8. 8977 der Ph. Herrmann, Hasenfelie, Seltersweg 33. Nadel-Scheitholz, Eichen Knüppelholz, Nadel-Knüppelholz, Nadel-Stockholz, rm M n ti Kiefern- und Fichtenstämme mit 67,41 fm, Univerfttäts - Nachrichten. — Promotion zweier Brüder. Der kleine Festsaal der Wiener Universität war am Samstag Nachmtttag der Schauplatz eines seltenen Actes. Zwei Brüder, die Herren Stad. jur. Arthur unb Stad. phil. Benno Jmm endörffer, wurden gleichzeitig zu Doctoren der betreffenden Discipltnen promovtrt. Zur Promotion hatten sich zahlreiche Burfchenschafter, „alte Herren" und Korpsstudenten eingefunden. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Bekanntmachung. Dienstag den 4. December d. I., Nachmittags um 1 Uhr, kommen in meiner Wohnung die Tannen, ca. 100 fm, welche diesen Winter im hiesigen Jntereffenten- Wald gehauen werden, zur Versteigerung , welches Kaufliebhabern zur Nachricht dient. Hasienhausen, den 26. Nov. 1894. Der Waldvorstand: Holzversteigerung; im Gießener Stadtwald. Montag den 3. December 1894, Vormittags 9l/2 Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadt- wald, District Tanne und Heinges- boden, versteigert werden: 45 Eichenstämme mit 9,15 fm, 443 2 79 13 62 Wahl des stellvertretenden Directors. Wahl von Auöschußmitgliedern. Vorlage der vorgeprüften Rechnung für 1893. Erstattung des Rechenschaftsberichts. Bewilligung von Unterstützungen. Errichtung von Pfennig-Sparkasien. Unterbringung scrophulöfer Kinder in Bad-Nauheim auf Kosten der Sparkaffe. Bewilligung von Prämien an Dienstboten. vom : 2.—1b. Jahr: Gießen, am 30. October 1894. Die Direction des Spar- und Leihkaffe-Vereins. Grün eberg. bietend versteigert werden. Gießen, den 27. November 1894. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.9677 Großer, starker Hund ~ . 9636 Literatur und Aunft. — Goethe» Briefe. Mit Anmerkunam und Erläuterungen I herauSgegrb ii von Dr. Adolf Voigt. In 5 Bänden. Lieferung 1 1 Preis 50 Pfg. Verlag von Karl Fr. Pfau in Leipzig. Von einem grohangelegten literarischen Unternehmen ist untz die erste Lieferung zugegangen. Die VerlagSbandlung Karl Fr. Pfau in Leipzig, welche durch ihre Gesammt-Ausgabe von E. M. Arndts Werken eine Ehrenschuld des deutschen Volkes gegen einen seiner freuest-n Söhne ein- zulösen unternommen hat, läßt eine Ausgabe von GoeiheS Briesen mit erläuternden literarhistorischen Einleitungen und Anmerkungen erscheinen. Diese auf fünf Bände zu je zehn Lieferungen berechnet, wird, wie wir zuversichtlich hoffen, bald in der deutschen Hausbibliothek neben ben Werken unseres größten DichterS ihren Platz finden. Das Studium Goethes, die allseitige Erforschung seines Lebens wie seiner Werke, seiner persönlichen LebenSveihälinisse In Liebe, Freundschaft oder Feindschaft wie seiner Kunst und seiner Weltanschauung ist in den letzten beiden Jahrzehnten immer mehr gewachsen, die Goethe-Forschung hat mit ernster Arbeit und redlichem Erfolge in die Tiefe gestrebt und ist ins Breite gewachsen. Eü ist mit Dank zu begrüßen, daß ein Abbild dieses tief bewegten und großartig vielseitigen Menschenlebens, wie es in den Briefen Goethes mit authentischer Treue vorliegt, in seiner ganzcn Göße dargeboten wird und wir wünschen dem groß geplanten Unternehmen nachhaltige Unterstützung von Seiten des Publikums. Das Erscheinen von Goethes Biitfen in einer Lieferungsausgabe ä 50 Pfg. ermöglicht die Anschaffung derselben den weitesten Kreisen. Die Ausstattung in Papier und Druck ist vorzüglich. — „Quer durch die PuSzta". Der Zonentarif hat zwar Ungarn aus seiner östlichen Lage mehr nach Westeuropa geschoben, aber noch immer ist das Magyarenreich Vielen eine Terra incognita, die der internationale Touristenstrom wenig befruchtet. Man kennt es zumeist nur aus Reisebeschreibungen. Von deutschen Schriftstellern hat Franz Woenig am meisten dazu beigetragen, die ursprüngliche Poesie der magyarischen Tiefebene, die Eigenart des Lebens auf der Puszta bekannt zu machen. Das foeben erschienene .Heft 4 der .Wiener Mode* bringt einen interessanten Artikel dieses beliebten Literalen: „Quer durch die Pusza", über Gebräuche, Poesie und Musik der Pusztenkinder. Originelle, illustrirte Notenbeispiele und Uebersetzungen ungarischer Volkslieder machen diese Arbeit zu einer ebenso unterhaltenden als instructiven. Der Modetheil dieses Hestes der „Wiener Mode" ist eigenartig, wie immer, dabei jedoch practische Ziele verfolgend, denn die extremen Modethorheiten sind nur beschrieben, aber nicht empfohlen. Auch die „Wiener Kinder-Mode , die dieser Nummer beiliegt, bietet hübsche und practische Garderobe- I stücke für Knaben und Mädchen, sowie unterhaltende und belehrende Aussätze. Eine farbige Kunstbeilage vervollständigt dieses ebenso elegante als reichhaltige Hest, in welchem Alles zur Anschauung gebrachte der Devise der „Wiener Mode": „Einsach und elegant", I entspricht. __________________ Bei der Redaction eingegangene Bücher rc.: — Unsere Primaner von Amicus Juventutis. Verlag von Kari Fr. Pfau in Leipzig. Preis 50 Pfg. Spar- und Leihkasse Gießen. Die verehrlichen Mitglieder des Spar- und Leihkaffe-Vereins werden zu der diesjährigen ordentlichen Generalversammlung, welche Montag, den 3. December I. I., Nachmittags 3 Uhr, in der höheren Mädchenschule (Schillerstratze) fdttfinbet, ergebenft eingeladen. Tagesordnung: Die Arme waren anscheinend über der Brust gekreuzt ge- I wesen. Richt in seinem Bette hat der alte Perschen seinen Tod gefunden. Seine Ueberreste — außer einem Theil deS I Kopfes nur der Brustkorb — lagen in einiger Entfernung 1 von seinem Bette in der Nähe deS einen Fensters. Unter den Nachbarn und den übrigen Bewohnern BobergS herrscht nur die eine Meinung, daß man eS hier mit einem entsetz- I lichen Verbrechen zu thun habe, dem die drei Unglücklichen I zum Opfer gefallen sind. Man nimmt an, daß sie ermordet | wurden und daS HauS dann von den Thätern, die die Spuren deS Mordes verwischen wollten, angezündet worden ist. In dem Zimmer, wo Schreck schlief und umgekommen ist, fand man zwischen den Trümmern eines verbrannten Koffers etwa 210 Mark in Gold und Silber, so daß die Annahme besteht, daß die Thäter keine Beute erlangt haben. Ob noch mehr Geld im Hause vorhanden gewesen, ist bis jetzt nicht festgestellt. Die Bewohner des Hauses waren jedoch als ziemlich wohlhabend bekannt. Der alte Perschen war stets sehr vorsichtig und pflegte, nach Aussage seiner Bekannten, den Aufbewahrungsort seines Geldes oft zu wechseln. Es haben bereits umfangreiche Vernehmungen nach verschiedenen Richtungen hin stattgefunden, doch wird es, soweit eS sich jetzt beurtheilen läßt, schwer halten, daS Dunkel dieses entsetzlichen Falle« zu lüften. Es verbranten des weiteren daß gesummte Vieh des Schreck, drei Kühe, einige Hümmel und zwei Schweine, eine Anzahl Hühner, Hund und Katze. • „Wapperlgesetz" ? Was ist das? so dürften schon heute Viele fragen, wie viel mehr erst spater, wenn die Erinnerung an den Anlaß der originellen Bezeichnung des deutschen Gesetzes, betr. Invaliden- und Altersrente, verschwunden ist und durch einen Zufall jener Ausdruck wieder auftaucht? Diese Gedanken gingen unS durch den Sinn, als wir in einem Probebogen der neuen Auflage von Joseph Kürschners „Quartlexicon", von der neulich unser mCorre- pondent berichtete, dem Artikel „Klebegesetz" begegneten, indem auch „Wapperlgesetz" seine Erklärung findet. Das kleine Beispiel zeigt, daß daS alte-neue Buch auch den jüngsten Vorgängen rc. gerecht werden wird, der Bogen selbst aber, daß die Herstellung des mit Spannung erwarteten Werkes bereits so weit vorgeschritten ist, daß es keinem Zweifel mehr unterliegt, daß eß gerade zur rechten Zeit für den Weihnachtstisch kommen wird. (Unsere Zeitung hat in dem steten Bestreben, ihren Lesern auch Außergewöhnliches zu bieten, mit dem Verleger des Werkes ^Hermann Hillger, Berlin und Eisenachj Unterhandlungen angeknüpft, um event. ihren Lesern besondere Vortheile für den Bezug zu erwirken und wir dürfen hoffen, daß diese Bemühungen von Erfolg sein werden. D. Red.) * Geheizte Muffen für Schlittschuhläufer sind das Neueste, was diese Saison dem Eissport bringt. Die Wärme wird durch eine Glühstoff enthaltende Patrone erzeugt, welche ver- mittelst Zündholz, brennender Cigarre u. dgl. entzündet wird und ca. zwei Stunden brennt. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 4610 „ Nadel-Reisig. Die Zusammenkunft ist auf Rödgener Straße, an der 5. Schneise. Gießen, den 28. November 1894. Aechte Nürnberger Lebkuchen empfehlen billigst Gebrüder Adami, Bekanntmachung. Mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz »om 16. l. Mts. zu Nr. M. J. 32 670 wird die Schlachtgebühr für die Benutzung des städtischen Schlachthauses, mit Wirkung vom: 1. Dezember l. Js., für Stoppelkälber bis zn 150 kg Lebendgewicht auf 1 Mk. 30 Pf. festgesetzt. Gießen, den 24. November 1894. 49,5 „ 360 Wellen Eichen-Rersig, Fichtenstangen mit 6,24 fm, Eichen-Scheitholz, Oberhessischer Geschichts v er ein. Donnerstag, den 20 November 1894, Abends 8 Uhr, * im Cate Ebel. Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Vorstandswahl und Rechnungsablage. 2. Vortrag des Herrn Kustos Dr. Martinsen: Zur Geschichte der Familie Senken berg. Iltis, Marder und Füchfe ---------- zahlt hohe Preise l--- A. Kretzfchmar, Kürschner, z« verkaufen. 9697 Marktplatz 22. Näheres Wallthor straffe 2. empfiehlt 0894 J. M, Schulhof. ^ouchong-Thee, Spfrielitiit: Zuntz-Thee, Cacao und Chocolade Marke: Aordan & TimLaS, 8692s van Houten, PH. Luchard, empfiehlt in ollen Preislagen billigst J. M. Schulhof. Freitag den 7. December, Nachmittags 3 Uhr, ollen auf dem hiesigen Ortsgericht die der Peter Jmmel Ehefrau, Dorothea aeb Klingelhöfcr, in Gießen gehörigen Immobilien: tflur 50 bis 71 Nr. Vito — 603 qm Hofraitbc, die Liebigshöbe, Flur 50 bis 71 Nr. IWioo - 14057 qm ' Acker daselbst n o Flur 50 bis 71 Nr. l^/ioo — 21436 qm Acker daselbst, Flur 50 bis 71 Nr. l7/io — 80 qm Halle daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 26 November 1894. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A.: Bogt. 9682 Summa: 13 (9) 9 (6) 1 (1) d vO Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Airchliche Anzeigen der evang. Gemeinde. Donnerstag den 29. November. Abends 8 Uhr im Turnsaal der neuen Stadtknabenschule Bldelstunde. (JesuS als Menschenfreund) Pfarrer Schlosser. ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im 1. Lebensjahr 5 pfg. per Stück g,42 6. M. Schalltot 9857 Schellfische gr. u. fr. Maare, 25H kPfd. im »«beiook. arbeit ließ sie nicht eher zu und eine verspätete Pflege ist doch immer noch bester, alS keine. Ta die Dbftbiiinie zweimal nacheinander g.tragen bezw. da wir zwei oortrcffliche Obstjahre b^r-taonder gehabt, so ist eine Erschöpfung der Dagkrasi unserer Obflbäume eine zweifellose Thatsache. Zu warten, bis di- Bäume - wie früher geschehen — durch jahrelange Unfruchtbarkeit sich w'-der erholt wird wohl keinem vernünftigen Landwirth bzw. Obstbaum» esitzer einfallen. Deshalb müssen in erster Linie unsere Obstbaume eine krä tige Düngung erhalten. Das Dungmittel, Jauche, ist iubtm in dieser Zeit reichlicher vorhanden, alS sonst, weil vielfach daS Entleeren der Jauck-ngruben durch die übergroße Nässe nickt möglich war. Man dünge darum seine Obstbäume mit Jauche. Wie man dabei zu »erfahren hat, ist schon wiederholt in dieser Zeitung beschrieben worden. Auch eine Düngung mit Stallmist, der aber untergraben werden mutz, ist empfeblenSwerth. Künstliche Dungmittel giebt man am beften im Frühjahr. Weiter ist ein Auflockern deS BodenS um den Stamm, besonders da, wo der Boden stark vergrast ist, vorzunebm.n. Kalkanstrich der Stämme, Abkratzen der Rinde. AuSästeln der Krone bet jungen Pflanzungen sind weiiere unerläßliche Punkte in der Pflege der rationellen Obstbaumzucht. ES ist freilich wahr: die Ob^tbaum- zücht bat ganz bedeutende Fortschritte gemacht, sie sind in erster Lime daS Verdienst des Oberhesstscken Obstbauverein«, sowie der al8 Muster die Nacheiferung weckenden staatlichen Obstbauwpflarnungen an den Straßen, aber dessenungeachtet wird roch sehr viel ve'^umt, um die Obstbaumzucht zu dem zu machen, waS sie sein soll, em trefflich lohnender Zweig des landwirthschaftlichen.Betriebes. Wöchmtllche Ueberfichi der TodeSMe in Gieße«. 47. Woche. Vom 18. November bis 24. November 1894. Einwohnerzahl: angenommen zu 22 100 (incl. 1600 SterblichkettSziffer: 30,58°/« bezw. 9,41 nach AuSschU der Ortsfremden. Schiftsnachrichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 27. November. sPer transatlanttschen Telegraph.! Der Postdamvfer Stuttgart, Capitän D. Köhlenbeck, vom Nord- , deutschen Lloyd in Bremen, welcher am 11. November von Bremen abgegangen war, ist heute, 11 Uhr Vormittags, wohlbehalten in Baltimore angekommen. - Der Postdampfer „Rhynland" der „Red Star Linie" ta Antwerpen ist laut Telegramm am 25. November wohlbehalten in Newyork anaekommen. Verkehr, Landend Votkrrvirthschaft. s Ans dem Ohmthal, 27. November. Nachdem nun die Feldarbeit beendigt und Pflug und Egge ruhen, steht dem Landmann endlich die Zeit zur Verfügung, sich etwas um feine Obstbaume zu bekümmern. Die Zett ist allerdings sür die Pflege der ObstbSume schon weit hinausgerückt, allein die über alle Maßen verspätete Feld' BelannM-chung. i SXÄKlÄ Der auf dem städtischen Grund- Marke: Henry Faber & Co, Bordeaax, ftück am Rodberg angesammelte Rum, Liqueure, Dünger aus dem Schlacht- Arrac u. Punschessenzen haus, ca. 100 Cubikmeter, soll Donnerstag den 29. Novbr., Nachmittags 3 Uhr, an Ort und Stelle in 5 Loosen meist- 513 am Acker auf der siußfilchMtiau «.Schellfisch Flur 16 »r^33 - 613 qm Mit °us d-r W-nw-, 18. SSW ÄÄrt ""Schweine schmalz, ^3=«^ .9599 Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 9690 95711 Kleingemachtes Vrennholz ver, kaust 2«si«s He», Sonnenstraße 3. Diphtheritis Lungentuberkulose 1 (1) 1 1 — 1 (1) Lungenentzündung Sonstige entzündliche Erkrankungen der 2 (1) 2 (1) AthmungS-Organe 1 (1) 1 (1) — — Gehirnschlagfluß Angeborene LebenS- 1 1 schwäche 1 (1) — 1 (1) Neubildungen Sonstige benannte 1 (1) 1 (1) Krankheiten 4 (3) 2 (2) — 2 (1) Selbstmord 1 (1) 1 (1)_____ — — Modernste n. folideste Mänaerkletderstoffe ä M. 175 pr. Mir. Oriainal-Mustercollccttonen in billigen, mittleren und hochfeinen Qualitäten, wobei Passendes sur Jedermann versenden bereitwilligst franco ins H-uS. Oettinger & Co., Frankfurt a. M., Fabrik - Dfepftt. An- und Verkauf von Effecten. Einlösung sämmtlicher Coupons. Bevorschussung von Werthpapieren. Oonto^Oorreitt^Verlrenr^ Bankgeschäft Giessen of. JileinG) JMLarktstr. 4 9544 9686 Haarketten 8677 rc. 2C. fertigt billigst an Entr6e 50 JPfg. [9688] Anfang präcis 8 Uhr. Die Abonnements-Liste liegt noch an der Kasse zum Abonnement offen. 9687 Annerod, den 28. November 1894. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 2 Uhr statt. 1893« Pfg- w 887 tf- 9674 Jacob Häusser, Ludwigstraße. «raut, Abends Angebote ganzer Bibliotheken, sowie Ml . einzelner BQcher erbittet die kA f J. Ricker’sche Buchhandlung Giessen. im Gartenhaus. 9696 Frankfurter Börse vom 27. November 1894. 4Vs"/o Oesterr. Stlberrente Exped. d. Bl. 1887 103.80 3% Jtal. staatsgar. Eisenb. 372% Frankfurter Hyp. Bk. 99.20 9559] ordentliche» 4% DeutscheGrdsch^.unk.b.1904 104.20 4/o Eisenb. Rentenb. Obl. 51.05 50/0 BuderuS Obl. Fran». Banknoten Oesterr. dto. Americ. _______ Kaiserstühler, weiß Markgräfler, , Durbachcr, Kaiserstühler, roth Aeller, Haus und Küche sofort gesucht. . Näheres Zwölf Apostel. 7000 Mark auf gute zweite Hypothek gesucht. Gest. Offerten unter H. G. an die Empfehlung. Als Masseuse und Privat-Kranken- pflegerin mit besten Zeugnissen empfiehlt sich den geehrten Herrschaften Gießens und Umgebung. 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Sinfonie eroica (Beethoven). 2. Ouvert. z. Op. „Die Zauberflöte“ (Mozart). 3. Intermezzo a. d. Bajazzo (Leoncavallo). 4 Variat. f. d. Flöte (Heinemeyer). 5. Fantasie a. d. „Tannhäuser“ (Wagner). 6. Ouvertüre z. Op. „Johann von Paris“ (Boieldieu). 7 Marsch a. d. „Ruinen von Athen“ (Beethoven). 8. Rhapsodie hongroisc (Fz. Liszt). Krausse, Grossh. Musikdirector. An- und Verkauf von getragene« Kleider«, Weißzeug, Mädeln, Bette«, Gold- und Silber- sache«, Bücher«, Zeitungen, Acten, Papier, Kupfer, Messing, 3t««, Blei und Eisen. Ebenso werben Lurope« und Knoche« auf Verlangen jederzeit abgeholt durch 4541 Louis Rothenberger Wwe. 9695] Eine größere Parthie gebrauchter, gut erhaltener Fenster, im Ganzen oder getheilt, billig zu verkaufen. B. Wolf, Bahnhofstr. Offerten sub B. 46 an die Expedition. MkTlOOO werden von einem soliden Kaufmann zu leiben gesucht. Vermittler verbeten. Off. unter A. 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