Nr. 227 Freitag den 28. September 1894 Der chleßener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener PamIlienvtLtler werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger Avonncmentspreir r 2 Marl 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen 2 Marl 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schukstraße ^k.7. Fernsprecher 51. Amts« und Anzeigeblatt für den Nreis Gieren. chralisöeikage: Kießener Kamikienblätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Theil. Gießen, den 25. September 1894. Betr.: Die Einrichtung der Fortbildungsschulen. Die Srohh. Kreis-SchulcommGon Gießen an die Schulvorstände des Kreises. In einzelnen Orten des Kreises ist die Ertheilung des Unterrichts in der Fortbildungsschule auf eine sehr kurze Zeit beschränkt worden, in welcher die zu ertheilenden Stunden in einer für Lehrer und Schüler nicht zuträglichen Weise zu- sammengedrängt werden. Ein solches Verfahren ist nach dem Ausschreiben Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, Abtheilung für Schulangelegenheiten vom 13. Juli 1875, betr. die Errichtung und Einrichtung der Fortbildungsschulen, nicht zulässig. Nach diesem ist der Unterricht auf 5, mindestens auf 4 Monate zu verteilen. Für einklassige Schulen in großen Gemeinden haben wir 120 Stunden im Ganzen bestimmt, bei diesen empfiehlt sich die Stundenvertheilung auf 5 Monate; wo örtliche Verhältnisse es bedingen, können jedoch auch 4»/, bis 4 Monate dazu verwendet werden. Für größere Fortbildungsschulen, an denen die Schüler in mehrere Klassen getheilt sind und eine mit uns vereinbarte Stundenzahl ertheilt wird, ist ebenfalls für jede Klasse eine Zeit von 4 Monaten für den Unterricht einzuhalten, desgleichen in kleineren Schulen, bei denen wegen der geringen Schülerzahl oder der Dürftigkeit der Gemeinden eine geringere Stundenzahl als 120 gestattet worden ist. Sie wollen darauf achten, daß genau nach obenstehender Verfügung bei Abhaltung des Unterrichts in der Fortbildungsschule verfahren wird, auch wollen Sie den Lehrern Kenntniß von dieser Verfügung geben. v. Gagern.__________________ Hauptversammlung des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen. Zur diesjährigen ordentlichen Hauptversammlung beehre ich mich die Vereinsmitglieder hierdurch auf Mittwoch, 10. October l. I., Vormittags 11 Uhr, nach Gießen auf Lony's Keller, West-Anlage, hiermit er» gebens! einzuladen. Gegenstände der Verhandlungen werden sein: 1. Vorlage der Beschlüsse der landwirthschaftlichen Bezirksvereine, betreffend die Errichtung von Landwirthschafts- kammern; 2. Die Frage: „Empfiehlt sich die Gründung von Getreide- Verwerthungs-Genossenschaften nach dem Muster der genossenschaftlichen Zuckerfabriken; 3. Das Gesetz vom 26. October 1887, die Anschaffung und Unterhaltung des Faselviehes betreffend, seine Ziele und seine Erfolge. Laubach, am 21. September 1894. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen. Friedrich Graf zu Solms-Laubach. Der auf Mittwoch, den 10. October, anberaumten Hauptversammlung soll um 10 Uhr eine Ausschußsitzung vorangehen, zu der ich die verehrlichen Mitglieder hiermit einlade. Laubach, am 21. September 1894. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen. ______Friedrich Graf zu Solms-Laubach.______ Bekanntmachung. Wegen vorzunehmender Arbeiten wird die Licherstrahe von der Kreuzung der Licherstraße und Grünbergerstraße bis zur Wolfftraße für nächsten Mittwoch und Donnerstag für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, den 25. September 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. __________________I. V.: Roth.__________________ Deutsches Reich. Berlin, 26. September. Der Reichskanzler Graf Caprivi ist von seinem Curaufenthalte in Karlsbad am Dienstag Abend gegen 9 Uhr wieder in Berlin etnge- troffen. Die Cur in Karlsbad ist dem Kanzler auch diesmal wieder ausgezeichnet bekommen und erfreut er sich eines frischen und gesunden Aussehens, trotzdem gedenkt er noch einige Tage auf dem Lande zu verbringen und erst in kommender Woche die persönliche Leitung seiner Amtsgeschäfte wieder zu übernehmen. Jedenfalls steht aber zu erwarten, daß mit der Rückkehr, des leitenden Staatsmannes des Reiches aus seinem Sommerurlaube nunmehr die Entscheidung in so manchen schwebenden Fragen der inneren Politik herannahen wird. Ob diese Entscheidung hie und da den Character einer Krisis annehmen und wohl gar Personalveränderungen in hohen Aemtern veranlassen wird, wie man in manchen Kreisen vermuthet, das muß freilich noch dahingestellt bleiben. Ausland. — Während in Pest noch die Delegationen versammelt find, heben schon wieder die Arbeiten des ungarischen Reichstages allmälich an. Zunächst ist der sogen. Dreier-Ausschuß des Oberhauses zusammengetreten, um die noch unerledigten kirchenpolitischen Gesetzentwürfe vorzuberathen. Am Dienstag erörterte der genannte Ausschuß die Vorlage über die freie Ausübung der Religion und nahm den Entwurf zuerst in der allgemeinen Discusfion und dann auch in der Special- debatte an. — Auch in Frankreich zeigen sich die Vorboten der heran- nahenden Wintersession des Parlaments. Pariser Meldungen kündigen die Vertheilung des neuen Budgetvoranschlages für nächste Zeit an, wobei bereits ein Deficit von 25 Millionen Frcs. infolge neuer Ausgaben signalisirt wird. Zur Deckung desselben soll hauptsächlich die geplante neue Erbschaftssteuer dienen und wird die Veröffentlichung der betreffenden Vorlage ebenfalls für nächste Zeit angekündtgt. Nerrefte Wolff» telegraphisches Eorrespondenz- Bureau. Berlin, 26. September. Die Meldung über eine angeblich unter .den deutschen Mitgliedern des Provinzialland- tageS verbreitete Aeußerung des Reichskanzlers, ob es jetzt nicht soweit wäre, daß polnische Landräthe in der Provinz Posen angestellt werden können, ist bestem Vernehmen nach ihrem ganzen Inhalte nach erfunden. Berlin, 26. September. Die Verhaftung von Wucherern und ihren Helfershelfern nimmt einen größeren Umfang an. Gestern wurde wieder ein Kaufmann verhaftet. Jedenfalls steht ein umfangreicher Proceß bevor. Berlin, 26. September. Das Kaiserliche Gesundheitsamt gibt bekannt, daß in Ostpreußen, im Weichselgebiete und im Netze-Warthe-Gebiet vom 17. bis 23. September 47 Erkrankungen und 9 Todesfälle an Cholera, in Oberschlesien vom 15. bis 22. September 59 und 17, in der Rheinprovinz 2 und 0 vorgekommen sind. Hadersleben, 26. September. Eine deutsch-dänische Grenzregulirungscommission zur Festsetzung der Seegrenze des kleinen Belt zwischen Preußen und Dänemark ist hier zusammengetreten. Hannover, 26. September. Der zwölfte deutschevangelische Kirchengesang-Vereinstag wurde heute durch Staatsrath Hallwachs-Darmstadt eröffnet. Bennigsen hielt Namens der Staatsregierung, Profeffor B o n n w e t s ch Namens der Universität Göttingen und der Stadtsyndikus Namens der Stadt Begrüßungsansprachen. Alsdann wurde ein Huldigungstelegramm an den Kaiser abgesandt. Dresden, 26. September. Heute Morgen um 3 Uhr brannte ein Matertalmagazin des Schlesischen Bahnhofs mit sämmtlichen Vorräthen nieder. Menschen sind nicht verunglückt. Der Schaden ist sehr bedeutend. Florenz, 26. September. In einem Bauernhause im äußeren Rayon von Florenz, das dem Gärtner Salai gehört, der sich vordem mit der Herstellung von Feuerwerkskörpern beschäftigte, entdeckte die Polizei zwei vollständige Bomben mit langem Zünder, ferner eine Rolle Zündschnur und verschiedene zur Herstellung von Bomben dienende Werkzeuge. Salai und zwei mitschuldige Maurer wurden verhaftet. Loudon, 26. September. Nach einer Meldung des Bureau Reuter aus Lourenzo Marques ist die Lage daselbst kritisch. Die Eingeborenen verfolgen die zurückberufenen portugiesischen Soldaten fbis in die Stadt und die Portugiesen ließen Kanonen und Munition im Stich. Der Gouverneur protestirte in Lissabon gegen die Landung englischer Marine-Infanterie. Die portugiesische Streitmacht besieht aus 120 Europäern und 200 Schwarzen, während diejenige Mahazulas 7000 Mann stark ist. Es ist noch ungewiß, ob der Maputastamm die Portugiesen unterstützen wird, auch wird eine Erhebung Gungenhamas befürchtet. Loudon, 26. September. Nach einer Meldung des Bureau Reuter aus Lourenzo Marques ist die englische Marine-Infanterie wieder eingeschifft, da jede Gefahr eines Angriffs auf das englische Consulat beseitigt erscheint. Loudon, 26. September. Die Abendblätter veröffentlichen eine Depesche aus Tokio vom 26. September, in welcher das Gerücht, England und Rußland hätten einen Waffenstillstand vorgeschlagen, osfieiell dementirt wird. — Die zweite, in Hiroschina concentrirte Armee ist ungefähr 30000 Mann stark, nicht 80000, wie früher gemeldet wurde. Die Einschiffung begann gestern nach einer Besichtigung durch den Kaiser. Es herrschte großer Enthusiasmus. Die Bestimmung der Truppen wird geheim gehalten. Das Commando übernimmt der Krtegsrninister. Wir verlautet, wird das Corps unabhängig vom Corps des Grafen Aamagata operiren, doch habe dieser den OperationSplan entworfen. Die Transportschiffe werden von dem zweiten japanischen Geschwader bis zum Gelben Meere escortirt, dann übernimmt das erste Geschwader die Escorte bis zum Bestimmungsorte der Truppen. Graf Sai vertritt denKriegs- minister während dessen Abwesenheit. Shanghai, 26. September. Reutermeldung. Zufolge eines Telegramms des chinesischen ConsulS in Singapore beschlagnahmte ein chinesisches Kriegsschiff am 21. September im Canal von Formosa den englischen Dampfer „Pathan", weil man vermuthete, daß sich an Bord deffelben Kriegsmunition befand. Der Dampfer wurde zur Untersuchung der Ladung nach Kelung gebracht. Depeschen des Bureau .Herold". Berlin, 26. September. Nach einer der „Voss. Ztg." aus Darmstadt zugehenden Drahtnachricht wird Seine Majestät der Kaiser am 16. Oetober Vormittags dort eintreffen, um Sr. König!. Hoheit dem Großherzog einen Gegenbesuch abzustatten. Der Kaiser reist Nachmittags von Darmstadt zur Enthüllung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals und zur Eröffnungsvorstellung des neuen königlichen Theaters nach Wiesbaden weiter, wo er um 5 Uhr ankommt. Am Abend deffelben Tages kehrt der Kaiser nach Berlin zurück, wo er am 17. Oetober den Besuch des Königs von Serbien empfängt. Berlin, 26. September. In einem offenbar von sachverständiger Seite herrührenden Artikel: „Die Führer bei den deutschen Kaisermanövern" wird u. A. im „Berliner Tageblatt" gesagt, der Kaiser, der in Weftpreußen die Leitung der Manöver selbst übernahm, besitze alle Eigenschaften eines hervorragenden Heerführers in seltenem Maße. M t dem höchsten Lobe müsse auch General Lentze, der Corn- manbeur des 17. ArmeecorpS, genannt werden, welcher als Feldherr ersten Ranges sich erwiesen habe. Berlin, 26. September. Der preußische Gesandte bei denHansastädten, v. Kiderlen-Wächter, hatte heute eine längere Conferenz mit dem Reichskanzler Grafen Caprivi Im Reichskanzlerpalais. Berlin, 26. September. Einer Blättermeldung zufolge sollen Major v. Wißmann und Dr. Peters entschlossen sein, aus dem Reichsdienste auszutreten. Berlin, 26. September. Der „Reichsanzeiger" meldet, dem bisherigen Oberpräsidenten von Schlesien, v. Seydewitz, ist der rothe Adlerorden erster Klasse mit Eichenlaub verliehen worden. Berlin, 26. September. Vor wenigen Tagen hat der Kgl. Generalmajor und Commaudeur der 1. Garde-Cavallerie- Brigade, Eduard Prinz zu Salm-Korstmar, Berlin mit Urlaub verlassen. Dem Vernehmen nach wird Prinz Salm sein Commando nicht wieder übernehmen, da er seinen Abschied erbeten hat. Berlin, 26. September. In der gestrigen Versammlung des deutschen Reformvereins sprach der Reichstagsabgeordnete Dr. Böckel über das Massenelend und die Social- demokratie. Der Vorsitzende meinte, die Vorgänge in Marburg seien auf Quertreibereien zurückzusühren. Dr. Böckel repräsentire den Vertreter des radiealen Antisemitismus. Da er in Berlin bleibe, werde sich hier bald eine schärfere Tonart bemerkbar machen, auch im Reichstage. Dr. Böckel ging mit keinem Wort auf die Ausführungen des Vorredners ein. Der Gastwirth Bodeck erklärte, ein so bewährter Führer wie Böckel müsse der Partei unbedingt erhalten bleiben. Das neue Zeitungsunternehmen desselben müsse kräftig unterstützt werden, damit der Führer nicht untergehe. Pose», 26. September. Der Regteruugspräfident hat die Behörden angewiesen, ferneren Zuzug russischer land- wirthschaftltcher Arbeiter über die Landesgrenze bis auf Weiteres zu verhindern. Altona, 26. September. Hier wurden wegen Mißhandlung vonPolizisten und wegen eines Aufruhrs 14 Personen verhaftet. Hamburg, 26. September. Bon den hiesigen Socialtsten wurden den strikenden französischen Bergleuten 4000 Mk. gesch'ckt. Ulm, 26. September. Nr. 221 der „Ulmer Zeitung" wurde gestern Vormittag wegen eines Leitartikels „Von Gottes Gnaden" von der Staatsanwaltschaft conftscirt, ebenso Nachmittags die Nr. 222 wegen eines Leitartikels, der eine Kritik der Kaiserrede enthält. Wien. 26. September. Profesior Boltzmann gab in der heutigen Sitzung des Naturforschertages eine Erklärung dahin ab, daß er die Lösung der Frage, betreffend die Lenkbarkeit des Luftballons, für wahrscheinlich und zwar schon für die nächste Zett bevorstehend halte. Wien. 26. S ptember. Die Mitglieder des Natur- forschertages find für morgen zur Vorstellung bei Hofe befohlen worden. Für den nächsten Versammlungsort wurde Lübeck in Aussicht genommen. Triest, 26. September. Der deutsche Dampfer „Kronprinz Wilhelm" stieß bei der Einfahrt in den Hasen von Palermo auf eine Felsklippe und trug schwere Havarien davon. 246 Auswanderer, welche sich an Bord befanden, mußten ausgeschifft werden. Charleroi, 26. September. Die Polizei nahm gestern zwei gefährliche französische Anarchisten in Haft, bei welchen größere Geldsummen und compromittirende Briefschaften gefunden wurden. Die Anarchisten waren auf der Reise nach Deutschland begriffen. London, 26. September. Nach einer Depesche aus Peking wird der Kaiser von China, falls die japanischen Truppen gegen Peking vorrücken, seinen Hofstaat nach Nang- king verlegen. Der dortige Vicekönig hat die Weisung erhalten, den kaiserlichen Palast in Stand zu setzen. Vor seiner Abreise wird der Kaiser das diplomatische Corps einladen, ihn nach Nangking zu begleiten. Man glaubt aber, daß dasselbe vorziehen wird, sich nach Shanghai zu begeben, wo es für alle Fälle europäische Kriegsschiffe zu seinem Schutze und zu seiner Verfügung hat. Shanghai, 26. September. Der größere Theil der japanischen Schiffe ist von Haiyungtau abgefahren, das Ziel ihrer Reise ist unbekannt. Infolge deffen herrscht große Erregung und mit Besorgntß sieht man den kommenden Er- eigniffen entgegen. Seitens der chinesischen Regierung wurden deren europäische Agenten beauftragt, alle benutzbaren Kriegs- schiffe aufzukaufen. ________________________________________ CoeaU* rrir- OrooLirzLettes Gießen, den 27. September 1884. ** Aus dem Justizdieust. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 26. September dem Landgerichtsdirector am Landgericht der Provinz Ober- Hessen Gustav Hofmann die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen und denselben auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 16. October d- I- an, in den Ruhestand zu versetzen. ** Sitzung des Schwurgerichts der Provinz Oberheffen am 25. September 1894. (Schluß). Hierauf faßte Gasche den Christ vorn an der Brust und schlug von oben herab auf dessen Kopf und Schultern ein. Mergenthal war inzwischen auch herangekommen und hatte den Christ, ihn mit seinen Armen umfassend, festgehalten, während Gasche fortgesetzt auf Christ losschlug. Nachdem dies längere Zeit gedauert, wurde Christ endlich losgelassen. Derselbe fiel bald darauf auf die Erde. Elisabeth Müller war allein bei ihm, die übrige Gesellschaft war inzwischen zum Theil, als die Schlägerei kaum begonnen hatte, geflüchtet. Elisabeth Müller bat nun Christ, doch weiter zu gehen, damit er nicht noch einmal von Gasche angefallen werde. Christ ging denn auch mit ihr, vermochte sich aber nur noch bis an einen Compost- haufen, der auf einer Wiese dem Viaduct, durch welchen der Weg nach dem Thiergarten führt, gegenüber lag zu schleppen. Hier stürzte er zum zweiten Male zusammen. Elisabeth Müller rief hierauf Andere, die sie in ihrer Nähe hörte, zu Hülfe. Niemand kam zu ihr und so begab sie sich dann auch weg, den Christ allein zurücklassend. Während Christ und Elisabeth Müller von der Stelle, wo jener zum ersten Male zusammengebrochen war, weiter gingen, liefen Gasche und Mergenthal noch auf dem Wege herum, wobei ersterer noch wüste Drohungen gegen Christ ausftieß. Die ganze Gesellschaft, mit Ausnahme von Karl Müller und zwei Mädchen, die vorausgeeilt waren, begab sich dann nach dem Thiergarten. Auch Gasche war dabei, er bedrohte unterwegs noch die Elisabeth Müller, als diese ihm über sein Verhalten Vorhalt machte, mit Schlägen. Als man auf Hof Thiergarten angekommen, hörte man, daß Christ zurückgeblieben war. Elisabeth Müller, ihr Bruder, Traumüller und Emilie Zimmermann gingen sofort zurück, um nach Christ zu sehen. Sie fanden ihn an dem bereits erwähnten Composthaufen bereits todt vor. Bei der Section der Leiche, die am 9. Juli vorgenommen wurde, wurden nicht weniger als 8 Stichwunden festgestellt, von denen eine unbedingt tödtlich und auch die Ursache des durch Verblutung eingetretenen Todes war. Es war dies die Wunde, die in der Höhe des unteren Schulterblattwinkels Zentimeter von der Wirbelsäule entfernt, gefunden wurde. Der Stich hatte die Brusthöhle durchdrungen und die rechte Lunge verletzt. — Die Geschworenen (Obmann: Herr Dr. August Trapp) bejahten die ihnen vorgelegten Schuldfragen bezüglich beider Angeklagten unter Zubilligung mildernder Umstände für den Angeklagten Mergenthal, worauf der Gerichtshof den Angeklagten Gasche in eine Zuchthausstrafe von sechs Jahren, den Angeklagten Mergenthal in eine Gefängnißstrafe von einem Jahre Der» urtheilte. Auch wurde die Einziehung des von Gasche bei der That gebrauchten Messers ausgesprochen. * * Sitzung des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen am 27. September 1894. Zur Verhandlung kam die Strafsache gegen Wilh. Schuägelberger von Brauerschwend wegen Brandstistung. Vertreter der Staatsanwaltschaft war Modernste «. solideste MLnnerkleiderstoffe ä M. 175 pr. Mir. Original-Mustercollcctionen in billigen, mittleren und hochfeinen Qualitäten, wobei Passendes für Jedermann versenden bereitwilligst franco ins Haus. Oettinger & Co., Frankfurt a. 31., Fabrik -Depät. derßGroßherzogliche Erste Staatsanwalt Jöckel, vertheidigt wurde der Angeklagte, von Herrn Rechtsanwalt Dr. Stein. Als Geschworene wurden ausgeloost die Herren: Heinrich Keutzer III., Wilhelm Grieb II., Heinrich Schmalbach IV., Caspar Kalbfleisch II., Simon Bieber, Johannes Goebel II., Peter Jacob Moebs III., Wilhelm Schwenk III., Dr. August Trapp, Karl Flach III., Andreas Lepper III. und Karl Heil II. — Der Schuhmacher Wilhelm Schuägelberger von Brauerschwend, 47 Jahre alt, steht unter der Anklage, daß er am Morgen des 10. April 1894 das in Brauerschwend gelegene Wohnhaus seiner Ehefrau vorsätzlich in Brand gesetzt habe. Die heutige Verhandlung ergab folgenden Sachverhalt: Wilhelm Schuägelberger von Brauerschwend geriet!) in der letzten Zeit in schlechte Vermögensverhältnisse. Er wurde von Gläubigern gedrängt und beschlagnahmte insbesondere die Lederhandlung Finger zu Lauterbach das Kaufgeld für einen an Ludwig Rott verkauften Acker. Sein 26 Jahre alter Stiefsohn Johannes Rühl konnte sich mit ihm nicht vertragen, zog aus seinem elterlichen Hause weg und betrieb das Schuhmachergeschäft für sich. Schuägelberger hatte am 13. November 1884 sein Mobiliarvermögen in Höhe von 3860 Mark auf die Dauer von 10 Jahren bei der Feuerversicherungsgefell- schäft Providentia zu Frankfurt a. M. versichert. Am 10. April l- I- zwischen 6—7 Uhr Morgens brach auf dem Boden des Hauses Schnägelbergers Feuer aus, und brannte Wohnhaus mit Scheuer vollständig nieder. Die abgebrannten Gebäude waren im Brcmdkataster zu 2720 Mark versichert. Dieselben gehörten seiner Ehefrau, der vormaligen Johannes Rühl Wittwe und dem Sohn Johannes Rühl, und befanden sich in keinem besonders guten Zustande. Am 18. April l< I. liquibirte Schuägelberger dem Versicherungöinspector Schneider gegenüber an verbranntem Mobiliar einen Schaden in der Gesammthöhe von 2451 Mark 50 Psg. Bei den hierauf stattgehabten Verhandlungen begnügte er sich aber mit 569 Mk. — Nach der Aussage des Conrad Berlau, welcher zuerst auf den Brand aufmerksam wurde und der Erste war, welcher in dein Schnägelberger'schen Hause erschien, war dieser die zum oberen Stock führende Treppe hiuausgelaufen und hatte hierbei wahrgenommen, daß sich die von seinem Standpunkt aus sichtbare Bodenthüre öffnete, Schuägelberger in Weste, Hemd und Hosen erschien, die Bodenthüre hinter sich zumachte, sie verriegelte, sodann eilig die Bodentreppe herunterschritt, in die Oberstube hineinging und die Thüre hinter sich schloß. Berlau erschrack über seine Wahrnehmung, ging hinunter in die untere Stube und traf hier den Sohn Schnägelbergers, Ludwig Schuägelberger, welcher zwei Stühle in der Hand hatte, anscheinend, um sie wegzutrageu. (Fortsetzung in der nächsten Nummer.) * * AuS dem Zuge gefallen ist vorgestern gegen Mittag während der Fahrt zwischen Butzbach und LanggöuS ein Reservist des 81. Infanterie-Regiments. Ein Zugbeamter hatte den Vorfall bemerkt, der Zug wurde sofort durch die Karpenterbremse gestellt, da kam auch schon der völlig unverletzt gebliebene Reservemann herbei und die Fahrt mit der Parole „Heimath" konnte fortgesetzt werden. * * Rudersport. Die nächstjährige internationale Regatta ist für den 22. und 23. Juni nach Mainz ausgeschrieben. * * Geh. Rath Fink, der frühere Chef des hessischen Bauwesens, ist gestern hochbetagt in Darmstadt gestorben. Fink war lange Jahre hindurch auch Leiter der Centralstelle für das Gewerbe und hat sich in dieser Stellung wesentliche Verdienste erworben. * * Miuisterialrath Dr. Dittmar. Mit Hinweis auf die in No. 225 veröffentlichte, der „Frkf. Ztg." entnommene Notiz von der angeblichen Erkrankung des Herrn Miutsterial- rath Dr. Dittmar wird uns von zuständiger Seite mitgetheilt, daß diese Mittheiluug irrig ist. Herr Dr. Dittmar hat, wie uns weiter mitgetheilt wird, seine Thätigkeit als Mitglied der Commission für das bürgerliche Gesetzbuch nach Ablauf seiner Ferien in Berlin wieder ausgenommen. * * Der Hauptgewinn der Frankfurter Pferdelotterie, ein vierspänniges Vis-A-Vis, ein vierspänniges Geschirr, zwei englische schwarzbraune Stuten und zwei englische schwarz- braune Wallache, fiel auf No. 56 573, der zweite Hauptgewinn, ein zweispäuuiges Coups nebst Geschirr und zwei Mecklenburger braunen Stuten auf Nr. 77 940, der dritte, ein zweispäuuiges Coups mit Geschirr und zwei norddeutschen braunen Stuten, auf Nr. 41 244. — Von der Rabenau, 24. September. Durch den begonnenen Bahnbau ist bereits die Anlage einer bedeutenden Fabrik in Aussicht gestellt. Ein Herr aus Frankfurt a. M., erwarb nämlich von der Gemeinde Odenhausen eine Wüstung von etwa 14 Morgen für 12 000 Mark, um in gehöriger Entfernung vom Dorfe eine Pulverfabrik zu errichten. Es steht freilich noch die Genehmigung der Großh. Regierung aus, welche aber jedenfalls bei Beobachtung der gesetzlichen Bestimmungen nicht vorenthalten wird. Die Pulverfabrik auf der Rabenau wird die erste derartige Fabrik im Großherzogthum Hessen sein. MW. Au8 der mittleren Wetterau, 26. September. Die Obstpreise steigen langsam weiter, es sind namhafte Einkäufe zu 6 Mk. 50 per Malter bei uns gemacht worden. Die Obstversteigerungen an den Staatsstraßen fielen sehr billig aus, wodurch die Leute einen hübschen Nebenverdienst erzielen können. Em Württemberger Händler bot hundert Mark mehr für die ObstcreSceuz einer Straßeustrccke, als die Versteigerung gebracht hatte, was natürlich nicht mehr annehmbar war, da der Zuschlag vorher stattgefunden hatte. § Grebenhain, 24. September. Heute wurde der zu hiesiger Oberförsterei gehörige, in der Gemarkung Bermuthshain gelegene Karpfenteich, der sogenannte ßchmittsberger Teich (nicht wie kürzlich in diesem Blatte berichtet wurde, ; der Röthenbacher Teich) ausgefischt. Das Ergebniß war ein j ziemlich günstiges. Infolge eingetretenen Regenwetters und stark zuströmendem Wasser konnte die Arbeit nicht ganz 6c» t endet werden. Nach der Fischerei vereinigten sich die Besucher im Teichhaus in der Rothenbach bei musikalischen Vorträgen der Bermuthshainer Musik-Capelle und einem vorzüglichen Glas Lauterbacher Burg Bier des Gastwirth Strauch von hier. § Grebenhain, 23. September. Heute wurde das neue Schulhaus Hierselbst eingeweiht. r. Alsfeld, 25. September. Infolge einiger in hiesiger Stadt ausgebrochener Typhuserkrankungen ist dem Vernehmen nach ein Brunnen polizeilich geschlossen worden. Darmstadt, 27. September. Sicherem Vernehmen nach werden Se. Kaiserliche Hoheit der Großfürst-Thronfolger von Rußland nächsten Freitag zu Besuch der Allerhöchsten Herrschaften in Jagdschloß Wolfsgarten eintreffen. Mainz. 25. September. Am Freitag, den 28. d. Mts., Nachmittags 6 Uhr, findet in der Rheinischen Bierhalle hierselbst eine Besprechung der Mitglieder des Hessischen Landesvereins für fakultative Feuer b e- stattung statt. A Mainz. 26. September. Die für das nächste Jahr geplante dritte internationale Geflügel-Ausstellung wird nun definitiv in Mainz nicht zur Abhaltung kommen, indem die am Sonntag in Hannover stattgehabte Versammlung des Clubs deutscher und österreichisch-ungarischer Geflügelzüchter Hannover oder Düsseldorf als Ausstellungsort in Vorschlag geb-acht hat. Die von dem Mainzer Verein sür Geflügel- und Vogelzucht an die Uebernahme der Ausstellung geknüpften Bedingungen schienen der am Samstag in Hannover stattgehabten Versammlung nicht annehmbar. — Vor etwa 12 Jahren gingen von hier zwei Geschäftsleute, Namens Wolf, nach England flüchtig, die in Gemeinschaft mit verschiedenen inzwischen verstorbenen Militärärzten die Haupt- acteurs in den damals hier und im Elsaß in großartigem Maßstab betriebenen betrügerischen Militärbefreiungsgeschichten waren. Nach der Flucht der Beiden legte die Staatsanwaltschaft auf deren unbewegliches Eigenthurn Arrest, welcher Arrest laut amtlicher Bekanntmachung jetzt aufgehoben ist, da das Verbrechen, dessen die Flüchtigen sich schuldig gemacht, inzwischen Verjährung erfahren hat. A Mainz, 26. September. In nicht öffentlicher Stadtverordnetensitzung wurde heute Abend das von der Stadt Mainz in engerer Submission ausgeschriebene 3^ procenttge An l e h en von 5 Millionen der Darmstädter Bank zu dem höchsten Angebot von 99,40 übertragen. Von dem Anlehen wird vorerst nur 1 Million begeben. Außerdem wurde eine Vereinbarung mit der Darmstädter Bank genehmigt, wonach dieselbe der Stadt Mainz ein Kassendarlehen von einer Million Mark, verzinslich zum jeweiligen Reichsbank-Disconto, jedoch nicht unter 3 und nicht über 4% pCt. gewährt. Außer von der Darmstädter Bank waren auf das 5 Millionen-Anlehen noch Offerten etngelanfen: von der Deutschen Bank in Frankfurt (99,08), Sörgel, Parisius u. Cie. in Berlin (99,06)/. Delbrück, Leo u. Cie. in Berlin (98,91), Deutsche Bank in Gemeinschaft mit Gebr. Oppenheim-Mainz (98,67), Mitteldeutsche Creditbank In Frankfurt (98,66), I. Fulda-Mainz mit Dreifuß u. Cie. in Frankfurt (98,60). ItniverfUäb - Nachrichten. Marburg, 25. September. Prof. vr. Paasche bleibt unserer Universität erhalten. Herr Prof. Dr. Paasche ersucht zu erklären, daß die von Marburg aus verbreitete Nachricht, er beabsichtige sein academisches Lehramt niederzulegen, durchaus unbegründet ist. Er hänge mit großer Liebe an diesem Lehramt und bedauere, wenn er durch seine zwei parlamentarische Mandate in dessen voller Ausübung etwas gehemmt sei. Schiffsnachrichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 26.Septbr. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Poftdampfer Wittekind, Capitän O. Cüppers, vom Nordd. Lloyd in Bremen, welcher am 13. Septbr. von Bremen abgegangen war> ist gestern, 9 Uhr Vormittags, wohlbehalten in Newyork angekommen. Verkehr, £anO» rrnd Volksrvirthfchaft. — Alletldorf a. d. Lda., 25. September. Der heutige Markt war durch das starke Regenwetter wieder ein minimaleres waren nur 13 Wagen mit Ferkeln angefahren und auch nur wenig größere Schweine angetrteben. Ferkel sind im Preise von 24 bis 30 Mk. umgesetzt worden. Der Krämermarkt wurde durch den Regen ganz vereitelt. „ A September. Frachtmarkt. Rother Weizen ^<11.60, weißer Weizen JL 11.40, Korn X 8.75, Gerste 0.00^ Hafer 5.20. r _ ... . Srarrkfrrrter «tadttheater. Zwischen der htesigenJntendanz und der berühmten amerikanischen Sängerin Frau Nordica, welche bet den diesjährigen Festspielen in Bayreuth ein geradezu außerordentliches Aufsehen erregt hat, ist soeben eine Vereinbarung zu Stande gekommen, wonach die Künstlerin im Frankfurter Opernhause austreten wird, noch vor deren Gastspiel in Berlin und anderen deutschen Städten, und zwar zunächst an zwei Abenden, Mittwoch den 3. October und Freitag den 5. October. NirchlicheAnzeigerr der errang. Gemeinde. 3mtt JohanrreSkirche. Am nächsten Sonntag, 30. September, wird im Anschluß an den Gottesdienst um 9'/- Uhr Beichte und heil- Abendmahl für die Lukasgemeinde gefeiert werden. Anmeldung am Tage vorher in der Pfarrwohnung. Pfarrer Dingeldey. Gottesdienst der israelittschen Religionsgesellschast. Freitag Abend 54\Ubr, SamStag Vormittag 8 Uhr, Nachmittag 4 Uhr, Sabbathausgang 6*o Uhr. u Alice Schule. Der Unterricht beginnt Montag den 1. October. Aufnahme der Schülerinnen Morgens 9 Uhr. Vom 15. October bis 15. December wird wieder ein Cursns für Weihuachtsarbeiteu eingerichtet. Nähere Auskunft durch 7671 Frl. L. Moefer, Gartenstrabe Nr. 30. Montag den 1. October, Abends 81/* Uhr pünktlich Hebung. 7924 Das Commando. Pflichtfeuerwehr. Montag den 1. Oktober, Abends S1/* Uhr pünktlich Uebung sämmtlicher Rotten. Antreten: Kirchen- und Lindenplatz. — Ohne Eimer. 7925 Der Branddirektor. Don den Schuldverschreibungen der Stadt Grimberg wurden am Heutigen durch Ausloosung zur Rückzahlung auf Cnde December d. I. bestimmt: I. Bon dem Anlehen aus 1861 Lit. A. Nr. 31, 29 und 66 ä 100 fl. Lit. B. Nr. 44 über 200 fl. Lit. C. Nr. '80 über 500 „ II. Von dem Anleheu aus 1888 Lit. A. Nr. 23, 30 und 94 ä 200 Mk. Lit. B. Nr. 08 über 400 Mk. 7930 Grünberg, am 25. September 1894. Großh. Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer. Bekanntmachung. Bet dem Universitätsfonds dahier können ca. 13 000 JH auf erste Hypothek gegen mäßigen Zinsfuß alsbald ausgeliehen werden. Gießen, den 26. September 1894. Großh. Universitäts-Rentamt. 7923 Weimer._________ Submission. Für unsere Kliniken soll pro 1894/95 die Lieferung von 20 Centner Aepfeln, 550 „ Kartoffeln, 15 „ unterird. Kohlraben, li/2 „ oberird. Kohlraben, 9 „ Zwiebeln, V/a „ rother Rüben, 2 „ Meerrettig, 6 „ weißer Rüben, 10 „ gelber Rüben, 36 „ s Weißkraut, 100 Stück Rothkraut, 300 „ Wirsing, 350 „ Lauch und 250 „ Sellerie auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen können auf dem Verwaltungsbureau, Nachmittags von 3—5 Uhr, eingesehen werden. 7735 Offerten find versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 6. Oktober d. I., Vormittags 12 Uhr, auf dem erwähnten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bis zum 9. 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D des Comi Grund 8' figung z «Ich selb harmlose auffällig i mm %tW' drEtz ‘ im Law brächte, Die G- drängt - Wir den bes trfannt. wenig g1 dacht ge Welt, t Fragen Atzung Agitation diese Hal wöglir z - < «MW Der Hichen-r I crlchc""1 mit $ionta! Darffe Mi[d Unter Skizze ouldg Mancher Ganzen N^lor ^schaulj . Pöl 7 Sept d.°> 8ill ""rtlli; •S ®s । Töchterchen Sarnes. statt. 7949 T odes-Anzeige. Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, unser liebes unvergessliches Elisabeth Schmall heute nach schwerem Leiden in die ewige Heimath abzurufen. Um stille Theilnahme bitten Emil Schmall und Frau, geb. Giessen, den 27. September 1894. Die Beerdigung findet Samstag den 29. September, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Ostanlage 36, aus 85 Seltersweg Seltersweg 85 ■■■ Eröffnung: Mitte October. 788b Carl Nowack Neues Etablissement für Modewaare» und Damen-Confectio» Specialität: Seidenstoffe. Geschäfts-Empfehlung*. Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum zur gefl. Mit- tbeilung, daß ich ein Damen-Consectionsgeschäst und zugleich einen Cursus im Zuschneiden, nach deutschem, englischem und sranzösischem Schnitt, errichtet habe. Anmeldungen zum Cursus werden bis zuin 15. October entgegen genommen. Hochachtungsvoll Frau E. Bernhardt, 5436 Weidengasse 1, 2. Stock, im Hause des Herrn Dx. Felsing. 7778 Louis Treff & Cie Tuchhandlung. • Den Empfang ihrer Neuheiten für die Herbst- und Winter-Saison zeigen hiermit ergebenst an ßk-aettr«: % 6*eiifc& — yck-LEMti-LmEnW eröffnen __ 7887 Schulhof & Co. 7756 7704 Entlaufen ein kleiner, weißer Spitz mit gelben Bor Ankauf wird gewarnt. gesucht. [7876J Ehr. Haubach II. /^hur Vertretung der Parteien in Verwaltungsangelegenheiten vor den Provinzial- und Kreis-Ausschüsien und den Verwaltungsbehörden, H im Enteignungsoerfahren, bei Streitigkeiten über den Unter- stützungswohnsitz, in Kranken- und Unfallversicherungsangelegenheiten u. s. w., in Civilprocefsen und Strafsachen empfiehlt sich Wegen Uebergabe meines Hauses verkaufe ich meine ganze Restaurations-Einrichtung: Marmor-Tische, Stühle, Gartenmöbel, Gläser re., sowie ein hochseines Büffet mit drei Kühlern, Eisschränke, Wasser- und Lustdruck- Apparate. Cafe Leppla, 7888 Seltersweg 85. K. Schäfer, geprüfte Handarbeitslehrerin. Carl Jost Regierungsrath i. P. und Rechtsanwalt, Liessen, Grünbergerstratze 22. Ein Mädchen das perfect rochen kann und alle Arbeiten gründlich versieht, sn»t Stelle. 7941 Frau Weitzenbach. Bismarckstr. 8. 7929] Eine gesunde Amme sucht Stelle. 8 Brandplatz 141. Eine aufs Beste eingerichtete Restauration in frequentester Lage der Stadt ist zu verpachten. 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