* Sie W Don Uee : Handlung iel für aüt Spulen. mSä** «hi.« hlfc‘‘,n- whihteia'■•• reisen. M Hefte rc. utenfütm. iorbanlage, ist der zweite ijnieni und allen BequeiM Mort zu vnmteth'.n. i_Mer, Steinstraße 7, V i-meinem Neubau in der b finb drei Stockwerke mit al.- 1 vermielhen. NLHere- dr mH«, Lleichsirahe. hleevbecker, Maurermeisd lordaviagt Nr. A ift Ä mt allen Lequemlichketleo ob heil zu vermiethen. ' Tttüivg Nordar/.-.v j'I >elteröw.g 87 Wjr m obere» 5 Z. nebst Zut M zi orrD er mittlere Stock, kiediaftr K, Äntr, Äidtzimner ntk enmitbeil, ver L 3i Iben- NiibereS Lirdiallrahe In meinem hlninhaui! ist i 'tvohnuns an tlnt ruh'. i ptrmittjtn vecherß tr mUtittt Stod, 4 auch 5 .St !r, ist ptr sofort ,u oc Ätrdjflrafc L ott zu btytb. zwei b Sima» MH, i \ogtt VON 4 Simmern i^.^ >ck, per 15. Juli zu o-Ma'^ rzivgeldöffer. 10Ul. — — ^MmsMMrverm'ev- W grotzetz und em Ke« »iezstrane«'. ?WL SW.-- Mövl. F” zu SS. wwl- U kl. möbl..SiÄMdMr Keinen ®e^®a J. flUt4ft Jab" bin .L ial} her noch unS ®v.;t Vir ® alle J J i weicher p* , g#«j- Rr 99 Erstes Blatt. Coimtag den 29. April 1894 Der »U^nft Anzeiger erscheint täglich, Bitt AuSnadme des Kontag«. Die Gießener >e«tri<*l(4tter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal deigelegt. Gießener Anzeiger Kmerat-Mnzeiger. Vierteljähriger x Aöennementspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Vringerlohn. Durch die Poft dezogerr 2 Mark 60 Pfg. Äcbaction, Erpediii«« und Druckerei: rck>»sftr«tze Ar.7. Fernsprecher 51. 2lnrts- und 2litzeig-blutt für den Kreis Gieszen. Annahme van Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Barm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Aamilienötätter. Alle Annoncen-Burraux des In- und Au-lande» nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Gemäß Allerhöchsten Auftrags bringe ich nach stehenden allergnädigjten Dank-Erlaß Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs hiermit zur öffentlichen Kenntniß. Finger, Staatsminister. Meine Gemahlin Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin und Ich haben aus Veranlassung Unserer Vermählung aus allen Theilen des Hessenlandes und weit über dessen Grenzen hinaus von Vereinen, Gesellschaften und einzelnen Privaten zahllose Beweise warmer Antheilnahme und treuer Ergebenbeit empfangen. Sinnige Glückwünsche und Spenden der verschiedensten Art sind Uns aus allen Kreisen und Schichten während der letzten bedeutungsvollen Tage zu Theil geworden und auch sonst hat sich die freudige Bewegung der Bevölkerung in mannigfacher, für Meine Gemahlin und Mich wohlthuendster Weise geäußert. Es gereicht Mir zur freudigen Genugthuung bei diesem Anlaß aufs Neue gesehen zu haben, mit • welcher Treue und Liebe Mein Volk seinem Fürsten- hause zugethan ist, und Ich sage, zugleich auch im Namen Meiner Gemahlin, allen denen, die in den Tagen Unserer Vermählung und Unseres Einzuges in der Hessischen Hcimath Unserer so freundlich gedacht haben, herzlichen Dank. Gebe Gott, daß die Uns gewidmeten guten Wünsche in Erfüllung gehen zum Segen Meines geliebten Volkes und Landes. Ich ersuche Sie diesen Erlaß zu veröffentlichen. Darmstadt, am 24. April 1894. Ernst Ludwig. An den Staatsminister Finger. 2lmtiid?er Theil. Gefunden: 1 Messer, 1 Brille, 1 Brosche, 1 Nosen- scheere, 1 Cigarrenspitze, 1 Stück von einer Uhrkette, ver« schiedenes Werkzeug, 1 Milckmaaß, 1 Taschentuch, 1 Shlips. Zugelaufen: 1 Stallhase. Gießen, den 28. April 1894. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Deutsches Reich. Berlin, 27. April. Die erneut in der Tagespresse durch die bekannten jüngsten Auslassungen des Fürsten Bismarck angeregte Frage einer Wiedervereinigung der Aemrer des Reichskanzlers und des preußischen Minister« Präsidenten scheint von einer Lösung weiter denn je entfernt zu sein. Wie die „Nationalzeitung" auS zuverlässiger Quelle mitzutheilen weiß, sind vorläufig keinerlei Aenderungen in der Stellung deS Reichskanzlers zum preußischen Staats« Ministerium, besonders nicht die Wiedervereinigung der obersten Beamtenposten im Reiche und in Preußen, beabsichtigt. Demnach wird der gegenwärtige unleidige Zustand mit seinen geheimen Reibungen und Differenzen zwischen den Spitzen der Reichsregierung und denen der preußischen Regierung auch fernerhin fortdauern, waS aber doch schwerlich im Jntereffe einer gedeihlichen Weiterentwickelung der deutschen Verhältnisse liegt. Vorläufig kann man nur wünschen, daß die innerhalb der maßgebenden Berliner Kreise bestehenden Gegensätze sich wenigstens nicht noch weiter zuspitzen mögen. — ES unterliegt schon jetzt keinem Zweifel mehr, daß die Finanzreform und die Tabaksteuervorlage in der nächsten Reichstagssession wiederkommen werden. Die „Nordd. Allg. Ztg." erklärt denn auch, die genannten Gegenstände würden den vornehmsten BerathungSstoff der nächsten Session bilden, und betont, dte verbündeten Regierungen würden unter allen Umständen an der Tabakfabrikatsteuer festholten. Indessen versichert daS osficiöse Blatt zugleich, die Regierungen seien in diesen Fragen zum Entgegenkommen bereu, so daß das Blatt zu dem Schlüsse gelangt, man dürfe hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. In der Thal sind trotz deS einstweiligen Scheiterns der steuer- und finanzpolitischen Action tat Reichstage dte Aussichten auf eine schließliche Verständigung zwischen Regierung und Parlament keineswegs ungünstige, der Optimismus, mit welchem man in den Berliner Regierungskreisen der kommenden Wintertagung deS Reichsparlaments entgegenzusehen scheint, ist da allerdings nicht so ungerechtfertigt. Aber bis zum muthmaßlichen Zeitpunkte des WiederzusammentrittS deS Reichstags werden noch lange Monate vergehen, eS wäre darum wahrhaftig gut, wenn jetzt die Steuer- und Finanzsragen endlich einmal ruhen gelassen würden, zumal man denselben in weiten Schichten der Nation vorerst gar keinen Geschmack mehr abgewinnen kann. Ausland. Pari», 27. April. Für dte Verhandlung des Schwurgerichts gegen den Anarchisten Henry, welche heute Mittag eröffnet wurde, sind innerhalb und außerhalb des Justiz« Palastes umfassende Vorsichtsmaßregeln getroffen. Der Zudrang des Publikums zu der Verhandlung ist sehr groß. Während der Verlesung der beiden Anklageacte verhält sich der Angeklagte gleichgiltig. Bei dem Verhör sagte Henry aus, er habe sich in mehreren CaseS umgesehen und sei schließlich ins Terminus. CafL eingetreten, in welchem sehr zahlreiche Gäste waren. Er habe da eine ziemlich lange Zeit gewartet, um eine möglichst große Anzahl Bourgeois zu tödten. Wenn er Revolverschüffe auf die ihn verfolgenden Personen abgegeben habe, sei daS geschehen, um sich seiner Haut zu wehren. Der Präsident constatirt, daß durch dte Explosion eine Person getödtet und 20 Personen verwundet worden. Henry wiederholt, er habe eine möglichst große Anzahl Personen tödten wollen. Der Präsident machte auf den ver- abscheuungSwürdigen CyntSmuS aufmerksam, mit welchem sich der Angeklagte zu seinem Verbrechen bekenne und geht sodann zu der Verhandlung über die Explosion über. Der Angeklagte beschrieb aus Geheiß deS Präsidenten dte bei dem Attentat im Cafe Terminus benutzte Bombe. Er weigerte sich, anzugeben, woher er daS Dynamit zur Bombe bekommen hatte und versicherte, daß er bet dem Attentat in der Rue des Bons-Enfants keinen Complicen gehabt habe. Ueber feine Thätigkett während des Jahres 1893 und darüber, woher er das Geld zur Anfertigung der Bombe genommen habe, verweigerte Henry die Auskunft. Alle seine Aussagen machte der Angeklagte in höchst prahlerischem, affectirtem Tone. Sodann begann daS Zeugenverhör. — Die Unruhen von Bafarhely haben gezeigt, daß die socialiftische Agitation auch in den Theißniederungen deS MagyarenlandeS kräftig Wurzeln geschlagen hat. Die nun beendigte Untersuchung über dte Vasarhelyer Krawalle läßt klar erkennen, daß dieselben nur der Ausfluß einer unter der ländlichen Bevölkerung deS gesammten Comitats Vasarhely Feuilleton. Sie Geschwister. Von JultuS Olden. * (Schluß.) Graf BelaS Kammerdiener hatte Befehl, Niemand vorzulassen ; Pastor Ronay übernahm jedoch alle Verantwort- lichkeit und betrat das Arbeitszimmer feines jungen Freundes. Wie eS schien, unangenehm berührt, sprang dieser von seinem Sitze aus, verbarg etwas in seinem Busen und stammelte verstimmt die Worte : „Ich wünschte — «ich —" „Nicht gestört zu werden," vollendete Pastor Ronay, sich setzend. „Darf sich die Freundschaft nichts erlauben?" „O ja, sogar sehr viel," erwiderte der Graf sanft. „Nicht von Ihnen, lieber Freund, soll heute die Rede sein, nur von Ihren Schwestern will ich mit Ihnen sprechen." „Von meinen Schwestern!? Und was wünschen die? Fühlen sie sich nicht glücklich? Bis hierher bringt ihr fröhliches Lachen, welches nur verstummt, wenn sie noch lauter singen." „Ihre Schwestern find so glücklich, wie sie eS verdienen; zürnen Sie nicht, wenn sich dieselben heiteren, unschuldigen Zerstreuungen überlassen." „Gewiß nicht! Mögen sie sich ihrer Jugend erfreuen. Mir aber wird es doch wohl erlaubt sein, die Ausgelassenheit nicht zu theilen, sondern nach meinem Geschmack zu leben!" rief der Gras bitter aus. „Vielleicht, ja," entgegnete ernst Pastor Ronay. „Doch weiß ich nicht, ob Ihre selige Frau Mutter an ein solches Zusammenleben dachte, als sie Ihnen die Birte aussprach, den verwaisten Schwestern eine Stütze zu sein. Aber davon wollte ich heute nicht sprechen. Ich komme im Auftrage meiner Neffen Sandor und Arpad, Sie um die Hand von zwei Ihrer Schwestern zu bitten. Sie lieben —" „O, schweigen Sie, schweigen Sie!" rief Graf Bela. „Sprechen Sie mir nie davon." „Diesem ungerechten Anfinnen kann und werde ich nicht entsprechen," tönte eS würdevoll zurück. „Ihren Schwestern bietet sich eine vortheilhaste Versorgung, welche, da gegenseitige Neigung vorhanden ist, die LebenSzukunft derselben glücklich sichern würde. Wie umfassend auch Ihre Rechte sein mögen, so bitte ich doch nicht zu vergessen, daß Ihre Frau Mutter auch mir solche einräumte." „Und dennoch verweigere ich meine Zustimmung." „So nennen Sie mir wenigstens einen Grund dafür, Herr ®raf; Sie werden einer Ihnen ebenbürtigen Familie nicht solche Beleidigung zufügen wollen, ohne Ihre Handlungsweise zu rechtfertigen." „Wohl wahr," erklärte Bela. „Ich will, ich darf Niemand unglücklich machen. Ju einer Stunde sollen Sie meine Antwort haben." „In einer Stunde? Darf ich mir dieselbe hier holen kommen?" „Nein, das nicht- jetzt ist eß zwei Uhr, um drei Uhr sollen Sie im Besitz derselben sein. Sie werden dann auch Aufschluß über mein Betragen erhalten, lieber alter Freund, und erkennen, daß ich sehr viel unglücklicher bin, als Sie wähnten. Sagen Sie ebenso meinen Schwestern, daß ich ihr Glück nicht stören will- sie mögen mir nicht fluchen." Langsam wendet sich Pastor Ronay der Thüre zu, den Blick auf den jungen Mann gerichtet- dieser gab kein Zeichen von sich. Als ersterer dann in den Kreis der jungen Leute trat, stürmten seine Neffen mit Fragen auf ihn ein. „Geduld," sprach er, „in einer Stunde werdet Ihr die Antwort wissen." Schlag drei Uhr erschien der Kammerdiener mit einem Briefchen für Pastor Ronay, welches dieser hastig erbrach und spannungsvoll las: „Erfahren Sie denn das schreckliche Ge« heimniß, welches mein Leben belastet. Seit Jahren liebe ich eine weine Schwestern! Vergeblich flehte ich zu Gott, ihr B:ld, und wäre es selbst mit meinem Leben, mir aus dem Herzen zu reißen. — Als ich von der sterbenden Mutter vernahm, daß eines der drei Mädchen nicht ihre Tochter sei, belebte mich für einen Moment die Hoffnung, daß Gott mich in seinen Schutz genommen, um kein Verbrechen In meiner Seele keimen zu laffen. — Doch meine Schwestern wollten die Wahrheit nicht hören- jetzt denken sie daran, sich zu verheirathen. Ich fühle nicht den Muth in mir, die- zu überleben, und wenn Sie diese Zeilen lesen — —" Weiter liest Ronay nicht - er stürzt fort, die Anwesenden in unbestimmtem Schrecken zurücklassend. „Wo ist Euer Herr?" fragt er athemloö den Diener. „In seinem Zimmer eingeschloffen," erwiderte dieser. „Geschwind Werkzeug her!" befiehlt Ronay zitternd, und fich bückend, sieht er durch baß Schlüsselloch ben Grasen mit einem Revolver beschäftigt. Die Thüre wirb aufgesprengt. „Unglückseliger!" ruft Ronay, „wollen Sie ein Verbrechen mit einem anderen sühnen?" „Ich leide zu unsäglich, um weiter leben zu können." „Wenn Ihre Liebe nun kein Verbrechen, wenn Sie vielleicht —" „Sprechen Sie es nicht auß," fällt ihm Graf Bela in die Rede. „O, enthüllen Sie mir nichts, lassen Sie mich ‘ in der Hoffnung sterben, daß ich nicht schuldig bin." Der Graf will fich wieder deS Revolvers bemächtigen - } die Arme des Freundes umschlingen ihn und bei der gewaltsamen Anstrengung, welche er macht, um sich daraus zu be- fteieu, fällt etwas auf den Boden. Ronay hebt eß auf: ein geöffneteß Medaillon? „JtkaS Bildntß!" ruft er. . . „Nieder auf die Knie, Du Mensch, der Du an der Güte Deineß Schöpfers zu zweifeln wagtest! Ilka ist nicht Deine Schwester! Sie ist ein armes, unschuldiges Kind, die Tochter einer Unglücklichen, deren Fehltritt ihr das Leben gab. — Nieder mit Dir auf die Knie, denn Gott ist gerecht, denn Gott ist allgütig! — Lebe, um glücklich zu fein!" schon monatelang Höchst energisch betriebenen socialistischen Agitation find und daß die Rädelsführer im Sinne hatten, zum 1. Mai eine förmliche Revolte der Landarbeiter der dortigen Gegend hervorzurufen. Zum Glück ist der geplante Putsch vorzeitig losgebrochen und es konnten infolgedesien von der ungarischen Regierung alle Vorkehrungen getroffen werden, um die für den 1. Mai in der Stadt Vasarhely geplant gewesenen Straßenemeuten unmöglich zu machen. Läugnen läßt sich indessen nicht, daß die Zustände in den Bezirken von Vasarhely, Maco u. s. w. nur zu sehr das Aufkommen socialisttscher Lehren begünstigt haben. Denn der Boden gehört in diesen Gegenden Ungarns oft meilenweit im Umkreis einem einzigen Magnaten, der Hunderte von Tagelöhnern gegen unglaublich niedrige Löhne beschäftigt. Auch sonst sind die Existenzbedingungen für diese Landarbeiter der Theißniederungen traurige, der Erwerb von Grundbesitz ist ihnen unmöglich, selbst Pachtungen zu erlangen, gelingt nur wenigen Glücklichen von ihnen — kein Wunder daher, wenn die Lockungen und Verheißungen der Socialdemokratie unter diesen „ländlichen Sclaven" so raschen Anklang sanden. Hoffentlich läßt es sich die ungarische Regierung angelegen sein, die Lage der Feldarbeiter in Alföld nach Kräften zu heben, wie dies ja auch der Ackerbauminister Bethlen feierlich im Abgeordnetenhause versprochen hat. Neueste 2Zad?rtd>tciu Depeschen des Bureau ,$erolb*. Berlin, 27. April. Nach der „Nordd. Allgem. Zig." wird der Kaiser auch in diesem Jahre wieder eine Seefahrt nach Norwegen unternehmen und die Reise wahrscheinlich in den letzten Tagen des Juni antreten. Berlin, 27. April. Nach der „Nordd. Allgem. Ztg." soll mit der feierlichen Einweihung des neuen Reichstagsgebäudes am 18. October die durch den Kaiser zu vollziehende Schlußsteinlegung verbunden werden. Berlin, 27. April. Die Meldung, daß Prinz Heinrich von Preußen in nächster Zeit einen Besuch am Petersburger Hofe machen werde, wird jetzt auch von zuverlässiger Seite als zutreffend bestätigt. Den „B. N. N." zufolge dürften in einer Woche etwa über den Termin der russischen Reise des Prinzen genaue Dispositionen getroffen werden. Berlin, 27. April. Die Commission des Abgeordnetenhauses zur Berathung der Vorlage über die Land- wirthschaftskammern berieth heute die nochmals an sie zurückverwiesenen Paragraphen, welche das Wahlverfahren betreffen. Es entwickelte sich eine eingehende Generaldebatte. Wie verlautet, hat keiner der vorgeschlagenen Anträge Aussicht auf Annahme, ebensowenig die Regierungsvorlage. Berlin, 27. April. Die „Nat.-Ztg." schreibt bezüglich der Verhaftung des deutschen Hauptmanns von Seel in Marseille wegen Verdachts der Spionage, der genannte Offizier sei bis zum vorigen Jahre Platzmajor von Bitsch gewesen und habe sich auf einer Erholungsreise in Frankreich befunden. Durch sein Benehmen habe er die Aufmerksamkeit der Behörden auf fich gelenkt; die Verdachtsgründe gegen ihn sollen seine unbestimmten Angaben über seine Identität noch vermehrt haben. Jedenfalls werde sich erst zeigen müssen, ob die bei dem Hauptmann v. Seel vorgefundenen Papiere wirklich so compromittirender Art waren. In Berlin seien weitere Einzelheiten an amtlicher Stelle bisher nicht bekannt geworden. Fulda, 27. April. Der bisherige Bisthumsverweser Regens Dr. Komp Hierselbst wurde heute zum Bischof von Fulda gewählt. Dr. Komp ist im Jahre 1828 in Hammelburg in Bayern geboren. Wien, 27. April. In dem Prozeß gegen den Falschspieler Lichtner wurde heute feftgestellt, daß dieser und der „olle ehrliche Seemann" zu einem Frankfurter Auskunftsbureau Beziehungen unterhielten, bei dem sie sich über die finanziellen Verhältniffe Derjenigen, die gerupft werden sollten, informirten. Abbazia. 27. April. Heute Vormittag 9 Uhr 45 Min. erfolgte die Abreise der Deutschen Kaiserin und der Prinzen von Mattuglie aus. In Abbazia waren vorher Statthalter Rinaldini, Director Silberhuber und sämmtliche Vertreter der Behörden zum Abschied in der Villa Angiolina erschienen. Die Kaiserin sprach den Damen der Aristokratie für die reichen Blumenspenden, dann dem Director Silber- Huber in herzlichen Worten ihren Dank aus. Auf dem Wege von Abbazia nach Mattuglie, den die Kaiserin mit ihren Kindern im Wagen zurücklegte, bildete eine große Volksmenge Spalier, welche die Wagen mit Blumen überschüttete und in stürmische Hochrufe ausbrach. Auf dem Bahnhofe in Mattuglie war auch der deutsche Consul v. Oertzen erschienen. Die Kaiserin verabschiedete sich dort herzlichst von den Anwesenden und bestieg dann den Hofzug. Die Prinzen lüfteten bei der Abfahrt die Hüte, während die Kaiserin, mit der Prinzessin im Arme, am Waggonfenster stand. Loudon, 27. April. Die Polizei hat heute bei mehreren italienischen Anarchisten Haussuchungen vorgenommen, die resultatlos verlaufen sind. Es konnte indeß festgestellt werden, daß bei den verhafteten Anarchisten Fornaro höchst verdächtige Personen verkehrt haben, welche jetzt aus London verschwunden sind. Petersburg, 27. April. Es verlautet, Großfürst Paul, der jüngste Bruder Kaiser Alexanders III., seit 1891 Wittwer, werde sich demnächst mit einer Tochter des Prinzen von Wales verloben. Warschau, 27. April. Ju allen größeren Fabrikstädten Congreßpolens werden die Garnisonen wesentlich verstärkt, weil die Arbeiterbewegung einen gefährlichen Character anzunehmen droht. Heinrich Schäfer. Zu feinem 100. Geburtstage. -------- Nachdruck verboten. Die jetzt zu Ende gehende Woche hat uns wieder einen Gedenktag an einen hervorragenden Gießener Gelehrten gebracht. Am 25. April 1794 wurde der nachmalige Professor der Geschichte und Bibliothekar unserer Universität, Heinrich Schäfer, geboren. Sein Vater, Cantor und Lehrer zu Schlitz, hatte ihn ursprünglich für den Verwaltungsdienst bestimmt, seine Neigungen zogen den Heranwachsenden Jüngling zur Musik. Doch wurde keiner dieser beiden Berufszweige von ihm ergriffen, er wandte sich vielmehr, nachdem er unter Ueberwindung großer Schwierigkeiten einen dreijährigen Gym- nasialcursus zu HerSfeld durchgemacht hatte, dem Studium der Theologie zu und bezog die Universität Gießen. Aber auch dieser Beruf sollte ihn nicht für die Dauer fesseln. Denn als er nach Beendigung seiner Studien einige Jahre in Darmstadt als Hauslehrer in der Familie des Oberforstmeisters von Prettlack verlebt hatte, 'wurde er seit 1819 an der dortigen Hofbibltothek beschäftigt, 1821 als Secretär angestellt und später zum Bibliothekar ernannt. Erst durch seine Beschäftigung als Bibliothekbeamter wurde er dem Zweige der Wissenschaft zugeführt, der ihm Lebensberuf werden sollte: der Geschichte. Es bot sich ihm in der Folge auch Gelegenheit, als Lehrer in diesem Fache aufzutreten, indem er während dreier Winterhalbjahre Vorlesungen über allgemeine Geschichte an der Darmstädter Milttärbildungs- anstalt halten konnte. Im Jahre 1833 erfolgte seine Berufung als ordentlicher Profeffor der Geschichte an die Universität Gießen. Hier entfaltete er bis zu seinem Lebensende eine reiche und fruchtbare Lehrthätigkeit. Fünf Jahre vor seinem Tode — 1864 — übernahm Schäfer noch die Direction der Großh. Universitätsbibliothek. Sein Tod erfolgte am 2. Juli 1869. Schäfers litterarische Thätlgkeit erstreckte sich hauptsächlich auf das Gebiet der spanischen und portugiesischen Geschichte. In die Zeit seines Darmstädter Aufenthaltes (1828) fällt die Herausgabe der „Ethnographische Denkmale von Spanien" gestochen von H. W. Eberhardt, zu denen Schäfer den Text schrieb. Im folgenden Jahre trat er mit einem größeren Werke vor die Oeffentlichkeit. Es war dies eine Uebersetzung von Sempere's Betrachtungen über die Ursachen der Größe und des Verfalls der spanischen Monarchie. Noch in Darmstadt schrieb er einen umfangreichen Aufsatz „Geschichtliche Darstellung des Finanz- und Steuerwesens in Spanien vor und während der Regierung der katholischen Könige", den er im 4. Bande des Archivs für Geschichte und Litteratur (1833) veröffentlichte. Schon im nächsten Bande derselben Zeitschrift erschien als erste Arbeit seines Gießener Aufenthaltes seine „Historische Uebersicht der portugiesischen Gesetzsammlungen nebst einem Blick auf den Gang der Gesetzgebung in Portugal". Schäfers Hauptwerk aber ist die Geschichte von Portugal in fünf Bänden. Durch Jacob Grimm, den er in Darmstadt kennen gelernt hatte, war er den Herausgebern der „Geschichte der europäischen Staaten", A. H. L. Heeren und F. A. Ukert, empfohlen worden. Diese veröffentlichten in ihrem großen Sammelwerk das Schäfer'sche Werk. Die beiden ersten Bände erschienen in den Jahren 1836 und 1839. Dann wurde die Arbeit unterbrochen, da Heeren und Ukert Schäfer auch die Fortsetzung der von Lembke begonnenen spanischen Geschichte übertrugen. Nachdem hiervon der zweite Band (1844) erschienen war, kehrte Schäfer zur Vollendung seiner portugiesischen Geschichte zurück. Der Abschluß erfolgte mit dem fünften Bande (1854). Das ganze Werk umfaßt die Jahre 1095 bis 1820 und erregte besonders in Portugal großes Aufsehen. Das dortige Ministerium verlieh dem Verfasser einen hohen Orden und hervorragende portugiesische Gelehrte sprachen ihm brieflich ihre Anerkennung und ihren Dank aus. Der bedeutendste Historiker, den Portugal besessen hat, Herculano, nennt Schäfers Werk das beste Buch über portugiesische Geschichte. Weiteren Kreisen wurde es durch eine französische Uebersetzung zugänglich gemacht. — Von der spanischen Geschichte ließ Schäfer nur noch einen Band, den dritten, erscheinen, in dem er die Geschichte Aragoniens bis 1276 behandelt. Zwischen diesen größeren Arbeiten hat Schäfer noch einige kleinere Aufsätze veröffentlicht, von denen wir nur die Abhandlung im 4. Bande von Schmidt's Zeitschrift für Geschichte (1845) „Ueber Pombal, insbesondere seine Reformen in der Verwaltung" erwähnen. Sämmtliche Arbeiten Schäfers zeichnen sich durch gründliche Forschung und klare übersichtliche Darstellung aus. In seinen kleineren Schriften beweist er ein tiefes Eindringen in den oft so spröden Stoff. In den Sitzungberichten der Münchener Akademie von 1870 I. würdigt I. I. Döllinger unseren gelehrten Landsmann und seine Werke in einem Nachruf und Hermann Haupt widmet ihm in der Allgemeinen Deutschen Biographie einen Artikel, dem wir vorstehende Ausführungen im Wesentlichen entnommen haben. totale* unö Hieße», den 28. April 1894. * * Der Aufenthalt des Kaisers in Schlitz dauert noch bis zum Montag den 30. d. MlS. Die Abreise wird gegen V23 Uhr Nachmittags erfolgen. Von Salzschlirf bringt ein Sonderzug den hohen Gast des Herrn Grafen Görtz nach Fulda, von wo aus gegen Uhr ein Sonderzug nach Cronberg i. T. abgehen wird, woselbst der Kaiser gegen Abend zum Besuch der Kaiserin Friedrich eintrifft. * * Sängerkranz. Das Wohlthätigkeits-Concert des Vereins „Sängerkranz", welches am 26. d. Mts. in Steins Garten stattfand, war gut besucht und nahm einen glücklichen Verlauf. Die beiden Sätze der unvollendeten Bl-moll-Symphonie von Schubert, welche das Concert eröffneten, wurden von der Regimentscapelle unter Leitung des Herrn Musikdirectors Krauße gut wiedergegeben. Die übrigen Nummern des Programms dirigirte der Leiter des Vereins „Sängerkranz^ Herr Franz Bauer, der namentlich in den größerenTon- stücken für Chor und Orchester reichlich Gelegenheit fand, sich als ein tüchtiger Dirigent zu zeigen. Die Werke für gemischten Chor von Mendelssohn, der Chor aus dem Oratorium „Paulus" und „Die erste Walpurgisnacht" wurden musterhaft vorgetragen. Namentlich letzteres Werk bietet große Schwierigkeiten, welche aber bei dem Eifer deS Dirigenten und der Aufmerksamkeit aller Mitwirkenden glänzend überwunden wurden. Die Soloparthien in der „Walpurgisnacht" hatten Frau Balser-Landmann und zwei Mitglieder des Sängerkranz übernommen, von denen namentlich der Bariton sich durch einen schönen Ton und edle Klangfülle auszeichnete. Frau Balser-Landmann erfreute die Zuhörer außerdem durch die Arie aus der Schöpfung „Nun beut die Flur". Hier fand sie schöne Gelegenheit, ihre herrlichen Stimmmittel voll zu entfalten und der reiche Beifall, welcher gerade dieser Nummer folgte, beweist am besten, daß die Wiedergabe der Arie eine vorzügliche war. Nicht minder wurden auch die Männerchöre gut zu Gehör gebracht, nur war in dem Chorwerk von Grieg das Verhältnis zwischen Chor und Orchester zu ungleich. Auch die getrennte Aufstellung der Stimmen mag etwas dazu beigetragen haben, daß dieses intereffante Werk trotz des Elfers der Mitwirkenden nicht den Eindruck machte, den es verdiente. Die Begleitung des Orchesters war sonst fast durchweg der Stärke des ChorS entsprechend. Die Gesammtleistung konnte durchweg befriedigen, und der Sängerkranz, der unseres Wissens mit biejem Concert zum ersten Mal an die Oeffentlichkeit getreten ist, kann auf den errungenen Erfolg stolz fein. * * AlpeuvereiuSauSflug. Die hiesige Section des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins beabsichtigt auf Himmelfahrt einen Ausflug in den schönsten und geschichtlich interessantesten Theil des Lahnthals zu unternehmen. Sie wird von Diez auf die Schaumburg und von da über Laurenburg und Obernhof nach Kloster Arnstein und Nassau wandern. Die Abfahrt erfolgt Vormittags 5 Uhr 29 Minuten mit Rückfahrkarte nach Diez, die Ankunft in Gießen 8 Uhr 36 Minuten Abends. Die Marschzeit beträgt ungefähr sieben Stunden. * * Auf der Bahnstrecke Wetzlar Lollar sind in den letzten Tagen mehrere unglückliche Ereignisse vorgekommen, an welchen die Bahn allerdings nicht schuld ist. Auch geftern Abend passirte wieder ein solches. Als. der letzte von Wetzlar nach Lollar abgehende Zug die Station Launsbach verlassen hatte, warf sich eine weibliche Person offenbar in der Absicht vor die Locomotive, freiwillig in den Tod zu gehen. Die Person wurde jedoch von dem Bahnräumer bei Seite geschleudert. Sie wurde schwer verletzt aufgehoben und in die Gießener Klinik überführt. Wie wir hören, heißt die Person Elisabethe Strack, sie soll aus Launsbach stammen und zwischen 38 bis 40 Jahre alt sein. Man behauptet, die Frau sei in letzter Zeit zum Tiefsinn geneigt gewesen.' W. Anz. * * Verhaftet wurden eine Dtenstmagd wegen Diebstahls zum Nachthetl ihrer Herrschaft, ein Arbeiter wegen Betteln- und einer wegen Obdachlosigkeit. * * „Raubst Du dem Vogel Nest und Ei, ist'8 mit Gesang und Obst vorbei." Dieses Sprüchlein sollte jetzt, wo die Singvögel mit dem Nisten und Brüten beschäftigt sind, besonders der Jugend recht eindringlich eingeschärft werden. Aber nicht allein muthwillige Buben stellen den Vogelnestern nach, auch Raubvögel, Katzen vernichten alljährlich zahllose Singvögel, sodaß auch die Feld- und Forstpolizei Alles auf» bieten muß, um die lieblichen Sänger in Flur und Hain zu beschützen. * * Der Getreidemarkt. Die für das Gedeihen der Saaten so außerordentlich günstige Witterung der jüngsten Zeit hat ihre verstauende Wirkung auf den Getreidemarkt nicht verfehlt. Aus allen maßgebenden Plätzen gelangte in der abgelaufenen Berichtswoche eine abschwächende Tendenz auf die günstigen Saatenstandsberichte hin zum entschiedenen Ausdruck, wobei allerdings noch flaue Auslandsberichte und stärkeres Waarenangebot vom Auslande mit einwirkten. Weizen wie Roggen haben daher allenthalben mehr ober weniger nachgegeben, ebenso Hafer. Speciell auf bem Berliner Platze scheint die Hauffespeculation in letzterem Artikel ihre Stellung allerdings noch vertheidigen zu wollen, indessen muß angesichts der Gesammttendenz deS Marktes stark bezweifelt werden, ob das Unternehmen noch Erfolg haben wird. Preisnotirungen vom Berliner Productenrnarkt: Roggen per 1000 Kilogramm 116 bis 122 Mark, Weizen 134 bis 143 Mark, Gerste 104 bis 180 Mark, Hafer 131 bis 172 Mark. * *B. In London tagt in der Zeit vom 1. bis 7. Juni eine Welt-Conferenz der Evangelifchen Zunglingsveretne. Nahezu 2000 Delegirte und Freunde der Jünglingsvereinssache aus 23 Ländern haben sich bereits angemeldet. Das Londoner Local-Comit« sieht sich deshalb veranlaßt, nicht weniger als 70 Zweig Comites in allen Theilen der Stadt zu errichten, um für die Unterkunft der Festtheilnehmer, welche sämmtiich Freiquartiere erhalten, Sorge zu tragen. Deutschland allein wird durch etwa 240 Delegirte vertreten sein. * * Gegen die Ausbildung von Soldaten als Barbiere und Haarschneider richtet sich eine Petition, welche der „Bund deutscher Barbier-, Friseur- und Perrückenmacher- Jnnungen" an den Kriegsminister gerichtet hat. Seit etwa zwei Jahren werden in der Armee, wenn Barbiere unter den Soldaten nicht vorhanden sind, geeignete Mannschaften als Barbiere und Haarschneider für die einzelnen Truppen- theile ausgebildet, um den Soldaten die Ausgaben für das Barbieren und Haarschneiden in den Geschäften zu ersparen. In der Petition wird darauf hingewiesen, daß die GewerbS- angehörigen dadurch schwer geschädigt werden, und daß, wenn die beim Militär angelernten Soldaten beim Uebertritt in j das bürgerliche Leben das so meist unvollkommen erlernte Handwerk weiter betreiben, zu befürchten ist, daß den beruflich er Thor n , r!c b? letzte ro ,toutbt8 6ei ( 6I«« alltt Jr, de, “■8< ö" >> ”.6‘C Junten und? erfreu^ S-Äft SäS Hm i#iWn „ '. »rtt'nnte ihf, Ä«e" \ E Weta. 1 bet Stack hti Chors "e durchwegs en8 wit bieiemÄ Steten ist, kam le Seetion des Deutsch« Wißt auf Himmelfahrt lch'chtlich interesfantesteu Sie wird bon Diez 8 über Laurenburg lnstetil und Nassau tagS 5 Uhr 29 Minuten Munst in Gießen Ichzeit bettägt ungefähr ^oilar sind in den letzten isse dorgekommen/ m Huld ist. Auch gestm ls. der letzte bon Wes.: ion Launsbach der^o offenbar in dnW in Tod zu gtha Vie inräumer bei Satt y . ausgehoben --! in die hören, heißt dir Person ich stammen und Aschen auptet, bit Am fei in f len.' Ä Laz. agd wegen Diebstahls beiter votyn Vrttein» Md^i^mtSesu, in sollte jetzt, wo die ten beschöftigt sind, brich eingeschärst weeteL stellen den Bogner- chten alljährlich M i Forstpolizei W aus- r in Flur und H-ia za fir das Gedeihen tn Witterung der jüngst" auf den Getteidemard >en Plätzen gelangte «- abschwächende Tenden, c hin zum entschiede-» «\***^ ■M< «' •* r$r» 6 ** gut »Ät, «* JJ18O®«'- 3iil“om Um w **«&** tttn ’C'"' a, »«>'* > UItb Seit ei" >5^ au-gebildeten Varbieren und Friseuren durch eine Herab- drückung der ohnehin schon geringen Bezahlungen Eo^currenz bereiten und daS Proletariat befördern. n. Großen Linde», 27. April. Bis zum Jahre 1848 hatte ein einziger Lehrer die fämmtlichen hiesigen Schulkinder, deren Anzahl damals 150 betrug, zu unterrichten. Im Jahre 1849 wurde ein zweiter Lehrer angestellt. Das jährliche Einkommen dieses Lehrers betrug zu jener Zeit 200 fl., nämlich: 150 fl. als baarer Gehalt, 26 fl. für Heizung des Schul- saalS, 20 fl. für Miethwerth der Wohnung und 4 fl. Geldanschlag für ein Gärtchen. Die dritte Klaffe wurde dann im Jahre 1888 errichtet, während am 1. Mai d. IS. die vierte Lehrerstelle ins Leben tritt. Wie nothweudig eS war, diese vierte Klaffe einzurichten, erhellt daraus, daß dem Inhaber 100 Schulkinder (7. und 8. Jahrgang) zum Unterricht überwiesen werden. t) ermüdete». • Frankfurt a. M., 27. ,April. Als zweites Opfer der Kesselexplosion in der Henninger'schen Brauerei ist der 21 Jahre alte Kupferschmied Joh. Dröll aus Langen heute seinen Verletzungen erlegen. * Frankfurt a. M, 27. April. Die hiesigen Socialdemokraten halten am 1. Mat Vormittags 2 und am Abend 6 Versammlungen ab. * BreSlau, 27. April. In der Grafschaft Glatz gingen gestern schwere Gewitter nieder,- in Rückers wurde eine Frau vom Blitz getödtet- mehrfach zündete der Blitz, vodurch mehr oder weniger erhebliche Brände entstanden. * Erfurt. 27. April. Die Thüringer Gewerbe- und Industrie-Ausstellung, die vom 1. Mai bis 30. September in Erfurt stattfindet, ist durch die rege Betheiligung bereits weit über die anfänglich gesteckten Grenzen hinauSgewachsen. Nun, da die theilweise großartigen, theilweise originellen Bauten auf einem landschaftlich schön gelegenen Punkte Erfurts vollendet sind, wird eS klar, daß das Unternehmen eins der anziehendsten wird, welches Deutschland in Ausstellungen aufzuweisen gehabt hat. Die Vielseitigkeit, welche sich durch die Mitwirkung der umfangreichen und iutereffanten Thüringer Industrie, des Gartenbaues, der Landwirthschaft, durch die aus dem ganzen deutschen Reiche beschickten SonderauSstellungen von Motoren und HilfSmaschtnen für daS Kleingewerbe, von Gemälden, Frauenarbeiten, Alterthümern, Raffehunden rc., entwickeln wird, macht einen Besuch Erfurts in Verbindung mit den Glanzpunkten des Thüringer Waldes dies Jahr äußerst lohnend und genußreich. * München. 27. April. Das Eaf6 Luitpold ging gestern um 3 160 000 Mk. in den Besitz deS Oberstlieutenants Lindpaintner über. Höch leistete in diesem Jahre circa 200000 Mk. Abschlagszahlungen, sodaß sämmtliche Hypotheken- glaubiger mit Au8nahme der Freifrau v. Seckendorf mit der Aufhebung der Beschlagnahme zufrieden waren. * Budapest, 27. April. Seit vergangener Nacht stehen die in der Nähe deS CentralbahnhofeS belegenen großen Holzlager in Flammen. Ts sind bereits Holzbestände im Werthe von mehreren hunderttausend Gulden verbrannt. Alle Bemühungen, den Brand zu löschen, sind bis jetzt ver- zeblich gewesen. • Prag, 27. April. Der Steuereinnehmer von Syelt- schan, Joseph Wtrtbal, ist nach Unterschlagung von 75,000 Fl. Steuergeldern geflüchtet. WMSSM <*** den kt Stadt •Ufern. nnffltbotc. April: 23. Karl Adolph Beichele, Braumeister zu Gießen, mit Kuniaunde Julia Frank zu Bederkesa. 23. Theodor Johann Georg Mandler, Schlosser dahier, mit Anna Katharina Kreuder zu Gießen. 23. Albertus AuaustinuS Dreger, Feldwebel dahier, mit Maraarethe Helmbrecht zu Offenbach. 25. August Kolb, Viceseldwebel dahier, mit Marie Spuck zu Wiescck. 25 Otto Wilhelm Friedrich Görlach, Lehrer dahier, mtt Karoline Katharine Weinel zu Büdingen. 25. JahanneS Keil, Hauptsteueramts-Assistrnt dahtrr, mit Katharine Elisabeth« Duchhardt zu Alsfeld. 27. Christian Johann Ernst Helfcrich, Friseur zu Marburg, mit Anna Martha Rindt zu Kirchhain. 27. Georg Heinrich Leidolf, Optiker zu RiedergirmeS, mit Wilhelmine Luise Anna Waldschmidt zu Wetzlar. •frrfdHtefttmten. Avril: 25. Heinrich Theodor Erb, Tapezier dahier, mit Maria Dörr hicrielbst. 27. Heinrich Ludwig Adolf Ruckstuhl, Dachdecker dahier, mit Johanna Philippine Hermine Christine Konradtne Henriette Karoline Schmidt hierselbst. Geboren«, k April: 15. Dem HilfSbremser Ludwig Scheid eine Tochter, Katharine Elisabeth. 17. Dem Schreiner Carl Kroh eine Tochter, Elisabeth Margarethe. 17. Dem Taglöhner Philipp Rcufchling ein Sohn, August. 19. Dem Handeismann Isaak Walldorf ein L>ohn, Ernst Ludwig. 19. Dem Postasststenten Philipp Heckmann ein Sohn, Wilhelm Georg. 20. Dem Dachdecker JohS. Prang eine Tochter, Marie Elifabetbe Katharine. 20. Dem Spenglermeister Georg Appel ein Sohn. 23. Dem Bremser bei der Main-Wcser-Bahn Georg Schäfer eine Tochter, Marie Elise Anna Lina Dina Lilli Carola Georgine Wilhelmine. 23. Dem Metzgerrnftster Heinrich Simon eine Tochter, Margarethe Marie Friederike. 23. Dem PoNauShilsS- boten Georg Heinrich Lenz ein Sohn, Wilhelm Philipp. 25. Dem Taglöhuer Wilhelm Gelzenleuchter eine Tochter, Katharine. Geftorbarre. April: 22. Elise Watz, 2 Jahre alt, Tochter von Landwirth Philipp Watz von Klecberg. 22. Dorothea Müller, geb. Hildebrand, 82 Jahre alt, Wittwe von Arbeiter Martin Müller dahier. 22. Barbara Gernand, geb. Stollenberg, 31 Jahre alt, Ehefrau von Maurer Ludwig Gernand, Wetzlar. 23. Amalie Buff, geb. Völcker, 64 Jahre alt, Wittwe von Apotheker Carl Buff dahier. 24. Elisabeth Walter, 5 Jahre alt, Tochter von Schuhmacher Wilhelm Walter zu Gcoßen-Bufeck. 24. Karl Fettbauer, IV, Jahr alt, Sobn von Land- wirth Wilhelm Fetthauer, Wied. 25. Friedrich Rüger, 59 Jahre alt, Spielwaarenhändler dahier. 25. Anna Elisabethe Zinßer, geb. Bogel, 62 Jahre alt, Ehefrau von Schuldiener Ludwig Zinßer dahier. Auszug aus den Airchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getränt«. MatthäuSgemeinde. Den 25. AprU. Heinrich Theodor Erb, Tapezier In Gießen, und Maria Dörr, Tochter des Privatmanns Conrad Dörr in Homberg a. d. Ohm. Gelanfl«. Markusgemeinde. Den 18. April. Dem Kastwirth Adam Siebert eine Tochter, Friederike Luise, geboren den 23. März. Lukasgemeinde. Den 22. April. Dem Schlosser Karl Klotz ein Sohn, Christian Karl, geboren den 24. März. Johannetzgemetnde. Den 22. April. Dem Weichensteller Christian Arnold eine Tochter, Bertha Clara, geboren den 5. Februar. Beerdigt«. MatthäuSgemeinde. Dm 26. April. Ao «He Buff, geb. Völcker, Wittwe des ver- storbmen Apothekers Karl Buff in Gladenbach, alt 64 Jahre, gestorben dm 23. April. MarkuSgemeinde. Dm 27. April. Friedrich Rüger, Kaufmann, alt 59 Jahre, starb dm 25. April. JohanneSgemeinde. Den 24. Avril. Dorothea Müller, geb. HUdebrand, Wittwe des Martin Müller, alt 83 Jahre, starb den 22. AprU. Schisfsnacb richten. Hamburg, 27. April. Hamburg - Amerikanische Packetfahrt- Actien-Gesellfchaft. Neueste Nachrichtm über die Bewegungen der Dampfer der Hamburg-Amerika Linie. Postdampfer „Moravia", von Ncwyork nach Hamburg zurückkehrend, ist am 26. April, 6 Uhr MorgmS, Lizard passirt. Ertra-Dampfer „Essen", von Newyork kommend, ist am 26. April, 8 Uhr MorgmS, Lizard pasfirt. Post- < Kämpfer „Rhaetia", ist am 26. April, Mittags, von Newnork nach .= Hamburg abgegangen. Doppelschrauben-Schnelldampfer „Norrnannia", , von Hamburg via Southampton nach Newyork bestimmt, ist am j 27. April, 5Vi Uhr Morgens, Dover passirt. Doppelschraubm-Schnell- i Kampfer „Columbia" ist am 27. April, 12-/» Uhr Morgens, von Newyork in Southampton angekommen und hat nach Landung von Post und Passagieren 2 Uhr Morgms die Reise nach Hamburg fort- < aeseht. Postdampser „Italia" ist am 27. April von Baltimore auf j der Elbe angekommen. j Verkehr, £anö- rrnd Volksrvirthschaft. GUtzet», 28. April. Marktbericht, flut dem heutigen Wochenmarki kostete: Butter pr- Bfd. X 1,00—1,15, Hühnerei« 1 Stück 5 4, 2 Stück 9 A. Käse pr. St. 5-8 X Käsematte pt. 6L 8 X Erbsen pr. Liter 17 X Linsen pr. Liter 28 X laubtn Pt. Paar x 0.80—1,00, Hühner pr. Stück x 1,00—1,60, Hahnen pr. 6t X 1,20-1,70, Entm pr. 6t. X 1,60 bi« 2,00, Ochsmstei'ch pr. Pid 65—72 X Kuh, und Rindsteisch pr. Pfd 60— A, Schweine- fletsch pr. Pfd. 60-70 X Kalbfleisch pr Pfd 60--X Hammel» steisch pr. Pfd. 50—68 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4.00—5,00 X, Weißkraut pt Stückt 10 A. Qmiebelr pr- »rnhirr 10.00-12,<0 X. «Uch m. ett^r 16 20 A. Enteneier 2 Hi. 11 A. Gänseeier 10 A- C'ffen, 19. AprU. In der beute im GcschäftShause der Westdeutschen VerlicherungS-Actien-Bank dierfelbst abgehalt.nm 27. ordmtlichm Generalversammlung waren 22 Actionäre anwesend, welche für sich und in Vollmacht 456 flciim mit 85 Stimmen vertraten. Nach dem Berichte der Direciion hat bat Geschäft der Bank im vergangenen Jabre wiederum eine erfreuliche Steigerung ersadt en, ist aber in seinem Ergebniß durch den außerordmilich brandreicken Verlauf deS JahreS 1893, welche- in dieser Beziehung seinem Vorgänger kaum nachsteht, wiederum ungünstig beeinflußt worden, so daß nur ein verfügbarer Hebe, schuß von 60 433.98 Mk. verbleibt. Die am Jahresschlüsse in Krait befindliche Versicherungssumme betrug 1 399 616 539 Mk., die Prämien- und Gedübrrn-Einnahme 2 189 273 Mk., das ist um 64 614152 Mk. bezw. 92079 Mk. mehr al6 im Vorjahre. Die Zahl der Brandschäden stellt sich auf 3146 gegen 2986 in 1892, sie haben für eigene R.chnung 717 224.17 Mk. erfordert, gegen 747 865.62 Mk. im Jahre 1892 Die Anträge der Verwaltung auf Genebmigung deS Abschlüsse-, Vertheilung einer Dividende von 4pCt. — 24 Mk. auf die Actie und ErtheUung der Entlastung werden einstimmig angmommm. Grosse Hindernissrennen )u Frankfurt a. Main am 3. Mai (Himmelfahrt) u. Sonntag den 6. Mai Nachm. 3 Uhr auf der Rennbahn am ForfthauS. II Rennen mit 171 Nennungen, Am 3. Mai c , u. a. Caramel-Hiirdenrennen, Preis Mk. 2500. EI*e-Steeple-Cha*e, Ehrenpreis und Mk. 3300. I. Trib. Mk. 5, Damenk. Mk. 3, II. Trib. Mk. 1, Stehplatz 30 Pf., Wagenk. Mk. 5.___________3774 ?,n‘Ähau'm ,ä,Dr. Cremers Toiletteseife fMonbn T FccytcA ^ach ärztlicher Vorschrift in einer der (111 dl 1W JjU n renommirtesten deutschen Seifenfabriken hergestellt, ist sie sehr sparsam im Verbrauch, reinigt vorzüglich ohne schädliche Nachwirkung auf die Haut, bewährt sich als tägliche Toilette- seife für Erwachsene und ist unübertroffen als Wasch- und Badeseife für Kinder und Säuglinge. Dabei ist Dr. Cremers XoiUtiefeif« (Marke Löwe außerordentlich billig und zu dem Preise von 25 Psg. per S'ück erhältlich in Gießen bei Gustav Walter. [2360 Preisen paasenden nebst Witterungsaussichten Wetterhäuschen, Südanlage. f27 Am ft? -DTur 12 llm f 28. Av> il. Illittäg» 1 ttdr' Baroaieler: inin 743 mm,max.74b mmlmin. 745 mrn^max. 747 mm Thermometer: „ 4- 9° R. „ 4- lO'Rl. + 4°R. „ 4- 7lR. HygrometerNand: Veränderlich. [Veränderlich Neig. f.Reg. Mittlerer Barometerstand bei 0° k. — 744,7 mm. Bekarmtimrchrmg. Das Hebregister über die Umlagen der Stadt Gießen pro 1894/95 liegt acht Tage lang auf unserem Bureau zur Einsicht eines jeden Betheiligten offen. Es wird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Beschwerden gegen die im Register enthaltenen Ansätze binnen der ersten vier Wochen nach Ablauf der Offenlegungsfrist entweder schriftlich oder mündlich zu Protocoll bei Großh. Kreisamt Gießen vorgebracht werden müßen, und daß später vorgebrachte Beschwerden keine Berücksichtigung finden können. 3792 Gießen, den 27. April 1894. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. jemeort — GkrhMchkr Mervttkkhr. Am 1. Mai d. Js wird die Haltestelle Esch (Westfalen) für den Güterverkehr m Wagenladungen in vorbezeichneten Verkehr einbezogen- Nähere Auskunft crtR, ,ra bie Güterabfertigungen Gießen, den 23. April 1891. 3807 Großh. Direktion her Oberhrssischen Eisenbahnen. Aeilgebolenes. Wegzugshalber 8 1 Kinderwagen, 1 Kinder, Bettlade, 1 Kiaderftuhl, 1 Blumentisch, 1 Nähtisch, 1 Tisch, 1 Commode, 1 Spiegel billig zu verkaufen Gartenstratze 8, 2. Stock. Bekanntmachung. Die Ziehung der ZuchtvikhiikrloosMS ;« Ahey findet bestimmt am 9. Mai statt und sind roch Loose A 1 Mk. (11 Stück zu 10 Mk.) zu haben bet A. Gretscher, Gießen, 3783 Neustadt 55. Damen finden lohnenden Erwerb durch den Verkauf von Leinen, Tischzeug, Baumwollenstoffen, fertiger Wäsche nach Mustern an Private. Angebote erbitten 3775 A. Hallier & Co., ßitltftli, Haadweberei - Rasenbleiche. Sicherheits-Seilwinde 0 G71 O o ac O <=> CM Einfachstes und bestes Hebezeug zum Aufwinden von Fässern, Ballen, Kisten etc. etc., durch eine Person auf jede beliebige Höhe. Prospect gratis. 3763 PH. MAVFABTH A Co. Frankfurt a M. u. Berlin N. Cki««*e»tr. i E. Sicherheitsrad S&N aut erhalten, Abreise halber billig zu ver- kaufen. Näh. Vahnhofstr. 64 l l. [3808 Beabsichtige wegen anderweitiger Geschäftsübernahme mein Vorder- und Nebenhaus nebst Lager unter sehr günstigen Bedingungen und geringer Anzahlung zu verkaufen. Gg. Unverzagt, 3811 Kohlenhandluug. 3793] Eleg. Mndersttzwag«», schon gebraucht, zu verk. Näh. Dammstraße 8. Zur Confirmation empfehle mein Lager in Gesangbüchern von den billigsten bis zu den feinsten Einbänden, sowie Confirmations-Gra- tulationskarten in großer Auswahl. 2752 Wilhelm Klee, MarkMratze 2. Bahnhofstraße »r. 27 3771 3754] Ucker am Krofdorf er Weg pr verpachten. H. Sack, Schreinermeister . zu bekannten billigen Preisen vor- Händen. Watten für Schneider wieder | Sämmtliche Kurzwaaren Frühjahrs- uni Sommer - Spielwaaren empfiehlt 38Ö2] Gute Gartenerde zu hohen. Näheres Gderstraße 6. 3784J Mehrere Malter »artostet« eingetroffen. 3769 (Imperator, Magnam bonam) Jfe Aitw« am verkauft 8. Schmidt I., ■■■ Ww ÖX IXVJL ■ -— Golfst raße 8, 3. Stock. ier Neuen Baue u. Sonnenstr. Ä. & B. Dreyer, Hannover, Dampfkeffel, liegender, 10 lDMtr.Heirfl., gut erhalten, sowie Dampfmaschine, werden wegen Vergrößerung der Anlage billig _ abgegeben und können noch 3—4 Wochen sind wieder in vorzüglichen Qualitäten lang im Betrieb gesehen werden. Näheres durch die Exped. d. Bl- (3798 Hof-Schöufärberei und chem. Waschanstalt. Annahmestelle hier: [3777 im gorfttt - Zperielgeschöst non Frau Anna Roth, Neuenweg 80, nehe« de« ' Norddeutsche Haget-Nerficherungs Gesellschaft. Wermietliungen Rene« Bäue 5. S. Stock verlegt. Vermischte Anzeigen. Weßdeiltschk Velßcherougs-Altien-KauK in Wn. Franz Mäder wozu höfl. einladet [3780] (Feuerversicherung.) Sonntag den 29. April, von Mittags 3 Uhr ab nachstehenden Resultatm den deS v* Die Gesellschaft versichert Gebäude, Mobilien, Der Vorstand. 03 ■ j ;? und Der Vorstand Hochachtungsvoll 3130 Martin Müller, Dachdeckermeifter, Grabenstratze 12 Debet. IahrcsrklhllUIlg 1893 und VermSgkNSUNlhwkis. Kredit. Per Krankengeld Sterbegeld Meissinger 3632 // 3779 3986.33 4906.51 i JL 4906.51 keKdenr r fest. RetchrrtmL-DNe»«! 3 ptt - Frankfurts Bank-Disront 3 pEt. in 4.20 Dienstag Abend bei Felsing, Neuenweg. 97.16 77.10 22.40 34 40 u n // An Vermögensstand 1. Januar 1893 Eintrittsgelder Beiträge Zinsen K«hl, Heinrich, Allendorf a Lumda- Müller Hl., L., Bellersheim. D tvconto-Lo«»«Mb^KMÄ Darmstädter Dresdener Bank'Nit. Nordd. Lloyd-Sct. Wiener BarÜver.-Act Oest. Tredit-Act. jt«L MMelmerr^hs Act Gels«. Sergw^Äet. am v4(». und und 3804 Baarvermögen am 31. December 1893 JL Brief 9.60 ff. 20.42 16.65 «ei» 9.56 20.37 16.63 Hulhumrl-Ailllttod. Abmarsch 2% Uhr am Ariedhof. [3794 Der Geschäftsstand der Bank ergibt sich aus Rechnungsabschlusses für das Jahr 1893: Versicherungen in Kraft ult. 1893 . . . Grundkapital.......... Prämien, Gebühren und Zinsen in 1893 Prämien- und Capital-Reserven . . . . Dorräthe, sowie Gegenstände der Landwirthschaft gegen Brand-, Blitz- Explosionsschäden. Allen Verwandten und Bekannten für die so große Theil« nähme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste, sowie für die reichen Blumenspenden, insbesondere Herrn Pfarrer Dr. Grein für die uns ewig in Erinnerung bleibenden trostreichen Worte JU // 3373.09 14.— 1397.50 121.92 Zur Vermittelung von Versicherungen sind stets gern bereit die Agenturen: Carl Heldmann, Restaurateur in Gieße«, Wilhelm Schmidt n.*, Vergolder und Lackirer in Saase«, Ioh. Alt, Kaufmann in Lauterbach, Carl Roth, Schuhmachermeister in Lich. GeschäftS-Umsang 1893: 75 655 Pol. mit 595 798 409 Mk. Versicherungssumme. Die Norddeutsche bat wäbrend ihres 25jährigen Bestehens 992 407 Policen mit 7902 Millionen Mark Versicherungssumme abgeschlossen und für Schäden circa 61000 000 Mark Entschädigung vergütet. Sie ist schon seit ihrem 9. Jahre Wir bringen hiermit gemäß § 35 unseres Statuts Jahresrechnung Vermögensnachweis pro 1893 zur Kenntniß unserer Mitglieder. Gießen, 27. April 1894. 3796] Möbl. Zimmer, mit oder ohne Pension, zu vermiethen. Lindenplatz 7. «ornemann, JnlinS, Gießen. Schneider, Philipp, Groß-Rechtenbach. Heller, Hamel, Heinr., Grünberg. r Zeitz X., Peter, Holzheim. L . Gesellschaftsverein. Die für den 5. Mai d. I. bestimmte Tanzgesellschaft wird aus Rücksicht für die an diesem Tage von Seiten der Stadt und Universität geplante Diezseier auf 378t Ring- u. Mmm-Aub time. Sonntag den 29. April r Atlethen-Marsch Rodheim-Bieber-Königsberg;. Abmarsch 10 Uhr: Uebungshalle. 1 399 616 539. - 6000 000. - 2 275 340. 02 2 267 608. 45 Wäaren, Maschinen Geldsorte«. Brief @elfc Berwaltungskosten „ Anlagen bei Spar- und Leihkasse Gießen JL 2922.70 Gewerbebank Gießen JL 1020.23 Cassabestand am 31. December 1893 43.40 l Uhr 15 Mtn. 87.85 4% Ung. Gold-Rrn« 10150 50/0 Rmte 87.85 3% Portugiesen 101.50 4°/0 Griech. Monopol-Nnl. -?^M^Sonntag den 29. April, Mittags 2Va Uhr, Äh. findet auf dem Lerrz'schen Felsenkeller eine Bezirks-Bersammlung statt, zu welcher die Mitglieder hierdurch enu geladen werden. 3790 706.99 75.— 138.19 Mittwoch den 9. Mai d. Js. Der erste Director: Gebhardt. Akademischer Gesangverein. Montag den 30. d. Mts.: Einzelprobe für Tenor und Baß, Pünktlich um 8 Uhr Abends. Die nächste Gesammtprobe ist Freitag den 4. Mai, a« welchem Tage die Liste der Mitwirkenden bei dem Musikfest in Darmstadt endgültig abgeschloffen wird. 380® Der Vorstand. sagen den herzlichsten Dank Die tiestrauernden Geschwister Rüger. 3776] 2 unmöbl Zim- im Vorderhaus Bahnhofstr. 49, b. z. 1. od. 15. Juli zu verm. 3812] Anständiger Arbeiter kann Woh- nung erhalten. Wolkengaffe 18. 3772j Schönes Stübchen mit Bett, auf Wunsch auch mit Kost. Mä«Sb«rg 9. in der Gartenwirthschaft von 3765] Heinrich Abel, Wirth in Wißmar. Redaction; Ä. Schend«. — Druck und Verlag 6er Br uhl 'sweri Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) tu Gießen Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten Kuranstalt, Seligenstadt a. Main, (Hessen). Gesammtes Wasser-Heilverfahren, Massage. Electricität. Prosp. gratis. Zum Chausseehaus Heute Sonntag: Tanzbelustigung am zweiten Pstngstfeiertag im Saale der Meistinger'schen Wirthschaft zu Kesselbach. Zu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein BomSbericht e