Nr. 99 Drittes Blatt. Sonnlaa den 29. April 1894 Dct #*4wr **|de« alchnnt täglich, mt» lulnobmc bei Kontag«. Die diäten »eetrttBlCatUt •erben bewi Ingriger •Htetlt* tretet! k«W Gießener Anzeig er Keneral-Mnzeiger. FVrtwtjätmfci S IRtrf SO Pstz. W» vringerlehÄ. D«L bie Post bc*ef* t Mark bO »N BAornen, «pebMte und Drucker«: Xeflrejr >1.1, Kerusprecher AL Aints- und Zlnzeigeblntt für den Tireis Gietzen. F~ Hratisbeikage: chießener Aamikienßkätter ■ nnelmt »oe Anzeigen zu bei Nachmittags für bew felgenben Lag erldjetntnbtn Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Alle Annoocen-Vureaux bes In- und Auslandes nehnm» Anzeigen für bew .Gießener Anzeiger- entgegen. Amtlicher Ttzeil. Bekanntmachung, betr. die Einsendung der für die Landeswaisenanstall zu erhebenden Collecten und Büchsengelder. Im Kreise Gießen sind In der Zeit vom 1. Februar 1893 bi» dahin 1894 in den einzelnen Gemeinden die nachstehend verzeichneten Beträge für die Landes-Waisenkasse eingegangen. Man bringt die» mit herzlichem Danke für die Geber hierdurch zur öffentlichen Kennlniß. Gießen, den 26. April 1894. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Vcrzcichnist der im Kreise Gießen in der Zeit vom 1. Februar 1893 bis dahin 1894 eingegangenen Waiseubüchseagelder. Mk. Alba» 1.19 Allendorf a. b. Lahn 2.02 Allendori a. d. Lda. 2.71 Allertshausen — »lten-BMeck 2.10 Annerod 4.43 Bellersheim 1.— Beltershain 3.28 BerSrod 1.48 Bettenhausen 2.33 Beuern • 3.40 Birklar —.75 Burkhardsfelden 1.80 Glimbach 1.85 Daubringen 2.84 Dors Gill -.40 Eberstadt —.57 Ettingshausen 1.40 Garbenteich 2.10 Geilshausen — Gießen 247.- Göbelnrod 4.60 Großen Buftck 5.79 Großen-Linden 3.61 Grünberg 6.85 Grüntngen 121 Harbach —.26 Hattenrod —56 Hausen 1.34 Heuchelheim 1.70 Holzheim 2.20 Hungen 16 25 Inheiden 5.70 Kesselbach —— Klein Linden 3.99 Langd 9.21 Lang Göns 8 55 LangSdors —50 Lauter —•— Leihgestern 115 zu übertragen 356.12 Mk. Uebertrag 356.12 Lich 19 07 Lindenstrulh 150 Lollar 5.20 Londorf —65 Lumda —- Mainzlar —.80 Münster 1.20 Muschenheim 1.08 Nieder Bessingen —.34 Nonnenrolh 1.38 Obbornhoien —.60 Ober,Bessingen —.60 Ober-Hörgern 803 Odenhausen — .— Oppenrod 2.— Queckborn 1.42 Rabertshausen - .— ReinhardShain 5 50 Reiskirchen 2.30 Rodheim 10.80 Rödgen —.30 RölhgeS 4.15 RüddingShausen 2.15 Ruttershausen 3.37 Saasen 3.27 Stangenrod 1.— Staufenberg 6.15 Steinbach 4.20 Stetnheim 1.32 Stockhausen —30 TraiS-Horloff 1.10 Tret» a. d. Lda. 2.85 Trohe 1.20 Utphe 6.49 DiUtngen 2.32 Watzenbo-n 6.05 WeickariShain 2.20 Wliershatn -.30 Wieseck 315 Summe 47046 Bekanntmachung, betr. die Zulassung von Loosen auswärtiger Lotterien zum Vertrieb im Großherzogthum. Das Grobherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Vorstand des Vaterländischen Frauen-Hülss- Vereins vom Rothen Kreuz zu Hamburg die Erlaubniß er- theilt, die Loose einer vom 24.—26. October d. Js., zur Förderung der Bestrebungen dieses Vereins zu veran- staltenden Verloosung von Silbergegenständen (3. Serie) innerhalb des Großherzogthums zu vertreiben. Nach dem von der zuständigen Behörde genehmigten Verloosungsplan dürfen 120000 Loose ä 3 Mark ausgegeben werden und müssen 170000 Mark zum Ankauf von Ge- winnsten verwendet werden. Gießen, 26. April 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Die landwirthschaftl. Haushaltungsschule zu Lindheim, Provinz Oberhefsen. Die zu Lindheim von dem landwirthschaftlichen Verein für die Provinz Oberhessen' und dem landwirthschaftlichen Bezirksverein Büdingen seit fünf Jahren gegründete HauS- haltungsschule har die Aufgabe, Mädchen im Alter von etwa 16—20 Jahren die Gelegenheit zur Aneignung derjenigen Kenntnisse und Fertigkeiten zu geben, welche zur Führung einer wohlgeordneten, einfachen bäuerlich- bürgerlichen Haushaltung erforderlich sind, sie an Reinlichkeit, Pünktlichkeit und Fleiß, Ordnung und Unterordnung, sowie an Sparsamkeit im Haushalt zu gewöhnen, und auch auf Geist und Gemüth bildend einzuwirken. In dieser Lehranstalt erhalten die Mädchen Unterricht und practische Anleitung im Kochen, indem die Unterweisung hierin abtheilungsweise an zwei Kochherden erfolgt und aus die Erlernung der Zubereitung einer schmackhaften und kräftigen sogen. Hausmannskost gerichtet ist, im Conserviren von Nahrungsmitteln, wie Einmachen von Gemüsen und Früchten, Etnsalzen von Fleisch, Räuchern von Fleisch und Wurftwaaren, im Backen, Waschen, in der Behandlung der Wäsche und Kleidung, im Bügeln, Putzen, im Molkereiwesen, und zwar in der Behandlung der Milch und Bearbeitung von Butter und Käse in der der Anstalt zugehörigen, in dem Anstaltsgebäude eingerichteten Molkerei, in der Bestellung und Ausnutzung deS Gemüsegartens, sowie Unterricht in der Zucht und Pflege des Schweins und des Geflügels. Es werden ferner die Mädchen in der Fertigung weiblicher Handarbeiten gründlich unterwiesen, und zwar im Stricken, Flicken, Stopfen und Weißnähen mit der Hand und der Maschine, und erhalten Anleitung zum Kleidermachen, wobei sie sich für den eigenen Bedarf und für denjenigen ihrer Familie beschäfttgen dürfen. Auch wird in den Fortbildungsfächern, nämlich im Rechnen, in der Abfassung von Aufsätzen und Briefen und in der Buchführung Unterricht ertheitt, wie auch Unterweisung in den Anfangsgründen der GesundheitS- und Krankenpflege erfolgt. ES ist in der Anstalt für eine geist- und gemüthSbildende Lectüre gesorgt, und wird der Gesang gepflegt. Ein Clavier ist der unentgeltlichen Benutzung der Mädchen überlasten. Die unmittelbare Leitung und Beaufsichtigung der Anstalt ist einer Vorsteherin (Hausmutter) und einer Assistentin (Jndustrielehrerin) übertragen, welche beide in dem Anstalt»- gebäude wohnen. Außerdem ertheilen in der Anstalt noch der Großherzogliche Kreisarzt zu Büdingen, ein Landwirth- schaftSlehrer und ein DolkSschullehrer Unterricht. ES finden jährlich zwei UnterrichtScurse von je fünf Monaten statt, in welchen jede Schülerin für Unterricht und Logis 20 Mark bei dem Eintritt und für Kost und Verpflegung pro Tag 1 Mark in Monatsraten pränumerando zu entrichten hat. Außerdem sind noch etwaige Ausgaben für Arzt und Apotheke zu bestreiten. Vom Tag des Eintritts an, also während deS Cursu», dürfen die Mädchen ohne Erlaubniß oder Auftrag der Hausmutter außerhalb der Anstalt nicht verkehren und haben sie sich der eingeführten Hausordnung unweigerlich zu fügen. Insbesondere ist ihnen auch Ehrerbietung, Gehorsam und Unterordnung gegen das Aussichts- und Lehrerpersonal, Freundlichkeit, Verträglichkeit und liebevoller Verkehr untereinander, und endlich Treue, Fleiß und Sorgfalt bet den Arbeiten zur strengsten Pflicht gemacht. An Sonn- und Feiertagen werden die Mädchen veranlaßt, den Gottesdienst ihrer Confession zu besuchen, wobei die Hausmutter bezw. die Assistentin die Begleitung übernimmt. Morgens vor dem Frühstück, vor und nach dem Mittagesten und Abends vor dem Schlafengehen findet gemeinsames Gebet statt. Besuche von Eltern und Schwestern sind gestattet, solche anderer Personen nur unter Begleitung eines Mitglied» bei Ortscomito». In die Anstalt sind mitzubringen: 1 Bettdecke, 1 Unterbett, 1 Kisten (Bettstelle und Matratze werden gestellt), 1 doppelter Ueberzug, 1 weißer Bettüberwurf, 1 Waschbecken, 6 Hemden, 4 Handtücher, 2 Bettjacken, 1 Kleiderbürste, 1 Schuhbürste, 1 Trinkglas, 1 Zahnbürste, 1 Regen- schirm, 1 Nähstein, Zeug und Leinwand zur Anfertigung bezw. Unterhaltung von Kleidern, Hemden und Bettwäsche, Wolle und Garn zu Strümpfen und Socken rc. und 2 Vorhängschlößchen. Am Schluffe deS Eursus findet eine Ausstellung der gefertigten Arbeiten, die Uebergabe von Zeugnissen Über Betragen und Leistungen, sowie eine feierliche Entlaffung der Schülerinnen statt, wozu deren Eltern und Angehörigen eingeladen werden. Fenilleton. Wochendriefk ans der Nesiden). (Originalbericht für den „Gießener Anzeiger".) Z. Darmstadt, 27. April. Rückblick auf die Festtage. — Die Naquetlefeier. — Nene Feste. Vom Hoftheater. Nun sind die herrlichen Festtage, die unserer Stadt die Vermählung unseres Landessürsten gebracht hat, in raschem Laufe vorübergezogen. Darmstadt hat sich des prachtvollen Festkleides allmalig wieder entledigt und die Straßen der Residenz zeigen seit wenig Tagen wieder ihr gewöhnliches Aussehen. Auf die glanzvollen Festtage selbst und auf all das SehenSwerthe, waS sie gebracht, hier nochmals einzugehen, würde sich nicht verlohnen, Ihre Specialberichte haben ja den Lesern deS „Gießener Anzeiger" ausführlich erzählt, welche Fülle seltener Festlichkeiten sich hier in so kurzer Frist abgespielt hat, da kann sich Ihr Correspondent das Nachtragen von Einzelheiten wohl versagen. Aber doch sei auch hier nochmals feftgestellt, daß alle die Tausende von Fremden, die in diesen Festtagen unsere Gäste waren, gleich den Einwohnern, wahrhaft entzückt sind von der Pracht deffen, wa» sie hier gesehen und erlebt. Gewiß mit Recht haben die auswärtigen Blätter säst übereinstimmend berichtet, daß sich wohl selten der Opsersinn und die Liebe eines Volkes zu seineip Fürstenhause so unmittelbar und ergreifend gezeigt habe, wie in der hessischen Residenz, wo sich die Bevölkerung des ganzen Landes in der Zeit vom 20. bis 23. April ein Stelldichein gegeben zu haben schien. Waren doch die Mitglieder fast sämmtlicher hessischen Kriegervereine — darunter viele von weit her — erschienen und hatte doch die akademische Jugend der Ludoviciana und der Technischen Hochschule bereitwillig den Rest ihrer Ferien geopfert, um ihrem Rector magnificentissimuß an seinem EinzugStage begeistert zu huldigen. Welch reiches Feftgewand Darmstadt angelegt hatte und in welch großartiger Weise die Illumination verlief, darüber ist im „Gießener Anzeiger" ausführlich berichtet worden, aber es soll auch hier nochmals auf die musterhafte Haltung deS Publikums und auf das in jeder Beziehung hoch anzuerkennende Verhalten der Polizei und ihrer Behörden hingewiesen werden. Ist doch — so. unwahrscheinlich dies scheinen mag, wenn man bedenkt, daß z. B. am Hauptfesttage, dem Freitag den 20. April, nach angestellter Schätzung weit über 100 000 Menschen in Darmstadt weilten — nicht ein einziger ernster Unglücksfall vorgekommen, wie die Darmstädter Preffe übereinstimmend berichtet hat. Da sei denn auch nochmals gebührend sestgestellt, daß die Gunst des Himmels uns nicht, wie so vielfach befürchtet worden war, im Stiche gelaffen, sondern Überaus gnädig bedacht hat. Unvergeßlich werden die Festtage gewiß Jedem bleiben, der sie miterleben durfte. Die Hauptstraßen find übrigens in ihrem Festgewande photographisch ausgenommen worden und schon jetzt sind sehr gelungene Ansichten von den hiesigen Kunsthändlern zu beziehen, sie bilden sicherlich ein willkommenes Andenken an die glanzvollen Einzugsfeierlichkeiten. Von dem stillen Feste, das inmitten all des lauten Jubels der letzten Tage unser greiser Dichter OttoRoquette begangen hat, habe ich Ihren Lesern schon berichtet. Für heute bleiben noch Einzelheiten nachzutragen. Noch manche sinnige Huldigung für den Dichter ist nachträglich bekannt geworden. Der „Akademische Verein" an der Technischen Hochschule hatte für den letzten Mittwoch einen Vortragsabend zu Ehren Otto Roquettes angesagt, wobei Herr Hos- schauspieler Edward mehrere Dichtungen deS gefeierten Lehrer» unserer Hochschule recitirte. Am SamStag dieser Woche soll dann im städtischen Saalbau eine gemüthliche Familienfeier zu Ehren des Dichter» stattfinden, bei der verschiedene Decla- mattonen und Lieder, deren Autor Roquette ist, von hiesigen Künstlern und den Chören mehrerer Gesangvereine vorgetragen werden sollen. Bei der großen Beliebtheit de» Dichters in unserer Stadt ist eine äußerst zahlreiche Be- theiligung zu erwarten, und so hoffe ich denn, rat nächsten Briefe des Näheren über die interessante Feier berichten zu können. Jndeffen rüstet sich Darmstadt schon wieder zu einem neuen großen Fest. Im Juli soll hier bekanntlich das große mittelrheinische Musikfeft abgehalten werden und eS werden dafür schon seit Wochen die eifrigsten und umfaffendften Vorbereitungen getroffen. Der rührige PreßauSschuß sorgt dafür, daß daS Publikum über den Fortschritt deS schönen Unternehmens ständig unterrichtet wird und nach diesen Mtt- theilungen ist an einem glänzenden Gelingen gar nicht zu zweifeln. Unter den Solisten finden sich Namen allerersten Range», einer derselben, der von Elisabeth Leifinger aus Berlin, ist dem Darmstädter Publikum ganz besonder» gut bekannt, da die Künstlerin hier schon manchen großen Triumph gefeiert hat. In der großen Festhalle auf dem Exercierplatz, die sich während der Tage des Volksfestes wieder trefsiich bewährt hat und — das ist für daS Musikfeft die Hauptsache — eine vortreffliche Akustik besitzt, sollen die großen Concerte abgehalten werden. Ein recht reichhaltiges und intereffante» Programm bietet uns noch der für den Rest der laufenden Spielzeit aufgestellte Plan de» HoftheaterS. Engelbert Humperdinck» Der zweite CursuS pro 1894 beginnt Montag den 2. Juli und wird SamStag den 1. December 1894 geschlossen werden. Die Meldungen hierzu find bei dem unterzeichneten Vorfitzenden des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Büdingen unter gleichzeitiger Angabe deS Vor- und Zunamens, des Tags, Monats und Jahrs der Geburt und des Wohnorts der Schülerin» und des Namens der Eltern oder des Vormunds schriftlich einzureichen. Lind heim, den 7. April 1894. Der Vorsitzende des landw. Bezirksvereins Büdingen. Kliet sch, Geh. Regierungsrath. , Das Ortscomite. Wefternacher, Oberamtmann. Frau Westernacher. Buß, Kreisschulinspector. Möller, Pfarrer. Lipp, Bürgermeister. König, Beigeordneter. Coeofc* rrrrö Provinzielles. S. W. Aus der südlichen Wetterau, 25. April. Wie weit wir in diesem Frühjahre mit der Vegetation bereits vorgeschritten Jinb, beweist die Thatsache, daß dem Einsender soeben von einem Arbeiter eine vollkommen ausgebildete Kornähre überbracht wurde. Während in gewöhnlichen Jahren um Georgen- und Markustag (23. und 25. April) die Natur noch fast ganz tobt ist, haben wir in der vierten Aprilwoche ausgewachsene Kornähren. — Man ist bereits mit dem erstmaligen Behacken der Zuckerrüben beschäftigt. Die Pflänzchen sind schön aufgegangen und entwickeln sich zusehends. — Das Steinobst hat, mit Ausnahme der Spätkirschen, fast ganz verblüht- die Birnbäume sind mit der Dlüthe nahezu durch und beide Obsternten setzten gut an. 3n einigen Tagen sind auch die Apfelbäume mit der Blüthe zu Ende, denn die Blumenblätter fallen bereits ab und es sieht unter den Bäumen aus, als hätte es geschneit. Dieses Jahr kann man mit Recht den dichterischen Ausdruck vom „Blürhenschnee" auf und unter den Bäumen gebrauchen. △ Aus dem Kreis Alsfeld, 27. April. Dem soeben mitgetheilten interessanten Bericht des Großh. Kreisgesundheitsamtes entnehmen wir, daß der Gesundheitszustand der Bevölkerung im Kreise Alsfeld sich im Jahre 1893 im Vergleich zum Vorjahre im Allgemeinen zwar gebessert hat, aber doch nur in den Herbstmonaten (September—November) als günstig bezeichnet werden konnte. Denn auch im abgelaufenen Jahre hatte der Kreis wieder viel unter epidemischen Krankheiten zu leiden. In der ersten Jahreshälfte herrschte Diphtherie in ungewöhnlicher Ausdehnung und Bösartigkeit, noch schlimmer als im letzten Vierteljahre 1892. — Seit betn Monat Juli mehrten sich bie Erkrankungen an Unterleibs- Typhus, der Jahre hindurch bis 1892 nur selten im Kreise vorgekommen war, in auffälliger Weise, hauptsächlich im unteren Felda- und mittleren Ohmthal. — Influenza, die seit der letzten großen Epidemie im Frühjahr 1892 anscheinend nicht wieder völlig erloschen war, durchzog im Juni den südlichen Theil des Kreises, der im Vorjahr ziemlich verschont geblieben war- im Juli erschien die Seuche in Eifa, im November wurde Schwarz stark mitgenommen und im Monat December erreichte die diesmalige Epidemie ihren Höhepunkt. — Scharlach hatte im Januar in Storndorf, im März in Merlau und Kirschgarten mäßige Epidemien verursacht und trat mit Jahresschluß in Nieder-Ohmen auf, während Keuchhusten seit Juni die Orte des oberen Schwalm« thals von Unter-Sorg aufwärts durchzog und sich weiterhin nach Windhausen und Zettbach und schließlich nach Nieder- Gemünden und Rülfenrod verbreitete. Masern waren im Berichtsjahre nur in vereinzelten Fällen vorgekommen. — Die Zahl der im Berichtsjahr verzeichneten Todesfälle beträgt 778 — 21,2°/00; hiervon entfallen auf die Bräunekrankheiten, Diphtherie und Croup, 127 — i/6 Opfer. — Ungünstiger Gesundheitszustand und hohe Sterblichkeit herrschten im Berichtsjahre in den Orten Bernsfeld, Eifa, Hainbach, Nieder-Gemünden, Ober-Ohmen, Romrod, Ruhlkirchen und Ruppertenrod. reizendes Märchenspiel, das seine Zugkraft auch noch nach der Fesivorstellung bewährte und am Dienstag wieder vor ausverkauftem Hause gegeben wurde, dürfte wohl noch einige Male erscheinen. Am nächsten Sonntag beginnt der gefeierte Heldentenor Anthes von Dresden ein Gastspiel in Wagners „Lohengrin", um dann noch in „Bajazzo" und „Cavalleria rusticana“ aufzutreten. Dann folgt die längst erwartete Kammersängerin Frau Rosa Sucher aus Berlin, die hier die „Isolde" und „Brünnhilde" („Götterdämmerung") singen wird. Ein internes Fest, an dem aber doch auch das Publikum regen Antheil nehmen wird, begeht das Hoftheater noch in den letzten Tagen des April. Am 30. d. Mts. feiert der verdiente Leiter unserer Hofbühne, Herr Director Theodor Wünzer, der auch als Künstler hochberühmt ist, das Jubiläum seiner vierzigjährigen Bühnenthätigkeit. Leider gedenkt der verdiente Director unseres Kunftinstitutes sich dann von seiner mühevollen Thätigkeit zurückzuziehen und dürfte, falls sich die in den Tagesblättern veröffentlichte Nachricht bestätigen sollte, in einem langjährigen, sehr beliebten Mitglied unseres Hoftheaters, Herrn Hofschauspieler Werner, einen Nachfolger finden. Ende Mai werden dann, wie alljährlich, bie Pforten unseres Musentempels geschlossen, um sich Anfangs September neu zu öffnen. Um bas Sommertheater im Saalbau soll sich eine große Anzahl von Directoren beworben haben, nachbem Herr Abam Reiners im letzten Jahre mit recht hübschem Erfolge bie erste Direction geführt hat. Die Bühne kann jeboch für biesen Sommer von ber Stadt nicht vergeben werden, da der Saalbau umgebaut und vergrößert werden soll. Veemrschtes. * Betrog per Telephon. Vor der Kölner Strafkammer kam dieser Tage ein Fall zu Verhandlung, welcher für größere Kreise Interesse hat, da er die Geschäftsleute, welche Telephon- Anschluß haben, mahnt, bezüglich der Bestellungen durch den Fernsprecher auf der Hut zu sein. Am 30. (April 1892 wurde ein Kölner Juwelier durch das Telephon unter dem Namen Moritz Goldberg um Uebersendung mehrerer goldenen Uhrketten an diesen zur Auswahl gebeten. Der Juwelier, der den Namen Goldberg kannte, sagte zu, und bald darauf trat ein Mann in sein Geschäftslocal, um die Uhrketten in Empfang zu nehmen. Es wurden demselben Ketten im Gesammtwerthe von 800 Mark übergeben. Als nach mehreren Tagen weder Mittheilung von Goldberg noch die Ketten eintrafen, wandte der Juwelier sich an G. mit der Anfrage, ob er noch keine Auswahl getroffen hätte. Nun stellte sich heraus, daß Goldberg keine Uhrketten bestellt hatte und der Juwelier Schwindlern in die Hände gefallen war. Der Besteller wurde in dem Installateur Johann Christian Sauer aus Kalk ermittelt, dieser hatte die Uhrketten durch einen Anderen abholen lassen und dieselben für 560 Mk. verkauft. Sauer wurde, weil er schon bestraft ist, zu sechs Monaten Zuchthaus verurtheilt. * Stolz lieb' ich den Spanier! Ein Impresario aus Lima hat den berühmten Stierfechter Reverte in Madrid für sechzehn in der Peruanischen Hauptstadt zu gebende Circus- Aufführungen zu werben gesucht. Der Peruaner hat dem Torero 170000 Pesetas angeboten. Letzterer hat jedoch das Angebot abgelehnt, „da er in Madrid besser bezahlt werde." Unter 15000 Pesetas (12 000 Mk.) ist Reverte für keine Vorstellung zu haben. * Berlin, 25. April. Der Dowe'sche Panzer hat am Dienstag-Nachmittag um 3 Uhr die eingehendste Probe von allen zu bestehen gehabt. Vor Offizieren vom Jngenieur- corps und von der Artillerie, und zwar in Gegenwart des Obersten Götze vom Patentamt mußte Dowe den Panzer anlegen. Offiziere hatten Patronen für das jetzige Jnfanterie- Gewehr- bi; ati JHJUM der Gcfcher yijum gegenwärtig tm ol0fi'*t auch das Deutsche hritte. ^isen und Hal,. l‘ oorpa gru. wd.« olzkohlenpuloer mit [m &ÜIÜI, Walrat, Vaseline, mhLltnissen, jr, wie die en. Ar Benutzung von Hauptbedingung. Beim Etsm ober Holz aufgr- !ur Mittet heitzt Plwtiqu, kften, barten Uednjüge HWchen tLinWen, zm m in Aabriknt. den Fadiilbesttztt.. le Mittheiiung, bet t: n freier Xnntluta, UM 18 Hartblei conMt mb he den inneren £tui av.. bit Metallhüüm Bot bet li. ifliMflttWteteflt. itm franjöfil&n -’J-ait >M, 18 U Terpentin, Th. SLwestt, '36 IA>- Um’ W. > W ' Dtde bit WM aBgt: tO’pjbtat, Tttpmttn- unb bas Gewtbt ein, nachdew worben ist. 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Indem ich hiermit Höst, ersuche, mich in meinem Unternehmen gütigst unterstützen zu wollen, zeichne Hochachtungsvoll 3313 J. Bräutigam, UeueMile 5. fachen, Büchern, Zeitungen, Acten, Blei und Eisen. Louis Rothenberger Wwe, Empfehlung. 1264] Gestützt auf langjährige stets »«r Zufriedenheit ausgeführte Be« sorgungen bet Beerdigungen u.s.w. empsteblt stch der Unterzeichnete im An- und Berkaus von getragenen »leider«, Weißzeug, Mädeln, Belten, Gold- und Silber. gewechselt zu haben. , Nur in den fremden Renten erreichte der Verkehr zeitweise auf auswärtige Anregung bei steigenden Coursen einige Bedeutung. Von Wien aus wurde ungarische Goldrente poussirt, weil sich die Rothschildsgruppe ihres im Vorjahr übernommenen Bestandes nunmehr durch freihändigen Verkauf entäußert hat und deß- halb wahrscheinlich in Bälde das ihr noch zustehende Optionerecht auf weitere 12 Millionen Goldgulden ousüben dürfte. Die französische Speculation war durch den die kühnsten Erwartungen übersteigenden Subscrtpttonserfolg der neuen Pariser Loosanleihe vorlheilhast beeinflußt, wodurch auch von dort höhere Course gemeldet wurden. Insbesondere verdient erwähnt zu werden, daß man an der L>eine von der skeptischen Auffassung zugleich der weiteren Entwicklung der italienischen . . _ „ . . Finanzverhältnisse abgekommen ist und den Werthen jenes Landes nicht mehr so Papier, «upfer, Messt«-, Zi«n,, feindselig gegenübersteht. Außerdem wurden Gerückte laut, daß die Regierung den ~*_r± "“***• ! Forderungen der Volksvertretung und den Beschlüssen der parlamentarischen Com- Ebenso werden Lampen und Knochen Mission entsprechend ihren Plan, die Einkommenneuer auf 20 P^oc. zu erhöhen, auf Verlangen jederzeit abgeholt durch aufgegeben habe und dem vorgeschlagenen Steuersätze von 14 Proc. rustimme. Als 1257 Louis Rothenberger Wwe. anderweitige Einnahmequelle sei dasür das Spiritusmonopol in Aussicht genommen. Ansagen over als Marschall bei Beerdigungen bestens. Friedrich Berg, Diener, Saplaneigaffe 11. ^Drfe*»o*e*beric^t jo« E. WaNMerwehlebeiä, Bankgeschäft. Die unmuthige Stimmung, welche in der Vorwoche den Verkehr beherrscht hatte, hielt auch während der laufenden Bericktsperiode an. Zu den an die Börsensteuer-Erhöhung geknüpften Befürchtungen gesellten sich diesmal die zwischen den Mäklern und den Bankiers ausgebrockenen Meinungsverschiedenheiten hinsicktlich der Vertheilung der neuen Lasten. Trotzdem die ganze Woche über fortgesetzte Berathungen stattfanden, ist zwischen den Frankfurter Firmen und Mäklern nur eine provisorische Einigung erzielt worden. Mit Recht sträuben sich die Banken dagegen, die ganze Steuerlast auf ihre Kundschaft abzuwälzen, da hierdurch unbedingt eine sehr weitreichende Einschränkung der Umsätze zu befürchten ist, unter welcher die Händler und Vermittler gleich stark zu leiden hätten. Erschwert wird die Verständigung dadurch, daß erst jetzt die osficiellen Ausführungsbestimmungen des Gesetzes durch den Bundesrath veröffentlicht worden sind, und die darin für den Arbitragehandel vorgesehenen Erleichterungen einen starken Eingriff der Regierungsorgane in die geschäftliche Thätigkeit der Bankfirmen in sich schließen, so daß wohl in vielen Fällen auf die Steuerrückvergütung Verzicht geleistet werden wird. In Berlin haben sich die Mitglieder der Fondsbörse gleichfalls noch nicht einigen können, obgleich uns nur noch wenige Tage von dem Termin trennen, an welchem das neue Gesetz in Kraft treten soll. — Infolge aller dieser Verhandlungen wurde die Aufmerksamkeit der Betheiligten von ihrem eigentlichen Wirkungskreis abgelenkt. Selbst die Ulttmo-Regulirung brachte nur eine ganz geringfügige Zunahme der Umsätze mit sich. Zwar schien es anfänglich, als ob in Berlin noch große Hausseengagements in Montanpapierenvorhanden waren, und die Speculation zeigte ausgesprochene Neigung, diese vor Beginn der Herrschaft des neuen Gesetzes glatt zu stellen aus Furcht, daß nach dem 1. Mai der Verkehr noch schwerfälliger sein werde, als heute. Im Verlauf ließ jedoch das Angebot nach, so daß einzelne Werthe vorübergehend leichte Courserhöhungen erzielten, ohne daß indessen dadurch das Aussehen der Börse freundlicher geworden wäre. Auch das in Anbetracht des hohen Emtsstonscourses befriedigende Zeichnungsresultat auf die neue Reichsanleihe verlieh dem Markt keinen festeren Character, da bei der herrschenden Geldflüssigkett eine Ueberzeichnung vorauszusehen war. Der Hauptsache nach dürste die Anleihe sehr rasch in die festen Sparkanäle fließen, ohne zuvor ihren Besitzer vielfach Gesucht für Mitte Mai ein zuverlässiges, gut empfohlenes Mädchen für Küche und Haus. Frau Prof. Krüger, 3635 Frankfurterstraße 4, 3. 3711] Tüchtiges Dienstmädchen ge, sucht. Wo? sagt die Expedition d. Bl. W. Becker, vor«. G. Backofen. Lehrling für Ka«tabakfpinnen gesucht. [907 Georg Philipp Gail. Ein Schlosserlehrling kann eintreten. Wo? sagt die Exped. 3705 3741] Für sofort 2—3 Lehrmädchen und 1 Mädchen, welches das Kleider- machen schon gelernt bat, gesucht. Frau M. Eise, Dammstr. 9. Mädchen daS alle Hausarbeit versteht, wird per 1. Mai gesucht. 3629 _______________»ahnhofstratze 8. 3755] BraveS Mädchen von 16 bis 18 Jahren sogl. gesucht. Marburgerstr. 29. Als aber die Riforma, daS Organ Crispi's, jene Meldungen kategorisch bementMe, ging ein Theil der Coursbesserung wieder verloren. Immerhin wurde dem Rückgang Widerstand entgegengesetzt, weil auch das weichende Goldagio befestigend wnkte. Serbische Werthe schließen nach mehrfachen Schwankungen eine Kleinigkeit höher auf die osficielle Bekanntmachung, daß der Mai-Coupon der Tabakrente prompt eingelöst wird. Nach den Veröffentlichungen reichen die den einzelnen Anleihe» verpfändeten Einkünfte vollständig für deren Dienst aus, so daß, wenn die Selbstverwaltung der Specialkasien sichergestellt werden kann, die fernere Zinszahlung nicht gefährdet erscheint. Eine ansehnliche Courssteigerung erfuhren Spanier aut Pariser Anregung, ohne daß hierfür besondere Gründe angeführr wurden. Auch Türken und Rumänier sind gut behauptet. Auf die wenig glaubwürdige Mittheilung der Times, daß die Wiedereröffnung der indischen Münzstätten für freie Silbn- prägung in Erwägung gezogen werde, schlug der Silberpreis steigende Richtung ein und Hand in Hand damit wurden Mexikaner besser bezahlt. In Portugiesen überwog das Angebot, weil in der Hauptstadt eine Anzahl Cholera-Erkrankungen vorgekommen sind. Lissaboner Stadtanleihe verlor dadurch 4 Procent. Unter de« russischen Werthen lagen Orientanleihen wegen der angekündigten Eonoersion in 4procentige Titel recht matt. Für eine so niedrig verzinsliche russische Valutaanleihe können sich die fremden Kapitalisten noch nicht erwärmen. Argentinier waren trotz des hohen GoldcourseS behauptet, weil die mit der Provinz Buenos- Ayres wegen eines Arrangements geführten Verhandlungen in ein Erfolg versprechende» Stadium getreten sein sollen. Unsere dreiprocenttgen deutschen Titel haben ihre vorwöchentliche Einbuße nicht wieder einzuholen vermocht. Der Verkehr in Bankactien war viel zu gering, um eine einheitliche Tendenz erkennen zu lassen. Die Coursverändcrungen halten sich deßhalb auch m den allerengsten Grenzen. Anfangs der Wocke neigten die beiden tonangebende« Actien nach unten; als später höhere Wiener Notizen eintrafen, wurden Creditactie« wieder besser bezahlt. _ Am flauesten war die Haltung auf dem Montanmarkt. Durch die Auflösung älterer Hausseposttonen wurden die Course empfindlich gedrückt, und bei jedem neuen Ruck tauchten ungünstigere Schilderungen über die Lage des Eisen- marktes auf. Wollte man doch wissen, daß bereits wieder eine Ermäßigung der Eisenpreise in Aussicht stehe, nachdem sie erst vor wenigen Tagen in die Höhe gesetzt worden waren. Seitdem der Einfluß des deutsch-russischen Handelsvertrages reservirter beurtheilt wird, schenkt die Speculation allen pessimistischen Einflüsterungen williger Gehör. Neuerdings wird namentlich darauf hingewiesen, daß ein großer Theil bet den Werken vorliegenden Aufträge noch zu dm früheren niedrigen Preisen abgeschlossen sei, so daß für das lausende Jahr kaum ein höheres Erträgniß zu erwarten sein dürfte. Durch diese Hinweise büßten Laura 3 Procent und Bochumer 4 Pcocmt ein. Kohlenpapiere litten durch den schlechten Märzausweis der Gelsen- kirchener Bergwerksgesellschaft. Auch wirkte verstimmend, daß die Syndicatsleitung zu einer Erhöhung der Umlagekosten von 2 auf 5 Procent gezwungen ist, wodurch der infolge der höheren Verkaufspreise erhoffte Mehrgewinn wieder verloren geht, nachdem er vorher schon durch die höheren Selbstkosten, welche die ProductionS- Einschränkung bedingt, reducirt worden war. Kaliwerthe stellten sich gleichfalls niedriger, obgleich deren Rentabilität durch die seitens des Abgeordnetmhauses erfolgte Ablehnung des bekannten Monopol-Gesetzentwurfes kaum beeinträchtigt werden dürfte. , , Unter ben Transportwerthen nehmen schweizerische Eisenbahnen eine bevorzugte Stelle ein, da deren Betriebsentwickelung fortgesetzt zu Meinungskäufe» anregt. Gotthardt sind 2 Procent höher und die Nebenbahnen gewannen annähern» ebensoviel. Das Interesse an den österreichischen Linien hat etwas nachgelassen^ nachdem die Dtscusston über die Verstaatltchungs- und Converstonsplane in de» Hintergrund getreten ist; immerhin hielten sich aber die meisten aus dem vorwochent- lichen Eoursnioeau. Jtalimiscke Bahnen profitirten von der Steigerung des Renten- courses. Veloce haben ihren jüngsten Preisrückgang von 5 Procent wieder vollständig zurückgewonnen. » , , . . „, Die Ultimo-Liquidation war auf den Geldstand ohne Einfluß, so daß fich auch der Privatdtscont unverändert erhalten konnte. Course der Frankfurter Börse. fJoayB vom 27./IV. 20./IV. Coiu*« vom 27./IV. 20./IV. 4 /.j Hessische Obligation. 106 05 105.85 4l/,o/oPortug^A. 88 u.89 31.40 32.3® „ Bauern .... 107.50 107.40 5% ernort Serb. Go.-d- „ Baden..... 104 80 104.85 Rente .... 5% SerbischeEisenbahn- 63.50 63.3® 3v/o Sächsische Rente. . 3V,% BremerStaatsanl. 87.60 87.45 66.2® 98.80 98.50 Hyp.-Obl. L. A. 67.45 „ Hamb.Staatsrente 4o/i)Oestr. Goldrente . „ GriechischeMonopol- 99.40 99.45 4°/oSchwed.Oblig.1880r 103.50 103.9® 97.95 97.70 1% Türken conv. Lit. D. 50/0 Argent. Gold - An!. 23.80 49.05 23.76 49.— Anleihe . . . 34.30 35.50 v. 1887 . . . 4yn Rumänische Rente . 85.75 84.45 3t/,0/0 Egypt. priv. Anl. 102.35 102.36 50/0 Ruff. ConsolS S. HI —.— —.— 4v/3 Bsälz. Ludwigsbahn 6% Südbahn Lombarden 103 80 103.46 (Bexbach) . . . 103.25 104.15 4% do. do. 99.— 98.96 . Hessische LudwigSb. 3o/g do. do. 62.75 62.2® 68/69 garant. . 103 — 103,15 4% Prag-Duxer Gold . 101.15 101.— , EUsabethb. steuerfrei , Rudolf Gold (Salz?.) 101.75 102.— Gold .... 102.70 102.40 „ Fftanz-Josef Silber 80.65 79.6® 50/0 Oestr. Staatsbahn. 109.85 109.70 3% staatl. garant. Jtal. 48.6® 40/0 do. do. 102.15 102.05 Eismbabn . . 48 55 30/0 do. do. 30/0 Livorneser . . . 52 15 51.7® L—VUL Emiff. 87.50 87.45 4o/o Ruff.Südw -Eisend. 99.70 99.8h 3