löhne rv. : Preise kürzen, 4754 r v 5287 Kruse. tten. nni; 1 ioncert fftj* adt Tchott. Jettet 5o Psg knstein. *8X^ Pr&cb: ßtt-Soiree. ,fdemlihfl8telnZehtile. ^•Kruse, tein.“ ",27' d«. »19.: krkch es deckuse sammtliihe ck Mlw ifa. lverändert weiter, o'ermietheii. »n Wwe. atz l» , dkutD» 5Vrad|i' 5277 ntin tasenbleiche*etc ige. irke versehen. »renh»nd}S . «o 50 Pf- Tw'"*«*”*, " ,j r suhl, " ,a oa»liliitel1’ • bee.t;i>< ” Oflg Anbr°cb im3 ebuioa und Druckern: Kckutftr«k< Ar.7. Fernsprecher 51. besonders zu begründen. Budapest, 25. Juni. DaS Abgeordnetenhaus nahm mit großer Majorität den Gesetzentwurf über die Religionsfreiheit als Grundlage der Specialdebatte an. I Paris. 25. Juni. Hanotaux notificirte um 1 Uhr Nachts den Vertretern der fremden Mächte die Nachricht vom Tode CarnotS. — Der „Eclair" schreibt: „Italien ist hier nicht im Spiel, Gottlob. Hüten wir uns, die Verantwortung ! für ein individuelle« Verbrechen auf ein Volk auSzudehnen. I Cefario ist zweifellos Anarchist. Die Anarchie hat kein Vater- | lanb. Unsere Pflicht ist unS vorgezeichnet. Wachen wir über uns selbst. Keine Gewaltthätigkeit, keine Reaction! Die Uebergabe der Präsidentengewalt wird sich ohne Stockung vollziehen. Frankreich weint, aber es ist stark." Paris, 25. Juni. Nach einer Meldung deS „Paris" aus Lyon soll dort ein Mann verhaftet worden sein, der kurz nach dem Attentat erklärte, daß er sich nicht darüber wundere, da er TagS zuvor von einem Friseurgehülsen gehört habe, daß Earnot erdolcht werden würde. DaS Individuum konnte keine genauen Auskünfte über den Friseurgehülsen er- theilen und wurde deshalb festgenommen. Die Polizei glaubt, das Attentat sei das Werk eines ComplottS, da die Stadt Vienne im Departement Jfere, wo Cefario eine zeitlang lebte, als anarchistisches Centrum bekannt ist. Paris. 25. Juni. UeberauS zahlreiche Personen schreiben ihre Namen in die sieben im Elysee auSgelegten Condolenz- l ist en. Die italienische Handelskammer läßt ihre Mitglieder ebenfalls Beileidsadressen zeichnen. Paris. 25. Ium. Die Stimmung der Pariser Bevölkerung ist sichtlich ruhiger- nirgends, auch nicht in Neueste Nachrrichtesr. Wolff» telegraphische» Correspondery-Bureau- Berlin. 25. Juni. Der „Reichsanzeiger" meldet: Aus | die Nachricht von der Ermordung deS Präsidenten Carnot | hat der Kaiser zugleich im Namen der Kaiserin telegraphisch Madame Carnot mit warmen Worten sein Beileid ausgesprochen. Der deutsche Botschafter in Paris ist vom Kaiser angewiesen worden, der französischen Regierung auszudrücken, daß der Kaiser von ganzem Herzen an der Trauer, welche die französische Nation in diesem Augenblicke erfüllt, aufrichtigsten Antheil nehme. Berlin, 25. Juni. Der „Reichsanzeiger" schreibt: Gegenüber der Notiz in Nr. 283 der „StaatSbürger-Zeitung ' vom 20. Juni 1894 : „Die nicht gerade sehr geschickte Form, in der daS Kriegsministerium auf die allgemein hoch gespannten ErwaNungen hinsichtlich des Dowe'schen PanzerS seine vorläufige Ablehnung in der Presse begründen ließ, hat vielfach den Glauben erweckt, als ob unsere Militärverwaltung vorschnell und mißgünstig über die Erfindung urtheile" sind wir in der Lage, erklären zu können, daß daS Kriegs« Ministerium bisher keinen Anlaß gefunden hat, feine Stellungnahme zu der fraglichen Erfindung in der Preffe Bekanntmachung. Betreffend: Feldbereinignng in der Gemarkung Staufenberg; hier den allgemeinen Meliorationsplan. In der Zeit vom 26. Juni bis einschließlich 10. Juli d. J-. liegen auf dem Bürgermeisterei-Bureau zu Staufenberg die Arbeiten der rubricirten Feldbereinigung nämlich: 1) der allgemeine Meliorationsplan, 2) der Erläuterungsbericht, 3) das Protocoll über die Prüfung des allgemeinen Meliorationsplans zur Einsicht der Bethelligten offen. Termin zur Entgegennahme von Einwendungen gegen diese Arbeiten habe ich auf „Mittwoch, den II. Juli d. I.,Nachmittags von 4 bis 5 Uhr" in das Gemeindehaus zu Staufenberg anberaumt. Die in diesem Termin nicht erscheinenden sind mit Einwendungen ausgeschloffen. Gießen, den 21. Juni 1894. Der Vollzugs - Commiffär: Dr. Wallau, Gr. Kreisamtmann. Alle Xnnoncen-Bureaur M In- und Äu«lanbc« nehmen Anzeiacn für ben .»ie&ener Anzrigcr" cntflegrn. Depeschen bei Bure« .Herold'. Berlin. 25. Juni. Die Ermordung des Präsi« deuten Carnot rief auch in Berlin große Aufregung hervor- die französische Botschaft hißte die Trikolore auf Halbmast. Alle Abendblätter bringen Artikel über das abscheuliche Verbrechen und sprechen ihre tiesste Entrüstung darüber auS. Die „Nordd. Allg. Ztg." sagt: Der Tod CarnotS sei ein Mahnruf an die gejammte Eulturwelt, er werde hoffentlich überall die gebührende Beachtung finden. DaS „Tageblatt" hebt den friedliebenden, hochherzigen Cbaracter Earnots hervor, welcher wohl schwerlich einen persönlichen Feind beseffen. DaS Blatt rühmt die Verdienste CarnotS um Frankreich. Die „Rassische Jtg. sagt- Auch wenn der Mörder Italien seine Hetmath nennt, die Nation der Italiener hat nichts mit dem Verbrechen gemein, die kleinen Händel Italiens mit Frankreich, betreffend Zollkrieg und die colonialen Zwistigkeiten konnten keinem Italiener den Gedanken eingeben, Hand an daS Oberhaupt Frankreichs allgemeine Achtung und Sympathie genoß, hat mich in bee innersten Gefühlen meine» Herzen» getroffen. Der Tag, der bisher dem Gedächtniß gemeinsamen Ruhme» beider Nationen gewidmet war, vereinigt sie heute in gemeinsamer Trauer." — An d,e Wittwc Carnot» telegraphirte der König: „Der Streich, der Ihren Gemahl getroffen, erfüllte gleichzeitig mein Herz und da» Herz der Königin mit tiefem Schmerze. Italien ist nicht minder wie Frankreich durch da» verübte Verbrechen verwundet und schließt sich ganz und gar Ihrer Trauer an. Ich bin niemals so sicher gewesen al» heute, seine wirklichen Gefühle zu verdolmetschen." Rom. 25. Juni. In der heutigen Vormittags-Sitzung der Kammer nahm Eris Pi,- während der Präsident, alle Minister und Deputirten sich von den Sitzen erhoben, mit tiefbewegter Stimme daS Wort zu folgender Mittheilung „Der Telegraph überbrachte die traurige Nachricht von dem verabschenungSwerthen Morde, der an dem Präsidenten der französischen Republik begangen worden ist. Sadi Carnot, deffen Voreltern in ruhmvoller Weise dem Vaterland dienten, der rechtschaffene Mann, der keine Feinde haben konnte, keinen Haß zu erwecken vermochte, fiel unter dem Dolche eines Mörders, der zu unserem großen Schmerze in Italien geboren ist. Allein unS tröstet der Gedanke, daß die Anarchisten kein Vaterland besitzen, daß, gleichwie sie das Vaterland ver- leugnen, sie auch vom Vaterland verleugnet werden. (Sehr , gut!) Die Kammer, die die Natton vertritt und m lebhaftester Weife die Bande der Zuneigung und Freundschof- gegen die Nachbarnation fühlt, wird sich der allgemeinen Trauer über den bitteren Verlust anschließen, von dem Frank- reich betroffen ist." Lrispi theilte dann unter lebhafter Zu- stimmung mit, daß der König und die Regierung der un- I glücklichen Wttiwe und der französischen Regierung da» Beileid I Italiens telegraphisch ausdrücken und fordert die Kammer auf, ihr Beileid durch Vermittlung des Präsidenten au» I sprechen zu lassen. Er beantragt alsdann, die Sitzung aufzuheben. Der Präsident hielt hierauf eine Rede, in der er dem lebhaften Schmerze über den Trauerfall Ausdruck gibt, von dem Frankreich betroffen ist. (Zustimmung). Er zollt I dem Andenken CarnotS hohe» Lob, der die Mission erfüllte, I die Völker zu versöhnen und fpeciell zwischen Italien und der Nation, deren Oberhaupt er war, das Band der Sin I tracht und Zuneigung zu knüpfen. (Zustimmung). Er be- I antragte, die Kammer möge, um ihre Trauer zu manifestiren, . I die gegenwärtige und die Sitzung am Nachmittag suspendiren, ' ' während der lausenden Session Trauer anlegen und ihren Präsidenten damit betrauen, sich zum Dolmetsch ihrer Gefühle des Schmerzes und Beileids bei dem Ches der französischen Nationalvertretung zu machen. Diese Vorschläge wnd« einmüthig gebilligt und die Sitzung dann aufgehoben. Nach der Sitzung begaben sich sämmtliche Minister, Deputtrte und Senatoren auf die französische Botschaft, um ihre Namen in die aufliegenden Listen einzutragen. Die gesammte römischen Bevölkerung folgte diesem Beispiele. Die Börsen ..... » . - » . mn । von Mailand, Florenz, Turin und Rom bleiben heute zum den excemrischen Vierteln in der Nahe der Fabriken, wo ber <£raucr geschloffen. italienische Arbeiter beschäftigt werden, kam eine aututalienische Petersburg, 25. Ium. In Begleitung des Kaiser» reisten gestern Großfürst Michael Alexandrowitfch, sowie die Generale WannowSki, Richter und Tscherewm nach Borkt. Die Kaiserin, die Großsürstin Lenia und der Großfürst Alexander Michailowitsch begaben sich gestern mittelst Dampfer von Datum nach NoworosfiSk. Zanzibar. 25. Juni. Heute wurde die (yretlanö- Expedition aufgelöst. Die ärmeren Mitglieder kehren mit dem nächsten Dampfer zurück, die übrigen sollen nach Kikuyu fahren, sobald Geldmtttel eingetroff»n find. Demonstration vor. Lyon. 25. Juni. Alle Fahnen an den öffentlichen und an den Privatgebäuden wurden noch in der Nacht durch Trauerfahnen ersetzt. Der Militärstaat deS Präsidenten bewachte in der Nacht die Leiche, welche in schwarzem Anzuge mit dem Großcordon der Ehrenlegion aufgebahrt ist. „ Die Aufbahrung wurde photographirt. Madame Carnot wmischt die Leiche nicht einbalsamirt - sie soll baldmöglichst nach Pa^s gebracht und in der Elyse-Capelle ausgestellt werden. Es wird die Entscheidung deS Ministerraths hierüber erwartet. Cetle, 25. Juni. Der Attentäter befand sich am Samstag noch hier. Er war 8 Monate als Bäckergeselle bei dem Bäcker Biala beschäftigt. Samstag erhielt er von feinem Arbeitgeber 80 Francs und ging mit dem Bemerken fort, er würde dahin gehen, wohin ihn die Umstande fuhren. Am Samstag Nachmittag um 2?/, Uhr verließ er die: «tad . Der Attentäter war als herausfordernder Anarchist bekannt, er ist 21 Jahre alt. Den Dolch, mit dem er daS Attentat auSaeführt hat, hatte er bereits getauft. Marseiile. 25. Juni. Auch hier herrscht allgemeine Entrüstung über das Attentat. Alle Schiffe tragen Trauerstaggen. ES herrscht vollständige Ruhe. Uebrtgens find Mag. regeln getroffen, um jeden Zusammenstoß zwischen französischen und ilalienlichen Arbeitern zu verhindern. DaS ttatt-msche Consulatsgebäude, das als erstes die ^auerflagge h^.ß e tst militärisch besetzt - die Präfectur und Mairie sind geschlos,en. Rom. 25. Juni. Die Depesche deS Königs an Dupuy lautet: „Die verabscheuungSwurdige That, die Frankreich seines Staatsoberhauptes beraubte, deren Perwn Bekanntmachung, betreffend Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung I zum einjährig-freiwilligen Militärdienst im Herbst 1894. I Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im I Herbst 1894 stattfindenden rubr. Prüfung zu I unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre deßfallsigen I Besuche um Zulassung bei Meldung des Ausschlusses von I dieser Prüfung spätestens bis zum 1. August 1S94 Hei der unterzeichneten Commission einzureichen. I Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Spe- eiellen das Folgende bemerkt: • 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüsungs - Com- I Mission nur dann anznbringen, wenn der sich Rreldende I im Großherzogthum Heffen seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. Z Das Gesuch muh von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweckmäßig, wenn die nähere Adreffe angegeben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügcn: 8. Geburtszeugnih; b. Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit ber Erklärung über dessen Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen acttven Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Kähiakit hierzu ist obrigkeitlich zu Bereinigen und muß die Uuterschrist des Vaters ober Vormundes beglaubigt fein; c. ein Unbefcholtenheitszeugniß, welches von der Polizei- Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist- d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf. 5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen 'zwei fremden Sprachen (von Französisch, Englisch, Launisch und Griechisch) der sich Meldende geprüft sem will. .. 6 bereits früher ein Gesuch um Zulaffung zur Dru- ' eing-reicht worben, so bleibt dem erneuten Gesuche nnr ein Unbescholtmheitszenguih beiznlegen. lieber die Anforderungen, welche an die zu Prüseuden gestellt werden, gibt die PriifungS-Ordnuug lAnlage 2 zur Wehr-Ordnung vom 22. Nm-br. 1888 - Regierungo-Bla.t Nr. 5 von 1889) Aufschluß. . . . Bezüglich deS Prüfungstermins, sowie der, ^.ocals, in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt entweder weitere Bekanntmachung oder schriftliche Mittheilung. Darmstadt, den 30. Mai 1894. Großh. Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Freiherr v. Gemmingen. S Gießmer Anzeig er toerben btm Anzeigrr k p ▲ • General - A nzeiger. zu legen. Näher liegt die Vermuihung, daß der Mörder von der unseligen Seuche des Anarchismus ergriffen gewesen ist. Die deutsche Nation spricht ihr tiefstes Mitgefühl aus für den Verlust, welchen Frankreich erlitten. Berlin, 25. Ium. Die Reisedispositionen des Fürsten Bismarck sind nunmehr dahin abgeändert, daß der Fürst in den ersten Tagen des Juli voraussichtlich über Berlin nach Varzin reist. Vorher besucht der Fürst den Grafen Herbert Bismarck in Schönhausen. Wien, 25. Juni. Im Hörsale des Professors Nothnagel verursachten die antisemitischen Studenten heute Vormittag solchen Tumult, daß die Vorlesung geschlossen werden mußte. Da für morgen bei Professor Albert die gleiche Demonstration beabsichtigt sein soll, hat das Decanat bis auf Weiteres die Aufhebung der medicinischen Vorlesungen verfügt. Antwerpen, 25. Juni. Der Generalcommissare der fremden Abtheilungen in der Weltausstellung hielten heute zum Zeichen der Trauer ihre Abtheilungen geschloffen und drückten dem französischen General Commiffar ihr Beileid aus. Brussel, 25. Juni. Der König berief alle auf Reisen befindlichen Mitglieder der Königlichen Familie zum Zeichen der Trauer um den Tod Carnots zurück. Paris, 25. Juni. Das Amtsblatt publicirt das Decret, nach welchem der National-Congreß auf nächsten Mittwoch berufen wird. Paris, 25. Juni. In der Preffe herrscht fast vorwiegend die Ansicht, daß die Neuwahl des Präsidenten ohne bedeutungsvolle Zwischenfälle verlaufen werde. Paris, 25. Juni. Aus Billette und Jvry werden Zu- sammenstößezwischenJtalienern und Franzosen gemeldet. Der „Eclair" ermahnt, die italienische Nation die Unthat nicht entgelten zu lassen. Die Leiche Carnots trifft morgen hier ein. Der Mörder, der nunmehr Cesario Hieronymi heißen soll, ist Bäcker und war der Polizei als gefährlicher Anarchist signalisirt. Paris, 25. Juni. Die Blätter bringen Commentare zur Präsidentenwahl, wobei besonders Casimir Perier, Dupuy, Brisson und Challemel Lacour in Betracht kommen. Paris, 25. Juni. Die Nachricht von dem Attentat auf Carnot hat hier die größte Aufregung hervorgerufen. Die Blätter veröffentlichen Extraausgaben, welche bei dem die Cafes und Straßen überfüllenden Publikum reißenden Absatz finden. Paris, 25. Juni. Der deutsche Botschafter Graf Münster drückte der französischen Regierung das Beileid des deutschen Kaisers aus. — lieber den Mord erfährt man noch, daß der Mörder den 25 Zentimeter langen Dolch in der für eine Bittschrift gehaltenen Papier-Rolle stecken hatte und, als Carnot, der ihn zu sich herangewinkt hatte, danach griff, blitzschnell zustieß. Als Candidat der Präsidentschaft wurde von hundert Regierungsrepublikanern Casimir Perier aufgestellt. Vierzig unabhängige Republikaner nahmen die Candidatur Perier an, ebenso der Senat einstimmig, sodaß die Wahl Casimir Periers mit 450 bis 500 Stimmen gesichert erscheint. — Aus Marseille wird gemeldet, daß sämmt- liche italienischen Arbeiter in den dortigen Docks entlassen wurden. Paris, 25. Juni. Aus Lyon wird gemeldet, daß auf Italiener eine förmliche Jagd gemacht wird. Auch in Marseille hält es sehr schwer, die Menge im Zaum zu halten. Der Mörder Cesario war sicher Anarchist, und man nimmt an, daß er im Auftrag einer Verschwörung für die Vollziehung des Todesurtheils an Ravachol, Vaillant und Henry, hat Rache nehmen wollen. Er verweigerte jede Auskunft und will erst vor dem Schwurgericht sprechen. Bis heute Nachmittag war es nicht möglich, den Mörder durch die wuth- schnaubende Menge in das Gefängniß abzuführen. Er wird im Keller der Präfectur festgehalten. Von dem von 50000 Menschen umlagerten italienischen Consulat mußten Fahne und Wappen entfernt werden. Paris, 25. Juni. Der Präsident des Senats, Callemel- Lacour, hat den Congreß aus Mittwoch zusammenberufen. Die Beerdigung Carnots wird auf Staatskosten erfolgen. Der König von Italien und Crispi sandten Beileidstelegramme, worin sie ihr Bedauern aussprechen, daß das Attentat von einem Italiener verübt worden sei. Der deutsche Kaiser richtete von Kiel aus ein herzliches Beileidstelegramm an die Wittwe Carnots, das Gleiche thaten der Kaiser von Oesterreich und Kalnoky. Lyon, 25. Juni. Mehrere Anarchisten wurden verhaftet, von denen man annimmt, daß sie Mitschuldige deö Attentäters seien. Die aufs Aeußerste erbitterte Volksmenge hat außer dem italienischen Restaurant Casati noch mehrere kleinere Restaurants in der Republikstraße gestürmt und total zerstört. Nichts blieb ganz, Alles liegt in Scherben wie nach einer Explosion. Die italienischen Häuser und das Consulat werden von Truppen bewacht. Rom, 25. Juni. Die italienische Kammer übermittelte dem französischen Parlament telegraphisch ihr Beileid. Loudon, 25. Juni. Bei der am Samstag in der Albion- Kohlengrube in Südwales stattgefundenen Explosion sind im Ganzen 251 Personen getödtet worden- gerettet wurden 16. 142 Leichen sind bis jetzt geborgen. Loudon, 25. Juni. „Daily Chronicle", welche heute anläßlich der Ermordung Carnots mit einem Trauerrand erschien, schreibt u. A.: „Die ganze civilisicte Welt wird den Tod Carnots betrauern. Wenn je ein Mann gegen persönliche Racheacte gesichert schien, so war es Carnot. Entweder ist das Attentat die That eines Irrsinnigen gewesen, oder sie ist das Werk anarchisttschen Wahnsinns. Die Anarchisten mögen den Umstand als eine Gelegenheit zur Ausübung ihrer Rache benutzt haben, daß Carnot ihre zum Tode verurtheilten Genossen nicht begnadigt hat. — Carnot war mehr als nur Staatschef, er war ein Landesvater, denn sein ganzes Bestreben war auf das Wohl des Volkes und das Gedeihen des Landes gerichtet. Die ganze Welt und England voran wird über den Verlust dieses Mannes trauern. — „Morning- poft" versichert Frankreich die herzliche Sympathie Englands, nirgends werde es eine größere Antheilnahme finden. Petersburg, 25. Juni. Unweit der zum Gedächtniß an das Attentat von Borkt erbauten Kirche, welche der Czar demnächst einweihen sollte, entdeckte man eine Mine. Auch sollen in einem beim hiesigen kaiserlichen Palast belegenen Keller viele Bomben und eine Höllenmaschine vorgefunden worden sein. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. Lyon, 26. Juni. Der Untersuchungsrichter ist ,ber Ansicht, daß die Ermordung Carnots mit den Vorgängen in Aigue-Mortes zusammenhängt. Der Sarg mit Carnots Leiche wurde auf einer Kanonenlafette zum Bahnhof gebracht. Nach Abgang des Zuges wurde die Menge unruhig. Zahlreiche Trupps verwüsteten die italienischen Läden. Militär und Polizei verhinderten größere Unruhen. Der angerichtete Schaden ist nur ein materieller,- 300 Personen wurden verhaftet, ein Polizeiagent schwer verwundet. Toulon, 26. Juni. Zwischen französischen Matrosen und italienischen Arbeitern entstand ein Handgemenge. Ein Italiener hatte das Andenken Carnots geschmäht- er erhielt einen Schlag auf den Kopf, zog das Messer, wurde überwältigt und sterbend ins Hospital gebracht. Paris, 26. Juni. Die Leiche Carnots ist früh 3 Uhr 15Min. hier eingetroffen; sie wurde alsbald nach dem Elysee übergeführt. d. i gebäude dahier eine öffentliche Sitzung des Kreisausschusses des Kreises Gießen statt, in welcher folgende Gegenstände zur Verhandlung gelangen: 1. Festsetzung der Bureaukostenvergütung des Großherzoglichen Bürgermeisters zu Watzenborn. 2. Gesuch des Heinrich Knöß III. zu Weickartshain um Er- laubniß zum Betriebe einer Schankwirthschaft. 3. Gesuch des Wilhelm Haas zu Gießen um Concession zum Ausschank von Branntwein über die Straße. * * Neues Staatsanlehen. Die Großh. Regierung veröffentlicht ein Gesetz über die Aufbringung der zur Gewährung von Darlehen aus der Landescredilkaffe erforderlichen Mittel. Es soll ein Staatsanlehen im Nennwerlh bis zu 2,500,000 Mark verzinslich zu 3^2 °/o in geeigneten Abschnitten ausgenommen werden. * * Bei dem 41. Feldbergfeste, welches am vorigen Sonntag abgehalten wurde, erhielten von Gießener Turnern Preise: den 16. H. Wannen (M.-T.), den 17. C. Wenzel (M.-T.), den 22. W. Ziegler (T.-V.), den 23. C.Häußer (T.-D.), den 26. H. Haubach (T.-V.) und E. Marx (T.-B.) * * Gleiberg-Fest. Die Freunde des Gleibergs begrüßten es freudig, daß der Gleibergverein am nächsten Sonntag ein Sommerfest abhält und dazu, wie aus dem Jnseratentheil ersichtlich, hervorragende Kräfte gewonnen hat. Der die mitwirkenden Gesangvereine hierbei leitende Grundgedanke, das Interesse an der höchsten landschaftlichen Zierde der Umgebung Gießens durch diese Veranstaltung neu zu beleben und zu fördern, erhöht diese unsere Freude. Bürgen schon die Namen der betheiligten Vereine für vorzügliche Leistungen, wie wir solche nicht minder von der hiesigen Negimentscapelle gewohnt sind, so wird das dieser Tage zur Veröffentlichung kommende Programm keinen Zweifel lassen, daß uns ein höchst seltener Kunstgenuß bevorsteht. * * Die diesjährige Zusammenkunft Gießener, Göttinger und Marburger Professoren und Doceuteu fand am 23. und 24. Juni in Göttingen statt. Die Theilnahme von Marburg und Gießen war eine besonders große- auch einige Damen hatten die Fahrt mit unternommen. Am Sonnabend den 23. fand Abends von 9 Uhr ab eine zwanglose Zusammenkunft in dem großen Garten des Stadtpark-Etablissements statt. Der Sonntag wurde von einer Anzahl der Teilnehmer mit einem Ausflug nach dem Bismarckthurme begonnen, der bei dem trüben Wetter freilich kein hervorragendes Aussichlsbild bot. Andere Gäste zogen es vor, die Stadt und das eine ober das andere der Universitätsinstitute zu besichtigen. Namentlich die Universitätsbibliothek bot Manchem ein interessames Ziel. Wird sie doch an Größe der Räumlichkeiten wie des Bücher- schatzeS von keiner anderen in Deutschland erreicht. Sie bildet einen völligen Gebäudecomplex für sich- selbst eine frühere Kirche — die Paulinerkirche — ist in sie einbezvgen. Der Director- ber Bibliothek hatte dafür gesorgt, daß eine Reihe von Raritäten den Gästen vorgezeigt wurde — darunter ein in Menschenhaut gebundenes Buch — und übernahm selbst in liebenswürdiger Weise deren Erläuterung. Um I N/^UHr versammelten sich alle Theilnehmer zu einem Frühstück in der hübsch becorirten Rathhaushalle, bie von ber Stadtvertretmig zu diesem Zweck bereitwilligst zur Verfügung gestellt war, und wurden hier im Namen der Stadt seitens des Bürgermeisters begrüßt, der in seiner Rede besonders den Zusammenhalt zwischen Bürgerschaft und Universität betonte. Der Rector ber Universität Gießen erwiderte Namens der Versammelten, während bei dem später in der „Union" stattfindenden Mittagessen, mit dem die Zusammen? kunst schloß, der Rector der Marburger Hochschule dem tiefempfundenen Danke der Gäste für die liebenswürdige Auf- i nähme seitens ber Göttinger Collegen Ausdruck gab. * * Krieger-Kameradschaft Hasfia. Die Vereine, welche . am Einzugstage des hohen Großherzoglichen neuvermählten ; Paares sich an der Spalierbildung mit ihren Fahnen betheiligt \ haben, wollen sich bei Gerichtsvollzieher Engel in Darmstadt ’ anmelben, da derselbe seilens des Empfangscomites mit ber j Vertheilung ber Fahnenschleifen betraut ist. — In den i Lanbesverband ist nach Erfüllung der satzungsmäßigen Pflichten : der Kriegerverein Bersrod mit 26 Mitgliedern ausgenommen und dem Bezirk Gießen zugetheilt worden. — Nach Cocaks provinzielle» Gießen, den 26. Juni 1894. ** Kreisausschuß Sitzung. Samstag den 30. Juni I., Vormittags 9 Uhr beginnend, findet im Regierungs- der neuesten Beitragsliste find für das Khffhäuser-Denkmat bis jetzt 629 085 Mk. 22 Pfennig eingegangen. * * Zu Amerika verstorbene Hessen. Albany, N. A.: Maria Lins, verwittwete Nichols, 71 Jahre alt, aus Langd, Oberheffen. Belleville, Jll.: Georg H. E. Pfuhl, 49 Jahre alt, auS Butzbach. Trenton, N. I.: Georg Kleinkauf, 66 Jahre alt, aus Bechtheim bei Worms. * * Schuldienst - Nachrichten. Am 12. Mai wurde dem Schullehrer Johann Wilhelm Mohr zu Okarben eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober - Eschbach, — am 16. Mai wurde dem Schulamtsaspiranten Martin Gerhard aus Ober-Mörlen eine Lehrerstelle an der katholischen Schule zu Herbstein, — an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Carl Krauß aus Schöneberg eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hühnlein, — an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Heinrich Hofmann aus Grünberg die Lehrerstelle an der Gemeinde- schule zu Reinhardshain übertragen- — am 22. Mai wurde der von dem Kreisrath zu Offenbach, sowie dem katholischen Pfarrer und dem Ortsvorstand zu Seligenstadt auf die erste Lehrerstelle an der kathol. Schule zu Seligenstadt präsentirte Schulverwalter Heinrich Rehling zu Froschhausen für diese Stelle bestätigt- — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Jacob Flath zu Vielbrunn die Lehrerstelle an ber Gemeindeschule zu Haifterbach, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Ludwig Kolb zu Waschenbach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dietzenbach, — an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Ludwig Keilmann aus Gernsheim die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hamhausen, — am 2. Juni wurde dem Schulamtsaspiranten Philipp Kitz aus Holzhausen v. d. H. eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Geiß-Nidda übertragen- — an demselben Tage wurde der von dem Herrn Grafen zu Erbach- Fürstenau auf die erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Weiten - Gesäß präsentirte Schulamtsaspirant Heinrich Müller aus Bingenheim für diese Stelle bestätigt- — am 7. Juni wurde dem Schullehrer Carl Kopp zu Ober-Beer- bach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Egelsbach, — am 8. Juni wurde dem Schulamtsaspiranten Carl Bopp aus Leidhecken eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nidda, — am 12. Juni wurde dem Schulamtsaspiranten Adolf Backes zu Ober-Eschbach eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Gießen, — an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Heinrich Quick aus Bessungen die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober Mumbach, — — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Carl Krauß zu Babenhausen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Kostheim, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Johann Heinrich Schäfer zu Kostheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Babenhausen, — am 14. Juni wurde der Schulamtsaspiraniin Elisabeth Friedrich aus Darmstadt eine Lehrerinnenstelle an ber Gemeinbeschule zu Bad Nauheim, — an bemselben Tage wurde dem Schullehrer August Feuerbach zu Gießen eine Lehrerstelle an der Ge- meinbeschule zu Bad-Nauheim übertragen. * * Von hessischen Behörden werden steckbriestich verfolgt: Musiker Johann Ducka aus Ober Roden, zuletzt in Rimbach, vom Amtsgericht Wald-Michelbach wegen Strafvollzugs- Fabrikarbeiter Conrad Eckstein aus Elsa, zuletzt in Fulda, vom Amtsgericht Alsfeld wegen Betrugs - Taglöhner Ludwig Lösch aus Mölsheim von der Stastsanwaltschaft in Mainz wegen Diebstahls und Körperverletzung- Bäcker Karl Mathias aus Sippensfeld, zuletzt in Partenheim, vom Amtsanwalt in Bingen wegen Diebstahls - Elise Weber aus Stuttgart von der Staatsanwaltschaft in Mainz unter dem Verdachte eines dort verübten Broschendiebstahls - Handelsmann Isaac Winter aus Mommenheim vom Amtsgericht Alzey wegen Strafvollzugs- Taglöhner Jakob Winkler aus Neckarau vom Amtsgericht Oppenheim wegen Beleidigung. — Der 17jähnge Daniel Daus, welcher der Zwangserziehung überwiesen und entwichen ist, soll im Betretungssalle dem Kreisamt Offenbach zugeführt werden. * * Dreizehnte Wanderversammlung und Fach Ausstellung des deutschen TapeziererBuudes. Am 29., 30., 31. Juli und 1. August d. I. wird in Berlin, in den prachtvollen Sälen der „Concordia", die dreizehnte Wander Versammlung des deutschen Tapezierer - Bundes abgehalten. Gelegentlich derselben wird ebendaselbst auch eine Fach - Ausstellung von Ganz- und Halbfabrikaten, Maschinen und Geräthen der Tapezierer-, Decorateur-, und Polsterer Gewerbe stattfinden. Die Anmeldungen zu dieser Ausstellung laufen überaus zahlreich ein, so daß dieselbe ihre Vorgänger zu übertreffen verspricht. Uebrigens gedenkt die Jury der Ausstellung hervorragende Leistungen durch Diplome auszuzeichnen. Interessenten erhalten Ausstellungsbedingungen u. s. w. auf Wunsch von dem Redacteur der Deutschen Tapezierer - Zeitung, Herrn R. Schoch in Berlin, Kaiserstr. Nr. 41, kostenfrei zugesandt. * * Gerichtsentscheidung. Ein Fabrikant streifte, als er einen Bahnhof verlassen wollte, einen Laternenpfahl- aus demselben ragte ordnungswidrig ein Nagel hervor, an ihm blieb der Ueberzieher des Fabrikanten hängen und erhielt einen Riß. Der Fabrikant verlangte vom Betriebsamt eine Entschädigung von 45 Mark, ermäßigte seine Forderung, als das Amt die Berechtigung derselben nicht anerkannte, auf 22 Mark und erhielt dann die Antwort, daß das Amt ihm höchstens 6 Mark bewilligen würde, um den Schaden ausbessern zu lassen. Hierauf erwiderte er, er sei nicht gewohnt, geflickte Kleidungsstücke zu tragen; wenn das Betriebsam! nicht die 22 Mark bewilligen wolle, so werde er sich an den Eisenbahnminister wenden und die Sache der Oeffentlich- keit übergeben. Hierin erblickte das Betriebsamt eine Nöthigung im Sinne des § 114 des Strafgesetzbuchs, und eine Berliner Strafkammer hat sich dieser Auffassung angeschlossen und den Fabrikanten zu einem Tage Gefängniß > verurtheilt. Die angerufene Entscheidung des Reichsgerichts ! steht noch aus. angkn. W»*l ^Iban h r. *Mr «Mb« Tage würbe eine Lrhrn« J' - an demselben Ludwig Keilmann ^Gmeindeschnle z» schulamtsaspiranien ewe Lehrnstelle an ragen — an dem» Grasen zu Erbach, der Gemeindeschule Ntsaspirant Heinrich lle bestätigt,- - am °pp zu Obn-Beer. schule zu Egelsbach, manten Carl Bopp r Gemeindeschule zu schulamtsaSpirantrv Lehrerstelle an btt n Tage wurde dem nutz Bedungen die Ober Mumbach, — llehrer Carl Krauß !r Gemeindeschule zu cde dem Schullehrer : eine Lehrerstelle an am 14. Juni wurde iedrich aus Darm- meindeschule zu Bad rde dem Schullehrer hrerstelle an der Ge- wW' a, Ml in Mwdach, legen StrasvollzugSj iisa, zuletzt in Fulda, g; Taglöhner Ludwig mwaltschast in Mainz WerKarlMathiaS Jl/ vom Awtsanwalt ieber auS Stuttgart unter dem Verdachte ; Handelsmann Isaac Bericht Alzey wegen ifler aus Neckarau Beleidigung. - Der der Zwangserziehung i Beiretungsfalle dem N « BiSi ®‘°>i Äf.* ;»ÄX' Wobt prüfen,iru °'^ttuien für diese ^urde dem 'iSÄ geilten. ®W”'“4 tÄ» ' »»<*eeP KrS W* ^,„'1 rtW* ' ritt ?n>t >"« «lt, gelben ««•' um ni*t QttnoN' fftnn ba§ et sich.J so »etb* Oef^' , Sache6 r ~Lt eine ,6Q idung Vad Navhei«, 25. Juni. In der vorigen Woche find 471 Kursremde, im Ganzen jetzr 4649 Personen, hier ange- kommen. Friedberg, 24. Juni. Am letzten Freitag war Staatsminister Finger, Excellenz, hier in Angelegenheiten unserer Ackerbauschule. Er kam von Butzbach, wo er die Zellenstras* anstalt besichtigt hatte. — In der letzten GemeinderathSfitzung wurde auch endlich die Erbauung eines Schlachthauses beschlossen; dasselbe soll an die Warte kommen. F. Au« dem Kreise Friedberg. 21. Juni. Für die Bewohner der mittleren Wetterau wirft sich immer wieder die 8*age aus: Wann beginnt der Bahnbau der beiden Linien Hungeu'Friedberg und Nid d a. Fr i e d b er g und bis zu welchem Zeitpunkte wird die eine oder die andere Linie in Betrieb genommen werden können. Nachfolgende Mit« thetlungen dürften für manchen freundlichen Leser über die wichtige Sache nicht unwillkommen sein. Die Arbeiten in Betreff der Linie Hungen - Friedberg sind vollständig fertig und gingen daher vor einigen Tagen an die oberste Baubehörde nach Darmstadt ab, wo sie noch einmal einer sorgfältigen Prüfung unterzogen werden. Diese OberrevisionS- arbeiten werden von der obersten Behörde mit allen Kräften beschleunigt ; sobald die Prüfung, welche wahrscheinlich zu kümen, oder nur sehr geringen Anständen führen wird, beendigt ist, gehen sämmtliche Arbeiten an das Reichs- eifenbahnamt nach Berlin, werden hier noch einmal vom Reichsstandpunkte aus geprüft und dann zur Ausführung zurückgegeben. Man darf annehmen, daß beide Prüfungen rn einem Vierteljahre beendigt sind, so daß die Arbeiten in der zweiten Hälfte deS September, oder zu Anfang October zur Ausführung an die AuSführungSbehörde für Nebenbahnen in Gießen zurückgelangen werden. Ist dies geschehen, so beginnt die Geländeerwerbung. Die Bahnaröeiten können rasch gefördert werden, wenn die Grundbesitzer der Bau» dchörde coulant entgegen kommen, ein Fall, der z. B. auf der Strecke Gießen - Londorf als rühmenSwerthes Beispiel Erwähnung verdient. Begegnet die Behörde aber eigensinnigen, steifnackigen, streitsüchtigen Leuten — wie eS deren in jeder Gegend giebt — dann kann sich die wichtige Sache lange verzögern. Die Geländeerwerbungen für Friedberg-Hungen beginnen also sicher im kommenden Herbste. Für die Linie Nidda Echzell- Knedberg, oder wie andere Interessenten wünschen: Ober* Wlddershetm-Echzell'Friedberg wird eine gleich rastlose Arbeit geleistet, wie für Hungen-Friedberg. Von Seiten der höchsten Staatsbehörde wurde noch einmal Localeinsicht genommen und nun werden beide Projecte mit größter Unparteilichkeit geprüft. Die eine Parthie hebt das Bad Salzhausen in den Himmel, die andere setzt eS als werthlos herab. Das richtige wird wohl in d-.r Mitte liegen. Wir sind überzeugt: die Regierung wird in der Sache wohl eher das dem Gesummt- wohl am besten entsprechende Project leichter heraussinden, als die beiden streitenden Partheien. Unter Letzteren ist der Zeitungskrieg als beendet anzusehen, aber mündlich wird noch Manches hin und her getragen. So tauchte unter Anderem das Gerücht auf: Wenn die Echzeller nicht bald ihren Widerstand aufgeben wurden, wolle man von der anderen Seite alles daran setzen, daß der Bau der Linie noch jahrelang hinausgeschoben würde. Derartige Dinge haben keinen Sinn. Die Linie ist seiner Zeit vom Landtage genehmigt worden und wird von der Regierung auSgeführt, daran ändern die Leute, welche solche Gerüchte aussprengen, nicht das Geringste. Die Hauptsache aber ist, daß die Linie gleichzeitig mit derjenigen von Hungen-Friedberg zur Ausführung gelangt, darüber besteht kein Zweifel. Die Baubehörde hat für beide Linien ihre Beamten, ihr Material, ihre Maschinen, ihre Arbeiter beisammen und zwar aus einem verhältnißmäßig kleinen Raume, sie wird daher nicht die eine Linie aussühren, die andere aber jahrelang liegen lassen, um später den ganzen Apparat von weither wieder nach Echzell und Umgegend herbeischaffen zu laffen und hier von Neuem zu beginnen. Der große Ort Echzell hat übrigens auch ganz recht, wenn er seine Interessen zu wahren sucht. Beim Bau der oberhessischen Bahn Gießen- Gelnhausen blieb er um eine Stunde zu weit links liegen; beim Bau der Zuckerfabrik Büdingen-Stockheim im Jahre 1884 kam er zu kurz; zehn Jahre später, im Jahre 1894 widerfährt ihm das ähnliche Mißgeschick mit der Zuckerfabrik Berstadt. Es begreift sich daher recht wohl, daß Echzell diesmal nicht wieder hintenan gesetzt zu werden wünscht. Bei dem ganzen Bahnbau ist die Strecke Dorheim Fnedöerg die schwierigste und kostspieligste, denn hier sind bedeutende Kunstbauten nöthig. Wir nennen als die hauptsächlichsten: 'den Viaduet bei Friedberg und die Erweiterung des Bahnhofes zu Friedberg. Diese Bauten werden auch zuerst tn Angriff genommen, eher als die Erdarbeiteu. Letztere bieten keine große Schwierigkeiten, denn die zu durchschneidenden Gemarkungen besitzen wellenförmiges Hügelland, welches den Ingenieuren keine difficilen Ausgaben zu stellen pfleg • Man kann daher annehmen, daß beide Limen nach menschlichem Ermessen, wenn keine besonderen Hinderniffe auftauchen und auch -die Bewohner der zu durchschneidenden Gemarkungen ihre Schuldigkeit thun, bis zum Spatherbste 189o fahrbar sein werden. , . m Darmstadt, 24. Juni. Der Kirch e nre chner der Ge- m-illd- Traisa ist nach Unterschlagung non 11 000 Mark flüchtig geworden. Mainz, 25. Juni. Das Großh. Kreisamt macht bekannt, daß im Kreise Mainz und in den angrenzenden Kreisen die Schweinepest ausgebrochen ist, und warnt vor jedem Ankauf junger Schweine. , x . A Mainz, 25. Juni. Gestern, am letzten Tage des Schützenfestes, war der Fremdenverkehr hier wieder ein ganz bedeutender und mußte sowohl die Hessische Ludwigsbahn wie auch die Naffauische Staatsbahn auf allen Strecken Extru- iüae zu dessen Bewältigung einlegen. Bei dem großen Andrang von Publikum an den zwei letzten Sonntagen ist da» Unpractische und Zwecklose der von den preußischen Staatsbahnen seit einiger Zeit eingeführten Bahnhosssperre sehr deutlich zu Tage getreten. Die an den Eingängen poftirten Beamten waren trotz bedeutender Berstärkung gegenüber den andringenden Mafien ganz machtlos und ftörie sich bei den Hauptzügen des Morgens und des Abends Niemand mehr um die Absperrungen, sondern man sprang einfach über bie Barrieren und suchte so auf dem kürzesten Weg den Einoder AuSgang zu erreichen. Erscheint so auf der einen Seite del der An der Anlage der meisten Bahnhöfe die Sperre bei einem Massenandrang als eine Belästigung des Publikums, fo dürfte dieselbe auf der anderen Seite auch zu vielen die Bahnen schädigenden Betrügereien benutzt werden, indem eS an Elementen nicht mangelt, die, auf das Gedränge rechnend, ohne Billete mitfahren, wie man dies gerade an den beiden letzten Sonntagen beobachtet haben will. A Mainz, 25. Juni. Während die Weineinfuhr nach Mainz fett vielen Monaten immerfort zurückgegangen ist, hat bleielbe in den letzten zwei Monaten eine beträchtliche Zunahme erfahren. Diese Erscheinung hängt unzweifelhaft damit zusammen, daß man in Wemhandelskreisen keine Befürchtungen mehr wegen einer Weinbesteuerung hegt. Mainz, 25. Juni. Nach einer hierher gelangten amt* lichen Miuheilung aus Ob er-Wefel wurde dort die Leiche eines Mannes in Schützentracht geländet. ES wird ver* muthet, daß die Leiche identisch ist mit einem seit etwa zehn Tagen vermißten Schützen aus dem Rheingau. * Bonn, 25. Juni. In der Nähe von Ahrweiler ermordete in voriger Nacht ein Tischlergeselle den Actuar Ku erzen, als Letzterer Ersterem, der anscheinend in einem Graben verunglückt war, helfen wollte. Jena, 24. Juni. Dr. Otto Deori ent, der bekannte Bühnenleiter (u. A. früher auch in Frankfurt a. M.) und Verfafier deS Luther- und Gustav-Adolf-FestspielS, zuletzt hier ansässig, ist gestern in Stettin gestorben. * Halver, 21. Juni. Infolge deS Selbstmordes deS Ab geordneten vom Heede im Hotel Saxonia in Berlin ist der Kassirer der hiesigen Bolksbank veranlaßt worden, dem Auf- sichtSrath Mittheilung von einem Deficit von über vier* malhunderttausend Mark zu machen, welche Summe der Verstorbene von dem Kassirer während eines Zeitraumes von angeblich sechszehn Jahren nach und nach bezogen hat. Vor einigen Jahren ging die Volksbank (Emgetr. Genossen- schäft) zur Actiengeselljchast über. Bet dieser Umwälzung ist das immense Deficit nicht einmal entdeckt worden. Es ist Thatsache, daß die Kasfcnrevisionen in zwei bis drei Stunden Seitens der aus dem Aussichtsrath gewählten Revisoren erledigt worden sind. Man hat den Defraudanten blindes Vertrauen entgegengebracht. Viele größere und kleinere Fabrikanten, Handwerker u. s. w. sind dauernd geschädigt. Man stellt eine Anzahl Concurserklärnngen in Aussicht. Der Aufsichtsrath scheint vor energischem Einschreiten zurückzuschrecken. * Erlangen, 19. Juni. Eine Braut des Todes. Heute Abend wurde hier eine Fabrikarbeiterin auf dem Sterbebette in ihrer Wohnung durch den Standesbeamten Herrn Bürgermeister Dr. Klippel getraut. Die Trauung erfolgte auf Wunsch wegen Cegitimirung eine« Kindes. Es ist dies der zweite Fall in Erlangen seit Erlaß des Personen- standSgesetzes von 1875. • Einen frecheren Diebstahl hat wohl selten Jemand verübt, als der Schreiner Johann Adam Förster, der kürzlich in Frankfurt a. M. vor dem Gericht stand. Er stahl nämlich dem Schutzmanne, der ihn zur Ruhe verwies, die Uhr ans der Tasche! Ein Vorübergehender machte den Schutzmann auf die herabhängende Kette aufmerksam und nun wurde Förster verhaftet, die Uhr versuchte er bann auf dem Wege zum Polizeirevier wegzuwerfen, wurde aber daran verhindert. Die Strafkammer verurtheilte ihn für den frechen Diebstahl unb den dabei geleisteten Widerstand gegen bie Staatsgewalt zu einem Jahre Gefängniß und zwei Jahren Ehrverlust. * Eine Blitzheirath. Während eines Volles wurde kürzlich in Newyork ein junger Mann einer Dame vorgeftellt, die ihm so fehr gefiel, daß er sie bald nach dem ersten Walzer um ihre Hand fürs ganze Leben bat. Die schöne Miß nahm sofort an und, da der Herr des HauseS ein protestantischer Pfarrer war, konnte die Eheschließung auf der Stelle in Gegenwart aller Gäste stanfinden, eine halbe Stunde nach der Verlobung, an demselben Abend noch, nach Beendigung des Balles, trat das junge Ehepaar seine Hochzeitsreise an. In Newyork spricht Jedermann von diesem ehelichen Record, der selbst für amerikanische Verhältnisse außerordentlich ist. * Eine originelle Vermahlungs-Anzeige hat Fräulein Konstanze Fieder, die treffliche Naive deS Garden-Theaters in Newyork, versendet: „Allen Freunden und Bekannten die Mittheilung, daß ich demnächst in dner neuen von mir noch nie probirten Rolle auftreten werde. Das Stück heißt „Die Ehe", mein Partner darin ist Herr Wilkens. Von ihm hängt es ab, ob das Stück ein Lustspiel oder ein Trauerspiel werden wird. Eine Posse aber wird es gewiß nicht, denn erstens ist es unS Beiden „furchtbar" ernst und zweitens — giebt es, wie man sagt, in der „Ehe" überhaupt nichts zu lachen." • Stubenmädchen (beim Abstäuben auf dem Schreibtisch das Buch : „Die Flora unb ihr Verhältniß zum Klima erblickend): „Ei, ei! Recht nette Romane lieft der Herr Professor '. Das hätte ich nicht von ihm gedacht!" Citetaiur und Arrnst. - Photographische Ausstellung in Er fort. In bie Reihe der mit bei großen Thüringer Gewerbe- und Jndustri^ Ausstellung in Erfurt Detbunbenen Sonder - Ausstellungen ist auch eine photographische Ausstellung eingeiügl worden, die am 15. August beginnen unb bis »um 1. September dauern wird. Diese für die internationale Beibringung veranlagte Luistellung ist fn 4 Abtbeilungen gegliedert, 1. für Amateur - Photographie. 2. für bie Photographie zu wissenschaftlichen Zwecken, 3 für die Veranschou Nchung der neuesten Fortschritte der Photographie, belonbeil auf dem Gebiete der Farben- und Momentphotographie, sowie der photographischen Druckverfahren, und 4 für Apparate und Bedarfsartikel. Die große Berbreitung, welche die Amateur Photographie in unserer Zeit gefunden hat, dürfte besonder» dieser Adtdellung eine sehr lebhafte Beibringung, sowie einen reich,n und interessanten Jnbalt sichern. Die Ausstellung wird ihren Plan finben tn einer sehr zweck dienlich eingerichteten, mit Ober- und SettenNcht versehenen Halle, in der bi» dahin die Au»ft,lluna de» Verbände» der Runftvcrelnc westlich der Elbe staitsindei, deren Einrichtungen für die photographische Ausstellung erhalten bleiben, bezw. zweckentsprechend umgesialtet werden. Die Auszeichnungen werden in Ehrenpreüen und Medaillen der Thüringer Gewerbe und Industrie, Ausstellung bestehen. P«o gramme der Ausstellung find von Herrn Regierungsbaumeister Erlandsen in Erfurt zu beziehen 2)erfahr, CanO» und DolfswirtbfcbafL WUtm, 26. Juni. Marktbericht Aut dem heutige» wochenmarkt kostete. Butter pr. Pfd. X 0,85—0,95, Hühneren, 1 Stück 5—6 4. 2 Stück - 4, Mfe pr. St. 5-8 A, xälem-ve Pt. 6t 8 4, (frrhfen or. Liier 16 4, Linsen pr. Liier 30 4. Taube-- pr- Paar x 0,70 -0,90, Hühner pr. Stück X 1,00—1 30, Hahnen pr. 6t a 0 60—1,30, Enten pr. 6t X 1,70 bi« 1,8 >, Ochienfleifch pr. Ptd- 72—76 4> Äub* u. Rindfleisch pr. Pfd.--66 4, 6d)u)etnr< fleisch pr. Pfd. 60-70 4, Salb fleuch pr. Pfd. 60—66 A, Hammelfleisch pr. Pfd. 56-68 4, Kartoffeln pr. 100 Silo 5,00-6,00 X. Rechte au> or- Stück---5», Rnüebeln pr. Eentner 9,00—10,00 X. Milch dt. Lit" 16 20 A, Enteneier 2 6t. 11 4, (Weder 10 4, Kirschen pr. Pfd. 12—15 4- — Dem Geschäftsbericht b tiägen mit 11 466 020 Mk. zu verzeichnen: 3784 Versicherungen mit 8 722 800 Mk. traten neu in Kraft. Am Jahrevfchluk bezifferte sich der Bersicherungsdestand auf 56 531923 Mk. Die Einnahmen an Prämien und Zinsen sind gegen da» Jahr 1892 um 196 012,22 Mk. gestiegen und erreichten die Höhe von 2 410 665,20 Mk. Die Auszahlungen an fällig gewordenen BersicherungSfummen beliefen sich auf 531 397,17. Mk. Die Prämienreserve wurde um 1 166 830,71 Mk. erhöht und betrug mit Jahrevschluß 9 917 621,20 Mk In der Ab theilung Lebensversicherung ergiebt sich ein zur Dividendenverthrilung verfügbarer Ueberschutz von 378715,76Mk.- die LebenSversicherungS- bhübenbe pro 1895 ist auf 15 Procent festgesetzt. DaS Vermögen der Bank Hai im Jahre 1893 einen Zuwachs von 1 266 884 71 Mk. Erfahren; dasselbe beläuft sich mit JahreSschluß auf 11 218 808,68 Mk. In pupillarisch sicheren Hypotheken waren angelegt 8 772 159,65 Mk., tn StaatSpaptcren 855 728,10 Mk Die an Versicherte gewährten Darlehen auf LebenSveisicherungSpolicen betragen 332019 Mk, bie für versickerte Beamte bet Behörden gest.llten Dienstkautionen 102 188,88 Mk. — Die SterbefallauSzahlungen stellten sich um 24 742,55 Mk. geringer, als rechnungSgemätz zu erwarten war. Nach der zu Grunde gelegten Berechnung standen 245 Sterbefälle zu erwarten, während thatiächlich nut 231 eingetreten sind, linier den Todesursachen übei wogen Entzündung der AthmungSorgane, einschliehlich Ji fluenza '20 Procent), Tuberculose (17,3 Prcceni) unb Heizkrankheiten (12,5) P ocent); unter denselben waren ferner 6 Unglücköfälle und in 4 Fällen Selbstmord zu verzeichnen. Die Entwickelung de» Geschäft« hat, wie au« den obenerwähnten Zahlenangaben ersichtlich ist, im Betriebsjahre trotz der vielfach herrschenden ungünstigen wirihschafllichen Verhältnisse beträchtliche Fortschritte gemacht. Da bet dem erheblichen Anwachsen deS Geschäfts das dts- berige GeschäftSgebäube nicht länger genügte, würbe auf Grund de» Beschlüsse« einer im Decemder v. IS. abgehaltenen außerordentlichen Generalversammlung da? Immobile „Stadt Frankfurt" am DomShof zu Bremen erworben, welche« aegenroärtlg durch Umbau für die Zwecke der Bank eingerichtet wird. Scbiftsnachrichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Earl LooS unb I. M. Schulhof. Bremen, 24. Juni. (Per transatlantischen lelegrapb.] Der Postdampsn Wittekind, Eapt. O. CüpperS, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 9. Juni von Bremen ab gegangen war, ist gestern, 7 Uhr Morgens, wohlbehalten in Newyork angekommen. Temperatur der Lahn und der 2ust nach Reaumur gemessen am 26. Juni, »wischen 11 und 12 Uhr: Wasser 16, Lust 14«/,°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Hausfrauen, kaufe! keine IiiUseifen für euren Hausstand, sie sind hie theuersten unb schlechtesten z Seifen. Doerings Seife mit der Eule ist bie einzige Seife, welche die Hausfrau verwenden sollte. Die Vorzüge sind in die Augen springend. Doerings Seife mit der Eale ocrwafcht sich nur äußerst w-nig, während bie btll'gen Seifen (Füllfeifen) sich rasch verwaschen. Doerings Seife mit der Eule ist ganz Seife, braucht sich bi« auf den »etzten Nest auf, während die billige Seife fast zur Hälfte Füllstoffe und Wasser ist, daher sich verschäumt, zerbröckelt, einschrumpft, auf- weicht :c- Die Folge ist, man braucht gut 2 Stück billige Füllfeife, ehe man 1 Stück ächte Doerings Seife aufbraucht. Die Hausfrau, die Doerings Leise mit der «ule kaust, kauft nicht allein billig, sie kauft auch fehr gut, sie kauft für nur 40 Psg. bie beste Seife bet Welt [667 Engros-Verkauf: Benner & Krumm, Giessen. Wichtig für Hausfrauen! Bernhard Curt Pechstein, Wollwaareu-Fabrik Mühlhausen i. Lh., fertigt aus Wolle, alten gestrickte«, gewebte« und anderen reinwollene« Lache« und tlbfättm haltbare und gediegene Ltofle für Damen, Herren und Sinder, sowie Portieren, Lchlafdecken und Io weiter in den modernste« Muster« bet billigster Preisstellung unb schnellster Bedienung. 4548 Annahme unb Musterlager in •iefem bei: Louis Rothenberger Wtw., Neuenweg 22. . * *c^eXX / ß ?re^ IhaterialWaaren 4926 empfiehlt die ver- Großh. Bürgermeisterei Gießen. 5320 Gnauth. Strebel-Tinte 3027 per 1. Juli zu vermiethen. Hauptübung 5331 5322 Gnau th. Fritz Lehrmund. 5312] Aeitgeöotenes 5325 Gnauth. 5321 suchen sofort Stellen «yCUOCPCH durch Vermiethsrau Gparr, SelterSweg 50. 51451 Heuchelheimer Mühle 3564 3°/o ReichiUmleth« do. 3Ve% Südanlage 7 ist zu vermiethen 102.10 40/q Griech. Monopol-Lnl. garantirt. 5328 122 20 Rein. 5308] Reichsbttü-Dttcsut 3 p»t. - Krankfurter «ank-Dtscrut 3 p&L Iermischte Anzeigen Brttf 4.16 | Rufs. Imprritiitb M. Michel 4.20 MAGGI5 102.1 0 90.50 98.00 77.66 23.10 33.80 50/0 Jtal. Rente 30/0 Portugiesen 16.22 16.18 I Ducaten 16.21 16.17 Engl. Sovereign» s-r» 9.65 20.28 16.63 150.001 «er. Kvnig»-L«mch>Lct. Lendun: fest. Nachmittags 5 Uhr, an Ort und Stelle meistbietend steigert werden. Gießen, den 26. Juni 1894. Bekanntmachung. Die diesjährige Kirfchenerute von den städtischen Bäumen auf dem Trieb, im Lärchenmäldchen und am Lutherberg soll Donnerstag den 28. Juni, Werners Waarenhans. EtchgLrten Nr. 10. 5140] Klein«s Logis zu vermiethen. S. Elsoffer, Marktstraße 27. Verdingung. Die zur Wiederherstellung des äußeren Verputzes und Anstrichs an den beiden Thorhäusern vor der Neustadt erforderliche Weißbinderarbeit soll Samstag den 30. d. Mts., Vormittags IIV2 Uhr, auf dem Stadtbauamte vergeben werden. Pläne, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen daselbst' zur Einsicht offen, auch sind Formulare für Angebote, die bis zu genanntem Termin beim Stadtbauamte einzureichen sind, dort erhältlich. Gießen, 23. Juni 1894. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Bekanntmachung. Montag den 2. Juli l. I., Vormittags um 8 Uhr an- fangend, soll das Heugras von den Wiesen der Stadt Allendorf a. d. Lumda, ca. 60 Morgen an Ort und Stelle versteigert werden. Zusammenkunft bei der Ziegelhütte. Allendorf a. d. L., 26. Juni 1894. Gr. Ortsgericht Allendorf a. d. Lda. Drogen, Chemikalien, Lacke, Farben für alle Gewerbe und Industrien zu den äussersten Engros-Preisen I 5260] Einen scharfen,reinen DachS« , Hund, 1-2 Jahre alt, kauft 1 Christian Petri V. Badewanne« Verdingung. Verschiedene Herstellungsarbeiten im alten Rathhause, nämlich: Dachdecker-, Spengler- und Weißbinderarbeiten, sollen Samstag den 30. d. M., Vormittags 11 Uhr, auf dem Stadtbauamte öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen auf dem Stadtbauamte zur Einsicht offen, woselbst Formulare für Angebote, die zur obengenannten Stunde daselbst einzureichen sind, in Empfang genommen werden können. Gießen, den 23. Juni 1894. Großh. Bürgermeisterei Gießen. «ichbetzesurfk 1 Uhr 15 Mtu. 90.20 4% Ung. Gold-Rente 5058] Freundl. Familienlogis zu vermiethen. Hammstratze 27. , . , ,, „ _. - - gu verleiben, sowie in allen Großen vor- J.Rickersche Buchhandlung, Giessen, räthig, billigst bet 4795 iHHHHnMSMaHan» Wilh. Kohlermann, Neustadt 15. Rdtctto«s K. Scheyd«. — Druck und Beriet der Brühl'schen Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) tn Gieße«. Aie heutige Nummer umfaßt 6 Seiten Wingolfskneipe per 1. August anderweitig zu ver miethen. 5173 Restaurant „Deutscher Kaiser". Rübsamen sche Bade- und Schwimm-Anstalt. Geöffnet ist die Anstalt von Morgens 6 bis Abends 8 Uhr, an Sonntagen nur Vormittags von 6—12 Uhr. Unterrichtsstunden und Badezeit für die Schuljugend sind an den Wochentagen Vormittags von 10—12 Uhr, Nachmittags von 3—7 Uhr. Otto Schaaf, Seltersweg 39. Suppenwürze ist frisch eingetroffen bet Emil Fischbach, Settersweg. Adler-Drogerie Otto Schaaf 39 Seltersweg 3 9. 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Kundschaft zur Nachricht, daß durch das mich betroffene Brandunglück, das Abbrenneu meines Papierlagers, der Betrieb meines Geschäfts in keiner Weise gestört ist und ich nach wie vor in der Lage bin, prompt bedienen zu können. I beste Qualitäten, in Holztheer Originalfässern und Steinkohlentheer \ ™ Anbruch billigst bei [5207] Brief l'.l 0 fl. 20.37 16.67 und Jndigofinken, prachtvolle Sänger, ä Stück 6 Mk Tigerfinken, Afrikanische Prachtfinken, Goldbrüftchen, Schmetter- ltngsfinken je 1 Paar 3 Mk Sprechende grcue und grüne Papageien 16, 18, 20, 25, 30, 36 Mk. Nachnahme, leb. Ank. 20 Frarcken-St. 20 do. in /, Uhr, auf der Lnhmühle beiGrotzen-Linden werden aus der Concursmasse Phil. Velten daselbst öffintlich gegen Baarzahlung versteigert: 2 Pferde, 4 Kühe, 4 Stück Jung vieh, alles im besten Stand, 3 Zuchtschweine, 10 Gänse, 30 bis 40 Hübner, 1 Hund, 1 Brodwage« mit Verdeck, neu, 1 Müller- und 2 Oeconomiewagen, fast neu 1 alter Oeconomiewagen, 3 Pflüge, 1 Egge, 4 Pferdegeschirre, 1 Reitsattel und sonstige Ackergeräthschaften, ferner 6 Meter Buchenbolz, große Borräthe an Bäcker« (Scheiter) Holz, Steinkohlen, Rauchfleisch, Wurst, Käsen, circa 15 Ctr. Kartoffeln, 1 Jagdgewehr, 1 Regulateur u. s. w. Die Versteigerung findet bestimmt statt. 5296 Engel, Gerichtsvollzieher in Gießen- Mittwoch 27. Juni l. I. Nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale versteigert: 5290] Möbel aller Arten, 1 Pianino, 1 Sommerwogen, 3 schwere Wagen, 1 Schreibtisch, 5 Bilder, 1 vollst. Bett, 1 Buffet, 1 Strickmaschine, 50 Biergläser und Krüge, 1 Parthie Spiegelgläser, 2 gr. Spiegel, 2 Hobelbänke, 1 Nähmaschine u- a. 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